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  • vor 3 Tagen
In der Tatort-Folge 560 „Tod unter der Orgel“ übernimmt der Wiener Chefinspektor Moritz Eisner Personenschutz für einen bedrohten Bischof bei einem Orgelwettbewerb in Kärnten. Als ein junger Organist durch eine herabstürzende Orgelpfeife und ein weiterer Musiker durch Gift getötet werden, ermittelt Eisner im mörderischen Konkurrenzkampf der Teilnehmer anstelle eines geplanten Attentats auf den Bischof.

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:00:00Musik
00:00:48Es spielt nicht schlecht
00:00:51Aber nicht mehr lange
00:01:13Eine Minute drüber
00:01:19Die würde ja auch nichts nutzen
00:01:21Apa?
00:02:17Du bist doch mein Freund
00:02:19Nicht nur an der Orgel
00:02:20Ich muss dich jetzt leider trotzdem ablösen
00:02:32Aber nicht nur an der Orgel
00:03:07Grüß Sie.
00:03:14Ah, Frone.
00:03:16Na, wie geht's?
00:03:17Wenn ich Sie sehe, immer gut.
00:03:19Grüß Gott.
00:03:20Finden Sie mich nicht in Versuchung?
00:03:22Ist der Chef drin?
00:03:23Nein, noch nicht, aber gehen Sie ruhig schon mal rein.
00:03:26Nimm's Platz, bitte.
00:03:27Okay.
00:03:42Ich sag Ihnen Bescheid, ja?
00:03:54Land der Berge, Land am Strome, Land der Ecke, Land Atome, Land der Hämmer, Zukunftsreich.
00:04:16Servus.
00:04:18Geh, Frone, sei schon nett, bitte.
00:04:23So.
00:04:25Das ist die ministerielle Verfügung für die Soko.
00:04:28Ab heute bist du in meiner Abteilung.
00:04:30Danke.
00:04:32Geh, Frone, mach die Schweinereien fertig, ja?
00:04:34Hey.
00:04:36Gibt es sogar mehr Geld?
00:04:37Ja, es gibt auch mehr Arbeit.
00:04:41Und was mache ich da jetzt?
00:04:42Dasselbe, was du in Wien gemacht hast, nur in ganz Österreich.
00:04:46Komm, das war jetzt der offizielle Teil.
00:04:49Jetzt gehen wir zum Gemütlichen rüber.
00:04:51Bitte.
00:04:52Komm da rein.
00:04:54Na?
00:04:56Das schaut aber schön aus.
00:05:00Ja, warum?
00:05:01Wie geht's in deiner Frau?
00:05:04Bitte, Frone, Schatz, bringst du uns das Brot?
00:05:11Du hast mir bitte einen Gefallen und erwähntst du meine Frau nicht in der Gegenwart von der Susi?
00:05:15Wer ist die Susi?
00:05:16Na, die, ich meine die Frone.
00:05:18Die ist so sensibel.
00:05:20Ich verstehe.
00:05:20Na, da verstehst du etwas falsch.
00:05:24Danke, Frone, mein Schatz, danke.
00:05:26Wie lange seid ihr jetzt verheiratet?
00:05:29Bitte probier die Blutwurst, ich habe ja extra für die kommen.
00:05:32Lass uns, sonst wird's trocken.
00:05:39Mahlzeit.
00:06:16Wenn du dich bei dem Lärm hier konzentrieren kannst, viel Spaß.
00:06:22Darf ich die Herrschaften bitten, das nachher zu erledigen?
00:06:25Danke.
00:06:40Die Diözese Klagenfurt hat einen Personenschutz angesucht.
00:06:43Ein österreichischer Bischof Haberanek lebt seit 20 Jahren in Brasilien, sammelt für Straßenkinder.
00:06:51Und da soll ich Maria Sala einen Orgelwettbewerb eröffnen.
00:06:56Ich hole ihn morgen vom Flughafen ab und bring ihn nach Maria Sala und du übernimmst halt die Überwachung.
00:07:00Die Burschen sind eh schon vor Ort.
00:07:02Klingt aber langweilig.
00:07:04Auf den sind schon einige Attentate fügt worden.
00:07:07Und der hat ja alle überlebt.
00:07:10Du, das Schwadron und so.
00:07:13Schreien doch.
00:07:14Entschuldige, aber ich brauche es schon haben.
00:07:16Porni!
00:07:34Ist die Ziege von der Hochschule schon hier?
00:07:36Da kommt sie gerade.
00:07:39Mit ihrem Lieblingsschüler.
00:07:41Dem Zardera.
00:07:42Er hat aber auch wirklich nur sie für eine Begabung.
00:07:45Da spielt sie doch glatt an die Wandgutel.
00:07:47Eh?
00:07:49Aber sie sitzt in der Jury?
00:07:53Ihr Professor war doch auch, oder?
00:07:58Grüß Sie, Frau Professor.
00:08:00Einhard.
00:08:00Morgen.
00:08:09Ja, grüß Gott.
00:08:11Gehen Sie doch schon einmal rein.
00:08:12Der Bischof führt Sicherheit.
00:08:14Komm und fangen Sie später an.
00:08:24Ja, grüß Gott.
00:08:24Ja, grüß Gott.
00:08:26Sie sind sicher vom Innenministerium, von der Polizei, gell?
00:08:29Grüß Sie, ja, Eisner.
00:08:30Und Sie sind der Hausherr?
00:08:31Ja, grüß Gott.
00:08:32Ich bin der Abtier.
00:08:33Sagen Sie bitte, wo ist denn der Herr Bischof?
00:08:35Ihre Leute sind ja schon da.
00:08:37Meine Leute sind da, aber der Herr Bischof steckt noch im Stau.
00:08:39Wir brauchen noch ungefähr eine Dreiviertelstunde.
00:08:40Um Gottes Willen.
00:08:42Was machen wir denn da?
00:08:44Wir sind ja ein richtiger Glückspilzkuttel, wissen Sie das?
00:08:47Ich?
00:08:47Wieso?
00:08:48Was ist los?
00:08:49Was los ist?
00:08:51Der Bischof steckt in einem Stau.
00:08:53Und hat mir kurzerhand Sie mit der ehrenvollen Aufgabe betraut,
00:08:56das heute die Barastattungsprogramm zu eröffnen.
00:08:58Was sagen Sie jetzt?
00:09:00Geh erst mal Ihre Noten her.
00:09:03Danke, Herr Hofer.
00:09:06Das ist ja eine neue Komposition von Ihnen.
00:09:09Die haben Sie mir noch gar nicht gezeigt.
00:09:11Und die wollen Sie hier spielen.
00:09:14Ja?
00:09:14Ja, schon.
00:09:16Mutig, Kurt.
00:09:17Mutig.
00:09:20Aber wenn Ihnen die genauso gut gelungen ist wie alle bisherigen,
00:09:24warum nicht?
00:09:26Das kommt aber jetzt doch ein bisschen plötzlich.
00:09:31Es besteht überhaupt kein Grund zur Nervosität.
00:09:34Ja?
00:09:36Ich will Ihnen was sagen.
00:09:37Das erste Stück bekommt immer die größte Aufmerksamkeit.
00:09:41Merken Sie sich das.
00:09:43Ihnen kann also gar nichts Besseres passieren.
00:09:53Meine sehr verehrten Damen und Herren,
00:09:57ich darf Sie mit einem herzlichen Grüß Gott
00:09:59zu unserem internationalen Orgelwettbewerb begrüßen.
00:10:04Leider steckt unser Ehrengast aus Brasilien, seine Exzellenz, der Bischof Havranek,
00:10:09noch in einem Verkehrsstau auf der Autobahn.
00:10:11Er wird deshalb etwas später kommen.
00:10:14Eigentlich wollte er uns auf dieser wunderschönen Orgel mit einer Eigenkomposition beglücken.
00:10:19Wir haben uns jetzt gedacht, dass einer der Wettbewerbsteilnehmer das musikalische Rahmenprogramm eröffnen wird,
00:10:28der Herr Nikolaus Kutil.
00:10:31Ich erbitte an dieser Stelle Gottes Segen für diesen Wettbewerb
00:10:40und wünsche allen Teilnehmern viel Glück.
00:10:44Herr Kutil, bitte.
00:10:58Das ist super für ihn, oder?
00:11:00Ich hoffe, er bricht sich alle Finger.
00:11:03Du bist eine schlechte Verliererin.
00:11:05Psst!
00:11:18Psst!
00:11:19Psst!
00:11:20Psst!
00:11:21Psst!
00:11:26Psst!
00:11:29Psst!
00:11:30Psst!
00:11:59Untertitelung. BR 2018
00:12:19Schnell, ein Arzt! Ist ein Arzt hier?
00:12:22Ja, hier.
00:12:24Lassen Sie mich durch, bitte.
00:12:25Was ist denn passiert?
00:12:26Ich weiß nicht.
00:12:28Ich finde, da fühle ich ja auch irgendwann.
00:12:33Ich habe es ja auch irgendwann vom Gefahren gefahren.
00:13:02Maria.
00:13:08Maria.
00:13:08Maria Nicolette.
00:13:12Wie schaut's aus?
00:13:14Schaut schlecht aus.
00:13:16Was heißt das?
00:13:17Exitus.
00:13:21Da kann ich nichts mehr machen.
00:13:22Tut mir leid.
00:13:29Die Orgel hat seinen Genick getroffen.
00:13:34Um Gottes Willen.
00:13:35Eigentlich sollte der Bischof da sitzen.
00:13:38Dann wäre er jetzt tot.
00:13:40Nicht auszudenken.
00:13:41Das ist ja eine geradezu absurde Verkettung von unglückseligen Umständen.
00:13:47Nein, nein, Herr Professor.
00:13:49Es wurden schon mehrere Attentate auf den Bischof verübt.
00:13:52Ja, in Brasilien vielleicht.
00:13:53Ja, aber doch nicht hier bei uns.
00:13:56Gestatten?
00:13:57Wels.
00:13:57Professor Wels vom Musikkonservatorium.
00:14:00Herr Kutildar ist mein bester, war mein bester Schüler.
00:14:05Blöde Geschichte.
00:14:06Das kann man nur so sagen.
00:14:26Was machen die da?
00:14:27Keine Ahnung.
00:14:29Ich will das Kasperltheater nicht.
00:14:30Meine Leute sind das nicht.
00:14:32Die sollen sofort verschwinden.
00:14:34Die DIC, sie hat uns zu ihrem Schutz angefordert.
00:14:36Ich bin für sie wahrantwortlich.
00:14:38Tragen Sie eine Waffe?
00:14:39Nein.
00:14:42Gut.
00:14:43Fragen Sie.
00:14:44Das ist Ihr Ärger als für unseren heiligen Vater in Rom.
00:14:47Exzellenz.
00:14:50Bertel, nein, das gibt es nicht.
00:14:54Adalbert Schweiger.
00:14:56Was machst du denn hier?
00:14:59Die Wege des Herrn sind unergründlich.
00:15:01Du in einem Kloster, ich weiß es nicht.
