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  • 8 minutes ago
Die Apple-Story · Eine Vision VerfüHrt Die Welt
Transcript
00:01It is January 2007.
00:03The world is looking forward to San Francisco.
00:08At the Moscow Center, there is a high tension.
00:11It is not a new attack from Steve Jobs.
00:12The bus is building here at the Moscow Center.
00:14Steve Jobs is expected to unveil something big.
00:22A speculation is running wild.
00:24Apple is working on an iPod with phone functions.
00:28It is a significant product announcement in the year.
00:31Hey everybody.
00:31Welcome to the Macworld 2007
00:33at the Moscone Center in San Francisco, California.
00:59So thank you.
01:03Das war ein pivotal Moment, muss man sagen.
01:06Da hat sich die Menschheit fundamental verändert.
01:10It is a widescreen iPod with touch controls.
01:15It is a revolutionary moment.
01:19It is a breakthrough internet communications device.
01:24Irgendwie machte es damals doch auch Lust auf eine digitale Zukunft.
01:28Damals war die Zukunft noch gut.
01:30Ich vermisse es.
01:31Are you getting it?
01:32It is a great experience.
01:35This is one device.
01:41And we are calling it iPhone.
01:45Steve Jobs has a huge energy and love for the future.
01:54Da hat man ja echt gedacht so, wow.
01:57Und bald ist es dann so wie in diesen ganzen utopischen Filmen, dass wir hier in irgendwelchen Luftschiffen
02:02und mit Drohnen durch die Gegend fliegen.
02:07Das iPhone hat die Welt verändert.
02:11Wo stäblich jeder benutzt es.
02:13Milliarden Menschen.
02:22Nichts ist persönlicher.
02:23Man schaut jeden Tag stundenlang drauf.
02:25Gleich nach diesem Interview checke ich meine Apple Watch und stecke meine AirPods ein.
02:32Kaum ein Unternehmen hatte mehr Einfluss auf unser tägliches Leben.
02:39Oh, da ist es.
02:43Was keiner weiß, man muss das Ding immer bei sich haben.
02:49Alles in einem Gerät.
02:51Ich glaube, die Digitalisierung hat auf die Zivilisation circa denselben Impact gehabt wie der Buchdruck.
02:57Und wir romantisieren den ja total, wenn wir darauf zurückschauen.
03:00Nur sollten wir nicht vergessen, dass der Buchdruck als erste Konsequenz nicht Friede, Freude, Eierkuchen hatte,
03:05sondern religiöse Kriege.
03:14Wir haben schon die Welt verändert und zwar ohne zu wissen warum.
03:23Wir haben es halt gemacht, weil man das konnte.
03:33Apple hat die Welt verändert. Manchmal entschuldige ich mich dafür.
03:43Apple wurde zum Monster.
03:44Apple became the Monster.
03:46Hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello.
03:56Apple macht die Zivilisation.
03:59Apple macht die Zivilisation.
04:00Apple macht die Zivilisation.
04:02Es ist die Zivilisation.
04:04Und das ist die Zivilisation.
04:12Ich mache auch ein schöner Erinnerungsfoto ganz kurz.
04:15Please be friendly.
04:19Alles drauf.
04:20Money, smile.
04:24Cool.
04:34I'm Habgut Esslinger.
04:35Designer.
04:38In my first meeting with Silicon Valley,
04:41I was in Helsinki.
04:42It was a World Congress for Design
04:44and there was an Apple Computer
04:45on Apple II,
04:48Apple II.
04:50I'm a little bit rumgedudelt.
04:52Man konnte nicht viel mitmachen.
04:53Trotzdem hat es das Flair.
04:56Es war schon faszinierend,
04:57dass dieses kleine Ding
04:59die ganze Komplexität des Computings drin hatte.
05:02Das war der Reiz.
05:04Hartmut Esslinger.
05:05Gründer und Chef von Frog Design.
05:07Einer der erfolgreichsten Designgruppen der Welt.
05:10Da habe ich aber mal angefangen,
05:13Apple zu researchen.
05:18Silicon Valley war für mich damals
05:20eigentlich noch gar kein Begriff.
