- 5 hours ago
Category
📺
TVTranscript
00:06Oh no, guys, that's bad. That's unangenehm.
00:13The shooting star Louis Philipson.
00:33This piece should be played for people.
00:36I've learned that piece and proved that it's not true.
00:39I'm coming!
00:58Yeah, irre.
00:59I started as music student and TikToker.
01:03People come to my concerts,
01:05many of my followers.
01:07They sold their tournees.
01:10I can't believe it.
01:11I ask myself,
01:14how could that happen?
01:16How did I achieve that in just a year?
01:2510 Mrd. Mal have you marked me under this video.
01:31I have Garn, I have Klebeband
01:32and my ego says that I can get it.
01:34By the way, my Klavierlehrer will bring me up,
01:37when he sees that I'm something to glue.
01:38I'll give you a concert, okay?
01:49Thank you, thank you.
01:51Thank you, thank you.
01:51Okay.
02:01I'm so excited for the show.
02:04I'm so excited.
02:06I'm so excited.
02:06I was hoping that the first concert
02:07yesterday in Erfurt,
02:08that was good.
02:08I saw many pictures.
02:10I saw a couple of hours of the night.
02:12I didn't hear it.
02:14I was like,
02:16I saw it.
02:16I didn't know it.
02:21I saw it.
02:22oh no,
02:22I was like,
02:23I didn't see it.
02:25I didn't know it.
02:27I didn't know it.
02:27I've never been drunk.
02:27No, that's not bad.
02:29That's cool.
02:31I think I'll give it to my parents.
02:34And then Feeling Good, Supernova, Winter and Summer,
02:37Beethoven-Virus.
02:38And, like I said, let's give the applause a bit longer.
02:42Yeah, 100%.
02:44I want to play with it.
02:48Very cool.
02:49What fascinated me was,
02:52when we met him,
02:53he was 19.
02:54How focused he was,
02:57how clear he was.
03:00Plus,
03:01this sunshine,
03:02he held this room.
03:05He was so happy
03:06and so unheimlich positive.
03:09Flügel is also very different than yesterday.
03:14I saw him in him
03:16the Popstar,
03:18who can play very well,
03:21who is very talented.
03:22And then there was exactly
03:24this mix,
03:25that someone is,
03:26who has a star appeal,
03:29but is a classic musician.
03:31And this combination,
03:32I think it's not so often.
03:34I realized that people really come to my concert.
03:38And, yeah,
03:39I'm actually used to it
03:40as a classic.
03:41I have a year,
03:43maybe sometimes,
03:43to a program for me.
03:45And then I go to the stage,
03:46I play through.
03:47And now, the most of the pieces,
03:48the I play here today,
03:49I arranged for two weeks.
03:51I would say
03:51the half of them is really,
03:53really fresh.
03:54It's definitely different
03:55than the classic concert.
03:56But for me personally,
03:58it makes it least so much fun.
04:00And especially,
04:00that I can talk with the people,
04:02and interact,
04:03and show everything
04:03and show everything.
04:04It's actually a dream.
04:08I'm coming!
04:30I'm coming!
04:30Witzigerweise,
04:31am Anfang bei Lawalz,
04:32dieses Stück,
04:32das ich heute spontan entschieden habe,
04:34haben die Noten nicht funktioniert.
04:35Das iPad war mit dem Pedal nicht verbunden.
04:37Und ich saß da und hab nur so,
04:38klar,
04:39ich kann das Stück ja auswendig,
04:40aber ich hab's letztes Mal
04:40vor zwei, drei Jahren gespielt,
04:42und dann saß da noch so,
04:43komm, mach.
04:44Aber da war der Flugmodus vorhanden.
04:46Naja,
04:47aber irgendwie hab ich's dann noch überstanden,
04:48und danach konnte ich's ja einstellen.
04:49Das nächste Stück
04:50ist auch ein klassisches Werk.
04:51Obwohl ich's nie geguckt hab,
04:52klingt's für mich sehr wie Star Wars.
04:54Deswegen,
04:55hier kommt Star Wars.
05:29Es ist halt nicht so spießig,
05:31und es ist sehr abwechslungsreich.
05:33Gerade die Mischung mit der noch ganz klassischen Klassik und Neoklassik und Film war halt einfach super.
05:38Danke schön.
