- vor 2 Monaten
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KurzfilmeTranskript
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01:00Ja, ich bin ja gleich bei Ihnen. Die Verbindung wird gleich abbrechen. Ich bin jetzt an der Consti und steige gerade in die U4. Ja, bis gleich.
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01:40Sie haben Ihren Bruder getötet. Sie machen ihn dafür verantwortlich, dass Sie damals ins Gefängnis mussten.
01:48Ich habe ihn nicht angefasst.
01:50Angefasst? Er wurde erwirbt, das ist richtig. Aber das hatten wir noch gar nicht erwähnt.
01:56Wir haben Hautreste Ihres Bruders unter Ihren Fingernägeln gefunden.
02:01Wir haben uns gestern Morgen die Hand gegeben, als wir uns sahen, und da habe ich ihn aus Versehen gekratzt.
02:07Er hatte aber keine Verletzung in der Hand. Nur am Hals. Sie haben ihn getötet.
02:11Nein.
02:13Sie haben gesagt, Sie waren nie auf dem Lorberg.
02:17Sind Sie da ganz sicher, Herr Kranke?
02:19Ja.
02:21Sie sind dort nie spazieren gegangen. Der Lorberg liegt doch direkt hinter dem Haus Ihrer Eltern.
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02:36Sollten wir Ihnen mal erzählen, was passiert ist?
02:43Sie wüssten doch ganz genau, welche Strecke Ihr Bruder nimmt. Sie haben ihm am Lorberg aufgelauert.
02:49Als Ihr Bruder Sie gesehen hat, wusste er genau, was Sie wollten. Und er ist gerannt. Um sein Leben.
02:55Ich war nicht dort.
02:57Ach, dann sind Ihre Stiefel ganz alleine loshingelaufen.
02:59Ihr Bruder Andreas hatte immer Angst vor Ihnen. Er war der Jüngere. Und er war auch sehr viel kleiner als Sie.
03:05Und er war mal schnell auf den Beinen. Nur diesmal ist er über einen Stein gestolpert. Und das war sein Verhängnis.
03:10Ihr Bruder hatte keine Chance gegen Sie. Er hatte überhaupt nie eine Chance. Sein ganzes Leben lang nicht.
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03:17Und dann haben Sie ihn am Hals gepackt. Mit diesen Händen. Und zugedrückt.
03:29Er hat Sie damals nicht verraten. Dazu hatte er viel zu viel Angst vor seinem großen Bruder. Nein, Andreas hat immer geschwiegen.
03:40Denn hätte er nicht geschwiegen, wären Sie nicht vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Und er würde heute noch leben.
03:47Ich wollte nur mit ihm reden. Und dann... Ich konnte nichts dagegen tun.
04:08Oh Mann, bin ich platt. Das war ein hartes Stück Arbeit.
04:36Und dann... Krieg ich auch ein? Danke.
04:45Kim?
04:53Ich habe ihn gesehen.
04:57Wo?
04:58Ich habe seine Augen gesehen.
05:08Diese Augen.
05:12Daran hast du ihn erkannt?
05:15Es war seine Stimme.
05:18Er war es.
05:20Er war eine...
05:21Ich glaube dir, ja.
05:25Ich will das alles nicht normal erleben. Ich war drüber hinweg.
05:30Keine Albträume mehr.
05:32Keine Angst, in den Keller zu gehen.
05:34Ich habe Freunde und eine Wohnung.
05:36Und das Studium ist wirklich toll.
05:41Fantastisch.
05:42Und dann komme ich einfach zu ihm.
05:52Weil die alle mich unten auf einmal...
05:54Ich habe dir damals gesagt, ich bin immer für dich da, wenn du mich brauchst.
06:01Und du zu mir kommst, war immer deine Entscheidung.
06:06Was ist richtig getan?
06:07Ja, sehr gut. Wir sind auf dem Weg. Danke.
06:14Ich habe mit der Überwachungszentrale der U-Bahn gesprochen.
06:17Sie suchen die Bänder für uns raus.
06:18Gut. Fahrt gut.
06:19Susanne?
06:20Ja.
06:21Wer ist dieser Typ?
06:22Was hat der Kim getan?
06:24Er hat Kims Familie ermordet.
06:26Scheiße.
06:27Was ist passiert?
06:30Es war unser Fehler.
06:31Thomas und ich waren damals Zielfinder beim BKA.
06:49Wir waren hinter einem Raubmörder her.
06:50Der hatte einen Geldboten erschossen und drei Millionen D-Mark erbeutet.
06:55Norbert Meschede.
