- vor 4 Monaten
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:01Wer ist der wahre Star heute Abend?
00:26Einstieg!
00:27Wer hat es ins nächste Level geschafft?
00:28Einstieg!
00:29Wer ist der Boss heute Abend?
00:30Ankel!
00:31Ich will euch nicht mehr!
00:33Ankel!
00:42Mein Gott, ist die Klammer.
00:53Ankel, Ankel, Ankel, Ankel!
00:57Ankel, Ankel, Ankel, Ankel!
01:00Ankel, Ankel!
01:01Ankel, Ankel, Ankel!
01:03Ankel, Ankel, Ankel, Ankel!
01:04Ankel, Ankel, Ankel, Ankel!
01:06Ankel, Ankel, Ankel!
01:09Ankel, Ankel, Ankel!
01:13So ihr Lieben, bis morgen.
01:15Tschüss mein Lieber.
01:17Elias.
01:19Bis später.
01:19Bis später.
01:20Patrick, du rufst mich an.
01:22Direkt nach dem Termin.
01:23Verlass dich drauf.
01:53Bis später.
01:54Sarah.
01:54Puh.
01:55Puh.
01:56Puh.
01:57Puh.
01:57Puh.
01:59Puh.
02:04Puh.
02:05Untertitelung. BR 2018
02:35Untertitelung. BR 2018
03:05Seine Frau hat ihn heute Morgen gefunden. Selbstmord. Wollte sich umbringen. Kurz vor knapp hat er sich dann gedacht, ach nee, vielleicht doch nicht. Er war schon zu spät.
03:16Das zumindest eine Theorie.
03:19Und die andere?
03:21Andi?
03:22Ja?
03:23Erzähl mal unserer Chefin, was du gefunden hast.
03:25Guten Morgen. Also an den Türen haben wir überall Fingerabdrücke und die sind alle vom Toten. Am Lenkrad haben wir überhaupt nichts gefunden. Es wurde abgebischt.
03:33Es ist, wie ich immer sage, keine Spuren sind auch Spuren. Es geht nicht nur darum, was wir finden, sondern auch darum, was wir nicht finden.
03:38Mein Gott, Andi, sag doch einfach, wie es ist. Es war Mord.
03:44Frau Schäfer?
03:50Entschuldigung.
03:51Geht's wieder?
03:54Ja.
03:54Wir können auch später, wenn Sie wollen.
03:57Nee, nee, nee. Ich will das jetzt hinter mich bringen wollen. Wollen Sie sich setzen?
04:00Danke.
04:02Haben Sie was gehört in der Nacht? Seinen Magen, Stimmen, irgendwelche Geräusche?
04:07Ich hab geschlafen.
04:09Wann sind Sie dann ins Bett?
04:11Gegen elf.
04:13Sofort eingeschlafen.
04:14Und Sie haben sich nicht gewundert, dass Ihr Mann nicht da war?
04:19Nein. Er beinachtet manchmal im Büro. Das Geld.
04:24Wie lange braucht denn Ihr Mann so vom Büro nach Hause normalerweise?
04:28Das ist abhängig vom Verkehr. Also eine halbe Stunde etwa.
04:34Das haben wir gefunden.
04:36Ach, da schau ich her.
04:39Ist es das, was ich denke? Kleiner Mund, da mache was.
04:42Danke.
04:43Bitte.
04:44Haben Sie davon gewusst?
04:48Mhm.
04:49Na ja, Ihr Mann wäre nicht der Erste. Wissen Sie, woher er das Zeug her hatte?
04:53Ich weiß nur, dass er es ab und zu genommen hat, meine ich.
04:56Frau Schäfer, alles, was Sie uns sagen können, kann uns weiterhelfen.
05:00Zum Beispiel, wer sein Dealer war?
05:02Ich weiß es nicht.
05:05Entschuldigung.
05:10Vorhin, als ich ihn da gefunden habe, da habe ich gedacht, das wäre Selbstmord.
05:14Und jetzt, das ist vielleicht Mord. Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist.
05:19Sie wollen wissen, wann er gestorben ist.
05:21Gestern Nacht gegen ein Uhr. Sein COAB-Wert ist erhöht.
05:26Also waren es wahrscheinlich die Abgase.
05:29Wie lange hat das gedauert?
05:30Nicht länger als eine Stunde. Aber das Bewusstsein hat er schon früher verloren.
05:35Schöner Tod.
05:35Früher ging das schneller. Aber diese modernen Autos sind einfach viel zu sauber.
05:39Nee. Die Software ist nur besser.
05:42Gibt es Anzeichen für einen Kampf?
05:44Keine Hämatome und auch sonst keine Anzeichen von Gewalteinwirkung.
05:48Er hat sich ja nicht freiwillig auf seinen Tod gewartet.
05:50Vielleicht wurde er bedroht. Mit einer Waffe.
05:54Würde allerdings heißen, dass der Täter eine Gasmaske getragen hat.
05:56Sie haben eine blühende Fantasie, junger Mann.
05:58Vielleicht wurde er betäubt.
06:04Gefesselt war er anscheinend auch nicht.
06:07Sagt Ihnen, dass da was am Handgelenk?
06:12Vielleicht ein Geheimbund?
06:15Nein?
06:18Nein.
06:1970 Prozent aller Morde geschehen in der Familie.
06:23Du denkst, das war seine Frau?
06:24Ich meine ja nur. Es wäre möglich.
06:26Was wissen wir über diese Firma?
06:29Die EFC Aktiengesellschaft ist ein Finanzvertrieb.
06:32Wir haben 80 Millionen Umsatz im letzten Jahr gemacht.
06:34Vor allem mit Versicherung.
06:36Wieso tätowiert sich jemand den Namen seiner Firma aufs Handgelenk?
06:39Wieso denn nicht?
06:40Wir haben ja auch Kripo München stechen lassen.
06:42An einer ganz besonderen Stelle.
06:44Echt? Wohin denn?
06:46Zeige ich Ihnen mal, bei Gelegenheit.
06:48Kripo München?
06:51Naja, ich habe mir mal die Anrufliste von Schäfers Handy angeschaut.
06:54Und da ist tatsächlich jemand, ein gewisser Walter Weid.
06:57Walter Weid?
06:59Kennst du den?
07:00Walter? Ja, klar kenne ich den Walter.
07:02Woher?
07:02Aus Hogwarts.
07:05Vergessen Sie es.
07:07Naja, jedenfalls, Schäfer hat ihn ziemlich oft angerufen.
07:10Das letzte Mal nur drei Tage vor seinem Tod.
07:13Die Nummer gehört einem gewissen Thorsten Wächter.
07:17Keine Vorstrafen, aber der Mann ist aktenkundig.
07:19Verdacht auf Drogenhandel.
07:23Würde passen.
07:25Wir haben bei Schäfer Koks gefunden.
07:26Vielleicht war das ja sein Dealer.
07:28Schau ihn dir mal an.
07:29Und wir bei der Herr Mornau statten Ihrem Geheimbund mal einen kleinen Besuch ab.
