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KurzfilmeTranskript
00:00:03Musik
00:00:39Musik
00:01:08Musik
00:01:44Das Tagebuch
00:01:47Das Tagebuch unserer Fahrt
00:01:50Das alles ist schon lange her
00:01:53Aber meine Freunde und ich
00:01:54Denken oft an diese Ferien zurück
00:01:57Tolle Ferien waren das
00:01:59Wir waren nämlich auf einer großen Expedition
00:02:02Die bis in die Uhrzeit ging
00:02:06Der da mit dem Tagebuch
00:02:08Der bin ich
00:02:10Der in der Mitte, das ist Jirka
00:02:11Das jüngste Mitglied unserer Expedition
00:02:14Neben ihm steht Yen da
00:02:17Toni könnt ihr hier nicht sehen
00:02:18Weil er dieses Foto gemacht hat
00:02:19Aber da unten seht ihr seinen Schatten
00:02:21Er war der Fotograf unserer Expedition
00:02:25Und da links an der Höhle
00:02:26Wo das Kreuz ist
00:02:27Hatte Jirka etwas gefunden
00:02:29Dies hier
00:02:31Damit fing es eigentlich an
00:02:32Das ist kein gewöhnlicher Stein
00:02:34Das ist die Versteinerung eines Trilobiten
00:02:37Jirka wusste damals nicht
00:02:39Dass die Trilobiten längst ausgestorben sind
00:02:41Und er wollte gern einen lebendigen finden
00:02:43Er konnte sich auch nicht vorstellen
00:02:45Dass hier überall ein Meer war
00:02:46Und in diesem Meer gab es viele dieser Trilobiten
00:02:49Und wie sie tatsächlich ausgesehen haben
00:02:51Wissen wir nur von den Versteinerungen
00:02:53Damit er sich wenigstens ungefähr vorstellen konnte
00:02:56Was für riesige Zeiträume zwischen ihm und den Trilobiten liegen
00:02:59Haben wir ihm diese Zeichnung gemacht
00:03:01Es sind ungefähr 600 Millionen Jahre
00:03:03Unvorstellbar
00:03:05Wenn Jirka also lebendige Trilobiten sehen wollte
00:03:08Müsste er weit in die Vergangenheit zurückgehen
00:03:10Eine riesige Treppelnab könnte man sagen
00:03:14Sein Weg würde ihn über die Eiszeit führen
00:03:16Über das Tertiär
00:03:17Über das Erdmittelalter ins Erdaltertum
00:03:20Zum Carbon und Silur
00:03:22Dort erst würde er Trilobiten finden
00:03:24Die es allerdings auch schon im jüngsten Erdaltertum gab
00:03:26Im Tambrium
00:03:27Um ihm alles noch deutlicher vor Augen zu führen
00:03:30Gingen wir mit ihm ins Museum
00:03:32Dort sah er auch Versteinerungen anderer Tiere
00:03:34Viel seltenerer und größerer Tiere
00:03:37Da ist Tonics Foto
00:03:38Auf dem Jirka zusammen mit einem Mammut zu sehen ist
00:03:41Der Kleine hat es damals angestarrt wie ein Wundertier
00:03:44Und er hatte nur noch einen Wunsch
00:03:46Ein solches Mammut einmal durch den Wald stampfen zu sehen
00:03:50Denn diesen Skeletten und Bildern
00:03:52Fehlte natürlich das Leben
00:03:53Er hätte sonst was dafür gegeben
00:03:56Diese Ungetüme lebendig zu erleben
00:04:00Als er in einem Buch von Jules Verne las
00:04:02Wie Menschen auf einer Reise zum Mittelpunkt der Erde
00:04:04Lebendigen, vorsintflutlichen Ungeheuern begegneten
00:04:07Wollte er unbedingt, dass auch wir eine solche Fahrt unternehmen
00:04:10Eine Expedition in die Urzeit
00:04:13Irnein ist ja vieles in den Büchern von Jules Verne Wirklichkeit geworden
00:04:16Und so beschlossen wir
00:04:18Diese Expedition tatsächlich durchzuführen
00:04:22Wir wollten dem Fluss folgen
00:04:24Der in unsere Höhle führt
00:04:25Ja, die Höhle
00:04:28Das war der magische Ort
00:04:31Dort begann unsere Expedition
00:04:34Ja, die Höhle
00:05:33Sag mal, ist das alles?
00:05:34Das ist Eis. Das ist wirklich Eis.
00:05:36Rudert trotzdem weiter.
00:05:47Es geht kaum noch. Das Eis wird immer dicker.
00:05:50Oh Mann, oh Mann. Ist das eine Menge Eis.
00:05:54Das sieht hier wirklich aus wie in der Eiszeit.
00:05:58Wir kommen da nicht durch mit unserem Boot.
00:06:00Das schafft nicht mal ein Eisbrecher.
00:06:02Irgendwie müssen wir drüber hinweg.
00:06:04Ach, ziehen wir uns erst mal warm an.
00:06:08Hier.
00:06:20Du musst dir die Mütze ordentlich über die Ohren ziehen, sonst frieren sie dir noch ab.
00:06:24Gib mir die Lampe.
00:06:35Los, weiter.
00:06:37Das ist nochmal imprecher.
00:06:47Was ist das?
00:06:50Was ist das?
00:06:53Was ist das?
00:06:56Was ist das?
00:06:58Was ist das?
00:07:04Da, das war.
00:07:11Vorsichtig!
00:07:12Pass auf, dass du nicht einbrichst, Dirkka.
00:07:13Keine Angst. Das wird schon halb.
00:07:18So klettert raus, Jungs.
00:07:20Wir ziehen das Boot wie ein Schlitten über das Eis.
00:07:22Ja, hast du recht.
00:07:23Wir können jetzt schnell ziehen vorwärts.
00:07:25Pass hier mit an.
00:07:29Eine Schinderei ist das.
00:07:30So geht es nicht.
00:07:31Erst mal die Rude ans Boot.
00:07:35So, nun wird es auch wesentlich leichter gehen.
00:07:39Lass dich ziehen wie ein Schlitten.
00:07:41Ja, solange wir drei schieben.
00:07:42Trotzdem, ich finde es so geht's prima.
00:08:06Lass dich ziehen wie ein Schlitten.
00:08:40Hier nehmen wir auch ein Stück.
00:08:41Das ist ganz doller Kuchen.
00:08:43Willst du auch eins?
00:08:57Du, damit sei mal vorsichtig.
00:08:59Weißt du nicht, was das ist?
00:09:00Das ist das Tagebuch unserer Expedition.
00:09:02Wenn du da nichts einträgst, haben wir nichts davon.
00:09:07Und so schrieb ich die erste Seite unseres Tagebuchs, indem ich über unser Lager in der Eiszeit berichtete.
00:09:14Bestimmt war das die Eiszeit.
00:09:15Das musste sie einfach sein.
00:09:17Wir spürten es an den Fingern und an der Nase.
00:09:19Aber trotzdem freuten wir uns, dass wir bis hierher vorgedrungen waren.
