- 3 months ago
Eine Dame, die als Begleitperson arbeitet und über den Portier eines Hotels gebucht werden kann, wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden.
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00:00Musik
00:30Guten Tag
00:46Ich hatte ein Zimmer für eine Nacht reserviert
00:48Darf ich um Ihren Namen bitten?
00:49Von Schulze-Westdorf, ich hatte angerufen
00:51Ja, Zimmer 411
00:53Will ich Sie bitten, darf sich hier kurz einzutragen
00:55Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?
01:17Vielleicht
01:18Ich bin nicht ganz sicher, aber Sie werden es mir gleich sagen
01:22Ich will mir einen netten Abend machen
01:25Was mir fehlt
01:27Eine weibliche Begleitung
01:29Eine hübsche junge Frau, mit der man sich sehen lassen kann
01:32Mit der man gut reden kann
01:34Und
01:36Die eine Menge Spaß versteht
01:39Und die in gewisser Hinsicht nicht kleinlich ist
01:42Ich bin dann auch nicht kleinlich
01:43Aber wenn ich Ihnen mit dieser Frage auf die Nerven gehe
01:47Dann sagen Sie es ruhig
01:47Ihre Zimmernummer?
01:49411
01:52Ich ruf Sie dann an
01:55Hallo?
02:08Der Portier hier
02:09Darf ich mal zu Ihnen raufkommen?
02:11Ja, bitte, kommen Sie
02:11Kommen Sie rein
02:16Trinken Sie ein Glas Champagner mit?
02:20Danke, gern
02:20Ich habe hier Fotos von zwei Hostessen, die ich empfehlen kann
02:24Bei der Zeit
02:25Darf ich mal sehen?
02:35Wie heißen Sie?
02:37Die Mädchen
02:37Nein, Sie?
02:38Ich heiße Stemmer
02:39Arnold Stemmer
02:40Auf Ihr Wohl und
02:42Darauf, dass Sie einen schönen Abend haben
02:45Wie lange sind Sie schon im Hotel-Portier?
02:46Solange ich denken kann
02:47Tja
02:49Wirklich, zwei sehr hübsche Mädchen
02:52Eins hübscher als das andere
02:55Und nicht zu geknöpft?
02:59Nein
03:00Tja, für welche soll ich mich entscheiden?
03:06Das ist nun Ihre Sache
03:07Wer ist die hier?
03:10Das ist Ilona
03:11Eine Studentin
03:12Was studiert Sie denn?
03:16Das Leben
03:17Ich habe keine Ahnung, was sonst noch
03:20Und die hier?
03:24Das ist Gerrit
03:25Auch Studentin?
03:28Sagt sie
03:28Tja
03:32Sind wirklich beide sehr gut aus
03:35Aber halten Sie auch, was die Fotos versprechen?
03:39Da bin ich ganz sicher
03:41Gut
03:42Dann nehme ich
03:44Die hier
03:48Hallo Arnold
04:00Hallo Ilona
04:02Es ist ein jüngerer Mann
04:04Der wartet in der Bar auf dich
04:05Ein jüngerer Mann?
04:06Ja, nicht ganz so jung
04:08Ja?
04:10Ja, ja, ist gut
04:11Ich rufe dann zurück
04:12Danke
04:12Aber er sieht gut aus
04:15Er hat klasse
04:15Er hat ein Foto gesehen
04:17Und hat gesagt
04:17Die
04:18Hat er Geld?
04:19Ja, hat er
04:20Er hat mir 100 Mark in die Hand gedrückt
04:22Hallo
04:25Guten Abend
04:44Ich bin Ilona
04:45Bleiben Sie bitte mal so stehen
04:49Haben Sie was auszusetzen?
04:57Nein, nein
04:57Schon in Ordnung
04:58Ich habe nur auf etwas gewartet
05:01Ich sage Ihnen gleich, worauf ich gewartet habe
05:04Auf eine erste
05:06Auf eine erste Empfindung
05:10Auf eine erste Empfindung?
05:12Ja
05:12Man lernt einen Menschen kennen und irgendwas in einem sagt Ja oder Nein
05:17Oder so lala
05:18Und was sagt das?
05:21Irgendwas?
05:22Abwarten
05:22Darf ich das auch sagen?
05:26Setzen Sie sich doch
05:27Danke
05:29Ich lerne die Herren, die vorhaben, den Abend mit mir zu verbringen, immer hier in der Hotelbarke
05:37Ich sehe sie mir an
05:40Und denke dann meistens auch
05:43Abwarten
05:44Was möchten Sie trinken?
05:48Bobby weiß, was ich gern habe
05:49Ah, da ist er ja schon
05:51Hallo Bobby
05:55Hallo Charlie
05:56Danke
05:58Charlie?
06:02Wenn es Ihnen gefällt, können Sie mich auch so nennen
06:04In Ordnung, Charlie
06:05Wie soll der Abend verlaufen?
06:09Was versprechen Sie sich davon?
06:13Männer haben bestimmte Erwartungen, die ganz verschieden sind
06:16Erzählen Sie nur
06:17Manche Herren wollen, dass ich an ihrer Seite nur gut aussehe
06:20Andere wollen eine Beziehung
06:22Sex
06:23Sie wollen ihn ganz, halb oder nur ein bisschen
06:27Welche Erwartungen habe ich?
06:30Was Sie für Erwartungen haben, weiß ich nicht
06:32Aber ich sage es Ihnen gleich
06:33Ich nehme es, wie es kommt
06:35Danke
06:45Dankeschön
06:47Werden Sie öfter so gut ausgeführt?
06:51Sie mögen mich nicht
06:52Ich mag Sie nicht
06:56Die meisten machen Komplimente
06:59Wie gut ich aussehe und wie gut Sie sich fühlen
07:01Aber Sie
07:03Sie beobachten mich
07:05Sie denken über mich nach
07:07Und dabei fühlen Sie sich nicht besonders
07:08Hoffentlich stört Sie das nicht
07:16Nein
07:20Ich esse gut, ich trinke gut und Sie bezahlen mich gut
07:23Wie muss man sich hier fühlen?
