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  • 8 months ago
Die Mitarbeiter eines Internats feiern ihr 16-jähriges Schuljubiläum. Plötzlich hallt ein lauter Knall durch die Flure, und Herr Wenk wird tot vor einem Schlafsaal aufgefunden.

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Transcript
00:00Musik
00:30Sieh auf, bitte, gute Nacht, schlafen Sie gut.
00:37Aber meine Damen, es ist schon zehn Uhr.
00:41Gute Nacht, schlafen Sie, gute Nacht, gute Nacht.
00:47Gute Nacht, Frau Wacken.
00:49Gute Nacht, Herr Wacken.
00:53Guten Abend.
00:55Guten Abend.
00:56Kommen Sie herein, Doktor.
00:58Guten Abend, Herr Hammer.
01:00Wir sind noch eingeladen, Frau Doktor.
01:03Auf eine Flasche Wein.
01:05Ein besonderer Anlass?
01:07Ja, es ist ein besonderer Anlass.
01:10Heute vor 16 Jahren wurde diese Schule eröffnet.
01:14Ein Jubiläum.
01:15Das verdient, dass man ein Glas darauf trinkt.
01:21Wo ist Frau Brack?
01:22Sorgt für die Einhaltung der Schulordnung.
01:24Es ist Zeit, meine Damen, es ist 10 Uhr.
01:27Auf die Zimmer gehen.
01:29Gute Nacht.
01:30Gute Nacht.
01:31Ja, gute Nacht.
01:35Sie auch, gute Nacht.
01:36Gute Nacht.
01:37Gute Nacht.
01:42Es ist Zeit, meine Damen.
01:45Noch eine Minute, Frau Brack.
01:46Wir sind gleich fertig.
01:48Gute Nacht.
01:49Warum sind wir gleich fertig?
01:55Weil du in einem Zug schachmatt bist.
01:58Das zeigst du mir mal.
02:05Hand.
02:05Aufatmend, ohne ihren Arm freizugeben, zog er sie mit sich.
02:22Als sie sich dann gegenüber saßen, blickte er sie erst eine Weile stumm an.
02:27Ich kann es noch gar nicht glauben, dass wir hier jetzt sitzen und einander so nahe sind.
02:34Sagte er dann leise.
02:39Soll ich dich?
02:41Ein Jubiläum, höre ich?
02:43Ja, stellen Sie sich vor, vor genau 16 Jahren wurde diese Schule hier gegründet.
02:49Ach, es ist keine große Sache.
02:52Ich selber habe es erst heute Morgen festgestellt, als ich auf den Kalender sah.
02:56Ach, wollen Sie unserem Hausmeister auch Bescheid sagen?
02:59Herr Wenck war nämlich von Anfang an dabei.
03:02Es ist doch sein Jubiläum.
03:04Ich hole ihn.
03:04Herr Wenck?
03:19Herr Wenck?
03:22Ja?
03:23Frau Dr. Hofer lässt Sie bitten, noch herunterzukommen, ein Glas Wein mit uns zu trinken.
03:28Hat sie gemerkt, dass wir heute für den Daten waren?
03:31Sie haben es gewusst?
03:32Ja, natürlich.
03:33Ich lasse nur noch die Wichte.
04:03Was machen Sie da?
04:23Was machen Sie das?
04:41Das ist ja noch so, was oben war.
04:43Was machen Sie das?
05:13Bitte, bitte, geh Sie kurz in Ihr Zimmer.
05:14Bitte, sagen Sie so gut.
05:17Bitte, bitte...
05:18Bitte, bitte, geh Sie aufs Zimmer, bitte, bitte, bitte, aufs Zimmer!
05:25Lisa...
05:26Das ist Katrin May und das ist Ihr Bett hier.
05:54Sie lagen im Bett, hat noch ein bisschen Musik gehört, da ging die Tür auf, stand jemand im Türrahmen mit einer Waffe in der Hand, die auf Sie gerichtet war.
06:02Das habt Ihr nicht mitbekommen, wir?
06:04Nein, wir haben doch geschlafen.
06:07In diesem Augenblick muss wohl der Hausmeister gekommen sein, der offenbar erkannt hat, was da vor sich ging, warf sich auf den Schattenmann oder Frau, das ist noch nicht bekannt.
06:14Der Täter drehte sich um, erschoss den Hausmeister und verschwand.
06:24Der Täter wollte Sie erschießen, nicht den Hausmeister?
06:31Ja.
06:31Die Waffe, die war eindeutig auf Sie gerichtet. Keinen Zweifel.
06:40Nein.
06:42Sie heißen Katrin May?
06:43Ja.
06:45Wie alt sind Sie?
06:4618.
06:48Und wie lange sind Sie hier im Internat?
06:51Ein Jahr.
06:51Wo wohnen Ihre Eltern?
06:55In den USA, in Minnesota.
06:59Ja.
07:00Können Sie sich vorstellen, warum sich jemand umbringen will?
07:04Nein.
07:06Sie haben gar keinen Verdacht gegen irgendjemanden?
07:12Nein.
07:14Ihre Eltern haben hier gelebt, bis vor einem Jahr.
07:17Sie sind dann in die Vereinigten Staaten ausgewandert.
07:19Entschuldigen Sie.
07:23Aber ich bin vollkommen durcheinander.
07:27Katrin sollte hier nur noch die Schule zu Ende machen.
07:29Bitte, Frau Dr. Hofer, beruhigen Sie sich.
07:32Erzählen Sie mir von dem Mädchen.
07:33Sie ist hochbegabt, schnell im Denken, immer präsent.
07:39Sie ist...
07:40Naja, und?
07:41Und was können Sie mir über das Leben des Mädchens erzählen?
07:45Wie man jetzt außerhalb dieser Schule?
07:46Sie geht aus.
07:48Sie hat Freunde, Bekannte.
07:51Sie bewegt sich sehr sicher, sehr gut außerhalb des Internats.
07:55Sie hatte Freunde, Bekannte.
07:57Können Sie uns ein bisschen mehr darüber berichten?
08:00Wenn ich dazu etwas sagen darf.
08:03Sie wurde ständig abgeholt.
08:05Oder gebracht.
08:05Ich habe Sie selbst einmal hereingelassen, als das Tor schon abgeschlossen war.
08:11Katrin verabschiedete sich sehr herzlich von einem Herrn,
08:14der abseits stand neben einem großen Wagen.
08:16Was heißt herzlich?
08:20Sie küsste ihn.
08:23Was war denn das für ein Mann?
08:25Es war ein älterer Herr, macht einen sehr gepflegten Eindruck.
08:28Ja, haben Sie diesen Mann öfter gesehen?
08:30Ja, ein paar Mal.
08:31Aber das war nicht der einzige Verehrer.
08:33Ab und zu holte sie ein junger Mann ab.
08:36Sagen Sie es ruhig.
08:37Sagen Sie es.
08:41In einem kleinen, dunklen Wagen.
08:43Den habe ich auch öfter gesehen.
08:45Ein Student, glaube ich.
08:48Katrin hat es mir gegenüber mal geäußert.
08:52Ah ja.
08:54Ja.
08:55Das ist gut, ja.
