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Die Förderbrücke F60 ist die größte bewegliche Arbeitsmaschine der Welt. Über Jahrzehnte hat sie in Deutschland ganze Landschaften umgegraben, um Kohleflöze freizulegen. Doch die Zeit des stählernen Giganten ist vorbei.

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Transkript
00:01Die Förderbrücke F60 ist die größte bewegliche Arbeitsmaschine der Welt.
00:07Nur fünf Exemplare gibt es davon weltweit.
00:11Über Jahrzehnte hat sie in Deutschland ganze Landschaften umgegraben,
00:15um Kohleflöze freizulegen.
00:18Doch die Zeit der Stähler nennt Giganten ist vorbei.
00:27Bernhard Köchel hat 33 Jahre im Tagebau gearbeitet.
00:33In Ostdeutschland war Kohle die wichtigste Energiequelle.
00:36Doch die Zeiten haben sich geändert.
00:39Heute gibt es nur noch drei Tagebaue und auch die werden bald schließen.
00:46Das Kohleflöze hier liegt in 90 Meter Tiefe.
00:50Gigantische Maschinen sind im Einsatz, um die darüber liegende Erde abzutragen.
00:56Die größte davon ist die Förderbrücke F60.
01:02Diese hier war die erste von nur fünf Exemplaren, wie gebaut wurden.
01:08Seit über 50 Jahren ist der Dinosaurier schon im Einsatz.
01:14Techniker schmieren noch die Ketten, dann soll sie loslegen.
01:22Jetzt geht es los.
01:2743 Schaufeln setzen sich in Bewegung.
01:31Jetzt sieht man, wie die einmal eingreifen und den Abraum von unten nach oben ziehen.
01:37In die Rinne rein, also in den Bagger direkt rein.
01:40Dort fällt er dann durch den Schüttschacht auf das nächste abfördernde Band.
01:44Und letztendlich fällt er dann da drüben wieder runter.
01:47Pro Sekunde fällt so viel Abraum, wie in einen ganzen Lkw passt.
01:51Erde abtragen, auf Förderbänder packen und auf der anderen Seite der Grube wieder abwerfen.
01:58Das ist der Job der Förderbrücke.
02:0124.000 Tonnen Stahl bewegen sich auf Schienen vorwärts.
02:05Pro Stunde schafft sie fünf Kilometer.
02:08Wie eine gigantische Schaufel versetzt die F60 ganze Landschaften.
02:15Eine halbe Stunde vom aktiven Tagebau entfernt steht noch eine dieser Riesenmaschinen.
02:21Diese ist schon seit vielen Jahren stillgelegt.
02:24Wo früher die Kohlegrube war, ist jetzt ein See und die Brücke wurde zum Museum.
02:30Andreas Brettin hat sich früher um die Elektrik gekümmert.
02:34Heute führt er Besucher über seine ehemalige Arbeitsstätte.
02:39Wer über die Förderbrücke läuft, legt eine Strecke von 500 Metern zurück und erklimmt fast 80 Höhenmeter.
02:47Man sollte schon höhentauglich sein.
02:49Das macht schon riesen Spaß hier rüber zu gehen, Gäste hier lang zu führen.
02:51Und natürlich jetzt sind wir dabei, die alte Technik wieder zu beleben,
02:55um den Gästen das noch näher zu bringen, wie das damals hier auf dem Gerät war.
02:58Und das macht schon einen riesen Spaß.
03:00Der Leitstand war das Gehirn der Anlage.
03:07Vorsicht an der Wandanlage, die Bänder werden angefahren.
03:09Vorsicht an der Wandanlage.
03:12Und dann ging es los.
03:14Heute Museal.
03:15Zur Zeit des Mauerfalls war es das Feinste, was die DDR zu bieten hatte.
03:20Zum ersten Mal kamen auf dieser Brücke Computer zum Einsatz.
03:24Die technische Konstruktion der stählernen Giganten gilt bis heute als Meisterleistung der Ingenieurskunst.
03:33Die Herausforderung war natürlich, so ein Gerät Farber hier zu konstruieren, in dieser Größe, in dieser Mächtigkeit.
03:38Hier wurden, wie schon kurz erwähnt, die physikalischen Grenzen der Stahlbau ist erreicht.
03:43Mehr, schneller, höher, weiter, wenig gegangen.
03:45Selbst wenn es mit der Kohle weitergegangen wäre, es hätte kein größeres Gerät gegeben.
03:50Doch die Zeit der Kohle ist vorbei.
03:53Deutschland setzt auf erneuerbare Energien zum Klimaschutz.
03:57Der erste der fünf Riesen wurde vor kurzem gesprengt.
04:01Drei, zwei, eins, Zündung!
04:16Der Förderbrücke, auf der Bernhard Köchel gearbeitet hat, wird es in wenigen Jahren wohl genauso ergehen.
04:24Wehmut bei dem Bergmann.
04:27Es hat immerhin zweieinhalb Jahre gedauert, diese Förderbrücke aufzubauen.
04:32Da sind Unmengen an Stahl und sonstige technische Einrichtungen drin verbaut.
04:39Und es haben Generationen von Bergleuten dort ihr Brot verdient und ihre Familien damit ernährt.
04:51Auch die Mondlandschaften, die die F-60 erzeugt hat, werden mit der Zeit verschwinden.
04:56Sie sollen, so gut es geht, renaturiert werden.
05:04In der Winter Zum 28
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05:07Untertitelung des ZDF, 2020
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