- vor 8 Minuten
Ein alter ausgedienter Doppelstockbus soll verschrottet werden. Dieter Rothermund, Busfahrer und Johannas Mann, tut es um dieses Stück lebendiger Stadtgeschichte leid. Teils ihm zuliebe, teils um frischen Wind in die Arbeitsgruppe zu bringen, überredet Johanna ihre Kollegen, den schrottreifen Veteranen zu retten. Als sich dann auch ein idyllischer Standort für das historische Gefährt am Ufer eines Sees findet, steht ihrer Idee zunächst nichts mehr im Wege. Ein gemeinsamer Freizeit- und Erholungsspaß für alle Kollegen scheint gefunden. Bald erlahmt jedoch die anfängliche Begeisterung. Zu viel Zeit und Arbeit steckt in dem Projekt. Immer wieder kommt es zu Meinungsverschiedenheiten über die Nutzung, an allen Ecken fehlt es an finanziellen Mitteln. Schon kündigen die ersten ihre Mitarbeit auf. Auch Johannas Ehe wird auf eine ernste Belastungsprobe gestellt. Ein Zufall führt das umstrittene Vehikel schließlich seiner endgültigen Bestimmung zu. (Text: MDR)
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00:05Schlepp nicht mal deinen ganzen Müll in unsere Wohnung.
00:15Hast du gehört?
00:17Was denn?
00:18Nicht noch mehr alten Plunder.
00:20Das ist kein Plunder, das sind Werte.
00:24Eine Kaffeemühle, die nicht mahlt,
00:26eine Kramme vorhin, was nicht spielt,
00:27eine Kanne, die ein Loch hat,
00:28eine Waage, die nicht wiegt.
00:30Mit der alten Kaffeemühle hat deine Großmutter ihren Malzkaffee gemahlen.
00:34Aber nicht noch ein Lenkrad, hm?
00:55Hm?
00:57Hm.
01:07Das ist das Lenkrad von meinem alten Doppelstockbus.
01:11Soll verschrottet werden.
01:13Der allerletzte.
01:18Ich will aber hier kein Lenkrad haben.
01:22Ideen?
01:23Ja, da hätte ich eine.
01:25Mal so einen richtigen schönen Sommernachtsball.
01:27Da werdet nichts.
01:29Julklappen und Kehlen.
01:30Einverstanden.
01:31Muss alles sein.
01:32Aber was uns fehlt, ist das Wissenschaftliche.
01:35Wo man was beilernen kann.
01:41Geschichtsbewusstsein.
01:42Das brauchen wir.
01:43Jawohl, Ede.
01:44Tschüss.
01:45Tschüss.
01:46Die Ideen sind alle ein bisschen abgenutzt, wa?
01:49Wie ich mit meiner Patenklasse.
01:50Die Kinder werden groß.
01:53Und meine Häkelmuster sind immer noch dieselben.
01:55Wenn man zusammenschmiedet, dann ist das gemeinsame Arbeit, nicht?
01:59Tanzerei und Tralala und Biersauf.
02:01Mensch, Arbeit haben wir genug gemeinsam.
02:03Wir beide Straßenbahnen.
02:04Nicht doch, Mädel.
02:06Was ich meine, ist freiwilliger Arbeit.
02:08Also, pass auf.
02:10Jeder von uns kriegt ein Grundstück.
02:12Und das muss ja urbar machen.
02:14Spaten, das steht bei einer.
02:15Sparte.
02:19Freude soll es machen, Kollektiv soll es sein und nützlich auch.
02:23Nur Armee darf es nicht machen, wa?
02:25Ich meine, das ist ungerecht.
02:28Volleyball würden Sie noch wollen.
02:30Und Spreeball fahren.
02:32Und Camping mit Familien.
02:33Und wie lebe ich gesund?
02:34Sind doch alles so die Ideen, was wollt ihr denn?
02:37Mach's gut.
02:37Tschüss.
02:38Je besser die Ideen, desto mehr Arbeit hast du.
02:40Tja.
02:52Wenn du so guckst, da kommt garantiert irgendwas Fürchterliches auf uns zu.
03:03Na, wie war's?
03:04Herr Hof.
03:11Sag mal, und ihr würdet den verkaufen?
03:15Wen?
03:16Na, den allerletzten.
03:20Kann schon sein.
03:25Soll ich dir mal zeigen?
03:27Mhm.
03:29Mhm.
03:29Da hinten steht er.
03:34Sag mal, wo ist denn hier nun deine Überraschung?
03:37Sie überall nur Busse.
03:38Da vorne.
03:42Warte mal, dein Dieter?
03:53Hier ist unser Gewerkschaftsgruppen-eigener Doppelstockner Erholungsbus.
03:58Was für ein Ding?
04:02Ich dachte schon, du kommst nicht.
04:03Bis jetzt bin ich doch immer gekommen.
04:16Sag mal, neue Startlöcher für die Gewerkschaftsarbeit, wie meinst du denn das?
04:21Sind doch alles Rostlöcher.
04:22Naja, das musst du dir ein bisschen vorstellen.
04:25Hier unten machen wir dann eine Imbissstube mit Sessel und so und oben eine Bar.
04:28Da können wir dann Skat spielen und Kanaster und alles sowas.
04:32Pass auf hier.
04:38Guck mal, das ist genau das, was wir für uns brauchen.
04:41Guck dir doch mal an, aus dem Schrotthaufen, da willst du einen Wohnwagen machen?
04:44Mhm.
04:45Weißt du, was da auf uns drauf zukommt?
04:47Na und unser Bibliotheksbus?
04:48Ach, da waren wir 9000, das ganze Kombinat, aber wir sind doch hier nur 20.
04:53Das ist so ein Quatsch.
04:58Ach, müsst ihr hier überall rumkrauchen?
05:07Ah, Johanna, das bleibt alles an dir hängen.
05:08Wieso?
05:09Ich könnte dies und das abnehmen.
05:11Im Haushalt.
05:12Bier anschaffen.
05:13Ja, ja.
05:15Mit Alex Rechtschreibung üben.
05:16Und.
05:17Und, und, und, und.
05:19Und allerlei.
05:20Jedenfalls so lange, bis alles seinen Gang geht.
05:29Tut dir das besser, als er aussieht.
05:31Was, der?
05:32Ja.
05:33Der Bus.
05:35Mensch, Mensch, nun mach doch mal ein bisschen Platz mehr.
05:38Entschuldigung.
05:39Ach, da kommt er.
05:40Die wollen die Bude kaufen.
05:41Das ist, äh...
05:43Guten Tag.
05:44Roter Mund.
05:45Ja und, was soll er kosten?
05:47Naja, 450 Mark Schrottpreis.
05:50Hm?
05:50Reifen, Batterien.
05:51Können Sie nicht woanders palagern?
05:52Ja, gut.
05:53Mein Gott.
05:54Alles in allem 700 Mark.
05:55Und zwei Tonnen Schrott.
05:57Ja, ja.
05:58Aber sofort zugreifen oder gar nicht.
06:01Abgemacht.
06:01Gut.
06:03Sag mal, du kannst doch nur einfach hinstellen und sagen, abgemacht.
06:06Na, wenn die Gruppe Nein sagt?
06:07Nein.
06:07Dann liegt's nur an deiner Zeichnung.
06:08Was?
06:09Ich kann doch nicht zeichnen.
06:10Das muss ich dir ganz einfach vorstellen.
06:12Guck mal.
06:12Unser Bus.
06:13Schön zurecht gemacht, an Rande Berlins, im Grün, mit glasklarem See und ganz viel Fischen.
06:18Oh Gott.
06:27Kollegen, habe ich irgendwas verpasst?
06:29Komm, setzt da erst mal hin und macht die Türe zu.
06:31Aber ordentlich.
06:36Na, Ede kann uns doch gleich mal sagen, wer das bezahlen soll.
06:38Wann?
06:39Du hört doch erst mal zu.
06:41Kinder, hört doch mal zu ihr.
