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  • vor 6 Monaten

Kategorie

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Kurzfilme
Transkript
00:00Norddeutscher Rundfunk 2021
00:30Rundfunk 2021
01:00Rundfunk 2021
01:30Rundfunk 2021
01:33Rundfunk 2021
01:35Rundfunk 2021
01:52Guten Morgen, liebe Sorgen! Seid ihr auch schon alle da?
01:55Sie erwarten jetzt aber nicht von mir, dass ich die Strophe beende, oder?
01:58Ich wäre ja schon froh, wenn man unsere Klienten mal nach dem Frühstück finden würde.
02:01Seit wann frühstücken Sie?
02:04Die Keulendamen haben heute um 900 was Hübsches in den Büschen gefunden.
02:09Die Schuhschwänze haben eine Leiche gefunden. Heute Morgen gegen neun.
02:12Geht doch.
02:13Es gibt keine Kampfspuren, keine Blutspuren. Die wurden einfach da abgelegt.
02:17Das ist also nicht der Tatort?
02:18Sehr wahrscheinlich nicht.
02:21Ich würde sie auf Anfang, Mitte 20 schätzen.
02:24Ist das alles, was sie anhatte?
02:25Ja. Keine Ausweispapiere dabei gehabt.
02:29Wir haben einen Schlüssel in der Tasche gefunden. Der wird gerade untersucht.
02:32Wurde sie vergewaltigt?
02:34Es gibt keine äußeren Anzeichen für Gewalteinwirkung.
02:36Aber ihre Pupillen sind geweitet.
02:39Und sie hat Gefäßeinblutungen, was entweder auf Drogen oder auf Ersticken schließen lässt.
02:44Genaues kann ich erst nach der Obduktion sagen.
02:47Seit wann liegt sie her?
02:48Ich vermute mal, dass sie nicht länger als drei Tage hier liegt.
02:52Und was ist das da?
02:53Wir müssen davon ausgehen, dass Tiere sie zuerst gefunden haben.
02:56Hier in der Gegend gibt es Füchse.
02:58Manchmal Dachse.
03:00Dann mal Weidmannsheil.
03:04Dann mal geht's noch.
03:05Füße runter.
03:06Wir haben Echse die Show abgetreten.
03:07Füße runter.
03:10Und?
03:11Die Befragung in der näheren Umgebung hat nichts ergeben.
03:14Es wird niemand vermisst und erkannt hat sie auch niemand.
03:16Aber ich habe auch nicht mit allen reden können.
03:18Natürlich nicht.
03:19Die Tote hatte doch einen Schlüssel bei sich.
03:21Hat sich da was ergeben?
03:22Noch nicht.
03:29Ja, ich kümmere mich mal dann um die Infos.
03:33Das ist doch mal eine gute Idee.
03:36Und wo gehst du hin?
03:36Zu Dr. Rüders.
03:38Wer kümmert sich um die Vermisstenanzeigen?
03:46Hauptsache, ihr fangt nicht an, eure Bürostühle zu markieren.
03:53Sie hatte kurz vor ihrem Tod noch Geschlechtsverkehr.
03:55Aber die Spuren lassen keine eindeutige Aussage zu, ob es einvernehmlich war oder nicht.
04:01Sie hatten bereits angedeutet, dass sie unter Drogen stand.
04:04Definitiv.
04:05Wurde sie betäubt?
04:06Und zum Sex gezwungen.
04:07Kann ich noch nicht sagen.
04:09Jedenfalls war es keine herkömmliche Droge.
04:11Wir haben keine Spuren von Liquid Ecstasy oder anderen K.O.-Tropfen gefunden.
04:15Ich tippe auf etwas Synthetisches.
04:17Mit Sicherheit kann ich nur sagen, dass sie nicht an Hypoventilation gestorben ist.
04:21Das heißt?
04:21Sie wurde erstickt.
04:23In ihrer Lunge haben wir grüne Baumwollfasern gefunden.
04:26Woher die stammen, kann ich aber nicht sagen.
04:28Gut.
04:29Danke.
04:30Da ist noch was.
04:32In einem Punkt habe ich mich geirrt.
04:34Die Leiche hat höchstens einen, maximal zwei Tage draußen gelegen.
04:37Wir haben die Bissverletzungen überprüft.
04:40Sie sind nur oberflächlich.
04:42Aber das ist es nicht.
04:43Sondern?
04:44Sie stammen von keinem Tier.
04:46Sie wurde von einem Menschen gebissen.
04:47Warum nicht?
04:48Sie lernt einen Typen kennen, der tut ihr was ins Getränk und sagt ihr,
04:51dann das Blut aus, oder?
04:53Gibt es was Neues zur Identität der Leiche?
04:55Der Schlüssel hat eine Kennung.
04:56Ich habe bei der Firma angerufen.
04:57Das ist ein Wohnungsschlüssel.
04:59Die haben mir den Namen vom Besitzer gesagt.
05:00Den habe ich angerufen.
05:01Der hat die Wohnung allerdings vermietet.
05:03Sondern eine Constanze Engel, Studentin.
05:05Die habe ich versucht zu erreichen.
05:07Ist allerdings gerade auf einem Auslandssemester in Vancouver
05:09und hat die Wohnung untervermietet.
05:12Weißt du wenigstens an wen?
05:13Das heißt, in ihr wenigstens.
05:14Ich finde, das ist ganz schön viel.
05:16Eine Gaststudentin aus Kanada.
05:17Mein Name ist Lydia Williams.
05:19Dann besorgen Sie uns mal den Schlüssel.
05:20Das habe ich schon gemacht.
05:23Hm.
05:23Das war's WLAN.
05:25Das war's WLAN.
05:27Das war's WLAN.
05:30Dann haben wir dich.
05:30Dasselbe Erküge.
05:30Das war's WLAN.
05:31Dann holen Sie uns mal den Schlüssel.
05:32Dann kommen Sie auf.
05:33Dann bleiben Sie auf.
05:33Dann ist sie auf.
05:33Dann kommen Sie auf.
05:47Dann kommen Sie auf.
05:47Dann kommen Sie auf.
05:49Hallo?
06:19Meine Fresse.
06:34Das war eine amtliche Party.
06:37Die Sposi soll sich das mal anschauen.
06:40Das wird ein ganz schönes Aufgelager gewesen sein.
06:42Gibt's wahrscheinlich eine Million Fingerabdrücke.
06:45Das ist wie die Nadel im Heuhaufen.
06:48Abwarten.
06:49Nichts Wichtiges.
06:59Sie war Gaststudentin.
07:00Wissen wir, wie lange sie schon hier war?
07:02Das nicht, aber sie hat die Wohnung seit zwei Monaten.
07:05Ich gehe davon aus, dass sie seitdem da ist.
07:07Es ist nicht viel Zeit, um sich einen großen Freundeskreis aufzubauen.
07:10Wir reden mal mit ihren Kommilitonen.
07:12Ich bin sicher, der eine oder andere war eingeladen.
07:14Sie war erst seit ungefähr sieben Wochen bei uns.
