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Linked to the principle of freedom and the concept of divine blessing, the figure of the self-made man contributes to the development of American-style capitalism: the state must guarantee fundamental rights, but must not interfere in the economy.
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AprendizadoTranscrição
00:05O 4. Juli, o dia em que a Univindicação foi abençada por 250 anos.
00:13Ele está para o patriarismo e a identidade nacional da Univindicação.
00:19Mas hoje, a Univindicação é muito bom e até mesmo que a Univindicação foi abençada.
00:30America first! America first!
00:35A Univindicação é a unidade nacional da Univindicação é um apoio de 18 anos.
00:50Os crescinhos de um ecológico de conservação.
00:55É claro que, se um país possui um grande ressourcimento de poderes,
01:02ele também desenvolve ambições para o mundo.
01:09Tem também um jeito que isso envolve um um lado mais escuro do militarismo americano.
01:15E isso é um entusiasmo para demonstrar-se de militares poderes
01:25Uma história entre Macht e Moral, entre Ideal e Wirklichkeit, que os EUA até hoje prêm.
01:46James David, kurz J.D. Vance, US-Vizepräsident und politischer Shooting-Star.
01:53Sein Aufstieg verkörpert einen amerikanischen Urmythos, den Self-Made-Man.
01:59J.D. Vance is such a man.
02:01Eine Erzählung, die viel über eine Nation verrät, die sich wie keine andere über Leistung und Erfolg definiert.
02:08J.D. Vance ist sicherlich ein Self-Made-Man in der Version, die vorgibt, dass jemand sich aus ärmlichen Verhältnissen
02:15ohne Perspektive herausarbeitet durch eigene Kraft.
02:22Ich würde sagen, J.D. Vance ist ein klassischer Vertreter, der diesen Mythos als irgendwie wahr erscheinen lässt.
02:30J.D. Vance, Drugsprobleme, Joblessness, Poverty, that's familiar to you, isn't it? That's your story.
02:36J.D. Yes, unfortunately, it's very familiar to me. It's what I write about in the book.
03:06Rockefeller Center in New York.
03:08Eines der bekanntesten Vorbilder für den Self-Made-Man-Mythos ist der Ölmagnat John D. Rockefeller.
03:15Auch er stammt aus ärmlichen Verhältnissen und wird märchenhaft reich.
03:20In Cleveland, this was Mr. Rockefellers first place of business, where he began his rise to fame and fortune.
03:28Gushing Oil, America's black gold, was the foundation of his empire.
03:33Today the giants of the oil industry stand as monuments to Rockefeller, the architect of our business age.
03:39Um 1880 kontrolliert Rockefellers Ölfirma Standard Oil rund 90 Prozent des amerikanischen Ölmarktes.
03:47Rockefeller wird der erste Dollar-Milliardär der Weltgeschichte.
03:51Der amerikanische Traum suggeriert ja, man kann durch seine eigenen Hände Arbeit, Talent, Fleiß und Geschick seinen eigenen sozialen Aufstieg
04:02schaffen.
04:04Man ist nicht gebunden durch Klassenlagerung und sonstige Dinge.
04:07Und diesen Traum verbinden wir ja eigentlich immer vom Tellerwäscher zum Millionär.
04:12Das Leitbild des Self-Made Man lebt bis heute fort.
04:16In gefeierten Tech-Milliardären wie Elon Musk, dem Gründer von Tesla und SpaceX.
04:22Heute der reichte Mann der Welt.
04:24In starting the company, I had nothing. I had no income source.
04:28So we found that an office was actually cheaper than an apartment in Silicon Valley.
04:36So we got this dinky little office that had a leaky roof.
04:39It was just the nastiest place you can imagine.
04:43Oder in anderen Branchen wie bei der Star-Talkerin Oprah Winfrey.
04:48Winfrey wuchs in Armut auf und gehört heute zu den reichsten Frauen der USA.
04:53Gerade dem Self-Made-Man-Mythos ist ja so eine sozial-darwinistische Logik eingeschrieben.
04:58Ja, weil wir ja eigentlich wissen, für den einen, der es schafft, schaffen es Tausende auch nicht.
05:03Und dieses Märchen vom Self-Made-Man hat so diese Entlastungsfunktion.
05:07Dass, solange ich sagen kann, guck mal, der hat es doch geschafft.
05:11Oder man kann es doch schaffen. Oder es geht doch.
05:13Habe ich vielleicht auch die Möglichkeit, diese strukturellen Probleme, die es gibt im Land, einfach nicht zu adressieren.
05:22Weil ich mich immer darauf ausruhen kann, zu sagen, hm, J.D. Vance hat es doch geschafft.
05:27Können doch alle schaffen.
05:28Die Carnegie Hall in New York, eine der bekanntesten Konzerthallen der USA.
05:34Erbauer ist Andrew Carnegie, Gründer eines Stahlimperiums und ebenfalls Self-Made-Man.
05:41Doch Carnegie steht heute für das Gewissen der Superreichen.
05:44Denn 1889 veröffentlicht er einen Essay.
05:48The Gospel of Wealth, das Evangelium des Reichtums.
05:52Darin schreibt er, der Mann, der reich stirbt, stirbt in Schande.
05:59The nation's crowded concert halls testify to the new and growing enthusiasm of hundreds of thousands of everyday citizens for
06:06good music.
06:08Reichtum bedeutet für Carnegie auch, die Verantwortung, Gutes für die Gesellschaft zu tun.
06:14Er gilt als Wegbereiter des modernen Stiftungswesens. Ideen, die Zeitgenosse Rockefeller gern aufgreift.
06:21Dieser kometenhafte Aufstieg von Rockefeller hatte auch eine Schattenseite.
06:26Er galt auch als jemand, der Geschäftspartner und Konkurrenten unter Druck gesetzt hat und dadurch sich auch eben bereichert hat.
