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00:21My name is Florian Linz. I have a Lärmbehinderung, that means I need longer
00:26um mir Sachen einzuprägen. Sein Leben bislang? Erst Förderschule, dann Behindertenwerkstatt.
00:37Jetzt aber will Florian ein anderes Leben. Vier Jahre werden wir ihn begleiten.
00:44Ich wollte oft an die Jugend, wie sie alle haben, nur das ging nicht. Es war immer oft eine Form
00:55der
00:55Ausgrenzung, eine Form, die nicht dazugehört. Aber ich wollte eines. Ich wollte es allen
01:02beweisen. Aber als erstes wollte ich es einbeweisen, nämlich mir. Ich wollte mir beweisen, dass
01:10ich mehr bin. Mehr als diese Behinderung.
01:33Florian ist bei einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung angestellt und lebt von Grundsicherung.
01:38Schon seit einiger Zeit bemüht er sich um einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Bisher hat es nicht geklappt.
01:46Ich fühle mich so nicht fürchtlich Fleisch. Damit will ich zum Ausdruck bringen, ich fühle mich nicht
01:52wirklich zu den Behinderten oder zu den Menschen mit Handicap wirklich zugehörig. Aber in der Welt der
01:58vermeintlich normalen oder Menschen ohne Behinderung ist es halt auch schwer für mich den Anschutz zu finden.
02:04Aber ich will mich weiterentwickeln. Ich wollte nicht stehen bleiben. Ich möchte nicht in zehn Jahren mit 38 Jahren
02:10noch den Stand eines 28-Jährigen rückblickend haben. Und da ich noch in dem Alter bin, wo man lernen kann,
02:18lernen möchte, so wie ich, habe ich einfach gedacht, ich gucke einfach, was mir die Welt da draußen bietet.
02:25Heute finden Bewerbungsgespräche an der Technischen Hochschule Köln statt. Gesucht werden sieben Menschen mit
02:31geistiger Beeinträchtigung oder Lernschwierigkeiten. Sie sollen drei Jahre lang zu Uni-Dozenten qualifiziert werden.
02:38Anschließend sollen sie selbst lehren zu Themen rund um Inklusion und Behinderung. Florian hat sich beworben.
02:46Und wenn sie gefragt werden, was zeichnet sie aus?
02:49Ganz klar mein Ehrgeiz, mein Leistungswille, mein Durchhaltevermögen. Oh Mann, aber da hätte ich nicht gedacht,
02:58zur Fälle Konkurrenz.
03:00Da ist, glaube ich, auch schon der nächste Bewerber, der Herr Linz.
03:03Genau.
03:04Und wir haben noch einen zweiten.
03:08Guten Tag, Herr Linz.
03:09Hallo, Herr Linz.
03:11Seien Sie gegrüßt. Nehmen Sie gerne hier Platz.
03:13Danke Ihnen.
03:14Sehr nett.
03:17Ja, schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Das freut uns sehr.
03:22Das Institut setzt sich ja zum Ziel, das Thema Inklusion im Hochschulbereich, in der Hochschullehre
03:29stärker in Nordrhein-Westfalen zu verankern. Und zwar aus erster Hand. Das heißt, dass Menschen
03:33mit Behinderung dazu befähigt werden, Unterrichtseinheiten zu planen und durchzuführen für Studierende.
03:39Und insofern schön, dass Sie da sind.
03:41Ja, ich habe mich auch gefreut, als ich von einem Projekt erfahren habe, einfach auch
03:46dieses eine neue Chance, einen neuen Anreiz, wieder was zu erreichen zu können.
03:51Weil ich bin eigentlich so, ich gebe mich nie damit zufrieden, was ich habe, sondern
03:56ich brich halt wirklich immer das Optimale aus der Rauchschule. Das heißt, auch wenn ich
04:01eine Behinderung habe, möchte ich als normal angesehen werden. Und ich bin damit auf die Welt
04:06gekommen, dass es hieß, ich würde nie laufen lernen, ich könnte nie Fahrrad fahren
04:11lernen und ich bin, glaube ich, gerade zu Tür reingekommen. Also insofern geht da noch was.
04:16Wer weiß, was da noch was braucht. Da geht auf jeden Fall noch was. Ja, ja.
04:22Köln. Hier lebt Florian in einer eigenen Wohnung im Haus seiner Mutter.
04:34Kennst du die Bilder eigentlich alle? Alle nicht, aber... Das war in Lippstadt, kurz nachdem die
04:44die Beatmung. Du wurdest ja da mehrere Tage künstlich beatmet, genau. Maschinell beatmet. Und da ging es dann so langsam
04:55bergauf. Ja.
05:01Bei Florians Geburt kam es zu Komplikationen. Sein Gehirn blieb zu lange mit Sauerstoff unterversorgt.
05:07Dadurch ist Florians Entwicklung beeinträchtigt.
05:10Ich glaube, das war wahnsinnig schwer für seinen Vater, das so zu akzeptieren, dass Florian so ist, wie er ist.
05:20Oder zu der Zeit war, wie er war. Ich denke, man hätte sich wahrscheinlich immer einen Sohn gewünscht,
05:26mit dem er irgendwie alles machen kann. Fußball spielen, keine Ahnung, Inliner fahren. Und das war halt mit Florian so
05:32in dem Alter nicht möglich. Und ja.
05:40Wie war das für Sie als Mutter? Schlimm. Ja, ich fand es sehr schlimm, weil ich habe gesagt, das ist
05:49ja nun mal der Sohn.
05:51Und es ist ja egal, wie er ist. Also ist er das Kind. Egal, ob er ein Handicap hat oder
05:57nicht.
05:57Aber deswegen ist es trotzdem mein Sohn und ich liebe ihn so, wie er ist. Also, ja.
06:08Ja, aber das kann man gar nicht, wenn man Bilder sieht oder wenn man so seinen ganzen Werdegang bis jetzt
06:15so sich vor Augen führt,
06:20dann ... Das ist schon Wahnsinn, was er gemacht hat aus seinem Leben.
06:33Für mich ist es halt nur schwer, weil ich sehe, dass so ein Fehler so viel ...
06:40... dass man so einen Unterschied dann irgendwann macht.
06:44Na, ist gut.
06:48Das ist echt nicht gut.
06:50Wenn ich das jetzt wieder so Revue passieren lasse, das ist echt nur dann ...
