- vor 2 Tagen
Hauptkommissar Herzog - Walter Kreye /
Drehbuch - Albert Sandner /
Regie - Vadim Glowna
Drehbuch - Albert Sandner /
Regie - Vadim Glowna
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TVTranskript
00:28Sie haben sich wirklich nicht
00:29verrechnet. Das wäre das erste Mal.
00:31Könnte ja vorkommen.
00:32Nicht bei mir, junger Mann.
00:35Na gut, Klaus.
00:37Dann mach mal.
00:38Mach mal was?
00:39Ja, mach das mal.
00:40Ich gehe schon mal vor.
00:42Aber das war deine Idee, hierher zu gehen.
00:44Das ist ein guter Start für den Abend.
00:46Das waren deine Worte.
00:47Reicht's nicht? Die nehmen auch Kreditkarte.
00:50Ach, sowas habe ich nicht.
00:51Du hast keine Kreditkarte?
00:52Nein, weißt du, ich...
00:55Schon gut.
00:57Ich hatte die zwei Cocktails hier.
00:59Das nächste Mal dann.
01:00Das nächste Mal können wir vergessen.
01:02Was heißt das denn?
01:03Ich ziehe lieber alle einen weiter.
01:06Nichts für ungut, Klaus, aber ich kann mich echt nicht mit jedem sehen lassen.
01:09Man hätte dich gekannt so haben, Klaus.
01:17Dann bleiben noch 36,80.
01:20Oder möchte der Herr noch was nachbestellen?
01:28Stimmt so.
01:32Danke.
01:33Dann schönen Abend noch.
01:48Linda?
01:49Schon wieder.
01:52Das wird ja fast zur Sucht.
01:55Ja.
01:56Ja, ja.
01:56Nee, tut mir leid, dass ich nicht gleich rangegangen bin, aber ich sitze hier noch über diesem Absatz.
02:02Ja, ja.
02:02Immer noch über den Büchern.
02:06Ja.
02:08Natürlich wäre ich lieber bei dir.
02:10Aber was soll ich denn machen?
02:12Tja, das Studium geht vor.
02:15Wir müssen es doch erst mal zu was bringen, wie dein Vater so schön sagt.
02:20Übrigens, du, unser Projekt geht vorwärts.
02:23Ja.
02:24Die wollen allerdings noch mal eine Vorfinanzierung.
02:28Ja, ja.
02:29Ja, das habe ich denen auch gesagt, aber die meinten, das wäre so üblich.
02:35Na ja, jetzt schlaf erst mal drüber.
02:38Wir sprechen uns morgen.
02:40Ja.
02:41Ja.
03:01Ja.
03:03Ja.
03:06Hallo.
03:11Das ist ein Idiot.
03:35Frau Derwald, Sie waren ja gar nicht drin.
03:37Ich fühle mich was drin.
04:03Die Leute lieben dich.
04:04Sie klatschen, weil sie meinen Namen kennen, nicht weil ich gut war.
04:08Komm, lass sie nicht warten.
04:21Ja, das, das war's, dieses wunderschöne kleine Motiv in den Hörnern.
04:30Ich hab' den Einsatz nicht gegeben.
04:32Ich hab' es völlig verpasst.
04:35Jeder wette, dass es keiner gemerkt hat.
04:38Nicht mal du?
04:41Nein.
04:44Nicht mal ich.
04:45Naja, ich hab's gemerkt.
04:46Das reicht.
04:51Susanne, ich...
04:54Ich bin nicht mehr, der ich war.
04:57Jeder hat diese Momente.
04:59Schon.
05:01Aber meine Momente werden immer länger.
05:06Manchmal laufen wir die Gedanken davon oder sie fallen auseinander.
05:15in meinem Leben gibt es nur noch eins, was Bestand hat.
05:26Und das bist du.
05:51Und das bist du.
05:59Da brennt ja Licht.
06:01Es wird Klaus sein.
06:04Der hat doch Sprüche gemacht, dass er heute groß ausgehen will.
06:11Abends.
06:13Du kennst dich ja schon gut bei uns aus.
06:16Ey.
06:18Stimmt was nicht?
06:20Klaus, stimmt was nicht?
06:23Ich bin nichts und ich hab' nichts.
06:27Du hast uns.
06:29Da hab' ich was davon.
06:33Klaus, wir sind immer für dich da.
06:35Und du hast uns.
06:36Du hast dir alles, was du brauchst.
06:42Ich bin sehr müde.
06:47Dein Onkel weiß schon, was er sagt.
06:50Mein Onkel weißen Dreck.
06:57Geht's mal zurück hier?
07:14Dass du auch mal zu spät kommst.
07:16Und?
07:18Was liegt an?
07:19Ein Mann, Mitte, Ende 20, erschlagen.
07:22Von hinten?
07:23Mehrmals, ja.
07:26Mit einem stumpfen, schweren Gegenstand.
07:29Ich geh' davon aus, dass es noch keine halbe Stunde her ist.
07:33Hat er Geld bei sich? Papiere?
07:35Nichts, aber er trug mit Sicherheit was bei sich.
07:37Er sieht ja nicht gerade arm aus.
07:39Ja, allein die Klamotten, alles markenbar.
07:41Ach, noch was.
07:42Das einzige, was wir gefunden haben, ist das Handy hier.
07:45Sind die Spuren schon genommen?
07:47Ja, ja.
07:48Muss ihm aus der Hand oder aus der Tasche gefallen sein?
07:51Und der Täter hat's übersehen?
07:53Übersehen?
07:55Ihr denkt also an Ratmord?
07:58Der Gedanke bietet sich an.
08:00Oder stört dich was da?
08:01Nein, nein, im Grunde nicht.
08:03Ich hab' nur was gegen Gedanken, die sich anbieten.
08:07Wer hat ihn gefunden?
08:09Die Leute da unten.
08:10Kamen gerade aus dem Konzert.
08:12Tatzeugen wird schwierig.
08:13Es war nach Geschäftsschluss und vor Ende der Theatervorstellungen.
08:16Da hat die Gegend hier so was Totes.
08:18Tja, hier gibt's keine Anwohner.
08:21Trotzdem, hör dich mal ein bisschen um, hm?
08:23Man kann nie wissen.
08:26Dann wollen wir mal.
08:37Linda.
08:41Ja?
08:42Schatz, komm schnell, hier ist was passiert.
08:45Sprech' ich mit Linda?
08:47Wer ist da?
08:48Hier ist Herzog.
08:50Ich hab' gerade das Handy gefunden.
08:51Wo kann ich's Ihnen zurückgeben?
08:59Ist die zuständig?
09:00Gerade für den Kerl, der da oben, da oben rumliegt.
09:04Sozusagen.
09:05Warum?
09:05Weil ich, äh, ich kenn den.
09:08Wer ist das?
09:09Ja, der war eben da drüben in der, in der Bar im, im, im Lauritz, war der.
09:31Guten Abend.
09:34Ja?
09:35Wir möchten zu Linda Schlosser.
09:37So.
09:39Dann müssen Sie erst mal an mir vorbei.
09:42Und wer sind Sie bitte?
09:44Ihr Vater.
09:45Und Sie?
09:46Polizei.
09:48Mein Name ist Herzog.
09:50Mein Kollege Richter.
09:52Polizei.
09:53Und was wollen Sie von ihr?
