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00:05Now, Johanna, come, stay clean, write a story, write a story, take your heart in both hands and run as
00:15fast as you can.
00:17There are certain forces that you have never known before.
00:21I actually thought about quite a lot about it.
00:24I thought about it.
00:28It was really like a film with many pictures from me.
00:33It was just crazy.
00:35I was so excited.
00:37Johanna Recktenwald took her first place!
00:42Wahnsinn!
00:44Weltmeisterin Johanna Recktenwald.
00:47I just don't see those friendly faces.
00:53The native land is where I am, say.
00:58It's where the northern lights, they guide me home.
01:11I'm Johanna Recktenwald.
01:13I'm 24 years old.
01:14I'm from Marping, from Saarland.
01:16I live in Freiburg, where I am Stützpunkt Paraski Nordisch.
01:23Paralympic Biathlon and Skilanglauf.
01:40Hello!
01:42I have a Zappen-Stäbchen-Dystrophie.
01:44That's a Netzhauterkrankung.
01:46And I see now about 2%.
01:50And I see all of them so,
01:53so,
01:53so,
01:54so,
01:56so,
01:56so,
01:56so,
01:56so,
01:56so,
01:56I would like to have a Milch-Glas with me.
02:01So,
02:01so,
02:01so,
02:04so,
02:06so,
02:07so,
02:08so,
02:09so,
02:10so,
02:11so,
02:12that's the Emily Weiss,
02:13my guide.
02:15And we are since 2025 a team.
02:18And we are a team.
02:19And we are a team.
02:19And we bring always a great time together in training and in the camp.
02:27We often respond synchron.
02:3430 seconds.
02:35We can go forward.
02:36And we are a team.
02:37I think that Johanna has made me very well with what she needs.
02:42And what she needs.
02:433,
02:442,
02:451,
02:45links.
02:47Links.
02:47And she told me,
02:49okay,
02:51the rules need to be.
02:52And then I tried to set it up.
02:54So,
02:54right.
02:55Right.
02:56I think that over the time and the routine I learned Johanna better.
03:02And I knew in which situations or also in which environments she needs more security and
03:07more information.
03:09I can also read her body language.
03:12So,
03:12we can be heroes.
03:18Forever and ever.
03:25So,
03:26wir haben jetzt unseren Heimweltcup hier am Notschrei.
03:28Unsere Heimstrecke,
03:29wo wir täglich trainieren.
03:31Und ich sehe das jetzt auch so ein bisschen als Generalprobe für die Paralympics.
03:34Also, es sind jetzt schon viele Fans, Zuschauer da an der Strecke ein bisschen aufgeregt.
03:43Es ist jetzt schon so ein bisschen, okay, wo stehen wir, wie bestreiten wir auch Wettkämpfe dann,
03:49wenn eben auch viel Trubel drum herum ist.
03:52Einladend ist anders.
03:54Kräftig.
03:55Kalt war's.
03:56Minus-Temperaturen plus viel Wind, viel Schnee.
04:00Eine echte Aufgabe für Johanna Reckenwald und vorneweg Begleitläuferin Emily Weiss.
04:04Über die 12,5 Kilometer zum Auftakt der Einzelwettbewerb.
04:09Reckenwald, Weltmeisterin in dieser Disziplin, kommt mit zwei Fehlern am Schießstand durch.
04:14Im Ziel ein guter dritter Rang.
04:17Beste Deutsche.
04:18Es war ein gutes Rennen.
04:20Es ist natürlich dann auch nicht mal ein perfektes Rennen gewesen.
04:23Da waren wir schon beide auch sehr nervös.
04:25Weil es war halt so das erste Rennen, dann Heimweltcup, Notschrei.
04:29Die ganze Familie ist da.
04:34Komm!
04:35Komm!
04:38Komm!
04:43Komm!
04:45Ah!
04:45Also wir sind jetzt hier.
04:46Emily, komm!
04:47Truppe, acht bis zehn Leute.
04:49Aus Marpingen sogar eine Exweiler.
04:52Kommt auf mit!