05:41Das freut mich.
05:43Ja, echt.
05:43So viele sind von Instagram hier,
05:44das freut mich immer total.
05:45Das ist total cool.
05:46Ich wusste am Anfang einfach nicht, was ich da erwarten sollte,
05:49weil ich kenn es auch,
05:50dass die digitale Welt eben nicht unbedingt einen Bezug nimmt auf die wahre Welt.
05:53Und ich kenn es von ganz vielen,
05:55ob's jetzt Influencer sind oder Menschen, die in den Medien stattfinden generell.
05:58Das überträgt sich nicht unbedingt.
06:00Menschen können dich auch toll finden und etc.
06:03Das heißt aber nicht, dass sie dich jetzt nicht unbedingt live sehen wollen.
06:05Und jetzt komm ich dorthin und spiel so ein Programm, das es eigentlich davor auch nicht so gibt.
06:10Also man kann nicht La Valle von Ravel zusammenspielen mit Joey Hisaishi, Anime Musik und dann auch irgendwie Ludovico Ainaudi
06:16oder so.
06:17Also das ist so eine Mischung, die hat in meinem Kopf nur Sinn ergeben, weil ich sie mag.
06:21Aber ich dachte nicht, dass das irgendjemand anders da draußen halt mag.
06:29Ich mein, Social Media, Hi Hi Hi Hara, auf die Bühne geht Hi Hi Hi Hara, das kenn ich alles
06:33jetzt schon.
06:33Aber TV, das ist so, ich mein, das hat man früher halt dann abends geguckt und jetzt sitzt man da
06:39selber.
06:39So cool.
06:40Ja, deswegen, bisschen aufgeregt bin ich schon.
06:42Hi, freut mich.
06:43Los.
06:45Hast du die Maske?
06:47Ne, nicht ganz.
06:48Ich war auch schon in der Maske.
06:51Freut mich.
06:51Freut mich auf dich nachher.
06:52Freut mich auf dich.
06:53Du bist Stefanie, richtig?
06:54Genau.
06:55Okay, los.
06:55Wir machen uns eine coole halbe Stunde.
06:56Aber quatschen wir gleich nochmal.
06:58Danke dir, bis gleich.
07:11Dann fällt ganz viel auf das Wort Wunderkind oder Wundermensch.
07:15Und da hat es auch wirklich niemandem die Bohne gejuckt, was ich gemacht habe.
07:18Also es war, okay, schön, du kannst Klavier spielen.
07:20Tatsächlich, ja, ich habe das absolute gehört.
07:23Ja, das war ein C.
07:24Mein Leben hat sich jetzt in den letzten zwei Jahren allein schon um 360 Grad gewendet.
07:29Und, naja, 180 Grad eher.
07:31Und, naja.
07:32One, two, like you wanna, boom!
07:44Ist das geil.
07:53Super.
07:59Wir müssen doch klatschen.
08:01Also, ich wurde ja in Berlin geboren.
08:03Und dann sind wir, als ich zwei oder drei war, in den Ruhrpott gezogen und Papa da gearbeitet hat.
08:09Und, ja, da fing es halt an, dass ich dann in Mülheim bei uns das Klavier für mich entdeckt hatte,
08:13was aber bei uns zu Hause stand, weil meine Schwester keine Lust mehr hatte zu üben.
08:17Und da habe ich das halt benutzt.
08:19Und meine Eltern haben mich nach einer Zeit in die Musikschule geschickt.
08:22So hat das angefangen.
08:23Und dann nach zwei Jahren wurde ich durch ein YouTube-Video von einer Professorin an der Hochschule entdeckt in Düsseldorf.
08:33Und seitdem habe ich da eigentlich studiert.
08:35Und deswegen ist das eigentlich meine Kindheit, meine Jugend und jetzt meine letzten Jahre habe ich da verbracht am Studieren.
08:48Wenn man ja irgendwo was anderes gemacht hat außer die pure klassische Musik oder das pure klassische, wenn du beim
08:52klassischen Konzert schon als Kind keine Fliege getragen hast, dann war das schon so.
08:56Oder ich weiß noch ganz genau, der allererste Tag, wo ich mal nur ein Hemd habe, nur ein Hemd und
09:01so eine schwarze Jeans oder sowas anhatte, weil ich hatte alles zu Hause vergessen.
