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  • vor 9 Stunden
PEGI macht bei Lootboxen ab Juni 2026 Ernst – doch in Deutschland werden Spiele wie EA Sports FC weiterhin ab 12 Jahren durchgewunken. Wie kann das sein?

Lea spricht im GameStar Talk mit Dr. Daniel Illy. Er ist Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, selbst leidenschaftlicher Gamer und erklärt uns, was beim Öffnen von Lootboxen eigentlich in unserem Kopf passiert. Wir klären, warum aktuelle Monetarisierungspraktiken Spiele schlechter machen, wie uns künstlicher Zeitdruck (FOMO) an den Bildschirm fesselt und warum uns bald die nächste große "Killerspieldebatte" drohen könnte. Schreibt uns in die Kommentare: Habt ihr euch schon mal von Ingame-Shops, Lootboxen oder FOMO blenden lassen?

(Hinweis: Das direkte Gespräch mit der USK reichen wir euch in wenigen Tagen in einem separaten Talk nach!)

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Was ist GameStar Talk?
GameStar Talk ist sozusagen die Videofassung des GameStar Podcasts und ein gemeinsames Angebot von GameStar, GamePro und MeinMMO. Wir wollen euch mit jedem Gespräch, mit jedem Video unterhalten und zugleich etwas Neues bieten: Neue Perspektiven, neue Einblicke, neues Wissen über Spiele und die Menschen, die sie entwickeln und spielen, sowie neue Seiten unserer Teammitglieder. Falls ihr Themenwünsche habt, dann schreibt sie gerne in die Kommentare!
Transkript
00:11Lootboxen und Ingame-Käufe. Ein leidiges Thema, das regelmäßig für Zündstoff sorgt, spätestens wenn Kinder involviert werden.
00:21Die europäische Prüfstelle PEGI hat im März angekündigt, ab Juni 2026 Spiele, in denen Lootboxen vorhanden sind, die man mit
00:30Echtgeld kaufen kann, ab 16 Jahren freizugeben.
00:34Die USK hat sich darüber gefreut, dass PEGI endlich nachzieht, denn auch sie haben seit 2023 strengere Regeln diesbezüglich.
00:42Aber stimmt das denn überhaupt? EA Sports FC 26 ist trotzdem ab 12 Jahren freigegeben. Sind diese Regelungen gut genug?
00:54Schützen sie wirklich?
00:56Welche Gefahr besteht eigentlich, wenn man in Spielen Blutboxen integriert? Wie gefährlich ist das Ganze für Kinder und aber auch
01:04für alle anderen Gamer da draußen?
01:06Darüber möchte ich mich heute unterhalten mit einem Experten. Und er ist Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Buchautor und
01:16selbst Gamer.
01:18Und damit herzlich willkommen, Dr. Daniel Illy. Schön, dass du da bist.
01:22Ja, hallo, Lea. Freut mich sehr. Danke für die Einladung.
01:25Unbedingt. Sehr gerne. Wie hast du reagiert, als du gehört hast, hey, PEGI will jetzt nachziehen und auch Spiele mit
01:33Lootboxen oder in denen Lootboxen integriert sind, ab 16 Jahren freigeben?
01:38Und was unterscheidet das denn aktuell von der USK-Regelung?
01:43Ja, also grundsätzlich freue ich mich ja, wenn sich beim Thema Jugendschutz was tut. Da hat sich viel zu lange
01:49nichts getan. Du hast das ja gerade erwähnt. Die Änderung im Jugendschutzgesetz, die stammt schon vom Mai 2021.
01:572021, ne? Also hatten wir eigentlich zwei Jahre dann auch auf ein Reagieren der USK gewartet. Ich weiß, dass solche
02:03Prozesse Zeit brauchen. Ich freue mich drüber, dass sich was tut. Ich bin aber auch kein Fan von so pauschalen
02:10Lösungen. Und dieses ab 16 ist vielleicht ein Fortschritt, aber reicht mir persönlich noch nicht. So wie vieles, was die
02:18USK in den letzten Jahren gemacht hat, da werden wir jetzt drüber sprechen.
02:22Warum reicht denn ab 16 noch nicht?
02:26Naja, weil ich glaube, dass die Anfälligkeit für Spielmechaniken ganz individuell ist. Und das ist so ein bisschen das Problem
02:34bei der Sache. Also ich habe ja schon vor einigen Jahren zum Beispiel ein Therapiemanual geschrieben zum Thema Videospielabhängigkeit.
02:42Und da ist es ein ganz wichtiger Bestandteil, dass wir uns die sogenannten Bindungsfaktoren von Videospielen angucken. Also wirklich ganz
02:49individuell. Das kann natürlich eine Altersfreigabe in der Form gar nicht machen.
02:54Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen und ich habe viele Jugendliche, die zum Beispiel sehr, sehr viel Geld in
03:00FIFA und Co. gelassen haben, dass so ein kleiner Hinweis oder dass man das jetzt ab 12 freigibt, das reicht
03:08auf jeden Fall nicht.
03:09Sondern wir brauchen, glaube ich, ganz grundlegend eine neue Debatte darüber, wie wir Spiele bewerten, ab welchem Alter wir sie
03:16freigeben.
03:17Und ich würde mir da einen stärkeren Einbezug zum Beispiel von Experten wie mich oder natürlich auch Kolleginnen und Kollegen
03:23wünschen.
03:24Wir hatten ja ursprünglich geplant, einen Talk gemeinsam mit der USK zu machen. Jetzt mache ich zwei Talks. Einmal mit
03:31dir und einmal mit der USK.
03:34Woran kann es liegen, dass die USK gesagt hat, sie möchte das lieber getrennt machen und nicht zusammen? Weil du
03:40bist ja an sich kein Gaming-Gegner.
03:43Ja, das ist was. Also ich beschäftige mich seit über zehn Jahren mit dem Thema und die USK hat von
03:49Beginn an eigentlich immer signalisiert.
03:51Ja, schön, dass du sie in dem Thema was machen. Komm doch mal vorbei. Guck dir mal an, was wir
03:58so machen.
03:59Also mehr ist da bislang noch nicht passiert. Und ich will da jetzt nicht mutmaßen, aber wenn ich so zurückdenke
04:06an zum Beispiel auch Interviews, die ihr schon mit der USK geführt habt, dann ärgere ich mich immer so ein
04:11bisschen, weil das so ein bisschen nach einer Pressemitteilung klingt.
04:14Also da liest man scheinbar vom Blatt ab, was man nach draußen geben kann, aber kommt so wenig in Kommunikation,
04:21in den Austausch. Und du hast das schon ganz schön gesagt. Also ich bin ja einer, der wirklich auf Fachkongressen
04:28vehement das Hobby Gaming verteidigt.
04:30Also ich stelle mich da vorne hin und erkläre auch Psychiaterinnen und Psychiater, die wesentlich älter sind als ich, warum
04:38es cool ist, Counter-Strike zu spielen und warum ich Sorge habe vor der nächsten Killerspiel-Debatte.
04:43Das heißt, das kann man ja nutzen. Und zwar nicht nur, indem man irgendwie einen Besuch anbietet und dann passiert
04:48nichts jahrelang, sondern indem man einfach berücksichtigt, was ich ja tagtäglich in der Arbeit mit Betroffenen zum Beispiel erfahre, dass
04:56es ganz, ganz wichtig ist, über Bindungsfaktoren zu sprechen.