00:15:04Auf dein überraschtes Gesicht war ich schon sehr gespannt.
00:15:08Ich dachte, das Konzert hat schon begonnen.
00:15:11Ja, jetzt hat es auch.
00:15:13Aber es ist eine grauenhafte Katastrophe passiert.
00:15:17Eine Orgelpfeife ist umgestürzt und hat den Organisten erschlagen.
00:15:22Also müssen wir davon ausgehen, dass es unter Umständen auch ein Anschlag auf den Bischof war.
00:15:27Na servus, das fängt ja gut an.
00:15:29Da wünsche ich dir viel Vergnügen.
00:15:30Was heißt viel Vergnügen?
00:15:32Du kannst jetzt nicht zurück nach Wien.
00:15:34Wieso?
00:15:35Entschuldige, ich kann doch nicht deinen Anschlag überprüfen und gleichzeitig mich eben den Bischof kümmern.
00:15:40Dann gehen wir weg, sind die Waffen.
00:15:46Was hast denn deine nicht mit?
00:15:47Ich bin Sektionschef.
00:15:51Herr Bischof, wir müssen davon ausgehen, dass der Anschlag Ihnen gegolten hat.
00:15:55Außerdem geben Sie hier eine ausgezeichnete Zielscheibe ab.
00:15:57Auf mich schießt schon keiner.
00:15:58Darf ich mir vorstellen, das ist Herr Moritz Eiser, der Leiter der Abteilung Gewaltverbrechen.
00:16:28Unglaublich, dass so etwas passieren kann.
00:16:40Ich bin mir sicher, dass es ein Anschlag auf den Bischof war.
00:16:42Ja, aber dann muss der Täter ein Stümper gewesen sein.
00:16:44Immerhin sollte er als erstes auf der Orge spielen.
00:16:47Der Junge war ein Zufallsopfer.
00:16:49Ich sagte, der Bischof ist in großer Gefahr.
00:16:51Ja, um diese Frage mit Sicherheit zu beantworten, ist es noch viel zu früh.
00:16:54Es ist so lange zu früh, bis es zu spät ist.
00:16:57Ich hätte wirklich nie erwartet, dich so wiederzusehen.
00:16:59Ja, ja. Das Leben hat schon manchmal unerwartete Wendungen.
00:17:03Als ich dich das letzte Mal gesehen habe, da hattest du einen weißen Sommeranzug an einer wunderschönen Frau an deiner
00:17:08Seite.
00:17:10Ja, das ist ungefähr 30 Jahre her.
00:17:13Wie hieß sie denn?
00:17:15Mein Gott, das ist wirklich lange her.
00:17:17Du wolltest sie heiraten, du hast Medizin studiert.
00:17:20Ja, und du hast Theologie studiert und von einer kirchlichen Last an war noch nicht die Rede.
00:17:25Ich wollte Philosoph werden und Universitätsprofessor.
00:17:30Ja, und den Frauen warst du damals auch nicht abgeneigt.
00:17:35Mein Gott, nein.
00:17:41Übrigens, das Mädchen damals hieß Rosalie.
00:17:45Ja, richtig.
00:17:46Das ist nicht einfach das Objekt.
00:17:47Das kriegen wir schon.
00:17:49Alles Gott.
00:17:50Alles Gott.
00:17:50Grüß dich.
00:17:53Ist die von dir?
00:17:54Mhm.
00:18:02Hier auch.
00:18:06Wie glaubst du, das merkt er nicht?
00:18:08Er soll ja wissen, dass sie hier gut aufgehoben ist.
00:18:12Friss am Besen, wenn der da reinzieht.
00:18:14Das ist alles mit dem Arzt abgesprochen.
00:18:16Aber nicht mit dem Bischof.
00:18:17Er soll froh sein, dass wir ihn so ernst nehmen.
00:18:20Moritz.
00:18:24Meine Arbeit für die Straßenkinder Brasiliens ist nichts anderes als eine Art Wiedergutmachung
00:18:28für die vielen sozialen Sünden, mit deren sich die Gesellschaft an ihm vergangen hat.
00:18:32Das war aber jetzt kein Glaubensbekenntnis, sondern eher ein kommunistisches Manifest.
00:18:35Was sagt Christus der Herr?
00:18:36Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
00:18:38Und er sagt auch, vor Gott sind alle Menschen gleich.
00:18:41Dagegen hat auch unsere Mutter Kirche immer wieder verstoßen.
00:18:43Es ist erstaunlich, wie du mit so einer Einstellung so eine Karriere machen konntest.
00:18:46Liebe und Mitgefühl für alle Menschen, das ist die Lehre Christi.
00:18:49Wir haben bescheiden zu sein und nicht Reichtümer anzuhäufen.
00:18:53Ja, allerdings kann eine arme Kirche auch nicht die Not der Bedürftigen lindern.
00:18:56Bitte.
00:19:05Wir sind sie völlig ungestört, Exzellenz.
00:19:09Und, wie gefällt's dir?
00:19:11Tja, ich hab mir eigentlich etwas Einfacheres vorgestellt.
00:19:16Also, ihm hat's gefallen.
00:19:19Wir haben für alles gesorgt. Sie können sogar hier essen, wenn Sie wollen.
00:19:22Ich esse ungern alleine.
00:19:24Es ist für zehn aufgedeckt.
00:19:25Ich esse im Refektorium.
00:19:26Hier sind Sie sicher?
00:19:27Ja, ja.
00:19:31Ich werde auf keinen Fall hier wohnen.
00:19:34Außerdem hasse ich Überwachungskameras.
00:19:37Sie wollen meine Sicherheitsvorkehrungen nicht, bitte.
00:19:39Aber ich werde trotzdem meinen Job tun.
00:19:41Meinen Segen haben Sie.
00:19:42Gibt's keine Möglichkeit.
00:19:43Also gut, ich werde schauen, was ich machen kann.
00:19:46Allerdings haben wir den Trieb in Orgut.
00:19:48Wir haben kaum noch freie Zimmer.
00:19:53Was hab ich da gesagt?
00:19:55Der glaubt, ich bin sein Ministrant.
00:20:12Ich sag dir, Heinz, der will deinen Personenschutz nicht.
00:20:16Der kriegt ihn aber.
00:20:17Der kann da Gift drauf nehmen.
00:20:21Der Mann ist äußerst hartnäckig.
00:20:23Ja.
00:20:23Er nimmt seine Aufgabe sehr ernst.
00:20:25Ein sehr ordentlicher Beamter.
00:20:34Entschuldigen Sie bitte bis hierher und nicht weiter, ja?
00:20:37Ja, verstehe.
00:20:39Wieso?
00:20:40In die Klausur haben Frauen und Profane keinen Zutritt.
00:20:44Was sind wir?
00:20:44Frauen?
00:20:45Nein, aber profan.
00:20:46So, und jetzt umzingeln wir das ganze Kloster.
00:20:48Das volle Programm.
00:20:48Auf geht's.
00:20:49Jawohl.
00:20:50Was erwartest du dir von deiner Europatournee?
00:20:52Dass ich die Menschen hier wachhörteln kann.
00:20:55Dass man mir hilft, Druck auf die brasilianische Regierung auszuüben.
00:20:59Und dass die Menschen Geld spenden werden.
00:21:01Natürlich.
00:21:02Du siehst, die Armut der Kirche ist doch ein Problem.
00:21:05Ich glaube, es ist bei uns wie überall ein Problem der gerechten Verteilung.
00:21:10Das ist übrigens dein neues Zimmer.
00:21:13Ist es schlicht genug?
00:21:17Bruder Wolfgang, danke dir.
00:21:19Das ist aber nicht dein Ernst.
00:21:21Du erinnerst dich an mein Lieblingsgetränk.
00:21:24Cacao do Brasil.
00:21:28Ehrlich gesagt war es ein Hinweis der Erzdiözese.
00:21:34Nicht alles konnte ich mir über all die Jahre merken.
00:21:39Danke.
00:21:40Bitte.
00:21:41Die ganze Sache mit der Musik, mit der ganzen Kunst an und für sich, das ist ja in letzter Zeit
00:21:47immer mehr zu einem riesen Geschäft verkommen.
00:21:49Und das macht natürlich auch für unsere Nischen-Existenz der Ordenmusik keinen Halt.
00:21:54Das bedeutet natürlich einen enormen Leistungs- und Konkurrenzdruck, der da auf den jungen Musikern lastet.
00:21:59Andererseits, Talent, Begabung und Vermarktung, das war seit jeher schon immer eine Treibefläche für wie auch immer geartete Animositäten und
00:22:08Rivalitäten.
00:22:09Jeder neidet natürlich dem anderen seinen Erfolg, seine Fähigkeiten, sein Talent, sein Geld, sein was auch immer.
00:22:16Was kann man denn bei seinem Wettbewerb gewinnen?
00:22:19In unserem Fall hier 20.000 Euro und eine anschließende Konzertreise durch halb Europa.
00:22:24Das ist ja nicht schlecht.
00:22:27Das ist ja sozusagen der Beginn einer internationalen Karriere.
00:22:30Das könnte man durchaus so sehen, ja.
00:22:33Der Kutile, was war denn das für ein Mensch?
00:22:35Das war ein äußerst begabter junger Bursche.
00:22:38Und er hätte es bei seinem Talent und seinen Aussehen sicher noch sehr weit bringen können.
00:22:43Hat er Feinde gehabt?
00:22:44Mein Gott, Feinde.
00:22:46Er ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen.
00:22:48Feinde sicher nicht, aber leider.
00:22:55Könnten Sie sich vorstellen, dass man die Orgelpfeifen manipuliert hat?
00:23:00Ich denke, es war ein Unfall.
00:23:02Wir müssen alle Möglichkeiten überprüfen.
00:23:05Verstehe.
00:23:06Ich meine, selbst wenn man die Möglichkeit eines Anschlags in Betracht ziehen würde,
00:23:12da hat er doch eher den Bischof gegolten und nicht dem Kutel,
00:23:14der gewissermaßen kurzfristig eingesprungen ist und quasi als Lippenbüßer.
00:23:18Ja.
00:23:19Ich meine, insgeheim mache ich mir selber ja schon Vorwürfe.
00:23:23Schließlich war ich derjenige, der den Kutel überhaupt ins Gespräch gebracht hat.
00:23:27Ja. Danke für mich.
00:23:28Danke.
00:23:29Bitte.
00:23:38Ich kenne diese Orgel seit meiner Kindheit.
00:23:42So schön, wie sie auch ist.
00:23:44Sie ist altersschwach.
00:23:46Man sollte schon von meinem Großvater einer dringenden Renovierung unterzogen werden.
00:23:52Aber es war halt einfach nie das Geld dafür vorhanden.
00:23:56Also fliegt sie unsere Familie immer wieder zusammen.
00:23:59In der Zwischenzeit haben schon Generationen von Organisten da drauf gespielt.
00:24:04Und nie ist etwas derartiges passiert.
00:24:07Nichts angreifen.
00:24:08Warum?
00:24:09Fingerabdrücker.
