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  • vor 16 Stunden
Aufgrund der Auswirkungen des Iran-Kriegs richtet die Bundesregierung ein neues Koordinationsgremium ein. Dieses soll täglich die Lage erheben, der Regierung Bericht erstatten und Handlungsoptionen vorschlagen. Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe sei ein "wichtiger Schritt zur Deeskalation in einer angespannten Situation", sagte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Dennoch sei es gleichzeitig notwendig, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, so Stocker am Mittwochnachmittag.

Video: APA/kha; Thumbnail: APA/Helmut Fohringer

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Transkript
00:00Bundeskanzler Christian Stocker begrüßte am Mittwoch die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe.
00:08Das ist ein wichtiger Schritt zur Deeskalation in einer extrem angespannten Lage.
00:14Eine Waffenruhe ist aber noch kein dauerhafter Waffenstillstand und vor allem kein langfristiger und vor allem kein nachhaltiger Frieden.
00:23Deshalb gelte es, vorbereitet zu sein, so Stocker am Nachmittag.
00:27Mit der Einrichtung eines neuen Koordinationsgremiums will man besser auf mögliche Krisen gerüstet sein als in der Vergangenheit.
00:35Wenn wir in die Vergangenheit blicken, dann hat uns vieles, was wir erlebt haben und viele Entwicklungen, die wir erlebt
00:41haben, wesentlich weniger gut vorbereitet getroffen,
00:45weil es nach langer Zeit auch das erste Mal war, dass wir wieder eine Pandemie erlebt haben und viele andere
00:52Entwicklungen auch.
00:53Aus diesen Situationen haben wir aber gelernt und deshalb dieses Krisensicherheitsgesetz auch beschlossen im Parlament,
01:00dass die Grundlage bietet, dass wir jetzt besser vorbereitet sein können.
01:04Und ich bin sehr dankbar, dass es diese Möglichkeit gibt und dass dieses Gremium jetzt die Arbeit aufnehmen kann.
01:10Es wird eine sehr dichte Taktung geben, in der die Entwicklung beobachtet wird.
01:14Und dann auch die entsprechenden Vorschläge und Analysen an die Politik, an die Bundesregierung weitergegeben werden.
01:23Die Vorschläge des Gremiums sind nicht bindend.
01:26Die Mitglieder sind Vertreter aus Ministerien, Bundesländern, Städten und Gemeinden.
01:31Die Leitung hat Peter Vorhofer übertragen bekommen.
01:34Was wesentlich dabei ist, sozusagen die Indikatoren festzulegen, die beschreiben, wann sozusagen ein Problembereich oder ein Thema,
01:45das in der Wirtschaft oder in der Energieversorgung von Relevanz ist, sozusagen von Grün auf Orange und dann auf Rot
01:52wechselt.
01:52Wenn diese Indikatoren festgelegt sind, wird in weiterer Folge eine Prioritätenreihung durchgeführt,
01:58nämlich nach Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit.
02:02Und aus dem heraus lässt sich dann ableiten, welche Empfehlungen für die Bundesregierung erstellt werden.
02:07Derzeit spreche man noch nicht von einer Krise, so Vorhofer.
02:11Im Grunde genommen ist eine Krise dadurch definiert, dass sie eine Überforderung oder Überfrachtung eines normal laufenden Systems provoziert.
02:21Wir haben momentan eine Herausforderung in der Preisgestaltung, das sind die normalen Marktbewegungen.
02:27Aber eine gesamtstaatliche Krise haben wir nicht, weil in Österreich kein System weder durch Komplexität oder durch Überfrachtung überlastet ist.
02:36Das Koordinationsgremium soll täglich die Lage erheben und der Regierung Bericht erstatten.
02:42Tagen soll das Gremium mindestens einmal in der Woche.
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