- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00:00Musik
00:00:30Du willst wirklich gar nichts davon behalten?
00:00:47Was hab ich denn mit dem ganzen Zeug?
00:00:54Noch nicht mal eins von den schönen Fotos?
00:00:56Guck mal bitte die Frisur, das war voll peinlich
00:00:58Ja, das ist nächstes Jahr bestimmt wieder in
00:01:01Deine Patentante scheint dich sehr gemocht zu haben
00:01:05Ja, super, jetzt bleibt wieder alles an mir hängen
00:01:08Haushaltsräumen, Beerdigung organisieren
00:01:10Und das bei meinem Fulltime-Job
00:01:12Deshalb machst du das ja auch während deiner Arbeitszeit, ne?
00:01:17Danke, dass du mir hilfst
00:01:18Ja, und bei der Beerdigung nimmt dir doch Wolfgang alles ab
00:01:21Ich hab seine Konkurrente mit der Bestattung beauftragt
00:01:24Komm, hierher wohnen
00:01:26Was, echt?
00:01:27Ja
00:01:27Und Wolfgang?
00:01:29Habt ihm noch nicht gesagt
00:01:30Aber er ist selber schuld
00:01:31Die Mohnen ist viel billiger
00:01:32Das wollte ich mal merken
00:01:34Für deine Beerdigung
00:01:35Ja?
00:01:43Wer ist tot?
00:01:43Das darf ja echt nicht wahr sein
00:02:01Wie viel Pech kann man haben?
00:02:03Ich bin gerade aus dem Kolumbarium zurückgekommen
00:02:18Wann war das?
00:02:19Wann haben Sie Ihre Mutter gefunden?
00:02:25Vor einer halben Stunde?
00:02:28Ich bin gerade aus dem Kolumbarium zurückgekommen
00:02:31Vom Kolumbarium?
00:02:32Ja, da werden Uhren bestattet
00:02:33Ja, da werden Uhren bestattet
00:02:34Ein Carstens
00:02:35Ich war gestern hier
00:02:37Wegen meiner Tante
00:02:40Wegen meiner Tante?
00:02:41Sie war noch auch kurz dabei
00:02:44Als ich mit Ihrer Mutter über die Preisunterschiede zwischen Erdfeuer und Seebestattung gesprochen habe
00:02:48Sie hatte mir dann super Angebot gemacht
00:02:51War Ihre Mutter allein, als Sie zum Kolumbarium gefahren sind?
00:02:58Ja
00:02:58Tja, ähm
00:03:01Das sieht so aus, als wäre sie unglücklich gestößt
00:03:05Ich kann das immer noch nicht glauben
00:03:08Vorhin hat meine Mutter noch geliebt
00:03:12Entschuldigung
00:03:14So schön
00:03:18Danke
00:03:19Ist da oben noch jemand?
00:03:30Nein
00:03:30Da oben sind unsere Wohnräume und hier unten ist Mutter
00:03:35Das heißt, jeder kann jederzeit hier rein
00:03:38Das macht ja denn hier
00:04:07Sie kennen Haube, Dank?
00:04:17Ja
00:04:17Überall in der Stadt hat er diese Dinger verteilt
00:04:22Sogar direkt vor unserem Haus
00:04:24Da habe ich ihn natürlich weggenommen
00:04:27Meine Mutter hatte die Nase voll und hat ihn angezeigt wegen unlauteren Wettbewerbs
00:04:32Könnte er meine Mutter die Treppe hinunter gestoßen haben?
00:04:37Seid mal, seid ihr von allen guten Geistern verlassen?
00:04:58Wolfgang, wir müssen dich das nur mal fragen
00:05:00Ich hatte keine Zeit, Cornelia Moon die Treppe runter zu stoßen
00:05:04Weil ich den ganzen Vormittag hier war, in meinem Institut, mit meinen Kunden
00:05:09Es gibt nämlich noch Menschen mit Stil, denen die monische Billigbestattung genauso zuwider ist wie mir
00:05:14Wenn du deine Preise so hoch schraubst, dann musst du dich nicht wundern, dass die Mon beliebter ist
00:05:18Ich schraube überhaupt nicht so
00:05:20Ich habe nur Prinzipien, die diesem Geier von
00:05:23Die meiner geschätzten, seligen Kollegin
00:05:28Egal waren
00:05:30So, so
00:05:31Und was sind das für Prinzipien?
00:05:33Dieser ganze Bestattungstourismus in Richtung Holland
00:05:36Klar ist das da drüben billiger
00:05:38Aber Leichen waren auch mal Menschen
00:05:40Und ich finde das unerträglich, wenn es nur darum geht
00:05:45Den toten Verwandten möglichst schnell, ratzfatz, preissparend unter die Erde zu bringen
00:05:50Und du meinst, Cornelia Moon hat genau damit geworben, ja?
00:05:55Habt ihr eigentlich schon ihren Liebhaber befragt?
00:05:58Was?
00:05:59Die Moon hatte einen Liebhaber?
00:06:01Ja, schwer zu glauben, finde ich auch
00:06:03Ja, allerdings
00:06:03Wer war das denn?
00:06:04Keine Ahnung, soll aber wesentlich jünger gewesen sein als sie
00:06:07Ach was
00:06:08Ja, hätte ihr Sohn sein können
00:06:10Ernsthaft?
00:06:11Alte, verschrumpelte Männer mit einer jüngeren Frau sind für euch kein Problem
00:06:14Aber eine Frau jenseits der 50 mit einem jüngeren Mann?
00:06:17Ihr seid solche Chauvis
00:06:18Das hat mit Chauvinismus nichts zu tun
00:06:20Tüll ich
00:06:21Sondern mit Heuchelei
00:06:23Ach komm
00:06:24Sobald jemand nicht in Cornelia Moons frommes, pietistisches Weltbild gepasst hat
00:06:28Hat sie sofort gegen jeden die Moralkeule ausgepackt
00:06:31Auch gegen dich?
00:06:33Gegen jeden
00:06:34Sogar gegen ihre eigene Tochter
00:06:38Aber die hat sich nie getraut aufzumucken
00:06:42Hat immer schön brav getan, was ihre Mutter wollte
00:06:45Seit 2009 gehört es hier zum Weltnaturerbe
00:06:53Es ist ein ganz besonderer Ort
00:06:54Und bevor wir ihn betreten, müssen wir ein paar Dinge beachten
00:06:57Wir sollten zusammenbleiben
00:06:58Dass niemand verloren geht, falls Seenebel aufkommt
00:07:01Und in circa zwei Stunden, da sollten wir umkehren
00:07:04Dass wir nicht vom Wasser eingeholt werden
00:07:06Marion
00:07:10Was ist los?
00:07:12Mutters Tod
00:07:13Was?
00:07:18Wie ist denn das passiert?
00:07:23Und jetzt?
00:07:24Wie?
00:07:30Und deshalb muss ich jetzt wieder aus Wilhelmshaven antanzen?
00:07:33Letzte Woche haben sie noch gesagt, sie wollen lückenlos über alles informiert werden
00:07:36Eine Frau fällt die Treppe runter, bricht sich das Genick
00:07:39Was kommt denn als nächstes?
00:07:42Ein umgekipptes Darmfahrrad am Hafen?
00:07:44Es ist doch noch überhaupt nicht klar, dass es ein Unfall war
00:07:46Einem Gerücht zu folgen, gab es da zum Beispiel einen Liebhaber, der Philae
00:07:49Neuer Blutdruck besser?
00:07:55Das brauche ich zum Joggen
00:07:56Sagen Sie, dieser mysteriöse Liebhaber
00:07:58Das wissen Sie von wem?
00:08:00Wolfgang Karpedag
00:08:01Kann dieser Tag besser werden?
00:08:04Frau Scherzinger
00:08:09Insa
00:08:09Redet ihr gerade über den Tod von Konea Moon?
00:08:13Woher wissen Sie das schon wieder?
00:08:15Sie war meine Kundin
00:08:15Oh Gott
00:08:16Wenn ich euch irgendwie helfen kann
00:08:18Leichenscheu übernehmen zum Beispiel oder so
00:08:20Falls sowas überhaupt nötig ist
00:08:23Dann wird das selbstverständlich die Gerichtsmedizin in Oldenburg übernehmen
00:08:27Schon klar
00:08:27Haben Sie was am Auge?
00:08:32Wo ist die Leiche denn gerade?
00:08:34Der Kühlkammer des Bestattungsinstituts Mond
00:08:37Frau Scherzinger
00:08:38Bis die Kollegen aus Oldenburg Zeit finden, bin ich mit meiner Analyse doch dreimal fertig
00:08:42Er braucht das zum Joggen
00:08:46Sag mal, hast du mal was davon gehört, dass Konea Moon einen Liebhaber hatte?
00:08:49Wesentlich jüngere Liebhaber
00:08:51Nein, aber vielleicht hilft euch das
00:08:53Sie hat bei mir per Rezept verordnete Antidepressiva gekauft
00:08:57Sie hatte Depression?
00:08:58Mhm, seit etwa drei Monaten
00:09:00Und bei wem war sie in Behandlung?
00:09:01Frau Dr. Freimuth
00:09:02Sie ist eine sehr fähige und freundliche Ärztin
00:09:05Wir könnten ja mal mit ihr reden
00:09:06Dann tun Sie das doch mal endlich, ja?
00:09:12Und jetzt raus mit Ihnen alle!
00:09:14Gut, dann schaue ich mir die Leiche mal genauer an
00:09:16Nein, Frau Scherzinger, das tun Sie nicht
00:09:18Oh, Rocky, Sie wissen doch, wie diskret ich immer bin
00:09:21Ja, ich weiß vor allem, wie das ist, von Dilettanten umgeben zu sein
00:09:25Ich habe hier noch nicht mal eine richtige Stelle
00:09:27Weil es in diesem Kaffling an allem fehlt
00:09:29An Geld, an Know-how, an Unterkünften
00:09:31Diese Pulsmesse-Apps
00:09:35Ich besorge Ihnen mal was Richtiges und dann schauen wir weiter, ja?
00:09:38Ich bin kerngesund
00:09:45Äh, wir wissen natürlich, dass Sie uns ohne Gerichtsbeschluss keine Auskunft geben dürfen, aber wir...
00:09:57Wenn meine Patientin unter ungeklärten Umständen verstirbt, verstecke ich mich doch nicht hinter Paragrafen
00:10:01Schön, also warum haben Sie ihr diese Antidepressiva verschrieben?
00:10:05Frau Mondlitt an einer leichten Angststörung
00:10:07Was bedeutet?
00:10:09Naja, die ständige Beschäftigung mit dem Tod hat ihre Angst vor dem eigenen Ableben verstärkt
00:10:14Das kommt übrigens häufiger vor bei Menschen in Berufsgruppen, die täglich mit dem Thema Sterblichkeit konfrontiert werden
00:10:19Auch bei Polizisten
00:10:21Sie hatte jetzt aber keinen konkreten Anlass, sich um ihre Gesundheit zu sorgen
00:10:29Gar nicht
00:10:29Aber die wachsende Wahrscheinlichkeit, mit zunehmendem Alter ernsthaft zu erkranken, hat diese Angst eben verstärkt
00:10:36Deswegen musste ich sie behandeln
00:10:37Mit Antidepressiva
00:10:38Warum haben Sie sie nicht zu einem Psychotherapeuten überwiesen?