07:20Welche Kurse hat sie belegt?
07:22Sie hat Journalismus studiert.
07:23Ich unterrichte Medienrecht.
07:25Aber welche Kurse sie noch besucht hat, kann ich Ihnen nicht sagen.
07:29Aber alle Studenten tragen sich ein.
07:30Sie kriegen die Listen im Sekretariat.
07:32Was war sie so für ein Typ?
07:33Das weiß ich nicht, aber in der Vorlesung.
07:36Sie war offen, interessiert, hat gute Fragen gestellt.
07:39Auf Deutsch?
07:40Englisch.
07:40Ihr Deutsch war nicht so gut.
07:42Hatte sie schon viele Bekanntschaften?
07:44Da bin ich überfragt.
07:45Ich gehe noch in der Kantine einen Kaffee trinken.
07:48Kommen Sie mit?
07:49Nee, vielen Dank.
07:53Ich bin's.
07:55Was glaubst du wohl?
07:57Die Bullen sind hier und reden mit Kehl.
08:00Ja, was weiß ich.
08:02Frag sie doch selber.
08:04Ja, gut, ciao.
08:05Waren Sie mit Lydia befreundet?
08:07Also, na ja, befreundet kann man nicht sagen, aber...
08:10Ja, wir haben ein paar Mal gequatscht, ja.
08:12Waren Sie auch auf der Party?
08:13Party ist vielleicht ein bisschen zu viel gesagt.
08:16Sie hat sich einfach gern getroffen.
08:17Da konnte man kaum, wie man wollte und auch Freunde mitbringen.
08:20Aber die war doch erst seit zwei Monaten da.
08:23Die war halt locker.
08:25Weißt was?
08:27Machten Sie sie?
08:28Geht so.
08:29Hatte sie ja kaum.
08:31Aber auf der Party waren sie trotzdem.
08:32Naja, es waren alle da und...
08:35Ja, sie war okay, ja.
08:37Fanden Sie sie hübsch?
08:42Ja.
08:42Würden Sie sagen, dass sie leicht Bekanntschaften schloss?
08:46Mit den Jungs oder...
08:49Die hat mit jedem rumgemacht.
08:51Und da gab's keinen Ärger.
08:53Doch, klar gab's den.
08:54Mit wem?
08:55Mit mir.
08:57Sie war die totale Bitch.
08:59Hat gedacht, sie kann sich alles erlauben.
09:01Was haben sie gemacht, als sie die beiden erwischt haben?
09:03Ich habe eine geknallt.
09:04Ihr?
09:05Nicht ihrem Freund?
09:05So was lasse ich mir doch nicht gefallen.
09:08Das kann sie vielleicht zu Hause machen, aber hier nicht.
09:10Du, der Kuh.
09:12Tut mir leid.
09:13Voll krass, was mit ihr passiert ist, aber...
09:16Würden Sie das gut finden, wenn Ihr Typ mit einer anderen ummacht?
09:20Nein.
09:21Wahrscheinlich nicht.
09:24Was denkt ihr über sie?
09:26Scheint so, als hätte sie es ganz schön krachen lassen.
09:29Sie war Gaststudentin.
09:29Was würdet ihr machen, wenn ihr für sechs Monate in Vancouver wärt?
09:33Party?
09:34Eben.
09:36Was ist denn mit dieser Eva?
09:37Die war gar nicht gut, auf sie zu sprechen.
09:38Die hat ihr eine geknallt und damit war die Sache für sie durch.
09:41Aber zwei Zeugen bestätigen unabhängig voneinander,
09:44dass Lydia kurz danach die Party verlassen hat.
09:46Ihre eigene Party.
09:48Und die anderen feiern weiter.
09:49Ja, klar.
09:51Nur weil die abhaut, müssen wir ja nicht aufhören.
09:53Haben die meisten aber gar nicht mitgekriegt, dass die weg ist.
09:55Sie aber schon.
09:57Warum?
09:58Ich habe nicht so viel getrunken.
10:01Zwischenprüfungen.
10:02Glücklich.
10:03Ist Lydia alleine gegangen?
10:05Ja.
10:06War da noch jemand anderes, mit dem sie sich länger unterhalten hat?
10:08Ich meine außer dem Freund von Eva Behrendt.
10:11Keine Ahnung.
10:12Haben Sie mitgekriegt, wer als nächster gegangen ist?
10:15Nach ihr.
10:16Johannes.
10:18Und weiter?
10:19Stratmann.
10:20Johannes Stratmann.
10:22Der war nicht bei der Befragung, oder?
10:25Du, der ist nicht gekommen.
10:26Dann fahrt mal zum Studentenwohnheim.
10:28Dann fahrt mal zum Studentenwohnheim.
10:50Der Stratmann, der wohnt in A14.
10:52Gang runter links.
10:53Soll ich Ihnen zeigen?
10:54Nee, danke.
10:55Das finden wir schon.
11:1214.
11:12Hallo?
11:21Der Stratmann.
11:22Hey, hey, hey!
11:23Hey!
11:32Hey, hey, hey!
11:33Stopp!
11:34Stopp!
11:35Alle, was das ist?
11:36Ich bin hier.
12:06Sieht nicht gut aus.
12:24Die Sanis haben es kaum glauben können, dass er überhaupt noch einen heilen Knochen hat.
12:27Ihnen geht's gut?
12:29Ja.
12:30Ist alles okay.
12:31Er ist sofort abgehauen.
12:33Keine Chance.
12:36Sie kriegen hier sicher viel mit, oder?
12:38Ich meine, ein Haufen junger Leute, da geht doch bestimmt immer mal wieder die Post ab.
12:42Ja, schon manchmal, aber Partys, also so richtig sind bei uns nicht erlaubt.
12:47Und wenn es doch mal vorkommt?
12:49Ja, dann versuchen wir das so zu regeln.
12:53Wir, das heißt Sie?
12:54Ja, auch schon mal.
12:56Oder die Studenten selber.
12:57Muss auch schon mal die Polizei kommen.
12:58Erst neulich gab es wieder eine Anzeige wegen Ruhestürgen, aber was soll man machen?
13:03Und stört Sie das?
13:04Sind halt Studenten, junge Leute.
13:07Gewöhnt man sich dran.
13:12Brauchen Sie kein Durchsuchungs-Buffet oder sowas?
13:19Danke.
13:21Wir melden uns, wenn wir noch was brauchen.
13:23Frisch bezogen.
13:39Ja.
13:41Und kein Staub.
13:42Nirgends.
13:43Ja, der hat's sauber gemacht.
13:46Die Spursi muss sich das anschauen.
13:48Ah, da schau mal hier.
13:59Frisch gewaschen.
14:01Du traubst, Paul.
14:02Ich komm gerade aus dem Labor.
14:09Blut.
14:10Auf dem Bettzeug, auf der Matratze und auf dem Boden.
14:13Was wissen wir über ihn?
14:14Johannes Strattmann.
14:15Ist 24 Jahre alt, kommt aus Nürnberg.
