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  • vor 1 Woche
Die Kombinatsleitung des Möbelwerkes möchte in der landschaftlich reizvollen Umgebung von Derenburg ein Betriebsferienobjekt bauen. Gerhard König wird gebeten, das Vorhaben beim Rat der Stadt vorzubringen. Schon bald gerät er gehörig zwischen die Fronten, da sich die unterschiedlichen Interessen nicht vereinen lassen. Das Kombinat plant ein so großes Objekt, dass die Naherholungsmöglichkeiten der Einheimischen beschnitten würden. Ein Kompromiss muss her. Für heiße Diskussionen sorgt außerdem der wilde FKK-Strand am See – nicht nur im Rat der Stadt, sondern auch in Königs eigenen vier Wänden. (Text: MDR)

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Transkript
00:00Ich bin beim Briefmarken geblieben.
00:02Du, ich setz mich jetzt hin.
00:10Otto!
00:20Und da!
00:33Ach du meine Güte!
00:35Was ist denn los?
00:41Sag doch mal!
00:44Da oben!
00:48Verwandte?
00:50Holzbewohner!
00:52Aber jetzt ist Schluss mit dem Theater.
00:53Das ewige Versteckspielen vor deinen Eltern.
00:56Jetzt wird geheiratet.
00:57Oh!
00:58Soll das etwa ein Antrag sein?
01:02Verehrtes Roland-Bärbe-König,
01:04zu Ihrem Geburtstag komme ich mit Ihnen,
01:06wie es sich gehört,
01:07und halte offiziell um Ihre Hand an.
01:11Zieh aber vorher was an.
01:23Guten Zusammenhang sehen, Kollege.
01:25Ach, Kollege König.
01:28Na, wie geht's?
01:29Ich habe noch nicht bereut, nach Dernburg gegangen zu sein, ne?
01:32Nee, wir finden uns hier ganz wohl.
01:33Komm!
01:34Ja, setz dich hier.
01:35Ja, wir haben in der Kombinatsleitung schon viel Gutes von deinem Wirken hier in Dernburg gehört.
01:39Nicht nur in fachlicher Hinsicht, auch was du so als Abgeordneter leistest.
01:44Ah, deshalb, ich habe mich schon gewundert, was so ein Generaldirektor ausgerechnet von mir wäre.
01:49Ferienplätze.
01:51Von mir?
01:52Mhm.
01:52Hier?
01:53Ja.
01:54Ja, da bin ich aber wohl nicht der richtige Mann.
01:57Das glaube ich nicht, im Gegenteil.
01:59Also, du weißt doch, dass alle Betriebe aus eigener Kraft zusätzlich Ferienplätze schaffen sollen, ne?
02:03Ja, ja.
02:03Na, euer Dernburg, das wäre doch ein fantastischer Erholungsort für unsere Leute aus dem Stammbetrieb, ne?
02:09Oder hat hier ein anderer Betrieb schon seine Fühle ausgestreckt und will irgendwas bauen?
02:14Nee, nicht, dass ich wüsste.
02:16Das hätte ich auch in der Kommission gehört.
02:18Das ist eine prima Idee.
02:20Na ja?
02:20Also, rein landschaftlich gesehen ist das...
02:22Du bist doch als Abgeordneter Vertreter der Gewerkschaft.
02:24Aus dieser Position heraus bist du wirklich der geeignete Mann, so eine Idee bei der Stadt durchzusetzen.
02:29So eine Idee bei der Stadt durchsetzen, das klingt ja wie im Kino.
02:35Na, Idee durchsetzen alleine.
02:37Ich könnte das der Kommission vortragen.
02:39Die Kommission müsste das als Beschluss vorbereiten.
02:42Entscheiden können das nur die Stadtverordnetenversammlungen.
02:44Das ist ja nun mal der Weg.
02:45Ja, ist ja klar.
02:46Das sollst du ja nun mal vorfühlen.
02:48Ja, und wie sieht denn das aus mit der Baukapazität?
02:51Material, wie saniert er?
02:52Ja, macht mir mal keine Gedanken.
02:54Denn Bau übernimmt das Kombinat.
02:55Du sollst beim Rat lediglich den Boden für unser Anliegen vorbereiten, verstehst du?
03:00Und dann, wenn unsere Projektvorlage kommt, ein bisschen Druck dahinter machen.
03:04Na, dass das mit der Baugenehmigung schnell und unbürokratisch über die Bühne geht.
03:09Menschenskind, Gerhard, du bist doch unser Mann.
03:13Du hast doch dem Rat den Mund ein bisschen wesentlich machen können, hm?
03:16Das Projekt selber wird dann zwischen Stadt und Kombinat ausgehandelt.
03:20Ist doch klarer Fall, ne?
03:21Vom Kombinat ist der Heinz eigenwillig dafür verantwortlich.
03:24Der Heinz!
03:24Den kennst du doch noch, ja?
03:25Also wie ist das? Können wir auf dich zählen?
03:27Na ja, sicher.
03:28Ich meine, der alljährliche Kampf um die Ferienplätze, der steckt einem ja noch in Knochen.
03:33Wenn man da den Kumpels aus dem Stadtwerk helfen könnte, da würde ich mich freuen.
03:48Ach, Herr König, wie gut, dass Sie kommen.
03:51Es ist entsetzlich.
03:53Wieso, was ist denn passiert?
03:54Sodom und Gomorra hier bei uns in Dernburg.
03:57Sie hat sich davon überzeugt.
03:58Am See nackt baden die dort.
04:01Am hellerlichen Tag vor allen Leuten.
04:04Und dann sind die auch noch ganz dicht an ihr vorbeigelaufen.
04:06Und langsam.
04:08Auf unserer Strandromenade.
04:10Mir zittern ja jetzt noch die Hände.
04:12Na ja, Männer sehen das vielleicht anders.
04:15Aber Frau Helwig...
04:16Es geht doch um Sitte und Anstand, ja?
04:19Und da frage ich mich wirklich, ob die bei uns in Dernburg noch was gelten.
04:22Aber natürlich gelten die noch bei uns in Dernburg.
04:25Und das wird auch so bleiben.
04:27Keine Sorgen, Frau Krause.
04:30Das anders habe ich von Ihnen noch gar nicht erwartet.
04:33Bei Ihrer Funktion.
04:36Ein Ferienobjekt vom Kombinat, das ist doch eine Sache.
04:39Da kommt Leben in die Stadt.
04:40Da lässt sich doch was draus machen.
04:41Mir persönlich wäre er allerdings wohler, wenn König sich konkreter ausgedrückt hätte.
04:45Er hat ganz konkret gesagt, der Vorschlag für das Projekt kommt vom Kombinat direkt zu uns.
04:50Und bauen wird das Kombinat.
04:52Moment mal.
04:53Das Kombinat, das etwas von uns will, ist nicht das Kleinste und nicht das Ärmste.
