- vor 8 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Der letzte Film mit ganz vielen Zitaten.
00:02Ja, und Berienzitaten aus dem amerikanischen.
00:05Okay, richtig ist die Spahn Ranch.
00:08Benannt nach George Spahn.
00:11Hey, mein Schatz.
00:14Wie war's?
00:16Ganz gut.
00:18Gucken wir noch zusammen.
00:20Ich hab ne Überraschung für dich.
00:23Ich bin so erschöpft.
00:26Mein Herz muss ein bisschen ausruhen.
00:27Mein tapferes Mäuschen, dann geht's mit.
00:30Hey, hier muss noch ein Küsschen hin.
00:36Gute Nacht.
00:38Vergiss deine Tabletten nicht.
01:00Ruhe auf.
01:17Süße.
01:24Du bist ja noch gar nicht im Bett.
01:27Ist was passiert?
01:30War was beim Chor?
01:32Nein, alles gut.
01:34Also, die Überraschung.
01:36Ich hab zwei Karten ergartet.
01:38Morgen früh geht's los.
01:39Mama, ich...
01:44Schatz.
01:45Du bist ja ganz aufgeregt.
02:00Habt ihr mal gemeint, Schatz?
02:02Das ist ja ganz aufgeregt.
02:06Ja, ja, wie was ich?
02:09Ich bin fastない.
02:10Aa蛇.
02:13Ja, es ist nicht and winning.
02:15Tja klar.
02:16WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
02:46WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
03:16WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
03:18WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
03:20WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
03:22WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
03:24WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
03:26WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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03:34WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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03:42WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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04:00WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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04:08WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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04:12WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
04:14Alma?
04:18Die Polizei ist da.
04:24Frau Brenner?
04:25Meine Tochter stirbt, wenn Sie sie nicht finden.
04:27Sag doch sowas nicht.
04:30Wie meinen Sie das?
04:31Ich habe Liv schon einmal fast verloren, ein zweites Mal.
04:35Das überlebe ich nicht.
04:38Liv hat ein Spenderherz.
04:40Und wenn sie ihre Immunsuppressiva nicht bekommt, dann kann der Körper das Organ abstoßen.
04:45Wie lange hat sie noch? 36 Stunden.
04:49Finden Sie meine Tochter.
04:56Hat denn Ihre Ex-Frau gar nichts erzählt?
04:59Nee, bitte.
05:00Danke. Liv ist verschwunden.
05:02Was?
05:03Wann haben Sie Ihre Tochter denn zum letzten Mal gesehen?
05:07Gestern Abend.
05:09Liv hat einen Schlüssel und stand plötzlich in der Tür.
05:12War ganz außer Atem, aus weise Gerand.
05:14Aha.
05:14Und weiter?
05:18Nichts weiter.
05:19Ich habe mit ein paar Kundinnen und Kolleginnen gefeiert.
05:21Dass Liv hier auftaucht, damit habe ich nicht gerechnet.
05:24Ich habe sie gebeten, in ihr Zimmer zu gehen.
05:27Und das hat sie gemacht?
05:29Ja.
05:31Gegen Mitternacht sind die letzten gegangen.
05:32Ich dachte, Liv schläft längst, aber sie war noch wach und wollte plötzlich nach Hause.
05:36Warum?
05:37Ist irgendwas vorgefallen?
05:39Entschuldigung.
05:40Sie wurde nach Hause.
05:42Also habe ich sie nach Hause gebracht.
05:48Das war das letzte Mal, dass Sie Ihre Tochter gesehen haben.
05:51Ja.
05:53Sie ist durch die Gartenpfort herein und der Haustür hat sie sich nochmal umgedreht, mir zugewunken und dann bin ich gefahren.
05:57Und haben Sie gesehen, wie sie ins Haus gegangen ist?
06:00Nee, nicht direkt.
06:04Wo ist denn Livs Zimmer? Haben Sie was dagegen, wenn ich mich da immer umsehe?
06:07Glauben Sie, meine Tochter ist hier und ich verheimliche das vor Ihnen.
06:10Warum sollten Sie das tun?
06:12Ganz genau.
06:13Warum sollte ich das tun?
06:15Wann war die Transplantation?
06:25Vor einem knappen Jahr.
06:26Und wie geht es Liv damit? Wie ist ihr körperlicher Zustand?
06:30Sie lebt.
06:33Aber ohne das Spendeherz?
