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00:00Begleiter, Lebensretter, Wundertier.
00:09Was macht die Beziehung zwischen Hund und Mensch so einzigartig?
00:13Und wie lassen sich gefährliche Zwischenfälle mit Hunden vermeiden?
00:17Die rätselhaften Fähigkeiten unserer Hunde, jetzt bei Quarks.
00:26Herzlich willkommen bei Quarks.
00:28Das ist meine Kollegin Ivi.
00:31Und falls Sie Hunde genauso toll finden wie ich, dann bleiben Sie unbedingt dran.
00:35Und falls nicht, dann bleiben Sie auch unbedingt dran.
00:38Denn das wird sich nach dieser Sendung garantiert ändern.
00:41Die Wissenschaft ist bereits fasziniert von Hunden.
00:44Hier nur mal ein paar Stichwörter.
00:46Stereonase, Teppichaugen und Ivi?
00:52Popcornpfötchen.
00:52Was das alles ist, das klären wir noch.
00:55Zuerst möchte ich Ihnen aber ein Duo vorstellen,
00:57das Geschichte geschrieben hat.
00:59Professor John Pilley und seine Border Collie-Hündin Chaser.
01:02Über 1000 Begriffe konnte der Psychologe der Hündin beibringen
01:06und damit der Welt zeigen, wie schlau Hunde sein können.
01:10Vor allem mit dem richtigen Training.
01:17Chaser ist wissbegierig.
01:20Dabei reicht es, dass sie die Befehle hört.
01:23Ihr Blick ist allein auf ihren Lieblingsball Blue gerichtet.
01:51Was mich von Anfang an inspiriert hat,
01:55war die Tatsache, dass sie sich die Namen von Gegenständen
01:59nach nur einem Versuch merken konnte.
02:10Wir brachten ihr drei Befehle bei.
02:13Einen Gegenstand mit der Nase anzustoßen,
02:16ihn mit der Pfote zu berühren
02:18und ihn in ihr Maul zu nehmen.
02:22Wir fanden heraus, dass Chaser diese Befehle ausführen konnte.
02:27Und sie hat uns damit gezeigt,
02:29dass jedes dieser Wörter eine eigene Bedeutung für sie hat.
02:55Wir haben die Forschungsreihe weiterentwickelt
02:58und mehr als zwei Wörter benutzt.
03:00Wir haben also Befehle mit drei Grammatikelementen ausprobiert.
03:21Chaser wurde aufgefordert,
03:23bestimmte Objekte zu einem anderen Gegenstand zu bringen.
03:26Nun, sie tat das richtig.
03:29Und das zeigt,
03:31dass sie den Sinn des Satzbaus verstanden hatte.
03:35Einmal habe ich gesagt,
03:36nimm Puderquaste zu Peanuts.
03:38Und dann in anderer Reihenfolge,
03:40zu Peanuts nimm Puderquaste.
03:43Also haben wir es mit drei Elementen der Grammatik zu tun.
03:48Wir konnten in dieser Versuchsreihe mit den Objekten zeigen,
03:51dass sie nicht nur die Regeln der Grammatik verstanden hatte,
03:55sondern auch die Semantik.
03:57Wenn die Bedeutung des Befehls geändert wurde,
04:00wenn also die Wörter oder Gegenstände
04:02innerhalb des Satzes vertauscht wurden.
04:11Chaser und ihr Herrchen sind mittlerweile leider verstorben.
04:14Trotzdem bleibt, finde ich,
04:15wie beeindruckend und liebevoll ihre Beziehung miteinander war.
04:20Hunde kommunizieren ja mit dem ganzen Körper.
04:23Wenn wir also gut aufpassen,
04:24bekommen wir etliche Signale,
04:26mit denen wir die Situation einschätzen und verstehen können.
04:29Auf Distanz bleiben sollte man zum Beispiel,
04:31wenn der ganze Körper angespannt ist.
04:33Wenn die Augen einen anfunkeln
04:35und vielleicht noch die Zähne gefletscht sind.
04:37Dann ist der Hund aggressiv, klar.
04:39Ein nervöser Hund hingegen zieht den Schwanz ein,
04:42legt die Ohren an, ist eher gebückt.
04:45Auch hier sollten Sie aufpassen,
04:46weil er aus Angst zuschnappen könnte.
04:48Meine persönliche Lieblingsposition
04:50ist die sogenannte Vorderkörper-Tiefstellung.
04:53Vorne runter, hinten hoch.
04:55Dann will der Hund spielen.
04:57Es ist schon seltsam.
04:59Mit Hunden sprechen wir wie mit kleinen Kindern.
05:02Ja, wie süß bist du denn?
05:05Ja, fein, fein.
05:09Wir reden so instinktiv.
05:11Denn ähnlich wie bei kleinen Kindern,
05:12die das toll finden
05:13und uns nachweislich dadurch besser einschätzen können,
05:16finden das auch Hunde laut Untersuchungen total super.
05:20Menschen mit neutraler Körpersprache
05:22und vor allem neutralem Gesichtsausdruck
05:24meiden Hunde hingegen eher, wenn sie die Wahl haben.
05:26Das ist wirklich bemerkenswert,
05:29denn Hunde haben erst durch die gemeinsame geschichtliche Entwicklung
05:32mit uns gelernt, auf unser Gesicht zu achten
05:34und unsere Mimik zu deuten.
05:36In ihrer ursprünglichen Natur liegt das eigentlich nicht.
05:40Ob Hunde uns jetzt aber wirklich verstehen können,
05:43das hat sich mein Kollege Ralf angeschaut.
05:51Können Hunde uns wirklich verstehen?
05:55Und können sie lernen, mit uns so zu sprechen,
05:58dass wir sie wirklich verstehen?
06:01Ihr kennt vielleicht die Videos von Bunny
06:03und einigen anderen Hunden,
06:04die so eine Art Soundboard haben
06:06und damit mit ihren Herrchen und Frauchen sprechen.
06:09Hier zum Beispiel.
06:33Hey, love you, Mom.
06:35Sowas sagst du nie zu mir
06:36und komm mir nicht mit,
06:37du bist nicht meine Mom.
06:38Bunny ist bekannt wie ein bunter Hund.
06:42Sie hat über eine Million Follower auf Instagram
06:44und acht Millionen Follower auf TikTok.
06:48Und es ist auch schon echt erstaunlich,
06:49was sie da so spricht,
06:50wenn sie dieses Sound-Sample so abspielt,
06:53wenn sie auf bestimmte Tasten drückt.
06:54Aber es ist alles Zufall, was wir sehen.
06:57Oder liebt mein Hund mich wirklich nicht?
06:59Ist so ein Hund überhaupt in der Lage,
07:03Wörter zu lernen und Sätze zu bilden?
07:05Hunde scheinen Wörter verstehen zu können.
07:08Auch dazu gibt es jede Menge Videos von besten Freunden,
07:13die so tun, als würden sie telefonieren
07:15und dabei bestimmte Wörter fallen lassen,
07:18was sehr interessante Reaktionen bei den Hunden auslöst.
07:21While we go for a car ride.
07:24I think we'll probably stop at Starbucks
07:26and get pup cups
07:27and maybe go to the pet store
07:29and pick up some nubbies.
07:31Can you go outside to see a squirrel?
07:33Yeah.
07:37What was the squirrel doing in your backyard, Grandma?
07:43What was the squirrel doing?
07:44No kidding.
