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  • vor 2 Tagen
In der Tatort-Folge 23 „Die Samtfalle“ aus dem Jahr 1972 ermittelt der Wiener Oberinspektor Viktor Marek (gespielt von Fritz Eckhardt) im Fall des Spediteurs Sebastian Kremer, der tot an einer Landstraße aufgefunden wurde. Was zunächst wie ein tödlicher Verkehrsunfall mit Fahrerflucht aussieht, entpuppt sich schnell als Mord

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🎈
Spaß
Transkript
00:00:28Untertitelung des ZDF, 2020
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00:05:40Der Revolver hat immer etwas Abschreckendes, da steht ja dein Name in dem A.
00:05:48Wieso?
00:05:49Was weiß ich, vielleicht hast du die englischen Kronjuweli gestohlen.
00:05:53Danke.
00:05:54Warte, das letzte Mal habe ich vor zwei Jahren geschossen bei einer Übung.
00:06:01Das ist wegen deinem Autounfall vom Montag.
00:06:05Das war kein Autounfall, das war ein Leichenfund.
00:06:09Der Tod, das nach seinen Dokumenten, nach der Kleidung identifiziert war, nach der Frau
00:06:13und die Tochter sagen, ja, ist es, mhm, aber du bist nicht verdächtig, soviel ich das sehe.
00:06:20Aha.
00:06:21Geh's also gut, gib das wohl wieder hinein, ne?
00:06:23Na?
00:06:24Dann ist die Sache ja fertig, ne?
00:06:26Nein, sonst hätte er kein Arzt da, ne?
00:06:28Der hat hier gewohnt, da umgekommen, in unserem Bezirk.
00:06:31Wir müssen also die Erhebungen machen, wir wollen ein Foto, die Leute vom Sicherheitsbüro.
00:06:36Fingerabdrücke haben schon, Zahnabdruck war nicht möglich.
00:06:40Wir wollen doch wieder eine neue Arbeit zuschieben, die Herren vom Sicherheitsbüro.
00:06:44Möglich, aber lösen wollen sie den Fall natürlich selber.
00:06:47Aber den unangenehmen Kleinkram, den sollst du für sie erledigen.
00:06:52Nein, du.
00:06:54Was, das verlangen die?
00:06:55Nein, ich.
00:06:57Wieso?
00:06:58Schaust du mal hin, ne?
00:07:00Ach so.
00:07:01Krämer, Sebastian Krämer, Gartenallee 45.
00:07:06Okay.
00:07:07Okay, also bitte, das kann doch wirklich der Berndner machen, da muss doch nicht hingehen.
00:07:12Du hast ja den selig Verblichenen aufgefunden, ne?
00:07:16Ja.
00:07:17Außerdem ist deine Frau und deine Tochter und du bist doch unser Damenspezialist, die Damen
00:07:21werden sich freuen, in ihrem Schmerz wenigstens dich kennengelernt zu haben.
00:07:27Und das war der blödeste Witz.
00:07:29Bis jetzt.
00:07:32Berndner.
00:07:33Berndner.
00:07:34Stinkfeiner.
00:07:36Berndner.
00:07:38Servus.
00:07:39Ich bin nicht da.
00:07:41Ich bin auch nicht da.
00:07:42Ist es nicht für Sie?
00:07:43Ja, ja.
00:07:44Ich bin die nächsten zwei Stunden nicht da.
00:07:46Einen Moment.
00:07:49Staatspolizei.
00:07:51Staatspolizei.
00:07:52Und da bin ich da.
00:07:55Hallo, Marek, ja?
00:08:00Ja, Herr Kollege, ich erinnere mich an Sie bitte, womit kann ich Ihnen, was kann ich
00:08:03denn tun für Sie?
00:08:07Ja, bitte, wie den ganzen Vormittag da, wann Sie wollen, können Sie kommen, Herr Kollege.
00:08:11Na, sehr gut.
00:08:12Schön.
00:08:12Also, wiedersehen.
00:08:14Wiedersehen.
00:08:15Wiedersehen.
00:08:19Herr Oberinspektor, entschuldigen Sie bitte die Störung.
00:08:23Nein, ich entschuldige nichts.
00:08:26In der Früh will ich eine Ruhe haben.
00:08:27Es kann aber nicht so weitergehen, bitte.
00:08:29Wenn das so weitergeht, dann komme ich in meine Versetzung ein.
00:08:31Diese Frau Bäckerheit.
00:08:31Sie.
00:08:32Wegen der habe ich schon den Berndner rausgeschmissen.
00:08:35Sie sollten es rausschmeißen, die Bäckerheit.
00:08:36Das ist ja die reinste Bestie.
00:08:38In der Früh wartet Sie auf mich und kaum bin ich da, geht es los.
00:08:40Sie schimpft und schimpft und schimpft und schimpft.
00:08:41Schimpfen Sie so richtig.
00:08:42Das kann ich nicht.
00:08:44Das ist nicht meine Natur.
00:08:46Wenn Sie nur den kleinsten Fleck sieht, bitte, der Bezirksinspektor wird schüttet immer
00:08:49den Kaffee aus.
00:08:49Das ist ja wahr und das macht ekelhafte Flecken.
00:08:51Sie, dafür ist doch eine Bedienerin da, dass sie die Flecken wegputzt.
00:08:54Eben.
00:08:54Und das sollen Sie einmal in aller Deutlichkeit klar machen, Herr Oberinspektor, der Bäckerheit.
00:08:58Ich?
00:08:59Sie, ich habe zwei Kriege überstanden, die Pharmakanträten haben.
00:09:03Was soll ich jetzt machen?
00:09:04Mir einen Kaffee.
00:09:06Bitte.
00:09:07Wie lange sind Sie eigentlich schon hier im Haus?
00:09:10Heuer ist das vierte Jahr.
00:09:11Aha.
00:09:14Ja, ja.
00:09:15Danke.
00:09:19So, das sind die letzten Fotos, die ich von ihm habe.
00:09:23Danke.
00:09:25Vielleicht, wenn er seine Tochter noch ein neueres Foto von ihm hat.
00:09:29Ich weiß das nicht.
00:09:31Äh, darf ich mir beide behalten, ja?
00:09:33Bitte.
00:09:34Dankeschön.
00:09:40Und diese Tochter, das ist also Ihre Stiefstochter, nicht?
00:09:49Ja.
00:09:51Isabelle ist seine Tochter aus erster Ehe.
00:09:54Sie sind also seine zweite Frau.
00:09:57Seine dritte.
00:09:58Sie haben keine Ahnung, wer es getan haben könnte.
00:10:16Wie soll ich das verstehen?
00:10:18Na ja, wenn es ein Mord war, sieht ganz nach Mord aus.
00:10:21Das ist noch nicht bewiesen.
00:10:22Ja, wir müssen, äh, hat er Feinde gehabt.
00:10:26Das weiß ich nicht.
00:10:27Ich habe mich nie um seine Geschäfte gekümmert.
00:10:30Und privat?
00:10:31Privat?
00:10:31Ja.
00:10:33Ich, ich weiß nicht, worauf Sie hinaus wollen.
00:10:35Na, ich frage jetzt.
00:10:37Haben Sie mir keine Gefahr?
00:10:38Ist kein Vergnügen für mich, hier mit Ihnen?
00:10:40Mann, soll natürlich keine Beleidigung sein.
00:10:42Ich habe Ihr Kommen nie für einen gesellschaftlichen Besuch gehalten.
00:10:46Aber Sie werden zugeben, dass ich, soweit es meine derzeitige Situation zuließ, Ihnen behilflich war.
00:10:52Na ja, weiß das auch zu schätzen.
00:10:55Wenn ich mir trotzdem noch ein paar Fragen erlauben dürfte.
00:10:58So, bitte nehmen wir uns Platz, Herr Kollege.
00:11:01Neu.
00:11:01Bitte?
00:11:02Neu.
00:11:03Ah, die Möbeln.
00:11:04Die haben wir schon drei Monate.
00:11:05Legge die mir im Bausicht, nicht?
00:11:07Ich kann mich noch sehr gut an Sie erinnern.
00:11:08Ja, natürlich.
00:11:09Ich kann mich auch ganz gut erinnern.
00:11:10Das war eine sehr lustige Geschichte damals.
00:11:12Ja, so wie man es nimmt.
00:11:14Die Frau hat ihr Liebhaber erschossen und dann sich selber.
00:11:16Also sehr lustig war es eigentlich nicht.
00:11:19Ah, die hat sich umgebracht?
00:11:20Ja.
00:11:22Ja.
00:11:23Und was verschafft mir heute?
00:11:25Ich komme schon zur Sache.
00:11:26Das Vergnügen?
00:11:26Wenn ich vom Anfang an erzählen darf, also einer unserer Nachbarstaaten,
00:11:31dessen Identität ich aus staatspolitischen Gründen nicht preisgeben darf.
00:11:34Darf ich kurz bemerken, dass mir Identitäten von Nachbarstaaten völlig wurscht sind?
00:11:38Natürlich.
00:11:39Es ist ein östlicher Nachbarstaat, wenn ich etwas herumgehen darf.
00:11:42Und wir haben zum Geheimdienst dieses Staates normalerweise wenig Kontakt.
00:11:45Natürlich.
00:11:46Bitte?
00:11:47Natürlich.
00:11:48Natürlich.
00:11:50Jetzt haben die uns eine geradezu fantastische Geschichte zu kennen.
00:11:53Das ist eine Spezialität von denen, fantastische Geschichten.
00:11:55Ja, die ist einmalig.
00:11:56Und wenn die Herren dieses Geheimdienstes nicht notorisch humorlos wären,
00:12:00müsste man eigentlich an einen Aufsitzer denken.
00:12:02Ja, da bin ich aber wirklich gespannt.
00:12:04Ich muss noch bemerken, dass in diesem Staat in nicht unerheblichen Mengen uranhältiges
00:12:09Gestein gewonnen wird.
00:12:10Und jetzt sind nicht weniger als 80 Tonnen dieses Gesteins verschwunden.
00:12:16Das gibt es nicht.
00:12:17Hören Sie?
00:12:1880 Tonnen uranhältiges Gestein, aber Herr Kollege, ich meine, die können da nicht verschwinden
00:12:25wie die Knädeln von der Suppe.
00:12:28Das ist aber doch geschehen.
00:12:29Die Herren vom östlichen Geheimdienst sprechen von Diversion, Sabotage und westlicher Verschwörung.
00:12:35Das ist typisch.
00:12:36Und es scheint, dass Sie diesmal sogar damit recht haben.
00:12:38Aha.
00:12:39Abgesehen davon wurde folgende Tat Hergang festgestellt.
00:12:43Es wurden Güterwagons ausgetauscht, das uranhältige Gestein wurde mit Kohle zugedeckt
00:12:47und so zu uns transportiert.
00:12:49Jetzt haben wir es.
00:12:50Bitte?
00:12:51Das uranhältige Gestein.
00:12:53Natürlich.
00:12:55Man glaubt aber gar nicht daran, dass das Gestein bei uns bleiben soll.
00:12:58Es soll weiter transportiert werden.
00:13:00Selbstverständlich in keinen östlichen Staat, sondern in einen östlichen.
00:13:03Natürlich.
00:13:04Wir haben uns selbstverständlich bemüht, das uranhältige Gestein aufzuspüren, aber es
00:13:08ist uns leider nicht gelungen.
00:13:09Das ist klar, sonst wären Sie nicht bei mir.
00:13:11Richtig.
00:13:11Es ist allerdings ein Rätsel, wieso eine große Menge uranhältiges Gestein gleich zweimal
00:13:16verschwinden kann.
00:13:16Es steckt ein genialer Kopf dahinter.
00:13:19Es steckt vor allem sehr viel Geld dahinter.
00:13:29Gar nicht zu reden davon, wie viel Geld mit diesem Kuh zu verdienen ist, wenn er zu
00:13:34Indy geführt werden kann.
00:13:36Das kann ich mir vorstellen.
00:13:40Also Sie sagen, von seinen Geschäften haben Sie nichts gewusst?
00:13:44Kaum.
00:13:45Ich war in den vier Jahren, die wir verheiratet sind, also verheiratet waren, kaum zwei-, dreimal
00:13:54in seiner Firma.
00:14:01Ich kenne nicht einmal seinen neuen geschäftlichen Direktor.
00:14:05Seit wann hat er denn diesen neuen geschäftlichen Direktor?
00:14:10Den Dr.
00:14:10Stracacek?
00:14:11Ich weiß das nicht.
00:14:12Seit...
00:14:14Na ja, seit über einem Jahr, würde ich sagen, der Direktor Prendergast ist damals knall und
00:14:19fall weg.
00:14:19Warum?
00:14:21Das weiß ich doch nicht.
00:14:23Sie waren Jugendfreunde und Prendergast hatte eine Vertrauensstellung.
00:14:27Ich war sehr überrascht, als mein Mann mir erzählte, dass Sie sich verkracht haben.
00:14:31Und wie, sagen Sie, heißt der Herr?
00:14:34Stracacek.
00:14:34Nein, nein, den habe ich schon, diesen früheren geschäftlichen, den Jugendfreund.
00:14:38Prendergast.
00:14:39Direktor Prendergast.
00:14:40Direktor.
00:14:40Vornamen?
00:14:41Keine Ahnung.
00:14:43Wissen Sie auch nicht, was er jetzt macht?
00:14:44Nein.
00:14:46Und den Dr. Stracacek, den erreiche ich ja im Büro sicher.
00:14:49Ja, sicher.
00:14:50Oh, pardon, Besuch?
00:14:53Darf ich bekannt machen?
00:14:55Bezirksinspektor Wirz, Polizeikommissariat 24.
00:14:58Herr Kressin.
00:15:01Ein Freund des Hauses.
00:15:04Unsere einzige Chance ist es, das Gestein bei seinem Abtransport an einer unserer westlichen
00:15:08Grenzen zu erwischen.
00:15:10Bekämmen wir es natürlich hier im Land in die Hand, wäre es uns bedeutend lieber.
00:15:14Aus außenpolitischen Gründen?
00:15:16Natürlich.
00:15:18Wir können dann die ganze Sache, ohne viel Aufhebens, sozusagen unter der Hand erledigen.
00:15:26Ja, ja, das ist mir schon, dann nehmen wir es noch, Herr Kollege.
00:15:29Nein, nein, danke, der war mir eh ein bisschen zu süß, danke sehr.
00:15:31Ja, aber ich weiß noch immer nicht, was ich mit der Sache zu tun habe.
00:15:34Es ist ein gewisser Herr aufgetaucht, dem wir einem bestimmten Zusammenhang zu dieser
00:15:39Angelegenheit durchaus zutrauen.