06:41Mit dem neuen Herz kann sie ein ziemlich normales Leben führen.
06:45Liv schlägt sich sehr tapfer und wir sind richtig stolz auf sie.
06:49Ja.
06:52Sie kennen Liv auch gut?
06:54Ja, gut. Also wir sind uns vertraut.
06:57Ohne Claudia würde ich das alles überhaupt nicht schaffen.
07:01Fehlt irgendwas von Livs Sachen?
07:02Ja. Es fehlt ihr Handy und ihr Rucksack, ihr weißer Rucksack, den hat sie immer bei sich.
07:07Hat Liv einen Freund, bei dem sie sein könnte?
07:10Nein.
07:10Ist Ihnen irgendetwas an Ihrer Tochter aufgefallen?
07:14In letzter Zeit?
07:15Ja.
07:16Sie hat Stimmungsschwankungen, aber das ist normal.
07:18Sie ist 14, die Pubertät.
07:20Und Sie halten es für unwahrscheinlich, dass sie weggelaufen ist?
07:24Das ist ausgeschlossen.
07:26Sie hätte niemals ihre...
07:27ihre Tablettenbox hier gelassen.
07:30Warum sind eigentlich die Poster hier so zerrissen?
07:38Ähm, was ist denn das hier? Kennen Sie das hier?
07:42Ja, das gehört Liv.
07:43Ich hab sie vor ein paar Tagen damit gesehen, wann war das? Vorgestern?
07:52Da.
07:53Da hatte sie sie vergraben.
07:55Sie hatte einige kleine Geldscheine darin versteckt.
07:57Ich hab sie gefragt, wo sie das Geld her hat.
07:58Das wollte sie mir nicht verraten.
07:59Und ich musste ihr versprechen, dass ich einmal nichts davon sah.
08:02Claudia hat's mir sofort erzählt.
08:03Haben Sie Liv darauf angesprochen?
08:05Nein.
08:06Wir haben uns dagegen entschieden.
08:07Liv hat es schwer genug.
08:08Und ich bin sehr froh, dass sie jemanden hat, dem sie neben mir vertrauen kann.
08:12Hat Liv Geschwister?
08:13Ein Bruder, aber der ist erwachsen. Er wohnt nicht mehr hier.
08:18Könnte sie bei ihm sein?
08:20Nein.
08:21Wir haben keinen Kontakt.
08:24Danke.
08:26War zermürbend, jahrelang zu warten.
08:30Und zu hoffen.
08:33Aber Liv hat's geschafft.
08:36Unsere Ehe nicht.
08:39Als die Nachricht kam, dass es ein Spenderherz gibt, bin ich mit der Kollegin fremdgegangen.
08:43War Liv in letzter Zeit irgendwie verändert?
08:46Ja.
08:48Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich sie nicht wiedererkenne.
08:51Als wär sie von heute auf morgen erwachsen geworden.
08:54Vor ein paar Tagen hat sie mich gefragt, ob ich Fehler in meinem Leben gemacht habe, die ich bereue.
08:57Hm.
09:00Was könnte sie damit gemeint haben?
09:01Ja, aber ich weiß schon, was in Ihrem Kopf vorgeht.
09:05Gehört der Rucksack hier Ihre Tochter?
09:06Ja, das ist der Rucksack von Liv.
09:20Sie haben sie gestern Nacht nach Hause gefahren. Warum liegt Ihr Rucksack in dem Zimmer?
09:24Naja, wir werden die Hilfe vergessen haben.
09:27Dürfen wir den Rucksack mitnehmen?
09:28Okay.
09:34Na, das ist ja nicht, oder?
09:36Matti Brenner?
09:38Ja.
09:38Guten Tag. LKA-Vermisstenstelle Mina Amiri. Das ist mein Kollege Oliver Radek.
09:43Es geht um Ihre Schwester. Sie ist verschwunden.
09:47Herr Brenner?
09:50Warum haben Sie keinen Kontakt mehr zu Ihrer Familie?
09:52Weil ich genug von denen habe.
09:56Wann haben Sie Ihre Schwester zuletzt gesehen?
09:59Weiß nicht mehr.
10:01Wäre es okay, wenn wir uns kurz in Ihrer Wohnung umsehen?
10:05Wenn ich den Durchsuchungsbeschluss sehen darf?
10:09Interessiert ist Sie nicht, was mit Ihrer Schwester los ist?
