00:18Seit den 90ern steht das RS Logo bei Audi für maximalen Punch Quattro Grip und diese
00:24spezielle Mischung aus Business und Wahnsinn. Ich bin Carsten vom Automagazin Tuning Blog und
00:29heute schauen wir uns an, wie der neue Audi RS5 Avant gegen den Mercedes-AMG C360 SE Performance
00:36als T-Modell antritt. Zwei Performance-Kombis, zwei Philosophien, ein ziemlich spannendes Duell.
00:43Beim Audi wirkt alles wie die konsequente Weiterentwicklung der RS-Idee, klassischer
00:482,9 Liter V6 Biturbo, jetzt erstmals mit einem kräftigen Elektromotor kombiniert. Der Verbrenner
00:55liefert 510 PS und 600 Newtonmeter, der E-Motor steuert 130 Kilowatt und 460 Newtonmeter bei. Am
01:05Ende stehen 639 PS Systemleistung und 825 Newtonmeter im Datenblatt. Das fühlt sich nach
01:13mehr geht immer an, zumal der RS5 Avant damit leistungsmäßig sogar über früheren RS6 Niveaus
01:19liegt. Von 0 auf 100 sollen 3,6 Sekunden vergehen und der Plug-in Aspekt ist beim Audi nicht nur
01:27Alibi. Mehr als 80 Kilometer elektrische Reichweite sind ein echtes Argument für den Alltag, wenn man
01:34unter der Woche leise pendeln und am Wochenende trotzdem den V6 sprechen lassen will. Der Akku
01:40bringt 22 Kilowattstunden nutzbar, weil er geladen wird mit bis zu 11 Kilowatt Wechselstrom. Schnell genug
01:46für zu Hause, aber ohne Gleichstromschnellladen wirkt das in der Praxis ein bisschen konservativ.
01:52Der AMG setzt dagegen auf das radikalere Technikstatement. Vorne ein 2 Liter Turbo-Vierzylinder,
01:59hinten eine elektrische Antriebseinheit mit Zweiganggetriebe. Dazu kommt der elektrisch
02:04unterstützte Turbolader, der das Turboloch praktisch wegdrückt und das Ansprechverhalten
02:09sehr direkt machen soll. Unterm Strich stehen 680 PS Systemleistung und 1020 Newtonmeter Systemdrehmoment,
02:18also mehr als beim Audi. Auch beim Sprint setzt der AMG einen drauf. 3,4 Sekunden auf 100 sind für
02:26ein T-Modell schlicht absurd schnell. Der Haken, wenn man es so nennen will, die elektrische Reichweite
02:32liegt bei rund 13 Kilometern und der Akku ist mit 6,1 Kilowattstunden klar auf Performance-Zyklen
02:39und schnelle Leistungsabgabe ausgelegt, nicht auf elektrisches Cruisen. Fahrdynamisch spielen beide
02:46ihre Trümpfe unterschiedlich aus. Der RS5 Avant bleibt quattro durch und durch mit variabler
02:52Momentenverteilung und zusätzlichem Torque-Vectoring-Ansatz an der Hinterachse, der ihn beim
02:57herausbeschleunigen extrem agil machen soll. Der AMG kontert mit vollvariablem Allradantrieb
03:03inklusive Drift-Mode und serienmäßiger Hinterachslenkung, was gerade im Stadtverkehr und auf engen Landstraßen
03:10spürbar Handlichkeit bringt, bei Tempo aber Stabilität verspricht. Bei der Höchstgeschwindigkeit
03:16ist der Audi in der Vorlage nicht konkret beziffert, beim AMG sind 250 Serie und optional mehr möglich,
03:23beim T-Modell aber gedeckelt. Und in, im RS5 Avant bekommst du das A5 Grund-Layout aber mit RS-Schärfe.
03:31Sportsitze, griffiges Sportlenkrad mit 12 Uhr-Markierung, eigene RS-Anzeigen und Bedien-Features,
03:37die klar machen, dass Performance hier nicht nur außen passiert. Der AMG wirkt im
03:41Interieur noch stärker wie ein Technik-Cockpit. M-Books mit hybridspezifischen Anzeigen, viele Performance-Infos,
03:48dazu Sportsitze und optional die sehr markanten AMG Performance-Sitze. In beiden Fällen passt der
03:55Spagat aus Langstrecke und Attacke, nur fühlt sich der Audi eher clean und sportlich an, während der
04:01AMG mehr Hightech- und Motorsportdaten ins Wohnzimmer holt. Unterm Strich, der RS5 Avant punktet als Plug-In-Hybrid,
04:09der tatsächlich elektrisch nutzbar bleibt und trotzdem brutal performt, während der AMG C63 SE Performance als
04:15T-Modell die brachialere Systemgewalt und das kompromisslosere Technikpaket auffährt,
04:20aber elektrisch eher als Boost-System denkt. Wer das alles noch einmal in Ruhe nachlesen möchte,
04:26der findet den Link in der Videobeschreibung.
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