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  • vor 6 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00:00Ein Hotel, das ist ein ständiges Kommen und Gehen.
00:00:24In einem Hotel wissen wir, dass immer wieder neue Menschen zu Gast sein werden.
00:00:30Wir begrüßen sie, wir kümmern uns um sie und ein paar Tage später verabschieden wir uns von ihnen, ohne zu wissen, ob wir sie jemals wiedersehen werden.
00:00:50Aber im Leben hat jeder von uns nur einige ganz wenige Menschen, die immer da sind.
00:01:03Sie gehören zu uns. Sie sind ein Teil von uns selber.
00:01:07Und wir wollen nicht mal darüber nachdenken, dass sie das eines Tages nicht mehr sein können.
00:01:12Hallo, mein Lieblingstherapeut, was gibt's?
00:01:26Wie, jetzt gleich?
00:01:27What a difference a day made
00:01:4824 little hours
00:01:55What the sun and the flowers
00:02:03Where there used to be rain
00:02:10My yesterday was blue day
00:02:18Today I'm a part of you, dear
00:02:26My lonely nights are you, dear
00:02:34Since you said you were mine
00:02:42Ich liebe Überraschungen. Aber warum muss ich alles stehen und liegen lassen und um 11 Uhr vormittags mit dir Spaghetti Boncola essen?
00:02:54Weil es einen Grund dafür gibt. Und weil du ein Recht auf eine Antwort hast.
00:03:01Und weil es manchmal Sachen im Leben gibt, die man einfach tun muss, weil man sie sonst nie mehr tut.
00:03:04Und jetzt isst bitte. Auf!
00:03:07Jeremy, es ist was absolut Fantastisches passiert.
00:03:21Ja, Mama erstens sollst du klopfen und zweitens kann es auf keinen Fall spannender sein, als die Geschichte von Hummern, der in Brainscans hochgeladen werden, die dann zu einem Meteor fliegen, der wiederum die exakte Kopie von... richtig, Teneriffa ist.
00:03:46Puh. Mehr sagst du dazu nicht?
00:03:52Ja, ich sagte doch, ich freue mich.
00:03:56Es gibt da einen schönen Reim von Wilhelm Busch.
00:04:00Und was ich dir erzählt habe, interessiert dich überhaupt nicht?
00:04:02Doch, ich freue mich doch wahnsinnig. Aber ich bin trotzdem weiter solo.
00:04:06Wieso interessiert sich eigentlich in diesem Haus jeder ausschließlich für sich selbst?
00:04:09Ach, wie toll. Ich freue mich wirklich.
00:04:10Ach, wenigstens eine.
00:04:11Wie toll. Endlich.
00:04:13Ja.
00:04:14Äh, endlich? Wieso denn endlich? Was soll denn?
00:04:16Kann das heißen, dass ich eine vertrocknete alte Schachtel bin, die froh sein kann, dass sie kurz vor dem Vorschluss noch einen abkriegt?
00:04:21Oh, ist das schön.
00:04:23Wie hat er dich denn gefragt?
00:04:24Ist er richtig auf Knien?
00:04:25Er hat Spaghetti-Wongole gemacht. Die waren ein bisschen matschig, aber in einer der Muscheln war dann der Ring drin.
00:04:30Wie süß.
00:04:31Soll ich das echt machen?
00:04:32Ja, bist du irre? Natürlich.
00:04:34Aber heiraten, das ist für immer.
00:04:37Ja, genau darum geht's auch.
00:04:39Aber das ist echt lang.
00:04:41Lies meine Lippen nur über meine Leiche. Du wirst das auf gar keinen Fall machen.
00:04:46Was um alles in der Welt glaubst du, gibt dir das Recht, mir hier Ratschläge erteilen zu wollen?
00:04:50Das ist gar kein Ratschlag. Das ist eine Feststellung.
00:04:53Was machst du denn hier überhaupt?
00:04:55Ich restauriere ein Bild.
00:04:58Ist doch schön, wenn alte Leute noch eine Beschäftigung finden, nachdem man sie ja im Tagesgeschäft für überflüssig erklärt hat.
00:05:05Jedenfalls, jetzt, du machst das nicht.
00:05:10Du, ich höre dich ganz schnell. Ich habe einen Ton im Ohr. Ich höre nur so ein Psssss.
00:05:14Ich sagte keine Eheschließung.
00:05:18Wieso sagst du das?
00:05:20Du bist nicht der Hochzeitstyp.
00:05:22Wieso bin ich nicht der Hochzeitstyp?
00:05:23Ach ja, natürlich. Wie alle bedauernswerten weiblichen Geschöpfe glaubst du, der Hochzeitstyp zu sein.
00:05:30Jemand sagt, willst du mich heiraten?
00:05:34Und in deinem Gehirn leuchtet ein riesiger lachender Weihnachtsbaum auf mit tausend Lichtern, die alle Hurra rufen.
00:05:41Dann wirfst du einen Brautstrauß und alle betrinken sich.
00:05:44Aber damit endet es nicht.
00:05:46Womit endet es dann?
00:05:47Es endet damit, dass dein Mann, und sei ja auch der liebenswürdigste Psychologe nördlich des Neckars,
00:05:54tief in seiner stammesgeschichtlichen Struktur die Gewissheit hat, dass er jetzt ein Ehemann ist.
00:06:01Er lässt sich bedienen, er hat die Hosen an und er hat null Bock mehr, dir den Hof zu machen.
00:06:07Einfach gesagt, er pinkelt wieder im Stehen.
00:06:12Ja, du kennst doch deine Mutter. Das liegt in ihrer Natur.
00:06:16Aber wieso muss sie mir das jetzt auch noch kaputt machen?
00:06:20Siehst du immer so, was sich vor deiner Hochzeit noch ärgert, ärgert dich hinterher nicht mehr.
00:06:24Was soll das denn sein? Das vorher-nachher-Hochzeitsgesetz?
00:06:29Ja, weißt du, vor wichtigen Sachen im Leben wirkt alles nochmal viel, viel größer.
00:06:33Wie durch eine Lupe.
00:06:35Vielleicht damit man sich alles nochmal genauer ansehen kann.
00:06:36Da hat sie noch so Andeutungen gemacht. Sie klang wie das blöde Orakel von Delphi.
00:06:46Kann ich auch so einen Kaffee?
00:06:51Mhm.
00:06:52Was ist das für die 19? Kontrollier doch bitte nochmal die Vinnie-Bard.
00:07:21Alles klar.
00:07:23Sie müssen Frau Kramer sein. Die Jüngere.
00:07:27Ich leugne jede Ähnlichkeit, aber Sie haben recht.
00:07:29Ich kannte Ihre Mutter schon, als sie in Ihrem Alter war.
00:07:33Und da war tatsächlich etwas sehr Ähnliches. Und ich meine nichts Äußerliches.
00:07:38Ah ja.
00:07:39Bekomme ich die 17? Mein Name ist Frank Jonas.
00:07:44Ja, Sie haben sie.
00:07:45Danke.
00:07:45Danke.
00:07:46Okay.
00:08:17Frank!
00:08:21Günther, es ist lange her.
00:08:26Ja, so ist es.
00:08:31Darf ich fragen, was du liest?
00:08:35Aber ich verstehe.
00:08:38Was genau verstehst du?
00:08:41Das ist schon der späte Wittgenstein, oder?
00:08:46Weltruhm durch den Trattatus.
00:08:50Dann das Gefühl, alles Sagbare gesagt zu haben in seinen Untersuchungen.
00:08:55Und doch scheint er Zweifel zu haben.
00:08:57Was können wir wirklich wissen?
00:09:00Er zieht sich für ein Jahr in einem Blockhaus an einem norwegischen Fjord zurück
00:09:04und beginnt zu schreiben über Gewissheit.
00:09:08Zweifeln heißt denken.
00:09:12Aber ein Zweifel ohne Ende ist nicht einmal ein Zweifel.
00:09:15Nicht schlecht für ein nach vier Semestern abgebrochenes Philosophiestudium.
00:09:20Dass man aufhört zu studieren, heißt ja nicht, dass man aufhört zu lernen.
00:09:26Zumal ja viel passiert war.
00:09:29Ja.
00:09:32Plötzlich warst du weg.
00:09:34Was ist passiert?
00:09:35Die älteste Geschichte der Welt.
00:09:39Jung liebt Mädchen, Mädchen liebt anderen Jungen.
00:09:43Und dieser andere Junge, das warst eben du.
00:09:53Und?
00:09:54Er braucht noch Zeit.
00:09:58Aber macht ihr es?
00:10:00Das kann ich dir noch nicht sagen.
00:10:03Er müsste mir vertrauen.
00:10:05Aber natürlich tut er das nicht so schnell.
00:10:10Aber ich bin ja eine ganze Woche hier.
00:10:14Danke fürs Kommen.
00:10:15Du hast was gut bei mir.
00:10:18Nicht so viel wie du bei mir.
00:10:22Vorsicht.
00:10:24Ich bin allergisch gegen Sentimentalität.
00:10:27Ich weiß.
00:10:29Warst du immer.
00:10:30Was ist denn hier los?
00:10:31Ich habe keine Ahnung.
00:10:36Sie sagen, Sie warten.
00:10:38Auf wen?
00:10:40Ich weiß doch nicht.
00:10:42Man nimmt überall auch von oben die ganze Schwingung,
00:10:46hier die ganze Energie von oben ganz,
00:10:52von oben in die gesamten Anregung,
00:10:55Man nimmt überall, auch von oben, die ganze Schwingung hier, die ganze Energie von oben.
00:11:00Entschuldigung, ich bin die Direktorin dieses Hotels. Kann ich Ihnen helfen?
00:11:03Ja, ich warte auf Frau Kramer.
00:11:05Ich bin Frau Kramer.
00:11:06Nein, Sie sind nicht die, die uns zu Ihnen führt.
00:11:10Vielen, vielen, vielen Dank.
00:11:12Sehr gerne doch. Und alles Gute für Sie.
00:11:14Danke.
00:11:15Danke schön. Vielen Dank.
00:11:25Ich danke Ihnen wirklich so sehr.
00:11:30Alles Gute.
00:11:33Du hast zehn Sekunden und die Zeit läuft jetzt.
00:11:37Zeit, liebe Tochter, ist vielleicht das Relativste von allem.
00:11:40Auch wenn viele von uns das Gegenteil glauben.
00:11:42Was passiert in diesem Zimmer?