07:39Ein bisschen aufgepeitscht
07:41Und irgendwas ist in einem das Durchdrehen
07:46Und plötzlich weiß man, dass man was in sich hat
07:49Irgendein Spaß der Raumsweg
07:52Warum tanzen wir eigentlich nicht?
07:57Ich kann nicht tanzen
07:58Das gibt es doch gar nicht
08:00Jeder kann tanzen
08:02Darf ich?
08:03Wissen Sie, was ich glaube?
08:25Ich sollte Sie zum Teufel schicken
08:28Was für einen Abend haben Sie sich eigentlich vorgestellt?
08:32Wenn ich es mir richtig überlege
08:33Genau diese
08:34Und jetzt?
08:38Ja, was passiert denn jetzt üblicherweise?
08:40Nehmen wir noch einen Schluck
08:41In Ihrem Hotelzimmer aus der Minibar
08:43Ich bringe Sie jetzt nach Hause
08:45Wo wohnen Sie denn?
09:08Wie viele Leute wohnen hier im Haus?
09:09Ich weiß nicht, wie viele
09:10Hier kümmert sich keiner um den anderen
09:12Was ist?
09:16Das ist keine besonders große Wärmung
09:44Und ich versuche immer Ordnung reinzukriegen
09:49Aber ich schaff's nicht
09:50Und dann passiert das Schlimmste
09:52Ich fang an, die Unordnung zu lieben
09:54Sie mögen das nicht, oder?
09:57So wie das hier aussieht
09:58So passt das wohl zu Ihnen
10:01Sie meinen, ich bin genauso unaufgeräumt?
10:03Wahrscheinlich
10:04Soll ich mir jetzt einen Kaffee machen?
10:06Nein, danke
10:07Wollen Sie sich setzen?
10:09Lassen Sie mich doch erst mal umsehen
10:11Da ist das Schlafzimmer
10:14Und das Bad ist am Ende des Flurs
10:15Falls Sie das suchen
10:16Darf ich es mir bequem machen?
10:21Tun Sie das
10:22Was ist das für ein Hof da unten?
10:39Ein Hinterhof
10:40Kann man da mit dem Auto rein?
10:43Ja, kann man
10:44Hallo?
10:50Ach, du bist es
10:50Ja, ich bin schon zu Hause
10:52Moment
10:54Es ist Gerrit
10:57Das Mädchen auf dem anderen Foto
10:59Sie will wissen, wie unser Abend war
11:02Was soll ich sagen?
11:03Dass Sie auf Ihre Kosten gekommen sind?
11:09Gerrit?
11:09Er weiß es nicht
11:11Irgendwie ist das schwierig
11:14Und ich konnte ihm noch nicht helfen
11:15Ja, bis morgen
11:17Gute Nacht
11:18Sie lässt Sie grüßen
11:20Sie erinnern sich doch an Ihr Foto
11:23Vielleicht hätte Sie Ihnen besser gefallen
11:26Ist sie Ihre Freundin?
11:27Ja
11:27Wohnt sie hier in der Nähe?
11:29Ja, nicht weit weg
11:30Soll sie herkommen?
11:35Es ist das, was Sie wollen
11:36Bringen Sie das auf Zimmer 318
11:54Hallo, Charlie
11:55Hallo
11:55Na, angenehmen Abend gehabt?
11:58Er war nicht so besonders
11:59Wieso?
12:01Der Mann sah doch gut aus
12:02Das war auch schon alles
12:03Ist Gerrit da?
12:05Ja, in der Bahn
12:06Ach, hallo
12:12Hallo, meine Kleine
12:14Ja, was trinkst du? Kaffee?
12:15Ich hab noch nicht gefrühstückt
12:17Was hast du zu tun?
12:19Ich muss einen Gast München zeigen
12:20Und, was ist drin?
12:23Das Übliche
12:24Und ein Mittagessen
12:25Deswegen trinke ich jetzt auch nur einen Kaffee
12:27Ach, das wird er sein
12:30Ja
12:30Guten Tag, meine Damen
12:34Opla ist mein Name
12:36Sie sind
12:38Ja, ich hab nur eine
12:40Hostess bestellt
12:42Sie ist es
12:43Aha
12:43Ja, dann
12:44Schönen guten Tag
12:45Ach
12:45München hat schöne Frauen
12:48Das gefällt mir
12:49Und was mir besonders gefällt
12:50In einer so angenehmen Gesellschaft
12:53Durch München geführt zu werden
12:54Und Sie sind?
12:56Befreundet mit Gerrit
12:57Auch?
12:58Hostess?
12:59Ja, eine Kollegin
13:00Und frei?
13:01Ja
13:01Ja, wenn Sie Lust haben
13:03Dann kommen Sie doch einfach mit
13:05Was kann mir Schöneres passieren
13:06Als von zwei so hübschen jungen Damen
13:08Durch München geführt zu werden
13:10Einverstanden?
13:12Warum nicht?
13:13Dann auch Ihnen
13:13Ein herzliches Willkommen
13:15Und damit Sie wissen
13:16Mit wem Sie es zu tun haben
13:17Opla
13:18Hannover
13:19Bauunternehmer
13:20So, bleibt mal so stehen
13:29Dann machen wir ein schönes Foto
13:30Ja, bitte lächeln
13:32Lächeln
13:33Ja
13:33Haben Sie überhaupt einen Film drin?
13:36Natürlich habe ich einen Film drin
13:37Also, komm mal
13:38Achtung
13:39Lächeln
13:40Da hin
13:46Das ist dann da
13:48Nee
13:49Ja
13:49Fünf mehr später
13:51Wir finden euch her
13:53Ich freue mich
13:54Freunden
13:54Nee
13:55Das ist das erste Mal
13:58Das hat sie
13:59Allererst Mal
13:59Allererst Mal
14:00Ja, ich muss leider wieder los
14:05Schön war's
14:06Ich darf mich nochmal ganz herzlich bedanken
14:08Ihr wart wirklich
14:09Wirklich zauberhaft
14:10Ich komm bald wieder
14:19Ich komme bald wieder los
14:22Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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17:00Ja, nehmen Sie meine.