09:55Ja, ein paar Fragen stellen.
09:57Und was?
09:59Ist Ihre Tochter volljährig?
10:02Sie hält sich dafür.
10:03Ist sie das?
10:04Ja!
10:05Dann würden wir die Fragen gern persönlich stellen.
10:08Ach und, darf ich Ihnen vor einen Namen wissen?
10:11Nur der Form halber.
10:12Kaspar Schlosser.
10:13Kommen Sie rein.
10:14Danke.
10:15Ist doch aber nicht so, dass wir noch einen Anwalt brauchen, oder?
10:18Nein, wir brauchen nur Ihre Tochter.
10:19Wo ist sie denn?
10:20So.
10:22Kommen Sie jetzt raus!
10:24Kommen Sie jetzt raus!
10:24Er hat sich eingeschlossen.
10:27Was sind Leute da?
10:28Leute von der Polizei!
10:33Polizei?
10:35Frau Schlosser, mein Name ist Herzog.
10:39Wir haben vorhin zusammen telefoniert.
10:41Mit diesem Handy.
10:43Sie haben aber nicht gesagt, dass Sie von der Polizei sind.
10:46Nein, wir waren in Eile.
10:48Wissen Sie, wem es gehört?
10:49Volker.
10:51Volker wie noch?
10:53Volker Herbst.
10:54Das ist mein Verlobter.
10:57Wo haben Sie es denn gefunden?
10:58Es lag auf der Straße.
11:00Verstehe ich nicht.
11:01Ich dachte, er wäre zu Hause.
11:02Wo ist denn zu Hause?
11:04Im Rumpoldweg, 18.
11:07Und was macht er so beruflich?
11:09Studiert Betriebswirtschaft.
11:13Sie kommt doch hier nicht mitten in der Nacht her, weil Sie ein Handy auf der Straße gefunden haben.
11:16Nein, nicht nur deswegen.
11:18Als wir zusammen gesprochen haben, haben Sie gesagt, komm schnell.
11:22Es ist etwas passiert.
11:23Was meinten Sie damit?
11:25Ich bin passiert.
11:27Bin hier vorbeigekommen, weil Sie mich nach Hause nehmen.
11:29Genug ist genug.
11:40Kennen Sie den?
11:42Ja.
11:43War der schon öfter bei Ihnen?
11:45Das war das erste Mal.
11:47Aber es wäre auch das letzte Mal gewesen.
11:49So oder so.
11:50Warum?
11:52Junger möchte gern.
11:53Kam nur rein, um anzugeben.
11:55Keine Kundschaft, die ich nötig habe.
11:57Sie kennen ihn also nicht näher?
11:59Nein.
12:00Keiner von Ihnen?
12:01Da müssten Sie schon seinen Freund fragen.
12:03Seinen Freund?
12:04Ja.
12:05Dem er die Abfuhr gegeben hat.
12:07Naja.
12:08Ich hätte ihn vermutlich auch erschlagen.
12:12Ich habe hier drei Monate gegeben.
12:14Ich habe gesagt, ich zahle dir so lange das Hotel hier.
12:18Wenn du es bis dahin schaffst, selbst zu verdienen, kannst du hier bleiben.
12:22Ansonsten geht es wieder zurück.
12:24Zurück? Wohin?
12:26Ja, zu uns nach Lauchenberg.
12:28Lauchenberg?
12:29Das muss man nicht kennen.
12:30Und wenn man es kennt, will man weg.
12:32Es ist Richtung Salzburg und unweit von der Autobahn.
12:38Sind Sie schon lange hier heute Abend?
12:41Seit halb elf.
12:42Sie kommen mitten in der Nacht hierher, um Ihre volljährige Tochter nach Hause zu holen?
12:48Wie wann denn sonst?
12:49Tagsüber habe ich zu arbeiten.
12:51Was machen Sie beruflich?
12:53Ich habe ein Sägewerk.
12:55Herr Schlosser, kennen Sie den Verlobten Ihrer Tochter?
12:59Was soll denn diese Fragerei?
13:01Kennen Sie ihn?
13:03Ja, kenne ihn.
13:07Verstehe nur nicht, dass sie zu sowas Verlobter sagt.
13:10Zu sowas?
13:11Alte Schleimbacke. Nichts dahinter.
13:14Mein Vater hat was gegen Leute, die wissen, wie man sich benimmt.
13:19Frau Schlosser, wie haben Sie Herrn Herbst kennengelernt?
13:23Ja, das musste ich Ihnen jetzt erzählen.
13:26Am Bankautomat.
13:29Wirklich?
13:30Ja.
13:33Er hat gerade Geld geholt, ich habe gerade Geld geholt und dann sind wir halt ins Gespräch gekommen.
13:38Darüber, wie lange das immer dauert, bis so ein automatisches Geld rausgibt.
13:41Ja.
13:43Das ist doch die richtige Grundlage für dauerhaftes Glück.
13:48Da können Sie jetzt mal sagen, was Sie hier wollen.
13:52Frau Schlosser,
13:55Herr Herbst ist etwas zugestoßen.
13:57Aber doch hoffentlich nichts Schlimmes.
13:59Das Schlimmste.
14:02Was heißt das?
14:04Wie?
14:05Überlebt nicht mehr, stimmt's?
14:07Ja.
14:09Es tut mir sehr leid.
14:13Und das wissen Sie die ganze Zeit und sitzen hier rum und reden.
14:18Sowas widerliches wie euch gibt's doch auf der ganzen Welt nicht mehr.
14:23Und dieser Freund hieß Klaus.
14:27So hat er ihn jedenfalls genannt.
14:29Mehr wissen Sie nicht.
14:31Das einzige, was ich sonst noch weiß, ist, dass meine Gäste auf mich warten.
14:35Na schön, Sie hören von uns.
14:37Alles andere würde mich auch wundern.
14:42Und schon wissen wir fast alles über die Familie Schlosser.
14:45Leider wissen wir nichts über diesen Volker Herbst, außer seine Adresse.
14:50Das ist Gerd.
14:51Du, äh, bestellt schon mal den Schlüsseldienst. Wahrscheinlich müssen wir aufbrechen lassen.
14:54Rumpoldweg 18.
14:56Ja.
14:57Gerd?
14:58Was gibt's Neues?
15:01Klaus!
15:02Und weiter?
15:03Hallo, ja, wir brauchen Schlüsseldienst.
15:05Rumpoldweg 18.
15:05Ja, danke.
15:06Okay, bis dann.
15:09Dieser Herbst war mit einem Freund unterwegs, der Klaus heißt. Nachname unbekannt.
15:14Vielleicht ist der Name ja auf seinem Handy.
15:20Herr Seltsam, da ist nur der Name Linda gespeichert.
15:23Dann hoffe ich, dass er ein Adressbuch zu Hause hat.
15:33Komm, mach auf und komm raus.
15:35Du hörst mich doch.
15:38Ich weiß doch, dass du mich hörst.
15:49Und, wie geht's jetzt weiter?
15:52Sie haben uns für morgen einbestellt.
15:55Wir wirst Ihnen alles über diesen Volker erzählen, und dann fahren wir heim.
16:04Ich hab noch ein Bier da.
16:06Wollen wir uns das nicht teilen?
16:07Das klingt gut.
16:30Ich bitte nur nicht, dass du was machst, was dir später leid tut.