00:10:42Ich weiß
00:10:43Zu viele Psychopharmaka werden zu wenig von Spezialisten, sondern von einfachen Hausärzten verordnet
00:10:48Aber Frau Mondlitt war weder Selbstmord noch suchtgefährdet
00:10:51Und die Dosis, die ich ihr verschrieben habe, war denkbar harmlos
00:10:54Hat die denn funktioniert?
00:11:02Sehr gut
00:11:02Sie war erstaunt, wie gut es ihr wieder ging
00:11:04Könnten die Medikamente irgendwelche Nebenwirkungen ausgelöst haben?
00:11:08Also Schwindelgefühl, Sehstörungen?
00:11:11Medikamente können immer Nebenwirkungen haben, aber nicht bei der geringen Dosis
00:11:14So traurig es ist, Frau Mondlitt hatte wohl einfach nur Pech
00:11:18So, schon fertig
00:11:39Einen Moment, Frau Scherzinger, ich...
00:11:41Entschuldigung, wir haben vorübergehend geschlossen
00:11:43Ja, ich muss da noch los
00:11:44Ich habe immer noch nicht verstanden, warum Sie jetzt für die Polizei arbeiten
00:11:47Wenn gute Expertise fehlt, dann bin ich gern zur Stelle
00:11:50Wiedersehen
00:11:51Es tut mir leid, ich nehme momentan keine Kundenaufträge an
00:11:56Mein Name ist Edgar Rabe
00:11:58Hat Ihre Mutter nichts von mir erzählt?
00:12:02Nein
00:12:02Hören Sie, ich...
00:12:06Weiß nicht, wer Sie sind und was Sie wollen, aber ich muss Sie wirklich...
00:12:09Ich werde Ihnen jetzt mal ganz genau sagen, was ich will
00:12:11Sag mal, der Liebhaber von König Herr Mohn
00:12:16Das fang doch nicht schon wieder damit an
00:12:18Was denn, der ist nun mal bisher unsere einzige Spur
00:12:21Wieso Spur? Das war ein Unfall
00:12:23Wahrscheinlich
00:12:26Ich meine, warum hat uns Mario nichts von ihm erzählt?
00:12:33Weil sie nichts von ihm wusste?
00:12:34Oder weil sie uns nichts von ihm erzählen wollte
00:12:36Das glaube ich nicht
00:12:38Du willst deine Tante so unbedingt billig einäschern lassen, dass du es nicht glauben willst
00:12:45Hey, bei meinem Gehalt muss ich nur mal sparsam denken
00:12:47Sie ist deine Tante, Hank
00:12:49Ich meine, wie willst du dich von ihr verabschieden?
00:12:51Also, komm jetzt bitte nicht auf die Tour, ja?
00:12:53Ja, war es billig oder angemessen?
00:12:54Billig ist angemessen
00:12:56Was?
00:12:57Ja, weil sie selber geizig war
00:12:58Und schlechtes Gewissen konnte die einem übrigens auch super machen
00:13:02Außerdem wusste die immer alles besser, konnte nichts für sich behalten
00:13:06Und angeklopft hat die auch nicht
00:13:09Manche Menschen sind eben selber dran schuld, wenn man sich nicht mehr um sie kümmert
00:13:15Geht zu ja
00:13:33Geht zu ja
00:13:33Ja?
00:13:48Ich werde auf Ihre Forderung eingehen
00:13:50Und wann?
00:13:51Morgen
00:13:52Zwölf Uhr?
00:13:54Schick Ihnen die Adresse
00:14:03In der Blutprobe, die ich Corneliamons Leichen entnommen habe
00:14:13Habe ich wie erwartet ihre Antidepressiva gefunden
00:14:16In einer massiven Überdosis, oder?
00:14:17In einer völlig harmlosen Menge
00:14:19Ja, also, brauchen wir gar nicht weiter ermitteln
00:14:20Und ob? Ich habe nämlich was anderes entdeckt
00:14:23Mit Tärchen im Augapfel
00:14:25Was?
00:14:26Das sind punktförmige Blutungen, die entstehen, wenn man keine Luft mehr bekommt und dann erstickt
00:14:29Aber Corneliamon ist doch die Treppe runtergestürzt
00:14:31Ja, und wie? Die gebrochenen Knochen konnte ich alle spüren
00:14:34Ich habe da nämlich mal so ein Osteopathie-Seminar mitgemacht
00:14:37Bei dem Cousin meiner Freundin Grit Vierbum
00:14:39Das ist ein super Typ
00:14:40Der hat uns gezeigt, wie man alle 206 Knochen des menschlichen Körpers abtasten kann
00:14:44Der hatte Fingerspitzengefühl, das sage ich dir aber mal
00:14:47Oh
00:14:48Okay
00:14:50Das heißt, sie wurde erst erstickt und dann die Treppe runtergeschubst
00:14:53Umgekehrt
00:14:55Sie stürzt
00:14:56Hängen, darf ich mal?
00:14:58Der Täter merkt, dass sie noch nicht tot ist und versucht, sie zu erstecken
00:15:04Und aufgrund der gebrochenen Knochen kann sie sich ja leider nicht mehr wehren
00:15:07Gut, ich verstehe den Impuls, aber darf ich trotzdem erfahren, was hier los ist?
00:15:14Ja, so wie es aussieht, war Corneliamons Tod kein Unfall, sondern vorsätzlicher Mord, Herr Brockost
00:15:18Ich habe doch gesagt, dass die Spurensicherung da nochmal dran muss
00:15:21Frau Scherzinger
00:15:23Sie haben die Leiche nicht angefasst
00:15:26Und Frau Pfeiffer erfährt, dass Sie ihr wieder in die Zuständigkeit reinpfuschen
00:15:33Ja, was?
00:15:36Och, der Fall löst sich wirklich von alleine
00:15:39Wer profitiert vom Tod der Bestatterin?
00:15:43Hm?
00:15:44Die Tochter!
00:15:45Sie erbt ein florierendes Bestattungsinstitut
00:15:48Ja, gut, Herr Brockost, das ist ein Motiv, aber kein ausreichender Beweis
00:15:52Frau Eslybülle, dann finden Sie ausreichend Beweise
00:15:54Was machst du jetzt eigentlich mit deiner Tante, Henkel?
00:15:59Was?
00:16:00Was ist das?
00:16:03Meine Tante ist vor ein paar Tagen gestorben
00:16:05Nee, das war aber nicht auch Mord, oder?
00:16:07Nee, Herzinfarkt, sie hatten wohl seit Jahren schon zu hohem Kult
00:16:09Naja, jedenfalls liegt sie jetzt im Keller von Mons Bestattungsinstitut
00:16:15Wenn rauskommt, dass Sie Ihre Tante preiswert von einer Hauptverdächtigen unter die Erde bringen lassen
00:16:20Aber die sind preislich unschlagbar
00:16:21Schon mal was von Vorteilnahme im Amt gehört, Garstens?
00:16:24Ja, was stehen Sie denn hier noch rum?
00:16:37Nennst du wirklich der Sacki da rein?
00:16:49Wenn die Gefrier kommen, mir hat die auch gepasst
00:16:51Frau Mohn?
00:16:54Wie sag ich das, der Vignies?
00:16:57Sag ihr einfach die Wahrheit, Henkel
00:16:59Dass wir sie zum Kreis der Verdächtigen zählen?
00:17:01Dass im Rahmen unserer Ermittlungen keine persönlichen Verflechtungen entstehen dürfen
00:17:05Frau Mohn?
00:17:12Hat sie etwa?
00:17:33Die Frage ist, mit wem?
00:17:36Und jetzt?
00:17:38Geh mir da rein?
00:17:38Was, du willst da rein?
00:17:39Ich will da nicht rein, aber du musst mir da nicht rein
00:17:42Wir sind doch nur hier oben, weil wir dachten, dass jemand in Gefahr ist
00:17:44Ja, wer wollte ich's?
00:17:49Moin
00:17:49Wir wollten eigentlich zu meiner Tante
00:17:53Frau Freifer, ich muss dringend weg
00:18:12Noch an einer anderen Leiche herum deletieren, ja?
00:18:15Sowas würde ich nie tun
00:18:16Sie lügen sich um Kopf und Kragen, Frau Scherzinger
00:18:18Die Tochter der Toten hat mir bestätigt, dass Sie sich eingemischt haben
00:18:22Das, was Sie getan haben, nennt man Amtsanmaßung, Störung der Totenruhe, Behinderung, polizeiliche Ermittlungen
00:18:28Ich kann Ihnen nur raten, sich schon mal einen guten Anwalt zu nehmen
00:18:31Das muss Ihnen wirklich nicht panisch sein, weil...
00:18:45Ja, ich weiß
00:18:45Meine Mutter hat das mit Patrick und mir gar nicht gefallen
00:18:48Warum nicht?
00:18:53Weil sie fand, dass jemand wie Patrick unter meiner Würde sei
00:18:55Ich war schon immer offen für alles, was die Natur uns bietet
00:18:58Keine Schranken im Kopf
00:18:59Und, ähm, sexuelle Entspannung ist im Übrigen ein hervorragender Trost gegen den Tod
00:19:05Sehr liebensbejahend
00:19:06Äh, verstehe ich das richtig?
00:19:09Marion ist also, äh, was?
00:19:11Eine Kundin von Ihnen?
00:19:13Nicht mehr
00:19:13Anfangs hat sie mich zwar mal gebucht, aber
00:19:15Zwischen mal ist natürlich kostenlos für Sie
00:19:17Hm
00:19:19Meine Mutter hat nie verstanden, was ich in Patrick sehe
00:19:21Dass wir ganz offen über unsere Wünsche sprechen
00:19:25Danke
00:19:26Und versuchen, sie umzusetzen
00:19:29Und Marion hat gar kein Problem mit ihrem Job
00:19:32Wieso sollte sie?
00:19:34Schließlich sehen wir uns sehr oft bei meinen gleitenden Arbeitszeiten
00:19:36In gleitenden Arbeitszeiten, verstehe
00:19:39Hauptsache, nachfolge, stimmt was?
00:19:42Ja, die meisten, die mich einmal gebucht haben, die empfehlen mich weiter
00:19:45Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen gerne meine Telefonnummer geben
00:19:48Äh, nee, also echt jetzt wirklich
00:19:51Sie werden Ihre Umgebung mit ganz anderen Augen sehen
00:19:53Die Schönheit der Natur, das Meer, in all seinen Facetten
00:19:57Haben Sie schon mal eine Wattwanderung mitgemacht?
00:20:00Was hat das denn jetzt mit Ihrem Job zu tun?
00:20:03Ich bin Wattführer?
00:20:05Was?
