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  • vor 2 Tagen
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Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00:16November 1941, einen Monat vor Pearl Harbor. Eines Nachts um 11 Uhr tauchte vor der libyschen
00:00:25Küste in Nordafrika hinter den deutschen Stellungen ein britisches Unterseeboot auf.
00:01:23Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:30Es war ein britischer Kommandotrupp und die Aufgabe dieses sorgfältig vorbereiteten
00:01:35Überfalles war der Tod eines einzigen Mannes.
00:02:23Untertitelung des ZDF, 2020
00:02:53Untertitelung des ZDF, 2020
00:03:23Untertitelung des ZDF, 2020
00:03:29Vielen Dank.
00:04:02Vielen Dank.
00:04:36Vielen Dank.
00:05:08Vielen Dank.
00:05:20Cover me.
00:05:21Cover me.
00:05:31Schau!
00:06:02It's no use. Go on.
00:06:03Get hold of my arm.
00:06:05Get out of here.
00:06:30Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:06:55Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:07:22Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:07:29Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:07:59Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:08:10Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:08:24Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:08:33Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:09:04Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:09:11Das ist doch nicht dein Ernst.
00:09:37Hey, Tommy.
00:09:38Hey, Tommy, los, raus da.
00:09:40Marsch rüber zu den anderen Gefangenen.
00:09:55Wer ist der rangälteste Offizier?
00:10:00Das ist doch nicht dein Ernst, Tommy.
00:10:15Gut, Sie kriegen eine weiße Flagge und gehen mit diesen beiden Offizieren los.
00:10:18Sie sagen ja Batterie, Sie sollen das Feuer einstellen.
00:10:20Die bringen ja Ihre eigenen Leute um.
00:10:22Das kann ich leider nicht.
00:10:23Gut, dann befehle ich es Ihnen und Sie haben mir zu gehorchen.
00:10:26Hier, binden Sie es ans Gewehr.
00:10:27Nein, Herr Major, ich bin Kriegsgefangener.
00:10:30Sie können mir das nicht befehlen.
00:10:32Das müssten Sie eigentlich wissen.
00:10:34Keine Widerrede.
00:10:35Wenn Sie nicht tun, was ich Ihnen befehle, dann werde ich Sie dazu zwingen.
00:10:40Also gehorchen Sie oder nicht?
00:10:42Herr Major!
00:10:43Herr Major!
00:10:45Was ist los?
00:11:14Der Feldmarschall sagt, Sie haben recht.
00:11:16Feldmarschall?
00:11:22Also das war Rommel.
00:11:24Der berühmte Feldmarschall Erwin Rommel.
00:11:28Oberbefehlshaber des Afrikakorps
00:11:30und der populärste deutsche Soldat seit dem Ersten Weltkrieg.
00:11:37In der Wüste war er schon zu einer Legende geworden.
00:11:40Der Fuchs, der seine Verfolger kreuz und quer durch Nordafrika gejagt hatte,
00:11:45genauso oft, wie sie ihm auf der Fährte waren.
00:11:48Und über seine Finden und Schliche freuten sich sogar die Tommys.
00:11:51In Kriegszeiten wohl kaum die richtige Einstellung zum Gegner.
00:11:56Trotz alledem war er natürlich immer noch mein Feind.
00:11:59Nicht nur der Feind meines Landes und der Armee, in der ich diente,
00:12:02sondern auch meiner ganzen Lebensauffassung.
00:12:05Nicht nur der Demokratie, die sich freie Männer geschaffen haben,
00:12:10sondern der ganzen Zivilisation und Kultur.
00:12:13Mein Name ist Desmond Young.
00:12:16Zur Zeit meiner Gefangennahme war ich Oberstleutnant in der indischen Armee.
00:12:20Das war meine erste und einzige Begegnung mit dem kühlen, harten Berufssoldaten,
00:12:25dessen korrekte Einhaltung der Genfer Konvention sich in diesem Fall so günstig für mich ausgewirkt hatte.
00:12:35Zwei Jahre und vier Monate später, als die Alliierten noch in Europa kämpften, war Erwin Rommel tot.
00:12:43Wie die Deutschen meldeten, war er als Held seinen Wunden erlegen, die er auf dem Felde der Ehre erhalten hatte.
00:12:48Aber damals wurde viel behauptet.
00:12:51Viele machten sich Gedanken über seinen Tod,
00:12:54denn es waren bereits geheimnisvolle Gerüchte im Umlauf,
00:12:56die sogar über die kämpfenden Fronten hinüberdrangen.
00:13:00Als dann der Krieg zu Ende war und ich wieder ins Zivilleben zurückkehrte,
00:13:04stellte ich mir eine Aufgabe.
00:13:06Ich nahm mir vor, festzustellen, was tatsächlich mit Rommel geschehen war.
00:13:11Wie sah die Wahrheit über seinen Tod aus?
00:13:14Und wo war er auf dem Felde der Ehre gefallen?
00:13:17In einem einfachen Heim in Herlingen bei Ulm, einem kleinen württembergischen Ort,
00:13:23unterhielt ich mich oft und ausführlich mit Rommels Witwe und Sohn,
00:13:27studierte seine Briefe, Berichte und andere Unterlagen.
00:13:31In Deutschland sprach ich mit Soldaten, die mit ihm zusammen gedient hatten,
00:13:34als Vorgesetzte und Untergebene.
00:13:36In England mit Männern, die gegen ihn gekämpft hatten,
00:13:39vom Feldmarschall bis zum einfachen Tommy.
00:13:42Und in beiden Ländern nahm ich mir natürlich auch die offiziellen Dokumente vor.
00:13:48Gestützt auf dieses Tatsachenmaterial ist das, was jetzt folgt,
00:13:52die wahre Geschichte Erwin Rommels.
00:13:56Der letzte Akt seiner Tragödie begann am 23. Oktober 1942 um 10.30 Uhr nachts,
00:14:03als bei El Alamein die britischen Geschütze auf einer Front von 10 Kilometern das Feuer eröffneten.
00:14:08Feuer!ur
00:14:12!ur!
00:14:42Untertitelung des ZDF, 2020
00:14:48Ich entdeckte, dass Rommel tatsächlich gar nicht in Afrika war, als die große Schlacht begann.
00:14:54Da er an einer chronischen Nasendifterie litt, war er einen Monat vorher zur Lazarettbehandlung nach Deutschland geflogen.
00:15:02Aber als das Telefon klingelte und eine bekannte Stimme aus Berlin ihn anrief, stand er sofort auf und war schon
00:15:09nach wenigen Stunden auf dem Rückflug nach Nordafrika.
00:15:39Danke, Wagner. Noch so elegant?
00:15:42Einer Zufall. Gut, dass Sie wieder da sind. Wir warten schon lange, Herr Feldmarschall.
00:15:44Wo sind die Lager?
00:15:45Drüben im Zelt.
00:15:49Wie geht's, Bayerlein?
00:15:50Es muss gehen, Herr Feldmarschall. Haben Sie Ihre Frau Gemahlin gesehen?
00:15:53Ja, sie hat mich am Semmeringen besucht. Sie und Manfred.
00:15:55Freut mich.
00:15:55Wie ist die Lage?
00:15:56Offen gestanden, miserabel. Der Feind hat viel zu viel Material.
00:15:59Ich weiß nicht, wie wir je hier wieder rauskommen sollen.
00:16:02Mit dem bisschen Sprit niemals.
00:16:03Aber wir haben doch Sprit.
00:16:04Wir sind sehr knapp.
00:16:05Immer noch unterwegs?
00:16:05Weder unterwegs, noch aussieht, dass was kommt.
00:16:07Wer hat Ihnen das gesagt?
00:16:08Ich habe in den letzten zwei Tagen dreimal mit Rom gesprochen.
00:16:11Es war kein Sprit unterwegs und es war für uns bis gestern keiner zugeteilt.
00:16:15Schulz.
00:16:16Aldinger.
00:16:24Aber die Panzer sind doch gekommen.
00:16:26Nein.
00:16:26Gar kein Nachschub?
00:16:27Nein. Schon lange nichts.
00:16:29Aber Pack und Nebelwerke?
00:16:30Kein Stück eingetroffen.
00:16:31Und Benzin auch nicht?
00:16:32Nicht ein Fass.
00:16:35Nein.
00:16:47Das ist die Lage vor einer Stunde.
00:16:50Bringen Sie mir einen Stuhl, bitte.
00:16:57Hier ist am schlimmsten.
00:16:58Die 15. ist schwer in der Klemme.