06:43Also, Voraussetzung ist, kein Unfall, kein Dienstversäumnis.
06:49Kein Unentschuldigte fehlen.
06:51Ich glaube noch nie Unentschuldigte fehlen.
06:52Setzt aber mal hin.
06:53Ja, ich hör ja zu.
06:56Also, keine Eingaben und keine Verspätung, klar.
07:00Und dann, also...
07:01Lass doch.
07:02Und dann, dann können wir nämlich unseren Titel erfolgreich verteidigen.
07:06Guck mal.
07:07Und die Prämie, die können wir dann kollektiv...
07:09Genossen, absolut.
07:10Das könnte direkt auf Heidi passen, wa?
07:13Gorsch.
07:14Na ja, woher geht nicht, du?
07:15Ach, da hier nicht so Mist.
07:16Ist er gut?
07:16Na, sag doch mal.
07:17Was...
07:18Was meint ihr denn nun dazu?
07:20Na?
07:20Dies dürfen wir nicht, das dürfen wir.
07:22Johanna will Doppelstock-Bus kaufen.
07:24Doppelstock-Bus?
07:25Ja?
07:25Ist doch gut.
07:28Ihr Sange und Gloria auf der Milkeshunde und dann mit Schrott.
07:30Also, die zwei Tonnen Schrott, die würde unsere Patenklasse noch zusammenbringen.
07:34Na ja, allerdings müssten sie dann auch mit Busbesitzer sein.
07:37Ja, fängt schon wieder an.
07:38Man hat das noch ja nicht, wenn man so mit anderen teilen.
07:41Und dann noch so eine alte Schrottlaube.
07:42Moment mal, Kollegen.
07:44Ein Doppelstock-Bus kann noch so alt sein.
07:46Er wird nie eine Schrottlaube sein.
07:48Sondern ein technisches Denkmal.
07:50Das müssen wir erhalten.
07:51Siehste?
07:52Na ja, ist eine wunderbare Aufgabe.
07:54Für unsere Geschichte müssen wir doch alles tun.
07:58Ist doch gemütlich hier.
08:00Und im Doppelstock-Bus ist es doppelt so gemütlich.
08:03Ja.
08:03Schickt euch das mal an.
08:04Da werdet ihr meine Ohren sehen.
08:05Danke.
08:06Zeig mal.
08:07Was soll denn das?
08:08Was soll denn das sein?
08:09Ein Kiefernwald.
08:10Unterkiefern.
08:11Was ist das hier?
08:11Was ist denn das?
08:12Ein Badesee.
08:13Aber das sieht man doch, oder?
08:14Das würde ich aber auch sagen.
08:15Ich will auch mal was sehen.
08:21Schaust, das bist du.
08:22Jetzt erkennst du es.
08:24Wir hatten doch mal so einen Volkskünstler.
08:26So einen Schnitzer.
08:27Der konnte doch wirklich malen.
08:29Was ist denn eigentlich aus dem geworden?
08:31So mitschreiben für alle.
08:33Das ist aus und vorbei.
08:36Na ja, passt doch nicht auf Heidi.
08:38Kannst du wieder zurückstellen.
08:41Ja, warum sagst du denn nicht gleich,
08:43dass du ein weißer Grundstück hast?
08:45Ein Waldsee.
08:47Also wenn wir sozialistische Brigade werden,
08:50ich spendiere meinen Anteil.
08:51Warum nicht?
08:53Die 50 Marco liegt doch mit links wieder drin, ne?
08:56Ein Wassergrundstück.
08:57Na, das ist natürlich was ganz anderes.
08:59Mann, Mann, Mann, das mit dem Wassergrundstück,
09:01das war nur so eine Fantasievorstellung von mir.
09:03Also entweder am Wasser, denn bin ich bereit, wie ihr sagt.
09:06Oder nicht am Wasser, denn eben nicht.
09:08Also ihr wollt Wasser haben?
09:10Wo ist Wasser ran?
09:12Wozu habt ihr mich sonst gewählt?
09:14Genau.
09:16Die haben gar nicht gemerkt,
09:17dass du überhaupt kein Wassergrundstück hast für deinen Bus.
09:19Ach auf.
09:20Aber weißt du was?
09:22Ich habe einen Onkel, der ist Bürgermeister.
09:25Ach schön.
09:26Ein ganz süßer Ort.
09:27Wald und Wasser drumrum.
09:29Und der Onkel ist ja auch süß.
09:31Ja.
09:32Aber der Onkel macht keine Vetternwirtschaft.
09:36Ich will's doch nicht für mich, Onkel Hans.
09:38Unsere Gruppe hätte das wirklich verdient.
09:41Alle Schichtarbeiter.
09:42Alles verdienstbescheinigungen.
09:44Was glaubst du, was einem für Verdienste einfallen können,
09:47wenn man ein Wassergrundstück haben will?
09:48Wir nicht.
09:49Wir brauchen keine Bescheinigungen.
09:51Hm.
09:53Also gut, ihr seid die einzigen kollektiven Antragsteller.
09:56Ja, ich werde mit meinem Rat reden.
10:00Aber ich verspreche nichts.
10:04Also müssen wir ein bisschen nachhelfen.
10:07Wo mein am Schreibtisch ist, müssen Frauen ran.
10:09Und so sind wir schön, wenn wir damit nicht Politik machen.
10:13Aber ich als Meisterin kann doch unmöglich.
10:15Das besser.
10:16Kannst du nicht.
10:19Aber als Heidi kannst.
10:26Spannung.
10:27Mach her.
10:30Guck mal, da geht's halt.
10:33Schön seid ihr Kinder.
10:34Auf geht's.
10:35Martin.
10:36Absolut.
10:36Guck mal, da geht's halt.
10:37Dann ist er geflogen.
10:39Nach sonnigen Wegen.
10:42Da lachende Mädchen vorbei.
10:44Ab geht's halt ab.
10:49Hier sind sechs Frauen.
10:51Unangemeldet.
10:52Das heißt ja unangemeldet.
10:53Guten Tag, Herr Bürgermeister.
10:56Dann kommt doch mal.
10:57Guten Tag.
10:59Guten Tag.
11:00Guten Tag.
11:00Beste Grunand.
11:01Frau Kassani.
11:04Also wir sind die von der Straßenbahn
11:06mit dem Bus.
11:07Aha.
11:08Ja.
11:09Sehr falsch, meine Damen.
11:11Guten Tag.
11:12Guten Tag.
11:13Keine Bestechung.
11:14Darf man sich hier auch hinsetzen.
11:16Oh ja.
11:17Selbstverständlich.
11:17Bitte sehr.
11:19Der ist mir zu freundlich.
11:20Der sagt bestimmt, nee.
11:21Hat er es mal ab?
11:22So.
11:23Bitte.
11:24Dankeschön.
11:25Aber setzen Sie sich doch alle.
11:27Danke.
11:34Die Bilanzierung für Abwässer und Fäkalien bitte.
11:41Wir sind nämlich Schichtarbeiter, müssen Sie wissen.
11:43Ja, ich weiß.
11:45Gudrun hatte mir schon erzählt.
11:48Sehr schön.
11:49Nicht wahr?
11:49Und als Stadtmensch, da weiß man ja auch, wie gesund so ein Badesee für unsere Kleine
11:53ist.
11:54Und wir wollen wandern und Sport treiben.
11:56Kontakt zur Landbevölkerung.
11:58FKK machen.
11:59Heike, hab ja auch einen Badeanzug.
12:00Wir haben alle einen Badeanzug.
12:02Also, wir wollen nicht lange drum herum reden, Herr Bürgermeister.
12:06Wir hoffen nur, dass ...
12:07Dass, ähm ...
12:08Unser Bus wird für die ganze Gemeinde ein Schmunkstück.
12:11Und, äh, Gudrun, was hast du beizusteuern?
12:16Mutti, hat dir deinen Kinderlieblingskuchen gebacken, Onkel Hans?
12:20Oh, her damit!