06:55Dafür hast du das doch alles toll gemacht, Flo.
06:58Nur so ein paar Minuten waren die das.
07:01Ja.
07:02Die so vieles im Leben verändern.
07:05Dann nur ein paar Minuten.
07:13Eine Woche später steht fest, wer für die Qualifizierung an der TH Köln ausgesucht wurde.
07:18Ja.
07:21Jetzt sind wir alle da.
07:22Sind wir alle da, genau.
07:24Die zukünftigen Bildungsfachkräfte kommen aus ganz Nordrhein-Westfalen.
07:29Die sieben ausgewählten Menschen werden die nächsten drei Jahre durch das Institut für inklusive Bildung NRW ausgebildet.
07:39Und Florian ist einer von ihnen.
07:46Fast alle von ihnen haben Förderschulen besucht und eine Hochschule noch nie betreten.
07:59Es ist für mich einfach beflügelnd, jetzt vielleicht nicht den vorgegebenen Weg eines Menschen mit Handicap beschreiten zu müssen,
08:09sondern ich habe immer schon gesagt, ich möchte nicht mein Leben lang in der Werkstatt bleiben.
08:14Ich möchte eine einspruchsvolle Arbeit machen und wenn ich dadurch noch zu einer inklusiven Gesellschaft beitragen darf,
08:22dann ist das etwas ganz Tolles für mich.
08:25Aber das ist ...
08:25MS heißt Magister, ne?
08:27Nein, das ist Master of Science.
08:30Nein, solche Sachen.
08:31Ich glaube nach dem Master of Irgendwann hat mein Gehirn schon aufgescheitert.
08:36Einige Wochen später.
08:38Im Hochschulseminar treffen die sieben angehenden Bildungsfachkräfte zum ersten Mal auf Studierende.
08:43Guten Tag, hallo.
08:46Ich bin hier die Hochschullehrerin.
08:50Hallo, ich bin Dagmar Brosei.
08:53Und das sind die Studierenden, die stehen noch ein bisschen schüchtern.
08:56Guten Tag, ich bin Dagmar Brosei.
09:05Hallo, Griesann.
09:07Guten Tag, du.
09:08Hermin, hi.
09:09Amand.
09:10Wer kommst du denn?
09:11Aus Indonesien.
09:17Welcome to all of you, I'm really glad to be here today to our
09:22joint seminar on the way to the support of the decision-making.
09:27We deal with the right, and it's great that we can talk with you today,
09:34whether you have experience with a law enforcement, because we hear that it comes to problems,
09:41to mistakes, to mistakes.
09:43Who would you like to be here today?
09:48Who would you like to be here today?
09:51I.
09:52And I don't have any.
09:53You don't have any.
09:54I don't have any.
09:55If I would like to be a crime, I would like to be right.
09:59But when I have important questions, I still have my parents in the background.
10:04You can say, you can do this seminar, that, that, that.
10:10You can do this as a human being, but in a relatively complex way.
10:16And for me, it was just a little too small.
10:34Florian und Fabian sind Freunde geworden.
10:41My brother is three years younger than I.
10:45My brother is also 23 years old.
10:48We are twins.
10:50Okay.
10:51And has he also had a handicap?
10:55Or is he also?
10:57No.
10:58Er wurde davon verschont.
11:02Also, es war nicht einfach immer für mich damit zurecht zu kommen, weil ich immer gesehen
11:07habe, was mein Bruder alles kann und was ich nicht kann.
11:11Aber ich bin meinem Bruder überhaupt nicht böse.
11:14Ich bin sogar froh, weil er mir besser helfen kann, als wenn er jetzt auch eine Einschränkung
11:19hätte.
11:20Bei mir ist es halt auch so, meine Eltern haben sich halt 2002 getrennt, weil mein Erzeuger
11:30nicht damit klargekommen ist, dass ich ein Handicap habe.
11:34Und er hat meinen Bruder halt immer bevorzugt behandelt.
11:38Und das ist für mich immer sehr schwer gewesen.
11:42Also, zu merken, dass dein Fleisch und Blut, was dich gezeugt hat, dich anders behandelt
11:49als dein Bruder.
11:52Und deswegen ist dann bei mir dieses Vergleichen angefangen, weil ich einfach dachte, was macht
11:58er richtig, was ich falsch mache?
11:59Oder was fand er richtig, dass er diese Zuneigung und Liebe kriegt, die ich so nicht erfahren
12:06habe?
12:07Aber du bist so, wie du bist und du bist eigentlich so perfekt, wie du gerade mir rüberkommst.
12:16Also, mach dir da nicht zu viel Druck.
12:18Das ist schlecht.
12:22Ich würde dir einfach raten, dein Leben so zu leben, wie du gerade bist.
12:28Weil damit fährst du am besten.
12:42Seit mehreren Monaten läuft die Qualifizierung.
12:45Bald sollen die Sieben ihr erstes eigenes Seminar zur Inklusion vor Studierenden halten.
12:51Dafür müssen sie vor größeren Gruppen sprechen lernen.
12:55Schauspielerin und Sprecherin Julia Dillmann hilft.
12:59So, schön, dass ihr da seid, schön, dass ich da bin.
13:05Ich habe mich total auf euch gefreut.
13:08Ja, ich auch.
13:09Sehr schön.
13:10Was glaubt ihr denn, was braucht ihr denn, um einen guten Auftritt hinzulegen?
13:16Ja?
13:17Ja, auf jeden Fall eine autoritäre Ausstrahlung.
13:21Autoritäre?
13:22Wie meinst du das genau?
13:23Also eine Ausstrahlung, die zeigt, dass man was vermitteln will und dass man die Wahrnehmung
13:27der Studenten auf sich bringt und zeigt, hier, guck mich an, ich zeige euch was.
13:33Ja, das heißt, du meinst, dass du einfach die Aufmerksamkeit auf dich ziehst?
13:37Richtig.
13:38Ne?
13:38Ja, okay.
13:39Das ist sehr gut.
13:40Was braucht es noch?
13:41Auch ein bisschen von Spontanität, glaube ich.
13:47Und dass man den da so breit bringt, dass das denen nicht langweilig wird und dass das
13:53sehr interaktiv ist.
13:55Ah.
13:55Können wir zum Beispiel sagen, dass ihr euch sozusagen von eurer Schokoladenseite zeigen wollt?
14:02Ja, sowas ähnliches.
14:03Ja?