00:16:59Ihre Ausfälle sind sehr stark.
00:17:00Hier kam der Hauptstoß.
00:17:01Wer ist die hier?
00:17:01Die Trento-Division, die kam von hier rein.
00:17:03Ach so.
00:17:04Und was sollen die Panzer hier?
00:17:05Flanke decken.
00:17:05Da stehen Sie ganz gut.
00:17:06Meine Karten, bitte.
00:17:14Beierlein, wir rücken mit der 21. und Ariete hierher.
00:17:17Inzwischen muss die 90. von Westen vorstoßen.
00:17:20So, dass Sie sich treffen.
00:17:20Ganz recht.
00:17:21Übrigens greift Montgomery immer noch mit der Infanterie zuerst an.
00:17:23Jawohl.
00:17:24Dann Panzer.
00:17:24Jawohl.
00:17:25Dann wollen wir ihn überraschen.
00:17:26Mit unseren Panzern überrolle ich seine Infanterie.
00:17:28Wenn es funktioniert, platzen wir mitten in seine Panzer rein.
00:17:31Das Übrige wird unsere Infanterie dann schon besorgen.
00:17:33Wunderbar.
00:17:34Wenn es nicht funkt, haben wir was gelernt dabei.
00:17:36Kommen Sie, Aldinger.
00:17:37Sie wollen doch nicht gleich an die Front fahren.
00:17:42Sie sollten sich lieber noch etwas ausruhen, Herr Feldmarschall.
00:17:44Drei Wochen lang habe ich das getan.
00:17:46Wohin, Herr Feldmarschall?
00:17:47Nach Norden.
00:17:48Wir fahren zur 21.
00:17:56Aber jetzt gab es noch einen Fuchs in der Wüste, der vielleicht sogar noch schlauer war.
00:18:01Und als in den folgenden Tagen die Schlacht immer verworrener wurde, wirkte sich dieses
00:18:06durcheinander offensichtlich mehr und mehr zugunsten Montgomerys aus.
00:18:11Drei Wochen lang im Auftrag des Surensfords...
00:18:20Das war's für heute.
00:18:51Das war's für heute.
00:19:17Das war's für heute.
00:19:44Das war's für heute.
00:20:27Am 10. Tag der Schlacht musste auch Rommel einsehen, dass sie verloren war.
00:21:00Irgendwo ist mal Schloss.
00:21:20Das war's für heute.
00:21:31Also, was ist?
00:21:33Sponek geht's dreckig.
00:21:34Was macht er?
00:21:35Herr Feldmarschall, wenn er sich nicht bald absetzt, hat er keine Leute mehr.
00:21:38Na, wo ist er? Warum kann er nicht Antwort geben?
00:21:40Sein Funkwagen ist hin. Er arbeitet in dem Sanka.
00:21:43Und wenn's hochkommt, hat er jetzt noch knapp 40 Panzer.
00:21:46Was machen die Italiener?
00:21:47Nach Sponeks Meinung sind sie völlig am Ende.
00:21:49Rom ist da, Herr Feldmarschall.
00:21:54Na und?
00:21:55Feldmarschall Kesselring kann nichts tun.
00:21:57So, dann wissen wir wenigstens, woran wir sind.
00:22:03Das hat unser Problem sehr vereinfacht.
00:22:06Bei uns ein bisschen Benzin haben wir nur zwei Chancen.
00:22:09Entweder wir lassen uns hier vernichten,
00:22:11oder wir setzen uns ab heute Nacht und warten auf die nächste Runde.
00:22:14Und Sie glauben, das geht noch?
00:22:15Muss gehen. Warum denn nicht?
00:22:17Montgomery hat Benzin genug, Herr Feldmarschall.
00:22:18Ich glaub nicht, dass das so schwierig wird.
00:22:20Montgomery ist immer sehr bedächtig
00:22:22und es wird ihm nicht einfallen, mir so nachzusetzen wie ich ihm,
00:22:24ohne es reiblich zu überlegen.
00:22:25Ich sehe auch keine andere Wahl.
00:22:26Es geht nicht anders.
00:22:28Also Plan C und sofort alle Kommandeure benachrichtigen,
00:22:30dass sie den Befehl abwarten.
00:22:31Wenn wir den Feind überraschen, dann...
00:22:33Berlin, Herr Feldmarschall.
00:22:34Wer in Berlin?
00:22:36Der Führer.
00:22:54Gezeichnet, Adolf Hitler.
00:22:56Die Situation erfordert, dass El Alamein bis auf den letzten Mann gehalten wird.
00:23:00Es gibt keinen Rückzug, nicht einen Millimeter.
00:23:03Es gibt nur Sieg oder Tod.
00:23:05Das ist unfassbar.
00:23:06Haben Sie noch Berlin?
00:23:07Jawohl.
00:23:08Wer soll's noch mal wiederholen?
00:23:09Jawohl.
00:23:09Ja, ja, aber er hat nichts damit zu tun,
00:23:11sondern diese Neidhammer sind es,
00:23:13diese Bürogenerale vom grünen Tisch,
00:23:15diese Kerle, die noch nie die Front gerochen haben,
00:23:18diese wahnsinnig gewordenen Schreibstuben-Hengste.
00:23:21Wie kann er nur diesen Leuten Gehör schenken,
00:23:23diesen Idioten mit ihrer Vogel-Staus-Politik?
00:23:26Er sollte alle zum Teufel jagen und selber entscheiden.
00:23:28Die Wiederholung, Herr Feldmarschall.
00:23:29Los, lesen Sie vor.
00:23:30Die Situation erfordert,
00:23:32dass El Alamein bis auf den letzten Mann gehalten wird.
00:23:35Es gibt keinen Rückzug, nicht einen Millimeter.
00:23:38Es gibt nur Sieg oder Tod.
00:23:40Gezeichnet, Adolf Hitler.
00:23:41Ah.
00:23:43Ganz unglaublich.
00:23:44Sie werden doch auf diesen Wahnsinn nicht hören.
00:23:46Es ist ein Befehl.
00:23:47Und zwar direkt vom Führerhauptquartier.
00:23:49Ein klarer, strikter, dummer, verbrecherischer Befehl
00:23:52vom Führerhauptquartier.
00:23:53Und den wollen Sie ausführen,
00:23:54damit der Irrsinn noch schlimmer wird?
00:23:57Wenn wir jetzt doch angeschlagen sind,
00:23:58Herr Feldmarschall,
00:23:59so sind wir doch noch eine Truppe,
00:24:01die kampffähig ist für lange Zeit.
00:24:03Setzen wir uns sofort ab,
00:24:04können wir noch kämpfen.
00:24:05Aber das hier ist reiner Wahnsinn.
00:24:07Das ist wie im Mittelalter.
00:24:09Man kann uns doch nicht einfach Sieg oder Tod befehlen,
00:24:11als ob wir Hottentotten sind.
00:24:13Das bedeutet den Selbstmord einer ganzen Armee.
00:24:15Herr Feldmarschall,
00:24:16bedenken Sie,
00:24:16an der Front unterstehen die Männer Ihnen,
00:24:18nicht ihm.
00:24:19Ich kann es einfach nicht verstehen.
00:24:20Ich schon, er ist irrsinnig.
00:24:22Er ist nicht irrsinnig, er ist...
00:24:26Aber ich bin nicht verrückt.
00:24:34Wir werden uns absetzen.
00:24:36Ich bringe das bei ihm in Ordnung.
00:24:46Ich bin nicht irrsinnig.
00:24:50Ich bin nicht irrsinnig.
00:25:16Das Ende kam in Tunis, als die Streitkräfte der Achsenmächte
00:25:20von der Übermacht der Engländer, Franzosen und Amerikaner unter Eisenhower eingekesselt
00:25:24wurden und sich bedingungslos ergaben.
00:25:30Aber das Afrika-Korps ging ohne seinen Oberbefehlshaber in die Gefangenschaft, denn Rommel war inzwischen
00:25:36seines Befehls enthoben worden und lag in einem Lazarett in Deutschland.
00:25:50Guten Morgen, Herr Feldwebel.
00:25:52Guten Morgen, Frau Rommel.
00:25:53Manfred?
00:25:53Guten Morgen.
00:25:56Dr. Strölin?
00:25:57Karl Strölin, Oberbürgermeister von Stuttgart.
00:25:59Dr. Strölin ist ein Freund meines Mannes.
00:26:01Ich habe gehört, dass es Herrn Feldmarschall heute viel besser geht.