08:57Wir möchten noch einmal mit Fräulein May sprechen.
09:00Ja, natürlich.
09:03Ja, ich war mit ihm befreundet.
09:07Wieso?
09:08Sind Sie es nicht mehr?
09:10Ja, ich finde das ganz normal,
09:11dass man Beziehungen hatte,
09:12dass die irgendwann wieder aufhören.
09:13Ja, also wie hat er aufgehört?
09:15Und dieser Student, Ralf Becker heißt er,
09:18war er unglücklich?
09:20Ja, schon.
09:21Kann man ihn erreichen?
09:22Hat er Telefon?
09:24Wieso?
09:25Wollen Sie mit ihm telefonieren?
09:26Aha.
09:38Danke.
09:39Hallo.
09:41Hallo, wer ist denn da?
09:42Spreche ich mit Ralf Becker?
09:44Ja, am Apparat.
09:45Hier ist die Kriminalpolizei.
09:47Auf Fräulein May ist soeben ein Mordanschlag verübt worden.
09:50Was sagen Sie da, ein Mordanschlag?
09:52Ist sie verletzt?
09:52Nein, sie ist unverletzt.
09:56Wir sind im Internat.
09:57Können Sie herkommen?
09:58Ja, ja, ich ziehe mich sofort an.
09:59Ich habe schon geschlafen.
10:01In 20 Minuten bin ich da.
10:02Ich danke Ihnen.
10:03Ja.
10:07Fräulein May,
10:09Sie haben noch einen sehr guten Freund.
10:12Ist es interessant für Sie?
10:13Ja, alles.
10:14Alles, was zu Ihrem Privatleben gehört.
10:16Wollen Sie ihn auch anrufen?
10:17Das hängt ganz davon ab,
10:18was Sie mir erzählen werden.
10:20Also, wer ist dieser Mann?
10:21Er ist Dr. Rohner.
10:22Und Ihre Beziehung zu ihm,
10:23sind Sie seine Geliebte?
10:25Wir sind befreundet.
10:26Ich bin nicht seine Geliebte.
10:28Aber vielleicht werde ich es noch.
10:30Haben Sie ihn kennengelernt?
10:31Auf der Straße.
10:32Er hat mich angesprochen.
10:34Er hielt mit seinem Wagen neben mir,
10:36stieg aus und fragte mich,
10:37ob er mich kennenlernen dürfte.
10:38Und wie lange kennen Sie Dr. Rohner jetzt?
10:40Ein halbes Jahr.
10:42Wir gehen zusammen ins Theater, in die Oper.
10:44Wir gehen zusammen essen,
10:46machen Ausflüge.
10:48Was ist Dr. Rohner vom Beruf?
10:49Das kauft man.
10:50Das geht ihm ganz gut.
10:51Ach, wie nicht, ja.
10:52Und es ist ledig, nicht?
10:54Ich meine, Junggeselle?
10:56Nein, er ist verheiratet.
11:02Bitte rufen Sie jetzt nicht an.
11:03Rufen Sie ihn morgen im Büro an.
11:05Rolf Becker?
11:27Ja, bitte.
11:33Bitte.
11:44Katrin?
11:45Katrin?
11:55Katrin?
11:55Der Hausmeister wurde niedergeschossen, ist tot.
12:00Tot?
12:04Zu mir war Herr Wenk ja immer sehr freundlich.
12:09Den hat doch niemand umbringen wollen.
12:11Da haben Sie ganz recht.
12:12Ihn wollte auch niemand umbringen, sondern Kathrin.
12:15Das kann ich mir nicht vorstellen.
12:17Das können Sie sich nicht vorstellen?
12:19Die Waffe war geladen und es ist ja jemand umgebracht worden.
12:22Ja, ich verstehe.
12:25Jedenfalls bin ich froh, dass du lebst.
12:28Dann, dann gib mir einen Kuss.
12:42Wo waren Sie gegen halb elf heute Abend?
12:45Zu Hause.
12:47Ich war in meiner Wohnung, um die Zeit bin ich schlafen gegangen.
12:51Gibt es Zeugen dafür?
12:53Nein.
12:54Ich wohne allein in einer Studentenwohnung.
12:58Kommen Sie, Kathrin.
13:00Beruhigen Sie mich.
13:05Ich möchte mit Ihnen allein sprechen.
13:08War Ihre Beziehung zu Kathrin May sehr eng?
13:12Ja.
13:13Und, äh, ist Sie das immer noch?
13:24Nein, seit einem halben Jahr ist es nicht mehr.
13:28Ein anderer Mann?
13:29Ja, ein anderer Mann.
13:32Die Trennung war sicher nicht leicht für Sie.
13:34Nein, nein, das war sie nicht.
13:41Man leidet wie ein Hund.
13:44Ich hatte eine schlimme Zeit.
13:47Es gibt nichts, was man dagegen tun kann, aber auch nichts.
13:52Es ist wie eine Krankheit.
13:54Meine Damen, meine Damen, meine Damen, etwas mehr Ruhe, bitte.
13:58Danke.
14:14Hast du geglaubt, dass Sie in der Anstellung hier rauskommen?
14:16Ich darf doch gehen jetzt, oder?
14:28Ja, Sie dürfen gehen.
14:30Rona ist mein Name.
14:31Derrick.
14:34Grüß Gott.
14:34Das ist der Kleine.
14:35Die Anmeldung hat mich informiert, dass Sie kommen.
14:40Bitte.
14:41Kommen Sie.
14:44Bitte, jetzt kann ich mich von Atem.
14:49Bitte.
14:50Entschuldigen Sie, wenn Sie mich fassungslos sehen.
14:53Ich bin fassungslos.
14:55Es ist ja brechen mit dem Kopf, wer der Täter sein könnte.
14:59Wer könnte es sein?
15:00Nun, wir sind ja beides zu klären und, äh,
15:03dazu brauchen wir auch Ihre Aussagen.
15:06Fragen Sie nur von mir, haben Sie jede Unterstützung.
15:09Ich danke Ihnen sehr.
15:11Und Sie interessieren natürlich Ihre Beziehung zu Katrin May.
15:16Sie ist sehr freundschaftlich.
15:17Ich meine jetzt darüber hinaus, äh,
15:21lieben Sie das Mädchen?
15:25Ja, ich...
15:28Ich würde das so nennen, was ich für dieses Mädchen empfinde.
15:31Sie haben Sie auf der Straße angesprochen, nicht?
15:35Sie besuchte eine Zeit lang eine Bibliothek
15:38und nahm jeden Tag denselben Weg.
15:41Ja, ich...
15:41Ich habe Sie angesprochen, aber es...
15:45Es war nicht das Gewöhnliche.
15:48Ich empfand eine Hochachtung für Katrin.
15:51Sie wusste sofort, dass es etwas Ungewöhnliches war.
15:54Ja.
15:54Sie haben Sie doch sicher selbst gefragt nach Ihrer Beziehung zu mir.
16:00Na ja, natürlich, ich fragte Sie sogar ziemlich direkt,
16:03ob Sie Ihre Geliebte sei.
16:04Sie sagte nein.
16:07Sie fügte aber hinzu,
16:09vielleicht werde ich es noch.