09:05Ich hatte kein Heulkram, aber ich hatte das Gefühl, solche Panik vor dem Konzert, weil ich so dachte, oh mein
09:11Gott, jetzt gehe ich gleich auf die Bühne bei der Hochschule.
09:13Und ich habe zum allerersten Mal kein Hemd und schwarze Fliege an, das war ungewohnt.
09:18Und dann das jetzt im Vergleich zu dem, was ich alles mache, wirklich meine Kindheitsträume auszunehmen, so eine Michael Jackson
09:24-Kotter nach oben zu gehen und dann zu spielen, was ich will und meine eigenen Sachen zu schreiben, das wäre
09:28niemals eine Option gewesen.
09:29Das wird einem auch eigentlich oft genug gesagt.
09:33Ihr habt mir 10 Milliarden Mal dieses Meme geschickt und gefragt, ob es stimmt.
09:36Kleiner Spoiler, ja, es stimmt. Und ich verspreche euch, ich kann jedes einzelne erklären.
09:39Das Meme zeigt die unterschiedlichen Anschläge, mit denen man verschiedene Komponisten spielen muss.
09:42Für Chopin zum Beispiel braucht man einen Schneebesen.
09:48Wie man merkt, Chopin hat einen sehr weichen Anschlag.
09:50Werde nicht unbedingt Katas Beethoven.
09:53Nein.
09:55Wieso man DBC mit Federn spielen muss, ist den meisten Twilight-Fans bekannt.
10:01Man muss dir vorstellen, dann spielst du das, zeigst du so einem 10-jährigen Kind, so Pirates of the Caribbean,
10:05der sitzt da und sagt so,
10:06oh, was ist das, das ist ja schlimm.
10:10Aber nicht mal, weil es nicht gefällt, sondern weil es einem nicht gefallen will, weil das eben nicht klassisch ist.
10:14Das ist mir jetzt auch so klar geworden. Für mich war das eigentlich meine ganze Welt.
10:18Und ich dachte, jeder auf der gesamten Welt denkt so, und jetzt sehe ich plötzlich, jetzt gucke ich raus und
10:21sehe diese Welt, in der man lebt, in der man sich das alles einbildet,
10:25die ist eigentlich so winzig und so klein mit Hut. Und die Welt da draußen, die möchte einfach endlich einen
10:30Zugang auch zu so einer Musik finden,
10:31der halt nicht so strikt ist und nicht so ausschließend ist.
10:34Das Ganze wäre trotzdem nicht machbar, wenn ich nicht meine 8 Stunden am Tag gewöhnt bin zu lernen.
10:38Deswegen, ich bin extrem dankbar für die Welt, aus der ich komme, aber ich bin auch dankbar dafür, dass ich
10:42mich so ein bisschen von gelöst habe.
10:48Im Sommer bin ich dann nach Berlin gezogen, alleine. Das war echt ein Riesenschritt.
10:52Ich habe meine beiden Studien beendet, Musik und auch Wirtschaft, was ich noch parallel studiert habe.
10:58Also es war richtig viel, aber trotzdem total geil.
11:07Moin!
11:08Hi!
11:10Hi!
11:10Ah, super! Dann kommen wir direkt runter. Bis gleich!
11:14Genau, und jetzt kommt der Flügel, genau in dieser Sekunde.
11:17Oh, oh, oh!
11:20Hier war es so blöd.
11:26Ich glaube, ich kann nicht zugucken. Das ist krass, was da so eine Arbeit ist, ey!
11:51Okay.
11:54Okay.
11:54Okay.
11:55Okay.
12:20Das ist ein Schlimmchen nach oben, das Ding zu bringen, oder? Also so, die Gänge sind zu eng, ne?
12:24Weil wir keine Schlitten drunter haben, müssen wir uns viel auf die Justinen konzentrieren.
12:27Ja.
12:27Weil der nicht da reinpasst, oder?
12:28Ja, genau.
12:33Also würde ich das jetzt meinem elfjährigen Ich erzählen, dass ich einen Styleway zu Hause stehen habe,
12:36dann würde er umkippen.
12:41Oh mein Gott.
12:42Okay.
12:43Dieses Stück wird eigentlich von zehn Personen gespielt, aber mein Ego sagt mir, ich krieg's alleine hin.
