00:00Als Suzuki den S-Cross Ende 2021 für das Modelljahr 2022 präsentierte, wirkte das
00:07kompakte SUV auf den ersten Blick wie eine komplette Neuentwicklung. Tatsächlich handelte
00:12es sich technisch jedoch eher um eine umfangreiche Weiterentwicklung des bekannten Modells,
00:17das bereits seit mehreren Jahren auf dem Markt war. Vor allem beim Design legte Suzuki kräftig
00:23nach und verlieh dem S-Cross einen deutlich selbstbewussteren Auftritt. Damit sollte das
00:29Modell Anfang 2022 moderner wirken und sich stärker von seinem eher zurückhaltend gezeichneten Vorgänger
00:36abheben. Übrigens, täglich neue Fahrzeuge und spannende Technik bekommst du, wenn du unser
00:43Automagazin abonnierst. Besonders auffällig war die neu gestaltete Front. Der große schwarze
00:49Kühlergrill rückte deutlich stärker in den Mittelpunkt und wurde von schmaler wirkenden
00:54LED-Scheinwerfern eingerahmt. Eckig ausgeformte Radhäuser und silberfarbene Elemente an Front und
01:00Heck unterstrichen den SUV-Charakter. Insgesamt wirkte der S-Cross dadurch robuster und kantiger
01:07als zuvor. Suzuki bot seinerzeit acht Außenfarben an, sodass Käufer zumindest bei der Lackierung noch
01:13einen gewissen Spielraum zur Individualisierung hatten. Trotz der deutlich veränderten Optik blieb die
01:19technische Basis in ihren Dimensionen weitgehend vertraut. Der S-Cross maĂź weiterhin rund 4,3 Meter
01:26in der Länge und 1,6 Meter in der Höhe. Auch der Radstand von 2,6 Metern änderte sich nicht.
01:34Lediglich
01:34die Breite wuchs leicht auf 1,8 Meter. Suzuki gelang es damit, das Erscheinungsbild erheblich zu
01:41verändern, ohne die grundlegenden Proportionen des Fahrzeugs anzutasten. Gerade im direkten Vergleich mit
01:48dem vorherigen SX-4 S-Cross erschien das 2022 eingeführte Modell wesentlich eigenständiger.
01:56Im Innenraum fiel die Veränderung weniger drastisch aus. Hier blieb die grundsätzliche
02:01Gestaltung vergleichsweise konventionell. Neu war unter anderem die ĂĽberarbeitete Armaturentafel
02:07mit einem höher angeordneten Infotainment-Bildschirm. Dieser sollte die Bedienung erleichtern und Informationen
02:14stärker in das direkte Sichtfeld des Fahrers rücken. Große Fensterflächen sorgten für eine
02:19gute Übersicht. In der damaligen Top-Ausstattung Comfort Plus ergänzte ein Panorama-Glasschiebedach
02:26das RaumgefĂĽhl und erstreckte sich ĂĽber beide Sitzreihen. Der S-Cross war fĂĽr fĂĽnf Personen ausgelegt und bot
02:34auch den Passagieren im Fond einige Komfortfunktionen. Dazu gehörten neigungsverstellbare
02:40RĂĽckenlehnen der RĂĽcksitze. Der Kofferraum fasste 430 Liter und bewegte sich damit in einem fĂĽr
02:46kompakte SUV ĂĽblichen Bereich. Dank der relativ kompakten AuĂźenmaĂźe sollte der Suzuki gleichzeitig
02:53im Stadtverkehr handlich bleiben und genügend Platz für Alltag, Einkauf oder Reisegepäck bieten.
02:59Beim Infotainment unterschied Suzuki zwischen den beiden damaligen Ausstattungslinien Comfort und
03:05Comfort Plus. Die Comfort-Version erhielt ein 7 Zoll Display, während das höher ausgestattete
03:11Modell mit einem 9 Zoll groĂźen Bildschirm ausgestattet wurde. DarĂĽber lieĂźen sich je
03:16nach Version unter anderem Navigation, Verbrauchswerte, Reichweite und Informationen
03:21zum Energiefluss des Mild-Hybrid-Systems abrufen. Die RĂĽckfahrkamera bzw. die bei Comfort Plus
03:28angebotene 360-Grad-Kamera nutzte das Display ebenfalls zur Darstellung. Smartphones lieĂźen
03:35sich ĂĽber Apple CarPlay und Android Auto mit dem Fahrzeug verbinden. Bluetooth-Freisprecheinrichtung
03:41und Spracherkennung gehörten ebenfalls zum Funktionsumfang. Gemessen am Stand von 2022 war
03:49die Konnektivität damit ordentlich aufgestellt, auch wenn moderne Fahrzeuge inzwischen häufig
03:54größere Displays und umfangreichere Online-Funktionen bieten. Unter der Motorhaube arbeitete zunächst
04:01der bereits bekannte 1,4 Liter Turbobenziner. Er leistete 95 Kilowatt bzw. 129 PS und wurde mit
04:11einem 48 Volt Mild-Hybrid-System kombiniert. Der aufgeladene Direkteinspritzer stellte zwischen
04:182000 und 3000 Umdrehungen pro Minute maximal 235 Nm Drehmoment bereit. Suzuki setzte bei diesem Motor
04:27auĂźerdem auf eine variable Einlassventilsteuerung, gekĂĽhlte AbgasrĂĽckfĂĽhrung und ein vergleichsweise
04:33hohes Verdichtungsverhältnis von 10,9 zu 1. Serienmäßig wurde die Leistung über ein Sechsgang
04:40Schaltgetriebe übertragen. Alternativ war damals eine Sechsstufenautomatik erhältlich. Bestandteil
04:47des Mild-Hybrid-Systems waren ein integrierter Startergenerator, eine 48 Volt Lithium-Ionen-Batterie
04:54und ein Spannungswandler fĂĽr das klassische 12 Volt Bordnetz. Der Startergenerator konnte den
05:00Benzinmotor beim Anfahren und Beschleunigen mit einer Leistung von bis zu 10 Kilowatt unterstĂĽtzen.
