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00:04It is very much water in the Rhein, since over 2.000 years the Römer came.
00:14Mogontiakum called their military bastion.
00:17From here they wanted to the Germanen.
00:20They had a comfortable life with Fußbodenerheizung and Badewanne.
00:32It is really fascinating, especially at the same time the Römer were.
00:44Welcome to Mainz, dear viewers.
00:47If the old Römer had known, what should they be from the Rhein?
00:52Or if the Kaiser Napoleon would look back,
00:56like at the beginning of the 19th century,
00:58when the city of Mayence was in French.
01:02Mainz is one of the oldest states of Germany
01:04and has really beweging the time behind it.
01:07The whole story is here, at the museum.
01:11And that's what we'll see now.
01:27We bring römische Grabsteine zum Sprechen,
01:32zeigen ihnen das kleinste Objekt
01:36und das Kostbarste aus der Schmuckschatulle einer Kaiserin.
01:42Wir erfahren, warum Napoleon der Stadt Mainz
01:46wertvolle Gemälde aus dem Louvre geschenkt hat.
01:49Und lernen einen Künstler kennen,
01:52der in der Pfalz die Sonne eingefangen hat.
01:56Begleiten wird uns eine Frau, die in Mainz lebt,
01:59sich schon immer für Geschichte interessiert hat
02:01und ganz bestimmt auch viele Jahre in ihrem Wohnzimmer zu Gast war.
02:07Die Nachrichten des Tages, heute mit Petra Gerster.
02:11Guten Abend, herzlich willkommen bei den heute Nachrichten.
02:1423 Jahre lang brachte sie im ZDF die Lage der Welt auf den Punkt.
02:19Professionell, glaubwürdig und verbindlich.
02:23Vorher machte sich Petra Gerster stark für Frauenthemen und Gleichberechtigung.
02:28Beim Magazin Mona Lisa.
02:31Damals ziemlich revolutionär im deutschen Fernsehen.
02:35Ihre letzte Heute-Sendung war 2021.
02:38Jetzt haben wir so bewegte Zeiten.
02:40Fehlt Ihnen da das Dasein als Nachrichtenfrau manchmal?
02:43Also jetzt im Moment, da juckt es mich schon in den Fingern.
02:46Da denke ich, das wäre jetzt eine spannende Zeit zu moderieren.
02:49Das stimmt.
02:50Aber auf der anderen Seite ist es ja jetzt auch schon drei Jahre her
02:52und man gewinnt dann doch ein bisschen Abstand.
02:55Das reicht mir jetzt im Moment auch vom Zuschauersofa aus.
02:58Wie wichtig ist Geschichte für Sie?
03:01Sehr wichtig.
03:02Das hat man ja in der Schule, hatte man ja Geschichte und fand es stinklangweilig.
03:05Also ich jedenfalls vor allem die alte Geschichte.
03:07Und das ist ja ein bekanntes Phänomen.
03:09Je älter man wird, desto mehr interessiert sie einen.
03:12Weil man einfach viel mehr Zusammenhänge entdeckt im Laufe seines Lebens.
03:16Auch manchmal Bezüge zur Aktualität und insofern sind auch Museen natürlich ein wunderbarer Ort,
03:24um solche Geschichtskenntnisse ein bisschen aufzufrischen.
03:27Na, dann stürzen wir uns mal hier rein in die Geschichte.
03:30Gerne.
03:41Wir sind im Barock gelandet und sind von lauter nackten jungen Frauen umgeben.
03:46Was sagen Sie da als überzeugte Feministin dazu?
03:48Ja, es war sozusagen die bildgewogene Männerfantasie von damals.
03:52Im Barock wurden ja gerne so antike Mythen hergenommen.
03:56Also Vater Zeus, der sich in einen Stier verwandelt, um Europa zu entführen.
04:01Das sind ja überhaupt auch sehr originelle Fantasien, die die alten Griechen natürlich hatten.
04:06Das war natürlich ein gutes Vehikel über die Mythologie, da nackte Frauen zu zeigen.
04:10Genau.
04:10Und immer Frauen.
04:11Also die Männer nicht.
