- vor 22 Minuten
Hauptkommissar Köster - Siegfried Lowitz /
Drehbuch - Volker Vogeler /
Regie - Dietrich Haugk
Drehbuch - Volker Vogeler /
Regie - Dietrich Haugk
Kategorie
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TVTranskript
00:04Musik
00:39Musik
01:09Musik
01:45Keine Hülse, keine Tatwaffe, nix
01:49Ja, merkwürdig
01:51Wieso merkwürdig?
01:53Das möchte ich gern von dir hören
01:55Du weißt doch, jede Leiche erzählt deine Geschichte
01:58Und wenn die dann eventuell nicht wahr ist?
02:01Auch, wenn sie dann eventuell nicht wahr ist
02:05Also, was meinst du?
02:07Der Arzt sagt, er ist aus der Nähe erschossen worden
02:10Und wie?
02:12Wahrscheinlich wollte er sich gerade eine Zigarette anzünden
02:14Ist nicht mehr an seine Pistole gekommen
02:17Oder er wollte gar nicht schießen
02:18Möglich
02:20Das findest du nicht merkwürdig?
02:21Doch
02:22Er war im Praxen dann
02:40Das wird jetzt nichts mehr
02:42Ich meine, im Moment
02:44Heute früh anhand der Listen können wir dann klären
02:47Ob was verschwunden ist
02:49Wieso heute früh?
02:51Ist doch schon heute früh
02:52Ist ja sechs Uhr
02:53Ich meine, bei Dienstantritt
02:55Ach so, ihr habt ja Dienststunden
02:58Ja
02:59Ich habe übrigens bei mir
03:00Die Zollfahndung eingeschaltet
03:02Das ist nett
03:04Da bin ich bei meinen Ermittlungen nicht so einsam
03:07Sagen Sie mal
03:08Herr Teilmann
03:10Wer hat denn den da hinten hergeholt
03:12Mit der dunklen Mütze
03:13Wir haben ihn angerufen
03:15Das ist der Bruder von
03:17Wachmann Graske
03:18Was, das ist der Bruder von dem Toten?
03:20Ja
03:22Ach so
03:25Ja, dann bis später, Herr Teilmann, ja?
03:27Mhm
03:31Ja
03:32Mhm
03:57Kann ich Sie sprechen?
04:04Der Tote ist mein Bruder, Herr Köster.
04:06Ja, ich habe es gehört.
04:08Sie müssen mit mir reden.
04:09Ich hätte Sie aufs Präsidium bestellt.
04:11Aber Sie wollen nicht mit mir reden.
04:13Ich habe gerade gesagt, ich hätte Sie aufs Präsidium bestellt.
04:17Wissen Sie, was Herr Millinger mir damals gesagt hat zum Abschied?
04:20Vor sechs Jahren? Nach 28 Jahren Arbeit bei der Polizei?
04:23Nein, und es interessiert mich auch nicht, Herr Graske.
04:26Sie haben in all den Jahren, in denen Sie bei mir gearbeitet haben, nichts begriffen.
04:30Nichts, Herr Graske, von mir nicht, von niemand was, nichts.
04:37Wissen Sie, es gibt bei der Polizei solche und solche.
04:40Aber Sie gehören zu keinem von beiden, Herr Graske.
04:44Und zu welchen gehören Sie?
04:47Haben Sie jemals darüber nachgedacht, was Sie für ein Mensch sind?
04:51Lassen Sie mich jetzt bitte in Ruhe, Herr Graske.
04:54Herr Köster.
04:56Ich habe gesagt, Sie möchten mich bitte in Ruhe lassen.
04:59Herr Köster.
05:00Mein Bruder ist umgebracht worden.
05:03Ja, das tut mir auch leid, Herr Graske.
05:05Aber wenn Sie jetzt sagen, Sie wollen mir helfen, dann muss ich das ablehnen.
05:09Ja, ich werde Ihnen helfen.
05:11Sie werden mich brauchen.
05:13Das kann doch nicht wahr sein.
05:17Da kommt der Herr Privatdetektiv und sagt, ich werde ihn brauchen.
05:21Können wir Ihnen behilflich sein, Herr Köster?
05:22Sie können mich von diesem Herrn befreien, sonst fahre ich hier noch im Güterzug weg.
05:26Ich geh schon, ist doch gut.
05:31Ein Moment, Herr Graske, ich will Ihnen noch was sagen.
05:34In der Schweiz sitzt ein Mörder, der Herr Serge Duval, der ist frei.
05:38Wissen Sie, warum der frei ist?
05:39Weil Sie schlampig gearbeitet haben.
05:41Ich habe sowas von Versagen in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen.
05:45Ich kann verstehen, dass die Schweizer bei den lächerlichen Beweisen,
05:48die Sie noch übrig gelassen haben, den Mann nicht ausliefern wollen.
05:51Aber der ist ein Mörder, ich weiß es.
05:53Und Sie wissen es auch, Herr Graske.
05:58Für mich ist da trotz der sechs Jahre noch kein Gras darüber gewachsen.
06:02Für mich auch nicht.
06:03Ja, wissen Sie, dass mich das Bein an Kopf und Kragen gekostet hätte?
06:06Ja, ich weiß es.
06:07Ich habe dafür bezahlt.
06:09Ja, aber für Sie ist das einfach.
06:11Sie sind von der Polizei weg, nicht?
06:13Und haben Ihren eigenen Laden.
06:14Aber für mich ist das nicht erledigt.
06:17Serge Duval ist wieder in der Stadt.
06:19Hotel Kronprinz, Zimmer 207.
06:23Guten Morgen.
07:07Tal GUITAR
07:26Was ist denn?