00:26:03Die Ruhe hat ihm sicher gut getan.
00:26:13Frau Rommel, Manfred Rommel und Dr. Karl Strölin.
00:26:26Kommt nach Stuttgart?
00:26:28Sogar der Oberbürgermeister persönlich.
00:26:33Sag bloß noch, dass der auf der schwarzen Liste steht.
00:26:40Dr. Karl Strölin, Oberbürgermeister.
00:26:45Sie hat gesagt, er wäre ein alter Freund vom Feldmarschall.
00:26:48Na, wenn schon.
00:26:48Hier steht er drin.
00:26:50Unter schärfster Beobachtung zu halten, sobald er sich außerhalb von Stuttgart befindet.
00:26:58Als Auseinandersetzung kann man das nicht mehr bezeichnen.
00:27:01Es ist unmöglich, vernünftig mit ihm zu diskutieren, so wie Sie und ich das machen würden.
00:27:06Er schreit sofort und tobt und wird so hysterisch, dass es direkt so ist, als ob man einen Wahnsinn hier
00:27:11vor sich hätte.
00:27:12Er hat Erwin Feigling genannt.
00:27:16Hat er sich wirklich vor Ihnen so ausgedrückt?
00:27:19Nicht einmal, sondern mehrmals.
00:27:21In Russland, sagte er, hätte man Offiziere wie mich sofort erschossen.
00:27:27Und mir könnte das auch einmal passieren.
00:27:29Das war sein Dank.
00:27:31Die Belohnung für alles, was er für Deutschland getan hat.
00:27:34Na ja, solchen Worten soll man lieber nicht viel Bedeutung beimessen.
00:27:37Er war eben furchtbar aufgeregt.
00:27:39An der Front sieht es übel aus und da ist er natürlich nervös.
00:27:44Aber ich fürchte, was er meinen Afrikanern angetan hat, werde ich nie vergessen.
00:27:50Was war das?
00:27:52Als es zu Ende ging und ich Afrika räumen wollte, sagte er, für ihn sei das völlig uninteressant.
00:28:00Er habe uns abgeschrieben.
00:28:01So belohnte er Sie.
00:28:07Rommel, ich möchte Sie etwas fragen.
00:28:10Gewiss, wenn Sie mir die Antwort verweigern, habe ich Verständnis dafür.
00:28:14Aber die Frage möchte ich Ihnen trotzdem stellen.
00:28:16Was ist es?
00:28:19Glauben Sie noch, dass wir den Krieg gewinnen?
00:28:26Ich sage Ihnen, was er selber glaubt.
00:28:28Und?
00:28:31Er sagt nein.
00:28:34Das hat er selbst gesagt?
00:28:36Ja.
00:28:38Ist er sich klar, was das diesmal bedeutet?
00:28:41Das weiß er.
00:28:43Und warum wird er noch weiter gekämpft?
00:28:45Weil wir nichts anderes tun können.
00:28:48Denn keiner von unseren Gegnern, weder England, Amerika noch Russland, wird Frieden schließen mit ihm.
00:28:54Hat er das zugegeben?
00:28:56Es ist ja auch so, nicht wahr?
00:28:59Mit anderen Worten, solange der Führer da ist,
00:29:03müssen wir weiter kämpfen bis zur restlosen Vernichtung.
00:29:05Sieg oder Tod, der alte Spruch.
00:29:11Anscheinend denkt er gar nicht an die einfachste Lösung der Situation.
00:29:13Und die wäre?
00:29:16Aber hören Sie, Ströling!
00:29:24Herr Erwin, wir müssen leider gehen.
00:29:26Was?
00:29:27Schon so schnell?
00:29:28Ich muss den Zug kriegen.
00:29:29Wir kommen heute Abend wieder.
00:29:30Komm zum Kaffee her.
00:29:32Liebe Ströling, war nett, Sie endlich mal wiederzusehen.
00:29:34Wir müssten uns öfter treffen.
00:29:36Könnten Sie das wirklich, Vater?
00:29:38Was meinst du?
00:29:39Dich erschießen.
00:29:40So ein Unsinn, woher denn?
00:29:42Der redet bloß immer so wild daher.
00:29:43Du darfst dir dabei nichts denken.
00:29:45War es seinen größten General erschießen?
00:29:46Wie kannst du nur so was sagen vor ihm?
00:29:49Komm jetzt und hör auf, Unsinn zu reden.
00:29:53Auf heute Abend, ja?
00:29:54Komm bitte, recht früh.
00:29:59Sieht gut aus, der Junge, nicht wahr?
00:30:01Ein prächtiger Bursche.
00:30:04Aber waren Sie ganz aufrichtig mit ihm?
00:30:06In welcher Beziehung?
00:30:07Als Sie ihm sagten, dass Hitler Sie nicht an die Wand stellen würde.
00:30:11Aber natürlich.
00:30:12Nehmen wir doch bitte mal an, er würde es wirklich tun.
00:30:15Warum sollte er?
00:30:17Ist anderen auch so gegangen?
00:30:18Mit mir tut er das niemals.
00:30:20Aber die Männer in seiner Umgebung, die auf sie neidisch sind,
00:30:23Himmler, Bormann und ihre Clique,
00:30:25hetzen die ihn nie auf?
00:30:27Sehr häufig sogar.
00:30:29Und wenn sich diese Intriganten nun plötzlich auch gegen Sie wenden?
00:30:32Das wäre schon möglich, aber doch nicht sehr wahrscheinlich.
00:30:37Aber nehmen wir mal an, es würde eintreten.
00:30:40Haben Sie je überlegt, was weiter passiert?
00:30:42Mit Luzi und Manfred?
00:30:44Das habe ich mir nie überlegt.
00:30:47Worauf wollen Sie eigentlich hinaus damit?
00:30:49Denken Sie nur darüber nach.
00:30:51Das ist alles.
00:30:52Sie sind doch immer noch der Alte geblieben, Doktor.
00:30:55Sie waren von jeher ein Skeptiker.
00:30:58Aber Sie können ganz unbesorgt sein.
00:31:00Es besteht nicht die geringste Gefahr.
00:31:02Und wenn ich Ihnen einen Rat geben darf als alter Freund,
00:31:05sprechen Sie ja nicht immer so offen.
00:31:07Mach ich auch nicht.
00:31:09Nur zu denen ich Vertrauen habe.
00:31:11Und die mir sehr lieb sind.
00:31:13Wiedersehen, Hommel.
00:31:15Auf Wiedersehen, Stollling.
00:31:16Ich hoffe recht bald.
00:31:17Das hoffe ich auch.
00:31:42Ja, das ist nicht so高.
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00:35:32Ruge, Herr Feldmarschall, meine Herren, freut mich sehr, Romme.
00:35:43Feldmarschall.
00:35:45Also, jetzt haben Sie ja den Atlantikwall gründlich besichtigt.
00:35:48Was halten Sie davon, Romme?
00:35:50Der Bericht, den ich abgefasst habe, ist zwar nicht vollständig, aber...
00:35:54Dann reden wir später darüber, wenn er fertig ist.
00:35:56Ich rechne kaum, damit das Eisenhauer uns bereits morgen früh angreifen wird.
00:36:01Ich hoffe, es war nicht zu anstrengend für Sie.
00:36:03Nein, durchaus nicht. Ich bin ja jetzt wieder ganz gesund.
00:36:06Freut mich sehr. Werden Sie gut versorgt, meine Herren?
00:36:09Danke, Herr Feldmarschall.
00:36:10Greta, bitte kümmern Sie sich inzwischen um die Herren.
00:36:13Ich möchte mich mit Feldmarschall Rommel gern noch einen Moment allein unterhalten.
00:36:16Jawohl.
00:36:46Fantastisch. Was?
00:36:51Und so was nennt man Wall.
00:36:54Die Haupthilfen Le Havre, Ostende, Cherbourg sind schlecht befestigt.
00:36:58Man könnte sie mit Passagierdampfern angreifen.
00:37:00Und den Strand hat man vollkommen vernachlässigt.
00:37:03Ich weiß über 50 Stellen, wo eine Armee von Kindern reinkommen kann.
00:37:06Uns fehlen die Arbeiter.
00:37:07Wir haben Pläne für Befestigungen, wo selbst der Teufel nicht durchkäme.
00:37:11Beton und Stahl von Dänemark bis Spanien.
00:37:13Ich habe den Verdacht, die braven Franzosen sind als Mitarbeiter nicht sehr brauchbar.