16:16Sie lächeln?
16:17Ja.
16:18Weil ich etwas sehr Schönes gehört habe.
16:29Aber bitte nehmen Sie doch Platz.
16:32Danke, Herr Doktor.
16:35Sie sind verheiratet, Dr. Ruhme.
16:37Ja.
16:38Wie lange sind Sie verheiratet?
16:40Seit 15 Jahren.
16:42Weiß Ihre Frau von Katrin May?
16:44Nein, Sie weiß nichts davon.
16:48Haben Sie irgendwann mal mit dem Gedanken gespielt,
16:50sich von Ihrer Frau zu trennen?
16:52Nein.
16:54Ja, nun...
16:55Nun muss ich Sie fragen.
16:58Lieben Sie Ihre Frau?
16:59Ja, ich liebe meine Frau.
17:06Ich mag meine Frau.
17:07Ich würde mich nicht von ihr trennen.
17:11Ja, könnte ich auch auf irgendeine Weise erfahren haben
17:13von Ihrer Beziehung zu Katrin May.
17:16Das glaube ich nicht.
17:19Oh, ja.
17:21Wie alt ist Ihre Frau?
17:22Mitte 40.
17:26Ja, wann haben Sie eigentlich Katrin May zum letzten Mal gesehen?
17:31Vorgestern.
17:32Wir waren zum Baden.
17:33Wir sind an der Isar gefahren.
17:35Und, äh, wie verlief dieser Tag?
17:43Es war einer der glücklichsten Tage in meinem Leben.
17:55Danke, Dr.
17:56Ach ja, fairerweise muss ich Ihnen sagen,
18:03wir werden Erkundigungen einholen.
18:07Erkundigungen welcher Art?
18:08Sie werden Ihr Privatleben betreffen,
18:09Ihren Läumen und Ihre Glaubwürdigkeit.
18:11In Ordnung.
18:16Aber, ähm,
18:19aber wenn irgend möglich,
18:20könnten Sie
18:20meine Frau heraushalten aus, äh,
18:24Erfragungen.
18:28Mann, das, äh,
18:30es tut mir leid, Doktor,
18:31aber in diesem Fall,
18:33das wird kaum möglich sein.
18:34Na, Harry?
18:40Er steht dazu.
18:42Ich dachte schon,
18:42er würde das Verhältnis
18:43zu einer 18-Jährigen
18:44ein bisschen runterspielen.
18:45Das hat er nicht getan.
18:47Nee, ganz im Gegenteil.
18:48Für ihn waren es die schönsten Augenblicke
18:50seines Lebens.
18:50Ja.
18:52Und ich frage mich,
18:53was ist da passiert?
18:53Entschuldigen Sie,
19:07ich habe Anweisungen
19:08von der Direktion,
19:09niemanden reinzulassen,
19:10der sich nicht ausweisen kann.
19:12Das ist ganz richtig so.
19:14Bitte.
19:15Danke.
19:17Wer sind Sie?
19:19Mein Name ist Hansen,
19:20ich arbeite im Internatsbüro.
19:23Ich habe heute Morgen
19:23erst gehört,
19:24was passiert ist.
19:34Bitte kommen Sie her.
19:36Danke.
19:47Na?
19:49Ist alles in Ordnung,
19:50Frau Meier?
19:51Alles in Ordnung.
19:55Ich komme mir vor
19:55wie ein Tier im Zoo.
19:58Alle starren Sie mich an.
20:00Ich kann überhaupt
20:00gar keinen Schritt allein tun.
20:02Kann ich ja nicht wenigstens
20:03runter in den Garten
20:04oder irgendwas?
20:05Was?
20:05Ein Herr Dr. Rohner hat angerufen.
20:07Oh.
20:08Er möchte mit Katrin
20:08zum Essen gehen.
20:10Darf ich das erlauben?
20:12Ja.
20:14Wir haben keine Bedenken.
20:16Sie verstehen,
20:17dass jetzt alles etwas unheimlich
20:19für mich geworden ist.
20:20Ja, ja,
20:20das verstehe ich natürlich.
20:21Ja.
20:22Ja,
20:23ich würde gern mit Frau Meier
20:24einen Augenblick allein sprechen.
20:26Ja,
20:27ich lasse Sie allein.
20:28Danke sehr.
20:35Erinnern Sie sich
20:36an vorgestern Nachmittag
20:38von Herrn May?
20:39Ja,
20:39ich war mit Dr. Rohner
20:41beim Baden an der Isar.
20:43Es,
20:44es war sicher
20:46ein besonders schöner Tag.
20:47Ja.
20:50Warum stellen Sie diese Frage?
20:51Nun,
20:52wir haben mit Dr. Rohner gesprochen
20:53und er sagte uns,
20:54er sei vorgestern
20:55mit Ihnen an der Isar zum Baden gewesen
20:57und dann sagte er weiter,
20:59es sei ein besonderer Tag gewesen.
21:02Wieso ein besonderer Tag?
21:05Naja,
21:06er sagte,
21:06am besten wiederhole ich seine Worte,
21:09es sei der glücklichste Tag
21:10in seinem Leben gewesen.
21:13Warum?
21:15Warum war denn dieser Tag
21:16für ihn der glücklichste
21:17in seinem Leben?
21:18Wieso ist diese Frage
21:19für Sie so wichtig?
21:20Es hat doch mit dem Mord
21:21überhaupt nichts zu tun.
21:22Das können Sie aber nicht beurteilen.
21:24Ich weiß nicht,
21:24was alles mit diesem Mord zu tun hat,
21:26also vielleicht auch das.
21:28Kann es bestimmt nicht.
21:30Nein.
21:36Bitte verzeihen Sie mir die Frage.
21:39Sind Sie an diesem Tag
21:40seine Geliebte geworden?
21:44Nein.
21:46Herr Derneck,
21:48Herr Dr. Rohner ist da.
21:51Ich verzeih dah.
22:06Katrin!
22:14Untertitelung des ZDF, 2020
22:44Darf ich mit Katrin zum Essen fahren?
22:53Ich möchte gerne mit Katrin sprechen. Ich meine, sie selbst will es wollen.
22:59Ja.
23:00Übernehmen Sie die Verantwortung?
23:05Ja.
23:14Du hast es sicher, was dabei gedacht wird, wenn du die Fahndes, oder?
23:39Ja. Du hast die Adresse von Dr. Rohne?
23:41Ja. Wollen wir da hinfahren?
23:43Ja, auf direktem Weg.
23:45Das wird natürlich Dr. Rohne nicht sehr erbaut sein.
23:47Das wird mir wurscht sein. Die Ermittlungen in einem Mordfall können es gar nicht leisten, besonders diskret zu sein.
23:52Weißt du genauso gut wie ich.
23:53Polizei. Höre ich?
24:05Ja, das ist richtig. Guten Tag. Das ist der Klein. Mein Name ist Derek.
24:11Habe ich eine Verkehrsübertretung begangen?
24:14Nein, nein. Wir kommen nicht wegen einer Verkehrsübertretung.
24:17Nein.
24:18Nein, wir haben ein paar Fragen an Sie, die einen Mordfall betreffen.
24:31Ist Ihnen vielleicht der Name Katrin May bekannt?