14:04Das bringt der Beruf mit?
14:06Ja.
14:06Alle Teilnehmenden haben etwas Persönliches vorbereitet, um das Sprechen vor Gruppen zu
14:11üben.
14:13Ja.
14:16Okay.
14:17Mein Name ist Andreas.
14:22Ich wollte euch gerne über einen meiner Hobbys erzählen.
14:29Musik.
14:32Abwechselnd mal Bass, mal E-Gitarre.
14:37Oder das jetzige, da hakt es noch ein bisschen.
14:41Aber macht Spaß.
14:44Und einer aus meiner Bands sitzt sogar hier in der Runde.
14:49Die liebe auch manche.
14:58Musik.
15:00Musik.
15:01Musik.
15:23Musik.
15:25Musik.
15:39And then you say, I'm going to read the beginning.
15:43Yes.
15:44Yes.
15:44Yes.
15:45Yes.
15:46Yes.
15:47I know.
15:47You can't find me at the same time.
15:50We have often laughed together and played a lot.
15:56I often go out and search for a place, a place that only belongs to us.
16:01There is no one who is there.
16:02It was a nice time.
16:04The time with you and me.
16:06But a statement in the past doesn't fit in my future.
16:10I will wait for you in the next red lamp and start my car without you.
16:30I don't know if I'm going to shame myself or not.
16:34I don't know if I'm going to shame myself, but I know about the problem,
16:39that I hear my voice differently.
16:41Or that my movement is not like people without a handicap.
16:46I also think about myself, if I'm not enough to change it,
16:53or if I'm going to accept it,
16:55to come in and say, okay, you are like you are.
17:00Or if I'm not enough to change it, what I need to change it.
17:06It's like if you had a point on the screen and you had not enough make-up to cover it,
17:10to cover my conversation.
17:15I understand that totally.
17:17But it's important that you feel well.
17:21And if you say that, what you have to say,
17:24then I'm 150% at you.
17:28Then I don't think about it anymore,
17:29how you do something.
17:32That's your kind.
17:34That's right.
17:35There's no right and no wrong.
17:38But it's nice.
17:39There are 15 different types of stories,
17:43how we tell a story, how I explain something.
17:46And it would be totally bad if it's the same.
17:50That's no one.
17:51That's uninteressant.
17:54Yeah?
18:05Florian ist mit seinem jüngeren Bruder Daniel verabredet.
18:08Beide haben keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater.
18:11Doch Florian fragt sich, ob er das ändern soll.
18:17Was behauptst du dir, was sich da irgendwie weiterbringen würde?
18:20Irgendwie eine Reaktion?
18:21Die Reaktion, dass er sieht, er hat die Reaktion,
18:26er hat damals den Fehler gemacht.
18:29Er hat nicht an mich geglaubt.
18:31Er wollte ja immer, dass ich mich irgendwie verändere
18:36oder Sachen anders mache.
18:37Und dass er noch mal sieht,
18:39ich hab's trotzdem für mich in meiner Laufbahn weitgebracht.
18:43Hätte ich diese Behinderung nicht, hätte ich die Ausbildung nicht.
18:47Also eigentlich ist meine Behinderung, die ich habe,
18:51ja genau dafür der Schlüssel.
18:53Aber ich sag mal jetzt, wenn man seine Kinder wirklich liebt
18:55oder einem das wichtig ist, dann kommt es ja nicht drauf an,
18:57was der für eine Entwicklung genommen hat.
18:58Dann sagst du ja nicht, okay, jetzt sehe ich,
19:00der hat sich positiv irgendwie entwickelt oder so.
19:02Und wenn das jetzt nicht so wäre,
19:03wenn du jetzt in einer Werkstatt zum Beispiel noch wärst,
19:05dann würde ich es nicht bereuen.
19:06Dann habe ich alles richtig gemacht zu machen.
19:08Das ändert er eigentlich nicht.
19:09Wenn du jetzt sehen würdest, okay, er bereut das voll,
19:13dass er sich nicht mehr bei uns gemeldet hat oder so.
19:15Aber das macht er trotzdem die ganzen Jahre,
19:16die er sich nicht gemeldet hat, nicht ungeschehen.
19:18Ich würde das halt gerne mal so wissen, ob er auch traurig ist,
19:22also ne, ob ihn sowas auch bewegt oder ob er einfach so eiskalt ist
19:26und einfach so, einfach zu sehen, ob...
19:29Aber was wird dir das bringen?
19:33Ich glaube, das hast du eigentlich gar nicht mehr nötig, oder?
19:41Danke.
19:52Sieben Monate Ausbildung sind vorbei.
19:54Und heute werden die angehenden Bildungsfachkräfte
19:57ihr erstes Hochschulseminar im Fach Pädagogik leiden.
20:06Heute geht's los.
20:08Die Aufregung ist bei Ihnen und bei uns bestimmt allen in den Knochen.
20:12Bei Ihnen sicherlich weniger als bei uns.
20:16Nichtsdestotrotz, ja, ich freue mich,
20:19diese erste Seminarreihe von uns ankündigen zu dürfen.
20:23Heute die Seminarreihe Meine Lebenswelt.
20:26Menschen mit Behinderung als Experten und Expertinnen in eigener Sache.
20:31Also, ich würde meinen Namen sagen und eine Bewegung machen.
20:38Genau. Mach's mal vor.
20:40Also, ich bin der abgefahrene Ammannsch.
20:43Und wie ist deine Bewegung?
20:50Und ich bin die ruhende Ruth.
20:56Der lauter Luca, die ruhende Ruth, die mutige Michaela und die intelligente Isabel.
21:09Manche Menschen kennen das ja auch.
21:10Ich habe geschrieben, wir sind hier, wir sind laut, da haben wir uns die Rechte klaut.
21:14Weil uns ist es richtig, nicht nur Mädchen, auch die anderen, dass man uns nicht die Rechte klaut.
21:20Ja, fahr schon mal raus.
21:26Ich finde es einfach toll, dass wir euch auch kennenlernen können, da wir euch sowieso die ganze Zeit durch die
21:32Gänge sehen.
21:33Man trifft sich aufs Klo, in der Schlange, in der Cafeterie und so.
21:37Ja, für uns ist es halt immer so kompliziert, weil wir immer denken, oh oder ich, meinst du, so denke
21:42ich, ich bräuchte Gemeinsamkeiten.
