- vor 5 Monaten
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KurzfilmeTranskript
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00:30Musik
01:00Das ist eine Kaffeestube und kein Wickelraum.
01:14Entschuldigung, aber in Ihrer Toilette ist kein Platz dafür.
01:18Wenn das Schweinkram gibt, dann kostet extra.
01:22Ich pass schon auf.
01:25Was wollen Sie bestellen?
01:27Bestellen?
01:28Bestellen.
01:28Nein, Wickelraum für Umme ist nicht.
01:32Ich nehme eine Tasse Filterkaffee.
01:34Ja, hätte ich darauf wetten können.
01:36Und könnten Sie mir das hier noch kurz aufwärmen?
01:41Bitte.
01:45Danke.
01:47Sie sind ein Engel.
01:49Ich weiß schon, warum ich jung hier seitdem hier geblieben bin.
01:58Überfall.
02:01Überfall.
02:04Mach keinen Scheiß und räum die Kasse aus.
02:07Los jetzt.
02:08Was glaubt ihr, was ich hier verdiene?
02:10Ganz ruhig, mein Engel.
02:12Die Mama ist gleich wieder bei dir.
02:16Jungs, ich habe da mal eine Frage.
02:18Also diese Windeln ist hier.
02:19Die Panne?
02:20Verpiss dich, das ist ein Überfall.
02:22Geht nicht.
02:23Jetzt muss ich mal eine kleine wickeln.
02:25Sag mal, bist du Baller?
02:27Das ist lustig, genau.
02:28Das gleiche frage ich mich auch gerade, weil ich komme mit diesen Scheißdingern einfach nie klar.
02:33Weißt du, ich glaube, die hat einen Mann erfunden.
02:35Und ich kriege diese Dinger einfach nie richtig zu.
02:37Du etwa?
03:07Siehst du, Mama passt immer auf dich auf.
03:17Papa!
03:18Papa!
03:37So, und jetzt kommt der wirklich schwere Dinger.
04:07Teil des Tages.
04:08Hm.
04:37Womit kann ich Ihnen helfen?
04:40Indem Sie sich das hier mal ganz genau ansehen.
04:46Baby, weiblich, neun Monate, sieht gesund aus.
04:52Was hat es denn verbrochen?
04:54Wiederholte nächtliche Ruhestörung in Tateinheit mit Sachbeschädigung von sündhaft teuren Windeln.
04:58Ich empfehle die Höchststrafe.
05:01Sofortiges Knütteln.
05:03Julia!
05:04Mama!
05:07Oh!
05:12Sag mal, Elli ist ja gewachsen.
05:14Ich würde ja wahnsinnig gerne das Urteil verstrecken, aber sie schläft.
05:24Sag mal, Überraschungsbesuch, das ist doch gar nicht deine Art.
05:27Überraschend ja, Besuch nicht ganz.
05:29Hallo, Papa.
05:35Oh, Julia.
05:37Oh, aber such bei der einfachen Schatzpolizei, hm?
05:41Frau Klug?
05:43Ja?
05:44In fünf Minuten, Zimmer 2018.
05:47Danke.
05:47Ich muss los.
05:54Termine.
05:59Aber die Chefin kennt Julia.
06:0220, 18?
06:05Was war sie denn beim Betrug?
06:10Ich wäre gern informiert worden, Frau Schiller.
06:14Der Innensenator, endlich ein paar neue Planstellen schafft.
06:17Da muss man schnell zugreifen, Herr Sonntag.
06:19Sonst reißt sie sich ein anderer unter den Nagel.
06:22Trotzdem.
06:23Sie jammern doch immer, dass Sie zu wenig Leute im Betrugsdezernat haben.
06:26Das entspricht nicht dem offiziellen internen Ausschreibungsverfahren.
06:32Iverson in Hamburg schuldet mir jetzt einen Gefallen.
06:38Indem er das BKA übernimmt?
06:41Keine Angst.
06:42Sie ist eine top ausgebildete Polizistin.
06:45Ausgebildet in was?
06:46Das Betrugsdezernat ist doch nicht irgendeine 0815-Abteilung.
06:51Wir sind alle hochspezialisiert.
06:55Ja?
06:57Wunderbar.
07:00Sie ist jetzt in Ihrem Büro.
07:03Alles drin, was Sie über Sie wissen müssen.
07:06Kommen Sie.
07:06Dienstplan für Donnerstag, den...
07:13Nun, sag's schon endlich.
07:15Dann ist es raus.
07:16Müssen wir unbedingt hier darüber reden?
07:18Ja, wo denn sonst?
07:20Du sagst doch immer, die Polizei sei dein Leben.
07:22Also können wir hier auch drüber reden, übers Leben, oder?
07:24Du, ich hab kein Problem damit, darüber zu reden.
07:32Ich bin nicht vor 13 Jahren aus dem Spießerhaushalt meiner spießigen Spießereltern ausgezogen, ne?
07:38Die Platte schon wieder.
07:40Das ist 13 Jahre her.
07:42Dienstplan.
07:44Wache Spittelmarkt.
07:46Sie war 18 und wollte eben mehr vom Leben.
07:50Kann man doch verstehen, oder?
07:54Opa.
07:55Hey.
07:56Sag nicht Opa zu mir.
07:59Opa.
08:00Opa.
08:00Guck mal her.
08:12Guck mal her.
08:13Hey Leute, das glaubt ihr nicht.
08:15Die zwei Flachzangen hier wollten im Kiosk überfallen und sind von einer total irren Frau in Nullkommanix mit einer Windel verprügelt worden.
