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  • vor 17 Stunden
Saros heißt der neue Shooter von Housemarque. Und der hat Michi beim Anspielen auf PS5 komplett umgehauen. Denn selbst seine höchsten Erwartungen konnten ihn nicht darauf vorbereiten, was für ein gigantischer Sprung dem Team vom Vorgänger-Spiel Returnal zu Saros gelungen ist. Denn nicht nur das Shooter-Gameplay ist fast perfekt, auch die größte Schwäche von Returnal hat Saros zu seiner ganz großen Stärke gemacht - und ist zwar weiterhin ein sehr anspruchsvolles, gleichzeitig aber auch ein viel zugänglicheres Spiel geworden. Wie genau, zeigt er euch im Video mit jeder Menge neuem 4K-Gameplay.

00:00 - Intro: Boah, ist das geil!
02:43 - Die Story hat mich sofort gepackt
05:03 - So genial ist das Gameplay
08:53 - Roguelike mit viel Abwechslung
10:41 - Wenn Sterben plötzlich Spaß macht
14:59 - DAS macht die Kämpfe so besonders!
17:52 - Risiko & Belohnung
20:22 - Technik zum Niederknien
22:20 - Fazit: Koop, PC & ein Mega-Hit?

Musik: Noxious - pipsqueak (Epidemic Sound)
The Pit of Doom - Sightless in Shadow (Epidemic Sound)
Sam Slater - Sun Is Forever (Saros Soundtrack)
Transkript
00:12Es ist geil.
00:35Das klingt vielleicht ein bisschen stumpf, ich habe aber wirklich sehr lange überlegt,
00:41wie ich dieses Video zu Saros, dem neuen Shooter von Housemarque, aufmachen soll.
00:46Denn ja, das Studio gibt seit über 30 Jahren, Playstation selbst ist der Publisher und das
00:51Spiel hat große Ähnlichkeiten zu Eternal, aber trotzdem hat irgendwie kaum jemand Saros
00:57auf dem Schirm.
00:58Bevor ich selbst nach Helsinki geflogen bin, um das Studio zu besuchen und Saros mehrere
01:03Stunden anzuspielen, habe ich mir deshalb das Hirn zermatert, mit welcher verkopften Überschrift
01:08ich euch dazu bringe, das hier anzuschauen.
01:11Denn schon vorher war klar, das wird wieder ein optisch eindrucksvolles Actionspiel mit
01:16mysteriöser Sci-Fi-Story und anspruchsvollen Ballereien.
01:20Klingt erstmal nett, aber halt auch so, als könnte man es auch einfach ignorieren und
01:25irgendwann bei PS Plus abstauben.
01:27Jetzt aber sage ich, an diesem Spiel kommt ihr nicht vorbei, wenn ihr euch nur ein bisschen
01:33für Singleplayer-Action, Shooter oder Sci-Fi-Stories interessiert.
01:37Saros ist nicht nur der vermutlich wichtigste PS-Shooter des Jahres, sondern die beste Preview-Version,
01:44die ich in fast 20 Jahren anspielen konnte und ein so gigantischer Sprung von Returnal, wie
01:50ich ihn zuletzt von Assassin's Creed 1 auf 2 erlebt habe.
01:53Die 3 Stunden Spielzeit waren ein so intensiver Adrenalintrip, dass es nicht mal eine Sekunde
01:59gab, in der ich auch nur daran gedacht hätte, mal kurz aufzustehen und was zu trinken.
02:05Ich habe aber die ganze Zeit drüber nachgedacht, wie ich euch dieses Gefühl vermitteln kann.
02:10Soll ich erklären, dass das Gameplay so tight ist, dass jeder einzelne Kampf so ein Schlachtfest
02:15wie bei Doom Eternal ist, dass man all die Schwächen von Returnal beseitigt und durch die
02:20besten Ideen von Hades ersetzt und damit ein viel zugänglicheres Spiel geschaffen hat
02:26oder dass mich die Story schon in den ersten Stunden komplett gepackt hat.
02:30Alles valide Punkte, aber auch wenn es profan klingt, am Ende komme ich immer wieder auf diese
02:36vier Worte zurück.
02:37Boah, ist das geil!
02:39Und warum, erkläre ich euch jetzt im Video.
02:45In Saros spielt hier Arjun Devraj.