04:12Er hat sich dann in ein Tier verwandelt, was ich sehr originell finde, weil er sich sozusagen
04:16als zahmer Stier ihr nähert und sie dann entführt.
04:21So ein bisschen hat sie ja so einen Madonnen-Ausdruck auf dem Gesicht.
04:24Also es war so ein bisschen verbrämt, als wäre es eine unschuldige Szene.
04:28Aber es ist natürlich eine Entführungs- und fast Vergewaltigungsgeschichte.
04:32Und auf jeden Fall eine erotische Geschichte.
04:35Der Stier ist die Verkörperung natürlich des Männlichen, der Kraft der Vitalität.
04:39Und dann umfasst sie sein Horn, das kann man schon als Phallussymbol verstehen.
04:45Und das Licht muss man mal schauen.
04:47Das ist ja toll, wie das direkt auf den Busen geht, auf den nackten Busen.
04:51Ist gut ausgeleuchtet.
04:55Also ich denke, das haben sich damals die Männer gerne angeguckt.
05:00Wahrscheinlich die Frauen auch.
05:02Aber Europa ist ja immerhin die Namensgeberin für unseren Kontinent auch.
05:06Also ist es okay, dass Europa eine Frau ist? Und wie müsste heute in Europa aussehen?
05:11Ja, wie sie heute aussehen müsste. Ja, heute müsste es natürlich eine moderne Frau sein, eine Amazone.
05:16Das wäre sozusagen die moderne Version, die selber Pfeil und Bogen hat, aber nicht als Opfer einer Entführung.
05:28So wie bei dem niederländischen Maler Gerrit van Honthorst stellt man sich so das Leben im Barock vor.
05:33Also üppige Damen mit üppigen Dekolletes.
05:36Ja, wie sinnlich und wie lebensfroh die waren damals.
05:39Also das war schon irgendwie ungetrübte Lebensfreude.
05:42Die Damen sind sehr freizügig gekleidet.
05:44Also ich nehme an, es waren keine Damen der Gesellschaft.
05:47Eine eindeutig zweideutige Partyszene vielleicht.
05:53Das ist das Wunschbild wahrscheinlich vom Barock.
05:56Aber wahrscheinlich war es sehr viel züchtiger.
05:58Wir haben da hinten ein Bild, das wollte ich Ihnen mal zeigen.
06:00Da sitzt der Erzbischof von Trier mit zwei Damen beim züchtigen Kaffee oder Tee trinken beisammen.
06:07Ja.
06:08Das ist dann schon ein bisschen ordentlicher.
06:09Das war natürlich die absolute Oberschicht, also noch mehr als Oberschicht.
06:14Das waren ja, also Erzbischof war ja ein ganz mächtiger Mann.
06:17Und dann ist natürlich auch interessant, das sieht man ja, hier ist ja das höchste Porzellan ausgestellt.
06:22Das ist ja auch sehr alt, das zweitälteste übrigens in Deutschland.
06:26Nach Meißner.
06:26Nach Meißner, ne?
06:27Und die Damen nehmen ihren Tee oder Kaffee oder heiße Schokolade.
06:32Das waren ja auch ganz neue Getränke zu dieser Zeit.
06:35Man hat es in der Apotheke gekauft.
06:36Ja, für teuer Geld.
06:37Wichtige Drogen.
06:38Das konnten sich nur solche Herrschaften dann auch leisten.
06:41Und dann sieht man, was ich besonders apart finde, sieht man, dass die mittlere Dame die
06:46Untertasse in der Hand hält, als tränke sie aus der Untertasse.
06:50Und das war tatsächlich so.
06:51Die empfanden die als so heiß, wenn die in die Tasse kamen, dass sie die erst in die
06:55Untertasse geschüttet haben, damit der ein bisschen abkühlt.
06:58Und dann haben sie das aus der Untertasse geschürzt.
07:00Da vorne sehen wir so eine.
07:01Die waren tatsächlich auch ein bisschen anders geformt als heute.
07:04Genau, so ganz tief.
07:05Ich habe auch noch ein Meißner Geschirr geerbt von meiner Mutter.
07:08Und da sind die berühmten Streublümchen und da sind auch die Untertassen so tief, dass
07:13man theoretisch daraus trinken könnte.