08:21Dann könnt ihr glatt mal meine Schwesters wieder in der Stadt.
08:28Nee, oder?
08:30Klug.
08:32Bist du mit dem Klugs aus der Wache verwandt?
08:34Die Tochter.
08:35Deswegen wollte sie nach Berlin zurück, zu ihrer Familie.
08:37Hier ist alles geschwärzt.
08:40Geheimhaltungsstufe.
08:41Sie hat jede Menge Spezialeinsätze gemacht.
08:43Sehen Sie sich mal die Auszeichnung an.
08:45Was will denn so eine im Betrugsdezernat?
08:47Ich meine, M-E-K, S-E-K und...
08:50Die Hälfte der Abkürzungen habe ich noch nie gehört.
08:52Eine Elite-Polizistin eben.
08:54Hier bei uns.
08:57Sie sollten mir wirklich dankbar sein.
08:58Ihre neue Mitarbeiterin wird ihre Abteilung in ganz anderem Licht erscheinen lassen.
09:04Tut mir leid, mein Schatz, dass der Mama an das Gläschen runtergefallen ist.
09:18Frau Klug?
09:18Ja, Julia Klug.
09:23Freut mich, Sie kennenzulernen.
09:27Oh, tut mir leid wegen.
09:29Ich mach das sofort weg.
09:31Ist das Ihr Kind?
09:32Wieso hat mir das keiner gesagt?
09:34Ja, wir sind Ihnen total dankbar, dass das mit der Stelle hier geklappt hat.
09:37Also in meinem alten Job mit der Kleinen.
09:39Das wär echt nicht gegangen.
09:40Sie haben sich hierher versetzen lassen, weil Sie das hier für eine gemütliche Mutter-Kind-Abteilung halten?
09:49Ja.
09:51Tja.
09:52Also, das ist Herr Sonntag, Ihr direkter Vorgesetzter.
09:54Ich denke, Sie werden ein hervorragendes Team werden.
09:59Nicht wahr, Herr Sonntag?
10:02Nicht wahr, Herr Sonntag?
10:03Ja, natürlich.
10:05Sehr schön.
10:06Genauso hab ich mir das vorgestellt.
10:07Na dann.
10:12Wo kann ich mich denn ausbreiten?
10:14Die Frage ist wohl eher, wo haben Sie sich...
10:17...noch nicht ausgebreitet?
10:22Entschuldigung.
10:27Ich gehe davon aus, dass Sie nicht vorhaben, Ihr Kind jeden Tag mit ins Dezernat zu bringen.
10:32Keine Sorge, ich hab Familie, die sich um Sie kümmern wird.
10:35Soweit ich weiß, arbeiten doch aber alle von Ihrer Familie bei der Polizei.
10:39Bei der Polizei?
10:42Wo kann ich die denn aufhängen?
10:44Das ist ein Konferenzraum.
11:03Ist das ein Problem?
11:03Kein Problem.
11:17Wenn Sie so gut sind, wie Frau Schiller sagt, werden Sie sich ja nicht mit weniger zufrieden geben als in unserem schwierigsten Fall.
11:25Nicht wahr?
11:25Wow, das ist wirklich viel.
11:31Hornberg, super.
11:33Was soll ich tun?
11:34Zugriffsplanung?
11:35Strategische Lagerarbeit?
11:36Taktische Fallführung?
11:38Lesen.
11:39Danach können Sie mir sicher eine Zusammenfassung der Fallproblematik unter Berücksichtigung des juristischen Kontextes geben.
11:44Sagen wir bis 16.30 Uhr.
11:49Lesen.
11:50Das alles.
11:51Ja, genau, lesen. Das können Sie doch, oder?
11:57Und bevor Sie damit anfangen, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie den Kindergarten in meinem Büro wieder auflösen.
12:05Kein Problem, Boss.
12:07Oh Mann, das ist härter als zwei Tage bei Frost in einem Erdloch auf einen Terroristen zu lauern.
12:36Also, weiter geht's.
12:39Seite drei.
12:46Das hält doch kein Mensch aus.
12:57Drei Kilo Ermittlungsakte und der Kerl läuft immer noch frei rum?
13:03Mama hat eine bessere Idee.
13:04Ich zeig dir jetzt meine richtig schicke Gegend von Berlin.
13:09Ich zeig dir jetzt meine richtig schicke Gegend von Berlin.
13:09Schuss! Schuss! Schuss!
13:39Los geht's mal, Schatz.
14:09Kann ich Ihnen helfen?
14:16Entschuldigung. Ich bin völlig verschwitzt, aber meine Kleine hier ist auch ganz schön schwer.
14:25Ja, bitte.
14:27Vielen Dank. Sie sind ein echter Gentleman. Die gibt's nicht mehr so oft.
14:31Ich bitte Sie, das ist doch selbstverständlich.
14:33Es tut mir auch wahnsinnig leid, Sie zu belästigen, Herr...
14:36Hornberg.
14:36Herr Hornberg, aber meine Kleine hier hat die Windeln voll.
14:39Und wenn ich sie nicht sofort wicke, dann bekommt sie wieder diese Pickel am Pro.
14:44Und dann weint sie die ganze Nacht. Und haben Sie Kinder, Herr Hornberg?
14:48Ich, äh... Ja, ich habe eine Tochter.
14:52Ich habe an drei Haustüren geklingelt, aber es war niemand da.