14:17Ist Student an der LMU.
14:18Hat er Journalistik studiert.
14:20Bla, bla, bla, bla, bla.
14:21Hochinteressant.
14:21Hat keine Vorstrafen.
14:23Und so weiter und so fort.
14:24Und er war fünf Monate Mitglied des Deeskalationsteams der Uni.
14:26Deeskalationsteam?
14:28Navy Seas oder was?
14:30Die sind dafür da, wenn die Studenten Probleme mit den Profs haben.
14:33So wie die Vertrauensschüler in Hogwarts.
14:34Wo?
14:35Hogwarts.
14:36Die Schule für Hexer und Zauberei.
14:38Harry Potter.
14:39Nicht gelesen?
14:41Im Film hab ich gesehen.
14:42Ja, stimmt.
14:43Da kam die Schule ja nicht vor.
14:44Warum hat er aufgehört?
14:46Er stand wohl kurz vor den Prüfungen.
14:47Er hat mit den Zimmernachbarn geredet.
14:49Er hatte ganz schön Druck.
14:50Ist zweimal durchgerasselt.
14:51Beim dritten Mal wär's das dann gewesen.
14:53Er muss uns einiges erklären.
14:54Hoffen wir, dass es ihm bald besser geht.
14:57Schweres Schädel-Hirn-Trauma.
14:59Er hat noch während der Operation mehrere Schlaganfälle erlitten.
15:02Selbst wenn er wieder zu sich gekommen wäre, wären schwere Beeinträchtigungen geblieben.
15:06Aber wir haben Rückstände von MDPV gefunden.
15:08Das ist eine synthetische Droge aus der Gruppe der Amphetamine.
15:11Sagt Ihnen der Begriff Fliegelheiß etwas?
15:14Ist sowas wie Badesalze?
15:15Verharmlost, ja.
15:17In Amerika filmiert es unter Flackern.
15:19In der Szene hier heißt es Flex.
15:21Inoffiziell wird sie aber auch gern die Zombie-Droge genannt.
15:24Betroffene berichten von enormen Hitzewallungen.
15:27Weshalb sie sich die Kleider vom Leib reißen.
15:29Wie nimmt dann die Droge zu sich?
15:31Wie Sie wollen.
15:32Lutschen, spritzen, rauchen, schnupfen.
15:36Geht alles.
15:37Die Bissspuren.
15:38Wir machen einen Abgleich seiner Zähne mit den Verletzungen.
15:41Aber es ist anzunehmen, dass es sich um seine handelt.
15:43An den Scheiß bestellt man einfach so im Internet.
15:50Konnte man in Amerika vor ein paar Jahren noch für 5 Dollar in der Tankstelle kaufen.
15:55Mittlerweile ist es verboten, aber trotzdem bekommt man es quasi legal im Internet.
16:00Ist doch Irrsinn.
16:00Der Gesetzgeber ist machtlos gegen die Verbreitung.
16:04Weil die Zusammensetzung sich ständig ändert.
16:06Und die Aufklärung ist schlecht und deswegen kommt es immer wieder zu Vorfällen.
16:10Jemand steht besinnungslos auf der Straße, wälzt sich am Boden, geht auf Autos los.
16:13Und das sind nur die harmlosen Fälle.
16:15Oh, sei Gott.
16:16Rüders konnte das Zeug auch im Blut des Mädchens nachweisen.
16:20Ich würde sagen, Stratmann hat sie mit der Droge gefügig gemacht.
16:23Dann hätte er es nicht selber nehmen dürfen.
16:25Dummheit.
16:25Oder er wollte es aber auch ein bisschen Spaß haben.
16:29Und dann haben sie zusammen gefögelt.
16:31Die DNA-Anhaftungen auf der Leiche stammen eindeutig von ihm.
16:35Also das war es dann.
16:36Arrivederci.
16:37Stratmanns DNA an der Leiche bedeutet nicht unbedingt, dass er sie auch umgebracht hat.
16:40Gebissen hat er sie jedenfalls nicht.
16:42Zahnabdrücke passen nicht.
16:45Das Opfer war bei Stratmann in der Wohnung.
16:48Wir haben seine DNA an der Leiche gefunden.
16:49Aber wenn Stratmann sie nicht gebissen hat...
16:51Dann war noch jemand anderes dabei.
16:54Ein flotter Dreier.
16:55Warum nicht?
16:58Angenommen, alle drei haben diese Droge genommen.
17:00Dann ist es doch möglich, dass es ziemlich wild zu ging.
17:03Und laut.
17:04Die Ruhestörung von der der Hausmeister erzählt hat.
17:07Check das doch mal.
17:11Super, danke.
17:13Und wegen dem Bier, das machen wir mal, ja?
17:15Ja, ich gebe eine Runde aus.
17:17Bis dann.
17:18Ciao.
17:20So, das war die Leitzentrale.
17:22Es gab in der Tatnacht einen Anruf wegen Ruhestörung im Studenten-Monheim.
17:27Und?
17:28Leider nix.
17:28Und wir sind der Sache nicht nachgegangen.
17:31Warum?
17:32Bahnen wir nicht so viel los in der Nacht.
17:34Der Hausmeister hat doch gesagt, dass sowas öfter vorkommt.
17:37Mindestens zwei, drei Mal im Monat.
17:38Haben die Kollegen auch bestätigt.
17:40Und am Ende ist es immer keiner gewesen.
17:42Wissen die wenigstens, wer angerufen hat?
17:44Nope.
17:44Anonym.
17:45Die können doch den Anschluss identifizieren.
17:47Derjenige hat ja ein Telefon benutzt, oder?
17:51Sowas gibt's noch.
17:53Wer benutzt denn das?
17:54Keine Ahnung.
17:56Ich hab ein Handy.
17:57Ich hab nicht angerufen.
17:59Aber hätte ich mal machen sollen.
18:00Sie waren so laut.
18:02Laut?
18:03Was war denn laut?
18:04Die haben gefugelt.
18:06Und Sie sind sicher, dass Sie Geschlechtsverkehr hatten?
18:09Hätte ja auch sein können, dass Sie wegen was anderem geschrien haben.
18:12Ich kann das unterscheiden.
18:14Da wollten Sie natürlich nicht stören.
18:16Haben Sie sonst noch irgendwas?
18:18Ich hab mir Irrstübsel reingetan.
18:20Ich hab examen, ich muss lernen.
18:22Schmeißen sich da manchmal Sachen ein?
18:23So kleine Wachmacher?
18:26Und Sie sind sicher, dass es Johannes Stratmann aus diesem Appartement war, ja?
18:30Ich hab ihn mit ihr aussteigen gesehen.
18:33Draußen.
18:34Als ich mein Fahrrad angeschlossen hab.
18:36Marke.
18:38Sehe ich wie ein Automechaniker aus?
18:40Es hatte vier Räder.
18:41Ja. Fertig.
18:43Und die Farbe?
18:44Grün.
18:45Dunkel.
18:47Könnte ein Jeep gewesen sein.
18:49Hm.