06:34Rockefeller erkennt, großzügige Spender genießen hohes Ansehen.
06:39Ein nicht unerheblicher Nebeneffekt. Stiftungen erhalten Steuernachlässe, sodass der Staat kaum vom Vermögen profitiert.
06:47Rockefeller hat sich ja auch dadurch ein Stück weit reingewaschen von seinen dubiosen Geschäftspraktiken,
06:55als es sehr große Kritik an ihm gab, als vor allen Dingen Wohltäter inszeniert hat und diese Rockefeller Stiftung gegründet
07:03hat.
07:03Heute verbindet man seinen Namen eben mit diesem Mäzenatentum viel eher als mit der trickreichen Laufbahn, die der Hintergrund seines
07:14Vermögens ist.
07:16Einer der bekanntesten Stifter heute ist Microsoft-Gründer Bill Gates.
07:21Seine private Stiftung, die Gates Foundation, ist heute weltweit aktiv gegen Armut und Krankheiten.
07:38Das Mäzenatentum finden wir ja bei vielen dieser erfolgreichen Großindustriellen, auch heute noch.
07:43Und wir in Europa zahlen Steuern, von denen der Staat bestimmte Dinge finanziert.
07:47Und auf amerikanischer Seite ist vielmehr verbreitet diese Vorstellung, also weniger Steuern zu zahlen und dann dafür entscheiden zu können,
07:56welche Wohltätigkeiten man mit dem Geld, das man verdient hat, sozusagen da, wofür man das Geld dann ausgibt.
08:04Der Times Square in New York, ein Mecker des Konsums.
08:09Marktorientierung und Kapitalismus sind tief in der amerikanischen Gesellschaft verwurzelt.
08:14Sie gehen zurück auf das traditionelle amerikanische Verständnis von Staat und Gesellschaft.
08:19Schon Thomas Jefferson forderte ein Limited Government. Der Staat soll möglichst nur die Grundrechte sichern.
08:25Die Idee ist, eine Gesellschaft selbsttätiger Individuen, die weitgehend unbeschränkt von staatlicher Einmischung ihren eigenen Vorstellungen vom guten Leben nachgehen.
08:37Das ist so die amerikanische Utopie. Und das verbindet sich dann irgendwann auch mit dem marktwirtschaftlichen Kapitalismus.
08:43Das ist dann dieser Laissez-faire-Staat, das ist dann der sogenannte Nachtwächterstaat.
08:47Ein Staat, der letztlich nur den rechtlichen Rahmen sichert, in dem sich dann Wirtschaft und Gesellschaft frei entfalten.
08:54Moralisch aufgewertet wird das Erfolgsstreben Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Vorstellung, dass Leistung von Gott belohnt werde.
09:02Um 1810 haben sie in allen Predigten noch dieses gängige, er geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass ein Reicher
09:08in den Himmel kommt.
09:09Um 1840 haben sie die feste Vorstellung, dass Reichtum ein Zeichen des Segens Gottes ist.
09:15Also hier verbinden sich religiöse Entwicklungen und soziale Entwicklungen und beeinflussen sich gegenseitig.
09:22Und das führt dann innerhalb von 30 Jahren dazu, dass die Vorstellung entsteht tatsächlich, du musst ein guter Kapitalist sein.
09:30Und Kapitalismus an sich ist auch etwas Gutes, der Markt ist etwas Gutes und dann stehst du im Segen Gottes.
09:39Chicago im US-Bundesstaat Illinois. Die Stadt ist ein zentraler Knotenpunkt für die amerikanische Industrialisierung.
09:48Aus regionalen Märkten wächst eine nationale Marktwirtschaft. Im Rekordtempo steigen die USA zu einer führenden Industrienation auf.
09:59In Chicago leben um 1850 ein paar hundert Leute. Bis 1900 ist es eine Millionenstadt geworden.
10:06Weil eben Chicago ein industrielles Zentrum ist, das den mittleren Westen eigentlich erschließt.
10:11Und die Städte wachsen so schnell, dass irgendwann das Land so teuer wird, dass man sich kaum noch Immobilienbesitz kaufe,
10:18leisten kann.
10:18Weshalb ja dann auch die Skyscrapers, also die Wolkenkratzer, dort erfunden werden.
10:23Man baut also nicht mehr in die Breite, weil man sich das Land gar nicht mehr leisten kann, sondern man
10:26baut in die Höhe.
10:27Und damit wird dann eben der Wolkenkratzer auch zum Inbegriff amerikanischer Modernität.
10:34Dagegen leben die meisten Einwanderer in Großstädten wie Chicago oder New York unter harten Bedingungen.
10:40Niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten und kaum sozialer Schutz.
10:45Doch eine einheitliche sozialistische Arbeiterbewegung wie in Europa formiert sich nicht. Es fehlt die gemeinsame Basis.
10:54Wir wissen, dass die Arbeiter der verschiedenen ethnischen Gruppen selbst in der Fabrik eigentlich beieinander hingen und es kaum Interaktion
11:02mit den anderen gab.
11:03Also einfach die Multi-Ethnizität und damit auch die Mehrsprache oder Multilingualität der Arbeiterschaft, die verhindert, dass es so etwas
11:13gibt wie eine gemeinsame Sprache und auch das Entstehen eines gemeinsamen Klassenbewusstseins.
11:18Der andere Punkt, den ich sehr, sehr spannend finde, ist, dass eben auch die Arbeiterschaft sich in den Diskurs des
11:26Individualismus einschreibt.
11:28Und sich jetzt nicht primär als Mitglied einer Klasse begreift, sondern erst mal als Individuum, das versucht voranzukommen.
11:37Mit der Industrialisierung wächst die Wirtschaft und wird stark angetrieben vom privaten Konsum.