14:54Und einen Supermarkt oder so habe ich auch nicht gefunden.
14:56Und das dauert auch wirklich nicht lange.
15:00Ehrlich.
15:02Das Badezimmer?
15:03Oh, das Gästebad befindet sich im ersten Stock.
15:06Die Treppe hoch und Sie können es nicht verfehlen.
15:09Sie haben gerade zwei Mädchen auf einmal glücklich gemacht.
15:13Nun, dann bin ich wohl auch glücklich.
15:17Bitte.
15:17So, die verdeckte Informationsbeschaffung laut Lehrbuch.
15:28Erstens, in Privaträumen gibt es immer was.
15:31Badezimmer.
15:34Check.
15:37Schlafzimmer.
15:37Kinder, zu meinem Chef.
15:49Siehst du, was auch für ein Lickes?
15:56Das da?
15:58Weißt du wirklich?
15:58Sie machen sie im Zimmer meiner Tod.
16:15Sie haben nicht zufällig irgendwo Feuchttücher?
16:17Im Bad sind nämlich keine.
16:18Hornbergs Anwälte machen mir die Hölle heiß.
16:27Hausdurchsuchung ohne Durchsuchungsbeschluss.
16:29Was haben Sie sich dabei gedacht?
16:30Ich?
16:31Sie haben mir doch dieses Kuckuckseinsnest gelegt.
16:33Ich habe nicht vor, meine Entscheidung vor Ihnen zu rechtfertigen.
16:37Ist das klar, Sonntag?
16:40Ja, natürlich.
16:41Mir ist doch vollkommen klar, dass Frau Klug anders ist als die Mitarbeiter, die Sie gewohnt sind.
16:48Anders ist wirklich eine schöne Umschreibung.
16:55Sie sollten mich doch gut genug kennen.
16:58Habe ich jemals etwas getan, das Ihnen geschadet hätte?
17:02Sehen Sie es als eine Art Herausforderung an.
17:05Eine, bei der wir alle nur gewinnen können.
17:11Jürgen?
17:29Johannes?
17:37Fehlt euch noch was, die beiden Leckerchen?
17:38Danke.
17:40Danke.
17:42Männer.
17:46Sag mal, wäre es eigentlich zu viel verlangt gewesen oder hättest du mir vorgewarnt?
17:50Hä?
17:53Wovor denn?
17:54Na, vor deiner Revolverheldin mit Kind.
17:56Sag mal, wie redest du denn über meine Tochter?
18:00Auch wenn die noch so viele Aushaltungen und Orden hat.
18:02Wenn die bei mir in der Abteilung Mist baut, fliegt sie raus.
18:04Moment mal, was willst du denn damit sagen?
18:09Julia arbeitet bei dir?
18:12Im Betrug?
18:15Das weißt du nicht?
18:16Es ist 16.30 Uhr.
18:43Haben Sie die Akte gelesen?
18:47Also ich, naja.
18:54Was haben Sie eigentlich mit denen gemacht, wenn mal einer aus der Reihe getanzt ist?
18:57Bei mir ist nie einer aus der Reihe getanzt.
18:59Dann haben Sie also keine Ahnung, wie es ist, wenn jemand einen Anschiss abfängt, der eigentlich jemand anderem gebührt.
19:04Wieso denn Anschiss?
19:06Ich habe Hornberg aufgescheucht.
19:07Das ist alles.
19:08Ah, dann war das Absicht.
19:11Natürlich.
19:13Und was bitte? War der Zweck dieser überaus raffinierten Aktion?
19:18Infobeschaffung.
19:20Man muss den Feind kennen, wenn man ihn besiegen will.
19:22Und einfach nur die Akte zu lesen, war natürlich zu viel verlangt, oder?
19:26Mitkommen.
19:28Um es für Sie mal ganz einfach zu formulieren, Frau Klug.
19:31Dieser Hornberg baut quer durch die Republik große Gewerbeobjekte und sahen überall fett ab.
19:37Und wenn die Zulieferer und Handwerker ihr Geld wollen, meldet er Insolvenz an.
19:42Hier, das letzte Opfer Hornbergs.
19:45Ein Tischler namens Scheppel.
19:46Tja, der hat sich wenigstens gewehrt.
19:49Gebracht hat es ihm eine Ordnungsstrafe, die er auch nicht mehr bezahlen kann.
19:54Insolvent, insolvent, insolvent.
19:56Betrüger wie Hornberg sind intelligent, Frau Klug.
20:00Ihre Firmen sind raffiniert konstruiert.
20:05Sie haben Top-Anwälte.
20:08Da können Sie nicht einfach rein spazieren und darauf hoffen, dass da irgendwelche Beweismittel offen rumliegen.
20:18Was ist das?
20:19Das lag da offen rum.
20:21Also eigentlich lag das Smartphone offen rum.
20:24Was haben Sie getan?
20:25Hornbergs Tochter geht auf ein Internat, hunderte Kilometer entfernt von zu Hause.
20:30Und was liegt in Ihrem Kinderzimmer?
20:31Ein Smartphone.
20:33Ja und?
20:34Dann hat sie das halt vergessen.
20:35Teenager müssen 24 Stunden am Tag nachsehen, wer sie auf Facebook, Twitter oder sonst was angeschrieben hat.
20:41Ein Teenager ohne Smartphone, das ist wie...
20:45Sie ohne Akten.
20:48Das Smartphone gehört also...
20:50Hornberg, denn der lebt allein in seiner Villa.
20:52Genau.
20:55Das ist eine IP-Adresse.