00:15:41Und wie heißt dieser gewisse Herr mit dem bestimmten Zusammenhang?
00:15:45Der heißt Terp, Igor Terp, ein in Riga geborener angeblicher Baron.
00:15:53Experten halten ihn durchaus nicht für den Urheber dieser Angelegenheit, eher für einen
00:15:57Vermittler.
00:15:57Er muss jedenfalls auf seine Spur gesetzt, was gar nicht so einfach war.
00:16:01Das kann ich mir vorstellen.
00:16:03Solche Burschen sind ja mit allen Wassern gewaschen, ne?
00:16:06Natürlich.
00:16:06Aber er hat uns auf eine andere Spur geführt.
00:16:09Einen Spediteur, der hier im Bezirk wohnt.
00:16:12Und den sollen Sie für uns unter die Lupe nehmen.
00:16:14Unter eben deinem Vorwarn, sagen wir, wegen Schnellfahrens oder wegen eben deiner Meldewichte.
00:16:18Ich weiß schon, wie man sowas macht, Herr Kollege.
00:16:21Und um wen handelt es sich denn bei diesem Spediteur?
00:16:23Er heißt...
00:16:25Er heißt Krämer.
00:16:26Sebastian Krämer, wohnhaft...
00:16:27Kartenallee, 45.
00:16:29Einen Moment.
00:16:2945.
00:16:31Bernd, nimmst mir das Karteiplattein, das ich dir auch angelegt habe, ja?
00:16:35Mit dem Mann kann ich Ihnen leider nicht sehen, Herr Kollege, der ist tot.
00:16:40Tot?
00:16:41Ja.
00:16:42Wahrscheinlich sogar ermordet.
00:16:46Natürlich.
00:16:51Das gnädige Fräulein kommt schon.
00:16:52Ja, danke.
00:16:59Sie...
00:16:59Sie haben mich sprechen wollen?
00:17:00Ja, ja.
00:17:01Ich habe Ihre Mutter gebeten.
00:17:03Frau Krämer ist nicht meine Mutter.
00:17:05Ja, ich weiß, ich weiß.
00:17:06Wie nennen Sie sie?
00:17:07Mama?
00:17:08Nein.
00:17:09Ja, wie denn?
00:17:11Ich spreche überhaupt nicht mit ihr.
00:17:14Ach so, so.
00:17:15Verstehe.
00:17:15Übrigens mein aufrichtiges Bein.
00:17:17Danke, bitte.
00:17:18Setzen Sie sich.
00:17:20Danke.
00:17:22Also Sie sagen, Sie sind mit Ihrer...
00:17:26mit der dritten Frau Krämer nicht gut?
00:17:28Nein, gar nicht.
00:17:29Gut.
00:17:30Gut.
00:17:32Ich meine, sowas kommt vor.
00:17:34Ja.
00:17:38Ich hasse Sie.
00:17:42Untergrund?
00:17:45Ich habe Sie nie mögen.
00:17:48Aber jetzt bin ich davon überzeugt, dass Sie meinen Vater umgebracht hat.
00:17:52Wissen Sie, was Sie da sagen, Fräulein?
00:17:53Ja, das weiß ich ganz genau.
00:17:55Das kann sehr unangenehm für Sie werden, wenn Sie...
00:17:58Ich meine...
00:18:00Ne?
00:18:01Und ich weiß, Sie würde sich nicht das Geringste daraus machen, auch mich umzubringen.
00:18:07Also Sie reden da Dinge, Fräulein.
00:18:10Sie beschuldigen einen Menschen, immerhin die Witwe Ihres seligen Herrn Vaters, ohne jede Berechtigung.
00:18:16Beschuldigen?
00:18:18Sie hat ihn umgebracht, genauso wie sie ihren ersten Mann umgebracht hat.
00:18:24Was?
00:18:27Wissen Sie das nicht?
00:18:32Sie ist die Marion Vechter, die vor zwölf Jahren wegen Gartenmord vor Gericht gestanden ist.
00:18:38Also Frau Beckerick habe ich gesagt, das verbitte ich mir.
00:18:42Ich bin eine verheiratete Frau und Mutter.
00:18:44Sie ergreifen jede Gelegenheit und hängen mir eine Goschen an.
00:18:47Was Goschen haben Sie gesagt?
00:18:48Nicht wörtlich, sondern im Sinn nach.
00:18:51Da hat man ja förmlich Angst, wenn man in der Früh ins Amt kommt und wird jedes Mal mit einer
00:18:54Schimpfkanonade empfangen.
00:18:56Kann man warten, ist gut.
00:18:58Was kann denn ich dafür, habe ich gesagt, wenn der Wirzimmer Kaffeeflecken macht
00:19:01und wenn der Chef sein Frühstücksbrot zerbröselt und Fettflecken macht.
00:19:04Die Herren singt nun einmal so, Frau Beckerick, habe ich gesagt.
00:19:07Da nutzt alle Schimpfen nichts und darauf sagt die Frau Beckerick...
00:19:10Morgen.
00:19:11Na?
00:19:14Roja ist mein Name.
00:19:16Revierinspektor Roja von McAve.
00:19:17Guten Morgen.
00:19:18Guten Morgen.
00:19:19Ja, ja.
00:19:20Ich soll mich bei Herrn Inspektor Berndner melden.
00:19:22Ja, der bin ich.
00:19:23Sie sollen die Zeichnungen für uns anfertigen?
00:19:24Ja.
00:19:25Die Phantom Zeichnungen.
00:19:26Aha.
00:19:27Ja.
00:19:30Wissen Sie, um was es sich handelt?
00:19:31Das geht so oft.
00:19:32Banküberfall, nicht wahr?
00:19:33Ja, vor zehn Tagen in der Spiegelklasse.
00:19:34Interessieren Sie nicht Ihre Details?
00:19:35Die höre ich lieber von den Zeugen selber.
00:19:37Wie viele haben Sie denn?
00:19:38Zeugen drei.
00:19:40Ja, bitte.
00:19:42Es waren...
00:19:43Es waren...
00:19:43Es waren...
00:19:44Es waren...
00:19:45Es waren auch noch da...
00:19:46Privatwirtschaftsbank, Direktor Bellingka.
00:19:48Ja, die Nummer habe ich.
00:19:49Es waren noch andere Zeigen da.
00:19:51Es haben sich eine Menge Zeigen gemeldet.
00:19:53Unsere Leute waren sehr schnell am Tatort.
00:19:55Sie überraschen mich eigentlich.
00:19:56Meistens melden sich die Leute nicht gern.
00:20:02Guten Tag.
00:20:02Ja, bitte den Herrn Direktor Bellingka.
00:20:04Ja.
00:20:04Lassen Sie sich das einmal durchdommen.
00:20:05Ja, bitte.
00:20:06Darf ich?
00:20:07Kommissariat 24 Wodak.
00:20:08Herrn Direktor Bellingka, bitte.
00:20:12Einen Moment bitte.
00:20:13Ich verbinde den Herrn Oberinspektor Marik.
00:20:17Übernehmen, bitte.
00:20:19Hallo, Herr Direktor Bellingka.
00:20:23Kompliment.
00:20:23Hier ist Marik, Polizeiobertspektor Marik.
00:20:26Kommissariat 24.
00:20:28Nein, nein.
00:20:29Sie brauchen nicht erschrecken.
00:20:30Ich verlange schon keine Auskunft von Ihnen, die Sie mir nicht geben können.
00:20:33Nur eines.
00:20:34Ihr...
00:20:36Ja.
00:20:36Ihr seid jetzt das dritte Bankinstitut, das ich anrufe.
00:20:39Sagen Sie, bei euch hat doch auch der verstorbene Spediteur Kremer, Sebastian Kremer aus der Gartenallee, ein Konto gehabt.
00:20:47Ja, bitte schauen Sie noch. Ich warte dabei.
00:20:49Aber diese drei Zeugen, eine Frau Thomas und die Herren Krill und Kralen, die haben den Täter genau gesehen. Sagen
00:20:56Sie ihm.
00:20:57Naja.
00:20:58Wir werden ja sehen, was gesehen haben.
00:20:59Ja, ist allerdings schon zehn Tage her, nicht?
00:21:01Schauen Sie, es gibt unter 100 Zeugen einen, der eine wirkliche Beobachtungsgabe hat.
00:21:06Und bei dem ist es egal, ob er seine Beobachtung gestern gemacht hat oder vor einem Jahr.
00:21:09Hoffentlich ist so einer drunter.
00:21:10Eine Zeugin warte schon draußen. Ich hab's gleich reinkommen.
00:21:12Darf ich mich da hersetzen?
00:21:13Ja, sicher.
00:21:14Wie war der Name?
00:21:15Roja.
00:21:16Wenn Sie den Witz machen wollen, dass ich als Zeichner eigentlich Goya heißen sollte, ersparen Sie sich denn.
00:21:21Über den habe ich schon in der Schule nicht mehr laufen können.
00:21:32Abgehoben.
00:21:32Alles.
00:21:34Bei den anderen auch.
00:21:37Abgehoben.
00:21:39Nein, nein, danke schön.
00:21:40Außer Sie können mir das erklären, was das so bedeuten hat, wenn ein Mann von all seinen
00:21:44Kunden das Geld abhebt und dann ermordet wird und das Geld ist verschwunden.
00:21:55Ja, das würde uns auch interessieren.
00:21:56Wenn wir nämlich wissen, wo das Geld ist, dann hätten wir wahrscheinlich den Mörder.
00:22:01Papa war sehr tüchtig.
00:22:04Ich weiß allerdings nichts über seine Geschäfte.
00:22:06Was, Sie auch nicht?
00:22:07Wieso?
00:22:08Na, Ihre, seine Frau hat auch gesagt, dass sie nichts über seine Geschäfte weiß.
00:22:12Die hat doch nur sein Geld geintressiert.
00:22:15Sie hat ja auch nur das Geld deswegen geheiratet.
00:22:19Und jetzt wird sie auch alles erben.
00:22:23Soll sie glücklich werden mit dem Kern und mit dem Geld.
00:22:26Mit wem soll sie glücklich werden?
00:22:29Ich meine, von wem sprechen Sie, wenn Sie sagen, der Kern?
00:22:33Einem Herrn Cressin, der hier plötzlich aufgetaucht ist und mit dem sie sofort sehr intim war.
00:22:38In jeder Beziehung.
00:22:39Cressin, Cressin, Cressin.
00:22:41Was ist denn der Herr vom Beruf?
00:22:42Keine Ahnung.
00:22:44Aber sicher ist der Reich.
00:22:46Sonst wäre sie nicht so gut mit ihm.
00:22:51Ah, Isabel.
00:22:52Ach, da bist du ja.
00:22:52Entschuldige bitte, wenn ich mich verspätet habe.
00:22:54Die Geschäfte.
00:22:55Ich habe hier ein paar Brümchen mitgebracht.
00:22:57Zur Versö...
00:22:58Danke.
00:22:59Oh, pardon.
00:23:00Darf ich den Herrn bekannt machen?
00:23:02Beziehungsinspektor Wirtz.
00:23:06Polizei?
00:23:07Ja.
00:23:07Baron Terp ist mein Verlobter.
00:23:12Erstaunt Sie das?
00:23:13Ja.
00:23:14Wieso?
00:23:15Weil es bei uns keine Barone gibt.
00:23:19Ich bin in Riga geboren.
00:23:22Ich bin ja ein guter Freund von Isabel's Vater gewesen.
00:23:26Schon lange?
00:23:27Sehr lange.
00:23:29Ich habe Sebastian durch seinen ehemaligen geschäftlichen Direktor kennengelernt.
00:23:33Geschäftlichen Direktor?
00:23:34Ja.
00:23:34Den Dr. Strakacek oder den Herrn Prendergast?
00:23:38Prendergast.
00:23:39Prendergast.
00:23:39Sie sind in Unfrieden auseinandergegangen, Sebastian und Prendergast.
00:23:43Angeblich hat Prendergast im Geschäft eine unreine Gangart gehabt.
00:23:46So hat Sebastian wenigstens ausgedrückt.
00:23:49Dann könnten Sie mir vielleicht sagen, wo der Herr jetzt wohnt?
00:23:53Keine Ahnung.
00:23:57Keine Ahnung.
00:23:59Keine Ahnung.
00:23:59Keine Ahnung.
00:24:00Keine Ahnung.
00:24:02Es ist ein Anruf für Sie da, Frau Elisabeth.
00:24:04Für mich?
00:24:05Entschuldigung.
00:24:06Ja, wie Sie?
00:24:06Ein Herr.
00:24:07Er wollte seinen Namen nicht sagen, aber es sei sie erbringen.
00:24:10Ich habe das Gespräch auf jeden Fall in ihr Zimmer gelegt, aber ich kann auch sagen...
00:24:13Nein, nein.
00:24:14Die Herren, entschuldigen mich doch.
00:24:15Selbstverständlich, liebe.
00:24:21Sagen Sie...
00:24:24Wie lange sind Sie mit dem Fraulein schon verlobt?
00:24:27Vier Monate.
00:24:29Ich weiß allerdings nicht, was das mit dem tragischen Tod meines Freundes Krämer zu tun haben soll.
00:24:34Deswegen sind Sie doch hier.
00:24:35Man will doch wissen, wie die Leute zusammenhängen und ich mein Zusammengehör.
00:24:38Wer mit wem und was, das ergibt doch erst ein Bild, sagen Sie.
00:24:42Kennen Sie sich mit dem Ding da aus?
00:24:44Oh ja.
00:24:46Ja?
00:24:46Moment.
00:24:53Ach ja.
00:24:54Ja, ja.
00:24:54So habe ich mir das auch vorgestellt.
00:24:58Ah, ist ja schön.
00:25:03Ja, ja, natürlich.
00:25:10Ich sehe nur ehrlich gesagt den Sinn dieses, äh, dieses Verhörs nicht ein.
00:25:17Sagen Sie, haben Sie jemals mit der Polizei zu tun gehabt?
00:25:21Aber natürlich.
00:25:24Ich bin ja Autofahrer.
00:25:26Ja, ja, ja.
00:25:27Autofahrer.
00:25:28Aber ich habe Sebastian Krämer nicht überfahren, wenn Sie das meinen sollten.
00:25:34Das habe ich nicht gemeint, nein, nein.
00:25:36Aber Sie bringen mich da auf eine gute Idee.
00:25:38Wieso?
00:25:39Ja, mit dem.
00:25:46War Ihr etwas Besonderes am Telefon?
00:25:48Nein, nichts Besonderes.
00:25:49Du bist so, äh, wie so ein Kognak?