11:43Entscheidend ist die neue Massenproduktion rund ums Auto.
11:46Ein Industrieller sticht heraus. Henry Ford mit seinem Model T ab 1908.
11:52Eli Olds, Walter P. Chrysler and Henry Ford. These men pioneered the building of the automobile industry.
12:00With Ford in the forefront, they created systems of high-volume production.
12:06Da geht es letztlich immer darum, Konsum für die vielen zu ermöglichen.
12:12Also es ist letztlich auch ein Demokratisierungsprojekt, also Konsum zu demokratisieren, in dem möglichst viele teilhaben können.
12:20Und das verbindet er dann auch mit einer Hochlohnpolitik.
12:22Also Henry Ford ist berühmt dafür für seinen Five Dollar a Day.
12:25Das war exorbitant viel, in der Hoffnung, dass die Arbeiter dann auch die Produkte, die sie produzieren, sich würden leisten
12:32können.
12:32Das tat er auch, um die Gewerkschaften rauszuhalten, das ist eine andere Geschichte.
12:36Aber auf jeden Fall entsteht da sowas wie industrielle Massenproduktion für massenhaften Konsum auf einem anonymen Markt.
12:46Der nächste Schub erfolgt in den 1950er Jahren.
12:50Der steigende Konsum richtet sich zunehmend auf Komfort, Status und Lebensstil.
12:58Das ist vor allen Dingen ein Resultat des enormen wirtschaftlichen Booms in den USA, nach dem Zweiten Weltkrieg, ganz anders
13:05als in Europa.
13:06Der sich auch darin niederschlägt, verbunden mit der Automobilität, dass Menschen völlig neue Lebensformen entwickeln.
13:15Industrialization created an age of urban growth. The rise of the cities began.
13:21And today, almost three quarters of our population lives in urban areas, where life is mechanized and the earth is
13:27paved.
13:29Es entstehen diese großen Suburbs, wo man nur mit dem Auto hinfahren kann.
13:34Da bauen Leute sich plötzlich Häuser in Größen, die sie vorher sich nie hätten leisten können.
13:38Und diese Häuser müssen gefüllt werden mit Gegenständen, die, und das ist dann auch noch sozusagen ein Gimmick,
13:44der 50er Jahre, die der Hausfrau insbesondere möglichst viel Zeit erspart.
13:50In den 1950er Jahren wird der Ausdruck American Way of Life populär.
13:55Als Symbol für Wohlstand, Konsum und Modernität.
13:59Und als Gegenbild zum kommunistischen Systemfeind Sowjetunion.
14:04Auf einer Ausstellung in Moskau zeigen die USA stolz, was sie haben und wie sie gesehen werden wollen.
14:12Die nationale Ausstellung in Sokol Niki Park gehörte zu einer ganzen Reihe von Ausstellungen,
14:17die die USA in den 50er und 60er Jahren organisiert haben und teilweise um die ganze Welt geschickt haben,
14:23um den Menschen in anderen Ländern zu zeigen, dass Amerikaner in all ihrem Konsum auch noch glücklich sind.
14:28Dass das eigentlich der Schlüssel zum Glück sein könnte.
14:31Und als Ideologie sozusagen der Mittelklasse, da will ich hin, das ist mein Ziel, ist diese Ausstellung relativ treffend.
14:42Die 1950er Jahre prägen die amerikanische Konsumkultur bis heute.
14:48Getrieben von Rationalisierung und Standardisierung treten Shopping Mall, Fast Food und der Supermarkt ihren Siegeszug an.
15:01Doch wer glaubt, der Weg des US-Kapitalismus ging unaufhaltsam nur nach oben, der irrt.
15:08Ein Sprung zurück in die 1920er Jahre.
15:11Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelt sich New York zum mächtigsten Finanzzentrum der Welt.
15:16Der Aufstieg der Wall Street beginnt.
15:19Dann der Schock.
15:32Am 24. Oktober 1929, dem Black Thursday, stürzen die Kurse überraschend ab.
15:40Der Auftakt zur Weltwirtschaftskrise.
15:43Banken und Fabriken schließen, die Industrieproduktion halbiert sich,
15:47jeder Vierte in den USA verliert seine Arbeit, insgesamt rund 15 Millionen Menschen.
15:52Das ist die bis heute immer noch tiefste und schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte der USA,
15:59die eben die Grundlagen auch des politischen Systems infrage stellt.
16:03Als Reaktion wird 1932 der Demokrat Franklin D. Roosevelt zum neuen Präsidenten gewählt.
16:10Eine Zeitenwende.
16:11Finally, in our progress towards a resumption of work,
16:15we require two safeguards
16:17against a return of the evils of the old order.
16:21There must be a strict supervision
16:24of all banking and credit and investment.
16:32There must be an end to speculation with other people's money.
16:41Zur Bekämpfung der Krise gründet Roosevelt eine Behörde,
16:45die National Recovery Administration, kurz NRA.
16:49Sie soll Mindestlöhne festlegen, Arbeitszeiten begrenzen
16:53und faire Wettbewerbsregeln festlegen.
16:55Franklin Delano Roosevelt will eigentlich erstmal nur die Wirtschaft stabilisieren
16:59und sieht jetzt aber die Notwendigkeit staatlicher Interventionen
17:03für die Stabilisierung der Wirtschaft.
17:05Aber selbst diese Phase des Nudeals stößt schon auf eine massive konservative Kritik,
17:11die eben sagt, das ist schon viel zu viel Staatstätigkeit,
17:14das trägt zur Verschlimmerung der Krise bei.
17:16Aber Roosevelt geht noch weiter.
17:18Mit dem Social Security Act von 1935
17:22führt er erstmals Arbeitslosenversicherung und Altersversorgung ein.
17:27Finanziert werden die Projekte zum Teil über Staatsschulden.