05:22Natürlich wusste ich,
05:22dass hier die Computerindustrie ist.
05:24Also, es war eigentlich nicht so prominent
05:27im Bewusstsein.
05:31Das Silicon Valley wurde in einem Jahrzehnt
05:34zum Zentrum der Spitzentechnologie.
05:40Das Silicon Valley war ein Ort,
05:45der allen offen stand.
05:47Deshalb habe ich mich damals entschieden,
05:48hier zu bleiben.
05:52Herkunft,
05:53Ausbildung, Alter,
05:55Geschlecht, Familie.
05:56Nichts davon zählte.
05:59Nur dein Können.
06:06Ich bin Andy Cunningham.
06:09Ich habe Steve Jobs Anfang der 80er Jahre
06:12bei der Markteinführung des Macintosh geholfen.
06:22Ich bin in der Zeit vor Apple aufgewachsen.
06:25Die Schreibmaschinen waren nicht mal elektrisch,
06:27sondern altmodisch.
06:30Wir hatten Landkarten,
06:31so groß wie der Vordersitz eines Autos.
06:33Sie waren so groß wie dein Auto.
06:39Ist das wirklich so eine Karte,
06:41die man so früher zum Autofahren genutzt hat?
06:43Ja.
06:44In so einer Karte ist ja zum Beispiel
06:45gar nicht der Stau eingezeichnet.
06:47Weiß ich ja gar nicht, wo Stau ist
06:48und wo ich besser nicht lang fahre.
06:51Ich krieg das nicht wieder so zusammengefaltet,
06:54wie es mal war.
06:55Halbtraum.
06:56Ja, doch.
07:00Geht nicht.
07:02Es ist ja immer so,
07:03dass wir die technologischen Fortschritte,
07:05mit denen wir aufwachsen,
07:06eigentlich als selbstverständlich sehen
07:07und uns nicht vorstellen können,
07:08wie anstrengend es davor war.
07:25In den 70ern gab es zwei Arten von Computern.
07:28Den Taschenrechner?
07:30Alle ersetzten damals ihren Rechenschieber damit.
07:33Und die riesigen IBM-Computer.
07:35Wir nannten sie Mainframes-Großrechner.
07:44Damals gab es vielleicht tausend Computer in den USA.
07:52Meine Mutter war Steuerberaterin und da gab es bei uns in der Praxis von meiner Mutter so ein Kienzlegerät.
07:58Es war ein Computer mit so einem ganz kleinen Laufband, eigentlich ein Terminal, das mit einem Großrechner verbunden war, in
08:04dem Fall in Nürnberg.
08:05Und dann konnte man da Buchungssätze erfassen und das nach Nürnberg zu einem Großrechner schicken, der das dann in einem
08:12Rechenzentrum mit sogenannten Mainframe-Rechnern weiterverarbeitet hat.
08:18Und dann kam irgendwann das ausgedruckte Ergebnis per Post.
08:23Computer waren große, klobige Metallklötze.
08:29Die Büros sahen ja aus wie Folterkammern.
08:33Also visuell zwischen einem Gefängnis und einem Büro gab es keine großen Unterschiede visuell.
08:40Außer, dass die Türen im Gefängnis abgeschlossen waren.
08:50Ich als Designer und Steve als Unternehmer, wir sind motiviert, etwas zu verändern.
08:55Also wir sehen die Welt, da stimmt was nicht, also Korrektur.
09:01Okay, dann machen wir ein Meeting mit Steve Jobs.
09:03Dann kamen wir rein, Steve machte die Tür zu, blieb er sonst dabei.
09:09Und dann frage ich ihn, was jetzt seine Ziele sind.
09:12Eine Million Computer zu verkaufen.
09:16Sag ich aber, da muss er ein bisschen was anderes machen als die Designs, die er schon hat.
09:21Dann sagt er, ja, ich stimme zu, die Designs sind hässlich.
09:24Also wir haben halt keine Ahnung hier im Silicon Valley.
09:32Hargbutt hat eben gleich verstanden, dass man da eben auch in einem Meeting mit Jeans gehen kann.
09:38Dass man sich immer einen Schlips umbinden muss.