16:32Du hast doch nicht so schwer zu verstehen, oder?
16:35Ich mach schon nichts, was mir leid tut.
16:37Ich mach schon nichts, was mir leid tut.
16:45Hier, Mahnung wegen Mietrückstand, Schreiben von der Bank, Konto überzogen, noch eine Mahnung, Kontoauszug soll, also im Geld geschwommen ist
17:03er nicht, aber Hauptsache schick angezogen.
17:07Hier sind seine Adressen drin. Gibt aber nur ein Klaus, Klaus Derwand. Adresse? Das wirst du jetzt nicht glauben, der
17:18wohnt in der Derwandstraße 1. Komm, keine Witze. Derwand in der Derwandstraße? So was machst du richtig neugierig, oder? Zieh
17:27du das Mann hier weiter durch, ja? Ich will mal sehen, ob Gerd schon frei ist. Gerd, wie sieht's aus
17:35bei dir?
17:36Wir sind hier soweit fertig.
17:38Das werden alles weitermachen, hol mich ja ab, ja? Wir haben jetzt die Adresse von diesem Klaus.
17:44Ich werde das Gefühl nicht los, mit diesem Handy stimmt was nicht. Normalerweise ist da alles Mögliche drauf. Anrufe, Nachrichten,
17:53Notizen, Musik, aber hier ist so gut wie gar nichts drauf.
17:56Vielleicht hat er es noch nicht so lang. Ist aber gebraucht. Hier ein Anruf um 21.45 Uhr von Linda
18:03Schlosser. Das Gespräch dauert vier Minuten.
18:06Also kurz vor dem Mord. Und kurz darauf um 21.50 Uhr ein Anruf. Genau acht Sekunden.
18:12Das war dann wohl das letzte Gespräch seines Lebens. Acht Sekunden? Da kann man kaum was sagen.
18:19Falsch verbunden zum Beispiel. Was? Du glaubst, jemand hat irrtümlich angerufen?
18:25Zufälligerweise ein paar Minuten, bevor er erschlagen wurde. Die einfache Erklärung ist auf die richtige.
18:32Derwand, Derwand. Ich freue mich die ganze Zeit, woher ich diesen Namen kenne.
18:36Der Dirigent. Sein Beethoven-Zyklus ist Legende. Ja, natürlich.
18:46Herr Klaus Derwand? Ich kenne Sie nicht.
18:50Polizei. Mein Name ist Herzog. Das ist mein Kollege Heimann. Dürfen wir?
19:01Wir möchten Ihnen ein paar Fragen stellen.
19:05Fragen. Verstehen Sie, was ich sage?
19:09Ich verstehe, was Sie sagen.
19:14Frau Derwand?
19:16Ja. Ich bin Susanne Derwand.
19:19Und Sie sind von der Polizei, wie ich mitgekriegt habe.
19:23Und?
19:26Was wollen Sie?
19:28Ihrem Sohn ein paar Fragen stellen.
19:31Das ist nicht mein Sohn.
19:34Das ist der Großneffe meines Mannes.
19:36Genau. Der kleine Verwandte.
19:40Fragen Sie bitte, was Sie wollen, aber seien Sie leise.
19:43Mein Mann braucht seinen Schlaf.
19:45Tja, wir werden es ohnehin kurz machen müssen.
19:50Herr Derwand, Sie waren heute Abend unterwegs, richtig?
19:55Ja.
19:55Mit Ihrem Freund, Volker Herbst.
19:58Mein Freund, mein Freund.
20:01Sie haben mit ihm eine Bar besucht, aus Lauritz.
20:04Ja.
20:06Haben Sie die Bar auch gemeinsam verlassen?
20:08Nein.
20:10Warum nicht?
20:11Er hat mich stehen lassen.
20:13Warum hat er Sie stehen lassen?
20:14Weil ich keiner bin, mit dem man sich sehen lassen kann.
20:19Was haben Sie danach gemacht?
20:21Ich bin heimgegangen.
20:22Ich brauche ihn nicht.
20:23Ich brauche niemanden.
20:25Klaus war zu Hause, als ich mit meinem Mann vom Konzert kam.
20:30Liegt was vor?
20:31Gegen Volker Herbst?
20:35Ach, Sie kennen ihn?
20:38Flüchtig.
20:40Klaus hat ihn vor ein paar Tagen mit ins Haus gebracht.
20:44Flüchtig.
20:45Er hat sie angemacht und sie war sauer.
20:50Es ist ein sehr von sich überzeugter junger Mann.
20:53Ich musste ihn bitten, seine Hände von mir zu lassen.
20:58Warum fragen Sie das?
21:00Er kam heute Nacht ums Leben.
21:04Volker, Volker, gibt es nicht mehr?
21:06Ja, wenn Sie das so ausdrücken wollen.
21:11Ja, und
21:14Gestapper?
21:15Gewaltsam.
21:17Wir sprechen weiter, wenn Herr Darwan wieder nüchtern ist.
21:21Bitte sorgen Sie dafür, dass er bis dahin das Haus nicht verlässt, ja?
21:47效果, wenn Sie das so ausdrücken wollen.
21:49Der ist die Frage.
21:50Der ist auf!
21:58Er ist deutlich, dass wir uns nicht verletzen.
21:59Der ist auf!
21:59Er ist auf!
22:00Er ist auf!
22:00Er ist auf!
22:01Er ist auf!
22:28Ist mein Bruder da?
22:29Ja, aber Moment.
22:31Das ist nach wie vor die beste Anlage, die man sich denken kann.
22:36Das sind Gerüchte. Ich warne davor, so was ernst zu nehmen.
22:40Ich sichte noch mal die Unterlagen und rufe sie zurück, ja?
22:43Susanne, was gibt's? Ärger?
22:47Ja, mit Klaus.
22:49Der bringt nur Unglück.
22:51Ich habe das geahnt, als er das erste Mal ins Haus kam.
22:54Was ist mit ihm?
22:57Mit ihm nicht.
23:00Ein Freund von ihm wurde letzte Nacht ermordet.
23:03Was?
23:04Ja, in den Nachrichten heißt es, so was wie Raubmord, aber...
23:09Aber was?
23:12Ich, ich habe ihn gekannt, diesen Freund.
23:18Wie, du kanntest den?
23:20Naja, der war irgendwann mal bei uns im Haus.
23:24Hat sich daneben benommen.
23:26Naja, wurde zu dringlich.
23:33Weiß die Polizei davon?
23:35Ist nur eine Frage der Zeit, bis die die Akten über mich gefunden haben.
23:39Ach komm, nach all den Jahren.
23:41Hilma, die sind doch nicht blöd.
23:44Bitte.
23:45Und wenn Sie es wissen, dann werden die mich fragen, wo ich gestern Abend gewesen bin.
23:49Dann muss ich sagen, dass ich hier war.
23:51Ich weiß, wir wollten das für uns behalten, aber man weiß, dass ich nicht im Konzert war.
23:57Mach dir keine Sorgen.
24:00Polizei?
24:02Das ist mal was Neues.
24:03Ich hatte noch nie mit der Polizei zu tun.
24:06Es ist in der Regel auch keine Erfahrung, auf die man Wert legt.
24:09Und Sie wollen zu Klaus.
24:11Richtig.
24:13Er ist im Schwimmbad.
24:16Er braucht eine kalte Dusche.