21:43Weil ihr als Student habt ja immer so diese Gemeinsamkeiten, die euch verbinden, die ein oder anderen Studienfächer, die euch
21:50verbinden, die ein oder anderen Professoren, über die ihr lästert.
21:56Und für uns, wir agieren ja in einer ganz anderen Funktion hier an dieser Hochschule.
22:03Und ich hoffe einfach, dass wir hierdurch mehr Berührungspunkte haben, also das war, kommen wir hier bereit.
22:11Ich war auf jeden Fall schockiert am Anfang.
22:14Und ich habe gedacht, okay, was wird das?
22:16Und ich glaube auch, dass wenn man nicht damit vertraut ist, ist meine Reaktion zuerst ein bisschen Abstand zu nehmen.
22:23Hier konnte ich das nicht mehr und ich bin sehr dankbar, dass das nicht mehr ging.
22:28Und es ist ein Format, der auf jeden Fall funktioniert.
22:31Und das, ich glaube, uns ganz weit in dem Thema bringen wird.
22:38Die wollen was verstehen.
22:40Und das, was die verstehen wollen, haben wir.
22:43Also das können wir denen vermitteln.
22:45Und wenn du das spürst so, wenn das beginnt in dir zu wirken, das macht ja auch was mit dir.
22:50Das ist einfach so ein Gefühl, was ich ja zum Glück öfter haben darf in Zukunft. Und das war ganz
22:58toll, ja.
23:00Dann hält die Welt plötzlich den Atem an. Es ist Mai 2021. Corona-Pandemie.
23:06Die angehenden Bildungs-Fachkräfte können sich nicht mehr persönlich treffen.
23:12Und ich schalte die Decke ein.
23:17Ihre Ausbildung findet ab jetzt digital statt. Die Sieben geben nun Online-Seminare.
23:22letzte Video in der Zeit.
23:27Die in der Zeit saliert den alle.
23:29Die in der Zeitbildungs-Seminare.
23:30Schnittstelle Klammer und serielle Botanow.
23:34Ruffin Bin unterstrich Microsoft Outlook.
23:36Genau.
23:37Hallo!
23:38Hallo!
23:40Florian Linds ist da.
23:41Ja.
23:42I'm doing is doing.
23:44My connection will come out.
23:46Welcome.
23:48Okay, we have now 12 o'clock. Should we start?
23:51Are you all ready to start?
23:53Yes, I am.
23:54Okay, let's go.
23:56Let's go.
23:57Let's go.
23:58Okay.
24:00Also, it will probably be back to students.
24:07But we are already in the room 55.
24:1050 Teilnehmende.
24:11Guten Tag, alle miteinander.
24:13Okay, dann fange ich jetzt mal an.
24:16Ich heiße meine Kolleginnen und Kollegen.
24:20Herzlich willkommen und natürlich auch die Studierenden.
24:24Also die Studenten.
24:25Ich freue mich hier auf einen guten Austausch
24:30und auf viele Informationen, die wir Ihnen heute geben können.
24:33Und auf hoffentlich gute Gespräche.
24:36Ich gebe ab.
24:38Ja, erstmal danke an Herr Linz.
24:41Ja, ich bin die Jill-Marie Zierske.
24:43Ich bin einer von den sieben von den Bildungsfachkräften.
24:47Und ich freue mich mit euch zusammen, das Seminar zu absolvieren.
24:58Ja, hallo, ich wollte mich kurz zwischendurch melden.
25:02Wir haben jetzt noch, ja gut, acht Minuten Pause.
25:06Das Seminar heute ist soweit sehr gut gelaufen.
25:09Und, ja.
25:11Ich hab dich gern.
25:12Bis später.
25:18Die hab ich kennengelernt in der Handicap-Gruppe bei Facebook.
25:22Also ne inklusive Gruppe.
25:24Und, ähm, diese Person war da im Administratoren-Team.
25:29Ich bin der Gruppe beigetreten.
25:32Und, also sie heißt Jenny.
25:35Ähm, Jenny meinte auch so, ja, ich komm nach Köln.
25:39Also, ich wusste das halt nicht.
25:40Sie hat mich überrascht, dass sie hier hingekommen ist.
25:44Und, ähm, ja.
25:45Das war dann schon schön.
25:47Das war so ein Sonntag.
25:48Und dann war sie um zehn hier.
25:51Und hat geklingelt und meinte so, ja, wo ist jetzt mein Kaffee?
25:55Weil ich immer so gesagt habe, ja, wenn wir uns trinken,
25:57gebe ich dir auf jeden Fall einen Kaffee aus.
25:59Und dann klingelte sie sich hier so und spielte darauf an, ja, Herr Linz,
26:03ich warte auf meinen Kaffee, wo bleibt der denn?
26:06Und das war dann schon so, dieser Humor war dann einfach so da.
26:09Und ich finde Humor halt auch sehr wichtig.
26:13Sie haben ja vielleicht in Ihrem Leben auch schon häufiger
26:16Zuschreibungen auf Sie, die vielleicht ja auch gar nicht gestimmt haben.
26:20Haben Sie denn das Gefühl, dass das jetzt im Rahmen dieser Qualifizierung
26:23weniger geworden ist?
26:25Ähm, im Rahmen dieser Qualifizierung durchaus im Hochschulkontext,
26:30wenn ich Leuten begegne in der Hochschule.
26:32Aber ich habe halt auch oft im Alltag, wenn ich dann rausgehe mit Freunden,
26:37wenn man Party macht, wenn man irgendwie auf Konzerte geht,
26:40dass man da dann auch doof angeguckt wird.
26:42Aber ich denke mir so, letztendlich haben die ja das Handicap.
26:46Würden die mich ansprechen, würde ich denen das gerne beim kühlen Kölsche erklären.
26:52Ich hätte auch kein Problem damit, dass Kölsche bezahlen.
26:54Aber wenn da nichts kommt, kann ich da nichts machen.
27:02Im März 2022 dann der Tag der Abschlussprüfung.
27:07Wenn alles gut geht, ist Florian noch heute eine fertige Bildungsfachkraft.
27:13Hi.
27:14Wie ist es gelaufen?
27:15Bestens.
27:17Echt?
27:18Bestanden plus plus?
27:19Beide.
27:20Also sowohl die und mündliche als auch die schriftliche.
27:23Ja, ja.
27:25Ja, komm mal.
27:26Hat Spaß gemacht.
27:27Angenehme Stimmung da oben?