04:58Und die sind eben nach dem alten USK-System nicht dadurch abgegolten, dass wir Gewalt, Sexualität und Drogenkonsum angucken oder
05:07einen kleinen Sticker hinten drauf machen, enthält Glücksspielinhalte, sondern da müssen wir einfach mehr machen.
05:14Ja, auf jeden Fall. Also vor allem Glücksspiel ist ja normalerweise außerhalb vom Gaming ab 18. Warum ist es im
05:21Gaming auf einmal irgendwie was anderes? Warum werden da andere Maßstäbe angesetzt?
05:25Ja, das stimmt. Das ist ein bisschen bizarr. Und das hat zum Beispiel auch schon die Politik gemerkt. Und da
05:31möchte ich auch mal ganz eindrücklich, ausdrücklich eine Lanze brechen für diejenigen, die jetzt da vielleicht in der Politik sitzen
05:38und vielleicht auch ein bisschen für die USK.
05:40Wir haben da einfach eine andere Bewertung in Deutschland. Hier ist nur Glücksspiel, wenn ich Geld verdienen kann. Aber ich
05:47zeige bei Vorträgen immer dann diese Unpack-Videos von FIFA zum Beispiel oder EAFC, wie es ja jetzt seit einiger
05:55Zeit heißt.
05:56Und was die Betroffenen da erleben und wie die sich freuen über Ronaldo und Co., das ist eins zu eins
06:02das, was wir ja auch von Glücksspielabhängigen kennen.
06:05Das heißt, als Gamer würde ich da erstmal gar nicht so einen großen Unterschied machen. Ich kenne das ja selbst
06:10von Videospielen.
06:11Das ist wie einen Jackpot zu gewinnen, wenn man da zum Beispiel einen guten Job hat oder in der Lootbox
06:18irgendwas Tolles drin ist. Und was mir da so ein bisschen dabei verloren geht, ist, dass wir einfach dadurch eine
06:25große Gruppe von sehr vulnerablen Menschen, nämlich Kindern und Jugendlichen, auf eine Art und Weise gefährden, die wir schlecht verantworten
06:32können.
06:33Und dieses EAFC-Beispiel ist da ganz gut. Das wurde ja von der USK damals, ich erinnere mich dann auch
06:39damals noch auf Twitter, dass da irgendwie auch gesagt wurde, jetzt geht's los, neue Alterskennzeichnungen.
06:45Ich habe dann geantwortet, naja, jetzt geht's los, zwei Jahre nach der Jugendschutznovellierung, aber okay, ich höre mir an, was
06:52ihr zu sagen habt.
06:52Und dann wurde damals, glaube ich, das war Marek, der das gemacht hat, wurde gesagt, ja, jetzt guck mal, jetzt
07:00machen wir das ab 12. Und viele haben gesagt, ja, okay, das ist erstmal ja was Neues. Besser als FIFA
07:07ab 0 freizugeben. Da bin ich auch mit dabei.
07:10Aber das Problem ist, jetzt legitimiert man offiziell, dass ein Spiel, in dem nachgewiesenermaßen Glücksspielelemente drin sind, ab 12 freigegeben
07:19wird. Und das finde ich dann fast noch schlimmer, als das ab 0 zu machen, weil man ja jetzt sagt,
07:25naja, wenn du 12 bist, ist es überhaupt kein Problem, Glücksspiel zu spielen.
07:29Und ich weiß, man kann da kein Geld gewinnen, aber das interessiert meine Patienten, die da teilweise in ein, zwei
07:36Tagen Tausende von Euro reinstecken über nicht kontrollierte Kreditkarten der Eltern. Wieder anderes Thema, ganz klar, da kann auch die
07:44US gar nichts dafür. Die interessiert das ja an der Stelle nicht.
07:47Und das macht mir einfach so ein bisschen Sorgen, weil, und jetzt endet gleich mein Monolog, wir werden ja bald
07:55die Diagnose der Videospielabhängigkeit haben. Und dann droht so ein bisschen aus meiner Sicht, als jemand, der Videospiele liebt, die
08:04nächste Killerspieldebatte.
08:06Wenn wir dann eben wieder die Situation haben, dass über uns gesprochen wird, anstatt mit uns. Und so wirkt so
08:14ein bisschen, ja, die USK, aber auch der Bundesverband Game, so ein bisschen wie die Tabakindustrie damals, die irgendwie Studien,
08:21wie schädlich Rauchen es unter den Tisch fallen lässt und sagt, ja, ja, gut, aber das ist schon noch mal
08:26was anderes, Automatenspiel und so.
08:27Und das stimmt natürlich auch. Aber es gibt auch viele Überschneidungen und wir müssen endlich anfangen, darüber zu reden, ne,
08:35anstatt, dass irgendwann wieder über uns geredet wird.
08:37Ja, das wollen wir ja hier jetzt auch schon mal so ein bisschen machen. Kannst du uns mal für jemanden,
08:43der sich jetzt nicht, der nicht psychiatrisch in irgendeiner Weise eine Ausbildung hat, sich damit nicht auseinandergesetzt hat, kannst du
08:51mal erklären, was denn da passiert, wenn man jetzt zum Beispiel in EA Sports FC so ein Pack aufmacht?
09:00Was passiert da im Kopf und warum ist das, warum vergleichst du das auch mit Spielautomaten?
09:05Ja, was da passiert ist, das ist auch übrigens ein Argument, was immer angeführt wird, noch nicht sehr gut erforscht.
09:12Und das ist natürlich ein Problem. Also man kann das auch nicht so pauschal in die andere Richtung argumentieren, weil
09:19wir einfach noch nicht sehr lange Forschung zu diesem Thema haben.
09:23Aber Stand jetzt, was ich zumindest sagen kann, ist, dass es große Überschneidungen gibt mit dem Glücksspiel und dass einfach
09:30ähnliche Mechanismen im Gehirn aktiviert werden. Das heißt, ich würde jetzt mal der Einfachheit sagen, wir setzen das gleich, ne,
09:37möchte aber ganz bewusst auch sagen, ähm, natürlich ist es ganz wichtig, da auch verantwortungsbewusst umzugehen mit Diagnosen, mit Mechanismen,
09:45die dann eine Rolle spielen.
09:47So, was passiert da? Also ich, ähm, und das kennen wir Gamer in jedem Spiel, ne, das passiert bei Diablo,
09:53wenn irgendein Drop ist oder sonst was, aber bei Lootboxen wird es halt noch auf eine sehr, ja, überspitzte Art
09:59und Weise genutzt, dass wir einen plötzlichen Belohnungsreiz haben.
10:03Und wir Menschen reagieren relativ, ähm, krass auf Belohnungen, mit denen wir so nicht rechnen oder die zufällig sind. Ne,
10:11das kennen wir auch aus dem Alltag, wenn uns Dinge passieren, mit denen wir nicht gerechnet haben, Gehaltserhöhungen, Menschen, die
10:18uns fragen, ob wir mit denen Kaffee trinken wollen, whatever, dann, ähm, passiert sehr viel in unserem Gehirn, ne.
10:25Und wir haben da immer so ein bisschen das Dopamin, ähm, ja, als Proto-Botenstoff, ähm, im Kopf, ne, haben
10:33wir ja auch im wahrsten Sinne des Wortes im Kopf, das wird dann freigesetzt, ne, und markiert eigentlich Reize mit,
10:40ah, das war gut, das will ich nochmal haben, ja.