00:09:23Am meisten freute sich Jirka.
00:09:26Für ihn ist in Erfüllung gegangen, woran er so fest glaubte.
00:09:28Wir befanden uns auf einer äußerst abenteuerlichen Expedition und er war mit dabei.
00:09:36Am nächsten Tag ging's weiter.
00:09:38Das Eis trat mehr und mehr zurück und der Fluss wurde wieder frei.
00:09:42Je weiter wir uns von den Eisbergen entfernten, desto mehr Bäume und Sträucher gab es überall.
00:09:47Eigentlich genau solche wie bei uns.
00:09:50Es dauerte nicht lange, da hatten wir das Eis ganz und gar hinter uns gelassen.
00:10:02Seht mal, Jungs, da drüben am Hofer.
00:10:05Da zwischen den Bäumen.
00:10:06Ist das nicht ein Mammut?
00:10:07Ja, tatsächlich.
00:10:08In die Riemen, Jungs.
00:10:09Wir fahren ja ran.
00:10:10Ja.
00:10:23Ein Mammut.
00:10:25Ein wahrhaftiges lebendes Mammut.
00:10:49Lass mich doch auch mal durchsehen.
00:10:51Ich hab auch noch nicht richtig.
00:10:53Ich muss hier mit Fuhig sein.
00:10:54Meinst du, dass es uns überhaupt wittert?
00:10:58Hallo?
00:11:00Hallo?
00:11:01Hallo?
00:11:03Hallo?
00:11:05Hey, Herr Mammut.
00:11:07Sind wir hier richtig?
00:11:08Wir wollen in die Uhrzeit.
00:11:12Ich kann sie nicht verstehen.
00:11:14Jürg, sonst kennt er ihn.
00:11:32Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen hatten, sprachen wir nur noch über das Mammut.
00:11:36Vor allem Jürger war nicht zu bremsen.
00:11:38Sein Wunsch war in Erfüllung gegangen.
00:11:40Das war schon was anderes als das Skelett im Museum.
00:11:42So ein Tier, das lebt?
00:11:44Es war das erste Lebewesen, das uns auf unserer Expedition begegnet ist.
00:11:49So ein Tier?
00:12:02So ein Tier!
00:12:06So ein Tier?
00:12:23Früh am Morgen zogen wir weiter.
00:12:25Obwohl am Horizont noch schneebedeckte Berggipfel zu sehen waren,
00:12:29hatte sich die Landschaft nun völlig verändert.
00:12:31Alles war grün.
00:12:33Der von den Gletscherwassern gespeiste Fluss hatte eine starke Strömung.
00:12:37Es war schwer, dagegen anzukommen.
00:12:40Vielerlei Gestreuch fand sich am Ufer.
00:12:42Viele Gräser.
00:12:44Während wir das Boot zogen, suchten wir nach Spuren.
00:12:53Jungs, ich glaube, ich habe etwas gefunden.
00:12:55Seht mal da unten.
00:12:57Da, was soll das sein?
00:12:58Hey, ihr seid witzig.
00:13:00Hey, wartet.
00:13:01Sieht mich erst mal an Land.
00:13:02Ich bin doch schon dabei.
00:13:07Hilf mal, das Boot höher raufziehen.
00:13:11Komm, Lirka, ich helfe dir hoch.
00:13:16Kommt her, ich habe einen Pfad entdeckt.
00:13:21Ich bin sicher, der stammt von einem Mammut.
00:13:23Dann müssen noch Spuren zu sehen sein.
00:13:25Irgendwas muss da langgelaufen sein.
00:13:27Wir wollen mal sehen, wohin er uns führt.
00:13:29Gehen wir ein Stück weiter.
00:13:30Ja, ist gut, gut.
00:13:31Einfach schnell.
00:13:31Wir können es ja versuchen.
00:13:32Ja, machen wir.
00:13:36Ja, machen wir.
00:14:27Eine Höhne.
00:14:28Vorsicht, geh da nicht rein.
00:14:29Wer weiß, wer da drin ist.
00:14:32Wisst ihr, wie das aussieht?
00:14:34Wie eine Feierstelle sieht das aus.
00:14:37Vielleicht wohnen da drin Urmenschen.
00:14:39Vielleicht eine ganze Horde davon.
00:14:41Und wenn da nun wirklich jemand wohnt?
00:14:44Das glaube ich eigentlich nicht.
00:14:46Dann müssen doch irgendwelche Spuren zu finden sein.
00:14:48Ich kann euch mit der Fackel leuchten.
00:14:50Also los.
00:15:02Hier ist niemand.
00:15:03Aber hier haben Menschen gelebt.
00:15:05Sie waren Jäger.
00:15:06Das ist eine Feuerstelle.
00:15:09Oha, ist das ein Brocken.
00:15:12Und ist das schwer.
00:15:14Ja und?
00:15:14Was ist das?
00:15:16Was meinst du, Peter?
00:15:19Das wird sowas wie ein Hirschgeweih sein.
00:15:21Den Hirsch hätte ich gern mal gesehen.
00:15:23Wahnsinn.
00:15:24Das muss ein toller Bursche gewesen sein, so ein Centen auf dem Kopf zu schütteln.
00:15:28Donnerwetter, da liegt ja noch sowas.
00:15:34Zu schwer.
00:15:35Kriegen wir nicht von der Stelle.
00:15:37Und was ist das für ein Apparat?
00:15:39Zeig her.
00:15:41Wenn ich mich nicht täusche, ist das ein Stoßzaun.
00:15:44Der könnte von einem Mammut sein.
00:15:46Richtig.
00:15:46Und dabei ist das hier nur ein Drittel davon.
00:15:48Das müsst ihr euch vorstellen.
00:15:49Den möchte ich mit nach Hause nehmen.
00:15:51Sehr witzig.
00:15:52Und ich soll das für dich auf dem Rücken tragen.
00:16:05Jetzt habe ich aber was gefunden.
00:16:10Einen Steinbeil, damit gehen sie auf die Jagd.
00:16:12Und sie trauen sich damit einem Mammuts ran?
00:16:15Eins ist sicher, sie sind jedenfalls mutig.
00:16:17Das muss ja ein schrecklicher Wilder sein.
00:16:20Ich bin froh, dass er nicht da ist.
00:16:23Und was ist, wenn er nun plötzlich zurückkommt?
00:16:26Wenn er zum Beispiel ganz plötzlich von da hinten kommt?
00:16:32Sollten wir mal nachsehen.
00:16:33Was meint ihr?
00:16:34Die Höhle geht da weiter.
00:16:46Sei vorsichtig hier in da.
00:17:15Peter.
00:17:20Das ist Höhlenmalerei.
00:17:24Ein Bison.
00:17:42Das war die größte Überraschung in der Höhle.
00:17:45Diese Wandmalereien.
00:17:47Sie hatten das, was sie umgibt, und ihre Erlebnisse in den Felsen geritzt.
00:17:52Sie jagten nicht nur Hirsche und Bisons.
00:17:54Sie verstanden es schon, sie zu zeichnen.