27:29Ja, doch.
27:30Sehr entspannt.
27:31Also keine Angst.
27:34Vollkommen entspannt bleiben.
27:36Und ich weiß, dass du die Sachen kannst.
27:39Ich weiß es ja auch.
27:41Aber ich habe halt auch immer diesen Einspruch des 150-prozentigen.
27:46Also ich denke, es ist jetzt schon rund, aber es könnte eine Runder werden.
27:51Und ja.
27:51Du bist ja noch angehende Bildungsfachkraft.
27:54Und du?
27:54Ich bin jetzt Bildungsfachkraftig.
27:57Oh, das ist eine Ehre für mich.
27:59Ich darf nicht hinter der Bildungsfach...
28:01Das ist...
28:02Danke.
28:14Es geht den großen Schritten auf die Abschlussprüfung zu.
28:28Hier ist keiner mehr.
28:30Ich glaube, ich bin gemeint.
28:31Oh nein.
28:33Hallo, Claudia.
28:35Jetzt gibt's kein Zurück.
28:37Bevor wir loslegen, noch die obligatorische Frage.
28:42Fühlst du dich gesundheitlich heute und jetzt in der Lage, diese Prüfung auch durchzuführen?
28:46Durchaus.
28:47Sehr schön.
28:48Ja, ich begrüße euch erstmal recht herzlich zum heutigen virtuellen Seminar Thema Teilhabe.
28:56Ich habe mich für das Thema entschieden, weil das Projekt ja auch eine Art Teilhabe ist.
29:02Also ich habe mir gedacht, dass ich erstmal mit einem Aufwärmspiel anfange.
29:07Das hat sich so bewährt.
29:08Nach dem Aufwärmspiel hatte ich dann vor, dass die Gruppe erstmal unsere Teilhabeerfahrung oder eben nicht, je nachdem bespricht, dass
29:18man darüber eingeht.
29:30Da wäre für mich die Frage, spielen da die Erfahrungen der Studierenden auch mit rein oder ist das eine reine
29:36Vermittlung von eurer Seite?
29:38Nein, also ich wollte mit denen ins Gespräch kommen und ich wollte damit einfach versuchen nochmal den Blickwinkel zu verändern
29:45und dass die sich einfach nochmal in die Lage versetzen können.
29:49Wie würdest du dann reagieren, wenn die mit der Frage nichts anfangen können?
29:52Genau.
29:52Wenn keiner was sagt?
29:53Dann würde ich versuchen, von mir aus die Fragen aus meiner Sicht zu beantworten.
29:59Ich meine, es fehlt mir so ein bisschen gerade so ein Input.
30:02Und ich frage mich gerade so, was kommt denn dabei raus?
30:05Außer, dass man vielleicht so Sachen verstärkt, die man eh schon immer mit hat.
30:09Da hat man wirklich was gelernt.
30:11Also das ist so ein bisschen eine kleine kritische Anmerkung.
30:14Ich glaube, da musst du dich entscheiden, was du willst und dann auch gucken, was für ein Feedback am Ende
30:18dann Sinn macht.
30:19Sinn macht.
30:20Was willst du haben, was sie mitnehmen?
30:22Gibt es was mitzunehmen für übermorgen?
30:24Ja.
30:27Danke.
30:29Ciao.
30:33Ja.
30:34Hallo.
30:35Ja, bitte.
30:36Wir sind gespannt.
30:38Wie kann ich helfen?
30:39Wie ist es gelaufen?
30:40Ja, es ist ganz gut gelaufen.
30:42Ich habe bestanden.
30:45Also die schriftliche Abschlussprüfung habe ich mit bestanden plus plus bestanden.
30:51Und meine mündliche jetzt habe ich mit bestanden, also mit einem plus bestanden.
30:58Und klar, da ist jetzt noch Luft nach oben.
31:01Aber ich möchte nichts geschenkt haben.
31:04Also es wird mir nichts bringen, wenn da jetzt bestanden plus plus steht, nur um mir einen Gefallen zu tun.
31:08Und dadurch habe ich ja dann quasi gar nicht das erreicht, wenn es da was zu meckern gibt.
31:15Gibt es da was zu meckern?
31:17Ich kann was besser machen.
31:19Und ja, es ist in Ordnung für mich.
31:21Es steht bestanden da.
31:23Und einmal plus plus ist doch auch schon schön, oder?
31:33Ich freue mich riesig heute, denn heute ist der Tag der Zertifikatsübergabe.
31:43Denn alle sieben Bildungsfachkräfte haben diese Qualifizierung erfolgreich bestanden.
31:49Yeah aah.
31:54Bede Freude ist er da, auf die B. Yeah!
31:59Das beste Gruppenfoto Allerzeit.
32:02Jaaa.
32:04Äh, super mega gut, dass ich jetzt fertig im Bildungsfachkraft bin.
32:08We got a few of them from the shoulder,
32:11which said to me, I'm not mistaken.
32:14We all wanted to go out of the state.
32:17Hey, we have here just something crazy.
32:21It's a very good feeling.
32:24We have this thing here damn again rocked.
32:27My pride came up with me.
32:29Okay, now I'm even more proud,
32:32when I get to work.
32:34It's a great thing about the papers.
32:36It's a beautiful thing to do.
32:37But once again, we'll see the paper.
32:41I have no loose on my own,
32:44I have no loose on my own.
32:50I got no loose on my own.
32:54I got no loose on my own.
33:26Florian is on the way to Fulda, his friend will visit his friend.
33:31Is that here the Zug of Fulda?
33:34That's the 99.2, the 99.2.
33:37The here?
33:42Yeah, hello my Schatz.
33:52Wegen der Prüfungsvorbereitungen hat er Jenny mehrere Wochen nicht sehen können.
33:57Okay, good.
34:01Wenn man sich jetzt nach so einer langen Zeit wieder sieht, ist die Vorfreude darauf natürlich
34:07riesengroß.
34:09Mein Herz ist wieder zu Hause, ich kann Jenny in den Arm nehmen und das ist einfach ein
34:16tolles Gefühl.
34:17Ja, läuft bei uns.
34:21Also im Moment fährt es noch, aber läuft trotzdem.
34:25Und das ist einfach ein ganz schönes Gefühl.
34:42Das ist schön.
34:43Ja.
34:44Schön wie der Hirsch sein.
34:55Ja, mega.