06:56Meschede? Von dem habe ich doch gelesen.
06:58Das war vor sechs oder sieben Jahren, ne?
06:59Ja, genau.
07:00Er hatte sich in der Wohnung seiner Schwester versteckt, die im Urlaub war.
07:03Wir waren sechs Leute.
07:05Es war ganz klar abgesprochen, wer welchen Weg ins Haus nehmen würde.
07:09Ich sollte über die Garage kommen, Thomas über die Terrasse und ein ganz junger Kollege
07:13sollte den Keller übernehmen.
07:15Kam dann aber auch über die Terrasse.
07:17Aber ihr habt ihn doch erwischt.
07:19Meschede, ja.
07:25Aber es war noch ein weiterer Mann im Haus, von dem wir nichts ahnten.
07:28Und wir hatten das nicht in Betracht gezogen.
07:32Keller?
07:32Ja, der hat die Beute genommen und ist über den Keller geflohen.
07:35Und was ist denn passiert?
07:37Er ist in eines der Nachbarhäuser eingedrungen.
07:40Die Besitzer kamen wenig später mit dem Wagen.
07:42Fuhren in die Garage, sind ins Haus gegangen.
07:44Vater, Mutter, ein kleines Mädchen.
07:49Kims Familie?
07:50Ja.
07:52Und er wollte nur ihren Wagen.
07:54Und wo war Kim?
07:56Die hatte sich mit ihrer Schwester gestritten und blieb noch schmollend in der Garage.
08:02Die musste das alles mit anhören.
08:03Aber der Mörder konnte entkommen.
08:14Halt mal an.
08:29Hier ist Kim.
08:30Das könnte er sein.
08:32Er raucht.
08:33Das hier wäre Bore, gell?
08:34Oh, Entschuldigung.
08:35Sie doch nicht.
08:37Was macht er mit der Kippe?
08:39Weiter.
08:41Zeit, Lube, bitte.
08:42Wir brauchen unbedingt diesen Zigarettenstummel.
08:45Wenn er noch da ist.
08:46Die Bahnsteige werden erst nachts gereinigt.
08:48Vielleicht haben wir Glück.
08:49Stopp!
08:52Mist, man kann sein Gesicht nicht erkennen.
08:54Gibt es noch eine andere Kameraperspektive von diesem neuen Steig?
08:57Ich brauche dieses Band.
09:01Ja, können wir mal.
09:02Danke.
09:12Ich wusste gar nicht, dass die Sonne und Thomas früher schon mal zusammengearbeitet haben.
09:25Wie lange kennst du die beiden eigentlich schon?
09:27Also Thomas kenne ich, seit ich dieses Team hergibt.
09:29Und Susanne kenne ich länger.
09:31Sag mal, meinst du, die beiden hatten alles miteinander?
09:34Sag doch mal so als Frau.
09:36Also als Frau glaube ich schon, dass es da ein paar Geheimnisse gibt, von denen wir nichts wissen.
09:39Genau das glaube ich nämlich auch.
09:40Als Frau?
09:41Ja.
09:42Susanne?
09:43Wenn Kim sagt, dass er das ist, wieso geben wir da nicht einfach eine Fahndung nach diesem Keller raus?
09:48Im Prinzip hast du recht.
09:49Es gibt nur ein Problem.
09:51Wir wissen gar nicht, nach wem wir fahnden sollen.
09:53Wir haben doch seinen Namen.
09:55Keller.
09:56So haben wir ihn damals genannt, weil er durch den Keller geflohen ist.
09:59Aber wir wissen nicht, wie er wirklich heißt und wie er aussieht.
10:02Egal, die sollen an mir spuren.
10:04Ja.
10:05Was haben wir denn da?
10:09Was hast du gefunden?
10:11Da muss irgendwas auf den Lippen haben.
10:13Lipgloss?
10:15Mhm.
10:15Das ist entweder eine Salbe oder ein Lippenpflegestift.
10:18Guck mal.
10:23Ich möchte, dass das analysiert wird.
10:24Marke, Farbe, Geschmack.
10:26Mach ich als erstes.
10:31Was ist das?
10:33Pinzette.
10:34Danke.
10:35Danke.
10:39Und?
10:41Ein Tierhaar.
10:44Das könnte unser Mantel sein.
10:47Mhm.
10:56Das ist einfach unfassbar.
10:58Wir fahrten nach diesem Typ in der ganzen Welt.
10:59Argentinien, Brasilien.
11:00Der fährt hier in Frankfurt-U-Bahn.
11:02Thomas?
11:04Ja?
11:05Ich kann verstehen, dass du Keller fassen willst.