00:37:19Zwangsarbeit schafft immer schlechte Leistung.
00:37:22Bei Ihrer Luftüberlegenheit müssen wir Sie am Strand aufhalten.
00:37:26Ist das Ihr Abwehrplan?
00:37:28Aufhalten am Strand, in seichte Wasserminen, Drahtfraue, Hindernisse.
00:37:32Und dann, wenn Sie kommen, zuschlagen, solange Sie noch im Wasser sind.
00:37:35Hier.
00:37:36Darunter.
00:37:37Und dann hier.
00:37:39Ich bin nicht Ihrer Meinung.
00:37:41Aber unsere Meinungsverschiedenheit ist sowieso eine rein akademische Streitfrage.
00:37:45Denn ich glaube, weder Sie noch ich werden darüber zu entscheiden haben.
00:37:50Jedenfalls nicht über Regimentsbereiche hinaus.
00:37:52Was meinen Sie?
00:37:54Entführer?
00:37:55Der böhmische Gefreite wird höchstpersönlich das Kommando der ganzen Operationen übernehmen.
00:38:01Sie und ich führen dabei nur aus, wozu ihn sein Feldherrn-Genie inspiriert.
00:38:07Und sollten Sie das begreiflicherweise bezweifeln, es ist offiziell.
00:38:11Das ist ja eine unvorstellbare Situation.
00:38:13Wenn Sie zu ihm und versuchen Sie, ihm das zu erklären, Rommel.
00:38:15Haben Sie selbst nichts unternommen?
00:38:17Wenn man, wie ich, schon dutzende Male versucht hat,
00:38:21einen Irren daran zu hindern, sich selbst die Kehle durchzuschneiden,
00:38:25kommt der Moment, wo man einsieht, dass es keinen Zweck hat und man lieber den Zuschauer spielt.
00:38:30Haben Sie was dagegen, wenn ich versuche, Ihnen umzustimmen?
00:38:32Nein, durchaus nicht. Ich bewundere Ihren Mut und Ihren Optimismus.
00:38:47Sie haben sich mal abfällig über mich geäußert.
00:38:49Sehr abfällig sogar.
00:38:51So? Tatsächlich?
00:38:53Wenn das so ist, sollen Sie wissen, dass mein Urteil über Sie nicht viel besser war.
00:38:57Das stört mich nicht, lieber Rommel.
00:39:00Ich weiß, dass viel Böses geredet wird über mich.
00:39:03Daran bin ich gewöhnt.
00:39:05Wie denken Sie jetzt?
00:39:06Tut mir leid, dass ich mich damals kritisch äußerte.
00:39:09Es war nicht so gemeint.
00:39:12Danke, Herr von Rundstedt.
00:39:13Keine Ursache.
00:39:15Ist das alles?
00:39:17Ich glaube, ja, im Augenblick.
00:39:22Einen guten Rat vielleicht noch.
00:39:25Jetzt, wo wir uns näher kennen.
00:39:27Eine freundliche Warnung.
00:39:29Seien Sie vorsichtig in allen Äußerungen betreffs der vorhin erwähnten neuen strategischen Bevormundung.
00:39:34Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie hier von nun an mehr oder weniger unter dauernder Beobachtung stehen.
00:39:40Von Berlin?
00:39:41Tja, von unseren lieben Freunden da oben.
00:39:44Wissen Sie zufällig, wieso gerade ich damit beglückt werden soll?
00:39:47Das trifft Sie nicht allein.
00:39:49So geht's uns allen.
00:39:51Ich verstehe schon, das gab's nicht in Afrika.
00:39:53Ja, aber es ist eine ganz alltägliche Auszeichnung, die mit dem Dienstgrad wächst.
00:39:58Sie auch?
00:40:00Selbstverständlich.
00:40:01Ich bin der Oberbefehlshaber.
00:40:12Zwei Monate später, im Februar 1944, als Rommel einen kurzen Heimaturlaub verbrachte,
00:40:19suchte ihn sein alter Freund Dr. Karl Strölin wiederum auf.
00:40:39Guten Abend.
00:40:40Guten Abend.
00:40:42Strölin, ist der Herr Feldmarschall und die wenige Frau zu Hause?
00:40:45Bitte, kommen Sie rein.
00:40:57Eisenhauer wird sich ja erst im Frühjahr angreifen.
00:41:00Davor werden wir uns wohl nicht mehr wiedersehen.
00:41:02Sind wir vorbereitet?
00:41:05Wollen wir's hoffen.
00:41:12Auf Ihre Gesundheit.
00:41:13Auf Ihr Wohl, Rommel.
00:41:19Sind Sie ganz sicher, dass wir hier nicht abgehört werden?
00:41:22Was denn?
00:41:23Wer soll uns abhören?
00:41:25Unser Freund Himmler soll ja seine Uhren überall haben.
00:41:28Das kann schon stimmen.
00:41:30Aber hier ist kein Mikrofon eingebaut.
00:41:32Warum fragen Sie?
00:41:46Weil ich mit Ihnen etwas zu reden habe, was niemand zu hören braucht.
00:41:49Worüber?
00:41:51Über Hitler und so weiter.
00:41:54Wenn's um Politik geht, Strölin, dann will ich nichts hören.
00:41:57Also Deutschland soll lieber zugrunde gehen.
00:41:59Das Thema möchte ich nicht diskutieren, bitte.
00:42:02Ich bin überrascht, Strölin, das ist ja fast, ist ja fast Rebellion.
00:42:06So.
00:42:08Meinen Sie?
00:42:08Defettismus, aufputschen gegen ihn.
00:42:10Ist das keine Rebellion?
00:42:12Ist für Sie General Beck kein Rebell?
00:42:15Natürlich nicht.
00:42:16Oder mein Kollege Gördeler aus Leipzig?
00:42:18Ich hab nie was gehört davon.
00:42:19Na, und Faltenhausen?
00:42:21Nein, aber...
00:42:22Wie ist mit Heinrich von Stülpnagel?
00:42:24Nein.
00:42:24Und von Neurath und von Hassel sind das Rebellen?
00:42:28Ja, soll denn das etwa heißen, dass Leute wie die alle kein Vertrauen zu Hitler haben?
00:42:34Nicht nur kein Vertrauen.
00:42:36Sie wollen ihn ausschalten.
00:42:38Sie haben selbst mit Ihnen gesprochen, Strölin?
00:42:40Mit Ihnen und vielen anderen.
00:42:42Und zwar nicht nur mit Soldaten.
00:42:43Arbeiter, Gewerkschaftler, Anwälte, Geistliche.
00:42:46Es waren sogar Minister dabei.
00:42:48Es sind zwar nicht viele, aber alle Patrioten.
00:42:51Glauben Sie mir.
00:42:53Wie lange ist das schon im Gang?
00:42:56Seit einiger Zeit.
00:42:59Und was ist eigentlich eure Absicht?
00:43:01Nun, das, was Hitler in seinem Buch Mein Kampf ja selbst gesagt hat,
00:43:06vom militärischen und politischen Standpunkt aus bringt er seinem Vaterland Unglück und Niederlage.
00:43:11Aber das ist nicht das Verbrecherische, auf das ich hinweisen möchte.
00:43:15Jeder kann militärische oder politische Fehler begehen.
00:43:19Genug, Strölin.
00:43:20Lassen Sie mich bitte damit zufrieden.
00:43:23Was Sie in Berlin tun, geht mich nichts an.
00:43:25Ich bin immer noch Soldat und kein Politiker.
00:43:28Halten Sie sich für absolut sicher?
00:43:30In solch einer Situation kann niemand von sich sagen, dass er sicher ist.
00:43:33Unter anderer Führung schon.
00:43:34Das ist doch alles Quatsch.
00:43:36Nichts als Unsinn.
00:43:37Hoffentlich haben Sie recht.
00:43:39Und vielleicht ist es auch so.
00:43:41Jawohl, Sie als sein Favorit können getrost auf seine berühmte Großzügigkeit und Dankbarkeit rechnen.
00:43:46Treue um Treue, das war doch immer sein Prinzip.
00:43:49Mir kann nichts geschehen, solange ich meine Pflicht erfülle.
00:43:52Nein, Sie haben nichts zu befürchten.
00:43:54Und wenn unvorhergesehenerweise mit Ihnen doch was passiert,
00:43:57können Sie immer noch beruhigt sein, dass Ihre Frau und Ihr Sohn Manfred in den allerbesten Händen sind.
00:44:03Und auch keinerlei Repressalien wie etwa Sippenhaft zu fürchten haben.