07:17Ich hatte wirklich ein Faible für Porzellan, altes Porzellan.
07:33Man kannte ja in Europa gar kein Porzellan.
07:36Und das war ja, in China und Japan ist es ja schon vor tausend Jahren erfunden worden.
07:41Das ist auch so ein erstaunliches Phänomen der Geschichte, dass es erst tausend Jahre später
07:46sozusagen nochmal erfunden wurde am Hofe August des Starken in Dresden und danach gleich hier in Höchst.
08:02Wir machen einen großen Sprung zurück vom Barock zu den Anfängen der Stadt.
08:07Gegründet wurde Mainz von den Römern im Jahr 13 oder 12 vor Christus.
08:15Warum haben sich die Römer ausgerechnet hier niedergelassen?
08:18Also hier in Mainz war eine unglaublich tolle strategische Lage.
08:20Sie haben sich auf der Höhe hier direkt niedergelassen, direkt gegenüber von der Mainmündung.
08:25Das war die beste strategische Lage, die man hier in der ganzen Region finden konnte.
08:29Man hat ja immer so im Kopf, die Römer sind hergekommen und sind auf Barbaren getroffen.
08:33Aber das stimmt gar nicht. Das waren ja Kelten hier. Das war ja auch eine Hochkultur.
08:36Ja, das war eine absolute Hochkultur. Also die Kelten waren sehr stark zivilisiert, nur es war relativ dünn besiedelt gewesen.
08:46So viel ist hier eigentlich im Stadtbild nicht von der römischen Zeit erhalten.
08:52In der Stadt hat sich leider wirklich wenig erhalten.
08:56Das kommt einmal dazu, dass gerade in der Barockzeit unglaublich viele Bautätigkeiten waren, die viele alte Strukturen dann eben dadurch
09:03zerstört haben.
09:04Aber eben auch durch die starken Kriegszerstörungen.
09:07Mainz war ja zu fast 80 Prozent komplett zerstört und deswegen hat sich hier im Stadtbild kaum was erhalten.
09:12Aber hier haben Sie ja unglaublich viele Steine in der Steinhalle stehen. Das sind Grabsteine.
09:18Ja.
09:18Wo kommen die her?
09:20Größtenteils sind das Grabsteine. Also da sind wir auch stolz drauf.
09:22Wir haben mit die größte Sammlung an römischen Steindenkmäler nördlich der Alpen.
09:26Und die haben sich insofern gut erhalten, weil viele verbaut worden sind in der spätantiken Stadtmauer.
09:31Und zwar unten im Fundamentbereich. Und als die Stadtmauer dann im 19. Jahrhundert abgerissen wurde,
09:36kamen diese ganzen Steine hier zu Tage und zeigen einfach ein wunderbares Bild über die römische Kultur über 400 Jahre.
09:45Was erzählen uns denn diese Grabsteine heute?
09:48Also die Grabsteine erzählen tolle Geschichten. Man kann dadurch wirklich die Einzelschicksale auch sehen.
09:54Wir sehen hier zum Beispiel einen Soldaten, einen römischen Legionär, der hier auch wirklich toll den Helm dargestellt hat
10:01und wie man es halt auch von vielen Abbildungen kennt, eben mit so einem Tierfell bezogen,
10:06wo man hier noch die Tatzen zum Beispiel sieht dann.
10:09Und was auch besonders ist, er ist ein sogenannter Kaiserbildträger.
10:13Das heißt, er trägt eine Standarte, die hier in diesem Medaillon das Kaiserbildnis zeigt.
10:18Und wir kennen aus dem gesamten römischen Reich nur zwei Grabsteine,
10:23die wir zweifelsfrei mit solchen Kaiserbildnissen darstellen können.
10:27Eins wurde im englischen Chester gefunden und das besser Erhaltende stammt hier aus Mainz.
10:32Was man hier sehr schön sehen kann, ist, dass die farbig bemalt waren,
10:35genauso wie die griechischen Tempel ja auch bunt waren.
10:38Es war sehr bunt. Also man sieht ja hier noch sehr schön in der Nische die rote Farbe.
10:42Also der gesamte Grabstein war wie alle anderen auch sehr bunt gefasst.
