- vor 2 Tagen
Das Projekt Nordautobahn macht wieder Schlagzeilen. Minister Schnitzler hat dafür gesorgt, um seine Erpresser bloß zu stellen. Sabine kann als seine aufgezwungene Beraterin schadlos aussteigen. Nicht so Georg. Er ist absolut pleite. Hadrian und Bertram bedrängen ihn, das in Ordnung zu bringen. Schließlich hängen ihre Frauen als Grundbesitzerinnen in diesem Spekulationsgeschäft mit drin. Georg muss dazu noch erfahren, dass Maria schwanger ist und weiß natürlich, dass das Baby nicht von ihm sein kann. Der Polizist Jörg und Nicoletta verabreden sich zur gemeinsamen Suche nach Josef Steinbergs Mörder. Witwe Waltraud Steinberg besucht Schnitzler, um ihn mit der Tatsache zu konfrontieren, dass sie weiß, wer ihren Mann erschossen hat, nämlich er. Buch: Uli Brée
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00:11Musik
00:44Tina?
00:45Guten Morgen.
00:47Was machst du mit mir?
00:50Nur zur Klarstellung.
00:52Du hast mich geküsst, nicht ich dich.
00:55Aber was machst du in meinem Bett?
01:00Als ich gestern rausgekommen bin,
01:02wollen wir irgendwie nicht noch allein schlafen.
01:05Noch Fragen, Zuckermaus?
01:11Na, dann kannst du mir jetzt einen Kaffee machen.
01:14Klein, schwarz, großer Körper.
01:16Danke.
01:26Was isst du denn vor so früh?
01:29Normalerweise gehst du doch nach dem Frühstück wieder ins Bett.
01:31Ja, heute nicht.
01:33Ich muss zu Maria die neue Wohnung anschauen.
01:35Was heute? Ich hab frei.
01:38Pech?
01:38Ich hab immer frei.
01:40Und bleibst du deshalb zu Hause?
01:43Ich hab dich auch lieb.
01:48Fuck!
01:49Was ist?
01:50Na, schau.
01:56Boah, jetzt können wir die Autobahn wirklich begraben.
01:58Hoffentlich kommen die nicht bis zu mir.
02:01Ciao.
02:05Schatz, ich sag, vergisst du nicht gerade irgendwas?
02:10Nein.
02:11Ich geh nicht du.
02:13Also wenn überhaupt, bist du dran.
02:31Weißt du, eine Frau kann sich von ihrem Mann trennen,
02:33mit ihren Freundinnen brechen, das Land wechseln.
02:36Aber nie, niemals darf sie ihren Friseur verlassen.
02:40Sehr weise, mein Schatz.
02:41Ich glaube mir, es ist schwieriger,
02:43den richtigen Friseur zu finden, als dein Mann fürs Leben.
02:45Puh, jetzt werde ich langsam rot.
02:48Du brauchst überhaupt nichts darauf einbilden.
02:49Das ist der einzige Grund, warum ich überhaupt noch mit dir rede.
02:52Nach allem, was du mir angetan hast.
02:53Mein Gott!
02:54Ich war in Getriebener.
02:56Das kennst du doch.
02:57Was tut man nicht alles aus Liebe?
02:59Was verzweifelt?
03:00Was hinkommt?
03:01Ich weiß auch nicht, warum kann ich dir nicht wirklich böse sein?
03:04Tja.
03:05Weil wir beide vom selben Schlag sind.
03:07Schon vergessen?
03:08Und schon wird er wieder frech.
03:12Kannst du das für mich bitte einwerfen?
03:15An Hochglanz?
03:16Was hast du mit so einem Klatschmagazin zu tun?
03:18Ich möchte meine Vergangenheit aufarbeiten.
03:21Gibt es eigentlich was Neues von deiner Entlassung?
03:24Es sieht nicht gut aus.
03:25Alle meine Ansichten werden kommentarlos abgedehnt.
03:27Wozu willst du aussehen?
03:29Mehr Kundschaft als du aus, da draußen auch nicht.
03:31Tja, der Willi hier ist die einzige wahre Ausnahme.
03:35Ansonsten rasieren, polieren, nicht die geringste Herausforderung.
03:39Nicht wahr, Willi?
03:41Hast du einen neuen Friseur?
03:43Nein.
03:44Francesco?
03:44Ist der wieder draußen?
03:46Nein, ich war drin.
03:47Und das Beste zum Anstalts-Tarif.
03:501,88 Euro die Stunde.
03:52Aber ich bin ja nicht so, ich habe ihm zwei gegeben.
03:54Das ist die Küche.
03:55Wer hätte das gedacht?
03:57Die Tapete war schon, ne?
03:58Nein, nein, nein, nein, die habe ich ausgesucht.
04:00Ah.
04:02Ja, das wird sich ja sehr gemütlich.
04:06Habt ihr die Bude eigentlich gekauft oder gemietet?
04:09Gemietet ist ja nur für die Übergangszeit.
04:11Für welche?
04:12Vom Leben zum Tod?
04:13Nein, bis der Georg wieder ganz normal ist.
04:16Dann bleibt sie für immer.
04:18Baldraut, wenn du willst, dass unser Verhältnis so harmonisch bleibt, wie es gerade ist,
04:22dann sagst du nie wieder ein Wort über den Georg.
04:24Hast du mich verstanden?
04:25So, Fen.
04:27Hallo.
04:28Hallo.
04:29Kurz weiter, meine Lieben.
04:31Hab ich schon alles versäumt?
04:32Nichts Atemberaubendes.
04:34Wohnzimmer.
04:35Sehr schön.
04:38Ah, Schlafzimmer, stimmt's?
04:40Ja, müsst ihr euch halt eingerichtet vorstellen.
04:43Weißt nicht, ob ich das will, bei deiner knallrosa Manie.
04:45Da habe ich immer Angst vor einer Bindehautentzündung.
04:49Caro, wie steht's zu Hause?
04:51Ach, ich kann nur hoffen, dass es wirkt.
04:52Danke für den Tipp.
04:53Ah, Jerry Hall.
04:55Oh Gott, die alte Geschichte.
04:57Naja, bitte, ganz ehrlich.
04:59Das geht vielleicht eine Zeit lang gut, aber dann?
05:01Also mir hat's damals gar nichts gebracht.
05:06Da ist dann nur mehr der Returgang vom SUV.
05:10Genau, weil anders begreifen sie's ja nicht.
05:13Übrigens, das wird das Zimmer vom Simon.
05:15Die Tür bekommt natürlich ein Balkenschloss und die Fenster werden vergittert.
05:20Man weiß ja nie.
05:21Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Männer aufgeben.
05:24Und wenn sie dann ganz unten sind, reichst du ihnen deine helfende Hand,
05:28die sie sofort nehmen und küssen.