00:17:57Und wie gut.
00:18:01Am Fluss hatten wir dieses Mammut gesehen.
00:18:04Aber keiner von uns hätte es so schön zeichnen können wie diese Jäger der Steinzeit.
00:18:09Nun waren sie für uns nicht mehr jemand, der in rohester Weise Tiere tötet.
00:18:13Wir hatten plötzlich keine Angst mehr.
00:18:16Sicher waren es schon richtige Menschen.
00:18:18So ähnlich wie wir.
00:18:37Können wir von all dem, was hier rumliegt, wirklich nichts mitnehmen, Peter?
00:18:41Es geht wirklich nicht.
00:18:42Wer soll sich denn damit abschleppen?
00:18:44Ich finde, das musst du einsehen.
00:18:46Das tue ich ja, aber trotzdem.
00:18:47Tonic ist schon draußen.
00:18:49Wir gehen auch.
00:18:50Ein Jammer.
00:18:58Tonic!
00:18:58Wo willst du denn hin?
00:18:59Keine Angst.
00:19:01Ich bin gleich wieder zurück.
00:19:02Wir müssen in die andere Richtung.
00:19:04Wir wollen doch zurück zum Boot.
00:19:05Ich will nur noch mal kurz ein paar Aufnahmen machen.
00:19:10Tonic!
00:19:16Tonic!
00:19:18Unser Rufen war vergebens.
00:19:20Der Pfad, der von der Höhle weiterführte, war zu verlockend für Tonic.
00:19:25Er wollte unbedingt auf so einen Jäger treffen und ihn fotografieren.
00:19:29Das wäre die erste Fotografie eines Steinzeitmenschen gewesen.
00:19:33Während er sich ausmalte, was das für eine Sensation sein würde, wagte er sich immer weiter in den Wald.
00:19:39In den tiefen, unbekannten Wald.
00:19:45Das war die Aufmerksamkeit.
00:19:50Das war die Aufmerksamkeit.
00:20:01Er ist Ihnen sie nicht.
00:20:07Die mit einer hört auf und sich Voändern librarians mit dem ringen.
00:20:37Untertitelung des ZDF, 2020
00:21:08Untertitelung des ZDF, 2020
00:21:38Untertitelung des ZDF, 2020
00:22:07Untertitelung des ZDF, 2020
00:22:37Untertitelung des ZDF, 2020
00:22:58Untertitelung des ZDF, 2020
00:23:34Untertitelung des ZDF, 2020
00:23:37Der Kampf ist vorbei.
00:23:40Komm jetzt, Jörg, wir müssen Tonic endlich finden.
00:23:50Leute, da kommt was genau auf uns zugeschwommen.
00:24:27Was ist denn los mit dir?
00:24:29Ganz ruhig, seid still.
00:24:31Da im Gebüsch, da kommt einer.
00:24:33Wer?
00:24:34Ein Urmensch, er muss uns bemerkt haben.
00:24:38Ein Speer hat er, da seht.
00:24:56Tonic, wie siehst du denn aus?
00:24:57Was ist denn passiert?
00:24:58Wir haben dich gar nicht erkannt.
00:24:59Bist du die ganze Zeit gewesen?
00:25:00Du siehst sehr toll aus.
00:25:01Sag bloß, das ist alles Dreck.
00:25:03Das ist eine Waffe, mit der man schon große Tiere legen könnte.
00:25:08Toll, ne?
00:25:09Wie scharf die Spitze ist.
00:25:10Hab ich gefunden.
00:25:11Macht Platz, ich will ihn knipsen.
00:25:13Oh ja, Tonic als Jäger aus der Uhrzeit.
00:25:17Gute Idee.
00:25:19Nun geh doch mal zur Seite.
00:25:20Danke und recht freundlich, bitte.
00:25:23Ach, Jörg, kann.
00:25:25Danke, das war's.
00:25:40Und dann ließen wir unseren Tonic erstmal am Lagerfeuer trocknen, nachdem wir ihn gründlich gewaschen haben, versteht sich.
00:25:47Auch dieses Ereignis habe ich sorgfältig aufgeschrieben.
00:25:50Wir waren natürlich gespannt darauf, was uns als nächstes erwartete.
00:25:54Der größte Teil des Weges stand unserer Expedition noch bevor.
00:25:57Die nächste zeitliche Etappe war das Tertiär.
00:26:00Fast 60 Millionen Jahre liegen zwischen dem Mammut und dem Paleozenen, das zum Tertiär gehört.
00:26:14Fast 60 Millionen Jahre liegen zwischen dem Mammut und dem Mammut und dem Mammut.
00:26:45Das sind Palmen und Vulkane. Na, wo sind wir?
00:26:48Im Tertiär.
00:26:49Hurra!
00:26:50Hurra!
00:26:51Ziemlich Tertiär, Schatz.
00:26:52Sieht bloß mit Pullover aus, sonst kriegt ihr noch einen Hitzekollast.
00:26:54Es ist ein Wetter wie bei uns im Sommer.
00:27:13Jürgen, na, was sind das?
00:27:16Hamingos.
00:27:41Sieht mal, da drüben!
00:27:43Da drüben, am anderen Ufer!
00:27:44So ungefähr hatten wir uns das Wunderland der Tiere vorgestellt.
00:27:48Ebenso wie es heute noch in Indien oder Afrika ist.
00:27:52Die Gazellen gefielen Jürger ganz besonders gut.
00:27:55Neben Gazellen und Antilopen gab es auch Elefanten.
00:27:58Aber er war schon etwas Besonderes, so ein Tertiär-Elefant.
00:28:02Im Unterschied zum heutigen Elefant wuchsen seine Stoßzähne aus dem Unterkiefer hervor.
00:28:07Und nicht aus dem Oberkiefer.
00:28:14Eines der furchterregendsten Raubtiere des Tertiärs war der Säbeltiger.
00:28:18Seine Hauer hatten die Form von Türkensäbeln.
00:28:21Wehe dem Wildpferd, das ihm in die Quere kam.
00:28:29Jürger tat es leid, dass wir kein Gewehr mitgenommen hatten.
00:28:32Aber das war gut so, denn wir hatten uns ja vorgenommen, eine wissenschaftliche Expedition zu sein.
00:28:38Wir wollten die Natur nur beobachten und sie unberührt lassen.
00:28:48Die Natur ist ein Tertiär-Elefant.
00:29:12Die Natur ist ein Tertiär-Elefant.
00:29:57Jürger!
00:30:00Jürger!
00:30:02Weißt du nicht, wo er ist?
00:30:03Wohin ist er?
00:30:04Ich habe mich darauf geachtet.
00:30:05Dann darf ich ihn nicht aus den Augen lassen.
00:30:07Wir müssen gleich nach ihm suchen.
00:30:26Ich gehe mal hier weiter.
00:30:28Such dich auf der Seite.
00:30:29Ja, machen wir.
00:30:43Jürger!
00:30:46Jürger!
00:30:49Jürger!
00:31:04Ja!
00:31:05Ja!