07:27Ich habe doch was für Sie.
07:30Ja.
07:34Also, ich wiederhole.
07:37Der Tote ist wahrscheinlich aus der Nähe erschossen worden.
07:40Wollte sich gerade eine Zigarette anzünden, ist nicht mehr an seine Pistole gekommen.
07:43Und die Hülse hat ein Kaliber wie eine Luger.
07:49Es wäre also zu überlegen, ob der Getötete vielleicht gar nicht schießen wollte.
07:57Lass untersuchen, die Hülse.
08:06Wo ist denn eigentlich der Brenner?
08:07Der macht mit den Zollbeamten alle Kisten auf.
08:10Warum alle?
08:11Mit irgendwas müssen Sie ja anfangen.
08:14Vielleicht finden Sie auch was in den Kisten.
08:16Du beeil dich, ich will mit dir wegfahren.
08:19Wohin?
08:20Ins Hotel Kronprinz.
08:21Ach, da ist er ja.
08:24Ich erkläre dir es dann schon.
08:34Frau Fiedler, ich möchte Herrn Millinger sprechen, in der Sache Duval.
08:39Herr Millinger ist außer Haus, Herr Köster.
08:42Ich muss ihn aber sprechen.
08:44Wo ist er denn?
08:45Beim Oberstaatsanwalt.
08:47Und ich würde Ihnen nicht raten, das anzurufen.
08:50Na schön, dann nicht.
08:54Kröster.
08:55Hier, Brenner.
08:56Ja, Martin.
08:57Ich habe schon nach dir gefragt.
08:58Sie müssen sofort kommen.
08:59Wir haben was Interessantes.
09:01Wie viel sind denn schon da?
09:02Ein paar zu viel, würde ich sagen.
09:04Halt meinen Platz frei, ja.
09:10Du, der Brenner hat was gefunden.
09:12Wir gehen erst zum Zoll.
09:14Und dann hole ich mir den Duval.
09:15Wen?
09:30Ja, bitte.
09:36Entschuldigung, ich muss in Ihrem Bad was nachsehen.
09:40Dichtung.
09:41Ja, ja, bitte.
09:52Das ist völlig ausgeschlossen.
09:54Ich habe die Kiste kontrolliert.
09:55Da war nichts drin, außer dem Zeug.
10:01Darf ich mal sehen?
10:03Ja.
10:09Ja.
10:10Ja.
10:11Ja.
10:12Ja.
10:17Was heißt hier, aha?
10:19Der Kollege vom Rauschgift ist jetzt, Herr Nazien, schon da.
10:21Dann können wir ja anfangen.
10:23Das würde ich Ihnen nicht raten.
10:24Der Kollege Köster ist noch nicht da.
10:26Sie kennen Köster nicht.
10:28Na, was habe ich denn gesagt?
10:29Gott und die Welt ist wieder da.
10:31Na, es ist doch gelohnt, das Suchen.
10:32Herr Köster.
10:34Bitte.
10:39Bitte.
10:40Bitte.
10:40Bitte.
10:41Bitte.
10:44Ja, dann können wir also anfangen.
10:46Ja, bitte.
10:47Tja, also es handelt sich um zwei mittelstarke Peilsender mit einem guten Wirkungskreis von
10:51zwei Kilometern.
10:53Einer war auf Reserve geschaltet.
10:54Wir sind gerade dabei, ihn zu untersuchen.
10:57Tja, viel mehr kann ich noch nicht sagen.
11:00Der Frachtbrief.
11:01Empfänger einer Firma in Kopenhagen, Absender eine in Tanga.
11:06Inhalt Badeessenze.
11:08Wir lassen inzwischen überprüfen, ob die Firmen bekannt sind.
11:11Ich hoffe, dass wir da der Mordkommission nicht vorgegriffen haben.
11:15Nein, sicher nicht, Herr Kollege.
11:16Ich begreife nur vorläufig noch nicht, was das da mit Ihrem Dezernat zu tun hat.
11:22Ach so.
11:23Entschuldigung.
11:24Uns hat die Zollverhandlung geholt.
11:28In einigen Päckchen.
11:31Befanden sich zwischen den Waren.
11:32Kleine Briefchen.
11:34Es ist anzunehmen, dass es sich um Heroin handelt.
11:37Wir lassen das gerade im Labor prüfen.
11:39Ach so, ja.
11:41Naja.
11:42Jetzt finde ich mich langsam durch.
11:44Wir können, glaube ich, davon ausgehen, dass der oder die Täter, die die Peilsender
11:48eingebaut haben, von dem Wachmann Graske überrascht worden sind und ihn darum erschossen haben.
11:53Die Leiche erzählt anscheinend jedem eine andere Geschichte.
11:56Ja.
12:01Aber unsere Version gefällt mir eigentlich viel besser.
12:04Wenn der gar nicht schießen wollte und der Täter stand so nahe bei ihm, muss er noch
12:08gekannt haben.
12:10Ne?
12:15Vielen Dank, Dankeschön.
12:17Wiederschön.
12:17Wiedersehen.
12:18Wiedersehen.
12:22Was hat er gesagt?
12:23Er kannte den Mörder.
12:26Wer köst er?
12:28Das ist mal was Neues.
12:30Wenn der Zoll das Heroin entdeckt und nachforscht, dann ist der Empfänger falsch oder absehnt er
12:35ebenfalls.
12:35Beide Firmen gibt's gar nicht.
12:37Und wenn das Heroin durchkommt, dann bauen sie Peilsender in das Kraftgut ein.
12:41Richtig.
12:42Das ist die Show, die sich irgendwo eine miese Bande ausgedacht hat.
