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00:03It just feels good to be full of energy and energy.
00:10The human body can bring high performance.
00:16And very much energy mobilizing, when it comes to it.
00:22I want to learn my own boundaries, change my own boundaries,
00:27and become better.
00:28That's why I really like the Rudersport.
00:31I love this hard business.
00:35I think I have a lot of energy.
00:37My family and my family would say too much energy.
00:44Where does this energy come from?
00:46The Mitochondrien are in the cells for the energy production.
00:52These are small kernreactors or energy fabriques.
00:57What the meaning of Mitochondrien have and what it means,
01:02if the power of the cells don't work anymore,
01:05begin the research now to understand.
01:07I noticed that the energy was limited.
01:11It's not enough to be defined.
01:12It's not enough to be defined.
01:13It's just enough to be defined.
01:15It's just enough to be defined.
01:17How can people get more energy?
01:19And why can people get better energy?
01:24What can we learn from them?
01:36I think it's not often enough to make it clear that this is a wonderful work, our human body,
01:44how it works. In every hundredth of a minute, there are billions of changes in the process.
01:55There are a lot of changes in the process. There are a lot of changes in the process that we
02:06can't imagine.
02:08My name is Andreas Michalsen.
02:11I'm Schiffarzt at the Department of Nature and Inner Medicine at the Immanuel Krankenhaus in Berlin
02:18and I'm Professor for clinical nature at the Charité.
02:24It's clear that it will never, or at least for a very long time,
02:28there will be no technology, no machine that can do anything like this body.
02:34Man muss Vollgas geben, dann muss man drauf bleiben und wenn nach 250 Meter anfangen die Beine zu brennen,
02:41dann sind es halt noch 1750 Meter bis ins Ziel und dann ist es noch eigentlich optimal, wenn man hinten
02:47raus dann nochmal einen Endspurt ziehen kann.
02:57Man muss dann schon ein bisschen verrückt sein, um das durchzuziehen, glaube ich.
03:04Oli kam ja als Quereinsteiger, primär kommt er vom Schwimmen.
03:10Ist natürlich ein klassischer Modellathlet, sieht man ja muskulär super gut gepackt.
03:17Energetisch natürlich hat er Mods Power.
03:24Mein Name ist Dr. Uli Kau, ich bin seit 2006 der leitende Verbandsarzt des Deutschen Ruderverbandes,
03:30bin Allgemeinmediziner, Sportmediziner, Manualtherapeut und Präventivmediziner.
03:37Die Europameisterschaften finden ja im Rahmen der European Championships,
03:41also so ein Multisport-Event, ich glaube das größte Sport-Event seit 1972 in Deutschland statt.
03:48Und 1972 ist mein Großvater halt hier auf meiner Trainingsstrecke Olympiasieger geworden.
03:56Ist halt schon was Besonderes, dass genau 50 Jahre jetzt ich auch die Chance habe,
04:00hier zu Hause in Deutschland so ein Heimrennen zu fahren und natürlich hoffentlich auch ein gutes Ergebnis hier abliefern kann.
04:08Ich finde, das hat ganz, ganz viel, wo einfach ja so emotional auch viel bei mir zusammenläuft jetzt gerade.
04:21Wenn man jetzt mal so ein bisschen den Kalender blickt, dann sind wir in acht, neun Wochen, sind wir genau
04:27hier am Start.
04:30Und wir haben gut trainiert, wir haben aber dosiert trainiert.
04:34Und jetzt geht es einfach darum, immer besser zu werden und immer schneller zu werden.
04:41Ja, vorne gut so, die Arme sind sehr gut lang heute.
04:45Das beibehalten.
04:50Durch das Training verbessert man ja automatisch die maximale Sauerstoffaufnahme,
04:55dadurch auch eine verbesserte Durchblutung in den Muskeln und natürlich auch eine Verbesserung der Arbeit der Mitochondrien.
05:02Für einen Sportler ist das A und O, Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle.
05:08In jeder Zelle sind hunderte bis tausende Mitochondrien.
05:12In Muskeln und im Gehirn besonders viele.
05:16Sie haben eine lebenswichtige Aufgabe.
05:19Sie versorgen unseren Körper mit Energie.
05:23Dabei wandeln sie das, was wir essen, mit Hilfe von Sauerstoff in Energie um.
05:29Genauer gesagt in ein Molekül, das überall im Körper als eine Art universelle Energiewährung eingesetzt werden kann.
05:37Das Adenosintrifosphat, kurz ATP.
05:41Mit diesem Treibstoff bewegen wir unsere Muskeln, denken oder erneuern unsere Zellen.
05:53Was wir hier machen, ist, wir werfen eigentlich einen Blick in die lebende Zelle hinein.
06:00Die Zelle endet ungefähr hier.
06:04Und innen drin sehen wir jetzt Mitochondrien und wir sehen, wie wahnsinnig dynamisch Mitochondrien sind.
06:09Das heißt, wir sehen, wie sie sich rumbewegen, wie sie ihre Position verändern, aber auch manchmal ihre Form.
06:14Und wenn man dann mal reinzoomt in so eine Zelle, also einen Ausschnitt vergrößert,
06:19kann man sich auch mal nur ein oder zwei Mitochondrien zusammen ansehen.
06:23Wenn ich mal den Film hier starte, sieht man, wie es ursprünglich zwei Mitochondrien sind,
06:30die sich mehrfach versuchen, ein bisschen näher aneinander einzulagern und am Schluss das auch schaffen
06:36und dann miteinander fusionieren und dann erstmal in diesem längeren, fusionierten Zustand bleiben.