02:48Das ist dieser Mann mit dem ausgezeichneten Bart-Frisurengeschmack, dargestellt vom Schauspieler
02:54Roel Cooley und der ist von Beruf Enforcer für den interstellaren Konzern Soltari.
03:00Die sind ähnlich moralisch based wie Weyland Yutani aus den Alien-Filmen, wenn also die
03:06Kasse stimmt, gehen die jedes Mal mit breitem Grinsen auch über Leichen.
03:15So auch auf dem entlegenen Planeten Carcosa, wo eine Expedition namens Echelon das unbezahlbare
03:22Wundermaterial Lucenite entdeckt, bevor der Kontakt zur Heimatbasis abreißt.
03:28Ob ihr die Mitglieder der Bergbaumission rettet, ist der Firma gerade egal, Hauptsache die kriegen
03:34ihr Lucenite.
03:37Deshalb schickt man euch zusammen mit einem Team als Echelon 4 nach Carcosa, um rauszufinden,
03:43was den übrigen drei Gruppen passiert ist und die Funkelsteine für eure Chefs einzusacken.
03:49Schon bald nach der Ankunft merken Arjun und Co. aber, dass der auf Scans eigentlich komplett
03:54leblose Planet dann doch ziemlich aktiv wird, wenn da plötzlich Besuch kommt.
04:00Neben mörderischen Kreaturen sind es aber vor allem der Planet und eine unheilvolle Sonnenfinsternis,
04:06die dem Team zusetzen, denn nach und nach verlieren die Besatzungsmitglieder von Echelon
04:114 den Verstand.
04:13Und dann kommt noch dazu, dass der nach außen so selbstlose Menschenretter Arjun noch einen
04:18ganz anderen Grund hat, nach Carcosa zu kommen.
04:25Ich lasse es jetzt mal so offen stehen, denn ich habe zwar schon mehr von der Story gesehen
04:29und gespielt, soll euch auf Wund von Hausmark aber noch nichts drüber erzählen, finde ich
04:34fair, denn das sollt ihr ja alles selbst erleben dürfen.
04:36Fest steht aber, die Story hat mich von Anfang an begeistert, wirkt mysteriös und düster
04:42und liefert schon in den ersten Spielstunden coole Wendungen.
04:45Es ist übrigens eine komplett eigenständige Geschichte, ihr müsst also Returnal nicht gespielt
04:50haben.
04:51Der Vibe ist diesmal auch ganz anders, das entpuppt sich aber als große Stärke, aber dazu später
04:56mehr.
05:13Jetzt habe ich schon einen großen Fehler in diesem Video gemacht, nämlich das Gameplay
05:172 nicht als allererstes besprochen.
05:20Dabei ist Gameplay First die Designphilosophie von Hausmark für Saros.
05:26Soll heißen, erstmal muss das Spielgefühl stimmen, die Story kommt dann unterstützend dazu.
05:33Und so viel kann ich schon mal sagen, dieses Gameplay stimmt mal sowas von.
05:41Also, das, was ihr hier seht, ist auch mein Gameplay, ich habe nämlich meine komplette 3-Stunden-Spiel-Session
05:46auf der PS5 mit den ersten beiden Biomen und Boss-Gegnern komplett aufnehmen dürfen.
05:51Außerdem konnte ich danach auch den Creative Director Gregory Loudon mit Fragen löchern.
05:56Saros ist genau wie Returnal ein flotter Third-Person-Shooter, der Sprung zwischen beiden Spielen könnte
06:02aber wohl nicht größer sein.
06:04Im Kern geht es zwar wieder darum, geschickt verschiedenfarbigen Energiekugeln auszuweichen
06:09und währenddessen Gegner-Horden umzunieten, Bullet Hell eben, Saros macht es aber so viel
06:14geschmeidiger, abwechslungsreicher und vor allem flotter, dass einem Returnal im Vergleich
06:19wie Rundenstrategie vorkommt.
06:23Eines der wichtigsten Manöver ist dabei der Dash, also dieser flinke Ausweichschritt,
06:27mit dem ihr für kurze Zeit unverwundbar werdet und so durch die meisten Projektile einfach
06:32durchspringen könnt.
06:33Aber eben nicht durch alle und den Unterschied zu kennen, trennt in Saros die Spreu vom Weizen.
