00:00Bei den Elementarpädagoginnen und Pädagogen gibt es einen eklatanten Mangel an qualifiziertem Personal.
00:09Um das Image des Berufs zu verbessern und neue Zielgruppen für die Arbeit in Kindergärten oder Krippen zu gewinnen,
00:18hat Bildungsminister Wiederkehr am Freitag eine neue Werbekampagne präsentiert.
00:24Das ist die erste eigenständige Kampagne im Bereich der Elementarbildung aus dem Bildungsministerium.
00:31Wir verfolgen zwei Ansätze. Erstens eine Imageverbesserung und auch mehr gesellschaftliche Awareness für diesen Bereich.
00:39Das zweite Ziel der Kampagne ist zu informieren, nämlich informieren über konkrete Ausbildungswege.
00:45Die Regierung habe 32 Millionen Euro für 4000 neue Ausbildungsplätze im Bereich der Elementarpädagogik budgetiert.
00:57Ab Herbst starten zusätzlich zu den bereits bestehenden Ausbildungen berufsbegleitende College-Angebote,
01:05die sich vor allem an Erwachsene, die sich beruflich neu orientieren wollen, richten.
01:11Wie viel neues Personal es genau braucht, ist aufgrund fehlender Daten nicht ganz klar.
01:18Nachdem es hier unterschiedliche Träger und Bundesländer gibt, haben wir hier ein Datenproblem,
01:22nämlich dass das Bildungsministerium nicht alle Daten hier zusammenläuft.
01:28Wir haben hier einen extremen Fleckerlteppich in Österreich, nach Bundesländern unglaublich unterschiedlich,
01:34was auch dazu führt, dass nicht nur die Qualität und die Rahmenbedingungen unterschiedlich sind,
01:39sondern auch die Anforderungen ans Personal.
01:41Beispielsweise kann eine Assistentin oder ein Assistent im Kindergarten aus der Steiermark in der Grenzregion nicht in Kärnten arbeiten.
01:51Und das halte ich für absurd.
01:53In einem europäischen Raum der Personenfreizügigkeit können wir in Österreich nicht im anderen Bundesland arbeiten.
02:00Das Ministerium hat laut Wiederkehr dem Sparzwang zum Trotz 360.000 Euro für die neue Kampagne zusammengekratzt.
02:10Sie soll zumindest bis zum Ende der Anmeldefrist für die Elementarpädagogik-Ausbildung laufen.
02:17Bisherige Ausbildungsoffensiven und Kampagnen im Bildungsbereich, wie etwa die Initiative Klassejob,
02:27haben bisher nicht zu mehr Andrang geführt.