11:08Du nicht?
11:10Natürlich.
11:11Aber du hast einen sehr persönlichen Grund.
11:13Moment.
11:13Es geht hier nicht um mich.
11:14Es geht darum, was Herr Kim angetan hat.
11:17Sagen wir mal, wie lange kennen wir uns eigentlich?
11:19Wieso?
11:20Zehn Jahre.
11:20Und warum versuchst du dann, mir sowas zu erzählen?
11:24Aber es stimmt.
11:28Sag es.
11:30Was?
11:32Wie es ist.
11:33Warum willst du Keller kriegen?
11:37Weil er ein eiskalter Keller ist.
11:39Warum willst du Keller fassen?
11:42Das habe ich gesagt.
11:43Nein, das hast du nicht.
11:44Okay, weil ich mit diesem Typen seit sechs Jahren eine Rechnung offen habe.
11:48Und die wird jetzt mitliezen.
11:50Bist du jetzt zufrieden?
11:58Und natürlich auch wegen Kim.
12:00Sorry, kommt noch.
12:13Alles gerade wieder hoch.
12:15Das verstehe ich schon.
12:16Was willst du denn haben, Kim?
12:18Bloß kein Kakao.
12:19Damals auf dem Polizeirevier hatten sie auch so einen Automaten und sie haben mir einen Kakao geholt.
12:24Ich habe ja kaum mehr Gast.
12:26Ähm, wie sieht es aus mit Kaffee?
12:28Milchzucker?
12:29Kim, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen doof, aber das ist wirklich so.
12:41Es tut mir verdammt leid, was dir damals passiert ist.
12:43Und das geht uns allen sehr nah.
12:45Ja, das haben sie damals auch gesagt.
12:51Wir werden diesen Keller kriegen, versprochen.
12:54Das auch.
12:59Da ist unser Mann.
13:20Was haben wir?
13:21Was wissen wir sicher?
13:22Was vermuten wir?
13:23Wir suchen einen Mann von circa Ende 40.
13:26Er ist etwa 1,80 groß, maximal 80 Kilo und im Moment ist er Bartträger.
13:32Fährt in Frankfurt U-Bahn.
13:33Laut Kim hat der Konsti gesagt.
13:35So, nein, nur Frankfurter, die Konstabler waren.
13:37Oder Leute, die hier schon lange leben.
13:39Wir haben immer vermutet, er hätte sich ins Ausland abgesetzt, aber vielleicht lebt er doch schon seit längerer Zeit in Frankfurt.
13:44Eventuell wurde er sogar hier geboren.
13:45Es könnte doch sein, dass er sogar unter seinem richtigen Namen hier gemeldet ist.
13:49Möglich.
13:49Auf jeden Fall hat er seitdem auch jede Menge Kohle.
13:52Ja, und er gibt das Geld aus. Wir haben einige interessante Hinweise.
13:55Hier, der Mantel ist aus Kaschmir, aber mit einer Alpaka beimischen.
13:59Das erste Qualität. Sehr teuer, sehr selten.
14:01Also klappern wir alle Klamottenläden ab. Auf in die Goethe-Straße.
14:03Nein. Der Mantel ist eindeutig eine Maßanfertigung.
14:07Woran siehst du das?
14:08Hier. Die Stiche an der Kante und am Saum.
14:12Der Schneider macht die absichtlich unregelmäßig, damit man sieht, dass es Handarbeit ist.
14:16Okay, darum kann ich mich klammern.
14:18Für dich habe ich eine andere Aufgabe. Den Mantel übernehme ich selbst.
14:22Was ist mit den Schuhen?
14:24Bordalino Milano. Italienische Schuhe.
14:26Aber das Interessante daran ist, dass sie wenigstens Größe 46 haben.
14:30Die Bordalino Milano gibt es konfektioniert nur bis Größe 45.
14:34Das heißt, alles, was darüber hinausgeht, ist eine Sonderanfertigung.
14:37Und in Frankfurt gibt es nur sieben Lehnen, die diese Schuhe füllen.
14:40Sehr gut.
14:41Und er trägt eine Alpha Speed Star. Das ist ein Fliegerkonograf.
14:47Und das hier ist ein Exemplar aus der limitierten Jubiläumsausgabe mit Platin.
14:52Und davon gibt es nur 100 Stück weltweit.
14:54Also unser Mann scheint ja einen ziemlich exklusiven Geschmack zu haben.
14:57Ja.
14:57Übernimmst du die Juweliere?
14:58Ja. Und selbst eine Lippenpflege ist ungewöhnlich.