20:57Mit dem Smartphone wurde im Internet gesurft.
20:59Aber über unverschlüsseltes WLAN aus der Nachbarschaft.
21:02Obwohl Hornberg ein eigenes, viel stärkeres WLAN hat.
21:06Und es wurde telefoniert.
21:07Aber verschlüsselt.
21:10Ziemlich aufwendig.
21:11Genau.
21:13Wir müssen nur noch die IP-Adresse identifizieren, die Hornberg angerufen hat und...
21:17Das ist illegal erworbenes Beweismaterial, Frau Kluck.
21:21Das nützt uns gar nichts.
21:24Da gibt es in dem Fall endlich einen Punkt, an dem wir ansetzen können.
21:26Und Sie wollen nichts tun?
21:28Sie haben es immer noch nicht verstanden, oder?
21:30Wenn wir nichts in der Hand haben, was vor Gericht standhält, dann haben wir gar nichts.
21:34Und können nichts tun.
21:36Ich habe gelernt zu schießen, bevor der andere es tut.
21:38Aber hier hockt man lieber rum und wartet auf seine Pensionsansprüche.
21:40Ist das nicht genau der Job, den Sie haben wollten?
21:47Ich denke, für Ihren ersten Tag haben Sie genug angerichtet, Frau Kluck.
21:51Gehen Sie nach Hause.
21:54376, Alexanderplatz.
21:56376, Alexanderplatz.
21:58Da hängen wir ja die Punks rum.
22:00Ach ja, wer fährt freiwillig zu Frau Rosenmeier in Bedding?
22:03Ist das immer noch dieselbe, die immer versucht, Polizisten zu vernaschen?
22:06Nein.
22:10Frag mal deine Tochter, was sie wirklich hier in Berlin will.
22:13Also ich...
22:14Sie ist auch deine Tochter, frag sie selbst.
22:16Frag sie mal, warum sie uns nichts von ihrem neuen Job beim Betrug erzählt hat.
22:19Frag du sie doch.
22:20Also das mit dem Job...
22:21Wieso ich? Mir erzählt sie ja nichts.
22:23Ja, vielleicht, weil du immer mich und nicht sie fragst.
22:25Sie hört ja wohl alles mit.
22:26Dann kannst du sie doch gleich selber fragen.
22:28Also wenn ich auch mal...
22:28Diese Heimlich-Krämerei, die hat sie von dir.
22:30Wie bitte?
22:31Ja.
22:32Wir hatten damals einfach eine Reise auf die Kanaren gebucht, ohne mich zu fragen.
22:35Und wer hat diese Reise boykottiert?
22:37Der Leiter der Wache hat eine Urlaubssperre verhängt.
22:39Du bist die...
22:41Der Leiter der Wache.
22:46Elli.
22:49Ich geh hoch.
22:54Du musst Julia aber auch mal die Gelegenheit geben, von selber zu kommen.
22:59Von selber zu kommen, von selber zu kommen.
23:03Du bist doch schon da.
23:04Ach, Elli.
23:08Wenn die beiden die ganze Wahrheit wüssten.
23:12Oh Mann, ich hab keine Ahnung, wie ich ihnen das beibringen soll.
23:16Und ich hab keine Ahnung, wie die beiden auf die ganzen Katastrophen reagieren werden.
23:21Dein Opa wird nie verstehen, dass es im Leben mehr gibt, als Sicherheit und Streifendienst und Rentenanspruch.
23:38Ich wollte hier ja nie, nie wieder zurück.
23:40Und jetzt ist es der einzige Ort auf der Welt, wo ich noch hin kann.
23:43Ich sag dir, am Ende zieht Julia hier wieder ein.
23:56Nach eurem letzten Krach?
23:59Na, ist ja gut.
24:00Und jetzt...
24:01Außerdem...
24:08Steht dieses Haus an einem Strand auf Kuba?
24:12Ja, doch.
24:14Eben.
24:15Julia lebt ihre Träume.
24:20Und ein Leben in diesem Haus kommt daran bestimmt nicht mehr vor.
24:24Ja.
24:30Und ein Leben in diesem Haus.
25:00Ich hab da ein paar Fragen.
25:10Herr Scheppel?
25:12Julia hat eine hohe Bezugsdezernat.
25:15Ich hab da ein paar Fragen.
25:22Scheiße.
25:30Herr Scheiße.
25:32Bleiben Sie weg!
25:39Nur wenn Sie runterkommen.
25:41Ich bring mich jetzt um!
25:42Nein, das tun Sie nicht.
25:45Vorher erschieße ich Sie.
25:46Für eine Scheiße.
26:01Nicht mal anständig über den Jordan kann man gehen.
26:04Warum haben Sie den Hornberg denn nicht verklagt?
26:18Mit den eigenen Waffen schlagen und so.
26:21Hab ich doch.
26:21Jetzt kann ich nicht mal mehr in den Anwalt bezahlen.
26:29Morgen wird gepfändet.
26:31Dann gehen hier die Lichter aus.
26:33Und Hornberg trinkt Shampoos.
26:35Von Ihrem Selbstmitleid kommt er aber auch nicht in den Knast.
26:45Treten Sie dem Hornberg nochmal in den Arsch anstatt sich einfach so hängen zu lassen.
26:51Was wissen Sie denn, wie man Sie fühlt, wenn man so abgezockt wird?
26:55Das Gefühl kenne ich.
27:00Besser als Sie denken.
27:08Fünf Minuten später und er wäre tot gewesen.