04:57Und folglich würde mancher Wunsch der Stadt, den wir uns sonst noch lange verkneifen müssten...
05:01Wenn wir aber nicht sehr aufpassen, könnte es passieren, dass wir den kleinen Finger reichen und das Kombinat nimmt die
05:05ganze Hand.
05:06Dann, ich werde schon dafür sorgen, dass der Stadt kein Nachteil entsteht.
05:09Wozu haben wir König?
05:10Er ist zwar vom Kombinat, aber unser Mann.
05:13Na denn.
05:14Ich muss jetzt.
05:15Worum geht's denn in eurer Sitzung?
05:17Warum schon wieder um diesen wilden FKK-Strand?
05:20Und heute sollen nun Naherholungen und Bauwesen gemeinsam entscheiden, ob oder ob nicht.
05:23Da musst du dich nur auf nackte Tatsachen stützen.
05:25Ja, auf dem Papier, Fritz.
05:26Nur auf dem Papier.
05:34Was heißt denn, die Tatsachen sprechen für sich, Kollege Lorbeer?
05:38Sind das etwa keine?
05:40Oder wollen Sie sich etwa als Abgeordnete ganz einfach über Eingaben von Bürgern gegen den FKK-Strand hinwegsetzen?
05:47Bloß weil Sie persönlich...
05:48Was hat denn das?
05:49Ich und auch andere Mitglieder der Kommission.
05:52Wir wissen uns jedenfalls einig mit der Mehrheit der Bürger.
05:54Die Mehrheit, ach. Und die Minderheit hat sich einfach zu beugen.
05:57Nur weil Ihre Art zu baden nicht jedermanns Sache ist.
06:01Weißbrot esse ich nicht, also wird keins gebacken.
06:03So was von endstellig.
06:04Kollege Lorbeer, Kollege Lorbeer, wir wollen doch bitte sachlich bleiben, ja?
06:09Naja, gerne.
06:10Wir kommen doch um eines nicht herum.
06:12FKK ist ein Zug der Zeit, ob das manchen passt oder nicht.
06:15Ah, Moment mal.
06:16Nun hängen Sie bitte Ihrem ganz persönlichen Hobby hier kein demokratisches Mäntelchen um.
06:20Das FKK ist was für Leute, die die Katze nicht im Sack kuchen wollen.
06:25Na ja, so wie es jetzt ist, kann es jedenfalls nicht bleiben.
06:28Aber es wird immer mehr, ne?
06:29Und darum müssen wir uns zu kümmern, müssen wir das nicht machen.
06:31Na genau.
06:32Bitte darf ich mal etwas sagen.
06:34Bei mir persönlich ist das gleich, ob gebadet wird.
06:37Ich meine natürlich, wie gebadet wird.
06:39Aber hier geht es doch ums Prinzip.
06:41Also hier liegt ein Antrag auf Genehmigung eines FKK-Strandes vor.
06:44Bitte dagegen ist nichts zu sagen.
06:46Aber was tun diese FKK-Anhänger?
06:48Sie warten keine Entscheidung ab, sondern sie machen, was sie wollen.
06:52Wir sollen sie dann bis zum Rentenalter warten, ob sie dürfen oder nicht.
06:55Wenn jeder das tun würde, was er machen will, ohne auf andere Rücksicht zu nehmen.
06:58Wo kommen wir da hin?
06:59So ist es.
07:00Bitte schön.
07:01Jawohl.
07:02Diese Art zu baden verletzt doch offensichtlich das sittliche oder sagen wir das Anstandsgefühl
07:06vieler unserer Einwohner.
07:07Darüber können wir uns doch nicht hinwegsetzen.
07:09Ja, da gebt Ihnen doch einen Platz.
07:11Und der Ärger ist vorbei.
07:12Endgültig.
07:13Eine Frage.
07:14Das Gesetz verbietet doch FKK-Strände nicht.
07:18Nein.
07:19Aber das Gesetz sagt eindeutig FKK nur an besonders dafür geeigneten und deshalb zu genehmigenden
07:24Orten.
07:26Aha.
07:27Und ist das Dehrenburger Seeufer mit seiner Strandpromenade als Naherholungsgebiet, also
07:32nahe der Stadt, ein dafür besonders geeigneter Ort?
07:36Na klar, das ist Erholungsgebiet.
07:39Das sehe ich anders.
07:40Wenn jemand Spaß an sowas hat, dann soll er an die Ostsee fahren.
07:43Oder an irgendeinen entlegenen See, wo lauter Nackigte rumhopsen.
07:47Aber doch nicht hier.
07:49Am Naherholungsgebiet sollen alle ihre Freude haben.
07:52Aber wenn unsere alten Herrschaften beinahe einen Herzinfarkt kriegen, weil die Sonnenanbeter
07:56da ohne alles vor ihnen rumspringen, na also.
07:59Ich bin gegen den Antrag.
08:01Du solltest erst mal nachdenken, ehe du über sowas redest.
08:04Lass doch mal die Jugend zu Wort kommen.
08:05Die sind doch da draußen am stärksten vertreten.
08:07Jürgen, was meinst denn du dazu?
08:11Moral hin, Moral her.
08:13Minderheit oder Mehrheit.
08:15Die Uferpromenade wurde in Mach-Mit-Wettbewerb geschaffen.
08:18Da waren viele junge Leute dabei.
08:19Fast jedes Wochenende haben sie dabei geopfert.
08:23Andere Bürger haben sich in der Zeit nicht mehr in der Nähe des Sees blicken lassen.
08:26Jetzt schreiben sie Eingaben.
08:27Das ist richtig, ja.
08:28Wirklich, viele von den ganz Aktiven sind FKK-Anhänger.
08:32Ich meine, schon durch ihren Einsatz hätten sie sich ein Stück Strand verdient.
08:38Ja, genau.
08:39Ganz meine Meinung.
08:41Das ist eine anständige Haltung von dir.
08:44Aber du siehst das falsch.
08:45Die Mehrheit entscheidet.
08:47Wenn ich mal noch etwas dazu sagen darf.
08:50Wir machen uns hier heiße Köpfe wegen der Geschichte.
08:52Dabei kommt etwas auf uns zu, das viel wichtiger ist für unsere beiden Kommissionen.
08:56Unser Kombinat will ein Ferienobjekt bauen.
08:59Was?
09:00Ja, das ist hier bei uns.
09:06Lass dir es schmecken.
09:07Danke.
09:08Gleichfalls.
09:16Bist du sauer?
09:20In eine schöne Situation hast du mich da gebracht.
09:24Ich dich?
09:25Wann, wo?
09:27Na, gestern Abend in der Kommissionssitzung.
09:28Wie bitte?
09:30Dein Vater hat also nichts verzehrt.
09:31Ich war im Bett und hab gelesen, als er kam.
09:33Ach so.