15:02Er benutzt einen Stift, den man nur in England kaufen kann.
15:05Es könnte also eine Verbindung nach England geben.
15:08Oder er hat da geschäftlich zu tun.
15:09Möglich.
15:11So, und dann gibt es noch den wichtigsten Hinweis.
15:13Er raucht diese Zigarette.
15:15Wie lange dauert die DNA-Analyse?
15:17Morgen spätestens.
15:18Vielleicht ist er ja tatsächlich in der BKA beteiligt.
15:20Also ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Mann nicht irgendwo vom System erfasst wurde.
15:24Das wäre ja zu schön.
15:26Diese Zigarette ist eine Polatti.
15:28Das Kraut ist gemeingefällig. Wenn wir lange genug warten, stirbt der Kerl an Lungenkrebs.
15:32In Frankfurt gibt es höchstens fünf oder sechs Läden, die die führen.
15:35Können wir dich um die Läden bitten?
15:36Sehr gerne.
15:38Das Handy?
15:38Auch teuer, neustes Modell.
15:40Nein, ich meine, wir wissen, wann er telefoniert hat und wo.
15:43Die Telefongesellschaften sind verpflichtend, alle Daten aufzuzeigen.
15:46Ja, aber bringt es denn was?
15:47Ich meine, um die gleiche Zeit haben wahrscheinlich 500 andere Leute rund um die Konzernlerwache.
15:51Wir besorgen uns die Listen auf jeden Fall, um sie mit den anderen Ergebnissen abzugleichen.
15:55Okay, ist das jetzt mein Job?
15:56Nein, das macht Thomas.
15:58Du wirst auf Kim aufpassen.
16:00Sie hat den Mörder gesehen und wahrscheinlich er sie auch.
16:03Kim Sprenger.
16:08Kim, K-I-M.
16:10Ja.
16:12Die Adresse bitte auch.
16:13Okay.
16:33Susanne, hier ist Pitt. Ich glaube, ich habe den Laden gefunden.
16:53Du glaubst?
16:54Der Besitzer sagt, er hat nur einen einzigen Kunden, der Polatti kauft und die Beschreibung passt auf Keller.
16:58Der Typ kauft alle 14 Tage eine Stange und jetzt kommt das Beste.
17:02Die 14 Tage müssten bald rum sein. Das heißt, unser Keller muss sich bald mit neun Lungentorpedos eindecken.
17:06Super, sehr gut. Dann lassen wir den Laden überwachen.
17:08Okay, was habt ihr?
17:10Langsam ergibt sich ein Bild. Danke, Pitt.
17:12So, wir haben seinen Schuster, seinen Schneider und seinen Juwelier.
17:15Alle Namen, die er angegeben hat, sind falsch. Das habe ich überprüft.
17:19Der Schuster hat gesehen, wie er in seinen Wagen gestiegen ist.
17:21Ein Dreier BMW, Silber, Frankfurter Kennzeichen.
17:24Unauffällig. Ich lasse mir eine Liste geben von allen Wagen dieser Art, die in Frankfurt zugelassen sind.
17:28Und er hat immer bar bezahlt.
17:31Das heißt, er will keine Spuren hinterlassen, also keine IC oder Kreditkarten.
17:34Das bedeutet aber noch was ganz anderes.
17:36Er hat das geraubte Geld wahrscheinlich nie auf irgendein Konto eingezahlt.
17:40Er muss es irgendwo deponiert haben.
17:41Also Tresor oder Schließfach.
17:44Was ist mit den Telefonlisten?
17:46Da hat der Richter keine Probleme gemacht.
17:47Die Telefongesellschaften sind verpflichtet, die Daten rauszurücken.
17:50Vermutlich kriegen wir da morgen was.
17:51Wo sind denn Nina und Kim?
17:56Kim wollte nach Hause.
18:01Susanne, glaubst du, dass Nina die Richtige ist, um auf Kim aufzupassen?
18:05Ja.
18:05Wieso? Hast du Zweifel?
18:10Wir hatten schon mal einen sehr jungen Polizisten an einer wichtigen Stelle.
18:14Danach hatten wir drei Tote.
18:17Also ich glaube schon, dass Nina ihre Aufgabe gewachsen ist.
18:20Außerdem ist es eine reine Sicherheitsmaßnahme.
18:23Wir wissen ja gar nicht, ob Kayla Kim wirklich erkannt hat.
18:26Eine Treja.
18:26Ohne sein.
18:27Ohne sein.
18:27Musik
18:57Oh Mann, was für ein Altraum.
19:03Ich meine natürlich nur vom Sicherheitsstandpunkt.