09:40Und die haben gesagt, lass uns mal probieren.
09:42Und sie sagten, das geht nicht. Ich höre immer nur, das geht nicht.
09:45Bei den Amis macht man es einfach.
09:48Ich bin Erik Spiekermann. Was bin ich?
09:51Gelernter Schriftentwerfer, Typograf, Drucker. Was bin ich noch? Autor und Grafiker.
10:02Man kann ja sagen, was man will über Amerika, über die Unkultur da.
10:06Aber ein bisschen sind sie wie die Kinder. Und Kinder machen eben erstmal. Die kennen doch keine Regeln.
10:27Ich bin Daniel Kotke. Wir machen dieses Interview auf meiner Veranda in Palo Alto.
10:33Ich war ein Studienfreund von Steve Jobs.
10:42Ich liebe Bücher. Und ich stieß auf eines mit dem Titel,
10:48»Be here now«, quadratisch mit einem Mandala auf dem Cover von Ram Dass.
10:54Ram Dass war eine Ikone der Hippie-Bewegung. Das Buch handelte von seinem Guru in Indien.
11:04»Ich hatte das Buch auf dem Campus überall dabei und zeigte es allen. Schaut mal, das ist toll. Und Steve
11:14war sofort Feuer und Flamme.«
11:23»Dieses Buch über Gurus verbannt uns sofort. So begann unsere Freundschaft.«
11:36»Ich ahnte nicht, dass er sich zu Hause in Kalifornien mit Elektronik beschäftigte. Er war ehrgeizig. Heimlich.«
11:51»Im Frühling 1974 kam Steve nach Weihnachten nicht mehr aufs Reed College zurück.
11:57Er hatte einen Job bei Atari bekommen, dem boomenden Unternehmen der ersten Videospiele.«
12:12Computer-Terminals, die für die meisten Leute über 30 unbegreiflich sind.
12:21»Das Telespiel in der Grundidee dürfte Ihnen bekannt sein. Das gibt es jetzt in vielen Diskotheken, in Gaststätten.
12:26Vielleicht haben Sie auch schon eins zu Hause. Das kann man nämlich auch zu Hause am Fernsehgerät anschließen.
12:31Und kann das dann in der Familie spielen. Ich versuche das jetzt mal alleine.
12:35Ist aber gar nicht so einfach. So nach dem Motto, besiege dich selbst.
12:39Kommando, Telespiel, ab!
12:43»Hurra!«
12:45»Hurra!«
12:49»Hurra!«
12:52»Hurra!«
12:54»Hurra!«
12:56»Hurra!«
13:06»Hurra!«
13:10»Steven Jobs ist sein Inbegriff. Sein Motto, wage es. Du hast nichts zu verlieren.«
13:23»Es war eine sehr aufregende Zeit in der Elektronikwelt. Im März 75 wurde der HomeGrew Computer Club gegründet.
13:33Denn in dieser Gegend gab es viele Informatiker. Echte Nerds.«
13:42»Steve Wozniak und Steve Jobs waren ja Freunde. Und Steve war mehr so ein Hangout-Guy damals.
13:49Woz war Ingenieur. Und er war bei Hewlett Packard und hat erkannt, dass einfach die Zeit für diese Großmaschinen keinen
13:57Sinn mehr macht.«
13:59»Hier ist er. Das ist der Apple I.«
14:04»Das ist der Apple I.«
14:09»Steve Jobs hatte kaum Anteil daran. Steve Wozniak entwarf den Computer komplett alleine und schrieb das Basic-Programm.«
14:23»Steve sah sich als Künstler. Alles, was er schuf, hatte künstlerischen Anspruch.«
14:30»Der Träumer für Steve war schon, wie er sagte, keine Delle ins Universum zu machen. A dent into the universe
14:39
14:40»In dieser Zeit knüpfte Steve eine enge Verbindung zu Coburn-Chino, dem Gründer des Zendo in Los Altos.«
14:55»Die Geschichte, die Coburn erzählt, geht so. Es klingelt abends um zehn an der Tür. Es ist Steve Jobs. Er
15:06ist barfuß, hat Löcher in der Jeans, aber er sieht nicht gefährlich aus.«
15:15»Steve sagt, ich bin erleuchtet, sag mir, was ich mit meinem Leben anfangen soll.«
15:23»Und Coburn fragt, woher weißt du das?«
15:31»Steve hat den Apple I mitgebracht, den er nicht entwickelt hat, und zeigt ihn Coburn. Siehst du, ich bin erleuchtet
15:39
15:46»Wäre Steve noch am Leben, ich hätte das nie erzählt. Es ist peinlich.«
15:51»Boss hat dann im Homebrew-Computer-Club das Gerät gezeigt. Alle fanden es toll und sagten, wir können es nehmen.