06:40Alternativ kann man nämlich auch noch drüber springen oder sich mit einem Greifhaken durchs
06:44Level schwingen.
06:46Oder man absorbiert die Kugeln einfach.
06:49Das ist nämlich neu in Saros, denn mit dem Soltari-Schild Pac-Mannt Arjun die blauen
06:55Boller einfach und lädt damit die Munition seiner Spezialwaffe auf.
06:59Klingt erstmal wie ein Gimmick, ist aber der große Gamechanger.
07:05Denn wo die zerbrechliche Selene im Returnal andauernd ausweichen und weglaufen muss, springe
07:11ich als Arjun mitten ins Getümmel, lade mich auf und bratz mit einer Superrakete gleich
07:16ganze Gegnergruppen weg.
07:22Aber der Schild nimmt halt nicht jede Form von Feindbeschuss dankend an und muss also
07:28schon vorher überlegen, wann man ihn jetzt einsetzt.
07:31Wenn man das mal verstanden und verinnerlicht hat, macht's Klick.
07:46Plötzlich seht ihr nämlich nicht mehr nur wirren Beschuss, sondern Muster.
07:50Rhythmus statt Chaos, Schwachpunkte statt Übermacht.
07:54Mehr Gegner heißt es nämlich nicht mehr automatisch mehr Gefahr, sondern mehr Superwaffen-Muni, wenn
08:00ich deren Angriffsmuster judo-mäßig gegen sie einsetze.
08:03Es ist also total sinnvoll, absichtlich Gegner stehen zu lassen, damit die Arjuns Super-Munition wieder auffüllen.
08:12Der Schild ist also ein super starkes Mittel, um zurückzuschlagen.
08:16Ein Spaziergang wird Saros dadurch aber nicht.
08:19Die Gegner setzen euch von Anfang an unter Druck, ihr müsst dauernd in Bewegung bleiben
08:23und vor allem nicht getroffen werden.
08:25Denn Heilmittel sind stark begrenzt und so geht's in jeder einzelnen Ballerei um alles.
08:31Jeder noch so kleine Gegner kann euch aus den Latschen lasern, wenn ihr nicht aufpasst.
08:38Umgekehrt reitet ihr aber auch dauerhaft auf einem dermaßen Dopamin hoch über Carcosa.
08:43Das letzte Mal, dass der Flow für mich so intensiv war, war bei Doom Eternal.
08:53Ich könnte jetzt noch mehr ins Detail gehen, was diese Feuergefechte so großartig macht
08:57und das werde ich gleich auch noch.
08:58Vorher sollten wir aber klären, was überhaupt die Spielstruktur von Saros ist.
09:02Denn das ist genau wie der Vorgänger wieder ein Roguelike.
09:05Soll heißen, wenn ihr ins Gras beißt, dann beginnt ein neuer Run und das bedeutet neu angeordnete
09:11Levels, neue Waffen und andere Power-Ups.
09:14Jeder Run startet in der Passage eurer Basis, dazu aber später mehr und von da aus rennt
09:19ihr dann los in die Spielwelt, um euer Missionsziel zu erfüllen, meistens also den Endboss des
09:24Levels zu killen.
09:25Zu Beginn lautet das, den Ursprungsort des Hilferufs der verlorenen Echelon-Kolonie zu orten.
09:30Biom 1, die zerstörte Anhöhe, ist dabei noch einigermaßen linear, es gibt also oft
09:36nur einen Hauptweg, von dem immer mal wieder Nebenpfade abzweigen.
09:40Damit ihr nicht verloren geht, könnt und sollt ihr trotzdem regelmäßig auf die 3D-Karte
09:44linsen.
09:45All diese Arenen und Verbindungsgänge sind handgebaut, die Zusammensetzung ist aber jedes
09:50Mal anders.
09:51Dazu kommt, dass auch Schießeisen, Lebensenergie und sonstige Power-Ups neu verteilt werden.
09:56Ich sag übrigens absichtlich nicht zufällig verteilt, weil da wohl tatsächlich ein ausgeklügeltes
10:02System im Hintergrund arbeitet, das dafür sorgt, dass ihr bei jedem Run Abwechslung habt.
10:07Also zum Beispiel mehr Waffen-Mods findet, die ihr bisher eher selten benutzt habt.