00:44:07Ach, bitte machen Sie keine Witze über sowas.
00:44:10Ich mache gar keine Witze.
00:44:12Ich habe nur eine bekannte Tatsache nüchtern festgestellt.
00:44:15Erinnern Sie sich, wie er Ihre Kameraden behandelt hat.
00:44:18Wie Schand bei ihr sich zu Fritsch benommen hat.
00:44:20Wie er Kirche und Christentum bekämpft.
00:44:23Und die ganze Art, wie er die Juden behandelt hat.
00:44:26Das Wort Kulturschande dürfte dafür wohl die richtige Bezeichnung sein.
00:44:30Sagen Sie, was halten Sie eigentlich von Hitler als Feldherr?
00:44:33Was erlauben Sie sich, Ströling?
00:44:35Denken Sie doch nur daran, wie er im Kessel von Stalingrad die 6. Armee vollkommen sinnlos geopfert hat.
00:44:40Das war ein Verbrechen.
00:44:42Das ist ein Befehl, die Stellung zu halten.
00:44:44Heller Wahnsinn war, streiten Sie doch wohl nicht ab.
00:44:47Wer gab Ihnen jenen Befehl in El Alamein?
00:44:50Formuliert in knappen, heroischen Worten.
00:44:53Rückzug gibt's nicht.
00:44:54Keinen Millimeter.
00:44:55Es gibt nur Sieg oder Tod.
00:44:56Ich glaube nicht, denn mal Napoleon hätte...
00:44:58Jetzt reißt mir die Geduld!
00:45:00Nicht mal nachdenken wollen Sie drüber, nicht mal das...
00:45:02Hören Sie auf, so zu reden!
00:45:04Sie haben doch keinen Schuljungen vor sich!
00:45:06Halten Sie mich für so dumm?
00:45:07Aber was soll ich machen?
00:45:08Wer fragt mich um meine Meinung?
00:45:10Und wenn ich Ihnen sagen würde, dass das, was Sie tun, nach meiner Ansicht absolut hirnverbrannt und blödsinnig ist,
00:45:15die hören doch nicht auf mich.
00:45:16Haben Sie es mal getan?
00:45:17Oft.
00:45:17Und dann hieß es, ich soll mich um meinen eigenen Kram kümmern.
00:45:20Und das ist auch berechtigt.
00:45:21Sie sind doch wohl nicht so naiv zu glauben, Strölin,
00:45:23dass ein Soldat mit allem, was seine Regierung tut, übereinstimmen muss, er für sie kämpft.
00:45:27Welche Armee kann existieren, wenn man vorher jedem Soldaten fragen soll, was er tun oder nicht tun will?
00:45:32Denn von jeher hat unser Soldatenberuf nur einen einzigen Zweck.
00:45:37Bedingungsloser Gehorsam ist die einzige Existenzberechtigung für einen Soldaten, das wissen Sie.
00:45:41Das andere gehört zum Gebiet der Politik.
00:45:44Und darf ich noch mal betonen, ich bin ein Soldat und kein Politiker.
00:45:48Und was Sie da oben tun, das...
00:45:49Hören Sie auf, sich immer hinter Ihrer Uniform zu verstecken.
00:45:52Sie ist kein Schild gegen moralische Verantwortung.
00:45:55Euch Berufssoldaten ist es recht gewesen.
00:45:57Hitler gab euch euer Prestige wieder und ihr wart damit zufrieden.
00:46:01Daher schwiegen viele der Maßgebenden von euch.
00:46:04Zu der Entwertung der Moral, der Korruption und dem Morden.
00:46:08Das Militär gab Hitler noch größere Gewalt in die Hand.
00:46:10Sie können sich der Verantwortung nicht entziehen, indem Sie sich hinter Ihrem Ehrenkodex verschanzen.
00:46:15Wo ist der Verstand und der Mut, den Sie an der Front bewiesen haben?
00:46:18Ist da gar nichts mehr da?
00:46:19Strölin, bitte verlassen Sie dieses Haus.
00:46:22Nein, ich bitte Sie.
00:46:25Nicht eher, als bis Ihr alter Freund die reine, ungeschminkte Wahrheit erfahren hat.
00:46:29Und wenn Sie jetzt nicht antworten, muss ich eben noch deutlicher werden.
00:46:33Denn ich verlasse diesen Raum nicht eher, als bis nicht zwischen uns die volle Wahrheit ausgesprochen wurde.
00:46:37Soll ich vielleicht die Wache rufen und Sie abführen lassen?
00:46:40Das würden Sie niemals tun.
00:46:42Woher wissen Sie denn so genau, was ich tun oder nicht tun würde?
00:46:45Nun, das weiß ich von Ihrer Frau.
00:46:50Sie...
00:46:50Sie haben mit Lou schon darüber gesprochen?
00:46:54Aber natürlich.
00:46:55Sie hat sie hergeschickt zu mir?
00:46:58Durchaus nicht.
00:46:59Sie verriet mir nur ihre wahre Meinung über den genialen Strategen
00:47:04und den größten Feldherrn aller Zeiten.
00:47:19Der Wagen ist schon da.
00:47:22Er weiß schon, deswegen brauchst du nicht so zu schreien.
00:47:24Mach doch nicht immer solchen Lärm.
00:47:27Er ist nur aufgeregt.
00:47:28Ja, aber ich mag ihm nicht dauernd dasselbe sagen.
00:47:30Doch, er ist immer noch ein Kind, musst du bedenken, trotz der Uniform.
00:47:33Du hast ja recht.
00:47:36Streng dich nicht zu viel an, Lou.
00:47:39Sag, bist du böse, Erwin?
00:47:41Weswegen?
00:47:42Weil ich mit Ströling geredet habe.
00:47:47Nein, woher denn?
00:47:52Hat er recht?
00:47:56Weiß ich nicht.
00:48:01Ich bin mir nicht im Klaren.
00:48:04Was er da vorhat, ist furchtbar.
00:48:07Eine Sache von gewaltigen Konsequenzen.
00:48:11Ich kann noch nicht sagen, ob ich da mitmache.
00:48:13Dann tu's auch nicht, wenn du's nicht für recht hältst.
00:48:15Ich sag nicht, dass er Unrecht damit hätte.
00:48:18Man müsste doch auch...
00:48:20... eine andere Lösung zu finden sein.
00:48:23Rebellion.
00:48:25Denn darauf läuft es hinaus, ganz gleich, ob man recht hat oder nicht.
00:48:28Du glaubst, es wäre besser, den Ding in ihren Lauf zu lassen?
00:48:31Nein, nein, das nicht.
00:48:33Aber es muss doch eine bessere Lösung dafür geben.
00:48:35Ich meine, sieh mal, wenn ich zu ihm allein hingehe
00:48:38und ihm die Situation noch mal klar mache,
00:48:42ich glaube bestimmt, dass er vernunftgründend zugänglich ist.
00:48:45Allein die Tatsache, dass wir vor einer Invasion stehen, ohne...
00:48:48Erwin, das muss nicht gleich sein.
00:48:50Das kannst du dir noch überlegen.
00:48:53Kommt Zeit, kommt Rat.
00:48:56Was soll ich wirklich tun?
00:48:59Das kann ich dir nicht sagen.
00:49:01Ich weiß es nicht.
00:49:04Wir wollen davon nicht reden.
00:49:05Wenn's so weit ist, wirst du schon das Richtige tun.
00:49:08Komm, es ist höchste Zeit, das Auto steht unten.
00:49:14Schreib mir täglich, nicht wahr?
00:49:15Bestimmt.
00:49:16Das ist nur eine Kleinigkeit für unterwegs.
00:49:18Danke, Lou.
00:49:22Bleib gesund, ja?
00:49:24Wipp wohl, mein Liebes.
00:49:26Komm bald wieder.
00:49:44So, fertig.
00:49:46So, fertig.
00:49:52So, mein Junge.
00:49:53Sei nett zu deiner Mutter und werde ein guter Soldat.
00:49:56Mach mir immer nur Ehre.
00:49:58Jawohl, Vater.
00:49:59Und du bringst uns Montgomery mit.
00:50:01Das mach ich.
00:50:02Drück mir die Daumen.
00:50:03Auf Wiedersehen.
00:50:07Auf Wiedersehen.
00:50:20Und dann endlich, nach vier langen Jahren der Vorbereitung, kam der Tag der Invasion.