06:42Diese Mitochondrien können aber genauso wieder auseinanderbrechen und wieder zu zweien werden.
06:47Das ist eben ganz anders, als wir früher dachten, dass Mitochondrien sind.
06:51Das ist das, was wir früher dachten.
06:52Mitochondrien sind rund, sie sitzen da einfach rum und sind komplett statisch.
06:59Mein Name ist Angelika Rambold, ich bin Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg.
07:08Mitochondrien können eigentlich nur fusionieren, wenn es ihnen auch gut geht.
07:12Wenn sie irgendwie einen Defekt haben, dann können sie es nicht.
07:18Mitochondrien fusionieren eben oft unter Bedingungen, wo wir viel Energie brauchen,
07:22also viel ATP brauchen in Zellen, zum Beispiel, wenn wir gestresst sind.
07:31Sport ist ja im ersten Moment ein Stress.
07:36Das ist eine Belastung für den Körper.
07:38Manchmal spüren wir das, wenn wir ja auch ungeübt sind,
07:41dann fühlen wir nach einem 10.000 Meter Lauf und man hat das nicht trainiert, fühlt man sich nicht gut.
07:47Man kriegt Muskelkater, das sind alles Anzeichen, dass der Körper an sich erstmal Stress hat, ordentlich Stress.
07:58Der Körper ist sehr klug und sehr intelligent, er versucht immer das zu erhalten und aufzubauen, was gefordert wird.
08:08Und insofern ist halt Bewegung das ganz große Elixier, um die ganze Maschinerie eigentlich jung und richtig gut am Laufen
08:17zu erhalten.
08:18Und das hat man wirklich sehr detailliert erforscht.
08:25Sport aktiviert unseren ganzen Körper.
08:28Die Muskeln bilden über 400 Botenstoffe.
08:32Die wirken überall im Körper.
08:35Stresshormone werden abgebaut, wir werden konzentrierter.
08:38Es bilden sich sogar neue Verknüpfungen im Gehirn.
08:42Sport stärkt auch das Immunsystem.
08:45Und wir nehmen mehr Sauerstoff auf, sind besser durchblutet.
08:49Sauerstoff und Nährstoffe strömen durch den Körper, erreichen die Mitochondrien.
08:56Es werden neue Mitochondrien gebildet und sie arbeiten effizienter.
09:06Hochleistungssportler trainieren jeden Tag mindestens vier Stunden.
09:11Die meisten von uns schaffen dieses Pensum nicht in einem Monat.
09:15Nur rund 20 Prozent der Deutschen machen mehrmals pro Woche Sport.
09:20Fast 60 Prozent selten oder nie.
09:26Das Gemeine bei diesem Thema Lebensstil und Energie, die wir haben,
09:32dass man doch am Anfang erstmal sich eine gewisse Mühe geben muss.
09:37Oder am Anfang erstmal den Schweinehund überwinden muss.
09:43Man kriegt es nicht ganz geschenkt.
09:52Persönlich denke ich, je öfters man ja erfährt, was man da zurückkriegt, desto leichter fällt es einem ja.
09:59Dann wird man eher, wie soll ich sagen, süchtig danach, weil man weiß,
10:05jetzt möchte ich wieder dieses Meer an Energie.
10:08Ja, und da reiße ich mich jetzt mal kurz zusammen, dann kriege ich das zurück.
10:12Die Bewegung sowohl für das Herz-Kreislauf-System, aber natürlich auch für unser gesamtes Muskel-System, das A und O.
10:20Aber auch sozusagen für das vegetative Nervensystem, um einfach so ein bisschen Dampf abzulassen, runterzukommen.
10:27Präventiv ist das allerwichtigste, moderate Bewegung, ganz lockeres Radfahren, lockeres Traben,
10:33Walken, Nordic Walking oder auch vielleicht dann doch mal, weil es komprimierter ist im Fitnessstudio,
10:39halbe Stunde Radfahren und dann einen Zirkel machen, weil die Kombination aus diesem Ausdauertraining
10:44und so ein bisschen Gewichtstraining ist natürlich auch das Optimale.
10:51Bewegung tut mir immer gut und ich brauche das auch, wenn ich gemerkt habe, ich habe mich zu wenig bewegt,
10:57dann bin ich auch sehr schnell gefangen in meinen Gedanken und in meinen Projekten.
11:02Diese Zeitspanne zwischen meiner auch anspruchsvollen Arbeit und meiner großen Familie,
11:09die darf nicht zehn Minuten Autofahrt betragen, dann kann ich nicht das eine hier lassen und mich auf das andere
11:16freuen.
11:17Diese 50 Minuten Fahrradfahrt, die geben mir die Möglichkeit, mich Meter für Meter meinem anderen wichtigen Leben zu nähern.
11:30Mein Name ist Alexandra Jäger, ich bin Mama von fünf wunderbaren Kindern und ich leite das einzige Mehrlingszentrum in Deutschland,
11:38das habe ich auch gegründet.
11:40Ich glaube, dass ich eine ganze Menge Energie in mir habe, die muss auch ab und zu mal freigesetzt werden,
11:45also es ist für mich gar nicht so schlimm, wenn irgendeine Situation eskaliert, weil dann kann man schöne Lösungen finden,
11:52dann kann man sich schöne Sachen überlegen.
11:54Was könnte ich machen, damit du dich abbrichst?
11:58Pass auf, die haben die Schnappchen, ne?
12:04Ich zeige euch das.