09:34Wir wollten gestern die Genehmigung für den FKK-Strand durchboxen.
09:38Na und?
09:38Dein Vater hat das Ding platzen lassen.
09:41Vati ist so modern, aber für FKK fehlt ihm irgendein Nerv.
09:45Das haben wir gemerkt.
09:46Dank seiner Beretsamkeit musste die Entscheidung wieder rausgeschoben werden.
09:49Und die hatten so gehofft?
09:53Ich werde ihm sagen, dass ich auch...
09:55Nee, bloß nicht.
09:56Der wurde doch womöglich noch starkköpfiger.
09:58aus privaten Gründen die Meinung ändern.
10:01Denkst du?
10:02Und vor allem, wenn er merkt, dass wir beide...
10:05Und nun?
10:08Du hast bald Geburtstag.
10:11Brauchen wir meine Eltern zum Heiraten?
10:21Danke.
10:29Merkst du was, Mutter?
10:31Hm?
10:32Wir beide werden alt.
10:34No.
10:34Unsere Abendbrit-Runde zerfällt immer mehr.
10:39Müsst du mal öffnen?
10:40Mhm.
10:42Wo stecken denn die beiden eigentlich?
10:43Danke.
10:44Ach, Bärbel flaniert irgendwo mit ihrer Freundin Elke und Ralf trainiert.
10:49Schulwettkampf, Schwimmung.
10:51Soll doch mal trainieren.
10:53Dann kommt er wenigstens nicht auf dumme Gedanken, ne?
10:55Na ja.
10:58Sag mal, ob das was wird?
11:00Was?
11:01Na, mit dem Ferienobjekt.
11:05Die Dernburger auch so begeistert sein werden,
11:08dass aus ihrem Städtchen eine Erholungsteile gemacht werden sollen?
11:12Bärbel?
11:12Nein, nicht.
11:13Was macht denn unser Roland Mattes?
11:16Ach, dann trainierst du wie so ein Hund und zum Schluss das alles für die Katz.
11:34Prost Mahlzeit!
11:35Was jetzt jedes Wochenende am Strand los ist,
11:37da werden wir in Zukunft darlegen wie die Heringe.
11:39Umdrehen auf Kommando.
11:40Und du willst da auch einen Ferienplatz.
11:41Gleiches Recht für alle.
11:44Verstehen kann ich's schon.
11:45Aber die Ruhe im Städtchen ist da natürlich hin.
11:48Ich hab meinen Garten.
11:49Aber die anderen?
11:50Na ja, es hat eben alles seine zwei Seiten.
11:52Genau.
11:59Eigenwillig, alter Knabe, so sehen wir uns wieder.
12:01Das ist eine Sache, dass wir drei zusammen wie in alten Tagen.
12:05König, der Architekt, der unser Ferienobjekt projektieren soll.
12:08Auf gute Zusammenarbeit.
12:09Das ist ja prima, dass Sie mitgekommen sind.
12:11Da können wir ja gleich mal zusammen zu unserer Stadtbauarchitektin kommen.
12:13Nein, nein, nein, nicht gleich die Fäde scheu machen.
12:15Wir wollen uns doch dort nur erstmal umsehen.
12:17Ich muss doch erstmal wissen, wie die Gegend aussieht
12:18und welche Möglichkeiten sich bieten, bevor ich einen Vorschlag machen kann.
12:22Sowas muss ja auch ein bisschen in die Landschaft passen, nicht?
12:51Das darf ja wohl nicht wahr sein.
12:54Wohl jeden Tag unterwegs, Ordnungsstrafen soll erfüllen.
12:57Wann gibt's denn da eigentlich eine Prämie?
12:59Das ist nicht so gemeint, Genosse Wachtmeister.
13:02Mein Mann macht nur Spaß.
13:03Das Umweltschutzgesetz verlangt jetzt die Einleitung eines ordentlichen Verfahrens.
13:07Ein Verfahren?
13:08Bloß deswegen?
13:10Umweltschutz?
13:10Dass ich nicht lache.
13:12Und wer schützt uns vor euren Nackten?
13:14Die rennen darum, dass meinen Gehirn die Augen aus dem Kopf befallen.
13:17Und wenn man was sagt, da kriegt man eine Antwort.
13:20Da wären sogar die Bäume rot.
13:22Darum sollten Sie sich kümmern.
13:23Erregung öffentlichen Ärgernisses.
13:25Dagegen gibt's auch ein Gesetz.
13:26Aber uns, anständige Bürger, wegen so einer Kleinigkeiten Verfahren annehmen.
13:30Moment mal.
13:35Kleinigkeiten.
13:37Kleinigkeiten nennen Sie das, ja?
13:39Ihr altes Öl haben Sie in den Boden abgelassen.
13:42Ihr könnt euch ja mal beim Wasserwerk erkundigen, was das kostet, aus versautem Grundwasser wieder ordentliches Trinkwasser zu machen.
13:47Dagegen sind die Nackten ja direkt kostenlos.
13:49Ihren Ausweis bitte.
13:57Ist ja nicht wahr.
14:04Schön hier.
14:06Hier kann man sich doch wirklich erholen, ne?
14:10Ich traue meinen Augen nicht.
14:13Ein Abgeordneter überzeugt sich höchstpersönlich davon, was hier Sache ist.
14:17Ihr hättet mal hören sollen, was die da unten mir wieder in den Kopf geknallt haben.
14:21Ihr bringt mich vielleicht in Situationen.
14:23Du sei nicht bös, wir sind heute wegen einer anderen Sache hier.
14:26So?
14:26Aber mich interessiert jetzt meine Sache.
14:28Wie lange soll ich mir noch von den Umweltverschmutzern den wilden FKK-Strand um die Ohren hauen lassen?
14:32Bloß, weil Ihr im Rat keine Entscheidung trefft.
14:35Mensch, König, nun mach doch endlich mal Druck dahinter, dass die Sache legalisiert wird.
14:38Wir müssen da in Ruhe drüber sprechen.
14:40Ruhe?
14:41Ja, Ruhe möchte ich auch haben.
14:42Aber was muss ich machen?
14:44Ordnungsstrafen ausschreiben.
14:45Verfahren wegen Umweltverschmutzung einleiten.
14:47Die Polizei, Dein Freund und Helfer, von wegen.
14:49Aber eins sage ich dir, wenn sich das hier nicht bald ändert, dann beantrage ich eine längere Kur.
14:58Wir haben noch einen.
15:11Dein Vater!
15:16Privater Lokaltermin in Sachen FKK.
15:20Der Auffahr- und Verlustwasser auf die Mühle deines Vaters.
15:26Na, ist nun klar, dass was geschehen muss?
15:29Der vierte, innerhalb von zwei Tagen.
15:31Wieso?
15:33Ursache und Wirkung.
15:36Well, nein.