00:24:10Ach.
00:24:11Wenn Sie deswegen Angst haben, dann kann ich Sie beruhigen.
00:24:14Die werden es hier überall finden.
00:24:16Ich habe die Orgel für den Wettbewerb gestimmt.
00:24:18Dabei wurden für mich sämtliche Tastaturen überprüft.
00:24:21Und jede Pfeife auf ihre Stimmlage.
00:24:24Das heißt also, irgendjemand muss da rummanipuliert haben?
00:24:27Nein.
00:24:28Das muss es nicht heißen.
00:24:29Absolut nicht.
00:24:30Kaputt werden kann bei so einem alten Gerät immer etwas.
00:24:36Das Holz ist über die Jahrhunderte natürlich schon ziemlich verrottet.
00:24:39Sollte jemand die Pfeife manipuliert haben, war das sicherlich nicht schwer.
00:24:43Aber da muss er sich bei der Orgel auskennen.
00:24:45Eine Orgelpfeife so weit zu lockern, dass sie bei starker Luftzufuhr umfällt, das ist kein Kunststück.
00:24:51Und wie funktioniert das?
00:24:53Die Pfeifen stehen auf Windland, die gewissen Registern zugeordnet sind.
00:24:57Wird auch nur ein Register gezogen, wird die Windlade mit Luft versorgt und die Pfeife ergeht.
00:25:04Na ja, das ist logisch.
00:25:07Und ich habe ihm noch gewünscht, dass er sich alle Finger bricht.
00:25:12Da bin ich mal gespannt, wem du das als Nächsten wünschst.
00:25:15Das ist nicht witzig.
00:25:17Grüß Sie.
00:25:19Guten Tag.
00:25:20Alles gut.
00:25:21Eisner.
00:25:22Ja, ja, von der Kickel.
00:25:24Hat sich schon noch umgesprochen.
00:25:25Fein, vielleicht können Sie mir helfen, ich suche das Zimmer vom Herrn Kutkin.
00:25:29Das ist...
00:25:30Ich zeige es mir noch.
00:25:31Kommen Sie.
00:25:47Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh.
00:25:48Wenn Sie bitte bei der Tür warten.
00:25:50Ja.
00:26:02So, wann sind Sie denn hier?
00:26:04Seit vorgestern.
00:26:05Und was machen Sie die ganze Zeit?
00:26:08Wir haben abwechselnd an der Orgel geprobt.
00:26:10Nach einem ganz genau festgelegten Stundenplan.
00:26:12Ja, damit keiner von uns das Gefühl hat, über Vorteil zu sein.
00:26:19Gut.
00:26:22Dann gehen wir wieder.
00:26:25Komm.
00:26:28Wie lange wolltest du denn noch hierbleiben?
00:26:30Keine Ahnung.
00:26:31Wir wissen ja nicht einmal, ob der Wettbewerb überhaupt noch stattfindet.
00:26:34Wollen Sie denn, dass es stattfindet?
00:26:37Sicher, für den Unfall kann doch keiner das.
00:26:39Also ich gehe da auch nichts dagegen.
00:26:40Orgelwettbewerber finden ja nicht jede Woche statt.
00:26:43Sagen Sie, wer hat denn vor dem Unfall auf der Orgel geübt?
00:26:48Ich.
00:26:49Haben Sie aber Glück gehabt?
00:26:52Ist das Ihr Zimmer?
00:26:53Ja.
00:27:08Haben Sie das komponiert?
00:27:10Ja, natürlich.
00:27:12Also jeder von uns tut das.
00:27:13Für die Kadenzen.
00:27:14Für was?
00:27:15Kadenzen.
00:27:18Schauen Sie her, das sind Freiräume, die die meisten Komponisten für die Improvisationen
00:27:22der Interpreten lassen.
00:27:24Und die möchte man natürlich bestmöglich für sich und als Instrument nutzen.
00:27:27Weil dadurch wird man erst zu einem wirklich guten Organisten.
00:27:31Verstehe.
00:27:37Haben Sie sonst noch Fragen?
00:27:40Nein.
00:27:41Nein, danke.
00:27:42Bitteschön.
00:27:43Wiedersehen.
00:27:55Wieso hat die Pfeife ausgerechnet auf ihn fallen müssen?
00:27:58Der Platz auf deinen Bohrer ist doch riesengroß.
00:28:01Das Scheißdinge hätte doch auch irgendwo anders hinfallen können.
00:28:05Da hat sie recht.
00:28:07Und wie komme ich jetzt da raus?
00:28:09Einfach geradeaus und dann links.
00:28:11Gut.
00:28:12Passen Sie auf den Vogel auf.
00:28:14Warum gerade ich?
00:28:15Sie haben so etwas Mütterliches.
00:28:16Sie haben so etwas Mütterliches.
00:28:25Nein.
00:28:26Was wird denn das?
00:28:27Ich muss doch die Urge wieder reparieren.
00:28:30Trotzdem haben wir entsprechende Pfeifen auf Lager.
00:28:34Warten Sie, Komet.
00:28:35Warten Sie, Komet.
00:28:36Na ja, von mir aus.
00:28:37Wenn Sie es unbedingt wollen.
00:28:39Nein, Sie kommen.
00:28:41Ich brauche deine musikalischen Fähigkeiten.
00:28:42Ich brauche deine musikalischen Fähigkeiten.
00:29:27Hey, Sie, was haben Sie denn da oben getan?
00:29:30Ich habe für meinen Kollegen gebetet.
00:29:32Hätten Sie das nicht auch herunten tun können?
00:29:33Ich habe mir auch die Orgel angesehen.
00:29:36Und wozu?
00:29:37Na ja, ob sie noch bespielbar ist.
00:29:38Kaum lassen ist einer von den Teilnehmern.
00:29:40Vom Ausgang dieses Wettbewerbs hängt für uns ja schließlich einiges ab.
00:29:44Da müssen wir was eingefasst.
00:29:45Schreiben Sie.
00:30:05Für die hohen Töne müssen Sie diese Register ziehen und für die Tiefen die da.
00:30:09Ich spiele seit meiner Kindheit auf der steirischen Harmonika.
00:30:12Ich weiß, was Musik ist.
00:30:14Aha.
00:30:15Na dann, hau rein.
00:30:37Nöte nix.
00:30:39Steht wie ein Bock.
00:30:58Die vibriert ein bisschen.
00:31:01Aber jetzt ist sie nix.
00:31:07Meine verehrte Frau Professorin.
00:31:09Grüß Gott.
00:31:10Sagen Sie, was treiben Sie da eigentlich?
00:31:12Das ist mein Kollege Schremser.
00:31:15Ach so.
00:31:16Grüß Gott, Reinhard.
00:31:17Grüß Gott.
00:31:21Tja, die Pfeife will nicht rausfallen.
00:31:25Und was wollen Sie damit erreichen?
00:31:27Um alle Spekulationen auszuschließen, brauchen wir Fakten.
00:31:30Wir wollen halt wissen, wie die Pfeife auf den Kuttel gefallen ist.
00:31:34Ja, das ist mir auch ein Rätsel.
00:31:35Aber Sie waren doch bei diesem Vortrag dabei?
00:31:37Ja, sicherlich.
00:31:38Aber dann müssten Sie doch eigentlich die Stelle genau kennen, wo es passiert ist.
00:31:42Ich denke schon.
00:31:43Ich müsste mir nur mal die Komposition anschauen.
00:31:45Die liegt auf der Orgel.
00:31:48Ach so.
00:31:48Bitte.
00:31:49Nimm aufs Platz.
00:31:50Danke.
00:31:57Können Sie damit was anfahren?
00:32:01Na ja, mal schauen.
00:32:04Soll ich einmal?
00:32:05Bitte, das wäre nett.
00:32:19Achtung, jetzt kommt gleich die Stelle.
00:32:30Gott!
00:32:32Und?
00:32:36Sie fällt raus.
00:32:37Aber in die falsche Richtung.
00:32:38So hätte die den Kuttel nie erwischt.
00:32:40Dann machen wir es noch einmal, wenn Sie so nett sind.
00:32:42Bitte.
00:32:42Ja.
00:32:48Jetzt!
00:32:53Immer wenn die tiefen Töne stärker werden, fällt die Pfeife raus.
00:32:56Aber in die falsche Richtung.
00:32:57Diese Komposition ist insofern ungewöhnlich, als sie sich hauptsächlich in den unteren Tonbereichen bewegt.
00:33:07Und was bedeutet das?
00:33:08Jeder Organist möchte gern brillieren.
00:33:11Zeigen, welches Talent in ihm steckt.
00:33:14Und dazu muss man das gesamte Volumen der Orgel ausschöpfen.
00:33:18Alle Register ziehen.
00:33:19Die Orgel zum Jubilieren bringen.
00:33:22Aber in dieser Komposition ist nichts Erhebendes, nichts Jubilierendes.
00:33:26Keine komplizierten Tonfolgen.
00:33:29Das ist fast schon provokant.
00:33:32Also das Gegenteil von dem, was ein Wettbewerbsteilnehmer seit einem Publikum vorspielen würde.
00:33:36Ja, genau.
00:33:37Alles nur tief und dumpf.
00:33:40Ich meine, man kann nicht sagen, dass es schlecht ist.
00:33:42Im Gegenteil.
00:33:46Hier beginnt er, die unteren Töne zu variieren.
00:33:51Diese Komposition hätte es verdient, zu Ende gespielt zu werden.
00:33:56Und wird das komponiert?
00:33:57Was machen Sie denn da?
00:33:58Die Pfeife hat bei ihrem Sturz den Draht abgerissen.
00:34:01Welchen Draht?
00:34:02Auf dem das Mikrofon aufgehängt war.
00:34:07Hat alles seine Logik.
00:34:09Schau her.
00:34:11Die Pfeife fällt von hier rüber auf das Seil.
00:34:14Trifft auf das Seil.
00:34:16Rutscht das Seil entlang runter.
00:34:18Wird vom Mikrofon gestoppt.
00:34:20Durchschlägt die Verankerung des Mikrofons.
00:34:23Und fällt durch auf sein Genick und aus.
00:34:27Ein Unfall.
00:34:35Herr Prelat?
00:34:37Ich wollte nur melden, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es ein Unfall war.
00:34:42Oh.
00:34:44Ja.
00:34:44Danke sehr für die gute Nachricht, Herr Kommissar.
00:34:47Bitte gerne.
00:34:48Guten Appetit.
00:34:49Danke sehr.
00:34:51Gott segne Sie.
00:35:11Entschuldigen Sie, meine Herrschaften, dass wir Sie so rasch hierher gebeten haben.
00:35:14Aber die Polizei hat jetzt endlich herausgefunden, dass es kein Anschlag auf unseren Herrn Bischof war, sondern dass es wirklich
00:35:20ein tragischer Unfall war.
00:35:22Jetzt stellt sich die Frage, was machen wir mit unserem Wettbewerb?
00:35:25Sollen wir abbrechen oder wollen wir weiterführen?
00:35:27Auf keinen Fall.