00:25:51Nein.
00:25:52Sie sind ja so verwirrt, Frau Krämer.
00:25:53Wer war denn, dass der da angerufen hat?
00:25:55Niemand, den Sie kennen.
00:25:57Ich möchte aber trotzdem wissen, wer der Herr war.
00:26:00Es war kein Herr.
00:26:02Es war eine Frau.
00:26:04Wieso, das Stuhlmädchen hat doch gesagt, ich rede mit Ihnen, Frau Krämer.
00:26:07Ich möchte wissen,
00:26:09ich möchte wissen, wer angerufen hat.
00:26:15Ich eigentlich auch.
00:26:22Der Herr Inspektor hat doch ein Recht zu wissen, mit wem du telefoniert hast.
00:26:26Und ich auch.
00:26:28Wenn du so offensichtlich lügst.
00:26:29Lüge!
00:26:31Da muss man doch kein Kriminalist sein, um zu merken, dass das eine Lüge war.
00:26:35Als du gesagt hast, dass es eine Frau war, die am Telefon war.
00:26:40Nicht wahr?
00:26:41Also bitte, wer war der Mann?
00:26:43Sie wird es Ihnen nicht sagen, Herr Baron.
00:26:45Sie wird?
00:26:45Bitte, wie Sie glauben.
00:26:46Also meine Gewerkschaft hat was dagegen, wenn ich so viel Überstunden mache.
00:26:50Besonders wenn es nicht um so störrische Damen haben.
00:26:53Und da haben Sie mir doch noch was zu sagen, Frau Krämer?
00:26:55Nein.
00:26:56Dann empfehle ich mich.
00:26:58Ich empfehle mich.
00:26:59Wiedersehen.
00:27:01Und äh...
00:27:05Viel Vergnügen.
00:27:09Wie weit waren Sie denn von dem Täter entfernt?
00:27:12Wie der nach dem Überfall aus der Bank herausgelaufen ist?
00:27:15Zehn Meter.
00:27:15Mir haben Sie gesagt, Sie sind auf der anderen Straßenseite gestanden, wie die Schießerei losgegangen ist.
00:27:19Das waren so ungefähr 16 Meter.
00:27:20Ja, aber er ist ja dann näher an mir vorbei.
00:27:25Aha.
00:27:27Und Sie haben den Täter genau gesehen?
00:27:28Ganz genau.
00:27:29Jeden seiner Züge, seiner Gesichtszüge.
00:27:32Muss das sein?
00:27:34Gehört das dazu?
00:27:35So, Sie.
00:27:36Ich bin ja eh gleich fertig.
00:27:37Ja, da hätte ich dann noch eine Frage.
00:27:41Sagen Sie, könnten Sie ihn zeichnen?
00:27:43Wenn ich zeichnen könnte, könnte ich ihn zeichnen.
00:27:45Aber man hat mir gesagt, das wird ihn wer anderer zeichnen.
00:27:48Das sind Sie?
00:27:49Ja, ich.
00:27:50Sehen Sie?
00:27:54Ja.
00:27:55Also, dann brauchen Sie mir eigentlich jetzt nur noch sagen, wie der Mann ausgesehen hat.
00:27:59Soweit Sie sich heute erinnern.
00:28:00Ich habe schon gesagt, ich kann mich genau erinnern.
00:28:03Schön.
00:28:05Gehen wir zur Praxis.
00:28:06Ja.
00:28:07So.
00:28:09Was hat er denn für ein Gesicht gehabt?
00:28:11Ein rundes oder ein längliches?
00:28:14Wer?
00:28:17Der Täter.
00:28:19Rund, natürlich.
00:28:23Oh, oder länglich?
00:28:25Sie, ich weiß es nicht.
00:28:28Was verstehen Sie unter Rund?
00:28:31Moment.
00:28:35Tja, wie jetzt?
00:28:36Bitte?
00:28:37Nein, Kollege.
00:28:38Servus.
00:28:40Na ja, immer dasselbe.
00:28:42Schon lange nicht gesehen.
00:28:44Ja, ja.
00:28:45So.
00:28:46Schauen Sie.
00:28:47Grüß Sie.
00:28:48Das da ist ein rundes Gesicht.
00:28:51Ja.
00:28:52Und das da ein längliches.
00:28:55Aha.
00:28:56Also, was für ein Gesicht hat er gehabt?
00:29:02Einen Schnurrbart hat er gehört.
00:29:04Ja?
00:29:05Ja, dazu kommen wir mal später.
00:29:07Und?
00:29:09Pomatisiertes Haar.
00:29:10Ich habe es gerochen.
00:29:11Ja, was Sie gerochen haben, kann ich nicht zeichnen.
00:29:14Und?
00:29:14Wie war das mit dem Gesicht?
00:29:17Rund?
00:29:18Oder länglich?
00:29:20Ja.
00:29:22Eins von beidem.
00:29:25In Riga können wir nicht nachfragen.
00:29:28Die Geschichte wird immer merkwürdiger.
00:29:31Der Spediteur des Pastel, die Geschichte mit dem Urangestein.
00:29:34Und dass er sein ganzes Geld abgehoben hat, das deutet doch auf...
00:29:51Krassin?
00:29:52Ja.
00:29:53Ich habe den Namen schon einmal gehört.
00:29:55Ja, Zollfander in Köln heißt er.
00:29:57Ich habe schon oft mit ihm telefoniert.
00:29:58Zuletzt wegen einer Waffenschieber-Geschichte.
00:30:00Vielleicht ist es der.
00:30:01Mein Eisenhändler aus Krassinger.
00:30:05Ja.
00:30:05Na, und dieser Krassin, das ist der Liebhaber von der Alden?
00:30:08Also, erstens ist die Alde nicht alt, sondern eine sehr fesche Person.
00:30:12Und zweitens behauptet ja nur die Junge, dass die Alde, ich meine, dass die Mutter mit dem Krassiner
00:30:17Techtel, Nächtel gehabt hat.
00:30:18Das kann nicht der Kölner Krassin sein.
00:30:20Wie kommt der Zollbeamte zu einer Dame?
00:30:22Warum?
00:30:22Das ist ein sehr fescher Mann.
00:30:24Ich meine, der mir gefällt.
00:30:25Mir gefällt er nicht.
00:30:26Ah, Krämer.
00:30:27Krämer.
00:30:28Krämer.
00:30:28Krämer.
00:30:29Anhalten wegen unbeleuchteten Fahrrads, unbestimmtes Verhalten gegenüber dem anhaltenden Sicherheitsbeamten,
00:30:35Beschlagnahmung einer Steinschleuder.
00:30:38Wie heißt denn der mit Vornamen?
00:30:39Vornamen?
00:30:40Krämer Willibald.
00:30:4413 Jahre.
00:30:46Also nix.
00:30:48Das war alles.
00:30:49Ja.
00:30:50Also, wenn dieser Krämer wirklich was mit der Frau hätte, dann hätten wir die klassischen
00:30:54Mordmotive beieinander.
00:30:56Geld und Liebe.
00:30:58Liebe.
00:31:00Mich interessiert auch mehr das Geld, das er abgehoben hat.
00:31:03Das muss nicht mehr ganz so schön erbrochen gewesen sein.
00:31:05So viel ich herausgekriegt habe.
00:31:07Entschuldigen Sie bitte, aber ich brauche das bis morgen.
00:31:09Das schiebt es die ganze Zeit?
00:31:11Das schiebt es die ganze Zeit?
00:31:11Die ganze Zeit?
00:31:12Das schieße ich doch am Abend noch hier.
00:31:14Bestimmt.
00:31:15Ja.
00:31:15Aber es muss aufgearbeitet werden.
00:31:16Ja, muss aufgearbeitet werden.
00:31:17Wurde auch gesagt, es muss aufgearbeitet.
00:31:18Jetzt kommen wir uns daher.
00:31:20Dabei, wirst du diesen Brändergast hingehen wollen, vielleicht weißt du ja was.
00:31:25Gehäut ich zu ihm?
00:31:26Nein, ich möchte schon selber gehen.
00:31:28Bitte.
00:31:30Umsofernlich wird es nicht zu spät.
00:31:32So, bitte schön.
00:31:33Darf ich bitte hier rein.
00:31:35Bitte.
00:31:35Danke schön.
00:31:38Sie leben ganz allein hier?
00:31:40Ja, ja, ja.
00:31:41Als alter Junggeselle bin ich nichts anderes gewöhnt.
00:31:43Sie wissen ja, ein Junggeselle lebt wie ein König und stirbt wie ein Hund.
00:31:48Ja.
00:31:48Und der Ehemann stirbt wie ein König, aber lebt ja.
00:31:51Ja.
00:31:52Gut, ja.
00:31:53Sie müssen entschuldigen, Herr Oberinspekt.
00:31:54Ich bin gerade beim Abendessen.
00:31:55Ja, ja.
00:31:56Dann müssen Sie entschuldigen, dass ich stehre, aber ich bin den ganzen Nachmittag Akten
00:31:59aufarbeiten müssen.
00:31:59Aber ich möchte Sie gerne einladen, Herr Oberinspekt.
00:32:01Nein, das kann nicht.
00:32:03Nein, das kann nicht.
00:32:03Aber ich bitte.
00:32:05Nein, Sie werden doch sicher Hunger haben.
00:32:07Ja, genug.
00:32:07Ja.
00:32:08Also, Sie tun mir doch den Gefallen und essen nicht mehr.
00:32:10Ach so, und Gefallen, wenn Sie das jetzt ins Preis haben müssen.
00:32:12Bitte, selbstverständlich.
00:32:13Danke schön, bitte.
00:32:14Oh, danke sehr.
00:32:15Das habe ich nicht wollen.
00:32:16Danke vielmals.
00:32:17Ja, danke vielmals.
00:32:19Danke sehr.
00:32:19Ich kaufe nämlich immer auf ein paar Tage ein und heute war ich gerade gekauft.
00:32:24So, das werden wir gleich haben.
00:32:26Und dann hole ich das.
00:32:27Ja.
00:32:35Die Musikbox-Mannschaft verabschiedet sich.
00:32:37Auf Wiederhören.
00:32:37Kann ich Ihnen irgendwas helfen?
00:32:39Aber woher denn?
00:32:40Ist schon anders.
00:32:41Da, Herr Oberin.
00:32:43So.
00:32:44Ja, wenn Sie so richtig sehen, vielleicht die Tür.
00:32:46Ja, natürlich.
00:32:47Wenn Sie hierher setzen wollen, bitteschön.
00:32:50So.
00:32:51Ja, freundlich.
00:32:52Dankeschön.
00:32:53Bitte.
00:32:53Bitte nur Platz zu nehmen.
00:32:55Danke sehr.
00:32:55Und ein Glas Bier werden Sie mir doch auch nicht abschlagen.
00:32:58Beim Bier können wir leider nicht einschalten.
00:33:00Na sehen Sie, bitte nur zuzugreifen.
00:33:01Danke sehr.
00:33:02Bitte Platz zu nehmen.
00:33:02Sie haben doch nichts dagegen, wenn ich das Radio austräge.
00:33:05Wir können uns ja auch beim Essen unterhalten.
00:33:08Ich weiß allerdings nicht, ob ich Ihnen in der Angelegenheit Sebastian Krämer behilflich
00:33:13sein kann.
00:33:14Ich bin ja über ein Jahr von der Firma weg.
00:33:16Bitte schön, nur zuzugreifen.
00:33:17Ja, vielleicht hier.
00:33:18Die Zunge kann ich sehr empfehlen.
00:33:20Ja.
00:33:20Die ist, wie sie sein soll.
00:33:22Mit und weich.
00:33:22Bitte nehmen Sie doch, bitteschön.
00:33:24Danke sehr.
00:33:25Bitte.
00:33:25Dankeschön.
00:33:28Ich habe gehört, danke sehr, dass Sie bis zu Ihrem Weggang mit dem Herrn Krämer
00:33:34recht gut waren.
00:33:35Ja, recht gut, ja.
00:33:37Aber im Grund hat er nur das gemacht, was er wollte.
00:33:41Und da hat es natürlich immer wieder kleinere, oder auch, darf ich um das Klauseln?
00:33:45Bitte schön.
00:33:46Größere Reibereien gegeben.
00:33:47Ja.
00:33:48Ich hoffe, das Bier ist noch kalt genug.
00:33:50Na, sicherlich.
00:33:51Inwiefern hat es zwischen Ihnen und Herrn Krämer Reibereien gegeben?
00:33:55Na ja.
00:33:55Dankeschön.
00:33:56Schauen Sie.
00:33:57Ich war...
00:33:57Darf ich bitte hierher die Butter?
00:33:59Nein, danke sehr.
00:34:01Danke sehr.
00:34:02Ich war nominell der geschäftsführende kaufmännische Direktor, aber im Grund habe ich nie was allein
00:34:07zu entscheiden gehabt.
00:34:08Immer aber eine Verantwortung, und das habe ich auf die Dauer immer mehr als unbefriedigend
00:34:13empfunden.
00:34:13Prost.
00:34:14Prost.
00:34:18Prost.
00:34:19Ich habe immer gehört, dass die Spedition ein sehr gutes Geschäft ist.
00:34:21Ja, in der Regel ist es auch so.
00:34:24Aber es kommt ja immer, und bei jedem Geschäft darauf an, wie man es führt.
00:34:28Und der Krämer hat es schlecht geführt.
00:34:30Na, das kann man nicht sagen.
00:34:33Nur...
00:34:34Es waren halt immer so Sachen.
00:34:37Einsame Entschlüsse.
00:34:38Darf ich...
00:34:38Ein Gurken?
00:34:39Bitte, bitte.
00:34:39Bitte.
00:34:40Danke vielmals.
00:34:43Süß, sauer.
00:34:44Na, das ist schon richtig.
00:34:44Danke sehr.
00:34:45Da war zum Beispiel die Sache mit den 20 Tonnen Lastwagenzügen.
00:34:50Die kosten annähernd das Stück 700.000 Schilling, und davon hat er gleich vier gekauft, ohne
00:34:55mir vorher was davon zu sagen.
00:34:57Ohne dass auch die geringste Notwendigkeit gewesen wäre, diese enorme Ausgabe zu machen.
00:35:01Ich verstehe.
00:35:03Diese Lastwagen stehen, soviel ich weiß, noch heute praktisch unbenützt.
00:35:06Im Hof der Firma.
00:35:10Aber ich erzähle Ihnen da wohl nichts Neues.
00:35:13Wieso?
00:35:14Sie haben doch sicher schon alles erfahren, über den Krach zwischen Krämer und mir.
00:35:17In der Firma, meine ich.