00:11:44Frank Jonas ist einer der führenden Heiler Europas.
00:11:47Er war zwölf Jahre alt, als er seine Gabe entdeckte.
00:11:50Und seitdem hat er vielen tausend Menschen geholfen.
00:11:53Und die stehen jetzt alle unten in meiner Hotelhalle?
00:11:55Unserer Hotelhalle. Und Sie stehen da, weil Sie leiden.
00:11:58Oder weil Sie etwas auf dem Herzen haben.
00:12:00Und viele von Ihnen sind sehr, sehr krank.
00:12:03Passt das noch in deine Zuckerbäcker-Welt?
00:12:05Aus Pflaumenkuchen und Hochzeitsstrauß?
00:12:07Du, wenn Sie krank sind, dann sollen Sie zum Arzt gehen.
00:12:10Die meisten von Ihnen rennen seit Jahren zu Ärzten.
00:12:13Und die haben Ihnen eben nicht geholfen.
00:12:15Ja, das tut mir ja auch leid für Sie.
00:12:17Aber das macht unser Hotel noch lange nicht zu einer Wartehalle
00:12:19einer alternativen Klinik für Wunderheilungen.
00:12:21Doch!
00:12:23Ja, das ist so lieb.
00:12:29Jawoll.
00:12:30wie man es spricht noch einmal was ist das für hotel wenn man nicht einmal findet unsere
00:12:51reservierung da habe ich sie was für zwei so hoch attraktive damen aus der entfernen unser
00:12:58wunderschönes heidelberg gegen frage was interessiert das lakaien da haben sie völlig recht jedenfalls
00:13:06herzlich willkommen im hotel heidelberg ah ist doch hotel nicht gitterbahnhof nein wir sind ein
00:13:13hotel und wir hoffen sie haben einen angenehmen aufenthalt das hoffe ich ebenfalls denn meine
00:13:18tochter braucht vor allem eins nämlich absolute ruhe ruhe ja die ist bei uns im preis inbegriffen
00:13:28ruhe ist sozusagen unser zweiter vorname
00:13:34hier das ja unglaublich heute das machen vor vier jahren erkrankte ich an einer laut schulmedizin
00:13:48unheilbaren krankheit nach nur sechs sitzungen bin ich nun schmerz und symptomfrei frank jonas ist ein
00:13:55phänomen oder das ist auch toll hallo frank jonas hat meinem kind das leben gerettet ich danke gott
00:14:06dass es ihn gibt und ich das glück hatte zu ihm zu finden die reden über den als wäre der quasi jesus
00:14:11ja es gibt sowas wie autosuggestion der glaube kann ja bekanntlich berge versetzen vor allem bei menschen
00:14:17die angst haben ich habe auch angst dass mein hotel zum sektenzentrum verkommt kann man da gar nichts
00:14:20machen er nimmt kein geld hier steht alles aus spendenbasis damit betreibt ja kein gewerbe
00:14:27kann am hotel das ja nicht verbieten dass er besuch kriegt auf seinem zimmer
00:14:31nicht
00:14:38na komm das wird schon
00:14:46wir lassen es besser
00:14:50ach komm da müssen wir jetzt durch
00:14:52wieso müssen wir jetzt durch
00:14:54das ist schon ein bisschen komisch wäre wenn die sich erst bei unserer hochzeit kennenlernen
00:14:56im gegenseitig glaube ich finde das sogar viel besser da gibt es viel mehr ablenkung viel mehr leute viel lautere musik
00:15:01ich habe trotzdem schiss
00:15:09also im prinzip strukturieren wir finanzprodukte
00:15:15ach sie waren da sie haben die welt ein paar mal an den rand des abgrund gebracht
00:15:19bestimmt wir waren das
00:15:21also wenn sie wollen wenn ihr wollt
00:15:25ich bin werner
00:15:27ich bin günter
00:15:30günter
00:15:32hermine
00:15:34ich weiß das ist umstritten aber ursprünglich waren bestimmte finanzprodukte wie versicherungen
00:15:40die die veränderlichen märkte stabilisieren sollten
00:15:44und stabilisieren finden wir gut oder
00:15:46ja aber frankfurt wurde uns zu hektisch und
00:15:49weil unser ingolf ja auch hier lebt da haben wir vor einem halben jahr
00:15:53beschlossen auch hierher zu ziehen nach heidelberg
00:15:57und habt ihr euch schon ein bisschen eingelebt
00:16:00total wir sind sehr anpassungsfähig
00:16:03und gefällt es dir ihnen also wie finden sie heidelberg
00:16:07wie ich sie finde ich bin es vollkommen scheiße
00:16:12es ist die langweiligste bürgerlichste umgebung in der ich je gelebt habe
00:16:16aber wir müssen eben repräsentieren
00:16:18kann ja mal sein dass einer von werners geschäftsfreunden zu gast ist und dann
00:16:22sollte natürlich alles stimmen
00:16:24Susanne
00:16:26allerdings passiert das gar nicht mehr so häufig in letzter zeit weil er angst hat dass ich nicht mehr richtig funktioniere
00:16:30Susanne
00:16:32und er ist ja auch schon öfters über nacht weg
00:16:35rein beruflich natürlich
00:16:38Susanne das reicht jetzt
00:16:40ganz toll
00:16:41ihr seid doch nicht alle so ernst ich habe einen kleinen witz gemacht
00:16:46natürlich ist das alles hübsch hier
00:16:49ich liebe heidelberg jeder liebt heidelberg oder
00:16:53jedenfalls haben wir uns ein sehr hübsches haus in pfaffengrund gekauft
00:16:57also da ist es wirklich hübsch
00:17:00ja
00:17:01hübsche autos
00:17:03hübsche garagen
00:17:04hübsche frauen
00:17:05die für ihre männchen ihre hübschen häuser in schuss halten
00:17:09manche arbeiten sogar
00:17:11manche leiten sogar hotels
00:17:13oder betrinken sie schon mittags
00:17:14aber ein hotel ist ja so wahnsinnig anstrengend da braucht man natürlich therapie
00:17:18und dann ist der therapeut ja noch so ein toller hecht und dann heißt es deine eltern sollten meine eltern kennenlernen ganz ganz schnell bevor das junge glück in die brüche geht und dann trifft man sich zum mittagessen
00:17:33und ist zwischen irgendwelchen scheiß ritter rüstung
00:17:40ist doch sehr beruhigend dass annette eine schwiegermutter bekommt die verdeckte alkoholikerin ist
00:17:48also von verdeckt kann ja wohl keine rede sein aber ich mag die frau die hat wenigstens prinzipien
00:17:56guck mal die tangente die gibt es auch nicht mehr weißt du noch wie dave ihm mal ein konzert gegeben hat
00:18:02natürlich weiß ich das noch
00:18:04ebenso wie mir klar wird dass es kein zufall ist dass du gerade mit mir hierher gehst
00:18:09ich kann dich beruhigen
00:18:12ich habe ihn angerufen
00:18:13er kommt
00:18:15wie lange habt ihr euch nicht gesehen
00:18:17seit
00:18:18seit damals
00:18:20aber
00:18:23in einem sind wir uns wenigstens einig
00:18:26dass man reinen tisch machen soll
00:18:28ja
00:18:29aber jetzt gehen wir erst mal einen absag an träger
00:18:34okay
00:18:35verdeckt
00:18:36guck mal
00:18:41tadaa
00:18:50weißt du noch was du bei unserer ersten sitzung zu mir gesagt hast
00:18:53das wichtigste an beziehungen ist kommunikation weil sie nämlich die grundlage von allem ist
00:19:00wir lernen uns kennen wir verlieben uns wir beschließen zu heiraten und die ganze zeit über mache ich keine sekunde einen hehl daraus dass meine komplette familie aus exzentrikern besteht und du hast nicht mal nur erwähnt dass deine mutter eine totale schnappst
00:19:08schnappst
00:19:10schnappst
00:19:11schnappst
00:19:12jetzt mal langsam ja
00:19:14sie trinkt okay aber sie ist immer noch meine mutter
00:19:15nimmst du dir gerade auch noch in schutz
00:19:17die
00:19:18die
00:19:19hat gesagt dass ich nur blöde kubel die auf ihren therapeuten reinfällt und was machst du
00:19:22richtig nix
00:19:23was hätte ich denn deiner meinung nach tun sollen
00:19:24Sie hat gesagt, dass ich nur eine blöde Kube bin, die auf ihren Therapeuten reinfällt.
00:19:28Und was machst du? Richtig, nix.
00:19:30Was hätte ich denn deiner Meinung nach tun sollen?
00:19:33Hättest du ja sagen können, Mutter, ich liebe diese Frau und ich werde glücklich mit ihr werden.
00:19:36Warte, du kennst sie so überhaupt gar nicht. Das würde überhaupt nichts bringen.
00:19:39Und du sitzt nur da.
00:19:45Du hast recht. Es tut mir leid.
00:19:49Und du stellst das richtig?
00:19:52Werde ich.
00:19:54Ich schätze, ich will einfach nur, dass du zu mir stehst. Okay?
00:20:04Aber das tue ich doch.
00:20:09Wirklich.
00:20:14Sag mal, war das gerade unser erster Streit?
00:20:19War gar nicht mal so schlecht, oder?
00:20:20So muss man lieber.
00:20:31Aber wie kriegst du diese fantastische Konsistenz hin?
00:20:46Ein Omelette ist genau dann soweit, wenn die Oberflasche Gold in Gelb wird.
00:20:53Mama.
00:20:53Aha.
00:20:55Wer in diesem Moment zögert, der verpasst seinen einzigen Schenks.
00:20:59Ah, ja, die einzige Schenks.
00:21:02Das sollte man ja auf gar keinen Fall tun.
00:21:04No.
00:21:04Jedenfalls wollte ich dich mal fragen, ob du dir vielleicht vorstellen könntest, also das ist du und ich, ob wir zusammen mal essen gehen wollen.
00:21:13Aber wir essen doch gerade.
00:21:15Ja, schon, klar, sicher.
00:21:16Bloß ich meine so richtig essen gehen.
00:21:18Mit Kerzen und so.
00:21:20Und sich hübsch anziehen und das ganze Leben erzählen.
00:21:22Und hinterher auf der Straße, wo es also diesen Moment gibt, wo...
00:21:27Wo?
00:21:29Wo, du weißt schon, wo man den anderen fragt, ob er vielleicht noch...
00:21:35Ui, ich glaube, da gibt was, was du wissen solltest.