07:34Was für ein Geheimbund?
07:36Das Geheim.
07:37Du willst mir jetzt sagen, dass du nicht mehr als drei Termine am Tag schaffst?
07:53Nein.
07:54Warum denn nicht?
07:56Wenn ich dir doch sage, dass du nur so Erfolg hast.
07:58Ey, ja, ich weiß.
07:59Ja, ey, ich weiß.
08:00Das heißt, ja, ich werde mich bessern.
08:02Sag es.
08:02Ja, ich werde mich bessern.
08:03Ja, ich werde mich bessern.
08:07Ja, dann tu es, verdammt doch mal.
08:09Weißt du, warum ich das hier mache?
08:10Weißt du das?
08:11Weil ich weiß, in dir steckt noch viel mehr.
08:13Viel mehr.
08:14Und jetzt gehst du an deinen Schreibtisch und verkaufst.
08:15Ist das klar?
08:16Los, los, los.
08:16Auf geht's.
08:18Und das geht auch für alle anderen hier.
08:20Hopp, hopp, hopp.
08:20Auf geht's.
08:23Die Herrschappen sind von der Kripo.
08:24Demir, Kripo München.
08:39Wir haben zusammen angefangen.
08:40Das war 2009, mitten in der Finanzkrise.
08:43Robert, ich und 15 Vertriebler.
08:45Wann haben Sie Robert Schäfer zum letzten Mal gesehen?
08:47Gestern Abend.
08:48War unsere kleinen Feier.
08:50Wie lange ging die?
08:51Bis kurz vor elf.
08:52Ich bin nach Hause gefahren.
08:54Und Schäfer?
08:55Ist der auch nach Hause?
08:56Keine Ahnung.
08:57Er war noch in seinem Büro.
08:58War sonst noch irgendjemand in der Firma außer Schäfer?
09:01Nein, er war der Einzige.
09:02Also, soweit ich das sagen kann.
09:04Gibt es hier Kameras?
09:07Wir sind doch nicht bei der Stasi.
09:09Wobei, ein guter Vertrieb kann sich schon eine Scheibe bei den Jungs abschneiden.
09:11Ich meine, nehmen Sie mal China.
09:13Kontrolle, Disziplin, absolute Begeisterung.
09:15Bei uns herrscht eine straffe Rangordnung.
09:17Aber jeder kann aufsteigen.
09:18Jeder.
09:18Wo stand Schäfer in dieser Rangordnung?
09:21Abteilungsleiter.
09:22Er hatte zehn Verkäufer unter sich.
09:23Ich kann mir vorstellen, dass hier ziemlich die Konkurrenz herrscht.
09:26Na klar, so läuft es im Vertrieb.
09:28Es gibt nur dich und das Telefon.
09:30Wer viel verkauft, steigt auf.
09:31Wer nichts verkauft, fliegt raus.
09:33So einfach ist das Geschäft.
09:34Hart, aber fair.
09:34Und jetzt, wo Schäfer tot ist, wer übernimmt seine Abteilung?
09:39Danke, Kreuzer.
09:46Frau Kreuzer.
09:48Diese Feier gestern Abend war für Sie, richtig?
09:50Ich hatte ein gutes Quartal, ja.
09:52Und jetzt übernehmen Sie Schäfers Abteilung?
09:57Unter den Umständen hält sich meine Freude in Grenzen.
09:59Wer hätte ein Interesse daran gehabt, Schäfer umzubringen?
10:04Sie meinen außer mir?
10:09Was ist das?
10:11Eine Tradition in der Firma.
10:14Ich weiß, was Sie denken, aber es ist eine Art Auszeichnung.
10:17Wofür?
10:18Für gute Performance.
10:20Verstehe.
10:21Schäfer hatte also auch eine gute Performance.
10:22Seine Leistung hat etwas nachgelassen in letzter Zeit.
10:28Ich muss jetzt wieder an die Arbeiten.
10:30Meine Glückwünsche zu Ihrer Beförderung.
10:32Merci.
10:33Dr. Rüders?
10:35Sie hatten recht.
10:36Er wurde betäubt.
10:37Eine Droge, die sich Skopulamin nennt.
10:39Das Opfer ist ansprechbar, aber hat keinen freien Willen mehr.
10:43Das würde erklären, warum er nicht gefesselt war.
10:45Wir haben Spuren in der Nase gefunden.
10:47Er hat es eingeatmet oder geschnieft.
10:50Also Wasserpulver?
10:51Exakt.
10:52Ein weißes Pulver, wie Kokain.
10:54Es hat durchaus eine gewisse Ähnlichkeit.
10:56Abgesehen von der Wirkung.
10:58Danke.
11:04Was ist das hier?
11:11Eine Loserliste.
11:13Aha.
11:14Steht ja auch drauf.
11:16So was hatten wir vorher auch im Internat, als ich zwölf war.
11:19Stand Ihr Name auch drauf?
11:20Ja.
11:20Oft.
11:22Glaube ich nicht.
11:25Wer ist das?
11:27Mitarbeiter aus Roberts Abteilung.
11:28Ex-Mitarbeiter.
11:29Die meisten sind nicht mehr bei uns.
11:30Sind die auch tot?
11:34Sie gefallen mir.
11:35Nein.
11:36Robert hat Sie entlassen.
11:38Was mit dem hier?
11:40Neumann.
11:40Der ist noch bei uns.
11:42Sarah, wo ist Neumann?
11:44Neumann?
11:49Neumann.
11:50Der ist nicht da.
11:51Sie glaubt, er ist krank.
11:53Sie glaubt, er ist krank.
11:56Danke.
11:57Ich brauch seine Adresse.
11:58Sarah, bleib da.
12:03Er braucht seine Adresse.
12:05Danke.
12:06Er wird mit mir, dass wir aufgeregt haben.
12:24Ja.
12:25Er ist sehr zu, dass ich, Kai, oder?
12:27Wer hat das?
12:28Schnell, wenn du nicht?
12:29Das geht.
12:30Was?
12:31Kann ich Ihnen helfen?
12:57Kommt drauf an.
12:58Sind Sie Thorsten Rechter?
13:00Ja, bin ich.
13:01Was ist denn los?
13:06Wir haben Kunden...
13:07Robert Schäfer.
13:11Ja, was mit dem?
13:12Sie kannten ihn?
13:15Wieso kannten?
13:17Er ist gestern Nacht ermordet worden.
13:18Was?
13:22Was ist denn passiert?
13:23Schäfer hat Sie ziemlich oft angerufen.
13:25Können Sie mir sagen, warum?
13:27Und erzählen Sie mir bitte nicht wegen dem Blümchen hier.
13:29Herr Schäfer war mein Finanzberater.
13:33Finanzberater.
13:35Ich bin selbstständig.
13:37Ich muss ja irgendwie fürs Alter vorsorgen.
13:39Kann nicht jeder Beamter sein.
13:41Schäfer war eine Kruxnase.
13:44Und du hast ihn beliefert.
13:45Jetzt sind wir schon beim Du, ja?
13:48Ah, verstehe.