10:15Laut dem Chef-Entwickler greift dieses System aber nicht in den Schwierigkeitsgrad ein.
10:20Sprich, es ist nicht wie bei Left 4 Dead, dass eure Leistung die ganze Zeit überwacht wird
10:25und euch das Spiel dann mehr Gegner schickt, wenn ihr zu gut seid.
10:28Es gibt nur einen Schwierigkeitsgrad schwer.
10:30Es gibt aber Mittel und Wege, um sich das Leben leichter zu machen, aber dafür müsst
10:37ihr sterben.
10:45Ihr habt ja vielleicht schon rausgehört, dass Returnal einen festen Platz in meinem Herzen
10:49hat, aber selbst der größte Fanboy kann nicht wegdiskutieren, dass Sterben in Returnal
10:55ein übler Schlag in die Magengrube ist.
10:59Ein blöder Fehler und plötzlich sind anderthalb Stunden Progress komplett für die Tonne gewesen.
11:04Der Abend ist damit gelaufen und ich kann jeden verstehen, dass danach nie wieder anfasst.
11:10Sterben werdet ihr in Saros vermutlich auch ziemlich oft.
11:13Dank drei genialer Ideen ist die größte Schwäche von Returnal jetzt aber Saros große Stärke.
11:19Denn nach dem Tod landet ihr wieder in der Passage, eure Waffen und Artefakte sind weg
11:23und alle Gegner wieder da, aber ihr behaltet über den Tod hinaus alles Loose the Night,
11:29also die Erfahrungspunkte, die ihr für erledigte Gegner bekommt.
11:33Und mit denen kauft ihr euch jetzt in der Basis, in der sogenannten Panzerungsmatrix,
11:37einfach neue permanente Skills.
11:40Zum Beispiel mehr Lebenspunkte, mehr Schildkapazität, ein dauerhaftes Extra-Leben und und und.
11:46Das ist die erste tolle Idee.
11:50Die zweite, wie in Hades könnt ihr jetzt mit den anderen Ashland-Mitgliedern quatschen
11:55und so viel mehr über deren Hintergründe, Sorgen und Pläne erfahren.
12:10Hier wartet neben der bösen KI Primary, bei der ihr auch ausgilt, auch eine alte Bekannte.
12:16Denn eure Vorgesetzte Sheridan wird von Jane Perry, der Stimme von Selene aus Returnal gesprochen.
12:31Die Dialoge sind aufwendig vertont und ziemlich atmosphärisch, denn schon früh wird klar,
12:36dass sich die Mitglieder von Echelon 4 nicht wirklich über den Weg trauen.
12:40Immerhin hat der Planet schon mehrere Besatzungsmitglieder in den Wahnsinn getrieben
12:44und entsprechend vorsichtig ist die Crew jetzt.
12:47Neben diesen kleinen Gesprächen gibt's auch richtig filmreife Zwischensequenzen,
12:51die darf ich euch hier aber aus Spoilergründen nicht zeigen.
12:54Neben Englischer soll's außerdem auch eine deutsche Sprachausgabe geben,
12:57die war in meiner Preview-Version aber noch nicht drin.
13:03Und die dritte coole Idee, ein Run in Saros dauert nur rund 30 Minuten,
13:08ist also viel kürzer als in Returnal und das hat gleich zwei Vorteile,
13:12nämlich dass man im Todesfall nicht so viel Fortschritt verliert
13:15oder im Erfolgsfall, also beim Triumphe bei den aktuellen Endboss,
13:19deutlich flotter in ein ganz anderes, abwechslungsreicheres, neues Biom kommt.
13:24Übrigens, auch wenn ihr den Endboss legt, endet der Run und ihr startet mit frischem Loadout
13:29ins nächste Gebiet, wodurch aber auch komplett die Panik verschwunden ist,
13:33durch einen dummen Fehler am Anfang des neuen Bioms,
13:36die über Stunden zusammengesammelte Ausrüstung gleich wieder zu verlieren.
13:42Das alles mag jetzt im ersten Moment nur wie nette Dreingaben klingen,
13:46tatsächlich verändert sich mit diesen drei Mechaniken aber meine komplette Einstellung zum Bildschirmtod.