27:10Das wäre ja bedauerlich gewesen.
27:12Hallo?
27:13Der wollte sich umbringen.
27:14Wegen Hornberg.
27:16Dann war es in dem Fall ja mal gut, dass Sie da waren.
27:22Wer ist dieser Rudolf von Brunhardt?
27:24Oh, das ist ein Kundenberater von einer Privatbank in Lichtenstein.
27:28Sie haben die IP-Adresse ja doch überprüft.
27:31Nur der Vollständigkeit halber.
27:33Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass Sie diese Information illegal erworben haben.
27:39Lichtenstein.
27:41Dort versteckt Hornberg sein Geld.
27:44Wir müssen die Geschäftsräume der Bank durchsuchen.
27:46Wie machen wir das?
27:48Ich plane den Ablauf und Sie, Sie haben doch bestimmt ein Formular für so eine Razzia.
27:52Wir müssen uns ein Formular für den Urlaubsantrag.
27:55Denn mehr können Sie in Lichtenstein nicht machen.
27:59Das ist alles.
28:01Wollen Sie Hornberg mich wenigstens vorladen und zu dem Herrn von Brunhardt befragen?
28:04Wenn Sie das unbedingt machen wollen, tun Sie sich keinen Zwang an.
28:19Ich habe mit Peter in Hamburg gesprochen.
28:21Kleiner Dienstweg.
28:22So, einer nach dem anderen in die Farbe und dann in die Felder da.
28:29Ja.
28:30Und?
28:31Er ist nicht an Julias Personalakte herangekommen, obwohl er Zugriff haben müsste.
28:35Die Akte ist gesperrt.
28:37Au!
28:38Ach, Klausi, jetzt stell dich doch nicht so an.
28:40Du machst das doch nicht zum ersten Mal.
28:41Ich auch nicht.
28:43Marjana, du weißt, was das bedeutet.
28:45Nur die Innere kann eine Akte sperren.
28:47Das heißt, sie hat was mit deiner Straftat zu tun.
28:51Die kennen Spitzenanwalt.
28:53Egal, was eure Kleine gemacht hat.
28:56Der holt die wieder raus.
28:57Entschuldigung, Klausi, aber aus den Familienangelegenheiten, da hältst du dich besser raus, ja?
29:02Das ist unsere Sache, okay?
29:04Genau.
29:06Also, ich weiß beim besten Willen nicht,
29:08inwiefern mich fremde Familienangelegenheiten tangieren sollten.
29:14Diese hier sollten Sie aber tangieren.
29:16Ihre Opfer haben Familie.
29:19Frauen und Kinder, die jetzt bettelarm sind.
29:24Hier.
29:27An jedem dieser Schicksale tragen Sie die Schuld.
29:31Heute Nachmittag wollte sich einer sogar umbringen.
29:34So verzweifelt war er.
29:36Sie erinnern sich noch an Herrn Scheppel, den Schreiner?
29:39Scheppel?
29:41Oh ja.
29:41Ich erinnere mich vor allem daran, ihn in meiner unendlichen Güte nicht angezeigt zu haben.
29:47Sie...
29:47Obwohl er mich angegriffen hat.
29:49Herr Hornberg, können Sie mir als Laien eins mal erklären?
29:57Da haben Sie mit Ihren Bauprojekten Millionen gemacht.
29:59Aber für die Rechnungen der Trockenbauer und Dachdecker und Schreiner war nix mehr da.
30:05Nun, die Risiken eines freien Unternehmers erschließen sich einer kleinen Beamtin im gehobenen Dienst vielleicht nicht auf den allerersten Blick.
30:19Nur so viel.
30:20Kostenexplosion, Zinsverlust, Hypotheken.
30:23Das Geld ist mir nur so durch die Finger geflossen.
30:25Und einer dieser Geldströme floss geradewegs nach Lichtenstein, richtig?
30:32Lichtenstein?
30:33Zu Herrn von Brunhack.
30:36Haben Sie bei dem auch versucht, Ihr Töchterchen zu wickeln?
30:40Sie haben Ihre kleinen Geheimnisse, wir haben unsere.
30:44Dann ist es doch für Sie sicherlich kein Geheimnis, dass seine Tochter mit meiner Tochter aufs Internat geht.
30:50Die beiden Mädels sind befreundet.
30:52Ein sehr nettes Mädchen übrigens.
30:53Mit Herrn von Brunhack habe ich nicht das Geringste zu tun.
30:58Leider hat sich bis dato noch keine Gelegenheit ergeben, sich einmal persönlich kennenzulernen.
31:05Autsch.
31:07Jetzt habe ich Sie enttäuscht.
31:11Frau Klug,
31:14seien Sie doch ein kluges Mädchen.
31:16Versuchen Sie gar nicht erst mich für irgendetwas haftbar zu machen.
31:19Selbst wenn es Ihnen gelänge.
31:21Bei mir ist nichts zu holen.
31:32Sie haben mich ins offene Messer laufen lassen.
31:34Oh nein, Sie hätten einfach nur die Akte lesen sollen.
31:36Dann wäre Ihnen nämlich aufgefallen, dass Hornberg für alles eine Erklärung parat hat.
31:39Wenn Sie glauben, dass ich aufgebe, haben Sie sich geschnitten.
31:42Tatsächlich?
31:42Was haben Sie eigentlich gegen mich?
31:46Ich habe Ihnen nichts getan.
31:48Das Betrugsdezernat ist mein Leben, Frau Klug.