13:50Daher weht der Wind.
13:52Vor 15 Jahren behauptet irgend so ein Deppichhandel mit Drogen.
13:56Keine Beweise, keine Verurteilung, nichts.
13:58Und trotzdem steht mein Name in euren Akten.
14:01Immer noch.
14:02Wissen Sie was?
14:03Ich werde mich beschweren.
14:05Immerhin bezahle ich euer Gehalt von meinen Steuern.
14:07Mein Gehalt?
14:07Oh, könntest ruhig ein bisschen mehr bezahlen.
14:11Wie gesagt, ich habe Kunden.
14:12Sie entschuldigen.
14:16So.
14:16So.
14:43So.
14:43So.
14:44Musik
15:14Was ist noch?
15:18Ähm, da ist der Ausgang, ne?
15:44Musik
15:54Uli?
15:56Kommst du mal?
15:59Da ist jemand im Garten.
16:14Kann ich Ihnen helfen?
16:18Guten Morgen, Kripo München.
16:21Wollte mal ein paar Fragen stellen.
16:26Will ich die Schuhe ausziehen?
16:28Das ist gar nichts.
16:30Gar nichts.
16:32Chef hat alle auf der Liste gefeuert.
16:34Sie waren der Nächste.
16:36Möchten Sie auch einen Tee?
16:38Wodka wäre mir lieber.
16:40Nur ein Witz.
16:41Na, vielen Dank.
16:43Die Liste ist veraltet.
16:46Sie hat mich zusammengerissen.
16:47Es ging wieder aufwärts.
16:49Hm.
16:50Tschakka.
16:51Niemals aufgeben.
16:52Wollen Sie mich verarschen?
16:53Nein.
16:55Hört sich aber so an.
16:56Waren Sie auch auf der Feier?
16:57Wie alle aus der Abteilung.
16:59Wir haben die Kreuzer gefeiert.
17:01Die hat ihren Stempel bekommen.
17:02Sie haben keinen.
17:04Und dann bin ich nach Hause.
17:06Wann?
17:08So gegen elf, oder, Katrin?
17:10Ja, er war um elf hier.
17:13Danke.
17:15Nee, lieber nicht.
17:16Sonst stecke ich dich noch an.
17:18In welchem Monat sind Sie, wenn ich fragen darf?
17:21Siebter.
17:22Siebter?
17:24Alle Achtung.
17:26Neues Haus.
17:28Neues Auto.
17:30Neues Kind.
17:32Ganz schön viel auf einmal.
17:33Ja, und?
17:35Wissen Sie, ob Schäfer irgendwelche Feinde hatte?
17:37Hatte jedenfalls nicht viele Freunde.
17:40Das Arschloch.
17:42Uli.
17:43Was denn? Das können Sie doch ruhig wissen.
17:45Schäfer war die ganze Zeit auf Koks.
17:48Als er welche Augen gehabt, dann hat er uns immer fertig gemacht.
17:52War doch klar, dass er irgendwann selber dran ist.
17:54Wie meinen Sie das?
17:56Seine Zahlen.
17:57Die ganze Abteilung lief beschissen.
17:58Das fällt doch auf ihn zurück.
18:00Oder glauben Sie, das ist die einzige Loserliste?
18:02Nee.
18:03Schäfer war fällig.
18:04Er war ein Loser.
18:05So wie Sie.
18:07Sehe ich aus wie ein Loser.
18:09Ich sorge für meine Familie.
18:10Schauen Sie sich doch mal um.
18:12Ganz schön schwer.
18:14Ohne Job.
18:15Ich hab Ihnen doch gesagt, dass die Schäfer feuern wollten.
18:18Wer sind die?
18:20Dem ihr.
18:23Toller Typ.
18:25Nichts angefangen.
18:2625 Millionär.
18:27Ja.
18:29Machen sich ruhig lustig.
18:30Aber ich verdank dem Mann alles.
18:33Ich hab was erreicht.
18:34Ich bin jetzt wer.
18:35Wer waren Sie denn vorher?
18:38Vergessen Sie's.
18:40Hier ist meine Nummer.
18:42Für alle Fälle.
18:45Gute Besserung.
18:48Ach und Wodka im Tee.
18:51Zum Wunderwürgen.
18:53Schönen Tag.
18:55Von der Firma bis zu Schäfers Haus sind es 30 Minuten.
18:59Ohne Verkehr.
19:00Ich hab's überprüft.
19:01Um elf war Schäfer noch im Büro.
19:02Dafür gibt es Zeugen.
19:04Wenn er kurz darauf losgefahren ist, war er circa um halb zwölf zu Hause.
19:08Gestorben ist er ungefähr um eins.
19:10Das heißt, es geht um die anderthalb Stunden zwischen halb zwölf und eins.
19:14Wer von den Typen hat kein Alibi?
19:15Also unser Freund hier, der Gärtner, kommt schon mal nicht in Frage.
19:18Der war die ganze Nacht saufen.
19:20Neumann auch nicht.
19:21Der war erst um elf zu Hause.
19:22Sagt zumindest seine Frau.
19:23Aber die könnte lügen.
19:24Anke Kreuzer, seine Nachfolgerin, war angeblich um halb zwölf zu Hause.
19:28Ihr Ehemann kann das bestätigen.
19:30Könnte auch lügen.
19:31Ist doch schön, wenn man verheiratet ist.
19:33Man hat immer ein Alibi.
19:35Die einzige ohne Alibi ist Frau Schäfer.
19:39Die hat übrigens einen Ehevertrag unterschrieben.
19:41Bei einer Scheidung wäre sie ziemlich leer ausgegangen.
19:43Jetzt erbt sie alles.
19:45Sie musste nur auf ihn warten.
19:46Und ihn betäuben.
19:47Rüders hat doch Rückstände von Skopulamin gefunden.
19:50Sieht aus wie Koks.
19:51Vielleicht wurde es ihm untergeschoben.
19:52Skopula was?
19:53Skopulamin.
19:55Der Atem des Teufels kann in hoher Dosierung zu einem Zustand der Willenlosigkeit führen.
19:59Die CIA hat das früher als Wahrheitsserum benutzt.
20:03Stopp mal, stopp.
20:05Das habe ich doch gerade irgendwo gesehen.
20:07Wo?
20:09Na hier, bei unserem Freund, dem Gärtner.
20:11Engelstrompeten.
20:12Daraus wird das Zeug gewonnen.
20:15Ach da, schau her.
20:16Reicht das, um seine Bude auseinander zu nehmen?
20:19Ich rede mit Hartmann.
20:20Und Monau.
20:21Ich bin sicher, jemand hat Fotos und Videos auf dieser Feier gemacht.
20:24Besorgen Sie die Aufnahmen.
20:25Jawoll.
20:26Disziplin, Kontrolle, Begeisterung.
20:29Lass dir die Schlüssel zu einer guten Abteilung.
20:31Dr. Hartmann.
20:32Frau Lanz.
20:33Noch so spät.
20:34Und Sie?
20:35Was sagt denn Ihre Frau dazu?