13:52Statt wild fluchend die Konsole auszumachen, freue ich mich jetzt auf neue Skills,
13:56einen Schnack mit den Kollegen und will sofort gestärkt den nächsten Run starten.
14:01Es fehlt also komplett dieser tote Punkt, an dem man jetzt erstmal was anderes machen will,
14:06sondern der Sog wird noch stärker.
14:21Und irgendwie verändert das natürlich auch komplett die Genre-Einordnung.
14:25Durch die permanent freigeschalteten Skills ist Sarah aus ja jetzt deutlich mehr Roguelite als Roguelike
14:30und damit eben auch viel zugänglicher für all jene, denen die überzogen harte Bestrafung das ganze Returnal versaut hat.
14:37Trotzdem bleibt's ja ungeheuer anspruchsvoll.
14:41Wer also hart reinschwitzen will, könnte dieses ganze Skillsystem links liegen lassen
14:45und einfach jeden Boss First Try legen und bekommt so trotzdem die ganze Hauptstory mit,
14:51wird aber vermutlich einen Haufen Nebendialoge mit der Crew verpassen.
15:00Also gut, ihr schaltet also immer wieder von der Passage aus in den nächsten Run und versucht,
15:04den jeweiligen Boss zu klatschen, ohne selbst geklatscht zu werden.
15:07Aber was macht die ganzen Kämpfe denn jetzt so besonders?
15:11Das mag jetzt erstmal ziemlich merkwürdig klingen, aber obwohl Saros ja ein Shooter ist, ist Zielen hier gar nicht so
15:18wichtig.
15:18Tatsächlich haben die meisten Waffen nämlich eine ziemlich großzügige Zielhilfe,
15:23was ihr daran erkennt, dass das Fadenkreuz ganz automatisch immer in rot auf den jeweils nächsten Gegner aufschaltet.
15:28Mit Betonung auf die meisten, denn es gibt auch Waffenvarianten, die gar keine Aufschaltung, dafür aber extra viel Schaden machen.
15:38Apropos Waffen, davon gibt es in Saros eine ganze Menge, ihr könnt aber immer nur zwei gleichzeitig dabei haben.
15:49Eine Primär- und eine durch euren Schild aufladbare Energiewaffe.
15:52Jede Knarre gibt es dann mit zig verschiedenen Modifikatoren, also zum Beispiel höherer Schussfrequenz oder größerem Magazin.
15:58Außerdem hat jede Wurmer ein Waffenlevel und je weiter ihr im Spiel kommt, umso stärker sind sie dann.
16:03Und jede Primärwaffe hat außerdem einen Sekundärfeuermodus.
16:08Klingt verwirrender als es ist, euer Sturmgewehr kann zum Beispiel flott normale Munition oder langsam panzerbrechende Geschosse abfeuern.
16:16Ich war für die Zielhilfe jedenfalls sehr dankbar, weil man auch so schon genug zu tun hat.
16:22Stillstehen ist in Saros nie eine Option, ständig müsst ihr daschen, springen, Feindschilde im Nahkampf zerdeppern oder den eigenen Schild
16:29hochfahren und dann kommen da ja noch mehr Feinheiten dazu.
16:33Zum Beispiel der Overload, also so ein Minispiel beim Nachladen, wo ihr, wenn ihr die Feuertaste genau im richtigen Moment
16:39drückt, ein Magazin mit Extraschaden bekommt.
16:46Und dann gibt's noch das Adrenalinsystem, das mit jedem Gegnerkill steigt und euch in fünf Stufen mehr und mehr Fähigkeiten
16:52wie Feinderkennung, Nahkampfschaden, verbesserte Heilung und mehr Energie spendiert.
16:56Aber eben nur, solange ihr nicht erwischt werdet. Beim ersten Feindtreffer wird's wieder auf null zurückgesetzt, also nicht treffen lassen.
17:07Das klingt jetzt erstmal ziemlich überfordernd. Saros führt aber jedes dieser Elemente behutsam ein und lässt euch damit erstmal warm
17:15werden.
17:15Und wenn man mal aufgewärmt ist... Au Junge!
17:26DAS
17:27DAS
17:53Ein Aspekt, den ich bisher noch gar nicht erwähnt habe,
17:55der sich aber wie ein roter Faden durch Saros zieht, ist das Thema Risiko und Belohnung.