34:56Drei Jahre hat sich richtig gelohnt, das jetzt nochmal so bestätigt zu haben.
35:04Hast du richtig gut gemacht.
35:06Mega, mega schön.
35:08Echt.
35:08Das in der Hand und ich in meinem Arm und ich den mitziehen.
35:11Oh, sehr schön.
35:15Auch Jenny hat eine Behinderung.
35:17Für längere Wege ist sie auf den Rollstuhl angewiesen.
35:22Florian hat einen Platz im Schlossrestaurant reserviert.
35:25Sie wollen feiern.
35:28Was hast du bei dir?
35:29Oh, ist der Tisch extra schön gedenkt.
35:36Kinderle-Dinner.
35:40Nein, das ist der Hälsch von Kinderle-Dinner.
35:43Danke.
35:45Sehr lecker.
35:47Danke.
35:48Danke.
35:48Danke.
35:49Danke.
35:50Klappt das mit dem Schneiden?
35:52Ja.
35:53Oder soll ich dir nochmal helfen?
35:56Nee, das geht.
35:57Das Schnitzen ist schön.
35:58Das ist nicht so ziemlich.
36:01Sehr, sehr lecker.
36:09Was passt dir jetzt da nicht?
36:11Ja, guck, guck.
36:12Schau mal ran.
36:13Siehst du?
36:14Also die Falten.
36:16So, wir sind doch autogen, oder?
36:18Total.
36:19Total.
36:33Ja, ich hab mir halt immer eine Frau gewünscht, die auch so auf Augenhöhe ist und die dann eben
36:40auch ein Handicap hat und eben weiß, wovon ich rede.
36:44Ja, weil Jenny, da muss ich mich halt nicht dafür rechtfertigen, wenn ich dann Sachen, die jetzt
36:50im gesellschaftlichen Kontext normal wären, wenn ich die nicht kann.
36:55Und das ist ja eigentlich das, worauf es ankommt.
36:59Und was magst du eigentlich an ihr so auch als Frau?
37:02Was hat dich begeistert?
37:03Warum hast du dich in sie verliebt?
37:05Ja, weil sie einfach als Frau so stark ist, also auch so die Sachen, die sie miterlebt
37:10hat, dass sie so ein Stehaufmännchen ist, dass sie so eine fröhliche Art hat, dass sie
37:14für sich einstehen kann.
37:16Sie kann da einfach als Frau einfach ihre Frau stehen, weil sie weiß, wie es ist, anders
37:21zu sein.
37:21Aber gerade das macht sie aus, dass sie damit so cool umgeht.
37:46Und was war dein Gefühl, als die dir das Zeugnis gestern überreicht haben?
37:50Ich war ja leider nicht dabei.
37:51Das war, ja, das macht mich einfach glücklich, das erfüllt mich, wenn ich mir denke, wie
37:58viele Leute haben einen Job, einfach um dich zu finanzieren, um den Kühlschrank voll zu
38:05kriegen im besten Fall.
38:06Und ich darf einfach was machen, was mich glücklich macht.
38:10Ich freue mich einfach.
38:12Ich freue mich auch für dich, dass du deinen Weg da so gegangen bist.
38:16Und ich kann mir das schon vorstellen, wie das ist.
38:21Ich habe einfach nur so gedacht, warum gibt es eigentlich sowas hier bei uns im Fulda nicht.
38:28Weil zum Beispiel ich bin ja auch so ein Mittelmensch, in Anführungszeichen.
38:34Und einerseits ist die Werkstatt okay für mich, aber andererseits fühle mich irgendwo
38:39dadurch ein bisschen unterfordert.
38:41Also würdest du dir auch wünschen, dass die Werkstatt dann vielleicht mehr auf dich eingeht
38:46und dachte okay, was bringt hier als Mensch mit?
38:48Ja.
38:55Florians Freund und Kollege Fabian zieht vom Elternhaus auf dem Land in die Großstadt.
39:01In seine erste eigene Wohnung.
39:03Florian kommt zum Helfen.
39:08Guten Morgen.
39:10Guten Morgen Fabian.
39:11Guten Morgen Flo.
39:13Guten Morgen.
39:15Herzlich willkommen in meinen vier Venklen.
39:17Hallo.
39:18Hallo, guten Morgen.
39:19Da ist das Schlafzimmer.
39:22Hier das Arbeitszimmer.
39:26Das ist ein Megapraktum.
39:30Sehr gut.
39:32Lass man das.
39:34Oh, gekonnt.
39:36Ja.
39:37Möchtest du den Brugel einmal rein?
39:39Ja, sehr gerne.
39:40Ich hab auch schon ein paar Sachen, die wir gemeinsam einräumen können.
39:45So.
39:46Nicht, dass das hier in Tupolta auch zeigen wird.
39:49Nein, nein, nein.
39:50Da sieht ja ein Geschirr aus.
39:52Nein.
39:57Wäre blöd, wenn ich keine Teller mehr habe.
40:00Nur weil wir mit der Frischdiegel gespielt haben.
40:02Solange wir noch eine Tasse im Fall haben.
40:14Also von hier oben hat man einen geilen Ausblick.
40:19Man hat einen sehr schönen Sonnenuntergang.
40:22Also das lohnt sich auch mal abends bei mir hier vorbeizukommen.
40:27Dann weiß ich ja, wo ich kingeln muss.
40:36Da ist der Rewe.
40:37Wir müssen, glaub ich, hier rüber.
40:38Wir müssen da dann her.
40:40Hier her, ne?
40:41Ja, da.
40:42Komm rein.
40:45So.
40:50So.
40:54So.
40:55So.
40:55So.
40:55So.
40:55So.
40:57So.
40:58So.
40:59So.
41:01So.
41:03Und wie ist sie so, deine Freundin?
41:06Da stimmt die Chemie einfach.
41:09Dieses Verständnis untereinander für unser jeweiliges Handicape ist einfach auf beiden Seiten
41:14da.
41:15Und ich finde, dadurch ergänzen wir uns halt relativ gut.
41:19Und das ist einfach eine gute Basis.
41:22Halt sie gut fest, sonst fliegt sie weg.
41:32Today is a special day, because we are writing today the awards contracts.
41:37We are writing today the awards contracts.
41:39I am writing mine and the others are writing yours.
41:46When I am very excited, it is not so easy for me to get it.
41:58We make the same mistake with the button, so now.
42:02Well, that is then so.
42:09Spastik hin, spastik her, it will be good for me.