12:22Aber ...
12:23Na, aber ...
12:24Naja, es war auch schon ohne Kuchen alles entschieden.
12:29Nur, meine Damen, wer unterschreibt denn nun?
12:33Als Truppe sind Sie keine juristische Person.
12:37Ach ...
12:39Da ...
12:40Wer schon?
12:43Ich?
12:45Sag mal ...
12:47Willste, dass ich dir Bilder male?
12:48Oder willst du Kuppe?
12:52Tja ...
12:53Wenn man das immer alle zu genau wüsste, hm?
12:57Streng doch bis gern an, mein Junge.
13:11Aber ...
13:18Ich muss, danke.
13:23Ich lese.
13:25Ich s multim лatschen.
13:25Am besten, danke.
13:29Nur, wenn du da ...
13:29Indwerf.
13:30Ich lasst das, ich kann euch bare ...
13:36Ii kh in die.
13:38Schaal babb von Fehl's Wonai ...
13:38Ich kenne mich noch leer.
13:41Inherrs.
13:46Nicht wackeln, buddeln, Erna!
13:48Ach, wie ist das? Brause? Hast du kein Bier?
13:52Aber jetzt Schutz hier drängt. Ich weiß ja nicht, warum wir hier so schindern, Mann.
13:56Weil wir uns gewählt haben.
13:59Ich hab's gut. Ich fahre nächsten Monat vier Wochen zur Kur.
14:03Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs.
14:08Na ja, hier kann der Bus quer durch.
14:12Sag mal, was wollen die denn?
14:18Meine Schnellste, das Grundstück ist hier schon vergeben.
14:21Ja, von mir.
14:23Nee.
14:25Was?
14:28Ach, so. Nach dir alle können ja trapsen doch.
14:30Das haben Sie gut gemacht.
14:32Na, hoffentlich.
14:33Sie sind also der Sojamaester. Ich bin Erna Schumann.
14:37Unser Bus.
14:40Ach, gut, wie hat ich so.
14:47Das darf doch wohl nicht wahr sein.
14:49Ei, ei, ei, ei.
15:01Hannah, komm raus, komm raus, meine Engels!
15:04Nie, ja, ey, ja.
15:05Mann, das hält so tunnels.
15:14Mit dem Hochhaus, da werde ich wohl Ärger kriegen mit meinem Gemeinderat.
15:40Tschüss. Als Genossen haben wir außer allgemeinem Bewusstsein auch noch Geschichtsbewusstsein zu haben, oder?
15:49Ehe doch mein Name.
15:51Grüß dich.
15:54Sie sind der Bürgermeister?
15:56Wenn Sie mal freundlicherweise hierher kommen, nimm doch mal hier weg.
16:01Ich hab hier so ein paar Visionen, wie das später mal aussehen soll.
16:06Das ist ja ein Jammer.
16:09So, hier.
16:11Na? So was? Und so was?
16:15Toll, wer hat denn die gemacht?
16:17Der, von dem du gesagt hast, aus und vorbei, Mädel.
16:22Na ja, das kann ich mir schon eher vorstellen.
16:29Oh, jetzt wird der Bus verunstaltet. Jetzt fahr ich nämlich wieder weg.
17:00Na, guten Appetit.
17:02Na, Mensch.
17:03Komm mal hinne.
17:04Hup.
17:04Na, was gibt's denn Schönes?
17:06Wer rumsteht, spricht Janisch.
17:07Ich mach doch hier.
17:12Schöner hier.
17:13Schöner hier.
17:13Schöner hier.
17:13Schöner hier.
17:14Schöner hier.
17:14Ich bin so verrückt, Mensch.
17:17Da muss doch aber drauf.
17:17Ornamente hier.
17:18So Schilder.
17:19Ich bin so gut.
17:19Was hat denn für Ornamente?
17:21Haha.
17:21Der kriegt den Kuss.
17:36Ja, der kriegt den Kuss.
17:55Endhaltestelle.
17:56Alles aussteigen, meine Herrschaften.
18:01Tag, Mutti.
18:02Tag, mein Schatz.
18:03Deine Ansage war wieder mal unvorschriftsmäßig.
18:08Du Mutti, kannst du mir nicht mehr heute Abend den Schlüssel für unseren Bus geben?
18:13Der Mike, der will doch die Jungfernfahrt mit mir machen.
18:16Mit seinem neuen Motorrad.
18:18Naja, da könnte ich ihm doch gleich unseren neuen Bus zeigen.
18:23Du, den könntet ihr draußen gut gebrauchen.
18:25Der hat Kraft, du.
18:26Ganz toll.
18:31Ich kenn doch deinen Freund noch gar nicht.
18:34Wer ist denn der überhaupt?
18:34Wird 19.
18:38Ich darf den Schlüssel nicht aus der Hand geben.
18:40Du hast immer gesagt, der Bus gehört unserer Familie.
18:44Und der zweiten Familie.
18:48Ja, um da draußen zu schindern.
18:50Dazu ist dir deine erste Familie nicht zu schade.
18:56Sabine.
18:57Ja, ich kenne deine blühende Fantasie.
19:02Naja, fahr ich eben mit Mike woanders hin.
19:05Sabine, gehst du mal hoch und machst Papa Kaffee und Stullen?
19:08Ich muss nämlich rüber ins Pausenheim, es geht schon wieder um den Bus.
19:11Der liebe Papa kann sich seine Stullen auch mal alleine schmieren.
19:14Sabine.
19:16Das sind liebgewordene Gewohnheiten, die soll man nicht aufgeben.
19:18Noch dazu in der Familie.
19:20Na gut.
19:22Generalauftragnehmer klingt ja nicht schlecht, wa?
19:24Kannst dir das ja nochmal überlegen.
19:26Nee, nee.
19:26Also wenn ich die Restaurierung in die Hand nehmen sollte, wa?
19:29Dann ist Schluss mit dem Verscheiden, wa?
19:30Dann wird der Bus so herrichtet, dass wir uns auch rein geschichtsbewusstseinsmäßig
19:33auch sehen lassen können, wa?
19:36Und das wäre?
19:37Naja.
19:39Es müsste eine Menge restauriert werden, wa?
19:41Bloß.
19:42Eure Alteile, wa?
19:44Sieht ja schlecht aus.
19:45Ja und?
19:46Man müsste sie anfertigen lassen.
19:48Kannste vergessen.
19:50Nee, nee, nee, du.
19:51Es gibt eine ganze Menge Leute, die aus einem historischen Interesse da mitmachen würden.
19:54Naja, und für Holzteile?
19:55Ja.
19:56Du wirst dich auch schon jemanden, wa?
19:58Der in die gleiche Hand auffällt.
20:00Helmut, unser Thüringer Ade.
20:02Ja.
20:02Bloß wie Heidi darauf reagieren wolle.
20:06Och, wie ist der Heidi?
20:08Für ne gute Sache, da geht das schon.
20:10Mama, Mama, Mama, Papa macht Terror mit Sabine.
20:13Der Kaffee zu dünne, die Stille zu dicke und nicht vernünftig drauf.
20:17Oh Mann.
20:19Und dann hat er nur gesagt, wenn er das geahnt hätte, dann hat er die alte Kiste im Schrott
20:22und dann ist er die alte Kiste im Zentrum.
20:30Au, Backe.
20:32Ich bin ausgerastet.
20:35Entschuldigung.
20:37Hat mal ein bisschen Sehensuche nach dir.
20:40Tschüss, komm.
21:00Ja, Martin, du hast ja schon wieder den Nuckel draus.
21:05Ja, so ist gut.
21:07Andersrum, oder?
21:09Oh, Mensch!
21:10Was ist denn?
21:16Sehr gut, weitermachen.
21:21Hier kommt eine Sitzbank hin und hier schnitzt du eine schöne Armlehne mit Haltegriffe dran.
21:27Mach ich.
21:28Und hier machst du eine Portierstange hin.
21:33Hatten die Busse früher?
21:34Aha.
21:49Kultur muss her.