24:34Ja.
24:36Es ist die Geliebte meines Mannes.
24:44Sie sprachen von einem Mordfall.
24:46Ja, ja. Auf das junge Mädchen. Da ist gestern Nacht ein Mordanschlag verübt worden.
24:52Das interessiert mich natürlich.
24:53Ja, ja, natürlich. Der Anschlag auf das junge Mädchen misslang. Aber der Hausmeister, der den Anschlag vereiteln wollte, der wurde erschossen.
25:01Der Täter?
25:02Der entkam in der allgemeinen Verwirrung unerkannt. Niemand konnte mehr feststellen, ob es sich bei dem Täter um einen Mann oder um eine Frau gehandelt hat.
25:10Warum sind Sie hier?
25:14Na, Sie haben doch selbst gesagt, dass Katrin May die Geliebte Ihres Mannes ist.
25:20Wie haben Sie es eigentlich erfahren? Hat Ihr Mann es Ihnen gesagt?
25:23Ich habe ihn ein paar Mal gesehen.
25:26Mit Leitung dieses Mädchens.
25:27Einmal in einem Lokal.
25:31Ich sah die beiden rechtzeitig und konnte das Lokal ungesehen verlassen.
25:37Ein zweites Mal sah ich beide im Foyer eines Theaters.
25:41Ach, und, äh, was sagen Sie bitte?
25:46Haben Sie Ihren Mann daraufhin zur Rede gestellt?
25:48Nein.
25:51Willst du Platz nehmen?
25:52Sehr gerne, ja.
25:53Herr Fauna, eines verstehe ich nicht.
26:03Ich meine, diese beiden Begegnungen Ihres Mannes mit diesem Mädchen da in der Öffentlichkeit,
26:08die hätten doch, die hätten doch ganz harmlos sein können.
26:11Ich sah meinen Mann und wusste sofort, ich sehe seine Geliebte.
26:17Und es ist ein Kind.
26:19Ja, hat Sie Ihr Verhältnis dadurch nicht, äh, nicht grundlegend geändert?
26:23Doch, es veränderte sich.
26:26Aber er bemerkte es nicht.
26:27Haben Sie mit Ihrem Mann nicht offen darüber gesprochen?
26:30Nein, ich hielt es für richtig abzuwarten.
26:32Das habe ich getan.
26:35Bis zu diesem Augenblick.
26:40Lieben Sie Ihren Mann?
26:42Ich hätte ihn sonst nicht geheiratet.
26:46Tja.
26:46Sie sagen Sie, Frau Rohn, haben Sie mal irgendwann einen Beruf ausgeübt vorher?
26:52Ich war Tänzerin.
26:54Solo-Tänzerin.
26:56Stuttgart, Kopenhagen, München.
26:59Ich habe eine erfolgreiche Karriere aufgegeben, um meinen Mann zu heiraten.
27:04Haben Sie Kinder?
27:05Nein, wir haben keine Kinder.
27:07Wo waren Sie gestern Abend gegen halb elf?
27:09Hier im Haus.
27:10Gegen zehn bin ich schlafen gegangen.
27:13Kann das jemand bezeugen?
27:14Einen Moment.
27:30Erna?
27:31Ja?
27:32Kommen Sie mal.
27:33Es wird gefragt, wo ich gestern Abend gegen...
27:41Was sagten Sie?
27:43Halb elf?
27:45Ja, ja, ich sagte gegen halb elf.
27:47Also präziser.
27:4922.30 Uhr.
27:51Wo ich gestern Abend gegen halb elf war.
27:56Hier im Hause.
27:57Wann bin ich schlafen gegangen?
27:59Um zehn Uhr.
28:00Frau Rohn, haben Sie einen eigenen Wagen?
28:02Ja, natürlich.
28:05Ich habe einen eigenen Wagen.
28:07Sind wir in der Garage?
28:08Ja, natürlich.
28:09Wo war Ihr Wagen gestern Abend?
28:10In der Garage oder auf der Straße?
28:13Wissen Sie es, Erna?
28:17Ich lasse ihn tatsächlich manchmal nachts auf der Straße stehen.
28:21Welchen Sinn hat Ihre Frage?
28:27Sie überlegen, ob ich es gewesen sein könnte,
28:30die versucht hat, das Mädchen zu töten.
28:34Das ist nicht so abwegig.
28:37Ich gebe zu, dass ich mich schrecklich beleidigt fühlte.
28:40Sie kann gehen.
28:42Oder brauchen Sie sie noch?
28:43Hm?
28:44Äh, nein.
28:45Im Moment nicht.
28:46Danke.
28:46Sie haben gehört, Anna.
28:47Ich liebe meinen Mann abgöttisch.
29:00Ich kann Ihnen nicht beschreiben,
29:01in welchen Tiefen der Verzweiflung ich mich befand.
29:05In meiner Fantasie
29:07habe ich das Mädchen umgebracht.
29:09Aber die Fantasie kann man nicht vor Gericht stellen.
29:17Dann hätten die Gerichte wohl viel zu tun.
29:20Habe ich recht?
29:21Aber meine Fantasie steht nicht vor Gericht.
29:35Sie suchen einen realen Mörder.
29:39Und der bin ich nicht.
29:43Ja, Herr Gerwig?
29:44Willi, wie viele Privatdetekterien gibt es schätzungsweise in München?
29:48Es ist für uns wichtig.
29:50Harry, Frau Rohner hat ihren Mann und das Mädchen
29:52lediglich zweimal zusammengesehen.
29:54Ist das eigentlich ausreichend?
29:56Für all das, was sie uns erzählt hat?
29:58Naja, ich meine, dafür weiß ich eigentlich ziemlich viel.
30:01Und du meinst,
30:01sie könnte eine Detektei beauftragt haben?
30:03Ja.
30:04Okay, Willi, komm, wir checken.
30:05Herzlich willkommen in meinem Büro.
30:20Herr Klein, nicht wahr?
30:21Ja, genau.
30:24Herr Derrick,
30:26Sie kennt mich nicht,
30:28aber ich kenne Sie.
30:29Ah, genau.
30:30Es geht um Dr. Roder und seine Frau.
30:33Richtig.
30:33Ja, Moment, ich hole die Akte.
30:36Ich möchte etwas vorausschicken.
30:39Wir sind eine diskrete Firma.
30:41Für gewöhnlich
30:42bekommt diese Akte niemand zu sehen.
30:45Nicht einmal die Polizei.
30:47Mir liegt daran, dies klarzumachen.
30:49Nur die Tatsache,
30:51dass diese Unterlagen möglicherweise dazu beitragen,
30:54einen Mordfall aufzuklären,
30:57veranlasst mich,
30:58Ihnen diese Akte zur Einsicht zu übergeben.
31:01Bitte.
31:01Danke sehr.
31:03Herr Geller,
31:04spielen Sie uns hier nicht Philipp Marlow vor.
31:05Sie haben uns jede Akte vorzulegen.
31:07Jede.
31:08Jede, die die Polizei zu sehen wünscht.
31:10Wir sind in der Bundesrepublik.
31:11Ging.