12:47Es handelt sich um eine der vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi, und zwar den Sommer.
12:57So.
13:17Bitte spielen Sie da.
13:38Heute kommt meine Schwester das allererste Mal nach Berlin. Die liebe Anastasia, ich freu mich da sehr drauf.
13:47Ja, ich hab Anastasia immer ab und zu mal gesehen eben jetzt durch die viele Zeit, die ich vor allem
13:52so viel zu tun hatte.
13:53Und das ist natürlich dann auch was ganz komisches, weil wir sind eigentlich so eng gewesen, unsere gesamte Kindheit lang.
13:58Und eben bis ich halt hier nach Berlin gezogen bin, haben wir jeden Tag miteinander verbracht.
14:02Und wir sind auch, also wir sagen immer, wir sind eigentlich Zwillinge gefühlt, weil wir denken gleich.
14:07Und das war dann ganz komisch, dann plötzlich ohne meine Schwester überall zu sein.
14:11Oder auch ohne die Eltern natürlich, aber eine Schwester, das ist nochmal was, ja weiß ich nicht.
14:15Ich glaub Geschwister, die sind so Lebensbegleiter im Endeffekt.
14:17Die Eltern bringen dich ins Leben so rein und begleiten dich am Anfang, aber die Schwester, die bleibt halt eigentlich
14:22für den, oder die sollte für den Rest deines Lebens da bleiben.
14:25Und das alles nur in Berlin, in unserer Geburtsstadt, wirklich in Trauben.
14:30Also ich vermiss die schon ganz doll.
14:32Ja.
14:32Oh ne, ich vergess die ganz doll.
14:34Äh, ja.
14:54Du siehst jetzt mein Auto gleich.
14:56Welcome to paradise.
14:59Hier so, dann gibst du mir die Schlüssel, okay?
15:01Ja.
15:01Ha!
15:02Oh!
15:03Es hält so krass.
15:05Hier der, unsere Zukunft.
15:08Berlin, Berlin.
15:09Berlin, Berlin.
15:10Okay, weil du jetzt dieses coole Studio hast, will ich dich nochmal zurück in die schöne alte Kindheit versetzen.
15:16Ich hab was von zu Hause mitgebracht, damit du mich niemals vergisst, deine süße kleine Schwester.
15:21Ich würd dich doch niemals vergessen.
15:23Ich weiß.
15:23Egal, ob ich jetzt in Berlin wohne oder wo auch immer.
15:25Okay, was hast du mitgenommen?
15:27Ich hab ein paar Festplatten mitgenommen, weil einfach so richtig schöne Erinnerungen von uns drauf sind.
15:31Oh nein.
15:31Komm, press dich auf das Möbelstück.
15:34Cool.
15:35Weil irgendwie, das passt so jetzt.
15:37So ein neuer Lebensabschnitt und irgendwie nochmal so vor Augen hast.
15:41So weit habe ich es schon im Leben geschafft und einfach diesen Erfolg nochmal so anderswürdigst.
15:46So.
15:47Ja, ich fang jetzt schon an zu rollen.
15:48Das zeig ich dir die Fotos.
15:49Okay, gucken wir mal.
15:50Okay, komm, guck.
15:51Okay.
15:52Oh mein Gott.
15:53Das zeigt mir beide, wie wir uns mögen.
15:57Das hat mich Mama wahrscheinlich gezwungen, die zu umarmen.
16:03Oh mein Gott.
16:04Oh mein Gott.
16:05Oh mein Gott.
16:14Oh mein Gott.
16:15Da bin ich noch in Berlin.
16:16Ich schreie.
16:17Oh mein Gott.
16:17Wie alt war ich denn?
16:18Da war ich zwei.
16:19Du warst doch richtig steinig.
16:20Das war auch ganz schlimm.
16:21Einmal habe ich eine Insta-Story gepostet vom Babyfoto von mir.
16:23Da hat mir einer geschrieben, du hast einen besseren Stylers heute.
16:25Wirklich?
16:26Also krass.
16:27Das ist so crazy.
16:28Aber wieso sehe ich genauso gleich aus?
16:29Ja.
16:30Ich sah so mit 16 genauso.
16:32Die haben meinen Kopf genommen, einfach auf den Babykörper gesetzt.