24:18Ja, kann ich mir denken.
24:20Ich nehme an, Sie verstehen sich gut mit ihm.
24:23Den Umständen entsprechend?
24:26Wie meinen Sie das?
24:27Er ist ein Enkel meines Bruders.
24:31Er beginnt gerade sein Studium, fand kein Zimmer.
24:34Es gehört sich, dass ich ihn aufnahm.
24:36Heißt das, Sie kennen ihn gar nicht näher?
24:39Als ich ihn das letzte Mal sah, trug er nach Windeln.
24:42In den letzten Wochen habe ich ihn kaum bemerkt.
24:47Meine Frau nimmt mir alles ab.
24:49Aber Sie wissen, was wir ihn fragen wollen.
24:51Ja, Sie wollen ihn als Zeugen vernehmen oder so etwas Ähnliches?
24:55Ja, so etwas Ähnliches.
24:57Wenn Sie mich brauchen, ich bin dann...
25:00Ja, da.
25:02Tja, danke, wir finden den Weg.
25:15Hallo, Herr Dervant.
25:18Ausgebot.
25:19Dann hat ihn also jemand umgebracht.
25:22Woher wissen Sie das?
25:24Die Frühnachrichten.
25:25Wir waren sowieso geschiedene Leute.
25:28Ja, wir haben davon gehört.
25:31Wie lange kannten Sie beide sich schon?
25:33Ja, zwei Wochen.
25:34Nur?
25:35Und das Semester hat gerade erst angefangen.
25:42Ich bin auf ihn reingefallen.
25:44Was meinen Sie damit?
25:46Ich bin neu hier.
25:47Er war schon im fünften Semester.
25:50Er hat so getan, als könnte er mir zeigen, wo es lang geht.
25:54Mir Plätze zeigen, mich unter Leute bringen.
25:57Ich habe wirklich geglaubt, er meinte es ernst.
25:59Und jetzt denken Sie das nicht mehr?
26:01Ich denke, es ist wegen meines Namens.
26:03Er hat meinen Namen gehört und glaubt, da gibt es was zu holen.
26:07Bis er dann gemerkt hat, dass...
26:08Dass Sie nur der kleine Verwandte sind.
26:11Das waren Ihre eigenen Worte letzte Nacht.
26:15Sein Verhalten hat sich sehr verletzt, oder?
26:17Schon.
26:19Aber deswegen bringt man ja nicht gleich jemanden um.
26:22Das müssen Sie doch wissen als Polizist.
26:23Ach, wissen Sie.
26:26Was haben Sie gemacht, nachdem Sie das Lokal verlassen haben?
26:30Ich bin nach Hause gegangen und habe mich getröstet.
26:33Der einzige Ort, wo es hier Trost gibt in diesem Haus, ist die Hausbar.
26:40Und wie sind Sie nach Hause gekommen?
26:42Zu Fuß. Ich hatte ja kein Geld mehr.
26:45Haben Sie Volker Herbst noch mal gesehen?
26:47Das war das Letzte, was ich hätte sehen wollen.
26:51Ich habe die Namen durch den Computer laufen lassen.
26:53Und?
26:53Nichts zu Volker Herbst, nichts zu Klaus Derwand, nichts zu Kasper und Linda Schlosser.
26:58Du siehst aus, als käme jetzt ein Aber.
27:01Aber etwas zu Susanne Derwand.
27:03Oh, die Dame des Hauses. Und was?
27:06Es gab da mal ein Verfahren.
27:08Welches Delikt?
27:09Schwere Körperverletzung.
27:11Wie bitte?
27:14Immer wenn es spannend wird.
27:16Es ist allerdings schon 15 Jahre her.
27:18Sie schlug einen Mann nieder, der versuchte, sie zu vergewaltigen.
27:21Weißt du Näheres darüber?
27:23Der Mann überfiel sie auf dem Heimweg und sie verteidigte sich mit dem Erstbesten, was ihr in die Hände kam.
27:27Das war ein Stein aus einer Gartenmauer.
27:29Hatte das Folgen für sie?
27:31Nein.
27:31Die Sachlage war klar und der Mann war einschlägig vorbestraft.
27:34Aber Tatsache ist, dass sie ihn im Einhaar erschlagen hätte.
27:38Erschlagen?
27:40Und dieser Volker Herbst wurde bei ihr zudringlich.
27:50Wo warst du denn?
27:52Einkaufen.
27:54Vergiss nicht, dass du Orchesterprobe hast, ja?
27:57Und um 14 Uhr das Interview.
27:59Aber du kommst doch mit.
28:00Natürlich.
28:07Derwand?
28:07Frau Derwand, wir müssen mit Ihnen reden.
28:13Sie haben die Unterlagen über mich gefunden, ja?
28:16Ja.
28:18Sie waren schnell.
28:19Danke.
28:21Wollen Sie zu uns kommen oder sollen wir zu Ihnen?
28:25Ich komm zu Ihnen.
28:27Darf ich meinen Bruder mitbringen?
28:29Sie können mitbringen, wen Sie wollen.
28:31Je eher, desto besser.
28:33Das ist auch in meinem Sinn.
28:35Also bis gleich.
28:48Ich muss noch mal weg.
28:49Zur Polizei.
28:51Immer noch wegen der Sache von gestern?
28:55Dann kommst du nicht mit mir?
29:02Bedank dich bei dem da.
29:07Ich hatte da gerade ein interessantes Gespräch.
29:09Mit welcher Zeitung?
29:12Mit der Morgenpost.
29:13Woher warst du?
29:14Weil ich auch eins hatte.
29:16Mit dem Nachtkurier.
29:17Aus dem gleichen Grund vermutlich.
29:20In der Redaktion ging ein anonymer Anruf ein, bezog sich auf den Mord von gestern.
29:25Und der Anrufer sagte wörtlich...
29:27Wer ins Lauritz geht, der stirbt.
29:30Genau.
29:31Aber haben wir sowas nicht ständig?
29:32Irgendwelche anonymen Anrufer, die sich wichtig machen?
29:34Da steckt mehr dahinter.
29:35Überleg doch mal, was kam von dem Fall bislang an die Öffentlichkeit?
29:39Es war zu spät für die Zeitungen von heute.
29:42Und bis jetzt gab es nur eine kurze Nachricht im Lokalradio.
29:44Und, was sagten die?
29:46Irgendwas für ein Raubmord an der Feldherrenhalle.
29:48Eben.
29:50Kein Wort davon, dass er vorher was trinken war.
29:53Auch nicht den Namen des Lokals.
29:55Aber dieser Anrufer weiß genauso viel wie wir.
29:58Wenn nicht sogar mehr.
30:00Das könnte also der Mörder selbst gewesen sein.
30:03Mir hat was ins Bier gemacht.
30:06Die bringe ich um.
30:10Hat sie einen guten Grund, nicht wiederzukommen.
30:14Ich bin zu gutmütig.
30:16Glauben Sie es mir.
30:19Momentan ist das Wichtigste, dass wir rausfinden, wo sie ist.
30:25Ja, das habe ich schon alles durchgesehen da.
30:28Und?
30:29Hast du es gefunden?
30:31Nein.
30:33Was hat sie denn hier gemacht in diesen drei Monaten?
30:37Sie wollte ihr eigenes Geld verdienen.
30:40Und wie?
30:44Anständig.