12:46Durch gepeilte Empfänger können dann die Leute, die an das Zeug dran wollen, dem Lastwagen
12:51auf große Distanz folgen, ohne aufzufallen.
12:53Genau.
12:54Wenn die Fahrt noch am Lastwagen hängt.
12:56Darf ich bitte mal telefonieren?
12:58Dankeschön.
12:59Der Fahrer weiß ja meistens gar nicht, was er fährt, nicht?
13:02Und wenn dann die Luft rein ist, irgendwo an der Grenze, dann wird der Lastwagen überfallen
13:07und dann haben wir 50 Kilo Heroin mehr.
13:10Irgendwann werden wir hier auch die großen Banden auf dem Hals haben.
13:13Genau wie in Amerika.
13:14Das heißt werden.
13:16Ja, hier ist Köster.
13:17Sagen Sie doch bitte Herrn Geidner, wir fahren jetzt los, ja?
13:20Dankeschön.
13:22Wohin fahren wir dann?
13:23Wirst schon sehen, komm mal mit.
13:24Und wie geht's hier jetzt weiter?
13:26Ja, jetzt werden erstmal Kompetenzen geklärt.
13:28Aber die Mordkommission ist doch in diesem Fall die Nummer eins.
13:30Natürlich, aber das Rauschgiftdezernat will dabei sein, die Zollfahndung, das mobile
13:35Einsatzkommando und jede mit seinem Apparat.
13:38Da besteht natürlich das Risiko, dass die Täter, die an das Heroin wollen, was merken.
13:42Soll das heißen, dass wir nicht mitmachen?
13:44Doch, du bist dabei.
13:46Der Brenner, der Geidner, Meier.
13:48Und Sie?
13:50Du willst doch nicht sagen, dass die Kollegen von den anderen Nationaten schlechter sind
13:53als ich, ne?
13:56Ja?
13:59Meier.
14:02In Ordnung.
14:04Das war Meier.
14:05Sie haben die Bude von dem toten Wachmann durchsucht, aber da ist nichts.
14:08Er findet's besser, wenn Sie sich das selbst mal anschauen.
14:11Was für eine Bude?
14:13Er hat zur Untermiete gewohnt.
14:17Sagen Sie mal, wohin fahren Sie eigentlich?
14:19Tja, das ist eine Frage.
14:21Ich hol mir den Duval.
14:24Das verstehe ich nicht.
14:25Ich denke, wir arbeiten an dem Grasgefall.
14:28Serge Duval.
14:30Das ist eine alte Geschichte.
14:32Auf den habe ich sechs Jahre gewartet.
14:34Da warst du noch gar nicht bei uns.
14:54Kann ich mal telefonieren?
14:55Ja.
14:56Binde 1, bitte.
14:57Danke.
15:09Ja, bitte Herr Mellinger.
15:14Ja, den letzten Tag sind Sie mir nicht verlassen.
15:16Der Kellner war bei Ihnen mit Frühstück, einer Maniküre und einem Monteur.
15:20Danke. Bleiben Sie bitte hier, bis wir wieder rauskommen.
15:23Ja, komm.
15:35Ja, bitte.
15:46Guten Tag, Herr Düvall.
15:49Ach, Herr Köster.
15:55Lange nicht gesehen, Herr Köster.
15:59Tja, leider, Herr Düvall.
16:02Bitte packen Sie ein paar Sachen ein. Ich habe hier einen Haftbefehl gegen Sie.
16:07Der ist noch gültig.
16:11Ja, gratuliere, Herr Köster.
16:13Zwei Dinge passieren jetzt.
16:15Und das eine ist, Sie stehen vor einem Höhepunkt Ihrer beruflichen Karriere.
16:22Gratuliere also.
16:25Ja.
16:27Und das andere ist, ein historischer Augenblick, kann man sagen.
16:34Sie gehen von jetzt ab in die europäische Rechtsgeschichte ein.
16:41Ich habe zwar überhaupt nicht verstanden, was Sie meinen, Herr Düvall, aber Sie können das ja alles bei der Vernehmung
16:47bei mir wiederholen.
16:48Aber bitte packen Sie jetzt ein paar Sachen ein und kommen Sie mit.
16:53Was soll das denn?
16:56Herr Köster?
16:59Hat Herr Düvall Sie angerufen oder hergebeten?
17:02Das nicht gerade.
17:06Moment, Herr Dr. Mattner, ich habe ja einen Haftbefehl gegen Herrn Düvall wegen Mordes an Dr. Waldmann.
17:11Den sollten Sie doch als ein Anwalt eigentlich kennen, ja?
17:14Das darf doch nicht wahr sein.
17:17Das darf doch einfach nicht wahr sein.
17:20Herr Köster, wo leben Sie?
17:23Herr Köster, dieser Haftbefehl ist vor einem Jahr aufgehoben worden.
17:28Augenblick, Herr Köster, ich rede jetzt.
17:30Wenn Sie davon nichts wussten, unterhalten Sie sich mit Ihrer Behörde darüber.
17:34Es ist weder dem Staatsanwalt noch dem Untersuchungsrichter schwergefallen, diesen Haftbefehl aufzuheben.
17:40Denn, dass Ihr Beweismaterial nichts getaugt hat, das wissen Sie ja selbst am besten.
17:45Außerdem haben Ihnen ja das die Schweizer Behörden schriftlich gegeben.
17:48Herr Dr. Mattner, das muss ich aber nachprüfen.
17:50Moment noch, Herr Köster, damit Sie keinen Fehler machen.
17:53Herr Düvall ist hier als Zeuge der Staatsanwaltschaft in einem laufenden Wirtschaftsprozess.
17:58Und zwar, Herr Köster, unter Zusicherung von freiem Geleit.
