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00:01This is a muzzle!
00:05What a miracle!
00:09Der rettet den deutschen Erfolg!
00:16They are the most hopeful dancer in German football.
00:20Yeah!
00:26They are amazing!
00:28Reynas Uschins.
00:30Marco Grigic.
00:33David Speth.
00:36I think it's just the age, because we have quite a parallel career.
00:42We are all still young.
00:44Three different characters.
00:47There's no one in the same way.
00:50We are not only young and wild,
00:52but we want a important role in the team.
00:55And that's what we'll show.
01:10Treffpunkt Nationalmannschaft.
01:11A new meeting with Freude and friends.
01:15I'm in all of a sudden proud.
01:16I'm happy to have a voice for Deutschland every time.
01:20It's a word.
01:22Just a word.
01:24Allgemein is the youngest ever in the field.
01:28But this is a team that can be 10 years long in this form.
01:36They are just beginning 20 and have priceless faces in the German team.
01:46Okay, okay.
01:49And also in the team building, mutig, abenteuer-lustig.
01:55Wir schauen nicht zurück. Wir sind Piraten, Nase im Wind.
01:59Gut gelaunt, weil wir Gewinner sind.
02:03Olympia. Ein Erlebnis, was auch diese drei für immer eint.
02:07Der emotionale Weg zur überraschenden Silbermedaille.
02:11Marco Gribic für sein erster Tor bei Olympia.
02:1420 Jahre jung, Rotspech wie er da abzieht.
02:17Vor zwei Jahren noch bei der Haki-San-Louis in der dritten Liga.
02:21Und spielt wieder, spielt.
02:23Er rettet den deutschen Erfolg.
02:27Was Serhion heute rausgeholt hat. Unfassbar.
02:29Unvergessen, das historische Viertelfinale gegen Frankreich mit einem Helden.
02:34Sieben Sekunden. Und wer macht es? Natürlich!
02:38Renners Uschink!
02:41Man kann gar nicht so viele Hüte ziehen vor ihm, wie man sie ziehen müsste.
02:46Plötzlich bist du der Hoffnungsträger der ganzen Nation.
02:49Das ist eine ganz andere Rolle, die Renners auf einmal einnehmen musste.
02:52Extrem viel Druck oder Erwartungen von überall, weil die Leute sagen, na wer so in Olympia spielen kann, muss das
03:01halt immer machen.
03:03Die tiefe Enttäuschung nach dem WM aus 2025 im Viertelfinale. Ausdruck vom großen Erwartungsdruck.
03:12Diese Generation will Gold, muss aber auch lernen, mit Rückschlägen umzugehen.
03:20Dann reißt einem jemand so den Boden unter den Füßen weg und dann ist man im harten Dasein so in
03:26der Realität mit den Sachen, die man sich eigentlich nie befasst hat.
03:28Verletzungen, wie komme ich zurück? Und damit wird man dann konfrontiert und das ist schon sehr hart in so einem
03:33jungen Alter.
03:34Es war natürlich schwierig. Also man hat jeden Tag aufs Neue gehofft, dass irgendwas Gutes kommt oder irgendeine Neuigkeit, weil
03:41man da ja auch mehrere Monate drauf gewartet hat.
03:43Man wusste von Tag zu Tag nicht genau, wie es weitergeht.
03:46In der heutigen Zeit von Instagram und TikTok und dem ganzen, ich sag mal Mist, denken Leute, dass die was
03:53Besseres sind, weil sie vielleicht mehr Klicks haben, mehr Tore werfen.
03:57Und das kotzt mich schon extrem an.
04:04Wenn Renas Ustschins Ruhe und Erholung braucht, dann reist er gerne in seine Heimat nach Lettland.
04:12Genauer nach Sissis, rund 100 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Riga. Hier ist er aufgewachsen.
04:21Ich habe hier bis zum Alter von drei Jahren gewohnt, bis wir dann mit der Familie nach Deutschland gezogen sind
04:27und ja, dass man sich zum Beispiel mit seinen drei Geschwistern ein Zimmer gesicht geteilt hat.
04:32Ich glaube, auf ungefähr 55 Quadratmetern dann zu sechs gewohnt hat.
04:37Hier raus in den Fenstern war unser Zimmer, unser Kinderzimmer, daneben das Zimmer von unseren Eltern und vorne raus war
04:44dann Wohnzimmer und Küche.
04:45Aber ich glaube, hier haben uns jetzt in der Freizeit weniger aufgehalten.
04:49Da waren wir dann bei Oma drüben, die von hier dann so zehn, 15 Minuten entfernt ist.