00:31:20Mirka!
00:31:23Mirka!
00:31:25Mirka!
00:31:29Mirka!
00:31:31Hörst du das?
00:31:33Das ist Peter.
00:31:35Also sucht er auch immer noch nach ihm.
00:31:41Komm.
00:31:56Jörg!
00:31:57Jörg!
00:31:59Jörg!
00:32:01Jörg!
00:32:05Jörg!
00:32:07Jörg!
00:32:07Jörg!
00:32:07Jörg!
00:32:07Jörg!
00:32:08Jörg!
00:32:08Jörg!
00:32:08Jörg!
00:32:09Jörg!
00:32:13Jörg!
00:32:25Yelka!
00:32:31Yelka!
00:33:02Gut, dass ihr kommt.
00:33:05Einfach davon zu laufen. Hast du denn unser Rufen nicht gehört?
00:33:07Hilf mir lieber, den Fisch aus dem Wasser zu ziehen.
00:33:10Nun, los, gib her! Fang ihn doch!
00:33:14Komm! Ich schnapp ihn hier!
00:33:16Ich hab ihn!
00:33:18Wackel doch nicht so hoch!
00:33:19Das ist der Hitschig!
00:33:21So, jetzt, jetzt!
00:33:23So, jetzt aber!
00:33:24Das ist ein Bursche!
00:33:27Das hast du ja feinen gekriegt hier gerade.
00:33:30Der wiegt mindestens zehn Kilo!
00:33:32Das wird ein Abendbrot!
00:33:33Den Burschen werden wir verdrücken!
00:33:42Als wir zum Boot zurückgekehrt waren und sahen, wie Yelka übers ganze Gesicht strahlte, wenn er sich seinen Fisch besah,
00:33:48konnten wir ihm nicht mehr böse sein.
00:33:49Es war aber auch ein Prachtexemplar.
00:33:52Die Stelle, an der Yelka den Fisch gefangen hatte, nannten wir ihm zu Ehren Walfischbay.
00:33:58Überhaupt gaben wir jedem Berg und jeder Bucht einen Namen, wie es richtige Entdecker oder Seefahrer immer gemacht haben.
00:34:08Und wie sie zeichneten auch wir Karten in unser Tagebuch.
00:34:11Wir kartografierten die Gegend, wie man so sagt.
00:34:15Diesen Berg nannten wir Donnerberg.
00:34:17Denn hier wurden wir von einem schrecklichen Gewitter überrascht.
00:34:20Oh Mann, wenn ich daran noch denke.
00:34:22Und hier wurden wir von einem Schrecklichen Gewitter überrascht.
00:34:52Unverständlich!
00:34:53Hellen!
00:34:53Oh Mann!
00:34:56Oh Rudi!
00:34:59Oh Mann!
00:35:01Oh Mann!
00:35:04Oh Mann!
00:35:06Mann!
00:35:06Oh Mann!mm?
00:35:11Mann!
00:35:15Mann!
00:35:17Mann!
00:35:22Vielen Dank.
00:35:58In dieser Nacht konnten wir nicht im Zelt schlafen, denn es war draußen zu nass, um ein Feuer anzumachen.
00:36:03Und ohne Feuer am Ufer zu lagern, trauten wir uns nicht.
00:36:07Also blieben wir im Boot und die erste Wache fiel auf mich.
00:36:11Es hatte aufgehört zu regnen und eine ruhige Tropennacht breitete sich aus.
00:36:15Naja, ruhig, bis auf das Froschkonzert ringsum.
00:36:19Ich dachte an die vielen Abenteuer, die wir bisher schon erlebt haben.
00:36:22Und meine Gedanken gingen auch nach Hause zurück.
00:37:05Was gibt's denn?
00:37:06Nichts, ja gar nichts. Es war nur die Lampe. Schlaf ruhig weiter.
00:37:11So ein kleines Flämmchen und so eine große Hilfe für uns.
00:37:15Mit ihm fühlten wir uns in Sicherheit, fühlten uns geborgen.
00:37:20Was für ein großer Augenblick muss das gewesen sein, als der Mensch seine erste Fackel anzündete.
00:37:26Als er Herr wurde über das Feuer.
00:37:28Denn damit wurde er auch Herr über andere Lebewesen.
00:37:31Er fing an, ein Mensch zu sein.
00:37:44Alles nass.
00:38:02Wenn ihr mich fragt, es ist halt ein bisschen kalt zum Baden.
00:38:11Feuer, schnell!
00:38:21Ich zieh weg!
00:38:28Weg da!
00:38:29Ich zieh mich rein ins Boot!
00:38:31Los!
00:38:45Bruder, los!
00:39:05Von hier an war unsere Fahrt eigentlich eine Spazierfahrt durch einen herrlichen zoologischen Garten des Tertiär.
00:39:11Überall wimmelte es von verschiedensten Tieren.
00:39:14Es waren so viele Arten, dass wir uns unter ihnen gar nicht auskannten.
00:39:43So ein Monster!
00:39:44Es ist nicht nur hässlich, es sieht dabei auch noch gefährlich aus.
00:39:48Weißt du, wie sich das Tier nennt?
00:39:49O-Interterium.
00:39:52Ach?
00:39:52Ja, O-Interterium.
00:39:54O-Interterium.
00:39:55Brich dir bloß nicht die Zunge ab.
00:39:56Wer denkt sich denn solche Namen aus?
00:39:58Ihr braucht gar nicht darüber zu lachen.
00:40:00Das ist eine wissenschaftliche Bezeichnung.
00:40:02Dieses Tier heißt nun mal so.
00:40:04Um sie besser unterscheiden zu können, gaben die Wissenschaftler ihnen verschiedene Namen.
00:40:08Dazu bekam auch dieses Tier, als sie es entdeckten, gleich einen Namen.
00:40:13Wir erklärten Jerka, dass die Bezeichnungen fast immer aus dem Griechischen oder Lateinischen stammen.
00:40:18Denn diese Sprachen verstehen die Gelehrten der ganzen Welt.
00:40:21Wenn wir sie allerdings in unsere Muttersprache übersetzen würden, käme da oft Merkwürdiges heraus.
00:40:26Es wären Buckelhäupter oder Schiefschnauzen und ähnliches.
00:40:29Das klingt doch ziemlich hässlich, oder?
00:40:32Da finde ich U-Interterium eigentlich besser.
00:40:36Das klingt doch nicht so.
00:41:10Jirka, wach schon auf.
00:41:12Es ist schon lange hell.
00:41:26Buckelhäupter oder Schiefschnauzen?
00:41:30Das war's.
00:42:01Das war's.
00:42:43Das war's.
00:43:01Das war's.
00:43:32Weil sie aber zu der Zeit noch nichts von der Urwelt wussten, glaubten sie von nun an an fliegende Fabelwesen,
00:43:38die mühelos Elefanten durch die Lüfte davontragen konnten und Menschenangriffen.
00:43:42So entstanden dann die Märchen von den Drachen und Basilisken, die der Schrecken der Menschen waren.