18:00Denn fast überall müsst ihr abwägen, ob ihr jetzt langsam, aber sicher oder schnell und riskant
18:06weiterspielen wollt. Das geht schon beim Level-Design los, denn theoretisch könnt ihr alle
18:10Nebenpfade abseits des Hauptwegs ignorieren, steht dann aber vermutlich deutlich schwächer
18:15bewaffnet vorm Boss. Oder ihr nehmt jeden Bonusraum mit, sammelt super Knarren, Lebensleiste, Erweiterung
18:21und sonstige Power-Ups auf, lauft dann aber auch Gefahr, da von den besonders heftigen
18:26Standardgegnern gekillt zu werden.
18:31Apropos Power-Ups, die heißen in Saros Artefakte und spendieren euch mehr Leben, mehr Schild und
18:36XP-Boost, aber nicht jedes davon ist auch wirklich ein Power-Up. Denn in jedem Biom kommt in Saros
18:43der Punkt, an dem Arjun an so einem geschmacklosen Alien-Tisch eine Sonnenfinsternis einleiten
18:49muss. Und jetzt geht's erst so richtig los, denn das transformiert den ganzen Level.
18:54In der zerstörten Anhöhe wird daraufhin deutlich mehr herumtentakelt, in den alten
18:58Tiefen erwachen plötzlich die ganzen Bergbaumaschinen, vor allem sind jetzt aber auch alle Gegner gefährlicher
19:04geworden. Dafür verdient ihr jetzt aber auch deutlich mehr Lucanite, also XP.
19:08Unter anderem können diese fieseren Gegner jetzt auch diese giftgrünen Projektile schießen.
19:13Und die kann der Sultari-Schild zwar auch absorbieren, aber zu einem hohen Preis. Denn damit schrumpft
19:20eure Lebensleiste, bis ihr die böse Energie über eure Superwaffe wieder zurückgeschossen habt. Ist
19:27also auch wieder Abwägungssache. Lieber den gelben Bollern ausweichen oder aufsaugen und damit zur
19:33Glaskanone werden. Aber nicht nur Projektile, sondern auch alle Gegenstände sind jetzt verdorben,
19:41und haben deshalb zum einen besonders starke Boni, aber auch extra starke Nachteile. Und wer das
19:48einfach überliest, muss eben auf die harte Tour lernen, dass 4 Stat-Punkte für einen doppelt so
19:54langen Dash-Cooldown kein guter Tausch sind. Ja dann, gute Nacht. Ihr müsst also immer abwägen,
20:00ob der Bonus den Malus wert ist und das zu eurem Spielstil passt. Artefakte könnt ihr nämlich
20:05innerhalb eines Runs nicht mehr ablegen. Wer eh nie großartig rumspringt, kann zum Beispiel easy
20:10extra Fallschaden tolerieren. Wenn ihr aber kurz vorm Boss-Camp steht, solltet ihr euch schon zweimal
20:15überlegen, ob ihr das hier einsacken wollt, womit mehrere Treffer vom gleichen Gegner immer schlimmer
20:21werden. Besser nicht. All das läuft auf der normalen PS5, in 4K, bei gleichzeitig butterweichen und
20:33steinharten 60 FPS. Sprich, wir sind selbst mit zig Gegnern und lächerlichen Partikelorgien keine
20:40Slowdowns aufgefallen. Dazu kommen beeindruckende Raucheffekte, die Hausmark in Eigenbau auf die
20:47Unreal Engine 5 draufgepfropft hat. Und genau darum mache ich mir gerade Sorgen. Ich fürchte nämlich,
20:54dass Zaros auf YouTube und Twitch deutlich schlechter wirkt, als es tatsächlich aussieht,
20:59weil die Videokompression die eigentlich gestochen scharfen Effekte vermutlich zu
21:04brockiger Gemüsesuppe verarbeiten wird. Eins sieht man aber auch hier sofort.
21:12Ladezeiten beim Sterben oder Levelwechsel gibt's praktisch nicht. Ich habe mich beim
21:17Spiel jedenfalls die ganze Zeit gefragt, was die PS5 Pro da noch drauflegen will,
21:22wenn das schon auf der normalen Konsole so gut läuft. Vielleicht irgendwelches Raytracing,
21:27aber das wollte mir Hausmark jetzt noch nicht beantworten.