10:43Ja, also ganz vereinfacht gesagt, ähm, es geht gar nicht so sehr um den Dopaminausstoß, der ist schon auch wichtig,
10:50aber vor allem, dass wir eben dauernd in unserem Alltag markiert bekommen, ah, das war gut, das will ich nochmal
10:55machen.
10:56Man nennt das auch Labeling, ne, also überall wird so ein kleines Schild drangehangen, ähm, und das macht einfach Menschen,
11:02die ein Suchtproblem haben, ähm, bringt sie vor große Herausforderungen.
11:06Ich nutze immer ganz gerne das Beispiel der Supermarktkasse für alkoholkranke Menschen, ne, da kennt man auch diese kleinen, äh,
11:14Schnapsfläschchen, und das ist sehr perfide, weil die natürlich innerstressigen Situationen, man wartet an der Kasse, sind vielleicht viele Menschen
11:21harzeilig, mit einem Suchtreiz konfrontiert werden, ne, und was im Kopf dann passiert ist, ja, komm, kauf dir doch die
11:28Flasche, dann geht's dir besser.
11:29Ja, das ist jetzt wieder sehr gleichgesetzt, ne, jetzt ist natürlich, äh, wenn ich meinem Körper einen Stoff zufüge, passiert
11:37schon auch nochmal mehr, ne, also Alkohol baut ja das Gehirn zum Beispiel auch um, aber die wenigen Studien, die
11:43wir haben, die sagen uns eigentlich bei den sogenannten stoffungebundenen Süchten, also sprich den Verhaltenssüchten, den digitalen Süchten, da passieren
11:52zumindest relativ ähnliche Mechanismen, ja, und die sehe ich dann eben klinisch.
11:56Und ich erlebe Jugendliche, die sich nicht vom Handy trennen können, die ausrasten, wenn der Konsum nicht so stattfinden kann,
12:03wie er stattfindet. Ich erlebe Eltern, die zu sehr drastischen Maßnahmen greifen, bis hin zu, wir machen die Playstation kaputt,
12:10weil wir nicht mehr wissen, was wir machen sollen, ne, so.
12:13Und in diesem sehr aufgeladenen Spannungsfeld, wo ganz, ganz viele Akteure natürlich auch eine Rolle spielen, Eltern, Schule, aber auch
12:21eine USK, da versuche ich seit zehn Jahren mit Jugendlichen den Weg zu gehen, dass ich sage, hey, Spielen ist
12:28super cool und ihr sollt auch unbedingt weiter spielen.
12:31Ich spiele auch gerne, ja, sieht man ja schon hier an beiden Equipment, was ich habe, aber ihr sollt bewusster
12:38spielen, ihr sollt gucken, was tut euch gut.
12:41Und da zeichnet sich nun mal ab, ja, das ist meine klinische Erfahrung, aber auch die Daten, die wir haben,
12:48dass sowas wie Free-to-Play-Spiele, Lootboxen einfach nochmal mit einem deutlich höheren Gefährdungspotenzial kommen.
12:56Und sie machen aus meiner Sicht als Gamer jetzt wiederum Spiele auch schlechter, ja, also ich spiele lieber ein Diablo
13:024 als ein Diablo Immortal und das aus ganz gutem Grund, ja, und da müssen wir hin, darüber müssen wir
13:09reden.
13:10Ja, jetzt wäre die Frage natürlich trotzdem, was können denn Eltern machen, um nicht zu so drastischen Maßnahmen greifen zu
13:17müssen, wie jetzt die Konsole kaputt zu machen.
13:19Da gibt es ja sicher davor einfachere Schritte, die man jetzt schon gehen kann.
13:25Ja, absolut. Also ich plädiere ja sehr für eine Medienkompetenz, gemeinsam gelebte Medienkompetenz mit den Jugendlichen selbst.
13:33Und die Eltern sollen in der Elternarbeit, die ich dann auch immer parallel anbiete, wegkommen von so einer strafenden Haltung
13:39hin zu einer Unterstützung.
13:41Ja, und selbst der pubertierendste Jugendliche will sich eigentlich nicht streiten, der will natürlich autonom sein Spiel da haben.
13:48Das ist ja auch ganz wichtig zur Abgrenzung zu den Eltern und die kommen dann in der Therapie irgendwann auch
13:53an den Punkt, wo sie sagen, Mama, Papa, könnt ihr mal mein Handy nehmen über Nacht?
13:57Ja, ich kriege das gerade nicht so gut hin, das selbst zu kontrollieren.
14:02An der Stelle sind Eltern auch total wichtig oder bei Älteren dann Partnerinnen, Partner, wie auch immer.
14:09Und wegkommen von diesem, das macht dich blöd, das macht dich dumm, das wissen wir, dass das nicht wahr ist.
14:16Das ist eine Haltung, die, glaube ich, auch sehr schädlich ist und gegen die ich mich auch in der Vergangenheit
14:20ja schon sehr oft auch gestellt habe.
14:23Vor zehn Jahren kamen viele Eltern zum Beispiel mit dem Buch von Kollege Spitzer in meine Sprechstunde, wo er ja
14:28im Prinzip behauptet, durch Gaming wird man dumm.
14:31Und ich glaube, ich bin einer der lebenden Beweise, dass das nicht stimmt.
14:35Und das versuche ich auch so ein bisschen weiterzugeben an meine Patientinnen und Patienten.
14:40Ja, ich finde das selber immer sehr spannend zu beobachten, wie andere damit umgehen.
14:45Bei meinen Eltern war es auch, ich bin auch schon mit Gaming aufgewachsen, meine Eltern waren aber zum Teil halt
14:52auch selber Gamer.
14:53Dadurch war da eine gewisse Nähe zum Medium da, was mich trotzdem nicht aufgehalten hat, meinen Gameboy nachts unter dem
15:00Kopfkissen zu verstecken, um da nochmal zu zocken.
15:02Aber trotzdem war da ein Verständnis für da.
15:06Und dann auch bei meinem jüngeren Bruder, der dann halt sehr viel früher nochmal am PC zocken konnte und dann
15:11halt auch schon die berüchtigten Ballerspiele gespielt hat.
15:15Mit zwölf war das aber, also für ihn, glaube ich, in Ordnung, weil da halt von meinen Eltern auch ein
15:23Verständnis für die Materie zumindest geholfen hat, meiner Einschätzung nach.
15:29Und ich beobachte das jetzt im Freundeskreis bei Leuten, die keine Medienkompetenz haben, die selber nie gezockt haben und die
15:37jetzt Kinder haben.
15:38Und das Kind dann halt an ein iPad setzen, einen Siebenjährigen.
15:44Und dieser Siebenjährige kann nicht mehr von diesem iPad wegblicken, weil die Eltern den da halt abgeparkt haben.
15:51Das ist natürlich auch saugefährlich, wenn man dann vor allem auch schon so früh das so normalisiert, ohne aber selber
15:59eine Ahnung zu haben, welche Konsequenzen das hat und was da überhaupt dahinter steckt.
16:04Ja, wie kann man denn da Eltern auch besser, vielleicht Eltern auch besser bilden?
16:09Ja, ich glaube, da sind ganz viele Stellen gefragt.
16:12Also das fängt natürlich in der Schule vielleicht auch schon an, dass man das Thema Digitalisierung noch stärker verankert.
16:19Es wird nicht gehen ohne viele, die kenne ich ja auch und finde die Arbeit ganz toll, Ehrenamtliche, die da
16:24zum Beispiel auch Elternabende machen, Beratungsstellen.
16:28Wir brauchen weiter einen Ausbau von Therapieangeboten.