18:03Nach einem Rechtsabkommen, das vor drei Jahren von 17 europäischen Nationen unterzeichnet worden ist.
18:10Bevor Sie gehen, Herr Köster, möchte ich Ihnen noch sagen, dass ich Sie als außerordentlich fähigen Beamten schätze.
18:16Und ich sehe es als Ihr Glück an, Sie unten in der Halle gesehen zu haben.
18:22Ja, ja. Dann kommen wir hier.
18:25Gehen Sie noch nicht. Ihr Chef ruft Sie gleich hier an.
18:29Jemand, der Cherry?
18:32Nein, danke.
18:48Darf ich mal Ihr Bad benutzen?
18:50Ja, bitte.
18:51Danke.
18:55Danke.
19:04Danke.
19:06Danke.
19:23Das ist ein komisches Luxushotel.
19:33Das ist unangenehm.
19:36Das ist ein komisches Schiff.
20:21Ich weiß zwar nicht, was das bedeutet, aber ich find's auch nicht uninteressant.
20:27Das für mich wahrscheinlich, ne?
20:34Ja, Herr Millinger, ich muss Sie unbedingt sprechen, noch heute, Herr Millinger.
20:41Sie können mich heute überhaupt nicht mehr!
20:44Einem Jahr aufgehoben! Natürlich hab ich Ihnen das gesagt!
20:46Es hat einem Jahr aufgehoben bereits! Unglaublich ist das!
20:50Gut, also dann morgen früh.
20:52Ende!
20:54Sag mal, hast du die Wahl etwa festgenommen und brauchst jetzt was um...
20:58Nein, ich hab ihn nicht festgenommen.
20:59Na, du hast doch gesagt, es ist die Wahls Waffe.
21:02Ja, die hab ich bei Duval auf dem Klo gefunden.
21:05Oh, ein Klo!
21:06Na ja, ich weiß auch, dass das nicht zu dem Duval passt.
21:15Ich hab eben das Gefühl, irgendjemand treibt da ein übles Spiel mit mir.
21:22Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wir da was finden.
21:27Aber er glaubt, dass wir kommen, wenn er uns vom Abendbrot wegpfeift.
21:38Da hat er ja recht.
21:43Haben wir auch gemacht.
21:43Ja!
21:45Ihr werdet was finden.
21:47Da müssen Spuren sein.
21:50Ihr kriegt doch was von mir.
21:54Was soll wir denn haben?
21:55Na, ich möchte, dass er bis zu seiner Pensionierung im Archiv verschwindet.
22:27Ich weiß gar nicht, was Sie wollen.
22:29Die Polizei hat doch heute Mittag schon alles um und um gedreht.
22:40Ja.
22:55Jahrelang haben Sie sich nicht um Ihren Bude gekümmert.
22:59Und jetzt auf einmal ist alles so wichtig.
23:13Am Nachmittag waren noch zwei Männer da, die habe ich aber nicht reingelassen, ich habe sie nicht gekannt.
23:21Was für Männer, wie sahen die aus?
23:24Was für Männer, wie Männer halt aussehen, ich habe es immer nicht gemerkt.
24:11Ich glaube, wir haben noch zwei Männer.
24:12die falsche Schicht erwischt.
24:15Wieso weiß man eigentlich nicht, wann die Spedition die Kisten abholt?
24:21Weil man nicht fragen kann.
24:31Die Bar 3 geht einem auf die Nerven.
24:57Ja!
25:04Guten Tag, Herr Millinger.
25:10Danke.
25:16Herr Köste?
25:17Ja?
25:19Im Laufe unserer vielen Auseinandersetzungen habe ich mir so eine Art Kurzfassung angewöhnt.
25:27Diesmal muss ich deutlicher werden.
25:29Denn sollten Sie mich nicht verstehen, fallen nicht nur Sie vom Stuhl, sondern ich auch.
25:33Ich werde mir Mühe geben.
25:35Ja, darum möchte ich auch bitten.
25:38Duval hat über seinen Rechtsanwalt Anzeige gegen Unbekannt erstattet, wegen der Waffe.
25:43Wissen Sie auf wen das zielt?
25:45Sie meinen doch nicht im Ernst, dass ich dem Duval die Pistole untergeschoben habe.
25:50Es geht hier gar nicht darum, was ich meine. Es liegt eine Anzeige vor.
25:54Weiter.
25:56Die Staatsanwaltschaft ist sehr beunruhigt über ihr Vorgehen.
25:59Reißt Duval, weil er verärgert ist, vorzeitig ab, sagt also nicht aus, platzt ein riesen Prozess.
26:05Das beeindruckt Sie wohl überhaupt nicht, was?
26:10Dann muss ich eben noch deutlicher werden.
26:15Dieser Duval, Herr Köster, ob Sie ihn nun leiden können oder nicht,
26:19dieser Duval hat freies Geleit zugesichert bekommen.
26:22Und ich kann mir einen internationalen Justizskandal nicht leisten.
26:26Und Sie schon gar nicht.
26:28Sie haben sich und mich damals schon blamiert mit Duval, vor sechs Jahren.
26:32Jetzt hören Sie mal auf, ja?
26:36Was ich Ihnen jetzt sage, ist eine Dienstanweisung.
26:41Herr Köster, kümmern Sie sich gefälligst um den Mordfall Graske. Und zwar intensiv!
26:48Das tue ich ja schon die ganze Zeit.
26:51Mit dieser Waffe, die ich auf dem... bei Duval gefunden habe.
26:58Mit dieser Waffe wurde der Wachmann Graske erschossen.
27:04Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
27:05Das schaffe ich gar nicht.
27:13Hier ist der Laborbericht, bitte.