30:45Mehr war es ihr nicht rauszukriegen.
30:47Und?
30:48Hat sie anständig Geld verdient?
30:51Auf jeden Fall hat sie Geld ausgegeben.
30:54Alles, was sie hatte.
30:56Ihr Konto hat sie noch bei uns im Ort.
30:58Ich habe die Post mit ihren Auszügen aufgemacht.
31:02Alles abgehoben.
31:04Und wie schick war das?
31:07Zweieinhalbtausend.
31:09Was wissen Sie über Ihren Bekannten-Kreuzchen?
31:11Nichts.
31:14Der Einzige, den ich gesehen habe, war diese Schleimbacke.
31:17Aber den können wir jetzt nichts mehr fragen.
31:20Er hat sich verführen lassen.
31:22Von Volker Herbst?
31:24Von ihm, von den Büchern, die sie liest, der Musik, die sie hört.
31:28Von dem ganzen Zeug, was es da heutzutage gibt.
31:33Dieser Fall liegt Jahre zurück.
31:35Und jeder hatte Verständnis für Susanne.
31:37Jeder.
31:39Wir müssen nicht über alte Fälle reden.
31:42Wir halten nur die Tatsache fest, dass sie sich zu wehren wissen.
31:45Das können Sie mir nicht zum Vorwurf machen.
31:47Natürlich nicht.
31:49Aber Erfahrungen dieser Art schlagen manchmal Wunden,
31:53die nie ganz heilen.
31:56Die jederzeit wieder aufbrechen können, meinen Sie, ja?
31:59Bei entsprechendem Anlass.
32:00Ich will Sie nicht unnötig festhalten, Frau Derwand.
32:03Es genügt mir zu wissen, wo Sie gestern Abend gewesen sind.
32:06Deshalb hat sie mich mitgebracht.
32:07Ich kann bestätigen, dass Sie gestern Abend bei mir im Büro war.
32:11Da sehe ich aber einen kleinen Widerspruch, Herr Schwanke.
32:16Sie haben gestern Nacht ausgesagt, Sie wären bei diesem Konzert gewesen.
32:20Ich habe meinen Mann zum Konzert gebracht und ihn danach wieder abgeholt.
32:24In der Zwischenzeit war ich bei meinem Bruder.
32:27Und Ihr Mann kann das bestätigen?
32:29Nein.
32:30Der hat ja dirigiert.
32:32Das heißt, er weiß es nicht.
32:34So ist es.
32:35Ich habe es ihm bewusst nicht gesagt.
32:38Er fühlt sich besser, wenn er glaubt, ich bin im Saal und höre zu.
32:42Was für ein Büro haben Sie denn?
32:44Ich bin Finanzberater.
32:46Was war der Grund für diesen Termin?
32:48Ich hatte ein wichtiges Gespräch.
32:50Eine Konferenzschaltung nach Kalifornien.
32:53Susanne spricht besser Englisch als ich.
32:55Sie hat mir geholfen.
32:56Wann war das Gespräch zu Ende?
32:59Gegen halb zehn.
33:01Was taten Sie danach?
33:03Ich bin zurück ins Konzert, um meinen Mann abzuholen.
33:08Ohne jeden Umweg?
33:10Ohne jeden Umweg.
33:13Sie bleiben also dabei, dass Sie Volker Herbst nur ein einziges Mal gesehen haben.
33:17Und zwar, als ihn Klaus zu Ihnen nach Hause brachte.
33:21Ja.
33:21Und das eine Mal wurde lästig genug.
33:26Ich glaube, das ist eine Masche von ihm.
33:28Was?
33:29Frauen anzumachen, die etwas älter sind.
33:33Vielleicht hat er sich ein Stipendium erhofft.
33:35Hat Ihre Schwester Ihnen von diesem Vorfall erzählt?
33:39Erst heute. Leider.
33:42Höchste Zeit, dass ich diesen schrecklichen Neffen mal kennenlerne.
33:45Klaus wusste wahrscheinlich selber nicht, wen er da ins Haus schleppt.
33:49Ich verstehe, dass Sie das alles fragen müssen.
33:53Sind Sie ja zufrieden?
33:55Nur eins noch.
33:56Wussten Sie, wo Volker Herbst sich gestern Abend aufgehalten hat?
34:02Woher sollte ich das wissen?
34:04Naja, es könnte ja sein, dass Klaus Ihnen gesagt hat, wo er mit ihm hin will.
34:09Klaus kann uns diese Frage sicher auch beantworten.
34:15Ja, also, er hat sowas erwähnt, dass er mit Volker ins Lauritz will.
34:23Aber das war wirklich eher so eine Bemerkung nebenbei, als er das Haus verließ.
34:27Was nichts daran ändert, dass Sie Bescheid wussten.
34:34Hören Sie, ich habe das nicht gleich gesagt, weil ich wusste, dass mich das belasten kann.
34:44Also, wenn ich ihn umgebracht hätte, dann würde ich das jetzt zugeben.
34:48Nein, ich glaube nicht, dass Sie das zugeben würden.
34:54Warum nicht?
34:55Weil Sie an Ihren Mann denken.
34:57Und daran, wie schmerzlich das für ihn wäre.
35:03Susanne Derwand hätte ohne weiteres auf ihrem Weg zurück ins Konzert über das Lauritz gehen können.
35:09Schau mal.
35:12Das ist ja nur...
35:13Das wäre hier nur ein kleiner Umweg.
35:16Sie bleibt also auf der Liste.
35:19Und die Liste wird immer länger.
35:21Hast du schon was festgestellt über das Lauritz?
35:23Und ob? Es gehört Harald Plensberg.
35:26Soll mir das was sagen?
35:27Ehemaliger Journalist.
35:29Der schrieb jahrelang so Klatschkolumnen für Gesellschaftsmagazine.
35:33Sehr umtriebig und sehr umstritten.
35:37Also jemand, der Feinde hat?
35:39Davon kannst du ausgehen.
35:40Dann sollten wir ihn schleunigst kennenlernen.
35:43Sie wollen also, dass wir Ihnen alles über Volker erzählen, ja?
35:46Ja, bitte.
35:48Wenn einer nicht mehr liebt, soll man doch nur Gutes sagen.
35:51Wir können Sie alles sagen.
35:53Fällt mir wirklich ein Stein vom Herzen.
35:55Es gibt nämlich nichts Gutes.
35:57Das Beste, was man sagen kann, ist, dass er ein echtes Talent hatte für Betriebswirtschaft.
36:01Und der Betrieb war er selber.
36:03Ja, da ist was dran.
36:04Er wusste genau, wie man mit Leuten gewinnbringend umgeht.
36:07Sie meinen, er lebte gern auf fremde Kosten?
36:09Er hat immer jemanden gefunden, der für ihn zahlt.
36:12Zuletzt hing er mit einem Jungen vom ersten Semester rum, diesem Derwand.
36:15Dachte sich wahrscheinlich, der bringt ihn in bessere Kreise.
36:18Und er muss eine Freundin gehabt haben, die ihm Geld gibt.
36:21Früher hatte er sogar was mit Verheirateten.
36:23Er meinte, bei denen kann man erst abkassieren, dann kann man sie fallen lassen.
36:26Und die würden sich sowieso nicht trauen zu mucksen.
36:29Betriebswirtschaftlich also ideal.