12:07Mich bringt diese Art, an zum Beispiel Herausforderungen ranzugehen, unheimlich weiter.
12:19Ich bin aber auch überzeugt aus der ärztlichen Erfahrung, dass das Mentale auch eine ganz große Rolle spielt und das
12:26kennen wir ja auch alle aus unserem eigenen Leben.
12:29Wenn etwas Freudvolles passiert, dann scheint ja die Energie überzuströmen.
12:34Wenn wir Belastungen haben, wenn wir Stress haben, dann raubt es uns Energie.
12:49Als ich damals erfahren habe oder wir erfahren haben, dass wir nach drei Kindern jetzt Zwillinge bekommen,
12:55da habe ich gedacht, dass ich über Geburt, Wochenbett und Stillzeit und all dieses ganze Leben mit kleinen Kindern schon
13:01sehr viel weiß.
13:02Und dann kamen unsere Zwillingstornados in unser Herz und unseren Alltag gestürmt, muss man sagen.
13:09So ist das bis heute geblieben.
13:11Und ich musste feststellen, ich fange nochmal ganz von vorne an.
13:15Viele Fragestellungen sind anders.
13:17Dinge, die ich gerne wissen wollte, konnte mir niemand beantworten.
13:21Und da habe ich gedacht, das geht doch nicht, dann muss ich das selber machen.
13:28Und ich habe dann mit der medizinischen Hochschule Hannover zusammen angefangen,
13:34Geburtsvorbereitung für Zwillings- und Drillingseltern ganz neu zu denken, also interdisziplinär.
13:39Und so ist es so, dass wir jetzt inzwischen fünf Universitätskliniken an unserer Seite haben.
13:45Wir haben angefangen mit Geburtsvorbereitung und haben dann gesehen, warte mal, damit hört das ja nicht auf.
13:53Und deswegen machen wir jetzt inzwischen fast alles.
13:56Also von der Schwangerschaft bis zur Einschulung.
14:04Wenn ich eine hohe Selbstwirksamkeit habe, dann ist eine Herausforderung eigentlich etwas,
14:08wo ich quasi Spaß dran entwickeln kann und mich gut dabei fühle.
14:12Und ich denke, ich werde das meistern.
14:14Und wenn ich niedrige Selbstwirksamkeitserwartungen habe, dann werde ich versuchen, das zu vermeiden.
14:19Oder ich habe Angst davor, weil ich eben nicht die Erfahrung im Leben gemacht habe, dass ich sowas bewältigen kann.
14:26Mein Name ist Iris Tatjana Kolassa.
14:28Ich bin Professorin für Klinische und Biologische Psychologie an der Universität Ulm
14:32und leite hier eine Arbeitsgruppe, die sich mit Stress- und Traumaforschung beschäftigt.
14:39Das Selbstwirksamkeitskonzept, das man selber hat, entwickelt sich häufig in der Kindheit.
14:43Wenn ich in der Kindheit dazu ermutigt wurde, mich auszuprobieren, wenn ich Fehler machen durfte und gucken konnte,
14:50was schaffe ich noch und was schaffe ich nicht mehr, aber auch ein Umfeld hatte, was mich unterstützt hat,
14:55dann binde ich eher eine Selbstwirksamkeitserwartung aus, die positiv ist oder hoch ist.
15:01Ich bin in einem ganz, ganz wertschätzenden und liebevollen Elternhaus in einer Großfamilie aufgewachsen.
15:08Dass diese Art mit Herausforderungen umzugehen, wie meine Eltern das schon gemacht haben,
15:12wie ehrlich gesagt meine Großmütter und Väter das schon gemacht haben,
15:15dass sich das so ein bisschen durchsetzt, ist jetzt halt mein Los.
15:20Irgendwie gibt es tatsächlich individuelle Unterschiede im Energieniveau.
15:23Es gibt Kinder, die kommen auf die Welt, die waren schon immer eher wach,
15:25haben ein hohes Energieniveau gehabt und andere waren vielleicht eher schläfrig oder hatten nicht so viel Energie.
15:32Es gibt jetzt ein neues Feld der Biopsychologie, das heißt Mitochondriale Psychobiologie.
15:37Dieses Feld wird sich damit beschäftigen, in welcher Weise beeinflussen Mitochondrien unsere Psyche,
15:44unsere Kognition, unsere Emotionen, unser Denken, unser Handeln.
15:48Es ist so, dass wir immer mehr denken, dass ein Schlüssel zu psychischer und körperlicher Gesundheit
15:52tatsächlich die Energiebereitstellung in den Mitochondrien ist und wie gesund die funktionieren
15:57oder wie gut die funktionieren, weil jeder Prozess im Körper im Prinzip energieabhängig ist.
16:03So und jetzt passiert hier gleich was ganz Spannendes und zwar haben wir ja am letzten Mittwoch
16:11drei Mitarbeiterinnen eingestellt, die ersten festen Mitarbeiterinnen.
16:15Und das ist für mich eine ganz große Herausforderung, ein riesengroßes Glück, dass die jetzt da sind.
16:21Aber es ist auch eine Riesenverantwortung. Das macht mir schon ein bisschen Angst.
16:26Ich freue mich auf das, was kommt. Ah mein Gott, ihr seid ja fast schon fertig.
16:33Und zieh den Teppich nach vorne. Den anheben.
16:37Also ich brauche viele Menschen um mich rum, die mich auch aushalten können, denn sonst wäre ich einsam.
16:44Also sonst macht Kraft auch einsam. Denn jeder denkt, du kommst gut zurecht. Und zwar immer.