05:30Außer sie sind schon tot.
05:32Maria, du überraschst uns immer wieder.
05:35Ich mich auch.
05:38Glaubst du, der Hadi geht fremd?
05:40Ganz ehrlich, ich weiß es nicht.
05:42Das kann ich mir nicht vorstellen.
05:43Der soll einen Waschnappen.
05:44Sag, spinnst du?
05:46Naja, ein Kracher ist er nicht gerade, ne?
05:48Der Hadi?
05:49Der hat versteckte Qualitäten.
05:51Seit wann ist ein Porsche eine versteckte Qualität?
05:53Ich habe in einer Studie gelesen,
05:54dass 63% aller Porsche-Fahrer an Potenzproblemen leiden.
05:58Das ist untertrieben.
05:59Das hat sich ein Porsche-Fahrer gemacht.
06:00Ja, bitte, für das brauche ich keine Studie, das weiß ich auch so.
06:03Gut, und was wird das hier?
06:09Das Kinderzimmer.
06:10Ja, genau.
06:13Ja, wir wissen noch nicht, ob es ein Bub oder ein Nädel wird,
06:17aber die schauen sich den 50-50.
06:24Ja, ich habe es schon gewusst.
06:27Ja, bitte, warum hast du nichts gesagt?
06:29Ja, ich verrate doch kein Geheimnis.
06:31Ist das nicht toll?
06:32Jetzt können wir alles zusammen machen.
06:33Schwangerschaft, Gymnastik, Geburtsvorbereitungskurs.
06:37Postnatales Yoga, Babysachen kaufen.
06:39Ja, und wenn du willst, kann ich gleich morgen einen Termin machen
06:41in der Klinik vom Dr. Held.
06:42Das ist der Beste.
06:43Und der Teuerste, soviel ich weiß.
06:45Na, bravo.
06:46Vielleicht können wir sogar gemeinsam entbinden.
06:48Na klar, ich muss mein Baby einfach zurückhalten,
06:51aber für dich tue ich das gern.
06:52Maria, gratuliere, das ist echt eine Riesenüberraschung.
06:56Ja, wir haben lange dran gepastelt.
06:59Wer? Der Georg und du?
07:01Ja, wer sonst?
07:02Ist ein echtes Wunschkirch.
07:08Mach da nichts draus.
07:09Die zwei sind einfach unmöglich.
07:15Positiv denken.
07:18Positiv denken.
07:23Ich meine, ich pack's nicht.
07:25Was kriegt dir jetzt ein Onkel von meinem Kind?
07:26Oder die Tante.
07:27Die ist dann jünger als der Neffe.
07:29Oder die Nichte.
07:30Gebt bitte.
07:31Glaubt sie das?
07:32Was?
07:32Na ja.
07:33Ciao!
07:34Ciao!
07:38Glaubt sie, dass der Georg gleichzeitig bin Minister und der Maria?
07:42Gleichzeitig sicher nicht, aber vielleicht hintereinander.
07:44Für mich bleibt die Frage, wer ist der Vater?
07:50Oh, na, da wollen wir nicht stehen.
07:53Kannst du mich mitnehmen?
07:54Ja, sicher.
07:55Ich stehe aber drei Straßen weiter.
07:57Es kommt dir nur im Film vor, dass die Leute immer direkt vor der Tür einen Parkplatz finden.
08:03Hallo!
08:04Hallo!
08:07Hi!
08:10Ich hab keine Zeit.
08:11Ich muss zur Bank.
08:12Alles klar.
08:14Und wie geht's dir?
08:16Gut.
08:17Und dir?
08:18Super.
08:19Die Laura hat mir verziehen.
08:21Die verzeiht dir aber oft?
08:22Ja.
08:23Die ist nicht so wie ich.
08:24Und?
08:25Wie bist du?
08:26Na ja, ich verzeihe dir nicht, dass du mich nicht der Vater von meinem Kind sein lässt.
08:31Aber du wirst mich nicht los.
08:32Das schwöre ich dir.
08:40Du kannst auch nicht loslassen.
08:42So wie ein Zwergratter, der sich ihm was verbissen hat.
08:45Geh, Papa.
08:45Das hat er sich ja von dir.
08:47Ah nein, schon.
08:48Der Gedanke, dass der was von mir haben könnte, ist schon so.
08:52Du verbeist dich in die gfassigen Sachen, Jörgel.
08:54Das bringt nix.
08:55Gerechtigkeit ist für die Viehs.
08:57Glaub mir das.
08:58Meine Worte.
08:59Ach.
09:00Gibt's noch ein Bier?
09:01Sicher.
09:03Papa.
09:04Ich bin Polizist.
09:07Und deswegen muss dich ja nicht gleich wie einer benehmen.
09:11Diese Nicole Huber.
09:13Die hab ich eigenmächtig, ich mein, die hab ich eigenhändig in der Gitter gebracht.
09:17Und was ist sie jetzt?
09:18Jetzt ist sie wieder herraßen.
09:20Aber nicht, wie du glaubst, dass es ihr schlecht geht.
09:22Nein, nein, nein, nein, ich hab gehört, die ist jetzt Geschäftsführerin in einem Haubenlokal.
09:26Was, echt?
09:27Dort, wo sich der Selig und die alle immer treffen.
09:30Ist doch alles eine Partie.
09:32Aber so ein Kleiner wie ich wird suspendiert.
09:34Mama, gibt's noch ein Salzstangerl?
09:36Sicher.
09:42Die müssen sich hassen.
09:43Die Steinberg und die da.
09:45Hasse.
09:46Wenn du recht hast, dann hat die Ehefrau ihren Garten.
09:51Also, den Liebhaber von der da auf dem Gewissen.
09:55Ha, du bist ja richtig gut, Mama.
09:57Ich weiß.
09:59Also, wenn ich diese Nicole Huber wär.
10:18Bitte, Caro.
10:19Denk noch einmal nach.
10:20Hat die Walli irgendwann zu dir gesagt, dass sie den Yoshi loswerden will?
10:24Ich gucke bitte.
10:25Sie hat ihn doch mindestens dreimal am Tag den Tod gewünscht.
10:28Wie das halt so ist in einer Ehe.
10:29Ich mein's ernst.
10:35Traust du dir so was zu?
10:36Lass sie einfach fallen.
10:49Busse.
10:50Busse.
11:07So ein fester Trottel ist mir überhaupt noch nie untergekommen.
11:10Ach, das gibt's doch nicht.
11:12Das ist ja unfassbar.
11:15Glauben Sie, das ist lustig?
11:16Bei dem Höhenlärm mit genagelten Knochen mit einem 70er in der Kurve zu liegen?
11:21Hm?
11:22Das ist überhaupt nicht lustig.