36:31Er war sogar richtig stolz drauf, dass alle auf ihn reinfallen.
36:35Kennen Sie jemanden von den Leuten, die auf ihn reingefallen sind?
36:37Abgesehen vom jungen Derwand.
36:39Nee.
36:41Na ja, so wirklich, er hat nie jemanden mit hergebracht.
36:44Hatte wohl Angst, dass wir sie über ihn aufklären.
36:47Und gibt's hier jemanden, der ihn näher kannte?
36:49Kaum.
36:50Die meisten gingen ihm aus dem Weg.
36:52Aber eins war uns schon immer klar.
36:54Entweder Volker bringt's weiter, als wir alle zusammen.
36:57Oder jemand zieht ihn aus dem Verkehr.
36:59Wer hat's denn getan?
37:01Der Mann, der vorgestern hier war?
37:04Feinde.
37:06Wüsste ich gar nicht, wo ich die hernehmen soll.
37:08Tja, das wissen wir natürlich auch nicht, Herr Plensberg.
37:11Wir wissen nur, dass eine Drohung gegen Ihr Lokal vorliegt.
37:13Und dass diese Drohung wahrscheinlich heute Abend allgemein bekannt sein dürfte.
37:19Wussten Sie, dass sich das Mordopfer von letzter Nacht zuvor hier aufgehört hat?
37:25Mein Lieber.
37:28Haben Sie das noch jemandem gesagt?
37:32Ich hab Besseres zu tun.
37:34Ja, also,
37:36ich das so richtig verstehe,
37:37ist der Kreis, die es gewusst haben, wohl
37:39sehr begrenzt.
37:41Und da gehöre ich wohl irgendwie mit dazu.
37:43Richtig.
37:45Kommen wir zurück auf Ihre Feinde,
37:47die Sie haben oder nicht haben.
37:50Vielleicht gibt's ja welche aus Ihrer Zeit als Reporter.
37:53Sie haben viel über Prominente geschrieben
37:55und nicht nur nette Sachen.
37:58Ja,
37:59nette Sachen wollen die Leute nicht lesen, wisst ihr?
38:03Sonst hätte ich jetzt auch kein Lokal.
38:05Dann sind Sie also öfter mal jemandem auf die Füße getreten?
38:08Na ja, wenn man das so
38:11einfach ausdrücken will.
38:12Ja.
38:13Können Sie uns vielleicht Namen nennen?
38:16Es waren eigentlich immer dieselben
38:17zwei bis dreitausend.
38:20Bei so vielen könnte natürlich jemand dabei sein,
38:23der ein bisschen nachtragend ist.
38:25Vielleicht wäre es sinnvoll,
38:25das Lokal zu schließen,
38:26bis die genauen Umstände geklärt sind.
38:30Sind Sie verrückt?
38:31Ich spreche nur eine Empfehlung aus.
38:33Na gut, dann sind Sie ja jetzt Ihrer Pflicht nachgekommen.
38:36Guten Abend noch.
38:38Tja.
38:39Abend.
38:40Guten Abend.
38:44Das war ein sehr netter Mensch.
38:45Von dem würde ich gern mehr wissen.
38:47Das Lokal lassen wir sicherheitshalber zivil überwachen.
38:49Ich kümmere mich drum.
38:53Nachricht von Werner.
38:55Hallo Werner, was gibt's?
38:57Ja.
38:58Den Rest der Beschreibung kannst du dir sparen.
39:00Ich weiß Bescheid.
39:01Ja.
39:03Axel?
39:05Bist du noch bei Kaspar Schlosser?
39:07Ja, dann fahr noch mal hin.
39:09Sei nicht nett zu ihm.
39:11Bring ihn aufs Präsidium.
39:12Ja.
39:16Die Beschreibung passt also eindeutig auf mich.
39:19Naja, wenn Sie das sagen.
39:21Sie waren vorgestern an der betriebswirtschaftlichen Fakultät
39:24und haben sich nach Volker Herbst erkundigt.
39:27Ja, meine Tochter redet nicht mit mir.
39:29Da muss ich manche Sachen eben selber rausfinden.
39:33Hätte ich Ihnen das sagen sollen?
39:34Ja, das hätten Sie.
39:35Wieso?
39:36Damit ändert sich doch nichts.
39:37Doch, damit ändert sich alles.
39:39Uns gegenüber haben Sie so getan,
39:41als ahnten Sie nur, was für ein Mensch er ist.
39:43In Wirklichkeit wussten Sie es ganz genau.
39:45Wir haben gehört, was für ein Bild
39:47die anderen Studenten von ihm zeichnen.
39:48Und wir können uns denken, wie das auf Sie gewirkt hat.
39:50Ja, wie soll es gewirkt haben?
39:52Die Wirkung war, dass ich hingegangen bin
39:54und wollte meine Tochter von ihm wegrollen.
39:56Fragt sich nur, ob das die einzige Wirkung war.
39:58Ach, wie die Einzige.
40:02Nach allem, was Sie erfahren hatten,
40:04mussten Sie davon ausgehen,
40:05dass er Ihre Tochter verführt und betrogen hatte.
40:09Na ja, und?
40:10Wir haben Sie erlebt, Herr Schlosser.
40:13Für Ihre Tochter würden Sie alles tun.
40:15Natürlich.
40:17Ja, Moment.
40:18Sie wissen, wie ich das meine.
40:20Nein, das wissen wir eben nicht.
40:22Wo waren Sie gestern Abend um 10 vor 10?
40:24Ja.
40:27Da habe ich Ihnen doch gestern Nacht alles schon mal gesagt.
40:32Ja, aber wo genau waren Sie zu diesem Zeitpunkt?
40:35Das weiß ich nicht.
40:37Diese Stadt macht mich krank.
40:39Ich habe mich ja ständig verfahren.
40:43Ja, das stimmt schon.
40:44Das stimmt.
40:45Dass ihr widerlich seid.
40:48Wer wollte was anhängen um jeden Preis?
40:51Sehen Sie lieber so, dass Sie meine Tochter finden.
40:54Ich will Sie wiederhaben.
40:55Das ist alles.
40:56Das haben Sie ja deutlich zum Ausdruck gebracht.
40:58Ach so, und jetzt denken Sie, ich gehe über Leichen.
41:00Wir hoffen, dass wir das nicht denken müssen.
41:02Das wissen Sie auch gar nicht.
41:04Es ist nämlich ein riesengroßes Loch
41:06in Ihrem Gedankengang.
41:08Um ihn umzubringen, hätte ich ja wissen müssen, wo er ist.
41:11Aber woher soll ich wissen, wo er gestern Abend war?
41:18Wolltet ihr, dass wir heute zumachen, ja?
41:20Hier, die Kasse ist voll.
41:27Das hätte ich nicht gedacht, dass die Leute auf sowas abfahren.
41:29Das ist die Neugier.
41:32Das ist am stärksten.
41:35Hier, kannst du mal schön ausschneiden, einraben und irgendwo hinhängen.
41:41Die beste Werbung für uns.
41:43Also dann, ciao zusammen.
41:45Ciao.
41:46Ciao.
41:59Was heißt schon?
42:01Ja, ja, ja.
42:03Ja.
42:07Ja, ja.
42:41Der Mann hieß Konstantin Lassek.
42:43Er hatte zweieinhalb Promille Alkohol im Blut.
42:46Ich denke, das Lokal wurde überwacht.