16:31Also ich war ja damals selbst erstaunt, als ich das mit meinem Freund und Kollegen hier in Berlin gegründet habe,
16:36dass wir die Ersten waren, die sowas gemacht haben.
16:38Und das war 2015.
16:39Also ich konnte es gar nicht fassen.
16:41Und seitdem gibt es natürlich auch viel mehr, das muss man schon sagen, auch mit der bald dann kommenden Diagnose
16:47der Videospielabhängigkeit zum Beispiel oder der Abhängigkeit von sozialen Medien.
16:52Aber es ist immer noch viel zu wenig.
16:54Und deswegen ist so eine Institution wie die USK auch weiter so wichtig.
16:58Und um das auch nochmal ganz klar zu sagen, ich finde das ganz toll, was die USK für Arbeit macht,
17:04weil sie gibt eben Eltern, die nicht die Ressourcen haben, sich damit zu beschäftigen oder die jetzt wie in deinem
17:10Fall eben nicht den Luxus haben, selber Videospiele zu kennen, etwas an die Hand.
17:14Und sie sagt denen, hey, wenn du gar nichts weißt, dann guck hier auf den Sticker und lies vielleicht nochmal
17:20unsere Broschüre, unseren Ratgeber.
17:23Aber wie gesagt, ich glaube, dass die aktuellen Alterseinstufungen nicht gut greifen, weil sie eben die Gruppe, die wir da
17:32schützen wollen, Kinder und Jugendliche, unzureichend erfassen.
17:37Und jedes Gemauere, jede Ablehnung auch eines gemeinsamen Gesprächs.
17:41Also ich weiß, vor was habt ihr denn Angst, dass ihr jetzt nicht hier mit in diesem Talk sitzt?
17:45Es wäre so ein viel besserer Talk, weil ich bin ja nicht die USK.
17:49Ich kann ja nur berichten, was ich erlebe und was ich als Gamer denke.
17:53Das wäre so viel besser, einfach gemeinsam zu sprechen, anstatt sich an irgendwelchen Pressemitteilungen festzuhalten und die dann runterzubeten.
18:02Das wird unserem Auftrag, den wir haben, nämlich der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzes in Deutschland nicht gerecht.
18:08Und er wirft, so viel kann ich verraten, ein eher zwiedichtiges Licht sozusagen auf eine Institution, die ja leider auch
18:18in Teilen, muss man sagen, mit der Industrie verbandelt ist.
18:21Aus gutem Grund.
18:22Aber natürlich fragen sich Politiker, Moment mal, was macht ihr denn da?
18:27Und ich fände das so toll, wenn wir einmal einen IAFC ab 18 machen würden.
18:33Nicht, weil ich das Spiel hasse oder so, ich spiele das selber gerne, sondern weil wir dann die Power des
18:40deutschen Marktes hätten.
18:41Und würden sagen, okay, krass, da ist offensichtlich was in dem Fußballspiel drin, was so gefährlich ist für Kinder und
18:48Jugendliche, dass dieses Spiel jetzt nicht mehr in Jugendclubs etc. gespielt werden kann.
18:53Nicht, weil ich das Spiel verbieten will, aber ich möchte, dass es im Folgejahr ohne diesen Ultimate Team Modus erscheint.
19:01Am besten noch mit einem Karrieremodus, wo man einen homosexuellen Nationalspieler spielen kann, da bin ich wunschlos glücklich.
19:06Und dann wäre das Spiel besser, siehe Diablo Immortal.
19:10Und dann hätten wir wirklich was erreicht.
19:12Aber solange das irgendwie so durchgewunken wird oder man sich darauf beruft, das ist ja kein Glücksspiel, kommen wir, glaube
19:18ich, nicht weiter.
19:19Und dann habe ich ein bisschen Sorge vor der Zukunft.
19:22Ja, verstehe ich.
19:23Also ist dein Wunsch eigentlich letztendlich, dass durch diese Anpassung Leute nicht mehr IAFC spielen,
19:30sondern dass die Publisher halt auch selber vielleicht nochmal hinterfragen, ob für die Zielgruppe, die sie haben, diese Mechaniken sinnvoll
19:38sind,
19:39wenn sie es an diese Zielgruppe verkaufen wollen, langfristig.
19:44Das finde ich ja eigentlich auch, sollten Publisher ja eigentlich jetzt schon machen, dass sie sich überlegen,
19:50okay, also klar, sie überlegen sich auch, wie kann ich die Leute lange an mein Spiel binden und da hilft
19:54sowas natürlich auch.
19:55Aber dann halt auch ihre eigene Wirksamkeit nochmal hinterfragen und sich dessen bewusst werden,
20:03wie gefährlich das halt auch einfach sein kann für Kinder vor allem.
20:07Genau, aber wie gesagt, ich kann auch verstehen, der Publisher hat ja vor allem den Wunsch, damit Geld zu verdienen.
20:13Und das ist natürlich auch deren gutes Recht, wenn sie ein tolles Spiel entwickeln.
20:17Aber wenn sie auf solche Mechaniken nicht verzichten wollen, was sie ja auch entscheiden können.
20:23Also niemand hat was dagegen, wenn es weiter Lootboxen gibt oder Free-to-Play-Spiele oder sowas.
20:29Ich sag's jetzt mal so, aber dann muss man auch die nötige Reife haben, solche Spiele zu bedienen.
20:34Und das ist so ein bisschen das Problem, weil Free-to-Play-Spiele eben insbesondere für eine jugendliche Zielgruppe ja
20:40sehr reizvoll sind.
20:42Ich bin 1985 geboren, ich hatte damals keine Free-to-Play-Spiele, aber ich bin eigentlich auch ganz froh,
20:48weil ich konnte mir dann alle paar Monate mal ein Spiel kaufen von meinem Taschengeld
20:54und hatte nicht diese riesige Auswahl, die einfach Jugendliche heute überfordert.
20:59Und dann macht doch Free-to-Play-Spiele, die nicht so sehr auf Lootboxen oder sowas setzen
21:05oder mit anderen Mechaniken arbeiten.
21:07Hat ja niemand was dagegen.
21:08Eben, also ich bin zum Beispiel jemand, ich spiele sehr viel League of Legends, auch Free-to-Play,
21:13aber du kannst dieses Spiel komplett spielen, ohne für Skins zu bezahlen,
21:17was nicht bedeutet, dass ich das nicht tun würde, aber ich müsste es nicht.
21:21Und ich habe das Spiel auch angefangen 2013, da war ich 14, 15, ja.
21:28Also ich war auf jeden Fall auch noch jugendlich, als ich dieses Spiel angefangen habe.
21:32Und über die Zeit hinweg habe ich auf jeden Fall sehr viel Geld da reingesteckt,
21:35aber ich war nie dazu gezwungen und es hat mich, es war jetzt nie was,
21:41was meines Erachtens mich abhängig gemacht hat, glaube ich.
21:45Das müsstest du jetzt einschätzen, du bist der Psychiater an der Stelle.
21:49Aber ich glaube, ich habe es ganz gut geschafft.
21:53Ja, ich glaube, in deinem Fall ist es wie bei mir ja auch.
21:55Also ich habe ja auch in meiner Jugend gerne gespielt und sicherlich auch viel.
22:00Ich war rückblickend nie abhängig, das habe ich natürlich so ein bisschen für mich rekapituliert
22:04und ähnlich wird es auch bei dir sein.
22:06Und dann kann ja Gaming eine ganz tolle Ressource sein.