31:14Vor drei Monaten erschien Frau Roder
31:17bei uns im Büro
31:18und beauftragte mich mit der Beobachtung
31:21Ihres Mannes,
31:22um festzustellen,
31:23welcher Art seine Beziehung
31:24zu einem jungen Mädchen ist.
31:26Welchen Eindruck hat denn Frau Roder
31:27auf Sie gemacht?
31:28Ja, bis in die Fingerspitzenklasse.
31:30Sie trug sie nicht herum.
31:32Sie war nicht verlegen.
31:34Sie beherrschte die Szene.
31:36Ein Stoff,
31:37aus dem man große Mörderinnen macht.
31:39Herr Geller nicht kennen Sie sich.
31:40Ja, verstehen Sie mich nicht falsch.
31:42Ich gebe nur einen Eindruck wieder,
31:44der sehr persönlich gefärbt ist.
31:47Was man natürlich vermeiden sollte.
31:49Aber ich meinte so,
31:51große Mörderinnen
31:52waren auch immer
31:54große Persönlichkeiten.
31:55Ja, es gibt keine großen Mörder.
31:57Alle Mörder sind klein,
31:58schäbig, hinterhältig und feige.
32:00Sie lassen Ihren Opfern
32:01keine Chance.
32:02Ist das klar?
32:03Ich präuzitiere nicht.
32:06Zaubererarbeit ist das, ja.
32:07Sagen Sie,
32:08Dr. Wohne haben Sie
32:09jeden Tag beobachtet.
32:11Jeden Tag?
32:12Seine Frau wollte es so.
32:14Sie sagte,
32:15Kosten spielen keine Rolle.
32:17Was, wenn er sehr gerne hört.
32:19So konnten wir alles einsetzen
32:21an technischen Mitteln.
32:22Ah ja.
32:25Danke.
32:28Wissen Sie,
32:29ich habe selbst teilgenommen.
32:31Die Berichte,
32:33die Fotos,
32:35eine Liebesgeschichte,
32:37wie sie im Buche steht.
32:40Sagen Sie,
32:40Frau Rohne hat diese Akten gesehen
32:42und gelesen.
32:44Alle.
32:45Haben Sie eine besondere Reaktion bemerkt?
32:48Aber bei dieser Frau doch nicht.
32:51Ja,
32:51ich sprach Sie von Scheidung Ihnen gegenüber?
32:56Verzahmend.
32:59Erste Klasse,
33:00diese Frau,
33:01nicht?
33:03Bitte.
33:07Das war vor drei,
33:09vier Tagen.
33:11Sie machten einen Ausflug
33:12in den Publingerau.
33:13So?
33:13Ja.
33:14Romantisch.
33:15Hat auch Frau Rohne
33:17dieses Foto gesehen?
33:19Ja.
33:20Ich musste Sie immer sofort anrufen,
33:22wenn eine neue Beobachtung vorlag.
33:25Eine Stunde später war sie natürlich da.
33:27Dieses Foto
33:28hat Sie ganz besonders lange angesehen.
33:31Das ist auch sehr gut.
33:33Das ist,
33:33das ist,
33:33das ist,
33:34nein,
33:35das ist eine sehr,
33:36sehr gute Arbeit.
33:37Danke,
33:38danke.
33:38Wir,
33:39wir machen nur gute Arbeiten.
33:40Ach,
33:41ich habe vielleicht noch etwas,
33:44was für Sie von Interesse ist.
33:47Ah.
33:47Ja,
33:48eine Minute.
33:53Vor einem Monat
33:54beauftragte uns Frau Rohne
33:56mit der Beobachtung
33:58von Kathrin May.
33:59Sie wollte alles
34:00über dieses Mädchen wissen.
34:02Wer sie ist,
34:03was sie tut,
34:04wo sie lebt.
34:05Jede Einzelheit
34:06war wichtig für sie.
34:08Sie wollte,
34:09dass wir sehr gründlich vorgehen.
34:12Sagen Sie,
34:13wie sind Sie denn
34:13an diese Information gekommen?
34:15Wir konnten
34:16einen Angestellten
34:17des Internats
34:18für uns gewinnen.
34:19Da steht aber
34:20nun wirklich alles drin.
34:23Auch in welchem Zimmer
34:24sie schläft.
34:25Das geht's doch nicht.
34:26Ja, sogar wo ihr Bett steht.
34:27Ist das für Sie
34:28von Bedeutung?
34:31Moment mal,
34:31hier wird ja noch jemand
34:32erwähnt,
34:33der Student Ralf Becker.
34:34Als ehemaliger Freund von ihr.
34:36Hier,
34:36hier steht er.
34:38Mit Namen
34:38und Adresse.
34:41Na ja,
34:42jetzt müssen wir nur noch finden.
34:48Ja, ja.
34:49Nur Nummern,
34:50keine Namen.
34:51Wie bei uns im Brasilien.
34:56Entschuldigen Sie,
35:01wir suchen
35:01einen Herrn Becker.
35:06Ja,
35:06ist mein Nachbar.
35:07Wohnebenan.
35:08Kennen Sie ihn?
35:09Kennen Sie ihn gut?
35:10So gut,
35:11wie man Nachbarn
35:12heutzutage kennt
35:13in so einem Wohnsilo.
35:14Ich kaufe manchmal
35:15für ihn ein.
35:17Wissen Sie,
35:17irgendwie hat er keine Ordnung
35:18in seinem Haus.
35:19Du hast Besuch?
35:26Nach Cäsantes.
35:28Ja, ja.
35:29Ich glaube,
35:30wir sollten in die Wohnung gehen.
35:31Ja,
35:32kommen Sie noch bitte.
35:33Dankeschön.
35:37Hi,
35:38wie geht's Ihnen heute?
35:43Wie meinen Sie das?
35:44Ich meine,
35:45haben Sie sich von Ihrem Schrecken erholt?
35:47Na ja,
35:49gut geschlafen habe ich nicht,
35:50aber etwas hat mich getröstet,
35:53oder sagen wir,
35:53sagen wir es anders,
35:54hat mich,
35:55hat mich ganz glücklich gemacht.
35:57Es ist ja nichts
35:58passiert.
36:03Doch,
36:04der Hausmeister ist tot.
36:06Ja,
36:06ich weiß,
36:07aber,
36:07aber Katrin lebt,
36:08hier ist nichts passiert.
36:09Ich meine,
36:10weil ihr doch der Anschlag galt.
36:12Ja,
36:12natürlich,
36:13ja.
36:14Sagen Sie,
36:14haben Sie Sie heute schon angerufen
36:16im Internat?
36:17Nein,
36:17nein,
36:17ich war da,
36:18ich war gestern dort.
36:19Ich sah,
36:19wie Katrin abgeholt wurde.
36:23Na ja,
36:23ich sagte ja schon,
36:24dass ich die ganze Nacht
36:25kein Auge zugetan habe.
36:26Ich,
36:27ich habe da gelegen
36:28und habe mich in den Täter versetzt.
36:31Ich habe mich gefragt,
36:33was ist Ihnen vorgegangen?
36:37Um was hat es sich da gehandelt?
36:38Um was für einen Ausdruck von Gefühl?
36:43Wie?
36:44Was meinen Sie?