16:06Untertitelung des ZDF, 2020
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17:06Untertitelung des ZDF, 2020
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21:27Bitte um Ruhe!
21:28Das muss doch den erstmal jemand eingeblasen haben.
21:31Genau.
21:32Kollege König, ich sehe den Vorschlag jetzt auch zum ersten Mal.
21:38Na und?
21:39Wahrscheinlich hast du dann bei der ersten Besprechung deiner Kombinatsleitung einen ganz schönen Floh ins Ohr gesetzt.
21:44Sicher mit bester Absicht?
21:46Aber verdammt nochmal, von dir hätte ich einfach mehr Sachverstand erwartet
21:50und vor allem ein konsequentes Eintreten für die Interessen unserer Stadt.
21:53Nach diesem Projekt sollten unsere Bürger auf ihr Naherholungsgebiet verzichten.
21:58Darauf hört sich doch hinaus.
22:00Ich kann doch wiederholen, dass ich die Unterlagen nicht kenne.
22:02Ach nee.
22:03Über die Einzelheiten wurde mit mir nicht gesprochen.
22:05Ich hatte den Vorschlag lediglich anzukündigen.
22:11Das hattest du mal selber nachfragen müssen.
22:13Ich glaube, wir kommen so nicht weiter.
22:15Halten wir doch mal die Fakten auseinander.
22:18Das ist auf der einen Seite das Naherholungsgebiet, das unseren Bürgern erhalten bleiben soll und muss.
22:22Und auf der anderen Seite der Auftrag von Partei und Regierung,
22:26zusätzlich Ferienplätze für die Kollegen aus der Industrie zu schaffen.
22:30Dagegen hat doch keiner was. Jeder von uns will einen Ferienplatz.
22:33Aber nach der Arbeitszeit gibt es auch noch sowas wie ein Recht auf Erholung.
22:37Das können wir uns doch nicht einfach nehmen lassen, nur weil hier so ein größenwahnsinniges Projekt ankommt.
22:41Ja, richtig.
22:42Ich möchte noch eine Frage geklärt haben.
22:45Hier ist der sogenannte wilde FKK-Strand.
22:49Um dessen Genehmigung wir seit mehr als anderthalb Jahren kämpfen.
22:53Warum beansprucht das Kombinat ausgerechnet dieses Stück Strand?
22:56Tu mir einen Gefallen, Kollege Lorbeer, bringen wir jetzt nicht die Nackten ins Spiel.
23:00So?
23:01Kollege König, der Initiator des Ganzen hier, ist entschiedener FKK-Gegner.
23:06Man könnte auf diese Weise schon diesen unliebsamen Strand aus der Welt schaffen
23:09und wäscht sich dabei die Hände noch in Unschuld.
23:11Das ist eine Unterstellung.
23:12Ach, du Moralist. Sag mir mal, was ist denn unmoralischer?
23:15Ja, nackt baden oder so eine Krummetur, nur um den eigenen Willen durchzusetzen.
23:18Hört auf damit.
23:19Also, wie wollen wir in der Angelegenheit Urlauberdorf verfahren?
23:23Also für meine Familie, meine Kinder, meine Enkelkinder, ist unser Naherholungsgebiet etwas Wunderschönes.
23:30Wir brauchen es so, wie es ist.
23:32Ja, wir müssen doch in erster Linie an unsere Bürger denken.
23:35Ja, nun, Herr König, sag deinen Leuten, aus dem Projekt wird nichts.
23:40Sag ihnen auch, warum.
23:41Und vergiss nicht wieder, du bist unser Mann.
23:45Danke fürs Kommen.
23:58Danke fürs Kommen.
24:02Also, diese Nikotin-freien Zonen, die schmecken dir.
24:06Moment mal.
24:09Ich bin Meister wie du im selben Berg.
24:11Mich hat man zu dieser Sitzung damals nicht eingeladen.
24:14Bin ja auch ein Einheimischer.
24:15Du bist und bleibst Großstädter.
24:18Übrigens, da geht ein Gerücht um.
24:20Deine Tochter soll auch keinen weißen Streifen am Körper haben.
24:29Guten Abend, Helga.
24:30Guten Abend.
24:32Ich habe eine Neuigkeit für dich.
24:35Danke.
24:36Mein Bedarf an Neuigkeiten ist für heute gedeckt, wo sie ein Bärbel.
24:39Die schläft schon, die hat Frühschicht.
24:40Lass mich warten.
24:45Also doch, ich habe es nicht für möglich gehalten.
24:49Meine Tochter springt also auch nackende Dagegen darum.
24:53Ja, aber natürlich gehe ich zum FKK.
24:55Ich habe es dir nur nicht gesagt, weil du so altmodisch bist und ich dich nicht ärgern wollte.
24:59Ach, ich bin altmodisch, ja.
25:00Wahrscheinlich sogar hoffnungslos verkalkt, weil ich auf die Gefühle von Leuten Rücksicht nehme,
25:04die von öffentlichem Baden vielleicht eine andere Vorstellung haben als ihr.
25:07FKK ist doch sehr vernünftig und gesund.
25:10Und außerdem ändern sich die Zeiten und daran wirst auch du dich gewöhnen müssen.
25:13Ja, meine Tochter, die Zeiten ändern sich.
25:15Aber es gibt Normen menschlichen Zusammenlebens.
25:17Die behalten ihre Gültigkeit und die verletzen ihr.
25:20Wenn jemand etwas isst oder etwas trinkt, dann muss er auch das Gegenteil machen.
25:24Oder willst du mir einreden?
25:25Es ist ja völlig normal, dass die Strandpromenade nicht mehr zu benutzen ist.
25:29Weil dort von frischer Luft ja keine Räder mehr sein kann.
25:31Aber Fadi ist doch...
25:32Werbel, ich sage dir, du gehst da nicht mehr hin.
25:34Doch, ich bin volljährig und kann machen, was ich will.
25:37Aber Mädels, hör doch mal...
25:40Jetzt ist gut, ja?
25:41Werbel.
25:45Das ist mir ja völlig klar, auf welcher Seite du stehst.
25:48Die hängt ja immer zusammen, wenn es gegen mich geht.
25:52Aber ich hätte wenigstens von meiner Frau erwartet, dass ich vorgewarnt werde.
25:56Ich habe es nicht gewusst.
25:57Stattdessen muss ich im Rathaus von meinem Kollegen Lorbe erfahren, dass meine Tochter am Hintern keine Kulturstreifen hat.
26:04Und dieser junge Spund, dieser Jürgen Große, der posaunt überall herum.
26:09Ich hätte alle belogen.
26:10Ich würde ein größenwahnsinniges Projekt meines Kombinats unterstützen, nur damit die Nacktbader ihren Stand verlieren.
26:16Ich habe das Projekt überhaupt nie gesehen.
26:18Komm, Mutti, glaubst du wirklich, dass der Jürgen...
26:21Komm, komm, schlaf mal jetzt.