05:04Da ist das Haus von meiner Oma, daneben auch eine Scheune. Und dann gehen wir sie mal begrüßen.
05:11Aber sie hat bisher noch nie eine Kamera gesehen oder stand noch nie vor einer Kamera. Sie ist auch sehr
05:17scheu, aber wir schauen mal, wie die Reaktion sein wird.
05:24Der Enkel ist willkommen. Die Kamera ungewohnt. Es gibt viel zu besprechen. Kindheitserinnerungen.
05:34Ja, ist ein bisschen sauer, wie man es halt kennt, aber natürlicher geht es nicht und das ist natürlich sehr
05:40lecker trotzdem.
05:41Und hier hatten wir ja auch früher eine Kuh von Nachbarn. Da haben wir die müde, die den Quark sauresah
05:46nachher bekommen.
05:47Und ja, wäre ich vielleicht noch ein paar Jahre länger in Lettland geblieben, wäre ich jetzt wie der lettische Kollege
05:52deines Christophans, so groß, 2,15 Meter und 2 Meter breit.
05:55Aber ich muss halt mit meinen 1,90 Regeln.
05:59Für Renas Oma ist ihr Enkel trotzdem der Größte. Spätestens seitdem sie zum ersten Mal das Video von seinem ruhmreichen
06:07Viertelfinale gegen Frankreich gesehen hat.
06:12Super, super.
06:16Vom ländlichen Lettland nach Dessau. Schon früh bestimmt der Handball den Weg der Ustschins.
06:22Mein Papa, ich glaube 2,5, ist ja das erste Jahr alleine nach Deutschland gekommen, in Dessau in der zweiten
06:27Liga gespielt.
06:28Und wir sind ein Jahr später hinterhergezogen. Und entsprechend gab es auch nichts anderes außer sonntags die Handballhalle.
06:37Sieht eigentlich alles genauso aus, die Tore. Bestimmt klingen die auch gleich, wenn man den Ball gegen Pfosten wirft.
06:45Die ersten Handballversuche bei der SG Kühnau. Mal Torwart, mal Feldspieler. Aber immer zusätzliche Trainingseinheiten.
06:54Er hat schon bei E-Jugend zu Hause, er hat sein eigenes Zimmer gehabt. Er hat geklebt auf dem Wand
06:59ein Tor.
07:00Und er hat jedes Abend da gespielt gegen Wand. Und sich alleine. Er kam in einer halben Stunde vom Zimmer
07:06raus. Er war komplett nass.
07:09Renas Trainer in der Landesauswahl. Sein Vater.
07:13Mein Papa, egal ob wir gewonnen haben oder verloren haben, ob ich gut gespielt habe oder nicht gut gespielt habe,
07:18ich habe immer einen um die Ohren bekommen, wenn ich keine Schlagwürfe gebracht habe als Rückraumspieler.
07:23Ich denke, jeder Spieler braucht auch ein bisschen hartes Wort und braucht auch ein bisschen das Lob.
07:30Man muss ein bisschen von der Situation gucken, auch bei den jungen Spielern. Der braucht auch Lob ohne Ende.
07:36Aber genau so auch im richtigen Moment auch ein hartes Wort.
07:40Der große SC Magdeburg entdeckt früh sein Talent. Keine einfache Entscheidung für die Familie.
07:50Für mich war es sehr schwierig. Er heißt auch jetzt noch. Er war dann weg und ich hatte kein Kind
07:58mehr zu Hause.
08:02Mit gerade mal 13 weg von zu Hause. Ins 100 Kilometer entfernte Sportinternat nach Magdeburg.
08:09Zunächst läuft es besser als erwartet.
08:13Ich war so Juhu-Party dann mit den Jungs im Sportinternat. Das war ziemlich cool, wie Ferienlager.
08:20Was, glaube ich, uns einfach gemacht hat, war, dass wir 6, 7 Jungs gleichzeitig neu waren und uns gegenseitig den
08:26Einstieg dann in dem Jahr einfach gemacht haben.
08:29Und deswegen war tatsächlich wenig mit Heimweh, sondern eher richtig viel Spaß an der ganzen Sache.
08:36In der Jugend ist Renas der herausragende Spieler beim SC Magdeburg, gewinnt Titel, spielt Jugendnationalmannschaft, trainiert bei der ersten Mannschaft
08:45des SCM und hofft auf mehr.
08:48Klar, der Traum war immer da zu spielen, natürlich. Aber die Realität und die Hoffnung war entsprechend nicht da, einfach,
08:58weil man das gut einschätzen konnte, dass da einfach kein Platz ist.