16:34Kopf retuschiert.
16:35Das sieht total komisch aus.
16:36Sieht so aus, wie ein 16-Jähriger in einem Babybett sitzt.
16:42Ich habe mir als Kind immer gewünscht, dass ich solche Eltern hätte, die klassische Musik verstehen.
16:46Und ich weiß noch, meine Mutter saß auch noch mal im Klavierunterricht oder mein Papa.
16:50Notizen gemacht.
16:51Und dann weiß ich noch ganz genau, nach der Zeit sind immer so eingeschlafen, weil die haben nichts verstanden.
16:54Diese anderthalb Stunden lang tausend.
16:56Und dann, ja, hier musst du ein bisschen mehr grün spielen.
16:58Und hier musst du die violette Farbe spüren und so.
17:01Und die schreiben sich so, violett, grün, kein Plan, Junge, was die labert.
17:04Die haben eine riesige Rolle gespielt und vor allem alles dafür gegeben, dafür, wie wenig sie eigentlich davon verstanden haben,
17:10von dem, was ich mache.
17:11Ich bin sehr, sehr glücklich, genau so, wie es gekommen ist und genau was für Eltern und was für eine
17:15Familie ich habe.
17:28Dann kam die Goldene Henne und da saß ich im Shuttle, voller Aufregung, dann vom roten Teppich und habe mich
17:34gefragt, okay, würde mich da jetzt irgendjemand überhaupt erkennen?
17:37Wieso gehe ich jetzt auf den roten Teppich? Muss ich mich da jetzt wirklich fotografieren lassen? Das ist echt nicht
17:41so mein Ding.
17:44Oh ne, Leute, ist das schlimm. Ist das unangenehm. So, sehr gut. Super. Wo muss ich hin?
17:53Top, danke euch. Top, ja. Ja, super.
17:59Hi.
18:01Hi.
18:02Gerne.
18:07Also, wir gehen halt nur durch den Kopf. Hinter mir waren gerade schöne Berger, vor mir, weiß ich auch, irgend
18:12so ein A-Probi.
18:13Und ich dachte nur so, also, da würde mich irgendjemand gönnen.
18:17Da musst du ja auch ganz selbstbewusst sein, wenn du auf diesem Teppich stehst, weil du kannst ja nicht einfach
18:20so stehen wie so ein Schluck Wasser,
18:22und du denkst, okay, ja, okay, jetzt gehe ich weiter, sondern, ach, man muss irgendwie so selbstverliebt aussehen.
18:26Sorry, ich kann das gar nicht. Ich finde das ein bisschen eklig, aber das ging im Endeffekt.
18:42Das ist eigentlich meine größte Fernsehshow bis jetzt. So eine riesige. Ich bin total gespannt.
18:52Heute spiele ich ja The Winner Takes It All von ABBA. Das ist der Lieblingssong von mir und meiner Mom
18:56von ABBA.
18:56Deswegen, den kenne ich lange. Ich freue mich immer noch extrem, das zu spielen.
19:02Herzlich willkommen. Na, komm mal.
19:04Na, wie ist's denn?
19:22Ja, meine Damen und Herren, dieser Mann ist ein Phänomen. Wir freuen uns sehr, dass er heute bei uns ist,
19:30der Shootingstar Louis Philipson.
19:34Applaus
19:49Applaus
20:11Vielen herzlichen Dank, Louis Philipson.
20:15So, fein.
20:16Ich habe gar nichts mitbekommen. Ich habe es so gespielt, das wäre so eine Millisekunde.
20:19Es ging aber auch so schnell verbunden.
20:21Ja, es ging ganz sicher.
20:24Voll viele. Ich habe auch schon, ich sehe gerade, es geht so die Followerzahlen so 100, 200, 300 mehr, wenn
20:29man so mehr scrollt. Voll cool. Einfach nur krass.
20:35Ähm, da schreibt jemand was zu den Konzerten noch zur Story. Wow, habt ihr das eben im TV gehört, das
20:39war wunderschön, vielen Dank, danke dafür.
20:43Hey Louis, Gratulation, du hast deinen Auftritt so wundervoll gemeistert heute bei der Goldenen Hänge. Einfach bezaubernd, du bist mein
20:48großes Idol. Ist das süß.
20:49Mann, wir haben die Melle.