26:35So.
26:36Was du da eben in ihrem Zimmer abgezogen hast, das war ja wohl genau das, was sie befürchtet hat.
26:41Das Mädel ist alt genug, um eine eigene Familie gründen zu können.
26:44Und wie führst du dich auf?
26:45Außerdem hast du ein besonderes Talent, Schwiegersöhne zu verjagen.
26:47Das hat ja überhaupt nichts mit dieser heimlichen Nacktbaderei zu tun.
26:50Und der Abel hat ganz genau begriffen, dass dieser Dieter nicht der richtige Mann für sie ist.
26:54Dieter, Dieter, wer redet denn von Dieter? Ich spreche von Jürgen Große.
26:58Rede doch, rede doch von wem du willst.
27:03Wie?
27:05Ihr habt mir gesagt, ich soll beim Rat der Stadt den Boden für ein Urlauberprojekt vorbereiten in Ordnung.
27:10Habe ich gemacht.
27:10Aber mir auch zu sagen, dass es darüber bei euch schon genaue Vorstellungen, dass es darüber sogar einen Plan gibt.
27:15Nee, nichts.
27:16Stattdessen laufe ich bei der Sitzung vom Rat voll gegen die Wand.
27:19Bekomme euer Projekt serviert, das ich noch nie gesehen habe.
27:23Und ich bin euer Mann.
27:27Weißt du, was passiert ist?
27:29Da nimmt keiner mehr ein Stück Brot von mir.
27:32Sie glauben, ich will den Rat austricksen, um dem Kombinat einseitig Vorteile zu verschaffen.
27:39Ich verstehe dich überhaupt nicht.
27:41Die Bungalow-Dörfer, die werden doch überall gebaut.
27:44Kann doch kein Problem sein.
27:45Du musst nur die richtigen Argumente bringen.
27:47Na ja, die vielen neuen Arbeitsplätze, die besseren Verdienstmöglichkeiten, das Neubau-Viertel.
27:53Ach, das sind deine richtigen Argumente.
27:55Eine Hand wäscht die andere.
27:56Gibst du mir, gebe ich dir.
28:00Und mit eurem Bungalow-Dorf habt ihr euch ja nicht mehr in der Größenordnung vergriffen.
28:03Das ist ein großartiges Projekt.
28:05Nur ist es euch leider ganz egal, ob und wie das überhaupt in die Stadt passt.
28:09Hauptsache, ein großartiges Projekt.
28:11Die Derenburger, die können ja sehen, wo sie am Wochenende oder Feierabend bleiben.
28:16Wo kommen wir denn da hin?
28:19Zu diesem Ton verbitte ich mir aber ganz entschieden, Kollege König, ja?
28:23Du weißt wohl nicht mehr, was und mit wem du redest.
28:25Du, das weiß ich sehr genau.
28:27Und weil ich das so genau weiß, rede ich so und nicht anders.
28:30Ich bin euer Abgeordneter.
28:32Aber als Abgeordneter habe ich nicht nur das Recht,
28:34da habe ich sogar die Pflicht, mich ohne Ansehen der Person
28:37für das einzusetzen, was der Sache am meisten nützt.
28:40Der Sache, Helmut!
29:11Der Sache, Helmut!
29:18Ich kam gerade vorbei und dachte, kannst du ja mal einen Moment warten.
29:21Soll ich dir ein Stückchen mitnehmen?
29:23Kannst du gleich mal sehen, wie ich jetzt arbeite.
29:26Ärger gehabt im Betrieb?
29:27Im Betrieb nicht.
29:29Zu Hause, was?
29:30Mensch, dein Vater leistet sich aber auch Dinger.
29:33Was hat er denn gestern Abend noch so erzählt?
29:35Wie er den FKK-Strand elegant aus der Welt schaffen wollte, was?
29:38Und du hast gesagt, was Sache ist, und dann war er kraftfällig.
29:39Mein Vater macht keine krummen Touren und er belügt auch andere Leute nicht.
29:43Moment mal, hältst du es für einen Zufall,
29:45dass das Kombinat ausgerechnet unser Stückchen Strand für sich beansprucht?
29:48Und wenn...
29:48Du kannst mich doch nicht für doof verkaufen.
29:50Mein Lieber, und wenn Vati dreimal gegen FKK ist,
29:53sowas, was du sagst, würde er nie machen.
29:55Und er ist der ehrlichste Mensch auf der Welt.
29:57Das habe ich auch immer gedacht.
29:59Man sucht den anderen immer zuerst hinter dem Strauch,
30:01hinter dem man schon selbst gesteckt hat.
30:03Du bist doch im Verdrehen der Dinge noch besser als dein Vater.
30:06Und ich habe mal gedacht, ich...
30:09Dummkopf!
30:10So bist du.
30:11Bei jedem Krach soll ich mir dann wohl anhören, ganz der Papa.
30:14Na, bist du ja auch.
30:15Dickköpfig, genau wie er.
30:16Nur nicht zugeben, nur nicht nachgeben.
30:20Und du?
30:21Gibst du etwa nach?
30:22Nein.
30:23Du denkst ja nicht mal nach.
30:24Urteil's einfach.
30:25Fertig.
30:26Aus.
30:26Nur deine Meinung gilt.
30:27Keine andere.
30:28Nee, danke.
30:29Und wenn ich dran kaputt gehe, wenn du so über mich denkst?
30:32Nee, danke.
30:33Bitte.
30:34Bitte.
30:42Er staubt mich, der Bürgermeister, zusammen.
30:44Und dann donnert mir unser Chef seine Argumente in die Ohren.
30:48Mann, Mann, Mann.
30:49Wer sind wir eigentlich?
30:50Der Doppelfunktionär.
30:52Ja.
30:53Je nach Wunsch.
30:53Entweder Mitarbeiter des Kombinats oder als Abgeordnete, Interessenvertreter der Stadt.
30:58Wir stecken so richtig zwischen Baum und Borke.
31:01Na, Prost.
31:04Ja.
31:05Sagen wir als Abgeordnete, Kinder, hört man zu, das mit dem Urlauberdorf wird nichts.
31:09Dann fallen die Kollegen aus dem Stammbetrieb über uns her.
31:12Knapsen wir was vom Naherholungsgebiet ab.
31:14Da können wir uns hier weder in den Betrieb noch in den Straßen sehen lassen.
31:18Wir leben ganz schön gefrieren.
31:19Wir sind blöd.
31:20Soll doch der Rat der Stadt und die Kombinatsleitung die Sache selber aushandeln, oder?
31:25Na, was denn?
31:26Und wir?
31:27Raushalten?
31:29Ne, ne, ne, ne, ne.
31:31Zusammenhalten.
31:31Und durchhalten.
31:34Bis wir die Verfahrenerkiste richtig angeschoben haben.
31:37Prost.
31:38Prost.