10:11Wir haben 22 Stunden, bis Livs Körper das Herz abzustoßen beginnt.
10:25Rettungsdienste, Krankenhäuser, Seelsorgeranbiete wurden alle kontaktiert. Kein Treffen.
10:29Taxi-Unternehmen und Bahnen sind auch informiert.
10:31Auch die Ortung Ihres Handys hat nichts ergeben.
10:33Okay, was wissen wir? Gegen 21 Uhr gestern wurde sie von Ihrer Mutter zuletzt gesehen.
10:38Das ist auch der Zeitpunkt, wo sie zuletzt Ihre Medikamente eingenommen hat.
10:43Sie hat auf Ihrem Laptop ein digitales Tagebuch.
10:46Vielleicht finden wir da irgendwas. Alex?
10:49Whisky-Cola.
10:52Das Labor sagt, der Fleck ist keine 24 Stunden alt.
10:55Wenn sie erst auch noch Alkohol getrunken hat, das kann für Transplantierte tödlich enden.
11:00Sie haben uns angelogen.
11:03Sie wurden gestern gegen Mitternacht dabei beobachtet, wie Sie Liv aus Ihrer Wohnung getragen haben.
11:07Laut der Aussage Ihres Nachbarn sah das aus, als wäre Ihre Tochter tot.
11:12Was haben Sie mit ihr gemacht?
11:17Ja, ich habe gelogen.
11:20Weil das Lift bei mir aufgetaucht ist.
11:24Es war ein Fehler, dass ich nicht sofort mit ihr geredet habe.
11:26Sie war ganz verwirrt.
11:28Sie hat gesagt, sie braucht Hilfe, aber ich habe das nicht ihr ernst genommen.
11:33Ich habe gesagt, wir reden, wenn die Gäste weg sind.
11:35Wie viel hast du davon getrunken?
11:49Hm?
11:50Du trinkst doch auch.
11:52Das ist was ganz anderes.
11:54Mensch, was ist denn los mit dir?
11:56Plötzlich ist das wichtig.
11:57Was meinst du damit?
12:01Plötzlich interessiert dich, was mit mir los ist?
12:04Ja.
12:04Ich sage dir, was los ist.
12:06Niemand versteht mich.
12:07Das ist los.
12:13Liv.
12:13Liv.
12:14Liv.
12:15Hey.
12:16Liv.
12:17Liv.
12:19Ich habe sie ins Auto verfrachtet und bin auf schnellstem Wege zum Freund von mir.
12:22Warum haben Sie keinen Notarzt gerufen?
12:24Nee, der Freund ist Arzt und wohnte nur ein paar Minuten entfernt.
12:27Aber als wir dort waren, kam sie schon wieder zu sich.
12:29War nur eine Kreislaufschwäche.
12:32Warum haben Sie uns das verschwiegen, Herr Brenner?
12:35Gott, nur mal wegen meiner Ex-Frau natürlich.
12:38Heimer will immer absolute Harmonie, tut immer so, als wäre alles perfekt, aber die kann auch ganz anders.
12:42Und wenn sie es rausfindet, wird sie alles dafür tun, dass ich das Sorgerecht verliere.
12:46Liv und ich waren uns einig, dass das unter uns bleibt.
12:50Und ich habe sie ja nach Hause gebracht, genau wie ich gesagt habe.
12:54Nur eben ein bisschen später.
12:56Gegen eins.
12:58Okay?
13:02Entschuldigung.
13:04Das ist meine Ex-Frau, da muss ich ran.
13:07Alma?
13:08Ja.
13:08Was hat sie gesagt?
13:19Er wurde entführt.
13:26Mal auf Position.
13:34Gut, dann.
13:36Auf geht's.
13:36Hey, Angie.
14:06Und der Obdachlose?
14:26Negativ, negativ.
14:28Hat nichts rausgenommen.
14:36Okay, wir brechen ab. Es dauert zu lang.
14:50Okay.
14:52Ich hab kalt die Füße gekriegt.
14:55Scheiße.
15:06Was ist das denn?
15:20Ey, Leute, der Typ hat uns komplett verarscht. Das Geld ist weg. Hier ist der ganze Boden weg.
15:27Ist weg.
15:29Der hat sich das Lösegeld von unten gegriffen und ist durch die Kanalisation abgehauen.
15:33Er hat bekommen, was er wollte. Aber warum hält er sich nicht an die Abmachung, Liv freizulassen?