09:03Vom Sportinternat zur Getec Arena ist es nicht weit. Doch für den jungen Renas ist die erste Mannschaft unerreichbar.
09:10Statt Bundesliga spielt er beim SCM nur dritte Liga, zweite Mannschaft.
09:16Mir war wichtig, dass er auch glücklich ist für die Sache, was er macht. Und wenn er sagt, nee, stopp,
09:24mein Kopf ist voll, ich komme nicht klar, auf welche Sache, wie immer, kann es nicht mehr zurückzukommen und suchen
09:32Neues.
09:47Einen völlig anderen Weg wählt Marco Grigic. Er wächst in Saarlouis auf und bleibt dort bis zur A-Jugend. Sein
09:58Aufstieg zum A-Nationalspieler ist ein besonderer.
10:02Bei mir war es ja so, nicht so wie viele andere, die durch Leistungszentren durchgelaufen sind.
10:07Und ich habe nicht an DHB oder an den Handballverband Saar oder so gedacht. Ich war immer der Heimat treu,
10:14meinen Freunden, meiner Familie.
10:15Das war mir aber wichtig, dass ich mich wohlfühle. Und ja, deswegen habe ich einen etwas unorthodoxen Weg gewählt.
10:23Schön, euch wieder zu sehen.
10:24Bruder Tom und Vater Daniel. Zwei, die ihn als Trainer begleitet haben.
10:31Haben wir jetzt echt am höchsten Punkt hier getroffen, ne?
10:34Also ich denke, das ist ein großes Vorteil für ihn gewesen, auch weil er nie unter Druck gesetzt wurde.
10:40Er musste nicht durch diese Sichtungen durchkommen, sondern hat einfach wie Freigeist sich entwickelt, so würde ich mal sagen.
10:47Und es ist einfach ein Vorteil, es ist einfach ein Wunsch von ihm auch gewesen.
10:54Das heißt, er ist nicht mit, was möglich war, mit 13, 14 im Internat zu gehen, sondern er wollte immer
11:00hierbleiben.
11:01Die HG Saarlouis.
11:04Wow!
11:06Genau das richtige Umfeld, um ganz ohne Druck, ganz groß zu werden.
11:12Hinter der weißen Wand habe ich mir zwei Bierkästen immer hingestellt oder auf der anderen Seite, je nachdem wo Platz
11:17war.
11:17Zwei Bierkästen nebeneinander, kleines Tor und dann immer gegen die Wand geschmissen.
11:21Aber es ist schon schön hier.
11:23Vier Jahre lang ist Bruder Tom sein Trainer.
11:26In der A-Jugend-Vater Daniel.
11:29Früher selbst Handball-Profi, kroatischer Nationalspieler.
11:34Was er für mich hat, ist diese 50 Prozent Blut, glaube ich.
11:38Dieser Balkan-Style, diese freche, coole, trotzige manchmal.
11:45Vielleicht ein bisschen Spielwitz und ein bisschen Leichtfertigkeit und vielleicht ein guter Sprungwurf.
11:53Die Familie als Vorbild. Und Marco schaut sich ganz viel ab. Die Würfe, die Mentalität. Selbstbewusst, das ist er schon
12:04mit 15.
12:04Es gibt so einen Sprichwort, Qualität setzt sich irgendwann durch.
12:09Mit 18 geht es erstmals weg aus dem beschaulichen Saloui ins 400 Kilometer entfernte Eisenach.
12:17Zweite Liga, doch nicht lange. Dank Marco Grigic gelingt der Aufstieg in die Bundesliga.
12:24Dort wird auf Anhieb Torschützenkönig, bekommt viele lukrative Angebote.
12:30Der Wechsel aus Eisenach wird zur Geduldsprobe. Er hat noch Vertrag, will aber weg.
12:36Doch der Verein will ihn zunächst nicht ziehen lassen.
12:41Man wusste von Tag zu Tag nicht genau, wie es weitergeht.
12:45Natürlich habe ich für mich persönlich beschlossen, dass ich den Wechsel unbedingt haben möchte.
12:50Man hat jeden Tag aufs Neue gehofft, dass irgendwas Gutes kommt oder irgendeine Neuigkeit,
12:55weil man da ja auch mehrere Monate drauf gewartet hat.
13:06Und wo haben wir gewohnt jetzt?
13:08Links, auf der linken Seite.
13:10Ganz links.
13:10Guck mal, siehst du den Zaun?
13:12Für David Späth ist die Karriere eigentlich vorbestimmt, aber nicht als Handballer.
13:17Die Familie wohnt in Sichtweite vom Betzenberg.