36:46Ja,
36:47der Mann,
36:47der Täter.
36:49Er fand sich doch sicher
36:49in einer extremen Situation,
36:51da er nicht gewachsen war.
36:52Oh ja.
36:54Sollten Sie Katrin sagen,
36:55damit es sich keine Sorgen macht?
37:01Einen Augenblick.
37:05Telefon,
37:06Doktor Brunner.
37:06Soll ich es rüberlegen?
37:07Ja, ja,
37:08natürlich.
37:08Erik,
37:14wo sind Sie,
37:16Doktor Brunner?
37:17In meinem Büro.
37:17Wo ist Frau May?
37:18Wieder im Internat.
37:20Was wollen Sie mir sagen?
37:22Dass ich Angst habe.
37:27Ich muss es wissen,
37:29Doktor Brunner,
37:29Ihre Beziehung zu Katrin May
37:30ist mir nicht ganz klar.
37:33Vielleicht haben Sie mir
37:33nicht alles gesagt.
37:35Was verbindet Sie
37:35mit diesen Mädchen,
37:36außer dass Sie jung,
37:37hübsch und charmant ist.
37:38Ich will versuchen,
37:39es Ihnen zu erklären.
37:42Ich kannte mal
37:43ein junges Mädchen.
37:44Es ist lange,
37:44lange her.
37:50Ich war noch nicht verheiratet
37:51und hatte viele Freundschaften,
37:52Beziehungen,
37:55Verhältnisse.
37:56Ich war jeden Abend unterwegs
37:58und ansprechbar
37:59für alle möglichen
38:00Abenteuer.
38:04Wenn ich heute darüber nachdenke,
38:06frage ich mich,
38:08wer war ich?
38:09Was für ein Mensch war ich?
38:12Ein Mensch,
38:12der auf jeden äußeren Reiz reagierte,
38:15oberflächlich.
38:18Und das junge Mädchen,
38:19das ich erwähnte,
38:20war eines der vielen
38:21Objekte meiner Sucht
38:26nach Vergnügung.
38:27Ich sage Objekte,
38:28weil es stimmt,
38:28so schrecklich es sich auch anhört.
38:33Aber sie verließ mich.
38:35Sie erkannte meine
38:36völlige Ich-Bezogenheit,
38:37meine,
38:37meine Wertlosigkeit.
38:47Heute weiß ich,
38:48dass ich damals
38:49mit diesem jungen Mädchen
38:50vielleicht die Frau
38:51verlor,
38:52die einzige,
38:53die ich je geliebt habe.
38:54Es war meine Schuld.
38:58Und jetzt
38:59bekommen Sie Ihre Erklärung.
39:03Katrin erinnert mich
39:04an dieses Mädchen.
39:07Reicht Ihnen das?
39:09Wir müssen jetzt
39:10von Ihrer Frau sprechen,
39:11Doktor.
39:14Ich habe sie geheiratet,
39:16als ich aus dieser
39:17oberflächlichen Lebensphase
39:19erst halb heraus war.
39:20Ich dachte,
39:21ich müsste
39:21eine Beziehung legalisieren.
39:23Meine Frau Votenzerin.
39:25Ich weiß.
39:27Sie haben
39:28Erkundigungen angeholt?
39:29Nein,
39:30wir haben Sie
39:30heute Mittag besucht.
39:32Was haben Sie
39:32im Himmels Willen?
39:34Mit welcher Begründung?
39:35Was haben Sie ihr gesagt?
39:36Seien Sie mal,
39:37Doktor,
39:37ist Ihre Frau
39:37so extrem eifersüchtig?
39:39Ja,
39:39das ist sie,
39:40von tödlicher Eifersucht.
39:43Verzeihen Sie
39:43diesen Ausdruck,
39:44das war nicht so gemeint.
39:47Was haben Sie
39:47meiner Frau gesagt?
39:48Ich habe Sie gefragt,
39:53ob Sie Katrin May kennt.
39:54Hören Sie,
39:54Doktor,
39:54sie kannte sie längst.
39:56Sie sagte sofort,
39:57das ist die Geliebte
39:58meines Mannes.
40:00Sie,
40:01sie hat sie
40:02drei Monate lang
40:03beobachten lassen.
40:05Ich habe die Berichte gelesen,
40:06es gab so an die
40:0720, 30 Beobachtungen,
40:09die sehr detailliert,
40:10hier der Chef
40:10des Unternehmens,
40:11der kannte sein Handwerk,
40:12er ist Ihnen x-mal gefolgt.
40:13Wohin gefolgt?
40:14Wohin?
40:15Wohin vom Englischen Garten,
40:16bis ins Restaurant
40:17oder was weiß ich,
40:17von der Pinakothek
40:18bis in den Pupplingerau.
40:21Pupplingerau,
40:21da war doch niemand
40:22außer uns.
40:23Die Fotos
40:23sind mit Teleobjektiv
40:24gemacht worden.
40:25Fotos.
40:28Hat meine Frau
40:28die Fotos gesehen?
40:30Ja!
40:31Dann sagt mir kein Wort.
40:33Hören Sie zu, Doktor,
40:34da ist noch etwas.
40:36Ihre Frau hat der Detektor
40:37einen zweiten Auftrag erteilt.
40:39Und er betrifft
40:40ausschließlich
40:41Katrin May.
40:42Sie hat sich
40:43alle Details verschafft,
40:44bis hin
40:44zur Zimmernummer
40:46von Katrin im Internat.
40:47Ich verstehe.
40:50Gut.
40:52Doktor,
40:52ich denke,
40:53wir fahren jetzt
40:53zu Ihrer Frau.
41:04Bitte nehmen Sie Platz.
41:06Danke.
41:09Erna!
41:10Sagen Sie meiner Frau,
41:17dass ich da bin.
41:27Vielleicht hätte meine Frau
41:28mich nicht halten dürfen.
41:30Du kommst früh heute
41:44und nicht allein.
41:53Gibt es etwas Neues?
41:54Nein, nichts.
41:56Außer, dass wir jetzt wissen,
41:58dass Sie Ihren Mann
41:58haben beobachten lassen.
42:00Drei Monate lang.
42:02Ich hatte ja auch
42:02Grund dazu.
42:07Unglaublich.
42:10Ein Mädchen von 18 Jahren.
42:12Warum hast du nichts gesagt?
42:14Hättest du mich doch gefragt.
42:15Ich wollte wissen,
42:16wie weit du gehst.
42:19Ich hielt dich für gefühlsarm,
42:22für einen Mann,
42:23keine zärtlichen Regungen fähig.
42:26Er hat kein Herz,
42:27dachte ich.
42:29Wie sehr habe ich mich geirrt.
42:32Ich las die Berichte
42:33der Detektei
42:34und habe nur gestaunt.
42:36Hin und her
42:37habe ich geblättert
42:38und gedacht,
42:39es kann doch nicht
42:40derselbe Mann sein.
42:41so zärtlich,
42:44hilfsbereit,
42:45liebevoll,
42:46höflich.
42:52Gute Aufnahmen dabei.
42:57Mit dem Teleobjektiv.
43:02Ich konnte in deinem Gesicht lesen,
43:04so nah,
43:06so deutlich warst du zu sehen.