20:36Nicht viel in letzter Zeit.
20:37Wegen Ihres Durchsuchungsbeschlusses.
20:38Ich habe mich erkundigt.
20:39Der Anbau der Pflanze ist legal.
20:40Aber nicht, wenn man Drogen daraus gewinnt.
20:41Und Dächter hat eine Vorgeschichte.
20:42Er ist nie verurteilt worden.
20:43Das Opfer wurde mit Skopulamin betäubt.
20:44Was brauchen Sie noch?
20:45Das reicht nicht für eine Durchsuchung.
20:46Ist nicht Ihr Ernst, oder?
20:47Doch.
20:48Sag doch das Drogendezernat.
20:49Sie machen das schon.
20:50Ich habe vollstes Vertrauen in Sie.
20:51Wie immer.
20:52Schön zu hören.
21:19Ich habe etwas Angst.
21:20Ich habe etwas Angst.
21:21Ich habe zu machen.
21:22Ich habe etwas Angst.
21:23Ich habe mich über quatre Stamps.
21:24Ich habe mich überrascht.
21:25Wohin.
21:26Wie ist es?
21:27Ich bin dieser St!
21:28Schatz mit einem Schatz mit einer Schatz.
21:29Untertitelung des ZDF, 2020
21:59Sie und Schäfer haben sehr häufig telefoniert.
22:13Ja, er war mein Chef.
22:18Jemand hat seine SMS gelöscht.
22:22Unsere IT-Experten konnten allerdings das meiste wiederherstellen.
22:26Soll ich Ihnen einige der Nachrichten vorlesen, die er Ihnen geschickt hat?
22:29Nicht nötig. Schäfer und ich hatten eine sexuelle Beziehung.
22:32Seit wann?
22:33Seit ein paar Monaten.
22:36Aber es war vorbei. Und bevor Sie etwas sagen, ich habe das Ganze beendet.
22:40Es geht darum, einen Kapital in den Tag weiterholt zu fahren
22:44und eine Rendite von mindestens als Patient auszustellen.
22:47Martin.
22:49Na?
22:50Na?
22:50Grüß dich, ihr Liebes.
22:51Wie geht es mir besser?
22:52Gut, gut.
22:53Alles gut?
22:53Ja.
22:53Ich wollte Anke zum Essen holen.
22:55Ja.
22:56Die Polizei ist gerade bei ihr.
22:57Was? Warum?
23:00Gute Frage.
23:01In der Nacht des Mordes wollte Schäfer Sie treffen.
23:03Um elf in seinem Büro.
23:06Soll ich Ihnen die SMS vorlesen?
23:10Ich fand Schäfer interessant, solange es funktioniert hat.
23:13Aber es hat nicht mehr funktioniert.
23:15Und da habe ich das beendet.
23:18Er hat jedes Mal Koks gebraucht, wenn wir zusammen waren.
23:20Haben Sie ihn nach der Feier getroffen?
23:22Nein. Wie gesagt, es war aus.
23:24Was war aus?
23:25Die Sache mit Robert.
23:28Ach, das.
23:30Entschuldigung?
23:31Martin Kreuzer.
23:33Mein Mann.
23:34Anke hat mir alles erzählt.
23:36Es war nur eine Affäre.
23:37Für Schäfer auch?
23:39Hat er Sie gestalkt, Frau Kreuzer?
23:45Wunderbar.
23:46Ja, er hat mich gestalkt.
23:47Dann habe ich leider keinen Ausweg gesehen, als ihn umzubringen.
23:50Das ist genial.
23:52Fast so genial wie die Behauptung,
23:53ich hätte ihn umgebracht, um an seinen Job zu kommen.
23:56Schäfer war am Ende.
23:58Und ich hätte seinen Posten bekommen, so oder so.
24:00Wenn nicht jetzt, dann in ein paar Wochen.
24:02Vielleicht wollte er das verhindern?
24:03Frau Lanz.
24:06Das mag bei der Polizei ja anders sein.
24:08Aber hier, da zählt nur eins.
24:10Leistung.
24:12Nicht die Hautfarbe, nicht die Religion und auch nicht das Geschlecht.
24:15Und ich war besser als Schäfer.
24:17Er hatte keine Chance.
24:20Ist das alles?
24:22Ja.
24:23Vorläufig.
24:28Herr Kreuzer?
24:29Ich bin nicht derart.
24:31Ich bin nicht derart.
24:55Spannende Musik
25:25Stehenbleiben!
25:55Stehenbleiben!
26:15So ist brav!
26:23Ich hab Neuigkeiten.
26:25Ich hoffe, nur Gute.
26:27Ich hab die Bänder besorgt.
26:47Ich hab Neuigkeiten.
26:49Ich hoffe nur Gute.
26:51Ich hab die Bänder besorgt von der Feier.
26:53Wie befohlen.
27:09Solche Kollegen hätte ich auch gern.
27:11Das bezweifle ich.
27:15Das ist schärfer.
27:17Am Anfang hab ich gedacht, er müsste aufs Klo.
27:21Das ist Neumann.
27:25Es gibt nur zwei Gründe, warum Männer zusammen aufs Klo gehen.
27:27Das ist entweder Sex oder Koks.
27:29Schwul sind die beide nicht.
27:31Das ist ein bisschen.
27:37Der ist zu schärfer.
27:39Obwohl sie sich in der Tatort aufs Klo.
27:41Es hat sich in der Tatort aufs Klo.
27:43Ah.
28:13Oh, oh, oh.
28:43Oh, oh, oh.
29:13Ist alles okay? Sie sehen nicht gut aus.
29:19Ich habe nur Kopfschmerzen.
29:23Warum sind Sie Schäfer gefolgt?
29:25Gefolgt? Wie das schon klingt?
29:27Wie denn?
29:28Ja, als wäre es verboten.
29:30Kommen Sie.
29:31Was folgen Sie von ihm?
29:33Ich wollte mit ihm reden.
29:34Worüber?
29:35Das war meine Zukunft.
29:41Meine Frau, Regenkind.
29:44Das verdammte Haus.
29:46Wissen Sie, wie viel so ein scheiß Haus kostet dir in der Gegend?
29:50800.000.
29:52Für so ein publikes Haus.
29:53Und dann macht Schäfer auch noch diese Listen.
29:54Ich wollte wissen, ob ich gefeuert bin.
29:59Was hat er gesagt?
30:01Er hat gesagt, er gibt mir noch eine Chance.
30:03Dann ist er in seinem Büro und hat die Tür zugeknallt.
30:05Und Sie?
30:07Was?
30:07Ich bin nach Hause.
30:15Was ist?
30:18Irgendwas gefällt mir in Ihrer Geschichte nicht.
30:23Ich kann nur noch nicht sagen, was.
30:25Aber ich bin schon raus.
30:37Frau Neumann.
30:48Hallo.
30:50Ich hätte dann noch ein paar Fragen, wie es so schön heißt.
30:53Ich habe Ihnen doch schon alles gesagt.
30:54Genau, darum geht es.