00:50:28Und die größte Armada und Ansammlung von Menschen und Material in der Weltgeschichte
00:50:33setzte sich von England aus in Bewegung zum Angriff auf die Küsten der Normandie und die
00:50:39Festung Europa.
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00:59:51Aber so alt bin ich noch nicht, um nicht ihren Freunden Glück zu wünschen zu ihrem äußerst interessanten Projekt.
01:00:03Nachdem die Alliierten inzwischen ihre Landungshäfen gründlich gesichert hatten,
01:00:08überfluteten ihre Panzer und motorisierten Verbände ganz Frankreich und begannen ihr Wettrennen zum Rhein.
01:00:47Untertitelung des ZDF, 2020
01:00:50Diese Akten oben auf, damit sie schnell ran können. Auch die Geheimsachen da.
01:00:54Sie behalten den Schlüssel und packen das Übrige nach ihrem ermäßt.
01:00:57Ja, von der Felschmarschall.
01:00:59Herr Feldmarschall.
01:01:04Herr Feldmarschall.
01:01:30Wo ist der?
01:01:30In der Anmeldung drüben.
01:01:34Altinger.
01:01:34Herr Feldmarschall.
01:01:44Herr Westleutnant.
01:01:46Ich fasse mich so kurz wie möglich, Herr Feldmarschall.
01:01:49Behalten Sie den Korridor im Auge, Altinger.
01:01:51Jawohl.
01:02:00Nun.
01:02:01Herr Feldmarschall, wir müssen uns schnell entscheiden.
01:02:04Die Gestapo verhaftete gestern vier unserer Leute.
01:02:06Man wird sie zu Aussagen zwingen.
01:02:08Aber zum Glück ist ihre Kenntnis über die beteiligten Personen begrenzt.
01:02:12Immerhin sind alle in Berlin davon überzeugt, es muss etwas geschehen.
01:02:16Und zwar sofort.
01:02:18Also soll es losgehen.
01:02:20Definitiv.
01:02:21Jawohl, Herr Feldmarschall.
01:02:23Der General hätte speziell gern gehört, ob Sie sich fest verlassen könnten auf die Kommandeure, die Sie erwähnt haben.
01:02:28Auf ein Wort von mir gehen sämtliche mit mir durchs Feuer.
01:02:32Dann darf ich mit Erlaubnis von Herrn Feldmarschall General Stülpnagel sagen,
01:02:35dass wir ohne weitere Befragung nach eigenem Willen handeln können.
01:02:42Warten Sie noch.
01:02:44Kommen Sie mit, Roger.
01:02:49Alles raus aus dem Zimmer.
01:02:54Geht raus.
01:02:55Lasst den Kram liegen.
01:02:56Raus.
01:02:59Hier spricht Feldmarschall Rommel.
01:03:01Geben Sie mir Feldmarschall Keitel.
01:03:06Ich muss dabei sicher gehen.
01:03:08Absolut sicher.
01:03:10Wenn er auch nur eine Spur von Vernunft zeigt, darf es nicht geschehen.
01:03:18Keitel?
01:03:20Rommel?
01:03:21Ich habe eine Bitte an Sie, Keitel.
01:03:23Ich muss den Führer dringend sprechen.
01:03:26Sofort, wenn es geht.
01:03:27Ich kann nicht mehr sagen am Telefon, aber machen Sie ihm klar, dass es dabei um eine äußerst dringende Sache
01:03:32geht.
01:03:32Ich schlage vor, schon morgen.
01:03:34Am 17.
01:03:36Juni trafen Sie sich in Hitlers unterirbischer Bunkerstadt Marjival bei Soissons.
01:03:42Ich sage es bestimmt höchst ungern, mein Führer.
01:03:45Aber die Umstände zwingen mich dazu.
01:03:48Unsere kritische Lage im Westen erfordert unbedingt Ihre Entscheidung.
01:03:52Immer sagen Sie dasselbe, genau wie früher.
01:03:55Kommen Sie mir doch nicht dauern mit kritischer Lage an.
01:03:57Wenn der Feind uns in der Luft überlegen und auch zu Lande derart stark ist und stets noch stärker wird
01:04:03auf die Dauer, während bei uns der Widerstand alarmt,
01:04:06dann ist das nach meiner Meinung gewiss eine reichlich kritische Lage.
01:04:09Eine Lage, die schnelles und nüchternes Überlegen erfordert.
01:04:12Na hör Sie, so was ist doch typisch, direkt schon auffallend.
01:04:16Wenn bei Ihnen nicht schief geht, sind Sie zu brauchen, Rommel.
01:04:18Doch beim ersten Zeichen von Schwierigkeiten werden Sie defedist, kompletter defedist.
01:04:24Vielleicht interessiert es Sie zu erfahren, warum Sie nicht rumstattst Nachfolger wurden.
01:04:28Deswegen, ja!
01:04:31Aber es wäre vielleicht besser gewesen, ich hätte Sie völlig kalt gestellt.
01:04:36Haben Sie überhaupt kein Vertrauen zu mir?
01:04:39Mehr Vertrauen als mein Führer zu mir.
01:04:42May I continue?
01:04:43And what my V-Bombs are doing to London has no one told you?
01:04:46No one?
01:04:46Yes, sir.
01:04:47But why not to the beachheads?
01:04:49Because that's not their purpose.
01:04:51They have not that accuracy.
01:04:52They need a whole city for target, and they cannot miss.
01:04:55Then why not the embarkation ports?
01:04:57Plymouth, Southampton, Portsmouth.
01:04:59No, no, no, no, no!
01:05:01That's exactly what I mean when I say you're no good at thinking above the battlefield.
01:05:07The British don't care for those villagers.
01:05:09It's their London that they love.
01:05:11They don't want to see it destroyed the way I'm going to destroy it.
01:05:15But in two more weeks, remember my words.
01:05:17They'll be screaming for surrender.
01:05:19Just wait.
01:05:20You'll see.
01:05:21To continue, sir.
01:05:22The struggle is over on this front.
01:05:25Within these two weeks that you mention, you must be prepared to see the enemy break through our lines and
01:05:30push out into the interior of France.
01:05:32Militarily, the end is already in sight.
01:05:34We have nothing more to throw in.
01:05:37What is it you're proposing?
01:05:40That we surrender?
01:05:41I give you the fact, sir.
01:05:43I only ask that you draw the proper conclusions.
01:05:46Proper to whom?
01:05:47To you!
01:05:56I suggest to you, Rommel, that you confine your genius to fighting and leave the conduct of the war to
01:06:02those who are responsible for it.
01:06:04My apologies, sir.
01:06:06Now, if the Führer will honor me with his advice.
01:06:09That V-weapon, for your information, happens to be only the first in a whole series of weapons that will
01:06:15completely revolutionize all warfare.
01:06:18I have a second a hundred times as powerful and a third in mind.
01:06:21A thousand times more destructive than the second.
01:06:23But the crisis under discussion is now, sir.
01:06:26I have a dozen others, all of them capable of turning the whole course of the war.
01:06:30But what about now, sir?
01:06:31What are we to do tomorrow morning?
01:06:33Well, you've been deciding that all is lost.
01:06:36We've been working, working miracles, determining the course of history for centuries to come.
01:06:42In the workshops, in the laboratories, we've been turning up machines of destruction such as the enemy has never dreamed
01:06:48of.
01:06:49I have one in mind.
01:06:51I have a weapon in mind.
01:06:58Fest entschlossen, die Abdankung Hitlers zu erzwingen, fuhr Rommel zur Front zurück, um den völligen Zusammenbruch zu verhindern.
01:07:05Es war am 17. Juli, auf einer Landstraße in der Nähe eines Dorfes mit dem ominösen Namen Montgomery.
01:07:16Tieflieger!
01:07:32Tieflieger!
01:07:42Tieflieger!
01:08:04Rommel war ausgefallen und lag in einem Lazarett in Frankreich.
01:08:08Während er sich die Festnahme Hitlers zum Ziel gesetzt hatte, wurde am 20. Juli 1944
01:08:13eine andere Lösung versucht.
01:08:15Hitler und sein Stab versammelten sich zu der schicksalhaften Lagebesprechung im Führerhauptquartier
01:08:20in Ostpreußen.
01:09:02Der Führer, meine Herren!
01:09:07Ich finde, er setzt seine Panzer ein wie ein Kavallerieoffizier.
01:09:12Heil meine Herren!
01:09:19Mein Führer!
01:09:20Ja?
01:09:22Stauffenberg!
01:09:23Ja, ja, ja, Stauffenberg.