21:34Beim Sound baut man auf das starke Fundament von Returnal auf. Ihr könnt also nur mit den Ohren
21:39jeden Gegner und fast jedes Projektil präzise im Raum orten. Waffen klingen satt und wuchtig und der
21:46Soundtrack ist diesmal deutlich gitarrenlastiger. Aber übrigens nicht ganz so krasser Metal wie hier im
21:52Video. Das ist jetzt mehr so meine künstlerische Freiheit gewesen.
22:00Wenn ihr mir jetzt trotzdem eine Knarre an den Kopf haltet und mich zwingt,
22:04was Negatives über Saros zu sagen, dann, dass die Gesichtsanimationen in den Passagegesprächen
22:10nicht besonders spektakulär sind.
22:30Die drei Stunden Saros gehören mit zum intensivsten, was ich im Shooter-Genre je erlebt habe. Mein erster
22:38Gedanke nach der Session war, das war so gut, das sollte illegal sein. Saros spielt sich nicht nur wie
22:45ein Traum. Mit seiner mysteriösen Sci-Fi-Geschichte drückt es auch bei mir genau die richtigen Knöpfe und
22:51sieht dabei auch noch unfassbar gut aus. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, was für ein großer
22:56Sprung zwischen Saros und Returnal liegt. Das habe ich nämlich danach zu Hause nochmal angeschmissen und die
23:02Unterschiede in Sachen Tempo, Steuerung und Dynamik ist gigantisch. Ja, auch Saros hat noch diese
23:08gewöhnungsbedürftige Marotte, dass man für Altfire L2 so halb für die Superwaffe ganz durchdrücken muss.
23:15Bisschen frickelig. Aber dafür die total logische Änderung, dass der Dash jetzt nicht mehr auf Kreis,
23:23sondern auf L1 liegt, wodurch man seine Daumen nie von den Sticks nehmen muss. Unklar ist, wie es bei Saros
23:29mit
23:29dem Koop-Modus aussieht. Der kam in Returnal nach dem Release als kostenloser Patch und war ein großer
23:35Spaß. Und großer Frust. Und großer Spaß. Kollege Jules und ich haben den zusammen komplett durchgespielt
23:42und sind dabei vermutlich 1000 Jahre älter geworden. Aber auf die Frage, ob der auch für Saros zurückkehrt,
23:48gibt's von Hausmark nur die Standardantwort, dass man sich zum Release auf den Singleplayer konzentrieren
23:56will. Ähnlich standard ist auch die Antwort auf meine Frage zu einer PC-Version. Immerhin halten
24:02sich da ja seit Monaten die Gerüchte, dass Playstation seine Singleplayer-Spiele künftig nicht
24:07mehr auf Steam, sondern nur noch auf PS5 bringen will. Und auch hier nur PR-Leitfaden bla bla. Wir
24:13konzentrieren uns aktuell auf die PS5-Version. Sollte man das jetzt also vorbestellen? Die Antwort lautet
24:22natürlich jetzt und für immer NEIN NIEMALS vorbestellen. Denn bisher habe ich nur zwei Biome gesehen,
24:29wie viel es geben wird ist bisher nicht bekannt und vielleicht wird der Rest ja totaler Murks.
24:34Aber wenn Saros die Klasse dieser zwei Welten über die ganze Laufzeit halten kann, dann steht uns
24:40hier ein Mega-Hit ins Haus. Das sage ich zwar als großer Fan von Returnal, bin mir aber sicher,
24:46das hier wird auch allen Spaß machen, die Returnal zu schwer fanden. Und wer Angst hat,
24:51dass Saros zu leicht wird, man kann auf Wunsch sogar nochmal extra spezielle Modifier zuschalten,
24:56die jeden Run noch härter machen.
25:14Ich war richtig traurig, als die Anspiel-Session vorbei war und habe ernsthaft überlegt, unter welchem
25:19Vorwand ich mir jetzt noch mehr Spielzeit erschleichen kann. Ging aber natürlich nicht so viel Fairness den anderen Magazinen gegenüber
25:25muss schon sein.
25:27Trotzdem kann ich es wirklich kaum mehr bis zur Testversion und dann den Release am 30. April abwarten.
25:33Und das ist mir schon sehr lange nicht mehr passiert.
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