11:24Ich bin behindert.
11:25Warum nimmt auf dieser gottverdammten Welt keine saure Gesicht auf mich?
11:28Warum?
11:29Bieso macht's ein gefühlloses Arschloch wie du überhaupt seinen Job?
11:34Wahnsinn.
11:36Hey, Moment, aber.
11:37Warte.
11:37Moment, stopp, stopp.
11:38Waschloch!
11:48Maria!
11:50Hilf mir!
11:52Simon!
12:16Es ist mir unerklärlich, wie dieser Schmierfink an die geheimen Informationen gekommen ist.
12:23Ich bin tief erschüttert. Mitten im Wahlkampf stirbt mir das wichtigste Zukunftsprojekt. Eine Katastrophe.
12:29Danke, Chantal. Ich muss Sie das jetzt fragen. Ich erwarte eine ehrliche Antwort.
12:36Stimmt das, was da behauptet wird?
12:39Also die Antwort können Sie sich selbst geben.
12:43Will ich?
12:44Danke, Schwarz.
12:46Wissen Sie, die feinen Herrschaften, die mich in diese Gutachtertätigkeit hineingepresst haben,
12:51Ich habe einfach versucht, mich in deren Lage zu versetzen.
12:56Interessanter Ansatz.
12:58Ja.
12:59Und jetzt reden wir zwei Mädels mal Tacheles miteinander.
13:02Ich höre.
13:04Das Ganze stinkt nach Korruption und Erpressung.
13:08Also Sie, Herr Minister, werden alle Beteiligten zur Verantwortung ziehen.
13:12Ich bin allerdings raus aus der Geschichte.
13:14Aha.
13:15Ja.
13:16Ja.
13:17Mein Gutachten fällt nämlich dummerweise negativ aus.
13:23Tja.
13:26Und somit kann mir keiner mehr was anhaben.
13:30Adieu.
13:31Sie gefallen mir.
13:32Chapeau.
13:38Ich mache mir echt Sorgen.
13:41Um mich?
13:42Nico, bitte.
13:43Ich fürchte, ich werde sentimental.
13:46Jetzt habe ich mir sogar einen Zehnerblock gekauft.
13:48Für Kuschel.
13:49Bei meinem Cowboy.
13:51Verstehe.
13:58Was war das jetzt?
14:00Mit heute Morgen mitgerechnet, ein Tagessatz.
14:03Du magst ja auch nichts umsonst.
14:06Hallo, alles.
14:09Hast du kurz Zeit?
14:10Ich brauche dringend eine Hilfe.
14:16Ich war gerade auf der Bank.
14:17Mein Konto ist die Art überzogen, dass ich jetzt gar kein Geld mehr kriege.
14:21Der Josef hat mir jedes Monat etwas überwiesen, aber jetzt sind alle seine Konten gesperrt.
14:25Ja.
14:26Das ist ganz normal.
14:27Das bleibt so.
14:28Bis das Testament verstreckt ist.
14:31Und was ist mit meinem Pflichtteil?
14:33Kriegst du, wenn alles erledigt ist.
14:36Aber wovon soll ich denn jetzt leben?
14:39Maltrud, ich bin deine Anwältin.
14:41Wenn du zu mir als Klientin kommst, höre ich dir gerne zu.
14:44Obwohl du meine Rechnungen nicht bezahlst.
14:47Deshalb liegt uns beiden daran, dass du bald dein Erbe antreten kannst.
14:52Also, freu dich.
14:53Das ist immerhin deutlich besser als die Nico.
14:59360 Tagessitze, 100 Euro?
15:03Arbeitet sie gerade ab.
15:05Und fürs bei mir wohnen muss ich natürlich auch zahlen.
15:07Du enttäuscht einen wirklich nie.
15:09Doch.
15:09Nee.
15:10Der Wein geht aufs Haus.
15:22Oh, Tullo.
15:24Super.
15:25Der auch noch.
15:30Sag mal, bist du völlig angeschüttet?
15:33Zuerst fährst du mich zum Krüppel und jetzt willst du mich in dieses Loch stecken?
15:38Das ist feucht.
15:39Das ist düster.
15:40Da lässt man nicht einmal Asylanten wohnen.
15:42Aber kann es sein, dass du überhaupt keine Ahnung hast, wie es in der Welt so abgeht?
15:45Abgesehen davon sind wir pleite.
15:47Wir können uns das hier in Wahrheit überhaupt nicht leisten.
15:50Bitte was sind wir?
15:50Ja, das kannst du gern hören.
15:52Das gehört auch dazu zum Erwachsenwerden.
15:53Das Leben ist nicht nur Sonnenschein.
15:55Wir sind nicht pleite.
15:57Doch sind wir.
15:58Maria, hör zu.
15:59Und du, pass auf.
16:00Dann kannst du was lernen fürs Leben.
16:02Wir sind nicht pleite.
16:03Ich weiß, dass wir pleite sind.
16:05Aber wir sind nicht pleite.
16:07Wer nach draußen dringt, dass ich kein Geld habe, dann sind wir pleite.
16:10Vorher nicht.
16:11Solange wir den Schein aufrechterhalten können, solange vertrauen die Leute mehr Geld an.
16:16Und außerdem ist es nur eine Frage der Zeit, bis uns die Nordautobahn zu Millionären macht.
16:19Also.
16:34Okay.
16:36Wir sind pleite.
16:42Was machen Sie denn hier?
16:46Die Fußfessel meiner Mandantin kontrollieren.
16:48Ah, da hätten Sie alle anlegen müssen.
16:51Nein, das ist ein Missverständnis.
16:52Ich bin privat hier.
16:54Also sehr privat eigentlich.
16:56Ich habe Hunger.
16:58Na geh, das tut mir so leid.
16:59Wir sind total voll.
17:02Aha.
17:03Echt?
17:03Und die sind alle am WC oder wo?
17:06Nein, es ist nur...
17:07Du, wenn du ihn jetzt rauswirfst, dann kriege ich das aber nicht verrechnen.
17:10Nein, nein, das mache ich für mich.
17:11Ich mag keine penetranten Menschen in meinem Lokal und keine dicken Polizisten, die auf
17:17Sie beides zutrifft.
17:18Folgen Sie mir unauffällig.
17:20Ja, wie derci.
17:21Ciao.
17:22Bitte.
17:26Ich meine, es stimmt schon.
17:27Ich bin natürlich nicht rein zufällig hier.
17:29Nein, ich bin da, was mich so wahnsinnig wütend macht.
17:33Dass die Mörderin von Josef Steinberg immer noch frei da durch diese Tür hinausgehen kann.
17:37Ich meine natürlich nicht diesen Anwaltsteufel.
17:39Gib, die ignoriere ich ja nicht einmal.
17:42Na, ich meine, die...