22:09Also es ist ja für uns beide, selbst in meiner aktuellen Position,
22:13trotzdem ein ganz wichtiger Bestandteil, dass ich mich mit Videospielen beschäftige.
22:17Und mit das Schönste in meinem Arbeitstag ist ja, wenn ich meine Gruppentherapie dazu machen kann.
22:22Und da bin ich sehr, sehr dankbar für. Und du ja genauso.
22:26Auf jeden Fall.
22:26Aber wir sind halt vielleicht nicht die ein, zwei Prozent der Bevölkerung.
22:31Über so wenige sprechen wir.
22:33Aber es sind dann doch in der Summe relativ viele, die eben da nicht mit umgehen können.
22:38Und solche Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, die sollten wir einfach schützen.
22:44Weil das tun wir in anderen Bereichen ja auch, beim Rauchen, beim Alkohol.
22:49Und da sollten wir bei Spielen ein bisschen weitsichtiger sein.
22:53Wo zieht man denn dann da die Grenze zwischen leidenschaftlichem Gamer,
22:58der einfach jeden Abend zockt mit seinen Kumpels und jemandem,
23:01der halt wirklich eine echte behandlungsbedürftige Gaming-Disorder hat?
23:05Ja, das sind eben oft sehr individuelle Fragestellungen,
23:09mit denen ich mich auch mit entsprechender Zeit einfach beschäftigen muss.
23:14Also ich kann das nicht innerhalb von fünf Minuten stellen bei einem Patienten oder bei einer Patientin.
23:19Ich muss nach verschiedenen Faktoren gucken.
23:22Zum Beispiel ist die Zeit, die ich damit verbringe, gar nicht so entscheidend.
23:26Die ist gar kein Suchskriterium.
23:27Und ich berufe mich jetzt auf die amerikanische Klassifikation,
23:30weil die, das ist von meiner Erfahrung, auch im therapeutischen Umgang relativ gut noch greift.
23:36Sondern da ist zum Beispiel sowas drin wie Gefühle regulieren mit Videospielen,
23:41der Kontrollverlust, aber vielleicht auch die Priorisierung,
23:45dass ich mich aus dem Fußballverein abmelde und dem Spielen eine immer größere Bedeutung gebe.
23:51Und dann kommt im nächsten Schritt die ganz wichtige Abgrenzung zu Normalspielern.
23:56Vielleicht auch zu Normalspielern, die relativ viel spielen.
23:59Und das ist ganz spannend, weil wir ja zum Beispiel sowas wie den Kontrollverlust
24:03auch im Rahmen der GameStar so ein bisschen als Gütesiegel für Spiele nutzen.
24:07Das hat sich ein bisschen geändert.
24:09Da habt ihr auch, finde ich zum Glück, ein bisschen andere Sprache gefunden.
24:13Aber diese Begriffe wie Anoholiker sein oder dieses nur noch eine Runde Phänomen.
24:20Also auch ich kenne Kontrollverlust.
24:22Ich spiele gerade Slay the Spire 2.
24:25Das Spiel macht bei mir Kontrollverlust.
24:28Und dann muss ich eben damit bewusst umgehen.
24:31Ich würde das jetzt nicht an einem Abend spät anfangen,
24:34wenn ich am nächsten Tag weiß, ich muss da in der Klinik ganz wichtige Termine machen.
24:38Sondern dann spiele ich das vielleicht lieber an einem freien Tag.
24:42Oder wenn ich am nächsten Tag nichts zu tun habe.
24:45Genauso wie ich auch nicht unter der Woche irgendwie feiern gehen würde.
24:48Weil das würde ich nicht hinbekommen.
24:50Da geht dann mein Berufsleben oder auch mein Privatleben natürlich vor.
24:54Und Kinder und Jugendliche sind aber noch nicht in der Lage,
24:58solche Entscheidungen zu treffen, wie wir als Erwachsene das tun können.
25:02Und deswegen brauchen sie eben die Rahmung der Eltern.
25:04Und sie brauchen ein Einstufungssystem, was ein bisschen verlässlicher ist.
25:09Und eben nicht nur sagt, ob ein Spiel gewalttätig ist oder da Sexualität drin vorkommt.
25:15Jetzt gibt es ja außer den Lootboxen auch noch andere Spielmechaniken,
25:20so Fear of Missing Out, dass Sachen zeitlich begrenzt sind,
25:25die durchaus auch gefährlich werden können.
25:29Da meistens auch wieder bei Free-to-Play-Spielen.
25:33Wie bewertest du denn sowas auch wieder bei der Altersfreigabe für Spiele?
25:39Ja, das ist genau der Punkt, den ich eingangs ja schon gesagt hatte,
25:43dass wir genau solche Mechaniken, also ich nenne das immer bindende Faktoren,
25:47mit einbeziehen sollten.
25:50Und das ist auch oft so ein Spektrum, wo man nicht ganz klar eine Grenze ziehen kann.
25:56Ja, also wir können ja vielleicht mal so ein bisschen einen Beispielpatienten uns überlegen,
26:01dann wird es vielleicht ein bisschen greifbarer.
26:05Ich mache jetzt mal ein fiktives Beispiel.
26:07Jemand, der zum Beispiel mit Online-Rollenspielen ein großes Problem hat.
26:10Nehmen wir jetzt mal World of Warcraft zum Beispiel.
26:13Dann gucke ich mir genau an, okay, was machst du in World of Warcraft?
26:16Das ist natürlich relativ einfach.
26:18Man bespricht das dann und man guckt dann.
26:20Das mache ich dann immer auch mit so einem Diagramm,
26:23wo in der Mitte das Spiel steht und man leitet dann Faktoren ab nach außen.
26:27Und dann wird er zum Beispiel sagen, ja, also der soziale Druck ist halt relativ groß.
26:31Meine Gilde trifft sich drei Abende in der Woche.
26:34Und wenn ich da nicht teilnehme, dann kommen schon die WhatsApp-Nachrichten.
26:37Wo bist du denn?
26:39So.
26:39Und dann sagt er vielleicht noch, ja, und ich habe auch ein Problem mit Grind-Mechaniken
26:45oder mit Charakterprogressionen und so weiter.
26:48Und davon kann man ableiten, was ist vielleicht für diese Person gefährlich.
26:52Und dann landet man da, dass vielleicht World of Warcraft nicht mehr so eine gute Idee ist,
26:56zumindest in der aktuellen Phase, das nicht mehr zu spielen.
26:59Ein offline gespieltes Rollenspiel, nehmen wir jetzt mal Witcher zum Beispiel,
27:04wäre aber vielleicht noch möglich, weil da fällt ja dann der soziale Druck weg.
27:08Da habe ich zwar immer noch Charakterprogressionen,
27:11aber vielleicht tritt diese Narration, ne,
27:13ich will erleben, was mit Geralt passiert, so ein bisschen stärker in den Vordergrund.
27:17Und wiederum ein ganz anderes Genre, ein anderes Spiel, ne,
27:21ich lande dann immer bei so aus meiner Sicht kulturell wertvollen Spielen
27:25wie Life is Strange oder What Remains of Edith Finch, ne,
27:29das wäre zum Beispiel komplett bedenkenlos spielbar,
27:31weil da sind ja gar nicht diese Bindungsfaktoren zu finden, so.