17:01Ihre?
17:02Auf die Sie sich verlassen können.
17:04Gut. Bei Gelegenheit werde ich mal nachprüfen, was Ihre Empfehlung wert ist.
17:30Eine Schusswunde. In die linke Schulter und in den Kopf.
17:34Ja.
17:35Die Papiere der Toten. Ilona Keller, 25. Beruf. Hier ist ein Studentenausweis. Bargeld ist vorhanden.
17:52Wer sind Sie?
17:53Nein. Kommen Sie, erzählen Sie mir, wer Sie sind und sagen Sie mir, wer die Tote ist. Kommen Sie.
18:05Was ist das in einem Hotel? Begleitete Gäste des Hotels und davon hat sie gelebt. Und zwar nicht schlecht.
18:11Sie besaßen eine Menge Bargeld.
18:13Und hatten eine Menge Bekannte.
18:23Ich möchte mich gerne mit Ihnen unterhalten. Kommen Sie.
18:37Bitte.
18:41Sehr.
18:42Sie sind erschüttert, nicht? Ich kann das verstehen.
18:55Ilona Keller war Ihre Freundin. Eine sehr gute Freundin. Das war sie doch nicht.
19:01Schauen Sie, Sie können uns helfen, den Mörder zu finden.
19:05Sie müssen mir nur einige Fragen machen.
19:12Also, Sie beide arbeiteten als Hostessen in einem Hotel.
19:17Und es besteht die Möglichkeit, dass der Mörder in diesem Personenkreis zu suchen ist, mit dem Sie es so für gewöhnlich zu tun haben.
19:26Was für Kunden hatte denn Ihre Freundin in der letzten Zeit?
19:30Es sind Gäste.
19:31Ja, natürlich. Und als Gäste sind es natürlich auch Kunden. Also, bleiben wir ruhig bei diesem Wort.
19:38Sie werden ja entlohnt, nicht? Also, sind es für Kunden, nicht?
19:43Wer vermittelt Ihnen diese Kunden?
19:45Der Portier.
19:48Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie entsetzt ich bin.
19:51Ich habe das einfach nicht glauben wollen.
19:53Erschossen? Das Mädchen?
19:56Er tut so was.
19:57Sagen Sie, welche Gäste hat Ilma Keller in der letzten Zeit gehabt?
20:01Aber Sie glauben doch nicht, dass einer der Gäste das Mädchen umgebracht hat.
20:05Hören Sie, das sind Hotelgäste, die kommen und wieder gehen.
20:09Die brauchen eine Hostess für ein paar Stunden, um sich die Stadt anzusehen oder in Ausstellungen zu gehen oder Konzerte.
20:17Ausstellungen, Konzerte.
20:18Da kommt es doch bestimmt auch zu privaten Kontakten.
20:24Private Kontakte, ja, die mögen sich einstellen, wenn man stundenlang zusammen ist.
20:29Ja, und wie weit gehen die? Das ist die Frage.
20:32Wenn Sie danach fragen, das entzieht sich meiner Kenntnis.
20:34Kam es vor, dass Ilma Keller Gäste mit in ihre Wohnung genommen hat?
20:40Also, mir hat niemand was davon erzählt.
20:43Vor vier Tagen hat Ilma Keller einen der Gäste mit in ihre Wohnung genommen.
20:47Hat sie, ja.
20:49Gerhard Hauser hat das ausgesagt.
20:51Sie habe vor vier Tagen nachts Ilma angerufen und gefragt, wie der Abend verlaufen sei.
20:55Ilma habe gesagt, er ist noch hier.
20:58Ich kann ihn ja fragen.
20:59Aber seine Antwort, die muss ja unbefriedigend gewesen sein.
21:03Denn sie sagte, er sei, na ja, er sei etwas schwierig.
21:09So, und jetzt eine Frage an Sie.
21:11Hat sie Ihnen vielleicht am nächsten Tag eine Andeutung oder Andeutungen gemacht?
21:15Inwieweit dieser Mann schwierig gewesen sei, es würde uns sehr helfen.
21:20Nicht die geringsten.
21:21Aber Sie wissen, wer der Mann ist.
21:23Zimmer 411.
21:24Wolfgang von Schulze-Westorp, München-Nymphenburg, im Park 2 bis 8.
21:40Verbringt eine Nacht im Hotel, geht mit einer Hostess aus und wohnt in München.
21:45Na ja.
21:46Na ja.
21:46Genießt du es.
22:16Ja.
22:19Sein Spiel wird immer besser.
22:23Mit einer Tiefe, die früher nicht da war.
22:29Ja.
22:31Es ist besser.
22:34Beseelter.
22:35Ja.
22:37Ich glaube, das ist richtig gesagt.
22:41Tiefer und weicher.
22:43Ja.
22:43Ja.
22:46Wo ist Wolfram?
22:48Wir warten mit dem Tee auf ihn.
22:49Guten Tag zusammen.
23:12Wann hat er angefangen?
23:16Wie immer.
23:18Heute Morgen gegen neun.
23:19Überanstrengt er sich nicht?
23:21Das habe ich ihm auch gesagt.
23:24Aber er meint, er fühle sich heute besonders wohl.
23:28Kann es sein, dass man das hört?
23:36Ja, wir hören es auch.
23:41Der Tee ist fertig.
23:42Der Tee ist fertig.
23:43Ja.
23:48Ja.
23:49Ja.
23:50Ja.
23:51Ja.
23:51Ja.
23:51Ja.
23:59Ist jemand gekommen?
24:19Zwei Herren von der Kriminalpolizei.
24:26Bitte führen Sie die Herren in den Salon.
24:29Sehr gut, danke Ihnen.
24:59Guten Tag.
25:00Guten Tag.
25:01Guten Tag.
25:02Man sagte mir, Kriminalpolizei?
25:07Mordkommission, das ist der Klein.
25:08Mein Name ist Derek.
25:10Wir möchten gerne mit Herrn Wolfram von Schurz-Syvestorps sprechen.