31:50Und ich kann einfach keine Leute gebrauchen, denen es scheißegal ist, wo Sie arbeiten, solange Sie nur Ihr Kind nebenher aufziehen können.
31:55Das stimmt doch überhaupt nicht.
31:57Ich hasse Betrüger genau wie Sie.
32:00Mehr noch, als Sie denken.
32:03Was auch immer Sie in der Vergangenheit gewesen sein mögen, Frau Klug,
32:06hier sind Sie nichts weiter als eine blutige Anfängerin.
32:09Und Anfänger machen nun mal Fehler.
32:12Fehler über Fehler.
32:18Anfängerin.
32:24Anfänger.
32:24Anfänger.
32:27Anfänger.
32:28Anfänger.
32:28Anfänger.
32:57Anfänger.
32:59Anfänger.
33:00Anfänger.
33:00Anfänger.
33:01Anfänger.
33:02Anfänger.
33:02Anfänger.
33:03Anfänger.
33:03Anfänger.
33:04Anfänger.
33:04Anfänger.
33:05Anfänger.
33:05Anfänger.
33:06Anfänger.
33:06Anfänger.
33:07Anfänger.
33:07Anfänger.
33:08Anfänger.
33:08Anfänger.
33:09Anfänger.
33:09Anfänger.
33:10Anfänger.
33:10Anfänger.
33:11Anfänger.
33:11Anfänger.
33:12Anfänger.
33:12Anfänger.
33:13Anfänger.
33:13Anfänger.
33:14Anfänger.
33:14Anfänger.
33:15Anfänger.
33:15Anfänger.
33:16Anfänger.
33:16Anfänger.
33:17Anfänger.
33:18Anfänger.
33:27Martin? Julia hier. Alte Schnacke, wie ist das Wetter in Hamburg? Sag mal, bist du immer
33:50noch die Laborratte bei der KTU? Hör mal zu, musst du mir einen Gefallen tun. Nee, geht
33:55diesmal nicht um Terroristen, aber fast genauso schlimm. Sag mal, wie lange brauchst du, um
33:59eine Papieranalyse zu machen? Sie meinen also, die Urkunde zur Eigentumsübertragung des
34:10Hornberg-Vermögens wurde nachträglich ausgestellt und rückdatiert? Genau. Das hat die Papieranalyse
34:18eindeutig bewiesen. Eine Fälschung? Ich freue mich auf Ihre Erklärung, warum Sie das seinerzeit
34:23nicht untersucht haben, Herr Sonntag. Na, schönen Dank, Frau Klug. Schönen Dank. Wegen
34:33nichts und wieder nichts haben Sie mich jetzt vor der Chefin blamiert. Wegen nichts und wieder
34:41nichts? Eine Urkundenfälschung ist doch schon längst verjährt. Also sind wir wieder am Anfang.
34:47Willkommen in meiner Welt, Frau Klug. Hier braucht man Geduld und eine hohe Frusttoleranz. Das hat nun mal
34:57nicht jeder. Sie wollen, dass ich hinschmeiße. Ich würde es verstehen. Heran. Herr Sonntag, Ihre Lieferung.
35:09Ich habe schon die ganze Zeit gewartet. Herzlichen Dank, Frau Mangold.
35:29Ist es etwa... Das ist das ASX-23? Das ist das modernste Abwehrmikrofon auf dem Markt.
35:35Das benutzt bisher nur der MAD.
35:37Wenn Sie das sagen...
35:55Ich krieg die Motten.
35:58Sie haben die komplette ASX-Serie.
36:01Modernste Spionagetechnik.
36:03Das ist...
36:04Das ist krass.
36:07Die sind ja noch original verpackt.
36:09Sie haben die noch nie benutzt?
36:11Ich glaub das nicht.
36:12Sie sind ausgestattet wie CIA und Mossad zusammen
36:15und Sie benutzen das Zeug nicht?
36:17Der Ansatz
36:19unserer technischen Hilfsmittel
36:21unterliegt strengen Genehmigungsverfahren.
36:24Ganz besonders, wenn es sich um Militärtechnologie handelt.
36:27Es ist schon schwer genug,
36:29diese Geräte überhaupt zu beschaffen.
36:30zielegal einzusetzen.
36:34So gut wie unmöglich.
36:38Das ist also Ihre private Piepshow?
36:42Nur gucken, nicht anfassen.
36:45Ja, ganz genau.
36:47Aber auch nur gucken kann einen schon in Schwierigkeiten bringen.
36:49Guten Abend, Herr von Brunhardt.
36:59Nein, nein, nein, nur eine kurzfristige Beeinträchtigung.
37:06Ähm, ich möchte Sie bitten, eine Gelausse anschauen.
37:08So, schön weiter.
37:10Und wir brauchen einen neuen Kommunikationsweg.
37:12Ich wusste es zum letzten Mal unter dieser Nummer,
37:13die neue Telefonnummer.
37:15Polizei, bitte steigen Sie aus dem Fahrzeug.
37:16Julia, bist du das?
37:22Nee, ich bin Schneewittchen und suche reiche Freunde.
37:24Blöd, Mann.
37:27Was machst du denn hier?
37:30Hallo, ich hab Nachtschicht.
37:31Und der Markt und Währungsrelativitäten
37:34in unseren primären Anlagebereichen.
37:37Aber Schluss mache ich glaube,
37:38diese verrückte Polizistin ist schon wieder da.
37:40Mist.
37:44Was?
37:45Ach, nichts.