27:19Da steht denn drin, sind Fingerabdrücke drauf?
27:21Nein, wenigstens keine brauchbaren.
27:26Und, dass Sie die Waffe bei Duval im Bad gefunden haben, das macht Sie nicht misstrauen?
27:30Oh ja!
27:32Da läuft irgendein Spiel, dass ich nicht durchschaue.
27:37Noch nicht.
27:40Es ist Ihnen sicher klar, dass das für einen neuen Haftbefehl für Duval nicht ausreicht, nicht wahr?
27:45Ja, wenn Sie das so sagen, ist mir das klar.
27:50Herr Millinger, was würden Sie sagen, wenn ich die Sache nicht weiterverfolge?
27:53Dumme Frage, ich müsste Sie vom Dienst suspendieren.
27:55Oh nein!
27:57Sie müssten mich anzeigen.
27:59Wegen Begünstigung einer Strafsache.
28:02Eines Mordes.
28:04Na, was soll ich nun machen?
28:09Was werden Sie machen?
28:10Ah, sehen Sie, das ist jetzt wieder meine Entscheidung.
28:14Ich soll den Duval nicht verhaften, ich soll nicht belästigen, ich soll nicht stören,
28:18aber ich muss ihn verfolgen, weil ich davon ausgehe, dass sowas mit dem Mordfall Graskel zu tun hat.
28:23Das ist doch ein bisschen...
28:26Hören Sie mal!
28:29Wenn Sie sich irren, dann sind wir beide wirklich dran.
28:33Ja, ich weiß, da fliegen wir beide raus.
28:35Nee, ich mag keine Erdnüsse.
28:41Für eine Tat nach der Einreise gilt über das freie Geleit nicht mehr, ne?
28:47Köstern.
28:50Ja.
28:55Ich frag Sie lieber nicht, wie es war.
28:59Nee, das ist auch besser.
29:01Ich hab da was für Sie.
29:03Ich wollte, dass Sie was gleich kriegen.
29:06Ist grad mit der Post gekommen.
29:15Jetzt hat's mich aber erwischt.
29:20Das ist ja ein Ding.
29:22Da treibt jemand ein mieses Spiel mit mir.
29:26Und ich, Idiot, bin voll drauf eingestiegen.
29:32Na ja, das war's dann.
29:33Kann ich Ihnen helfen?
29:34Nee, nee, das muss ich allein machen.
29:36Ach ja.
29:38Bring das Wort zum Labor, ja?
29:40Ja.
29:57Kann sich das nicht ein bisschen leiser stellen?
29:59Kann sich das nicht ein bisschen leiser stellen?
30:21Ja.
30:35Herr Weinzierl, ich will ja nichts anderes als das, was die jüngeren Kollegen auch kriegen.
30:42Bitte, Herr Weinzierl, ich will nur dieselbe Fangprämie haben.
30:47Ich erwarte ja gar nicht, dass Sie mich fest anstellen.
30:51Ach mein Gott, was sind schon 50 Mark für ein Kaufhausdieb.
30:56Ja.
30:58Entschuldigung.
31:00Ja.
31:25Die Klingel ist kaputt.
31:26Entschuldigung, Herr Köste.
31:28Na ja, aber kann ja nie wissen, nicht?
31:31Ich nehme an, Sie wollen über meinen Bruder reden.
31:34Kann ich mal telefonieren?
31:35Ja, bitte.
31:52Hey Mann, Gerd.
31:55Pass mal, ob ich will, unter folgende Nummer zu erreichen.
32:00672389.
32:06Sind Sie wahnsinnig geworden?
32:08Was wollen Sie mir damit verweisen?
32:10Wie gut Sie sind!
32:11Sechs Jahre zu spät!
32:13Oder wollen Sie mich kaputt machen?
32:16Das haben Sie geschafft.
32:23Wo hatten Sie die Waffe her, die bei Duval im Bad war?
32:27Beweisen Sie mir was.
32:29Beweisen Sie mir, dass ich die Waffe in der Nacht im Zolllager gefunden habe.
32:34Sind meine Fingerabdrücke drauf?
32:36Na?
32:39Nein.
32:40Waren Sie hier drauf?
32:42Nein?
32:43Ich habe keinen Klebstoff.
32:45Keine Zeichnungsaufschnitte.
32:47Herr, ich gebe mir mal eine Schere.
32:49Bitte.
32:50Bedienen Sie sie.
32:53Und was ist, wenn ich es zugebe?
32:56Haben Sie einen Zeugen?
32:58Haben Sie?
32:59Nein.
33:01Ich bin nur wenig jünger als Sie.
33:05Ich habe Sie bewundert, aber Sie mochten mich nicht.
33:12Der große Köster mochte mich nicht.
33:16Ich habe mehr gearbeitet als die anderen.
33:19Ich wollte besonders gut sein.
33:21Ich wollte gelobt werden.
33:24Aber Sie mochten mich nicht.
33:28Ja, ich wurde unsicher.
33:30Hab Fehler gemacht.
33:32Na ja.
33:34Dann sind wir ja jetzt quitt.
33:38Herr Kester.
33:40Bitte.
33:42Gehen Sie nicht.
33:45Karske, Sie haben mich immer nur belogen.
33:48Immer.
33:50Und am Schluss haben Sie nur noch gelogen.
33:53Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, dass Sie.
33:57Bitte, Herr Kester.
34:02Ich wollte, dass Sie die Wahl festnehmen.
34:05Ich wusste keinen anderen Weg.
34:07Ja, ich habe jemanden angeheuert, der die Pistole bei die Wahl im Bad versteckt hat.
34:12Ich habe gedacht, ich muss das machen.