00:20:06Ihre Mutter wollte Ihnen also in Sachen Liebe und Beziehung Vorschriften machen
00:20:10Wussten Sie, dass sie selbst einen wesentlich jüngeren Liebhaber hatte?
00:20:15Ein Liebhaber?
00:20:15Ja
00:20:16Nee, das stimmt nicht, das ist Quatsch
00:20:18Dieser Liebhaber von Frau Mohn
00:20:21Wissen Sie denn irgendwas?
00:20:24Ich habe den Typen nur einmal kurz gesehen
00:20:26Ernsthaft?
00:20:29Okay
00:20:30Ich
00:20:31Ich wollte eigentlich zu Marion, aber die war noch unterwegs
00:20:34Dafür war ihre Mutter da und eben dieser Typ
00:20:36Frau Mohn war das natürlich total unangenehm
00:20:40Ich musste hoch und heilig versprechen, ihrer Tochter nichts zu sagen
00:20:43Ja, beschreiben Sie ihn doch mal
00:20:47Anfang 30, sportlich, kurzes Haar
00:20:51Also ungefähr wie ich?
00:20:52Nee
00:20:53Muskelöser und ich gut aus sind
00:20:55Unseren Kunden sage ich immer
00:20:58Eine Beerdigung ist ein sehr wichtiger Abschluss
00:21:01Danach wird vieles leichter
00:21:04Ich wünsche mir sehr, dass das mit meiner Mutter genauso wird
00:21:09Frau Mohn, wir können Ihnen Leiche leider erst freigeben, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind
00:21:13Gut, in der Zwischenzeit werde ich mich um die Beisetzung der Tante Ihres Kollegen kümmern
00:21:17Arbeit ist ja die beste Ablenkung, richtig?
00:21:22Richtig
00:21:23Wir haben da nur ein kleines Problem
00:21:44Den Namen des Typen wusste er leider nicht
00:21:46Auch nicht, wo sie ihn kennengelernt hat?
00:21:49Ja, wo lernt man sich heute kennen? Im Internet
00:21:50Du meinst, die Mohn hat sich per Dating-Webseite einen Mann gesucht?
00:21:54Was sonst?
00:21:56Wo lernen sich denn die meisten Menschen kennen?
00:21:58Im Internet?
00:21:59Am Arbeitsplatz
00:22:00Echt?
00:22:03Ja, im Berufsalltag, wo man viel Zeit miteinander verbringt
00:22:05Da kommt man sich halt näher
00:22:16Wirklich, Frau Mohn ist echt
00:22:45Äh, ja
00:22:48Haben Sie sich mit ihr auch über Privates unterhalten?
00:22:55Klar, ich unterhalte mich ja mit jedem über Privates
00:22:57Das macht ja alles viel lebendiger
00:22:58Das ist mir auch total wichtig
00:23:00Wahrscheinlich wegen meiner Arbeit
00:23:02Mein Vorgänger hatte mich eigentlich vor Frau Mohn gewarnt, so von dem Stock im Arsch und so
00:23:06Aber bei mir war die total zutraulich
00:23:09Aber ich bin eben auch so eine People's Person
00:23:11Und mich schütten die Leute immer gleich ihr Herz aus
00:23:12Und was hat Ihnen Frau Mohn so ausgeschüttet?
00:23:16Ja, dass sie sich alt fühlt und allein
00:23:17Und dass sie eigentlich noch was erleben möchte
00:23:20Und dass sie mich beneidet, weil ich immer alles so locker nehme
00:23:23Ähm, hatte sie denn schon jemanden gefunden?
00:23:31Vielleicht jemanden, der hier arbeitet?
00:23:32Die meisten Menschen lernen sie am Arbeitsplatz kennen
00:23:34Na ja
00:23:35Also, bis auf ein paar Gärtner und Fuckengräber
00:23:40Arbeitsteher niemand
00:23:42Und die sind jetzt nicht so der Bringer
00:23:43Hm
00:23:44Aber Frau Mohn war mal total heiß auf diese Partys
00:23:48Was für Partys?
00:23:52Also, nicht, dass man mich da jetzt einladen würde
00:23:55Aber, was man so hört, gibt es hier in Leer voll die abgefahrenen, geheimen Treffen
00:23:59Von so reichen Geschäftsleuten, die in ihrem exklusiven Zirkel unter sich bleiben wollen
00:24:03Echt?
00:24:04Hm
00:24:04Und was geht da so ab?
00:24:08Keine Ahnung, aber ich meine, Leute, die sich alles erlauben können
00:24:10Erlauben sich wahrscheinlich auch alles
00:24:12Äh, und Frau Mohn nahm an diesen Partys teil?
00:24:18Also, sie hat sich jedenfalls immer voll drauf gefreut
00:24:20Und ich meine, ich hätte ihr das auch echt gegönnt, wenn sie mal so einen richtig knackigen Typen abgesandt hätte
00:24:25So ein gut aussehen, denn Sie wissen schon
00:24:27Äh, nee
00:24:29Na, wie die
00:24:30Ja, hat sie denn mal erwähnt, wer diese Partys veranstaltet?
00:24:37Also, solche Erinnerungen bekommt man nur von jemandem, der jemanden kennt, der jemanden kennt
00:24:41Freddy, kümmerst du dich gleich nochmal um die Zuschüttung von 412?
00:24:44Ja
00:24:45Ähm, ich muss jetzt mal weitermachen
00:24:48Wenn mir noch was einfällt, ruhe ich sie an
00:24:49Wie ist denn ihre Nummer?
00:24:50Ähm
00:24:51Ah ja, am besten auf die private
00:24:52Komm schon, sie kann uns vielleicht noch weiterhelfen
00:25:01Normalerweise frag ich nach Helene mal
00:25:03Wenigstens haben wir jetzt einen Anhaltspunkt, was den Liebhaber angeht
00:25:06Sag mal
00:25:07Hey
00:25:09Was soll das denn?
00:25:12Wir da hatten, sie liefern gerade an?
00:25:15Äh, nein, tu ich nicht
00:25:16Äh, und jetzt Finger weg
00:25:17Kannst du wirklich wie die Geier ganz ruhig abfangen?
00:25:23Äh, ich auch nicht
00:25:24Ja, Wolfgang, würdest du dich schon nicht übel nehmen?
00:25:33Was machen Sie denn schon wieder hier?
00:25:34Sie müssen die Pfeifer zurückpfeifen
00:25:36Wieso?
00:25:37Weil ich sonst wirklich Ärger bekomme und Sie auch
00:25:39Sie wollten doch, dass ich mich um die Leiche kümmere
00:25:42Äh, nein
00:25:44Nein, Frau Scherzmi, das habe ich so nicht gesagt
00:25:47Aber beruhigen Sie sich
00:25:49Frau Dr. Pfeifer ist bei der Spurensicherung
00:25:53Und nicht meine Vorgesetzte
00:25:55Herr Brockhorst
00:25:56Hm
00:25:57Sie will mich und somit auch Sie der Behörde melden
00:25:59Das hat sie eben gerade angekündigt
00:26:01Glauben Sie wirklich, dass ich mir vor einer wieder Pfeifer ins Hemd mache?
00:26:04Enttäuschend, Herr Brockhorst
00:26:05Haben Sie nicht gesagt, Ihre Mitarbeiter würden nur so vor Ihnen zittern?
00:26:18Stattdessen macht hier wohl jeder, was er will, was?
00:26:22Besonders Ihre übergriffige Pillendreherin
00:26:25Hören Sie
00:26:35Der Fall Mohn sah anfangs überhaupt nicht wie ein Mord aus
00:26:39Trotzdem hätten Sie mich sofort verständigen müssen
00:26:41Und nicht erst, nachdem bereits jeder Hans und Franz über meinen Tatort gelatscht ist
00:26:45Bin ich d'accord?
00:26:48Lassen Sie uns doch reden
00:26:49Wen rufen Sie da jetzt an?
00:26:57Die Staatsanwaltschaft
00:26:58Ich habe da einen guten Freund, der Ihre disziplinarischen Probleme zu Protokoll bringen wird
00:27:03Sie haben absolut recht, Frau Dr. Pfeifer
00:27:07Nur weil ich nicht jede Minute hier sein kann
00:27:10Glauben ein paar meiner Untergebenen
00:27:12Sie könnten sich meiner Aufsicht entziehen
00:27:14Aber ich versichere Ihnen
00:27:18Dass ich ein derartiges Verhalten
00:27:20Nicht weiter dulden werde
00:27:23Und eigene Maßnahmen einleiten werde
00:27:25Eigene Maßnahmen
00:27:29Und, wie sehen die aus?
00:27:31Hm?
00:27:33Und, seid ihr inzwischen schlauer geworden?
00:27:50Ja, kommt noch
00:27:51Henk möchte, dass du seine Tante beerdigst, Wolfgang
00:27:58Was?
00:28:00Schnittchen-Teder?
00:28:04Das tut mir leid, Henk
00:28:05Ja
00:28:07Da gab es früher immer Malzbinder am Fußball
00:28:12Wann ist sie denn gestorben?
00:28:16Äh, vor ein paar Stunden
00:28:18Tagen
00:28:19Äh, wir haben Sie jetzt hier im Wagen
00:28:25Wenn du mal mit anpacken möchtest, Wolfgang
00:28:26Ja, ausgeschlossen
00:28:28Ich würde die liebe Teder wirklich gerne bestatten
00:28:30Aber?
00:28:31Meint ihr, ich mache hier Wassersport?
00:28:33Ich habe Hochwasser im Keller
00:28:34Die reinste Sturmflut ist das
00:28:36Wie ist das denn passiert?
00:28:37Ich bin Bestatter, kein Klempner-Menschenskind
00:28:39Probleme mit dem Bewässerungssystem?
00:28:46Die ganze Ernte ist in Gefahr
00:28:48Ja, wann kannst du Tante Teder denn aufnehmen?
00:28:52Morgen, vielleicht übermorgen
00:28:54Was soll ich so lange mit ihr machen?
00:28:56Was hast du denn in den letzten Tagen mit ihr gemacht?
00:29:03Wir können aber schon mal das Geschäftliche besprechen
00:29:05Äh, wir machen deiner Tante ein richtig schönes Premiumbegräbnis
00:29:09Mit allem, was dazugehört
00:29:10Es ist für Teder, Henk
00:29:12Vergiss es
00:29:14Henk
00:29:15Fragst jetzt Mario und Mohn, ob sie dir ein besseres Angebot macht
00:29:17Viel Glück
00:29:1913.000 Euro
00:29:21Das spinnt ja wohl
00:29:22Falls die nach dem Tod ihrer Mutter überhaupt weitermacht
00:29:25Was? Wieso?
00:29:29Freude hat ihr die Arbeit nie gemacht
00:29:31Sag mal, woher weißt du das alles, Wolfgang?
00:29:33Offenes Branchengeheimnis
00:29:36Grabe ich lieber selber ein Loch
00:29:38Dann hast du ja vielleicht auch schon mal was von diesen
00:29:41Exklusiven Privatpartys der reichen Irarner Geschäftsleute gehört
00:29:44Nee
00:29:45Wirklich nicht?