27:35Das wäre jetzt das, was ich in der Therapie mache, ne,
27:38und dann kommen wir leider relativ schnell auf den Trichter,
27:41dass halt insbesondere Free-to-Play-Spiele oft mit diesen sehr perfiden Strategien arbeiten, ne,
27:47also zum Beispiel dieses Fear of Missing Out, was du sagtest,
27:50oder Währungen umzurechnen, oder künstlichen Druck zu erzeugen,
27:54oder Lootboxen, ne, also da können wir ganz viele Mechaniken durchsprechen
28:00und diese eher abgeschlossenen Spielerfahrungen wie in den Life is Strange,
28:04die eher narrativ geprägt sind, wo mir How Long to Beat dann irgendwie sagt,
28:09naja, das ist dann nach sieben, acht Stunden auch vorbei,
28:11das sind eher Spiele, die man gut kontrollieren kann, ja, so.
28:15Und da muss jeder so ein bisschen seinen Mittelweg finden, ne,
28:18wie bei mir mit Slay the Spire, einfach wissen,
28:20wann ist eine gute Zeit, Slay the Spire zu spielen und wann nicht, ja.
28:24Gut, das braucht halt Zeit und Erfahrung, das, was du auch sagst.
28:29Ich glaube, als 14-Jährige hätte ich das noch nicht so gut einschätzen können,
28:33wann es jetzt sind, oder nein, nicht nur hätte, konnte ich nicht einschätzen.
28:37Da gab es Abende, Nächte, die ich komplett durchgezockt habe in Online-Rollenspielen,
28:43weil da halt meine Freunde waren und weil man dann halt da einfach seine ganze Zeit verbracht hat
28:49und dann dafür auch durchaus mal die Schule hat schleifen lassen.
28:53Das war nicht klug, aber war auch eine gute Zeit.
28:57Aber ja, ich verstehe komplett, was du meinst.
28:59Ich glaube, das geht vielen Leuten so,
29:01dass man da dann halt einfach sehr schnell dann auch einfach die Zeit vergisst
29:05und da den Fokus ja auch noch auf ganz andere Sachen setzt.
29:08Also da ist einem mit 14, 15 ist einem halt auch noch nicht so richtig bewusst,
29:12was für Konsequenzen das vielleicht haben kann,
29:15dass man jetzt mal, ja, dann schreibe ich halt mal eine schlechtere Note.
29:18Dann ist das halt, dass das dann langfristig Konsequenzen haben kann,
29:22darüber macht man sich in dem Moment keine Gedanken.
29:25Ja, das stimmt.
29:27Und da brauchst du eben noch Steuerung von außen.
29:30Das hängt auch mit der Gehirnentwicklung von Menschen zusammen,
29:34die einfach in dem Alter noch nicht in der Lage ist,
29:37solche Entscheidungen auch treffen zu können.
29:39Das sind ganz viele Bereiche.
29:41Und das ist ja, das will ich auch nochmal in aller Deutlichkeit sagen,
29:44auch ein Stück weit normal und ist ja auch wünschenswert.
29:47Also ich wünsche jedem Jugendlichen,
29:50dass er die Zeit vergisst mit seinen Freunden und irgendwas Cooles macht.
29:54Und das kann natürlich auch ein Videospiel sein, gar keine Frage.
29:57Also ich bin ja kein Oldschooler, der sagt, jetzt geht mal raus, alle klettern.
30:01Dann gucken die mich immer an und sagen,
30:03ja, da ist ja niemand, mit dem ich klettern kann.
30:05Darüber müssen wir ja nicht reden.
30:06Also bitte unbedingt weiter Videospiele spielen.
30:08Aber eben wissen, was tut mir gut, was nicht und was kann mich dabei unterstützen.
30:15Und ich glaube, das würde schon einen Effekt haben,
30:17wenn dann eben Tante Erna oder wer auch immer das neue Vieh verkauft,
30:22weil es ist ja nur Fußball und da steht dann drauf,
30:24ab 18, weil Glücksspielmechanik.
30:27Dann überlegt man sich vielleicht nochmal,
30:28ob man das seinem Kind unter den Weihnachtsbaum legt oder nicht
30:32und kann einfach gemeinsam in Dialog kommen
30:35und kann sagen, ah ja, okay, kannst du denn diesen Modus kontrollieren oder nicht?
30:40Kann ich mich darauf verlassen?
30:41Oder bist du einer von denen, ich sage es nochmal,
30:44es sind nicht viele, zwei, drei Prozent, die das nicht können
30:47und die dann aber unter Umständen Schulden machen,
30:51ihr Leben verbauen, die Schule abbrechen.
30:53Und diese Menschen würde ich sehr gerne schützen.
30:56Ja, es gibt ja, also im Gaming-Bereich werden Leute,
31:00also bei Surface Games, Leute, die viel investieren,
31:03Whales genannt und die Geschäftsmodelle ziehen ja gerade darauf ab,
31:08jemanden, der dafür anfällig ist, da viel Geld reinzustecken,
31:11dann auch ja mit reinzuziehen.
31:15Glaubst du, dass da überhaupt, also da ist ja keine Intention
31:18von den Entwicklern da, das zu ändern?
31:23Genau, weil es eben ein Geschäftsmodell ist, was funktioniert.
31:26Und wenn wir uns so Jahresberichte von Publishern angucken,
31:29dann ist der Umsatzanteil von solchen Mechaniken auch längst der Hauptteil.
31:35Also bei manchen ist das 90 Prozent der Einnahmen, die sie machen.
31:39Und das kann ich auch verstehen, dass das dann erstmal ein Geschäftsmodell ist,
31:43was man vielleicht nicht aufgeben möchte.
31:45Wir haben nur das Problem, und das ist auch eine schöne Studie,
31:48die genau diesen Titel der Wale auch aufgreift,
31:52dass wir einfach wissen, je mehr Geld ich in einem Free-to-Play-Spiel ausgebe,
31:56also wenn ich in Wahl bin, desto höher mein Risiko,
31:59auch eine Abhängigkeit zu entwickeln.
32:01Und das klingt relativ banal, weil das ist uns, glaube ich, eigentlich schon klar.
32:05Aber ich fand es schön, dass in diesem Fall waren das Kollegen aus Mainz,
32:08dass die das auch mal so nachweisen konnten.
32:12Und an der Stelle ist ja die berechtigte Frage,
32:15okay, wie können wir dann solche Menschen einfach schützen?
32:18Wenn ich eine Wahl werde in einem klassischen Glücksspielsystem,
32:22also zum Beispiel in einem Casino, wo man hingeht und Roulette oder sonst was spielt,
32:28dann habe ich immerhin die Chance, mich da sperren zu lassen.
32:32Und diese Chance gibt es ja bei vielen Spielen entweder gar nicht,
32:36sie wird nicht mal angeboten oder es wird überhaupt nicht drüber gesprochen.
32:41Und wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich Casinos auch noch für 12-, 13-Jährige öffnen würde
32:47und denen sage, hey, eure coolste Freizeitbeschäftigung hat mit Glücksspielelementen zu tun,
32:52da würden ja alle aufschreien, tun sie aber nicht, weil ist ja nur ein Computerspiel.
32:57Und wie gesagt, ich möchte unbedingt einen Mittelweg gehen.
33:01Ich möchte nicht, dass Spiele pauschal abgewertet werden.
33:04Ich möchte nur, dass wir alle bewusster mit dem Thema umgehen.
33:07Und da brauchen wir die USK mit im Boot und eigentlich auch in diesem Talk.
33:11Ja, auf jeden Fall.