04:54Also Patentante, Tante, Schwiegermutter ins B, Schwiegervater ins B.
05:01Gotti!
05:02Gotti!
05:07Ich höre schon ganz gut raus, wer an welcher Stelle der Strecke steht.
05:11Also tatsächlich glaube ich mehr als Emily.
05:14Ich hab dann immer zu Emily, ah ja da stand der und da stand der.
05:16Also ich krieg das dann schon mit.
05:21Sie war von klein auf ganz extrem selbstständig in allem, was sie angegangen hat und was sie getan hat.
05:33Ja gut, man ist auch selbstständig erzogen, muss man halt auch sagen.
05:38Nicht so dieses Betüdeln.
05:42Ja, ich denke das bringt auch viel, dass er so geworden ist, wie sie ist.
05:47I never will forget those nights.
05:50I wonder if it was a dream.
05:52Dass sie nicht so gut gesehen hat, hat man schon an manchen Sachen erkannt.
05:57Da ich selbst Brillenträgerin war, bin ich auch mit ihr schon mit anderthalb zum Augenarzt.
06:04Aber die konnte nie was feststellen und dann war es glaube ich, wie sie eingeschult worden ist.
06:11Die Ärztin, wo ich im Kindergarten war, hat gesagt, da stimmt was nicht.
06:15In der ersten Klasse hieß es, ich soll so eher vorne sitzen und habe das erste Mal meine Brille bekommen.
06:23Aber zum einen hatte ich meine Brille irgendwie nie getragen, weil es mir nichts gebracht hat.
06:28Und das fand immer schon jeder ganz komisch so.
06:30Und es hieß immer ja, Johanna, zieh mal deine Brille an.
06:32Und dann sind wir halt immer weitergegangen, bis wir es rausgefunden haben.
06:38Als wir dann in Hamburg waren bei der Prof. Dr. Käßmann, die es dann diagnostiziert hat.
06:44Und dann sind so rückblickend einige Sachen einem bewusst geworden.
06:53Johanna hat ja schon immer viel Sport gemacht.
06:57Und bei Handball war dann irgendwann der Punkt gekommen, die war gut, anfänglich.
07:02Und irgendwann hat die den Ball nicht mehr gefangen.
07:04Und ich so, boah, was ist denn jetzt? Die fängt den Ball nicht mehr.
07:08Und wenn man das dann rückblickend vor Augen geführt hat, ah, jetzt weiß man, woran hat es gelegen.
07:15Von dem?
07:17Ja, das sind halt so länge.
07:20Die sind zehn Zentimeter lang.
07:22Ja.
07:22Könnte ja auch zwei, drei schmale.
07:24Zwei schmale.
07:25Weil sie es immer verbergen wollte, hat sie sich ja ganz viel angeeignet, um es zu verbergen.
07:33Und Techniken entwickelten, im Leben klar zu kommen mit der Behinderung oder der Beeinträchtigung.
07:38Wir waren auch zwischendurch mal in Marburg auf der Blindenschule.
07:43Um sie dann dort besser fördern zu können, kam ein ganz klares Nein, mache ich nicht.
07:52Sie war bis dato die erste Schülerin mit C-Beeinrichtigung, die auf einer Regelschule ein Abitur machen wollte.
08:00Sie wollte Abi machen und hat das durchgezogen.
08:07Ich wurde da betreut von einer Lehrerin von der Louis-Preis-Schule, also das ist die Blindenschule im Saarland.
08:13So eben Integrationslehrerin war das damals, die mich so ein bisschen dann in der Schule betreut hat
08:20und auch so ein bisschen als Hilfestellung für die Lehrkräfte da war.
08:23Die wusste, dass ich mit meinen Eltern auch immer schon im Skiurlaub war und seit ich klein bin schon Wintersport
08:28gemacht habe.
08:29Und die hat mir dann erzählt, dass es jetzt eine Ski-Langlauf-AG an der Schule gibt, also an der
08:35Blindenschule,
08:36und suchen da aber noch Leute für ihr Team, ob ich da nicht Lust drauf hätte.