00:21:41Okay.
00:21:42Es war der schrecklichste Moment in meinem ganzen Leben.
00:21:52Aber das weiß schon jeder hier, dass Cindy mit Jennifer zusammen ist.
00:21:55Aber ich, ich wusste es eben nicht.
00:21:57Sie hat mir ja vollkommen eindeutige Signale gesendet.
00:22:01Ja gut, aber da kann ja Cindy nichts dafür, wenn du ein Omelette für einen Heiratsantrag hältst.
00:22:05Du hast gut reden.
00:22:07Aber irgendwann erwischt es dich auch mal.
00:22:09Und dann, dann reden wir weiter.
00:22:12Ich nicht sage, ich frage, wie soll möglich sein, Konzentration, wenn ihr Baulernen...
00:22:21Das ist kein Baulernen, das ist ein Stoppsauger.
00:22:23Sauber machen.
00:22:24Aber nicht hier.
00:22:25Gibt es ein Problem?
00:22:26Kramer, ja, gibt Probleme.
00:22:30Hören Sie.
00:22:35Kind übt vier Stunden pro Tag, Minimum.
00:22:38Dafür Konzentration.
00:22:40Marco, wie lange brauchst du noch?
00:22:42Vielleicht zehn Minuten.
00:22:45Sind zehn Minuten in Ordnung für Sie?
00:22:46Hm, hm.
00:22:48Hm, hm.
00:22:54In zehn Minuten Konzentration.
00:22:57Diese alte Russin, die macht mich wahnsinnig.
00:22:59Heute Morgen war Zibliinis zum Frühstück, weil sie meinte, das ist ein internationales Haus.
00:23:03Jetzt dürfen wir auch nicht mal mehr staubsaugen, weil ihre Tochter braucht Konzentration.
00:23:07Wozu das denn?
00:23:08Weiß nicht, die ist eine Stargeigerin, Wunderkind.
00:23:11Für die ist ein Staubsauger wahrscheinlich für uns eine Atombombe.
00:23:13Hey.
00:23:14Du musst das russische Wunderkind sein.
00:23:18Das ukrainische und mittlerweile wohnen der Jugendliche.
00:23:21Was liest du denn Schönes?
00:23:46Ich lese gar nicht, ich höre.
00:23:51Heißt KV nicht Köchelverzeichnis?
00:23:54Ah, wie schlecht.
00:23:55Ja, hatten wir mal kurze Musik.
00:24:00Das war Einsteins Lieblingsstück.
00:24:02Er meinte, es sei vom Himmel gefallen.
00:24:06Und du hörst das echt?
00:24:08Jede Note.
00:24:09Sparst du den MP3-Player?
00:24:11Ja.
00:24:15Heute Abend spiele ich.
00:24:16Vielleicht hast du Lust.
00:24:18Na, ich bin eigentlich mehr so der Elektro-Typ.
00:24:24Mozart war da ziemlich tolerant.
00:24:33Das Buffet, das machen wir auf der oberen Terrasse.
00:24:35Und wenn es riechelt, hier im Speise.
00:24:36Du kannst welche unten in der Halle.
00:24:38Der Engler, Ingo und die Jungs haben immer noch die Band.
00:24:40Die haben sofort zugesagt.
00:24:41Oh, super.
00:24:41Und die Hotelgäste werden mit morgens um sechs Bescheid.
00:24:44Das ist doch nur ein Wochenende.
00:24:46Wir wollen doch sowieso alle hier wohnen.
00:24:48Ja.
00:24:50Papa?
00:24:55Sicher, das machen wir.
00:24:57Hat der irgendwie was?
00:25:13Irgendwie ist ja komisch in der letzten Zeit.
00:25:14Ach Mario, das kommt in die 13.
00:25:16Hast du deine Mutter erreicht?
00:25:17Bin ich dran.
00:25:18Versprochen ist versprochen.
00:25:20Ich muss jetzt los.
00:25:21Tschüss.
00:25:22Ach, hallo.
00:25:23Tschüss.
00:25:24Dankeschön.
00:25:25Das ist die Mailbox von Susanne Mottesius.
00:25:29Keine unwichtigen Nachrichten.
00:25:30Bitte nach dem Piepton.
00:25:34Du könntest deiner ältesten Tochter wenigstens die Illusion geben,
00:25:39dass du dich irgendwie für ihre Hochzeit interessierst.
00:25:43Vielen Dank.
00:25:44Sehr sensibel.
00:25:46Jetzt hör mir mal zu.
00:25:49Ich akzeptiere ja, dass sich das hier um eine Sondersituation handelt.
00:25:52Aber ich werde nicht zusehen, wie du dich hier verkriechst.
00:25:57Ich verkrieche mich nicht.
00:25:59Ich versuche nur einige Dinge in einem anderen Licht zu sehen.
00:26:06Diese Dinge stehen aber nicht da drin.
00:26:09Das Leben ist da draußen.
00:26:11Und es geht weiter.
00:26:12Ist mir klar.
00:26:14Bloß begeistert mich diese Tatsache zur Zeit nicht gerade.
00:26:17Wann willst du es Ihnen sagen?
00:26:21Wenn ich soweit bin.
00:26:24Kann sein, dass du dich beeilen solltest.
00:26:26Na, du machst es aber auch kompliziert heute.
00:26:38Du wolltest, dass ich mitkomme.
00:26:41Oh, wie findest du das?
00:26:42Guck mal, das ist schön.
00:26:43Ist ja nicht mal weiß.
00:26:45Na ja, man heiratet heute auch nicht mehr unbedingt in weiß.
00:26:48Schon allein, dass man das später nochmal anziehen kann.
00:26:50Anette, das sieht aus wie ein Kleid von der Queen.
00:26:57Wann willst du das nochmal anziehen?
00:26:59Zum Faschen vielleicht?
00:27:01Haben Sie sich schon entschieden?
00:27:02Na ja, wäre das ein bisschen schwierig.
00:27:04Na, dann lasse ich Sie noch ein bisschen allein.
00:27:06Das ist völlig normal, dass es vor der Heirat noch das eine oder andere zu besprechen gibt.
00:27:13Denkt die etwa, dass...
00:27:15Tja, Zeiten ändern sich.
00:27:18Hör mal, es ehrt mich ja, dass du in dieser Angelegenheit den Rat deines alten Vaters willst.
00:27:24Ähm, Papa, deshalb sind wir eigentlich auch nicht hier, sondern weil ich dich fragen wollte,
00:27:30ob du dir vorstellen kannst, mein Trauzeuge zu sein.
00:27:35Was?
00:27:36Ja, ich habe wirklich gründlich darüber nachgedacht.
00:27:38Und ich weiß selbst, dass es ungewöhnlich ist, weil du mein Vater bist.
00:27:41Aber du warst immer für mich da.
00:27:42Und wenn es mir mal nicht gut ging, dann hast du immer das Richtige gesagt.
00:27:45Und deshalb würde es mich sehr, sehr glücklich machen, wenn du ja sagst.
00:27:51Was ich dir sage, einen kompletten Tobsuchtsanfall.
00:27:53Ist das so typisch?
00:27:54Das wäre der totale Wahnsinn und er ist viel zu alt.
00:27:56Und Ingolf als mein Therapeut würde sofort sagen,
00:27:58das ist ein Ausdruck meines unbewussten Wunsches, meinen Vater zu heiraten.
00:28:01So ein...
00:28:02Interessant.
00:28:04Und? Ist das so?
00:28:05Blödekum.
00:28:07Und dann ist er rausgerannt.
00:28:09Was ist denn mit dem?
00:28:10Väter sind doch immer irgendwie ambivalent,
00:28:13wenn ihre Tochter mit einem anderen Kerl ankommt.
00:28:15Das ist wie in diesem Film mit Ben Stiller und Robert De Niro.
00:28:17Aber das ist doch auch ein Vertrauensbeweis, wenn ich ihm sage, er sei.
00:28:19Ja, natürlich.
00:28:20Papa war aber immer schon komisch, wenn es um sowas geht.
00:28:23Ich habe eh das Gefühl, je älter die Leute werden,
00:28:25desto mehr steht über allem irgendwann die Überschrift.
00:28:28Ich habe nicht mehr viel Zeit.
00:28:31Aber es geht ihm doch wieder gut.
00:28:34Wissen wir es?
00:28:34Und das da?
00:28:39Ist ja zu nah am Gang.
00:28:41Will doch nicht auf einem Güterbahn.
00:28:43Ja, aber guck mal da, wo der Baum ist.
00:28:45Da rein.
00:28:46Da ist doch niemand sonst.
00:28:48Ja, ist ja nie Sonne.
00:28:51Aber hier,
00:28:52neben dem kleinen Buchsbaum,
00:28:54das ist doch wirklich ganz hübsch.
00:28:57Hermine,
00:28:58das ist eine Entscheidung,
00:29:00die man nicht leichtfertig treffen sollte.
00:29:02Ein paar Schuhe kann ich umtauschen,
00:29:05wenn sie drücken.
00:29:06Aber hier legt man sich doch sozusagen fest.
00:29:10Ein Grab muss stimmen, meinst du?
00:29:13Also wir könnten ja auch ein eigenes Mausoleum bauen.
00:29:16Direkt neben dem Schloss,
00:29:18wie ein indisches Grabmal.
00:29:19Ja,
00:29:20dann wäre ich wenigstens
00:29:21eine Touristenattraktion.
00:29:24Und nicht bloß Konfektionsware
00:29:25mit offenbar begrenzter Lebensdauer.
00:29:28Ja.
00:29:28Ja.
00:29:32Ja, würde dir gefallen, ne?
00:29:36Ja, wollen wir überhaupt noch weitersuchen?
00:29:40Herrgott,
00:29:41jetzt sind wir schon mal hier.
00:29:43Noch,
00:29:44meinst du?
00:29:45Echt cool, dass du mitkommst, danke.
00:30:07Bin ich dein Onkel?
00:30:08Oder bin ich dein Onkel?
00:30:10Ja,
00:30:10du bist mein Onkel.
00:30:11Ja.
00:30:11Ja.
00:30:15Ja.
00:30:15voted irgendwo?
00:30:16Ja.
00:30:16Ja.
00:30:18Ja.
00:30:21B��, die
00:30:30?
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00:32:24Wie fandst du's?
00:32:32Von Himmel gefallen.
00:32:42Ich war 13, als der Krieg ausbrach. Meine Mutter und ich konnten gerade noch fliehen.