00:35:19War ja noch wenig in der Firma.
00:35:21Geh erst morgen hin.
00:35:22Dann hätten Sie es eben morgen erfahren.
00:35:26Ich habe Sie jedenfalls sehr bedauert.
00:35:29Entschuldigen.
00:35:30Ja.
00:35:33Dass meine Tätigkeit bei Krämer so ein Ende gefunden hat.
00:35:37Na, kommt vor.
00:35:39Wo arbeiten Sie denn jetzt?
00:35:41Nirgends.
00:35:42Noch nicht.
00:35:43Ich habe noch nichts entsprechendes gefunden.
00:35:45Ich war bei zwei Firmen tätig.
00:35:47Kurzfristig.
00:35:48Aber das war beide Male nicht das Richtige.
00:35:50Was darf ich Ihnen noch geben?
00:35:51Ein Stückchen Käse, ja?
00:35:52Bitte.
00:35:53Bitte.
00:35:53Bedienen Sie.
00:35:54Danke sehr.
00:35:55Bitte.
00:35:56Danke sehr.
00:36:02Herr Oberinspektor.
00:36:03Was hat eigentlich die Polizei über die geschäftliche Situation der Firma Krämer in Erfahrung gebracht?
00:36:10Nicht allzu viel.
00:36:12Auffallend ist es, dass er von seinen sämtlichen Konten das Geld abgehoben hat.
00:36:16Was er damit gemacht hat, das wissen wir noch nicht.
00:36:17Ja.
00:36:18Ich könnte mir das denken.
00:36:20Ja?
00:36:20Ja.
00:36:22Er hat voriges Jahr circa zwei Millionen Schillinge auf seine verschiedenen Konten gehabt.
00:36:28Ach so, viel?
00:36:30Zu wenig.
00:36:31Die Firma war mit mindestens vier Millionen verschuldet voriges Jahr.
00:36:34Er wird sogar noch ein bisschen mehr sein.
00:36:37Apropos darf es ein bisschen mehr sein.
00:36:38Darf es vielleicht noch ein Schluck Bier sein?
00:36:39Nein, nein, danke schön.
00:36:41Was kann er nur mit dem Geld gemacht haben?
00:36:43Ja, vielleicht hat er damit dringende Schulden bezahlt.
00:36:46Wäre aber auch möglich, dass er sich in irgendein größeres Geschäft eingelassen hat,
00:36:50um zu retten, was zu retten ist.
00:36:53Und dass dieses Geschäft dann auch daneben gegangen ist.
00:36:59Ja?
00:37:00Ist Ihnen eigentlich nie die Idee gekommen, dass das ein Selbstmord gewesen sein könnte?
00:37:06Nein, noch nie.
00:37:07Da bitte ist doch Komfort, dass sich einer vor den Lastwagen wirft.
00:37:11Aber das bemerkt doch dann der Fahrer, macht der Anzeige nicht zu reden von Zeugen.
00:37:15Ja, und wenn es keine Zeugen gab?
00:37:17Wie meinen Sie das?
00:37:18Die Bundesstraße 7 ist doch keine sehr befahrene Straße.
00:37:22Schon gar nicht im Winter und bei Nacht.
00:37:25Sagen wir, er hat sich in selbstmörderische Absicht vor ein Lastauto geworfen.
00:37:30Der Fahrer hat einen Schock erlitten.
00:37:33Er hat aber auch befürchten müssen, dass man ihm nicht glaubt, dass es ein Selbstmord war,
00:37:37was ich da abgespielt habe.
00:37:39Na, er nimmt da so den Toten und legt den einfach auf die Wiese, neben der Straße.
00:37:45Und da bleibt die Leiche dann bis zum nächsten Tag liegen, bis mein Kollege Sie findet,
00:37:51auf einer Wiese im Schnee, bitte kann ich jetzt ein bisschen Bier.
00:37:55Ja, genau.
00:37:55Dankeschön.
00:37:56Bitteschön.
00:37:57Ja, also, lieber Herr Brennergast, das ist mir eine zu fantastische Theorie.
00:38:02Ah, es gibt Fälle, wo das Fantastische in der Realität am nächsten ist, sagt H.G.
00:38:08Wales.
00:38:08Und er hat mit vielem was er gesagt hat.
00:38:11So, jetzt machen wir noch eine zweite Flasche Bier.
00:38:13Also, ich habe heute eingekauft, als ob ich gewusst hätte, dass ich einen lieben Gast
00:38:17haben werde.
00:38:23Die gnädige Frau lässt fragen, ob es unbedingt sein muss.
00:38:25Was heißt das?
00:38:27Sie ist eben vom Begräbnis gekommen und ...
00:38:28Ab viel Teufel, das habe ich ganz vergessen, dass heute das Begräbnis war.
00:38:31Na, da komme ich morgen.
00:38:32Die Frau, das ist mir aber schrecklich peinlich.
00:38:35Schon gut.
00:38:37Danke, Lisa.
00:38:39Bitte.
00:38:41Nehmen Sie doch Platz.
00:38:43Danke, liebe Frau, aber ich möchte nicht, dass Sie ...
00:38:46Ich meine, wenn Sie sich nicht wohlfühlen, liebe Frau ...
00:38:49Das ist doch jetzt egal.
00:38:51Ich meine, wo Sie nun schon einmal da sind.
00:38:54Danke sehr.
00:38:55Ich hätte volles Verständnis dafür gehabt, wenn Sie mich nicht empfangen hätten.
00:39:00Aber Sie haben doch gewusst, dass heute Vormittag das Begräbnis stattgefunden hat.
00:39:03Was wollen Sie damit sagen?
00:39:05Na ja, Ihr Kollege, der Herr Bezirksinspektor ...
00:39:09Wirts?
00:39:09Ja.
00:39:10Der war ja beim Begräbnis.
00:39:13Warum eigentlich?
00:39:14Hm.
00:39:15Hat er gehofft, den Mörder in der Trauergemeinde zu sehen?
00:39:18Ja, das ist ja Routine, seine eigene Frau, nicht?
00:39:20Man beobachtet die Reaktionen der einzelnen Trauergäste.
00:39:23Herr Wirts hat die ganze Zeit nur mich angeschaut.
00:39:26Das bilden Sie sich eine eigene Frau.
00:39:29Sie haben doch sicher schon herausgekriegt, dass meine Ehe mit Sebastian Krämer gar nicht
00:39:33gut war.
00:39:34Und dass ich 1960 angeklagt war, meinen ersten Mann ermordet zu haben.
00:39:38Ja, aber Sie sind doch freigesprochen worden.
00:39:40Einwandfrei.
00:39:42Einwandfrei.
00:39:44Allerdings hat die Polizei bis heute noch nicht herausgekriegt, wer Ihren damaligen Garten
00:39:48ermordet hat.
00:39:50Na, hoffentlich hat die Polizei diesmal mehr Glück.
00:39:56Ich habe mit dem Tod von Sebastian Krämer genauso wenig zu tun, wie mit dem Tod von Fritz
00:40:00Fechter.
00:40:03Obwohl ...
00:40:05Obwohl?
00:40:07Na, das wird Sie wahrscheinlich schockieren.
00:40:09Denn ich komme ja gerade von seinem Begräbnis.
00:40:15Aber Ihr Kollege wird Ihnen ja erzählen, dass ich mir wenig Mühe mache, die trauernde Witwe
00:40:20zu spielen.
00:40:22Sebastian Krämer ...
00:40:23Entschuldigen Sie, Frau, wenn ich Sie unterbreche, aber ich möchte auf keinen Fall, dass Sie
00:40:26irgendetwas sagen, was ich später bereue, ich habe auf diese Unterredung nicht bestanden.
00:40:30Ich will reden.
00:40:34Ich will es sagen.
00:40:38Er hat das Ende genommen, das er verdient hat.
00:40:42Er war ein Teufel.
00:40:45Er hat mich gequält.
00:40:48Seelisch und körperlich.
00:40:50Und jetzt stehe ich da.
00:40:52Ohne einen roten Heller.
00:40:55Völlig mittellos.
00:40:55Der hat alles Geld von den Banken abgehoben.
00:40:57Ja, das weiß ich.
00:41:00Und Ihre Reaktion überrascht mich nicht sonderlich.
00:41:03Das Geld, das spielt ja die Begräbnis der Räume.
00:41:07Ich kann mich allein fortbringen.
00:41:10Und ich will nie mehr von einem Mann abhängen.
00:41:14Das soll meine Lehre aus all dem sein.
00:41:23Jetzt wissen Sie, wie ich fühle und es ist mir völlig egal, was Sie für Schlüsse ziehen.
00:41:28Und Herr Kressin?
00:41:30Kressin?
00:41:33Ach, da hat sie Ihnen einen Floh ins Ohr gesetzt.
00:41:39Da ist der Herr Kressin.
00:41:44Bitte, fragen Sie ihn doch selbst.
00:41:46Wieso mich? Was soll das heißen?
00:41:48Der Herr ist von der Polizei.
00:41:50Wohin steckt der Marek?
00:41:52Polizeikommissariat 24.
00:41:53Er hat mich nach verschiedenen peinlichen Dingen gefragt.
00:41:56Ausgerechnet heute.
00:41:57Auf jeden Fall ich wiederhole.
00:41:58Ich komme ein anderes Mal, wer Sie heute dann verheeren.
00:42:01Befrasen.
00:42:02Ja.
00:42:04Danke.
00:42:05Ich habe offenbar meine Nervenkraft überschätzt.
00:42:11Ich stehe Ihnen dann morgen gar nicht zur Verfügung.
00:42:13Jetzt entschuldigen Sie mich bitte.
00:42:22Ja, ja, die Nerven.
00:42:25Frauen, Sie leben zarte Wesen.
00:42:30Sie sind aber auch gute Komediantinnen, meistens.
00:42:34Zigarette?
00:42:35Nein, danke ich auch nicht.
00:42:36Stört es Sie, wenn ich?
00:42:42Sagen Sie, haben Sie eigentlich erwartet, dass ich mich aufregen werde, wenn Sie Frau Marion hinter Ihrem Rücken beleidigen und
00:42:48verdästigen?
00:42:49Das habe ich doch nicht getan.
00:42:50Doch, doch, Sie haben Sie verdächtigt, dass Sie diese kleine Nervenkrise nur so gespielt hat, vielleicht um weiteren unangenehmen Fragen
00:42:57auszuweichen.
00:42:58Das wäre doch möglich gewesen, ne?
00:43:00Bei Frauen ist fast alles möglich.
00:43:04Sagen Sie mal, Herr Gressin, was sind Sie denn vom Beruf?
00:43:07Ich?
00:43:09Ich bin derzeit ohne Beruf.
00:43:12Und was waren Sie früher?
00:43:15Ja.
00:43:17Zollfahnd in Köln.
00:43:19Also, Herr Kregel, wie weit waren Sie von dem Täter entfernt, wie der aus der Bank herausgelaufen ist?
00:43:24Eine gute 35 Meter.
00:43:26So weit?
00:43:27Ja, ja, ja.
00:43:28Aber der Funkstreife haben Sie doch gesagt, Sie waren höchstens 5 Meter entfernt.
00:43:34Ja, ja, das war, bevor geschossen wurde.
00:43:36Als dann der Schuss fiel, bin ich natürlich gelaufen, 30 Meter.
00:43:40Ich meine, ich habe es nicht nachgemessen.
00:43:42Ah, und dann sind Sie stehen bleiben, ne?
00:43:44Ja.
00:43:45Ja, ich habe mich in ein Haustor hineingedrückt.
00:43:48Aber ich habe ihn gesehen.
00:43:50Ich habe ihn ganz genau gesehen.
00:43:51Ich könnte den Täter so beschreiben, dass Sie denken, Sie hätten ihn selbst gesehen.
00:43:54Na, das ist ja gut.
00:43:56Na, hoffentlich.
00:43:58Entschuldigung, Herr Kollege.
00:44:00Jetzt hätte ich eine Frage.
00:44:02Was hat er denn für eine Schädelflamm gehabt?
00:44:04Bitte?
00:44:04Rund oder eckig?
00:44:07Eckig.
00:44:08Ja, definitiv eckig.
00:44:10Ja, aber eine Zeugin hat ebenso definitiv gesagt, er hat einen runden Schädel gehabt.
00:44:14Na, Zeugen lüge.
00:44:15Der Schädel war eckig.
00:44:16Ich meine, ich räume ein, sie irrt sich.
00:44:18Aber dieser Schädel war eckig.
00:44:20Die Augen, die waren ganz klein und grau und die Nase war kurz.
00:44:27Ganz kurz, so wie bei einem Bullterrier.
00:44:28Und die Ohren klein, länglich und das Kinn spitz.
00:44:36Spitz, so wie bei König Drosselbart.
00:44:44Mein hässlicher Mensch.
00:44:47Ich habe den Herrn des Hauses in den drei Wochen, die ich Marion ...
00:44:51Ich meine, Frau Krämer kenne, nicht zu Gesicht bekommen.
00:44:56Drei Wochen geht das schon?
00:44:57Ja, drei Wochen. Vor drei Wochen habe ich Sie kennengelernt.
00:45:01Man sagt, dass die Frau ihre Geliebte ist.
00:45:05Wer sagt das? Die Tochter?
00:45:06Ja.
00:45:07Die Tochter.
00:45:08Ja, wissen Sie, das ist ja auch so im Kapitel.
00:45:10Das Mädel ist ganz vernarrt in ihrem Vater gewesen.
00:45:13Ein richtiger Komplex.
00:45:15Oedipus auf Weiblich, sozusagen.
00:45:17Und deshalb hasst sie ihre Stiefmutter.
00:45:19Es heißt aber, dass die Tochter sehr ruhig war, wie sie vom Tod des Vaters erfahren hat.
00:45:25Ja, äußerlich schon, aber es hat sie furchtbar getroffen.
00:45:29Und der Breitiger?
00:45:31Ach, der Baron.
00:45:33Ja, wissen Sie, das ist ein seltsames Paar.
00:45:38Vielleicht, äh ...
00:45:40Vielleicht hat es der Vater so gewünscht, vielleicht hat diese merkwürdige Verlobung auch andere Ursachen, also das kann ich nicht
00:45:46beurteilen.
00:45:46An Liebe glauben Sie nicht.
00:45:50Also in diesem Fall nicht.
00:45:52Allerdings ist Baron Terp im Umgang mit Frauen sehr gewandt.
00:45:55Ja, Sie aber auch, Herr Gressi.
00:45:56Du bitte, ich habe einen Ruf zu verteidigen.
00:45:58Schließlich habe ich ja wegen Weibergeschichten meinen Posten beim Zoll verloren.