25:13Wolfram, Helga, kommt doch mal einen Moment.
25:18Das ist mein Sohn und meine Tochter.
25:20Guten Tag.
25:22Guten Tag.
25:23Macht es Ihnen etwas aus, wenn die Familie auch erfährt, um was es geht?
25:27Immer in Kriminalpolizei.
25:29Nein, nein, nein, das macht uns nichts aus.
25:32Stört Sie das Klavierspiel?
25:33Nein, nein, nein, überhaupt nicht.
25:36Darf ich fragen, wer da so hervorragend Klavierspiel?
25:42Das ist mein Sohn Balthus.
25:44Er ist Pianist.
25:46Ach, Helga, geh doch einen Moment zu ihm und sag ihm, dass wir Besuch haben.
25:50Ja.
25:52Entschuldigung, worum handelt es sich denn eigentlich?
25:54Um einen Mordfall.
25:55Es ist jemand ermordet worden, den Sie kennen.
25:59Ach, ein Bekannter?
26:02Nein, nein, eine junge Frau.
26:05Sie hat als Hostess in einem Hotel gearbeitet.
26:07Um Himmels Willen, ich war vor vier Tagen in einem Münchner Hotel und habe bei einem Portier eine Hostess bestellt.
26:14Ich kann mich nur an Ihren Namen erinnern.
26:19Ilona.
26:20Genau.
26:21Genau um diese Person geht es.
26:22Sie ist ermordet worden?
26:25Ja, wann?
26:26Wo und wie?
26:28Ein ganz reizendes Mädchen.
26:29Ich habe mich sehr gut mit ihr unterhalten.
26:31Heute Nacht in Ihrer Wohnung ist sie ermordet worden.
26:35Sie wurde erschossen.
26:35Entschuldigen Sie bitte, dass wir Sie in diesem Zusammenhang aufsuchen, ja?
26:40Ich bitte Sie, das verstehe ich.
26:41Das ist doch Ihre Pflicht.
26:43Helga.
26:44Helga.
26:46Ich habe dir doch vor vier Tagen von dieser Hostess erzählt, mit der ich zusammen war.
26:50Ich höre gerade, sie ist ermordet worden.
26:53Die junge Frau, mit der du ausgegangen bist.
26:59Ich habe sie dann noch nach Hause gefahren und war für ein paar Minuten mit ihr in Ihrer Wohnung.
27:05Mein Sohn hat mir von dieser jungen Frau erzählt.
27:09Wie alt war sie denn?
27:10Mitte 20.
27:13Ein so junges Leben.
27:15Schrecklich.
27:17Deswegen kommen Sie zu uns.
27:19Ja, das ist doch nur natürlich.
27:20Wo suchen Sie den Mörder?
27:24Entschuldigung, eine Frage.
27:26Ist die sexuell missbraucht worden?
27:28Nein.
27:28Nein, nein, nein.
27:30Ist die beraubt worden?
27:32Das kann nicht sein.
27:33Ich war ja in Ihrer Wohnung.
27:35Reichtümer gab es da nicht.
27:38Moment.
27:39Sie kann Bargeld besessen haben.
27:40Bargeld?
27:42Bargeld haben wir gefunden.
27:46Entschuldige diese Fragen, aber
27:47Sie drängen sich einfach nicht auf.
27:50Nicht wahr?
27:51Ja, drängen Sie sich auf, ja.
27:53Jetzt habe ich immer eine Frage an Sie.
27:54Bei Ihrem Zusammensein mit dieser jungen Frau
27:56hat sie da von privaten Schwierigkeiten gesprochen.
28:00Kurzum, wie benahmen Sie sich?
28:01Wir kennen Sie ja nicht.
28:02Verstehen Sie das?
28:03Wir müssten uns eigentlich ein Bild von ihr machen können.
28:06Nun, sie war nicht ungebildet.
28:09Von normaler Intelligenz.
28:10Ich würde sagen, sie war eine sehr nette junge Frau,
28:15die sich über ihren Körper mit Selbstsicherheit versorgt hat.
28:20Ja, vielleicht können Sie damit etwas anfangen.
28:22Na ja, damit kann man schon was anfangen, ja.
28:24Also, sie sagte nichts von irgendwelchen Personen,
28:29sie sagte auch nichts von persönlichen Schwierigkeiten.
28:32Nein, sie war durchaus im seelischen Gleichgewicht.
28:35Tja, weiß ich eigentlich gar nicht, was ich fragen soll.
28:40Ach ja, Sie wohnen in München
28:42und wenn Sie sich mal einen schönen Abend machen wollen,
28:45dann gehen Sie in München ein Hotel
28:47und da fahren Sie nicht nach Hause, nicht?
28:49Nein, nein.
28:51Ich habe zu meinem Sohn gesagt,
28:53wenn du etwas trinkst, dann bleib in der Stadt
28:55und lass das Auto stehen.
28:56Ja, Sie wollen einen schönen Abend verbringen,
28:59Sie mieten ein Hostess.
29:01Ich verstehe das nicht, begreif es einfach nicht.
29:03Sie sind ein gutaussehender, attraktiver junger Mann.
29:06Sie müssen noch eine Menge Bekannte haben.
29:08Sie müssen Freundinnen haben, nicht?
29:09Ja, die habe ich.
29:10Und ich gehe Ihnen auch bestimmt nicht aus dem Weg,
29:12aber manchmal, manchmal sind Sie mir dann doch zu anstrengend.
29:17Und dann mieten Sie sich ein Hostess.
29:20Oder war das das erste Mal?
29:23Ich gebe zu, es war das erste Mal.
29:26Gut.
29:27Bringen Sie uns hinaus?
29:29Ach ja, die Ilona Keller, die hat eine Kollegin.
29:33Die heißt Gerrit Hauser.
29:35Ja, ich weiß.
29:36Sie hat mir von ihr erzählt, eine etwas zarte Person, dunkle Haare.
29:39Sie kennen sie.
29:41Ja.
29:42Ich habe ein Foto von ihr gesehen.