21:50Allerdings.
21:52Tischtennisplatte würde ich sehen und auch Rolliwahlnetz.
21:54Ja, anschließend Massage, durchkneten für alle.
21:57Das ist doch keine Kultur.
21:59Ich dachte, wir haben Abendkino, da brauchen wir eine Leinwand, einen Projektor oder Diskothek.
22:04Diskothek am Wasser, Lichterkette, Musik und Frauen.
22:06Hocker in the night.
22:08Kinder, die Kasse ist leer.
22:11Und ohne Geld geht gar nichts.
22:13Nicht mal ein Sozialismus.
22:15Wissen Sie, Johanna, wo kaltes Wasser ist, könnte doch eigentlich auch warmes sein, wach?
22:20Richtig.
22:20Ist doch zum Abwaschen und zum Duschen.
22:22Danke.
22:22Danke.
22:23Denkt mal darüber nach.
22:24Ja, ja.
22:26Na?
22:42Aber nicht ganz so laut, schwa?
22:44Es gibt ein paar ältere Kollegen.
22:59Danke.
23:02Also mir fällt da gerade was ein.
23:03Für unsere Kasse.
23:05Strafgelder.
23:06Ach, mich, die Kasse sind doch schon hier noch.
23:07Na, hör doch mal zu.
23:08Also 10 Mark für unerschuldigtes Fehl.
23:115 Mark für zu spät kommen.
23:137 Mark 50 für rauchen, trinken, radiohören auf der Strecke.
23:1720 Mark bei Beschwerden.
23:18Und 15 Mark bei Einkaufen auf der Strecke.
23:21Na, das fällt dir doch nicht jetzt erst ein rein.
23:24Du triebst doch schon länger mit dir rum, wa?
23:26Findet das nicht komisch, wa?
23:28Ne.
23:29Ach, die Staatsmacht kommt.
23:31Aber er kommt doch nicht um zu gucken, wie es uns hier mitkommt.
23:33Ja, Herr Bürgermeister.
23:35Ja.
23:36Guten Tag, hallo Seils.
23:38Tag.
23:38Tag, Tag, Tag, Tag.
23:40Na, Jana.
23:42Sie haben hoffentlich nicht auch noch Ideen.
23:45Na ja.
23:47Und?
23:48Kommt er zurecht hier?
23:49Ja, es geht alles ganz gut.
23:51Und Sie?
23:51Aha.
23:53Das ist also der kleine roter Mund.
23:56Guten Tag, mein Herr.
23:58Guten Tag, guten Tag.
23:59Ja.
24:01Wann darf ich denn endlich baden?
24:03Geh ab.
24:06Tja, also Ideen habe ich im Moment auch keine.
24:11Aber die haben hier im Kreis acht Ferienlager.
24:16PGHs und VEBs aus Sachsen und Umgebung.
24:18Und die haben alle ihre Kulturprogramme.
24:21Ja, mein Gott, die Betriebe wollen doch nichts umsonst.
24:23Ach so.
24:24Ja, Sie haben ihre Fonds und die sollen ausgeschöpft werden, klar.
24:27Aber wir sollen die für 20 Fennig unseren Bus besichtigen lassen, oder was?
24:31Hör doch mal richtig hin.
24:32Ja.
24:33Also, wenn man das richtig eintaktet und Ede mit seinem Geschichtsbewusstsein einflechtet,
24:38geschickt, ja, und in den Ferien, da sind doch viele von uns sowieso weiter draußen.
24:41Oh.
24:43Warum sollen Sie denn nicht bezahlen, die Betriebe?
24:45Was, Herr Publikum?
24:45Pauschale.
24:46Also, mir könnte da was einfallen.
24:48Oh, bitte nicht.
24:50Und der Absender?
24:52Na, ich ja.
24:53Reinhard Böttcher, Berlin.
24:55Und PGH, Kraft und Energie, auch du?
24:58Ja.
25:00Und die ganzen anderen PGHs, auch von dir privat?
25:03Na klar, alle.
25:05Na, ich weiß nicht.
25:06Geht ja gut los mit uns beiden.
25:08Ich mach für dich krumme Sachen.
25:10Überhaupt nicht.
25:11Das läuft alles unter meinem guten Namen.
25:13Schau mal, unsere Gruppe ist keine juristische Person.
25:17Aber ich...
25:26Hallo, Johanna.
25:27Grüß dich.
25:28Schön, dass ich dich treffe.
25:29Du, ich hab da einen Vorschlag.
25:30Also, weißt du, wenn man sich da draußen erholen soll,
25:33dann muss dein Sonnendach hin.
25:34Bist du jemand hübschig, oder?
25:35Sonnendach?
25:36Ja.
25:37Schon notiert wird sofort erledigt.
25:39Na, fein.
25:39Du, Walli, ich hab da auch einen Vorschlag.
25:41Du hast doch noch deinen alten Kühlschrank.
25:43Na und?
25:44Den könnten wir gut gebrauchen für den Bus.
25:46Sag mal, einen Kühlschrank, ist das nicht ein bisschen übertrieben?
25:49Du, ich kenne fünf Kollegen, die mir vorschwärmen,
25:51wie schön es draußen wäre, wenn wir da einen Kühlschrank hätten.
25:54Johanna, das tut mir leid, aber den will ich zum anderen Verkauf schaffen.
25:58Schade.
25:59Schade.
26:01Wirklich.
26:08Ach, Johanna, es ist schön, dass ich dich treffe.
26:11Na, Veli, wie fühlst du dir denn so?
26:13Der FDGB-Ferendienst, persönlich.
26:15Na ja, Fräulein, FDGB.
26:16Nee, ich hätte da nämlich einen Vorschlag.
26:19Ach, um Gottes Willen.
26:20Soll ich mal raten?
26:21Ich soll den Apfelbaum am Bus pflanzen, damit du da dein Wein ziehen kannst.
26:25Wie wär's mit Gute-Louise?
26:26Ach, von Gute-Louise zieht natürlich nicht mein Apfel-Wein,
26:29weil Gute-Louise ja kein Apfel ist.
26:31Nee, pass mal auf.
26:33Also, wir grillen doch immer so viel bei unserem Bus.
26:36Und da habe ich mir gedacht,
26:37dass wir da so einen gusseisernen Massenbedarfsartikel aufstellen
26:40für schlappe 380-Machen.
26:42Nee, Mädel, lass einen doch mal ausreden.
26:44Ich hab doch zu Hause noch so einen ollen,
26:45schönen Zampling hier war.
26:47Und den wollte ich spendieren.
26:50Spendieren?
26:51Ja, spendieren.
26:52Einfach so.
26:53Ja, einfach so.
27:04Sag mal, Stöck.
27:05Ach, wie wo?
27:06Ihr müsst Sonntag unbedingt rauskommen, so gegen 10.
27:08Ach, Reiner.
27:09Wer ihr?
27:10Du und Johanna.
27:11Wo hin raus?
27:12Ja, zum Bus natürlich.
27:13Wohin denn sonst?
27:14Tschüss.
27:15Sag mal, dich hat wen er gestreift?
27:16Wie?
27:16Ein Bus.
27:18Ja.
27:44Das ist unsere Straßenbahn.
27:49Hier, mein Kollege von damals.
27:53Er stand im Freien, bei Regen, Schnee, Sonne, bei jedem Wetter.
27:59Und wann war das?
28:00Ja, vor etwa 100 Jahren, 1871, wurde die erste große Berliner Pferde-Eisenbahn eingeweiht.
28:06Ach, die armen Pferde.
28:09Das ist Ede, der ist gleich fertig, da können wir dann ran.
28:11Ede.
28:13Das war die letzte Pferde-Eisenbahn.
28:16Pst, pst, pst.
28:18Hier, die erste neue.
28:20Passt auf, Kinder.
28:21Ich werde euch jetzt mal eine Frage stellen.
28:23Was meint ihr denn, wie viele Pferde die große Berliner Pferde-Eisenbahn damals hatte?