19:07Schöne Wohnung.
19:09Wie meinst du das vom Sicherheitsstandpunkt?
19:14Naja, drei Eingänge im Haus.
19:18Riesenfenster, keine Vorhänge.
19:20Sonst noch irgendwas falsch?
19:21Meine Pflanzen oder meine Bilder?
19:24Kim, ich habe nicht gesagt, dass irgendwas falsch ist.
19:25Ich bin für deine Sicherheit da und ich muss mir darüber Gedanken machen.
19:29Er hat mich doch gar nicht erkannt.
19:36Was ist das?
19:37Alle drei haben BMW in Silber von der Zulassungsstelle.
19:40Oh, das ging ja diesmal schnell.
19:42Aber man muss die Jungs nur auf den Trab bringen.
19:45Als Kim vorhin hier in der Tür stand, habe ich sie nicht sofort erkannt.
19:48Du schon. Warum?
19:51Ist das wichtig?
19:52Nach den Morden habe ich versucht, mich noch ein bisschen um sie zu kümmern.
19:56Aber das hat sie alles abgeblockt.
20:03Es hat nichts mit uns zu tun.
20:06Kim wollte einfach vergessen.
20:07Sie wollte wieder ein Leben leben.
20:08Ohne Presse, ohne Polizei und ohne falsches Mitleid.
20:11Hat sie das gesagt?
20:14Nein.
20:14Ihre Tante, die sie aufgenommen hat.
20:18Kim hat bis vor einem Jahr bei ihr gelebt.
20:21Sie wollte mich nicht sehen.
20:22Ich habe das respektiert und sie in Ruhe gelassen.
20:25Aber ich habe mich regelmäßig mit ihrer Tante getroffen
20:27und wusste also immer, wie es Kim geht und was sie macht.
20:33Die Indianer sagen, wenn du einem Menschen das Leben rettest,
20:36dann bist du ein Leben lang für ihn verantwortlich.
20:38Thomas, du weißt, sobald irgendjemand von unserer Truppe
20:44emotional in die Ermittlungen verwickelt ist,
20:47muss ich diesen Fall eigentlich abgeben.
20:49Ich bin nicht emotional.
20:53Ich bin ruhig.
20:55Ich bin die Ruhe selbst und ich werde ihn finden.
20:57Ja, das weiß ich.
21:00Du wirst herausfinden, wie er aussieht,
21:03wie er heißt und wo er wohnt.
21:05Aber wenn wir ihn festnehmen,
21:10wirst du nicht dabei sein.
21:11Okay?
21:13Du vertraust mir nicht.
21:17Vertraust du dir?
21:28Gut.
21:35Ich habe mal angefangen, Jura zu studieren,
21:47war dann aber doch nichts für mich.
21:49Was studierst denn du?
21:51Psychologie.
21:52Oha.
21:53Ich weiß nicht, ob ich mich daran getraut hätte.
21:55Nina,
21:57du versuchst es wirklich total nett,
21:59aber du musst mich nicht unterhalten.
22:01Mir geht's beschissen und darin kannst du auch nichts ändern.
22:02Kim, pass auf, ich mache dir einen Vorschlag.
22:06Du sagst mir einfach, was du brauchst
22:07und ich halte mich dran, okay?
22:08Wenn du quatschen willst,
22:09dann quatschen wir und nicht die Klappe halten,
22:11sondern halte ich die Klappe.
22:12Alles klar?
22:17Das ist alles wegen mir passiert.
22:20Was ist denn das jetzt für ein Quatsch?
22:21Ich habe mich zwei Minuten vorher noch mit ihr gestritten,
22:29um irgendeinen kleinen Scheiß.
22:32Ich habe ihr nachgerufen,
22:34ich wünschte, du wärst tot.
22:37Dann habe ich Lena schreien gehört
22:39und die Schüsse.
22:43Dann war es still.
22:44Das hast du damals bestimmt nicht so gemeint.
22:54Das sagen Kinder doch dauernd.
22:58Ich bin an allem schuld,
22:59was passiert ist.
23:11Kim?
23:11Mira.
23:33Was?
23:36Danke.
23:38Thomas!
23:39Jack!
23:41Die Schlüsse kamen von dort drüben.
23:46Ich möchte, dass ihr das gesamte Dach absucht.
23:48Alles klar.
23:49Nun kommt mir nicht ohne Ergebnisse wieder.
23:51Wo ist Nina?
24:01Hallo.
24:03Nina, alles klar?
24:05Ist dir irgendwas passiert? Bist du verletzt?
24:06Nein.