07:46Wow, and now is outside?
07:49Alle, die einen Hund haben, wissen durch eigene Beobachtung,
07:53Hunde lernen, bestimmte Wörter
07:55mit bestimmten Aktionen und Objekten zu verknüpfen.
07:58Wörter wie Gassi, Leckerchen oder Ball.
08:01Genauso reagieren sie auf Geräusche,
08:03wie das Rascheln ihrer Futtertüte
08:05oder wenn in der Küche Karotten geschnitten werden.
08:08Aber ist das jetzt Sprachverständnis?
08:09Oder eher nur ein Geräuscheverständnis?
08:12Also haben Hunde einfach gelernt,
08:14Geräusche und Laute
08:15mit bestimmten Ereignissen
08:18und Belohnungen in Verbindung zu bringen.
08:20Dazu muss man ja nicht die Sprache verstehen.
08:22Hören reicht.
08:23Oder einfach nur beobachten.
08:25Nur mal als Beispiel.
08:26Wenn ich mit Bass Gassi gehe,
08:28an der Leine
08:29und die Leine einfach loslasse,
08:31dann bleibt Bass stehen,
08:34selbst wenn ich weitergehe.
08:36Das heißt,
08:36er beobachtet ganz genau,
08:38was ich mache
08:39und reagiert mit einem Verhalten,
08:41das ich ihm beigebracht habe.
08:43Natürlich weiß er,
08:44dass er eine Belohnung bekommt,
08:46wenn er alles richtig macht.
08:50Sehr gut, Bass.
08:53Manche Hunde lassen sich besser trainieren als andere.
08:56Chaser zum Beispiel.
08:57Sie ist eine Berühmtheit.
08:58Zum einen,
08:59weil sie in dem Film
08:59ein Schweinchen namens Babe mitgemacht hat
09:01und zum anderen,
09:03weil sie auf Kommando
09:04über 1000 verschiedene Gegenstände
09:07am Namen unterscheiden kann.
09:09Und natürlich
09:10ist nicht jeder Hund in der Lage.
09:12Und auch nicht jeder Besitzer.
09:14Also,
09:15er hat schon die Zeit
09:16und die Ruhe
09:17und diese neggern Stofftieren zu Hause.
09:19Chaser zeigt,
09:20was bei manchen Hunden
09:21grundsätzlich möglich ist.
09:23Hunde können einzelne Wörter verstehen
09:26und sie können Wortkombinationen verstehen.
09:29Aber können Hunde Sätze bilden,
09:32so wie
09:32Love you, Mom.
09:34Die Tatsache,
09:35dass Chaser
09:36unterscheiden kann,
09:37was ein Kommando ist
09:39und was ein Name
09:40für einen Gegenstand,
09:41das zeigt noch nicht,
09:43dass Hunde
09:43alle unsere Sätze verstehen
09:45oder
09:46eigene Sätze bilden können.
09:48Und tatsächlich
09:49gibt es bislang
09:50keine einzige abgeschlossene Studie,
09:53die das für Hunde nachweisen konnte.
09:58Vielleicht hat Bunny
09:59beim ersten Mal
10:01Love you, Mom
10:02gemerkt,
10:02was das für eine Reaktion
10:04bei ihrem Menschen ausgelöst hat.
10:11Ich frage mich allerdings,
10:13wie viele Fehlversuche gab es,
10:15die wir nie sehen werden?
10:17Wie viel Unsinn
10:18drückt sich Bunny vielleicht zusammen?
10:20Sinnlose Sätze,
10:22die nicht gepostet werden.
10:23Wir sehen ja oft Dinge
10:25im Hundeverhalten,
10:26die gar nicht da sind,
10:28weil wir Hunde
10:28immer durch
10:29unser menschliches Auge betrachten.
10:31Hunde reagieren
10:32sehr sensibel
10:34auf das,
10:34was wir machen.
10:35Und wir
10:36interpretieren,
10:37dass sie uns
10:38sehr gut verstehen.
10:39Ob sie aber unsere Sprache
10:40so lernen,
10:41dass wir uns
10:42mit ihnen unterhalten können
10:44und ob sie
10:45ein Bewusstsein
10:46von sich haben,
10:47nach dem aktuellen
10:48Stand der Forschung
10:49lässt sich das so
10:50nicht sagen.
10:52Sorry Bunny.
10:52Oder besser gesagt,
10:54sorry Bunnies Mom.
10:55Es ist trotzdem spannend,
10:57was wir durch die Tiere
10:58über uns lernen.
11:00Hunde geben alles,
11:01um uns zu verstehen.
11:03Umgekehrt ist das
11:04aber nicht immer so.
11:05Ein Beispiel.
11:06Bellen ist auf Dauer
11:08nervig.
11:11Aber sauer werden
11:12und den Hund anbrüllen
11:13ist auf keinen Fall
11:14die Lösung.
11:15Eigentlich will der Hund
11:16nämlich nur zeigen,
11:17dass für ihn und seine Lieben
11:18irgendwas nicht in Ordnung ist.
11:20Er will im Grunde nur warnen
11:21und deshalb schlägt er Alarm.
11:23Das ist eigentlich
11:24nur lieb und edel gemeint.
11:26Deshalb ist es auch falsch,
11:28ihn zu bestrafen
11:29und laut zu werden.
11:30Der Hund könnte das
11:31außerdem so verstehen,
11:32dass man selber auch
11:33anfängt, Alarm zu schlagen
11:34und hört dann erst recht
11:35nicht auf.
11:37Hundeeltern machen
11:38stattdessen Folgendes.
11:39Wenn das Junge bellt,
11:40gehen sie hin,
11:41knurren kurz,
11:42wenn nötig mehrmals.
11:44Übersetzt heißt das,
11:45nicht laut,
11:46aber bestimmt zum Hund
11:47sowas wie Ruhe sagen.
11:49Dann sollte auch Ruhe sein.
11:52Keine Frage,
11:53der Hund ist der beste
11:54Freund des Menschen.
11:56Wie kam es aber eigentlich
11:57zu dieser einzigartigen
11:58Freundschaft?
12:01Wann genau sich Mensch und Wolf
12:03näher kommen,
12:04ist heute unter
12:05Wissenschaftlern umstritten.
12:07Einige gehen davon aus,
12:09dass das schon vor mehr
12:10als 35.000 Jahren
12:11passiert ist.
12:12Die Hypothese?
12:14Die Wölfe suchten
12:15die Nähe der Jäger,
12:16um liegen gelassenes
12:17Aas zu fressen.
12:19Gleichzeitig merkten
12:20die Menschen womöglich,
12:21dass die Wölfe sie
12:22vor gefährlichen Tieren
12:23warnen können.
12:27Aus Annäherung und Duldung
12:29wird mit der Zeit
12:29zutrauen.
12:31Aus dem wilden Tier
12:33ein Lagerwolf.
12:34Der gilt als direkter
12:36Vorfahre des Hundes.
12:40Während die Jagd
12:41vor etwa 11.000 Jahren
12:42langsam immer unbedeutender wird
12:44und sich allmählich
12:45die Landwirtschaft durchsetzt,
12:46entwickelt sich der Lagerwolf
12:48langsam zum Hund.
12:52Weil der im Gegensatz zum Wolf
12:55seinen Jagdtrieb unterdrücken kann,
12:56wird er jetzt als Hütehund eingesetzt.