28:28Ne?
28:3020?
28:31Nein.
28:32Oder 30?
28:33Nein, auch nicht.
28:34Ja?
28:34150?
28:35Nein.
28:36Ihr bekommt jetzt alle einen Zettel.
28:39Schreibt euren Namen drauf.
28:41So, hier.
28:42Ertreibt mal.
28:43So, ja, die richtige Anzahl der Pferde.
28:46So, hier.
28:48Und wer am dichtesten dran ist, der kann sich ein Poster aussuchen.
28:52Ja?
28:53Mitnehmen.
28:53Und mitnehmen.
28:55Und mitnehmen.
29:11Noch noch mal ein bisschen schneller.
29:12Die Kollegen haben es eilig.
29:14Du bist der erste hier, der die Fortrieger haben wollte.
29:16Jetzt bist du der erste, der sterbt.
29:17Das ist doch gar nicht so schlecht, was der Mann hier macht.
29:19Vielleicht können wir den Vortrag gleich mit übernehmen.
29:22Ah, 100, nein. Ah, nein. 1.000, nein. Ah, 2.000, nein, nein. Wisst ihr, wie viel? Das waren genau
29:337.328 Pferde.
29:38Und wisst ihr, wie viele Kilometer die Pferde in 30 Jahren durch Berlins Straßen getrabt sind?
29:45800 Millionen Kilometer.
29:51100 Millionen Kilometer.
29:53Ebenny.
29:57Ebenny.
30:04Ebenny.
30:10Ebenny.
30:10Ebenny.
30:12Ebenny.
30:21So, bis hierher kommt der Windbank.
30:24Ich denke, 12 Verträger müssten reichen.
30:26Das Ganze muss natürlich staatsch noch mal durchgeschickt werden.
30:30Aber das passt ja überhaupt nicht zum historischen Bild.
30:33Man kann alles passend machen.
30:35Man kann alles passend machen, jeder.
30:36Das werden wir noch sehen.
30:37Lass doch mal die Kollegen hier rechnen.
30:39Hier und hier.
30:41Hier ist ein Klingerpfeiler, verfucht mit Frankfurter Schwarz.
30:44Fundament 100 tief, das reicht.
30:48Hier liegt es vor Dach auf.
30:50Unterbeton.
30:51Isolierung S-Trip.
30:53Dreistrag Tement.
30:54Stampfbeton.
30:57Hier gibt es 300 Liter Boilerin.
31:00An den hängen wir die Brausen ran.
31:02Ja, so wird es das auch sehen.
31:04Sickergrube mit zwei Kammern.
31:06Nein, nein.
31:07Hierher.
31:10Nein.
31:11Da hin.
31:12Der Antenne.
31:13Fürs Neinkaukastel.
31:17Den Fernsehapparat.
31:19Und weil es auch um unsere Kinder geht,
31:20eine zum Rufklettern.
31:21Wie auf dem Segelschulschritt, ne wahr?
31:23Das ist unser Vorreiter.
31:25Ein Ideenmisch gesehen.
31:27Oben.
31:28Ein Kranz von Fahnen.
31:30R, G, W, D, D, D, R, S, U, Polen.
31:34Das können ja auch Fantasie-Fahnen sein.
31:36Hauptsache Bunde, wa?
31:37Grüßt euch.
31:38Deshalb habe ich euch ja herbestellt,
31:39damit ich nicht alles allein entscheiden muss.
31:41Was denn entscheiden?
31:42Du hast doch selbst gesagt,
31:43wir sollen uns was einfallen lassen.
31:44Und da habe ich geschrieben.
31:46Auf Suchanoncen.
31:48Kinderferien nahe Berlin und Umgebung und so.
31:50Sind alle aus dem ND, Heidi.
31:52Jetzt plötzlich ND.
31:54Und das sind die Kollegen Dachdecker aus Dresden und Umgebung.
31:58Ja, muss ja nichts überhören.
31:59Die haben das beste Angebot gemacht.
32:02Und die sechs Wochen Ferien,
32:03die werden wir doch mal ohne Bus auskommen.
32:05Und in der Kasse klingelt es wieder.
32:07Für unsere Handwerkerkinder lassen wir uns was einfallen.
32:10Hab selber dreie.
32:12Und Sie werden's auch nippereuen, junge Frau.
32:16Und das bleibt alles stehen?
32:18Na klar.
32:19Aber es ist genauso teuer wie Aufbau.
32:21Bloß ein Vorbfernseher nehmen wir mit.
32:23Bis zur nächsten Ferien.
32:25Das ist doch ein grandioses Angebot.
32:26Da können wir Ede gleich gratis dazugeben.
32:28Moment mal, was höre ich da?
32:29Mich gratis dazugeben?
32:31Nur gratis.
32:32Na gut, Armand.
32:33Ihre Kontonummer.
32:34Moment, Moment.
32:36Das geht alles auf mein Konto.
32:38Mir ist egal, was Geld denn gab.
32:39Sie haben was zu schreiben, ja?
32:40Ja, das steht nämlich hier drin.
32:43Wiesenunterlagen.
32:44Was passiert?
32:45Sie können sich gleich auf die 8.1.
32:48Lein 9.
32:49Wir können Rheini jetzt nicht sitzen lassen.
32:52Ich hab ja selber gesagt,
32:53er soll sich was einfallen lassen.
32:56Der macht's doch für alle.
32:57Und außerdem ist doch nur für diese Geraden.
33:01Und wir behalten die Sickergrube
33:03und die Fernsehantenne.
33:06Rheini!
33:08Sag mal, die Sache ist doch wohl reell, oder?
33:10Ein echt sozialistisches Geschäft.
33:12Alles zum gegenseitigen Vorteil.
33:15Ach.
33:15Ede?
33:16Ja!
33:17Ede, ich hab's fertig.
33:18Komm mal gucken.
33:19Ja!
33:40Wieso landet das alles auf meinem Tisch?
33:42Du bist doch der BGLer.
33:44Ja, der Bus ist kein Gewerkschaftsobjekt.
33:46Ein staatliches auch nicht.
33:49Ein Privatunternehmen ja wohl auch nicht.
33:52Ungesetzlich auch nicht.
33:54Na ja, dann ist doch alles in Ordnung.
33:55Ja, alles in Ordnung.
33:57Von wegen.
33:59Hier.
34:00Unter dem Deckmantel des Namens unserer BVB
34:03privat unter den Nagel gerissen haben.
34:06Weiter.
34:07Es gibt wohl einen Sonderstatus des Meisterbereichs 5,
34:10der bevorzugt durch staatliche Leitung
34:12und gesellschaftliche Organisationen unterstützt wird.
34:15Von wegen.
34:16Gehört nicht auf deinen Tisch.
34:17Aber weiter.
34:18Wir fordern gleiches Recht für alle.
34:21Na klar, die wollen sich da draußen auch mal holen.
34:22Und in ein fertiges Nest setzt sich jeder gern.
34:25Ja.
34:26Hör mal.
34:27Nächtliche Orgien mit anschließendem kollektiven Nacktbaden beim Mondschein.
34:32In einem Doppelstockpuff.
34:36Guck mal, steht hier.
34:40Wer ist denn da so keuschend rein?
34:43Der Anonym.
34:50Hör mal, Reinhard.
34:52Johanna meint, die Stimmung in der Truppe ist besser geworden.
34:56Weniger Spannung.
34:59Aber Sondereinsätze machen Sie weniger als vorher.
35:01Immer noch mehr als andere.
35:04Doppelstockpuff.
35:05Wieso verteidigst du den Bus so?
35:07Den Bus nicht.
35:09Irgendwie liegt der mir auch im Magen.
35:11Ich weiß nicht, wie ich den einordnen soll.
35:13Aber wir verlangen dauernd, lasst euch was Neues einfallen.
35:17Weg mit den alten, ausgelatschten Stiefeln.
35:19Und wenn es dann einer tut.
35:21Und wir haben keine Normen dafür.