18:50Können sich aber doch ganz gut aus.
18:51Vorne war so ein Rad drauf.
18:54Sah aus wie für ein Safari.
18:59Okay, gut, das war's.
19:01Vielen Dank.
19:01Ich hätte da schon noch ein paar Fragen, ja?
19:09Ja, ich weiß.
19:10Ich weiß.
19:11Ich weiß.
19:16Mhm.
19:18Okay.
19:19Danke.
19:21Stratmann hat kein Auto.
19:23Das weiß er nicht seins.
19:24Vielleicht von nem Kumpel.
19:25Mhm.
19:26An der Uni gibt es nur einen Studenten, der ein Geländewagen fährt mit Ersatzrad auf der Motorhaube.
19:31Wie heißt der Knabe?
19:32Oskar von Stetten.
19:35Ja, da kannst du nur was lernen, hm?
19:37Von Stetten wie Karl Walter von Stetten?
19:39Richtig.
19:40Der ehrenwerte Richter ist sein Vater.
19:42Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, warum er Scheiße bauen kann und trotzdem damit durchkommt.
19:46Praktisch so ein Vater.
19:47Was?
19:47Wieso?
19:48Was hat er gemacht?
19:49Der Sohnemann ist schon zweimal wegen Verdachts auf Drogenbesitz aufgegriffen worden.
19:52Bei Kleinkriminellen, da greift er hart durch, der Herr von Stetten.
19:55Aber das Söhnchen da ist, ist natürlich ohne Fehl und Tadel.
19:59Ist mir egal, ob von Stetten der Vater ist.
20:01Holt mir den Sohn zur Vernehmung.
20:07Hm.
20:09Der Empfang hat angerufen.
20:15Oskar von Stetten wartet unten.
20:17Gehen Sie mit in die Befragung.
20:19Ihr Vater ist doch auch Richter.
20:20Vielleicht haben Sie ein Draht zu ihm.
20:22Genau darüber wollte ich mit Ihnen reden.
20:26Ich kenne Oskar.
20:29Ich kenne ihn von früher.
20:30Unsere Väter kennen sich tatsächlich.
20:33Sind Sie befreundet?
20:34Nein.
20:36Es ist schon ewig her, dass ich ihn gesehen habe.
20:37Wir waren nie besonders dicke.
20:39Dann ist es doch gerade gut, wenn Sie das machen.
20:41Wenn es irgendwie möglich ist, würde ich Sie bitten, dass Sie mich da raushalten.
20:44Und?
20:45Schon gut.
20:45Ich werde es Paul nicht auf die Nase binden.
20:47Sie wissen schon, warum wir hier sind, oder?
20:58Eine Studentin wurde ermordet, Lydia Williams.
21:05Stratmann war allem anscheinend nach kurz vor Ihrem Tod mit ihr zusammen.
21:08Eventuell sogar zum Zeitpunkt ihres Todes.
21:11Meine Zeugin hat gesehen, wie er und das Opfer aus Ihrem Wagen gestiegen sind.
21:15Sie glauben nicht, dass er es war.
21:17Wie kommen Sie darauf?
21:18Sonst wäre ich nicht hier.
21:20Und?
21:21Ich muss nicht mit Ihnen reden.
21:23Sagt wer?
21:27Kommst du mal?
21:28Dr. Hartmann?
21:53Frau Lanz, Sie kennen Richter von Stetten?
21:56Natürlich.
21:58Sie haben meinen Sohn hier zur Vernehmung.
21:59Dürfte ich erfahren, warum?
22:01Es geht um den Tod einer kanadischen Gaststudentin.
22:03Offensichtlich ein Gewaltdelikt.
22:05Ich habe davon gehört.
22:06Stimmt es, dass Ihr einziger Verdächtiger einen Unfall hatte?
22:10Ja.
22:10Das ist natürlich sehr bedauerlich.
22:12Herr Hartmann war so freundlich, mich in der Sache aufzuklären.
22:15Helfen Sie mir, ich will das nur verstehen.
22:18Trifft es nicht zu, dass das Blut des Opfers im Zimmer des verunglückten Studenten sichergestellt wurde
22:25und dass man seine DNA an der Leiche gefunden hat?
22:27Ja, das trifft zu.
22:29Die beiden standen zweifellos unter Drogeneinfluss und hatten unzweifelhaft Geschlechtsverkehr.
22:35Also, wenn Sie meine bescheidene Meinung dazu hören wollen.
22:38Was brauchen Sie denn noch?
22:39Das Opfer wurde gebissen.
22:41Und die Bissmale entsprechen nicht Stratmanns Zahnabdruck.
22:44Wurde das Opfer zu Tode gebissen?
22:46Das nicht, aber...
22:46Dann weiß ich nicht, wie Oskar Ihnen dabei helfen kann.
22:51Sein Wagen wurde am Tatort gesehen.
22:54Laut Zeugenaussage wurde ein Geländewagen vor dem Studentenwohnheim gesehen.
22:58Ihr Sohn fährt so einen Wagen.
22:59Das ist richtig.
23:01Aber sind Sie sicher, dass es sein Wagen war?
23:03Das ist eine der Fragen, die ich ihm sehr gerne stellen würde.
23:05Frau Lanz, wir würden Ihnen gerne helfen, aber ich befürchte, dass Oskar Ihnen nichts sagen kann.
23:12Kann oder soll.
23:13Er war bei uns.
23:16Meine Frau und ich haben ein kleines Abendessen gegeben für Freunde.
23:18Oskar war auch dabei.
23:20Die ganze Nacht?
23:21Ja.
23:22Wir haben am nächsten Morgen zusammen gefrühstückt.
23:24Hm.
23:25Kennst du den?
23:31Man sieht sich immer zweimal.
23:33Der raucht uns alle in der Pfeife.
24:03Jetzt machen Sie sich mal nicht so klein.
24:04Ich muss Ihnen doch nicht Ihre Arbeit erklären.
24:06Sie brauchen Beweise.
24:07Die kriege ich aber nur, wenn ich Zeugen auch vernehmen darf.
24:11Und Sie glauben, sein Sohn steckt da mit drin?
24:14Woher will er wissen, dass sein Sohn die ganze Nacht zu Hause war?
24:16Nur weil er beim Abendessen war und Sie gefrühstückt haben, heißt das noch lange nicht, dass er nachts nicht noch draußen war?
24:20Er hat recht.
24:20Wir haben nichts.
24:21Was aber nicht bedeutet, dass wir nichts finden können.
24:24Aber sehen Sie zu, dass Sie das schnell machen.
24:26Bevor von Stetten uns mit Unterlassungsaufforderungen und Verleumdungsklagen zuscheißt.
24:30Ich bin schon im Auto.
24:54Auf dem Weg zu dir.
24:56Und ich habe mit den Kollegen vom Drogendezernat gesprochen.
24:59Über Oskar von Stetten?
25:01Ja, ich dachte, ich bohre mal nach, was da so los war.
25:05Was ist los?
25:06Wir haben erzählt, dass Sie den Jungen von Stetten zweimal aufgegriffen haben.