01:09:24Natürlich, ich weiß schon, Sie kommen vom General Fromm.
01:09:26Jawohl!
01:09:27Doch, natürlich, ich kannte Sie gleich.
01:09:28Jawohl, mein Führer.
01:09:29Äh, meine Herren, zur Lage bitte.
01:09:34Erlauben Sie bitte, ich habe einen Bericht von General Fromm.
01:09:48Wo ist Göring?
01:09:49Schon unterwegs, mein Führer.
01:09:52Na ja, der braucht doch mehr Zeit bei seinem Gewicht.
01:10:00Oberstgraf Stauffenberg.
01:10:01Ja.
01:10:01Telefon, Herr Oberst.
01:10:02Danke.
01:10:08Bestatten Sie.
01:10:29Also, meine Herren, beginnen wir mit der russischen Front.
01:10:59Die Führer.
01:11:01Der Führer!
01:11:26Are you all right, mein Führer?
01:11:29Ja, ich bin okay.
01:12:00Drei Monate lang blieb er in dieser bedrohlichen Isolierung.
01:12:04Dann, am Nachmittag des 13. Oktober 1944...
01:12:08Kaltel?
01:12:09Wie geht's, Rommel?
01:12:11Danke, es geht so.
01:12:13Wären Sie schon so weit, um wieder nach Berlin zu kommen?
01:12:15Im Moment noch nicht.
01:12:17In ein, zwei Wochen vielleicht. Weshalb?
01:12:20Ich könnte Ihnen einen Sonderzug schicken.
01:12:22Sehr freundlich von Ihnen, aber ich traue es mir wirklich noch nicht zu.
01:12:26Liegt denn etwas besonders Dringendes vor?
01:12:28Wann könnten Sie ein neues Kommando übernehmen?
01:12:31Ich hoffe, in zwei Wochen.
01:12:34Höchstens aber drei.
01:12:36Wenn wir jemanden zu Ihnen schicken, wären Sie fähig, die Lage zu besprechen?
01:12:40Ja, natürlich.
01:12:41Wunderbar, dann schicke ich Burgdorf. Ich glaube, Sie kennen ihn.
01:12:45Ja, entfernt.
01:12:46Wenn er morgen früh zu Ihnen runterfährt, würde Ihnen das passen?
01:12:50Ja, bitte. Er ist über sämtliche Dinge instruiert.
01:12:54Und bitte meine Empfehlung an die Frau Gemahlin.
01:12:56Ebenfalls. Und danke vielmals.
01:12:59Herr Ledler.
01:13:00Herr Ledler.
01:13:22Ich soll wieder ein neues Kommando kriegen.
01:13:26Dann?
01:13:27Sobald ich wieder in Ordnung bin.
01:13:47Er lässt sich dir empfehlen, Luke.
01:14:01Ich soll wieder in Ordnung.
01:14:02Ich soll adulthood daern.
01:14:03Aber Sie soll enfim sind in Ordnung.
01:14:07Mr. Redler.
01:14:12Ich soll auch dazu beachten.
01:14:37Wir möchten gern Feldmarschall Rommel sprechen.
01:14:40Jawohl, Herr General.
01:14:41Melden Sie ihm, dass General...
01:14:42Kommen Sie rein, Burgdorf.
01:14:51Herr Feldmarschall.
01:14:52Herr Feldmarschall.
01:14:53Herr General, freut mich sehr.
01:14:56Ebenfalls.
01:14:56Ich weiß nicht, ob Sie meine Frau schon kennen.
01:14:57Ich hatte noch nicht das Vergnügen.
01:14:59Darf ich dich mit den Herren bekannt machen?
01:15:00General Burgdorf und General...
01:15:02Meißler, Herr Feldmarschall.
01:15:02General Meißler.
01:15:03Mein Sohn Manfred und Hauptmann Allinger.
01:15:05Ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Fahrt hierher.
01:15:07Danke, Gehorsamtsklinik, Frau.
01:15:08Dürfen wir Ihnen was anbieten?
01:15:09Vielleicht ein Glas Wein?
01:15:11Danke sehr, Herr Feldmarschall.
01:15:12Aber wir müssen so schnell wie möglich wieder nach Berlin zurück.
01:15:14Wie Sie wünschen.
01:15:15Du entschuldigst uns.
01:15:16Bitte, meine Herren.
01:15:17Sie verzeihen bitte, Gnädig Frau.
01:15:18Natürlich, aber darf ich wirklich nichts anbieten?
01:15:20Vielleicht ein andermal, Gnädig Frau.
01:15:21Das hoffe ich doch.
01:15:38Vielleicht kommt er diesmal an die russische Front.
01:15:44Machen Sie sich's bequem, meine Herren.
01:15:47Rauchen Sie, wenn Sie wollen.
01:15:49Ich bin nicht wie Montgomery.
01:15:50Mich stört's nicht, wenn geraucht wird.
01:15:57Also, meine Herren, was gibt es?
01:15:59Wir kommen direkt vom Führer, Herr Feldmarschall.
01:16:02Ja.
01:16:03Und was wir Ihnen mitzuteilen haben, sind seine eigenen Worte.
01:16:07Ja.
01:16:09Unsere Instruktionen lauten dahingehen, dass wir Ihnen zunächst seine wärmste Anerkennung für Ihre zahlreichen heroischen Verdienste um Großdeutschland ausdrücken sollen.
01:16:19Weiter.
01:16:21Und auch sein Bedauern über Ihre schwere Verwundung.
01:16:24Ich wusste ja auch genau, er hat nur deshalb geschwiegen, weil er Wichtigeres im Kopf hatte.
01:16:30Ich bedauere, dass jemand, der so viel geleistet hat...
01:16:33Wenn ich bitte, Herr General, wollen wir Ihre persönlichen Betrachtungen im Moment übergehen und sofort zu Ihrem Auftrag kommen.
01:16:38Wie Sie wünschen.
01:17:05Sie werden merken, dass die Anklage sich auf eine Menge schwer belastender Zeugenaussagen stützt.
01:17:11Danke, ich kann lesen.
01:17:23Höchst merkwürdig, dass fast alle Zeugen inzwischen gestorben sind.
01:17:27Es ist alles vollkommen korrekt. Seien Sie ganz beruhigt.
01:17:42Wollen Sie dem Führer mitteilen, dass ich mich vor Gericht gern zu der Anklage äußere?
01:17:48Sie... Sie wollen doch die Anklage nicht ableugnen.
01:17:51Ich sagte, wollen Sie dem Führer mitteilen, dass ich mich vor Gericht gern zu der Anklage äußere?
01:17:57Der Führer hat die Hoffnung ausgesprochen, dass die peinliche Affäre geregelt werden kann, ohne mit einer Gerichtsverhandlung unliebsames Aufsehen zu
01:18:04erregen.
01:18:05Meinetwegen. Dann muss er die Anklage zurückziehen.
01:18:08Der Führer ist da an sich, dass eine Gerichtsverhandlung für alle Beteiligten nur unangenehm sein könnte.
01:18:13Weiterhin sollten Sie nicht vergessen, welch ein Schaden durch das umfangreiche Belastungsmaterial für Ihre Ehre und für Ihren guten Ruf
01:18:19entstehen würde.
01:18:21Was erwartet er von mir? Soll ich mich schuldig erklären?
01:18:24Ihr vor Ihnen?
01:18:25Nein, das ist natürlich nicht seine Absicht.
01:18:27Ich ahne, was er will. Er will bloß, dass ich meinen Mund halten soll.
01:18:31Denn er fürchtet wohl nur, ich könnte vor Gericht die Wahrheit ausplaudern.
01:18:34Gut, meine Herren, wenn Sie ihn sehen, sagen Sie, es wäre sehr rücksichtsvoll von ihm.
01:18:38Aber ich wäre immer noch imstande, meinen Namen sowie meine Ehre selbst zu wahren.
01:18:42Und zwar vor welchem Gericht er will.
01:18:45Das wäre völlig sinnlos. Das Urteil ist schon ergangen.
01:18:53Hat er gesagt, dass Sie mir das sagen sollen?
01:18:56Der Fall liegt ganz klar. Was bleibt Ihnen noch übrig?
01:19:02Also, was hat er sich gedacht?
01:19:05Ich glaube, ehe wir fortfahren, sollten wir den Feldmarschall darauf aufmerksam machen, dass das Haus ringsumstellt ist.
01:19:11Befehle, Herr Feldmarschall, das werden Sie einsehen.
01:19:13Und wir sind beide bewaffnet.