10:53Was steht denn da unten dran? Ist das auch interessant oder ist das nur der Name?
10:56Nein, nein, das ist sogar hochinteressant. Wir haben einmal den Namen Geniales.
11:01Das sind seine Lebensjahre. Er hat 35 Jahre gelebt.
11:05Er hat 13 Jahre hier im römischen Heer dann auch gedient.
11:10Also wir erfahren sehr viel über den Menschen.
11:12Wir wissen, wie alt er war, wie lang er gedient hat und wir wissen, wo er herkommt.
11:16Die Rätherkurorte kam wahrscheinlich aus dem Alpenraum auch hierher.
11:26Das ist auch etwas ganz Besonderes. Das sind sogenannte Reitergrabsteine.
11:30Das ist natürlich der römische Soldat in seiner Rüstung schwer bewaffnet,
11:35wie er einen Barbaren quasi niederreitet. Und das ist römische Propaganda pur.
11:55Dieser Grabstein ist etwas ganz Besonderes. Das ist ein Ehepaar, ne?
11:57Genau. Das ist einer unserer zivilen Grabsteine sozusagen.
12:01Und dieser hier, das ist einer der prächtigsten und wichtigsten, die wir überhaupt haben.
12:04Und wir sehen hier ein Ehepaar. Er heißt Plussus, sie ist die Menimane.
12:09Und das sind keine Römer, das sind Kelten, also Menzer.
12:12Menzer, das stimmt. Es sind Kelten gewesen, also Einheimische,
12:15die wahrscheinlich auch hier schon ansässig waren.
12:18Das heißt, sie haben also wirklich dann dieses Prinzip der Grabsteine
12:21komplett von den Römern übernommen und wollten sich auch dann in dieser Tradition zeigen.
12:27Auf der Rückseite ist ja auch noch einiges zu sehen.
12:30Man weiß, dass der Schiffer war. Da ist ja ein Schiff drauf zu sehen.
12:32Genau. Auf der Rückseite ist die Inschrift besser erhalten als hier vorne dann.
12:36Er wird als Schiffer, als Räder genannt und er ist zu Geld gekommen dann.
12:41Also das sieht man hier auch nämlich sehr, sehr schön.
12:43Sie sehen hier in der linken Hand trägt er einen Geldbeutel,
12:46einen Lederbeutel, der prall gefüllt ist und der einfach zeigt,
12:49er ist ja auch zu Wohlstand gekommen.
12:56Wenn in Mainz eine Baugrube ausgehoben wird, kommen fast immer Reste römischer Kultur ans Tageslicht.
13:06Mosaike beweisen Geschmack und Kunstfertigkeit der Römer.
13:12Hier kriegt man mal so ein Gefühl dafür, wie gewaltig das war in einer römischen Villa.
13:16Da sind nur Teile davon tatsächlich echt, der Rest ist rekonstruiert.
13:21Der Hirsch ist wohl echt und Teile von dem Orpheus.
13:23Ja, ich dachte auch erstens ist es so in der Gänze gefunden worden.
13:27Das wäre natürlich eine Sensation, aber nach 2000 Jahren kann man das nicht erwarten.
13:31Nee.
13:32Aber so groß waren die Räume oder wahrscheinlich noch viel größer.
13:36Und da musste man ja auch wahrscheinlich unglaublich viel Geld haben,
13:40um sich so einen Teppich legen zu lassen.
13:42Wie viele Millionen Mosaiksteinchen, ganz winzig kleine, ganz großartig.
13:53Das hat man ja direkt hier in der Mainzer Altstadt gefunden.
13:56Hier sieht man noch das Hinterteil eines Panthers.
13:59Was muss das für eine Arbeit gewesen sein, das zu legen?
14:02Und erst recht ist jetzt Stück für Stück zu restaurieren.
14:06Es ist wirklich faszinierend, vor allem auf welcher Zivilisationsstufe die Römer einfach schon waren.
14:12Die hatten ja sogar noch eine Fußbodenheizung dabei in diesen reichen Häusern.
14:17Und ich glaube auch die Latrinen hatten so eine Art Wasserspülung.