35:22Dann kloppen wir ihn wieder ein.
35:24Nee.
35:26Doppelstockpuff.
35:28Also mit dem Beschreibchen lassen wir uns in Ruhe.
35:30Aber ich sage dir, ja.
35:32Reiner, Heidi Lehmann möchte dich sprechen.
35:35Selber.
35:38Moment.
35:42Aber eins lasst ihr gesagt sein.
35:44Euren monatlichen Schulungstag.
35:45Den macht ihr ab sofort wieder hier.
35:47Nicht mehr in freier Wildbahn da draußen.
35:49Viel Quatsche, verdammt.
35:52Hat ihr das dann im Preis gerade verloren, aber...
35:54Nee, aber vielleicht kommt dann die Wechseljahre.
35:58Sind die Eingaben für uns dabei?
36:00Guckt doch mal durch.
36:09Die Stationen nicht an, ihr sagt.
36:11Die Scheiben ungeputzt.
36:13Was sollen die Gäste der Stadt denken?
36:15Na, was die andere der Stadt denken?
36:18Daran denkt ihr nicht.
36:33Nichts für uns dabei.
36:36Sei brav, rote Roller.
36:45Hey, hey, hey, hey.
36:58Ein Moment bitte, ein Moment bitte.
37:00Nur keine Party.
37:01Nur keine Party.
37:05Unser Zeug ist von selbstverständlich.
37:07Für den Schaden auf.
37:08Ist hier was passiert?
37:09Nur Blechschaden.
37:10Gott sei Dank ist mein Nebenwagen der Motor hier.
37:13Das ist wieder mal typisch.
37:14Wenn ein kleiner Hund über die Straße läuft, da ist der Teufel los.
37:16Aber wenn so eine Bessie beinahe zwei Menschen zerquäscht,
37:18dann wird gefragt, ist was passiert?
37:20Ach, Kiefe!
37:21Taschensiefe!
37:22Und die Polizei steht daneben.
37:23Gehst du, gehst du, gehst du, gehst du, gehst du.
37:41Alex, du bist nur noch nicht im Bett.
37:43Papa hat es mir erlaubt.
37:47Guck mal dir nicht mal in Ruhe fernsehen.
37:50Hast du mit ihm geübt?
37:52Mama, jetzt schlafen.
37:53Zeig.
37:55Warum muss eigentlich ich jetzt mal mit deinem Sohn üben?
37:59Als ich mich um deinen Bus kümmern sollte,
38:01hast du mir tausend Versprechungen gemacht.
38:04Was ist davon übrig geblieben?
38:06Immer wieder ohne Bus ist gar nicht mehr schön bei uns zu Hause, Mama.
38:10Ja, er hat ganz recht.
38:13Also mir reicht's.
38:14Warte, ich komme gleich mit.
38:16Hier wird mir die Luft zu dicke.
38:18Dann sagt mal, ich komme von Arbeit und ihr haut einfach ab?
38:21Ich habe abgewaschen und staubgesaugt.
38:23Ich habe auch meine eigenen Probleme.
38:24Ja, und warum weiß ich davon nichts?
38:28Das sind keine fremden Leute.
38:30Mit denen verbringe ich die Hälfte meiner Zeit.
38:32Das wirst du auch noch kennenlernen.
38:35Im Moment wäre es besser, du wärst meine Vertrauensfrau.
38:38Als Mutter bist du zurzeit sehr schwach.
38:45Seid gegrüßt, ihr Roter und uns alle.
38:48Johanna, tut mir leid, es war schon spät, aber ich hatte ein Problem.
38:51Hallo, Tante Heidelmann.
38:52Also, wenn du Probleme hast, dann bist du hier genau richtig.
38:57Ich bin nicht geschlafen.
39:01Ich schließe die Schichtarbeiter, ich brauche meine Ruhe.
39:04Gute Nacht.
39:25Was ist denn los?
39:28Ich packe das nicht mehr, Heidi.
39:33Warum müssen doch alle immer mit jedem Quatsch zu mir kommen?
39:40Schwangerschaftsunterbrechung.
39:43Seitenspruch eingestehen.
39:46Kannst du nicht mal mit meinem Mann reden?
39:50Unsere Wohnung ist zu klein.
39:54Ferienplätze.
39:56Gequatsche und beleidigt sein.
40:00Ich lade mir das alles auf den Hals.
40:02Meine Familie bleibt dabei auf der Strecke.
40:07Und am Ende fragt kein Mensch, warum.
40:17Oh Gott.
40:22Hi.
40:24Also, das ist Mike.
40:26Na, was meinst du?
40:27Wer von dem Bienen ist meine Mutter?
40:29Na, will ich klar.
40:31Die da.
40:32Was? Warum?
40:34Na, weil sie so echter Schrotten geguckt hat, wie sie mir gesehen hat.
40:43Ein gewisser Herr Reinhard Böttcher, guten Morgen, hat uns hinbestellt, unseren Umschlag mit Anzahlung von 600 Mark entgegengenommen.
40:51Wir sind umso mehr verwundert, trotzdem eine Absage erhalten zu haben.
40:55PGH Kraft und Energie.
40:58Dresden.
40:59Ich, ich wollte vorsorgen.
41:01Für nächstes Jahr.
41:02Für unsere Gruppenkasse.
41:03Da habe ich mir gedacht, ich schreibe nicht nur auf Annunzen, sondern gebe selber eine auf.
41:08Bieten für die Sommermonate nostalgisches Ferienobjekt am Waldsee.
41:12Na, sag mal, warum habe ich die nicht gelesen?
41:15Ich habe in der neuen Zeit insuriert, nicht im ND.
41:18Ach so.
41:19Kraft und Energie Dresden, die kamen gleich mit einem tollen Angebot.
41:22600 Mark, sofortige Anzahlung.
41:24Gegen Quiddo natürlich.
41:26Haben trotzdem eine Absage erhalten.
41:28Wieso?
41:29Na, danach sind noch bessere Angebote gekommen.
41:32Hast du von denen etwa auch?
41:33Nein, nein. Kannst du ganz beruhigt sein.
41:37Beruhigt. Ja.
41:40Entschuldige, Heidi.
41:41Ich habe bloß noch eine Eingabe.
41:42Eure Prämienvorschläge.
41:44Gewehm ich's.
41:46Na gut, danke.
41:47Also du schickst jetzt die 600 Mark sofort nach Dresden.
41:50Die habe ich nicht mehr.
41:51Was?
41:52Die habe ich Vali gepumpt.
41:53Nein.
41:54Auf Ehrenwort.
41:55Und noch 200 Mark von mir dazu.
41:57Die will doch ihren Freund jetzt fest an sich binden.
41:59Mit 800 Mark?
42:00Nee, mit einer Auslandsreise.
42:02Südliche Sonne, Palm, Meeresstrand und so.
42:05Das hört den Kopf nie aus.
42:06Dann müssen wir nochmal alle Register ziehen und dann heiraten und dann zahlen wir das Geld zurück.
42:10Das kann doch wohl nicht wahr sein.
42:13Sag mal.
42:15Wie viel könntest du denn aufbringen, sofort?
42:18450.
42:20Höchstens.
42:21Gut.
42:22Ich lege jetzt 150 Troffenen, dann fahre ich selber nach Dresden.
42:25Hierzu Kraft und Energie.
42:30Heidi, ich werde gleich morgen früh Johanna alles beichten.
42:32Mach Deck den Kopf.
42:33Lass Johanna aus dem Spiel.
42:35Die kann jetzt keine Aufregung gebrauchen.
42:38Die kann jetzt nicht mehr so gut sein.
42:55Das war's für heute.
43:28Ja, Kinder, kommt ran!
43:31Wer will noch wechseln?
43:32Wer hat noch nicht?
43:36Uwe hat's Preistanzen gewonnen.
43:39Warte mal, du Ballon kriegst du auch noch.
43:43Hier.
43:44Pass auf, dass er nicht platzt.
43:49Heidi kommt heute nicht, die ist in Dresden.