00:46:02Jetzt passen Sie mal auf, Herr Gressi.
00:46:05Pardon, wenn ich störe, Herr ... Herr Ur-Inspektor Marek?
00:46:08Ja, der bringe ich bitte.
00:46:10Mein Name ist Terp, Baron Terp.
00:46:13Ich hätte Sie gerne einen Augenblick gesprochen,
00:46:15aber vielleicht bietet sich denen es eine bessere Gelegenheit.
00:46:18Ach, soll ich das so verstehen, dass Sie auf meine Gegenwart keinen Wert legen?
00:46:22Ich, ich habe nicht mit Ihnen gesprochen.
00:46:23Ich verstehe ja auch unausgesprochene Winkel.
00:46:26Auf Wiedersehen, Herr Oberinspektor.
00:46:31Wissen Sie, was sagt, der beim Zoll rausgeflogen ist?
00:46:33Ist er gerade?
00:46:34Das heißt wegen Bestechung. Ich traue es ihm zu.
00:46:37Das wollten Sie mir sagen?
00:46:39Nein, nein, nein.
00:46:41Aber das ist ja auch egal.
00:46:46Frau Krämer ist ja jetzt Witwe.
00:46:48Es löst gewisse Probleme sowieso.
00:46:52Also, was wollten Sie mir sagen?
00:46:54Ich?
00:46:56Nichts?
00:46:57Aber Sie sind doch hergekommen in der Absicht, mir etwas zu sagen.
00:47:00Sie haben es doch selber gesagt.
00:47:02Also, jetzt haben Sie es sich offenbar überlegt.
00:47:04Was wollten Sie mir sagen?
00:47:06Ich habe Ihnen nichts zu sagen.
00:47:08Was sollte ich Ihnen zu sagen haben?
00:47:10Na, zum Beispiel, dass Sie Angst haben.
00:47:14Wie kommen Sie denn darauf?
00:47:15Denkt man schon die ganze Zeit.
00:47:17Und wenn Sie...
00:47:19Ich...
00:47:21Ich kann Ihnen nichts sagen.
00:47:22Ich...
00:47:23Ich kann nicht.
00:47:24Herr Terp, die Polizei ist dazu da, um Sie zu schützen, aber man sind nicht da eben.
00:47:29Also, vor wem haben Sie Angst?
00:47:33Vor ihr.
00:47:37Frau Marion Krämer.
00:47:38Was?
00:47:39Frau Frau Krämer?
00:47:41Sie das sagen...
00:47:41Schlafen Sie, was Sie wollen, aber ich kann Ihnen versichern.
00:47:43Wenn ich nicht acht gebe, dann...
00:47:46schlappt die Falle zu.
00:47:47Sie werden mir doch nicht einreden, wohin das ausgerechnet.
00:47:50Frau Marion Krämer, eine Frau ist die...
00:47:53Sie ist so schön, nicht?
00:47:54So warm.
00:47:56Ihre Art, Ihre Stimme, Ihre Augen.
00:47:59Alles so weiß, so sanft.
00:48:01Wie sanft.
00:48:03Sie werden Sie vielleicht aus Abneigung gegen Herrn Kressin...
00:48:05Kressin!
00:48:06Kressin.
00:48:07Ihnen droht diese Falle genauso wie mir.
00:48:10Auch Sebastian Krämer ist in diese Falle gegangen.
00:48:13In diese Samtfalle.
00:48:15Und jetzt ist er tot.
00:48:19Ermordet.
00:48:20So.
00:48:21Das ist jetzt nach dem gezeichnet, was Sie mir beschrieben haben.
00:48:26Es müsste sein.
00:48:27Darf ich?
00:48:27Bitte.
00:48:30Großartig.
00:48:31Ein Großartig.
00:48:32Wie Sie das getroffen haben.
00:48:34Das ist er.
00:48:34Das ist er.
00:48:34Genauso wie er lebt und lebt.
00:48:36Der Räuber aus der Spiegelgasse.
00:48:39Ein wirklich Großartig.
00:48:40Großartig.
00:48:41Sehr schmeichelhaft.
00:48:42Aber auf meine Kunst kommt es nicht an.
00:48:44Sondern auf Diagnostizierung.
00:48:46Ja, ja, ja, ja.
00:48:48Sie können also mit absoluter Sicherheit sagen, dass der Bankräuber so ausgesehen hat.
00:48:54Ja, das ist er.
00:48:55Das ist er.
00:48:57Na Gott sei Dank.
00:49:00Moment mal.
00:49:00Bitte.
00:49:01Sie sind kurzsichtig, nicht?
00:49:02Sie haben jetzt gerade Ihre Brille herausgenommen, um sich das Bild anzuschauen.
00:49:05Ja.
00:49:05Wie viele Brille haben Sie eigentlich?
00:49:06Fünf.
00:49:07Das ist aber viel.
00:49:09Sehr viel.
00:49:09Sogar.
00:49:10Sagen Sie uns, Sie tragen diese Brille nie auf der Straße?
00:49:12Oh, ja, ja.
00:49:13Manchmal schon.
00:49:14Ja, jetzt passen Sie aber auch einmal genau auf.
00:49:16Und antworten Sie wahrheitsgemäß.
00:49:18Na, bleiben Sie sitzen.
00:49:18Bleiben Sie sitzen.
00:49:20Haben Sie diese Brille damals getragen, als Sie Zeuge dieses Raubüberfalls geworden sind?
00:49:25Ja.
00:49:36Das heißt, ich weiß nicht genau, aber ja, ich glaube ja.
00:49:41Ja oder nein?
00:49:44Nein.
00:49:44Ich kann mich nicht erinnern.
00:50:03Ich kann mich nicht erinnern.
00:50:05Wertlos.
00:50:07Ihre Aussage ist völlig wertlos.
00:50:09Für uns und für das Gericht erst recht.
00:50:13Selbst wenn die Polizei einen Mann erwischt, der so aussieht, wie Sie ihn gesehen haben
00:50:15wollen.
00:50:16Oder besser gesagt, was man halt so sehen nennt.
00:50:19Bei fünf Diab drin, wenn man keine Brillen auf hat.
00:50:23Keinerlei Beweiskraft.
00:50:27Hoffentlich ist Ihr dritter Zeuge mehr wert.
00:50:36Wohl.
00:50:37Wohl.
00:51:06Untertitelung des ZDF, 2020
00:51:36Untertitelung des ZDF, 2020
00:51:38Setzen Sie sich bei, bitte?
00:51:39Ja, ich bin nicht dabei
00:51:41Ich möchte aber gleich bemerken, dass ich unschuldig bin
00:51:44Also pass doch mal auf
00:51:44Ich meine im Hintergrund der Frau Überfälle
00:51:46Sowas Brutales würde ich nie machen
00:51:48Nie, dazu bin ich ein viel zu empfindsames Kind
00:51:51Was sind Sie?
00:51:53Ein Kind?
00:51:54Ja, nicht den Jahren nach
00:51:56Was sogar ein Polizist auf den ersten Blick sieht
00:51:58Aber seelisch
00:52:00Dies Kind
00:52:02Kein Engel ist so rein
00:52:05Ach, das hätte Goethe auf mich sagen können
00:52:07Erkennen Sie Goethe?
00:52:08Ja
00:52:09Na, ich meine nicht persönlich, sondern seine Werke
00:52:11Hier ist kein Literaturseminar und keine Märchenstunde
00:52:13Der Faust ist doch kein Märchen, Sie kleiner Schäker
00:52:16Was verbiete ich mir?
00:52:17Was, den Schäker?
00:52:18Sie wissen genau, dass ich das Märchen von Ihrer Unschuld gemeint habe
00:52:21Was ist mit dem?
00:52:22Es liegt ein Haftbefeufe vor
00:52:23Aber der Mann war ja sehr schwer zu fassen
00:52:24Weil er nämlich keinen ordentlichen Wohnsitz hat
00:52:26Ha, so ein unordentlicher Mensch hat keinen ordentlichen Wohnsitz
00:52:29Pfui, pfui
00:52:30Ich bin aber täglich den Kaffezirlbauer anzutreffen
00:52:34Aber nicht für die Polizei
00:52:35Der ist nämlich schon zweimal da vorne, mitten durch die Leute
00:52:37Ach, mein Gott
00:52:38Aber heute haben wir ihn ja erwischt
00:52:39Direkt anschleichen haben wir uns müssen
00:52:41Ja, von hinten, wie lachiniert, was
00:52:43Also direkt vom Frühstück weg
00:52:44Darf ich jetzt mal zu Protokoll gehen?
00:52:46Also ich sitze da ganz harmlos beim Frühstück
00:52:49Plötzlich stehen die drei Kerls
00:52:50Nein, zu viel ist los, pardon
00:52:52Die drei Herren vor, hinter und neben mir
00:52:54Also wie ich die Uniform gesehen habe, habe ich es gleich gefressen gehabt
00:52:57Nein, nein, nein, ich meine mein Frühstück
00:52:59Und dann haben sie mich in die Mitte genommen
00:53:01Wie einen ganz gewöhnlichen Verbrecher
00:53:04Und mich mitten durch das Kaffeehaus transportiert
00:53:07Es war mir unendlich peinlich
00:53:08Jetzt willst du also nicht sagen, Kaffezirlbauer kennt man doch
00:53:11Sind doch nur Homosexuelle
00:53:12Das ist nicht wahr, das ist nicht wahr
00:53:13Die Kaffeeköchen ist stinknormal
00:53:15So
00:53:17Und da wird die Herren bei der Gelegenheit darauf aufmerksam machen
00:53:19Dass der Paragraf 129, Römisch 1, Strich B nicht mehr stimmt
00:53:23Also jedenfalls gibt es dafür keine Strafe mehr, ne?
00:53:27Na, na, komm, verwöhne mich doch nicht so
00:53:29Wegen des Paragraf 129, Römisch 1, Strich B sind Sie auch nicht hier
00:53:33Ja, da hat er recht, ne?
00:53:34Nein, wegen der Beteiligung an dem Bankraub in der Spiegelgasse
00:53:37Als Mitwisser, Helfershelfer und wahrscheinlich auch als Fehler
00:53:39Was? Das soll alles ich gewesen sein?
00:53:42Ausgerechnet ich, der harmloseste einer bin?
00:53:44Herr Polizeirat, ich schwöre Ihnen bei was oder wenn Sie wollen...
00:53:47Herr Sauf, Herr Sauf, Herr Sauf
00:53:48Ich glaube Ihnen sowieso kein Wort
00:53:50Ach, Sie Ungläubiger Thomas, Sie lieber kleiner Ungläubling
00:53:54Lick, lick, lick, lick, lick, lick, lick, lick, lick
00:53:57Sollen Sie beppern?
00:53:58Ja
00:54:00Wollen Sie mich beziehen?
00:54:01Ja, warum nicht? Das wird doch mal was Neues, nicht?
00:54:02Sherlock Holmes im E-Mail-Bettchen
00:54:05Personalien, setzen Sie sich dorthin
00:54:07Na ja, wenn er mich schiebt, soll ich mich schieben
00:54:13Ah, ein Weib, hallo
00:54:16Also, wie heißen Sie?
00:54:17Ja, das würde mich auch mal interessieren
00:54:18Sie?
00:54:19Das wissen Sie doch
00:54:22Schlüter
00:54:22Sämtliche Vornamen
00:54:24Heinrich Otto
00:54:26Heinrich heiße ich nach meinem Großvater, Otto nach Bismarck
00:54:30Was? Nach dem Reichskanzler?
00:54:33Ja, was denn sonst? Doch nicht nach dem Hering
00:54:38Spitznamen
00:54:39Was ist das?
00:54:42Na, geh, geh, geh
00:54:43Stell sich naiv wie eine Jungfrau Spitznamen
00:54:46Na, wird's?
00:54:47Was ist los?
00:54:51Wie man sie in der Unterwelt nennt
00:54:53Ja, was ist denn jetzt schon wieder mit der Unterwelt?
00:54:56Wie man sie dort nennt
00:54:59Man nennt mich nur Mimi
00:55:03Mimi, ich bin halt
00:55:05Bohem
00:55:05Ne, jetzt pass Sie doch mal auf, Sie abwegige Komödiez
00:55:08Nein, ich bin von Berge
00:55:10Wenn Sie sowas noch einmal machen können, das was erleben Sie, Sängerknabe.
00:55:13Mit sowas wie Ihnen werden wir doch lange fertig. Verstehen Sie?
00:55:16Oh, jedes geflüsterte Wort.
00:55:17Ich liebe brutale Männer, schlag mich, töte mich, morde mich.
00:55:21Lust.
00:55:22Lust?
00:55:2324 Stunden wegen Verhöhnung eines Polizeibeamten im Dienst.
00:55:26Ja, oder das.
00:55:28Na, also. Jetzt haben Sie es.
00:55:30Ja, ein unfreundlicher Charakter, Herr Kollege.
00:55:32Na, also. Sagen Sie den Spitznamen.
00:55:34Also gut. Aber auf Ihre Verantwortung.
00:55:36Achtung. Also, mein Spitzname ist...
00:55:42Nein, ich schäme mich so.
00:55:45Dann machen Sie ihn nicht lächerlich. Also, wie ist Ihr Spitzname?
00:55:50Dampfnudel.
00:55:51Was? Was ist denn das?
00:55:54Eine süße kleine Nachspeise.
00:55:57Ein Müllspeis.
00:55:59Ich habe den Spitznamen in Stuttgart bekommen und es mir bis hierher gefolgt, der Böse.
00:56:04Aber nur wirklich gute Freunde dürfen mich so nennen.
00:56:07Herr Bezirksinspektor.
00:56:09Ja.
00:56:10Soll ich das ins Protokoll schreiben?
00:56:12Ja, bitte.
00:56:12Aber Gänste ist doch nicht normal.
00:56:13Ach, die Polizei merkt aber auch alles.
00:56:17Geburtsdaten.
00:56:18Geboren in Kiel am 2. März 1922.
00:56:22Ein Fösch.
00:56:23Eine kleine Kieler Sprotte.
00:56:26Ich sehe aber noch toll jung aus für mein Alter, ne?
00:56:29Ja.
00:56:29Frau Staffel.
00:56:30Aber Schuhe.
00:56:32Hauptsächlich für den Paragrafen 175.
00:56:34Äh, 129.
00:56:35Ja, bei Euch.
00:56:36Der jetzt außer Wirkung ist.
00:56:39Jetzt!
00:56:39Ja.
00:56:39Nachdem er mich damit unglücklich gemacht hat.
00:56:42Seinerzeit.
00:56:42In meiner Jugendzeit.