13:00Eine weitere Fähigkeit,
13:02die seit dieser Zeit
13:03den Hund vom Wolf unterscheidet,
13:05er kann Stärke verdauen.
13:07Ein entscheidender Vorteil.
13:08Denn die Menschen
13:10essen immer mehr
13:11Körner und Gemüse
13:12und teilen ihre Nahrung
13:14mit den Tieren.
13:18Im alten Ägypten,
13:20also in den letzten
13:20Jahrtausenden vor Christus,
13:22gehört der Hund
13:23zum Kreis der mächtigsten Götter.
13:26Als Gott Anubis
13:27wacht er über die Toten
13:29und urteilt über
13:30die Reinheit ihrer Seelen.
13:32Die Ägypter sind
13:33Meister der Züchtung.
13:35Der sogenannte Tesem zum Beispiel
13:37ist eine pfeilschnelle Hunderasse
13:38mit dem Körperbau
13:39eines Windhundes.
13:40Damit schaffen sich die Ägypter
13:42den perfekten Partner
13:43für die Gazellenjagd.
13:48Im dritten Jahrhundert vor Christus
13:50erscheint im alten Griechenland
13:52der erste wissenschaftliche Text
13:54über das Verhalten
13:54und die Erziehung des Hundes.
13:57Darin schon der Ratschlag,
13:59erteil deinem Hund
14:00nur kurze Befehle.
14:05Im 19. Jahrhundert
14:06wird in England
14:07der erste Hundezüchterverein gegründet.
14:11Ab jetzt wird verstärkt
14:12auf Aussehen und Wesen
14:14der Tiere geachtet.
14:15Ein Trend,
14:16der bis heute anhält.
14:20Sie kennen doch bestimmt
14:21die Sprüche.
14:22Bulldoggen sind faul,
14:24Labradore gefräßig
14:25und Kampfhunde total aggressiv.
14:28Bestimmt kennen Sie auch
14:29noch weitere Klischees.
14:31Aber so einfach ist das gar nicht.
14:33In einer Studie in den USA
14:34hat man über 18.000 Halter
14:36und Halterinnen
14:37zu ihren Hunden befragt
14:38und das Erbgut
14:39von über 2.000 Hunden analysiert.
14:41Es hat sich gezeigt,
14:43im Schnitt wird das Verhalten
14:44eines Hundes
14:45nur zu 9%
14:46durch die Rasse beeinflusst.
14:48Den Rest machen die Umgebung
14:50und hauptsächlich wir,
14:52also Herrchen und Frauchen.
14:53Deshalb sprechen Fachleute
14:55auch gar nicht von Kampfhunden.
14:57Zwar kann man
14:58aggressives Verhalten züchten,
15:00entscheidend ist aber
15:01die individuelle Erziehung.
15:03Prägend sind ja besonders
15:04die ersten Lebenswochen
15:06eines Welpen.
15:06Und wenn dann die Beziehung
15:09zwischen Tier und Mensch
15:10so richtig gut passt,
15:12kann dabei wirklich
15:13Erstaunliches herauskommen.
15:17Eine Übung der Bergwacht Chiemgau.
15:20Abseilen mit Suchhund.
15:27So ist er fein.
15:30Großer Stress für Hund und Mensch.
15:32Auch der Aufstieg ist schwer.
15:34Ganz ein brav.
15:36Jawohl.
15:38Gutes Zureden
15:39soll den Hund beruhigen
15:40und fürs Mitmachen belohnen.
15:42Jawohl.
15:43Super.
15:43Jetzt geht's.
15:45Ganz ein fein.
15:47Super.
15:48Super.
15:50Jawohl.
15:55Die Übung dient dazu,
15:56dass man halt auch mal
15:57solche Stellen passieren kann
15:59bei einer Vermisstensuche,
16:01wo man halt mal kurz abseilen muss.
16:04Und das übt man halt,
16:05damit der Hund das Vertrauen kriegt,
16:07dass man selber auch zu Schuss kommt.
16:09Weil das ist für den Hundeführer
16:10schon ein ganz schöner Stress.
16:15Nach dem Abseilen
16:16beginnt die eigentliche Übung.
16:18Eine Person versteckt sich
16:20und spielt einen vermissten Wanderer.
16:25Und das ist ein ganzes Kind.
16:26Jörg Riechelmann soll ihn finden.
16:28Besser gesagt,
16:28sein Hund Enzo.
16:31Er legt ihm sein Suchgeschirr an.
16:33Das Signal für den Hund,
16:35dass die Suche beginnt.
16:36Und er bekommt sein Bringsel ans Halsband.
16:39Eine Beißwurst,
16:40die eine wichtige Rolle
16:41bei der Suche spielt.
16:45Enzo ist auf Menschengeruch trainiert.
16:47Weil er glaubt,
16:48den Vermissten gefunden zu haben,
16:50wirft er sich das Bringsel ins Maul.
16:51Damit zeigt er dem Hundeführer,
16:53dass er fündig geworden ist.
16:55Aber es ist nicht der Vermisste.
16:56Enzo, nein, das ist er nicht.
16:58Nein.
16:59Nein.
17:00Aus.
17:02Such voran.
17:02Nein, aus.
17:03Und such voran.
17:04Weil Enzo irrtümlich
17:05das Kamerateam gefunden hat,
17:07muss er das Bringsel aus dem Maul nehmen
17:08und die Suche fortsetzen.
17:10Aber wieder wittert er die Falschen.
17:12Nein.
17:13Such voran.
17:14Hoch.
17:14Der Suchhund braucht die Hinweise
17:16durch seinen Führer.
17:18Dann findet Enzo tatsächlich den Gesuchten
17:20und wirft sich das Bringsel wieder ins Maul.
17:25Jawohl.
17:26Riegelmann erkennt das schon von Weitem.
17:29Feiner.
17:30Ja, super, Enzo.
17:31Jetzt haben wir es mal nicht gefunden.
17:32Jetzt kommt.
17:33Nur mithilfe der Leine
17:34schafft er es, dem Hund zu folgen.
17:37Für Enzo ist die Suche
17:38nur ein Spiel.
17:39Wenn er das Opfer findet,
17:41muss er seine Belohnung bekommen,
17:42selbst wenn das Opfer
17:43schon tot sein sollte.
17:44Sonst würde er die Lust
17:46auf die Suche verlieren.
17:48Super, wo ist er?
17:50Wo ist der Mann?
17:54Gut, ja.
17:56Super.
17:57Also, Jubel, Lob und die Beißwurst.
18:02Schwierig war es,
18:04weil zwischen darin Personen gestanden sind.
18:06Er hat euch praktisch
18:08auch als Vermisste angesehen,
18:10hat er bei euch als Bringsel aufgenommen.
18:11Ist ja auch nicht fehlerhaft.
18:13Weil ein Vermisster
18:14kann sich auch mal noch weiterschleppen.
18:16Aber in dem Fall war es ja nicht richtig.
18:20Und dann habe ich ihn halt nochmal geschickt
18:22oder gesagt nein
18:23und hat er weitergesucht.
18:25Und dann hat er eben
18:26einen Kollegen da oben doch noch gefunden.
18:27Oh, ich bin aus Atmen,
18:30weil da muss man immer so schnell laufen.
18:33Kurz darauf bereitet der zweite Bergretter,
18:36Achim Tegethoff,
18:37seine Hündin Sira auf eine Suche vor.
18:40Sie bekommt einen GPS-Sender.
18:42Denn ihre Suche wird noch schwieriger.