17:44Na, eh schon wissen.
17:46Und ich habe ja geglaubt, dass es hier vielleicht jemanden gibt, den das genauso wütend macht
17:51wie mich.
17:53Ich sehe, gerade ist ein schöner Tisch frei geworden.
17:56Da könnte man die getrüffelte Hühnerbrust zu sich nehmen.
18:09Na, mein Schatz, geht noch was?
18:12Wie meinst du das jetzt?
18:14Na, weil wenn noch was geht, würde ich noch gern was nachlegen.
18:20Maria, ich bin ein Krippel, ich bin pleite, ich bin...
18:24Schwul.
18:24Ja, ich weiß.
18:25Und abgesehen davon bist du, Entschuldigung, wenn ich das sage, ein ziemliches Arschloch.
18:30Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
18:33Und wer weiß, vielleicht schweißt es uns, dass er jetzt zusammen.
18:37In guten wie in schlechten Zeiten.
18:39Ja, und wann kommen die endlich, die guten Zeiten?
18:43Jetzt.
18:47Wir bekommen ein Baby.
18:49Ist das nicht toll?
18:52Hier im Kinderzimmer brauchen wir natürlich farbenfreue Tapeten.
18:55Schöne Vorhänge, ein Wickeltisch.
18:56Aber das eilt ja nicht.
18:57Ein bisschen Zeit haben wir ja noch.
18:59Und wer weiß, vielleicht kannst du bis dahin schon mit Krücken gehen.
19:02Halten kannst du es natürlich noch nicht, dein Baby.
19:04Aber dafür gibt es ja Tragetücher.
19:06Du sagst dir gar nichts.
19:10Freust du dich nicht?
19:12Wer ist der Vater?
19:14Na, du.
19:16Schwachsinn.
19:17Siehst, das ist genauso wie mit der Pleite.
19:20Du weißt, du bist nicht der Vater.
19:22Aber du bist der Vater.
19:23Und erst wenn irgendjemand erfährt, dass du nicht der Vater bist, bist du nicht der Vater.
19:26Und das wirst du doch nicht.
19:28Oder?
19:29Maria, so einfach ist das nicht.
19:31Magst du einen Tee oder eine Malakoff?
19:33Aber die macht dich dick.
19:35Und du sitzt den ganzen Tag nur so rum.
19:37Weißt du was?
19:38Ich bring dir ein Wasser.
19:39Man sollte eh zwei Liter trinken.
19:41Pro Tag.
19:42Richtig.
19:45Sonst kriegt man noch einen Herzinfarkt und weiß gar nicht warum.
19:49Willkommen im Club.
19:51Ai und Papa, wenn du dein Rat brauchst, ich bin immer für dich da.
20:05Ja?
20:06Du bewegst jetzt deinen kaputten Arsch ins Parkhaus, aber flott.
20:11Herrgott, Norman.
20:12Ja.
20:14Ich meine, woher hat dieser Schmierfink sein Insiderwissen, wenn nicht vom Schwarzschi?
20:18Ich hab dich gewarnt.
20:20Ja, ich weiß.
20:20Bitte, da steht alles drin.
20:21Und die geplante Autobahntrasse verläuft offenbar genau dort, wo die wohltätigen Förderinnen
20:26der Waldviertler Bauern in Agrarland investiert haben.
20:29Wer sind die Drahtzieher?
20:30Gute Frage.
20:32Naja, mir kann keiner was.
20:34Ich hab alle Kreditverträge durch den Schredder gejagt.
20:37Mir kann es egal sein.
20:39Stimmt.
20:40So geschickt, wie du das eingefädelt hast, die Ehefrau Stroman kommt da garantiert keiner drauf.
20:44Ja, sicher.
20:45Weil sonst wären wir jetzt beide drin.
20:47Ja?
20:48Und bitte, was täten wir ohne meinen Job?
20:51Du kannst einen nicht verlieren, weil du nämlich keinen hast.
20:54Gut.
20:54Und was ist, wenn ich vor Gericht muss?
20:57Äh, das stehst du schon irgendwie durch.
20:59Und was sag ich da?
21:00Ja, keine Ahnung.
21:02Caro, bitte lass dir was einfallen.
21:04Was?
21:04Ja, was weiß ich.
21:05Du wolltest deiner armen, kranken Mutter helfen.
21:09Und deshalb hab ich das halbe Waldviertel aufgekauft.
21:12Hm?
21:15Weil du eben fürsorglich bist.
21:17Du hast in die Autobahn investiert, damit die Mama im Notfall schneller in ein Krankenhaus kommt.
21:25Hadi?
21:26Das ist so deppert.
21:30Ja, fällt dir was Besseres ein?
21:32Herrgott, wo bleiben die eigentlich alle?
21:35Vielleicht sag ich dem Richter einfach die Wahrheit und lass mich von dir scheiden.
21:38Ja, super Idee.
21:39Gratuliere.
21:40Schatzi, du bist 30.
21:42Du kriegst keine mehr.
21:44Dafür dauert's bei dir nicht mehr lang, bis du eine Altenpflegerin brauchst.
21:49Ich liebe dich.
21:50Ich dich auch.
21:51Leider.
21:52Warte, bitte, wo bleibt's hier?
21:54Ich warte hier eine Ewigkeit.
21:58Ich sag mal, wir sparen uns die Umwege, ja?
22:02Mh.
22:03Das schmeckt hervorragend.
22:04Ja.
22:05Ja.
22:06Ein bisschen wenig Trüffel vielleicht.
22:09Aber sonst, von andererseits, wenn man zu viel Trüffel draufkommt, dann schmeckt der wahrscheinlich zu aufdringlich, oder?
22:16Und überdeckt alles andere.
22:21Wo waren wir?
22:22Bei den Umwegen.
22:23Ah ja, genau.
22:26Ich will dir nicht unverschämt sein, aber könnte ich vielleicht noch einen Hauch von dem Trüffel haben?
22:31Danke.
22:34Also, wenn die Waldroth Steinberg, ihrem Mann, wirklich ein Verhältnis mit ihnen anhängen wollte, obwohl sie eh schon eins hatten,
22:41und das Opfer, das das Komplott durchschaut hat, ja, dann...
22:48Ja.
22:52Danke.
22:55Wir waren beim Komplott.
22:57Ah ja, genau.
22:59Also, wenn der Josef Steinberg den Plan von seiner Frau durchschaut hat und nicht drauf reingefallen ist, ja?
23:05Gut, ich mein, dann hat er sich gar keine andere Chance, als...
23:08Ah, das ist schmarrn.
23:10Das ist immer ein Problem.
23:11Was?
23:12Alles wird nicht.
23:13Ich schmecke gar nichts mehr von dem Händl.
23:16Das ist gar nicht so leichtes, exklusive Kochen.