15:57Es gibt kein Intellectual Property, nimm es.«
16:01»Und als sie wieder weg sind, sagt Steve, wir machen eine Company draus.«
16:09»Steve sagte, lass uns eine Platine bauen und sie als Bausatz verkaufen.«
16:19»Der entscheidende Schritt, der alles im Gang brachte, war Paul Terrell, der Gründer des Byte-Shops.«
16:30»Er bestellte bei Steve Computer im Wert von 25.000 Dollar.«
16:40»Steve sagte zu einem der Biografen, ich sah Dollarzeichen.«
16:48»Moment mal Steve, was ist mit dem spirituellen Wachstum?«
16:54»Es ging ums Geld. Ich war wirklich verblüfft, als Steve mir sagte, er gründe eine Firma.«
17:04»Und das war die Geburt von Apple.«
17:07»Ich habe mal von der deutschen Firma Herzlich Apfel genannt damals, die haben alle für doof erklärt.
17:10Die mussten auch irgendwie immer was mit Gesellschaft für sonst wie Herstellung sein.
17:15Da kommt einer und nennt so ein Ding nach einem Obst. Das geht doch überhaupt nicht.«
17:22»Das ist ein Bein.«
17:26»Also an dem Apple-Symbol fand ich immer die Simplicity unglaublich geil, als ein sehr simples, aber ein sehr einprägsames
17:33Logo.
17:33Wenn man dann älter wird und ein bisschen darüber nachdenkt, dann sieht man natürlich schon auch, dass der verbotene Biss
17:40des Apfels natürlich schon auch irgendwie biblische Züge hat.
17:44Und das, also momentan habe ich das Gefühl, das ist eine Form von Prophezeiung, die gerade wahr wird.«
18:01»Mein Schlüsselerlebnis war im April 1977 auf der ersten West Coast Computermesse.
18:10Dort waren ein paar tausend Computer-Fans wie ich. Es war fast wie eine Feier. Computer wurden Mainstream.
18:25»Ich sah den Apple II zum ersten Mal. Das hat mein Leben verändert. Ich war verliebt, musste dort arbeiten. Der
18:35Computer zog mich zu Apple wie die Motte zum Licht.«
18:44»Als ich diesen Personal Computer sah, so nannte man ihn damals, dachte ich, das wird die Welt verändern.«
18:54»Genau da wurde Steve Jobs zum echten Verkäufer.«
19:03»Steve Jobs war nicht der Ingenieur. Schaltkreise löten, das war Steve Wozniaks Part. Aber er sah voraus, wie wir Computer
19:13nutzen werden.«
19:20»Die Vergangenheit, die kannte er. Wir erschaffen die Zukunft.«
19:27»Steve Jobs sagte, der Personal Computer sei ein Fahrrad für den Geist. Ein Backpack, mit dem man viel weiter kommt
19:36als ohne.«
19:47»Lange wusste niemand, was man mit einem PC anfangen soll. Unangenehme Zeiten.«
19:54»Heimcomputer sind in diesem Jahr der Renner im Weihnachtsgeschäft. Können Sie sich erklären, warum und haben Sie auch schon mal
19:58darüber nachgedacht, sich so einen Greit anzuschaffen?«
20:00»Nein, bis jetzt noch nicht und ich habe auch kein Interesse daran, muss ich ehrlich sagen. Ich habe wenig Zeit
20:05für solche Spiele.«
20:07»Ich habe keine Verwendung dafür. Also für mich sind die Momente nicht so interessant.«
20:14»Apple dachte tatsächlich darüber nach, den Computer in die Küche zu stellen. Für Rezepte.«
20:23»In der Frühzeit des PC-Geschäfts gab es eine Redewendung. Wir stellen etwas her und um uns herum ist ein
20:31großer Zaun.