43:08Und ich habe auf dich gewartet,
43:12bis du abends
43:13nach Hause kamst.
43:15Habe versucht,
43:16den Menschen wieder zu finden,
43:17von dem in den Berichten
43:18die Rede war.
43:20Ich fand ihn nicht.
43:22Du hattest nur Lügen.
43:25Ich fragte,
43:27hattest du einen anstrengenden Tag
43:30im Büro?
43:31Du sagtest,
43:34ja, den hatte ich.
43:35Ich bat dich,
43:37mir Einzelheiten zu erzählen.
43:41Du erzähltest sie mir,
43:44während ich wusste,
43:44dass du den ganzen Nachmittag
43:46mit einem Mädchen
43:47im Olympiabad warst.
43:51Ich habe dich sprechen lassen,
43:52wie ein Kind
43:53eine Puppe sprechen lässt,
43:55ließ dich deine Lügen fabrizieren.
44:02Erna,
44:03bitte kommen Sie mal.
44:05Herna,
44:08wo war meine Frau gestern Abend?
44:09Wo war sie?
44:11Danach bin ich schon gefragt worden.
44:13Ihre Frau war im Hause
44:14den ganzen Abend,
44:15bis sie schlafen gegangen ist.
44:18Meine Frau schläft oben.
44:19Ihr Zimmer ist unten.
44:22Sie würden doch nicht merken,
44:23wenn meine Frau
44:23noch mal das Haus verliebt.
44:24Aber das hätte ich doch gehört.
44:25Ich habe doch gehört,
44:26dass sie in ihrem Zimmer ist.
44:27Was haben Sie gehört?
44:28Radio.
44:29Ich war auch nicht
44:30in meinem Zimmer.
44:31Ihre Frau sagte,
44:32erwarten Sie auf meinen Mann,
44:33vielleicht hat er noch nicht gegessen.
44:37Du warst es.
44:41Ich sehe es dir an.
44:42will ich ihr euch?
44:52Dann gehen wir nicht.
44:53Ja.
44:54Ich sehe es dir an.
44:56Ja.
44:56Ja.
44:56Ich sehe es dir an.
44:59Sie war es.
45:23Gehen Sie raus!
45:29Sie war es.
45:45Ich war kein guter Mann, ganz sicher nicht.
46:01Sie müssen etwas unternehmen, Sie müssen Katrin schützen.
46:09Sie war es.
46:11Sie hat es getan und sie wird es wieder tun.
46:14Sie haben doch gesehen, Ihre Haltung war ganz unnatürlich, triumphierend.
46:19Sie war es.
46:36Es war doch ein glanzvoller Auftritt von der Dame.
46:39Ja, sie triumphiert. Sie hat ein Alibi.
46:42Das ist recht. Eine bemerkenswerte Show.
47:09Sie hat es.
47:10Sie hat es.
47:11Sie hat es.
47:12Sie hat es.
47:13Sie hat es.
47:14Sie hat es.
47:15Sie hat es.
47:16Sie hat es.
47:17Sie hat es.
47:18Sie hat es.
47:19Sie hat es.
47:20Sie hat es.
47:21Sie hat es.
47:22Sie hat es.
47:23Sie hat es.
47:24Sie hat es.
47:25Sie hat es.
47:26Sie hat es.
47:27Sie hat es.
47:28Sie hat es.
47:29Sie hat es.
47:30Sie hat es.
47:31Sie hat es.
47:32Sie hat es.
47:33Sie hat es.
47:34Sie hat es.
47:35Sie hat es.
47:36Sie hat es.
47:37Sie hat es.
47:38Er ist nicht da.
48:07Er ist weggegangen.
48:09Ach, das ist aber schade.
48:12Vielleicht können wir Sie einen Moment machen.
48:15Wie hat Ihr Haare gewaschen, wenn Sie das nicht stört?
48:18Nee, nicht im Gelenks noch.
48:24Sie sagten gestern, dass Sie für Herrn Becker manchmal einkaufen.
48:29Ja, ich kaufe für ihn ein oder er bekommt von mir, was er braucht.
48:35Brot, Milch, Kaffee.
48:39Ich darf dafür bei ihm telefonieren. Ich habe nämlich kein Telefon.
48:43Sind Sie mit ihm befreundet?
48:45Ich weiß nicht, wie Sie das meinen.
48:48Wenn Ihre Frage einen Hintersinn hat, den gibt's ja nicht.
48:52Er hat ein ausreichendes Liebesleben, wenn es das war, wonach Sie gefragt haben.
48:56Wir sind von der Kriminalpolizei.
49:02Herr Becker steht unter Mordverdacht und in diesem Zusammenhang fahren wir nach seinem Privatleben.
49:07Aber doch nicht der Herr Becker.
49:12Der bringt doch niemanden um.
49:15Es ist ganz interessant. Sie sprachen da jetzt eben von einem ausreichenden Liebesleben, das Herr Becker hat mit ihm.
49:24Wenn ich darauf antworten muss, mit einer Dame, die sehr gut aussieht, etwa Mitte 40 ist und sehr elegant ist.
49:35Heißt diese Dame zufällig Frau Bohner?
49:37Wie sie heißt, weiß ich nicht.
49:40Seien Sie, hat diese Frau, hat sie Herrn Becker besucht. Hier, meine ich, oft besucht?
49:46Ja, ja. Eine Zeit lang jeden Tag.
49:48Und das Verhalten zueinander? Wie war das?
49:51Es war sehr herzlich.
49:53Bleib sie auch über Nacht?
49:55Das weiß ich nicht. Vielleicht. Manchmal.
50:00Wer, wer ist denn ermordet worden?
50:03Der Hausmeister eines Internats.
50:05Kennen Sie den Namen Katrin May?
50:08Ja, ja. Natürlich.
50:11Das war auch meine Freundin von ihm.
50:13Wurde sicher lange her.
50:14Etwa ein halbes Jahr?
50:16Ja, ich glaube.
50:18Mein Hausmeister ist ermordet worden?
50:20Ja, ja, ja. Das ist richtig. Aber der Anschlag galt Katrin May nicht dem Hausmeister.
50:25Aber...
50:27Aber...
50:29Ralf ermordet doch niemanden.
50:32Das schlagen Sie sich mal aus dem Kopf.
50:34Der ist doch viel zu weich dafür.
50:36Der steckt doch voller Komplexe.
50:39Ich erinnere mich an einen Tag vor ein paar Monaten.
50:42Da klopfte es nachts an meine Tür.
50:45Er stand draußen.
50:47Weinend.
50:49Er hat geheult wie ein Kind.
50:51Seine Freundin Katrin hatte ihm den Laufpass gegeben.
50:54Ich habe ihn dann mit ins Zimmer genommen.
50:58Er war so völlig außer sich. Ich konnte ihn einfach nicht allein lassen.
51:05Er hat bei mir übernachtet.
51:07In meinem Bett.
51:09In meinen Armen.
51:11Ich kam mir zum ersten Mal in meinem Leben vor wie eine Mutter, die ein Kind zu trösten hat.
51:17Und vorgestern Abend haben Sie da auch ein Kind getröstet?
51:20Hören Sie zu, ich mache jetzt keinen Scherz.