00:32:48Dein Vater?
00:32:50Er kämpfte in der Armee.
00:32:52Er meinte, ich kann doch nicht einfach zusehen.
00:32:58Am Tag, als ich in Kiew am Konservatorium angenommen wurde,
00:33:02kriegten wir die Nachricht.
00:33:04Er war mitten in Artilleriebeschuss geraten.
00:33:12Wenn ich spiele, dann denke ich immer,
00:33:16vielleicht hört er mir ja von da oben zu.
00:33:22Und wieso fragst du da gerade mich?
00:33:26Weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.
00:33:30Ich will ja mit meiner Mutter sprechen, aber sie geht mir systematisch aus dem Weg.
00:33:34Na ja, du hast doch Erfahrung mit schwierigen Frauen.
00:33:40Schwierig? Ab wann ist eine Frau schwierig?
00:33:44Was sagt denn der Therapeut in dir?
00:33:48Ich denke, ihr habt beide Angst.
00:34:00So schwer kann es doch nicht sein, sie zu finden.
00:34:02Wer kann es doch nicht sein, sie zu finden.
00:34:10Treffer?
00:34:12Versenkt.
00:34:14Versenkt.
00:34:26Ich möchte dich, ich möchte dich, ich möchte...
00:34:28Okay.
00:34:32Mach einfach rein damit.
00:34:34Ja, let's take the blue one.
00:34:36Ja, let's take the blue one.
00:34:38Blökeli.
00:34:40Three, two, one.
00:34:44Wie alt warst du?
00:34:48Sieben.
00:34:50Dann hatte ich meinen Vater sechs Jahre länger als du deinen.
00:34:56Ich schätze, deshalb tut das nicht weniger weh, oder?
00:35:00Nein.
00:35:01Tut es nicht.
00:35:02Ich schätze, deshalb tut das nicht weniger weh, oder?
00:35:04Nein.
00:35:06Tut es nicht.
00:35:08Tut es nicht.
00:35:09Tut es nicht.
00:35:38Tut es nicht.
00:35:39Tut es nicht.
00:35:40Tut es nicht.
00:35:45Und?
00:35:54Meine Hände haben manchmal heilende Wirkung, aber sie ersetzen kein MRT.
00:35:59Jetzt fängst du auch noch damit an.
00:36:02Hat Hermine mit dir geredet?
00:36:04Ja, das hat sie.
00:36:05Und ich habe nie behauptet, dass meine Arbeit die der Schulmedizin in allen Fällen ersetzen
00:36:10kann.
00:36:15Es gibt ein paar Dinge, die absolut gewiss sind, wir werden alt werden, wir werden krank
00:36:20werden, wir werden sterben und wir werden alles verlieren, was uns lieb und teuer ist.
00:36:25Die einzig offene Frage ist, wann wir das tun.
00:36:35Sag mal, hast du nicht wahnsinnig Lust, mich in der Schule abzusetzen?
00:36:48Riesige, wahnsinnige Lust, Lieblingsenkel, nur leider die falsche Richtung.
00:36:52Wo willst du denn hin?
00:36:54Flughafen.
00:36:55Hast du ein Date?
00:36:56Ein Date mit der Rockgeschichte.
00:37:05Dave Vier?
00:37:29Das ist nicht dein Ernst, dass du Dave Universe nicht kennst.
00:37:34Eine der größten Stars von der Welt in die 70er.
00:37:37Try me a river, never let me go.
00:37:40Das ist absolute Rock-History.
00:37:42Ach, und der rollt seinen Rollator jetzt ein bisschen in Heidelberg aus?
00:37:44No, er tritt hier auf.
00:37:47Der rollt hier auf. Das heißt ja auch Rock'n'Roll.
00:37:51Die Stones und Bob Dylan gehen immer noch jedes Jahr auf Tour.
00:37:55Klar sind die teilweise über 70, aber die fetzen mehr als die meiste 20-Jährige today.
00:37:59Ja, wahrscheinlich, weil sie sich damals so viel Drogen in den Zellen eingelagert haben,
00:38:03dass es bis heute reicht.
00:38:04Yeah. Solltest du nicht schon längstens in der Schule sein?
00:38:06Ja, aber ich dachte, vielleicht fährst du mich.
00:38:09Nein.
00:38:12Also wenn dieser sogenannte Heidelberg bald sich woanders einen neuen Kurau sucht,
00:38:16dann dreh ich durch. Wo ist eigentlich Hermine?
00:38:19Die wollte zum Flughafen und die hat sich aufgedonnert,
00:38:22als wenn sie einen Kerl aufreißen wollte.
00:38:24Oder sie trifft eine ihre Verflossene.
00:38:27Frühstück?
00:38:51Zu spät alte Gewohnheiten zu Ende.
00:39:01Zu spät für eine Menge Dinge.
00:39:08Wie magst du das, Baby? Du siehst keine Tage älter aus.
00:39:11Ein paar Wochen schon und immer ganz viel Spinat gegessen.
00:39:17Und die ist eine große Herausforderung.
00:39:22Ach, ich bin richtig.
00:39:22Ah, ich bin nicht.
00:39:23Oh, ich bin nicht möglich.
00:39:24Oh, ich bin mir ja.
00:39:26Oh!
00:39:26Oh!
00:39:26Oh!
00:39:27Oh!
00:39:28Oh!
00:39:28Oh, oh!
00:39:28Oh!
00:39:28Oh!
00:39:29Oh!
00:39:30Oh!
00:39:31Nothing has changed.
00:39:42Dave, das ist Annette.
00:39:46Annette, das ist Dave Rivers.
00:39:49Hey, absolute Rockgeschichte, hallo.
00:39:51You are so inclined, Elisabeth Maia.
00:39:54Let me give you a hug.
00:39:55Oh, wow.
00:39:58Ja, so brav.
00:40:00Herzlich willkommen im Hotel Heidelberg.
00:40:01Danke.
00:40:16Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen einem Beaujolais und Bordeaux?
00:40:20Zum einen sind das verschiedene Lagen, also Anbaugebiete.
00:40:23Ein Bordeaux, das ist im Prinzip ein schwerer Landwein.
00:40:25Und der ist viel leichter und fruchtiger.
00:40:28Aha.
00:40:30Und ein Chablis?
00:40:32Was ist denn Weißwein?
00:40:36Ich weiß noch, wie wir mit Papa an der Côte d'Azur waren.
00:40:38Das kannst du gar nicht wissen, da warst du drei.
00:40:41Doch.
00:40:42Doch, da war so ein Kellner, der konnte mit den Ohren wackeln.
00:40:45Stimmt.
00:40:47Hm.
00:40:49Okay, seit wann hilfst du mir freiwillig und seit wann interessierst du dich für französische Weine?
00:40:54Die lange oder die kurze Version?
00:40:57Tatjana macht in Paris ihr Musikstudium zu Ende und wir haben uns entschlossen, dass ich zu ihr ziehe.
00:41:02Nach deinem Abi?
00:41:03Nee.
00:41:04Nächsten Monat.
00:41:05Du willst dein Abi schmeißen?
00:41:06Ich kann das in Paris machen.
00:41:07Ich verlieh nur ein Jahr.
00:41:08Wie nur ein Jahr?
00:41:09Jeremy, entschuldige, aber das kann ich gerade echt nicht auch noch brauchen.
00:41:14In zwei Monaten werde ich 18, dann kannst du das sowieso nicht mehr entscheiden.
00:41:19So, jetzt sag ich dir mal was.
00:41:20Ich glaube nämlich, du kannst das auch nicht entscheiden, weil sonst würdest du hier nicht mit so einem Schwachsinn ankommen.
00:41:24Schwachsinn?
00:41:25Ich freue mich, dass ihr euch so gut versteht, aber deshalb schmeißt man doch nicht seine Zukunft weg.
00:41:28Mama, Frankreich ist einfach Europa.
00:41:30Oh.
00:41:31Das ist nicht mehr so wie vor dem Krieg.
00:41:32Oh ja, und da warten die nur auf dich.
00:41:33Ja.
00:41:34Hey, du kennst nicht mehr Französisch.
00:41:35Ja, das kann man ja lernen.
00:41:36Ich jobber einfach ein paar Monate und mach dann drüber ein letztes Jahr.
00:41:38Okay, das ist alles total easy.
00:41:39Nur deine blöde Mutter macht so kompliziert.
00:41:40Ja.
00:41:41Du heiratest ja auch einfach und wie das für mich ist, ist dir doch völlig egal.
00:41:44Sag mal, wie schräg ist das denn?
00:41:45Du hast gesagt, das ist okay für dich.
00:41:46Und wenn ich mal was für mich machen will, dann ist es direkt wieder geht nicht, oder was?
00:41:49Das heißt zumindest nicht, dass ich Hurra brülle, wenn du deine Zukunft wegschmeißen willst.
00:41:58Und die Flasche bleibt hier.
00:42:04Ich habe ein Geschenk für dich.
00:42:06Du, mein Bedarf an Überraschungen vor heute ist echt gedeckt.
00:42:10Habe ich was verpasst?
00:42:12Außer 40 Jahren Spaß, meinst du?
00:42:14Danke.
00:42:15Ich dachte nur, ich meine, weil das ja nichts wirklich vor deiner Zeit war.
00:42:19Und deshalb kannst du das ja auch nicht wissen.
00:42:22Aber dieser Mann hier war ein Star.
00:42:28Okay.
00:42:30Dave Rivers, ja.
00:42:32Cool.
00:42:33Okay.
00:42:34Warum gibst du mir das denn?
00:42:36Planen wir ein Dave Rivers Museum?
00:42:38Oder gibt es was anderes, das ich wissen sollte?
00:42:40Oh, es gibt bestimmt eine Menge Dinge, die du wissen solltest.
00:42:44Wie erwartet ey, die hat einen totalen Aufstand gemacht.
00:43:00Bei meiner Mama ist echt toll.
00:43:02Hast du nicht gesagt, sie nervt endlos?
00:43:04Naja, tut sie auch.
00:43:06Aber für sie ist es okay.
00:43:08Das heißt, sie ist einverstanden?
00:43:10Dass ich bei euch in Paris einsiehe, dass wir heiraten, acht Kinder kriegen und den Rest…
00:43:15Ich verstehe echt nicht, warum du immer so misstrauisch bist.
00:43:26Ich bin überhaupt nicht misstrauisch.
00:43:27Ich kenne sie einfach.