23:19Möchten Sie lieber ein Schnitzel?
23:22Das wäre eine super Idee.
23:27Ein Schnitzel, bitte, für den Herrn Kommissar, aber rasch, bitte.
23:31Ja, ich bin ja generell für mehr für Hautmannskost.
23:35Wirklich wahr.
23:37Und ich verrate Ihnen noch was, ja?
23:39Die Waltraud Steinberg ist mit ihrem Mann nur zu dem Wirtshaus gefahren, um ihn zu erschießen.
23:44Diesen großen Unbekannten, den hat es in Wahrheit nie gegeben.
23:51Es tut mir wirklich sehr leid.
23:53Ich habe wirklich alles versucht.
23:54Aber der Minister Schnitzler hat mich gezwungen, das Gutachten negativ ausfallen zu lassen, damit er aus dem Schneider ist.
24:00Hm?
24:02Ist das mal eine korrupte Sau?
24:05Komm, wir müssen los.
24:06Die anderen warten schon.
24:08Na, hopp!
24:11Und, was mache ich jetzt?
24:13Ich habe schon wieder keinen Job.
24:16Wir könnten ja wirklich wegfahren.
24:18Wir könnten Urlaub machen für eine lange Zeit.
24:20Vielleicht sogar für eine, für eine sehr lange Zeit.
24:23Für immer, mein Berti.
24:25Und weißt du, was das Wichtigste ist?
24:27Das heißt, immer bedingungslos Vertrauen.
24:30Hm?
24:31Ja.
24:43Was ich Sie schon die ganze Zeit fragen wollte,
24:45warum waren Marias Fingerabdrücke auf der Waffe?
24:48Wieso war es überhaupt die Pistole von Georg?
24:51Und warum haben Sie die in der Garage von denen gefunden?
24:54Ich habe da eine Theorie.
24:56Aha.
24:57Möchtest du es hören?
24:57Ja.
24:58Ja.
24:58Ja.
24:59Das war ganz genau ausgedacht, aber leider nicht schlau genug für mich.
25:04Oder für uns.
25:07Es geht nichts über den Schnitzel.
25:09Ja, eh, aber ...
25:11Die Waldholz Steinberg ist vor dem Mord zu den Schneiders gefahren,
25:17hat die Pistole gestohlen, ihren Mann erschossen und danach wieder zurückgelegt.
25:22Um den Verdacht auf die Maria zu lenken.
25:26Mhm.
25:26Wahnsinn.
25:27Die geht echt über Leichen.
25:28Ja.
25:29Hm.
25:30Haben Sie vielleicht irgendwo ein Ketchup?
25:32Ah, sieh schon.
25:33Sieh schon.
25:34Ja.
25:37Wissen Sie, offiziell, ja, interessiert der Fall ja keine Sau mehr.
25:42Ich bin privater.
25:43Das heißt, ähm ...
25:45Sie können das Essen nicht von den Spesen abschreiben.
25:48Exakt.
25:49Ja.
25:49Also, wenn Sie da was machen könnten, wäre das super.
25:56Wer braucht Fliegen?
25:58Ich frage dich, wer braucht Fliegen?
26:01Du!
26:01Damit du dich ärgern kannst.
26:03Gib her.
26:06Dir ist so egal, wie dieses Auto ausschaut, oder?
26:10Aber bitte, das ist ja gar kein Auto mehr.
26:12Das ist ein Recyclinghof auf vier Rädern.
26:15Stell dir vor, mein Auto wäre immer sauber.
26:17Du hättest am Sonntag keine Existenzberechtigung.
26:22Entschuldigung.
26:24Die Verspätung, aber ...
26:26Wisst sie?
26:26Maria.
26:27Kommen.
26:30Bringst du mir den verdammten Rollstuhl?
26:31Reiß dich zusammen, oder mir rutscht zufälligerweise raus,
26:34dass du pleite bist.
26:35Alles klar?
26:37Liebling, bringst du mir bitte den Rollstuhl vor?
26:38Ja, aber selbstverständlich, mein Schatz.
26:40Ich hab dich lieb.
26:42Übertreib's nicht, mein Freund.
26:44Könntest du mir bitte helfen?
26:46Weißt du eh, in meinem Zustand ist das alles ein bisschen heikel.
26:48Ja, die Abo hat's mir schon erzählt.
26:50Gratulation.
26:52Wozu?
26:53Na ja, offensichtlich kriegst du doch noch was zustande.
26:57Na, habt ihr's lustig?
26:59Ja, sehr lustig.
27:00Gell, Georg?
27:01Ja, wir freuen uns schon so.
27:03Hast du nicht gesagt, du hast alles im Griff?
27:05Und die Anna sind alle die Schlünfe?
27:06Na bitte.
27:08Bist du doch ein Fake?
27:09Nein, ist es nicht.
27:10Mit einer Auflage von einer Million.
27:13Ich bring ihn um.
27:13Der Minister?
27:14Willst du ihn überfahren?
27:16Das lass lieber die Maria machen, die hat damit Erfahrung.
27:18Damit macht man keine Scherze.
27:20Gell, Georg?
27:22Da, schau her.
27:23Die Sabi.
27:26Ich warte hier seit einer halben Stunde!
27:28Hallo allerseits.
27:30Tja, der Herr Minister hat keine Ahnung, wie das alles in die Presse kommen konnte.
27:35Boah, das ist schon eine verlogene Sau.
27:36Ja, genau das ist unsere Chance.
27:38Du hast den Minister in der Hand.
27:39Also nicht nur den kleinen Minister, sondern den ganzen Minister.
27:41Du musst nur aufpassen, dass sich deine Nasenhaare nicht in seinen Arschhaaren verfangen.
27:46Sehr lustig.
27:47Na, aber er hat recht.
27:48Stimmt.
27:49Denk an Francesco und an die Pistrolle.
27:51Mit ein bisschen Pech sitzt man nämlich alle fünf Jahre im Gefängnis.
27:54Wegen versuchten Betrugs.
27:55Nein, ich nicht.
27:57Ich bekomme ein Kind.
27:58Mit mir könntest du das nicht machen.
28:00Doch?
28:00Doch.
28:01Können Sie?
28:01Können Sie.
28:02Ach, du bist schwanger!
28:05Gratuliere.
28:06Umso lieber wird unser junger Papa hier ins Ministerium rollen
28:09und mit dem Herrn Schnitzler einen wunderbaren Deal ausmachen.
28:11Für uns alle.
28:13Sicher nicht.
28:14Ich rede doch nicht mehr mit dem Arschloch.
28:15Sag mal, kann es sein, du bist ein bisschen anal fixiert?
28:18Schorschi, Orschi.
28:20Du, was weiß ich mich, du, du, du.