20:51Du bist jetzt hier Platz 7, Klasse.
20:53Platz 7, cool.
20:54Mit Maui und, Achtung, Exposition 24. Cool.
20:58Also, die werden beide noch hochgehen, ne?
20:59Ja, cool.
21:00Das ist ja jetzt mal ein paar Minuten her. Ist schon sehr gut.
21:03Wie krass, wie schnell das vor allem geht. Ich glaube, ich habe mich jetzt in diesem halben Jahr so viel
21:07entwickelt, also ich würde sagen zehnmal so viel entwickelt oder gefühlt zwanzigmal so viel wie ich in den zweieinhalb Jahren
21:13davor, als ich noch ein Teenager war.
21:14Ich bin eigentlich unglaublich happy, dass es jetzt mit dem Album so toll läuft und ja, jetzt, I guess, weiter.
21:22Und ich dachte, das so, das so würde es bleiben, das wäre erst mal das Highlight des Jahres. Und dann
21:28kam eigentlich alles Mögliche.
21:30Ich habe zwei Opus-Klassik-Opera-Klassik gewonnen, also praktisch die größte Auszeichnung, die wir Deutschland haben für klassische Musik.
21:37Das für mein erstes Album gleich. Und ich glaube, das gab es davor nicht mal.
21:45Ich weiß ja noch, letztes Jahr, da war ich ja beim Opus-Nummer nur als Zuschauer und dann wurde ich
21:50in die zweite Reihe gesetzt und mich schon völlig ausgeflippt, als sich Lang Langs Mama direkt vor mich gesetzt hat.
21:54Und dieses Jahr hat dann Lang Lang mir auf der Bühne zugeguckt.
21:57Der saß in der ersten Reihe und das war ein Hammer-Erlebnis.
22:08Wir fahren jetzt nach Düsseldorf und ja, da freue ich mich sehr drauf.
22:12Da ist heute Abend Auftakt für meine zweite Tour in diesem Jahr. Das ist echt irre, denn ich habe eine
22:19zweite Platte aufgenommen und habe jetzt eine zweite Tour.
22:23Ich habe, seitdem ich acht war, eigentlich fast die ganze Woche in Düsseldorf verbracht mit Lernen, mit Abhängen, mit Freunden,
22:30mit den Studienkollegen da und deswegen bedeutet es mir ganz besonders viel, das in der Tonhalle zu machen, weil die
22:36ausgerechnet zwei Blöcke neben meiner Hochschule ist.
22:38Also da bin ich fast täglich eigentlich dran vorbeigelaufen. Ja, ehrlich gesagt konnte ich es mir vorstellen, dort zu spielen.
22:43Das war ein Wunsch und ein Traum.
22:45Ich dachte, das kommt ein bisschen später, so wie es typisch ist halt. So eine große Halle ist ja für
22:49die klassische Musik eigentlich mit das Maximum oder mit die größte Halle, die man bei uns spielen kann.
22:53Und das dachte ich, das kommt so auf jeden Fall ein paar Jahre später.
22:58Ich musste gerade noch die ganzen Texte für die Bühne schreiben, weil die habe ich noch nicht geschrieben gehabt. Deswegen,
23:05das habe ich jetzt ganz spontan gemacht.
23:35Ja, wir haben uns so einen kleinen Prank für euch überlegt, am Anfang einfach reinzukommen und zu tun, als wäre
23:42es ein ganz typisches, klassisches Konzert. Das ist es nicht. Es wird anders.
23:46Genau, ich sehe es schon, ihr dürft auch filmen, keine Sorge. Ich habe das Verbot aufgelöst für die Zeit und
23:51ich würde mich freuen, wenn ihr euch dann markiert.
24:15Und das ist ein Stück, das kennen vielleicht einige von euch von mir bereits, weil das mein absolutes Lieblingsstück ist.
24:22Das ist nämlich eins, das ich auf TikTok gefunden habe. Es heißt Beethoven-Virus und das ist eine Version der
24:27Partitek-Sonate von Beethoven.
24:30Aber der dritte Satz, der wird so ummodelliert, anscheinend von einer KI, dass er unspielbar sein sollte.