33:13Du hast jetzt vorhin gesagt, es wäre ja schon mal gut, wenn da USK 18 draufsteht aus dem Spiel.
33:20Aber reicht denn ein kleiner Text, eine kleine Beschreibung oder halt dieses kleine rote Zeichen aus,
33:28um Leute wirklich davon abzuhalten, solche Spiele für ihre Kinder zu kaufen?
33:34Nein, natürlich reicht das überhaupt nicht aus, weil einmal haben wir ja das Problem,
33:39dass niemand mehr seine Spiele im Laden kauft.
33:41Also es gibt kein gutes Alterserkennungssystem online, noch nicht.
33:46Da wäre ich ja auch mal dafür, dass man da einfach noch ein bisschen mehr auch macht.
33:51Wird sich wahrscheinlich niemals umsetzen, weil selbst wenn wir es in Deutschland hinbekommen,
33:54gibt es immer noch VPNs und dann ist man halt in einem anderen Land.
33:57Also das ist utopisch zu glauben, dass sowas funktionieren wird.
34:01Aber deswegen aufgeben würde ich nicht sagen, sondern das hatten wir schon vorhin so ein bisschen gesagt.
34:05Ich setzte darauf, dass wir einfach über den Wirtschaftsfaktor, den wir nicht vergessen dürfen.
34:11Deutschland ist ja ein sehr, ja auch was Gaming angeht, sehr zahlungskräftiges Land.
34:17Und wenn das wegbrechen würde, weil eben zum Beispiel ein EAFC ab 18 ist,
34:22ich glaube, dass wir im nächsten Jahr eine Version ohne diese Lootboxen hätten.
34:27Und das wäre zumindest für Kinder und Jugendliche, glaube ich, gesünder.
34:31In Ländern wie Belgien wurden Lootboxen ja sogar schon verboten.
34:35EA hat sie da dann auch aus FIFA entfernt.
34:38Bedeutet, die Wahrscheinlichkeit, dass das dann bei uns auffassieren würde, ist sehr hoch.
34:43Weil sie können es ja, sie haben es ja schon mal gemacht.
34:46Also der, und der deutsche Markt hätte wahrscheinlich einfach noch viel mehr Gewicht,
34:50weil er einfach auch nochmal viel größer ist.
34:53Also würde ein hartes Durchgreifen in Deutschland vielleicht auch insgesamt bei größeren Firmen was verändern?
35:02Das wäre meine Hoffnung.
35:04Und das bin ja auch nicht ich alleine, der sowas fordert.
35:07Also mir fallen viele Leute aus der Gaming-Branche auch ein,
35:11die zum Beispiel damals bei der Debatte um EAFC und der 12-Jahre-Freigabe lautstark gesagt haben,
35:16Leute, macht es doch einfach ab 18.
35:19Und das wäre jetzt auch meine Frage an die USK, wenn sie hier mit im Talk wären,
35:23dass mich mal interessieren würde, warum machen wir es nicht einfach mal?
35:27Also ich weiß von Menschen aus der Politik, die sich mit dem Thema Lootboxen beschäftigen,
35:33dass die bereit wären, diesen Schritt auch mitzugehen.
35:36Auch wenn die Gesetzesgrundlage uns sagt, naja, zwischen Glücksspiel und Lootboxen
35:41gibt es juristisch gesehen einen Unterschied.
35:43Wir haben ja gerade ausführlich besprochen, warum ich denke,
35:46dass da psychologisch gar nicht so ein großer Unterschied ist.
35:48Aber es gibt aus meiner Sicht keine Rechtsvorgabe, die die USK zwingt,
35:53zu sagen, wir können das Spiel mit Lootboxen nicht ab 18 machen, weil XY.
35:58Also wenn, dann würde ich es gerne mal verstehen.
36:01Vielleicht liegt der Fehler ja auch bei mir.
36:03Aber ich glaube, dass da schon nochmal einfach,
36:07da kommt jetzt wieder die Industrie hier vielleicht so ein bisschen mit rein,
36:11dass man halt schon auch den Wirtschaftsmarkt so ein bisschen mit im Blick hat
36:15und natürlich sich erinnert, wann haben wir Frühjahrspiele ab 18 gemacht.
36:20Also da haben wir wirklich brutale Ego-Shooter oder sowas dann ab 18 gemacht.
36:24Und natürlich ist FIFA nochmal was anderes.
36:27Aber FIFA mit Glücksspiel finde ich halt schon nochmal diskussionswürdig.
36:31Und das würde mich interessieren.
36:33Warum nicht einfach mal machen?
36:35Was soll denn Schlimmes passieren?
36:36Ich glaube, wir kriegen am Ende wirklich bessere Spiele.
36:41Und wir brauchen diesen ganzen Diablo-Immortal-Kram und sowas nicht.
36:45Also ich brauche das nicht.
36:46Und viele, zumindest in meinem Alter oder ein bisschen jünger vielleicht auch noch,
36:51die das noch kennen, die würden mir dabei pflichten und sagen,
36:54ja, lass doch Spiele wieder so wie früher machen.
36:58Da können wir eigentlich alle nur von gewinnen.
37:00Und wir würden halt Kinder und Jugendliche schützen.
37:03Und wir würden vermeiden, dass in ein paar Jahren, wenn jemand in der Politik dann sagt,
37:07Moment, jetzt haben wir drei Millionen Verhaltenssüchtige in Deutschland
37:12und das ist gar nicht reguliert.
37:14Ja komm, jetzt verbieten wir einfach wieder alles.
37:17Die Sorge hätte ich so ein bisschen, weil diese Debatte hatten wir ja zum Beispiel in meiner Jugend,
37:22als allen plötzlich einfiel, dass man von Counter-Strike zum Amokläufer wird.
37:25Und dahin will ich auch nicht zurück.
37:27Bitte nicht.
37:28Ja, also ehrlicherweise, da bin ich auch mal gespannt darauf,
37:32wie sich das dann, wie das dann wird, wenn, weil die WHO hat es eben als Krankheit anerkannt,
37:38und dann, wie sich das dann auswirken wird auf die gemeinsame Debatte.
37:42Wie denkst du denn, haben wir als Gamer da überhaupt die Chance, da vorzukommen?
37:48Und eben, wie kriegen wir es dieses Mal hin, dass mit und nicht über uns gesprochen wird?
37:55Ja, ich glaube, indem wir sowas machen wie jetzt gerade, drüber sprechen.
37:58Und da muss ich auch wirklich nochmal ein großes Lob an euch als Gamestar jetzt auch richten.
38:04Ich weiß gar nicht mehr, wann ich den allerersten Podcast dazu gemacht habe,
38:08aber das ist viele, viele Jahre her.
38:09Also ihr habt euch relativ früh ja schon mit der Thematik beschäftigt.
38:13Ihr habt, das habe ich ja auch schon gesagt, so ein bisschen auch, glaube ich, auf euer Wording geachtet,
38:18dass man jetzt vielleicht den Begriff Anaholika vermeiden sollte,
38:21weil das ist ein bisschen schwierig und solche Sachen.
38:26und einfach zu signalisieren, ja, wir stehen vor allem für gute Spiele.
38:31Und nicht umsonst findet ja die ganze Free-to-Play-Spielebesprechung
38:36eigentlich überwiegend außerhalb der Mainstream-Medien statt.
38:41Und das kann auch ein Nachteil sein, weil zum Beispiel auch mir dann vielleicht die Expertise erstmal fehlt
38:46und ich mich da total reinfuchsen muss.