16:51Schöne Feuerzeuge.
16:53Weißt du was, in meinem nächsten Leben mache ich Wohnzugsunternehmen?
16:57Noch ein bisschen zu dir. Zu mir.
16:59Ja.
17:03Ich möchte unfassbar gerne Urlaub machen. Das habe ich mir fest vorgenommen für den August.
17:09Sie können begrüßen.
17:11Grundsätzlich finde ich sie da okay.
17:14Wir als Menschen sind sehr leistungsfähig, aber diese kurzen Hochleistungen, die sind nicht für die Dauer gedacht.
17:23Wir können aus der Evolution heraus das auch sehr gut erklären, dass wir sagen, wir können sehr schnell mal für
17:30ein paar Minuten rennen und weglaufen, fliehen, wenn der Säbelzahntiger anrückt.
17:36Oder wir können auch kämpfen und der Körper mobilisiert dann alles.
17:51Ich habe immer so ein Bild wie so ein Zahnrad, wo das Öl ausgeht und was halt versucht weiterzulaufen, aber
17:56nicht mehr im Saft ist sozusagen.
18:04Ich bin Henry Kaiser, 44 Jahre und zweifacher Papa.
18:07Ich stehe gerade im Lebenswandel und bin auf der Suche nach neuen Energien.
18:12Ich habe mich nach dem Studium von der Informatik weg direkt auf Projektmanagement ausgerichtet.
18:16Man wird nur in Feuerwehrsituationen eigentlich geheiert und dann wird von einem halt auch 120 Prozent abverlangt.
18:25Und dadurch, dass halt ein Einkommensdruck da war, dadurch, dass ich 2011 Vater geworden bin, sozusagen auch eine Familie mit
18:33ernährt werden musste,
18:34war es einfach wichtig, dass ich auch durchgehend in Projekten gebucht war.
18:39Und da gab es dann halt auch viel zu leisten, ja.
18:45In Deutschland nimmt der Stresspegel immer mehr zu.
18:48Mehr als ein Viertel der Deutschen fühlt sich häufig gestresst. Fast alle anderen zumindest manchmal.
18:54Besonders bedenklich, innerhalb der letzten zehn Jahre hat der Anteil der häufig gestressten Menschen stark zugenommen.
19:04Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung befeuert.
19:10Die am häufigsten genannten Stressauslöser sind Job, Krankheit, Konflikte mit nahestehenden Personen, ständige Erreichbarkeit.
19:23Leider aufgrund der aktuellen Marktsituation haben wir kleine Probleme, dass unser Budget natürlich ein bisschen geschrumpft ist.
19:30Kannst du nochmal sagen, um wieviel Prozent ungefähr?
19:33Momentan schaut es aus, dass wir die aktuellen Budgets anfassen mussten, erstmal für Q3 und Q4.
19:39Das hat natürlich Einfluss auf die Planung, weil ich bin jetzt auch im Auto, in Ruhe über die Situation sprechen,
19:45dann bin ich auch vom Rechner und kann mir das besser anschauen, ja.
19:49Die Grenze, wo ein Stress schädlich wird, die wird dadurch geprägt, dass ein Stress lang andauernd ist und wir keine
19:57Kontrolle über ihn haben.
20:01Auf Dauer richtet er enorm viel Schaden an. Wenn er kurz ist, ein paar Minuten, ist das alles gut.
20:07Aber auf Dauer ist das viel zu hochtourig.
20:11Wir müssen uns das vielleicht vorstellen wie ein Automotor, wenn man den immer mit der höchsten Zahl an Umdrehungen antreibt,
20:19dass der aufjault.
20:20Ja gut, dann kann man einen Quickstart hinlegen, kann da wirklich gut abfahren, aber der Motor geht natürlich sehr schnell
20:27kaputt dabei einfach.
20:30In stressigen Situationen kommt unser Körper in einen Alarmzustand.
20:34Das Gehirn schüttet Stresshormone aus.
20:37Der Blutdruck steigt.
20:39Das Herz schlägt schneller.
20:41Die Muskeln spannen sich an.
20:43Der Darm wird träge.
20:45Das Immunsystem fährt runter.
20:47Wir werden anfälliger für Entzündungen im Körper.
20:51Das ist für uns eine hohe Belastung und kostet viel Energie.
20:54Die müssen die Mitochondrien produzieren.
20:57Dabei entstehen jedoch vermehrt freie Radikale, die den Körper belasten können.
21:02Das ist oxidativer Stress.
21:09Jeder von uns hat oxidativen Stress durch die freien Sauerstoffradikale, die in unseren Mitochondrien im Stoffwechsel, im normalen Metabolismus sozusagen
21:18der Zelle gebildet werden.
21:19Und wir wissen, dass dieser oxidative Stress bei Stress und Trauma höher ist.
21:25Menschen außerhalb der Psychologie denken häufig, dass die Psyche was mit dem Kopf zu tun hat oder irgendwie sowas rein
21:31Geistiges wäre, was irgendwie kein körperliches Korrelat hat.
21:36Und sind dann überrascht, dass es wahrscheinlich doch biologische Ursachen gibt und dass die Psyche eben auch mit dem ganzen
21:43Körper eine Einheit bildet.
21:45Und dass letztlich die Kraftwerke der Zellen eine Ursache spielen könnten in der Entstehung von psychischen Erkrankungen.
21:53Dass also dann doch eine Verbindung ist zwischen Körper und Geist.