25:03Musik
25:07Ja, das ist auch das Coolste. Egal ob durch Social Media oder jetzt vor allem auch durch die Live-Konzerte,
25:12bekomme ich immer mehr mit, dass Leute sich motiviert fühlen, vor allem mit dem Klavierspielen anzufangen, aber auch mit anderen
25:17Instrumenten oder mit dem Singen.
25:19Oder auch, ich habe schon einige, die haben gesagt, ja, wegen dir bin ich jetzt motiviert in der Schule irgendwie,
25:23weil ich sehe, dass du motiviert oder diszipliniert beim Klavierspielen bist.
25:26Und das begeistert mich einfach extrem. Und dass das, was ich mache, halt auch einfach einen Effekt hat aufs echte
25:32Leben.
25:35So, ich hoffe, das geht. Dankeschön fürs Kommen. Schönen Abend euch noch. Und macht unbedingt weiter.
25:44Warte, mach beide, weil die haben ja beide heute gespielt.
25:48Wunderschöne Musik. Ich habe gemeint beim Konetro. Elisabeth ist toll.
25:52Oh, Dankeschön.
25:53Das ist die Professorin, die mich damals entdeckt hat, als ich acht war.
25:57Klar, damit hat alles angefallen.
25:59Dankeschön.
26:00Dankeschön.
26:10Ja, heute kriege ich den Ruhrpreis, den Ehrenpreis unserer Stadt praktisch verliehen für meine Kunst.
26:16Ja.
26:18Jetzt sind halt Mama und Papa da.
26:19Okay.
26:20Anna ist da.
26:20Ja.
26:21Und irgendwie, das ist so, hier in der Heimat, das ist, ah, weiß ich nichts, das ist plötzlich, das ist
26:26so ein Herzenswohnung, den ich aber schon so lange hatte.
26:28Und das ist was ganz Besonderes, deswegen, ja, das ist auf jeden Fall mit mein Highlight dieses Jahr, wenn ich
26:33sogar, also emotional gesehen, das Größte.
26:49Dein Motto, lieber Luis, lautet Klassik für alle.
26:53Und dieses Motto ist keine Marketingidee, es ist deine Leidenschaft.
26:57Du bist nicht nur ein Talent dieser Stadt, sondern mein Bruder, der zeigt, was Offenheit, Kreativität und Zugang für alle
27:03bedeuten können.
27:05Aber natürlich ist ein Leben in der Öffentlichkeit nicht leicht.
27:08Als Influencer, als junger Künstler, als jemand, der zwischen Social Media und Konzertbüden und noch Studium pendelt, dieser Druck ist
27:17real.
27:19Noch dazu schaffst du es immer für deine Familie da zu sein und die kleinen Momente zu genießen und auch
27:24immer ein offenes Ohr für deine kleine Schwester zu haben.
27:34Deine Arbeit ist nicht nur Selbstinszenierung, sondern Teil deiner Leidenschaft, Musik zu verbinden, Menschen zu erreichen und Generationen zusammenzuführen.
27:44Lieber Luis, als deine Schwester möchte ich dir vom Herzen gratulieren.
27:47Ich bin stolz auf dich, nicht nur wegen deiner Erfolge, sondern auch, weil du diese Gabe mit Herz, Humor und
27:53Verantwortung nutzt.
28:07Ich mache das jetzt seit Ewigkeiten, seitdem ich ein kleines Kind bin.
28:10Das heißt, ich habe mich ja eigentlich theoretisch gesehen, ohne es erwarten zu können, aber mein ganzes Leben darauf vorbereitet.
28:15Das heißt, ich bin froh, dass es passiert und ich bin unglaublich dankbar dafür.
28:19Das heißt, es ist einfach meine Passion, Musik mitzuteilen und das habe ich jetzt vor allem in diesem Jahr einfach
28:24total für mich auch nochmal herausgefunden und bestätigt.
28:27Deswegen träume ich davon, klassische Musik überall dort hinzubringen, wo sie noch nie waren.
28:38Und der große Traum, den ich gerne verraten kann, ist es, mal klassische Musik im Olympiastadion zu spielen.
28:45Ja, das wäre für mich der Dream Country.
28:53Er ist wirklich so groß, wie ich dachte.
29:02Alles Gute, Walter.
29:03Danke, ich glaube, schönen Abend.
29:19Schönen Abend und viel Spaß.
29:21Tschüss.
29:22Süß.
Comments