37:46Du hast nur gerade dafür gesorgt,
37:47dass ich meinen neuen Job verliere,
37:49mein Kind nicht mehr ernähren kann und...
37:53Sag mal, wer ist denn das da bei dir im Wagen?
37:55Ach, das.
37:57Ähm, also...
38:00Sag mal, könntest du vielleicht so tun,
38:02als ob du mir deine Papiere zeigst, bitte?
38:05Du nimmst ein Date im Dienstwagen mit?
38:07Wenn das Papa mitkriegt.
38:09Muss er ja nicht.
38:11Schwester, Herz, bitte.
38:12Die steht voll auf mich, ehrlich.
38:17Ich muss nur ein bisschen...
38:19naja, Superbullet spielen.
38:20Was kriege ich dafür?
38:24Das Gleiche wie immer.
38:26Deine Stimme im nächsten Familienrat?
38:28Okay.
38:31Ich hab doch nichts falsch gemacht,
38:33Herr Wachtmeister.
38:36Cool.
38:37Kannst du dich vielleicht ans Auto lehnen
38:38und ich teste dich ab?
38:40Steht dein Date etwa auf Polizisten mitgebrochenen?
38:42Mama.
38:44Okay, okay.
38:45Ich seh dich dann zu Hause.
38:54Miss, miss, miss, miss.
39:06Sie sind ohne Durchsuchungsbeschluss
39:08in die Villa von Hornberg eingedrungen.
39:10Schon wieder.
39:11Sie haben ohne richterliche Genehmigung
39:13sein Haus verwanzt.
39:14Mit meinen Wanzen.
39:16Und das Schlimmste ist,
39:17Sie sind in meinen persönlichen Schrank eingebrochen.
39:21Also, eingebrochen würde ich das nicht nennen.
39:24Der war ja quasi offen.
39:26Außerdem ist das Dienstequipment.
39:27Für dessen Einsatz man eine Genehmigung braucht,
39:30dafür hänge ich Ihnen ein Disziplinarverfahren
39:32an den Hals, das sich gewaschen hat.
39:34Ihre Zukunft in dieser Abteilung
39:35können Sie vergessen.
39:35Was?
39:38Geiselnahme in der Schröderstraße.
39:41Schröderstraße?
39:43Ist da nicht die Werkstatt von Scheppel?
39:44Der Täter heißt Scheppel.
39:46Er hat einen gewissen Hornberg entführt
39:48und als Geisel genommen.
39:49Arbeitet ihr hier an dem Fall?
39:50Das ist alles Ihre Schuld.
39:52Ja.
39:53Dann sag doch mal meiner Tochter,
39:54dass...
39:55Ach, mir.
39:57Er will nur mit dir reden.
39:58Wer?
39:58Scheppel, der Geiselnehmer.
40:01Seien Sie um Himmels Willen vorsichtig.
40:03Sagen Sie nichts, was ihn provozieren könnte.
40:04Ganz vorsichtig.
40:07Scheppel, Sie Wahnsinniger.
40:08Warum habe ich Sie nicht einfach
40:09in Ihrer Werkstatt hängen lassen?
40:12Ich weiß, dass Sie verzweifelt sind, Scheppel.
40:17Passen Sie auf.
40:19Ich kann Sie da rausholen.
40:21Aber nur, wenn Sie mir jetzt ganz genau zuhören.
40:22Du hast dich nun nicht auf dem gewissen Hornberg.
40:44Meine Ehe ist im Arsch.
40:45Und meine Leute sitzen auf der Straße.
40:49Na endlich, Frau Klug.
40:50Das wird aber auch mal Zeit.
40:51Retten Sie mich vor diesem Irrenmensch.
40:54Wieso?
40:55Herr Scheppel wollte, dass ich zusehe,
40:57wenn er Sie erschießt.
40:58Was?
40:59Und ich muss sagen,
41:00ich kann mir Schlimmeres vorstellen.
41:03Sind Sie wahnsinnig?
41:05Das ist Ihre verdammte Pflicht, mir zu helfen.
41:08Wenn Sie spielen Golf
41:09mit dem Polizeipräsidenten.
41:11Ich werde Ihre Karriere beenden,
41:12das sage ich Ihnen, Fräulein.
41:14Ich sorge dafür,
41:15dass Sie wieder Strafzettel verteilen.
41:18Schwierig, wenn Sie tot sind.
41:20Keine Tricks, Frau Klug.
41:21Bleiben Sie stehen.
41:23Sind Sie sicher,
41:24dass Sie den Mumm haben,
41:25das durchzuziehen, Herr Scheppel?
41:27Ich meine,
41:27Sie konnten sich ja nicht mal selber umbringen.
41:29Hören Sie doch auch,
41:30wenn Sie provozieren,
41:31um Gottes Willen.
41:33Stehen bleiben,
41:33habe ich gesagt.
41:35Sehen Sie es ein, Herr Scheppel.
41:37Sie haben es einfach nicht drauf.
41:40Sie sind nichts als ein verdammter Loser.
41:42So, ich habe es nicht drauf.
41:49Loser, haben Sie gesagt.
41:51Ein großer Fehler,
41:52Frau Klug,
41:53tödlicher Fehler.
41:56Unterschätze nie einen Mann,
41:57der nichts mehr zu verlieren hat.
41:59Jetzt zu uns, Hornberg.
42:00Hören Sie, Scheppel,
42:02ich ersetze Ihnen den Verlust.
42:04Wenn Sie mich gehen lassen, okay?