43:52Wo ist die?
43:53In der Gemäldegalerie.
43:54Heidi, in der Gemäldegalerie?
43:56Ja, ich glaube, mit Helmut.
44:00Fertig!
44:00Thorsten Martin!
44:01Jetzt!
44:02Ach, der Mann!
44:05Nein, nein, nein, nein!
44:08Entschuldigung!
44:09Entschuldigung!
44:11Das sieht ja mega schlimm aus.
44:23Ich geklutsche.
44:25Hi. Ich geklutsche.
44:27Ich bin Sieger F. Sackhüpfen.
44:29Wenn das mein Oller gesehen hätte,
44:32dann wäre Lackwecker in meinem Sack mitgehüpft.
44:35Übrigens Johanna,
44:37ihr habt doch jetzt jede Menge Geld in der Kasse.
44:39Und Reinhardt will doch sowieso dem Bus meistbieten versteigern.
44:45Und wir machen doch jetzt unsere Auslandsreise.
44:48Meiner und ich.
44:50Dann ist der Sommer sowieso vorbei.
44:52Wir wollen heiraten.
44:54Gratuliere.
44:55Und ich will auch ein bisschen häuslicher werden.
44:58Das kostet Geld.
45:00Also was ich damit sagen will,
45:01ich will meine Anteile von dem Bus wieder zurück.
45:04Walli!
45:05Anteile?
45:07Na ja, immerhin.
45:08Das Schränkchen, zwei Matratzen, das Geschirr.
45:109,67 Aufbaustunden.
45:1167?
45:13Nicht 68?
45:15Was nimmst du denn die Stunde?
45:1715 Mark oder 10 Mark genug?
45:20Na ja, und dann noch die Anteile,
45:21die wir alle eingezahlt haben,
45:23für den Titel Sozialistische Brigade.
45:39Wally, du bist die Erste, die aussteigen will.
45:43Deshalb rechnest du mir bitte die Anteile von uns allen aus.
45:46Aber vergess nichts, damit es gerecht zugeht.
45:50Auch Ede nicht.
45:52Der nicht nur die meisten Stunden hat,
45:54sondern auch die größte innere Anteilnahme.
45:55Und sowas muss ja ausgezahlt werden.
45:57Und denk an die Kinder mit ihren zweiten Schrott.
46:00Und frag doch mal, Schorsch,
46:01wie viel Flaschen er von seinem selbstgemachten Apfelwein hergeschleppt hat.
46:05Umsonst.
46:06Reini!
46:08Wie viel Kuchen hat Erna für uns gebacken?
46:10Na.
46:13Und Gudrun, die mit ihrem Onkel Bürgermeister gesprochen hat.
46:17Ha, gesprochen.
46:18Aber wer hat ihn überzeugt?
46:22Olli, wenn du die Liste fertig hast, wirst du ausgezahlt.
46:33Anteile wäre ja noch schöner.
46:38Dämliche Naherholung. Gemeinsam.
46:41Kuckucksei.
46:43Wir sind doch bloß verschrottet, diese alte Kiste.
46:46Genau.
46:48Was genau?
46:50Ich hab nur lieber verschrottet,
46:51statt so ein Monstrum draus machen zu lassen.
46:54Ist von meinem guten alten Bus übrig geblieben.
46:56Das kann man alles ganz schnell wieder abbauen.
46:58Kein Problem.
46:59Doch, ich hab dann eine ganz wunderbare Idee.
47:00Macht Wasser, Wolf.
47:04Oh, hopp.
47:07Übrigens, Johanna.
47:08Ich kann jetzt nicht mehr so viel Zeit hier verbringen.
47:10Na, die Einwegzeit geht doch los und meine Jarten und mein Mann.
47:12Dass du dir immer schon mal Gedanken machst und dich drauf einstellst.
47:16So, hopp.
47:21Was für ein gelungenes Fest, ja.
47:25Na, darf ich bitten?
47:31Was für ein gelungenes Fest.
47:36Was für ein gelungenes Fest.
47:38$%&?
47:41Kein Problem.
47:42Es tut mir Lass und du ja.
47:42Ent Ist ja nicht mehr so viel Zeit,
47:43wo du ja auch schon mal in.
47:45Das ist ja noch nicht mehr so viel Zeit.
47:50Neue denn wenn du ja auch schon mal so bist.
47:52Es tut mir, wenn du ja auch schon mal so viel Zeit,
47:54wo du ja auch schon mal so nicht mehr so나.
47:54Dass du ein gelungenes Fest ist.
47:58Raini, hier. Deine Quittung.
48:00Ich bin doch kein Staatsanwalt, habe ich denen bei Kraft und Energie gesagt.
48:04Und es lag doch ihrerseits keine Erpressungsabsicht vor, oder?
48:09Na, jedenfalls ist die Sache jetzt erledigt, bitte.
48:11Heidi, du bist echt stark.
48:13Wär schön.
48:16Hey, Herr Bühne.
48:17So, du hast gesagt, du hast da was?
48:20Die Idee? Hab ich.
48:22Wie man aus unserem Bus zu bestattenen Klotzanwein was nützliches machen kann.
48:26Was nützliches.
48:28Wisst ihr, alles ist irgendwann mal historisch überholt.
48:31Auch unser Bus als Nahrholungsobjekt.
48:34Aber unser Bus als historische Denkmal mit Ausstrahlungskraft auf die Kinder.
48:38Wisst ihr, ich sehe die Klinik schon richtig vor mir.
48:42Ich sage dir, die Zeit ist reif.
48:46Und unsere Truppe?
48:48Lass mal jede machen. Ich habe auch schon eine Idee.
48:53Und der Telefonraum von der Zeitung.
48:55Habe ich auch schon.
48:58Ja, für ihre Seite aus der Hauptstadt.
49:03Sensation.
49:04Na ja, es kommt ganz darauf an, was sie daraus machen.
49:08Fotos.
49:09Fotos, unbedingt.
49:10Ja, ja.
49:11Ja, sonst glaubt's ja keiner.
49:13Nee, war nicht so gemeint.
49:16Also um elf.
49:17Um elf.
49:18Gut, tschüss.
49:29Johanna, dein Generalauftragnehmer hat die Organisation fest im Griff.
49:37So, das könnt ihr auspacken.
49:39Nur mal ran.
49:40Ich würde nicht so drängeln hier.
49:45So, komm.
49:46Und das wollen Sie alles verschenken, Herr Richter?
49:48Ach, bin ja selber früh über das große Interesse.
49:51Seit 14 Tagen besteht die AG und schon 16 Mitglieder.
49:55Wir wollen stadtweit ausbauen.
49:56Wie lange sammeln Sie schon?
49:59Naja, einige Stücke hatte ich schon als Kind von meinem Vater.
50:02So richtig sammeln, so seit...
50:04Ja, seit 15 Jahren.
50:05Augenblick bitte.
50:06Vergessen Sie Ihren Text nicht.
50:07Hallo Kinder, wartet mal.
50:08Kommt mal her.
50:09Ihr beiden, stellt euch mal hier hin.
50:11Ja.
50:12Ja.
50:13Ach, gib mir mal die Glocke.
50:16Ach.
50:17Und.
50:19Achtung.
50:26Sag mal, Eder, soll der ganze Krempel in unseren Bus rein?
50:29Was heißt die Krempel?
50:30Es wird gesammelt, sortiert und inventarisiert.
50:33Wie im Museum.
50:33Und ich schlepp noch mehr ran.
50:35Ja.
50:36Oh, die große Berliner Straßenmarkt.
50:39Mensch, da warte ich doch schon ganz lange drauf.
50:42Ja.
50:45Oh, Spittelmast.
50:46Blick in die...
50:47Tag, Tag.
50:48Tag.
50:49Guten Tag, Tag.
50:49Ja, das ist der Herr Böttcher, unser Kulturabmann.
50:51Ihm verdanken wir so vieles, was mit dem Bus so passiert ist.