00:29:50Was habe ich mit reichen Geschäftsleuten zu tun?
00:29:53Ich bin froh, wenn ich ab und zu ein paar von denen unter die Erde kriege
00:29:55So knapp, wie ich meine Preise kalkuliere
00:29:58Edgar Rabe?
00:30:19Pass mal auf, du Arschloch
00:30:20Das mit der Erpressung
00:30:21Das Ende zieht uns die
00:30:22Nur noch einmal, Conny Giammons, guten Namen in den Dreck ziehst
00:30:36Und landest du in einem ihrer Särge
00:30:37Kapiert?
00:30:38Stopp!
00:30:50Oh, oh, oh, oh, oh.
00:31:20Oh, oh, oh, oh.
00:31:50Oh, oh, oh, oh, oh.
00:32:20Oh, oh, oh, oh, oh.
00:32:22Oh, oh, oh, oh.
00:32:24Was ist das? Ist das hier der, ich bringe heute meine Leiche mit zur Arbeit? Tag.
00:32:27Sie wollten doch, dass ich meine Tante von Maja und Mohn weghole.
00:32:30Ja, und Wolfgang hat einen Wasserschaden.
00:32:32Unter meinem Wohnwagen passt der Sarg leider nicht rein.
00:32:34Ja, und mir ist das egal.
00:32:35Sagen Sie dafür, dass das Teil wegkommt.
00:32:37Das Teil wegkommt? Wie reden Sie denn von meiner Tante?
00:32:41Ihre Tante?
00:32:41Das habe ich jetzt so nicht gemeint.
00:32:44Warum haben Sie es denn so gesagt?
00:32:46Übrigens, Diekmann hat uns bestätigt, dass die Tote einen Liebhaber hatte.
00:32:50Ja gut, dann holen Sie den zur Befragung her.
00:32:51Wir wissen auch nicht, wer er ist.
00:32:52Haben Sie Mohns Ärztin dazu schon befragt?
00:32:57Noch nicht. Wir verfolgen noch eine andere Spur.
00:32:59Sie hat ihn möglicherweise auf einer geheimen Party der Leraner Geschäftsleute kennengelernt.
00:33:03Ach, Insa könnten wir noch fragen. Die ist doch bestens vernetzt.
00:33:06Nein, nein.
00:33:08Sie hören bitte damit auf, ständig Frau Scherzinger einzubinden.
00:33:11Wenn das noch einmal vorkommt, dann werde ich selbst ein Disziplinarverfahren gegen Sie beide einleiten.
00:33:18Ist das klar?
00:33:20Der Einzige, der sich in Ihre Ermittlungen einmischen darf, bin ich.
00:33:41Frau Dr. Pfeiffer, ich habe meinen Einlauf bereits bekommen.
00:33:45Das soll ich zumindest glauben.
00:33:46Ganz ehrlich, ich bin ab jetzt nur noch Apothekerin.
00:33:49Ich musste das Brocki, Herrn Brockhorst, hoch und heilig versprechen.
00:33:53Brocki?
00:33:54Ja, so nennen Ihnen hier alle?
00:33:56Ich nicht.
00:33:57Nein, weil Sie ihn so nervös machen.
00:34:01Ich mache viele nervös.
00:34:03Zweifellos, aber Herrn Brockhorst ganz besonders.
00:34:06Aber da erzähle ich Ihnen doch nichts Neues, oder?
00:34:07Sparen Sie sich das. Ich weiß genau, wenn Brocki für jemanden was übrig hat,
00:34:11dann für Sie.
00:34:12Nein, da liegen Sie völlig falsch.
00:34:14Tue ich das?
00:34:14Ja.
00:34:16Wir sollten das Glück suchen, dort, wo wir es finden können.
00:34:19Frau Scherzinger?
00:34:20Hm?
00:34:22Mach ich Brocki, Herrn Brockhorst, wirklich nervös?
00:34:28Niemand kann das so wie Sie.
00:34:39Au.
00:34:41Guten Tag, Herr Brock.
00:34:47Horst.
00:34:47Ach gut. Was kann ich für Sie tun, Horst?
00:34:50Brockhorst, Kriminalpolizei.
00:34:53Oh, das ist ja auch ein stressiger Beruf.
00:34:55Und seit wann haben Sie Herzprobleme?
00:34:57Ich habe keine Probleme, mir geht's blendend.
00:34:59Nehmen Sie Medikamente?
00:35:02Nein, ich nehme keine Medikamente.
00:35:04Treiben Sie Sport?
00:35:05Ich laufe täglich zehn Kilometer.
00:35:07Am Stück oder über den Tag verteilt.
00:35:09Vielleicht sollten Sie es lieber mal mit einer dünnen Schaukel probieren.
00:35:13Ihre Patientin, Cornelia...
00:35:15Sprechen Sie ruhig weiter, aber machen Sie sich oben rum mal frei.
00:35:19Was?
00:35:20Noch ein Mordfall?
00:35:28Nein, das ist Hengst Tante.
00:35:30Ja, könntest du sie vielleicht bei dir unterbringen?
00:35:32Nur bis Wolfgangs Wasserscham beseitigt ist.
00:35:34Was hast du denn?
00:35:38Die Pfeifer setzt mich total unter Druck und will mich bei der Staatsanwaltschaft melden.
00:35:42Und alles nur, weil ich so unentbehrlich für euch geworden bin.
00:35:45Unentbehrlich.
00:35:46Ja, auf jeden Fall muss sich der Pfeifer versprechen, dass ich mich in Zukunft nur noch um die kranken Menschen kümmere und nicht mehr um die Toten.
00:35:52Aber deine Tante nehme ich natürlich gerne.
00:35:55Die an der Uni, die nehmen die Leichen ja immer so unter Verschluss.
00:35:57Oder kassieren total ab.
00:35:58Ich nähe am Ende auch alles wieder zu, es fällt überhaupt nicht auf.
00:36:01Was? Das kommt überhaupt nicht in Frage.
00:36:02Ich glaube ja, sie hatte was in der Galle.
00:36:03Ich meine, Henkilein, sind wir mal ehrlich. Es war eine ganz schöne Giftspritze.
00:36:06Bei dir lasse ich meine Tante auch nicht.
00:36:09Was hat er denn?
00:36:14Sag mal, hast du schon mal was von geheimen Partys der reichen der Rahner Geschäftsleute gehört?
00:36:18So, Sextreffen?
00:36:19Ja, in Konda hat er mal was erwähnt, aber der nimmt sich immer so wichtig.
00:36:22Wer war das?
00:36:24Ja, es sind ja geheime Partys, ne?
00:36:26Und dir wird er nichts sagen.
00:36:28Aber ich kann ja mal fragen.
00:36:31Okay, aber unauffällig und schnell.
00:36:33Sehen Sie, Cornelia Mohn war doch bei Ihnen noch in psychologischer Behandlung.
00:36:38Haben Sie doch bestimmt auch über Ihr Liebesleben gesprochen.
00:36:40Mein Liebesleben?
00:36:41Äh, Frau Mohns erheblich jüngeren Liebhaber?
00:36:46Wir haben eigentlich nur über Ihre Angst vor schweren Krankheiten gesprochen.
00:36:49Zum Beispiel gefährlich hohen Blutdruck.
00:36:51Damit habe ich zum Glück keine Probleme.
00:36:53Ja, das sagen viele.
00:36:56Und dann kippen Sie plötzlich um.
00:36:58Sie wollen doch bloß die Benutzung Ihrer teuren Geräte abrechnen.
00:37:02Wir kennen auch die Tricks der Ärzte.
00:37:04Unnötige Untersuchungen zur Finanzierung des persönlichen Lebensstils.
00:37:08Das gefällt mir aber gar nicht.
00:37:10Das denke ich mir.
00:37:10Sie haben da ein kleines Herzgeräusch, wussten Sie das schon?
00:37:13Was für ein Herzgeräusch?
00:37:14Denkt wohl die Klappe ein bisschen durch.
00:37:16Die Klappe?
00:37:17Atmen Sie mal tief ein.
00:37:22Wie lange ist Frau Mohn schon Ihre Patientin?
00:37:24Schon seit Jahren.
00:37:26Und noch mal tief einatmen?
00:37:27Dann haben Sie doch bestimmt noch über Privates mit ihr gesprochen.
00:37:33Ach, mit Frau Mohn wurde eigentlich keiner richtig warm.
00:37:36Sie waren eine ziemliche Despotin und Besserwässerin.
00:37:39Sie kennen so Leute, denen man es nie recht machen kann.
00:37:42Und jetzt mal Luft anhalten?
00:37:45Okay.
00:37:47Lassen Sie sich zeitnah einen Termin geben.
00:37:49Wir sollten unbedingt mal einen großen Check bei Ihnen machen.
00:37:51Was?
00:37:53Nur zur Sicherheit.
00:37:54Ich will ja nicht schon wieder so schnell einen Patienten verlieren.
00:37:58Wiedersehen, Horst.
00:38:24Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist.
00:38:29Soll ich etwa meine Tante die nächsten Tage weiter durch die Gegend kutschieren?
00:38:38Horst, wird explodieren.
00:38:40Von mir aus fällt auf der Stelle tot um.
00:38:42Dann kann die Nimon gleich mitbeerdigen.
00:38:44Frau Mohn?
00:38:45Ich bin gleich zurück.
00:39:07Das sind.
00:39:35Moin. Moin. Moin. Moin. Moin. Ist ja offenbar gerade ungünstig. Werde ich mal wieder.
00:39:50Warte mal. Seid war ein bisschen schon hier, Wolfgang.
00:39:54Was? Komm doch mal wieder rein. Wieso? Was genau? Das war ich nicht.
00:40:03Und warum wolltest du dann so schnell wieder abhauen? Um keinen falschen Eindruck zu erwecken.
00:40:12Ich habe, danke, ein Geräusch gehört.
00:40:19Und wollte nachsehen und dann wurde mir schwarz vor Augen.
00:40:23Worüber wolltest du denn mit dir reden? Dies und das.
00:40:28Natürlich auch über unsere weitere geschäftliche Koexistenz.
00:40:31Wir müssen ja nicht unbedingt Konkurrenten bleiben.
00:40:35Da sind ja jede Menge synergetische Effekte vorstellbar.
00:40:47All sowas.
00:40:50Dass Wolfgang zu sowas fähig ist? Ich glaube nicht, dass er es war.
00:40:54Wer dann?
00:40:55Haben Sie keine Idee?
00:40:57Nein.
00:40:58Wer auch immer es war, was hat er hier im Büro gesucht?
00:41:02Keine Ahnung.
00:41:04Die Büroarbeit hat immer meine Mutter gemacht.
00:41:11Marion!
00:41:12Geht's wieder?
00:41:13Lassen Sie das bitte liegen, Frau Moon.
00:41:26Ob der Wässer unsere Firmgeheimnisse ausspionieren kann?
00:41:29Nein, damit wir einen Hinweis bekommen, wer hier wirklich eingebrochen ist.
00:41:32Schauen Sie doch aus.
00:41:33Sie wollen doch nur von Ihrem Freund hier ablenken.