42:06Du, ich kann auf dein dreckiges Geld verzichten.
42:09Ich lege noch was oben drauf,
42:11dann können Sie den ganzen Laden hier neu aufmachen.
42:14Ah ja,
42:15und ich dachte,
42:16du wärst pleite.
42:17Pleite?
42:18Pleite?
42:18Ich?
42:21Jeff,
42:22Sie, alter Seppel,
42:23ich habe so viel Geld.
42:25Sie und ich,
42:26wir brauchen nie wieder
42:26auf nur einen einzigen Tag arbeiten,
42:27das garantiere ich Ihnen.
42:28Hältst du mich für bescheuert?
42:30Bevor ich die Kohle habe,
42:31bin ich doch längst im Glast.
42:33Ich rufe mal meine Banker an,
42:34in Lichtenstein.
42:37Sie haben das Geld heute noch,
42:38das garantiere ich Ihnen.
42:39Na, was sagen Sie?
42:41Das ist ein scheiß Handy.
42:42Tja,
42:44weiß jetzt nicht.
42:46Reicht das?
42:51Das reicht total.
42:53Ich habe so viel Geld.
42:55Sie und ich,
42:55wir brauchen nie wieder
42:56auf nur einen einzigen Tag Arbeit,
42:57das garantiere ich Ihnen.
42:59Haben Sie gut gemacht.
43:00Aber die brauchen wir jetzt nicht mehr.
43:04Und Ihnen ist wirklich nichts passiert?
43:07Naja,
43:08die Rippen werden mir schon
43:09noch ein paar Tage wehtun.
43:16Deshalb ist es nach jahrelangen Ermittlungen
43:35durch hervorragende Arbeit
43:37des Betrugsdezernats gelungen,
43:38den Unternehmer Hornberg,
43:41der seit mehr als zehn Jahren
43:42durch betrügerische Insolvenzen
43:44zahllose Menschen
43:45um Millionen gepräht hat,
43:47dem Haftrichter
43:48zu übergeben.
43:50Jo,
43:51der Arsch ist im Arsch.
43:52Wie waren wir?
43:57Wir?
44:01Ach kommen Sie,
44:02machen Sie sich mal locker.
44:02Das war doch eine richtig gute Nummer.
44:05Danke für den Schreibtisch.
44:09Der kommt von oben.
44:11Das stimmt nicht von mir.
44:14Nicht.
44:15Russisches Roulette
44:16als Ermittlungsmethode.
44:18Ist doch kompletter Irrsinn.
44:24Sie hatten Glück.
44:27Pures Glück.
44:28Nein.
44:30Aber Glück allein reicht mir nicht,
44:32Frau Glück.
44:32Ihnen auch noch einen schönen Abend.
44:43Meiner wird's nicht.
44:46Offenbarungseid?
44:47Eine Viertel
44:48Millionen.
44:51Du hast dich abzocken lassen?
44:53Krass.
44:55Abzocken?
44:57Sergei war zweimal auf Kuba.
45:00Der hat alles vorbereitet.
45:01Einen Kaufvertrag.
45:04Renovierungsplan.
45:05Businessplan.
45:06Das sah alles total echt aus.
45:08Und weil ich Beamtin bin,
45:09hab ich uns den Kredit besorgt.
45:12Und dann ist er mit der Kohle
45:14über alle Berge.
45:15Ja, eure Tochter, die Superpolizistin ist auf den Betrüger reingefallen.
45:21Und der einzige Job, den ich finden konnte, ist ausgerechnet im Betrugsgezembert.
45:25Von wegen, sie zieht hier nicht mehr ein, ne?
45:30Ich weiß.
45:31Ob ich einziehen darf, entscheidet der Familienrat.
45:35Ich bin dafür.
45:36Ich meine, wie kann man denn jetzt so...
45:40Das hört man auch mit dem Quatsch mit Familienrat.
45:42Das ist eine Notsituation.
45:44Da gibt's kein Werner da, aber...
45:46Guck mal her.
45:47Guck mal her.
46:02Jemand einen Kaffee?
46:03Nein.
46:05Bier?
46:05Ja.
46:05Ja.
46:12Willkommen bei den Klugs, Frau Klug.
46:15Köpenick statt Kuba.
46:21Gibt's Schlimmeres?
46:24Das ist doch komisch.
46:25Früher wollte ich immer so weit wie nur irgend möglich von zu Hause weg.
46:28Und jetzt...
46:30kann ich mir keinen Ort auf der Welt vorstellen, wo ich mich sicherer fühlen würde.
46:36Wo es Ellie besser gehen könnte.
46:39Wir werden alle mal erwachsen.
46:43Tut nur unterschiedlich weh.
46:45Ich hab keine Ahnung, ob das funktionieren wird.
46:53Das war doch noch nie dein Problem.
46:55Was jetzt?
46:57Ahnung oder funktionieren?
46:59Angst, Schatzilein.
47:00Angst.
47:02Aber jetzt hab ich ein Kind.
47:04Ich bin Mutter.
47:05Ja.
47:06Genau.
47:08Du Glückliche.
47:18Ein Grund mehr, keine Angst zu haben.
47:21Schön, wieder hier zu sein.
47:25Denn nur wenn du hier bist...
47:27...kannst du davon träumen wegzugeben.
47:29Danni von mir.
47:30Danni von mir.
47:30Ja.
47:31Danni von mir.
47:32Ja.
47:32Danni von mir.
47:33Untertitelung. BR 2018
48:03Untertitelung. BR 2018
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