00:43:53Wir sollten jetzt in eine solche Welt der Drachen eindringen.
00:43:56In eine Welt, die eine neue Periode der Erdgeschichte einleitete.
00:44:00Das Erdmittelalter.
00:44:02Kaum waren wir dort angekommen, hielt Jirka schon Ausschau nach den Ungeheuern.
00:44:06Aber was wir vorläufig sahen, waren nur kahle Felsen und Sand.
00:44:10Ich kann auch nicht die geringsten von diesen Riesen-Eidechsen entdecken.
00:44:18Und was ist das, was da krabbelt? Auf dem Stein?
00:44:21Wo denn?
00:44:23Ach du liebe Güte, das soll eine Riesen-Eidechse sein, dieser Knirps?
00:44:27Das ist nun wirklich nichts Besonderes.
00:44:29Für mich ist das eine gewöhnliche Schildkette, wie man sie alle Tage sieht.
00:44:33Aber da oben, Jirka. Drachen. Mann, wie die flitzen. Wie Flugzeuge.
00:44:44Die gefallen mir. Das könnten Drachen sein.
00:44:48Das sind Flugsaurier. Petaranodonten. Ob die angreifen wollen?
00:45:05Vorsicht, man kann nie wissen. Ich glaube, der will an keinen.
00:45:25Jirka, Vorsicht!
00:45:28Er kommt zurück!
00:45:32Bleibt im Wasser.
00:45:35Sie fliegen wieder fort.
00:45:37Zum Glück.
00:45:43Sie hatten vielleicht Appetit auf dich.
00:45:48Sie hätten keine Angst haben müssen.
00:45:50In diesem Buch steht, dass sie sich ausschließlich von Fischen ernähren.
00:45:53Ach, von Fischen? Sehr witzig.
00:45:55Damals gab es auch noch keine Menschen.
00:45:57Du hast doch wohl gesehen,
00:45:59wie das Mistvieh eben losging auf mich.
00:46:01mit aufgerissenem Schnabel.
00:46:05Sieh uns mal am Land.
00:46:10Sie kommen nicht wieder.
00:46:11Hoffentlich nicht.
00:46:34Also, Leute, ich fühle mich so ein bisschen zum Ausbringen.
00:46:37Nun kommt schon, Jirka muss seine Sachen trocknen lassen.
00:46:58Auf dem Gröllfeld, über das wir gingen, stießen wir auf seltsame Pflanzen.
00:47:02Manche von ihnen gibt es heute noch.
00:47:04Sie haben sich seitdem kaum verändert.
00:47:06Ganz anders ist es bei den Tieren,
00:47:08die für ihre Entwicklung noch viele Millionen Jahre brauchen werden,
00:47:10bevor sie ihre heutige Gestalt erreicht haben.
00:47:13Eins von diesen Gewächsen, die es heute noch gibt,
00:47:15waren die Araukarien,
00:47:17die Tonic für normale Kiefern hielt.
00:47:19Ihr Holz enthält eine große Menge Harz und brennt sehr gut.
00:47:22Die kleinen Bäume, die wie Palmen aussehen,
00:47:24sind sie Kassien.
00:47:25An einigen Stellen standen die Bäume und Sträucher so dicht,
00:47:28dass man schon von einem Wald sprechen konnte.
00:47:31Wenn man bedenkt,
00:47:32über wie viele hundert Millionen von Jahren,
00:47:33die ihre Form behalten haben.
00:47:35Die Saurier hingegen sind ja am Ende des Erdmittelalters ausgestorben.
00:47:38Und heute weiß noch keiner genau, warum.
00:47:40Jirka, Peter, seht doch mal.
00:47:55Was ist das?
00:48:04Wie nennt sich das Tier?
00:48:08Das ist die Harkosaurus.
00:48:17Sein dornenbesetzter Knochenkragen
00:48:19gab dem Tier ein bedrohliches, kampflustiges Aussehen.
00:48:22Aber dieses Tier war eben so träge, wie es groß war.
00:48:26Sein Schädel war zwar zwei Meter lang,
00:48:28aber das Gehirn darin, so klein wie das unserer Katze.
00:48:31Sehr flinke Eidechsen-ähnliche Wesen huschten an uns vorbei.
00:48:34Leider so schnell, dass wir sie nicht alle erkennen konnten.
00:48:43Diese kriechende Festung ist ein Stegosaurus.
00:48:47Er kam uns vor wie eine sonderbare Maschine im Tiergestalt,
00:48:50die ein Ingenieur falsch zusammengesetzt hatte.
00:48:53Seine Panzerplatten schützten ihn gegen Überfälle.
00:48:56Er war größer als ein riesiger Kriegspanzer.
00:49:00Und wenn er in Gefahr gerät,
00:49:02schlug er mit seinem stachelbesetzten Schwanz um sich
00:49:05wie mit einem Streitkolben.
00:49:21In der Jura- und der Kreidezeit lebten viele Geschöpfe,
00:49:24die uns heute sonderbar anmuten.
00:49:27Als wir mit unserem Boot durch eine felsige Bucht fuhren,
00:49:30stießen wir auf ein Tier,
00:49:31das teils wie eine Ente und teils wie ein Känguru aussah.
00:49:34Ein Trachodon.
00:49:48Warte, Jenda.
00:49:49Psst, nicht hudern.
00:49:52Psst, nicht hudern.
00:49:56Warte, Jenda.
00:50:02Binnik.
00:50:24Das war eine Beute für unser Tagebuch.
00:50:26Hier habe ich ihn aufgezeichnet.
00:50:28Aber die interessanteste Entdeckung für uns in dieser Periode der Erdgeschichte
00:50:32war der Brontosaurus, das wohl größte Tier aller Zeiten.
00:50:36Er war bis zu 18 Meter lang.
00:50:39Als wir ihn zum ersten Mal erblickten, waren wir starr vor Schrecken.
00:50:42Aber unsere Neugier war größer als die Furcht.
00:50:46Vorsichtig ruderten wir näher.
00:51:14Dieser Riese war vollkommen ungefährlich.
00:51:17Schon deshalb, weil sich das Tier ausschließlich von Pflanzen ernährte
00:51:20und in seinem Kopf steckte nur wenig Krebs.
00:51:23Sein winziges Gehirn wurde mit dem ungeheuern Körper nicht fertig.
00:51:26Darum hatte der Brontosaurus noch ein zweites Nervenzentrum in der Kreuzgegend.
00:51:37Den größten Teil ihres Lebens verbrachten diese plumpen Echsen im Wasser.
00:51:42Dort konnten diese Riesen ihr ungeheures Gewicht besser bewegen.
00:51:47Immerhin wogen sie an die 40 Tonnen.
00:51:50Du, Jender, ru da ganz langsam.
00:51:52Er ist ungefährlich. Wir wollen ihn uns in Ruhe betrachten.
00:51:55So ein Fleischberg.
00:52:03Also Jungs, mir scheint, das Ungetüm hat uns bemerkt und will auf uns zukommen.
00:52:07Ja, genau, stimmt. Es dreht sich zu uns.