14:21Es gab eben vor 2000 Jahren schon eine Kultur, die dann wieder verschüttet war.
14:26Und die Menschen haben sich gar nicht mehr daran erinnert, die Germanen oder die Deutschen im Mittelalter,
14:31was schon möglich war bei den Römern an Bäderkultur und komfortablenem Leben.
14:36Aber warum ist das so? Was können wir daraus lernen?
14:38Was können wir daraus lernen? Dass nichts für die nichts bleibt, wie es ist.
14:41Das ist wirklich ein beständiger Wandel und dass wir alles das, was wir erhalten wollen, auch erhalten müssen, aktiv.
14:48Ich glaube, das ist die Lehre, die man daraus ziehen muss.
14:56Nach 500 Jahren zerbricht das Weströmische Reich. Am Rhein übernehmen wieder die Germanen die Macht.
15:04Mainz wird im Mittelalter wichtiger Bischofssitz.
15:11Auf dieses Schmuckstück hier sind Sie ganz besonders stolz. Warum?
15:15Ja, das ist mein Lieblingsstück auch und es ist ein absolutes Meisterwerk mittelalterlicher Goldschmiedekunst.
15:20Wir datieren es ja so um 1000 herum und es ist eine wirklich ganz fantastische Goldschmiedearbeit mit Emailleinlagen, zeigt auch
15:28byzentinischen Einfluss.
15:30Und wir können schon vermuten, dass es auch möglich mal ein Schmuckstück einer Kaiserin gewesen ist, die das dann auch
15:35im Brustbereich getragen hat dann.
15:37Also ein Spitzenstück und es gibt überhaupt keine Vergleiche dazu.
15:41Das heißt ja die Adlerfibel nennen Sie das. Warum Fibel?
15:44Eine Fibel ist eine Gewandschließe. Also auf der Rückseite war eine Nadel wie so eine Brosche, konnte ein Gewand verschließen,
15:51war aber dann einfach nochmal prächtig verziert, weil es gleichzeitig dann eben auch als Schmuckstück benutzt wurde.
16:02Um 1300 war Mainz eine blühende Handelsstadt und hatte sogar ein großes Kaufhaus.
16:08Auf der Fassade standen diese monumentalen Sandsteinreliefs.
16:15Hier sind acht stattliche Herren, ziemlich martialisch mit Rüstungen und Waffen. Was haben die auf dem Kaufhaus verloren?
16:22Also die Mainzer Bevölkerung wollte damit auch ganz deutlich die Stadt Mainz als Metropole und als Machtposition auch darstellen.
16:30Da waren die stolze drauf und haben eben ganz bewusst die sieben Kurfürsten mit dem damaligen König,
16:36wie er hier auch bei dem Beispiel flankiert wird von dem Mainzer Erzbischof,
16:41der der wichtigste Kurfürst im Reich gewesen ist.
16:43Und um einfach zu zeigen, wir sind hier die absolute Metropole.
16:48Aber viele sind hier die in die Leitungen nicht mehr,
16:51die Krügerungsmacht von den Samen sind halt so stark und darstellen.
16:54Ich bin hier geliefert.
17:00Aber wir werden da nicht ein ganzes Prinzip,
17:01aber wir stehen hier in jedem Teil des Lebensstage.
17:02Und ich bin sehr dankbar.
17:02Und ich bin sehr dankbar.
17:05Entstecken die Zukunft,
17:05wenn wir die Zukunft immer mehr.
17:05Das ist immer so schwer und gerade die Zeit,
17:06und dann können wir in die Zukunft haben,
17:07zu veröffentlichen können.
17:08Und dann können Sie dann kommen nach unten,
17:17mit dem Weg zurück.
17:18Here prallt Middle-Alter on Baroque, Romantic on Renaissance.
17:22Portraits, Still-Leben, Landschaften, Altarbilder,
17:25everything mixed in the sog. Petersburger Hengung.
17:29Here are highlights of the collection on Curiouses,
17:33famous artists on the unknown.
17:37The idea of Petersburger Hengung is modern,
17:41because we are permanently bombarding from different pictures.
17:45We don't experience this anymore.