15:3950.000 Euro Lösegeld. Ist nicht gerade viel.
15:42Vielleicht geht's gar nicht ums Geld.
15:44Auf jeden Fall muss der sich in der Kanalisation auskennen.
15:47Vielleicht ein Mitarbeiter der städtischen Wasserwerke.
15:51Oder es gibt doch diese Untergrundführungen. Wisst ihr, was ich meine?
15:55Warte mal.
16:00Hier. Berliner Untergrund.
16:03Ich führe dich durch die Unterwelt.
16:09Okay.
16:12Matti Brenner?
16:19Sie führen Touristen durch die Berliner Unterwelten.
16:22Warum?
16:23Wollen Sie mich buchen?
16:25Wo waren Sie heute zwischen 15 und 17 Uhr?
16:28Zu Hause.
16:29Allein?
16:30Allein.
16:39Macht's Sinn.
16:40Hast du nicht kleiner?
16:41Nee.
16:42Ich kann wechseln.
16:47Danke fürs Wechseln.
16:49Mhm.
16:49Polizei.
16:50Dein Freund und Helfer.
16:54Wo haben Sie eigentlich den Hunderter her?
16:57Wir checken mal die Seriennummer.
17:03Mit der Seriennummer können wir den Schein zurückverfolgen.
17:06Also nochmal die Frage.
17:07Woher haben Sie den Hunderter?
17:08Wir finden das Geld in Ihrem Bettkasten und Sie behaupten, Sie haben keine Ahnung, wie es dahin gekommen ist.
17:16Wollen Sie uns eigentlich verarschen?
17:20Haben Sie Liv entführt, um Ihre Eltern zu erpressen?
17:23Verstecken Sie Ihre Schwester in irgendeinem Kellerloch?
17:26Dass er Liv nicht freilassen will.
17:28Mir fällt nur ein Grund ein.
17:31Sie ist längst tot.
17:33Oder er spielt mit uns.
17:36Aber jeder hat seine Achillesferse.
17:42Deine Mutter
17:42und ich auch.
17:46Wir machen uns Sorgen.
17:47Wir wollen verstehen, warum du das gemacht hast.
17:52Wir möchten dir helfen, egal was passiert ist.
17:55Du bist unser Sohn.
17:59Ich bin euer Sohn, ja?
18:01Stimmt.
18:02Hatte ich ganz vergessen.
18:04Mati, wir haben alle Fehler gemacht, ja?
18:06Ihr habt mich jahrelang wie Luft behandelt.
18:09Weißt du, wie sich das anfühlt?
18:11Wenn es immer und immer nur um die kleine Schwester geht?
18:15Wenn sich alles um sie dreht?
18:16Wenn es nichts anderes mehr gibt?
18:18Mati.
18:19Das hört sich beschissen an.
18:21Liv braucht ihre Medikamente und das weißt du.
18:24Was hast du mit ihr gemacht, hä?
18:26Mann, sag mal, hörst du mir überhaupt zu?
18:29Mati, sagen Sie uns, wo Liv ist.
18:32Ich hab Liv nicht in Fürth.
18:33Wie krank haltet ihr mich eigentlich?
18:37Ich wollte ein bisschen was von der Kohle, wenn ich sonst schon nichts kriege.
18:40Ein bisschen was von der scheiß Kohle.
18:41Sie haben die Gelegenheit ergriffen, Ihren Eltern eine Botschaft zu schicken.
18:48Hab ich recht?
18:49Ist doch scheißegal, was ich gemacht hab.
18:50Lach hab ich nicht voll.
18:52Such lieber meine Schwester.
18:55Jetzt.
18:57Oh Mann.
18:59Die Erpressung war ein Hilferuf.
19:02Der will Aufmerksamkeit von seinen Eltern um jeden Preis.
19:05Vielleicht wollte er sogar erwischt werden.
19:10Unterbewusst.
19:15Wann haben Sie Liv zuletzt gesehen?
19:20Gestern Abend.
19:23Wir treffen uns manchmal heimlich.
19:28Renn nicht, sonst fällst du noch tot um.
19:32Hi.
19:33Hi.
19:35So schnell wirst du mich nicht los.
19:40Ich spende er jetzt seit zehn Jahren.
19:44Sei nicht traurig.
19:46Wir haben alle ein Haltbarkeitsdatum.