00:41:35Ich würde einfach gerne mal mit dir über all die möglichen Synergien sprechen,
00:41:39die uns beiden zugutekommen könnten.
00:41:42Jetzt reicht's.
00:41:43Raus hier.
00:41:44Alle.
00:41:44Sofort.
00:41:45Raus, habe ich gesagt.
00:41:46Ich frage mich, was der Einbrecher in dem Büro gesucht hat.
00:42:05Vielleicht das hier.
00:42:09Scheiße, hast du das einfach mitnehmen lassen?
00:42:11Das lag auf dem Drucker.
00:42:13Ohne Durchsuchungsbeschluss.
00:42:16Das ist ein Kunde.
00:42:17Hans-Joachim Rabe.
00:42:19Wurde vor ein paar Monaten bestattet.
00:42:21Ein Auftraggeber war sein Sohn Edgar.
00:42:24Könnte der was damit zu tun haben?
00:42:26Fragen wir doch mal.
00:42:29Vorsicht!
00:42:34Wir sollten den Saat besser abdecken.
00:42:46Jetzt nicht dein Ernst.
00:43:08Hm?
00:43:08Wieso?
00:43:15Glaubst du wirklich, deine Tante wird uns den kleinen Snick übel nehmen?
00:43:17Zu essen hingegen bei deiner Toten.
00:43:19Du hast echt ein verkrampftes Verhältnis zum Tod, Heng.
00:43:21Zum Quatsch!
00:43:23Außerdem, ich bin Polizist.
00:43:25Richtig.
00:43:25Und deswegen entspann dich, Mom.
00:43:28Das würde dir die Süße vom Friedhof bestimmt auch empfehlen.
00:43:30Wenn du reden willst.
00:43:34Ne, will ich nicht.
00:43:46Scherzinger.
00:43:47Na, was haben Sie denn vor?
00:43:48Ich, äh, bin eingeladen.
00:43:53Ach was.
00:43:54Und wo?
00:43:56Nettes Beisammensein unter Freunden.
00:43:58Ui, da haben Sie sich aber schick gemacht.
00:44:01Moment mal, haben meine beiden Schwachstrompolizisten
00:44:04Sie etwa wieder in die Ermittlungen reingezogen?
00:44:07Sie wollen doch auch den geheimnisvollen Liebhaber
00:44:09von Cornelia Mund finden, oder nicht?
00:44:10Und dank meiner Aktivitäten werde ich dieses Rätsel heute Abend lösen.
00:44:13Was für Aktivitäten?
00:44:15Sie hat Ihnen die Papa auf einer Privatparty kennengelernt,
00:44:18die ein exklusiver Zirkel iraner Geschäftsleute
00:44:20ab und zu veranstaltet.
00:44:21Genauso wie heute Abend.
00:44:23Ihnen scheint mal wieder ein Dank zu sein,
00:44:24dass Frau Dr. Pfeiffer den Staatsanwalt einschalten wird,
00:44:27wenn Sie nicht endlich aufhören...
00:44:28Wenn Sie Ihren Charme richtig spielen lassen,
00:44:29dann müssen wir uns alle keine Sorgen machen.
00:44:31Mein Bitte was?
00:44:33Vergessen Sie es, ab jetzt werde ich übernehmen.
00:44:35Rocky, diese Party ist nichts für Sie.
00:44:38Die Rede war von Mut zum Risiko,
00:44:39keine Hemmung und sogar von Hose runterlassen.
00:44:41Das ist genau mein Ding?
00:44:43Ja.
00:44:44Außerdem gilt die Einladung nur für mich
00:44:47und Sie werden Sie da gar nicht reinlassen.
00:44:49Ich werde Sie begleiten.
00:44:50Nein, werden Sie nicht.
00:44:50Doch.
00:44:51Nein.
00:44:51Doch.
00:44:52Auf keinen Fall.
00:44:55Einen wunderschönen guten Abend.
00:44:57Passwort?
00:44:58Lange Oog.
00:44:58Ich bin hier plus eins, bitte.
00:45:01Sie ist meine...
00:45:02Partnerin.
00:45:03Beruflich.
00:45:04Nein, wie oft muss ich das noch sagen?
00:45:06Gar nicht.
00:45:09Sagen Sie, kommen Sie später noch mit rein
00:45:11und leisten uns Gesellschaft?
00:45:12Guten Abend, Herr Schrödinger.
00:45:40Vielen Dank für die kurzfristige Einladung.
00:45:44Und Sie dachten, die Einladung gilt für zwei?
00:45:49Also Spaß werden wir ja wohl alle gemeinsam haben, oder?
00:45:54Und Sie sind auch Apotheker?
00:45:57Ja.
00:45:57Nein.
00:45:57Genau.
00:45:58Früher.
00:45:59Früher war ich...
00:46:00Ja.
00:46:00Jetzt macht er einen Bullen.
00:46:02In Bullenzucht.
00:46:04Das hört man auch nicht jeden Tag.
00:46:07Na ja, dann herzlich willkommen.
00:46:08Danke.
00:46:10Wollen wir uns zu?
00:46:11Nein, im übertragenden Sinne ist es ja gar nicht so falsch.
00:46:15Habt doch, Sie sorgen dafür, dass wir nicht aufheben.
00:46:17Ganz ruhig.
00:46:18Ich bin von uns hier der Profi.
00:46:20Danke.
00:46:21Ich habe schon wieder einen Wunsch.
00:46:24Das kann ja mal passieren.
00:46:31Was machst du denn hier?
00:46:33Also Sie haben überhaupt keine Hemmungen, oder?
00:46:35Habe Dank.
00:46:37Jeder muss tun, was er tun muss.
00:46:39Und ihr beide offensichtlich auch.
00:46:51Wenn meine Tante mich wirklich gern gehabt hat,
00:46:53wieso hat sie mir dann ständig hinterher spioniert,
00:46:55dann an mir rumgemäkelt?
00:46:57Nee, gemocht hat die mich nur,
00:46:58solange ich noch klein war.
00:46:59Schön pflegeleicht.
00:47:00Als ich älter wurde, war sie bloß noch enttäuscht von mir.
00:47:03Zu schlecht in der Schule, die falschen Freundinnen.
00:47:05Und dass ich nur Polizist werden wollte,
00:47:06war das ja auch unmöglich.
00:47:08Ich musste die Mädchen nicht anhören.
00:47:09Deshalb hast du sie in den letzten Jahren ignoriert.
00:47:13Ja, aus gutem Grund.
00:47:14Und jetzt machst du dir Vorwürfe.
00:47:15Hä?
00:47:17Manchmal vergisst man, wie wichtig einem der andere ist.
00:47:20Bis man es nicht mehr sagen kann, dass du spät hast.
00:47:27Ach, guten Abend, Herr Dr. Unger.
00:47:28Gnädige Frau.
00:47:29Schönen Abend.
00:47:30Ich, äh, bin gerade schon.
00:47:34Siehen Sie mal, wann fängt denn der eigentliche Abend an?
00:47:37Sie können es ja kaum abwarten, hm?
00:47:41Machst du sowas eigentlich öfter?
00:47:42Ab und zu kann ich einfach nicht widerstehen.
00:47:47Und ihr?
00:47:48Das ist unser erstes Mal.
00:47:49Also nicht unser erstes Mal.
00:47:51Nein, unser erstes Mal hier.
00:47:52Wir suchen nämlich den Liebhaber von Cornelia Moore.
00:47:54Ach, deswegen, äh, seid ihr hier?
00:47:59Deswegen.
00:47:59Ja, und wir dachten, vielleicht könntest du uns helfen.
00:48:01Sechs Ohren hören ja mehr als vier.
00:48:04Und ich dachte, das hier wird so eine Art, äh, Razzia.
00:48:07Ach, nee, ein andermal.
00:48:09Sie können also getrost mit Ihren dekadenten Freunden weiterhin Moral und Anstand über Bord werfen.
00:48:14Gut, dann will ich mal gucken, was ich tun kann.
00:48:18Äh, Sie können sich ja schon mal überlegen, wie viel Ihnen diese Information wert ist.
00:48:27Achso, ich beeilte sich.
00:48:30Undercover ist nicht Ihr Ding, hm?
00:48:32Ja, als ob Sie nicht auch langsam nervös werden würden.
00:48:34Hm, warten Sie mal ab.
00:48:35Wenn ich die Hose runterlassen muss, dann lasse ich die Hosen runter.
00:48:46Edgar Rabe?
00:48:48Ja?
00:48:48Dürfen wir kurz reinkommen?
00:48:50Es geht um Cornelia Moore, die Bestatterin, die das Begräbnis ihres Vaters...
00:48:56Herr Rabe, machen Sie bitte die Tür auf.
00:48:59Geht's noch?
00:49:01Herr Rabe, es ist doch lächerlich.
00:49:03Öffnen Sie bitte die Tür, sonst müssen wir sie eröffnen.
00:49:05Halt auf!
00:49:11Stehenbleiben!
00:49:12Ich bin unschuldig.
00:49:37Warum sind Sie dann vor uns weggerannt?
00:49:39Wegen Anwalt.
00:49:40So, meine Liebe, jetzt wird sie zeigen, die Emotum Risiko umzieht.
00:49:44Ich kann's kaum erwarten.
00:49:46Na, in Anbetracht, der war Ihres Begleits wahrscheinlich an keinerlei Helmhung zu fahren.
00:49:50Darf ich bitten?
00:50:01Mensch, meine Tante.
00:50:04Hast du mich abgeschlossen?
00:50:06Ja, weil du mich die ganze Zeit vollgelabert hast, verdammt.
00:50:08Was? Was machen wir denn jetzt?
00:50:12Die Polizei rufen.
00:50:13Andere Hütter?
00:50:42Sagen Sie, Herr Schrödinger, das ist doch nicht alles, was hier läuft, oder?
00:50:58Was haben Sie denn da?
00:51:00Also, also naja, ich dachte, Frau Mon hat Ihnen unsere Partys erklärt.
00:51:06Herr Schrödinger, ich frage Sie jetzt mal ganz direkt.
00:51:10Wer war der Liebhaber von Frau Cornelia Mohn?
00:51:15Wie soll ich das wissen?
00:51:17Ja, aber die haben sich doch hier kennengelernt.
00:51:19Frau Mon, Liebhaber, hier.
00:51:23Die kam und ging immer allein.
00:51:25Sicher?
00:51:26Ich glaube, das einzige Laster, was sie hatte, war das Glücksspiel.
00:51:31Hatte sie Glück?
00:51:36Nein, aber sie konnte sich das von Ihnen leisten.
00:51:40Im Gegensatz zu manch andern hier.
00:51:46Verdammt mich noch mal!
00:51:51Hat er inzwischen irgendwas gesagt?
00:51:53Nein, er verlangt nach seinem Anwalt.
00:51:58Ich habe übrigens Marion Mohn hergebeten.
00:52:01Sie hat ja nicht gesehen, wer sie niedergeschlagen hat.
00:52:03Wäre doch interessant, wie sie auf ihn reagiert.