00:35:29Unter diesen Umständen ist das für mich undenkbar.
00:35:31Ich meine, das ist eine Frage der Pietät.
00:35:34Das geht Ihnen wieder so passen, nicht?
00:35:36Der Wettbewerb abbrechen noch, bevor wir ihn richtig angefangen haben.
00:35:40Also, ich bin der Ansicht, danke.
00:35:43Wir sollten da weitermachen.
00:35:44Sie trauen aber sehr um Ihren Lieblingsschüler.
00:35:47Das ist nicht der Punkt, Frau Kollegin.
00:35:48Ich denke, wir haben da auch eine gewisse Verantwortung unseren Schützlingen gegenüber.
00:35:52Und wie Ihnen vielleicht bekannt sein dürfte, habe ich auch noch weitere Kandidaten im Rennen.
00:35:56Und die haben sich alle Monate lang hart auf diesen Bewerb vorbereitet.
00:35:59Ja, das haben doch meine Schüler auch. Darum geht es aber auch nicht.
00:36:01Das sage ich noch die ganze Zeit.
00:36:02Ja, also bitte, dann könnte man doch die Kandidaten gegeneinander antreten lassen.
00:36:07Und da es ein Unfall war, es ist ja kein Problem.
00:36:09Meine Rede.
00:36:13Um ehrlich zu sein, Frau Kollegin, ich verstehe im Moment überhaupt nicht,
00:36:16warum Sie sich so vehement dagegen sperren, den Bewerb vorzusetzen.
00:36:20Ich meine, Ihre Chancen sind doch enorm gestiegen, jetzt.
00:36:23Sind Sie verrückt?
00:36:25Was wollen Sie mir denn damit sagen?
00:36:27Nichts, überhaupt nichts.
00:36:28Ich sage nur, dass Ihre schärfste Konkurrenz gar nicht mehr im Rennen ist, nicht?
00:36:31Das ist doch eine Unverschämtheit, das muss ich mir doch nicht sagen lassen.
00:36:35Also, bitte, meine Herrschaften, wir könnten doch den Wettbewerb im Zeichen einer Trauerarbeit fortführen.
00:36:40Und in welchem Instrument soll das stattfinden?
00:36:44Also, ich dachte mir, wir könnten dafür die Orgel im Kloster nehmen.
00:36:49Was? Sie meinen die barocke Bachofner?
00:36:53Ja.
00:36:54Wie soll das gehen? Die ist doch im abgesperrten Bereich.
00:36:57Nein, nein, die ist auch von hinten zugänglich durch den alten Chorgang und der ist nicht in der Klausur.
00:37:03Also, wenn Sie wollen, schauen Sie uns gleich an.
00:37:06Bitte, folgen Sie mir.
00:37:08Gut.
00:37:17Das würde aber einen Wettbewerb im ganz kleinen Kreis bedeuten.
00:37:20Ja, im Prinzip wird es nur die Kandidaten geben, die Jurymitglieder und ein bisschen Fachpublikum.
00:37:24Mach die Sache nur konzentrierter.
00:37:26Ja.
00:37:26Vorsicht, hier sind wir auch mit ihm.
00:37:29So, eine wunderschöne Orgel, ein Juwel von einem Instrument.
00:37:34Die Organisten werden ihre Freude daran haben, vorausgesetzt, ihr seid damit einverstanden.
00:37:42Ja, wunderbar.
00:37:45Gut.
00:37:46Ich habe nichts dagegen einzuwenden.
00:37:48Was sagst du dazu?
00:37:50Einverstanden.
00:37:52Einverstanden.
00:37:54Gut.
00:38:02Dankeschön.
00:38:04Bitte.
00:38:05Ich habe keinen Hunger, danke.
00:38:07Deine Chancen sind ja zu enorm gestiegen, Satira.
00:38:10Also, du warst für mich noch nie eine Konkurrenz.
00:38:12Mach dir keine Sorgen.
00:38:14Sowieso mein letzter Wettbewerb.
00:38:17Wieso?
00:38:18Ich habe heute Morgen mein erstes graues Haar entdeckt.
00:38:21Und mein Masochismus hat auch Grenzen.
00:38:24Ich bitte dich.
00:38:26In Salzburg warst du gar nicht so schlecht.
00:38:28Für den dritten Preis bekommt man nicht einmal ein Gulasch und ein Bier.
00:38:31Bitte, Bas, erspar uns dieses Rumgeheule.
00:38:34Okay.
00:38:35Übermorgen seid ihr mich in Salzburg.
00:38:37Malz.
00:38:37Malz.
00:38:37Malz.
00:38:38Malz.
00:38:38Malz.
00:38:38Malz.
00:38:38Malz.
00:38:40Malz.
00:38:40Du würdest jetzt am liebsten aussteigen.
00:38:43Habe ich recht?
00:38:45Ja.
00:38:47Ich weiß, wie schwer das ist.
00:38:50Aber du musst die paar Tage noch durchhalten.
00:38:52Du kannst jetzt nicht alles hinwerfen.
00:38:54Danke.
00:39:08Ist es üblich, dass Studenten ihren Kompositionsstil verändern?
00:39:11Nein, absolut nicht.
00:39:14Ich habe ihm in den Ohren nicht getraut, wie der da angefangen hat loszulegen, nicht?
00:39:18So etwas hat er noch nie gespielt.
00:39:20Außerdem ist mir von ihm etwas vollkommen anderes angekündigt worden.
00:39:23Vielleicht wollte er Sie überraschen.
00:39:26Wer von den Kandidaten gehört noch zu Ihrer Klasse?
00:39:29Die beiden da vorne.
00:39:31Das war ein Gürtler, der Hofer, die sind bei mir in der Klasse.
00:39:35Sie?
00:39:36Nicht übel.
00:39:37Mehr war auch nicht.
00:39:38Und er, naja.
00:39:40Er strengt sich zwar manchmal an, einmal mehr, einmal weniger.
00:39:45Aber, wie soll ich sagen, für den Kutelgott habe ich im Selig und die zwei keine Konkurrenz.
00:39:49Die spielen in einer ganz anderen Liga, wenn Sie verstehen, was ich meine.
00:39:53Wenn mich die Herren jetzt vielleicht entschuldigen würden, ich habe noch jede Menge andere Verpflichtungen.
00:40:02Anflucht, wir müssen jetzt zum Bischof.
00:40:03Die Fernsehaufzeigung.
00:40:04Nein, ich schau mir das dann an.
00:40:05Aber wir müssen das zu zweit machen.
00:40:07Ja, aber ich muss da noch mal schauen, das ist mir noch nicht koscher.
00:40:09Das soll ich mit dem grantigen Bischof herumfahren.
00:40:12Du machst das schon.
00:40:13Danke dir schon.
00:40:16Du suchst aber auch immer die besseren Sachen aus.
00:40:18Viel Spaß.
00:40:19Ja, danke.
00:40:37Das ist fantastisch.
00:40:39Das Zusammenspielregister ist optimal.
00:40:41Ah ja.
00:40:42Und dann noch diese Akustik hier.
00:40:45Also, ihr könnt es die ganze Nacht üben.
00:40:47Ich würde vorschlagen, ihr wechselt euch ab.
00:40:50Wissen wir wohl auch.
00:40:52Morgen Vormittag ist es zu spät.
00:40:53Ja, viele andere Möglichkeiten sehe ich auch nicht.
00:40:56Ja gut.
00:40:57Warum nicht?
00:41:00Also, mir ist das egal.
00:41:02Was sind's denn immer gleich so destruktiv, Hofer?
00:41:06Dann können wir ja beginnen.
00:41:08Ja, wir müssen noch die Reihenfolge ausmachen.
00:41:09Das könnten wir auslosen.
00:41:13Meinetwegen, ich hab nix dagegen.
00:41:15Okay?
00:41:16Ich bin nach Europa gekommen, um als Mensch und Priester meine Pflicht zu erfüllen.
00:41:21Nicht, um mich hier irgendwo zu verstecken.
00:41:24Glaubst du wirklich, dass es dir und das Heil irgendwelcher Straßenkinder
00:41:26geht?
00:41:27Oder willst du nur als Held vor ihnen stehen, als der Geliebte und Große, Bewunderte?
00:41:31Vor meinen Augen ist ein Kind ermordet worden.
00:41:36Direkt vor meiner Kirche.
00:41:38Hätte ich eine Waffe gehabt, für das Leben des Täters hätte ich nicht garantieren können.
00:41:43Das kann doch nicht dein Ernst sein.
00:41:45Doch.
00:41:46Die Schutzhülle unserer Zivilisation ist sehr viel dünner, als du es dir hinter deinen
00:41:51dicken Klostermauern auch nur zu träumen wagst.
00:41:53Um Gottes Willen, bitte nicht an meiner Zivilisationsschicht kratzen.
00:41:58Sie könnte abblättern und ein wildes Raubtier könnte zum Vorschein kommen.
00:42:02Wer Disteln sät, wird Dornen ernten.
00:42:05Unsere Pflicht ist es, Leben zu retten.
00:42:07Das ist deine Verantwortung, die wir uns nicht entziehen können.
00:42:10Glauben ist auch Verantwortung.
00:42:12Du kannst dir deinen Glauben zurechtlegen, wie immer du willst.
00:42:15Aber Ausbeutung und soziales Unrecht ist und bleibt eine Sünde.
00:42:19Glaubst du, du kannst hier einfach auftauchen und große Reden schwingen, nur um dein soziales
00:42:24Gewissen zu beruhigen?
00:42:25Wir haben in erster Linie Gott zu dienen, um uns nicht in weltliche Auseinandersetzungen
00:42:30einzumischen und schon gar nicht den großen Rächer zu spielen.
00:42:33Ich glaube, du bist gerade unverschämt, kann das sein?
00:42:36Ja.
00:42:37Was gibt dir das Recht dazu?
00:42:40Die Erinnerung an unsere gemeinsame Jugend.
00:42:44Worauf ist denn hinaus?
00:42:50Auf Rosalie.
00:42:53Ich habe sie geliebt.
00:42:55Ich wollte sie heiraten und Arzt werden.
00:42:57Warum hast du es nicht gemacht?
00:42:59Wie denn?
00:43:01Nachdem du ihr den Kopf verdreht hast und nächtelang mit ihr durch die Bars von Wien
00:43:05gezogen bist.
00:43:07Es ging einfach nicht mehr.
00:43:09Ich konnte nicht mehr.
00:43:13Sie ist dann auch nie wieder zu mir zurückgekehrt.
00:43:19Du hast die Welt verändert.
00:43:22Du hast meine Welt verändert.
00:43:28Das habe ich nicht gewusst.
00:43:30Ja.
00:43:32Du hast nie etwas gewusst.
00:43:35Aber das spielt aus heutiger Sicht keine Rolle mehr.
00:43:40Wir waren damals Studenten und hatten das Versprechen noch nicht abgelegt.
00:43:45Was ist das hier geworden?
00:43:48Ich weiß es nicht.
00:43:50Ich habe es nie wieder gesehen.