00:52:17Sollten wir uns jetzt nicht lieber verdrücken?
00:52:19Mhm. Wir können ja schon mal wenden.
00:52:23Wartet! Nur einen Augenblick noch.
00:52:25Wieso?
00:52:26Ich will ein Foto von Ihnen machen.
00:52:28Na gut, versuch's mal.
00:52:28Von dem muss ich unbedingt ein Bild haben.
00:52:31So was hat noch niemand fotografiert.
00:52:36Jetzt kurz mal nicht rudern. Sitzt bitte ganz ruhig.
00:52:46Das wird ein Bild. Vielen Dank.
00:52:50Aufgepasst. Er ist auf uns aufmerksam geworden.
00:52:55Ja wirklich, er kommt auf uns zu.
00:52:58Los, Freunde, leg gleich in die Riemen.
00:53:01Schnell weg von hier.
00:53:25Dafür harter Wechsel in den Einzelformen.
00:53:27Insofern kann die Jura-Formation als Blütezeit der Tier- und Pflanzenwelt angesehen werden.
00:53:31Zahlreiche Funde von versteinerten Tieren untermauern diese Tiere.
00:53:34Da drüben.
00:53:35Es sieht aus, als wenn sich ein Felsen bewegt.
00:53:37Das ist wieder ein Stegosaurus.
00:53:39Schade, dass es schon so dunkel ist.
00:53:41Er ist nicht mehr so gut zu erkennen.
00:53:48Da, noch einer.
00:53:49Ein Tyrannorex.
00:54:03Ein Tyrannorex.
00:54:23Ein Tyrannorex.
00:54:32Der
00:55:03Untertitelung des ZDF, 2020
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00:57:59Eigentlich schade, dass er tot ist, aber so können wir ihn wenigstens richtig untersuchen
00:58:02Ich finde es trotzdem schade, wenn er noch leben würde, könnten wir ihn mit nach Hause nehmen und zähmen
00:58:08Du hast vielleicht Ideen
00:58:09Ich möchte mal wissen, wie du den zähmen wolltest, wie hast du dir das vorgestellt?
00:58:13Wie Androklos sei ein Löwen?
00:58:14So, so, so, so, so, so, so, so, so eine tolle Geschichte ist das
00:58:19Androklos hat ein Löwen geheilt, der blieb ihm treu, auch als er ihm zum Fraß vorgeworfen wurde
00:58:23Was glaubt ihr, was glaubt ihr, was die zu Hause vor Augen machen würden, wenn ich mit dem ankäme, das
00:58:27wär ein Spaß?
00:58:28Das mag schon sein, aber für uns geht es doch um etwas viel Wichtigeres hier, Karl
00:58:31Wir sind doch nicht nach hierher unterwegs, Souvenirs zu sammeln und Haustiere abzurichten
00:58:36Wir wollen wissen, wie das Leben in der Urzeit aussah
00:58:40Das war's doch, was wir wollten
00:58:41Und wir haben das Glück, dass wir alles so kennenlernen, wie es damals wirklich gewesen ist
00:58:47Das müssen wir ausnutzen
00:58:49Wir werden erstmal alles abmessen
00:58:51Dann fertigen wir Zeichnungen davon an und schreiben die wichtigsten Merkmale auf
00:58:54Und ich mach Fotos von ihm
00:58:55Erstmal nehm ich das ganze Tier auf
00:58:57Und dann einzelne Körperteile, das erleichtert die wissenschaftliche Arbeit
00:59:00Zuerst von vorn
00:59:01Geh noch weiter nach rechts
00:59:04Halt ihn ein bisschen tiefer, den Apparat
00:59:07So, und wir fangen jetzt mit den Messungen an
00:59:10Das Tagebuch ist leider noch im Boot
00:59:12Jirka, hol es mir doch bitte mal
00:59:14Warum gerade ich?
00:59:16Weil wir schon mal damit beginnen wollen
00:59:17Du bist doch gleich wieder da
00:59:18Wenn's sein muss
00:59:21Für die Wissenschaft tue ich alles
00:59:23Danke
00:59:24Und jetzt zum Vergleich mal die Schädelpartie, ganz nah
00:59:31Peter, ich hab mein kleines Notizbuch dabei
00:59:33Prima, das müsste vorläufig genügen
00:59:36Wir werden nach Schritten abmessen
00:59:38Fangen wir also am Kopf an
00:59:39Ziehen wir eine Linie
00:59:43Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun
00:59:50Neun Schritte bis zum Schwanzende
00:59:52Neun Schritte von dir
00:59:53Das wären etwa siebeneinhalb, na acht Meter
00:59:57Jetzt die Panzerplatten einzeln
00:59:59Höhe und Breite
01:00:00Nimm deine Hände als Mast
01:00:01Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs
01:00:08Das sind etwa 60 Zentimeter
01:00:09Und jetzt die Breite
01:00:11Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs
01:00:16Sechzig Zentimeter wie die Höhe
01:00:18Sechzig
01:00:19Sechzig hoch und sechzig breit
01:00:22So war's doch
01:00:23Peter!
01:00:28Das ist Jürgen
01:00:29Da ist sicher irgendwas los
01:00:54Wie konnte das passieren?
01:00:59Da ist seine Spur
01:01:00Von da ist er gekommen
01:01:03Nach der Größe der Fußstapfen zu urteilen können sie nur von einem Saurier sein
01:01:07Von was für einem Riesen die standen
01:01:10Hast du was gesehen?
01:01:12Äh, äh
01:01:13Es war schon so
01:01:18Als ich, als ich ankam, war das Boot schon geblieben
01:01:22Das lässt sich nicht mehr reparieren
01:01:23Das Boot können wir jetzt vergessen
01:01:25Wie gut, dass wir noch die Ausrüstung haben
01:01:31Und hier
01:01:32Hier ist dein Tagebuch
01:01:33Es hat nichts abgekriegt
01:01:35Wie gut, dass wir es noch haben
01:01:37Das brauchen wir jetzt auch nicht mehr
01:01:41Nicht weinen, Herr Kram
01:01:42Nicht so schlimm
01:01:43Wir bauen ein neues Boot
01:01:45Das schaffen wir
01:01:46Bäume gibt es genug
01:01:47Und Floß genügt ja
01:01:48Stimmt genau
01:01:49Wir schaffen es bis zum Ende
01:01:51Hab keine Angst
01:01:52Wir schaffen es schon
01:01:53Unsere Expedition wird nie aufgeben, Jekka
01:02:02Das machen wir gleich
01:02:04Bis zum Ende
01:02:04Und Sie acrylic
01:02:28Wir hatten die Erfahrung gemacht, dass Nebel auf unserem Fluss immer eine Veränderung nach sich zieht.
01:02:34Er war wie ein Vorhang, hinter dem sich immer wieder eine neue Welt für uns eröffnete.
01:02:38Immer älter und immer fremdartiger.
01:02:43Nach unserer Zeitleiste müsste es das Karbon sein.