19:48Der einzige Unterschied, dass ich kein meins.
19:51Außerdem, wer sagt denn, dass das Leben besser ist als der Tod?
19:54Was redest du denn da?
19:56Wie viele Monatsmieten bist du zurück?
20:00Das sind 600.
20:01Reicht das?
20:03Machst du das her?
20:03Gehst du auf den Strich, oder was?
20:08War ein Witz.
20:08Wir gehen mit dem Nippenstift.
20:10Sieht das nicht gut aus?
20:12Wo hast du das Geld her?
20:14Habe ich Mama und Papa geklaut.
20:23Liv!
20:25Liv!
20:25Wo willst du hin?
20:28Ich dachte aus Chor.
20:33Sie wollte nicht zum Chor, ganz sicher.
20:35Das Taxi ist in eine andere Richtung gefahren.
20:39Ich habe tatsächlich beim Querlesen von Livs digitalen Tagebuch etwas gefunden.
20:43Ein Name, der immer wieder auftaucht.
20:46Walter ist vielleicht ihr Freund.
20:47Walter, das klingt aber nicht nach einem Teenager.
20:51Vielleicht ein Arzt oder ein Pfleger?
20:52Hm, check ich.
20:54Also hier.
20:56Walter ist der Einzige, dem ich alles sagen kann.
20:58Nur er kann mir helfen.
21:00Helfen wobei?
21:01Keine Ahnung.
21:03Und da ist noch etwas.
21:04Der erste Teil des Tagebuchs liest sich so, als wäre es von einem jungen Teenie-Mädchen geschrieben,
21:08das sich für Girlbands interessiert.
21:10Der zweite Teil des Tagebuchs ist von einer jungen Frau, die sich den Kopf über das Leben zerbricht.
21:15Der Schreibstil ändert sich so vor etwa einem Jahr.
21:18Vor einem Jahr war die Transplantation.
21:20Mhm.
21:21Nochmal zurück zu diesem Walter.
21:23Nehmen wir an, das ist ein erwachsener Mann.
21:26Was hat der mit einem 14-jährigen Mädchen zu tun?
21:29Vielleicht ist sie ja mit dem Taxi zu ihm gefahren.
21:35Danke.
21:37Ja.
21:40Das Verfahren gegen mich wurde ja eingestellt, ne?
21:45Ich frage mich nur die ganze Zeit, warum passiert das auf einmal?
21:50Macht überhaupt gar keinen Sinn.
21:55Offenbar wurde die Aussage gegen dich zurückgezogen.
21:58Okay, und von wem?
21:59Von einem Kollegen.
22:03Radek, komm schon.
22:04Ist es jemand aus der Soko?
22:06Alex, du weißt, dass ich dir das nicht sagen darf.
22:10Tut mir leid.
22:15Okay.
22:15Okay.
22:15Das seht ihr jetzt völlig wahnsinnig geworden.
22:37Warum habt ihr das gemacht?
22:39Gern geschehen.
22:40Fackmann, ich hab euch nicht darum gebeten.
22:42Aha, du hast lieber verurteilt worden.
22:44Der Kollege aus der Soko ist wegen Angstzuständen krankgeschrieben.
22:47Was habt ihr mit ihm gemacht, damit er seine Aussage gegen mich zurückzieht?
22:50Gemacht.
22:51Gemacht, gemacht.
22:54Wie ist denn die Adresse von diesem Drecksjournalisten?
22:56Verpiss dich, okay?
23:05Hey!
23:06Nicht los!
23:07Nicht los!
23:08Hey!
23:13Straße?
23:14Hausnummer?
23:17Nicht los!
23:18Nicht los!
23:48Taxi verraten, dass Mädchen erkannt.
23:50Kommst du?
23:50Ja.
23:56Offenbar ist sie vor einer Werkstatt ausgestiegen.
23:58Morgen!
24:04Hallo?
24:13Hallo?
24:13Hallo?
24:13Sind Sie Walter Vietz?
24:20Ja, der bin ich.
24:22Radek, LKA-Fermistenstelle.
24:23Das ist meine Kollegin Amiri.
24:25Ist das Ihre Werkstatt?
24:27Ich bin der Junior.
24:29Die Werkstatt gehört meinem Dad.
24:30Ah.
24:33Aber Sie heißen auch Walter?
24:35Ja.
24:36Leider.
24:39Liv Brenner ist verschwunden.