28:22Das Büssewort, na wie heißt denn?
28:24Du, Mädels.
28:24Arschloch heißt's.
28:25Arschloch.
28:26Arschloch.
28:26Ja, Entschuldigung, der hat ein Problem.
28:28Der ist anal fixiert.
28:29Okay, wir vertrauen jetzt einfach den guten Georg und alles wird gut, okay?
28:32Wiedersehen.
28:37Arschloch.
28:42Arschloch.
28:43Geschossen.
28:44Na bitte anal fixiert.
28:45Sag ich doch, Arschloch.
28:47Arschloch.
28:52Ach jetzt, komm, oder?
28:53Wie ist denn das Schoni?
28:55Ach, komm.
28:56Neusto.
28:57Warum habst du wieder ich die Arschkarte?
28:59Weil du sie gezogen hast.
29:08Was hast du denn jetzt?
29:12Mir ist noch wieder diese Hochzeitsnacht eingefallen.
29:16Ja, die war wirklich traurig. Wir hätten doch damals schon wissen müssen,
29:19dass das mit uns nicht gut ging.
29:21Du! Ich meine nicht unsere. Ich meine deine, die von der Wahl traut und dir. Du Schwein!
29:32Ich war sturzbetrunken und du wolltest unbedingt nach Hause mit dem Simon und außerdem ist das Jahre her, Maria.
29:39Was machst du denn, Maria? Maria, nicht lass mich jetzt allein hier!
29:42Maria!
29:54Liebe Frau Steinberg, Schwangerschaft und Geburt sind einzigartige
29:58Ereignisse im Leben einer Frau. Und auch natürlich in jeder Partnerstadt.
30:02Darum bemühen wir uns wirklich...
30:03Mein Mann ist tot.
30:05Oh, das tut mir leid.
30:06Haben Sie ihn gekannt?
30:07Nein, warum?
30:08Wenn Sie ihn gekannt hätten, dann würde es Ihnen nicht leid tun.
30:11Ich bin nicht freiwillig hier, meine Freundin hat diesen Termin ausgemacht.
30:13Ich weiß auch nicht, wo die bleibt.
30:18Aber sie freut sich schon auf ihr Baby?
30:19Sie haben keine Kinder.
30:20Kinder.
30:21Stimmt.
30:22Nur Leute ohne Kinder vermuten das.
30:24Die, die welche haben, die schauen einen nur still an und legen den Kopf zur Seite und
30:28in ihren Augen schimmert immer so etwas wie tiefes Bedauern.
30:34Aber ist es nicht so, dass man auf irgendeine Weise und nicht immer sofort für jeden Spaß
30:41auch bezahlen muss?
30:42Das kann sein.
30:43Der Spaß ist nur beim Kindermachen meistens ziemlich kurz.
30:47Die Rechnung dafür ziemlich lang.
30:49Schauen Sie, Sie sind zum Beispiel ein sehr attraktiver Mann.
30:52Wenn ich nicht schwanger wäre, dann stünden Sie ganz oben auf meiner Liste.
30:56Aber so sitze ich da mit meinem Bauch und ich komme in Ihrem Beuteschema sicher nicht vor.
31:01Finanziell schon.
31:03Außerdem hat so ein Babybauch auch durchaus was Sinnliches.
31:06Das sehe ich nicht so.
31:07Was ist zum Beispiel toll daran, dass man sich da unten nur noch im Blindflug rasieren kann?
31:12Sie gefallen mir.
31:14Darf ich Sie mal zum Essen ausführen?
31:18Sparen Sie sich Ihr Mitleid.
31:20Entschuldigung.
31:21Jetzt ging nicht früher.
31:35Was ist dein Problem?
31:37Ich bin behindert.
31:39Reicht nicht.
31:40Geht's noch?
31:42Das ist ja eine Frecke.
31:54Sie können alle Ihre Fragen, Wünsche, Ängste und Bedürfnisse jederzeit mit mir besprechen.
31:59Fühlen Sie ganz wie zu Hause.
32:00Das klingt sehr beruhigend.
32:01Haben Sie das auswendig gelernt?
32:03Lassen Sie mich raten, jeder Satz einen Zehner.
32:06Das ist falsch.
32:07Jeder Satz kostet einen Zwanziger.
32:09Sie sprechen immerhin mit dem Chef.
32:11Und richtig, ich habe den Schmarrn auswendig gelernt.
32:13Ich muss ihn ja jedes Mal runterleiern.
32:15Langsam gefallen Sie mir.
32:17Aber nur bis ich Ihnen sage, wie viel eine Geburt bei uns kostet.
32:19Will ich gar nicht wissen.
32:21Mir egal, das heißt eh du.
32:23Wo ist die Toilette?
32:24Draußen rechts.
32:26Kostet die extra?
32:27Es gibt einen Münzeinwurf.
32:33Entschuldigung.
32:35Sie unterliegen doch der Schweigepflicht.
32:38Ja.
32:38Auch bei einem Informationsgespräch?
32:40Ja.
32:41Also nur informativ und rein theoretisch.
32:45Das hat mich schon immer interessiert.
32:46Wenn die Mutter weiß ist und der Vater schwarz, also nicht schwarz, mehr braun.
32:52Sagen wir espressoartig.
32:54Mehr Kaffee Latte.
32:56Gesunde Hautfarbe halt.
32:58So wie ein 10er Block Solarium.
33:00Nur von Haus aus.
33:02Wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby auch schwarz wird?
33:09Ist groß Frau Schneider.
33:11Groß.
33:15Deine Mutter lässt mich in einem Parkhaus stehen.
33:18Allein.
33:19Zeig mir einen Mann, der so etwas macht.
33:21Nur einen einzigen.
33:23Männer übernehmen Verantwortung.
33:24Kannst du ein bisschen mithelfen, Papa?
33:26Es geht bergauf.
33:28Versprich's mir, Simon.
33:29Bitte versprich mir eines.
33:31Was?
33:32Jetzt, wo wir beide unfreiwillig Vater werden.
33:34Versprich mir, dass du deinem Kind so ein guter Vater sein wirst, wie ich die meiner war.
33:37Und wie ich seinen Wert für...
33:40Ach, ist ja wurscht.
33:42Das ist nämlich nicht selbstverständlich, so eine Vater-Sohn-Beziehung, wie wir sie haben.
33:45Ich bin immer für dich da.
33:47Immer.
33:47Das weißt du.
33:48Wir zwei funktionieren stumm.
33:50Da muss man eben auch nicht immer alles so zerreden.
33:52Da genügt ein Blick, eine Geste, ein Schicksalsschlag.
33:56Au, du, da ist uneben.
33:58Papa, kannst du bitte?
34:01Hat nicht jeder so einen tollen Vater wie du, ja?