30:56Sie haben gesagt, Ihr Mann sei um 11 Uhr nach Hause gekommen.
30:59Ja.
31:00Warten Sie.
31:02Danke, das ist nicht nötig.
31:03Ach, kommen Sie.
31:05Danke.
31:08Frau Neumann, lügen Sie mich an?
31:11Was?
31:12Wegen des Alibis.
31:15Natürlich nicht.
31:17Genau, das würde eine Lügner sagen.
31:19Ich lüge nicht.
31:21Sie würden alles tun, um Ihren Mann zu schützen.
31:24Was machen Sie denn noch hier?
31:26Ich würde helfen.
31:28Ja.
31:30Komm, dann schwinden Sie endlich.
31:37Die Verhandlung läuft.
31:44Sein Foto ist raus und wir beobachten seine Familie und seine Freunde.
31:48Das ist nur eine Frage der Zeit.
31:49Jetzt weiß ich, warum das Atmen des Teufels heißt.
31:52Ich bin immer noch voll von dem Zeug.
31:53Heißt das, du tust jetzt alles, was ich sage?
31:56Kannst du es ja mal versuchen.
31:59Dann hör auf, dir Vorwürfe zu machen.
32:02Der hat meine Waffe, Vera.
32:03Und mein Handy.
32:05Wir kriegen ihn.
32:06Komm, ich fahr dich jetzt erst mal heim.
32:07Du, ich muss irgendwas machen.
32:09Ich kann jetzt nicht einfach so zu Hause rumhocken.
32:11Ich hab Frau Schäfer aufs Präsidium bestellt.
32:13Lust mitzukommen?
32:14Haben Sie von der Affäre Ihres Mannes gewusst?
32:18Mhm.
32:20Ich hab Sie doch gefragt, ob Sie noch irgendwas wissen, was Sie uns sagen können.
32:24Und jetzt rücken Sie damit raus?
32:26Ich fand es nicht wichtig.
32:28Nicht wichtig?
32:30Betrogen werden ist nicht wichtig.
32:33Ich bin auch schon mal betrogen worden.
32:35Es tut weh.
32:38Bei einer Scheidung hätten Sie alles verloren.
32:41Das wäre schon ganz schön blöd für Sie gewesen.
32:43Ach, der Klassiker.
32:45Die betrogene Ehefrau bringt ihren untreuen Ehemann um aus Rache und wegen des Geldes.
32:51Ich hätte es nicht besser sagen können.
32:53Das Geld ist mir egal.
32:54Die Affäre auch?
32:57Ich hatte auch meinen Spaß.
32:59Moment mal.
33:01Er hat Sie betrogen, Sie haben ihn betrogen.
33:03Was ist denn das überhaupt noch für eine Ehe?
33:05Ich bin über 50.
33:07Ich bin Single.
33:08Ich weiß, wie sowas...
33:10Macht mich traurig.
33:12Was mein Kollege sagen will, warum sind Sie bei Ihrem Mann geblieben?
33:19Es ist kompliziert, aber Robert und ich, wir haben gut zueinander gepasst.
33:23Nur diese Firma, dieser selbsternahnte Guru und dann ist Koks...
33:27Demi.
33:28Das hat ihn verändert.
33:32Koks.
33:33Koks ist nie gut.
33:34Koks ist nie gut.
33:37Und das hat jetzt ab und zu mal ein bisschen Spaß, ne?
33:39So ne?
33:39Und dann...
33:40Robert dachte, er und Demi wären Freunde und am Anfang war das auch alles ganz toll.
33:51Geld, Autos, Luxus, Reisen, Blumen, für die Ehefrau auf Firmenkosten.
33:58Solange Robert geliefert hat.
33:59Aber er hat nicht mehr geliefert.
34:00Robert hatte schon Angst.
34:03Aber er meinte, dass...
34:06Wenn Demi ihn feuert, dann geht er zur Polizei.
34:09Warum Polizei?
34:10Ja.
34:11Warum Polizei?
34:13Mehr hat er nicht gesagt.
34:15Nur, dass nicht alles legal ist, was in der Firma vor sich geht.
34:20Das höre ich mir nicht länger an.
34:26Verzeiht Sie.
34:26Das ist ganz komisch.
34:35Ich habe doch gesagt, du sollst heimfahren.
34:44Paul?
34:47Ich glaube, ich brauche ein Taxi.
34:49Ich rufe dir eins.
34:56Ich hätte mich gleich hinlegen sollen.
35:14Ein Verdächtiger auf der Flucht.
35:16Noch dazu mit der Dienstwaffe Ihres Kollegen.
35:18Böhmer trifft keine Schuld.
35:19Es geht doch nicht um Schuld.
35:20Es geht darum, dass wir den Mann so schnell wie möglich fassen.
35:22Ich brauche einen Durchsuchungsbeschluss für die EFC.
35:25Grund?
35:25Ich habe Grund zu der Annahme, dass Elias Demi in illegale Geschäfte verwickelt ist.
35:29Montag.
35:29Das können wir alles am Montag besprechen mit den Kollegen vom Wirtschaftskommissariat.
35:32Heute wäre mir lieber.
35:33Ich brauche Zugang zu allen Unterlagen aus der Firma.
35:35Das sind hochsensible Daten.
35:37Finanzunterlagen unbescholtener Bürger.
35:39Dr. Hartmann, ich habe Sie bereits einmal um einen Durchsuchungsbeschluss gebeten.
35:43Bei Wächter.
35:43Ich habe gewusst, dass Sie mir das vorhalten.
35:45Sie wollen den Täter?
35:46Also helfen Sie mir.
35:47Ist ja gut.
35:49Ich sollte eigentlich meinen Sohn vom Judo abholen.
35:52Jetzt kann ich meine Frau anrufen und ihr sagen, dass sie das tun muss.
35:54Dann wird sie sich freuen.
35:56Danke.
36:03Ich wollte auch mal Polizist werden.
36:05Hm.
36:07Ich habe Kampfsport gemacht.
36:09Und mein Trainer war Polizist.
36:10Toller Mann.
36:11Ich wollte immer sein wie er.
36:12Bis ich erfahren habe, was er verdient.
36:14Das war ja nicht genug.
36:15Wissen Sie, wenn ein Junge wie ich aus Neuperlach ohne Abi so weit kommt, dann kann da was
36:20nicht stimmen.
36:21Habe ich recht?
36:22Bei dem Türken muss ja was faul sein.
36:24Deswegen sind Sie doch hier.
36:25Ich bin hier, weil ein Mann tot ist und ich will wissen, warum.
36:28Was hat das mit meiner Firma zu tun?
36:30Sie wollten Schäfer feuern.
36:31Er war drogenabhängig und eine Belastung.
36:33Ich hätte es schon viel früher machen müssen.
36:35Aber Sie haben es nicht getan.
36:36Warum?
36:36Anke hat mich überredet.
36:38Sie glaubt an zweite Chancen.
36:39Ich glaube eher, dass Schäfer Sie erpresst hat.
36:44Erpresst?
36:44Womit denn?
36:45Er wusste, dass nicht alles legal ist, was hier läuft.