24:40Sie sind mit ihr befreundet?
24:44Nee.
24:45Also wir lagen auf der gleichen Station im Krankenhaus
24:47und haben uns ein paar Mal unterhalten,
24:48aber befreundet?
24:50Ey, die ist 14.
24:53Sie war vorgestern hier.
24:56Was wollte Sie von Ihnen?
24:59Ach so, ähm...
25:00Also wir sind jetzt nicht direkt befreundet,
25:04aber wir treffen uns manchmal.
25:05Warum treffen Sie sich denn?
25:09Das verstehen Sie nicht.
25:11Dann erklären Sie es uns.
25:13Warum waren Sie denn im Krankenhaus?
25:15Wegen einer Transplantation.
25:17Ich habe einen neuen Dünndarm bekommen.
25:19Und...
25:20Naja...
25:22Ich kann leben, weil jemand anderes gestorben ist.
25:24Das ist total cool, aber auch total schwer.
25:29So ein Schicksal schweißt zusammen.
25:34Warum war Liv hier?
25:40Das kann ich nicht sagen.
25:49Mir fällt an, ich habe was im Auto vergessen.
25:51Ja, ich komme gleich.
25:52Mhm.
25:59Liv wollte Sex mit mir.
26:07Hey Liv, alles gut?
26:11Wollen wir zu dir?
26:15Warum?
26:16Wir gehen doch nie zu mir.
26:17Ich will mit dir.
26:21Also, ich wollte, dass wir...
26:24Du weißt schon.
26:25Nee.
26:28Ich wollte fragen wegen Sex.
26:32Liv, äh...
26:33Sorry.
26:37Für mich ist das Freundschaft.
26:38Ich wusste nicht, dass du verknallt bist.
26:40Ich bin nicht verknallt.
26:40Ich hab noch nie und...
26:44Ist doch keine große Sache.
26:47Ist doch bloß Sex.
26:47Da ist doch nichts dabei.
26:49Raus.
26:52Verschwinde!
26:53Sex mit dir, du bist doch noch ein Kind!
26:57Verpiss dich!
26:58Ich war so scheiße wütend.
27:13Ich bin dann noch zu ihr gefahren und wollte mit ihr reden, aber sie hat mich nicht reingelassen.
27:17Ey, kann die sich nicht denken, dass...
27:20wegen der Operation, dass ich...
27:24Ich hasse dieses Wort.
27:26Und Sie haben es ihr nicht gesagt.
27:28Können Sie das rumerzählen?
27:30Wenn Sie impotent sind?
27:32Ich glaube nicht.
27:39Ich hab eine Studie gefunden aus den USA über Transplantation.
27:43Daran heißt es, dass die Informationen nicht nur im Gehirn gespeichert werden,
27:47sondern möglicherweise auch im Zellgedächtnis der einzelnen Organe.
27:51Verstehst du?
27:52Also vereinfacht gesagt bedeutet es, dass wenn jemand ein Organ transplantiert bekommt,
27:57dass er möglicherweise Eigenschaften des Spenders übernehmen könnte.
28:01Das klingt ganz schön schräg.
28:02Ja, es gibt auch keine wissenschaftlichen Beweise dafür, aber stell dir mal vor,
28:07du bekommst das Herz eines anderen Menschen.
28:09Das macht doch was mit dir.
28:10Ja, würde aber auch erklären, warum Livs Tagebuch sich so liest,
28:12als ob es zwei Personen geschrieben hätten.
28:14Ja genau, vor der Transplantation war sie das 14-jährige Mädchen.
28:17Danach fühlte sie sich auf einmal als erwachsene Frau.
28:21Ja, stellt sich nur die Frage, warum ihre Mutter so getan hat.
28:24Als ob alles in Ordnung gewesen wäre.
28:26Ja.
28:37Jedes Mal, wenn sie kommen, dann denke ich, dass sie Livs gefunden haben.
28:41Ja, ich konnte heute Nacht nicht schlafen.
28:44Musste mich ablenken.
28:45Vanille-Muffin?
28:48Alma?
28:49Alma?
28:49Rosa, wie schaust du denn aus?
28:57Kommt, zieh dir mal was an, ich mach das hier.
29:17Frau Seidel.
29:19Wie ist aus ihrer Sicht das Verhältnis zwischen Liv und ihrer Mutter?
29:23Ist es so harmonisch, wie Frau Brenner es darstellt?