00:56:43Es wäre alles anders gekommen mit mir, wenn dieser gottverfluchte Paragraf nicht gewesen wäre.
00:56:49Jetzt tut es sich auch noch leid.
00:56:50Sie haben doch auch noch gegen andere Paragrafen verstoßen, ne?
00:56:52Ach, klarer Mensch, hab ich.
00:56:53Aber gelernt hab ich das alles erst, wie ich wegen diesen scheiß Paragrafen gesessen bin.
00:56:59Im Kerker gibt's böse, böse Menschen.
00:57:02Man hat mich verführt und verführt und verführt und rührt.
00:57:04Rührend, rührend, rührend.
00:57:06Sind ja auch noch andere wegen dieses Paragrafen gesessen und sind nicht gleich ausgekochte Ganoven geworden.
00:57:11Ist immer so direkt, erwahrne ich.
00:57:12Sie haben kein Recht, mich zu beleidigen.
00:57:14Oh, pardon, pardon, niediger Herr.
00:57:17Oder soll ich sagen, niedige Frau?
00:57:19Wie komisch!
00:57:20Ich werde Sie mir verlachen, also später, wenn ich hier weg bin.
00:57:23Erstens...
00:57:23Ach, jetzt wird er intim.
00:57:26Erstens werden wir Sie jetzt noch 24 Stunden in einer unserer reizenden Zellen beherbergen.
00:57:32Und zweitens werden Sie uns jetzt noch ein paar Fragen beantworten, Bernd.
00:57:36Mehr, Sie sind doch gelernte Friseur, Herr Schlitter, nicht?
00:57:39Ja.
00:57:41Also Sie möchte ich gerne mal rasieren.
00:57:44So.
00:57:46Sie stoßen es doch keine gefährlichen Drohungen aus.
00:57:49Oh, das war doch nur ein Scherzer, Oberpolizeirat.
00:57:51Aber ich weiß eigentlich immer noch nicht, was man mir vorwirft.
00:57:54Weg, weg, weg, weg.
00:57:55Ah, der Herr hat mich berührt.
00:58:00Sie sind bekannt dafür, dass Sie Ganovenperücken und falsche Bärte zur Verfügung stellen und bei der Verkleidung helfen.
00:58:05Ist doch lächerlich. Ich habe doch nicht mal einen Laden.
00:58:07Was machen Sie denn dazu in Geschäft?
00:58:08Was hat er denn dem Bankräuber zur Verfügung gestellt?
00:58:12Eine Herrenpürücke und möglicherweise einen Schnurrbart.
00:58:15Eine Zeugin hat den Bankräuber angeblich mit einem Schnurrbart gesehen.
00:58:18Ist auch egal. Auf jeden Fall kennt er den Bankräuber.
00:58:19Also, kennst ihn oder kennst ihn nicht?
00:58:22Philipp, jetzt duzt er mich.
00:58:24Gutsch.
00:58:25Ein kompliziertes Persönchen.
00:58:27Noch mal.
00:58:2848 Stunden Arrest. Einzelzelle.
00:58:31Einzelzelle geht nicht.
00:58:32Wir sind überbelegt.
00:58:32In jeder Zelle sind mindestens drei Mann.
00:58:34Was drei Mann?
00:58:35Das kann man doch gar nicht annehmen.
00:58:36Na, das wird ja doch eine vergnügliche Angelegenheit werden.
00:58:39Hör es an. Hör es an.
00:58:40Das soll nicht sofort abholen.
00:58:41Wir sperren ihn zuerst ein und verhören ihn dann später.
00:58:44Ich habe das Gefühl, das wird dann bedeutend einfacher sein.
00:58:49Jetzt mitten am Vormittag.
00:58:50Aber Sie schläft nicht.
00:58:51Soll ich Sie melken?
00:58:53Nein, nein, bitte stören Sie.
00:58:54Sie braucht Kramer nicht.
00:58:55Ich bin froh, dass Sie ein wenig hingelegt haben.
00:58:57Sie braucht jede Minute Ruhe.
00:58:59Kann ich etwas für Sie tun, Herr Gressy?
00:59:03Nein, nein.
00:59:04Kaffee, Tee, einen Schnaps, eine Zeitung.
00:59:07Was zu lesen?
00:59:09Nein, nein.
00:59:11Das ist die gnädige Frau.
00:59:12Ich werde sagen, dass Sie da sind.
00:59:14Yes.
00:59:15Yes.
00:59:32Ich werde sagen, dass Sie da sind.
00:59:35Ich werde sagen, dass Sie da sind.
00:59:36Ich werde sagen, dass Sie da sind.
00:59:47Und dunkles Haar, sagen Sie?
00:59:49Ganz dunkel.
00:59:51Schwarz könnte man sagen.
00:59:52Ach ja?
00:59:54Ach ja.
00:59:54So schön.
00:59:55Mach mit dem schwarzes Haar.
00:59:57Ja, mach mit dem Sie ein paar farben-schwarzes Haar.
01:00:01Ich nehme eine Dusche, wie Sie sehen.
01:00:03Damit es möglichst ähnlich wird.
01:00:05So.
01:00:06Eie.
01:00:07Na ja.
01:00:08Was ist denn?
01:00:09Nein, nein.
01:00:09Alles nix.
01:00:10Ich habe schon geglaubt, die hat mich anputzt.
01:00:11Oh, gut.
01:00:11Oh, gut.
01:00:12Oh, gut.
01:00:12Da werde ich Frau Beckerig wieder schimpfen.
01:00:16Polizeikommissariat 24 Wodag.
01:00:22Ja, einen Moment bitte, Herr Inspektor Berndner, für Sie, Sicherheitsbüro.
01:00:26Ah, ja.
01:00:26Geben Sie mir Sein.
01:00:28Da schauen Sie hin, Susie.
01:00:29Was denn?
01:00:29Quart 24 Berndner.
01:00:31Jesus, was ist denn das?
01:00:32Ist das ein Dusch?
01:00:33Ja, stören Sie jetzt nicht.
01:00:34Na, gehen Sie halt auf.
01:00:34Das ist doch eine Schw...
01:00:35Ich meine, das kann...
01:00:36Ja, ist schon gut.
01:00:37So.
01:00:39Jetzt hat er ganz schwarze Haar.
01:00:41Ja.
01:00:42Ja.
01:00:42Jetzt müssen Sie mir eigentlich nur noch sagen, ob der Täter so ausgesehen hat.
01:00:46Ich danke Ihnen, Herr Kollege.
01:00:47Genau so.
01:00:48Danke vielmehr.
01:00:48Auf Wiederhören.
01:00:50Wiederhören.
01:00:50Na ja.
01:00:51Na sehr gut.
01:00:53Die Geschichte ist erledigt.
01:00:54Sie haben den Bankräuber aus der Spiegelgasse.
01:00:56Na also.
01:00:58Ja, umsonst eine ganze Zeichenreihe.
01:01:00Ja, allerdings.
01:01:01Ja, das sowieso.
01:01:01Das hatte nämlich keiner von den Zeugen auch noch annähernd richtig beschrieben.
01:01:04Der ist auffallend klein.
01:01:051,54 groß.
01:01:07Ferner hat eine Glatze.
01:01:08Da hat er die Perücke, die er im Kassenraum verloren hat.
01:01:11Und das hat er auch kein Zeug angegeben, die Glatze.
01:01:14Was ich immer sage, es gibt keine Menschen auf der Welt, der beschreiben kann, was er auch
01:01:17nur 10 Minuten vorher gesehen hat.
01:01:18Entschuldigen Sie, reden Sie von meinem Bankraub?
01:01:21Na sicher.
01:01:21Ich meine, von dem Bankraub, wo ich den Täter gesehen habe?
01:01:24Ich weiß nicht, was Sie gesehen haben, aber was Sie beschrieben haben, also der Täter
01:01:27weiß nicht.
01:01:28Sie können nach Haus gehen.
01:01:29Danke.
01:01:30Bitte.
01:01:32Wiederschauen.
01:01:33Unglaublich.
01:01:331,54.
01:01:36Wer weiß nicht, wie die da zusammengepangt haben.
01:01:39Na ja.
01:01:40Berndversorgen sind die besten.
01:01:42Na das hätte Ihnen aber genauso passieren können.
01:01:45Sagt's einmal.
01:01:46Gibt's denn da näher ein gutes Gasthaus?
01:01:48Ich möchte zwischendurch was essen gehen.
01:01:49Du hast auch redlich verdient nach deinen genialen Fälschungen, ne?
01:01:53Allerdings.
01:01:53Wo war's denn gestern?
01:01:55Gestern?
01:01:55Na gestern hab ich ja was mitgekommen.
01:01:57Geht's in den Zinko, gleich rechts um sechs.
01:01:58Sehr gut.
01:01:59Ah ja?
01:02:00Ich hätte nämlich noch einen kleinen Weg.
01:02:03Ihr seid bis halb vier da?
01:02:04Kann ich meine Sachen da lassen?
01:02:05Ja, selbstverständlich.
01:02:06Am Abend soll ich da noch aufs Court 25.
01:02:10Da gibt's Zeugen.
01:02:11Wir haben einen Sexualverbrecher gesehen.
01:02:15Wahrscheinlich war es ein dressierter Schimpanse.
01:02:17Weißt, wird's.
01:02:19Ja.
01:02:21Na?
01:02:22Also dann wiedersehen dabei.
01:02:24Wiedersehen.
01:02:27Achso.
01:02:28Wie geht's?
01:02:29Ein Reis, sowas wie.
01:02:30Du hast ja recht, wenn sie schimpft die Bäckerin.
01:02:33Jetzt putzt die der Bäckerin und den Dreck weg.
01:02:35Das ist nicht zu passen.
01:02:36Na glauben Sie, hören wir das wieder an morgen in der Früh?
01:02:39Wirst du sie dich an?
01:02:39Du gehst mit mir.
01:02:40Ja, wohin denn?
01:02:41Den Terp holen wir uns.
01:02:44Sicherheitsbüro hat angerufen.
01:02:45Weißt du, wo der wohnt?
01:02:47Ja, im Imperial.
01:02:48Aber wenn er nicht dort ist, dann wissen wir ja, wo er zu finden ist.
01:02:52Komm mal.
01:02:56Mitten in die Stirn hat sie ihn erwischt.
01:02:58Kommen Sie, die Frau.
01:02:59Das ist nichts für Sie.
01:03:01Ich kann das nicht sehen.
01:03:07Und Sie haben nichts gehört.
01:03:08Keinen Schuss.
01:03:12Ich war die ganze Zeit in meinem Zimmer.
01:03:15Ja, ja.
01:03:17Und Sie haben auch nichts gehört?
01:03:19Nein, ich habe auch nichts gehört.
01:03:21Ich war die ganze Zeit bei der gnädigen Frau.
01:03:24Na ist gut, Sie können gehen.
01:03:26Du.
01:03:27Ja.
01:03:29Das muss erst vor ganz kurzer Zeit gewesen sein.
01:03:37Das kenne ich gar nicht mehr aus.
01:03:40Aber was rufen wir Sicherheitsbüro an?
01:03:42Sollen die sich da wirken.
01:03:47Gehen Sie bitte spitzen Sie den Bleistift nicht so, dass der ganze Auffall...
01:03:49Sie hat doch nur Auffall, der Pegel war am Scheiß, der Wiener anherrscht.
01:03:53Aber wir wissen schon nicht mehr, was wir mit dem Heft der Schlüter tun sollen.
01:03:56Wieso?
01:03:56Was macht ihr denn?
01:03:57Ja, zuerst war es ja manierlich und komisch und voller Komplimente für jeden.
01:04:01Dann war er nach und nach ganz ruhig und auf einmal hat er zum Toben angefangen.
01:04:04Aber wie?
01:04:05Und wie wir dann eingeschritten sind, die Wache, da hat er plötzlich zum Weinen angefangen.
01:04:08Und jetzt tobt er und heult er abwechselnd und will unbedingt vorgeführt werden.
01:04:12Wen?
01:04:13Genau ich.
01:04:14Egal wer es ist, sagt er.
01:04:16Ja, dann bringen Sie ihn halt her, Inspektrum.
01:04:18Der will irgendeine Krankheit simulieren wahrscheinlich, ne?
01:04:20Ja, das können Sie alle.
01:04:22Mir tut so einer leid.
01:04:23Das ist ein Verbrecher wie jeder andere Verbrecher auch.
01:04:25Trotzdem.
01:04:26Der kann doch nie eine Familie gründen.
01:04:28Aber.
01:04:28Mit Kindern zum Beispiel.
01:04:30Hallo Geri.
01:04:32War was los hier für mich?
01:04:33Nix besonderes.
01:04:34Ein Anruf war da außer in Pölten vom Chantal Mariepostenkommandanten.
01:04:37Aber er hat da mit dem Herrn Oberpolizeirat selber gesprochen.
01:04:40Gutes.
01:04:41Anerfordern, ja.
01:04:43Sicherstellung von Wertgegenständen, insbesondere Gemälde.
01:04:45Ja.
01:04:46Gartenallee 45.
01:04:47Den Terrams?
01:04:49Schossen.
01:04:50Was?
01:04:51Wirklich?
01:04:52Den Baron aus Rieger?
01:04:53Ja.
01:04:54Das Sicherheitsbüro haben wir schon verständigt.
01:04:56Was hat denn der da vorhin wollen?
01:04:57Ach, der Frisein, der Schlüter macht Schwierigkeiten.
01:05:00Er hat nicht mehr reist.
01:05:00Ah.
01:05:02Papas Liebling.
01:05:04Na ja.
01:05:04Was macht er denn?
01:05:05Er will irgendeine Krankheit simulieren.
01:05:07Zuerst hat er getobt, dann hat er geweint und jetzt verlangt er vorgeführt zu werden.
01:05:10So ähnlich habe ich mir das auch vorgestellt.
01:05:12Was ist mit dem Heftun?
01:05:13Ach, ein schwuler Unterweidler Friseur hat verschiedenen Ganoven, je nach Bedarf,
01:05:18Perücken oder falsche Werte geliefert.
01:05:20Wahrscheinlich hat er das auch beim Bankraub in der Spiegelklasse gemacht.
01:05:24Der Bankraub in der Spiegelklasse ist ja geklärt.
01:05:26Erst als ein Mitwisser, wenn nicht Mitschuldiger.
01:05:29Am ersten Blick sehen, dass der Hei ist.
01:05:31Hei?
01:05:32Wirkung vorbei und jetzt ist der große Zusammenbruch.
01:05:35Da ist für uns noch was zu ehren, auch noch in anderen Sachen.
01:05:37Wisst ihr, der speibt wie ein Reier.