34:03Ich zum Beispiel habe überhaupt keinen Vater gehabt.
34:05Das ist so wichtig für einen Buben.
34:07Eine männliche Leitfigur, ja?
34:09Gerade in der Pubertät.
34:11Jetzt sah ein bisschen anders, wir es doch noch schaffen jetzt.
34:13Papa, kannst du endlich bitte in den Maul halten?
34:15Sag mal, wie redest du mit deinem Vater?
34:19Welche Musik höre ich?
34:20Was?
34:21Welche Filme mag ich?
34:22Was ziehe ich gerne an?
34:23Was esse ich am liebsten?
34:24In welche Klasse gehe ich?
34:25Wie alt bin ich?
34:26Wie heiß ich?
34:26Was soll das jetzt?
34:27Ja, du weißt nichts.
34:29Nichts weißt du über mich.
34:30Du weißt nur, dass da noch wer wohnt.
34:32In derselben Wohnung wie du.
34:33Und selbst da bin ich mir nicht ganz sicher.
34:36Moment einmal jetzt.
34:37Hallo, hallo.
34:38Ich heiße Simon.
34:41Ja?
34:54Ich heiße Simon.
34:56Ich heiße Simon.
35:00Ja?
35:01Ich bin sehr sicher.
35:07Ja, ich weiß nicht.
35:09Ich weiß nicht.
35:10Das war zwei quatrezežin.
35:12Ich weiß nicht.
35:13Es ist gar nicht.
35:14Ich weiß nicht.
35:21Du weißt nicht.
35:22genug geschlafen habe die letzten Jahre.
35:24Wer mir was beweisen will, muss früh aufstehen.
35:26Sagst du doch immer, oder?
35:28Bitte keine Wortspiele. Schatzi, sag einfach,
35:30was dir nicht passt. Okay.
35:32Mein Leben. Mein Leben
35:34passt mir nicht mehr. Ich finde mich selber schon
35:36anstrengend.
35:38Naja.
35:40Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
35:45Außerdem hast du
35:46im Gegensatz zu mir nicht viel zu verlieren, oder?
35:48Ja, vielleicht hätte ich aber gern, was zu verlieren.
35:50Weil es nämlich nur darum geht
35:52im Leben. Gewinnen, verlieren, gewinnen.
35:55Übrigens, mein Auto putze ich
35:56ab sofort selber.
35:58Semi,
36:00ich glaube, du liest ein bisschen zu viel von diesen
36:02depperten Selbstfindungsbüchern. Könnte es sein?
36:03Nein, ich habe einfach zu viel Zeit zum Nachtenkel.
36:06Aber auch das wird sich jetzt ändern.
36:09Und zwar wie?
36:10Ich suche meinen Job.
36:12Was du?
36:15Gekaro.
36:16Ja.
36:18Ich.
36:22Du musst nicht arbeiten, Caro.
36:25Ja, aber vielleicht will ich.
36:26Du willst nicht, dass ich arbeite.
36:27Du willst mich nur für dich.
36:29Ja.
36:30Wir haben genug Geld.
36:31Ja, aber es geht nicht immer nur ums Geld.
36:33Na bitte, dann nimm dir ein Beispiel an deine Freundinnen.
36:35Werd schwanger.
36:36Das ist eine wunderbare Aufgabe.
36:37Ich will kein Kind.
36:38Ich hab...
36:42Ich will etwas tun, was mich fordert.
36:44Was mir Spaß macht.
36:46Und...
36:46Was dich von mir unabhängig macht.
36:49Richtig.
36:57Mach dir das Angst?
37:00Ja.
37:03Ja.
37:04Ja, das macht mir Angst.
37:08Ich hab Angst, dass du mich...
37:11Irgendwann mal nicht mehr brauchst und gehst.
37:16Dass ich...
37:19Dass ich aufwache und...
37:23Du liegst nicht neben mir.
37:24Dein Schrank ist leer und...
37:30Du bist weg.
37:36Das ist der schlimmste Albtraum für mich.
37:39Damit das nicht passiert...
37:43Nehme ich, glaube ich, einiges in Kauf.
37:48Sogar deine...
37:50Freudigen Liebhaber...
37:51Ich...
38:18Du schaust aber nicht gut aus.
38:19Vorsichtig.
38:20Ein falsches Wort.
38:21Und du sitzt nicht im Rollstuhl, sondern im Gefängnis.
38:24Nie im Leben.
38:24Und warum denn nicht?
38:26Ich muss nur zur Polizei gehen und denen sagen.
38:28Tust du aber nicht, Georg.
38:29Dieser hinterfotzige Erpresser
38:30nummerst dir und deinen komischen Kompliz
38:31noch ein paar Nummern zu groß.
38:33Täuscht dich nicht.
38:34Ihr macht doch schon jetzt ins Hemd
38:35wegen so einem kleinen Wirtschaftsverbrechen.
38:37Und du wolltest dich ernsthaft mit mir anlegen?
38:39Du irrst dich, wenn du glaubst, dass es wird, dass ich...
38:41Was willst du?
38:44Meine Ruhe.
38:47Ich will doch einfach nur meine Ruhe, Joachim.
38:51Du sorgst dafür, dass wir nicht angeklagt werden
38:53und dich lasst dich in Frieden.
38:55Zuverlässig.
38:58Du wirst mich also nicht weiter presen.
39:01So könnte man sagen.
39:05Bitte, lieber Joachim,
39:07rette meinen dicken, fetten und verlausten Hintern.
39:11Bitte?
39:12Bitte?
39:12Ich will, dass du genau das sagst.
39:14Jetzt!
39:15Spinnst du?
39:18Bitte, lieber Joachim.
39:20Rette meinen dicken, fetten und verlausten.
39:26Verlausten.
39:28Gleich haben wir es.
39:30Hintern.
39:31Wunderbar, geht doch.
39:38Ich überlege mir es noch.
39:50Jetzt ist es soweit.
39:54Die Caro sucht sich einen Job.
39:57Es wird ja alles zu eng.
40:00Und irgendwann wachst du auf
40:01und ihr Karsten ist leer.
40:03Ja.
40:06Irgendwann ist sie weg.
40:08Siehst du so,
40:09sie ist mir damals auch gegangen.
40:11Du warst auch irgendwann weg.
40:14Freue dich drauf.
40:16Aber ich liebe sie wirklich.
40:17Ich habe dich auch geliebt
40:18und du warst trotzdem weg.
40:22Was soll ich jetzt tun?
40:27Hilf ihr, Hadi.
40:28Lass sie los.
40:29Boah, bitte.
40:30Das kann ich nicht.
40:31Du kannst.
40:34Oder willst du wieder mit mir zusammen sein?
40:36Um Gottes Willen, nein.
40:40Wir haben uns noch nie so gut verstanden wie jetzt.