29:30Naja, also...
29:32Neulich ist schon was vorgefallen.
29:48Hier, schau mal.
29:49Danke.
29:51Gut.
29:52Gleich.
29:55Claudia?
29:56Ja?
30:00Du hast mal gesagt, wenn was ist, kann ich mit dir reden.
30:03Ja, klar.
30:04Was gibt's?
30:08Erzähl.
30:09Warum tun Leute Dinge, die man nie von ihnen erwartet hätte?
30:15Also, schlechte Dinge.
30:16Ich glaube, dass wenn Menschen schlechte Dinge tun, wie du sagst, dann hat das meistens einen Grund.
30:29Die wollen nichts Böses.
30:30Vielleicht, weil sie selbst verletzt worden sind oder weil sie Angst haben, jemanden zu verlieren.
30:36Das ist was passiert.
30:44Was Schlimmes.
30:46Und Mama, sie haben's.
30:49Hanna war vollkommen verwirrt.
31:02Hanna?
31:03Hanna?
31:04Habe ich Hanna gesagt?
31:05Ich meinte Liv.
31:06Entschuldigung.
31:06Wer ist Hanna?
31:09Hanna ist meine Tochter, die ist schon älter.
31:12Die lebt in den USA, studiert da.
31:14Ich kann Ihnen wirklich nicht sagen, was zwischen den beiden vorgefallen ist.
31:16Tut mir leid.
31:17Was erzählst du denn da?
31:23Was?
31:24Ich glaube, es ist besser, wenn du jetzt gehst.
31:30Okay.
31:43Frau Brenner, was ist zwischen Ihnen und Ihrer Tochter vorgefallen?
31:47Ich habe keine Ahnung, was Sie meinen.
31:49Liv hat sich verändert.
32:00Als die Nachricht kam, dass Liv ein Spenderherz bekommen kann, das war wie ein Wunder.
32:11Aber Liv war nach der Transplantation nicht mehr dieselbe.
32:19Sie ist mir fremd, versteht sie?
32:24Mein Kind ist nicht mehr.
32:26Mein Kind.
32:28So ein Scheiße.
32:29Ich habe keinen Bock mehr auf diesen irgenen rosa Kack.
32:33Und ich will auch nicht mehr aufs Scheißkonzert.
32:40Das ist deine Lieblingsband.
32:42Was machst du da?
32:43Ich mag das nicht mehr.
32:47Was ist denn los mit ihr?
32:49Seit der OP, da bist du anders.
32:52Ja, ich bin anders.
32:54Aber du kopierst es nicht.
32:56Ich kann es nicht mehr.
32:58Ich halte es nicht mehr aus.
32:59Was denn?
33:00Was hältst du nicht mehr aus?
33:02Dich, Mama.
33:03Dich halte ich nicht mehr aus.
33:04Du bist eine beschissene Mutter.
33:05Du verstehst nichts, gar nichts.
33:07Du lebst komplett hinter dem Mond in deiner verfickten Harmoniewelt.
33:10Ich bin keine Girlbein mehr und ich will auch nicht mehr in die Scheißschule.
33:13Ich hasse alles.
33:14Aber du verstehst es einfach nicht.
33:16Ich bin gesund, aber du wirst, dass ich für immer krank bleibe.
33:18Aber weißt du was?
33:20Du bist krank.
33:20Krank im Kopf.
33:21Lisse.
33:31Lisse.
33:33Lisse.
33:34Entschuldigung.
33:36Entschuldigung.
33:38Entschuldigung.
33:44Entschuldigung.
33:46Ich hätte sie nicht schlagen dürfen.
34:04Man schlägt kein krankes Kind.
34:08Frau Brenner, wenn Sie wussten, dass Liv die Band nicht mehr leiden kann,
34:12warum haben Sie dann Tickets für das Konzert gekauft?
34:15Ich wollte, dass es so ist wie früher.
34:20An dem Abend, als Liv verschwunden ist, haben Sie sich da wieder gestritten?
34:26Ich habe Sie an dem Abend nicht geschlagen, falls es das ist, worauf Sie hinaus wollen.
34:29Ich habe Sie nur einmal geschlagen. Das war eine Ausnahmesituation.
34:33Ansonsten haben wir ein wunderbares Verhältnis. Dann können Sie Claudia fragen.
34:37Claudia Seidel.
34:39Liv hat sich ihr anvertraut, wenn wir mal Streit hatten.