29:44Also der Portier hat mir zwei Fotos gezeigt.
29:46Einmal von Ilona, einmal von Gerrit.
29:49Ich sollte mich für eine entscheiden.
29:50Dann haben Sie sich für Ilona entschieden.
29:52Warum?
29:53Ja, warum?
29:53Keine Ahnung.
29:54Es war wie Würfel.
29:55Die oder die.
29:56Sagen Sie, wie war eigentlich diese Ahnung mit Ilona?
29:59Wenn ich ehrlich sein soll, nicht besonders.
30:03Und warum nicht?
30:05Tja.
30:06Wissen Sie, ich habe mich die ganze Zeit über etwas gefragt.
30:08Ich habe mich gefragt, willst du mit ihr schlafen?
30:09Wenn ja, warum?
30:10Es stellte sich heraus, ich hatte nicht den Wunsch.
30:13Wissen Sie, die Ilona sprach mal mit der Gerrit und sagte, dass Sie ein bisschen schwierig sind.
30:21Ihr Bruder, ne?
30:22Ja, das ist mein Bruder.
30:26Später vorreit.
30:29Er ist ein begnadeter Pianist.
30:30Macht er das beruflich?
30:32Er lebt für seine Musik.
30:35Ja, bei dieser Gelegenheit, was machen Sie eigentlich beruflich?
30:38Ich?
30:39Ich mache ganz was anderes.
30:41Ich bin Physiker.
30:52Ich bin Physiker.
31:22Sie werden ihn ins Bett bringen.
31:33Ich höre immer noch seine Musik.
31:37Er ist ein hervorragender Pianist.
31:39Er ist valiant.
31:41Die Frage ist doch, wie geht es weiter?
31:43Frau Hauzer, es geht nochmal um den Mann, mit dem Ilona vor vier Tagen da zusammen gewesen ist.
32:04Was hat sie über ihn gesagt?
32:06Ich frage, hast du einen guten Abend gehabt?
32:10Sie sagt, ich weiß es nicht.
32:13Aber Moment mal, ich werde ihn fragen.
32:15Ja, und dann hat sie ihn gefragt.
32:18Haben Sie zufällig gehört, was sie gefragt hat?
32:20Nein, ich habe nichts gehört.
32:25Sie sagte nur, er weiß es auch nicht.
32:29Es sei ein bisschen schwierig mit ihm.
32:31Es sei ein bisschen schwierig mit ihm.
32:34Das wäre es schon.
32:36Besten Dank, Frau Hauzer, dass Sie gekommen sind.
32:39Guten Abend.
32:48Es ist nicht zu glauben.
32:50Es sei ein bisschen schwierig mit ihm.
32:53Der Mann nervt mich.
32:54Die ganze Familie nervt mich.
32:55Was haben wir denn da eigentlich erlebt?
32:57Eine Familie, die wie leblos ist.
33:00Sie reagiert nicht, jedenfalls nicht spontan.
33:03Und wenn man sie etwas fragt, dann antworten sie fast automatisch.
33:09Geht in ein Hotel in München, mietet sich ein Zimmer für eine Nacht
33:13und hat nur eine halbe Stunde bis zu seinem eigenen Bett.
33:18Dann nimmt sie ein Zimmer, mietet sich eine Hostess
33:22und hat nicht mal einen netten Abend.
33:33Was macht er denn?
33:39Er spielt, du hörst es doch.
33:42Er soll aufhören.
33:45Bitte.
33:46Geh zu ihm.
33:49Er spielt mitten in der Nacht
33:51und weiß nicht, was er gemacht hat.
33:56Er kann nicht anders.
34:03Sie hier?
34:08Die Bankettveranstaltung für heute Abend.
34:11Hat die Polizei schon mit Ihnen gesprochen?
34:14Ja, im Zusammenhang mit dem Tod von Ilona Keller,
34:16aber ich konnte Ihnen nicht helfen.
34:19Mich haben Sie auch ausgefragt, nach allem Möglichen.
34:21Ich konnte Ihnen auch nicht helfen.
34:24Ich habe Ihnen nur gesagt, wie schrecklich ich alles fand.
34:27Und das ist es ja auch.
34:30Und vor ein paar Tagen bin ich selber noch bei ihr oben in der Wohnung gewesen.
34:33Hat man Sie vielleicht in Verdacht gehabt?
34:37Ja, aber ich habe Ihnen mein Alibi gleich freiwillig verraten.
34:40Ich war nämlich überhaupt nicht in München.
34:41Ich war bei einem Physikertreffen in Lindau.
34:44Sehr gut.
34:46Da können Sie sehen, wie schnell man in Schwierigkeiten geraten kann.
34:52Sagen Sie,
34:52ich würde gerne mal wieder einen netten Abend in der Stadt verbringen.
34:58Die kleine Gerrit.
34:59Steht die zur Verfügung oder arbeitet die nicht mehr?
35:04Natürlich arbeitet sie noch.
35:05Muss ich ja.
35:06Sie lebt ja davon.
35:08Ja.
35:10Wenn sie Zeit und Lust hat.
35:11Ich würde sie gerne ausführen.
35:14Wann? Heute Abend?
35:15Ja, heute Abend.
35:18Ich werde sehen, ob sie zu Hause ist.
35:21Ich warte wieder an der Bar.
35:25Dankeschön.
35:25Sie sagt okay.
35:31Acht Uhr, hier in der Bar.
35:33Sehr gut.
35:42Sie geben ihm Tabletten wie verabredet und morgen zugleich.
35:45Danke für alles.
35:46Widerspruch.
35:47Ja, Doktor, gut.
35:56Was macht ein Polizeiarzt hier?
35:58Oh, das war einmal.
35:59Ich habe mich selbstständig gemacht.
36:01Und was machen Sie hier?
36:03Ja, ich mache der Familie einen Besuch.
36:06Doch wohl nicht beruflich.
36:07Hm, halbberuflich.
36:09Das ist eine sehr gute, reizende Familie.
36:12Konservativ aber im besten Sinne.
36:14Was machen Sie hier, Doktor?