20:32Wir werfen das Ding über den Zaun und wenn draußen ein Massenansturm ausbricht, sind wir auf dem richtigen Weg.«
20:44»Der Apple II geht als der erste echte Personal Computer. Das erste Gerät, das bei dir zu Hause stand, mit
20:51der ersten Killer-App.
20:52»Visicark, der Vorläufer von Excel.«
20:57»Apple-Computer, Jahresumsatz im Geschäftsjahr 81, 82, 586 Millionen Dollar. 70 Prozent mehr als im Vorjahr.«
21:07»Und dann lieferte Apple aber zwei Flops ab. Apple III war eine Katastrophe.
21:13Da haben sie die Lisa gemacht, für 12.000 Dollar geplant. Viel zu teuer. Und auch wieder beschissenes Design.
21:23Okay, ein bisschen deutsches Fernsehen, ich weiß. Es sah aus wie eine tote Katze auf dem Tisch.
21:32»Ich wollte die Computer befreien von dem Büro-Image oder Wissenschafts-Image in einem täglichen Leben-Image. Das ist ein
21:43Teil deines Lebens, wie ein Kaffeelöffel.«
21:47»Steve bewunderte Braun. Deutsches Design. Ich erinnere mich, wie Hartmut weiße Kartonmodelle mitbrachte. Einen ganzen Raum voll. Alles weiß.«
22:08»Oh, why?«
22:13»Das war doch erst im Sommer 82. Wir hatten schon angefangen mit diesen Modellen und so weiter.
22:20Und diese Idee, es muss groß sein und schwer und oliv. Weil der Staub ist ja dreckig, dann sieht man
22:26ihn nicht.
22:28Und dieses ganze falsche Denken war weg vom Tisch.«
22:32»Und Steve wollte es, aber er konnte es alleine nicht. Ich könnte es alleine schon auch nicht.
22:41Ich glaube, dass wir beide zusammen etwas hatten, was uns nicht nur 1 plus 1 ist 2, sondern 1 plus
22:501 ist 11.«
22:53»Aber die IBM-PCs boomten zu der Zeit.«
23:02»IBM war ein bürokratischer Gigant. Ein Symbol für alles, was in der Branche falsch lief. Dominant, aber nicht innovativ.«
23:18»Ja, das war schon everybody's enemy. Also, jedermanns Feind. Also, ich brauchst einen Feind.«
23:28»Sie waren der perfekte Gegenspieler für Steve. Er brauchte immer einen Feind. Das hat ihn angetrieben.«
23:41»Steve war ein Visionär. Er konnte in die Zukunft sehen.«
23:45»I can see clearly now. Rain is gone.«
23:53»Die Xerox-Maschine zeigt Ihre Morgenpost auf dem Bildschirm.«
23:57»Das sieht interessant aus. Schauen wir es uns mal an.«
24:00»Ein Knopfdruck. Und die Information wird elektronisch übertragen. Um die Ecke oder um die Welt.«
24:06»Dies ist ein experimentelles Bürosystem im Einsatz im Xerox-Forschungszentrum in Palo Alto, Kalifornien.«
24:26»Die Steuerung für den Cursor nennen wir Maus.«
24:36»Mit der sogenannten Maus wird ein Pfeil über den Bildschirm dirigiert.«
24:42»Die Maus ist ein Zusatzgerät, mit dem ich auf dem Tisch herumfahren kann. Hier unten ist nämlich eine Kugel drin
24:48
24:50»Das Geheimnis liegt in diesem kleinen Kästchen, mit dem man über die Platte des Schreibtisches hin und her fährt.«
24:57»Und wenn ich jetzt auf dem Tisch herumfahre, wird diese Kugel bewegt und diese Bewegung wird auf dem Bildschirm übertragen
25:01
25:02»Die gewohnte Tastatur können Sie getrost vergessen und beiseite schieben. Alle Bedienungsanweisungen schütteln Sie sozusagen aus dem Handgelenk.«
25:12»Da ist also ein Pfeil. Und so wie ich die Maus bewege, bewegt sich auch dieser Pfeil.«