25:10Einmal hatte er was dabei.
25:11Ecstasy.
25:13Aber er hat behauptet, dass es ein Freund von ihm gehört.
25:15Und er gar nicht weiß, was das ist.
25:17Mein Name ist Hase.
25:18Ja, ungefähr so.
25:19Und das andere Mal?
25:21Hat er es das Klo runtergespült.
25:23Und sein Vater hat die Anklage gleich hinterher geschickt.
25:25Und das war's?
25:26Jetzt wart doch mal.
25:28Oskar von Stetten ist wahrscheinlich nicht nur Konsument.
25:31Die Kollegen sind überzeugt davon, dass er das Zeug auch vertickt.
25:35An der Uni?
25:36Du hast es erfasst.
25:37Und das, wo es so früh ist, hey.
25:40Aber es kommt noch besser.
25:42Vor einem Jahr ist eine Studentin an einer Überdosis gestorben.
25:45Angeblich hat man die beiden kurz vor ihrem Tod zusammengesehen.
25:49Die Kollegen wollten der Sache nachgehen, aber man konnte ihm einfach nichts nachweisen.
25:53Und du hast natürlich den Namen des Mädchens.
25:55Natürlich.
25:56Und bevor du fragst, ich bin schon da.
26:11Veröffentlichen Sie das?
26:12Ja, ich habe den Darfschein.
26:18Sollten Sie nicht lernen?
26:19Natürlich gerade.
26:20Fürs Leben.
26:21Was lernen wir denn da so?
26:23Den Namen der Chaim lief nicht immer freig, wie Siegeron.
26:26Soll heißen.
26:29Willst du was trinken?
26:31Was gibt's denn?
26:34Grünen Tee.
26:36Das ist mein Lieblingsgetränk.
26:38Frau Sattler?
26:53Ich bin gleich fertig.
26:56Kripo, haben Sie kurz Zeit für uns?
27:00Frau Sattler, kennen Sie einen Oscar von Steppen?
27:04Meine Tochter ist tot.
27:06Ich habe nichts mehr zu sagen.
27:11Sie haben ausgesagt, dass Oscar von Steppen Ihre Tochter kurz vor ihrem Tod noch mal getroffen hat.
27:17Das haben Sie zumindest damals unseren Kollegen erzählt.
27:21Aber kurz darauf haben Sie die Aussage wieder zurückgezogen.
27:25Warum?
27:25Ich habe mich geirrt.
27:28Womit?
27:29Dass die beiden sich gekannt haben?
27:31Oder dass sie sich getroffen haben?
27:37Er hat Sie unter Druck gesetzt.
27:39Oscars Vater.
27:40Ich muss hier fertig werden.
27:42Die Vorlesung beginnt.
27:43Wie hat er das gemacht?
27:45Bitte.
27:47Ich darf nicht mit Ihnen reden.
27:49Hat er sich Ihr Schweigen erkauft?
27:51Wegen Joscha?
27:53Ihrem Sohn?
27:54Den haben Sie beim Graffiti-Sperren erwischt, nicht wahr?
28:00Von Steppen hat sie erpresst.
28:01Er hat Ihnen gedroht, ihn sonst einzusperren.
28:04Oscar hat Meier die Drogen gegeben.
28:07Ohne ihn hätte sie nie damit angefangen.
28:09Er hat sie abhängig gemacht.
28:11Das ging gar nicht mehr ohne.
28:13Sie war immer high.
28:14Immer.
28:14Jeden Tag.
28:15Sie hat nicht mehr studiert, um sich mehr von diesem Mist zu kaufen.
28:19Ich habe sie nicht mehr wiedererkannt.
28:22Sie hat sich prostituiert.
28:24Es ist seine Schuld, dass sie tot ist.
28:30Das ist Amtsmissbrauch.
28:31Verklag von Stettenfiedler.
28:32Damit.
28:33Dieses Richterschwein.
28:34Ja, ist zu kotzen.
28:36Sie haben da was.
28:52Kleines Privatverhör was.
28:54Mit Leibesvisitation.
28:55Na ja, ist ja ein süßes Ding.
29:03Keine Angst.
29:04Ich schweige wie ein Grab.
29:05Kleines Privatverhör.
29:12Kleines Privatverhör.
29:14Vielen Dank.
29:44Das war's für heute.
30:14Das war's für heute.
30:44Das war's für heute.
31:14Das war's für heute.
31:44Das war's für heute.
32:14Das war's für heute.
32:44Das war's für heute.
33:14Das war's für heute.
33:44Hier ist er nicht.
33:46Das Handy ist immer noch ausgeschaltet.
33:48Aber laut Bewegungsprotokoll hält er sich wenig zu Hause hauptsächlich im Bereich der Uni auf oder eben da, wo Sie sind.
33:53Ich wollte mal ein paar von den üblichen Verdächtigen besuchen und fragen, ob die ihn kennen.
33:58Vielleicht wissen die, wer ihm das Zeug verkauft.
34:00Was Sie alles für Leute kennen, Böhmer.
34:02Da kann ja nicht jeder mit einem goldenen Löffel im Arsch geboren werden.
34:04Hören Sie, ich werde mich hier noch mal ein bisschen umschauen und da melde ich mich.
34:11Das gibt's für heute.
34:19Das gibt's für heute.
34:20Das gibt's für heute.
34:23Na, du willst du?
34:23Na, du willst ja jetzt nicht abräumen.
34:25Wir kennen uns doch noch gar nicht richtig.
34:27Wir fangen jetzt erst mal aufs Revier an.
34:29Wenn du dich bewegst, dann klapp ich dir ein.
34:30Hörst du?
34:31Hörst du?
35:01Hörst du?
35:02Hörst du?
35:03Hörst du?
35:04Hörst du?
35:05Hörst du?
35:06Hörst du?
35:18Das war's.
35:48Das war's.
36:18Das war's.
36:48Das war's.
37:18Das war's.
37:20Der Typ stellt das Zeug selber her.
37:22Wer ist das?
37:32Das ist derselbe Typ, der mich per Stadtmann Studentenheim beobachtet hat und danach abgehauen ist.
37:38Vielleicht hat er Oskar gesucht. Da und an der Uni.
37:41Sein Name ist Joscha Sattler und er ist der Bruder der toten Studentin aus dem letzten Jahr.
37:45Ja. Schließlich haben die beiden noch eine Rechnung offen.
37:49Er wollte den Tod seiner Schwester erreichen. Wäre denkbar.
37:52Aber wieso jetzt? Ist schon über ein Jahr her?
37:55Ist von Stetten im Vernehmungsraum?
37:57Ja. Ich dachte mir, es ist ganz gut, ihn ein bisschen schmoren zu lassen.
38:00Dann schauen wir doch mal nach, ob er langsam gar ist.
38:09Wir haben dein Labor gefunden.
38:11Ich weiß nicht, was Sie meinen.
38:13Ach komm, jetzt seht doch keine Märchen.
38:14Da sind überall deine Fingerabdrücke.