00:43:54Es tut mir leid.
00:43:57Wirklich?
00:44:01Du tust mir leid.
00:44:13Gott hat uns den Weg gewiesen.
00:44:15Nach unseren Fähigkeiten und Veranlagungen.
00:44:17Exzellenz, wir können fahren.
00:44:19Ich bitte Sie, Herr Bischof.
00:44:20Nur weil sich das als Unfall herausgestellt hat,
00:44:22ist es trotzdem gefährlich für Sie.
00:44:24Ja, ja.
00:44:25Ich habe Termine wahrzunehmen.
00:44:27Was glauben Sie, wozu ich da bin?
00:44:28Um ein paar Tage Urlaub im Kloster zu machen,
00:44:30um den Studenten beim Orgelspiel zuzuhören?
00:44:33Die Straßenkinder-Brasiliens brauchen mich.
00:44:35Gut, tun Sie, was Sie tun müssen.
00:44:36Sie bekommen trotzdem einen Begleitschuss.
00:44:37Nein, deswegen fahren Sie den Tods her.
00:44:42Los, einsteigen.
00:44:55Als erstes von acht bis zehn ist die Ingrid Gürtler dran.
00:45:00Als zweites von zehn bis zwölf ist der Herr Bas van der Becken dran.
00:45:04Von zwölf bis zwei ist die Maria...
00:45:07Die Bas van der Becken, Sie können von Glück reden,
00:45:09dass Sie überhaupt im Bewerb gelandet sind, ja?
00:45:10Und wenn du was nicht pass, können Sie ja nach Hause fahren.
00:45:12Sie werden die ganze Aufmachung.
00:45:14Schau Sie mal an, wie Sie da herkommen.
00:45:15Die Sklumpfung zu.
00:45:17Das ist die, die das dahinter lässt.
00:45:19Das ist ein nächsteres zu mir.
00:45:20Die so fürchten!
00:45:21Das ist ein Rassort.
00:45:23Das ist ein Rassort.
00:45:23Das ist ja lächerlich, ja.
00:45:24Bitte schön.
00:45:24Nicht hier im Gotteshof.
00:45:26Das möchte ich nicht gehört haben, ja?
00:45:27Das war bitteschön.
00:45:28So, als drittes von 12 bis 2 ist die Maria Nicorelli dran, als viertes ist der Paul Hofer von 2
00:45:39bis 4 dran, als letztes von 4 bis 6, so, das wird wieder ne Macht.
00:45:53Du, die letzten werden die ersten sein. Kann ich jetzt gleich anfangen? Nein, gnädige Frau, jetzt findet die Andacht für
00:46:01den Toten statt.
00:46:20Na? Ist okay?
00:46:23Ich halte das alles gerade nicht aus.
00:46:39Die sitzen da drin und tun so, als wäre überhaupt nichts passiert.
00:46:44Der Hofer, der Zadera, der Fanderbecken, die Gürtler.
00:46:48Die Gürtler, vor allem die Gürtler, die waren vor kurzem noch mit dem Niki zusammen.
00:46:54Mit dem Kutl?
00:46:56Ja.
00:46:58Jetzt sieht sie drin, als wäre es ein Eisberg.
00:47:04Das ist zwar eine indiskrete Frage, aber sind Sie auch in den Kutl verliebt gewesen?
00:47:12Ja.
00:47:15Seit kurzem.
00:47:18Wir haben uns beim gemeinsamen Orgellauben kennengelernt in der Paulaner Kirche.
00:47:26Und warum tun Sie sich das da alles an?
00:47:30Weil ich ihm schuldig bin.
00:47:34Ah ja.
00:47:35Verstehe.
00:47:52Ich begrüße Bischof Havranek.
00:47:54Der Orgelwettbewerb war ja gleichzeitig der Start für Ihre europaweite Hilfskampagne für brasilianische Straßenkinder.
00:48:01Können Sie uns mehr über dieses Projekt erzählen?
00:48:03Ich lebe ja schon ziemlich lange in Brasilien, in Rio de Janeiro.
00:48:07Und einmal pro Monat speise ich mit dem Präsidenten, um Sicherheitsmaßnahmen für die brasilianischen Straßenkinder zu besprechen.
00:48:14Frau Exzellenz, glauben Sie, durch das bloße Sammeln von Hilfsgeldern, von Spendengeldern, tatsächlich die Ordnung der Welt wiederherstellen zu können?
00:48:22Nein, aber mit den Ungerechtigkeiten dieser Welt werde ich mich niemals abfinden können.
00:48:28Der Erlös dieses Spendenaufrufs geht an die Straßenkinder Brasiliens.
00:48:33Meine Aktion ist sozusagen eine Art Wiedergutmachung für die vielen sozialen Sünden, denen wir uns vor Gott alle bewusst sein
00:48:41sollten.
00:48:47Erlös dieses Spendenaufrufs geht an die Straßenkinder Brasiliens.
00:48:55Erlös dieses Spendenaufrufs geht an die Straßenkinder Brasiliens.
00:48:57Erlös dieses Spendenaufrufs geht an die Straßenkinder Brasiliens.
00:49:00Erlös dieses Spendenaufrufs geht an die Straßenkinder Brasiliens.
00:49:01Erlös dieses Spendenaufrufs geht an die Straßenkinder Brasiliens.
00:49:27Ich habe geklopft.
00:49:32Ich habe geklopft.
00:49:34Ich habe geklopft.
00:49:42Entschuldigung, ich wollte nicht stören.
00:49:43Sie stören mich gar nicht. Kommen Sie.
00:49:47Ich habe eh nur eine Frage.
00:49:50Der Organist muss doch seine Freiräume...
00:49:54Seine Kadenzen, meinen Sie?
00:49:56Ja, genau. Der muss doch diese Kadenzen selbst komponieren, oder?
00:49:59Ja.
00:50:01Können Sie mir dann erklären, warum ich in Kutils Zimmer nicht einen einzigen Bleistift, Radiergummi oder irgendein Notenblatt gefunden habe?
00:50:07Das wäre jetzt aber schon die zweite Frage.
00:50:11Würden Sie mir es trotzdem erklären?
00:50:15Wollen Sie damit sagen, dass der Kutil gar nicht selbst komponiert hat?
00:50:18Ja.
00:50:19Genau das meine ich.
00:50:20Das ist zwar theoretisch möglich, aber praktisch nicht.
00:50:25Und warum nicht?
00:50:27Bevor der Organist seine Kadenzen komponiert, muss er das Volumen der Orgel kennen.
00:50:32Und wissen, wie die Orgel mit dem Raum harmoniert.
00:50:37Und was macht er dann?
00:50:38Ja, und erst dann kann er die perfekt abgestimmte Komposition schreiben.
00:50:43Mhm.
00:50:45Das heißt, der Kutil kann das gar nicht von draußen bekommen haben, sondern muss eine interne Quelle haben.
00:50:49Das ist absolut unmöglich. Der Kutil muss das selbst geschrieben haben.
00:50:52Was ist mit dem Professor?
00:50:54Der, der so viel zu eitel und selbst verliebt.
00:50:58Mhm.
00:51:00Also könnte es einer von den Studenten gewesen sein.
00:51:05Wer übt denn da?
00:51:06Die Gürtler.
00:51:09Dann mache ich Sie jetzt zum Hilfscheriff und wir schauen uns das Zimmer von der Gürtlerin an.
00:51:13Ja, aber wir können doch nicht so einfach...
00:51:15Warum?
00:51:16Sind Sie nicht neugierig?
00:51:18Doch, eigentlich sehr.
00:51:19Ja.
00:51:19Na dann kommen wir uns.
00:51:20Gehen wir.
00:51:23Hörens, haben Sie keine Hände?
00:51:25Berufsgleichheit.
00:51:27Na ja, nehmen wir mal an.
00:51:28Der Kutil hat sich seine Kompositionen schreiben lassen.
00:51:30Und er oder diejenige haben nichts anderes im Sinn gehabt, als dass dieser Vortrag schief geht.
00:51:35Und dass es dem Kutil quasi das Genick bricht.
00:51:38So, mit der Hand geht's jetzt schon.
00:51:40So, bitte.
00:51:42Leise, leise, leise.
00:51:49Okay, die Luft ist rein.
00:51:57Jetzt steckt man da ein Vogel.
00:52:00Ja, der ist vom Kutil.
00:52:02So.
00:52:05Aha.
00:52:08Ist aber gar nicht schlecht, seit ich der Gürtler gar nicht zugetraut.
00:52:11Und?
00:52:12Hm?
00:52:13Kann man da irgendwas ablesen?
00:52:14Eine Parallelität zur Komposition von Kutil?
00:52:17Nein.
00:52:17Die Gürtler, die baut völlig andere Spannungsbögen.
00:52:21Ja, aber die war doch in ihn verliebt.
00:52:22Die kennt ihn doch in- und auswendig.
00:52:24Na, aber das allein.
00:52:27Also, ich war draußen.
00:52:29Na gut, ja.
00:52:46Danke.
00:52:48Äh, jetzt haben Sie ja einiges für Ihre brasilianischen Straßenkinder tun können.
00:52:51Ja, hoffentlich.
00:52:52Gute Nacht.
00:52:54Wollen wir noch...
00:52:55...was kleines essen?
00:52:57Bitte?
00:52:58Also nein, ich muss fasten.
00:53:01Gute Nacht.
00:53:02Gute Nacht.
00:53:03Entschuldigung.
00:53:05Danke.
00:53:09Ich möchte, dass heute Nacht das Gebiet hier abgeregelt wird.
00:53:12Ist das klar?
00:53:13Niemand kommt rein.
00:53:14Niemand kommt raus.
00:53:18Und?
00:53:19Was ist der Nächste?
00:53:21Bass von der Beken.
00:53:22Mein Schüler.
00:53:23Aber der war's nicht.
00:53:24Auf keinen Fall.
00:53:25Willst du auch?
00:53:25Das werden Sie gleich sehen.
00:53:39Der komponiert, wie er spielt.
00:53:41Schauen Sie sich das an.
00:53:43Man könnte glauben, der haltet den Bleistift mit der Faust so durchgedrückt, sind die einzelnen Noten.
00:53:48Na, der war's nicht.
00:53:49Auf keinen Fall.
00:53:51Das Ganze ist auch viel zu unbeholfen.
00:53:53Wie sprechen Sie denn über Ihren Schüler?
00:53:55Ich habe im Moment 18 Studenten.
00:53:58Und davon sind vielleicht drei wirklich talentiert.
00:54:02Und warum schmeißen Sie die anderen nicht raus?
00:54:03Je weniger Schüler man hat, umso geringer wird man eingeschätzt.
00:54:07Also, schleppt man die anderen irgendwie mit.
00:54:09Das ist also auch ein Konkurrenzkampf unter den Professoren?
00:54:13Ja.
00:54:14Und zwischen unseren beiden Musikhochschulen.
00:54:17Bin ich jetzt auch verdächtig, oder was?
00:54:21Da möchte ich jetzt nichts sagen.