17:30This Social Security Measure gives at least some protection
17:36to 30 millions of our citizens
17:39who will reap direct benefits through unemployment compensation,
17:44through old age pensions
17:46and through increased services for the protection of children
17:50and the prevention of ill health.
17:54Das ist der Move to the Left.
17:56Es ist der Versuch, den amerikanischen Traum
17:58durch sozialstaatliche Maßnahmen zu erhalten.
18:04Roosevelt's Ideen setzen sich fort bis in die 60er Jahre
18:07unter Präsident Lyndon B. Johnson.
18:10Doch langsam lässt die Konjunktur nach.
18:13Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung steigen wieder.
18:16Der Ölpreisschock von 1973 verschlimmert die Krise.
18:21Mit der Wahl des Republikaners Ronald Reagan 1980
18:25werden die Weichen neu gestellt.
18:33We can turn this country around and we can turn our economy around.
18:37And the time to do it is now.
18:41Reagan will zurück zu weniger Staat und mehr Markt,
18:44um wieder mehr Anreize für Investitionen und Konsum zu schaffen.
18:48The rise of the 80s saw a conservative backlash in multiple areas of society,
18:54alongside the rise of a really conservative economics movement
18:58that is both trying to push down labor unions and labor rights,
19:04trying to deregulate businesses,
19:06trying to cut taxes on the wealthy.
19:09And the confluence of all this starts to bring the rise
19:12to a real conservative culture that begins to dominate.
19:16I think we have stopped a lot of what needed stopping.
19:20And I hope we have once again reminded people,
19:23that man is not free unless government is limited.
19:27There is a clear cause and effect here that is as neat and predictable as a law of physics.
19:33As government expands, liberty contracts.
19:36Auch Donald Trumps Gesetzespaket One Big Beautiful Bill,
19:41das eine große, schöne Gesetz von 2025,
19:46setzt auf Deregulierung und Steuersenkungen.
19:49Kürzungen bei Staatsausgaben und hohe Zölle
19:51sollen die Steuerausfälle ausgleichen.
19:54In this act, we have officially made the Trump-Tax cuts permanent.
19:59That's the largest tax cut in the history of our country.
20:04Added to substantial other cuts, which you're going to see like a rocket ship.
20:09You know, we're setting all sorts of economic records right now.
20:12And that's before this kicks in.
20:13After this kicks in, our country is going to be a rocket ship.
20:17Trump sieht sich in der Limited Government Tradition von Jefferson und Reagan.
20:23Nur der Schutz der Grundrechte ist legitime Regierungsaufgabe.
20:28Und eine Regierung, die mehr macht, als jetzt nur den rechtlichen Rahmen zu sichern,
20:33übertritt letztlich ihre Kompetenzen.
20:36Und das ist Donald Trumps und überhaupt des konservativen Amerikas
20:43Unbehagen an einem Sozialstaat.
20:46Ein Sozialstaat ist ein Staat, der im Sinne von Fairness und Arbeitnehmerschutz
20:54in Wirtschaft und Gesellschaft eingreift.
20:57Und das sagt die konservative Seite Amerikas schon seit den 1930er Jahren,
21:01das ist unamerikanisch.
21:03Und das ist letztlich auch die Kritik, die Donald Trump ins Amt getragen hat.
21:09Die Nationalflagge.
21:10Sie ist in den USA allgegenwärtig und steht für den parteiübergreifenden Nationalstolz.
21:17Öffentlich zur Schau gestellter Patriotismus spielt in den Vereinigten Staaten eine viel
21:22größere Rolle als in Europa.
21:24Dafür gibt es zwei Gründe.
21:26Der eine Grund ist, dass die Amerikaner, abgesehen vom Bürgerkrieg, keinen größeren Bruch
21:30in der Geschichte ihres eigenen Landes erlebt haben.
21:33Zum anderen spielt dieser Alltagsnationalismus, der staatlich gefördert wird, auch deshalb
21:39eine so große Rolle, weil über weite Strecken der US-Geschichte der nationale Zusammenhalt
21:47nicht garantiert schien, angesichts der großen ethnischen Heterogenität des Landes.
21:52Und Eliten über weite Strecken Sorgen hatten, dass die USA auseinanderfallen würden.
21:57Würden denn die Millionen Einwanderer aus allen Herren Länder der Welt zu überzeugten
22:03Amerikaner oder loyal zu ihren Ursprungsländern bleiben?
22:07Würden die Deutsch-Amerikaner im Ersten Weltkrieg nun für die USA kämpfen oder das Kaiserreich
22:14unterstützen?
22:15Würden die eingewanderten Katholiken nun auf den Präsidenten hören oder auf den Papst?
22:19Diese Fragen haben amerikanische Eliten immer wieder beschäftigt und sie darin bestärkt,
22:24Maßnahmen zu beschließen, die darauf abzielten, das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.
22:32My country is a big sweet land of liberty.
22:40Die vormodernen Staaten hatten in der Regel eine Monarchie und die Fahnen, die Hymne, das
22:48Weiße Haus, die Nationalparks, die Aufstellung oder Auflistung der Konstitution, der Verfassung
22:57im Museum versuchen all das zu kompensieren.
23:00Sie appellieren ganz, ganz stark an die Emotionen, um den Bürger wieder und die Bürgerin einzubinden
23:06in den Staat und sich mit diesem Staat auch zu identifizieren, auf einer Ebene, die gar
23:12nicht politisch ist und gar nicht intellektuell, sondern im Grunde genommen ein reines Bauchgefühl
23:18darstellt.
23:20Selbstbewusstsein und Patriotismus wirken nicht nur nach innen, sondern auch nach außen.
23:25Als globale Supermacht sehen sich die Vereinigten Staaten traditionell als Anführer der freien
23:31Welt, als Leader of the free world.