38:48Das geht mir jetzt bei Spielen, die in der Game-Style besprochen werden, natürlich ein bisschen anders.
38:53Ich glaube, das ist das Wichtigste, einfach aufmerksam zu machen
38:57und an allen Stellen, wo das möglich ist, darüber zu sprechen,
39:01dass wir für kulturell wertvolle Spiele stehen,
39:05dass wir natürlich uns auch in Spielen verlieren wollen.
39:08Das ist das Schönste, was man haben kann,
39:10wie man sich auch in einem Buch verliert, in einer Serie.
39:12Aber dass wir eben an den Stellen, wo wir ansetzen können,
39:16und das ist aus meiner Sicht beim Jugendschutz, bei Lootboxen,
39:20dass wir da auch eine klare Haltung zu haben
39:22und eben die Menschen, die es ändern können,
39:25dazu auffordern, zumindestens drüber nachzudenken
39:28und drüber zu sprechen.
39:30Und das, wie gesagt, gerne gemeinsam.
39:32Und da hapert es ja gerade schon wieder dran.
39:35Ja, da hapert es ja gerade schon wieder dran.
39:37Ich werde auf jeden Fall alles, was wir in diesem Talk besprochen haben,
39:41mitnehmen in meinen Talk, den ich da mit der OSK habe.
39:44Ich weiß nicht, ob das dann irgendwas bringt
39:47und ob wir vielleicht dann hoffentlich beim nächsten Mal
39:50einfach mal gemeinsam an dem Tisch sitzen und darüber sprechen,
39:53weil, wie du schon sagst, darüber sprechen ist wichtig,
39:56darauf aufmerksam machen.
39:57Und das kann man auch außerhalb dieses Talks.
40:00Also es geht ja jetzt nicht nur da um uns,
40:02die das jetzt hier auf GameStar machen,
40:05sondern meiner Erfahrung nach hilft es ja auch,
40:07wenn man eben in seinem persönlichen Umfeld darüber spricht,
40:12darauf aufmerksam macht.
40:13Eben, ich habe die Bekannten,
40:16deren siebenjähriges Kind da neben mir iPad gezockt hat,
40:20darauf hingewiesen und halt gesagt,
40:22ey, wollt ihr euch mal damit auseinandersetzen?
40:24Ich schaue mir das Spiel mal an.
40:25Soll ich mir das mal,
40:26also, weil ich weiß ja ungefähr, was das für ein Spiel ist.
40:30Und durch ein bisschen Reden mit Leuten,
40:33die da vielleicht noch keine Medienkompetenz haben,
40:36wird es schon viel besser.
40:38Und ja, was nicht bedeutet,
40:39dass sie diesem Kind nie wieder ein iPad in die Hand gegeben haben,
40:42aber dass sie zumindest sich die Spiele nochmal angeschaut haben,
40:45die er sich darunter geladen hat.
40:46Und das halt dann in Zukunft.
40:48Und wenn Fragen aufkamen,
40:50wurde ich wieder mit einbezogen.
40:52Und dass das einfach jeder im Kleinen auch macht.
40:56Leute, die sich mit Gaming auskennen.
40:58Klar, es ist jetzt nochmal,
40:59es ist viel wertvoller,
41:00wenn das dann auch noch Leute sind,
41:01die einfach eine psychiatrische
41:04oder beziehungsweise medizinische Ausbildung
41:06vor allem auch haben und wissen,
41:08was da dahinter steckt.
41:09Aber im Kleinen zumindest darauf aufmerksam zu machen,
41:12sich darüber zu informieren
41:13und dann damit auch im Großen und Ganzen
41:17damit ja auch Politik darauf aufmerksam zu machen
41:19und die Öffentlichkeit im Allgemeinen,
41:22wie wichtig dieses Thema ist.
41:23Denn es ist wichtig,
41:24dass nicht nur wir hier drüber reden,
41:27sondern alle drüber reden,
41:29weil es betrifft halt nicht mehr nur eine kleine Gruppe.
41:32Also ja, letztendlich die Sucht,
41:34wie du schon sagst,
41:34zwei bis drei Prozent.
41:35Aber Gaming an sich
41:37und welche Folgen Gaming haben kann,
41:40fast jeder Zweite in unserer Gesellschaft ist Gamer.
41:45Deswegen sollten wir uns daraus
41:47auch mit den Gefahren,
41:50die das mit sich bringt,
41:51auseinandersetzen,
41:52ohne es zu verteufeln.
41:54Das ist halt sehr, sehr wichtig.
41:56Und deswegen vielen Dank dir auch,
41:58dass du dir die Zeit genommen hast,
41:59das klarzustellen.
42:01Danke dir für diesen Talk.
42:04Hast du noch etwas,
42:05was du auf dem Herzen liegen hast,
42:08was du jetzt teilen möchtest?
42:10Ja, ich glaube,
42:11ich habe schon sehr viel
42:12und auch sehr lange am Stück geredet.
42:14Du hast das gerade nochmal perfekt zusammengefasst.
42:16Und genau darum geht es.
42:17Also auch alle,
42:19die jetzt hier zuschauen,
42:20dass man einfach diese Expertise,
42:22die wir durch unser Hobby haben,
42:24auch einfach nutzbar macht
42:25und eben an die denkt,
42:27die sie nicht haben.
42:29Und das kennen wahrscheinlich sehr viele,
42:31die jetzt hier zuschauen oder zuhören,
42:34dass man so ein bisschen zum Experten
42:36auch in der Familie wird
42:37und dann gefragt wird,
42:38ey, du zockst doch auch.
42:39Guck mal,
42:39kann ich das meinem Kind geben oder nicht?
42:42Und mehr will ich auch gar nicht von der USK.
42:45Aber dass man einfach beginnt,
42:47gemeinsam zu sprechen
42:48und nicht künstliche Grenzen schafft,
42:50weil das schadet uns am Ende,
42:52glaube ich, allen so.
42:53Das würde ich mir wünschen.
42:55Vielen Dank für die Möglichkeit,
42:56hier sprechen zu dürfen.
42:57Unbedingt.
42:58Immer wieder gerne.
42:58Ich freue mich schon
42:59auf den nächsten Talk mit dir.
43:01Es war wirklich,
43:02es war mir eine Ehre.
43:03Es hat sehr viel Spaß gemacht.
43:04Und ihr schreibt jetzt unbedingt mal
43:06in die Kommentare,
43:08was euch denn wichtig wäre,
43:10welche Erfahrungen
43:11ihr vielleicht auch schon
43:12mit entweder Lootboxen,
43:15an sich in Spielen gemacht habt
43:16oder vielleicht,
43:17ob ihr auch persönliche Erfahrungen
43:18mit Suchterkrankungen habt.
43:20Auch da,
43:20wir werden in den,
43:21also wir werden
43:22ein paar Hilfsseiten verlinken,
43:25damit ihr,
43:26falls ihr selber
43:26in irgendeiner Weise betroffen seid,
43:28euch auch nochmal
43:28damit auseinandersetzen könnt
43:30oder vielleicht auch,
43:30wenn ihr Bekannte oder Freunde habt,
43:32die betroffen sind,
43:33die an die weiterleiten könnt.
43:35Und damit verabschiede ich mich.
43:37Vielen Dank für diesen wundervollen Talk.
43:38Danke Daniel,
43:39dass du dabei warst
43:40und bis zum nächsten Mal.
43:41Ciao, ciao.
43:42Bis zum nächsten Mal.
43:43Ciao.
43:48Ciao.
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