25:28»Ich saß an meinem Schreibtisch bei Xerox, als Steve anrief und sagte, »Du bist ein toller Typ, aber alles, was
25:34du bisher gemacht hast, ist Mist. Arbeite für mich in der neuen Macintosh-Abteilung.«
25:45»Ich ging rüber und sah den Macintosh-Prototypen.«
25:53»Er stand in einem chaotischen Raum. Es war wie in einer Studentenbude. Alle hingen rum und arbeiteten an irgendwas. Das
26:00war nicht wie in einer Firma. So etwas hatte ich noch nie gesehen.«
26:10»Aber eines hatten alle gemeinsam. Begeisterung. Alle wollten die Welt verändern. Jeder hatte natürlich eine andere Vorstellung davon, wie.«
26:21»Ich habe mir überlegt, was ist Apple? Also Apple ist eher weiblich, jung und sportlich. Die Geräte müssen so klein
26:32wie möglich sein. Small is powerful.«
26:38»Das Mac-Team war von Steve Hunt verlesen. Nur 100 Leute. Ein ganzes Gebäude nur für sie. Mit einer Piratenflagge
26:48
26:52»Die Flagge ist ein Symbol der Rebellion. Wer die Welt verändern will, ist per Definition ein Rebell. Man muss gegen
27:00den Strom schwimmen.«
27:08»Steve begeisterte nicht so sehr das, was wir gerade taten, sondern das, was vor uns lag. Und wie bedeutend das
27:16sein könnte. Er hat uns mitgerissen und motiviert.«
27:26»Viele hatten Angst vor ihm, weil er so leidenschaftlich war. Und so direkt. Steve lief herum, sah deine Arbeit und
27:35sagte, das ist Mist. Auch wenn es das nicht war. Er wollte sehen, ob du dafür anstehst.«
27:50»Die Art, wie wir das Produkt auf den Markt machten, war für Computer völlig neu. Wir hatten einen ganz besonderen
27:56Werbespot.«
27:58»Als sie den Spot dem Vorstand zeigten. Totenstelle. Alle dachten, dafür zahlen wir nicht nie im Leben.«
28:13»Aber wir wollten alle etwas erreichen, was über uns hinausgeht, anstatt ein Opfer von irgendwelchen durchschnittlichen Feiglingen zu sein.«
28:26»Steve und ich sahen den finalen Schnitt des Spots. Ich mochte ihn nicht.«
28:38»Da rennt diese junge Frau mit einem Vorschlaghammer. Das war gruselig.«
28:49»Die Skinheads sollten IBM-Nutzer darstellen. Eine Kolonie der Gleichförmigkeit. Keine Kreativität, kein Ausdruck.
28:59Alle starten auf den Big Brother, der IBM symbolisieren sollte.«
29:08»IBM hat ja tatsächlich damals schon etwas gehabt von Big Brother, wie Orwell.«
29:19Bezahlt lief der Spot nur einmal, beim Superbowl.
29:24»We shall prevail.«
29:28Und dann, kabumm, und dann sagt ja auch der Reporter, »Oh my God, what was that? Have you seen this?
29:36These guys are crazy. Have you seen this?«
29:40»On January 24, Apple Computer will introduce Macintosh.«
29:45»Das Jahr 1984 wird anders als Orwells Buch 1984 sein. Der Spot wurde tausende Male in der Presse gezeigt. Da
29:55hatten sich die Kosten gelohnt. Ein paar Millionen.«
30:01»And you'll see why 1984 will be like 1984.«
30:10»Manchmal denke ich an den Werbespot. 1984 sollte nicht wie Orwells 1984 sein. Aber genau das ist eingetreten.«
30:20»Apple will deine Welt kontrollieren. Je mehr du dich in ihre Infrastruktur einkaufst, desto mehr kontrollieren sie dich.«
30:29»Apple wurde zum Monster.«
30:33»Halloo, hallo, hallo, hallo, hallo.«
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