51:21Überlegen Sie genau, was war vorgestern Abend mit Ralf Becker?
51:27Er kam...
51:29Er kam spät nach Hause.
51:32Wann kam er nach Hause? Wissen Sie, wie spät es war?
51:35Ich weiß es ziemlich genau.
51:38Er war nicht zu Hause.
51:40Ich erwartete einen Anruf.
51:42Weil ich ja selbst kein Telefon habe.
51:44Ich hörte es sogar aus seiner Wohnung heraus läuten, aber ich konnte ja nicht rein.
51:48Für solche Fälle lässt er mir gewöhnlich den Wohnungsschlüssel da.
51:51Aber vorgestern hatte er es vergessen.
51:53Ja.
51:55Das ist alles hochinteressant. Aber bitte, wann? Wann kam er nach Hause?
51:58Gegen 11 Uhr nachts.
52:00Haben Sie ihn gesehen, mit ihm gesprochen?
52:03Ja.
52:05Wie benahm er sich?
52:07Was für einen Eindruck hatten Sie von ihm?
52:09Er kam mir sehr glücklich vor.
52:11Glücklich?
52:13Ja.
52:15Er war... heiter.
52:18Er lachte.
52:20Etwas grundlos wie mir schien.
52:23Er entschuldigte sich, dass er mir den Schlüssel nicht dagelassen hatte
52:27und kaum war er in der Wohnung, stellte er Musik an.
52:35Es... soll es... soll es an dem Abend passiert sein, der Mord, von dem Sie sprachen?
52:42Ja, an dem Abend.
52:46Also ich kann mir keinen heiteren, glücklichen Mörder vorstellen. Wirklich nicht.
52:51Waren Sie zu mir?
53:02Ja.
53:04Wir haben auf Sie gewartet.
53:06Ich bin heute Morgen sehr früh aufgestanden.
53:09Ich konnte nicht schlafen.
53:11Ich habe das Licht angemacht und habe gelesen.
53:13Kennen Sie Frau Rohner?
53:15Ja, die kenne ich.
53:17Wie haben Sie sie eigentlich kennengelernt?
53:19Sie... sie stand eines Tages vor der Tür.
53:22Sie... sie klopfte und sagte, kann ich reinkommen?
53:25Dann sagte sie, sie sei Frau Rohner, ihr Mann betrüge sie mit Katrin May.
53:30Kannten Sie zu diesem Zeitpunkt Dr. Rohner schon?
53:32Ja, ich kannte ihn, aber ich wusste nicht, dass er verheiratet war.
53:35Was wollte denn die Frau von Ihnen?
53:37Sie beklagte sich. Sie wollte sich aussprechen.
53:41Sie war unglücklich, verzweifelt.
53:43Ah, ja, ja.
53:45Ja, ja, sie hatte erfahren, dass Sie Katrins Freund waren.
53:48Was glauben Sie, wie hatte sie es erfahren?
53:51Ich weiß nicht.
53:52Ich würde es Ihnen sagen.
53:54Sie hat einen Detektei beauftragt und in deren Berichten wurden auch Sie erwähnt,
53:58und zwar mit vollem Namen und Adresse, als früherer Liebhaber von Katrin.
54:03Das hat sie mir niemals gesagt.
54:06Wie oft haben Sie Frau Rohner gesehen?
54:08Sehr oft. Wir... wir haben uns angefreundet.
54:11Zwei Unglückliche, die miteinander ihr Unglück besprachen.
54:15Das war Ihr Trick.
54:16Ja, was wollen Sie denn?
54:17Natürlich haben wir gesprochen über die, die uns verlassen haben.
54:20Wir... wir waren doch wie vor den Kopf geschlagen.
54:22Wie vor den Kopf geschlagen. Sie war's, ich war's.
54:24So, jetzt will ich Ihnen mal was sagen.
54:26Sie fühlten sich ungerecht behandelt, verlassen und betrogen.
54:29Wie konnte Katrin Ihnen das antun?
54:31Wie konnte sie das tun? Sie wegwerfen!
54:33Von einer Sekunde auf die andere vergessen!
54:36Kein Gedanken mehr, den sie an Sie verschwendete.
54:38Sie antwortete nicht mehr auf Ihre Briefe.
54:41Sie ging nicht mehr ans Telefon.
54:42Sie traf sich mit einem anderen Mann.
54:44Und Sie, was taten denn Sie?
54:46Sie saßen hier.
54:48Hier, zu Hause.
54:51Sie konnten nicht mehr essen, nicht?
54:53Sie konnten nicht mehr schlafen.
54:54Sie konnten nicht mehr arbeiten.
54:55Sie konnten nicht mehr arbeiten.
54:57Habe ich Recht?
55:05Ich habe Recht.
55:07Aber da war ja die Dame an Ihrer Seite, nicht, hm?
55:10Ja.
55:29Sie redete Ihnen zu, unterstützte Sie in Ihrem Zorn.
55:32Sie unterstützte Sie in dem Wunsch, das Mädchen zur Rechenschaft zu ziehen.
55:35Katrin zu bestrafen.
55:39Wer kam zuerst auf den Gedanken, Katrin umzubringen?
55:43Wer war es?
55:45Wer war es zuerst?
55:48War es Frau Rohner?
55:50War es sie es, die zu Ihnen sagte, dass Betrug mit Tod bestraft werden muss?
55:54Ja, und es ist doch nichts passiert. Was ist denn passiert?
55:55Ich habe die Pistole genommen und habe es sich gezählt auf Ihren Kopf, auf Ihren Körper, auf Ihr Herz.
56:08Aber ich konnte es nicht tun. Ich konnte es nicht.
56:11Ich war unfähig, es zu tun. Ich begriff plötzlich, dass ich es nicht tun konnte.
56:15Ich konnte es nicht tun und ich habe es auch nicht getan.
56:17Ich bin nach Hause gefahren wie ein Betrunkener.
56:19Ich habe gesungen im Auto, habe gelacht.
56:20Ich habe das Radio angemacht und immer nur laut gerufen. Ich habe es nicht getan. Sie lebt.
56:30Nein.
56:32Sie haben einen Menschen getötet.
56:35Sie haben den Hausmeister erschossen.
56:37Nein. Nein. Nein, ich habe ihn nicht erschossen. Er sprang auf mich zu, da löste sich der Schuss.
56:48Damit habe ich doch nichts zu tun.
56:58Es wird der Richter entscheiden.
57:00Sie möchten mich festnehmen.
57:01Können Sie es?
57:02Nein, das kann ich nicht. Mit dem Tod des Hausmeisters haben Sie nichts zu tun und Kathrin May lebt.
57:13Ein kleiner, exaltierter Junge.
57:18Warum sind Sie gekommen?
57:19Ich muss Ihnen sagen, dass gegen Sie Anzeige erhoben wird, wegen erfolgloser Anstiftung zum Mord.
57:31Die Stiftung zum Mord.
58:02Innerhalby in diesem Jahr.
58:14Bis zum nächsten Mal.
58:15Dann kommt etwas, per finalement zu uns.
58:24Untertitelung des ZDF, 2020
58:54Untertitelung des ZDF, 2020

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