23:34Ein Spannungsfeld zwischen Moral und Machtpolitik, das die USA seit ihren Anfängen prägt.
23:45Die Wurzeln reichen zurück bis zu den puritanischen Pilgervätern.
23:50Ihr Anführer John Winthrop sah 1630 in den neuen Kolonien das in der Bibel verheißene
23:56gelobte Land.
23:57Damit verbunden ist der Gedanke, dass diese religiöse Gemeinschaft einen Vorbildcharakter
24:02haben soll. Dass sie wie eine Stadt auf dem Berg sichtbar ist und deshalb besonders zu moralisch
24:10richtigem Handeln verpflichtet ist. Und das ist dann im Folgenden sehr wirkmächtig geworden
24:16in säkularisierter und politisierter Form.
24:20Thomas Jefferson knüpft an Winthrops Ideen an. Ab 1780 entwirft er für die jungen Vereinigten
24:28Staaten die Vision eines Empire of Liberty, eines Reiches der Freiheit.
24:34Damit meinte er, dass die USA anders als andere Imperien wie das alte Rom oder Großbritannien sich
24:43nicht mit Gewalt ausbreiten würden oder Kolonien, die in Abhängigkeit geraten würden, erwerben
24:50würde. Sondern, dass sich neue Staaten freiwillig diesem Empire of Liberty würden anschließen
24:59wollen und zwar als gleichberechtigte Mitglieder.
25:03In einem Brief schreibt Jefferson
25:07Wir sollten ein solches Reich der Freiheit haben, wie man es seit der Schöpfung noch nie
25:11gesehen hat. Und ich bin überzeugt, dass noch nie eine Verfassung so gut geeignet war für
25:16ein ausgedehntes Reich und Selbstverwaltung wie die unseren.
25:21Als Präsident versucht Jefferson, seine Vision in die Tat umzusetzen. Mit dem Louisiana Purchase
25:28von 1803 kaufen die USA Frankreich ein riesiges Gebiet im Westen ab. Der Kauf verdoppelt die
25:35Größe der USA und öffnet den Weg für Siedler und neue Bundesstaaten.
25:40Daraus wurde dann im Laufe des 19. Jahrhunderts diese Vorstellung einer Manifest Destiny, also
25:47geradezu einer heilsgeschichtlichen Aufgabe der USA, nun über den nordamerikanischen Kontinent
25:53zu expandieren und das demokratische System überall auf diesem Kontinent zu verbreiten.
26:00Und zwar also auch gegen den Widerstand der indigenen Bevölkerung, auch gegen den Widerstand
26:07dann der Mexikaner im mexikanisch-amerikanischen Krieg und eben notfalls auch mit militärischen
26:14Mitteln.
26:14Mit wachsender Stärke wächst auch das außenpolitische Selbstbewusstsein.
26:211823 will Präsident James Monroe Europas Mächte von einer weiteren Kolonisation in Nord- und
26:27Südamerika abhalten. Er formuliert die Monroe-Doktrin.
26:48Damit schaffen sich die Vereinigten Staaten faktisch eine eigene Einflusszone in der westlichen
26:54Hemisphäre. 1902, die erste Bewährungsprobe. Europäische Mächte initiieren eine Seeblockade
27:02gegen Venezuela, wegen offener Schulden. Der amtierende Präsident Theodore Roosevelt reagiert
27:08mit einer Ergänzung zur Monroe-Doktrin.
27:34Der Geist der Monroe-Doktrin setzt sich in den folgenden
27:37Jahrzehnten fort. Ein markantes Beispiel. 1961 scheitert der Versuch, die kubanische
27:44Regierung unter Fidel Castro mit einer Invasion in der Schweinebucht zu stürzen.
27:50Auch während des Kalten Krieges betrachteten die USA, sagen Lateinamerika, als ihren Backyard,
27:56ihren Hinterhof, in dem sie nicht duldeten, dass dort feindliche Regime entstanden, die
28:01möglicherweise ein Einfallstor für die Sowjetunion sein konnten. Und versuchten ja auch etwa, Castro
28:06loszuwerden. Eine Führungsrolle über Südamerika beanspruchen die USA bis heute. Im November
28:122025 unterzeichnet Donald Trump eine neue nationale Sicherheitsstrategie. Darin heißt es …
28:18Wir wollen eine Hemisphäre, die frei von feindlichen ausländischen Übergriffen oder dem Besitz
28:25wichtiger Vermögenswerte bleibt und die kritische Lieferketten unterstützt. Und wir wollen
28:31unseren Zugang zu wichtigen strategischen Standorten sicherstellen. Mit anderen Worten,
28:36wir werden eine Trump-Ergänzung zur Monroe-Doktrin hinzufügen und durchsetzen.
28:44Trump hat dabei vor allem den großen Rivalen des 21. Jahrhunderts im Blick. China.
28:50Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit drängte er darauf, dass die beiden Häfen am Eingang
28:57des Panama-Kanals, die von dem chinesischen Unternehmen Hutchinson Ports gehalten wurden,
29:02an westliche Investoren verkauft würden. Und im Januar 2026 intervenierte er in Venezuela
29:10und nahm den venezuelanischen Präsidenten Maduro gefangen und brachte ihn in die USA.
29:17Insofern sieht Trump sich in einer 200-jährigen Kontinuität amerikanischer Politik gegenüber
29:23Lateinamerika.
29:40Zurück ins Jahr 1917. Mit dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg folgt ein weiterer
29:47Wendepunkt. Der erste Schritt auf dem Weg zur militärischen Großmacht.
30:18Hinter der beschworenen historischen Mission stehen handfeste machtpolitische und wirtschaftliche Interessen.
30:27In the case of World War I, with unrestricted German submarine warfare,
30:32sinking vessels carrying Americans,
30:35threatening American shipping and the principle of freedom of the seas
30:38that was so important to a country whose prosperity depended on international trade.