08:47Und ich glaube tatsächlich, das Erste, was ich noch dachte, ist so, das Langlauf nicht voll anstrengend.
08:53Fängt dran, was die Gabi gesagt hat. Ja.
08:57Alter, was die Gabi gesagt hat. Fisse draufstellen. Und mit dem Schwung nach vorne.
09:03Du Ende abstürzt zu mir auf Scheiße.
09:07Aber ich war auch immer schon ein sehr offener Mensch und neugierig und wollte schon auch irgendwie immer so bei
09:14allem alles mal ausprobieren und dabei sein.
09:18In der AG war dann auch Peter.
09:23Als ich Johanna zum ersten Mal kennengelernt habe, war ich überrascht, wie schnell sie einen Parcours memoriert und den dann
09:30ganz sicher abläuft.
09:34Hi. Hi.
09:36Schön, dich mal wieder zu sehen.
09:37Schön, dich mal wieder zu sehen.
09:37Schön, dich mal wieder zu sehen.
09:38Schön, dich mal wieder zu sehen.
09:39Schön, dich mal wieder zu sehen.
09:40Schön, dich mal wieder zu sehen.
09:45Als ich dann Ute gefragt habe, kannst du mir mal die Nummer von Peter geben, hätte ich das nicht gemacht,
09:52dann wäre ich jetzt nicht Fahrradworderin des Jahres.
09:55Also da hat es halt echt angefangen.
09:57Ich weiß noch, als ich das erste Mal hier war und da habe ich schon sehr viele Runden hier gedreht.
10:07Tja, das war der Anfang.
10:1115 Jahre ist sie jung.
10:14Johanna Reckenwald.
10:15Seit einem Jahr steht sie erst auf Langlaufski.
10:17Seit Sommer ist sie Biathletin.
10:19Die Trainingsrunde in Lebach kennt sie, kann sie bei Tageslicht daher alleine fahren.
10:25Ansonsten, und gerade im Wettkampf fährt aber einer vor.
10:29Diesmal Trainer Peter Steffes.
10:31Anstieg, Führarm, links.
10:36War ein bisschen schneller.
10:39Schneller.
10:41Links, Kurve voraus, noch zehn.
10:45Fünf, zu jetzt, links, links und raus.
10:49Ja, da haben wir angefangen zu laufen.
10:51Johanna war in den ersten Monaten der Lage, 500 Meter am Stück zu laufen.
10:55Dann mussten sie stehen bleiben.
10:58Da hatten wir diesen Feldweg, der hoch Richtung Tola geht.
11:02Da hatten wir Markierungen gemacht.
11:03Und sie hat sich dort 100 Meterweise nach vorne und irgendwann waren es drei Kilometer am Stück.
11:07Und im gleichen Jahr ist sie dann auch noch zehn Kilometer gelaufen.
11:11Und dann habe ich gedacht, oh Mann, die ist ja ehrgeizig.
11:15Unglaublich.
11:15Und sie hat ein Ziel gehabt.
11:17Und das ist etwas, was ich im Nachhinein sagen muss.
11:21Wenn Johanna sich vorgenommen hat, etwas zu erreichen, dann macht sie es.
11:25Soweit das Laufen, jetzt das Schießen.
11:28Akustisch funktioniert es.
11:33Umso näher man ins Ziel kommt, umso höher wird der Ton.
11:36Und wenn man im Ziel ist, dann ist der Ton ganz hoch.
11:38Und dann weiß man, man ist im Ziel und dann drückt man ab.
11:41Und dann?
11:43Dann macht es Dödödödöd und dann hat man getroffen oder es macht Dödöd und dann hat man nicht getroffen.
11:48Wirst du eher Dödödöd oder eher Dödöd häufiger?
11:52Dödödöd lieber.
11:55Da kann ich mich sehr gut erinnern.
11:57Die Sehbehinderten schießen ja mit diesen Akustik-Lasern.
12:00Und ich bin eben als Biathlon-Trainer gewohnt zu sagen, dein Schussbild ist verlagert nach rechts oben oder nach links
12:09tief.