00:54:28Sagen wir noch zwei Stunden.
00:54:29Und ich habe einen Riesenhunger.
00:54:33So.
00:54:34Schauen wir mal.
00:54:36Bischotten.
00:54:38Pudding.
00:54:42Brasilianischer Kakao.
00:54:44Der gehört am Bischof.
00:54:45Na und?
00:54:46Den brauche ich jetzt.
00:54:52Und diesen Kuchen.
00:55:05Ein Stück?
00:55:06Nein, ich brauche was Handfestes.
00:55:09Verzauern Sie das.
00:55:15Warum verbeißen Sie sich eigentlich so in diesen Unfall?
00:55:18Es war doch ein Unfall, oder?
00:55:20Sie sind aber neugierig.
00:55:22Na ja, Sie haben mich ja zum Hilfsheriff gemacht.
00:55:26Und?
00:55:27Ich muss Ihnen ja nicht alles sagen.
00:55:35Wer ist eigentlich Ihr Lieblingsschiller?
00:55:37Ich muss Ihnen ja auch nicht alles sagen.
00:55:40Na gut.
00:55:45Ich sage Ihnen, was ich über den Unfall denke.
00:55:50Und Sie sagen mir, wer Ihr Lieblingsschiller ist.
00:55:52Gut.
00:55:54Und Sie fangen an.
00:55:56Sie sind nur der Hilfsherr.
00:55:57Damit wir das auch besprochen haben.
00:56:00Bitte?
00:56:03Wenn Sie blöd sterben wollen,
00:56:06ich kann schweigen wie ein Grab.
00:56:07Entschuldigung.
00:56:19Na wie heißt er?
00:56:23Zadera.
00:56:24Na geht doch.
00:56:32Auch die Nicorelli?
00:56:34Mhm.
00:56:34Die ist auch sehr gut.
00:56:39Die müsste auch jetzt dran sein, oder?
00:56:41Mhm.
00:56:43Na dann schauen wir uns jetzt immer an.
00:56:44Vielleicht hat sie die Komposition geschrieben.
00:56:46Mhm.
00:56:51So.
00:56:58Nein.
00:57:00Allein wie sorgfältig die jede einzelne Note ausmalt.
00:57:05Nein, nein.
00:57:10Ich glaube, hier am rechten Ohr schlechter wie am linken.
00:57:13Das ist nichts Ungewöhnliches. Das hat jeder zweite Mensch.
00:57:16Ich bin aber nicht jeder zweite.
00:57:18Streber oder Hypochonder?
00:57:20Doppelte Jungfrau.
00:57:24So, jetzt ist es zwei Uhr. Jetzt gehe ich schlafen.
00:57:27Gut.
00:57:29Dann machen wir das Zimmer vom Hof an von Zadera morgen.
00:57:32Ja.
00:57:36Licht, Licht, Licht, Licht.
00:58:02Morgen.
00:58:03Sie spielen aber wirklich sehr gut.
00:58:05Tja, dann sind Sie jetzt wohl dran, ne?
00:58:09Wenn Sie wollen, dann könnte ich für Sie die Morgenandacht spielen.
00:58:11Kann ich mir die Noten geben?
00:58:13Das spiele ich schon seit 20 Jahren. Und ohne Noten.
00:58:16Ja, ich versuche was wert.
00:58:18Das will man ebenso lang wie möglich ausnutzen, wenn man mal an so einem schönen Gerät spielen kann.
00:58:22Das verstehe ich.
00:58:24Tja, viel Spaß.
00:58:27Danke.
00:58:28Danke.
00:58:29Danke.
00:58:37Danke.
00:58:40Danke.
00:58:40Danke.
00:58:48Danke.
00:58:54Danke.
00:59:00Danke.
00:59:28UNTERTITELUNG
01:00:17UNTERTITELUNG
01:00:40UNTERTITELUNG
01:00:52ALLELUJAH
01:01:18Moritz! Moritz! Aufstehen! Wir haben schon wieder einen Toten!
01:01:22Aber diesmal war es wirklich ein Anschlag auf den Bischof!
01:01:25Was? Der Bischof ist tot?
01:01:27Nein! Gott sei Dank!
01:01:28Denn Satera hat es erwischt einen der Studenten!
01:01:31Und wie?
01:01:32Er hat vom Kakao des Bischofs getrunken und der war wahrscheinlich vergiftet!
01:01:35Oh Scheiße!
01:01:49UNTERTITELUNG
01:01:55Mist!
01:02:18UNTERTITELUNG
01:02:25UNTERTITELUNG
01:02:30Entschuldigung
01:02:33Ich hab mir gedacht Sie sind...
01:02:39Der Satera ist tot
01:02:41Ja
01:02:43Der hat auch vom Kakao des Bischofs getrunken
01:02:55Glauben Sie mir jetzt?
01:02:56So wie es aussieht, ja.
01:03:11Herr Prilat, also bei allem Respekt,
01:03:14aber Sie verwischen da unter Umständen wichtige Spuren.
01:03:19Herr Bischof, kommen Sie bitte.
01:03:25Was ist das für ein weißes Pulver?
01:03:30Keine Ahnung.
01:03:34Wo haben Sie denn den Kakao her?
01:03:38Aus der Brasilianischen Botschaft.
01:03:41Wann haben Sie das letzte Mal davon getrunken?
01:03:43Gestern Abend.
01:03:45Nach der Handacht für den Toten.
01:03:47Und danach hat die Reinhardt noch getrunken.
01:03:49Um zwei Uhr früh.
01:03:50Wann weißt du das?
01:03:51Ich war hier mit ihr, Gulasch essen.
01:03:54Gulasch essen, um zwei Uhr früh mit der Frau Reinhardt.
01:03:56Ich verstehe.
01:03:58Na, da verstehst du was falsch.
01:04:04Ja, meine Herren, ich glaube,
01:04:06wir werden hier nicht mehr gebraucht.
01:04:08Tja, ich glaube, es ist auch besser,
01:04:09wenn wir den Platz jetzt räumen für die Spurensicherung.
01:04:24Was ist?
01:04:25Jetzt haben wir den Salat.
01:04:28Diplomatische Verwicklungen hin und her.
01:04:31Ich weiß schon, was der Minister sagen wird.
01:04:33Was haben Sie als Sektionschef im Marias Saal gemacht?
01:04:37Gar nichts.
01:04:38Unterricht hat er.
01:04:40Und was machen wir jetzt?
01:04:42Also ich knöpfe mir den Prälaten vor.
01:04:45Gut, dann mache ich die anderen.
01:04:50So, Max.
01:04:51Ja, grüß dich.
01:04:52Hinter mir liegt er.
01:04:53Servus.
01:04:59Kakao war sein Lieblingsgetränk.
01:05:03Vor Auftritten konnte er zu beruhigend
01:05:05literweise davon trinken.
01:05:10Wer hat denn von dieser Vorliebe gewusst?
01:05:12Naja, alle.
01:05:14Seine Kollegen, seine Konkurrenten,
01:05:16wir Professoren, auf jeden Fall alle, die hier sind.
01:05:20Aber das war doch die Kakaodose vom Bischof.
01:05:23Also muss doch der Anschlag ihm gegolten haben.
01:05:25Das glaubt mein Kollege auch.
01:05:26Ich glaub's nicht.
01:05:29Fakt ist, dass alle Anwesenden verdächtig sind.
01:05:31Ja, bis auf mich wohl.
01:05:33Ich war ja die ganze Nacht mit dir, ähm, mit Ihnen zusammen.
01:05:37Na, Moment.
01:05:38Aber doch nur bis zwei Uhr früh.
01:05:39Und dann ist er in sein Zimmer gegangen.
01:05:41Und ich weiß, was ich getan habe.
01:05:43Ich hab mich ins Bett gelegt.
01:05:44Ja, dasselbe hab ich auch getan.
01:05:46Ja, aber allein, ohne Zeugen.
01:05:55Das war's jetzt also, Herr Kommissar, oder?
01:05:58Schaut so aus, ja.
01:06:00Für mich ist das Ganze auf jeden Fall zu Ende.
01:06:02Nur nicht ganz.
01:06:02Ich hab noch eine Frage.
01:06:04Wie war denn das Verhältnis zwischen Kutel und Satera?
01:06:06Herr Kommissar, Sie haben doch das alles miterlebt jetzt.
01:06:10Verhältnisse.
01:06:11Freundschaften, Kameradschaft.
01:06:12Das ist unter Organisten ein Fremdwort.
01:06:15Aber Sie waren doch mit dem Satera in einer Klasse?
01:06:18Ja, der Satera war genauso wie alle anderen.
01:06:21Die versuchen, sich alle nur aufzublasen.
01:06:23Und die Aura eines besonderen Künstlers aufzubauen.
01:06:26Die wollen alle sein wie Arturo, Benedetto, Michelangeli oder Glenn Gould.
01:06:31Wissen Sie, wie oft der Satera mit mir letztes Jahr gesprochen hat?
01:06:35Zweimal.
01:06:36Das erste Mal wollte er Notenblätter von mir, das zweite Mal wollte er Orgelstunde tauschen.
01:06:42Nicht viel.
01:06:42Stört sich?
01:06:43Drinnen darf man nicht.
01:06:45Was werden Sie jetzt machen?
01:06:49Heimfahren?
01:06:53Dieser ganze Wettbewerb ist doch nur noch mal eine einzige Katastrophe, nicht?
01:06:57Da quälst du dich monatelang, jahrelang ab mit deinen Schützlingen und dann sowas.
01:07:03Stirbt dir einer nach dem anderen unter den Händen weg.
01:07:07Das ist ein schönes Ende.
01:07:11Einer von Ihnen und einer von der Reinhardt.
01:07:16Und noch dazu die Besten.
01:07:20Naja, was den Kuttel betrifft, mag Ihre Einschätzung noch zutreffen, aber der Satera, der war doch eher redlich bemüht.
01:07:28Um nicht zu sagen, konturloses Mittelmaß.
01:07:34Hätten Sie jetzt schon wieder einen heftigen Streit mit Ihrer Kollegin?
01:07:37Das ist immer eine Frage des Temperamentes, nicht?
01:07:39Die französische Schule war ja dem Unterschied zur Deutschen immer schon frecher, agiler und innovativer in der Herangehensweise, Auffassung und
01:07:47Interpretation.
01:07:50Sagen Sie, wenn dieser Wettbewerb weitergehen würde,
01:07:55wer würde Ihrer Meinung nach gewinnen?
01:07:59Nicorelli?
01:08:00Nicorelli?
01:08:02Meine Ingrid Gürtler ist um Klassen besser als diese Nicorelli.
01:08:06Der Gürtler führt keinen Weg vorbei.
01:08:09Also mal rein technisch gesehen.
01:08:10Von der Erfahrung, Spielerfahrung, Lebenserfahrung und alles, was damit dazugehört.
01:08:14Was im Spiel natürlich unterbewusst immer mitschwingt, einmal ganz zu schweigen, nicht?
01:08:18Da braucht die Nicorelli noch Jahre, bis die da hinkommt, wo meine Ingrid heute steht.