42:16For the very special days.
42:197 months have waited for them, even if the contract is first time.
42:24From now on, they have an appointment at the TH Köln and pay for it.
42:29When you have certain conditions or a handicap,
42:34then you can't hire yourself everywhere.
42:37Yeah, yeah, we think we can do it.
42:39Eure Verträge are prepared.
42:42And that's why for me is the chance of my life,
42:46this contract today in the hand to be able to do
42:49and to be a part of the general market to be.
42:54A part of the society.
42:57Anything else can you do to do?
42:58Je-ya-ya-ya ...
43:03Do you see a full experience?
43:09Honestly, this is so sweet, what an Empress was all right.
43:15Hey, two.
43:16That's about fucking my husband.
43:19Jet of wine, so Thanksgiving.
43:21You were so crazy, энd Ione.
43:28Florian is in his job here.
43:31Today it's a certificate for the Inklusion.
43:35And who are your students?
43:38They are young people, that are Kita-leiters.
43:43We are experts in our area and the experts in our area.
43:50Here is just a whole mess in the room.
43:54Florian arbeitet im Team mit Fabian und Jenny.
43:57Ihre Einsatzorte sind vielfältig.
44:00Fachleute aus der Praxis, Hochschulen
44:02und politisch Tätige laden sie ein.
44:06Jenny, kannst du was zur einfachen Sprache sagen?
44:09Ja, weil ich meistens in meinen Seminaren
44:11immer von den Studierenden höre.
44:13Ich wusste gar nicht, dass es einen Unterschied
44:15zwischen einer leichten und einfachen Sprache gibt.
44:17Oder dass es überhaupt so schwer ist, einfache Sprache zu sprechen,
44:23weil man dann im Alltag nicht dran gewöhnt ist.
44:26Da ist man einfach dran gewöhnt.
44:28Schwerer, desto besser.
44:30Ja, genau.
44:31So wie eben politisches Deutsch oder Beamten-Deutsch
44:36oder rechtliches Deutsch.
44:37Da tue ich das gerne mal unterscheiden.
44:39Oder Hochschuldeutsch sage ich auch gerne mal.
44:42Hättest du denn, Jenny, eine Sprache für unser Deutsch hier?
44:47Eine Bezeichnung?
44:48Ähm, wie wär's denn mit pädagogisches Deutsch?
44:54Okay.
44:56Oder einfach gesagt schweres Deutsch.
44:58Ja.
44:59Jetzt möchten wir Gesprächskreise machen.
45:03Die erste Frage ist heute.
45:05Werden Menschen beim ersten Kontakt mit der Betreuungseinrichtung
45:09freundlich empfangen?
45:11Die Seminare sind nah am Alltag der Teilnehmenden,
45:15damit sie etwas für die Praxis mitnehmen können.
45:22Und dazu kam der Satz, Kinder sollen Kinder sein.
45:25Ja, ich finde das so als Erkenntnis wichtig, weil man irgendwie, je älter man wird,
45:30immer auf unterschiedlichen Beziehungs-Ebenen Erwartungen erfüllt, erfüllen möchte.
45:35So als Kindergartenkind, als Schulkind, als Ausbilder.
45:39Und ich finde es halt fragt sich, wenn Kinder schon so früh mit Erwartungen konfrontiert werden,
45:45weil das eigentlich die Zeit ist, in der ein Mensch einfach nur ein Mensch sein darf,
45:50ohne irgendwie Erwartungen, ohne von Erwartungen geprägt zu werden.
46:04Ich fühle mich im Kontext der Hochschule einfach so gut aufgehoben.
46:08Diese Augen, nicht dieses Belullen, die armen Leute mit Handicap und ne,
46:13sondern wirklich, sie sehen, was wir können, was wir nicht können.
46:17Aber das, was wir können, wird auch erwartet. Das finde ich gut, weil der Raum wächst sich auch.
46:30Jenny ist zu Besuch.
46:32Dann lass uns mal was zaubern.
46:36Bevor wir was zaubern, was machen wir zuerst?
46:40Hände waschen.
46:40Yes.
46:41Wir gehen jetzt erstmal ins Bad, Hände waschen.
46:44Bei Lebensmittel-Gegäne.
46:50Wir machen Pizza-Wraps.
46:53Pizza-Gewürz.
47:00So.
47:02Dann holst du, weil du ja kein Abtropfsieb hast, das Nudelsieb unten raus.
47:06Ja.
47:12Guck mal, leg dir mal so einen Lappen unten drunter.
47:15Warum?
47:18Weil es besser hält und nicht rutscht.
47:19Damit es nicht wegrutscht.
47:31Aber du kannst schon mal die nächste Paprika rausholen und waschen.
47:35Okay.
47:38Das ist halt nicht immer leicht für mich, weil wenn du mir dann manchmal was sagst, so, dann fühle ich
47:44mich oft so in diese, ja, in die Lage versetzt, dass du über mir wärst.
47:50Und, ähm.
47:51Bin ich aber nicht, weil ich versuche dir zu helfen und dir die Sachen zu erklären.
47:56Das ist dann so viel Kommunikation zwischen uns beiden.
48:00Und, ja.
48:07Also in unserer ersten Gemeindernwohnung brauche ich auf jeden Fall einen anderen Tisch.
48:12Ich merke, dass dieser hier echt super optimal ist.
48:15Prost.
48:15Ich musste vorher schon mal anfangen.
48:18Aber Prost.
48:33So, sonst hier vorne vielleicht den ersten.
48:36Ja.
48:37Ja, würde ich sagen, nur halb lang.
48:40Ja.
48:43Ja.
48:57Und wie ist das mit Jenny denn jetzt eigentlich gekommen?
48:59Das kam irgendwie so von einem auf den anderen Tag.
49:01Ja, ich hab dann einfach gemerkt, dass es nicht gepasst hat.
49:05Also, das ist so, ne.
49:06Dass du dich selber so sehr stark zurückgenommen hast.
49:09Ja, ja.
49:09Ich hab mich halt selber verloren da drin, weißt du, wie ich meine, also ich, dieses, ich hab mich als
49:15Person nicht wiedergefunden in der Beziehung.
49:18Klar, ich bin auch so, ich hab zu spät den Mund aufgemacht, weil ich hab gedacht, die merkt das halt
49:24schon, ne.
49:25Aber dadurch hat sie auch immer mehr Plot eingenommen.