31:45Nur mal am Rande.
31:47Ist deine Meinung zum FKK eigentlich immer noch dieselbe, obwohl...
31:51Die weißen Streifen, du erinnere mich nicht daran.
31:54Dann hab ich ein Feuerwerk gekriegt.
31:56Erst von meiner Tochter und dann von meiner Frau.
31:59Aber trotz nicht.
32:00Ich bin für Ordnung.
32:02Völlig deine Meinung.
32:04Ja.
32:04Du willst Ordnung.
32:05Ich auch.
32:07Aber ich sage dir, die kriegen wir nur, wenn wir einen FKK-Strand genehmigen, wo die
32:11Leute unter sich sind.
32:12Ja, wer sie nicht sehen will, geht da nicht hin.
32:15Und wer zu ihnen gehört, hat außerhalb dieses Geländes, ja, alles zu bedecken, was...
32:19Naja.
32:21Aber mit deiner Haltung stellst du deiner Ordnungsliebe selber ein Bein.
32:27Du kannst Ordnung.
32:30Also, kein Gegner mehr?
32:33Aber nur, wenn ich meine Bahnhose einbeinein darf.
32:36Frau Sertin, bringen Sie uns da noch zwei Körner, bitte.
32:38Aber was machen wir in der anderen Sache?
32:40Wir werden erst, wenn wir die beiden feindlichen Brüder an einen Tisch bringen und nach dem
32:43berühmten goldenen Mittelweg suchen.
32:45Wir?
32:46Na, aber wie?
32:46Ohne Fachmann.
32:49Den kriegt der eigentlich noch.
33:14Mit einem ganz lieben Gruß von meiner Frau.
33:16So, ihr solltet's euch schmecken lassen.
33:18Danke.
33:19Danke.
33:20Danke.
33:23Danke.
33:24Danke.
33:26Danke.
33:35Danke.
33:38Danke.
33:41Danke.
33:45Danke.
33:59Danke.
34:00Danke.
34:16Danke.
34:19Danke.
34:25Danke.
34:27Danke.
34:28Danke.
34:29Danke.
34:32Danke.
34:33Bärbelchen, was ist denn los?
34:36Bei allen anderen geht immer alles glatt.
34:38Warum habe ich denn nur so großes Pech?
34:40Nur immer ich.
34:41Na Mädchen, überruhen Sie sich doch erst mal.
34:45Und dabei habe ich gedacht.
34:48Aber er ist die größte Enttäuschung meines Lebens.
34:51Ach, Bärbelchen.
34:53Ach, sag mal Kind.
34:54Darüber kann man doch reden.
34:55Das sieht nur am Anfang so schlimm aus.
34:56Aber Bärbel, meine Kleine.
34:58So ein Liebeskummer, der geht vorbei.
34:59Da musst du einfach noch pfeifen.
35:00So eine Kerle gibt's doch wie Sand am Meer.
35:06Und was hat sie denn nun bloß?
35:09Deine pädagogischen Fähigkeiten sind geradezu überwältigend.
35:14Wieso?
35:20Kennt ihr diese Ingrid Wagner, die den Brief unterschrieben hat?
35:25Ich glaube, das ist die Stadtarchitektin, zu der uns König damals schleppen wollte.
35:29Hättet euch mal schleppen lassen.
35:42Was soll das nur?
35:44Unser Vorschlag ist doch beim Rad durchgefallen.
35:46Mit Paugen und Trompeten.
35:50Mit ein bisschen Abstand zur Sache, da kann man schon wieder anders drüber denken.
35:53Aber wenn unser Urlauberdorf doch zu groß ist für dort.
35:56Was heißt denn da zu groß?
35:58Zehn oder fünfzehn Bungalows nützen uns bei der Größe unserer Belegschaft so gut wie nichts.
36:04Außerdem, wenn wir da schon was investieren, dann muss es sich doch auch lohnen.
36:07Die Ablehnung ist doch wohl begründet.
36:09Wozu dann erst hinfahren?
36:10Warum denn nicht?
36:11Wir wollen ein Urlauberdorf.
36:13Und vielleicht gibt es einen interessanten Gegenvorschlag.
36:16Also fahrt hin, hört euch an, was man will.
36:20Aber klammert nicht wieder den Kollegen König aus.
36:24Und macht ein paar Zugeständnisse, die der Stadt zugutekommen auf die eine oder andere Weise.
36:30Nur eins muss bleiben.
36:32Wir brauchen Ferienplätze, hauptsächlich für Familien mit Kindern.
36:35Mit anderen Worten, die Zahl der Urlauber vor Durchgang muss bleiben.
36:40Und wenn die nun...
36:40Dann werde ich dich höchstpersönlich in der nächsten Gewerkschaftsversammlung
36:44den urlaubshungrigen Kollegen zum Fraß vorwerfen.
36:48Mutti, nach der Fete bringen wir den Garten gleich wieder in Ordnung.
36:50Das ist so nichts mehr.
36:51Es wäre mir lieber gewesen, du hättest dich in den letzten Wochen ein bisschen drum gekümmert.
36:56Aber nein, mein Herr Sohn war ja immer unterwegs.
36:58Ja, das ist Training.
36:59Ja, ja.
37:00Normalerweise.
37:01Ich habe Herrn Rosenau schon gesagt, dass ihr bestimmt nichts dagegen habt.
37:04Ach, Herr Rosenau kommt auch?
37:05Ja, ja.
37:07Du bist ja ein ganz schön raffinierter Worte.
37:09Na schön, aber nach dem Wettkampf und nach der Fete, ja?
37:12Ja, das hoff ich jeden Tag uns.
37:13Ja, du, also wenn deine Worte eine Brücke wären.
37:15Ja, los, schwör ab.
37:17Danke.
37:24Das haben wir alles mit den Freunden vom Kulturbund und den Schulen angelegt.
37:28Und davon darf nicht ein Quadratmeter verloren gehen.
37:30Also, die Derenburger würden uns in der Luft zerreißen.
37:33Guckt mal da.
37:49Und wenn man den Abstand zwischen den Bungalows reduziert?
37:54Trotzdem müssten zu viele Bäume dran glauben.
37:58Warum hast du uns damals nicht gesagt, was das für eine Frau ist?
38:02Mit sowas sitzt du nun in einer Kommission.
38:04Ja?
38:05Man ist mir heiß.
38:07Aha.
38:09Das Wetter, Mensch.
38:10Ja, ja, ja, ja.
38:14Hinter der See Rosenburg, da gibt es noch eine große Wiese, die von der LBG nicht mehr genutzt wird.
38:39Nein, wir sind nicht stur und auch nicht böswillig.
38:43Hätten wir euch denn überhaupt eingeladen, Kollegen?
38:45Aber ihr Urlauberdorf in dem Naherholungsgebiet, in diesem Ausmaß, wo bleibt denn da der Platz für unsere Bürger?