01:08:23Und da fand ein Becken, da brauchen wir gar nichts mehr zu sagen, nicht?
01:08:26Dem kommt nichts mehr.
01:08:27Denen hast du total versaut.
01:08:29Wenn Sie dem bei Spielen zuhören, da glaubst du eher, das ist ein Leierkasten, Mann.
01:08:56Du musst uns leider stören.
01:09:01Mangelnde Sensibilität scheint ja ein Teil Ihres Wesens zu sein.
01:09:05Naja, Sensibilität dürfte aber auch nicht gerade Ihre Stärke sein.
01:09:08Vor ein paar Stunden ist nämlich ein Kollege von Ihnen vergiftet worden.
01:09:11Und Sie üben da irgendwelche Tonleitern?
01:09:12Ich nenne das Eloquenz.
01:09:14Ich versuche mich einfach nur auf das Wesentliche zu konzentrieren.
01:09:18Und das ist in erster Linie der Wettbewerber.
01:09:20Und was ist, wenn der jetzt ausfällt?
01:09:22Dann wird es einen anderen geben.
01:09:24Ich bin wegen der Musik hier und nicht, um Freundschaften zu schließen.
01:09:26Dem Kuttel waren Sie aber nicht so abgeneigt.
01:09:28Ein emotionaler Ausrutscher.
01:09:30Und der Zardera? Waren Sie in den verliebt?
01:09:32Mein Hand zur Geschmacklosigkeit hält sich in Grenzen.
01:09:35Dann wird es Sie jetzt freuen, wenn ich Sie frage, wo Sie zwischen zwei und vier Uhr früh waren.
01:09:41Ich bin nach den Proben auf mein Zimmer gegangen und habe komponiert.
01:09:46Ich hatte gestern Abend großartige Einfälle.
01:09:48Und haben Sie auch Zeugen dafür?
01:09:51Den Van der Becken.
01:09:53Fein.
01:09:56Übrigens, Ihre Übergänge sind viel zu weich, wenig inspiriert.
01:10:00Und es fehlt Ihnen irgendwie, wie soll ich sagen, die menschliche Tiefe.
01:10:04Und dann nehme ich mit, weil Sie sind sicher, Katja, Freund.
01:10:08Mein Bleistift.
01:10:15Wo waren Sie denn letzte Nacht?
01:10:17In meinem Zimmer. Ich habe versucht zu schlafen.
01:10:19Wieso versucht?
01:10:21Die Kollegin Gürtler musste üben.
01:10:24Warum haben Sie nicht geübt?
01:10:25Ich? Ich habe mein ganzes Leben vor Augen verbracht.
01:10:28Da muss ich nicht auch noch in der Nacht üben.
01:10:30Und das war sowieso mein letzter Wettbewerb.
01:10:33Wieso?
01:10:34Entschuldigen Sie, ich bin fast 30.
01:10:36Und glauben Sie, es macht Spaß, mit diesem Kindergarten herumzutunnen?
01:10:39Was ist jetzt vor?
01:10:40Abreisen.
01:10:41In meinem Vertrag als Privatlehrer habe ich ja schon in der Tasche.
01:10:44Das mit der Abreise wird nichts.
01:10:46Wir müssen abwarten, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.
01:10:49Welche Ermittlungen?
01:10:50Na, zum Beispiel, wie das Verhältnis zwischen Ihnen und Kuttel war.
01:10:54Oder Ihr Verhältnis zu Zardera.
01:10:56Das ist schnell erklärt.
01:10:57Es gab keins.
01:10:58Ich muss Sie trotzdem bitten, noch hier zu bleiben.
01:11:00Vielleicht üben Sie noch ein bisschen.
01:11:02Da kommt ja die große Inspiration.
01:11:08Nächste Krupp-Dief-Schnösel.
01:11:34Was schleichen Sie uns die ganze Zeit hinterher?
01:11:37Haben Sie nichts Besseres zu tun?
01:11:38Wir arbeiten, Herr Bischof.
01:11:40Wir arbeiten.
01:11:41Offensichtlich in die falsche Richtung.
01:11:43Also, wenn man gestern den Streit zwischen Ihnen und dem Prelaten gehört hat?
01:11:47Lieber Freund, unsere Kirche hat seit 2000 Jahren Meinungsverschiedenheiten.
01:11:53Und das ist einer der Gründe dafür, dass sie noch immer existiert,
01:11:55weil wir viel und oft miteinander reden.
01:11:58Herr Bischof, bei allem Respekt.
01:12:00Sie wollen mir jetzt aber nicht die Unfehlbarkeitslehre aufs Auge drücken.
01:12:03Nein, das nicht direkt.
01:12:05Aber wir wünschen uns etwas mehr Sensibilität im Umgang mit der Sache.
01:12:09Apropos Sensibilität.
01:12:12Auch ein Geschöpf Gottes.
01:12:14Wir sind Kuttels Zimmer übrig geblieben.
01:12:19Meine Herren.
01:12:27Die halten zusammen wie Becher und Schwefel.
01:12:33Was dieser Wettbewerb so enden musste.
01:12:38Schritt.
01:12:39Tja.
01:12:41Gerade die Schüler haben wir verloren, die zu den schönsten Hoffnungen berechtigt haben.
01:12:46Das ist doch absurd, dieses Geschäft.
01:12:49Da begleitet man junge Menschen jahrelang und dann...
01:12:54Und dann kommen wieder neue nach.
01:12:59Aber schauen Sie, Frau Kollegin, ist es nicht auch so, dass sich doch relativ bald herauskristallisiert,
01:13:05ob jemand das Zeug dazu hat oder nicht?
01:13:08Und jemand charakterlich schwacher, labiler, wird sich auf lange Sicht nie durchsetzen.
01:13:14Dann stellt sich natürlich auch die Frage, warum man die anderen überhaupt mitschleppt.
01:13:19Schauen Sie, nehmen Sie mir einen Hofer.
01:13:22Das ist doch an sich ein netter Kerl, aber unselbstständig, verschlossen, labil, ängstlich.
01:13:27Der macht sich doch glatt in die Hosen, wenn der vor Publikum spielen soll.
01:13:30Das taugt vielleicht für passable Hausmusik, aber für mich auch schon nicht.
01:13:34Er kann doch nicht anderen dabei stehen und ihm das Handel halten wie seine Mutter.
01:13:37Aber das ist doch eine Frage des Blickwinkels.
01:13:40Ich glaube schon, dass man seine Schüler auch anders zum Erfolg bringen kann.
01:13:47Sie wollen mir doch jetzt nicht ernsthaft erklären, wie ich mit meinen Schülern umzugehen habe, oder?
01:13:50Doch, in dem Fall schon.
01:13:52Ich beobachte Ihren Hofer seit einiger Zeit und ich finde, dass der ein immenses Potenzial hat.
01:13:57Ah ja, wollen Sie ihn haben? Nehmen Sie ihn.
01:14:00Von mir aus können Sie ihn gerne haben geschenkt.
01:14:02Haben Sie eine Niete mehr in Ihrem Kabinett, bitte.
01:14:04Sehen Sie, das schätze ich so an Ihnen.
01:14:05Sie sind wirklich ein verklemmter, pornierter, Pädagogen-Karsperl, wirklich.
01:14:11Wissen Sie was?
01:14:12Von jemandem wie Ihnen, wenn man nicht einmal genau weiß, über welche Hintertüren und Betten er zu seiner Professur gekommen
01:14:17ist,
01:14:18brauche ich mir das nicht bitten lassen.
01:14:20Schon sind das Wissen darüber, wird Ihnen genauso verwehrt bleiben wie der Welterfolg als Organist.
01:14:25Auf Wiedersehen, Herr Kollege.
01:14:47Schön, was Sie da spielen.
01:14:51Bach.
01:14:56Großer Meister.
01:15:01Sie aber auch?
01:15:04Ich glaube nicht, dass Sie das wirklich beurteilen können.
01:15:08Aber deswegen wären Sie nicht gekommen sein, Herr Kommissar.
01:15:12Haben Sie auch wieder recht.
01:15:15Was ich eigentlich wissen wollte, ist, dass Satyera hat Sie um vier Uhr früher abgelöst.
01:15:20Ist Ihnen da irgendwas Besonderes aufgefallen?
01:15:23Eigentlich nicht.
01:15:24Er war so arrogant wie immer.
01:15:27Sie mögen nicht.
01:15:28Wir kennen keinen, der er mochte.
01:15:31Ja, ja, die Einzelgänger.
01:15:33Ja, das sind wir.
01:15:36Musik verbindet eben die Völker.
01:15:38Ja, das mag sein.
01:15:39Aber unter denen, die Sie ausüben, liegt die Sache genau umgekehrt.
01:15:43Da regieren Neid und Missgunst.
01:15:46Und das macht Ihnen Spaß?
01:15:49Darum geht's hier nicht.
01:15:50Das ist ein Wettbewerb, Herr Kommissar.
01:15:53Ja, aber sind ja jetzt zwei Konkurrenten ausgefallen,
01:15:57dann dürfte es ja nicht mehr so schwer sein für Sie, oder?
01:16:00Theoretisch ja.
01:16:02Praktisch nein.
01:16:03Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Wettbewerb weitergeht.
01:16:06Scheint Sie ja sehr zu treffen.
01:16:09Überhaupt nicht.
01:16:12Entschuldigen Sie meine Ehrlichkeit, aber der Satyera war ein Charakterschwein.
01:16:16Und der Kutel stand ihm da eigentlich in nichts nach.
01:16:19Sie sind ja eine Seele von einem Menschen.
01:16:22Jeder hat seine Schwächen.
01:16:24Auf Wiederschauen, Herr Kommissar.
01:16:36Herr Eisner, wie kommen Sie voran?
01:16:39Na ja, ERC.
01:16:41Das ist ja vielleicht ein Gesangsverein, das kann ich Ihnen sagen.
01:16:44So viel Neid, Misskunst und üble Nachrede, dass man schon lange nicht mehr begegnet.
01:16:48Das war ich gerade bei diesem Hofer.
01:16:50Das ist ja vielleicht eine arrogante Pfeifen.
01:16:52Ja, aber der Hofer, der ist musikalisch sehr gut.
01:16:56Das ist der Wöss, aber anderer Meinung.
01:16:58Ja, der Wöss, der ist fachlich zwar stark, aber was seine Menschenkenntnis angeht, ist der
01:17:04doch eher eine Blindschleiche.
01:17:06Ja, ja, ja.
01:17:06Habe ich da eine menschliche Erlegung?
01:17:08Na ja, Entschuldigung.
01:17:10Warum ist denn der Hofer nicht bei Ihnen in der Klasse?
01:17:13Jetzt muss der Hofer entscheiden.
01:17:31Was suchst du denn?
01:17:33Das hat ja schon die Spurensicherung gemacht.
01:17:35Ja, ich weiß, aber ich kann es dir nicht sagen, es ist einfach so ein Gefühl.
01:17:39Du verdächtigst immer noch die Musikanten.