30:46In World War II, it would be essential to defeat Nazi Germany
30:50for the sake not only of an abstract principle of freedom
30:54or for the well-being of foreigners,
30:56but for the well-being of the United States itself.
30:58That a Europe completely dominated by Nazi Germany
31:01would always be a threat to US national security.
31:07Das World War II Memorial im Herzen Washingtons.
31:11Die Gedenkstätte für 16 Millionen US-Amerikaner,
31:14die im Zweiten Weltkrieg dienten,
31:16darunter mehr als 400.000 Gefallene.
31:21Zahlreiche Militärdenkmäler und Feiertage
31:23zeigen die wichtige Rolle des Militärs im amerikanischen Selbstverständnis.
31:32Das Militär ist in den USA ganz eng verknüpft
31:36mit der nationalen Identität und mit dem Nationalstaat,
31:40weil es eben 1775 als Continental Army gegründet worden ist
31:45im Revolutionskrieg und damit eben ganz eng mit der Gründung der USA
31:50als Nationalstaat verbunden.
31:52George Washington war der erste Oberbefehlshaber der Continental Army,
31:57später der erste Präsident der Vereinigten Staaten.
32:01Amerikaner respektieren und schätzen ihre Soldatinnen und Soldaten.
32:06Sie stehen in ihren Augen für Mut, Pflichterfüllung,
32:09Opferbereitschaft und Patriotismus.
32:11There's also a way in which this feeds into a darker side of American militarism,
32:17and that is an enthusiasm for the demonstrations of military might
32:24and the ability to crush our opponents.
32:27Americans need to be ready to engage in violence.
32:33Whether it's to stand proudly as the defenders of the weaker sex
32:38or of children or of civilians,
32:42or whether it's to demonstrate courage and strength
32:46and other kinds of very simple martial virtues.
32:50Zwei weitere Aspekte begründen die breite Zustimmung zum Militär.
32:54Während der Mobilisierung im Zweiten Weltkrieg
32:56dienen Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner an der Front
33:00oder arbeiten in der Heimat in Rüstungsbetrieben.
33:03Dazu kommt ein sozialer Faktor.
33:05Für viele traditionell weniger privilegierte Amerikanerinnen und Amerikaner
33:09ist das Militär auch bis heute ein Sprungbrett für gesellschaftlichen Aufstieg,
33:16unabhängig von Hautfarbe, Religion, Orientierung.
33:20Das spielt zumindest seit dem Zweiten Weltkrieg oder seit den 70er Jahren
33:25der Freiwilligenarmee auch eine große Rolle in der Verankerung
33:29der Streitkräfte in der Zivilbevölkerung.
33:33Donald Trump schreibt dem Militär eine aggressivere Rolle zu.
33:37Minister Pete Hexeth benennt das Verteidigungsministerium
33:41in Kriegsministerium um.
33:51Auch wenn diese Umbenennung juristisch fragwürdig ist,
33:55ist sie doch natürlich signifikant, denn Pete Hexeth möchte damit
33:59an ein älteres Kriegerideal anknüpfen des weißen, männlichen Kriegersoldaten.
34:08Traditionell gilt das Militär als politisch neutral.
34:11Doch mit den Einsätzen der Nationalgarde und der Einwanderungsbehörde ICE
34:15in US-Großstädten unter Trump gerät das Bild ins Wanken.
34:20ICE gehört nicht zu den Streitkräften,
34:22doch Kritiker sehen darin zunehmend eine Art paramilitärische Einsatztruppe.
34:29ICE ist die Kraft, die unsere Immigration- und Immigration-Präschen
34:36und Trump ist es in etwas anderes.
34:40Es ist etwas mehr zu einem Militär,
34:44das wird die Wim- und der Präsidentin
34:48in orderen zu exerzieren politische Macht
34:51in den US-Großstädten,
34:54durch die Militär-Großstädten.
34:55Das ist unglaublich gefährlich.
34:58ICE's Budget,
34:59que foi fundado no ano de gargantua,
35:09deveria fazer a produção de uma organização.
35:13E ele tem garantido,
35:17que a commande dessa arma
35:19vai quase direto de ele.
35:23Ohne das Militär wäre auch das amerikanische Selbstbild als Leader of the Free World kaum denkbar.
35:30Mit dem Sieg im Zweiten Weltkrieg steigen die Vereinigten Staaten endgültig zur globalen Supermacht auf.
35:37Der Kalte Krieg gegen den Systemfeind Sowjetunion beginnt.
35:41Das neue Ziel, die Ausbreitung des Kommunismus eindämmen, wo er freie Staaten bedroht.
35:47Es ist ja nur allzu verständlich, dass wenn ein Land nun über so beispiellose Machtressourcen verfügt,
35:55es auch Ambitionen entwickelt, die Weltordnung nach seinen Interessen und gemäß seiner Werte zu prägen.
36:03Und nun, da die USA eben diese Macht auch hatten, war es gleichermaßen eine Verpflichtung, sie auch zu diesem hehren
36:10Zweck zu nutzen,
36:11demokratische Verbündete zu beschützen vor totalitären Bedrohungen, aber auch demokratische Bewegungen in anderen Ländern zu fördern.
36:24Vietnam. Es geht um die Frage, ob es Amerika gelingt, das Vordringen des totalitären Kommunismus in Südostasien aufzuhalten.
36:351965 beginnen die USA eine anfangs klar begrenzte Operation gegen einen technisch und militärisch unterlegenen Gegner.
36:47Die Amerikaner standen in beiden Weltkriegen auf der Siegerseite und haben den Ausschlag auf den Sieg gegeben.
36:54Die USA haben erfolgreich in Korea interveniert und eine Übernahme Südkoreas durch den kommunistischen Norden unterbunden.