36:15Krankheitsfall in der Familie.
36:17Krankheitsfall?
36:17Ich war gestern hier, da waren alle kerngesund.
36:21Ach, äh.
36:24Der Pianist?
36:25Ja, Pianist.
36:27Ist krank?
36:28Ja, er ist krank.
36:31Was, äh, was fehlt ihm?
36:34Aber...
36:35Herr Derrick.
36:36Ach so, ja.
36:37Sie berufen sich auf Ihre ärztliche Schweigepflicht.
36:40Also ist es keine Erkältung.
36:41Nein.
36:41Es muss eine Krankheit sein, die es notwendig macht, dass Sie sich auf Ihre Schweigepflicht berufen.
36:47So ist es.
36:49Guten Abend, Herr Derrick.
36:50Na, Abend, Doktor.
36:55Und machen Sie der Familie keinen Ärger, die haben Kummer genug.
36:58Der Herr von der Kriminalpolizei.
37:10Was will der Mann um diese Zeit?
37:12Er möchte Wolfram sprechen.
37:16Geh und sag ihm, es passt uns nicht.
37:19Es passt uns überhaupt nicht.
37:21Der Arzt ist eben da gewesen.
37:23Das ist nicht gut, Norma.
37:24Aber Wolfram ist überhaupt nicht da, trotzdem.
37:29Also gut, dann bitte ihn herein.
37:34Der Mann sich nicht anmelden.
37:36Was für Manieren hat die Polizei überhaupt?
37:40Guten Abend.
37:41Guten Abend.
37:42Oh, ich bitte vielmals um Entschuldigung.
37:44Ich habe das ganz vergessen.
37:45Es ist sehr spät.
37:46Ich habe mich auch gar nicht angemeldet.
37:48Das ist unverzeiht.
37:49Ich bitte vielmals um Entschuldigung.
37:50Aber ich möchte gerne Ihren Sohn Wolfram sprechen.
37:52Mein Sohn ist nicht da.
37:54Er ist unterwegs.
37:57Es ist sehr ungewiss, wann er zurückkommt.
37:58Umso mehr muss ich mich entschuldigen.
38:02Darf ich Sie fragen, warum Sie meinen Sohn nochmal sprechen wollen?
38:06Es geht immer noch um den Mord an dem jungen Mädchen.
38:09Da hat er doch wirklich schon alles gesagt, was er weiß.
38:11Ja.
38:12Wir müssten halt gerne, wir wüssten gerne mehr über den Charakter des jungen Mädchens.
38:17Falls Sie überhaupt eine gehabt hat.
38:21Das ist eine sehr bittere Bemerkung.
38:25Das stimmt, Mama.
38:27Entschuldige.
38:29Entschuldige.
38:30Es war sehr dumm von mir.
38:32Verzeihen Sie bitte.
38:33Ich werde meinem Sohn sagen, dass Sie ihn sprechen wollen.
38:38Er wird sich ganz bestimmt noch bei Ihnen melden.
38:41Danke, Sir.
38:42Also ich bitte nochmals um Entschuldigung.
38:43Nimm es nicht, Jür.
38:46Jetzt weiß ich, was ich die ganze Zeit vermisse.
38:51Dieses wundervolle, balliante Klavierspiel.
38:53Das vermissen wir alle.
39:10Gareth?
39:11Ich kenne Sie ja.
39:12Ich habe Ihr Foto gesehen.
39:13Außerdem hat mir Ilona von Ihnen erzählt.
39:16Guten Abend.
39:17Guten Abend.
39:19Ich habe fast nicht damit gerechnet, dass Sie heute...
39:22dass ich Sie heute sehen kann.
39:25Nach allem, was passiert ist.
39:29Das hat Sie sicher ziemlich mitgenommen.
39:31Habe ich recht?
39:32Ja, Sie haben recht.
39:34Aber ich wollte nicht...
39:36Ich konnte nicht zu Hause bleiben.
39:40Ich wollte Sie zum Essen einladen.
39:43Haben Sie Hunger?
39:44Ich kriege manchmal kaum ein bisschen runter.
39:46Das schaffen wir schon.
39:50Bin ich richtig angezogen?
39:52Gefalle ich Ihnen so?
39:55Ist das immer die erste Frage, die Sie stellen?
39:58Sagen Sie mir, wie ich mich zu verhalten habe.
40:02So, wie Sie es gewohnt sind.
40:07Hi.
40:09Vor dem Haus von Schulze-Westdorf habe ich Dr. Gut getroffen.
40:13Wer ist er?
40:14Er war mal Polizeiarzt. Erinnerst du dich?
40:16Ah ja.
40:16Ich habe ihn gefragt, wer im Hause krank sei.
40:18Er sagte mir, der Klavierspieler.
40:20Was fehlt ihm denn?
40:21Das wollte er mir nicht sagen.
40:22Er beruft sich da auf seine ärztliche Schweigepflicht.
40:25Kannst du mir mal seine Nummer raussuchen?
40:32Gut.
40:33Guten Abend, Börgter. Hier ist Derrick.
40:35Störe ich Sie sehr?
40:36Wenn es nicht zu lange dauert.
40:42Das Essen wird gerade aufgetragen.
40:44Worum geht's hin?
40:46Ich habe einen Anschlag auf Sie vor.
40:48Einen Anschlag auf Ihre berufliche Schweigepflicht.
40:51Derrick.
40:52Keine Chance.
40:56Welche Krankheit hat der Pianist?
40:58Haben Sie mir nicht zugehört?
41:01Kein Kommentar.
41:02So, jetzt werde ich Ihnen was sagen, was Sie nicht wissen.
41:04Ich ermittle Ihnen einen Mordfall.
41:07Und wir unterliegen auch einer Schweigepflicht.
41:10Und wenn ich Sie frage, welche Krankheit der Pianist hat,
41:13dann ist das keine bloße Neugier.
41:17Ich wiederhole noch mal, Derrick.
41:19Keine Chance.
41:20Nur so viel.
41:24Dieser bedauernswerte Kranke hat mit Ihrem Mordfall nichts zu tun.