18:51Das Problem ist immer,
18:53wir haben jetzt eine Person versteckt,
18:55die einfach erhöht auf dem Baum sitzt.
18:59Weil das können wir uns ja genauso treffen.
19:01Und wir jetzt einfach die Situation versuchen zu lösen.
19:04Weil es ist natürlich ganz klar,
19:05der Duftstoff von dem Menschen
19:07wird einfach anders verteilt,
19:08als wenn man auf dem Boden sitzt.
19:10Ein Mensch im Baum,
19:12das könnte ein abgestürzter Gleitschirmflieger
19:14oder auch ein Selbstmörder sein.
19:17Ich habe jetzt nicht den Weg gezeigt.
19:19Man hat jetzt gesehen,
19:19er orientiert sich momentan immer an mich selber.
19:22Und ich möchte aber,
19:24dass er im Prinzip von mir weggeht,
19:25dass er einfach frei sucht.
19:28Nur dann im Prinzip
19:29kommt er einfach auch zum Erfolg.
19:36Hündin Sira sucht nur mit der Nase,
19:38nicht mit den Augen.
19:39Sie riecht den Gesuchten.
19:41Aber sie sieht ihn nicht.
19:44Überall am Boden, rund um den Baum,
19:46wittert die Hündin dessen Geruch.
19:47Aber sie schaut nicht nach oben.
19:56Der Hund arbeitet ja mit der Nase
19:58und nicht mit den Augen.
19:59Die Geruchspartikel lagern sich unten am Boden ab.
20:02Der Hund muss das wirklich erst einmal verknüpfen,
20:04dass das, was er am Boden riecht,
20:06hier oben stattfindet.
20:07Und das ist eigentlich
20:09wirklich das Schwere an dieser Aufgabenstellung.
20:12Und jetzt mit dem Wind halt noch
20:13als zusätzlicher Aspekt,
20:15der die Geruchspartikel am Boden
20:17nicht nur irgendwo fallen lässt,
20:18sondern auch verwirbelt,
20:20macht es wirklich besonders schwer.
20:22Also ein nicht geübter Hund
20:23kann diese Aufgabe fast nicht bestehen.
20:26Deswegen soll das GPS
20:27Hund und Mensch helfen.
20:29Der Hundeführer sieht die Laufwege des Hundes
20:32mittels des GPS-Senders
20:33und bekommt so Hinweise auf die Fundstelle,
20:36wenn der Hund eine bestimmte Stelle immer wieder umkreist.
20:39Jawohl.
20:41Jawohl, da schau ja.
20:42So können Hund und Mensch gemeinsam auch Personen finden,
20:46die nicht am Boden sind.
20:47Prima, jawohl.
20:52Bei der vermissten Suche wird deutlich,
20:55Hund und Mensch bilden
20:56eine einzigartige Kooperationsgemeinschaft.
20:59So fein, Alter.
21:00Kein anderes Tier arbeitet so eng mit dem Menschen zusammen
21:03und kann sich so gut an gefährliche Situationen gewöhnen.
21:08Deshalb sind Hunde für die Bergwacht unersetzlich.
21:16Die Nase eines Hundes ist einfach nur krass.
21:20200 bis 300 Millionen Riechzellen sind darin.
21:24Wir Menschen haben gerade mal so 20 Millionen.
21:27Klar, auch nicht schlecht.
21:28Immerhin konnten in einem Experiment
21:30die meisten Herrchen und Frauchen
21:32ihren eigenen Hund aus 6 Geruchsproben erriechen.
21:35Ein Hund würde darüber aber nur lachen
21:37und uns als geruchsblind bezeichnen.
21:40Anders als ein Hund können wir auch gar nicht
21:42zwischen linkem und rechtem Nasenloch unterscheiden.
21:45Hunde hingegen schon.
21:47Sie riechen Stereo.
21:48Deshalb können sie auch z.B. Fährten so präzise folgen.
21:52Hundenasen können wirklich jeden
21:53noch so feinen, flüchtigen Stoff wahrnehmen
21:56und so beispielsweise Infekte bei uns erkennen
21:58oder sogar einen epileptischen Anfall, der sich anbahnt.
22:02Seit wenigen Jahren wissen wir außerdem,
22:04dass ihr Spürogan sogar schwächste Wärmestrahlung wahrnimmt,
22:07um Beute zu finden.
22:08Und, ganz verrückt,
22:11Hunde benutzen ihre Nase quasi als Stoppuhr.
22:14Wir Menschen verlassen uns ja auf Uhrzeiten.
22:16Hunde hingegen merken sich die Geruchsintensität.
22:19Die nimmt immer weiter ab, wenn wir nicht zu Hause sind.
22:22Deshalb wissen sie,
22:23wenn es exakt so und so schwach nach uns riecht,
22:26kommen wir bald zurück.
22:27Und deshalb warten sie schon gespannt hinter der Tür,
22:30noch bevor wir überhaupt in die Einfahrt fahren.
22:33Ihr Riechorgan ist also echt Wahnsinn.
22:37Aber wie steht es um ihren Kopf?
22:40Was geht darin vor?
22:41Können Hunde zum Beispiel eifersüchtig sein?
22:46Menschen können extrem eifersüchtig sein.
22:49Können Hunde das auch?
22:51Was passiert im Kopf eines Hundes,
22:53wenn Frauchen oder Herrchen einen anderen,
22:56einen fremden Hund, krault?
22:59Das will ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
23:02des Clever Dog Lab
23:04und der Fakultät für Psychologie
23:06der Universität Wien herausfinden.
23:08Das Problem?
23:09Es reicht nicht,
23:10das Verhalten der Tiere einfach nur zu beobachten.
23:17Im Verhalten selbst könnten wir uns täuschen.
23:20Ein Hund könnte in einer bestimmten Art reagieren,
23:22aber möglicherweise nicht dabei
23:23selbst diese Empfindungen haben.
23:26Daher wollen die Forschenden in die Tiere hineinschauen.
23:30Per Gehirnscan.
23:31Die Hunde müssen dafür über Monate trainiert werden.
23:34Mit Gehörschutz und einer Attrappe des echten Gerätes.
23:38Das Wichtigste dabei ist,
23:40der Hund muss lernen,
23:41minutenlang völlig regungslos in dem Gerät zu fahren.
23:48Eichhörnchen sollen die Hunde
23:50während des Trainings bei Laune halten.
23:54Im echten Versuch
23:56werden allerdings keine Eichhörnchen gezeigt,
23:58sondern fremdgehende Herrchen oder Frauchen.
24:01Was Hündin Asta noch nicht weiß,
24:04Frauchen wird gleich fremdkraulen.
24:06Was macht das mit Asta?
24:08Können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
24:10bei ihr eine emotionale Erregung nachweisen?
24:14Und wie wird sich das in Astas Gehirn bemerkbar machen?
24:23Nach dem Versuch mit dem Frauchen
24:25macht das Forscherteam Kontrollaufnahmen.
24:28Wie reagiert Asta,
24:29wenn ein unbekannter Mensch den Hund streichelt?
24:32Genauso oder ganz anders?
24:35Über das visuelle System
24:36nimmt der Hund offensichtlich hier
24:38oder die Hündin in diesem Fall etwas wahr,
24:42was für ihn relevant ist,
24:43was für ihn wichtig ist.
24:44Und das zeigt uns diese Gehirnaktivität,
24:45dass da eine Bedeutsamkeit entsteht.