00:43:28Da steckt irgendein Wahnsinn dahinter.
00:43:29Jetzt, Mama holt den vom Flughafen ab.
00:43:32Offenbar hatten die mal was miteinander.
00:43:34Ja klar, warum sonst soll die das ganze Zeug aufbewahrt haben?
00:43:37Die hat ja sogar Artikel ausgeschnitten in so einem Teenager.
00:43:39Ja, das kann ja sein.
00:43:40Aber warum schenkt sie das jetzt mir?
00:43:42Keine Ahnung, ich habe keinen Schimmer.
00:43:44Das war ja auch alles schon fast ein Jahr her, bevor du…
00:43:46Geboren wurdest.
00:43:48Das kann aber nicht sein, oder?
00:43:51Quatsch, natürlich nicht.
00:43:52Papa ist dein Papa.
00:43:53Oh, bitte sag einfach nein.
00:43:54Natürlich nicht.
00:43:55Sag nein.
00:43:56Nein.
00:43:57Nein, oder?
00:43:58Nein, auf gar keinen Fall.
00:43:59Das ist ja furchtbar.
00:44:00Ach, bestimmt nicht.
00:44:01Ich will das nämlich nicht.
00:44:03Und ich kann das doch überhaupt gar nicht gebrauchen.
00:44:12Frau Reuter, tut mir außerordentlich leid, aber…
00:44:15Nein, bitte.
00:44:16Wir wollen ja sowieso fern.
00:44:17Das ist sehr freundlich von Ihnen.
00:44:18Der Hund ist natürlich nächste Woche da.
00:44:19Nein, nein, das muss nicht sein.
00:44:20Doch, das muss sein.
00:44:22Ja, ich weiß, ich kann ja nicht einfach reinplatzen, wie es mir passt und so weiter und so weiter.
00:44:25Ich…
00:44:26Allerdings.
00:44:28Ich verstehe.
00:44:29Also, wenn du mich wirklich verstehen würdest, dann würden wir hier sicher keinen Tee trinken.
00:44:33Aber wenn ich dich bisher richtig verstanden habe, dann ist das doch lediglich ein Verdacht mit diesem Dave.
00:44:39Das mache ich überhaupt zu?
00:44:40Sie hat mir mindestens ein Dutzend Schallplatten von ihm geschenkt und Artikel und Bücher.
00:44:44Das macht sie doch nicht, weil sie denkt, dass ich nachhilfe in Sachen Popmusik brauche.
00:44:47Sie deutet an, dass Papa gar nicht mein Papa ist.
00:44:49Ja, aber geht sich das denn zeitlich überhaupt aus? Seit wann kennen die Leute…
00:44:52Woher soll ich das denn wissen?
00:44:58Komm, träg mal noch einen Tee.
00:45:00Ich will den scheiß Tee nicht!
00:45:01Ja, vollkommen zu Recht.
00:45:02Das ist doch gut.
00:45:05Wo immer ich hingehe, folgt mir ein Hund namens Ego.
00:45:11Ich wüsste gar nicht, dass Nietzsche Humor hatte.
00:45:14Solange er noch kleinen Kopf war schon.
00:45:18Nett von dir, danke.
00:45:19Nicht nur an schauen und essen.
00:45:21Ja, doch.
00:45:22Ach.
00:45:23Also…
00:45:25Sicher, ja, deine Mutter und ich.
00:45:27Wir kannten ihn.
00:45:30Ja und? Also…
00:45:31Du kennst sie doch.
00:45:32Sie hat in der Regel nichts anbrennen lassen, wie wir uns damals auszudrücken pflegten.
00:45:37Wer zweimal mit der oder demselben Pentel Establishment…
00:45:42Hat dich das gar nicht gestört, dass sie auch mit anderen Männern…
00:45:44Das war die sogenannte sexuelle Revolution.
00:45:49Bevor uns zu dämmern begann, dass zwischenmenschliche Beziehungen ein klein wenig komplexer sein könnten, als wir angenommen hatten.
00:45:57Aber…
00:45:59Das war vor deiner Zeit.
00:46:02Hm.
00:46:03Ich habe die Blues in meine Pocken und meine Gitarre in meine Hand.
00:46:24Die Blues in meine Pocken und meine Gitarre in meine Hand.
00:46:30Die Blues in meine Gitarre in meine Hand.
00:46:33Well, I'm on the road again
00:46:36With my rock'n'roll band
00:47:03Don't you worry, baby
00:47:08I won't leave you alone
00:47:11Please, baby, don't you worry
00:47:18I rock'n'roll
00:47:27Cause the road is my home
00:47:32The road is my home
00:47:41Well, me lange is here
00:48:01Wenn wir das nachrechnen, dann werden wir uns noch älter fühlen
00:48:07Hm?
00:48:07Du weißt, was los ist mit mir?
00:48:12Ja
00:48:13Dann weißt du auch, dass diese Familie vielleicht in absehbarer Zeit ein Stück kleiner sein könnte?
00:48:20Come on
00:48:21Du bist doch eine Kämpfer
00:48:24Jedenfalls sollte das der Fall sein, dann wäre es nett von dir, wenn du dich ab und zu erkundigen würdest, wie es an Nette geht
00:48:34Verstehst du?
00:48:39Versprochen
00:48:41Gut
00:48:42Dann sollten wir doch mal fragen, ob es noch diesen alten Scotch von damals
00:48:48Amigo
00:48:51Dominic Wright
00:48:54Ja
00:48:54Two shots of this 20-year-old Scotch
00:48:57Expensive one
00:48:59I don't care
00:49:01Was ich anwesende?
00:49:05Nichts für drauf
00:49:07Tschüss
00:49:08Alter, gut
00:49:09Vielen, vielen Dank nochmal
00:49:10Ich weiß gar nicht, was
00:49:11Ach, danken Sie nicht mir, Sie selbst sind die Quelle Ihrer Heilung
00:49:15Ja
00:49:15Alles gut
00:49:16Danke
00:49:17Alles gut
00:49:17Tschüss
00:49:18Tschüss
00:49:18Herzlich
00:49:19Tschüss
00:49:20Hörnchen
00:49:21Nobens
00:49:22Frau Kramer
00:49:23Herr Jonas, ein kurzes Wort nur
00:49:29Sehr gerne
00:49:30Es ist ja an sich schon grenzwertig, dass Sie Ihr Zimmer zu Ihrer Praxis umfunktioniert haben
00:49:34Aber wenn Sie Ihre Öffnungszeiten jetzt auch noch auf die Nacht ausdehnen, dann können Sie sich darauf einstellen, dass wir Ihre Buchung stornieren werden müssen
00:49:42Dazu sagen Sie nichts
00:49:49Ich glaube, Sie haben Angst
00:49:51Irgendetwas, das gerade geschehen ist, hat Ihnen große Angst gemacht
00:49:55Falls ich in irgendeiner Form für Sie da sein kann, dann werde ich das sein
00:50:01Sie haben es ja wohl nicht mehr alle
00:50:03Aber für das Hotel ist es doch gut
00:50:22Nein, das ist überhaupt nicht gut und vor allem auch rechtlich
00:50:25Außerdem ist es schlicht illegal, wenn der sein Hotelzimmer als Behandlungsraum nutzt
00:50:28Ja gut, aber es hängt doch niemand an die große Glocke
00:50:31Stefan, der Mann muss weg und zwar jetzt
00:50:33Er kann nicht weg
00:50:36Wieso, weil er vor 30 Jahren auf Ibiza mal was mit dir hatte?
00:50:40Nein, aus einem ganz anderen Grund
00:50:44Flo wartet schon draußen, lasst uns rausgehen
00:50:47Nach seinem Infarkt damals ist er ja sofort wieder zur Tagesordnung übergegangen
00:50:54Als ob es sich nur um ein kleines Wehwehchen gehandelt hätte
00:50:58Ja, aber es geht ihm doch auch wieder gut
00:51:00Anfangs schon, aber dann passierten so nach und nach ein paar merkwürdige Dinge
00:51:06Manchmal schien ihm ein bestimmtes Wort nicht einzufallen
00:51:11Oder er erzählte mir eine Geschichte zum dritten Mal
00:51:15Aber wenn man älter wird, ist das doch manchmal so
00:51:18Irgendwann habe ich ihn darauf angesprochen, aber er wollte natürlich nichts davon hören
00:51:23Am Ende war er dann doch bereit, sich nochmal durchschecken zu lassen
00:51:28Euer Vater hat ein Glioblastom
00:51:34Einen Gehirntumor
00:51:36Einen Gehirntumor
00:51:38Einen Gehirntumor
00:51:55Was sagen denn die Ärzte? Es gibt doch Methoden und...
00:52:07Ja, natürlich. Es gibt Bestrahlungen, Chemotherapie.
00:52:12Die moderne Medizin hat viele, viele Wege gefunden.
00:52:15Bei denen man sein Haar verliert, sein Gewicht, wo einem schon morgens schlecht wird.
00:52:23Ein Freund von mir hat das einmal mitgemacht.
00:52:25Er sagte, man müsse sich das so vorstellen, wie wenn man 24 Stunden am Tag in einer Autolackiererei arbeitet,
00:52:33allerdings ohne Schutzmaske.
00:52:35Ich weiß, dass das hart ist, aber...
00:52:37Sie haben auch ausgefeilte Statistiken.
00:52:40Die Wahrscheinlichkeit einer Heilung eines Glioblastoms durch diese Methode ist bei einem Patienten meines Alters minimal.
00:52:48Aber man kann das operieren.
00:52:49Kind, das Leben beginnt und endet im Krankenhaus.
00:52:57Mir wurden die Modalitäten eines solchen Eingriffs ausführlich erläutert.
00:53:01Ebenso die Risiken.
00:53:02Du willst das nicht.
00:53:09Ich war nie ein besonders praktisch begabter Mensch.
00:53:23Ich kann eine Glühbirne auswechseln.
00:53:26Das ist im Grunde schon alles.
00:53:27Ich bin jahrelang Auto gefahren und habe innerlich gebetet, nie einen Platten zu bekommen,
00:53:33weil ich schon bei dem Versuch, den Wagenheber anzusetzen, gescheitert wäre.
00:53:37Aber was ich immer konnte, war denken.
00:53:51Ich wache morgens auf und ich denke.
00:53:56Ich sehe diese Welt und etwas in mir erkennt Strukturen und Muster.
00:54:00Aber es muss nur eine Winzigkeit schiefgehen bei einer solchen Operation und dieses Ich, mein Ich, ist nicht mehr da.