12:09Und habe ihr dann natürlich auch immer erklärt, ja, du liegst leicht rechts oder du liegst recht tief.
12:14Und Johanna hatte auch gar nicht darauf reagiert.
12:17Und dann kam sie nachher mal zu mir, hat mich so in der Jacke gezogen und hat gesagt,
12:21das ist ja schön, wenn du mir diese Hinweise gibst.
12:24Aber ich kann damit ja nichts anfangen, weil ich sehe es ja nicht.
12:27Das war, dachte ich, oh Mann, wie kannst du so eine dämliche Anweisung geben?
12:42Jeder denkt, wir haben es schwer, ist das alles so beschwerlich?
12:45Die sehen nichts, denen fehlt sehr viel Lebensfreude.
12:48Und ich habe gedacht, Mann, Mann, wenn jeder, der es sehen kann, so zufrieden wäre und so glücklich auch leben
12:56könnte.
12:56Und das hat mich nachhaltig beeindruckt.
13:03Ich habe auch von Peter da echt eine gute Grundausbildung zum Schießen bekommen.
13:08Und irgendwann war das dann halt immer mehr so, ja, Lehrgänge, Nationalmannschaft.
13:13Und dann durfte ich ja auch schon 2019 mit zur ersten WM.
13:20Für die 17-jährige Saarländerin Johanna Rechtenwald geht es bei ihrer ersten WM-Teilnahme
13:25gemeinsam mit Simon Schmidt um Bronze.
13:27Klar war sie aufgeregt, hat kurzfristig erfahren, dass sie hier starten darf.
13:30Ralf Rombach, der Bundestrainer, wollte ihr aber die Chance geben, für die Zukunft weiter Erfahrungen zu sammeln.
13:36Und auch wenn sie noch viel lernen, viel trainieren muss, null Fehler im ersten und im zweiten, machen Hoffnung.
13:44Das Finale, Showdown, Crunch-Typen, links, außen, Johanna Rechtenwald, bislang noch ohne Fehler.
13:51Wieder null, das ist Bronze für die junge Saarländerin.
13:56Ich kann es doch gar nicht so fassen.
13:58Ich bin voll froh, dass fehlerfreies Schießen, das hat es auch heute wirklich ausgemacht.
14:03Und dass es geklappt hat, bin ich wirklich happy.
14:06Die erste Medaille bei der ersten WM.
14:09Da gibt es auch mal den symbolischen und einmaligen Kniefall vom Bundestrainer.
14:16Also die Johanna, die ist ja kein Kind des Schnees, muss man so sagen.
14:22Die ist ja relativ spät zu uns gekommen.
14:25Der Peter hat sie damals entdeckt und dann auch gefördert und dann irgendwann zu uns zum Stützpunkt auch weitergekommen.
14:33Die Grundlagen des Skilanglaufens waren jetzt wie ja nicht mit der Muttermilch gegeben, sondern wir mussten das erarbeiten.
14:40Schon in einem Alter, wo vielleicht so motorische Dinge auch nicht mehr so ohne weiteres zu erlernen sind.
14:45Daher haben wir dann verstärkt mit ihr auf dem Band die Technik erarbeitet.
15:12Dann war schon die Entscheidung auch klar.
15:15Oder ich glaube spätestens auch nach der WM da 2019, wo ich gesagt habe, okay, nach meinem Abi gehe ich
15:21dann nach Freiburg.
15:27Der hatte wirklich eine Reise hinter sich und am Anfang die Belastungsverträglichkeit aus allen Richtungen, die Kritikfähigkeit.
15:34Also wenn man dann miteinander arbeitet und auch mal auf den Tisch haut, da musste man sehr, sehr vorsichtig sein.
15:44Sie ist gleich mal sehr an der Defensive oder hat dann auch die Chance genutzt und versucht, die Schuld irgendwo
15:52anders zu finden und weniger an sich zu arbeiten,
15:56sondern an ihrem Umfeld mehr zu arbeiten. Das hat sich schon gewandelt.
16:00Also mittlerweile kann man sehr, sehr gut mit der Johanna arbeiten.