34:15Ich weiß, dass die Wahl nur zwei Tage hier ist.
34:17Ich wollte Ihnen helfen, die Wahl auf die Spur zu kommen.
34:22Die Wahl hat mein Bruder erschossen.
34:26Mein Bruder hält in der Rauschgiftsache mit drin.
34:30Mein Bruder wollte ganz groß einsteigen.
34:32Ich habe ihn nicht abbringen können.
34:34Und in der Nacht, wo Sie die Peilsender eingebaut haben,
34:38da wollte er die Wahl erpressen.
34:39Er wollte Hunderttausend sofort und zehn Prozent vom Gewinn.
34:43Er hat nicht geglaubt, dass die Wahl etwas tut.
34:48Er wollte sich gerade mit Zigaretten anschauen.
34:52Mein Bruder und die Wahl kennen Sie seit zwei Jahren.
34:54Haben Sie dafür Beweise?
34:56Ja, es gibt da irgendein Foto von Duval und meinem Bruder auf Duval's Segeljacht vom letzten Sommer.
35:02Oder eine Postkarte.
35:04Ich brauche Zeit, um sie zu finden.
35:06Bis jetzt habe ich sie nicht.
35:08Aber auch Duval weiß, dass es dieses Foto gibt.
35:12Ohne Beweise kann ich gegen den Duval nichts machen.
35:15Gerade gegen den kann ich nichts machen.
35:20Bitte, Herr Köster.
35:22Glauben Sie mir, dieses Foto gibt es.
35:52Warum wollten Sie denn nicht ins Büro kommen?
35:57Unter diesen Umständen kann mich im Büro doch gar nicht mehr sehen lassen.
36:02Mir glaubt doch keiner die Geschichte. Das glaubt mir doch kein Mensch.
36:07Und die Pistole von dem Duval, das bleibt doch irgendwie auch an mir hängen.
36:12Irgendwie.
36:13Ich weiß nicht. Sie haben da so ein festes Bild von Graske.
36:18Vielleicht machen Sie da einen Fehler.
36:20Ach, der lügt doch. Der will was verschleiern. Der will ablenken.
36:25Ich rieche das.
36:27Und selbst wenn ich ihm glauben würde, das nutzt es mir doch nicht.
36:30Aber Sie haben doch selbst gesagt, ich hätte gerne einen Tee, bitte.
36:34Sie haben doch selbst gesagt, der Wachmann Graske muss seinen Mörder gekannt haben.
36:38Da war es nur eine Theorie. Und jetzt fängt das an zu stimmen.
36:41Ich habe doch keine Beweise. Es nutzt mir doch nichts.
36:46Wer sagt mir denn, dass der Graske nicht immer noch ein Spiel mit mir treibt?
36:51Und das Foto. Und die Postkarte.
36:53Tricks.
36:54Ja, Sie glauben nicht dran.
36:56Ich kenne den zu lange.
36:59Wollen Sie es nicht versuchen? Achtmann für Graske, Achtmann für die Wall. Rund um die Uhr.
37:04Die Idee, die kannst du gleich wegschmeißen. Den Aufwand kriege ich doch nicht.
37:09Der Millinger hat Angst vor der Staatsanwaltschaft?
37:14Vor einem Skandal.
37:17Die Staatsanwaltschaft hat Angst, dass er die überall abreißt, ohne ausgesagt zu haben.
37:21Nachbefehl gegen ihn kann ich immer noch nicht bekommen, muss ihn aber verfolgen.
37:25Wissen Sie was? Ich melde mich krank.
37:28Dann übernehme ich Graske und sie in die Wahl.
37:30Nein, das geht doch nicht. Du musst doch ins Zoll lagern.
37:33Danke.
37:35Morgen, bis zur Mittagspause, da wird er die Wahl aussagen vor Gericht.
37:42Und um 13.30 Uhr geht der nächste Zug.
37:45Und zweieinhalb Stunden später fährt er hinter Lindau über die Grenze.
37:50Und dann ist er weg, der Junge, in der Schweiz.
37:53Wieso fährt denn der mit dem Zug?
37:55Der hat eine Aerophobie.
37:58Der kann nicht fliegen, der ist noch nie geflogen.
38:01So geht's.
38:02Wenn ich morgen nicht im Büro bin, bin ich unter dieser Nummer zu erreichen, ja?
38:05Ja.
38:06Ja, jetzt gehen wir an deine Arbeit.
38:08Ich möchte gern zahlen, bitte.
38:10Dann lass mal, das mach ich schon.
38:11Danke.
38:21Also.
38:24Was meinst du, Gerd? Habe ich noch eine Chance bei der Geschichte?
38:27Ja, ja, so denke ich auch. Genau wie du.
38:30Okay, manche.
38:46Danke.
38:55Danke.
39:01Danke.
39:03Danke.
39:30Ach, du liebe Körs.
39:53Ich sehe keinen Sinn mehr.
39:55Ich muss auch weg.
39:57Tschüss.
40:02Und dafür würde ich keine zwei Tassen Kaffeekuchen brauchen.
40:09Ach, dieser alte wackelige Tisch.
40:21Jetzt wälder.
40:41Schnell das Telefon.
40:42Seit wann habe ich denn Telefon?
40:44Ach, das war's.
40:44Ach, das war's.
40:47Ach, das war's.
40:50Ach, das war's.
40:58Ach, das war's.
41:02Ach, das war's.
41:08Ach, das war's.
41:08Ach, das war's.
41:09Ach, das war's.
41:10Ach, das war's.
41:29Ach, das war's.
41:32Ach, das war's.
41:48Ach, das war's.
41:54Ach, das war's.
41:56Ach, das war's.