21:58Wie können wir diesen Mitochondrien Unterstützung geben oder wie können wir veranlassen, dass sich mehr Mitochondrien bilden?
22:06Und eine der wenigen Therapien, die man wirklich hier nennen muss, das ist das Fasten.
22:18Wir führen gerade eine Studie bei uns durch, in der die Effekte eines fünftägigen sogenannten Buchringer Fastens
22:26untersucht werden bei gesunden Männern und Frauen. Und den Herrn Kaiser haben wir dann gebeten, auch diese gleiche Fastenintervention angeleitet
22:36durch uns durchzuführen.
22:38Und haben auch einen Teil der Untersuchungen, die wir in der Studie anwenden, auch bei ihm durchgeführt.
22:46Mein Name ist Anja Mehler. Ich bin Ernährungswissenschaftlerin. Ich arbeite im Experimental and Clinical Research Center der Charité Universitätsmedizin Berlin
22:57und des Max-Delbrück-Zentrums für molekulare Medizin.
23:02Das Fasten ist ein sehr tiefgreifender physiologischer Einschnitt in den Stoffwechsel und man kann davon ausgehen, dass eigentlich alles, was
23:11man misst, während des Fastens verändert ist.
23:15In dieser Studie untersuchen wir eine breite Palette von Parametern, beispielsweise den roh-nüchternen Umsatz und die Substratverwertung,
23:24um zu schauen, wie verändert sich der Energieumsatz während des Fastens.
23:28Das Wichtige ist herauszufinden, was nach drei Monaten ist. Also der Energieumsatz kann gedrosselt werden während des Fastens.
23:37Wichtig ist aber zu wissen, dass bei normalgewichtigen Menschen der nicht gedrosselt bleibt, sondern später wieder sein normales Niveau erreicht,
23:46um eben einen Jojo-Effekt von wiederholten Fastenkuren auszuschließen.
23:50Also was Sie jetzt hier sehen, ist Ihr roh-nüchternen Umsatz in Kilokalorien pro Tag. Das ist die Energiemenge, die
23:57Ihr Körper verbraucht,
23:59um im wachen Zustand seine Organfunktion aufrecht zu erhalten. Und da sehen Sie, dass ein roh-nüchternen Umsatzwert von 1854
24:09Kilokalorien herauskommt.
24:13Ich möchte halt sehen, was es mit meinem Körper macht und verspreche mir auch so ein bisschen Erfahrungen zu bekommen,
24:20die mir dann halt später helfen, meinen Körper noch gesünder zu behandeln. Weil ich muss sagen, im Moment bin ich
24:26nicht so gut zu meinem Körper.
24:37Sie sollten fünf Tage auf jegliche feste Nahrung verzichten und auch auf Genussmittel wie zum Beispiel Kaffee, Nikotin, Süßigkeiten, Kargummis
24:51und so weiter.
24:52Und was Sie zu sich nehmen dürfen, ist natürlich Wasser, so viel wie Sie möchten und gesüßte Kräutertees, so viel
25:00wie Sie möchten.
25:01Und Sie dürfen zweimal am Tag einen Saft zu sich nehmen, ein Glas Saft, am besten Gemüsesaft und Gemüsebrühe.
25:12Was passiert aber auf Ebene der Mitochondrien? Die Mitochondrien bekommen weniger Energie. Es kommt weniger Zucker rein oder gar kein
25:21Zucker.
25:23Und das ist jetzt aber nicht so, dass die sich dann abschalten oder zurücknehmen, sondern die Zelle fängt an, mehr
25:30und neue Mitochondrien zu bilden.
25:32Weil sie irgendwie denkt, da ist jetzt wenig da, dann muss ich wenigstens überall noch mehr bilden, damit jedes Mikrogramm
25:40Energie genutzt wird.
25:41Das heißt also, wenn wir beim Fasten nichts geben, dann kommt die Zelle in einen besseren Trainingszustand.
25:48Das ist ein ganz wichtiges Prinzip, das nennt man Hormesis. Das ist ein besonderer Forschungsbereich in der Medizin geworden.
25:59Nach 50 Jahren hier den Enkel am Start zu sehen und bei so einem wichtigen Wettkampf, denke ich, absolut Highlight.
26:10Das wird eine harte Nummer werden, weil der natürlich auch im Hinterkopf so eine gewisse Verpflichtung sieht.
26:18Ich will es meinem Großvater hier nochmal nachmachen. Ich will hier auch eine Konfetalte gewinnen.
26:25Man sagt ja immer, die Probleme liegen zwischen den Schultern, also im Kopf.
26:31Aber es ist halt ein wahnsinniges Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren.
26:36Da zählt natürlich die Athletik, das Training, die Physiologie, die Ernährung und letztendlich auch die mentale Stärke des Einzelnen.
26:44Und nur durch dieses Zusammenspiel von diesen fünf, sechs Komponenten ist eigentlich eine optimale Leistungsfähigkeit gewährleistet.
26:53Olli Zeidler auf seiner Heimstrecke. Da sehen wir, dass er Riesenprobleme am Start hat.
26:59Ich weiß nicht, ist überhaupt nicht losgekommen. Und jetzt sind wir live im Rennen und sehen, dass die zwei wieder
27:05da ist.
27:06Gott sei Dank. Olli entschließt sich jetzt mal kurz einen Spurz anzusetzen. Und jetzt führt Oliver Zeidler das Feld an,
27:13500 Meter vor dem Ziel.
27:15Also Olli Zeidler, nach ganz schlechtem Start, holt er jetzt hier das Ticket fürs Halbfinale.