49:28Es war einfach komisch.
49:30Ich hatte nach einer Zeit dann echt Bauchschmerzen nach Hause zu kommen.
49:34So.
49:34In der Zeit, als sie bei dir war.
49:35Und ich hab dann, sag ich ehrlich gesagt, ich war dann auch wütend auf mich selber.
49:40Weißt du, ich denke, muss ich vielleicht was ändern?
49:43Liegt das bei mir?
49:45Klar, aber ich glaub, guck mal, ihr habt euch, wenn dann immer nur an den Wochenenden gesehen.
49:49Und wenn einen dann schon so viele Sachen so stören, dass man schon gar keine Lust mehr hat, eigentlich nach
49:54Hause zu kommen und so, dann hat das ja auch einen Grund, ne.
49:56Also dann ist das ja nicht unberechtigt.
49:59Man hat halt noch diese rosa-rote Brille auf.
50:03Aber wenn man den Alltag mit einer Person verbringt, muss man die Brille auch ausziehen, um sie zu putzen.
50:10Und beim Brilleputzen fallen halt auch viele Sachen auf, die man so nicht sieht, wenn man sie dann wieder aufsetzt.
50:20Und ja, ich glaube, dadurch ist es halt gekommen, durch das Brilleputzen.
50:40Florian hat mehr erreicht, als er sich in seinen kühnsten Träumen vorstellen konnte.
50:45Doch ein Wunderpunkt bleibt. Das Nichtverhältnis zu seinem Vater.
50:51Und ich weiß einfach so, damit hätte er bestimmt nie gerechnet.
50:54Nee.
50:55Also, dass ich in der Hochschule bin, dass ich so Leute unterrichte, die studieren.
51:02Ich glaube, damit hätte er nie gerechnet, dass ich das so weit schaffe.
51:06Aber da kannst du schon stolz drauf sein. Wir sind da auch super stolz drauf.
51:10Weißt du, vorher, wenn ich die Sachen haben möchte, denke ich immer, boah, krass, da hast du es geschafft.
51:17Aber wenn ich dann das habe, denke ich so, okay, haben Millionen andere auch. Weiß ich nicht.
51:23Du bist nie mit dem zufrieden, was du hast.
51:25Ja, weil ich...
51:26Genieß das doch einfach mal. Jetzt hast du es erst mal geschafft. Doch, natürlich. Aber du kannst es gar nicht
51:34genießen.
51:38Was denkst du, woher das kommt?
51:40Also, ich denke, was das betrifft, da spielt wahrscheinlich schon sein Vater noch eine Rolle.
51:47Weil ich denke, dass es tief in Florian im Unterbewusstsein ist, dass er sich anstrengen muss, um irgendwie gut zu
51:55sein.
51:56Gut zu sein in den Augen seines Vaters.
52:01Ja, so stelle ich es mir eigentlich vor.
52:04Dass er nie so, auch mit sich selber, dann nie so zufrieden ist.
52:11Weißt du, ich versuche immer, darüber nicht nachzudenken und das irgendwie so wegzuschieben, für mich einfach.
52:18Weil ich denke, dann so, ähm, schreibst du ihm nochmal, schreibst du ihm vielleicht ja jetzt, wie alt ist er,
52:2560, 62, ne?
52:28Guck mal, er hat mich in die Welt gesetzt und dann dieses, dieses, mit 62 nicht mal darüber nachzudenken, dass
52:35man eigentlich jemanden in die Welt gesetzt hat.
52:37Und, ähm, dieses Gefühl des Egalseins, wo ist er jetzt, was macht er, gibt's ihm gut, lebt er noch, ist
52:46er irgendwo adoptiert worden, wie hat er...
52:51Hast du ein Taschentuch?
52:52Ja, natürlich.
53:04Bitte schön.
53:12Klar, könnte ich ihm vielleicht, wenn ich jetzt, äh, wenn ich jetzt die Wissenskarten kriege von uns, ne?
53:19Vielleicht könnte ich ihm dann einfach mal so ne Wissenskarte, ne Bildungsverkraftsechnische Hochschule Köln, im Briefumschlag packen.
53:27Ja.
53:27Einfach nur die Karte, schreib seine, schreib seine Adresse drauf, schreib meine Adresse auf die Rückseite, wo halt los, und
53:34dann kann er ja gucken, was er raus macht.
53:41Fünf Monate später. Der Frühling ist da. Florian hat sich eine neue Herausforderung gesucht. Neben seiner Arbeit an der Hochschule
53:50ist er nun Schauspieler.
53:52Seit Wochen probt er für die heutige Premiere bei einem Kölner Theaterfestival.
54:03Heute sehe ich auch wieder gut aus. Aber nur, weil du mich schminkst.
54:13Und Florian ist wieder verliebt.
54:20Ja, neue Freundin, genau. Ich habe da jemanden kennengelernt. Verena kommt aus München-Gladbach und schön ist dieses Harmonische. Ich
54:33finde, es harmoniert sehr gut zwischen Verena und mir.
54:42Wie geht's denn hier grad?
54:45Aufgeregt. Sehr aufgeregt.
54:48Wann geht's los?
54:50Um acht.
55:03Wann geht's los?
55:12Wann geht's los?
55:15Na vorne!
55:17Kampfer!
55:18Du hast dich ganze Weihnacht.
55:25Wann?
55:26Bäh!
55:27Wann?
55:29Bäh!
55:33Bäh!
55:45I have brought something with you.
55:48I was afraid to forget things.
55:54And that's why I wrote something on the Tessel,
55:57so that the message comes to you today.
56:01I decided for a thing.
56:03I decided to live now and I want to live here.
56:08And I want to live, like I am.
56:10I don't want to wait for the people to leave me,
56:13but I am I and I am, like I am.
56:17And I just want to be more.
56:20More than my handicap,
56:21more than my voice,
56:23which may be different.
56:24I have a job that makes me fun.
56:27I have a friend.
56:32And you all look so trusted.
56:35Can I tell you something?
56:37I am going to travel with my friend.
56:39I am going to travel with my friend.
56:40I am going to travel with my friend.
56:42I am going to travel with my friend.
56:44I am going to travel with my friend.
57:10I am going to travel with my friend.
57:11I am going to travel with my friend.
57:27I am going to travel with my friend.
57:29Oh little bit.
57:31Alright, I am going to travel with my würde.
57:36I'm going to get people out soon.
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