37:02Die Erwartung war klar, in Vietnam würden wir natürlich auch erfolgreich sein.
37:08Die Amerikaner sinken, step by step, into a quagmire,
37:13ultimately escalating in frustration, really, in 1965,
37:18to the point of trying to win a conventional war
37:21against irregular troops in the South and the North Vietnamese Army.
37:27And Americans turned against that war
37:30only when it clearly began to go badly for them,
37:33as they found that, well, we were killing and dying
37:38in a war, whose goals were unclear
37:42and with brutal methods that were being reported
37:46in the American press and notably on American television.
37:49Der Vietnamkrieg wird zur traumatischsten Erfahrung der US-Außenpolitik.
37:54Ein tiefer Riss im Selbstbild einer Nation,
37:57die sich in der heilsgeschichtlichen Tradition von Empire of Liberty und Manifest Destiny sieht.
38:03Dieses Bild der USA als vorbildlichen, demokratischen
38:07und stets nach moralischen Kriterien und Prinzipien handelnde Nationen
38:12erhielt erhebliche Kratzer während des Vietnamkrieges.
38:14Und sorgte dann auch dafür, dass die Unterstützung für diesen Krieg
38:18in der amerikanischen Bevölkerung rapide abnahm
38:21und sich Präsident Nixon dann gezwungen sah,
38:25die amerikanischen Truppen auch aus Südvietnam abzuziehen.
38:30Das Vietnam Memorial im Herzen von Washington.
38:351975 ist der Vietnamkrieg zu Ende.
38:39Fast 60.000 amerikanische Soldaten sind gefallen
38:42und geschätzt drei Millionen Vietnamesen.
38:45Bis heute ein Tiefpunkt im amerikanischen Selbstbild.
38:49Mr. Gorbachev, tear down this wall.
38:57Mit dem Fall der Mauer 1989 sind die USA wieder obenauf.
39:02Der Leader of the Free World hat aus seiner Sicht nun auch den Kommunismus besiegt.
39:07Doch der Kalte Krieg hat Spuren hinterlassen.
39:10The Cold War had three major effects in shaping the United States.
39:15One was the creation of a cosmic-sized military complex.
39:21Larger than the world had ever seen.
39:23Larger than that of the next dozen countries combined until recently.
39:30The second and related effect was the creation of what's often called
39:35the national security state, and that is a high tolerance among Americans,
39:40even before 9-11, for domestic spying by U.S. government agencies.
39:48And the third effect was the constriction of the left in the United States.
39:53Because of Cold War ideology and the persecution of leftists in the U.S.,
39:58it meant that the kind of social democratic platform that had been so successful
40:03in many western and northern European countries was delegitimized in the United States.
40:11And still today, this wealthiest country in world history has been able to provide its citizens
40:18with things like an affordable education or health care for all.
40:25Der 11. September 2001.
40:28Die islamistischen Anschläge erschüttern das Land zutiefst.
40:31Fast 3000 Menschen sterben.
40:33Die USA sind geschockt und sind unter Präsident George W. Bush auf Rache.
40:39I can hear you. The rest of the world hears you.
40:42And the people who knocked these buildings down will hear all of us soon.
40:59USA! USA! USA!
41:03I remember Americans in Washington, but also elsewhere,
41:07ordinary people, saying the following.
41:10Why do they hate us?
41:13And a Bush administration provided an answer.
41:16They hate our freedoms.
41:19Mit der Operation Enduring Freedom, zu deutsch Andauernde Freiheit,
41:24ziehen die Vereinigten Staaten 2001 in den Krieg gegen Afghanistan.
41:322003 folgt mit der Operation Iraqi Freedom der Einmarsch in den Irak.
41:37Amerika will zurückschlagen und gemäß seiner historischen Mission
41:41den Menschen Frieden, Freiheit und Demokratie bringen.
41:45Rarely has the world faced a choice more clear or consequential.
41:50Our enemies send other people's children on missions of suicide and murder.
41:55They embrace tyranny and death as a cause and a creed.
41:59We stand for a different choice, made long ago on the day of our founding.
42:06We affirm it again today.
42:08We choose freedom and the dignity of every life.
42:15Wieder fühlt sich das Land dank seiner militärischen Überlegenheit unbesiegbar
42:20und ignoriert die dringenden Warnungen Frankreichs und seines Präsidenten Jacques Chirac.
42:37What did we do?
42:39We said those insufferable French, they're so anti-American.
42:43It's because we are so grand and their grandeur has faded.
42:46They're just envious.
42:48And so we poured French wine into the gutter and declared a boycott of French goods,
42:55even renamed French fries into Freedom Fries.
42:59And when I watched that happen, it reminded me of something.
43:03It reminded me what I had read about an earlier French president, Charles de Gaulle,
43:10who, as the United States prepared to intervene militarily in Vietnam,
43:15warned American presidents, first privately and then publicly,
43:20don't do it.
43:21We know the terrain.
43:23We've been there before.
43:24And in each case, the United States marched off into a quagmire
43:28that came at the expense of the interests of the United States
43:32as well as the West in general,
43:34not to mention all of the victims living in that country
43:37who felt the full weight of our power.
43:40Der Irak-Krieg endet offiziell 2011.
43:44Zurück bleibt eine hoch instabile Lage
43:47mit wiederkehrend bürgerkriegsähnlicher Gewalt.
43:52Der Afghanistan-Krieg endet erst 2021
43:55mit dem überstürzten Abzug der US-Truppen.
43:59Es folgt die Rückkehr der islamistischen Taliban an die Macht.
44:03Ein Militäreinsatz ohne politischen Sieg.
44:07Zurück bleibt Ernüchterung.
44:09This decision about Afghanistan is not just about Afghanistan.
44:15It's about ending an era of major military operations
44:20to remake other countries.
44:25Der War Against Terror prägt das amerikanische Selbstbild bis heute.