17:48We don't experience that today,
17:50this very frozen river landscape in Antwerpen,
17:54also in Belgien,
17:54which is fun at the ice.
17:56It's wonderful, if you look at it,
17:59it's a real Bimmel-Bild.
18:01It's wonderful.
18:04The pictures were so important,
18:06because many couldn't read it.
18:09The pictures have a lot of importance.
18:11And we are probably on the way,
18:14again in such a time,
18:16where people work with pictures on the hands.
18:18Bilder and film.
18:19Yeah.
18:26This is a very famous Mainzer family,
18:29the Lindenschmidts.
18:30And this is Wilhelm Lindenschmidt,
18:31the older, a very famous artist artist,
18:33who has here his family and himself portrayed.
18:37Yeah.
18:38And this is, I find, very fascinating.
18:41Absolutely representative.
18:42Also the artist as a citizen,
18:44also as a successful artist.
18:45And this is interesting,
18:47this is the two-teal part,
18:48right?
18:49The male world,
18:50the male world,
18:51the male world.
18:51And the male world,
18:52the male world.
18:52Is the gender role the gender role
18:54so much?
18:56Yes, we know that from ourselves.
18:58That's very strong.
19:00In the family,
19:01that's the first and important place
19:03in the family's life.
19:04That's the Eltern house.
19:05But is it still today?
19:06Yes, still still.
19:08And so,
19:08that's why it's important
19:09to us so to meet children
19:11that the parents are
19:12trying to find a egalitarian partnership
19:14to be able to communicate
19:15with the parents.
19:15together with their eyes.
19:25This a weird,
19:27a plain catça to the museum's museum.
19:29Kelly.
19:30Yeah.
19:31The incredible 2.100 years old.
19:34Yeah,
19:34it's really incredible.
19:36And it's also very seldom that he is from glass.
19:39And also animals were very seldom, especially dogs were very seldom.
19:43So a little spitzarty.
19:45I find it so amazing that he is so well erhalten.
19:48Yeah, completely unversehrt.
19:52But very beautiful, the little Hund.
19:55That's good.
20:01These pictures were in Paris.
20:061803 came they to Mainz.
20:19Why did Napoleon just go to Mainz?
20:23Ja, Mainz war für ihn eine wichtige Festungsstadt.
20:26Und er wollte diese Provinzstädte ja unterstützen.
20:30Von dem her hatte Mainz das Glück, dass wir dieses Los Nummer 9 sozusagen erhalten haben.
20:35Mit diesen wirklich fantastischen Gemälden.
20:37Was ist das Besondere an den Bildern, die Sie bekommen haben?
20:40Außer, dass die so riesig sind, größtenteils.
20:43Das Besondere ist natürlich einerseits die Qualität, also große Namen.
20:48Da sind also deutsche Künstler dabei, italienische.
20:51Es sind Stillleben, es sind Porträts.
20:52Also man sollte so einen Überblick über die Kunstgeschichte bekommen.
20:56Und das ist für uns natürlich was ganz Besonderes.
20:58Wir sind die einzige Stadt in Deutschland, die mit dieser besonderen Schenkung bedacht wurde.
21:03Und ist ja der Grundstock unseres heutigen Museums.
21:07Dieses Bild hat eine ganz besondere Geschichte.
21:10Wo hing das mal?
21:10Es wurde in Auftrag gegeben von keiner geringeren wie der Mutter von dem Sonnenkönig Ludwig XIV.
21:16Anna von Österreich.
21:18Sie hat das für Waldegras malen lassen.
21:21Also ihrem Witwensitz, wo sie sich zu Ende ihres Lebens zurückgezogen hat.
21:25Und es hing ganz imposant in einem Raum, der mit drei weiteren Gemälden in diesem Stil ausgekleidet war.
21:32Also jede Wand hatte so ein Gemälde mit einer heiligen Büßerin.
21:36Und Anna von Österreich kam sich dann vor wie selbst eine Büßerin.
21:41Also dieser Wald außenrum.
21:42Das ist ja praktisch.
21:42Dann habe ich das um mich rum.
21:43Genau.
21:44Aber ich muss selber nicht büßen.
21:51Dieses Bild ist das kunsthistorisch wertvollste aus der napoleonischen Schenkung.