13:21Wenn du überlegst, wie krass die den Ball von diesem Trainingsplatz runtergezimmert haben,
13:25dann haben wir direkt eingebüchst und nach Hause genommen.
13:31Kaiserslautern assoziiert man immer mit Fußball und wir wurden überall damit konfrontiert,
13:35ob das jetzt die Schule war, ob es auf dem Spielplatz war.
13:38Mein Bruder und ich haben einen Verein gesucht, wo wir was unternehmen konnten, damit wir nicht nur zu Hause rumsitzen.
13:44Und da haben wir gesagt, wir machen alles außer Fußball.
13:46Und da hat sich halt Halbbar angeboten, weil sie die Leute gesucht haben.
13:50Erst in Rammstein, dann in Dansenberg spielen die Brüder zusammen im Feld.
13:55Servus, alles gut?
13:56Wie geht's?
13:57Bis Davids Jugendtrainer ihm die alles entscheidende Chance gibt.
14:01Da kommen direkt die Gefühle wieder hoch von früher.
14:04Und ihm damit ein Stück weit auch entgegenkommt.
14:08Wir hatten eine neue Mannschaft, neu formierte Mannschaft und wir hatten eigentlich noch keine festen Torhüter.
14:13Dann bin ich halt hin als die Jüngste, da habe ich gesagt, darf ich auch mal.
14:16Ja, und dann ist mir aufgefallen, ey, das macht mir Spaß, ich muss nicht so viel laufen.
14:20Da habe ich gesagt, überragend. Dann habe ich gesagt, komm, das nehme ich.
14:24Mit der Torwartentscheidung setzt er sich auch vom älteren, zunächst sportlich besseren Bruder ab.
14:32Mike war immer der, der freiwillig viel trainiert hat. Und David hat nur das Nötigste gemacht.
14:38David hat immer Abkürzungen genommen. Also anstatt zwei Kilometer hat er eineinhalb.
14:46Zwischen den Pfosten gibt es für ihn kein Entkommen mehr.
14:50Da muss er sich den Würfen aus wenigen Metern mit über 100 Stundenkilometern stellen.
14:55Natürlich sagt man verrückt im Tor, weil man sich da abwerfen lässt.
14:59Aber da, klar, man darf halt keine Angst vorm Ball haben, das ist ja logisch.
15:02Man gewöhnt sich nach einer Weile dran.
15:04Ich glaube, wir können Spiele in eine und in die andere Richtung entscheiden.
15:07Und das ist das, was mich sehr reizt, weil man der X-Faktor sein kann.
15:10Mit 16 wechselt David ins Nachwuchsleistungszentrum der Rhein-Neckar-Löwen.
15:18Herbergsvater Rolf Bechtold, schon damals sein Begleiter.
15:23Das glaube ich nicht, das glaube ich nicht.
15:25Gut, Mann, da bist du auch noch verewigt im Bild.
15:27Oh ja, stimmt. Unser Mannschaftsbild.
15:30Schön.
15:31Die Jungs haben mich gut aufgenommen.
15:32Wir waren hier wie wirklich eine große Familie.
15:3412, 13 Jungs auf einem Haufen.
15:36Dann die Waltraut, die Herbergsmutter früher.
15:38Das hat einfach ein gutes Gefühl gegeben, auch wenn man sich mal einsam gefühlt hat.
15:42Und das war einfach die Klassenfahrt, vier Jahre lang.
15:44Die Löcher sind noch von dir.
15:45Die wollte ich gerade sagen, ein paar.
15:47Ich will es jetzt zugeben, aber...
15:48Das war immer dein Frosch.
15:49Nein, nein, nein, nein.
15:50Wenn die Kugel nicht richtig getroffen hat.
15:52Wenn Rolf weg ist, sage ich vielleicht was anderes, aber ich war es nicht.
15:55Er hat ein paar Kilo mehr gehabt für sein Alter, aber er hat schon dort überzeugt mit seiner Reaktionsschnelligkeit.
16:03Unheimlich ehrgeizig.
16:06Wenn ich meinen Traum erfüllen möchte mit dem Handballprofi, dann weiß ich, ich muss da mehr investieren.
16:11Und als klar war, dass ich hier zu den Löwen komme, wusste ich, ich muss ein anderes Mindset nehmen.
16:16Im Bundesliga-Team der Löwen ist David zunächst nur die Nummer drei.
16:21Er versucht, sich über die zweite Mannschaft zu empfehlen.
16:24Er fährt dort aber einen herben Rückschlag.
16:28Der Gegner hat einen Heber gemacht.
16:31Und David, sein Ehrgeiz ist natürlich im Rückwärtssprint, wollte den Heber übers Tor.