44:32Wir müssen sogar den Bogen spannen von dem Ende des Kalten Krieges
44:36bis zu Trumps Präsidentschaft, um das zu verstehen,
44:40was sich da im amerikanischen Selbstverständnis verändert hat.
44:44Also 1990, 1991 schienen die USA ja auf dem Zenit ihrer Macht zu sein.
44:51Umso größer war die Enttäuschung,
44:53als dann zwei Jahrzehnte später klar wurde,
44:56dass der Vormarsch der Demokratie auf der Welt gestoppt war
45:00und die USA ihre führende Position in der Welt zu verlieren drohten.
45:06Und das erklärt auch den Aufstieg Donald Trumps.
45:10Diese tiefsitzende Enttäuschung, da muss doch etwas gehörig schiefgelaufen sein
45:14in der Zeit seit den 1990ern, dass wir in einer so vorteilhaften Lage waren
45:21und das nun alles leichtfertig verspielt worden ist.
45:27Unter Donald Trump wollen die USA ohne Rücksicht auf andere
45:32nur noch ihre eigenen Interessen verfolgen.
45:36From this day forward, a new vision will govern our land.
45:43From this day forward, it's going to be only America first.
45:51America first.
45:54America first is not Isolationism. It's Unilateralism.
46:00It's that the United States arrogates to itself the right to use its maximum power
46:06in any way it wishes, unconstrained by international law
46:10or the international institutions that it helped to create
46:13in order to try to avoid conflict in the world.
46:17In Wirtschaftsfragen richtet sich Trumps America first
46:21gegen den multilateralen Freihandel und setzt stattdessen auf hohe Importzölle
46:26und bilaterale Handelsabkommen.
46:29Trump argumentiert, dass die USA von diesem Freihandel nicht mehr gleichermaßen profitieren würden,
46:37wie das noch in der Nachkriegszeit der Fall war.
46:41Denn von dieser regelbasierten Ordnung profitieren ja nicht nur die USA,
46:46sondern auch andere Länder.
46:48China konnte sich erfolgreich in diese Ordnung integrieren und hat enorme Wachstumsraten erlebt.
46:54Und sagt, Trump, das ist ja gar nicht wirklich in unserem Interesse,
46:57dass wir nun einen Hauptkonkurrenten, sagen, geradezu herangezüchtet haben durch diese Freihandelsdoktrin.
47:04Die regelbasierte Weltordnung und internationale Organisationen wie die UNO
47:11sind kaum in Trumps Interesse.
47:13Er bevorzugt auch hier bilaterale Deals und eine nationalistische Politik der Stärke.
47:36Aus der Sicht von Europa sind die USA nicht mehr der langjährige, wohlwollende Hegemon.
47:41Der Leader of the Free World hat wohl ausgedient.
47:47What is unusual about Trump is that he is trying to dismantle a system that the United States created
47:54as a force multiplier for US interests.
47:57He is hastening the decline of the informal American empire that has been so successful until now.
48:04Trump and his advisors speak often of the concept of defending sovereignty.
48:09And when they say sovereignty, they mean really two things.
48:13Both for the United States and in our unsolicited advice for European countries.
48:20That is that you should close your borders to immigration, because it's making your countries less white.
48:26And that you should act as individual nation states in a system of nation states.
48:33Each of them defending their own interests, rather than build supranational cooperative institutions like the EU or the UN or
48:41NATO,
48:42all of which are the targets of Trump's ire and opposition.
48:47What they don't mean by sovereignty is that under international law, all nation states should be free.
48:55And certainly he doesn't respect the national sovereignty of those European countries that he and J.D. Vance and others
49:02argue are being badly run by their democratically elected governments.
49:07And they would like to see those governments fail and be replaced by right-wing, white-nationalist, authoritarian-minded political
49:14parties in Europe, that the Trump-people see as their allies.
49:18Freiheit, Religion, Kapitalismus, Supermacht und Anführer der freien Welt.
49:23Diese Themen haben das Selbstverständnis der Vereinigten Staaten maßgeblich bestimmt.
49:29Doch unter Donald Trump erscheinen die USA neu und anders, härter, egoistischer und rücksichtsloser.
49:37Die Verwunderung, die wir momentan in Europa und insbesondere in Deutschland erleben, resultiert daher, dass wir die Situation des Kalten
49:44Krieges für das Normale
49:45und alles seit dem Ende des Kalten Krieges oder insbesondere seit Donald Trump als das Unnormale begreifen.
49:55Ein Ausdruck tiefer liegender Strömungen oder ein bewusster Bruch mit Traditionen.
50:05Trump repräsent natürlich nicht das ganze Amerika. Amerika ist vielseitig und es ist ja durchaus umstritten und es ist auch
50:12immer umstritten gewesen, was Amerika eigentlich ausmacht.
50:16Trump ist in every way a product of the real, the real America, not the mythologized, idealized America.
50:29Trump ist eine Seite von Amerika und es ist vielleicht eine Seite, mit der wir uns lange nicht beschäftigt haben
50:36oder zu lange nicht beschäftigt haben.
50:38I hear oftentimes people say, this is not who we are. Since when? Since when? Is my question.
50:47And if you study a more honest version of American history, we can be very disappointed and worried about where
50:56we are, but we shouldn't be shocked by it.
50:59America, who are you?
51:02Seit ihren Anfängen prägt die Geschichte der USA ihre Identität und Mentalität, formt Traditionen und Widersprüche.
51:11Das wird auch in Zukunft bestimmen, wie Amerika auf sich selbst blickt und wie wir auf Amerika schauen.
51:24Das wird auch in These Beasts�� representiert.
51:43Das wird Masters 3-2-195-1965-2011 www.btisteka.com
51:43Das sansinf rabbiets wird der USA verैen.
51:44Obrigado.
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