00:52:12Kennen Sie ihn?
00:52:14Ja.
00:52:16Das ist Herr Rabe.
00:52:18Wir haben seinen Vater bestattet.
00:52:19Aber hat er Ihnen schon gesagt, warum er mich überfallen hat?
00:52:22Noch nicht.
00:52:22Das ist er.
00:52:27Wer?
00:52:29Es tut mir leid, Marion.
00:52:32Das ist der Liebhaber deiner Mutter.
00:52:34Du hast davon gewusst und hast mir nichts gesagt?
00:52:39Ja, deine Mutter hat mich darum gebeten.
00:52:42Was hättest du dir denn genützt?
00:52:44Tja, die Wahrheit bringt auf nichts als Ärger.
00:52:48Ja, ne?
00:52:49Was ist?
00:52:53Rabe ist doch vorbestraft, wegen Diebstahl- und Körperverletzung.
00:52:56Ja, passt doch.
00:52:57Ja, einerseits ja, andererseits...
00:52:59Passt so jemand zu einer Frau wie Cornelia Mohn?
00:53:02Ich meine, als Liebhaber.
00:53:04Schon mal, was von Resozialisierung gehört?
00:53:07Ja, wer weiß, vielleicht brauchte sie mal ein bisschen Abenteuer in ihrem Leben.
00:53:13Und das bitte?
00:53:18Sie sollten auch aussteigen, Brocci.
00:53:23Was?
00:53:24Ich hab ne Glücksträhne.
00:53:25Das sagen alle Spielsüchtigen.
00:53:29Ich mein's wirklich ernst.
00:53:31Ich mach mir Sorgen um sie.
00:53:32Sie haben nicht Angst um mich.
00:53:35Sie haben Angst vor mir.
00:53:37Habe Dank.
00:53:37Ja, und dann schon.
00:53:39Sie sind immer noch bei der Polizei und das, das ist illegal.
00:53:48Ja, das Ganze soll sich ja gelohnt haben, hm?
00:53:56All in.
00:54:00Sie blöffen.
00:54:02So wie Sie, mit Ihrer dämlichen Geschichte über den Liebhaber von Frau Mohn.
00:54:05Ja?
00:54:08Ja?
00:54:10Korra.
00:54:12Wir kommen.
00:54:13Was?
00:54:14Nein.
00:54:15Doch.
00:54:16Nein.
00:54:17Doch.
00:54:18Wie?
00:54:20Fouls.
00:54:21Nee, nee.
00:54:21Der Spieler ist raus.
00:54:23Echt jetzt?
00:54:24Ich...
00:54:24Nee.
00:54:27Schönen Abend noch.
00:54:28Ja, was?
00:54:49Jetzt guck nicht so.
00:54:50Wir haben recherchiert.
00:54:51Wir?
00:54:52Ich habe recherchiert.
00:54:53Schön.
00:54:54Und wir haben in der Zwischenzeit Mohns Liebhaber verhaftet.
00:54:57Ich dachte, die gibt's gar nicht.
00:54:58Jetzt trüge ich meinen Verhörer.
00:54:59Also unserem Informanten zufolge hatte sie gar keinen Liebhaber.
00:55:02Was für ein Informant?
00:55:03Wir waren auf seiner Sexparty.
00:55:04Wo es gar keinen Sex gab.
00:55:05Glücksspiel.
00:55:06Ja, illegal ist.
00:55:07Und ich hätte Habe-Dank die Hose ausgezogen, wenn Sie beide mich nicht angerufen hätten.
00:55:11Ich hoffe sehr, dass der Kerl mittlerweile den Mord gestanden hat.
00:55:15Ja, noch nicht.
00:55:16Wie, noch nicht?
00:55:18Dann kochen Sie mir den weich.
00:55:19Sein Anwalt ist gerade noch bei ihm.
00:55:22Mein Wagen?
00:55:24Nee.
00:55:25Äh, wie, was ist mit Ihrem Wagen?
00:55:27Gar nichts.
00:55:27Der wurde geklaut.
00:55:29Samt dem Sarg.
00:55:30Ist nicht Ihr Ernst.
00:55:32Sonst noch was?
00:55:34Euer Verdächtiger will was sagen.
00:55:37Ey, ey, ey.
00:55:41Alles hat angefangen mit dem Totenschein.
00:55:43Was für ein Totenschein?
00:55:45Für meinen Vater.
00:55:46250 Euro.
00:55:47Total überteuert.
00:55:49Verdammt, der Totenschein.
00:55:50Für meine Tante muss ich auch noch bezahlen.
00:55:51Wer hat ihn ausgestellt?
00:55:54Eine gewisse Doktor Freimuth.
00:55:57Die wollte mir natürlich schön einen vom Pferd erzählen.
00:55:59Von wegen normaler Gebührenzuschlag, ja?
00:56:02Feiertag, Anfahrt und besonderer Aufwand.
00:56:04Was ist denn das für ein Scheiß, ja?
00:56:06Das habe ich ihr aber nicht geglaubt.
00:56:08Hab mir aber nichts anmerken lassen und bin gleich zu Cornelia Moon gegangen.
00:56:10Warum?
00:56:11Weil die als Bestatterin die gesamte Abschlussrechnung gestellt, auch für den Totenschein.
00:56:15Und was hat sie dazu gesagt?
00:56:16Nichts.
00:56:20Gar nichts.
00:56:21Sie hat mich sofort wieder rausgeworfen.
00:56:23Und da war mir klar, dass sie gemeinsame Sachen macht mit Freimuth und bespricht.
00:56:25Deswegen waren sie also richtig sauer.
00:56:27Sind zurückgekommen, haben sich Cornelia Moon gegriffen und die Treppe runtergeworfen.
00:56:30Nein, das stimmt nicht, das ist nicht wahr.
00:56:32Aber die Tochter haben Sie niedergeschlagen.
00:56:34Ja, aber das war ja nicht meine Absicht.
00:56:36Ich war ja nur im Haus, um irgendetwas zu finden, was Sie in Betrug beweisen könnte.
00:56:39Und dann stand sie da plötzlich und sind meine Nerven durchgegangen.
00:56:44Warum sind Sie mit Ihrem Verdacht nicht einfach zu uns gekommen?
00:56:46Hätten Sie mir denn geglaubt, bei meiner Vorstrafe?
00:56:48Sie erzählen uns einen Schwachsinn nach dem anderen.
00:56:51Sie hatten eine Affäre mit Cornelia Moon, man schaft auf ihr Geld und haben sie umgebracht.
00:56:55Ist nicht wahr.
00:57:00Den lassen wir einfach eine Nacht schmoren, dann wird er mit großer Freude gestehen.
00:57:03Können Sie jetzt wieder pokern gehen?
00:57:05Ja, und Sie können Ihren Wagen suchen. Sie sollten sich wirklich schämen, Ihre arme Tante.
00:57:08Sie sollten sich schämen.
00:57:09Frau Dr. Pfeiffer.
00:57:10Sie lassen die Scherzinger für sich arbeiten und als Gegenleistung darf die Ihnen den Arm versüßen.
00:57:14Wie abgeschmackt ist das denn?
00:57:16Bitte?
00:57:17Ich habe doch gesehen, dass Sie mit Ihrer Giftmischerin unterwegs waren.
00:57:20Äh, verfolgen Sie mich etwa?
00:57:23Nennt man das nicht Stalking?
00:57:26Ich habe nur die Datenlage vervollständigt.
00:57:29Und jetzt viel Spaß mit dem Disziplinarverfahren.
00:57:35Äh, Moment mal.
00:57:36Frau Dr. Pfeiffer?
00:57:38Äh, warten Sie doch mal bitte.
00:57:39Ich hatte halt nicht mehr alle Latten am Zaun.
00:57:41Na, da haben Sie sich ja zwei gefunden.
00:57:43Nochmal zu Rabe.
00:57:44Was ist es eigentlich, wenn Corneliamund tatsächlich bei den Abrechnungen der Totenscheine betrogen hat?
00:57:48Zusammen mit Dr. Freimund.
00:57:50Naja, der Totenschein für Rabe's Vater war zwar teuer, aber betrug.
00:57:54Wer hat eigentlich den Totenschein einer Tante ausgestellt?
00:57:57Ich habe nicht mehr Zeit.
00:58:04Patrick?
00:58:05Warte.
00:58:06Wir sehen uns heute Abend.
00:58:08Wir müssen reden.
00:58:10Später.
00:58:11Aber das sagst du immer.
00:58:12Ich muss jetzt leider zur Arbeit.
00:58:15Mach dir nicht so viel Sorgen, okay?
00:58:27Die Nachbarn haben also deine Tante gefunden, ja?
00:58:29Ja.
00:58:30Als ich kam, haben die mir nur noch den Totenschein in die Hand gedrückt.
00:58:32Und ich bin ganz sicher irgendwo hingelegt.
00:58:35Ich glaube, so doof fand deine Tante deinen Job gar nicht.
00:58:48Hm?
00:59:01Na, hier ist er ja.
00:59:05Das war aber nicht von Dr. Freimund ausgestellt.
00:59:08Nee.
00:59:10Trotzdem teuer.
00:59:16Was ist das?
00:59:17Eine Lebensversicherung.
00:59:19Abgeschlossen vor drei Monaten.
00:59:20Ja, alt werden kostet eben.
00:59:22Meine Tante war da 75 und sie hatte ein Herzleiden.
00:59:25Normalerweise wollen Versicherungen mit so jemandem überhaupt nichts zu tun haben.
00:59:29Zimmer?
00:59:29Das sind doch ganz schön hohe Beiträge.
00:59:35500 Euro monatlich?
00:59:37Na, außerdem hätte sie erst mal sieben Jahre einzahlen müssen, bevor sie die garantierte
00:59:40lebenslängliche Auszahlung bekommen hätte.
00:59:44Die haben darauf spekuliert, dass sie das nicht mehr erlebt.
00:59:47Ja.
00:59:47Und dass sie selbst die ganzen Beiträge einbehalten können.
00:59:50Da zockt jemand bewusst all so unkranke Menschen ab.
00:59:54Ja.
00:59:55Ja.
00:59:55Ja.
00:59:59Also dieses Weltnaturerbe erstreckt sich von Dänemark bis Holland.
01:00:06Es ist ein ganz, ganz besonderer Ort, an dem wir hier stehen.
01:00:08Ja, das Schöne an dieser ungestörten Naturerfahrung.
01:00:16Dies ist die Mailbox von Patrick Giedmann.
01:00:19Bitte hinterlassen Sie nach dem Signal und eine Nachricht.
01:00:21Gut, dann wollen wir mal.
01:00:38Ja, ich warte.
01:00:45Ach, von Insa und Wolfgang.
01:00:47Das ist ja lieb.
01:00:47Ja.
01:00:51Ja, wie gesagt, bei der Versicherung erreiche ich gerade niemand.
01:00:58Und als Vermieter können Sie mir doch bestimmt sagen...
01:01:01Und von wem wurden die angemietet?
01:01:04Ganz sicher.
01:01:06Vielen Dank.