24:48Bedeutsam ja,
24:49aber auch anders als bei Frauchen.
24:52Das Ergebnis der Studie,
24:54je nachdem, wer den Hund streichelt,
24:56gibt es deutliche Unterschiede
24:57in der Gehirnaktivität.
25:00Krault im Video ein Unbekannter den Hund,
25:03steigt die Aktivität
25:04in den Hirnregionen Amygdala und Insula.
25:07Beides Hirnareale,
25:09die Gefühle bewerten und verarbeiten.
25:14Wenn allerdings das eigene Frauchen krault,
25:17aktiviert das zusätzlich
25:18noch eine andere Region des Gehirns,
25:21den Hypothalamus.
25:23Da sehen wir,
25:24dass hier eine ganz starke Reaktion passiert.
25:27Und wir deuten das so,
25:28dass der Hund mit einer Art
25:30Erregungsfunktion darauf reagiert,
25:32wie eben das Frauchen
25:33mit einem anderen Hund Spaß hat.
25:37Der Hypothalamus
25:38ist eine stammesgeschichtlich
25:39besonders alte Gehirnregion.
25:43Dass der Hypothalamus
25:44beim Fremdkraulen
25:45besonders aktiv ist,
25:46werden die Forschenden
25:47als Hinweis darauf,
25:49dass der Hund seine Beziehung
25:50zu seinem Frauchen
25:51fundamental bedroht sehen könnte.
25:54Das ordne ich so ein,
25:55dass eben der Hund
25:56offensichtlich das erkennt
25:58auf diesem Video,
25:58dass hier eine Interaktion stattfindet,
26:00die er möglicherweise
26:01als bedrohlich wahrnimmt.
26:02Weil wir kennen das ja von uns selbst.
26:05Wenn wir einen Beziehungspartner haben,
26:07wollen wir nicht,
26:07dass der mit anderen
26:08auch Spaß hat unter Anfix.
26:10Ist das die Eifersucht,
26:12die wir von uns Menschen kennen?
26:14Die Forschenden sind sich nicht sicher.
26:17Bisher ist selbst in unserem Gehirn
26:19noch kein Eifersuchtszentrum gefunden worden.
26:22Es muss also noch weiter geforscht werden.
26:27Das ist schon gemein,
26:28was Hunde sich da angucken müssen.
26:31Apropos,
26:31die Augen von Hunden
26:33werden stark unterschätzt.
26:35Mit Rot haben sie so ihre Schwierigkeiten.
26:37Ein rotes Spielzeug zum Beispiel
26:39ist also nicht die beste Idee.
26:41Aber während das Farbspektrum
26:42für das menschliche Auge so aussieht,
26:45ist es beim Hund zwar durchaus abgeschwächter,
26:47aber weit entfernt von Farben blind,
26:49wie viele glauben.
26:51Und zwar ist die Nase
26:52das dominante Sinnesorgan,
26:54aber in Sachen Augen
26:55haben unsere Haustiere
26:56noch weitere Vorteile.
26:57Zum einen ist ihr Sichtfeld viel größer.
27:00250 Grad statt ca. 150 wie bei uns Menschen.
27:04Plus, vor allem nachts
27:06sind Hunde unser Haus hoch überlegen.
27:08Hinter der Netzhaut
27:09ist nämlich eine Art Spiegel,
27:11auf dem das einfallende Licht
27:12zurückgeworfen wird.
27:14So kann es doppelt verwertet werden.
27:16Dank dieses Tapetum lucidum,
27:18übersetzt leuchtender Teppich,
27:20kommen die Tiere
27:21mit viel weniger Licht aus.
27:23Und witzig sieht das auch noch aus.
27:25Ach, diese tollen Geschöpfe,
27:27die muss man einfach lieb haben.
27:29Klar, natürlich kann man
27:31auch schlechte Erfahrungen
27:32mit Hunden machen.
27:33Und dass viele Menschen
27:34sogar Angst vor ihnen haben,
27:35ist nicht so ganz unbegründet.
27:37Jeden Tag werden in Deutschland
27:39Menschen vom Hund gebissen.
27:41Und ich frage mich,
27:42kann ich eigentlich jeder Hund beißen?
27:45Kann ich jeder Hund zum Killer werden?
27:49In einem Kölner Park
27:51will ich Hundehalter und Spaziergänger
27:52mit der Frage konfrontieren.
27:54Kann jeder Hund aggressiv werden?
27:57Ich würde sagen, ja.
27:58Weil ich manchmal das Gefühl habe,
28:01dass die Hundehalter damit sehr lax umgehen.
28:03So wie jeder Mensch auch.
28:04Wir haben alle unsere Reizschwelle.
28:06Und wenn man da halt drüber kommt,
28:08dann fängt der Hund halt,
28:09auch wie ein Mensch,
28:10an seine Mittel einzusetzen.
28:12Also ich glaube,
28:13Hunde werden erst mal
28:13so wie jedes andere Tier
28:15aggressiv,
28:16wenn sie Angst haben
28:18und wenn sie nicht weg können
28:20und wenn im Prinzip
28:20die Attacke der einzige Ausweg ist.
28:24Wie oft ist das der Fall?
28:26Wie häufig beißen Hunde?
28:28In Deutschland passieren jährlich
28:30schätzungsweise
28:31bis zu 40.000 Hundebisse.
28:33Ohne Meldepflicht
28:34bleiben genaue Zahlen aber unklar.
28:36Am häufigsten werden jedoch
28:38Kinder und Jugendliche gebissen.
28:40Und auffällig ist,
28:42in den allermeisten Fällen
28:43war es gar kein fremder Hund,
28:45sondern der eigene
28:46oder ein bekannter Hund.
28:51Was genau macht die Tiere
28:53so aggressiv?
28:54Ich besuche ein spezielles Tierheim.
28:56Hi, Matthias.
28:57Niemand anpassen?
28:58Alles klar.
28:59Erst mal rein.
29:00Hier macht das Team
29:01um die Hundetrainerin Vanessa Boka
29:03die allermeisten aggressiven Hunde
29:05wieder gesellschaftsfähig.
29:06Und die Hunde,
29:07die hier landen,
29:08was haben die so gemeint?
29:10Ja, alles Hunde
29:11mit Beißfahrfällen.
29:13Mir fällt auf,
29:14es sind ganz unterschiedliche Hunde.
29:16Große, kleine,
29:17Männchen, Weibchen,
29:18verschiedene Rassen.
29:19Warum genau sind die hier?
29:22Der da zum Beispiel,
29:23der verprügelt Leute im Haus.
29:25Das ist der,
29:26der einen attackiert,
29:28wenn man hinfällt.
29:28Der wird das Leckerchen nehmen
29:29und dann in die Hand beißen.
29:30Und er jagt alles.
29:31Also Pferde, Katzen.
29:34So gut wie jeder Hund
29:35hat eine deftige Geschichte
29:37und irgendeine,
29:38sagen wir mal,
29:39Macke.
29:40Aber ich will wissen,
29:41was haben die gemeinsam,
29:42dass sie so geworden sind?
29:43Viele Hunde,
29:44die hier sitzen,
29:45irgendwo aus Spanien,
29:46aus Rumänien,
29:47wurden importiert
29:48und sind dann hier
29:49doch nicht klargekommen.
29:51Ist das dann so,
29:51dass man das gleichsetzen muss
29:52mit,
29:53die Hunde haben schon
29:53irgendwie was Traumatisches erlebt?