36:47Wir verkaufen Versicherungen.
36:48Daran ist überhaupt nichts kriminell.
36:51Sie haben die Feier um halb elf verlassen.
36:53Was haben Sie dann gemacht?
36:58Bin ich jetzt Ihr neuer Verdächtiger?
37:00Nicht, wenn Sie ein Alibi haben.
37:02Ich bin nach Hause gefahren, habe mich schlafen gelegt und um Punkt sieben war ich wieder hier.
37:05Kann jemand bestätigen, dass Sie zu Hause waren?
37:06Nein, nein, das kann überhaupt niemand bestätigen.
37:08Ich war alleine.
37:09Aber sind wir das nicht alle irgendwie letzten Endes?
37:14Herr Demir, für mich heißt das nur, dass Sie letzten Endes kein Alibi haben.
37:19Entschuldigen Sie mich.
37:21Ja?
37:21Wir haben Wächter gefunden.
37:23Vielleicht.
37:24Und wo ist er jetzt?
37:25In einer Pension außerhalb von München.
37:27Die Besitzerin hat ihn erkannt.
37:29Holt euch Verstärkung.
37:30Unbedingt, ja?
37:32Ja.
37:39Ilias, was gibt es so Wichtiges an einem Samstag?
37:47Die nehmen hier gerade alles mit.
37:48Wenn das so weitergeht, können wir am Montag zumachen.
37:51Ja, das ist nicht meine Schuld.
37:53Du hast ihn gefickt.
37:54Das hat doch damit nichts zu tun.
37:55Doch, doch, doch.
37:56Wenn es am Ende meine Firma gefährdet, ist das deine Dankbarkeit?
37:58Hm?
37:58Ich wollte seinen Posten nie.
38:02Das habe ich dir mehrmals gesagt.
38:03Ja.
38:04Weißt du, deine Gefühle für ihn habe ich sowieso nie verstanden.
38:07Das denke ich mir an.
38:08Ich habe gedacht, du bist die Richtige.
38:11So kann man sich täuschen.
38:12Finger weg.
38:34Warte mal, es tut mir leid, aber ich kann mir den Scheiß echt nicht anruhen.
38:38Dünnes Eis.
38:39Ganz dünnes Eis jetzt.
38:42Meine Musik, oder du kannst aussteigen.
38:46Meine Musik, oder du kannst aussteigen.
39:12Bis die da sind, ist er längst weg.
39:14Absolut.
39:17Wir wissen noch nicht mal, wo es ist.
39:18Richtig.
39:21Die sperren die ganze Pension ab.
39:23Skimasken, Gewehre.
39:24Ein Riesenaufwand.
39:26Sieht cool aus.
39:28Ist aber alles umsonst.
39:32Wir können ja eigentlich nur mal reingehen und uns umschauen.
39:34Ich habe kein Problem damit.
39:36Ich habe kein Problem damit.
39:38Sie?
39:48Gott sei Dank.
39:50Was hat es denn so lange gemacht?
39:51Na ja, jetzt aber geht.
39:52Wo ist er?
39:53In seinem Zimmer.
39:55Woher wissen Sie das?
39:56Dass er hier ist.
39:57Dass er das ist.
39:59Da?
40:03Dass hier mal sowas passiert.
40:04Es gibt ein Problem mit Ihrer Rechnung.
40:26Herr Marquardt.
40:26Herr Marquardt.
40:27Polizei, keine Bewegung!
40:39Scheiße!
40:57So ist brav.
41:24Warum habt ihr nicht auf Verstärkung gewartet?
41:27Und die Wunder an welch das Kopf?
41:31Es ist gestolpert.
41:32Gestolpert.
41:33Gestolpert.
41:34Zeigen?
41:39Anwalt.
41:41Er ist unterwegs.
41:43Dauert aber ein bisschen, der Verkehr und so.
41:46Ich warte.
41:47Du wirst noch ganz lange warten.
41:49Mein Freund, du gehst nämlich für eine ganz, ganz lange Zeit in den Knast.
41:53Für meine Steuerkette.
41:56Anwalt.
41:57Wir haben einen Vorschlag für dich.
42:01Ach.
42:02Was wollt ihr mir denn vorschlagen?
42:04Du erzählst uns, wer Schäfers Mörder ist.
42:06Und wir sprechen mit dem Staatsanwalt.
42:08Das ist ein ganz leiter Kerl, wenn man mit ihm redet.
42:12Anwalt!
42:12Du hättest die Beweise vernichten sollen.
42:20Aber so?
42:24Jetzt haben wir Drogenhandel, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, illegaler Waffenbesitz.
42:32Anwalt!
42:33Anwalt!
42:33Und Beihilfe zum Mord.
42:37Ja, genau.
42:39Beihilfe zum Mord.
42:41Du hast das Teufelszeug an diesem Mörder von Schäfer verkauft.
42:44Alter, du gehst so lange im Knast.
42:46Du kommst erst wieder raus, wenn du in Rente bist.
42:48Und wer muss da wieder für dich bezahlen?
42:49Hä?
42:50Hä?
42:51Ich?
42:54Du sagst es verdammt nochmal an, wie du dieses Zeug verkauft hast.
42:57Dieses Gopulamin.
43:00Vielleicht gibt es im Gefängnis ja auch so einen kleinen Innenhof mit so einem Gärtchen.
43:04Da kannst du dann deine Tomaten züchten, bis du 70 bist.
43:09Seine Frau.
43:10Was?
43:11Es war seine Frau.
43:19Erbringst du den wieder in die Zelle?
43:36Alles klar.
43:37Danke.
43:41Sie kennen den Mann, der gerade rausgegangen ist?
43:45Nein.
43:46Sicher?
43:47Er hat gesagt, dass er Sie kennt.
43:51Das heißt, einer von Ihnen beiden lügt.
43:56Der Mann, der gerade gegangen ist, Frau Schäfer.
43:59Thorsten Wächter.
44:00Beschuldigt Sie.
44:04Was hat er gesagt?
44:06Das spielt im Moment keine Rolle.
44:07Wichtig ist, was Sie jetzt sagen.
44:09Und es sollte die Wahrheit sein.
44:16Ich kenne ihn.
44:17Ja, Robert hat uns miteinander bekannt gemacht.
44:22Warum?
44:25Ich habe Einschlafprobleme und er hatte etwas für mich.
44:30Hat dieses Etwas auch einen Namen?
44:35Skopulamin.
44:36Ihr Mann wurde mit einer hohen Dosis Skopulamin betäubt.
44:50Das wusste ich nicht.
44:53Sie hatten Zugang zu der Droge.
44:55Und Sie hatten die Gelegenheit.
44:57Ich habe ihn gefunden.
45:06Ich habe ihn wirklich nur gefunden, sonst nicht.
45:10Sie haben gelogen.
45:12Und Sie haben uns wichtige Dinge verschwiegen.
45:15Das macht sie nicht gerade glaubwürdig.
45:16Also doch, die Ehefrau.
45:20Glaubst du das wirklich?