38:17Und ich hab dich selber gesehen, wie du da rein bist.
38:20Dann brauchen sie eine Brille.
38:21Sie haben mich verwechselt.
38:22Du brauchst eine Brille. Du hast mich sogar gesehen.
38:24Ich bin hinter dir gelaufen. Bin dann nur abgebogen zum Autoschrauber.
38:30Außerdem haben wir mit der Uni gesprochen.
38:33Bevor Papi sich durchgesetzt hat, dass du auch Jurist wirst.
38:36Da hast du Chemie studiert.
38:37Oder wirst du das auch abstreiten?
38:39Oskar, wie alt sind Sie?
38:41Steht das nicht in Ihrer Akte?
38:44Lydia Williams.
38:50Sie war auch 28.
38:52Sie wurde erstickt und dann weggeworfen.
38:55Wie Abfall.
38:57Sie sind mit ihr und Johannes Stratmann auf sein Zimmer gegangen.
39:01Haben Sie erst unter Drogen gesetzt und dann zusammen flachgelegt.
39:04Das war bei ihr nicht nötig.
39:06Sie hat auch so die Beine breit gemacht.
39:08Ach, war das so?
39:10Vielleicht hat sie dich nicht herangelassen.
39:12Das hat dich frustriert.
39:13Da hast du dir gezeigt, wer das Sagen hat.
39:16Entschuldige.
39:18Das sind nur diese Sprüche.
39:19Klappen da die Leute zusammen?
39:21Fangen an zu heulen?
39:22Ja, ja, Herr Officer.
39:24Sie hat mich nicht herangelassen.
39:25Und da wollte ich sie so richtig zeigen, wer das Sagen hat.
39:28Sie hat erst so geschrien.
39:29Ich dachte vor Lust.
39:31Und dann war sie plötzlich tot.
39:32Es tut mir so, so leid.
39:35Sie halten das ja alles für ein Spiel, oder?
39:38Ich hab das überhaupt nicht nötig.
39:39Was?
39:39Zum Ficken jemanden unter Drogen setzen.
39:41Du hörst jetzt gefälligst auf, hier den großen Macker zu geben.
39:44Ist das klar?
39:45Wir wissen, dass du das Zeug herstellst.
39:46Wir wissen sogar, wo.
39:47Und dass du es an deine Kommilitonen vertickerst.
39:49Das ist ein schwerer Straftatbestand.
39:52Da kann ich auch Papa nicht mehr rausholen.
39:54Sie stehen unter Mordverdacht.
39:55Im geringsten Fall wegen Beihilfe.
39:57Denken Sie nicht, dass es eine gute Gelegenheit, uns zu erzählen, was passiert ist?
40:01Haben Sie was zu trinken von dem Gefahrsel?
40:02Ich kriege ganz trockenen Mund.
40:04Eine Cola wäre geil aus der Flasche.
40:06Viel Eis und Zitrone, danke.
40:08Weißt du, wofür du gleich das Eis brauchst, wenn ich dir eine aufs Kohl haue?
40:11Dieses arrogante Arschloch, dieses arrogante.
40:20Er will dich provozieren und du gehst bereitwillig darauf ein.
40:23Diesmal wird ihm Papi jedenfalls nicht mehr helfen können.
40:25Du bist widerrechtlich in dieses Lagerhaus eingedrungen, Paul.
40:28Damit ist der Beweis leider gar nichts mehr wert.
40:30Selbst wenn seine Fingerabdrücke überall verteilt sind.
40:33Der Typ ist ein Scheißkerl.
40:34Der panzt gegen Zeug zusammen und verkauft das an junge Leute.
40:37Ich möchte gar nicht wissen, wie jung da manche sind.
40:39Ja, und dank dir werden die Beweise vor Gericht
40:40wahrscheinlich nicht mal zugelassen.
40:42Im Gegenteil, von Stärken wird kommen und sonst den Arsch aufreißen.
40:48Was mit ihm?
40:50Warum sollte er Lydia töten wollen?
40:52Das einzige Motiv, was er hat, ist,
40:53das ganze Oskar in die Schuhe schieben zu wollen.
40:56Und selbst wenn?
40:57Das Clubbord hat sein Pullover untersucht,
40:58die Sachen zu Hause, die haben nichts gefunden.
41:01Außerdem hat er ein Alibi.
41:10Was wollten Sie damit?
41:12Ihn abstechen?
41:14Verdient hat das.
41:16Ihre Schwester ist ja über einem Jahr tot.
41:18Und da fällt Ihnen aus heiterem Himmel ein,
41:20dass Sie ihn sich vorknöpfen könnten?
41:22Meine Mutter arbeitet an der Uni.
41:23Sie geht putzen.
41:24Und vor ein paar Wochen tritt er ihr aus Versehen in den Eimer um.
41:27Und anstatt sich zu entschuldigen,
41:28bepöbelt er sie auch noch.
41:30Aber das Schlimmste an der ganzen Sache ist,
41:31dass er sie nicht mal erkannt hat.
41:33Er hat nicht mal gesehen, dass es unsere Mutter ist.
41:34Ich wünschte, er wäre vor den Lastwagen gelaufen
41:36und nicht sein Freund.
41:38Johannes Stadtmann.
41:39Haben Sie ihn auch beobachtet?
41:41Wenn er sich mit Oskar getroffen hat.
41:43Haben Sie ihn auch an dem Abend verfolgt,
41:45als das Mädchen gestorben ist?
41:47Er hat sich mit ihm getroffen und dem Mädchen.
41:49Sie haben sie gesehen, alle drei zusammen?
41:52Sie sind mit seinem Land Rover weggefahren.
41:54Zum Studentenwohnheim.
41:55Und Sie ihn hinterher?
41:57Ja.
41:58Dann habe ich gewartet, bis Oskar wieder rausgekommen ist.
42:01Und dann?
42:02Was hat er gemacht?
42:03Er ist nach Hause gefahren.
42:04Und das war's.
42:06Danke.
42:10Das halte ich.
42:14Vielleicht war sie schon tot, als sie von Stötten gegangen ist.
42:18Ich meine, könnte doch sein.
42:19Die kommen zu dritt da an
42:20und die Jungs denken, dass mit Lydia was läuft.
42:22Sie pfeifen sich das Zeug an
42:24und fangen an rumzufummeln.
42:25Aber auf einmal will das Mädchen nicht mehr.
42:27Die Jungs machen aber weiter
42:28und die Sache eskaliert.
42:29Oder vielleicht hat Lydia den beiden sogar gesagt,
42:32dass sie sie anzeigt.
42:32Und dann?
42:34Das ist möglich.
42:37Er ist jedenfalls der Einzige,
42:38der uns noch sagen kann,
42:40was wirklich passiert ist.
42:44Darf ich es mal versuchen?
42:45Wie geht's dir?
43:07Und dir?
43:11Passt.
43:13Man muss lange nicht gesehen.
43:16Seit du mich gezwungen hast,
43:17die scheiß Schnecken zu fressen.
43:19In Frankreich zahlen sie Geld dafür.