42:06Ach, das war's.
42:07Ach, das war's.
42:08Was soll das für einen Herrn die Wahl abgeben?
42:10Bitteschön.
42:24Moin.
42:28Geh mal an, Polizei.
42:31Wo haben Sie denn die...
42:33Ich hab doch gewusst, dass da was schief ist.
42:35Das hätt Ihnen doch gar nichts. Ich möchte nur wissen, wo haben Sie den Umschlag her?
42:39Was weiß ich? Zwei Typen in einem Auto.
42:42Was war das für ein Auto?
42:44Keine Ahnung. Ich kenn mich nur bei Motorrädern aus.
42:46Moment.
42:49Wenn Ihnen das was nützt, 20 Mark haben Sie mir gegeben.
42:52Das nützt mir gar nichts, aber geben Sie mir mal Ihren Ausweis.
42:56Ich hab doch gewusst, dass da was faul ist.
43:12Nichts los bis jetzt.
43:13Dankeschön. Gehen Sie ruhig schlafen.
43:16Ich bin schon weg.
43:21Na, Herr Graske?
43:25Oberschenkeldurchschuss.
43:28Ich hab das Foto gefunden.
43:31Es sah aus wie eine Postkarte.
43:33Und jetzt ist er weg.
43:35Tja.
43:36Die ist jetzt weg.
43:40Ich hab den Kerl vor Schmerzen nicht einmal erkennen können.
43:45Sie glauben mir doch.
43:49Oder glauben Sie, ich würde ihm auf der Straße ins Bein schießen?
43:52Nein, nein.
43:56Ganz schön traurig.
44:22Nein, nein.
44:37Und näher.
44:39Sieh ich selbst.
44:59Ist doch nicht die falsche Schicht.
45:03Halt!
45:06Fertigmachen.
45:08Mach schon mal vor.
45:24Was ist denn das?
45:25Was ist das?
45:26Wenn Sie deshalb nicht mehr in den Kanzler zu sehen?
45:29Nein, nein.
45:43Nein, nein!
45:51Mach schon mal her.
45:53Mag, das war viel, du. Willst was essen gehen?
45:58Ja, ich gerne.
46:01Danke, Kumpel, alles Gute.
46:02Dir auch.
46:22Kumpel, alles Gute, alles Gute.
46:55Der kommt näher. Bleiben wir jetzt wieder hinter ihm.
46:57Nicht so dicht, sonst merkt es.
47:22Du bist, das ist amour.
47:30Noch ein paar Menken.
47:33Dich?
47:36Taxx.
47:37Preguntка.
47:37Dich?
47:37Dich?
47:37Preguntка.
47:38Pretty?
47:43Tick?
47:46Tick?
47:49Deine?
47:51Dich?
47:51Dich?
47:51Dich?
47:52Dich?
47:52Dich?
47:52Dich?
48:12Keine Mucks mehr, die Abfahrt runter.
48:14Los, rechts ab!
48:36Guten Tag, das finde ich aber nett, dass Sie mir Gesellschaft leisten wollen.
48:50Bis zur Grenze.
48:57Haben Sie sich freigenommen?
49:01Das nicht gerade.
49:04Sie würden mich gerne was fragen?
49:08Das auch.
49:11Also bitte fragen Sie.
49:16Ich kann mich gut in Ihre Lage versetzen.
49:21Das ist schlimm.
49:24Ich bin ein Unberührbarer für Sie.
49:27Sie haben es schwer mit mir.
49:32Ja, wir haben noch ein bisschen Zeit bis zur Grenze.
49:35Wir können alles nochmal durchgehen.
49:38Also, fragen Sie.
49:48Ich habe großen Respekt vor der Wut, mit der Sie mich verfolgen und vor der Ausdauer.
49:56Alles gut.
49:57Ich will Ihnen ein paar Fragen beantworten, die Sie mich nicht gefragt haben.
50:01In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch, als der Wachmann, Graske heißt er, ja Graske, erschossen worden ist, da war
50:09ich auf meinem Zimmer im Hotel.
50:11Das ist überhaupt kein Halibi.
50:14Stimmt.
50:15Stimmt.
50:16Aber was nützt es Ihnen?
50:19Haben Sie wenigstens eine Theorie?
50:22Ja.
50:23Eine gute sogar.
50:26Der Wachmann Graske ist aus der Nähe erschossen worden.
50:29Er wollte sich gerade eine Zigarette anstecken.
50:32Er hat nicht zur Pistole gegriffen, weil er den Täter kannte.
50:36Das ist interessant.
50:38Und warum sitzen Sie jetzt hier bei mir im Zug?
50:44Weil Sie ihn getötet haben.
50:47Das ist ja eine Wüsteteorie.
50:50Sie nehmen doch nicht im Ernst an, dass ich mich wirklich damit beschäftige.
50:54Nicht mal als Spiel zwischen Ihnen und mir.
50:57Ich kenne gar keinen Wachmann Graske.
50:59Das dachte ich mir.
51:03Mein Gott, was müssen Sie mich hassen.
51:06Dass Sie auf diese Wahnsinnsidee gekommen sind, mir eine Pistole unterschieben zu wollen.
51:11Damals vor sechs Jahren, da sind Sie schon über mich gestolpert.
51:16Aber diesmal, Köster, schlagen Sie lang hin.
51:20Ich glaube nicht, dass Sie wieder aufstehen.
51:25Tja, Sie verschenken Ihre Zeit, Herr Köster.
51:27Wir haben nicht mehr viel bis zur Grenze.
51:32Entschuldigen Sie, ich muss mal raus.
51:34Was?
51:35Köster?
51:36Ja.