29:55Gerade die,
29:55die richtig schweres Schicksal
29:57hinter sich haben,
29:57sind oft sehr,
29:58sag ich mal,
29:59demütig vom Verhalten her,
30:00weil sie wissen,
30:01dass Menschen gefährlich sind
30:03und eher weniger aggressiv.
30:05Das heißt,
30:05die landen hier kaum.
30:06Die meisten Hunde,
30:06die herkommen,
30:07sind so um die anderthalb Jahre.
30:09Dann merkt man,
30:09ob man in der Erziehung
30:10was hingekriegt hat
30:11oder versagt hat.
30:12Und da sind die meisten Leute
30:13dann komplett überfordert.
30:15Traumata machen Hunde
30:16also nicht unbedingt aggressiv.
30:18Es sind vielmehr Erziehungsfehler.
30:20Und fast alle entwickeln
30:22sogenannte Auslöser.
30:23Das sind bestimmte Geräusche,
30:25Gerüche oder Verhaltensweisen,
30:27die sie ausrasten lassen.
30:29Da ist das Problem,
30:30der hat im Tierheim
30:31zwei Tierpflegerinnen angegriffen
30:32und die können bis heute
30:33nicht sagen,
30:33was der Auslöser war.
30:35Und Laura hat es jetzt
30:35den einen Morgen,
30:36sie ist aus der Tür raus
30:37und hat sich gestoßen
30:38und sagt, ah!
30:38Und in dem Moment
30:39hat er sich wohl angegriffen
30:40wie so ein Gestörter.
30:41Und jetzt wollen wir halt ausprobieren,
30:44mögliche Auslöser finden.
30:45Also einer fällt mal vor ihm hin
30:46und guckt mal,
30:47ob er da irgendwo reagiert.
30:51So, ne?
30:52Da sieht man es dann.
30:54Ohne Maulkorb und Leine
30:56hätte er zugebissen.
30:57Und diese Reaktion
30:58muss Vanessa dem Hund
30:59jetzt abtrainieren.
31:01Wenn man sich
31:02bei den Höllenhunden
31:03mal umschaut,
31:04sind nur wenige
31:05typische Kampfhunde
31:06wie Pitbull und Co.
31:07zu sehen.
31:08Dabei gelten diese Rassen
31:09ja als besonders gefährlich.
31:11Oder sind das
31:12nur Vorurteile?
31:16Wenn die etwas größer gebaut sind
31:18oder kräftiger
31:19wie so Pitbulls,
31:20so Kampfhund-mäßig,
31:22dann weicht man
31:23vor allem mit Kindern
31:24ein Stück zurück
31:25oder zur Seite.
31:25Das kommt dann doch
31:26auf die Größe an.
31:27Ich kenne auch viele Pitbulls,
31:29die ganz brav sind.
31:30Anlagen sind da,
31:31aber das ist am Ende
31:32alles eine Erziehungssache
31:33und eine Prägungssache,
31:35denke ich einfach.
31:37Gibt es tatsächliche Rassen,
31:39die aggressiver sind
31:41als andere?
31:43Also ich kann das
31:45überhaupt gar nicht verstehen.
31:46Jeder Hund kann
31:47hat potenziell,
31:49sag ich mal,
31:49kann gefährlich sein
31:50für den Menschen.
31:53Nicht umsonst hat man die
31:54ja auch gerne als Wachhunde,
31:55egal welche Rasse.
31:56Hunde sind ja Jäger,
31:58alle, wie sie da sind.
31:59Die Genetik ist bei denen
32:00so aufgebaut,
32:01alles was rennt,
32:02wird gejagt.
32:02Aber man kann jetzt
32:03nicht zum Beispiel sagen,
32:04dass das nur Terrier betrifft
32:05oder meinetwegen
32:06nur Bulldoggen betrifft.
32:10Genau das passiert
32:11aber in Deutschland,
32:12zumindest in einigen
32:13Bundesländern.
32:14Hier werden bestimmte Rassen
32:16als Listenhunde geführt.
32:18Welche Rassen genau
32:19auf diese Liste kommen,
32:20unterscheidet sich teilweise.
32:22Für Listenhunde gelten
32:24besondere Regeln,
32:25wie etwa die Maulkorpppflicht.
32:27Es sei denn,
32:28die Halter haben
32:29einen speziellen Test durchlaufen.
32:32Die Forschung zeigt,
32:34ja, gewisse Rassen
32:35bringen tatsächlich
32:36eine erhöhte Wahrscheinlichkeit
32:37für bestimmtes,
32:38auch aggressives Verhalten mit.
32:40Aber allein
32:41von der Rasse
32:42auf das Verhalten
32:42jedes dieser Tiere
32:43zu schließen,
32:44ist unseriös.
32:47Eigentlich ist es richtig
32:48gefährlich,
32:49sowas zu machen,
32:49weil viele Leute,
32:50sage ich mal,
32:51der Annahme sind,
32:51dass Pitbull und Co.
32:52gefährlich sind
32:53und andere Hunde
32:54dann nicht als gefährlich
32:55einschätzen
32:56und demnach sehr naiv
32:57an die Hunde rangehen.
32:58Das Prinzip Listenhund
33:00kann also auch Hunde
33:01verharmlosen.
33:02Das größere Problem
33:03seien meist auch
33:04Mensch und Halter,
33:05die die Signale
33:06der Tiere
33:06nicht verstehen.
33:08Und das ist aber das,
33:08was die Leute
33:09immer nicht so richtig
33:10einschätzen können.
33:11Also er hat jetzt
33:11in sämtlichen Situationen
33:12angezeigt,
33:13er will nicht.
33:14Also jetzt würde
33:15Leute sagen,
33:15ach der ist doch
33:16abgelenkt.
33:17Der kommuniziert gerade,
33:18der sagt,
33:18boah, lass mich in Ruhe.
33:20Jetzt starte er sie halt an
33:21und jetzt war der Bogen
33:24überspannt.
33:26Bevor ein Hund
33:27ein solch aggressives
33:28Verhalten zeigt,
33:29ist in der Beziehung
33:30zwischen Tier und Mensch
33:31schon einiges schiefgegangen.
33:34Aber wie kann man
33:35das besser machen?
33:37Hunde wollen in ihrem Besitzer
33:38jemanden haben,
33:39der sie führen kann,
33:40der auch fair ist
33:41in der Führung
33:41und der auch Kommunikation
33:42beherrscht.
33:44Und wenn das eben
33:44nicht gegeben ist,
33:46dann kommen die halt
33:47aus dem Ruder
33:47und fangen an,
33:48ihre Halter zu erziehen
33:49und dann hat man halt
33:49genau das Problem
33:50und dann beißen die halt.
33:52Und was,
33:53wenn mich doch mal
33:54ein Hund anfällt?
33:55Hier drei wichtige Regeln.
33:56Nicht anstarren,
33:57nicht schreien
33:58und nicht weglaufen.
34:00Außerdem sollten Halter
34:01sich bei aggressivem Verhalten
34:02sofort professionelle Hilfe holen.
34:04Damit nicht noch mehr Hunde
34:06auf Vanessas Hilfe
34:07und Training angewiesen sind.
34:09Auch wenn sie für die
34:10allermeisten Hunde
34:11wieder ein Zuhause findet.
34:13Gefährliche Hunde
34:14sind also wegen uns gefährlich.