45:21Sie hat zugegeben, dass sie das Zeug gekauft hat.
45:24Das macht sie aber nicht automatisch zur Mörderin.
45:26Und Wächter will uns vielleicht nur auf die falsche Fährte locken.
45:29Wir müssen einfach rausführen,
45:31an wen er das Zeug noch verkauft hat.
45:34Neuigkeiten.
45:35Schon wieder.
45:36Und wie immer nur gute.
45:37Und ich nehme an, Sie haben eine Theorie.
45:42Und ob ich die ab?
45:43Dann haben wir hoffentlich dieselbe.
45:45Bin gespannt, was Frau Neumann dazu sagt.
45:58Frau Neumann, das da draußen ist Ihr Wagen, oder?
46:01Ja.
46:02Wie oft benutzen Sie ihn?
46:06Immer wieder mal.
46:07Am Mittwoch zum Beispiel?
46:09Ja, warum?
46:11Wann genau?
46:13Nur zum Einkaufen.
46:15Also tagsüber?
46:17Ja.
46:19Oh, oh.
46:20Das war eine Fangfrage.
46:23Sie wurden geblitzt, Frau Neumann, auf dem mittleren Ring.
46:26Um 1.16 Uhr.
46:27In der Nacht.
46:29Ach so, das stimmt.
46:31Ich hatte Hunger und wir sind zu einer Tankstelle gefahren.
46:34Um die Uhrzeit.
46:35Wo soll man ein ganz schön großer Kohldampf gewesen sein?
46:38Sie ist schwanger.
46:40Was erzählen Sie mir zum x-ten Mal, Herr Neumann?
46:42Wann ist der Schäfer nochmal gestorben?
46:44Ach ja, richtig.
46:45Um 1.
46:45Wann wurden Sie geblitzt?
46:47Um 1.16 Uhr.
46:48Das ist aber ein Zufall.
46:49Katrin, du sagst jetzt nichts.
46:51Muss ja auch nicht.
46:52Wir haben unsere eigene Theorie.
46:54Der Uli, der war nämlich gar nicht um 11 Uhr zu Hause, wie er sagt, sondern im Büro.
47:00Das stimmt nicht.
47:01Sie und Schäfer haben das Büro zusammen verlassen.
47:04In Schäfers Wagen.
47:05Dann sind Sie in seine Wohnung gefahren.
47:07Wahrscheinlich ist der Uli gefahren.
47:09Der Schäfer war ja schon betäubt.
47:11Sie haben den Wagen in die Garage gefahren.
47:13Dann haben Sie ihn dort liegen lassen, damit er stirbt.
47:15Aber Sie hatten ein Problem.
47:16Sie mussten auch nach Hause.
47:17Das ist ganz schön schwierig ohne Auto.
47:19Frau Neumann, Sie haben Ihren Mann abgeholt.
47:21Und es ist wirklich sehr nett von der Katrin.
47:23Oder?
47:23Wo sie doch so schwanger ist.
47:25Das ist totaler Quatsch, was Sie da erzählen.
47:26Herr Neumann, wie lange waren Sie in dieser Garage?
47:29Ich war gar nicht in der Garage.
47:30Sie haben den Wagen in die Garage gefahren.
47:31Sie haben das Tor zugemacht.
47:33Sie haben Schäfer auf die Fahrerseite gezogen, das Lenkrad abgewischt.
47:35Und dann haben Sie wahrscheinlich noch eine Weile gewartet.
47:38Und während dieser gesamten Zeit lief der Motor.
47:41Das war zu viel.
47:42Sie haben keine Erkältung.
47:43Sie haben eine Kohlenmonoxidvergiftung.
47:44Nein.
47:46Ich muss Sie jetzt bitten, mitzukommen.
47:49Wir gehen jetzt zum Onkel Doktor.
48:03Sie können ruhig ausatmen.
48:25Es tut nicht weh.
48:27Was ist das?
48:28Ein Puls-CO-Oxymeter.
48:31Und was macht das?
48:32Er misst das Kohlenmonoxid in Ihrem Blut.
48:34Klingt komisch.
48:36Ist aber so.
48:37Leiden Sie an Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit?
48:41Ich bin nur erkältet.
48:43Ui, ui, ui, ui, ui, ui, ui.
48:45Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh.
48:48Was ist denn?
48:49Nichts Gutes, fürchte ich.
48:50Offenbar sind diese modernen Autos doch giftiger, als ich angenommen habe.
48:53Sie waren längere Zeit Kohlenmonoxid ausgesetzt.
48:57Ihr Nervensystem und Ihr Herz sind möglicherweise geschädigt.
49:01Oh Gott, das Nervensystem.
49:06Sie wollen mich doch reinlegen.
49:07Ich bin Ärztin, junger Mann.
49:09Ich habe eine gewisse Verantwortung.
49:11Und ich empfehle dringend eine sofortige Behandlung.
49:20Uli, uli, uli, uli.
49:21Mann, Mann, Mann, Mann.
49:22Was hast du mir da noch eingebrockt, hä?
49:26Von der armen Katrin.
49:28Wie du übrigens gerade verhört.
49:29Was?
49:30Die hat doch überhaupt nichts gemacht.
49:31Sie hat gelogen.
49:33Das wissen wir bereits.
49:35Und sie hat dich abgeholt.
49:37Ist immerhin bei Hilfe.
49:40Aber, ja.
49:43Vielleicht hat sie ja noch mehr gemacht.
49:46Genau.
49:47Vielleicht hat sie Schäfer getötet.
49:49Nein.
49:52Nein.
49:54So war es nicht.
49:57Wie war es denn?
50:00Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu gestehen.
50:06Neumann ist hochverschuldet.
50:07Seine Frau bekommt ein Kind.
50:08Also hat er viel zu verlieren.
50:09Schäfer will Neumann feuern.
50:11Neumann bringt Schäfer um.
50:13Und die Droge hat er von Wächter.
50:15Fall gelöst.
50:16Wächter beschuldigt die Ehefrau.
50:18Er erwähnt Neumann mit keinem Wort.
50:19Warum?
50:20Weil Wächter und Neumann Komplizen sind.
50:23Fall gelöst.
50:25Warum sollte Wächter mit Neumann zusammenarbeiten?
50:27Wo ist dein Motiv?
50:27Was ist mit illegalen Geschäften?
50:30Wächter ist Drogenhändler.
50:32Schäfer war sein Finanzberater.
50:34Vielleicht gibt es da eine Verbindung.
50:40Und wer denn den echten Mörder?
50:43Ah ja?
50:45Was hat das mit mir zu tun?
50:46Mehr als du denkst.
50:48Das heißt nämlich, dass unser Deal gestorben ist.
50:51Es sei denn,
50:52du erzählst uns jetzt die ganze Geschichte.
50:54Ich denke, ihr habt den Mörder.
50:56Was wollt ihr jetzt noch?
50:57Alle Namen an, die du Skopulamin verkauft hast.
51:01Und wir reduzieren deine Strafe.
51:06Na komm schon.
51:08Du weißt doch, wie das ist mit den Großen und den Kleinen.