00:54:18Und was noch da wäre, wäre ein sabbernder alter Idiot, den ihr dreimal am Tag füttern müsst.
00:54:22Und wenn wir ihn einfach entmündigen lassen?
00:54:41Ja, viel Spaß.
00:54:42Der wird dem Gutachter vermutlich den Unterschied zwischen Hegel und Schelling erklären und zwar druckreif.
00:54:46Aber jemand, der sich mit Händen und Füßen gegen das Einzige wehrt, was ihm vielleicht das Leben rettet...
00:54:50Vielleicht, das ist es ja. Diese OP ist hoch riskant und kein Neuroschirurg dieser Welt wird garantieren, dass sie klappt.
00:54:54Mensch, wir müssen doch einfach irgendwas machen. Wir können doch nicht einfach zugucken.
00:54:57Ja, sag doch auch.
00:54:58Ich lasse das nicht zu. Als wir klein waren, hat er sich auch immer um uns gekümmert.
00:55:02Und wenn wir Zahnschmerzen gehabt hätten und hätten gesagt, ich gehe nicht zum Zahnarzt.
00:55:06Er hätte nicht einfach zugeschaut.
00:55:13Was denkst du denn, was ich gemacht habe die ganzen letzten Wochen?
00:55:17Ich habe mir den Mund fusselig geredet.
00:55:20Und deshalb holst du einen Wunderheiler ins Haus.
00:55:23Frank Jonas ist kein Idiot.
00:55:26Er sagt jedem, der zu ihm kommt, klipp und klar, dass seine Fähigkeiten Grenzen haben.
00:55:30Aber Papa glaubt doch, dass diese Sitzungen eine medizinische Behandlung ersetzen.
00:55:34Herrgott.
00:55:36Weil er sich an jeden Strohhalm klammert.
00:55:38Ich war gestern mit ihm auf dem Friedhof.
00:55:47Ein Grab aussuchen.
00:55:50Er hat einfach Angst.
00:55:51Aber nicht nur vor der Opi.
00:55:56Sondern auch davor, dass er uns und besonders euch
00:55:59danach bis an sein Lebensende zur Last fallen wird.
00:56:06Deshalb zieht er auch einen schnellen Abgang vor.
00:56:08Und er will reinen Tisch machen.
00:56:13Deswegen sind ja auch Dave und Frank da.
00:56:16Was hat denn Frank damit zu tun?
00:56:22Was?
00:56:22Ja, und jetzt kann es auch noch sein, dass dieser Heiler mein Vater ist.
00:56:28Ja, aber das ist doch reine Spekulation.
00:56:32Also, wenn du wirklich sicher sein willst,
00:56:35dann wird dein Vater, also Günther, bestimmt bereit sein,
00:56:38einen von diesen Tests zu machen.
00:56:40Wie kann der mich bitten, einen Test zu machen?
00:56:41Der ist todkrank.
00:56:43Deshalb, ich muss dir das sagen.
00:56:45Ich kann das nicht machen mit der Hochzeit.
00:56:47Das ist jetzt nicht dein Ernst.
00:56:53Ingolf, als du mich gefragt hast, ob ich deine Frau werden will,
00:56:55da war das das Wundervollste, was ich mir vorstellen kann.
00:56:57Aber das ist jetzt kein guter Zeitpunkt.
00:57:00Das ist sogar ein ganz hervorragender Zeitpunkt, Annette.
00:57:02Mein Vater kann sterben, wenn das überhaupt mein Vater ist.
00:57:04Jeremy will alles hinschmeißen wegen seiner Russin.
00:57:06Günther und Hermine, die hatten gerade mal zehn gute Jahre,
00:57:08bevor sie sich getrennt haben.
00:57:09Und deine Eltern, die hassen sich sogar.
00:57:10Was ist denn, wenn wir genauso werden?
00:57:12Wir werden nicht so wie sie. Wir sind wir.
00:57:14Ja, und genau das denken alle Paare auf dieser Welt.
00:57:17Ich glaube, das ist nicht.
00:57:20Was ist denn, wenn deine Mutter recht hat?
00:57:22Und wir uns tatsächlich was vormachen?
00:57:24Meine Mutter hat nicht recht.
00:57:26Die Schnapstrossel ist eine Giftspritze.
00:57:27Die hat immer schon Spaß daran gehabt.
00:57:29Andere haben Maus gesteckt.
00:57:29Du hast nichts gesagt, obwohl du es versprochen hast.
00:57:32Du glaubst ja selbst nicht an uns.
00:57:36Wie kannst du sowas auch nötig?
00:57:37Sie hat gesagt, sie hat gesagt, dass wir nicht glücklich werden.
00:57:40Du, du hast nichts gesagt.
00:57:42Gott, nochmal, du kennst sie nicht.
00:57:44Wenn man der Kontra gibt, das stachelt sich nur noch mehr an.
00:57:46Und deshalb ist das Allerbeste, wenn man erst mal wartet,
00:57:48bis sie sich beruhigt hat.
00:57:50Ja.
00:57:51Ja, das hast du ja dann auch gemacht.
00:57:52Hallo.
00:57:54Alles in Ordnung?
00:57:56Alles ruhig.
00:57:57Hallo.
00:57:58Alles ruhig.
00:57:59Schönen Feierabend.
00:58:01Schönen Feierabend.
00:58:03Schönen Feierabend.
00:58:04Schönen Feierabend.
00:58:05Schönen Feierabend.
00:58:06Schönen Feierabend.
00:58:07Schönen Feierabend.
00:58:08Schönen Feierabend.
00:58:09Hallo.
00:58:12всем Feierabend.
00:58:15Hallo.
00:58:16Alles in Ordnung?
00:58:18Alles ruhig.
00:58:19Schönen Feierabend.
00:58:21Alles ruhig.
00:58:22Schönen Feierabend.
00:58:23Bitte, danke.
00:58:26Frau Skripczuk, hab ich Sie gar nicht bemerkt.
00:58:34Kennen Sie das? Dass Kinder einen wahnsinnig machen?
00:58:39Ja, sicher. Fressen uns die Haare vom Kopf und lassen keine Gelegenheit aus,
00:58:43uns zu demonstrieren, dass wir ein bisschen blöd sind.
00:58:46Und wir, wie lieben Sie?
00:58:48Das tun wir wirklich.
00:58:52Ihr Deutsch ist schnell besser geworden.
00:58:55Ich kann den Akzent ein- und ausschalten.
00:58:58Russischen Akzent.
00:58:59Sehr effektiv bei Vertragsverhandlungen.
00:59:07Glas Wein?
00:59:09Immer.
00:59:11Wir waren im Dorf 112 und jetzt leben noch 81.
00:59:16Die Massen von Ihnen in Kiew.
00:59:18Sie haben nicht mehr viel, woran Sie glauben oder worauf Sie hoffen können.
00:59:24Außer, dass Tatjana es schaffen könnte.
00:59:28Und das hat sie jetzt?
00:59:30Nein, nein.
00:59:32Das ist noch ein weiter Weg.
00:59:34Sie hat viele Jahre der Ausbildung vor sich.
00:59:36Teure Jahre.
00:59:37Ja, aber ich dachte, durch Ihre Konzerte...
00:59:41Wäre schön.
00:59:42Aber leider nein.
00:59:44Das Geld für Paris, Tatjanas Schule, unser Leben, das ist nicht unser Geld.
00:59:50Das haben uns unsere Leute gegeben.
00:59:52Auch die, die nichts hatten, haben gegeben.
00:59:56Sie wollen Tatjana im Fernsehen sehen und wissen, dieses Mädchen, das da so wunderschön spielt.
01:00:02Das beweist, dass vielleicht doch nicht alles vollkommen sinnlos sein könnte.
01:00:06Jeremy hat gesagt, Sie hätten nichts dagegen, wenn er zu Ihnen kommt.
01:00:14Ich habe schon Schlimmeres erlebt.
01:00:17Aber Sie sind noch so jung.
01:00:19Ja, das sind Sie.
01:00:21Aber Sie haben nur dieses eine Leben.
01:00:23Wie wir alle.
01:00:48Ah.
01:00:49Hör zu.
01:00:50Und hör mir gut zu.
01:00:51Weil ich werde das nur einmal sagen.
01:00:55Ich habe zahllose Versuche unternommen, mit meiner Mutter Kontakt aufzunehmen,
01:00:58die sie aber allesamt und sonders ignoriert hat.
01:01:00Aber ich werde mit ihr sprechen.
01:01:01Verlass dich drauf.
01:01:02Dann sagst du dir, ist alles zu viel?
01:01:04Im Moment.
01:01:05Das verstehe ich.
01:01:07Aber das gehört eben auch dazu, wenn man heiratet.
01:01:09Dass, wenn einem alles zu viel ist, man eben nicht alleine ist.
01:01:11Dass man weiß, da ist noch jemand.
01:01:16Ach so.
01:01:17Dein Vater kann sterben.
01:01:18Ja.
01:01:19Aber ich werde bei dir sein, wenn das passiert.
01:01:22Das soll dich nicht wieder lebendig machen.
01:01:25Aber ich werde bei dir sein.
01:01:30Und wenn du wissen willst, ob einer von diesen Typen da dein Vater ist, dann frag sie doch!
01:01:33Das ist ein Toxydoll!
01:01:34Das ist ein Toxydoll!
01:01:35Das ist ein Toxydoll!
01:01:36Das ist aber eine Frau.
01:01:37Das ist aber eine Frage, die mir noch nie jemand gestellt hat.
01:02:07Tja, gibt für alles ein erstes Mal.
01:02:14Und deshalb frag ich's jetzt. Waren Sie mal mit ihr zusammen?
01:02:21Könnten Sie mein Vater sein?
01:02:23Das sind jetzt aber zwei verschiedene Fragen.
01:02:28Ja. Ja, ich hab mehrere Nächte mit Ihrer Mutter verbracht.
01:02:34Ja, gut, dann...
01:02:36Nein, nein, nein, warten Sie.
01:02:39Als ich noch ein ganz kleiner Junge war, da hatte ich einen Unfall.
01:02:45Dabei wurde der Samenleiter durchtrennt.
01:02:48Das heißt, ich kann zwar noch, Sie wissen schon, aber ich bin zeugungsunfähig.
01:02:54Ich kann also auf keinen Fall Ihr Vater sein, Annette.