27:26Das war jetzt das erste Rennen. Der Start, den habe ich ein bisschen versaut, aber am Ende konnte ich gewinnen.
27:34Und dann bringen wir so die Energie rein und versuchen nach dem Rennen den Athlete zu lockern.
27:47Wichtig ist immer anfassen. Das ist entscheidend. Ein bisschen runterkommen vom Kopf her, das ist jetzt für ihn wichtig.
27:53Mal was anderes einzubauen.
27:55Ja genau, mal was anderes reden. Wir reden dummes Zeug.
28:08Das ist einfach so ein fünf- bis zehnminütiges Programm, das wir im Wettkampf eigentlich immer umgehend danach machen.
28:15Im Endeffekt versuchen wir, diese Belastung im Sitzen rauszukriegen und dann gleichzeitig aber noch ein bisschen was für einen Laktatabbau
28:22zu tun,
28:22indem wir die Niere noch ein bisschen mitbearbeiten.
28:25Dass das Laktat weggeht, das ist das Allerwichtigste. Das ist ja das A und O, die schnelle Regeneration, Wiederaufbau, das
28:32ist ja das Entscheidende.
28:38Laktat entsteht bei sehr starker Belastung. Die Mitochondrien können dann nicht genug Energie erzeugen, weil Sauerstoff in den Zellen fehlt.
28:47Selbst die besttrainierte Lunge kann nicht genügend Sauerstoff liefern.
28:53Der Körper produziert nun vermehrt Energie, indem er Zucker zu Milchsäure abbaut.
28:59Dabei entsteht das Energiemolekül ATP und Laktat.
29:04Diese anaerobe Energiegewinnung übersäuert den Körper. Er braucht eine Pause.
29:13Vor allem ambitionierte Freizeitsportler gönnen sich häufig zu wenig Regenerationspausen.
29:21Eine Studie mit Hobby-Marathonläufern zeigt, über 20 Prozent der Läufer haben Überbelastungs- bzw. Übertrainingssymptome.
29:33Zu viel Training führt zu Leistungsabfall, erhöhter Infektanfälligkeit, Muskel- und Sehnenansatzschmerzen, Missstimmungen bis hin zu Depressionen.
29:48Overtraining ist etwas, was eigentlich Depression oder Burnout sehr ähnlich ist.
29:55Wenn ich exzessiv Sport treibe, dann scheine ich so einen hohen oxidativen Stress zu produzieren, der eventuell nicht gegenkompensiert werden
30:04kann, dass es zum Zusammenbruch kommen kann.
30:08Bei den Depressionen ist es meistens eher zum Beispiel exzessive Stressoren oder traumatische Stressoren, die den Menschen in eine Überforderungssituation
30:18gebracht haben.
30:19Und die Ursache ist eine andere, aber das Phänomen, was am Schluss rauskommt, psychisch, ist ziemlich ähnlich.
30:26In meiner langen sportlichen Karriere, also mit dem Schwimmsport zusammengerechnet, gab es auch mal Phasen, wo ich extrem hart und
30:34gut trainiert habe
30:35und dann trotzdem meine Leistungen nicht abrufen konnte, weil es einfach zu viel war.
30:40Das bringt manchmal mehr, weniger zu machen, als die ganze Zeit auf Höchstleistungen zu sein und dann beim Wettkampf die
30:47aber nicht mehr abrufen zu können.
30:48Ich höre viel mehr auf meinen Körper als früher und gebe ihm das, was er braucht, sei es Therapien, sei
30:55es Stretching oder sei es Nahrung.
30:58Bei der Ernährung wird es ja immer sehr persönlich. Wir möchten Freude haben im Leben, es soll schmecken, es soll
31:02Spaß machen.
31:03Keiner wird sich so ernähren, den Rest seines Lebens, wenn es ihm nicht schmeckt.
31:08Und deswegen sage ich einfach immer nur zwei Dinge. Das erste, es bleibt immer eine persönliche Entscheidung.
31:12Zweitens aber, der Mensch kann sich verändern und seine Gewohnheiten.
31:18Bei dem Leistungssportler ist das wahrscheinlich so automatisiert, beziehungsweise der Körper sagt einem auch, was man braucht.
31:25Beziehungsweise man merkt nach einer durchzechten Nacht, dass das jetzt vielleicht nicht so ganz optimal ist im nächsten Training.
31:31Oder wenn man sich gerade vor dem Training irgendwie nur einen Burger oder so reingehauen hat, dass man dann die
31:37Leistung einfach nicht bringen kann, dass dann die Energie fehlt.
31:40Ich koche eigentlich jeden Tag mindestens einmal und den Rest, den nehme ich dann immer mit für gleich nach dem
31:44Training.
31:46Damit Mitochondrien effektiv arbeiten können, brauchen sie nicht nur Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße, sondern auch unterschiedliche Vitamine und andere Mikronährstoffe.
31:58Vor allem B-Vitamine, aber auch das Coenzym Q10 und die Mineralstoffe Zink, Selen, Calcium und Magnesium.
32:08Fehlt einer dieser Stoffe, kann die Energiegewinnung nur eingeschränkt ablaufen.
32:15Bis auf wenige, wenige Ausnahmen wissen wir wirklich, dass das Beste immer ist, die Vitamine oder diese sekundären Pflanzenstoffe immer
32:24in ihrer natürlichen Form,
32:25also so wie Mutter Natur sie geschaffen hat, zu sich zu nehmen.
32:28Im Hochleistungssport werden sehr viele Vitamine, Nahrungsergänzungen eingesetzt.