50:54Warten Sie mal, Herr Böttcher.
50:55Bitte bleiben Sie so.
51:00Ja, das ist für unsere Serie Berliner für Berliner.
51:03Ah, ja.
51:04Herr Böttcher, das ist eine sehr originelle Idee.
51:09Die vielen Stunden und die Ideen, die da drinstecken und alles in Dreischichtbetrieb.
51:13Der Dreischichtbetrieb ist denn nun kein Hindernis für eine gute Sache, nicht?
51:16Na klar.
51:18Das ist Gefühl der Verantwortung für die nachfolgende Generation.
51:23Ja, aber das klingt jetzt so, als hätten Straßenbahner sonst kein Verantwortungsgefühl für Eder.
51:28Herr Böttcher, es ist doch sicher in Ihrem Sinne, wenn ich in diesem Fall von Opferbereitschaft schreibe.
51:32Und von Einsicht in gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge.
51:37Ein bisschen verbindlicher formuliert natürlich.
51:40Sehr gut.
51:41Aber wieso denn Opferbereitschaft?
51:43Du hast ja selber gehört, er will es verbindlicher formulieren.
51:46Jede Opferbereitschaft.
51:47Ja, das ist da unser Patenschaftsverantwortlicher, ne?
51:50Was gibt's denn?
51:51Ja, bitte warten Sie, ich komme gleich.
51:52Ja, gut.
51:55Berliner Straßenbahner für ihre Patenkinder.
51:59Busveteran wird Heimstatt für Arbeitsgemeinschaft.
52:02Wie finden Sie das als Überschrift?
52:04Bombig.
52:06Busveteran wird Heimstatt für Arbeitsgemeinschaft.
52:10So, jetzt machen wir noch ein Gruppenfoto.
52:11Martin, Gruppenfoto.
52:13So, kommt mal ran hier.
52:15Am besten vor dem Bus.
52:16Ja, ja, das ist gut.
52:17Jede, das geht doch wohl alles seinen richtigen Gang hier.
52:21Und Op.
52:23Die beiden Schaffner in die Mitte.
52:24So, zwei rein.
52:25Ja, ihr hoch.
52:27So wird's, ja.
52:29Alle lächeln.
52:31Achtung.
52:32Eins, zwei, drei, vier, fünf.
52:34So, jetzt habe ich jetzt erst mal zwei.
52:35Ich kann die Marke hängen.
52:36Eins.
52:36Nein, vier.
52:38Zwei.
52:39Na, eins.
52:40Eins.
52:42Ja, ihr könnt mir nicht ähnlich.
52:43Fünf.
52:44Eins, zwei, drei.
52:45Nee.
52:46Wir wollen doch davor setzen.
52:48Los, jetzt bist du dran.
52:51Sechs.
53:00Aber nicht morgen, Papa, ich hab mir alles gemerkt.
53:03Ja, ja, ich auch.
53:05Der Junge ist richtig glücklich, dass wir mal wieder gemeinsam spielen.
53:08Na, mir hat's nicht gelegen.
53:09Nur keinen Streit vermeiden, Dieter.
53:12Jetzt dann mal zu fünf spielen.
53:14Wieso?
53:18Reini.
53:18Ja?
53:19Ist was passiert?
53:21Nein, eigentlich doch, ja.
53:24Na, warte denn, schieß los.
53:25Gehst dich schnell waschen, ausziehen und ins Bett, hm?
53:28Immer wenn wir ein bisschen hochkommen.
53:30Wenn du fertig bist, kommst du noch mal rein und saß gut nach.
53:34Oh, mein Früh ist es rum.
53:36Und ich bin verantwortlich für den Skandal.
53:39Warte denn für den Skandal?
53:41Ich glaube, ich hab unseren Bus verschenkt.
53:45Was?
53:46Den Bus?
53:47Da war so ein Reporter und der hat mir sehr edle Motive untergeschoben.
53:51Das ist mal was Ungeheures, sich als Held zu fühlen.
53:53Auch wenn's nur für einen Moment ist.
53:55Morgen steht's in der Zeitung.
53:57Johanna, wir sind in dem Bus los.
53:58Morgen steht's in der Zeitung.
53:59Na, Moment mal, Moment mal.
54:00Der will das ein bisschen verbindlicher formulieren.
54:03Straßenbahner schenken, Patenschule, Alt-Berliner Doppelstockbus.
54:07Ich bin ja geplättet.
54:09Ich jedenfalls habe nichts verschenkt.
54:11Du etwa?
54:11Ich bin dann verrückt.
54:13Das wird verleichten Druck für ihr.
54:15Ja, ja, nun, ja, aber weiter, aber.
54:16Was in wochenlanger, ja, monatelanger, oft anstrengender Arbeit von diesen tüchtigen Berlinern geschaffen wurde.
54:24Und noch dazu im Dreischichtsystem.
54:27Naja, das muss ja mal erwähnt werden, ne?
54:28Wie viele gute Gedanken, produktive Ideen und natürlich auch materielle Zuwendungen.
54:33Sag bloß, jetzt sind doch für immer Helden.
54:35Na, das halte ich deinem Kopf nie aus.
54:37Na, nun ist die Hauptstadt stolz auf euch.
54:40Hörst du nicht rum?
54:41Ihr seid wieder mal die Kings, ihr von der Fünf.
54:43Kein Neid, Kollegen.
54:45Willst du streiten?
54:46Kannst du da haben.
54:52Wird das gelesen?
54:53Ist ja wohl die Höhe.
54:55Ich mache jetzt mal eine Runde und dann bin ich in der Redaktion.
54:57Wir müssen eine Berichtigung schreiben.
55:03Tschüss, Marcel.
55:04Was willst du denn dazu schreiben sollen, Mädel?
55:06Dass wir gar nicht dran denken, wen wirst du verschenken, der gehört uns.
55:08Du kannst uns das doch jetzt nicht alle vermiesen und vermasseln.
55:11Kannst du doch nicht machen.
55:12Ach.
55:13Na, willst du vielleicht, dass wir in der Zeitung drin setzen, tun, dass wir knauserig sind und den Kindern nichts
55:18gönnen?
55:19Hätt ich nicht von dir gedacht, Mädel.
55:20Also, soll ich nicht protestieren?
55:22Nee.
55:23Gott.
55:25Manchmal weiß man selber nicht, wie gut man es war.
55:27Da muss erst einer von der Zeitung kommen.
55:32Meinen herzlichsten Glückwunsch für eure Tat, liebe Kollegen und Kollegen.
55:36Na, das gereicht ja nicht nur euch, sondern unserem ganzen Betriebsteil zur Ehre.
55:40Glückwunsch, Kollegin Lehmann.
55:42Auch an Sie, Kollegin Rotermund.
55:47Das macht zu uns, meine Bahnrund.
55:49Von Bahnrund erfährt davon die Leitung erst aus der Zeitung?
55:52Das soll keine Kritik sein, im Gegenteil. Das wäre ja auch ohne passiert.
55:55Natürlich.
55:57Ich habe auch eine Anerkennung oder eine Freude für euch.
56:00Ohne Prämie?
56:01Besser.
56:03Der Meisterbereich 5 bekommt jetzt im September 5 Parzellen für Kleingarten.
56:08Es ist zwar Brachland, aber die Erde fruchtbar macht und es schafft doch sicher viel mehr Freude, als sich ins
56:15gemachte Beet zu lehnen.
56:17Gut gewollt, Kollege Lehmann.
56:19Gute, Gute, Gute.
56:21Sag mal, das sind ja die, die ich euch ganz am Anfang angepriesen habe, weißt du noch, wo keiner anbeißen
56:26wollte.
56:27Naja, ist ja auch viel besser, jeder für sich alleine und die Zaun drum, ne?
56:32Kollegin Rotermund, man müsste sich mal was einfallen lassen, was ganz ausgefallen ist.
56:37Ich weiß, wo noch keiner drauf gekommen ist.
56:39Oh Gott.
56:42Oh Gott.