01:17:40Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwelche brasilianischen Todeschwadronnen den Bischof
01:17:45mit Kakao umbringen würden.
01:17:46In Rio de Janeiro haben sie versucht, ihn vom Motorradl aus zu erschießen.
01:17:50In den Slums haben sie versucht, sein Auto in die Luft zu sprengen.
01:17:53Und am Bischofssitz, da wollten sie ihn mit Brandbomben ausräuchern.
01:17:56Na und?
01:17:57Hier verkleiden sie sich als Dorforganisten und schmeißen ihm irgendwelche Orgelpfeifen nach.
01:18:01Ich bitte dich.
01:18:02Und was bringt das, wenn du den Zatera-Seinzimmer wieder durchsuchst?
01:18:06Wahrscheinlich nix.
01:18:15Aber eben doch.
01:18:18Packerl Kakao, dasselbe wie in der Küche.
01:18:22Und die auch vergiftet ist?
01:18:24Das wird man untersuchen lassen.
01:18:26Und das?
01:18:27Digital kann man, aber die funktioniert nicht.
01:18:30Vielleicht ist die Batterie leer.
01:18:32Nein, der Speicher fehlt.
01:18:35Wäre aber schön, wenn wir dann ernten.
01:18:37Jetzt wird's spannend.
01:18:40Glaubst du gar nicht, wie ich mich freue, endlich wieder praktisch arbeiten zu können?
01:18:44Welche Seiten, die man nimmst du?
01:18:45Ich suche da, du suchst da.
01:18:47Okay.
01:18:59Was machst du da drüben?
01:19:01Wir können ja den Speicher auch hier versteckt haben.
01:19:03Kommt, das ist doch hoffnungslos.
01:19:05Der Speicher ist zu weit viel größer als eine Briefmarke.
01:19:08Jetzt suchen wir da drüben schon eine Stunde.
01:19:09Ja, hast du ja recht.
01:19:12Der kann den Speicher im ganzen Kloster versteckt haben.
01:19:15Jetzt gehen wir zur Spurensicherung, lassen uns den Kakao anschauen und dann sollen sie sich um den Speicher kommen.
01:19:26Max?
01:19:27Ja?
01:19:29Machen wir noch was?
01:19:30Machen wir noch was?
01:19:31Die Burschen.
01:19:31Nicht schon wieder ohne Handschuhe.
01:19:35Brauchst du noch was?
01:19:36Analyse.
01:19:37Soll ich sie auf Gift untersuchen lassen?
01:19:39Nein, das ist schlecht.
01:19:40Ich schicke dir das Ergebnis dann zu.
01:19:41Gut, danke.
01:19:42Bitte.
01:19:42Für dich.
01:19:43Für dich.
01:19:44Für dich.
01:19:46Für dich.
01:19:52Guten Appetit.
01:19:54Danke.
01:19:56Meinser, die Herren.
01:19:57Herr Halschatz.
01:19:58Und?
01:19:59Wann darf man hier wieder raus?
01:20:01Bis wir alles genau untersucht haben.
01:20:02Kann man dieses Prozedere nicht irgendwie beschleunigen?
01:20:06Ja, den mal gleich mitnehmen.
01:20:08Wann reist eigentlich der Bischof auf?
01:20:11Wieso?
01:20:13Na, weil ich mich ja trotz ihrer Gegenwart nicht besonders sicher fühle.
01:20:17Mahlzeit.
01:20:24Mahlzeit.
01:20:25Mahlzeit.
01:20:26Schaut's, was ich da drin gefunden hab.
01:20:28Vielleicht könntest du es brauchen.
01:20:38Da drinstecken.
01:20:39Weißt du, klar?
01:20:42Ja.
01:20:44So, schaut mal an.
01:20:46Jetzt da.
01:20:47Komm, geh mal hin.
01:20:52Ich brauch auch schon ein paar andere Brille.
01:20:57So, wie meine.
01:21:02Ich sag mal, bist du blind?
01:21:04Entschuldige, 1,5, die hat drin.
01:21:05Ist da nix?
01:21:06Na gut, das schaut du.
01:21:11Das könnte eine Orgel sein.
01:21:13Das schaut aus wie ein Notenbild.
01:21:14Was heißt, schaut aus?
01:21:15Siehst du was, oder siehst du nix?
01:21:17Nein.
01:21:18Ich glaube, wir brauchen einen größeren Bildschirm.
01:21:20Gut, und ich trommel die anderen zusammen.
01:21:22Okay.
01:21:40Wo befinden wir uns jetzt?
01:21:43Das hier ist der Wettbewerb in Klosterneuburg in der Stiftskirche.
01:21:47November vorigen Jahres.
01:21:49Er spielte auf einer sogenannten Festwagel.
01:21:57Der Kutl hat auch diesen Wettbewerb gewonnen.
01:22:03Ja, und das hier ist eine seiner Eigenkompositionen, die er an diesem Tag gespielt hat.
01:22:10Ich kann mich noch gut daran erinnern.
01:22:13War großartig.
01:22:14Wirklich farbenhaft.
01:22:17Jetzt haben wir fünf Wettbewerbe gesehen.
01:22:19Und er hat der Kutl gewonnen und der Zadera fotografiert.
01:22:22Mhm.
01:22:23Die immer nach dem selben Muster.
01:22:25Eine Totale von der Orgel, damit man weiß, wo man sich befindet und wer spielt.
01:22:31Und dann eine Detailaufnahme von der jeweiligen Eigenkomposition.
01:22:35Entschuldigen Sie, können Sie mal vier Bilder zurückgehen?
01:22:42Ja.
01:22:46Die Stelle kommt mir so bekannt vor.
01:22:49Ja, kein Wunder.
01:22:50Sie waren ja auch dabei beim Wettbewerb.
01:22:52Nein, war ich nicht.
01:22:52In Salzburg war ich krank.
01:22:55Woher kennen Sie Sie?
01:23:07Ja.
01:23:09Zu Weihnachten war ich in der Siveringer Kirche und da habe ich die Stelle gehört.
01:23:12Genau diese Komposition.
01:23:14Aber Kutl war das nicht.
01:23:17Sondern wer?
01:23:19Herr Hofer hat damals gespielt.
01:23:23Das bedeutet, dass der Hofer die Komposition hingeschrieben hat.
01:23:48Das bedeutet, dass der Hofer die Komposition hingeschrieben hat.
01:24:02Das bedeutet, dass der Hofer die Komposition hingeschrieben hat.
01:24:32Wissen Sie überhaupt, dass die Musik die Stimme Gottes ist?
01:24:34Das klingt sehr schön, aber Sie sind trotzdem verhaftet.
01:24:37Und zwar wegen Mord und Totschlag.
01:24:41Absurd.
01:24:44Die Kompositionen, mit denen der Cotillier Wettbewerber gewonnen hat, waren alle von mir.
01:24:49Und ich war der Unbegabte, der Versager, der Mittelmäßige.
01:24:54Warum haben Sie ihm denn dann diese Kompositionen geschrieben?
01:24:59Weil er gut bezahlt hat.
01:25:01Das ist ein klares Geschäft, das kann ich gut verstehen.
01:25:04Aber was hat das mit dem Zaterer zu tun?
01:25:08Er hat alles gewusst.
01:25:10Er wollte uns öffentlich bloßstellen, falls ihn der Cotillier diesmal nicht gewinnen lassen sollte.
01:25:15Da sind wir beschlossen, den Wettbewerb zu beenden, bevor er überhaupt begonnen hat.
01:25:19Ich habe diese Komposition beschrieben und der Cotillier hat die Pfeife gelockert.
01:25:22Das heißt, der Cotillier hat das alles gewusst?
01:25:25Der hat trotzdem gespielt?
01:25:26Natürlich, der war stinksauer, weil er einmal nicht gewinnen durfte.
01:25:30Er wollte dieses riesige Spektakel inszenieren.
01:25:33Aber dass der Tontechniker die Drähte spannt fürs Mikrofon, hat er nicht bemerkt.
01:25:39Warum haben Sie den Zaterer vergiftet?
01:25:43Sie waren das doch, oder nicht?
01:25:46Sie haben überhaupt keine Ahnung von Musik.
01:25:50Zaterer war ein Blender und noch schlechter als der Cotillier.
01:25:53Meine Kompositionen, die werden noch gespielt, da sind ihre Gräber längst aufgelöst.
01:25:58Wollen Sie das Gift her?
01:26:00Erst im Abstellraum, neben der Küche.
01:26:01Und warum haben Sie es in die Kakaodose des Bischofs gegeben?
01:26:05Der Zaterer war eine Ratte.
01:26:07Und ich wusste, dass er früher oder später sich aus der Dose des Bischofs bedient.
01:26:12Es war ein Gottesurteil.
01:26:14Hätte er sich aus seiner eigenen Dose bedient, wäre ihm nichts passiert.
01:26:18Außerdem war es doch eine gute Möglichkeit, den Verdacht von mir abzulenken, oder?
01:26:52Was für ein Schicksal!
01:26:56Ja, ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.
01:27:00Das hoffe ich auch.
01:27:02Komm, mich einmal besuchen.
01:27:05Weißt du, ich kann nicht aus meiner Haut heraus und mein Platz ist nun mal hier.
01:27:10Aber ich werde trotzdem mit aller Kraft dein Projekt unterstützen.
01:27:14Ich danke dir.
01:27:17Gott segne dich.
01:27:23Auf Wiedersehen, die Herren.
01:27:25Und verzeihen Sie bitte, wenn ich ab und zu etwas ungehalten war.
01:27:28Fast schon.
01:27:30Herr Bischof, für Ihre brasilianischen Straßenkinder.
01:27:35Das ist von uns beiden.
01:27:39Danke.
01:27:42Die Herren verlassen uns jetzt also auch?
01:27:45Tja, ich glaube, Sie sind froh, wenn es wieder ein bisschen ruhiger wird.
01:27:48Es gibt viel zu tun.
01:27:50Auf Wiedersehen.
01:27:51Wiederschauen.
01:27:52Wiederschauen.
01:27:53Gott segne Sie.
01:27:54Dankeschön.
01:28:00Sag, das, was der Hofer da gesagt hat, dass du keine Ahnung von Musik hast.
01:28:04Hat dich das gehofft?
01:28:05Nein.
01:28:06Ich bin ja mit der Musik aufgewachsen.
01:28:08Was geht's?
01:28:09Wieso?
01:28:10Das hat so Angst gehabt.
01:28:12Fährst du jetzt gleich noch hin?
01:28:13Ja.
01:28:14Wir könnten dann im Skigebiet vorbeifahren.
01:28:17Gern groß in den Steifern.
01:28:18Auf einen großen großen Musiker Teller.
01:28:20Auf einen großen.
01:28:20Auf einen gefüllten Haendl.
01:28:21Was?
01:28:21Wer zuletzt tut, ist zu alt.
01:28:23Okay.
01:28:23Ich bin ja mit der Musiker Teller.
01:28:29Okay.
01:28:47Untertitelung des ZDF, 2020

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