43:22Sag mal, will der uns verarschen?
43:23Kennen die sich, oder was?
43:25Lass ihn doch mal sehen, was passiert.
43:26Und du hast das gewusst?
43:27Viel Spaß, Oskar, hier.
43:29Wir sind keine Kinder mehr.
43:31Was haben sie dir verpasst?
43:34Eine Gehirnwäsche?
43:36Menschen ändern sich.
43:38Stell dir vor.
43:39Das nennt man Erwachsenwerden.
43:40Das solltest du auch mal versuchen.
43:41Danke für die Ratschläge.
43:42Kannst dir sparen.
43:44Hab schon ein Arschloch als Vater.
43:51Meiner ruft mich einmal am Tag an.
43:54Mindestens.
43:56Aber er fragt mich nie, wie es mir geht.
43:58Hat er noch nie gemacht.
44:01Nicht ein einziges Mal.
44:05Nicht während der Schulzeit.
44:07Nicht während der Uni.
44:08Nie.
44:09Nie.
44:11Auch nicht, wenn sie mich mal wieder irgendwo rausgeschmissen haben.
44:15Ich habe ihnen einen Scheißdreck interessiert.
44:17Egal, was ich gemacht habe.
44:20Willst du wissen, warum ich nicht rangehe?
44:24Weil es ihn wahnsinnig macht.
44:27Das ist alles.
44:30Er ist ein Narzisst.
44:32Er will uns kontrollieren.
44:34Uns alle.
44:35Meine Mutter.
44:36Mich.
44:36Er glaubt, wir gehören ihm.
44:40Und ich meine das nicht in so einem christlich oder ethischen Sinn wie,
44:44wir sind Familie, wir gehören zusammen.
44:46Nein, nein.
44:46Er meint das ganz real.
44:49Er glaubt, wir sind sein Eigentum.
44:52Wenn ich rangehen würde, dann müsste ich mir erst mal eine halbe Stunde lang anhören,
44:56wie unverschämt ich bin.
45:00Und erst dann kommen die guten Ratschläge, was ich alles besser machen kann.
45:04Viel ehrlich zu dir sein, Oskar.
45:09Du bist ein Arschloch.
45:15Bist du schon immer gewesen.
45:17Du nutzt andere Leute aus.
45:20Du kümmerst dich in Scheiß um sie.
45:21Aber das ist nicht der Grund, weshalb ich dich damals hab die Schnecken fressen lassen.
45:27Sondern weil ich's konnte.
45:29Weil du's zugelassen hast.
45:31Du hast akzeptiert, dass ich der Stärkere bin.
45:33Und anstatt dich zu wehren, hast du's immer an den Kleineren ausgelassen.
45:37An den Schwächeren.
45:38Und das versteh ich.
45:42Das hab ich auch so gemacht.
45:44Meine Rebellion hat nie da stattgefunden, wo sie hätte stattfinden sollen.
45:47Und zwar zu Hause.
45:50Hab immer versucht, meine...
45:52meine Situation zu akzeptieren.
45:55Aber das ist schwer.
45:56Wenn er die Miete zahlt.
46:00Du musst unabhängig werden.
46:02Finanziell, dann klappt's auch emotional.
46:06Entweder oder.
46:06Wenn du nicht willst, dass dein Vater dir dein ganzes Leben diktiert.
46:13Dann musst du lernen, Verantwortung zu übernehmen.
46:16Und ich schwöre dir, das ist das, was sie am wenigsten ertragen können.
46:20Weil es nämlich bedeutet, dass sie die Kontrolle verlieren.
46:24Hör auf, nach seinen Regeln zu spielen.
46:29Und was die Drogen angeht...
46:33...kriegen wir dich sowieso dran.
46:36...ist deine Entscheidung.
46:44Johannes hat mich angerufen.
46:46Er hat mich eingeladen zu einer Party.
46:48Ich bin hingefahren, da standen die beiden draußen.
46:51Haben wir überlegt, was wir noch machen.
46:53Und dann habt ihr euch entschlossen, noch ein bisschen Spaß zu haben.
46:56Wir sind zu ihm gefahren.
46:57Ich hatte noch ein bisschen was dabei.
46:59Flex!
46:59Ich nehm das sonst eigentlich nicht selbst.
47:02Ist halt krass stark.
47:05Und dann?
47:07Dann ging die Post ab.
47:10Hast du sie gebissen?
47:12Ja.
47:14Die Schlenke sah so lecker aus.
47:16Okay, das ist...
47:18Die Details kannst du dir sparen.
47:20Die beiden waren dann nur mit sich beschäftigt.
47:25Ich stehe nicht so auf Kuscheln.
47:27Bin nach Hause gefahren.
47:28Wann?
47:30Keine Ahnung so.
47:32Nach eins, halb zwei.
47:35Und am nächsten Morgen hat Johannes dich angerufen.
47:37Er war völlig durch den Wind.
47:39Meinte, sie ist tot in seinem Bett.
47:41Sagt, das ist meine Schuld, weil ich die Drogen mitgebracht hab.
47:43Er war draußen aufgewacht, überall mit Blut.
47:48Also hat er gar nicht in dem Apartment geschlafen?
47:50Keine Ahnung.
47:51Er hat gesagt, er ist draußen aufgewacht.
47:54Hat er sie umgebracht?
47:56Wer soll es sonst gewesen sein?
48:00Er hat mich noch gefragt, ob ich ihm helfen kann, sie wegzuschaffen.
48:02Und?
48:04Ich bin doch nicht bescheuert.
48:07Hast doch selber gesagt.
48:09Man muss Prioritäten setzen.
48:13Guck mal, kennen Sie sich eigentlich alle Richtersöhne?
48:17Oder nur die Arschlöcher?
48:20Wo ist mein Sohn?
48:25Maximilian?
48:27Kannst du nicht mitnehmen.
48:29Das kleine Arschloch bastelt Drogen im Keller und verkauft es in der Uni.
48:33Aber damit erzähle ich dir wahrscheinlich nichts Neues.
48:37Diesmal war es das aber für ihn.
48:38Und du bist da auch dran.
48:40Wenn wir herausfinden, dass du davon gewusst hast.
48:43Sagen Sie nichts, ich weiß.
48:47Schrecklich, diese Inkompetenz meiner Kollegen.
48:50Ich bin erschüttert, wirklich.
48:51Ehrlich erschüttert.
48:52Wir erheben offiziell Anklage gegen seinen Sohn.
49:14Er hat nachweislich Drogen hergestellt und in Umlauf gebracht.
49:17Außerdem haben wir seine Aussage.
49:18Und die Klage wegen unbefugten Betretens.
49:20Das Lagerhaus gehört der Stadt.
49:22Oskar von Stetten hat es illegal benutzt.
49:24Somit besteht kein Tatbestand des Hausfriedensbruchs.
49:26Und die Stadtwerke erheben keine Klage gegen Herrn Böhmer des Labors.
49:29Also als Beweis zulässig.
49:31Halten Sie ihn für den Täter?