40:42Das mache ich doch nicht schon wieder kaputt.
40:46Gut, dann bin ich bloch nicht.
40:48In den Nachrichten war was über die Nordautobahn.
40:51Nordautobahn ist gestorben.
40:54Ich habe dich gewarnt.
40:56Man lässt sich nicht mit meinem Bruder an.
40:59Nein.
41:00Ich habe auf dich gehört.
41:01Alle Verträge vernichtet.
41:04Jetzt geht endlich was arbeiten.
41:07Du hast...
41:08Kriege ich meinen Kaffee?
41:09Nein, nein.
41:10Ich bin nicht deine Sekretärin raus.
41:12Okay.
41:13Kleine Braun.
41:14Nein.
41:15Okay, was...
41:22Willst du?
41:24Was kann ich für Sie tun?
41:27Darauf finden Sie ein Video.
41:30Es zeigt dem Bertram Selig und irgendeinen Schönheitschirurgen, der einen Kunstfehler begangen hat.
41:35Der Selig verspricht ihm, dass er den Staatsanwalt besticht und damit einen Prozess verhindert.
41:42Warum erzählen Sie mir das?
41:46Weil ich will, dass der Selig endlich ans Messer geliefert wird.
41:51Entschuldigen Sie, Frau Pariasek.
41:54Pariasek.
41:55Pariasek?
41:56Aber Sie kommen mir irgendwie bekannt vor.
42:00Kann sein, dass wir schon miteinander zu tun hatten?
42:04Nicht persönlich.
42:06Aber Sie haben einen Nachruf verfasst.
42:08Auf meinen Mann.
42:11Ich habe ihn umgebracht.
42:16Ah, ja.
42:19Was fällt mir da an?
42:21Ein besonders grausamer Mord.
42:2420 Messerstiche oder so.
42:2634.
42:28Aber ich habe dafür gebüßt.
42:32Und, ähm,
42:35würde mich die Sache nicht interessieren?
42:38Das glaube ich nicht.
42:41Jetzt, wo Sie wissen, wer ich bin.
42:51Auf Wiedersehen.
42:58Grüß Gott.
43:01Ach, servus, Bernd.
43:03Bester meiner Wahlkampfmanager.
43:05Gibt es was Neues?
43:06Jede Menge.
43:07Gehen wir ins Büro?
43:07Ähm, entschuldigen Sie, Herr Minister,
43:09aber Ihre Schwester wartet auf Sie.
43:11Meine Schwester?
43:13Ah, die habe ich ganz vergessen.
43:16Geh mir zehn Minuten und geh auf den Café.
43:17Nimmst du sie bitte mit?
43:19Jetzt.
43:21Jetzt.
43:28Sag mal, was hältst du denn nicht von einem Artikel über die Norddorf ab?
43:33Große Scheiße ist das.
43:35Vor allem, weil niemand weiß,
43:36wie der West zu den ganzen Informationen gekommen ist.
43:39Ich schon.
43:40Na, der West war ja auch nix bei uns.
43:41Und der Schnitzler ist dann mit mir auf den Café gegangen,
43:43so wie du jetzt.
43:44Und hat den West ganz allein mit den Akten im Büro lassen.
43:48Das ist jetzt aber nicht wahr.
43:51Chantal, wieso hast du mir das nicht sofort gesagt?
43:53Weil ich nicht wusste, ob das das wichtig ist.
43:56Du bist jetzt böse.
43:57Ja.
43:59Wie der Wolf.
44:00Und jetzt wirst du gefressen.
44:15Na, da sind Sie ja endlich.
44:18Entschuldigung.
44:19Ich bin im achten Monat.
44:21Da ist das alles schon ziemlich anstrengend.
44:23Wie kann ich helfen?
44:24Ah.
44:26Waltraud Steinberg.
44:28Die Witwe von Josef Steinberg.
44:30Ich erinnere mich.
44:31Ich habe sie über Migremes gesehen.
44:33Mein Mann ist ermordet worden.
44:35Na, ich weiß.
44:36Sehr tragisch.
44:37Er war einer unserer fähigsten Mitarbeiter.
44:39Sein Verlust wird nicht leicht wieder gut zu machen sein.
44:41Bla, bla, bla.
44:45Ich weiß, dass es für Sie sehr schlimm ist.
44:47Noch dazu in Ihrem Zustand.
44:48Das ist kein Zustand.
44:49Das ist ein Baby.
44:50Ein Kind, das keinen Vater mehr hat.
44:52Wie kann ich Ihnen helfen?
44:54Ich habe nicht sehr viel Zeit.
44:55Der nächste Termin wartet bereits.
44:56Glauben Sie mir.
44:57Der kann warten.
44:58Ah.
44:59Mein Schicksal wird Sie so tief bewegen.
45:01Da können Sie Gifft drauf nehmen.
45:04Gnädige Frau, wenn Sie jetzt bitte...
45:05Stellen Sie sich vor,
45:06mein Mann hat ein Testament hinterlassen,
45:08das mein Leben nicht gerade einfach macht.
45:10Abgesehen davon sind alle Konten eingefroren,
45:13bis dieses Testament rechtskräftig ist.
45:15Und, was habe ich damit zu tun?
45:18Alles?
45:21Oh.
45:24Stellen Sie sich vor,
45:25ich war ganz in der Nähe,
45:26als man meinen Mann erschossen hat.
45:29Tatsächlich?
45:30Ja, ja.
45:31Die Polizei hat sowas erwähnt.
45:33Ich will Sie nicht unnötig
45:34mit meinen Geschichten langweilen.
45:37Außerdem haben Sie ja noch den nächsten Termin.
45:40Was wollen Sie?
45:42Als wir an diesem Abend
45:44bei den Schneiders ins Auto gestiegen sind,
45:46da hat der Josef noch eine Verabredung gehabt.
45:48Ich habe ihn dorthin gefahren.
45:51Er ist rund ums Gasthaus
45:53und ich bin im Wagen sitzen geblieben.
45:55Kurz darauf habe ich drei Schüsse gehört.
45:57Dann bin ich losgerannt und...
46:01Ich werde das nie vergessen.
46:03Was denn?
46:05Der Josef, der hat noch gelebt.
46:07Tatsächlich?
46:08Tatsächlich.
46:09Und er hat auch noch etwas gesagt.
46:11Und was?
46:13Den Namen des Mörders.
46:19Und warum haben Sie sich der Polizei erzählt?
46:22Weil mir die Polizei nicht helfen kann.
46:25Aber vielleicht der Mörder.
46:30Und welchen Namen hat der Mann genannt?
46:34Schnitzler.
46:36Und ich fürchte,
46:37er hat nicht den Dichter gemeint.
46:40Mhm.
46:42Mhm.
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