01:05:40Also ich liebe solche Verhörmethoden nicht.
01:05:42Was heißt Verhörmethoden?
01:05:44Der wie was von uns, nicht wie von ihm.
01:05:46Und was seinen Zustand angeht, was interessiert das uns?
01:05:50Dankeschön.
01:05:51Na also bitte, mach was du willst.
01:05:56Bitte, was heißt Hei?
01:05:58Hei?
01:05:59Nur muss man alles dreimal sagen.
01:06:00Habts noch nie was von Rauschgift gehört?
01:06:02Dies Kind, kein Engel ist zu reiben.
01:06:04Also das verbitt ich mir.
01:06:07So, wir werden schließen müssen, der Häftling.
01:06:10Er hat schon wieder getobt.
01:06:12Zweig, gell?
01:06:13Ist doch feig und brutal.
01:06:15Nimmst mir sofort das Ding da ab.
01:06:19Dann können Sie nicht mal die Tränen abwischen.
01:06:22Schau her, das Bubi weint.
01:06:24Sie!
01:06:25Wenn Sie nicht sofort aufhören mit Ihrem sadistischen Gerede,
01:06:30dann spreche ich aus dem Fenster.
01:06:31Na bitte, bitte, bitte, Bernd.
01:06:34Na mach uns das Fenster auf, recht schön weit,
01:06:36damit er besser springen kann,
01:06:37und uns keine Fensterscheiben kaputt machen.
01:06:39Ach, Herr, sehr schön,
01:06:40einen kranken Menschen so zu verhöhnen.
01:06:43Ach, Sie sind krank?
01:06:45Warum haben Sie uns das denn nicht gleich gesagt?
01:06:47Na, Sie Schwein!
01:06:48Sie haben doch gewusst, was mit mir los ist.
01:06:50Sie haben mich eingesperrt, weil Sie gewusst haben,
01:06:52dass ich völlig hilflos bin, wenn es vorbei ist.
01:06:57Ich will ja nicht mal meckern.
01:06:59Meckern nennt er das.
01:07:01Sagt zu mir Schwein, nennt er's Meckern.
01:07:05Ist mir passiert, aber ich nehm's zurück.
01:07:09Es sind so Wellen, so Wallungen.
01:07:11Ich beherrsche mich schon jetzt.
01:07:13Rühren, wunderbar.
01:07:15Und wenn Sie uns jetzt noch sagen,
01:07:17was Sie zum Beispiel über den Bankraub in der Spiegelgasse wissen...
01:07:20Ja, nichts weiß ich gar nicht.
01:07:22Ah, nichts?
01:07:23Nichts.
01:07:23Ich würde es denn wieder in die Zelle zurück.
01:07:25Nein!
01:07:26Sie wissen doch, was mit mir los ist.
01:07:29Sie wissen doch, was ich brauche.
01:07:31Einen Schuss.
01:07:32Nur einen einzigen Schuss.
01:07:35Einen Schuss?
01:07:37Wissen Sie, was das heißt?
01:07:38Ja.
01:07:39Sie wissen's doch.
01:07:41Beide.
01:07:42Lassen Sie mich raus.
01:07:44Nur für eine Stunde.
01:07:45Eine halbe Stunde.
01:07:46Ich kann mir jetzt auch 20 Minuten vertrafen.
01:07:49Sie wissen doch, das wäre illegal.
01:07:51Ne?
01:07:52Jetzt verhöre ich Sie einmal über den Bankraub in der Spiegelgasse.
01:07:56Mensch!
01:07:58Mensch!
01:07:59Mensch!
01:07:59Sind Sie denn überhaupt noch?
01:08:02Ein Mensch!
01:08:04Kannst du denn so niederträglich sein,
01:08:07und mich leiden lassen wie ein Tier,
01:08:10nur um rauszukriegen, wer dreckiges Geld geraubt hat?
01:08:14Ich glaube nicht, dass Sie leiden.
01:08:17Ich glaube, Sie simulieren.
01:08:19Ja, ich wünsche es.
01:08:21Was?
01:08:22Ja, bei Gott, ich wünsche es.
01:08:24Sie müssen Sie besser nicht so abgeprinzt haben.
01:08:28Sagen Sie ihm doch, dass er mich rauslassen soll.
01:08:31Nur für eine halbe Stunde.
01:08:32Das geht nicht.
01:08:33Wenn Sie sich nicht wohlfühlen, müssen wir den Amtssatz holen.
01:08:35Nein, nicht wohlfühlen!
01:08:38Nein!
01:08:39Sie sind ja der König, der Untertreiber!
01:08:43Ich habe Hunger!
01:08:44Ich habe Durst!
01:08:46Ich...
01:08:47Ich...
01:08:47Ich kann nicht mehr atmen!
01:08:49Ich...
01:08:50Ich verstecke!
01:08:51Dann nehmen Sie mir doch...
01:08:52Weiß Sie!
01:08:52Diese Gottvergabten Fesseln auf!
01:08:54Sehen Sie?
01:08:55Sie sind ja nicht, dass Sie mich einkrampfen nach dem anderen schütteln!
01:08:58Die Fesseln können wir ihm ja abnehmen, wir sind ja vier Mann, oder?
01:09:00Ja, natürlich, natürlich.
01:09:01Wir sind ja keine Unmenschen.
01:09:02Nehmt Sie ihm die Fesseln ab!
01:09:04Aber nur kein falsches Mitleid!
01:09:06Vergesst nicht, dass dieser heulende Herr da ein Verbrecher ist, ne?
01:09:09Wie er uns etwas über den Bankraub in der Spiegelgasse erzählt hat,
01:09:13kommt er ins Inquisitenspital.
01:09:15Naja...
01:09:16Inquisitpital, lass mich weg!
01:09:18Ich...
01:09:18Ich...
01:09:19Ich weiß schon, wohin!
01:09:20Aber...
01:09:20Ihr...
01:09:20Ihr müsst doch einsehen, dass ich...
01:09:22Dass ich wenigstens einen Schuss haben muss!
01:09:25Also den Täter, den haben wir schon, aber da waren doch noch Komplizen dabei, ne?
01:09:29Gehen wir, gehen wir, Herr Schlüter!
01:09:30Spucken Sie aus!
01:09:31Keine Müdigkeit!
01:09:32Gehen wir!
01:09:34Oh Gott!
01:09:36Kann man denn einen...
01:09:38einen Menschen nur so quälen?
01:09:43Ich...
01:09:43Ich weiß doch nichts!
01:09:44Ich hab doch mit der ganzen Sache nichts zu tun gehabt!
01:09:47Aber bitte, bitte, bitte!
01:09:49Ich...
01:09:50Ich sag euch, was ihr wollt!
01:09:51Ich...
01:09:51Ich...
01:09:52Ich...
01:09:52meinen besten Freund ins Kriminal, wenn ihr es verlangt!
01:09:57Ich liefe euch aus, wie ihr wollt!
01:10:01Aber lass mich doch weg!
01:10:03Eine Stunde!
01:10:04Eine halbe Stunde!
01:10:05Ich...
01:10:06Ich...
01:10:07Ich...
01:10:07Ich koding ja, wenn ich meinen Schuss nicht bekomme!
01:10:12Ich geh doch vor die Hunde!
01:10:14Was ist denn los?
01:10:16Schreetten sie da so herum?
01:10:17Oh Herr...
01:10:18Ich...
01:10:19Ich weiß nicht, was sie sehen, aber sie haben hier etwas zu reden.
01:10:23Ich...
01:10:23Ich...
01:10:24Ich...
01:10:27Man hat mich verhaftet, man hat mich hierher gebracht, aber ich habe keinen Widerstand geleistet.
01:10:35Ich war eine herrliche Viertelstunde, war es die letzte Viertelstunde.
01:10:43Und dann ist es abgeflacht und dann kam das, was ich so gefürchtet habe, was jeder fürchtet, der es kennt.
01:10:50Und jetzt, ich kann einfach nicht mehr, ich halte es nicht mehr aus, Herr Land, das ist nicht mehr.
01:10:59Wenn Sie uns sagen, wer noch beim Banküberfall in der Spiegel ist, das ist nicht mehr.
01:11:02Nein, ich weiß nichts, ich weiß noch nichts davon.
01:11:07Geh, geh, geh, geh, wo hast du doch die Perücke gemacht, die im Tatort gefunden worden ist.
01:11:10Aber das ist doch Quatsch, wer verkleidet sich denn heute noch, das gibt's doch gar nicht mehr.
01:11:16Ja, ja gut, man rasiert einen den Bart weg, man fährt einen die Haare, aber verkleidend, das ist doch lächerlich.
01:11:27Niemand nimmt heute eine Perücke, niemand.
01:11:30Mensch, sag mal, geht das denn nicht in deinen Idiotenschähle hinein.
01:11:34Dann muss man das in den Schähle reinschlagen.
01:11:38Was willst du an?
01:11:39Vielleicht wird er leichter, wenn du hin bist, du Hohen, Sau, du Blödsinn.
01:11:42Gut, Schliessler!
01:11:43Es war ein, sie bricht mich auf, sie bricht mich auf, sie bricht mich auf, sie bricht mich auf, sie
01:11:47bricht mich auf, sie bricht mich auf.
01:11:48Da ist das Sicherheitsbüro an, wir sollen ihn abholen.
01:11:51Wollen wir uns erst dringend, der bringt uns hier ja noch alles durcheinander.
01:11:54Mir tut es so einer trotzdem leid.
01:11:55Na, mir nicht.
01:12:01Also gut, mir auch.
01:12:05So, da bin ich wieder, Servus.
01:12:08Ja, ich muss ehrlich sagen, so ein Kalbsdorch mit Nogal, das habe ich schon lange nicht gegessen.
01:12:13Wirklich, herrlich.
01:12:14Und so gepflegtes Bier und ein wunderbares Salz, danke.
01:12:17Das war einmalig.
01:12:19Wie gesagt, das macht sogar ein Schlotzbeamten das Leben lebenswert.
01:12:23Haben Sie mir herrlich empfohlen, Herr Kollege, danke.
01:12:25Kleinsen, der Zinnkrug, wunderbar.
01:12:26Ach so, jetzt.
01:12:27Servus, Herr Marik.
01:12:28Ja.
01:12:28Und dann, da war doch ein Polizeizeichner hier.
01:12:31Ja, das ist er.
01:12:32Ich bin's, Royer mein Name.
01:12:33Angenehm, Marik.
01:12:34Herr Kollege, Sie könnten mir einen großen Gefolgen tun.
01:12:36Dienstlichen?
01:12:37Selbstverständlich.
01:12:38Also, gar so selbstverständlich ist das wieder nicht.
01:12:40Du, und nichts, da hat mich einer gebeten, ich soll seine Frau und seine zwei Kinder zeichnen.
01:12:44Wenn der Dienst zählt, das nichts kostet.
01:12:47Hören Sie mal raus, Herr Kollege.
01:12:48Dieser Mann steht unter dem Verdacht des zweifachen Mordes, gell?
01:12:51Was, Herr Cesar, bist du sicher?
01:12:53Ja, ja, lass mich.
01:12:53Könnten Sie mir den ohne Bart und ohne Brille zeichnen?
01:12:56Ich meine, wie der ohne Bart und ohne Brille aussehen würde.
01:12:59Ja, das geht schon.
01:13:00Handelt es sich tatsächlich um einen zweifachen Mord?
01:13:02Ja, und wenn wir nicht bald klar sind, gibt's einen Dritten.
01:13:28Willst du was?
01:13:32Ich reise ab.
01:13:34Ich nehme an, es ist dir in keiner Weise unangenehm.
01:13:37Ich habe es erwartet.
01:13:41Das ist ja alles total verschuldet.
01:13:45Du wirst auch weg müssen.
01:13:47Ja.
01:13:48Ich muss weg.
01:13:56Hast du mir noch irgendetwas zu sagen?
01:14:00Nichts.
01:14:02Gar nichts.
01:14:06Dass du zwei Menschen am Gewissen hast, weißt du ja.
01:14:08Das ist gemein.
01:14:13Aber es ist noch nicht vorbei.
01:14:17Isabel, nimm dich in Acht.
01:14:20Es ist
01:14:24noch nicht vorbei.
01:14:26Ich hoffe, ich störe Sie nicht.
01:14:27Aber du, ich auch.
01:14:29So, bitte.
01:14:30Kommen Sie weiter.
01:14:32Danke.
01:14:32So, bitte schön.
01:14:34So, legen Sie ab.
01:14:35Dankeschön.
01:14:37Ich mache inzwischen nur Licht.
01:14:40Bitte.
01:14:41Na.
01:14:41Dankeschön.
01:14:48So, bitte schön.
01:14:51Danke.
01:14:53Ja, hübsch haben Sie es hier.
01:14:55Ich habe nur zweimal in der Woche eine Raumpflegerin.
01:14:58Heute war sie da.
01:14:59Haben Sie sie nicht weggenommen?
01:15:01Nein, ich bin auch eben erst gekommen.
01:15:03Kaum eine Minute, bevor Sie gekommen sind.
01:15:06Manchmal verspätet sie sich und ich treffe sie noch.
01:15:09Heute
01:15:10ist sie glücklicherweise
01:15:12schon fort.
01:15:14Wieso?
01:15:15Was heißt glücklicherweise?
01:15:16Setzen Sie sich.
01:15:18Dankeschön.
01:15:21Sie sind also
01:15:22Herr Präsident?
01:15:24Ja.
01:15:28Und Sie sind
01:15:29Sebastian Krämer.
01:15:34Ja.
01:15:37Ich bin
01:15:37Sebastian Krämer.
01:15:41und wenn Sie
01:15:42die geringste
01:15:43verdächtige
01:15:43Bewegung machen.
01:15:45Schieße ich.
01:15:50Es besteht
01:15:51kein Grund
01:15:52zur Aufregung.
01:15:55Ich meine
01:15:55vor der Hand.
01:15:59Aber ich sehe
01:16:00Sie haben Angst
01:16:00und ich bin nicht
01:16:00ungewaffnet.
01:16:02Bitte.
01:16:04Nehmen Sie
01:16:05meine Pistole.
01:16:06Ich brauche
01:16:06sie nicht.
01:16:08bitte.
01:16:16Ich verlasse mich darauf,
01:16:18dass Sie vernünftig sind
01:16:18und einsehen,
01:16:19dass Ihre Lage
01:16:19hoffnungslos ist.
01:16:21Sie glauben also nicht,
01:16:23dass ich schießen werde?
01:16:24Nur wenn Sie es
01:16:25für unbedingt
01:16:26nötig halten würden.
01:16:29So wie Sie es
01:16:30bei Tarp
01:16:31für nötig
01:16:32gehalten haben.