24:08Deine Hand, Blute, zeig mal.
24:09Ist nicht mein Blut, das ist von Kim.
24:14Wo ist Kim?
24:15Im Bad.
24:252,23?
24:27Nicht gerade das Standardkaliber für den Scharfschützen.
24:30Nein.
24:312,16.
24:34Woher willst du das wissen?
24:35Die Zahl der Züge und der Winkel.
24:37Das kannst du fühlen.
24:39Ein Scharfschütze mit Maschinenpistole.
24:42Ziemlich unbewöhnlich.
24:45Er muss ein Zielfernrohr benutzt haben.
24:48Und ihr seid sicher, dass es derselbe Typ ist, der vor sechs Jahren...
24:51...die Familie des Mädchens ermordet hat?
24:53Ja.
24:53Das ging schnell.
25:01Wir sind sofort hinten raus.
25:03Was ist passiert?
25:05Nina hatte den richtigen Riecher.
25:07Hat sie im letzten Moment aus der Schusslinie gebracht.
25:10Bist du in Ordnung?
25:12Na klar, ist alles in Ordnung.
25:13Hey, ich kenn nichts anderes.
25:14Ist wie früher, ein Killer schießt auf mich.
25:17Bist du verletzt?
25:18Das ist nur ein Kratzer vom Glas.
25:22Könnt ihr endlich damit aufhören?
25:25Womit?
25:26Damit mir das Leben zu retten?
25:29Hat mich mal jemand gefragt, ob ich das überhaupt will?
25:30Was ist denn das hier für ein Scheißleben?
25:32Soll ich noch dankbar sein?
25:33Okay, Leute, danke, vielen Dank.
25:35Gut so?
25:36Was ist los?
25:54Gibt es ein Problem?
25:59Nina?
26:01Susanne, was ist an dem Tag noch passiert?
26:06Als wir wussten, dass es einen zweiten Mann gibt,
26:12haben wir uns aufgeteilt, die Gegend abgesucht.
26:16Thomas war gerade am Haus von Kims Eltern, als er Schreie hörte.
26:22Schreie eines Kindes in Todesangst.
26:26Hat nicht lange überlegt.
26:29Er hat sich in die Schusslinie geworfen.
26:32Und so...
26:33Kims Leben gerettet.
26:36Eine der Kugeln traf ihn ins Rückenmark.
26:41Ja, und...
26:42Seitdem brauchen wir hier behindertengerechte Aufgänge.
26:52Kim...
26:52Keiner von uns hier erwartet Dankbarkeit.
26:55Wenn das so wäre, könnten wir unseren Job gleich an den Nagel hängen.
26:57Ich bin ein Job für euch.
27:11Ich bin ein Job für euch.
27:12Du bist kein Job.
27:13Da.
27:15Da.
27:21Da.
27:22Hör auf, es reicht.
27:23Reiß dich zusammen.
27:25Du bist hier nicht der Einzige, der was passiert ist.
27:28Diese eine verdammte Kugel hat unsere beide Leben miteinander verbunden.
27:32Auf immer und ewig.
27:33Daran ist nichts zu ändern.
27:35Und jedes Mal, wenn ich in diesen Rollstuhl klettere, habe ich das vor Augen.
27:38Das heißt nicht, dass wir miteinander verheiratet sind oder sowas.
27:42Aber für mich ist da was.
27:46Und es ist brutal und tut verdammt weh, wenn du mir jetzt sagst, du wärst nur ein Job für mich.
27:51Seit damals ist kein einziger Tag vergangen, an dem ich nicht an dich gedacht habe.
27:59Und ich habe mir nicht ein einziges Mal gewünscht, dass diese Kugel dich getroffen hätte.
28:04An meiner Stelle.
28:05Es war es mir immer wert gewesen.
28:07Verstehst du das?
28:14Kim, du bist ein wunderbarer, wertvoller Mensch.
28:17Und es gibt eine Menge Leute, die dich lieben.
28:21Warum versuchst du es nicht auch ein bisschen?
28:31Ich habe alles.
28:33Ich weiß.
28:35Aber wir leben beide.
28:38Und wir haben die verdammte Pflicht, was daraus zu machen.
28:40Jeder für sich.
28:44Und vor allem...
28:46Hör mit diesem Fähig-doch-gestorben-Scheiß auf, okay?
28:49Warum habt ihr mich dann jetzt sterben lassen?
28:56Das ist, ob du leben kannst.
29:04Das erklärt natürlich einiges.
29:07Der war die ganze Zeit schon so seltsam, war er empfangen.