01:19:15Was erwartet er nun?
01:19:18Nach seinem Dafürhalten wäre es wohl die beste Lösung für alle, wenn Sie von sich aus die Situation beheben würden.
01:19:26Unauffällig und unverzüglich.
01:19:29Weiter.
01:19:31Die Vorteile von einer solchen Lösung gegenüber einer öffentlichen Verhandlung sind nach seiner Meinung recht beachtlich und offenkundig.
01:19:40Für den Führer wäre dabei das ausschlaggebende Moment, dass ihr Name und Ruhm gewahrt blieb.
01:19:45Und er würde darüber wachen, dass nicht der leiseste Verdacht mit ihrem Hinscheiden verknüpft sein würde.
01:19:51Das deutsche Volk würde lediglich erfahren, dass sie ihren ehrenvollen Kriegsverletzungen erlegen sind.
01:19:56Das wäre die offizielle Verlautbarung.
01:19:59Und das Reich würde ihr Andenken und ihre Familie in Ehren halten mit einer Großzügigkeit, die schlechthin historisch wäre.
01:20:07Das waren des Führers Worte. Historisch.
01:20:09Ihr Name würde den Glorien-Schein von einst behalten, während ihre Familie immer unter der Obhut von Reich und Führer
01:20:17stehen wird.
01:20:18Zeit lebens.
01:20:22Ich darf mich entscheiden?
01:20:24In gewisser Beziehung, ja.
01:20:27Jetzt gleich oder in einiger Zeit erst zu sterben.
01:20:32Tja, es wird wohl darauf hinauslaufen.
01:20:35Kann ich noch warten mit der Entscheidung?
01:20:39Bedauere. Wir werden noch heute Abend in Berlin zurückerwartet.
01:20:44Ich muss Ihnen jetzt auch noch sagen, wie das Urteil vollstreckt würde.
01:20:48Tod durch den Strang.
01:20:51Das Gift, das ich mitgebracht habe, wirkt in drei Sekunden.
01:20:55Völlig schmerzlos.
01:21:14Sagen Sie ihm von mir,
01:21:16ich wähle trotz der vielen Nachteile, die Sie freundlicherweise aufzählten,
01:21:21das Gerichtsverfahren.
01:21:22Meine Verteidigung mag, wie Sie sagen, vergeblich sein.
01:21:24Aber ich glaube doch, dass sie gehört werden sollte.
01:21:27Sie wird vielleicht ein paar Menschen zur Besinnung bringen,
01:21:31damit Sie prüfen, ob dieses Regime wirklich so wundervoll ist,
01:21:35genauso wie ich es tat.
01:21:38Unglücklicherweise zu spät.
01:21:41Jetzt geht's um mein Leben und ich hab zu entscheiden.
01:21:46Herr Feldmarschall, ich bin von Ihrer Wahl sehr enttäuscht.
01:21:49Ich bin ganz untreustlich, Sie so bitter enttäuschen zu müssen.
01:21:52Sehr bedauerlich, denn wenn Sie sich für das Gericht entscheiden,
01:21:56bin ich außerstande zu verhindern,
01:21:58dass die üblichen Maßnahmen ergriffen werden
01:22:00gegen Ihren Sohn und Ihrer Witwe.
01:22:18Sie kommen jetzt raus.
01:22:27Schon fertig, Herr General?
01:22:28Ich glaube, ja.
01:22:34Wir warten draußen.
01:22:35Ich komme sofort.
01:22:38Wir haben gar nicht gedacht, dass das so schnell geht.
01:22:45Na nun, das ging aber schnell.
01:22:47Warte hier unten, ich bin gleich wieder da.
01:22:59Was ist, Erwin?
01:23:01Du musst jetzt sehr tapfer sein.
01:23:04Bitte bleib weiter stark und tapfer, wie immer.
01:23:08Kannst du dir's nicht denken?
01:23:11Ja.
01:23:13Ich muss jetzt fortgehen, Lou.
01:23:15Und ich komme nie wieder.
01:23:18Muss ich dir noch mehr sagen?
01:23:21Ist kein Ausweg da.
01:23:23Nein.
01:23:25Aber es ist nicht so schlimm, wie du denkst.
01:23:27Sie haben etwas, das ganz schmerzlos ist.
01:23:29Es wirkt auf der Stelle.
01:23:31Ich muss fort, Lou.
01:23:33Und je eher ich es tue, umso besser.
01:23:35Wir haben doch Waffen hier.
01:23:37Wollen wir nicht versuchen, auszubrechen?
01:23:38Nein, es ist nichts zu machen.
01:23:40Sie sind auf alles vorbereitet.
01:23:46Wir könnten doch wenigstens den Versuch machen.
01:23:49Nichts zu machen, sag ich doch.
01:23:51Ich bin jetzt völlig in Ihren Händen.
01:23:57Jawohl.
01:24:03Du sollst doch tapfer bleiben, Lou.
01:24:06Es ist so schwer.
01:24:07Dir und Manfred geschieht nichts.
01:24:09Das haben Sie mir zugesagt.
01:24:12Und es wird außer uns auch niemand erfahren.
01:24:15Ist denn gar kein anderer Ausweg da?
01:24:18Nein, gar keiner.
01:24:21Hast du es Manfred gesagt?
01:24:23Ich sag's ihm, wenn ich runtergehe.
01:24:25Nein.
01:24:26Ich werd's ihm sagen.
01:24:28Ich kann es ihm doch viel besser sagen.
01:24:33Wie du willst.
01:24:47Ich werd den Mantel holen.
01:24:50Es ist kühl.
01:24:51Ich zieh ihn doch lieber an.
01:24:52Ich werde ihn doch nicht.
01:25:09Der Herr Führtermarschall kommt sofort.
01:25:24Du gehst jetzt schon?
01:25:25Muss ja.
01:25:29Bist du nicht noch zu schwach?
01:25:31Woher denn? Ich habe mich doch bloß gehen lassen vor dir, Mutter.
01:25:35Geht's nach dem Osten?
01:25:41Auf Wiedersehen, Aldinger. Guter, alter Freund.
01:25:45Auf Wiedersehen.
01:25:47Sie kümmern sich um sie.
01:25:49Ja.
01:25:53Komm, sag's mir doch.
01:25:54Sei nicht zu neugierig, Manfred.
01:25:56Na hör mal, du kannst doch einen Feldmarscher nicht einfach so ausfragen.
01:25:59Wann werden wir es erfahren?
01:26:00Bald, mein Junge.
01:26:05Leb wohl, Manfred. Mach's gut.
01:26:07Auf Wiedersehen, Vater. Und schreib uns oft, nicht wahr?
01:26:09Ja. Wenn's geht.
01:26:21Woll.
01:26:24Leb wohl.
01:26:26Leb wohl.
01:26:39Was mögen Rommels Gedanken auf dieser letzten kurzen Fahrt gewesen sein?
01:26:44War er verzweifelt, dass sein Versuch, den völligen Zusammenbruch aufzuhalten, misslungen war?
01:26:49Oder wanderte seine Erinnerung zurück in die Wüste, wo sein militärisches Genie die Welt zum ersten Mal aufhorchen ließ?
01:26:56Damals bei Mihili.
01:27:01Oder bei Tobruk.
01:27:05Oder bei El Alamein.
01:27:11Das treffendste Urteil über Rommels Persönlichkeit und Schicksal hat seltsamerweise gerade der Mann geprägt, der im Zweiten Weltkrieg Deutschlands erbittertster
01:27:20Gegner war.
01:27:21Der große Staatsmann Winston Churchill.
01:27:28Rommels Energie und Kühnheit fügten uns schweres Unheil zu.
01:27:34Aber er verdient den Gruß, den ich ihm im Januar 1942 im Unterhaus entbot.
01:27:42Er verdient auch unsere Hochachtung.
01:27:45Denn obwohl er ein pflichtgetreuer deutscher Soldat war, kam er dazu, Hitler und alle seine Taten zu hassen.
01:27:53Und er beteiligte sich an der Verschwörung, die das Ziel hatte, Deutschland durch den Sturz des wahnwitzigen Tyrannen zu retten.
01:28:01Dafür bezahlte er mit seinem Leben.
01:28:05Der Krieg, der Demokratie.
01:28:07Der Krieg, der Demokratie.
01:28:08Der Krieg, der Demokratie.
01:28:14Der Krieg, der Demokratie.
01:28:18Der Krieg, der Demokratie.
01:28:23Untertitelung des ZDF, 2020
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