38:51Ja, dann müssen wir eben das Urlauberdorf viel weiter hinterlegen.
38:53Nein, das ist doch ein Problem, das ist doch ein Problem, das ist doch ein Problem, das ist doch ein
38:56Urlauberdorf.
38:58Es gibt doch noch eine Menge anderer Probleme.
39:00Ja, allerdings.
39:01Wir sind eine kleine Stadt und dann eine Urlauberinvasion, weißt du, was das heißt?
39:05Natürlich machen wir auch gern ein paar Zugestellte.
39:07Na, verkaufst du es, die ist alles böse in dem Urlauberdorf, dazu eine große Gaststätte.
39:11Urlauberdorf in dieser Größe geht nichts.
39:13Übrigens auch nicht auf dem Gelände, was wir euch anbieten.
39:15Und mit wen ihr Urlaubernützt es uns nichts.
39:36Siehste, Hermann, der liebe Gott hat doch ein Einsehen.
39:40Brauchst du nichts zu wissen.
39:42Es war ja auch das Rommel in den letzten Wochen.
39:45Wett doch nicht.
39:47Eine der schärfsten FKK-Gegnerinnen sitzt mir deshalb ständig im Nacken.
39:53So, danke schön, Herr Richard.
39:56Also für mich ein Eisbein und für Otto ein Frikassee.
40:00Lass mich.
40:00Jawohl, Frau Krause.
40:01Sagen wir mal, was sind denn das für Leute da drüben bei Herrn König?
40:05Vom Möbelkombinat, der geht so mein Urlauberdorf Bungalows oder so.
40:10Bungalowsdorf?
40:11Na, das fehlt ja noch.
40:12Bei unserer schönen Umgebung wäre da für viele sicher eine Freude und Erholung.
40:16Freude und Erholung, schöne Umgebung.
40:18Bitte, meine Liebe, etwas leiser.
40:20Na, wenn unser ganzer Wald zerstückelt wird, überall Zäune und mittendrin so eine Bungalows und alle nasenlange Schild betreten verboten.
40:29Gelände vom VEB wilder Hase oder PGH schlummerrolle.
40:34Wo soll sich denn da einer erholen?
40:36Straßen habe ich auch in der Stadt.
40:38Bitte.
40:39Die Stimme des Dehrenburger Volkes.
40:42Sehr massiv.
40:44Aber trotzdem.
40:45Urlauberdörfer haben ihre unbestrittenen Vorzüge.
40:48Besonders für Familien mit kleinen Kindern.
40:49Ich bitte dich.
40:51Das ist doch nicht deine Sache.
40:53Und ob das meine Sache ist, wenn man aus unserer schönen Umgebung einen Bauplatz machen will?
40:57Ach, du bist altmodisch.
40:58Was?
40:59Jawohl.
41:00Und was doch schlimmer ist, du bist unverständlich.
41:02Du bist egoistisch.
41:03Jawohl.
41:04Ich kann ja begreifen, dass du gegen die Nacktbeiderei bist.
41:07Wir sind eben eine andere Generation.
41:09Bitte, na gut.
41:10Aber du kannst doch nun nicht auch noch dagegen sein, dass Menschen hier in unserer schönen Umgebung ihren Urlaub machen.
41:15Sich heute Arbeit erholen, noch und ausgerechnet du.
41:18Habe ich denn ein Wort davon gesagt, dass ich hier keine erholen soll?
41:22Nein, mein Lieber.
41:23Aber gegen die Bungalows glaube ich nicht.
41:25Wo liegt denn da der Unterschied?
41:26Och, mein Äufelchen.
41:29Sieh mal, die Nackten.
41:30Die kommen doch nur, wenn es warm ist.
41:32Da kannst du doch zur Not drüber wegkucken.
41:34Aber die Bungalows sind immer da.
41:36Im Herbst und im Winter und im Frühjahr.
41:38Und dann verriegelt und verrammelt.
41:40Nutzlos stehen sie da in der Gegend rum und verschandeln die.
41:43Wie oft lese ich doch in der Zeitung.
41:44Biete Ferienheim an für Schulungszwecke für die Wintermonate.
41:48Eine Annonce nach der anderen.
41:51Die Wintermonate nutzen.
41:54Das ist die Weisheit des Alters.
41:56Richard, bring doch mal eine Lagerferale.
41:58Warte.
42:00Das könnte eventuell eine Lösung für uns sein.
42:03Aber unser General wollte Bungalows.
42:06Naja, Hauptsache die Anzahl der Ferienplätze bleibt.
42:10Ich komme noch mal auf die Wiese zurück.
42:13Vorausgesetzt, ihr baut eine öffentliche Gaststätte.
42:16Naja.
42:20Zum Wohl.
42:21Zum Wohl.
42:22Ja.
42:27Na, sag zum Wohl.
42:31Komm, du kriegst kein Plan und du musst noch fahren.
42:34Also Wohl sein.
42:36Schön zum Wohl.
42:37Prost.
42:39Prost.
42:50Uplast.
42:51Prost.
42:52Habt ihr Wörter gesehen?
42:54Nein.
43:23Untertitelung des ZDF, 2020
43:54Untertitelung des ZDF, 2020
43:54Ach so, danke.
43:56Die sind in Ihrem Garten, die ganze Familie, alle.
43:59Wissen Sie, wo das ist?
43:59Ja.
44:01Oder soll ich vielleicht was ausrichten?
44:03Nein, danke, nicht nötig. Ich war nur rein zufällig in der Gegend.
44:06Dankeschön.
44:09Dreimal am Haus vorbei.
44:11Rein zufällig.
44:29Ich muss mich nochmal bei Ihnen dafür bedanken, dass wir unsere kleine Fäte hier machen.
44:32Aber, das machen wir doch gern.
44:34Ja, bei mir wäre es nicht möglich gewesen, ordentlich.
44:37Und machen wollte ich es noch, ehe meine Frau mit unserem Nachwuchs aus der Klinik kommt.
44:41Ei!
44:42Deswegen, gratuliere. Und ich habe schon gedacht, Sie feiern vor dem Wettkampf. Na, das hätte ich ein bisschen komisch gefunden.
44:47Ja.
44:47Ja, das wäre es aber auch. Sie wissen gar nicht, warum die Fäte gemacht wird?
44:51Nö.
44:51Nö.
44:52Wir bekommen jetzt unsere neue AWG-Wohnung. Meine Frau stand kurz vor der Entbindung.
44:57Ich brach mir den Arm und die Stunden für die Eigenleistung waren noch nicht komplett.
45:01Tja, die Jungen und Mädchen wollten kein Geld von mir nehmen.
45:06Aber revanchieren musste ich mich doch irgendwie.
45:09Ich will es doch nicht so sagen, ja. Die sind Dinge.
45:12Ich habe schon gedacht, die beiden fangen an, sich rumzutreiben.