29:09Deswegen ist er so verbissen und nicht so cool wie sonst.
29:11Ja.
29:12Doch, doch.
29:13Er ist so cool wie sonst.
29:17Im Dienst angeschossen.
29:19Und dann im Rollstuhl.
29:21Ich habe keine Ahnung, wie ich damit klarkehme.
29:25Da hast du eigentlich nur zwei Möglichkeiten.
29:27Entweder du bemitleidest dich dein Leben lang,
29:30oder findest dich mit der Situation ab, wie sie ist,
29:32und machst was draus.
29:32Okay, ihr wisst jetzt Bescheid, wie ich sehe.
29:38Du hast Kim das Leben gerettet.
29:40Du auch heute?
29:41Ja, aber ich habe mich in keinen Schuss geworfen.
29:44Das hättest du aber.
29:46Da bin ich mir nicht so sicher.
29:50Warum habt ihr uns beide nichts gesagt?
29:54Ich hätte es euch sagen müssen jetzt.
29:56Ich weiß.
29:57Aber ich wusste nicht wie.
29:58Nicht nur für Kim ist diese ganze Scheiße wieder hochgekommen.
30:02So.
30:06Wir sind gegenüber Keller im Vorteil.
30:08Er glaubt, Kim sei tot.
30:09Und er ahnt nicht, wie dicht wir an ihm dran sind.
30:15Kam es zu erheblichen Behinderungen.
30:17Wegen eines geplatzten Reifens war der Sattelzug ins Schleudern geraten
30:20und hatte die Mittelleitplacke durchbrochen.
30:23Frankfurt.
30:25Bei einer Schießerei in Frankfurt wurde heute Morgen eine junge Frau getötet.
30:28Bei der Toten soll es sich um eine Studentin handeln.
30:31Die Hintergründe und der Ablauf der Tat sind noch vollkommen unklar.
30:34Susanne?
30:48Ich habe die Listen der Telefongesellschaften.
30:51Was dabei?
30:51Ich habe sie abgeglichen mit denen der Zulassungsstelle.
30:54Wir haben einen Treffer.
30:55Hans-Peter Wellershoff hat um die Zeit mit dem Handy an der Konstabler telefoniert
30:58und er fährt einen silbernen Dreier-BMW.
31:00Wir haben einen Namen.
31:01Kommt ihr alle in mein Büro?
31:07Heiner?
31:07Und Passiacke?
31:08Ja, danke.
31:09Sehr gut.
31:09Wenn du Hunger hast, dann hat die Gehirsch der Sushi.
31:13Ninas Jacke?
31:15Ja.
31:16Mein Pullover war noch voll Blut.
31:18Gibt mir gut.
31:20Herr Wallner.
31:20Ich bin Ihnen nicht egal und ich bin auch nicht nur ein Job für Sie, für keinen wie Ihr.
31:26Das habe ich verstanden.
31:28Es tut mir wirklich leid, was ich gesagt habe.
31:31Gut.
31:35Sie werden ihn doch kriegen.
31:38Ja.
31:39Diesmal entkommt er uns nicht.
31:40Hans-Peter Wellershoff, 49 Jahre.
31:49Er hat eine Wohnung in Sachsenhausen.
31:50Haben wir ein Bild?
31:51Noch nicht, ist in Arbeit.
31:53Seit wann lebt er in Frankfurt?
31:55Seit fast genau sechs Jahren.
31:59Was ist seine Geschichte?
32:02Wie lebt er?
32:04Telefonanschlüsse, Internet.
32:05Ich will seine Konten und Kontenstände.
32:06Vor allem will ich wissen, ob er Schließfächer hat.
32:12Diesmal kriegen wir ihn.
32:15Ja.
32:36Hans-Peter Wellershoff betreibt eine kleine In- und Exportfirma.
32:39Er importiert Spezialitäten aus England.
32:42Aha.
32:42Okay.
32:43Also daher der Lippenpflegestift.
32:45Pit, was ist mit Steuern?
32:46Wie immer fällt es?
32:47Seine Firma macht angeblich jedes Jahr um die 100.000 Gewinn.
32:49Auf seinem Konto ist nicht viel drauf, auch nicht viel Bewegung.
32:51Er hat ein Bandschließfach bei Hermacher, Walter und Rosenberg.
32:54Ich wette, da sind noch ein paar Millionen drin.
32:56Wo ist der Firmensitz?
32:57In seinem Apartment?
32:58Nee, er hat ein Büro an der Börse gemietet.
32:59Dort einen Stellplatz im Parkhaus.
33:01Die Bank mit dem Schließfach ist gleich um die Ecke.