42:48Das schon, aber die können ja nicht jedem Gast hinterherlaufen.
42:52Wurde der Mann ausgeraubt?
42:54Hat er was hinterlassen?
42:55Gibt es Erben?
42:56Es gibt bei ihm nichts zu erben.
42:58Woher hat er ja dann das Geld, um ins Lauritz zu gehen?
43:01Von seinem Bruder.
43:02Die Familie ist wohlhabend.
43:04Er war das schwarze Schaf.
43:05Sein Bruder überwies ihm eine monatliche Rente.
43:07Es reichte für die Miete und den Platz seiner Theke.
43:10So gesehen wäre es natürlich denkbar, dass die beiden Morde nur begangen wurden, um Plensberg
43:15zu schaden.
43:16Sehr geschadet hat es ihm aber nicht.
43:18Er kam da gestern auf dem Heimweg vorbei.
43:19Der Laden war voll.
43:21Genau genommen bringt es ihm sogar was.
43:23Jede Menge kostenlose Schlagzeilen.
43:25Vielleicht ist es ja umgekehrt.
43:26Vielleicht schlägt er selbst dahinter.
43:29Wird er seine Gäste umbringen, weil er das für eine gute Werbung hält?
43:32Klingt nicht nach einer Geschäftsidee, die sich durchsetzt.
43:35Es kann ja auch sein, dass die ganze Sache mit dem Lauritz nur eine Finte ist und dass
43:39der weitere Mord begangen wurde, um unseren Volker Herbst abzulenken.
43:42Der jede Menge Feinde hatte.
43:45Werner, du gehst noch mal zur Uni und sammelst weitere Informationen über diesen Volker
43:49Herbst.
43:49Gerd, du gehst zu Plensberg und erstellst mit ihm eine Liste seiner Feinde.
43:53Und wir zwei, wir zwei gehen noch mal zurück zum Anfang.
43:57Das soll heißen?
43:58Zurück zu der Sache, die ich einfach nicht begreife.
44:01Dieser Volker Herbst kannte jede Menge Leute, aber aus seinem Handy ist so gut wie nichts
44:05gespeichert.
44:07Ich will noch mal in seine Wohnung.
44:09Vielleicht finden wir eine Erklärung dafür.
44:11Ich glaube das alles gar nicht.
44:14Es gibt eine Drohung gegen Ihr Lokal, Herr Plensberg, und zwei Ihrer Gäste sind tot.
44:19Das hat nichts mit Glauben zu tun.
44:21Das ist Realität.
44:23Sie denkt doch nicht im Ernst, dass irgendjemand wahllos meine Gäste umbringt, nur um mir
44:27eins auszuwischen?
44:29Das habe ich wirklich weit hergeholt.
44:31Das ist mal hin.
44:33Na ja, Herr Plensberg, ich habe früher gelegentlich Ihre Artikel gelesen und ich finde, Sie sind
44:38ein Fachmann für Weithergeholtes.
44:41Also können Sie uns schon ein bisschen helfen?
44:45Ihr Stil war scharf.
44:47Mit Enthüllungen, die wehgetan haben.
44:51Mit Gerüchten, die hängen geblieben sind.
44:53Und ich denke mal, Sie haben mit Ihren Berichten einige Karrieren beendet.
44:58Ein für alle Mal.
45:00Das habe ich geschrieben, um zu überleben.
45:03Das wissen die doch alle.
45:04Nein.
45:05Vielleicht meint ja jemand, Sie leben zu gut.
45:09Na, das kann jeder sein dann.
45:13Haben Sie Ihre Artikel irgendwo aufgehoben?
45:15Ja, hier hinten.
45:17Im Regal.
45:19Wie, das Ganze?
45:21Glaub ich noch mehr.
45:25Na gut, dann fangen wir einfach mal von vorn an.
45:30Von A bis AL.
45:38Das hier hat der Herbst im Briefkasten.
45:41Kontoauszüge?
45:42Ja.
45:43Er hat vor zwei Tagen seinen Mietrückstand überwiesen und sein Konto aufgestockt mit 2500 Euro.
45:51Und genau das ist der Betrag, der bei Linda Schlosser auf dem Konto fehlt.
45:55Wen wundert's?
45:59Ah, sehr gut.
46:02Die Telefonrechnungen für sein Handy.
46:04Mit allen Verbindungsnachweisen?
46:06Das ist ja fast so gut wie ein Adressbuch.
46:08Tja, aber das ist nicht das Wesentliche.
46:09Das Wesentliche ist das hier.
46:11Die Rufnummer.
46:12Wieso?
46:14Weil das nicht die Rufnummer ist von dem Handy, das er bei sich hatte.
46:18Ja, dann hatte er doch zwei.
46:20Ich vermute was anderes.
46:23Ich glaube, das Handy, das er vorgestern benutzt hat, war nicht sein eigenes.
46:27Und ich hab da so eine Ahnung, wem das gehören könnte.
46:33Werner?
46:34Bist du noch in der Uni?
46:36Ja, versuch bitte, Klaus Derwand aufzutreiben und frag ihn, wo er sein Handy hat.
46:41Ja, sofort bitte.
46:42Danke.
46:44Danke.
46:49Ich möchte mich stellen.
46:51Sagt man doch so, oder?
46:55Das Handy, ja, das hat er von mir.
46:57Ich wollte Sie ohnehin fragen, wann ich es zurückbekomme.
47:00Das war Ihr Handy?
47:01Wie kam er dazu?
47:03Ich hab's ihm geliehen, weil sein eigenes kaputt war.
47:06Da wollte er erreichbar sein für seine Freundin.
47:09Da hab ich das bisschen gelöscht, was ich drauf hatte, und hab's ihm gegeben.
47:12Mich ruft eh keiner an.
47:14Danke.
47:15Wieso fragen Sie, ist das wichtig?
47:17Das wüsste ich selber gerne.
47:19Wollen Sie damit sagen, Sie stellen sich, um das Adressbuch zurückzugeben?
47:23Nicht etwa wegen des Mordes an Volker Herbst?
47:26Nein, natürlich nicht.
47:27Hab keine Ahnung, wer ihn umgebracht hat.
47:30Was wollten Sie mit dem Adressbuch?
47:34Ich hab was gesucht.
47:36Was gesucht?
47:39Sie wollten herausfinden, wo er Ihre Zeichnungen hingebracht hat.
47:46Ich kann Sie gut verstehen.
47:49Volker Herbst war tot.
47:50Ihr Vater wollte Sie nach Hause holen.
47:53In den Zeichnungen sehen Sie Ihre Zukunft.
47:56Volker hat gesagt, dass er die weitergibt an Leute, die Computerspiele entwickeln.
48:01Er hat gesagt, die wären ganz begeistert gewesen und meinten, das kann man groß rausbringen.
48:06Haben Sie diese Leute jemals kennengelernt?
48:10Nee.
48:11Und Sie haben sich das Adressbuch geholt, weil Sie diese Leute finden wollten.
48:17Sie haben also in den letzten drei Monaten Zeichnungen für mögliche Computerspiele entworfen.
48:24Ich wollte zeigen, was ich kann.
48:27Allen wollte ich das zeigen.
48:30Frau Schlosser,
48:32wir haben Ihre Zeichnungen.
48:35Und wo waren die?
48:37Da drüben im Schränkchen.