16:07Wie fühlt sich das an, die Gewöhnung am Band?
16:11Ja, eigentlich ganz okay.
16:14Dann würde ich sagen, probieren wir das Ganze mal ohne Stange.
16:19Ich halte dich fest.
16:20Ohne Stöcke?
16:20Ja, lass dich zurück.
16:25Ist jetzt aber fies hier.
16:27Ja.
16:29Sei ich so oder wirklich?
16:32Ne, mach ruhig bitte Hand auf dem Rücken.
16:34Genau.
16:36Genau.
16:44Man kann halt auf dem Laufrand eine gewisse Geschwindigkeit erreichen, die man sich vielleicht draußen nicht so traut, im ersten
16:52Moment auch zu laufen.
16:53Und mir macht das tatsächlich auch Spaß.
17:08Ja, das ist Florian Baumann, mein Freund und Guide auch bei uns im Team, aber nicht mein Guide.
17:17Ja, wenn man es genauer nehmen will, eigentlich mein Konkurrent.
17:35Ich glaube, es ist schon ganz gut so, dass wir dieses Sportliche und Private einfach trennen, weil man verbringt halt
17:42schon mit seinem Guide schon so, so viel Zeit zusammen.
17:45Und ich glaube, wenn man dann noch einfach das restliche Leben auch noch zusammen teilt, ist es gut, dass da
17:53jeder so ein bisschen seinen eigenen Weg geht.
17:56Glückwunsch!
18:00Glückwunsch!
18:00Was habt ihr gemacht?
18:02Nein.
18:02Stark.
18:03Stark.
18:04Was hast du geschossen?
18:05Null.
18:06Jawoll.
18:07Man muss es ja auch positiv sehen.
18:08Die Chance, ich sag mal, dass unser Haushalt erfolgreich ist, die ist natürlich 50 Prozent höher.
18:14Weil einfach zwei auf unterschiedlichem Weg oder in unterschiedlichen Teams erfolgreich sein können, ja.
18:31Die größte Stärke ist eigentlich ein bisschen witzig, weil es ist auch so ein bisschen die größte Macke.
18:39Also gerade die Zielstrebigkeit, die ist bei ihr sehr stark ausgeprägt.
18:43Also wenn sie sich was in den Kopf setzt, will sie das unbedingt machen.
18:47Und vor allem, das ist auch noch ziemlich schnell. Am besten direkt.
18:51Hier gerade in meinem Umfeld, in der Trainingsgruppe, waren halt viele dann sehr erfolgreich, gerade Peking und so.
18:59Und bei mir war die Zeit da einfach noch nicht so da.
19:03Und das musste ich glaube ich vor allem lernen, dass ich da einfach noch die Jahre brauche.
19:09Ja, also der Punkt war dann wirklich jetzt, das war ja.
19:17Sie wusste, dass das kommt.
19:20Gute Bedingungen im Biathlon-Zentrum von Changsha-Ku, 180 Kilometer von Peking entfernt.
19:26Ein nahezu idealer Tag, um Premiere bei den Paralympics zu feiern für Johanna Rechtenwald.
19:32Die 20-jährige Mapingerin hatte in den vergangenen Trainingstagen doch einige Anpassungsschwierigkeiten.
19:37Ich glaube, die härteste Zeit war tatsächlich halt so die Zeit von Peking.
19:44Johanna Rechtenwald kämpft, gibt alles. Doch so recht schnell vorwärts kommt sie nicht.
19:52Irgendwie war das dann so, da waren halt alle so extrem erfolgreich und ich war halt da immer nur die
20:02vierte.
20:03Da hatte ich ja noch viel dran zu knabbern und das hat mir auch irgendwann nicht mehr so Spaß gemacht.
20:08Silber für die erst 15-jährige Lynn Katzmeier und ihren Guide Florian Baumann nach einem bravourösen Wettkampf.
20:16Es war schon auch die Phase, wo ich sagen muss, dass Flo mich da schon auch echt am meisten unterstützt
20:22hat.
20:22Und man da einfach über vieles reden konnte.