01:02:57Tja, Sie wissen, wie das ist. Nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung.
01:03:06Ja, dafür sind Sie wohl dem Leben auf andere Weise behilflich.
01:03:12Ja, vielleicht.
01:03:15Ich hab mir nichts auf dieser Welt so sehr gewünscht wie ein eigenes Kind.
01:03:21Aber wenn ich eins hätte, dann dürfte es gerne so sein wie Sie.
01:03:36Und ich denke, Sie können doch...
01:03:38Papa!
01:03:39Ingolf, ich hab dir doch gesagt, ich hab keine Zeit.
01:03:42Ja.
01:03:43Äh, bis morgen. Das musst du schon mit deiner Mutter besprechen.
01:03:46Ja, das kann ich nur leider nicht.
01:03:47Ich hab ihr bestimmt ein Dutzend Mal auf die Mailbox gesprochen.
01:03:49Sie hält es noch nicht mehr für nötig, zu antworten.
01:03:51Gestern hab ich versucht, sie vor eurem Haus abzupassen.
01:03:53Sie sieht mich, wendet den Wagen und düst weg.
01:03:55Sie ist, wie sie ist, immer gewesen.
01:03:57Ja, das bin ich aber auch.
01:03:59Und du sitzt einfach nur daneben.
01:04:01Während sie gleich beim ersten Treffen der Frau, die ich liebe,
01:04:04eine Breitseite nach der anderen verpasst.
01:04:06Junge, meinen Segen hast du doch.
01:04:08Papa, es geht doch überhaupt nicht um Ihren Segen.
01:04:11Ich will ihr sagen, bis hierhin und nicht weiter.
01:04:13Dann wünsch ich dir viel Glück.
01:04:16Wo ist sie?
01:04:46Pachtig, okay.
01:04:48I will.
01:04:49Sagt hier her.
01:04:50Oh, Gott, oh, oh.
01:04:51Er ist einfach der Schmutz, die ich fühle,
01:04:52und ich bin weg.
01:04:53Und du bist hier.
01:04:54No, no.
01:04:55Das ist einfach der Schmutz, die aufgericht,
01:04:58den enigmst feiern.
01:05:00Enigmatic fear
01:05:30Gunther hat mich angerufen und gesagt, es wäre jetzt vielleicht ein gutes Zeitpunkt.
01:05:36Ja, aber ich...
01:05:38Also...
01:05:40Wie sicher ist das denn?
01:05:42Wir reden hier von den Crazy Seventies, the Hippie Days.
01:05:46Sicher, das war eine Wort von den anderen.
01:05:49Aber es könnte sein.
01:05:51So sicher ist es schon.
01:05:53Habt ihr euch eine Weile Zeit gelassen, bis ihr dachtet, dass es ein guter Zeitpunkt ist?
01:05:57Wir können diese Tests tun, wenn du willst.
01:06:01Aber wenn du nicht willst, ich kann verstehen.
01:06:04It's okay.
01:06:17Da kommt ein Mann in einer Metzgerei und sagt, ich hätte gern zwei Pfund gehacktes.
01:06:22Da sagt die Metzgerin, das heißt jetzt Kilo.
01:06:25Da sagt der Mann, wie? Gehacktes heißt jetzt Kilo.
01:06:33Ach, das war immer am schönsten.
01:06:35Wenn ich vor Klassenarbeiten Angst hatte und ich einschlafen konnte und du hast dich zu mir ans Bett gesetzt
01:06:39und hast Witz erzählt, bis ich lachen musste.
01:06:41Und dann hast du gesagt, es ist wichtig, dass du deinen Humor nicht verlierst und dass du immer lachen kannst.
01:06:47Das weiß ich gar nicht mehr.
01:06:51Es gibt eine Menge, das ich gar nicht mehr richtig weiß.
01:06:55Da fällt mir noch einer ein.
01:06:57Sitzen drei Schielende vor dem Richter.
01:06:59Wo schauen Sie denn?
01:07:01Es ist wirklich sehr nett von dir, dass du mich auf andere Gedanken bringen willst, aber ich kann dir versichern, es wird dir nicht gelingen.
01:07:07Na gut, dann lass uns eben richtig reden.
01:07:11Du hast uns immer beigebracht, dass rationales Handeln wichtig ist.
01:07:15Und deshalb werde ich jetzt nicht einfach daneben sitzen und zuschauen, wie du professionelle medizinische Behandlung ablehnst und dich stattdessen in die Hände von irgendeinem Wunderhalle begegnest.
01:07:23Ich bin ja deiner Meinung, diese Leute sind Scharlatane, aber ich fühle mich wirklich besser seither.
01:07:30Papa, du kannst von mir aus an irgendwelche UFOs glauben oder an Kornkreise.
01:07:34Aber nur dadurch, dass dieser Mann dir die Hand auflegt, wird sich der Tumor nicht in Luft auflösen.
01:07:38Weißt du es?
01:07:40Weiß ich es?
01:07:42Nein, das wissen wir nicht, aber du hast nicht die Zeit, es herauszufinden, denn dieser Tumor wächst.
01:07:46Er wächst jetzt, in diesem Moment. Deshalb sagen die Ärzte, du musst dringend handeln.
01:07:50Ich will mich nicht streiten mit dir.
01:07:53Wirst du aber müssen. Ich lass dich doch nicht einfach gehen.
01:07:57Junge, noch bin ich ja hier.
01:07:59Also, was sagt jetzt dieser Scheißrichter?
01:08:04Deine Mom war die einzige Frau im gesamten Showbusiness, vor die sogar meiner Manager Schiss hatte.
01:08:22Und er hatte vor nichts und niemand Schiss.
01:08:25Du erinnerst sehr an sie.
01:08:28Aber wenn du mich fragst, ob ich dein leiblicher Vater bin, muss ich ehrlich sagen, ich weiß es nicht.
01:08:38Aber wenn ich wäre, wäre ich verdammt stolz, weil dann gäbe es eine tolle Sache in meinem crazy Leben, auf das ich stolz sein konnte.
01:08:48Ja, und dann? Dann schicken sie mir jedes Jahr zu Weihnachten eine Postkarte, oder wie?
01:08:53Was meinst du?
01:08:54Also ich sehe das so. Selbst wenn irgendwelche Chemikalien sagen, dass ihre Zellen und meine Zellen miteinander verwandt sind,
01:09:03so macht sie das noch lange nicht zu meinem Vater.
01:09:06Denn Vater, das ist was völlig anderes.
01:09:08Mein Vater, der macht ihnen 13 Jahre lang jeden Morgen um halb sieben Pausenbrot.
01:09:12Er hilft ihnen zu vertuschen, wenn sie aus Versehen den Dachboden abfackeln.
01:09:15Ihm ist es vollkommen egal, ob sie Recht haben oder totalen Blödsinn machen, weil sie nämlich sein Kind sind.
01:09:19Und weil er irgendwas ist, das nur sie beide verbindet. Und das gibt es genau ein einziges Mal auf der ganzen Welt.
01:09:24Ja, hallo, ich heiße Ingolf.
01:09:36Hallo, Ingolf.
01:09:38Ja, hallo. Und ich bin kein Alkoholiker.
01:09:42Sogar ganz bestimmt nicht. Das härteste, was du hier getrunken hast, war ein halbes Glas Sekt.
01:09:47Und selbst das hat dich sofort umgehauen.
01:09:50Das ist richtig. Ich war sieben.
01:09:53Ich wollte mich ganz gerne zunächst mal bei Ihnen allen entschuldigen.
01:09:58Aber das hier ist anscheinend die einzige Möglichkeit, dich zu treffen, nachdem du alle meine Nachrichten und Anrufe einfach ignoriert hast.
01:10:03Hast du mal über die Möglichkeit nachgedacht, dass es da einfach nichts zu sagen geben könnte?
01:10:07Ja, habe ich. Aber ich habe dir was zu sagen.
01:10:18Ich liebe Annette. Und ich werde sie heiraten.
01:10:22Und egal, was du darüber denkst, es geht dich nichts an.
01:10:26Aha. Interessant. Mein Sohn...
01:10:29Nein, nein, nein, nein. Es geht dich einfach nichts an.
01:10:33Okay?
01:10:35Das Einzige, was dich angeht, ist dein Leben.
01:10:37Und in dem ist wahrlich in den letzten Jahren genug passiert.
01:10:39Und ich glaube, ich habe alles dazu gesagt, was man dazu sagen kann.
01:10:42Aber du trinkst immer noch.
01:10:44Weißt du, Mama, du kannst dich direkt in den Sarg trinken und weiter Papa die Schuld geben oder den Umständen die Schuld geben oder was weiß ich wem.
01:10:58Du könntest aber auch die Kurve kriegen.
01:11:01Und ich würde mir Letzteres wünschen.
01:11:06Aber es ist dein Leben.
01:11:09Und dafür wünsche ich dir viel Glück.
01:11:12Also ich finde es falsch, schwachsinnig, total unrealistisch und absolut überstürzt.
01:11:31Ihr habt noch euer ganzes Leben vor euch. Und du, du willst nicht mal die kurze Zeit bis zu deinem Abitur hergeben, weil du es cooler findest als Kellner in irgendeinem Bistro zu jobben, wenn du das tatsächlich machen willst, dann hast du meinen Segen nicht.
01:11:46Aber mach's.
01:11:51Echt?
01:11:57Was euch beiden da gerade passiert, das passiert einem nicht so oft im Leben.
01:12:02Und wenn ich verhindern wollte, dass ihr auch nur eine Sekunde davon hergeben wollt, dann wäre ich ja ein totaler Idiot.
01:12:08Und ich finde, das bin ich einfach nicht.
01:12:11Nein, das bist du nicht.
01:12:14Ach, ist ja gut wie das immer wieder spielen.
01:12:18Hallo.
01:12:36Hallo.
01:12:39Man muss drücken, oben am Stiel.
01:12:46Und dann?
01:12:49Ist sie weich?
01:12:51Ziemlich.
01:12:54Die hätte ich gerne.
01:12:56Ich glaube, ich weiß es jetzt.
01:12:58Glauben heißt nicht wissen.
01:13:01Okay, also mein Vater kann sterben, Jeremy will alles hinschmeißen und nach Paris und...
01:13:07Ah ja, ich hab immer noch Angst, weil heiraten ist halt für immer und das ist schon verdammt lang.
01:13:13Und was weißt du?
01:13:15Dass es großartig ist, dass es irgendwo auf dieser Welt jemanden gibt, der sagt, dass er mich ohne Wenn und Aber liebt.