48:39Versteckt.
48:42Wieso hat er Sie denn versteckt?
48:45Kamen Sie oft hierher zu Ihnen?
48:47Ja, na klar.
48:49Wir waren ja verlobt.
48:51Dann liegt die Antwort auf der Hand.
48:53Er hat Sie vor Ihnen versteckt.
48:55Er wollte nicht, dass Sie erfahren,
48:58dass er nichts damit getan hat.
49:03Ich habe ihm Geld gegeben.
49:06Er hat gesagt, die Leute verlangen das als Entwicklungsgebühr.
49:09Das wäre so üblich.
49:11Ja.
49:12Er hat damit seine Miete bezahlt.
49:17Das passt.
49:20Ich habe viel über ihn gehört gestern.
49:22Von allen möglichen Leuten.
49:28Wissen Sie, was das Schlimmste ist?
49:30Das Allerschlimmste?
49:32Dass Ihr Vater recht hat.
49:37Ja, klar.
49:40Warum nicht?
49:43Ja.
49:46Du willst weg?
49:49Hast du ja gehört.
49:51Und?
49:53Wohin?
49:55Raus.
49:57Hast du Geheimnisse?
49:59Hat die nicht jeder?
50:09Und die lassen dich wirklich heim?
50:12Wir sind ja nicht aus der Welt.
50:17Aber die werden dich bestimmt anzeigen.
50:19Wegen Behinderung der Ermittlungen.
50:21Von mir aus.
50:25Wir sind zwei Idioten.
50:28Ja.
50:31Na komm, dann pack wir vorhin dann los.
50:38Also, den Bruckner, den muss ich einfach nochmal machen.
50:45Fantastisch.
50:52Was ist?
50:57Ich habe dich belogen.
51:02Seit Wochen habe ich dich belogen.
51:20Hier mal schwanke.
51:24Endlich lernen wir uns kennen.
51:26Ich bin ja so froh, dass Sie es einrichten konnten.
51:29Na ja, wenn Sie es schon so dringend machen am Telefon.
51:33Wieso treffen wir uns gerade hier?
51:37Weil uns hier bestimmt niemand hört.
51:41Sie können sich vermutlich denken, was ich vorhabe.
51:45Dafür sorgen, dass ich den Mund halte.
51:50Besser kann man das nicht sagen.
51:53Als
51:55Klaus zu uns ins Haus kam,
51:58da hast du ihm doch gesagt,
52:01er soll deine Papiere ordnen.
52:04Ja.
52:06Ich
52:08wollte, dass er ein bisschen was lernt als
52:10künftiger Betriebswirt.
52:14Er hat rausgefunden, was los ist.
52:18Ja und?
52:20Was ist denn los?
52:25Susanne hat Ihnen das gesamte Vermögen von Adrian überschrieben.
52:29Als Bürgschaft.
52:31Er hat einen großen Namen.
52:35Das schafft Vertrauen bei den Anlegern.
52:38Und eine Firma wie die meine lebt von Vertrauen.
52:42Aber er selbst hat gar keine Ahnung davon.
52:45Warum sollte er?
52:46Er ist Künstler, die leben sowieso woanders.
52:48Reden wir vom richtigen Leben.
52:52Reden wir von Geld.
52:55Ich bin mir sicher, Sie können was brauchen.
52:58Dafür, dass ich nichts verrate.
53:00Auch ich gebe gerne was ab.
53:03Es bleibt ja in der Familie.
53:05Und meiner Firma geht's gut.
53:09Seine Firma ist am Ende.
53:11Er hat sich völlig verspekuliert.
53:13Und Klaus weiß von der falschen Bürgschaft,
53:16wenn er nur ein Wort sagt,
53:17dann bricht die Firma zusammen.
53:20Ja.
53:21Müsste ich da nicht irgendwas unterschrieben haben?
53:27Ich hab deine Unterschrift gefälscht.
53:32Und für alles andere,
53:33da hatte ich ja sowieso deine Vollmacht.
53:40Es ist mein Bruder.
53:43Und er war sich seiner Sache so sicher.
53:47und du
53:50hast mir nur deine Musik im Sinn.
53:55Und so,
53:57Anlagen sind wertlos.
54:01Er klammert sich an die Hoffnung,
54:03dass alles geheim bleibt und
54:04dass der Markt sich erholt.
54:06Aber
54:10Ich war vorgestern bei ihm.
54:13Hab ein paar Telefonate für ihn geführt.
54:18Ich weiß,
54:21dass es keine Hoffnung mehr gibt.
54:24Das Geld ist weg.
54:27Ja.
54:29Alles.
54:41Ich hab für dich.
54:43Mehr hab ich nur nie gebraucht.
54:48Ich dachte mir,
54:50gleich was auf die Hand,
54:51das kann nicht schaden.
54:54So was zeigt guten Willen.
55:00Nur zu.
55:03Machen Sie es auf.
55:14Weit!
55:27Sie haben mich überwacht?
55:29Nein.
55:30Ihm.
55:32Ich ahnte,
55:33dass es jemand auf ihn abgesehen hatte.
55:35Dass Sie es sind,
55:36wundert mich nicht.
55:37Ich weiß etwas,
55:38das sonst niemand weiß.
55:43Dann wird es Zeit,
55:44dass Sie uns davon erzählen.
55:50Hier mal, Schwanke.
55:52Ich nehme Sie vorläufig fest
55:54wegen Verdacht des Mordes
55:55an Volker Herbst
55:56und Konstantin Lassek.
55:58Ach.
55:59Und können Sie mir auch sagen, warum?
56:00Ja, natürlich.
56:02Sie wollten Klaus Derwand töten.
56:05Und als Ihre Schwester
56:06vorgestern Abend bei Ihnen war,
56:07muss sie erwähnt haben,
56:08dass er ins Lauritz ging.
56:09Sie kamen auf den Gedanken,
56:10einen Raubmord vorzutäuschen
56:12und lauerten ihm dort auf.
56:14Sie kannten ihn nicht persönlich.
56:15Sie kannten nur seine Handynummer.
56:18Und als ein junger Mann
56:19das Lokal verließ,
56:21wählten Sie diese Nummer.
56:22Er antwortete,
56:24also musste er es sein.
56:26Am nächsten Morgen merken Sie dann,
56:28dass Sie den Falschen erschlagen hatten
56:29und verfielen auf das Ablenkungsmanöver
56:32mit dem Lauritz.
56:33Daher die anonymen Drohungen
56:35gegen das Lokal
56:36und daher auch der zweite Mord
56:38an einem Gast von dort.
56:40Aber auch dieser neue Mord
56:41passte ins Schema.
56:42Denn auch Klaus Derwand
56:44war im Lauritz.
56:46vorgestern.
56:47Sie wollten eine falsche Fährte legen.
56:50Es gibt nichts Schlimmeres
56:51als Leute,
56:52die sich für schlauer halten
56:53als alle anderen.
56:54Ich weiß.
56:56Deswegen haben wir ja ständig Arbeit.
56:58Kommen Sie.
57:02Klaus der Mordkungsmann,
57:02Sie haben eine falsche Falsche,
57:03die sich für schlauer halten.
57:03Ich weiß.
57:04Ich weiß.
57:21Ich weiß.
57:50Untertitelung des ZDF, 2020
57:52Untertitelung des ZDF, 2020
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