20:39Wir haben da auch immer wieder drüber geredet.
20:42Also klar, was kann man vielleicht selber schaffen?
20:48Man spricht über die Dinge, die kommen, in dem Fall die Rennen.
20:52Und ja, da war mir schon immer klar, so grundsätzlich vom Potenzial ist das drin.
20:58Man muss dann oft halt auch an sich glauben.
21:05Ich habe mir auch die Frage gestellt, schaffe ich das überhaupt irgendwann mal ganz oben auf dem Podium zu stehen?
21:24Ich hatte ja in der Vergangenheit viele Begleitläufer wechselt und ich würde es schon jetzt nochmal als so in Glücksgriff
21:31beschreiben, dass Emily und ich dann so den Weg zusammen gefunden haben.
21:35So als Mädelsteam, das ist doch nochmal was sehr Besonderes und fühlen uns ja beide sehr wohl zusammen.
21:43Hopp, hopp, hopp, hopp.
21:45Also ich war selbst als Schielangläuferin aktiv.
21:492021 habe ich dann nochmal ein Jahr versucht, da in die Kader zu kommen.
21:54Aber es war dann einfach irgendwann schwierig und der Anschluss nicht mehr ganz da.
21:58Und dann gab es irgendwie auch so ein bisschen die Möglichkeit dann beim Parasport.
22:02Die Begleitläuferposition ist so ein bisschen das, dass ich diese Wettkämpfe trotzdem weiter bestreiten kann.
22:09Aber irgendwie ich nicht im Hauptfokus stehe.
22:12Das ist so ein bisschen das, was mir jetzt besonders viel Spaß macht, dass ich das einfach mit Johanna zusammen
22:16machen kann.
22:17Also die Emily, die hat einen großen Anteil an der Entwicklung von Johanna.
22:21Seit sie dabei ist, ist Johanna noch eine Spur gelöster.
22:25Als hätte ich Schnee in der Bindung.
22:31Es ist auch nicht so leicht, immer jemanden zu finden, der bereit ist, diesen Schritt zu gehen.
22:35Sich sozusagen in den Dienst der Athletin oder des Athleten zu stellen.
22:40Da muss schon viel zusammenkommen und die Menschen findet man nicht gerade an jeder Hausecke.
22:52Ich bin da schon wieder so hingegangen mit so negativen Gedanken.
22:58So, ich hoffe, dass ich überhaupt wieder eine Bronzemedaille gewinne und so.
23:02Ich hatte so wenig Selbstvertrauen.
23:05Und dann beginnt die WM einfach mit Silber.
23:07Und dann nochmal.
23:09Yes, you're doing well. Johanna Richtenwald, only one target.
23:15And yes, that's zero for Johanna Richtenwald.
23:20Ja, dann kam halt noch der Einzel.
23:22Und ich meine, Biathlon Einzel war immer schon so ein bisschen mein Rennen, wo ich am besten war.
23:29Ich habe jetzt im Nachhinein von vielen gehört, dass sie da so ein Gefühl hatten, das könnte mein Tag werden.
23:34Als sie letztes Jahr in Bokeljuka Weltmeisterin wurde, habe ich ja schon am Tag vorher ihr geschrieben, Johanna, du bist
23:41jetzt läuferisch so nah dran wie noch nie.
23:44Morgen viermal die Null und dann reicht's.
23:47It's okay, but someday I'm gonna be with you.
23:51Ja, dann gehe ich halt auf die Schlussrunde und ich wusste erst noch gar nicht, was haben die anderen geschossen,
23:56wie sind die Rückstände.
23:57Und dann kam ich halt zur ersten Zwischenzeit, da stand Ralf und der sagt mir dann, es geht halt um
24:03Gold, also du kannst heute gewinnen.
24:05Das war sicher ein Schlüsselmoment, auf jeden Fall. Ich glaube, da hat sie gemerkt, dass es doch mehr geht noch,
24:11als sie denkt.
24:12Da wusste ich genau, jetzt kann Johanna auch mal über 100 Prozent gehen, weil sie jetzt hat sie den WM
24:18-Titel so nah vor der Nase, sie gibt ihr nicht mehr her.