34:42Claudia vermisst ihre Tochter.
34:44Wie lange kennen Sie beide sich schon?
34:47Seit der Transplantation.
34:49Claudis Mutter lag im selben Krankenhaus wie Liv.
34:53Wir haben uns gleich verstanden und haben dann Nummern ausgetauscht.
34:59Wir sind beide alleinerziehende Mütter. Sie hat immer verstanden, wie es mir geht.
35:06Ist Ihnen mal zwischen Liv und Claudia etwas aufgefallen?
35:10Eine Situation, die Sie im Nachhinein für merkwürdig befanden?
35:17Kurz nach der Transplantation.
35:19Ich kann es fühlen.
35:21Es schlägt so schön und stark.
35:26Willst du auch mal fühlen, Claudia?
35:40Kann ich auch mal fühlen, Claudia?
35:42Ja.
35:44Ja.
35:45Ja.
35:47Das war's.
36:17Das war seltsam.
36:24Die beiden waren sich so nah.
36:32Habt ihr mit Claudia Seidel gesprochen?
36:34Konnten wir nicht. Sieht so aus, als hätte sie sich abgesetzt.
36:36Claudia Seidel lebt erst seit einem Jahr in Berlin.
36:39Und es stimmt, sie hat Alma Brenner nicht zufällig getroffen.
36:42Die Behauptung, dass ihre Mutter im Krankenhaus behandelt wurde, ist gelogen.
36:45Und ihre Tochter, die studiert nicht in den USA.
36:49Die ist vor einem Jahr bei einem Verkehrsunförmungsleben gekommen.
36:51Richard Brenner hat in einem Zeitungsinterview von Livs Herztransplantation gesprochen.
36:56Den Artikel muss Claudia Seidel hier lesen haben.
36:58Letztes Jahr wurden in Deutschland 340 Herzen transplantiert.
37:02Claudia Seidel ist wahrscheinlich fest davon ausgegangen,
37:04dass Liv das Herz ihrer Tochter Hannah bekommen hat.
37:07Fahren nur nach Claudia Seidels Wagen.
37:11Sofort.
37:17Hannah.
37:21Schätzchen, aufwachen.
37:22Wo sind wir?
37:30Ich will nach Hause.
37:33Bei mir ist dein Zuhause, Hannah.
37:35Ist alles gut.
37:37Ich bin nicht Hannah.
37:43Du musst deine Medikamente nehmen.
37:45Radek, wir haben sie.
37:53Die Kollegen haben den Wagen von Claudia Seidel gesichtet.
37:56A12 Richtung Polen.
37:57Sie haben sich rangehängt.
37:59Vor ein paar Minuten hat sie die Autobahn verlassen.
38:00nach一起.
38:01Dragan.
38:05Eigend RAG revenue ab.
38:13Zuhause.
38:14Deutschland ist mein Unitsіяel.
38:15Mann.
38:17PPGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGBGB'ig.
38:23Lezter Vđ Medicaid.
38:25Wir übernehmen von hier.
38:55Wir übernehmen von hier.
39:25Hanna wird zurück.
39:28Es tut mir leid, Liff.
39:30Es tut mir leid, Liff.
39:31Es tut mir leid, Liff.
39:35Es tut mir leid, Liff.
39:38Es tut mir leid, Liff.
39:42Es tut mir leid, Liff.
39:45Es tut mir leid, Liff.
39:49Es tut mir leid, Liff.
39:50Es tut mir leid, Liff.
39:52Es tut mir leid, Liff.
39:54Es tut mir leid, Liff.
39:56Es tut mir leid, Liff.
40:01Untertitelung des ZDF, 2020
40:31Untertitelung des ZDF, 2020
41:01Untertitelung des ZDF, 2020
41:31Untertitelung des ZDF, 2020
42:01Radek, die Anwältin, von der du da gesprochen hast
42:09Du hast gesagt, dass sie eine von den Guten ist?
42:14Die Visitenkarte, hast du die vielleicht noch?
42:17Ich werde mich selbst anzeigen
42:18Du weißt, was damit auf dich zukommt
42:27Und das ist ein Schuss, was damit auf dich zukommt?
42:28Ich werde mich selbst anzeigen, von der du da gesprochen hast, denn ich bin mir hier nicht sicher.
42:32Untertitelung. BR 2018
43:02Untertitelung. BR 2018
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