33:03Das passt doch alles zusammen.
33:04Die DNA-Analyse ist da negativ.
33:07Wir haben ihn nirgends in der Datei.
33:10Mädel.
33:11Mach dir nichts draus.
33:12Kannst du nicht hinverdösen.
33:13Das darf nicht was sein.
33:13Dafür habe ich den Haftbefehl.
33:15Danke.
33:17Die Spezialisten vom Tabakladen haben sich sehen lassen.
33:20Wer das Software vor 20 Minuten im Laden kann, nicht wieder raus,
33:23dann sind die Kollegen rein und da war er schon zur Hintertür weg.
33:26Mann, Mann.
33:27Das heißt, er weiß Bescheid.
33:28Ja.
33:28Sollen wir die Fahndung rausgeben?
33:29Nee, wir machen erstmal alles dicht.
33:31Flughafen, Bahnhof überwachen.
33:32Der bleibt hier.
33:37Der geht niemals ohne das Geld.
33:39Ich hoffe, du hast recht.
33:40Ich hoffe, du hast recht.
34:10Nehmt ihr MPs mit?
34:14Nein.
34:15Zu auffällig.
34:17Die Bank hat drei Eingänge, eine Tiefgarage.
34:20Kick übernimmt die Garage.
34:21Cem den rechten Eingang, Nina den linken.
34:24Den Haupteingang übernehme ich.
34:25Nina.
34:26Pass auf dich auf hier.
34:27Mach ich.
34:29Ihr kriegt ihn doch.
34:31Verlass dich drauf.
34:32Was machst du?
34:35Du hast gesagt, wir tragen alle Westen.
34:36Ja, alle, die mitkommen.
34:37Wir haben eine Vereinbarung.
34:39Ja, die sagt, dass ich ihn nicht festnehme, aber es war nie die Rede davon, dass ich nicht
34:41dabei bin, wenn wir ihn stellen.
34:43Thomas, ich habe jetzt keine Zeit für sowas.
34:45Susanne, ihr vier geht rein, aber ihr braucht jemanden für die Außenüberwachung.
34:48Jemand, der draußen alles im Blick behält.
34:49Susanne, ich verspreche dir, ich werde den Wagen nicht verlassen.
34:55Aber ich muss dabei sein.
34:59Thomas.
35:02Du versprichst mir, den kühlen Kopf zu behalten?
35:06Ja.
35:10Dann ist Thomas der Mann von der Bank.
35:13Habt ihr es?
35:18Wir sind bald zurück.
35:19An alle Einheiten.
35:35Die Bank ist in der Kaiserhof.
35:37Da sind direkt neben dem Börsenpark aus.
35:38Alles klar?
35:51Dann los.
35:53Pit, wo bist du?
36:17Schon an der Tür.
36:19Cem?
36:21Ich auch.
36:22Nina?
36:23Ja, in Position.
36:26Susanne?
36:27Das Gebäude ist gesichert, es kann losgehen.
36:30Schnappt ihn euch.
36:31An alle, er ist vor der Bank.
37:00Schusswechsel.
37:06Waffe weg!
37:09Bleiben Sie ruhig, Sie haben eh keine Chance.
37:11Werft die Waffe weg!
37:14Lassen Sie die Frau los!
37:17Schmeißt die Pistole weg!
37:23Susanne, gib sie ihm.
37:26Die anderen sind unterwegs.
37:27Machen Sie keinen Scheiß, Velasov!
37:38Schmeiß die Pistole weg!
37:39Kommen wir.
37:49Komm mit, dann funktioniert nichts.
37:51Komm mit!
37:51Wo ist das?
38:05Da lang, Richtung Straße.
38:07Er hat eine Geisel.
38:09Thomas war außenrum.
38:10Schmeit ihm den Weg ab.
38:11Verstanden.
38:21Er hat eine Geisel.
38:51Er geht ins Brachhaus.
39:14Scheiße, er hat kaputt.
39:16Der Geisel aus dem Weg.
39:21Stehen bleiben.
39:45Thomas, wo bist du?
40:01Was wollen Sie?
40:04Sie.
40:08Was ist los?
40:15Was ich in diesem Rollstuhl sitze, habe ich Ihnen zu verdanken.
40:28Ich habe mich immer gefragt, wie es sein würde, wenn ich Ihnen wieder begegne.
40:31Kim, setz dich sofort an den Wagen.
40:47Kim!
40:51Waffe weg!
40:52Ah!
41:01Oh, okay.
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41:33Lass uns nach Hause gehen
41:45Ja
42:03UNTERTITELUNG
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