34:17Glücklicherweise erziehen
34:18die meisten ihre Vierbeiner
34:19aber vernünftig.
34:21Apropos,
34:22alle Hundebesitzer da draußen,
34:23seien Sie mal ehrlich,
34:25der erste Hund,
34:26der war,
34:26beziehungsweise
34:27der ist doch irgendwie
34:28was Besonderes.
34:29Und der Hund danach,
34:31irgendwas fehlt da.
34:32Man hat mehr Ärger mit dem
34:34und vor allem am Anfang
34:35kommt man nicht so gut klar.
34:37Dieses Phänomen
34:38ist weltweit bekannt
34:39und hat auch einen Namen.
34:41Second Dog Syndrome,
34:43zweiter Hund Syndrom.
34:44Das geht so weit,
34:46dass die zweite Anschaffung
34:47häufiger zurückgegeben wird
34:48als die erste.
34:50Assistenzhunde sogar
34:51doppelt so häufig.
34:52Aber das Problem
34:54sind nicht die Hunde,
34:55sondern wir.
34:56Wir blenden aus,
34:57dass die Anfangszeit
34:58mit dem ersten Hund
34:59auch kein Spaziergang war
35:00und wir vergessen,
35:01dass nicht nur er sich
35:02an uns angepasst hat,
35:04sondern wir uns auch an ihn.
35:05Das sind natürlich
35:06ziemlich große Pfotenstapfen,
35:08in die der neue Hund treten muss.
35:11Manchmal geht die Liebe
35:12zum ersten Hund sogar so weit,
35:13dass man ihn gleich doppelt will.
35:16In Südkorea lassen Besitzer
35:17ihre Hunde klonen,
35:18wenn sie zum Beispiel
35:19krank oder alt werden.
35:21Das ist dort erlaubt.
35:22Dazu wird das Erbgut
35:23aus der Körperzelle eines Hundes
35:25in eine spezielle Eizelle gepflanzt
35:27und der Embryo
35:28in die Gebärmutter
35:29eines anderen Hundes gesetzt.
35:31Zu 99 Prozent
35:32stimmt dann,
35:33so die Anbieter,
35:34der Klon genetisch
35:35mit dem ursprünglichen
35:36Lebewesen überein.
35:38Zwischen 2006 und 2019
35:40wurden in einer südkoreanischen Firma
35:42allein 1400 Hunde
35:44für Privatleute geklont.
35:46Und mittlerweile gibt es
35:47auch Klonstationen
35:48in anderen Ländern,
35:49wie in den USA,
35:50wo die Tierheime
35:52ja eh schon überfüllt sind.
35:54Also ich,
35:55ich kann das nicht nachvollziehen
35:56und ich finde dieses Gottspielen
35:58auch mehr als fragwürdig.
35:59Und mal von der Ethik abgesehen,
36:02mehr Hunde heißt ja auch immer
36:04größere Auswirkungen
36:06auf Umwelt und Klima.
36:08Aber wie stark sind diese Effekte?
36:11Das hat sich meine Kollegin
36:12Ariane Alter von PULS angeschaut.
36:16Das ist Wolfgang.
36:18Viele sagen,
36:18es ist mein Hund,
36:19aber ich sage,
36:19es ist mein Liebling.
36:26Redlands.
36:30Und wir kuscheln sehr viel.
36:32Hicha, Hicha.
36:33Und ich versuche ihn zu erziehen,
36:34aber er macht nicht so richtig mit.
36:35Es gibt nur eine Sache,
36:36da gehen wir irgendwie auseinander.
36:38Denn ich versuche,
36:39so gut es geht,
36:40klimaneutral und nachhaltig zu leben.
36:43Die Thematik ist ihm ziemlich egal.
36:46Ich meine,
36:47das Futter alleine,
36:47da fängt es ja schon an.
36:49Plastik.
36:51Und natürlich jede Menge Fleisch.
36:54Von den Dingern
36:55brauche ich
36:57drei am Tag.
36:59Und das alles zusammen
37:02veranlasst mich zu denken,
37:04klimatechnisch, glaube ich,
37:05ist das nicht so gut.
37:07Deswegen frage ich mich,
37:08was hat ein Haustier
37:10für eine Ökobilanz?
37:12Und wenn die dann schlecht ist,
37:14kann ich da was gegen machen?
37:16In Deutschland gibt es
37:17immer mehr Hunde.
37:18Heute gibt es fast doppelt so viele
37:20wie vor zehn Jahren.
37:222009 waren es noch 5,4 Millionen.
37:242022 schon 10,6 Millionen.
37:28Zuerst die gute Nachricht.
37:30Je kleiner das Tier
37:31und der Futterbedarf,
37:32desto besser fürs Klima.
37:33Jetzt die schlechte.
37:35Aufs Klimakonto
37:36eines 29 Kilogramm
37:38schweren Rundes
37:38gehen pro Jahr
37:39knapp 950 Kilogramm CO2.
37:42Das entspricht einer Strecke
37:43von etwa 2830 Autokilometern.
37:47Die kommen vor allem
37:48durch das Futter zusammen,
37:49aber auch Fahrten
37:51zum Gassigehen
37:51tragen dazu bei.
37:55Ich versuche jetzt,
37:57Wolfgangs Ökobilanz
37:58zu verbessern.
37:59Kein Plastik mehr
38:00und statt Fleisch vegan.
38:01Na, obwohl wie das schmeckt?
38:04Es gibt massigweise
38:05Blogs, die erklären,
38:07wie man das selber machen kann.
38:09Und das ist ja mega gut.
38:09Erstens kein Fleisch natürlich.
38:11Zweitens weißt du,
38:12woher das Gemüse kommt,
38:13weil das du ja selber aussuchen kannst.
38:15Und drittens
38:16keine Plastikverpackung mehr.
38:18Wolfgang,
38:19die Mutti kocht.
38:20Super.
38:22Yo.
38:22Wir werden veganer.
38:24Komm mit.
38:24Ich habe mich
38:25für ein Rezept entschieden.
38:27Das ist von einer Tierärztin.
38:28Auf YouTube habe ich das gefunden.
38:29Und dafür braucht man
38:31Karotten,
38:32Tofu,
38:33Leinhöl,
38:33ganz wichtig,
38:34kein Olivenöl vertragen Hunde nicht,
38:35Linsen,
38:37Soja,
38:37Joghurt
38:37und Mineralkulver.
38:39Es wird wahnsinnig gut.
38:41Das sieht man doch schon.
38:43Karotten stärken
38:44das Hunde-Immunsystem.
38:45Tofu und Linsen
38:46sind Top-Eiweiß-Lieferanten.
38:53Und das war's schon.
38:54Ha,
38:55das ging ja schnell.
38:56Und das ist das einzige Futter,
38:58was ich auch essen würde.
39:00Mal sehen,
39:00ob er es ist.
39:01Der feine Herr.
39:04Der Fleischanteil
39:05im normalen Hundefutter
39:06wird zwar zum Großteil
39:07aus Schlachtabfällen
39:09wie Innereien gewonnen,
39:10aber an den
39:11durch die Tieraufzucht
39:12und Fütterung
39:13entstehenden CO2-Emissionen
39:15hat das Hundefutter
39:16natürlich trotzdem
39:17seinen Anteil.
39:18Und auch Verpackung
39:19und Transport des Futters
39:21zählen zur Ökobilanz.