24:31Und dann sind wir ins Ziel und ja, es war einfach Wahnsinn. Also ich habe mich so gefreut.
24:38Und das sind natürlich Dinge, dann sitzt man zu Hause und dann macht's, boah!
24:50Die WM war schon ein riesen Befreiungsschlag.
24:56Und seitdem hat sich auch ein Sprung getan in ihrer ganzen Herangehensweise.
25:02Sie ist jetzt mutiger und offensiver, als sie das zuvor war.
25:09Johanna macht nicht nur den Sport perfekt, sondern ich glaube, dass sie auch im Marketing nicht schlecht ist.
25:16Sie hat auch schon Sponsorenverträge für das Nationalteam deutlich akquiriert, weil sie einfach ein Auftreten hat, medial, mit dem man
25:27tatsächlich Werbeeffekte erreichen kann.
25:30Und so hat sich Johanna sportlich leise in die Weltspitzen reingeschlichen und etabliert.
25:38Aber das Gesicht des Parabiatels ist sie schon seit ein paar Jahren.
25:49Ich freue mich natürlich schon, dass ich da so ein bisschen den Sport einfach nach außen hin vertreten darf.
25:56Und das eben auch einfach für den Parasport extrem wichtig ist, dass dann mal über die Grenzen der Paralympics-Fans
26:05vielleicht dann auch mal mehr Menschen da wirklich Berührungspunkte zu bekommen und dann denken,
26:10okay, das schaue ich mir mal an.
26:11Und das ist einfach wichtig, dass man viel Social Media und Medienarbeit betreibt.
26:16Und das lief jetzt dieses Jahr ganz gut und das freut mich einfach.
26:20Das freut mich einfach für den ganzen Parasport.
26:41Bei unserem Warmmachprogramm kann ich auch immer so ein bisschen herausfinden, okay, wie ist Johanna heute auch läuferisch oder was
26:49geht da vorwärts oder auch nicht.
26:51Und da habe ich schon festgestellt, das wird heute schnell.
27:01Ich habe irgendwie gemerkt, okay, bei Emily wird es heute ein bisschen enger.
27:05Und ich fand das gerade so cool heute, weil das war dann so eine richtige Teamleistung.
27:10Also ich habe gemerkt, okay, ich fordere sie jetzt doch ganz schön.
27:13Und das macht ja auch immer Spaß.
27:16Ja, ich merke, da geht bei Johanna dann noch mehr, weil sie weiß, jetzt kann sie.
27:20Ich habe jetzt auch mit dem Sprint-Weltcup-Sieg einfach auch nochmal gezeigt, dass...
27:20Ach, ich bin jetzt hier klar.
27:39Ich habe jetzt auch mit dem Sprint-Weltcup-Sieg einfach auch nochmal gezeigt, dass...
27:50And that it is also possible in sprinting and not only in a single one.
27:54I think that it is just the trust that you want to take out here.
27:58And that you can be very proud.
28:19And now something here to win, so close to the Paralympics,
28:24it gives a lot of trust.
28:27And yes, I hope that this is not the peak of the winter,
28:30but that we can take the form with it,
28:34maybe a bit more specific to it.
28:37And then we can, I think,
28:39with a lot of pride and pride in the Paralympics.
28:43Johanna, it's a little crazy.
28:47I've always said that it's going forward,
28:49but now it's just right forward.
28:56My disease, it's all about everything.
29:00And I see it as nothing negative.
29:03Or as a sudden, as a shock,
29:04as it's often titled.
29:06It's just like it belongs to me.
29:08That's what I am, that's what I am.
29:10And without everything,
29:13I wouldn't be the person I am today.
29:14And I wouldn't be the person I am today.
29:17And I wouldn't be the person I am today.
29:17I wouldn't be the person I am today.
29:18Because I am now really happy with the person I am today.
29:24The native land is where I am.
29:28It's where the northern lights, they guide me home.
29:34I'm here.
29:43I am now really happy with the man.
29:45People are not my queues to come and live in.
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