32:33Ich würde auch Hochleistungssportlern primär empfehlen, sich optimal gesund zu ernähren.
32:40Wir machen jährlich unsere sportärztlichen Untersuchungen mit Leistungschecks auch und da wird unter anderem Blut abgenommen und da wird dann
32:47geschaut, wie sieht das Blutbild aus.
32:49In meinem Fall wurde dann halt extra auf mich abgestimmt, meine Mikronährstoffe erstellt und die nehme ich jetzt jeden Tag
32:55und fühle mich dadurch auch tatsächlich besser.
32:58Und das sieht man dann auch im Blutbild.
33:01Wenn man sich Nahrungsergänzungsmittel reinhaut, dann sollten die auch die entsprechende Wirkung haben.
33:06Ich bin wirklich ein Fan davon, eigentlich das meiste über meine normale Ernährung aufzunehmen und wirklich nur das, was ich
33:12brauche, nachzuschießen.
33:15Von der Wissenschaft her ist man sich inzwischen doch relativ einig, was eine rundum gesunde Ernährung ausmacht.
33:20Da gehört sicherlich dazu, dass man wenig Haushaltszucker, also wirklich richtigen Zucker, zu sich nimmt.
33:28Das zweite ist aber, soll man sich kohlenhydratreich ernähren, aber mit Vollkorngetreide, mit Kohlenhydraten aus Gemüse oder aus Hülsenfrüchten, aus
33:40Bohnen, Kichererbsen, weil das ist der Schlüssel für einen gesunden Darm.
33:44Und wir wissen heute, dass diese Darmbakterien, die sind ganz, ganz essentiell.
33:48Das dritte ist, dass man eben sehr, sehr viele Vitamine und Pflanzenstoffe zu sich nehmen sollte.
33:54Und Wurst am besten gar nicht, Fleisch in sehr geringen Mengen.
34:00Ich habe einen guten Freund, der lacht mich immer dafür aus, weil ich so ein Stulle- und Brotesser bin.
34:05Also dann wirklich Sandwich, also Schmierkäse drauf, Salami drauf, eine Scheibe Käse, rein damit.
34:11Dann die Variation liegt dann noch, dass man die Salami gegen einen Kochschinken austauscht.
34:16Aber im Wesentlichen kann ich mich damit durch eine ganze Woche schlagen.
34:19Ich habe mir das schon immer gewünscht, dass ich einen besseren Draht zum Essen bekomme.
34:25Und ich fände es schön, wenn ich das in meinem Leben etablieren könnte.
34:28Und ich glaube, das Fasten hilft dabei auch.
34:33Dann geht es los, genauso wie beim letzten Mal.
34:39Ich lege Ihnen die Haube auf.
34:47Okay, 16 Minuten ab jetzt.
34:53Der gemessene Wert ist heute mit 1770 etwas niedriger, ich glaube 60 bis 80 Kalorien niedriger als letzte Woche außerhalb
35:06des Fastenstoffwechsels.
35:08Das ist so, wie wir das erwarten würden.
35:10Und gleichzeitig haben wir auch gesehen, dass der Blutdruck sich vermindert hat bei ihm.
35:17Der obere, der systolische Blutdruckwert, um ganze 20 Millimeter Hg, also das ist eine sehr große Reduktion.
35:25Und der untere, der diastolische Blutdruckwert, hat sich um 10 Millimeter Hg reduziert.
35:31Und auch sein Körpergewicht hat drei Kilo abgenommen.
35:35Viele Hormone, Insulin beispielsweise, die mit der Verarbeitung, Vernahrung zu tun haben, die sind, wenn wir immer essen, übersteuert.
35:43Die sind einfach oben am Anschlag und die normalisieren sich wieder.
35:47Dann normalisiert sich auch Blutdruck, Blutzuckerspiegel.
35:50Dritter, letzter Effekt, den ich immer sehr wichtig finde, ist, der Darm erholt sich beim Fasten.
35:56Auch die Darmbakterien. Also es wird an mehreren Stellen Gutes bewirkt.
36:00So, Herr Kaiser, Sie haben es geschafft. Fünf Tage sind rum und hier ist Ihre erste Mahlzeit, traditionelle Backapfel.
36:33Ja, ist toll, wieder zu essen, ist toll. Der Zimt ist lecker. Der Apfel ist schön warm.
36:39Die Sinne werden klarer und ich glaube, wenn der Körper Potenzial hat, die Sinne klarer zu machen, hat er auch
36:44wenig mit der eigenen Arbeit zu tun.
36:48Also ich glaube, mein Körper hat sich ziemlich entspannt. Ja, ich fühle mich auch im Kopf entspannt.
36:57Genau. Also ich fühle mich leichter. Ich bin ja auch drei Kilo leichter, aber ich fühle mich insgesamt auch leichter
37:03und vielleicht einmal durchgereinigt.
37:14Aus unserer Vorgeschichte, aus unserer menschlichen Evolution, die ja Millionen Jahre ist, ist es so, dass es der Normalfall war,
37:21dass es viel zu essen gab und dann gab es tagelang nichts zu essen.
37:24Und wir sind von unserem biologischen Programm auf diese Situation am besten eingestellt. Von den Molekülen, den Hormonen, dem Darm,
37:33Mikrobiom, alles was es da gibt.
37:35Und wenn wir dauernd essen, ist es eigentlich suboptimal.
37:39Beim Fasten normalisiert sich nicht nur die Hormonproduktion, der Körper reguliert auch Entzündungsreaktionen herunter und die Zellen regenerieren sich.