01:13:23Genau das tue ich auch.
01:13:28Und es wäre wirklich wunderschön, wenn du immer noch mein Mann werden willst.
01:13:40Ja, ich will.
01:13:43Und zwar für immer.
01:13:44Das schaffen wir doch nie bis morgen.
01:13:58Ich hab schon alle geholt.
01:13:59Ich hör auf zu Mem und hilf mir lieber mal.
01:14:00Das ist echt schwer.
01:14:01Ist eigentlich mit Stefan oder ist das wieder unter seiner Früde?
01:14:02Und deine Eltern tun auch wieder, als hätten sie mit nichts was zu tun.
01:14:03Stimmt.
01:14:04Sollte dein Wahnsinn mittlerweile so weit gehen, dass du mir zum Abschluss meines Lebens noch einen flotten Dreier spendieren willst?
01:14:20Nein, kann ich dir nicht zu dienen.
01:14:22Was machen wir denn hier?
01:14:24Ey, ihr Geigenfügel, was machen die Geschäfte?
01:14:27Jetzt laufen sie wieder gut, Hermine.
01:14:29Das ist Günther, ne?
01:14:31Und jetzt?
01:14:48Jetzt musst du eine Entscheidung treffen.
01:14:51Der Weg zu dieser Entscheidung ist immer der gleiche.
01:14:54Man nennt ihn die drei Fragen.
01:14:57Wie hoch wäre dein Einsatz?
01:14:59Wie viel liegt auf dem Tisch?
01:15:01Wie groß sind deine Chancen zu gewinnen?
01:15:04Der Rest liegt bei dir.
01:15:07Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen.
01:15:10Gehst du mit?
01:15:13Oder steigst du aus?
01:15:15Was machst du also?
01:15:22Ich hab nachgedacht.
01:15:24Über dich und über Paris.
01:15:27Klingt ernst.
01:15:31Ist es auch.
01:15:35Weißt du, wie viele Stunden ich am Tag übe?
01:15:37Das haben wir doch besprochen.
01:15:39Ich suche mir einen Job.
01:15:40Ich mache drüber mein Abi.
01:15:41Ich übe acht bis zehn Stunden am Tag.
01:15:43Weil die Konkurrenz da draußen echt mörderisch ist.
01:15:45Und wenn du Talent hast und Begabung, dann kannst du dir selber was vormachen, aber nicht allen anderen.
01:15:51Aber du kannst doch so viel irgendwie du willst.
01:15:53Da hindere ich dich doch nicht dran.
01:15:55Ich rede nicht von mir.
01:15:57Ich rede von dir.
01:15:59Du löst Quantengleiche und du spielst Schach auf Großmeisterniveau.
01:16:05Du weißt sogar, wer es da Ranov war.
01:16:09Hier steht die ganze Welt offen.
01:16:11Aber ich werde nicht zulassen, dass du alles aufgibst, nur weil zufällig ein russisches Wunderkind in deinem Leben auftaucht.
01:16:17Ukrainisches Wunderkind.
01:16:19Und was ist, wenn das Auto nicht anspringt?
01:16:37Dann gibt es das schöne Wort Taxi.
01:16:41Nettchen, es ist alles organisiert.
01:16:43Ich habe jedem einzelnen Bescheid gesagt, dem du abgesagt hast.
01:16:47Und alle kommen.
01:16:49Also pass auf.
01:16:50Zehn Uhr Abfahrt zum Standesamt.
01:16:51Elf Uhr Eheschließung.
01:16:53Um zwölf machen wir Fotos an der alten Brücke.
01:16:55Und dann gibt es um eins das große Essen hier im Hotel.
01:16:57Weißt Cindy Bescheid, dass die Japaner kommen zwischen elf und zwölf?
01:16:59Du hast eher nur einen Moment.
01:17:01Achtmal Bescheid gesagt?
01:17:03Ja, weil ich schon eine geschlagene Stunde davor stehe.
01:17:21Und ich habe mich immer für einen relativ harten Knochen gehalten.
01:17:27Und das bin ich vielleicht gar nicht.
01:17:30Und deshalb wäre es für mich eine große Hilfe, wenn du hierher kämpfst und in mir da reingingst.
01:17:42Ich meine, falls du nichts besseres vorhast.
01:17:48Es ist gut, dass sie gekommen sind.
01:17:51Ich hatte ihnen ja schon beim letzten Mal gesagt, dass Zeit ein wesentlicher Faktor ist.
01:17:55Ja, das habe ich mittlerweile begriffen.
01:17:58Hier kommt die gute Nachricht.
01:18:01Das Wachstum ihres Tumors hat sich in den letzten Wochen auffällig verlangsamt.
01:18:06Ich weiß nicht, warum das so ist, aber es ist so.
01:18:09Das hier ist der rechte Temporallappen.
01:18:12Er ist vor allem für die Gedächtnisleistung zuständig.
01:18:14Hätte das Blastom sich in diesem Bereich hin ausgebreitet,
01:18:17so würden sie ihre Tochter jetzt schon nicht mehr erkennen können.
01:18:20Aber glücklicherweise hat es das nicht.
01:18:26Und die weniger gute Nachricht?
01:18:30Ja, die weniger gute Nachricht ist, dieses Blastom beginnt zu streuen.
01:18:36Wir haben hier und hier signifikante Gewebeveränderungen, lateral wie orthotemporal.
01:18:43Und was heißt das?
01:18:45Das heißt, dass Bestrahlung oder Chemotherapie jetzt nicht mehr helfen werden.
01:18:51Der einzige Weg, den ich jetzt noch sehe, besteht in einer sofortigen Operation.
01:18:57Naja, ich kann mir vorstellen, in zwei, drei Wochen.
01:19:08Herr Kramer, was ich sage ist, dass wir es jetzt tun müssen.
01:19:12Und um das ganz deutlich zu sagen, das Ergebnis ist höchst ungewiss.
01:19:19Ja.
01:19:36Hallo?
01:19:37Ist es?
01:19:40Aufwachen.
01:19:41Aufwachen.
01:20:02Das ist die Gute.
01:20:04Annette.
01:20:05Wie geht's deinem Vater?
01:20:06Er wird in zwei Stunden operiert.
01:20:07Schön, dass ihr es noch geschafft habt.
01:20:08Das ist ja wohl selbstverständlich.
01:20:09Danke, dass wir dabei sein dürfen.
01:20:10Das bedeutet uns viel.
01:20:11Ja, ich will.
01:20:12Ja, ich will.
01:20:13Wie geht's deinem Vater?
01:20:14Wie geht's deinem Vater?
01:20:15Er wird in zwei Stunden operiert.
01:20:17Schön, dass ihr es noch geschafft habt.
01:20:18Das ist ja wohl selbstverständlich.
01:20:19Danke, dass wir dabei sein dürfen.
01:20:20Das bedeutet uns viel.
01:20:23Ja, ich will.
01:20:25Ich will.
01:20:26Danke.
01:20:27Ich will.
01:20:28Das ist ja wohl selbstverständlich.
01:20:29Ich will.
01:20:30Danke, dass wir dabei sein dürfen.
01:20:32Das bedeutet uns viel.
01:20:33Ja, ich will.
01:20:34Ja, ich... ich will.
01:20:42Ach ja, stimmt.
01:20:54Und wollen auch Sie, Annette, Rainbow, Aruna, Kramer, diesen Mann Ingolf Mutesius als Ehemann nehmen?
01:21:01Ja, ich will.
01:21:11Dann erkläre ich Sie hier mit Kraft meines Amtes als Standesbeamtin in Heidelberg-Wiesloch zu Mann und Frau.
01:21:31Mach's gut.
01:21:35Und wenn Sie dann noch als Frauzeuge bitte unterschreiben würden? Das wäre dann hier.
01:21:39Ja.
01:21:40Ein Glioblastom hat keinerlei Einfluss auf die Sehkraft, nur auf unsere Halbwertszeit.
01:21:45Ach, Herr Frati.
01:21:47Na, willkommen bei den Kram.
01:21:49Ja, natürlich.
01:22:04Große.
01:22:05Ich bin da, Papa. Ich bin da.
01:22:06Ich muss Dir noch was sagen. Das ist jetzt echt ganz wichtig.
01:22:23Moment, bitte. Stopp.
01:22:27Aber es kann ja sein, dass ich Dir danach vielleicht nie mehr was sagen kann.
01:22:33Stehst Du?
01:22:34Da sitzen drei Schielende vor dem Richter.
01:22:43Da fragt der Richter den Ersten, wie heißen Sie?
01:22:49Da sagt der Zweite, ich heiße Harald Müller.
01:22:54Da sagt der Richter, Sie habe ich doch gar nicht gefragt.
01:22:58Da sagt der Dritte, ich habe auch gar nichts gesagt.
01:23:18Es ist wichtig, dass Du immer lachen kannst.
01:23:22Egal was passiert.
01:23:24Gute.
01:23:31Es wird Zeiten geben, wo Du das nicht willst.
01:23:35Wo Dir nach allem anderen ist.
01:23:38Nur nicht lachen, lachen.
01:23:40Genau, und dann musst Du Dich daran erinnern.
01:23:46Einverstanden.
01:23:49Einverstanden?
01:23:50Ich wünsche Dir alles Glück, Papa.
01:23:55Habe ich doch schon.
01:23:57Habe ich doch schon.
01:24:00Habe ich doch schon.
01:24:01Was ist denn, wenn Du dich?
01:24:04Habe ich doch schon.
01:24:07Ich bin so.
01:24:08Ich bin so.
01:24:10Ich bin so.
01:24:12Ich bin so.
01:24:14Ich bin so.
01:24:16Du bist und so.
01:24:18Ich bin so.
01:24:20Ich bin so.
01:24:21Hatte ich schon erwähnt, dass ein Hotel ein ständiges Kommen und Gehen ist?
01:24:40Vielleicht sind wir deshalb so dankbar für die kleinen Dinge im Leben.
01:24:45Sie wissen schon, was ich meine.
01:24:46Diese Sachen, die scheinbar nichts bedeuten, aber an die wir uns für immer erinnern werden.
01:24:59Weil vielleicht genau die den Unterschied machen zwischen all dem Kommen und Gehen.
01:25:16Das war es schon gut.
01:25:38Oh, das ist es, ja.
01:25:43Mach mal das, ja.
01:26:08Untertitelung des ZDF, 2020
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