01:02:46Ein Gebiet unendlich vieler Teiche, Seen und Sümpfe.
01:02:50Alles sah so ernst und unheilvoll aus.
01:02:53Eine unheimliche Stille überall.
01:02:56Die Natur schwieg, als wäre sie dazu verdammt.
01:03:08Und die Natur schwieg, als wäre sie schön, wie es sie schwiegelt.
01:03:10Und die Natur schwiegelt.
01:03:13Und die Natur schwiegelt.
01:03:18Die Natur schwiegelt.
01:03:19Die Natur schwiegelt.
01:03:38Jetzt kann ich dir auch mal was erklären.
01:03:40Die Bäume da hinten.
01:03:41Ich weiß nämlich, was das für Bäume sind.
01:03:44Welche?
01:03:45Da drüben, die Bäume.
01:03:46Die da, vorn.
01:03:48Die im Wasser stehen.
01:03:50Na da.
01:03:53Schachtelhalme werden die genannt.
01:03:57Es stimmt, was Jirka sagt.
01:03:59Es sind Schachtelhalme.
01:04:00Und die Riesengewächse daneben sind Bärlappbäume.
01:04:04Aus solchen Urwäldern wird sich mal die Steinkohle bilden.
01:04:07Oberhalb der Stelle, an der jetzt diese seltsamen Bäume stehen,
01:04:10wird es Grubentürme geben.
01:04:12Und Bergleute werden in die Schächte einfahren,
01:04:14die dorthin führen, wo die Bäume jetzt stehen.
01:04:16Das wird allerdings noch viele Zeitalter dauern.
01:04:29Warte mal, ich räume das weg.
01:04:31Ja, warte, ich werde die dabei.
01:04:49Tönig!
01:04:50Ich komme schon.
01:05:00Wenn ihr mich fragt,
01:05:02das kriegen wir keinen Zentimeter weg.
01:05:05Da ist ja noch mehr.
01:05:08Und selbst dann...
01:05:12Da hinten kommen wir mit dem Floß sowieso nicht durch.
01:05:15Ach du liebe Zeit, und was jetzt?
01:05:17Das Floß lassen wir hier.
01:05:19Wir gehen zu Fuß und die Sache hat sich.
01:05:21Also.
01:05:24Aber unsere Sachen müssen wir mitnehmen.
01:05:26Wer weiß, wofür wir die noch brauchen.
01:05:29Vor allem das Tagebuch.
01:05:31Darauf müssen wir besonders aufpassen.
01:05:47Jürka!
01:05:49Jürka, komm her!
01:05:50Du musst deine Sachen selbst tragen.
01:05:55Hier!
01:06:00Eine Grille irgendwo.
01:06:02Irgendwo muss eine Grille sein.
01:06:03Irgendwo zwischen dem Fall und Grau.
01:06:05Ihr müsst das hier doch aufhören.
01:06:06Jetzt will er hier auch noch grillen fahren.
01:06:07Er ist immer auf Entdeckung aus.
01:06:12So.
01:06:13Habt ihr denn alles?
01:06:13Jedenfalls alles, was wir mitnehmen können?
01:06:24Seht mal, ich hab hier ein Karbonen-Tier gefunden.
01:06:26Zeig her.
01:06:26Zeig her.
01:06:30Wirklich ein toller Fund.
01:06:32Und dieses Ding hat gezirbt, sagst du?
01:06:34Dies ist ein ganz normaler Tausendfüßler und du bist die Grille.
01:06:36Finde ich auch.
01:06:37Irgendwas zirbt hier und ich finde es auch.
01:06:39Es war deutlich zu hören.
01:06:42Aber dass du uns ja in der Nähe bleibst.
01:06:44So ein Sumpf ist tückisch, da kannst du leicht versinken.
01:06:47So ein Sumpf ist.
01:07:30So ein Sumpf ist.
01:07:47So ein Sumpf ist.
01:07:52So ein Sumpf ist.
01:08:03So ein Sumpf ist.
01:08:04So ein Sumpf ist.
01:08:07So ein Sumpf ist.
01:08:08So ein Sumpf ist.
01:08:08So ein Sumpf ist.
01:08:08So ein Sumpf ist.
01:08:09So ein Sumpf ist.
01:08:11So ein Sumpf ist.
01:08:16Das war's für heute.
01:09:09Na nun, das ist doch unser Tagebuch.
01:09:36Lass uns rausgehen.
01:09:36Hosch.
01:09:37Hosch, Hosch.
01:09:40Gelb, dir werde ich zeigen, gelb.
01:09:43Los, geh da jetzt weg.
01:09:46Los, du Biest.
01:09:48Marsch nach Hause mit dir.
01:09:54Mann, geh, will ich helfen.
01:10:13Mann, geh.
01:10:42Mann, geh, will ich helfen.
01:10:47Habt ihr gehört? Das ist er.
01:10:49Nein, endlich.
01:10:54Der Pfiff kommt von da drüben.
01:10:55Aus dieser Richtung, glaube ich.
01:10:57Wir sollten ihm entgegen gehen.
01:10:59Sonst findet er uns in diesem Urwald überhaupt nicht mehr.
01:11:07Habt ihr gehört? Er ist nicht mehr weit.
01:11:28Also, Leute, ich finde jetzt Schluss mit seiner Extrawurst.
01:11:31Wir sollten ihm eine Tracht Prügel verabreichen.
01:11:33Die hat er wirklich verdient. Das meine ich auch.
01:11:44Hallo, Jungs. Da bin ich wieder. Schön, dass ich euch gefunden habe.
01:11:48Ich bin froh, dass ich euer Pfeifen gehört habe. Hat dir auch geholfen?
01:11:54Ich war ja nicht so weit weg.
01:11:56Ist mir so ein Salamander oder was weiß ich über den Weg gelaufen.
01:11:59Hättest du es sicher erkannt, Peter?
01:12:02Plötzlich reckte es seinen Hals, sperrte das Maul auf und wollte mich...
01:12:06Was meint ihr, was ich daraufhin tat?
01:12:07Das wissen wir nicht. Aber eins wissen wir.
01:12:09Du benimmst dich nicht wie ein Expeditionsmitglied, sondern wie ein Lausebänger.
01:12:12Überall, ich bin froh, Urwald, und du machst einsame Ausflüge.
01:12:15Ja, ständig muss man auf dich auspassen.
01:12:17Wissen Sie, wie ich mit dem Fee gekannt habe? Es war ein schreckliches Ungeheuer.
01:12:20Es muss wirklich schrecklich gewesen sein, wenn man deine Hose betrachtet.
01:12:23Ich fürchte, wir müssen dich erst mal trocken lehnen.
01:12:26Bleib schön hier, du gehst jetzt mit uns.
01:12:28Wenn ihr mir nicht glauben wollt, dann...
01:12:30Quatsch nicht so viel, komm schon her.
01:12:31Alle hakt ihr auf mir rum.
01:12:33Die Sonne wird gleich untergehen und wir haben noch keinen Lagerplatz.
01:12:40Hier, Jürgen.