51:11Die Großen kommen immer irgendwie durch.
51:14Aber die Kleinen,
51:15die Kleinen so wie du,
51:16die lässt man hängen.
51:18Wüsst du das wirklich?
51:25Anke Kreuzer.
51:27Herr Kreuzer.
51:46Ist das wirklich nötig?
51:56Ist es.
52:00Meine Kollegen haben alle Finanzunterlagen
52:02aus Schäfers Abteilung überprüft.
52:04Auch die von Ihnen.
52:05Ich habe nichts zu verbergen.
52:09Sie haben erstaunlich viele Kunden.
52:12Ja?
52:14Ich bin halt gut in meinem Job.
52:17So gut auch wieder nicht.
52:20Wir haben jeden Einzelnen Ihrer Kunden überprüft.
52:24Frau Kreuzer, Sie betreiben Geldwäsche.
52:26Bitte?
52:30Wir können das beweisen.
52:31Sagt Ihnen der Name Thorsten Wächter etwas?
52:34Ja.
52:35Das ist einer meiner Kunden.
52:37Richtig.
52:38Er hat eine Lebensversicherung bei Ihnen abgeschlossen
52:40und sein gesamtes Drogengeld in diese Versicherung investiert.
52:44Sobald es möglich war,
52:45hat er sie wieder aufgelöst
52:46und sich das Geld ausbezahlen lassen.
52:47Vollkommen sauber.
52:48Er ist nicht der Einzige.
52:51Es gibt Dutzende wie ihn,
52:52deren illegales Geld Sie waschen.
52:56Das war ein Unsinn.
52:59Was hätte ich denn da wollen?
53:01Die Provisionen, die Konten.
53:04Ihr Service hat sich herumgesprochen, nicht wahr?
53:07Sie konnten in der Firma aufsteigen,
53:08bis ganz nach oben.
53:09Soll ich Stefan anrufen?
53:11Ja.
53:12Das ist unser Anwalt.
53:13Wir müssen uns das nicht bieten lassen.
53:14Es geht mir nicht um die Geldwäsche.
53:19Jedenfalls nicht in erster Linie.
53:22Sondern?
53:25Um Robert Schäfer.
53:29Der wusste, wenn er entlassen wird,
53:31übernehmen Sie seine Abteilung.
53:33Ausgerechnet Sie.
53:34Das konnte er doch nicht zulassen, oder?
53:36Er wusste von der Geldwäsche,
53:38also hat er Ihnen gedroht.
53:40Er würde auspacken, wenn er entlassen wird.
53:42Und Sie kämen ins Gefängnis.
53:43Sie haben sogar noch versucht,
53:45seine Entlassung zu verhindern.
53:47Aber es hat leider nicht geklappt.
53:50Das ist eine schöne Geschichte.
53:52Aber leider vollkommen frei erfunden.
53:54Thorsten Wächter hat gestanden.
53:55Er hat Ihnen das Kopulamin gegeben,
53:57um Schäfer zu betäuben.
53:58Er lügt.
54:00Nach der Feier haben Sie Schäfer getroffen.
54:02Um 23 Uhr in seinem Büro.
54:05Ich bin nicht hingegangen.
54:06Doch sind Sie.
54:07Sie haben ihn getroffen und Sie haben ihn betäubt.
54:08Ich war hier um halb zwölf.
54:10Mein Mann kann das bezeugen.
54:11Das ist richtig und das werde ich natürlich genauso unter Eid aussagen.
54:15Sie sehen also?
54:18Ich habe ein Alibi.
54:20Hm.
54:23Ich habe nie behauptet,
54:25dass Sie den Mord auch ausgeführt haben.
54:28Das war Neumann.
54:30Sie wussten, wie verzweifelt der Mann ist.
54:33Sie haben ihn überredet.
54:33Sie haben ihm gesagt,
54:34das wäre seine einzige Chance,
54:35nicht gefeuert zu werden.
54:36Wir haben sein Geständnis.
54:42Das war echte Teamarbeit.
54:44Aber es hätte fast funktioniert.
54:48Danke.
54:50Stimmt das?
54:51Wissen Sie, mein Vater stand 30 Jahre am Fließband,
55:16bis sein Rücken kaputt war.
55:17Und ich kann mich noch gut erinnern,
55:20wie er nach Hause kam,
55:22jeden Abend in diese kleine Wohnung.
55:25Und er guckt mich an und sagt,
55:27Elias, ich will nicht, dass du in die Fabrik gehst.
55:30Ich will, dass aus dir was wird.
55:33Sehen Sie das hier?
55:35Ja.
55:36Das ist die kleinste Geige der Welt.
55:38Die spielt nur für Sie,
55:40weil Ihre Geschichte so traurig ist.
55:41Ja.
55:43Sie und Ihre Späße.
55:44Sie sollten aufpassen.
55:47Was mit der Geldwäsche?
55:49Wussten Sie davon?
55:51Ich habe Anke vertraut.
55:53Sie hat gut verkauft, das hat mir gereicht.
55:54Im Nachhinein war das eine Fehleinschätzung.
55:57Meinerseits, ja.
55:58Haben Sie nicht gesagt,
55:59ein guter Vertrieb basiert auf Kontrolle und Disziplin?
56:04Sie haben gut zugehört.
56:07Wissen Sie, ich glaube Ihnen sogar.
56:09Ich glaube Ihnen, dass Sie nichts von dem Motto wussten.
56:11Das beruhigt mich sehr.
56:13Danke.
56:14Es wirft aber kein gutes Licht auf Ihre Firma.
56:17Ich werde es überleben.
56:18Und die Firma auch.
56:20Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte,
56:21es ist wirklich spät.
56:22Ich muss morgen wieder früh arbeiten.
56:24Sie wissen ja, sieben Uhr.
56:26Ja.
56:27Machen Sie das.
56:30Machen Sie Ihren Papa stolz.
56:31So, ich pack's dann.
56:50Ein Mord und drei Verhaftungen.
56:52Nicht schlecht für ein Wochenende, hä?
56:55Wir haben die Rote Montag frei.
56:57Montag?
56:58Komm mal, Weihnachten wieder.
57:00Und du, was ist mit dir?
57:01Müsst du das ganze Wochenende hierbleiben?
57:03Vielleicht.
57:05Ich glaube, du machst das extra.
57:07Damit alle denken, du arbeitest so hart.
57:09In Wirklichkeit entspannst du hier.
57:10Du hast mich durchschaut, Paul.
57:12Entspann nicht zu lange, ja.
57:24Frau Land, es ist Samstagabend.
57:27Und Sie?
57:30Ich versuche, mich abzulenken.
57:33Meine Frau.
57:36Ich habe gemeint, sie braucht mal eine Hauszeit,
57:37was immer das bedeuten soll.
57:39Ah.
57:41Haben Sie Hunger?
57:43Ich habe gedacht, ich bestöre was beim Chinesen.
57:46Wir gehen lieber.
57:48Kommen Sie.
57:57Kommen Sie.
Schreibe den ersten Kommentar