45:17Naja, gemeinsame Arbeit verbindet eben.
45:20Ja.
45:47Wie sag mal, warum hast du uns denn nichts davon erzählen?
45:50Was soll ich Ihnen sagen?
45:51Oh, das macht der für jeden, ne?
45:53Nee, nicht für jeden. Für Rosenheim, ja.
45:56Der wimmelt uns nie ab. Der ist eben klasse.
45:59Ja.
46:18Die Bratwürste sind faftig!
46:32Am Dienstag, da ist doch das Treffen zwischen dem Rat der Stadt und der Kombinanzleitung wegen des Urlauberprojekts.
46:36Kleiner Umdruck und kaltes Buffet. Der offizielle Teil dauert sicher nicht lange.
46:41Wollen wir uns nicht einen wirklichen vergnügten Abend machen im Ratskeller?
46:44Oh, das ist eine gute Idee. Machen wir uns.
46:45Unsere Tochter bringst du mit.
46:46Ja, da ist doch eure ganze Kommission hier.
46:51Ach, du meinst wegen Jürgen Großer?
46:53Ach, der ist ja im Urlaub.
46:55Ach ja?
46:58Ich möchte so gerne, dass die Perle mal rauskommt.
47:03Erheben wir unser Glas auf das Geringen unserer weiteren gemeinsamen Arbeit,
47:07die wir in dieser Stunde mit dem Beschluss über den Aufbau eines kombinierten Ferien- und Schulungsheims beginnen.
47:12Ein Heim, das nicht nur vielen unterschiedlichen Zwecken,
47:15sondern den Interessen der Bürger unserer Stadt und den Arbeitern der Möbelwerke dienen soll.
47:19Es gibt jeden Wochenende.
47:24Vielen Dank.
47:55Wenn ich an meinen Bungalow-Dorf denke, tut mir das Herz weh.
47:59Naja, man hängt immer an seinen Träumen.
48:01Aber so wird dieses Objekt in der Totenjahreszeit ein richtiges Kulturzentrum in unserer Stadt.
48:06Na also, dann trinken wir auf den Erfolg unserer Männer.
48:08Aber auch mit auf unsere Nerven.
48:34Mit dem neuen Projekt kommen natürlich auch neue Probleme auf unsere Kommission zu.
48:39Ja, wir reden gerade davon.
48:40Ah, gewöhnlich sagt man ja, der Klügere gibt nach.
48:43Aber ich persönlich, ich schätze Männer, die nach gewissen Vorkommnissen über ihren Schatten springen können.
48:53Ich wusste gar nicht, dass Sie mich so gut kennen.
48:59Na, Jürgen, wollen wir das Kriegsvackel an?
49:02Nicht hier, wir gehen an den Tresen.
49:04Reden mal in Worte unter Männern, komm.
49:15Ach bitte, zwei Doppelte kommen, ja.
49:20Ja, machen wir mal ein Gespräch unter den Körn.
49:33Alles wieder wie früher?
49:35Einverstanden.
49:36Aber meine Meinung und Sachen FK kann ich nicht ändern, die Sportart der Zukunft.
49:40Du, das habe ich inzwischen eingesehen.
49:43Nur, weißt du, mit einer Sache werde ich nicht fertig.
49:47Vielleicht bin ich ja ein bisschen altmodisch, aber weißt du, wenn einem die werten Kollegen die körperlichen Reize der eigenen
49:53Tochter so in allen Einzelheiten schildern?
49:58Wer?
50:00Wenn ich die Burschen zwischen die Finger kriege...
50:01Tja, wenn sie jeden Knobel riechen...
50:03Oh, das tut mir aber leid.
50:08Na, Bärbel.
50:10Na, du hilf doch mal, steh doch nicht so rum.
50:13Du hast doch ein trockenes Tuch, oder sowas.
50:19König bist du hinterhältig.
50:21Ja?
50:22Aber komm, noch keine Frechen.
50:28Du?
50:30Und was wird mit einer Wohnung?
50:33Im nächsten Jahr bin ich mit der ABG dran.
50:36Ja, dann müssen wir ja mit unserem Kind noch so lange warten.
50:40Bei deiner Wirtin, das ist ja auch nicht der wahre Jager.
50:42Du, da ist doch Vati.
50:44Komm, wir schwimmen einmal über den See.
50:47Meinen Schwiegervater sehe ich noch oft genug.
50:57Na, hören Sie sich doch bloß bei diesen beiden an.
51:02Im Ratskeller, da waren die doch noch ganz gut beieinander.
51:06Das macht sicher die frische Luft.
51:08Und mein Mann, der verträgt ohnehin nichts.
51:10Na, das wird morgen ein Tag.
51:13Soll ich sie?
51:14Und siehe nicht mehr und macht nicht mehr Gesang.
51:17Du bist mir vielleicht einer.
51:23Bein ist mir heiß.
51:26So eine kleine Abkühlung wäre doch ganz gut, was?
51:30Ja, eine sehr gute Idee.
51:46Eine himmlische Ruhe.
51:49Was ist denn das?
51:53Das ist aber ganz schön kalt, was?
51:55Ja, aber war ein Erlebnis.
51:58Los, wer zuerst am Ufer ist.
52:01Geh raus!
52:02Das kommt hier raus!
52:03Ihr erkältet euch doch!
52:10Mann, die beiden habe ich ja ganz und gar vergessen.
52:13Naja, ich doch auch.
52:15Lobby, kannst du mir nicht einen Gefallen tun?
52:19Und deine Frau ein bisschen ablenken?
52:22Könntest du nicht erst mal deine vielleicht ablenken?
52:25Wieso?
52:27Was denn?
52:29Bist du denn nicht so ein FKK-Mensch?
52:32Noch nie.
52:33In meinem ganzen Leben.
52:36Lasst doch den Unsinn!
52:38Also kommt endlich raus!
52:39Ihr erkältet euch!
52:42Na, was ist?
52:43Stimmen wir dafür?
52:45Ja, natürlich.
52:46Na, dann müssen wir auch hinter dem Entschluss stehen.
52:48Auch mit oder ohne.
52:50Feuer!
52:50Los!
52:50Los!
52:51Los!
52:58So!
52:59Und jetzt seht euch vor!
53:01Jetzt kommt es!
53:02Ja!
53:08Na nun, da staune ich aber.
53:10Wieso?
53:11Wir haben ein anstehendes Problem in der Praxis überprüft.
53:14So!
53:14Abgeordneten Arbeiter fordert eben auch persönlichen Einsatz.
53:17Ja, ja, schon.
53:19Aber was liegt denn hier herum?
53:20Um Gottes Willen!
53:21Das ist ja Bärbels Kleid!
53:23Gerhard!
53:24Hier wird doch nichts passiert sein!
53:25Keine Angst!
53:27Sie wird ja von einem Abgeordneten behütet.

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