01:16:34Wie kommen Sie darauf?
01:16:39Stimmt doch.
01:16:41Oder
01:16:41Ihr Geständnis
01:16:42von mir?
01:16:45Dazu sind
01:16:46andere da.
01:16:48Wieso
01:16:49wissen Sie,
01:16:51dass ich
01:16:51nicht
01:16:51Brennergast bin?
01:16:57Der Besuch
01:16:58Ihrer Tochter.
01:17:00Ich bin
01:17:00ihr gefolgt
01:17:01bis hierher.
01:17:03Und
01:17:03dann
01:17:04habe ich Sie gesehen,
01:17:05Herr Krämer,
01:17:06in Ihrem Haus.
01:17:09Sie waren das?
01:17:10Ja,
01:17:11ich.
01:17:12Ich habe den Schuss
01:17:13gehört und habe Sie
01:17:14laufen gesehen.
01:17:15So läuft nur einer
01:17:16durch Haus und Garten.
01:17:19Der Mann
01:17:19dem Haus und Garten
01:17:20gehören.
01:17:23Und
01:17:27und
01:17:27dann
01:17:34fehlte das Gemälde.
01:17:37Die Bilder waren der
01:17:38Grund, warum Sie
01:17:39nochmal in das Haus
01:17:40zurückgekommen sind.
01:17:41Sie waren ein Teil
01:17:41Ihres Kapitals.
01:17:42Tarp hat Sie gestört,
01:17:43deshalb wusste er
01:17:43sterben.
01:17:46Sie
01:17:46konnten aber
01:17:47nur eines Ihrer
01:17:48Bilder mit sich
01:17:48nehmen.
01:17:49Fatalerweise war es
01:17:50das wertvollste.
01:17:51Eine weitere
01:17:52Bestätigung.
01:17:56Und um sicher
01:17:57zu sein,
01:17:57mussten Sie mich
01:17:58hier aufsuchen.
01:17:59Gut.
01:17:59Und deshalb
01:17:59allein.
01:18:04Ich hatte mir gedacht...
01:18:05Ein verhängnisvoller
01:18:06Denkfehler.
01:18:09Ich weiß ja schon lange,
01:18:11dass Sie hinter mir
01:18:11her sind.
01:18:12Dienstlich.
01:18:13Dieses Märchen vom
01:18:14davongejagten
01:18:15Zollfander haben Sie
01:18:16meiner Frau und
01:18:16meiner Tochter
01:18:17erzählen können.
01:18:18Ich habe es nicht
01:18:18einen Moment geglaubt.
01:18:19Auch meine Tochter
01:18:20hat gezweifelt.
01:18:22Aber mehr als
01:18:23Abneigung gegen Sie.
01:18:24Ich habe ihr die
01:18:25Wahrheit gesagt.
01:18:27Hand weg
01:18:28aus der Tasche.
01:18:29Hand hinauf.
01:18:34Hatten Sie gar nichts
01:18:35anderes mit Ihrer
01:18:35Tochter zu besprechen?
01:18:36Doch.
01:18:37Ich nehme Sie
01:18:38nämlich mit
01:18:39nach Südamerika.
01:18:41Ich will...
01:18:47Ich will kein
01:18:48Geständnis ergräbern.
01:18:50Ich lege aber
01:18:51eines ab.
01:18:52Und wissen Sie
01:18:52warum?
01:18:53Hand weg
01:18:54von der Lade.
01:18:54Weg!
01:18:55von der Lade.
01:18:59Wissen Sie warum?
01:19:03Es ist nicht so
01:19:04leicht, auch für
01:19:05mich nicht, einen
01:19:06unbewaffneten Mann
01:19:07zu erschießen.
01:19:09Aber wenn der zu viel
01:19:10weiß, dann muss er
01:19:13sterben.
01:19:13Verstehen Sie?
01:19:15Was sollte Ihnen
01:19:15meinen Tod nützen?
01:19:16Sie können innerlich
01:19:17sein, Christine.
01:19:19Der Transport ist
01:19:20schon unterwegs.
01:19:2180 Tonnen
01:19:21Uranhältiges Gestein,
01:19:23das größte Ding,
01:19:23das je gedreht wurde.
01:19:2524 Tonnen fahren
01:19:26jetzt Richtung
01:19:27Walserberg.
01:19:28Sie müssen
01:19:31jeden Augenblick
01:19:33jenseits der Grenze
01:19:34sein.
01:19:42Wenn das der Fall ist,
01:19:43werde ich hier
01:19:44angerufen.
01:19:45Dann kann ich endlich
01:19:46weg.
01:19:46Weg!
01:19:47Aus dieser kleinen,
01:19:48muffigen Welt,
01:19:49von dieser Frau,
01:19:49die ich hasse
01:19:50und von den dummen
01:19:51Schulden.
01:19:53Ich fange ein neues
01:19:54Leben an.
01:19:56Drüben.
01:19:58Mit zwei Mord
01:19:59am Gewissen.
01:20:03Mit drei Morden
01:20:04am Gewissen.
01:20:09Mit drei.
01:20:20Warum haben Sie sich
01:20:22in diese Sache
01:20:22eingemischt?
01:20:24Sie Idiot!
01:20:25Auf eigene Faust!
01:20:27Jetzt stehen Sie da
01:20:29und kein Mensch
01:20:30auf der Welt
01:20:31kann Ihnen helfen.
01:20:35Darf ich,
01:20:36darf ich rauchen?
01:20:37Ja.
01:20:39Aber versuchen Sie
01:20:40nicht,
01:20:40mir die Tabatté
01:20:40ins Gesicht zu werfen
01:20:41oder sowas.
01:20:43Ich schieße sofort.
01:20:45Unbarmherzig.
01:20:46Das wollen Sie doch
01:20:47sowieso tun.
01:20:48Ich muss.
01:20:51So wie dieses Telefon
01:20:53hier klingelt,
01:20:53schieße ich.
01:20:54Soll ein Signal sein.
01:21:03Fällt mir verdammt schwer,
01:21:04das können Sie mir glauben.
01:21:06Bei den beiden anderen
01:21:07war das ganz anders.
01:21:10Brennergast.
01:21:11Ich hatte Streit mit ihm,
01:21:12habe ihm diesen schweren
01:21:13Aschenbecher an den Kopf
01:21:14geworfen.
01:21:15Er war tot.
01:21:17Ich hatte das nicht gewollt.
01:21:19Und Tab?
01:21:19Der hätte mich verraten.
01:21:21Der hätte diesen Marek
01:21:22alles gesagt,
01:21:23dieser Feigling.
01:21:25Er hat Angst gehabt.
01:21:27Und Sie haben das Pech,
01:21:29dass ich noch
01:21:30acht Tage brauche,
01:21:31um die Sache
01:21:31zu Ende zu führen.
01:21:33Dann erst bekomme ich
01:21:33das Geld für Südamerika.
01:21:35Wie soll ich
01:21:35diese acht Tage überstehen?
01:21:38Hände weg von dem Buch,
01:21:39Buch zurück.
01:21:43Wie soll ich
01:21:44diese acht Tage überstehen?
01:21:46Wenn Sie leben.
01:21:49Warum haben Sie das nicht
01:21:50früher bedacht?
01:21:51Ich bin doch kein
01:21:52kaltblütiger Mörder.
01:21:54Brennergast war ein Zufall.
01:21:55Auch wenn Sie vielleicht denken,
01:21:57ich hätte ihn nur getötet,
01:21:59um seine Identität annehmen zu...
01:22:00Ach, einen Dreck, denke ich!
01:22:02Ich will nur...
01:22:03Ich will nicht krepieren,
01:22:04ich will nicht ab...
01:22:05Ich will es auch nicht!
01:22:06Ich will es nicht!
01:22:09Auch Term war ein Zufall!
01:22:12Zynisch!
01:22:14Es ist mir nichts übrig geblieben,
01:22:15als ihn zu erschießen!
01:22:18Das bleibt mir nichts anderes übrig,
01:22:20als Sie zu erschießen.
01:22:22Wenn dieses Telefon klingelt...
01:22:24Ach, hören Sie auf mit diesem
01:22:25verdammten...
01:22:25Wenn dieses Telefon klingelt!
01:22:26Sie kommen nicht durch, Krämer!
01:22:28Es steht 100 zu 1 gegen Sie!
01:22:30Schauen Sie, was haben Sie davon,
01:22:32wenn Sie mich auch doch...
01:22:33erschließen.
01:22:33Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht!
01:22:35Ich kann nicht mehr denken!
01:22:37Sie haben mich völlig durcheinander gebracht!
01:22:40Ich weiß nur eines!
01:22:42Wenn dieses Telefon klingelt,
01:22:44schieße ich!
01:22:48Es könnte doch jemand anderer sein,
01:22:50der Sie anruft!
01:22:52Ihre Tochter!
01:22:55Oder...
01:22:55Oder?
01:23:02Oberinspektor Marek!
01:23:03Ober...
01:23:04Marek?
01:23:04Was heißt Marek?
01:23:06Wie kommen Sie auf diesen Marek?
01:23:12Weil er hinter Ihnen steht.
01:23:45Ich muss jetzt zum Dr. Ertl hinauf,
01:23:48damit er endlich das Obduktionsprotokoll
01:23:50unterschreibt.
01:23:51Wenn die Herren noch einen Kaffee haben wollen,
01:23:53dann müssen Sie sich selbst einschenken.
01:23:55Aber Acht geben auf die Kaffeemaschine.
01:23:57Warum schießt die?
01:23:58Damit nichts ausgeschüttet wird.
01:23:59Und nicht vergessen, Ihre Frau hat angerufen.
01:24:01Ich habe ja gerade...
01:24:02Sie war besetzt.
01:24:04Was die sich betut mit der Kaffeemaschine?
01:24:06Weil sie Angst hat vor der Bäckerle.
01:24:08Vor dieser Pestle.
01:24:10Dass sie wieder mit ihr schimpft.
01:24:12Ich brauche, dass du nichts verschüttest.
01:24:14Danke.
01:24:15Ist was?
01:24:16Das ist eh nur die Hosen.
01:24:19Eine Akt-Creme habe ich schon fertig.
01:24:21Brauchst du nicht mehr unterschreiben.
01:24:22Ja, sei so gut.
01:24:23Legen wir ihn hinein.
01:24:24Wenn wir noch einmal genau anfangen.
01:24:26Bitte, bitte, gern.
01:24:30Also, wenn man das so liest,
01:24:32kann ich so glauben.
01:24:34Was?
01:24:35Was?
01:24:40Eure Verhäuten.
01:24:42Deins und das von dem Kressin.
01:24:44Der Kressin hat eine Belobigung
01:24:45seiner vorgesetzten Behörde bekommen.
01:24:47Eben, eben.
01:24:48Und du?
01:24:49Die Genugtuung,
01:24:50dass unsere Staatspolizei
01:24:51einen verwickelten Fall gelöst hat.
01:24:53Du hättest aber leicht draufgehen können
01:24:54bei der Geschichte.
01:24:55Mit deiner ungeladenen Dienstpistole.
01:24:57Geil.
01:24:58Der Kressin hat eine geladene Pistole mitgehabt.
01:25:01Was hat sie genutzt?
01:25:03Vorher nichts.
01:25:03Na ja, bei dem
01:25:05ist doch von Anfang an
01:25:06eine James-Bondiade, ne?
01:25:09Unser einer hat es so schwer,
01:25:10an solche Leute heranzukommen,
01:25:12aber der Herr Kressin
01:25:13hat nichts anderes machen müssen,
01:25:14als die Bekanntschaft von der Frau
01:25:16und von der Tochter zu suchen.
01:25:17Und darin ist er ja Spezialist.
01:25:19Apropos Spezialist,
01:25:20wo ist denn der Bernd?
01:25:21Im Zentralbesoldungsamt.
01:25:23Wegen unserer Überstunden, ne?
01:25:26Das ist auch wichtig.
01:25:27Der Klemer hat von Anfang an überzogen,
01:25:30dass der Kressin hinter ihm her ist
01:25:31und nicht hinter seiner Frau.
01:25:33Das ist auch wichtig.
01:25:35Außerdem hat er noch den Vorteil gehabt,
01:25:37dass er nach seinem angeblichen Tod
01:25:39über jeden Schritt von dem Kressin informiert war.
01:25:43Ach so, über jeden Schritt von uns, ne?
01:25:46Na, das ist auch wahr.
01:25:47Sag mal, die Doktor, die hat von Anfang an gewusst,
01:25:49dass der Vater nicht tot ist?
01:25:51Nein, nein, du warst sogar dabei,
01:25:53wie sie es erfahren hat.
01:25:54Und wann bist denn du auf die Idee gekommen,
01:25:55dass der Brändergast nicht gestärkt der Krämer ist?
01:25:59Irgendwer hat mir gesagt,
01:25:59dass die Cousins waren
01:26:01und dass sie sich sogar ähnlich geschaut haben.
01:26:03Irgendwer im Betrieb,
01:26:04ich weiß gar nicht, wer das war,
01:26:05und wie dann dieser schwule Friseur
01:26:07davon gefaselt hat,
01:26:08dass man sich heutzutage
01:26:09nicht mehr verkleidet,
01:26:11sondern sich die Haare färbt
01:26:12und den Bord abrasiert hat,
01:26:14ist mir irgendwie das Bild von dem Krämer eingefallen
01:26:17und dass der auf dem Foto einen Vollbart hat.
01:26:20Ein Genieblitz.
01:26:22Mit aller Bescheidenheit gesagt, ne?
01:26:24Mit aller Bescheidenheit gesagt.
01:26:25Dass du mich nicht zu dem Krämer mitgenommen hast,
01:26:27das war dann der Gipfel der Genialität.
01:26:30Warum eigentlich nicht?
01:26:31Einfachste Antwort wäre, dass ich Idiot bin.
01:26:34Ja, aber so einfach ist das auch wieder nicht.
01:26:38Ehrgeiz, Eitelkeit, Jagdfieber,
01:26:40genau wie beim Kressin.
01:26:41Für Kressin ist ein junger Mensch
01:26:43und dem haben die Frauen so lange eingereht,
01:26:44dass er ein toller Kerl ist,
01:26:46bis er es selber glaubt hat.
01:26:47Der Rest habe ich auch geglaubt,
01:26:48dass ich ein toller Kerl bin.
01:26:50Trotzdem schon Jahrzehnte her ist,
01:26:52dass mir da seine Frau gesagt hat,
01:26:53Frau, siehste, was macht er denn?
01:26:58Nein!
01:27:00Würde die Frau Beckerig heute schimpfen.

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