41:29Das ganz gewiss nicht.
41:31Ist das so bedauernswert?
41:33Ja, ist er.
41:37Wird er sterben?
41:39Ja, er wird sterben.
41:42Doktor Gut.
41:44Hat er Aids?
41:45Dieses Wort haben Sie gesagt.
41:49Nicht ich.
41:50Er hat Aids.
42:03Weiß er das?
42:05Vermutlich, ja.
42:07Aber hast du, ich war vor ein paar Tagen noch mal da.
42:10Ich wollte den jungen Mann sprechen.
42:12Ich wollte die ganze Familie noch einmal sehen.
42:14Aber was sagte man mir, dieser junge Mann?
42:16Ja, ich möchte gerne Herrn Stemmer, den Portier haben.
42:20Da sagte man mir, der junge Mann, der sei nicht da, der sei in die Stadt gefahren.
42:28Herr Stemmer?
42:29Ja, ich bin's.
42:30Hier ist die Kriminalpolizei, Derrick.
42:32Ich suche den jungen Mann, der vor fünf Tagen mit Ilona Keller den Abend verbracht hat.
42:36Ja, der war hier.
42:39Der ist unterwegs.
42:40Mit der kleinen Gerrit Hauser.
42:42Danke, Herr Stemmer.
42:45Er ist unterwegs mit der zweiten Hostess, um sich einen netten Abend zu machen.
42:48Vielleicht wird der Abend gar nicht so nett.
42:51Ja.
43:05Schmeckt es Ihnen nicht?
43:07Doch, schmecken wir.
43:08Der Runger ist aber immer noch nicht sehr groß.
43:10Nein.
43:13Ilona hat mir erzählt, sie ist Studentin.
43:14Sind Sie das auch?
43:18Ich war es.
43:22So, so, Sie waren es.
43:24Was haben Sie denn studiert?
43:25Der Mann ist dick.
43:27Und warum haben Sie aufgehört?
43:30Entschuldigung.
43:32Sie sagten, Sie waren Studentin.
43:35Was machen Sie denn jetzt?
43:38Du mal fragen, ich weiß ja, was Sie sind.
43:41Sie sind Begleiterin.
43:44Die, wie soll ich mich ausdrücken, zur Unterhaltung, vorwiegend zur Unterhaltung da ist.
43:52Oder wie auch immer.
43:55Richtig?
43:58Warum sagen Sie nichts dazu?
44:00Man soll doch nicht denken, Sie sind auf den Mund gefallen, oder?
44:02Ich hätte besser nicht kommen sollen, weil ich, mir geht das nicht so gut.
44:10Ja, stimmt.
44:12Ist mir auch aufgefallen, Sie sind sehr blas.
44:14Ich mache Ihnen jetzt einen Vorschlag.
44:20Ich bringe Sie nach Hause.
44:21Wo wohnen Sie denn?
44:23Im dritten Stock.
44:25Und viele Leute im Haus?
44:26Nein, nicht so viele.
44:28Da hinten sind sowieso nur gewusst.
44:29Da ist abends keiner mehr.
44:30Vielen Dank, dass Sie mich nach Hause gebracht haben.
44:42Um ehrlich zu sein, mit Ihnen war nicht besonders viel anzufallen.
44:46Ist hier das Schlafzimmer?
44:47Ja, ja.
44:50Machen Sie mir noch einen Kaffee?
44:52Gerne.
44:54Das liegt jetzt rechts neben der Tür.
44:55Haben Sie Nachbarn?
45:24Ja, aber die Wohnung steht im Augenblick leer.
45:26Sie wird saniert und soll verkauft werden.
45:29Möchten Sie den Kaffee stark?
45:32Spielt keine Rolle, machen Sie nur.
45:38Sie sind krank, nicht wahr?
45:44Wie meinen Sie das?
45:46Ich frage mich, wie man Ihnen das nicht ansieht.
45:52Stellen Sie den Kaffee ruhig hin.
45:54Ich trinke ihn sowieso nicht.
45:56Gute Nacht.
46:06Ja, ich höre.
46:09Nein, nein, ich habe alles verstanden.
46:13Noch etwas, Wolfram.
46:14Dieser Kriminalbeamte hat schon zweimal angerufen.
46:17Du sollst ihn aufsuchen.
46:21Heute Nacht noch.
46:22Er wartet auf dich.
46:23Heute Nacht noch?
46:24Das kann der Mann von dir wollen.
46:26Ich würde das nicht ernst nehmen.
46:28Aber Mama, das wäre ganz falsch.
46:30Ich fahre hin.
46:31Ich fahre jetzt hin.
46:33Es ist doch besser, als nach Lindau zu fahren.
46:35Ja, gut.
46:37Wie geht es bald?
46:38Ich fahre jetzt.
46:42Schlecht.
46:46Sehr schlecht.
46:49Hallo, guten Abend.
46:51Guten Abend.
46:53Kann ich noch reinkommen?
46:54Ja, natürlich kommen Sie nur.
46:57Ich habe ja aus Sie gerachtet.
46:58Ja, ich habe es gehört.
47:04Meine Mutter hat mir gesagt, dass Sie mich noch sehen wollen.
47:07Egal, wie spät es ist.
47:08Hat Sie die Wahrheit gesagt?
47:11Natürlich.
47:12Natürlich hat sie die Wahrheit gesagt.
47:14Neue Fragen?
47:16Erste Frage, wollen Sie Kaffee?
47:19Nein, danke.
47:20Ich habe gerade schon einen Kaffee stehen lassen.
47:22Wo denn?
47:23Wo haben Sie einen Kaffee stehen lassen?
47:25Ich war heute Abend mit Gerrit Hauser zusammen.
47:28Wieder kein besonderer Abend.
47:30Wir waren zusammen essen.
47:30Wann habe ich Sie nach Hause gefahren?
47:32Ich glaube, Sie fühlte sich nicht wohl.
47:34Worauf Sie Rücksicht genommen haben?
47:36Worauf ich Rücksicht genommen habe.