51:36Tun Sie mir einen Gefallen, wenn ich kann.
51:40Bringen Sie mir nicht wieder eine Pistole mit.
51:43Von der Toilette.
51:47Liesing International, Maximilianstraße 14, München 2.
51:52Sehr geehrter Herr Dr. Schmidt, wir beziehen.
51:55Was ist denn?
51:56Können Sie nicht warten?
51:56Nein, es tut mir leid.
51:58Kriminalpolizei.
51:58Bitte lassen Sie uns ein paar Minuten allein, ja?
52:00Das ist ja ein Ding.
52:02Entschuldigen Sie.
52:03Nein, Sie nicht wollen, Sie brauche ich ja.
52:06War schon ein Anruf für mich.
52:08Mein Name ist Köster.
52:08Bis jetzt noch nicht.
52:10Noch nicht.
52:11Dann wird er gleich kommen.
52:12Das, das glaube ich nicht.
52:13Warum nicht?
52:14Wir haben eine Störung.
52:15Vielleicht ist das auch ein Loch.
52:17Das hängt manchmal vom Wetter ab.
52:19Wir nennen das Loch.
52:20Da kommen einige Städte einfach nicht durch.
52:22Sagen Sie, können wir es mal von hier versuchen?
52:24Ich weiß nicht, wie ich Ihnen das erklären soll, Fraulein.
52:26Es ist ein wahnsinnig wichtiges Gespräch.
52:28Diese Nummer bitte.
52:37Ein Loch, was für ein Loch.
52:39Himmel, Herrgott, noch mal.
52:41Ich brauche diesen verdammten Zug.
52:43Ja, ich warte.
52:45Was?
52:47Nein, hier spricht die Polizei.
52:48Hier spricht das Polizeipress...
52:51Ein Loch.
52:54Köster bringt mich um.
52:56Nichts.
52:57Tut mir leid.
52:58Sie haben ja gesehen.
52:59Ich komme nicht durch.
53:00Vielleicht versuchen Sie es nach der Grenze nochmal.
53:03Vielleicht geht es dann besser.
53:04Nein, das hat dann keinen Zweck mehr.
53:06Nein, ich wollte das.
53:07Brauen Sie ja nicht, die Nummer.
53:13Was passiert?
53:14Immer.
53:21War nichts mit Telefonieren, was?
53:24Ja, ich weiß, auf diesem Abschnitt geht es manchmal nicht.
53:28Nein, das war nichts.
53:31Was hatten Sie eigentlich erwartet zu hören?
53:34Weil ich weiß, dass Sie ein Mörder sind.
53:39Ein solcher Satz, der sollte Ihnen eigentlich nicht passieren.
53:45Solange ich arbeiten werde, werde ich Sie verfolgen, bis ich Sie habe.
53:49Ich habe das noch nie jemandem geschworen, aber diesmal tue ich es.
53:53Ja, das war also Ihr Abschied von mir.
53:56Schade.
53:57War wieder nichts.
53:59Ist schon mal, Herr Köster.
54:01Ein Cognac, bitte.
54:06Oh.
54:07Hallo.
54:16Na und, Köster?
54:19Verhaften Sie mich doch.
54:21Dieses Foto beweist nur, dass ich den Wachmann Graske gekannt habe.
54:24Sonst nicht.
54:26Meinen Sie, dass das reicht?
54:28Na, versuchen Sie es doch.
54:30Sie werden sich noch mal blamieren, wie damals schon vor sechs Jahren.
54:34Nur diesmal wird es einen Skandal geben.
54:37Denn bis zur Grenze habe ich freies Geleit, Sie wissen es.
54:40Sie haben doch jemanden anschießen lassen, um dieses Foto zu bekommen.
54:43Wie wollen Sie das beweisen?
54:45Das können Sie nicht.
54:47Wie, weil ich habe Ihnen schon mal gesagt.
54:48Ich werde Sie verfolgen, bis ich Sie habe.
54:50Und von diesem Foto an werde ich es schaffen.
54:52Und er wird Ihnen auch die Schweiz nichts mehr nutzen.
54:55Herr Köster.
54:57Sie haben mir was gestohlen.
55:01Das ist gar nicht gut für Sie.
55:03Ja, Mahlzeit.
55:07Hier Lindau Hauptbahnhof.
55:09Hier Lindau Hauptbahnhof.
55:11Der soeben eingefahrene Schnellzug aus München zur Weiterfahrt nach Zürich über Bregenz
55:15hat 20 Minuten Aufenthalt.
55:38Heimann.
55:39Gerd?
55:40Herr Köster, wo sind Sie denn?
55:42Auf dem Bahnhof in Lindau.
55:43Ich habe die im Zug nicht erreichen können.
55:45Na, alles gelaufen.
55:46Die haben den Speditionswagen wirklich überfallen.
55:49Brenner hat bei dem Überfall einen der Gangster angeschossen und die in der
55:52der singt jetzt.
55:53Also, Duval ist der Boss der Rauschgiftbande und er hat den Wachmann Graske tatsächlich
55:58erschossen.
55:59Mensch, ich muss weg.
55:59Der sitzt ja noch im Zug.
56:01Halt, halt!
56:02Ich habe den Kollegen in Lindau einen Telex geschickt und um Hilfe gebeten, weil ich
56:06Sie im Zug nicht erreichen konnte.
56:09Herr Köster, hören Sie mich!
56:26Herr Köster, hören Sie mich!
56:40Ja!
56:42Na!
56:44Na!
56:55flute-ahaha-
57:27Untertitelung des ZDF, 2020
57:57Untertitelung des ZDF, 2020
58:27Untertitelung des ZDF, 2020
58:34Untertitelung des ZDF, 2020
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