39:23Beim Barfen,
39:24also der Fütterung
39:25mit Rohfleisch,
39:26bekommt der Hund
39:27neben einem höheren Fleischanteil
39:28auch höherwertiges Fleisch.
39:30Damit kann sich der Fußabdruck
39:32mehr als verdoppeln.
39:33Den Soja-Joghurt,
39:35das ist quasi die Soße.
39:38Leinöl,
39:39bisschen Mineralpulver,
39:40das muss sein.
39:46Lauwarm.
39:48Oh,
39:49obwohl,
39:50ja, ist okay,
39:51ist okay.
39:53Et voilà.
39:53Ja?
39:54Wolfgang.
39:56Also,
39:56ich würde es essen.
39:57Lein.
39:58Aber ob es Wolfi frisst?
40:00Und hopp!
40:05Jawoll!
40:07Es schmeckt,
40:08da habe ich wohl gut gekocht.
40:10Und ohne Fleisch.
40:11Und in puncto Ökobilanz
40:13ist es super.
40:14Die Frage ist natürlich,
40:16geht das so,
40:17ja,
40:17für so einen Hund?
40:18Deswegen gehe ich jetzt
40:19zur Tierärztin
40:20und die soll mir mal sagen,
40:21ob das auch für den Hund
40:23und nicht nur fürs Klima
40:24eine gute Idee ist.
40:25Wolfgang, komm!
40:31Hallo!
40:32Frau Dr. Fritz.
40:36Das ist ja vegan.
40:38Mega gut.
40:39Kann man damit Hunde ernähren?
40:41Theoretisch ja.
40:43Praktisch muss man es wahrscheinlich
40:44im Detail gucken,
40:46ob es wirklich bedarfsgerecht ist.
40:47Aber ich denke,
40:48man kann sicherlich
40:49die Fleischmenge,
40:51auch beim Hund,
40:53wenn man auf die CO2-Bilanz achten möchte,
40:56durchaus reduzieren.
40:58Man muss schon berücksichtigen,
41:00dass die Hunde
41:00einen anderen Nährstoffbedarf haben
41:02als wir.
41:03Man braucht für fast jede
41:05selbst zubereitete Ration
41:06irgendeine Form von Nahrungsergänzung.
41:09Zum Beispiel,
41:09weil der Hund
41:10einen sehr hohen Eiweißbedarf hat.
41:12Können die pflanzlichen Zutaten
41:14im Futter den Bedarf nicht decken,
41:16braucht es ein Pulver dazu.
41:17Wenn ich jetzt einen besonderen Weg
41:19einschreiben will,
41:20aus welchen Beweggründen auch immer,
41:21das ist jedem selber überlassen,
41:23dann ist man gut beraten,
41:25wenn man sich da
41:26professionelle Hilfe holt,
41:28damit man auch wirklich
41:29das, was ich erreichen möchte,
41:31ich wäre meinem Hund nicht schaden,
41:32dass ich auch sicher sein kann,
41:34dass ich es auch nicht tue.
41:35Und noch ein Tipp.
41:36Lieber große Verpackungen
41:38anstatt viele kleine Dosen
41:39oder Schälchen kaufen.
41:40Auch das schon die Umwelt.
41:42Jetzt sagen wir mal,
41:43du steckst da was rein in den Hund,
41:45das kommt ja auch irgendwann mal raus.
41:46Und dann musst du das aufheben
41:47mit der kleinen Plastiktüte.
41:50Etwa eine Tonne Kot
41:51kommt pro Hundeleben zusammen.
41:53Und diese Haufen schaden der Umwelt.
41:56Sie enthalten viele Nährstoffe
41:58wie Stickstoff und Phosphate,
42:00die in Gewässer und Böden gelangen.
42:02So trägt Hundekot
42:03gerade in sensiblen Ökosystemen
42:06zur Überdünnung bei
42:07und feuert das Artensterben mit an.
42:11Aufsammeln und Entsorgen
42:12ist daher immer besser.
42:14Auch mit der Plastiktüte.
42:16Aber bei über 10,6 Mio. Hunden
42:18in Deutschland
42:19wären das über 21 Mio. Häufchen
42:22und Tütchen an nur einem Tag.
42:24So, jetzt wird es Zeit,
42:25da Plastik zu vermeiden,
42:27wo es mich tagtäglich nervt
42:28und mir auch immer
42:29ein schlechtes Gewissen macht.
42:31Wolfgang, wir gehen kacken!
42:34Siehste, fängt schon an.
42:40Ja, das kommt raus, wenn man einen Hund hat.
42:43Das ist die größte Wurst ever.
42:45Größte habe ich noch nie gesehen, by the way.
42:47Aber es gibt ja anscheinend
42:49zu diesen kleinen Plastikdingern
42:50jetzt eine super Alternative,
42:53die ich noch nicht kenne
42:53und jetzt zum ersten Mal sehe.
42:56Rückt sie raus!
42:59What?
43:00Also ich mache jetzt mal so,
43:01wie ich denke, ja?
43:02Ja, für einen schnellen Kack
43:05ist es nix, glaube ich.
43:06Also bis ich hier
43:07mich fertig gebastelt habe.
43:10Ah ja, so, so, okay.
43:13Das ist ja wirklich das Unangenehmste,
43:14wenn du einen Hund hast
43:15und die Kacke von dem aufsammelst.
43:18Vor allem vor einem Restaurant.
43:19Da stelle ich mich doch nicht hin
43:20und zelebriere das noch feierlich.
43:23Ja, ja, der hat gerade gecoatet.
43:25Ich hole es mir.
43:27Das willst du doch so schnell wie möglich
43:28hinter dich gebracht haben.
43:30Na?
43:32Na?
43:34Na, ey.
43:38Oh, iiih.
43:41Oh Mann, oh Scheiße.
43:44Mann!
43:48Na, jetzt komm.
43:53Also jetzt ein spaßiges Erlebnis
43:55war es nicht.
43:56Für die Umwelt
43:57ist es echt gut, weil plastikfrei.
44:00Und ich glaube,
44:01wenn man es dann auch so ein bisschen gecheckt hat,
44:02wie man es zusammenbastelt und greift,
44:04dann kann das eine Alternative sein.
44:06Und was richtig cool wäre,
44:08wenn man das an anderer Seite
44:09einfach irgendwo ausgleicht.
44:11Zum Beispiel weniger in Urlaub fliegen
44:13ist eh schlecht mit dem Haustier.
44:15Und so ein Plastikzeug
44:16kommt bei mir auch garantiert
44:17nicht mehr ins Haus.
44:18Versprochen.
44:19Und noch ein letzter Funfact für Sie.
44:22Haben Sie schon mal an Hundepfoten gerochen?
44:24Falls nicht,
44:25dann tun Sie das mal unbedingt.
44:27Die meisten riechen nach Kino.
44:30Pfote?
44:32Also ich meine damit nach Popcorn
44:34oder nach Tortilla-Chips.
44:36Kein Witz,
44:36Hunde verteilen über die Pfoten
44:38ihren Geruch für andere Hunde.
44:40Wie gut das riecht,
44:41hängt vom Hund ab.
44:42Der Grund dafür
44:43sind bestimmte Bakterien
44:44und Hefepilze,
44:45die oft so süßlich
44:46bis würzig riechen.
44:47Also schnuppern Sie mal
44:49an Ihren Vierbeinern.
44:51Bis zum nächsten Mal
44:52hier bei Quarks.
44:53Tschüss.
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