49:34Theoretisch kommen beide in Frage.
49:35Oskar von Stetten und oder Johannes Stratmann.
49:38Und was ist mit der Aussage dieses anderen Jungen?
49:40Joshua Sattler hat nur gesehen, dass von Stetten das Wohnheim verlassen hat.
49:43Er kann nicht sagen, ob Lydia Williams zu dem Zeitpunkt noch am Leben war oder bereits tot.
49:47Ich weiß, das sind die Fakten.
49:48Mich interessiert, was Sie glauben.
49:50Ich soll einen Blick in meine Kristallkugel werfen.
49:53Wenn Sie es so nennen wollen, ja.
49:55Nur hier unter uns.
49:57Ich weiß es nicht.
49:59Stratmann und das Opfer standen beide unter dem Einfluss der Droge.
50:02Die Wirkung dieser Droge ist absolut unberechenbar.
50:05Weil es ist nichts anvernehmlich.
50:06Anzunehmen.
50:08Stratmann hat die Leiche im Skatepark abgeladen.
50:11Was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass er sie auch getötet hat.
50:14Laut der Zeugenaussage eines Autofahrers ist ihm Stratmann früh morgens fast ins Auto gelaufen.
50:20Und Stratmann hat das Opfer nicht gebissen.
50:22Das wiederum war von Stetten.
50:23Das Opfer wurde doch erstickt.
50:24Was ist mit diesen grünen Baumwollfasern?
50:26Wir haben die Sachen der Jungs untersucht, aber nichts gefunden.
50:28Wenn Sie mich fragen, was ich glaube,
50:31ich glaube, dass es keiner von den beiden war.
50:36Und?
50:40Du bist aus dem Schneider.
50:43Hartmann erhebt Anklage gegen Oskar von Stetten.
50:45Erstmal nur wegen der Drogen.
50:47Naja, das ist doch schon mal was.
50:49Wo ist Mona?
50:50Gegangen.
50:51Wohin?
50:52Keine Ahnung.
50:54Gute Nacht.
50:54Gute Nacht.
51:06War die richtige Entscheidung, ihn da rein zu schicken.
51:12Hm.
51:13Hm.
51:13Gute Nacht.
51:38Gute Nacht.
51:39UNTERTITELUNG
52:09Was übersehen wir?
52:19Frag ich mich auch die ganze Zeit.
52:23Die drei kommen in der Nacht hierher.
52:25Sie haben Sex, sind laut.
52:27Die Zimmernachbarin von Stratmann beschwert sich,
52:29aber die Polizei kommt nicht.
52:31Dafür ist der Bruder eines anderen toten Männchens hier draußen,
52:34kriegt aber von der Tat nichts mit.
52:38Was?
52:39Die Nachbarin.
52:43Böhme und ich haben mit ihr gesprochen.
52:44Sie hat behauptet, sie hätte die Polizei nicht gerufen.
53:03Wir hatten doch noch ein paar Fragen.
53:06Jetzt.
53:06Sie haben ausgesagt, dass Sie nicht die Polizei gerufen haben.
53:09Aber sie haben sich beschwert.
53:11Bei wem?
53:12Da, wo es alle machen.
53:23So, das war jetzt das dritte Mal.
53:25Ich bin doch hier nicht der Hausdiener.
53:27Kann doch nicht so schwer sein, den einzustecken.
53:28Was machen Sie denn hier?
53:44Türstrahl offen.
53:48Ja, aber deswegen dürfen Sie doch noch.
53:50Haben Sie überhaupt einen Durchsuchungsbefehl?
53:52Brauchen wir den denn?
53:54Ich weiß nicht, was Sie von mir wollen.
53:56Kleines Privatverhör.
53:58Mit anschließender Leibesvisitation.
54:00Wenn Sie wollen.
54:00Das ist nicht gerade ein Traumjob hier, oder?
54:05Wie lange machen Sie das schon?
54:07Seit nur neun Jahren.
54:08Immer das reparieren, was andere kaputt machen.
54:11Immer den Mist der anderen wegräumen.
54:14Sie haben in der Nacht die Beschwerde wegen der Ruhestörung entgegengenommen.
54:18So wie Sie das immer machen.
54:19Nur diesmal waren es keine Studenten, die bloß die Musik ein bisschen zu laut aufgedreht hatten.
54:24Was haben Sie gemacht?
54:25Zugehört?
54:26Und dann?
54:27Wollten Sie die Sache klären?
54:30Warum musste das Mädchen sterben?
54:33Hat sie sich häufiger mit Stratmann getroffen?
54:36Die war doch immer woanders.
54:39Bei jeder Party dabei.
54:41Und selbst wenn, was geht Sie das an?
54:43Bestimmen Sie, was richtig ist und was falsch?
54:45Aber einer muss doch aufpassen hier.
54:46Die drehen doch sonst völlig durch.
54:48Kümmert sich doch sonst keiner drum.
54:49Und Sie haben sich um Lydia Williams gekümmert.
54:52Was wollten Sie?
54:53Ihr Manieren beibringen?
54:54Ich habe Sie nicht angefasst.
54:58Erzählen Sie doch nichts.
55:00In der Lunge des Mädchens haben wir grüne Baumwollfasern gefunden.
55:04Herr Aufscherwerk, bitte geben Sie mir Ihre Weste.
55:11Sie war allein.
55:12Sie...
55:13Sie hat geblutet.
55:19Ich dachte, sie wäre verletzt.
55:23Deswegen habe ich mich runtergebeugt.
55:30Dann...
55:31Dann ist sie aufgewacht.
55:36Sie war verrückt.
55:37Total verrückt.
55:38Sie...
55:38Sie dachte, ich hätte sie verletzt.
55:41Sie hat mich angeschrien.
55:44Sie hat mich angeschrien.
55:45Völlig ist irrscht und...
55:47Hat nach mir geschlagen.
55:50Sie hatten Angst, dass jemand kommt?
55:54Ich...
55:55Ich wollte ihr nicht wehtun.
55:56Sie sollte nur still sein.
56:02Du sollst still sein.
56:12Du sollst still sein.
56:12Menschen, weil sie nicht verschillen.
56:32Sie
56:36Vergörst du dort?
56:37Wir kommen.
56:37unfortunately Monthly wird der Englund nie bereit.
56:38Sie zeigen sich an Sie sich um den увидelten.
56:39Sie können aber nicht um keine Ausgaben.
56:41Ich gehe jede Wette ein, dass er selbst die Polizei gerufen hat.
57:04Er wollte, dass wir das tote Mädchen bei dem Jungen finden.
57:08Die Kollegen sind nicht gekommen. Blöd für ihn.
57:11Er war fein raus gewesen, hätten wir die Leiche bei Stadtmann im Zimmer gefunden.
57:15Das ist eigentlich clever.
57:17Ja, blöd für ihn.
57:26Wie war das mit der Rebellion?
57:28Die wahren Schlachten schlägt man in der Familie.
57:41Das war's.
57:45Bis zum nächsten Mal.
57:47Untertitelung des ZDF, 2020
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