01:12:42Dann nimm doch Schuhen.
01:13:01Jakob, sieh doch mal.
01:13:04Sieh mal, was für ein tolles Lager wir uns hier bauen.
01:13:07Prima, nicht? Wir schlafen im Trockenen.
01:13:09Spiel doch noch den Beleidigten.
01:13:11Lass ihn doch.
01:13:17Was du da andauernd suchst, möchte ich mal wissen.
01:13:19Das Tagebuch.
01:13:20Ich kann es nicht finden, dabei habe ich es selbst eingepackt.
01:13:23Das hast du in den Rucksack gesteckt.
01:13:24Ich war noch dabei. Guck lieber noch mal nach.
01:13:27Ich weiß, aber ich kann es nicht finden.
01:13:34Dann wird es dir da bestimmt rausgefallen sein, Peter.
01:13:37Du weißt doch, vorhin, als wir über die vielen Bäume klettern mussten.
01:13:44Was soll ich bloß tun?
01:13:46Ich glaube hier, in diesem Sumpf, das wird nichts bringen.
01:13:52Wir wissen sowieso nicht mehr, wo wir eigentlich sind.
01:13:56Es ist zum Verzweifeln.
01:13:58Das Wichtigste von allem.
01:14:01Das Tagebuch.
01:14:03All unsere Aufzeichnungen.
01:14:16Da, da ist es. Das gibt's doch nicht.
01:14:19Du benimmst dich nicht wie ein richtiges Expeditionsmitglied, sondern wie ein Lausebengel.
01:14:24So was ähnliches hast du doch gesagt.
01:14:26Ein toller Junge, dieser Jirka.
01:14:28Komm, setz dich zu uns.
01:14:30Ja, ich werde das gleich mal ausprobieren.
01:14:32Dann schreibe ich alles ins Tagebuch.
01:14:35Vor allem Jirkas Kampf mit dem schrecklichen Salamander.
01:14:38Schreib auch auf, wie er das Tagebuch gefunden hat.
01:14:41Klar mache ich das.
01:14:43Das war Jirkas größte Heldentat bisher.
01:14:46Mit dem Tagebuch hatten wir auch die Zuversicht wiedergefunden.
01:14:50Beinahe wäre unser Tagebuch unvollendet geblieben.
01:14:53Wir durchquerten das Labyrinth des Carbon und standen endlich an der Schwelle des Silur.
01:15:09Nichts als Klippen und Felsen.
01:15:12Als gäbe es nichts anderes auf der Welt.
01:15:14Und das gab es auch nicht.
01:15:16Auch zu dieser Zeit.
01:15:18Nirgends ein Grashalm.
01:15:19Kein Straub.
01:15:20Kein Käfer.
01:15:21Nichts.
01:15:45Nein, Indians.
01:15:47Nein, ich bin Gott.
01:15:49Nichts.
01:16:05Nein, ich bin Peter.
01:16:07Nein, ich bin Gott.
01:16:36Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:41Das Meer. Zum ersten Mal sahen wir das Meer. Es war so weit, so endlos.
01:16:51Die Ahnung seiner Größe ließ unseren Atem stoppen.
01:16:55Dort, irgendwo in der Ferne, in der Tiefe, in Zeiten, die man sich gar nicht mehr vorstellen kann.
01:17:02Dort, dort war der Beginn allen Lebens. In der Tiefe des Meeres wurde das Leben geboren.
01:17:09Wir sind am Ziel. Das Meer des Silur.
01:17:12Ja, wir haben es geschafft.
01:17:13Ist das Wasser eigentlich salzig?
01:17:15Was sagst du?
01:17:16Was bis salzig ist das Wasser?
01:17:18Probier es doch.
01:17:26Na, glauben Sie jetzt, dass es wirklich das Meer ist, ne?
01:17:34Nur schade, dass es sonst hier nichts gibt. Keine Pflanzen und Tiere.
01:17:39Du musst dich nur richtig umsehen.
01:17:41Was da angeschwemmt worden ist, das sind Alben.
01:17:44Und das ist schon etwas Lebendes.
01:17:46Sie wachsen zwar im Wasser, aber oft werden sie von Stürmen losgerissen und an den Sofa geworfen.
01:17:50Die meisten gehen zwar ein an der Luft, aber einige werden am Leben bleiben.
01:17:54Und sich auf die neue Umgebung einstellen.
01:17:56Und so werden die ersten Landpflanzen entstehen.
01:17:59Und eines Tages werden große Wetter daraus.
01:18:01Mr. Han vergehen noch viele Millionen von Jahren.
01:18:04Und hier habe ich noch was anderes entdeckt.
01:18:09Wieder ein Stück Leben.
01:18:11Schalen von irgendwelchen Krustentierchen.
01:18:16Im Meer gibt es Unmengen davon.
01:18:18Dann werden wir hier sicher noch mehr finden.
01:18:44Es sind alles dieselben.
01:18:45Die helfen uns nicht weiter.
01:18:49Jungs, ich glaube, ich habe was.
01:18:59Ist das ein Tier?
01:19:03Jirka, weißt du, was das ist?
01:19:05Nein.
01:19:06Ein Trilobit.
01:19:07Ach, im Ernst?
01:19:09Das ist also dein zweiter Trilobit.
01:19:12Einen hattest du ja schon gefunden.
01:19:13Ach ja.
01:19:15Wo habe ich ihn nur?
01:19:20Da ist er.
01:19:25So hat Jirka auf einmal zwei Trilobiten in der Hand.
01:19:27Sie liegen nebeneinander und sind doch so unendlich weit voneinander entfernt.
01:19:32500 Millionen Jahre liegen zwischen ihnen.
01:19:40Dieser Stein ist ein Stück der Geschichte unserer Erde.
01:19:44Jetzt hatte Jirka die Sache endlich verstanden.
01:19:47Und darauf kam es uns ja an.
01:19:49Das war ja das Ziel unserer Expedition.
01:19:51Ihm zu zeigen, wie sich die Natur von der Urzeit an entwickelt hat.
01:19:56Weder er noch wir werden jemals vergessen, was wir gesehen haben.
01:20:00Ständig wächst und verändert sich das Leben.
01:20:03Immer ist es in Bewegung.
01:20:05Und so wird es unaufhörlich weitergehen.
01:20:08Als nasty wiedersehen, wie sie es in Bewegung.
01:20:19Denkst du nicht mögen, wie sie jetzt nicht verstanden hat.
01:20:19Dieser Stein ist ein Stück weit weg.
01:20:20Jetzt hat Jirka auf einmal
01:20:20Lass das Ganze stretchen, wie es jetzt nicht verstanden ist.
01:20:20Und so wird es in Bewegung.
01:20:22Dann hat Jirka auf einmal dich in Bewegung.
01:20:23Dann sind wir jemals, was wir mit unsichern.
01:20:27Dann ist es in Bewegung.
01:20:28Dann ist das Glück.
01:20:28Dann ist das Glück.
01:20:37Wir sehen, was ich bin nostra.
01:20:52Untertitelung des ZDF, 2020
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