05:06Ein rein elektrischer Fahrbetrieb war mit dieser AusfĂĽhrung allerdings nicht vorgesehen. Noch im Laufe
05:13des Jahres 2022 ergänzte Suzuki das Angebot um einen Vollhybrid. Bei diesem Konzept kombinierte
05:21der Hersteller einen Verbrennungsmotor mit einer Motorgeneratoreinheit und einem automatisierten
05:27Schaltgetriebe. Anders als beim Mild-Hybrid konnte der Benzinmotor zeitweise abgeschaltet werden,
05:33sodass kurze Strecken bzw. bestimmte Fahrsituationen auch elektrisch bewältigt werden konnten. Technisch
05:40orientierte sich das System an der damals ebenfalls eingeführten Hybridlösung des Vitara. Neben dem
05:47serienmäßigen Frontantrieb konnte der S-Cross auch mit dem Allgrip Select Allrad-System bestellt
05:53werden. Dieses war an bestimmte Ausstattungs- und Getriebekombinationen gebunden. Ăśber einen
05:59Drehregler standen die Programme Auto, Sport, Snow und Lock bereit. Im Lock-Modus konnte die
06:05Kraftverteilung stärker zwischen Vorder- und Hinterachse aufgeteilt werden. Das System sollte
06:10vor allem auf Schnee, rutschigem Untergrund und nasser Fahrbahn zusätzliche Traktion bieten. Auch
06:16bei den Assistenzsystemen war der S-Cross fĂĽr seine damalige Fahrzeugklasse umfangreich ausgestattet.
06:23Angeboten wurden unter anderem ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-Go-Funktion, Spurhaltewarnung
06:28mit Lenkeingriff, MĂĽdigkeitserkennung, Verkehrszeichenerkennung sowie ein toter Winkelwarner.
06:34Hinzu kam ein Ausparkassistent und eine Berganfahrhilfe. In der höchsten Ausstattung
06:39erleichterte eine Kameraanlage mit Rundumsicht und verschiedenen Perspektiven insbesondere das
06:45Rangieren. Bereits die damalige Comfort-Version brachte eine umfangreiche Serienausstattung mit.
06:51Dazu gehörten zwei Zonen Klimaautomatik, elektrische Fensterheber vorne und hinten,
06:56Sitzheizung fĂĽr die Vordersitze, Licht- und Regensensor sowie elektrisch verstellbare,
07:02beheizbare und anklappbare AuĂźenspiegel. Eine RĂĽckfahrkamera, Park-Sensoren vorne und hinten,
07:08abgedunkelte hintere Scheiben und ein schlĂĽsselloses Zugangssystem waren ebenfalls an Bord. LED-Scheinwerfer
07:15und LED-Tagfahrlicht gehörten ebenfalls zum Paket. Zum Marktstart Anfang 2022 begann die Preisliste
07:22bei rund 29.300 Euro. Für die Automatik wurden damals zusätzlich 1.500 Euro verlangt. Die
07:31Comfort-Plus-Version startete seinerzeit bei knapp über 36.000 Euro und bot unter anderem das größere
07:37Infotainment-System, Navigation, sieben Lautsprecher, 17 Zoll Leichtmetallräder,
07:43SitzbezĂĽge in Ledernachbildung, Panorama-Glasschiebedach, Automatik- und Allradantrieb.
07:49Abgesehen von einer Metallic-Lackierung fĂĽr damals 600 Euro gab es kaum einzelne Optionen.
07:56Aus heutiger Sicht ist der 2022 präsentierte S-Cross damit vor allem als umfassend modernisierte
08:02Evolutionsstufe seines Vorgängers einzuordnen. Optisch erheblich frischer, technisch aber bewusst
08:09auf einer bereits bekannten und bewährten Basis aufgebaut.