37:49Im Laufe der Zeit sammelt sich in den Zellen Müll an.
37:53Zum Beispiel fehlerhaft zusammengebaute Proteine oder Mitochondrien, die nicht mehr gut funktionieren.
37:58Durch Fasten werden sie abgebaut und dann recycelt. Außerdem bilden sich neue und mehr Mitochondrien.
38:12Ja, was haben wir heute? Heute haben wir Donnerstag. Fast ein Ende war Dienstag.
38:18Ich denke, dass Sonntag, Montag wirklich meine Hängertage waren.
38:23Da habe ich mich extrem durch den Tag geschleppt und ganz wenig Energie gehabt.
38:29Und hingegen war dann Dienstag und gestern waren wirklich super Tage.
38:32Also ganz fidel gewesen, super viel Energie gehabt, fühle mich auch gut.
38:39Was am Fasten für mich die überraschendste und beste Erkenntnis eigentlich war, ist, wie man auf Essen reagiert.
38:47Also durch diesen Essensentzug und dann wieder das in Kontakt kommen mit dem Essen.
38:52Also das war für mich neu und das ist wirklich wundervoll.
38:57Und jetzt das letzte Rennen dieser Regatta. Der Höhepunkt des zweiten Finaltages.
39:02Das ist der Einer der Männer mit dem Europameister und Weltmeister Oliver Zeidler.
39:07Still ruht der Sehchen. Och, diese Bahn.
39:13Oliver Zeidler auf der Bahn 4 geht in Führung vor dem Olympiasieger.
39:18Den wird er jetzt im Blick haben.
39:21Die beiden, die sich da belauern. Ganz, ganz knapper Rückstand für Zeidler.
39:25Und jetzt greift Zeidler den Olympiasieger in Doskos an.
39:31Schlag für Schlag. Zentimeter für Zentimeter geht er vorbei am Griechen.
39:37Und Zeidler spult sein Können, seine Klasse ab.
39:41Jetzt kommt der Holländer. Immer besser ins Rennen.
39:44Zeidler, der muss das spüren, der muss das sehen.
39:46Was ist mit Oliver Zeidler? Daumen drücken.
39:49120 Meter nach. Und wird das reichen?
39:52Und das sind jetzt die letzten 80 Meter.
39:55Jetzt spürt er es. Jetzt merkt er es.
39:57Jetzt wird es wieder nichts mit dem großen Titel hier.
40:01Ausgerechnet auf der Olympiabahn in Oberschleiß sein.
40:04Es wird vielleicht sogar gar keine Medaille mehr werden.
40:09Und so ist es.
40:11Völlig überpest, völlig kaputt am Ende.
40:16Es haben die letzten 250 Meter nicht mehr gereicht.
40:31Und man hat ja auch gesehen, dass die anderen immer wieder angekommen sind.
40:35Und dann versucht man zu wehren.
40:36Man wehrt sich dann viermal.
40:37Und dann beim Fünften irgendwann ist es so, dass es nicht mehr weitergeht.
40:41Die Energie, es gibt keine mehr dann.
40:47Ja, also gerade bin ich richtig leer, muss ich einfach sagen.
40:49Also ich habe alles gegeben heute.
40:52Und dann kommt natürlich auch die Enttäuschung dazu, die einem dann nochmal den Rest gibt.
40:56Ich bin das Rennen eigentlich bis 1500 genau nach Plan gefahren.
41:00Dann konnte ich nicht wirklich rausnehmen, um mir ein bisschen Kraft für den Endspurt zu sparen.
41:04Und da hat es dann halt die letzten 20 Schläge einfach keine Kraft mehr gehabt.
41:09War ein krasses Rennen.
41:12Jetzt lässt man immer so ein paar Tage erst mal Zeit verstreichen.
41:16Man muss sich so ein bisschen aktiv erholen.
41:18Und dann wird das besprochen und dann wird das in seinem Team besprochen, wie es weitergeht.
41:23Und in fünf Wochen ist die WM, wo natürlich wieder genau man wieder angreift, um Weltmeister zu werden.
41:31Kann schon wieder alles anders aussehen.
41:50Und wenn wir gut zu unserem Körper sind, wie wir uns fühlen, wie wir uns fühlen, beeinflusst, wie viel Energie
41:57unser Körper bereitstellen kann.
42:00Und wenn wir gut zu unserem Körper sind, ihn mit gesunden Nährstoffen versorgen, ihn nicht überfordern, uns regelmäßig bewegen, dann
42:09fühlen wir uns besser, haben mehr Energie.
42:15Was uns hilft?
42:16Rückschläge als Herausforderungen begreifen.
42:36Ich bin jetzt 44. Ich glaube, 44 ist ein gutes Alter, wo man anfängt zu reflektieren über sich selbst.
42:42Mein Weg ist halt grundsätzlich, in den Lebenswandel zu gehen.
43:04Oliver Zeidler wird zum zweiten Mal nach 2019 Weltmeister im Einer nach einer Glanzleistung zum Saisonhöhepunkt.
43:13Es war ein sehr gutes Rennen und ich bin jetzt wirklich sehr zufrieden.
43:17Es war endlich mal wieder so ein erfolgreiches Erlebnis, was ich jetzt auch dringend mal gebraucht habe.
43:27Oliver Zeidler!
43:29Oliver Zeidler!
43:29Oliver Zeidler!
43:32Oliver Zeidler!
43:33Oliver Zeidler!
43:34Oliver Zeidler!
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