01:01:08Und, ist das jetzt geklärt?
01:01:10Können wir uns jetzt wieder auf unsere Mordermittlungen konzentrieren?
01:01:13Du, ich verstehe ja, dass du durcheinander bist wegen deiner Tante.
01:01:16Und ich helfe dir auch gern, wie ich kann.
01:01:17Aber diese ganze Sache mit der Versicherung, das ist jetzt echt nicht unser Problem.
01:01:20Ach, vielleicht doch.
01:01:22Das Ganze scheint nämlich eine reine Briefkastenfirma zu sein.
01:01:25Und jetzt rat mal, von wem die Büroräume für diese Versicherung angemietet wurden.
01:01:30Cornelia Mohn.
01:01:33Was?
01:01:35Die Mohn erfindet eine Versicherung, um alte Leute abzuzocken?
01:01:39Das verstehe ich nicht.
01:01:40Das Bestattungsinstitut, das lief doch gut.
01:01:41Vielleicht konnte die den Hals nicht vollkriegen.
01:01:43500 Euro im Monat, 6.000 im Jahr, pro Kunde.
01:01:49Lass das 30 Kunden oder mehr gewesen sein, da kommt einiges zusammen.
01:01:52Vielleicht war ja jemand scharf auf das Geld.
01:01:57Ihr Liebhaber, also doch Rabe.
01:02:00Er will das Geld für sich, es kommt zum Streit, er bringt sie um.
01:02:02Und dann war das mit dem überteuerten Totenschein nur ein Vorwand von ihm, oder was?
01:02:05Also eine Versicherung, die immer nur einkassiert und niemals auszahlt, das muss doch auffallen.
01:02:13Erst wenn die Auszahlungen fällig werden.
01:02:15Ja, oder wenn vorher schon mal jemand misstrauisch geworden ist.
01:02:22Würde man damit nicht zum Verbraucherschutz gehen?
01:02:25Ja, ich weiß, ich weiß, Herr Staatsanwalt, wenn der Bericht erstmal vorliegt,
01:02:28dann kann man das natürlich niemandem durchfallen lassen.
01:02:31Ja, das weiß ich.
01:02:32Sie wissen aber schon, dass Frau Dr. Pfeiffer nicht ganz...
01:02:38Ja, eben.
01:02:41Was?
01:02:43Und wie soll ich das bitte machen?
01:03:00Moin.
01:03:02Ja.
01:03:05Die Versicherung ist mir ein Begriff.
01:03:08Es gab also schon Beschwerden.
01:03:10Ja, erst vor ein paar Wochen, eine ganz wütende Nachfrage.
01:03:13Und von wem haben Sie da einen Namen?
01:03:14Ja, es war eine alte Dame, die skeptisch geworden war,
01:03:18weil sie ihre Beiträge zu hoch fand und Vergleichswerte anforderte.
01:03:22Eine gewisse...
01:03:24Teda Friedrichsen.
01:03:26Teda Friedrichsen.
01:03:30Meine Tante.
01:03:35Haben Sie gesagt, dass es diese Versicherung gar nicht gibt?
01:03:37Na ja, ich habe versucht, sie anzurufen, aber ich konnte sie leider bis heute nicht erreichen.
01:03:40Genauso wenig wie diesen Herrn Markowski.
01:03:47Markowski?
01:03:48Wer ist das?
01:03:49Na, das ist der Außendienstmitarbeiter, der laut Auskunft ihrer Tante mit ihr den Abschluss der Versicherung besprochen hatte.
01:03:54Ja, gut. Vielen Dank, das war sehr hilfreich.
01:04:02Das ist so eine Schweinerei.
01:04:04Alles meinetwegen.
01:04:07Was deinetwegen?
01:04:07Ich habe es vorhin in den Unterlagen gesehen.
01:04:12Sie hat die Versicherung auf mich abgeschlossen, damit ich das Geld bekomme.
01:04:21Ohne meinen Anwalt sage ich gar nichts.
01:04:23Sie haben diesen Betrug zusammen mit Cornelia Mohn durchgezogen.
01:04:25Was habe ich?
01:04:27Armhalten, Leute eine Versicherung aufschwatzen, die es überhaupt nicht gibt.
01:04:30Das ist doch Schwachsinn!
01:04:31Die Beiträge haben Sie beide sich in die eigene Tasche gesteckt.
01:04:35Wir sind nicht nur Ehrenanteil haben, sondern alles.
01:04:38Habe ich dir nicht recht, Herr Rabe?
01:04:43Oder sollte ich lieber sagen, Herr Markowski?
01:04:54Bleiben Sie bitte liegen, ich stelle hier nur eben noch den Totenschein aus.
01:04:57Bitte?
01:04:58Nein, nicht Ihren.
01:05:00Von jemand, der hier gestorben ist.
01:05:02Zum Glück in der Praxis.
01:05:04Um den kümmert sich niemand.
01:05:05Und den hätte man auch erst gefunden, wenn der Gestank bis ins Treppenhaus gekommen wäre.
01:05:10Leben Sie eigentlich allein?
01:05:11Was?
01:05:14Frau Doktor, ich vertrag die Wahrheit.
01:05:17Wie lange habe ich noch?
01:05:18Tja, Sie werden wohl noch ein Weitchen leben müssen.
01:05:26Das, was Sie da verspürt haben, war wohl nur eine Panikattacke.
01:05:29Ach, wirklich?
01:05:30Vielleicht sollten Sie Ihren Beruf wechseln.
01:05:33Ach, Mann, das könnte Ihnen so passen.
01:05:39Oh!
01:05:40Sie wollen mich die ganze Zeit nur ablenken.
01:05:42Vorsicht, zu schnelles Aufstehen geht auf den Kreislauf.
01:05:46Sagen Sie die Totenscheine, die Sie aussteilen.
01:05:49Gab es denn in letzter Zeit irgendwie Beschwerden wegen zu hoher Kosten?
01:05:53Ja, verstehe.
01:05:55Herr Rabe hat mich bei Ihnen angeschwärzt.
01:05:58Zu Recht?
01:05:59Natürlich nicht.
01:06:02Es gibt eine Gebührenverordnung.
01:06:04Ja, die sich ja mit Zuschlägen umgehen lässt, oder?
01:06:08Sagen besonders gerne diejenigen, die sich zu Lebzeiten nicht um ihre kranken Verwandten kümmern.
01:06:12Und die dann, wenn es ums Geld geht, ein Riesentheater machen.
01:06:15Herr Rabe war so jemand?
01:06:17Der ist komplett ausgerastet. Dem bin ich gar nicht mehr losgeworden.
01:06:20Ich habe ihn zu Cornelia Moon geschickt und gesagt, sie stellt die Rechnung aus.
01:06:25Oh mein Gott.
01:06:26Habe ich so vielleicht den Mord verursacht?
01:06:29Da bist du ja.
01:06:39Ja.
01:06:40Ich dachte, ich komme einfach mal vorbei.
01:06:42Wir waren doch schon beim Du, oder?
01:06:45Zeit für einen Kaffee?
01:06:47Äh, nee.
01:06:48Ich nehme auch Tee.
01:06:53Du siehst echt gestresst aus.
01:06:56Gestresst?
01:06:58Ich?
01:06:59Ich muss nur gerade einen Mord aufklären.
01:07:03Außerdem hat jemand meine Tante um viel Geld betrogen und ich hätte ihr helfen können, wenn ich da gewesen wäre, um mir zuzuhören.
01:07:08Aber das war ich nicht.
01:07:12Jetzt ist sie tot und ich werde ihr nie wieder sagen können, was ich ihr eigentlich schon immer mal hätte sagen wollen.
01:07:20Scheiße.
01:07:20Ist sie denn schon beerdigt?
01:07:24Das ist noch so ein Problem.
01:07:27Also, auf meinem Friedhof ist immer ein Grab frei für dich.
01:07:31Also, erstmal für deine Tante.
01:07:35Danke, das ist nett.
01:07:36Hank, ich wollte nicht stören, aber...
01:07:41Sie stören nicht.
01:07:42Dann fang mal deinen Mörder an, damit du endlich Zeit für mich hast.
01:07:44Tschüss.
01:07:51Was ist?
01:07:54Dein Wagen wurde gefunden.
01:07:56Endlich.
01:07:57Es gibt aber auch noch eine schlechte Nachricht.
01:08:00Das soll ich nicht wahr sein.
01:08:11Wie ist das denn passiert?
01:08:12Wahrscheinlich hat der Typ, der den Wagen gestohlen hat, während der Fahrt den Sarg entdeckt.
01:08:18Das hat ihn aus dem Konzept gebracht.
01:08:22Du, Hank.
01:08:24Du weißt schon, dass Särge nur von Profis transportiert werden dürfen.
01:08:28Willst du mir jetzt auch noch einen Strafzettel verpassen, oder was?
01:08:30Muss ich eigentlich.
01:08:32Unrechtmäßige Beförderung von Behältnissen für Transport und Lagerung menschlichen Materials.
01:08:36Und?
01:08:38Ja, andererseits...
01:08:40Was andererseits?
01:08:42Das kann er nicht.
01:08:46Wo ist meine Tante?
01:08:56Seien wir doch ehrlich, Patrick.
01:08:58Ich kann dir schon lange nicht mehr vertrauen.
01:09:00Es ist aus.
01:09:02Marion.
01:09:12Diekmann hat uns den leeren Sarg mitgegeben.
01:09:17Und er hat Rabe als den Liebhaber von Cornelia Mohn identifiziert, um von sich abzulenken.
01:09:23Weil er selber ihr Liebhaber war?
01:09:25Ich glaube ja mittlerweile, sie hatte gar keinen Liebhaber.
01:09:27Sondern nur einen Geschäftspartner.
01:09:28Der unter dem falschen Namen Markowski Alpenheim Versicherung aufgeschwitzt hat.
01:09:33Deshalb wollte die Mohn auch nicht, dass ihre Tochter was mit Diekmann anfängt.
01:09:36Weil sie sie da raushalten wollte.
01:09:38Sie und Diekmann haben fleißig Versicherungen verkauft, dass meine Tante misstrauisch wurde.
01:09:43Als das Ganze dadurch aufzufliegen wurde, hat der Täter als erstes umgebracht.
01:09:47Moin.
01:10:00Keiner zu Hause?
01:10:17Aber Frau Mohn, wenn ich gewusst hätte, dass Sie so guten Geschmack bei der Auswahl Ihrer Mitbewohner beweisen.
01:10:47Marion?
01:10:49Marion?
01:10:50Marion?
01:10:51Marion?
01:11:17Das habe ich mich eben auch gefragt.
01:11:30Was zur Hölle wollen Sie eigentlich hierher?
01:11:32Ich wollte nur mit ihr sprechen.
01:11:34Ach so.
01:11:35Wir wollen, ach so.
01:11:36Ja, wir wollen geschäftlich.
01:11:38Wir wollten geschäftlich besprechen, wie wir in Zukunft...
01:11:41Sollen wir jetzt mich verarschen?
01:11:42Aha!
01:11:47Das ist doch Wolfgangs Wagen.