47:37Sie hatten also einen Abend mit Gerrit Hauser
47:40und wieder war es kein gelungener Abend.
47:42Nein, es ließ sich irgendwie keine Beziehung herstellen.
47:47Sie war, das Mädchen war irgendwie auf der total anderen Seite.
47:58Kommen Sie, setzen Sie sich.
48:01Wie geht es Ihrem Bruder?
48:05Wie es meinem Bruder geht?
48:07Er ist krank, nicht wahr?
48:11Woher wissen Sie, dass er krank ist?
48:13Er ist schwer krank.
48:16Todkrank.
48:17Wer sagt sowas?
48:18Als Pianist ist er eine große Begabung.
48:24Wir haben uns erkundigt.
48:26Er hat schon die ersten Konzerte gegeben.
48:28Mit großem Erfolg.
48:30Das ist doch richtig, nicht wahr?
48:32Ja, das ist richtig.
48:35Experten sagen ihm eine Weltkarriere voraus.
48:39Stimmt das?
48:40Ja, das stimmt.
48:41Und ehe es dazu kommt, wird der Elend sterben.
48:52Wer hat Ihnen das gesagt?
48:55Hoffnungen, die er sich machte, Hoffnungen, die die Familie sich machte.
48:59Ihre Mutter, ihre Schwester, sich selbst, werden sich nicht erfüllen.
49:05Das ist eine Tragödie, die bittere Fragen aufwirft.
49:09Warum gerade ich, werde er sich fragen?
49:12Warum gerade er, werden Sie sich sagen?
49:14Und ja, warum hat, hat sich diese Krankheit ausgerechnet ihn ausgesucht?
49:23Warum ausgerechnet ihn?
49:27Haben Sie sich diese Fragen nicht gestellt?
49:30Natürlich haben wir uns diese Fragen gestellt.
49:34Aber niemand, der eine Antwort darauf gewusst hat.
49:40Niemand.
49:44Mein Bruder
49:46war der Begabtest in unserer Familie.
49:51Ein Glücksfall.
49:53Ein genetischer Glücksfall.
49:56Wo hat er sich die Krankheit geholt?
50:14Ihr Bruder nicht, oder?
50:19Ja.
50:22Das ist mein Bruder.
50:25Ich habe dieses Foto dem Portier des Hotels gezeigt.
50:28Er sagte, ich kenne den Mann.
50:30Er hat hier einige Tage gewohnt nach einem Konzert.
50:35Er hat den Dienst zwei Ostessen in Anspruch genommen.
50:38Einmal Elena Keller und dann Gerrit Hauser.
50:44Wollen Sie nichts dazu sagen?
51:01Es kann ja sein, dass Sie recht haben.
51:04Möglich ist alles.
51:06Aber wohin führt diese Vermutung?
51:09Denn mehr ist es ja nicht.
51:10Sie haben recht, das ist eine Vermutung.
51:27Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
51:29Es liegt nahe, dass seine Familie, ihre Familie,
51:33in diesem tiefen Unglück, in dieser extremen Erregung,
51:36die Kontrolle über sich verliert und zu allem fähig ist.
51:40Ist ja denkbar, nicht?
51:41Und?
51:57Na und Sie?
51:59Fahren Sie wieder nach Lindau?
52:01Nein, heute nicht.
52:03Heute nicht.
52:31Ja, bitte?
52:37Darf ich hier reinkommen?
52:45Wer sind Sie?
52:46Was wollen Sie?
52:51Können Sie das bitte abspielen?
52:53Wozu denn?
53:06Tun Sie, was ich Ihnen sage.
53:07Der Mann, der da spielt.
53:26Sie kennen ihn.
53:30Sie kennen ihn gut.
53:32Gehen Sie nicht ans Telefon.
53:35Hören Sie der Musik zu.
53:37Bleiben Sie stehen.
53:54Ich höre nur Klaviermusik.
53:57Ist ja doch jemand abgehoben.
53:58Also muss doch jemand da sein.
54:00Hallo.
54:01Vorlein Hauser, bitte melden Sie sich.
54:03Mein Sohn spielt da.
54:10Mein Sohn.
54:13Der sterben wird.
54:16Der sterben wird.
54:18Sie werden sterben.
54:31So wie er sterben wird.
54:35Denn
54:35Sie haben ihn erworben.
54:41Sie haben ihn umgebracht.
54:42Tun Sie es nicht.
54:44Tun Sie es nicht.
54:48Tun Sie es nicht.
54:49Das ist nicht.
54:50Das war's.
55:20Das war Stefan, die Fallslose.
55:23Danke, Ari.
55:27Ihre Mutter ist festgenommen.
55:28Man wird einen Arzt holen.
55:30Sie hat einen völligen Zusammenbruch.
55:39Sie können gehen.
55:43Gehen Sie nach Hause und warten Sie.
55:46Warten Sie auf Ihren Prozess.
55:50Warten Sie auf Ihren Prozess.
56:20Warten Sie auf Ihren Prozess.
56:23Gute Nacht, Eddick, ohne Auto.
56:51Was? Ja, ja, ja.
56:53Ich geh' noch ein paar Schritte zu Fuß.
56:55Nacht aber auch.
56:56Gute Nacht.
56:57Bitteschön.
57:23Bitteschön.
57:25Bitteschön.
57:27Bitteschön.
57:29Bitteschön.
57:31Bitteschön.
57:33Bitteschön.
57:35Bitteschön.
57:37Bitteschön.
57:39Bitteschön.
57:41Bitteschön.
57:43Bitteschön.
57:45Bitteschön.
57:47Bitteschön.
57:49Bitteschön.
57:51Bitteschön.
57:53Bitteschön.
57:55Bitteschön.
57:57Bitteschön.
57:59Bitteschön.
58:01Bitteschön.
58:03Bitteschön.
58:04Bitteschön.
58:05Bitteschön.
58:07Bitteschön.
58:08Bitteschön.
58:09Bitteschön.
58:11Bitteschön.
58:12Bitteschön.
58:13Bitteschön.
58:15Untertitelung des ZDF, 2020