21:56Warum?
21:57Ja, also einerseits kommt es wieder aus einer ganz berühmten Sammlung.
22:01Also der Sonnenkönig Ludwig XIV hat es erworben.
22:04Es hing in seinen Privatgemäßern in Versailles.
22:06Also allein das ist schon fantastisch.
22:08Aber das andere ist auch der Künstler.
22:11Lorenzo de Credi ist Mitschüler von Leonardo da Vinci in Florenz damals.
22:16Und man sieht seine Meisterhaftigkeit.
22:19Man sieht seine Umsetzung.
22:21Also allein dieses Blau, dieses Leuchten, dieses Ultramarin,
22:25was einen so in den Bann zieht, dieses Kleides von Maria,
22:30zeigt, welcher toller Künstler er war.
22:35Fast wäre ein Guteil der Bilder von Napoleon vernichtet worden auf dem Transport.
22:40Was ist da passiert?
22:41Auch Adam und Eva hätten wir fast nie mehr zu sehen bekommen.
22:44Ja, wirklich tragisch.
22:45Also die Gemälde wurden in Paris sehr fortschrittlich in Kisten verpackt.
22:49Man transportierte sie auf dem Wasserweg.
22:51Und leider ist beim Umladen in Metz diese Kiste ins Wasser gefallen.
22:57Wirklich dramatisch.
22:59Nicht nur Wasser ist eingedrungen, sondern auch Sand.
23:01Und man hat das dann vertuscht,
23:03hat die Kiste einfach weiter transportiert bis Mainz.
23:05Dann war natürlich der Schrecken groß, als man das hier ausgepackt hat.
23:09Denn nicht nur das Wasser hat Schäden verursacht,
23:11also diese Tafeln sind auf Holz gemalt,
23:13sondern auch der Sand, der eingedrungen ist, hat natürlich gescheuert.
23:17Und so sind manche Gemälde dieser, es waren 21 Gemälde in dieser Kiste,
23:21leider sehr stark zerstört worden und mussten aufwendig restauriert werden.
23:30Wir sind angekommen im 20. Jahrhundert, einer Zeit, in der sich die Kunst ständig neu erfunden hat.
23:43Natürlich haben die Nazis auch in Mainz die moderne Kunst aus der Sammlung gerissen.
23:47Und hier im Museum konnte man leider erst spät anfangen, die Lücken zu schließen.
23:53Er wurde heimisch in der Pfalz.
23:56Max Sleevoogt, einer der wichtigsten deutschen Impressionisten.
24:01Das Landesmuseum besitzt 140 Gemälde und den grafischen Nachlass.
24:07Kein Museum der Welt hat mehr Sleevoogt.
24:17Das finde ich ein tolles Bild, Balpare, wo er mit seiner Frau Nini zusammen zu sehen ist.
24:23Und das ist so beiläufig, ne? Die laufen eigentlich so.
24:25Ja, das ist wie so ein Schnappschuss, ne? Könnte in einem People-Magazin heute sein.
24:29Balpare heißt es. Es ist offenbar ein besonders festlicher Ball an einer unglaublichen Robe.
24:34Also fantastisch gemalt. Man sieht so die Seide, sieht man richtig schimmernd, ne?
24:39Und diese Tüllvolance und hier noch so ein Schmuck dran. Sehr schönes Bild.
24:43Aber der Blick ist gerade bei ihr nicht besonders sympathisch, finde ich, ne?
24:48Sie guckt ja ziemlich hochmütig, ne?
24:50Sie guckt so ein bisschen abschätzlicher.
24:50Was willst du, du kleine Rotznase?
24:52Ja, ja, wer ist denn, was macht ihr denn hier so quasi? Und er guckt auch sehr kritisch auch.
24:56Ja, ja.
24:59Ein gemachtes Paar, muss man sagen. Er war ja schon ungeheuer erfolgreich, das sieht man auch.
25:03Ein gut aussehendes Paar auf jeden Fall.
25:05Ja.
25:07Und hier liegt die Nini auch.
25:10Ein Sommermorgen in der Pfalz, im Pfälzer Wald.
25:13Das ist eine Hymne auf die Heimat in der Pfalz.