01:11:56Hat wohl schon das Geschäft übernommen.
01:11:58Wenn ich Siegmann erwische, dann kann er den auch gleich mitnehmen.
01:12:03Suchen Sie mich?
01:12:04Entschuldigung, es ging mir nicht so gut.
01:12:06Ich brauchte ein bisschen frische Luft.
01:12:07Wo ist meine Tante?
01:12:08Sie haben sie doch mitgenommen.
01:12:09Das dachten wir auch.
01:12:10Der Saat war leer.
01:12:11Wie leer?
01:12:13Sie war da von Anfang an gar nicht drin.
01:12:15Und es war wohl kein Zufall, dass Ihr Freund Herr Diekmann den Sarg geholt und zu meinem
01:12:19Autor gebracht hat.
01:12:20Was sollen Sie damit andeuten?
01:12:24Wo ist Herr Diekmann jetzt?
01:12:25Das weiß ich nicht.
01:12:27Ich habe mich von ihm getrennt.
01:12:30Wenn er mir den Liebhaber meiner Mutter verheimlicht, ohne dass ich davon etwas merke,
01:12:34der weiß, was er dann noch zu verschweigen hat.
01:12:37Aber was Ihre Tante angeht, da kann ich mir das nur so erklären, dass es eine Verwechslung
01:12:54gegeben hat.
01:12:56Eine Verwechslung?
01:12:57Ja.
01:12:57Unser Kühlraum war überbelegt.
01:12:59Gut.
01:13:00Dann können wir Sie ja jetzt unten finden.
01:13:02Ich fürchte leider nein.
01:13:03Wieso?
01:13:04Unser Transporteur hat vorhin alle Leichen mitgenommen.
01:13:08Wohin?
01:13:09Nach Holland.
01:13:10Was?
01:13:11Aber Sie wollten doch eine preisgünstige Einigung.
01:13:13Aus Kulanzgründen würde ich Ihnen zusätzlich noch einen Preis nachlassen.
01:13:32Sie antieren wohl nicht, was hier los ist.
01:13:34Das war keine Verwechslung.
01:13:36Diekmann hat die Leiche meiner Tante verschwinden lassen, damit niemand mehr nachprüfen kann,
01:13:39wie sie wirklich gestorben ist.
01:13:40Der hat uns alle verarscht.
01:13:41Ihre Mutter hat ja wahrscheinlich gar keinen Liebhaber.
01:13:45Was?
01:13:46Die Büroräume in der Lichthofstraße.
01:14:13Wissen Sie davon?
01:14:13Was für Büroräume?
01:14:16Wir vermuten, dass Ihre Mutter von dort aus einen weitreichenden Versicherungsbetrug durchgeführt hat.
01:14:21Zusammen mit Herrn Diekmann.
01:14:22Das ist ja unglaublich.
01:14:45Sie haben wirklich nichts davon gewusst?
01:14:49Nein.
01:14:51Für die Büroarbeit war immer meine Mutter zuständig.
01:14:54Ich habe mich auf die Bestattungsarbeit konzentriert.
01:14:56Mhm.
01:14:57Die Ihnen nicht gefiel.
01:14:58Wollten Sie nicht aufhören?
01:14:59Ja.
01:15:01Ich werde das Institut schließen und verkaufen.
01:15:03Wahrscheinlich an Ihren Freund Habelank.
01:15:05Der hat das Irn im Grund seinen Flyer hält verloren.
01:15:07Ja, ich habe keine Ahnung, warum.
01:15:10Was ist das?
01:15:40Was ist das?
01:16:10Das muss die Hülle sein.
01:16:20Wir können den Deckel auch gleich wieder drauflegen.
01:16:22Frau Efgang, was machst du hier?
01:16:25Probelegen.
01:16:28Diegmann hat mich die Treppe runtergestoßen.
01:16:30Ja, und wo ist der jetzt?
01:16:31Bis ihr kamt, hatte ich nur sehr eingeschränkte Sicht.
01:16:34Was soll das hier werden?
01:16:52Eine Fahndung nach Diegmann.
01:16:55Ach was?
01:16:56Der hat auch meine Zahnsehung gebracht.
01:16:57Doch.
01:16:58Gut, danke.
01:16:59Und es geht um den groß angelegten Versicherungsbetrug.
01:17:02Den Versicherungsbetrug?
01:17:04Sie kriegen einen ausführlichen Bericht, Herr Bockhausen.
01:17:05Oh ja, ich kriege einen ausführlichen Bericht.
01:17:08Ich bin hier der leitende Ermittler.
01:17:09Ja, aber Sie sehen gerade irgendwie aus, als hätten Sie heute Abend noch was anderes vor.
01:17:16Ach was.
01:17:18Und das ist Ihre Schuld.
01:17:20Weil Sie beide und Frau Scherzinger sich ständig meinen Anweisungen widersetzen,
01:17:25muss ich jetzt eine Disziplinarbeschwerde verhindern.
01:17:28Indem Sie sich eine Krawatte umbinden.
01:17:29Nein, indem ich Frau Dr. Pfeiffer zum Essen einladen muss.
01:17:32Ach, das wird doch bestimmt ganz nett, Herr Prokhorst.
01:17:35Nett?
01:17:35Ja.
01:17:36Diese Frau erpresst mich, weil irgendjemand hier eingeflüstert hat,
01:17:39dass ich was für Sie übrig hätte.
01:17:42Ja, lachen Sie nur, Carstens.
01:17:43Lachen Sie nur.
01:17:44Sie wissen nicht, wie das ist, so als Frau und Typ.
01:17:47Äh, stimmt.
01:17:47Da haben Sie mir was voraus.
01:17:48Wer weiß, was sehr viel Fantasien durch den Kopf gehen.
01:17:51Wahrscheinlich stopft Ihnen Ihre Freizeit Kaninchenkadaver aus oder so.
01:17:56Wahrscheinlich hat Ihnen Ihr Folterkeller einen falschen Zahn.
01:17:59Ist schon gut, Herr Prokhorst.
01:18:09Es ist völlig natürlich, andere zu dämonisieren,
01:18:12wenn man Angst hat, seine wahren Gefühle zu zeigen.
01:18:17Ich habe keine wahren Gefühle.
01:18:20Aber heute Abend,
01:18:21da können Sie Ihre raue Fassade ruhig mal ein bisschen bröckeln lassen.
01:18:26Wir beide zusammen, wir schaffen das schon.
01:18:28Und dann werden Sie sich sehr viel besser fühlen, versprochen.
01:18:33Die Ermittlungen laufen gerade in eine sehr heiße Phase.
01:18:37Da ist es, glaube ich, sehr wichtig, dass ich die Leitung übernehme.
01:18:41Sie wollen mir doch jetzt nicht wirklich absagen.
01:18:44Auch nicht.
01:18:45Ich erwarte Ergebnisse, wenn ich zurückkomme, ja?
01:18:49Sie sind ja doch ein Romantiker, Herr Prokhorst.
01:18:52Zu unserem ersten Date, meine Lieblingsblumen.
01:18:55Das ist ja wirklich sowas von süß.
01:18:57Danke.
01:19:01Ergebnisse.
01:19:02Diekmann wird nicht ohne das Geld flüchten.
01:19:27Die Frage ist nur, wo haben er und Marions Mutter erst versteckt?
01:19:30Ja.
01:19:31Und vor allem, was machen wir, wenn er damit schon längst über alle Berge ist?
01:19:36Die Süße vom Friedhof?
01:19:39Was soll ich machen?
01:19:40Ich sag ihr schon...
01:19:41Du, ich hab gerade überhaupt keine Ze...
01:19:45Okay.
01:19:50Bin sofort da, bis gleich.
01:19:54Wie, du willst jetzt auch noch zu einem Date?
01:19:56Nee, nicht zu einem Date.
01:20:08Der Mann war also schon öfter hier.
01:20:10Absolut, aber noch nie außerhalb der Öffnungszeiten.
01:20:14Du, wenn ich jetzt hier immer einen Mörder melden muss, damit du mal in die Gang kommst,
01:20:17wird das aber nichts mit uns beiden.
01:20:19Geduld ist nicht so dein Ding, was?
01:20:21Dafür ist das Leben zu kurz.
01:20:22Guck dich mal um.
01:20:25Du glaubst hier.
01:20:25Okay.
01:20:26Okay.
01:20:27Okay.
01:20:28Okay.
01:20:29Okay.
01:20:30Untertitelung des ZDF, 2020
01:21:00Untertitelung des ZDF, 2020
01:21:30Untertitelung des ZDF, 2020
01:22:00Untertitelung des ZDF, 2020
01:22:30Untertitelung des ZDF, 2020
01:23:00Es ist vorbei
01:23:06Marion
01:23:15Legen Sie das Messer weg
01:23:20Machen Sie es nicht noch schlimmer, als es ist
01:23:27Das Messer runter
01:23:29Runter damit
01:23:31Über wie viele Leichen wollen Sie denn noch gehen?
01:23:36Sie haben meine Tante umgebracht
01:23:37Das habe ich nicht gewollt
01:23:39Wirklich nicht
01:23:40Und mit Ihrer Mutter haben Sie das auch nicht gewollt?
01:23:44Oder haben Sie die einfach aus dem Weg geräumt, als sie hinter den Betrug gekommen ist, der auch noch mit ihrem Namen lief?
01:23:48Meine Mutter hat immer geglaubt, dass ich schwach bin
01:23:50Und dass ich nie gegen sie ankommen kann
01:23:52Aber da hat sie verstanden, wie stark ich bin
01:23:56Ist Ihnen klar, was Sie getan haben?
01:24:02Scheiße!
01:24:02Es ist gut, es ist gut, es ist gut
01:24:07Ich bin sehr gut, ich bin sehr gut, ich bin sehr gut, ich bin sehr gut, dass ich mich da bin
01:24:12Untertitelung des ZDF, 2020
01:24:42Sie wollten sich ohne Digma mit dem Geld aus dem Staub machen.
01:25:00Ich wollte ein neues Leben.
01:25:05Raus aus dem Bestattungsinstitut.
01:25:10Das hätten Sie Ihrer Mutter doch auch klar machen können.
01:25:12Und auch wenn ich es nicht verstanden hätte, warum sind Sie nicht einfach gegangen?
01:25:18Sie könnten meine Mutter nicht.
01:25:21Wir wissen, dass sie noch gelebt hat, nachdem Sie sie die Treppe runtergestürzt haben.
01:25:25Ich wollte nicht, dass sie leidet.
01:25:30Deshalb habe ich sie festgehalten.
01:25:33Ganz fest.
01:25:34So lange, bis es vorbei war.
01:25:43Bis es vorbei war.
01:25:44300.000 Euro.
01:26:06Und das ist nur ein Teil der Ausbeute.
01:26:08Runde 100 Kunden im Raum leer hatten von Marion und Digma in diese Versicherung aufgeschwatzt bekommen.
01:26:16Langer Abend auch für Sie, was?
01:26:19Wie war es denn mit der Pfeife?
01:26:21Fragen Sie mich das nie wieder.
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