25:15Also auch meine Heimat sozusagen, hier im Süden von Rheinland-Pfalz. Das ist sehr schön.
25:21Das ist wirklich so ein Sommertraum.
25:24Würde ich mir sofort aufhängen.
25:25Ja, vor allem jetzt im Winter. Also es ist herrlich. So eine richtige, eine Sehnsucht.
25:33Und das sind auch nochmal Impressionen von seiner Terrasse aus, von seinem Haus in Landau. Der Blick in die Pfälzer
25:41Landschaft.
25:51Unverkennbar Picasso. Das ist ein ganz spätes Bild von ihm, 1970 gemalt. Da war er fast 90.
25:57Und es war eines seiner letzten Selbstporträts.
26:02Und das ist so toll. Also es ist so lebendig und es strotzt vor Vitalität.
26:09Also dieser Mann, der ja auch wirklich mit dem Pinsel in der Hand gestorben sein soll.
26:12Also weil er bis über 90 total aktiv und vital im Leben stand. Das drückt sich wirklich auch in diesem
26:18Selbstporträt aus.
26:20Man meint ihn fast zu erkennen.
26:22Und er sagt, ich bin noch da, ich kann es noch.
26:25Ja, also ich finde es großartig.
26:31Was bedeutet Ihnen Kunst? Ist das für Sie auch ein Lebensmittel?
26:35Oh ja, unbedingt.
26:36Gerade weil ich mich auch immer noch sehr viel mit Politik beschäftige.
26:41Also viele Zeitungen lese und Nachrichten sehe und Talkshows.
26:44Da ist Kunst wirklich also eine Erholung.
26:49Sozusagen eine Oase, in die man sich, also in so einem Museum kann ich wirklich dann abtauchen und alles andere
26:55ausblenden.
26:56Und es reinigt so ein bisschen das Gehirn.
26:58Das ist ein Eintauchen in eine andere Zeit und eine andere Welt.
27:02Und das ist das Schöne.
27:10Die moderne Kunst wurde inzwischen neu inszeniert und kommt frisch und anregend daher.
27:17Aber die Präsentation der Ausstellung ist an vielen Stellen nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit.
27:22Deshalb soll in den nächsten Jahren vieles neu gemacht werden.
27:29Sie wollen das Museum ja bei laufendem Betrieb runterneuern.
27:32Was haben Sie alles vor?
27:33Also wir haben vor, in den kommenden Jahren hier alle Abteilungen neu zu gestalten.
27:37Wir wollen eine zeitgemäße Ausstellung machen, viel auch mit Medien arbeiten.
27:42Wir wollen ja in einen Dialog kommen.
27:44Einen Dialog zwischen den Kunstwerken, aber eben auch Dialog mit den Besuchern hier schaffen.
27:49Und wenn man dann immer mal wieder neue Akzente setzen kann, dann ist das auch wieder neu spannend.
27:54Und man entdeckt wieder Sachen, die man vorher vielleicht gar nicht so wahrgenommen hat.
27:59Im Landesmuseum Mainz wird Geschichte wirklich lebendig.
28:03Hier können Sie durch die Jahrtausende reisen und in die unterschiedlichsten Epochen eintauchen.
28:07Ins Barock zum Beispiel, das Sie hier nicht nur auf Gemälden, sondern auch mit Möbeln, Porzellan und vielem mehr erleben.
28:18Nie hätte ich gedacht, dass einem römische Grabsteine so viel erzählen können.
28:22Aber auch sonst erfahren Sie hier spannende Geschichten und lebensnahe Anekdoten.
28:27In knappen, leicht verständlichen Texten.
28:34Und auch Kinder werden hier überall mitgedacht.
28:37Von simplen Schemeln, die sie auf Augenhöhe bringen.
28:41Über sinnliche Stationen, wo sie zum Beispiel die Motive von Stillleben ertasten können.
28:52Bis hin zu einem Bilderpuzzle, wo sie verstehen, wie Bilder aufgebaut sind.
29:02Und mit der Runderneuerung soll alles noch besser werden.
29:05Die vielen sehenswerten Exponate haben es auch verdient, im besten Licht zu strahlen.
29:10Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
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