16:37Es hat auch geklappt, aber dann ist er volle Kante mit seinem IG den Torposten gerannt.
16:43Beim MRT hat sich herausgestellt, Kreuzbandriss, ganz schlimm für den Sportler.
16:48Tränen sind auch geflossen.
16:50Und dann ist auch nach der OP diese Thrombose aufgetaucht.
16:55Vor allem war es gerade zur Zeit Corona.
16:58Das heißt, es waren auch noch Kontakteinschränkungen mehr oder weniger.
17:02Es ist schon sehr nahe gegangen.
17:03Man hat sich ständig die Gedanken gemacht, wie geht es ihm, was macht er, wie geht er generell mit diesem
17:08mentalen Druck jetzt um.
17:10Man hört immer so Sachen, okay, ein Jugendtalent scheitert an einer Verletzung oder sonst was.
17:14Also es geht alles durch einen Kopf, weil man war auf dem Weg und hatte einfach Angst und wusste nicht,
17:19wie es jetzt weitergeht.
17:20Ja, und dann reißt einem jemand so den Boden unter den Füßen weg.
17:35Hannover, der Maschsee.
17:39Nach dem Weggang aus Magdeburg, wo sie ihm den Sprung in die erste Mannschaft nicht zugetraut haben, bekommt Renas Uschchins
17:46hier endlich das erhoffte Vertrauen.
17:49Ja, ich glaube, du brauchst natürlich immer, wenn du einen neuen, großen Schritt machst, jemanden, der dich vielleicht an die
17:55Hand nimmt.
17:57Und genau da war Christian bereit, den Weg zu gehen mit mir.
18:00Da bin ich auch froh, dass das so gekommen ist.
18:02Und das hat er auch eingehalten, was er versprochen hat, dass wir da viel zusammenarbeiten, ein Video gucken und schauen,
18:08wo wir Dinge verbessern können.
18:10Stark entschieden, weil eigentlich ist es so, als wenn er kommt und Steini wäre frei, aber dann noch das Ding
18:17so zu machen, optimal.
18:18Und auf der anderen Seite schaut er natürlich auch, dass dir als Mensch gut geht.
18:22Achtet darauf, ob er dir da auch helfen kann, dass man vielleicht eine schlechte Phase hinterfragt, der nicht nur handballerisch,
18:28was ich so von anderen Trainern nicht kenne.
18:32Christian Prokop macht Renas Uschins besser.
18:37Straft diejenigen Lügen, die ihm den Sprung in die Bundesliga wegen seiner fehlenden Größe nicht zugetraut haben.
18:46Renas ist jemand, der viel von seiner Athletik leben muss, weil er nicht der Größte ist und das Spiel so
18:52schnell geworden ist.
18:53Und ist er nochmal den Tick explosiver und schneller als der Gegner, das geht nur mit harter Arbeit, dann wird
18:58er seine Spielintelligenz hervorragend einsetzen können.
19:02Renas ist ein sehr reflektierter Mensch, der sich Kritik sehr zu Herzen nimmt, Kopfspieler.
19:08Und da sollte man auch guter Ratgeber sein.
19:13Hannover, ein Glücksfall für ihn.
19:15Hier feiert er auch die ersten großen Erfolge mit der Nationalmannschaft.
19:20In der Swiss Life Hall beginnt sein Weg zum U21-Weltmeister.
19:25Als Kapitän.
19:29Unvergessen auch sein Länderspiel-Highlight in der benachbarten ZAG-Arena.
19:34Es war schon beeindruckend zu sehen, wie man zusammen mit dem Team und auch selber gewachsen ist.
19:40Vor heimischer Kulisse spielt er mit der A-Nationalmannschaft groß auf, ist bei der Olympia-Qualifikation dreimal bester Spieler, sichert
19:51Deutschland das Ticket für Paris.
19:54Er folgt natürlich von Olympia, also das große Turnier, wo jeder hinschaut.
20:01Und natürlich mit dem wahnsinnigen Viertelfinalspiel, diesem Comeback, das glaube viele so noch nicht erlebt haben.
20:07Zu spielen, noch sechs Sekunden.
20:11Jetzt Ball bis sechs, die Chance, jawoll!
20:15Der Ausgleich Renas Uschins, das ist ja einer Wahnsinn!
20:2034, 34, jetzt muss es schnell gehen.
20:23Mit Tempo, mit Risiko, den Abschluss suchen.
20:27Sieben Sekunden, und wer macht es?
20:30Natürlich Renas Uschins!
20:32Letzte Chance, Dane Dentschmäh!
20:36Sie haben, Sie haben, Sie haben, Sie deutschen Handballer stehen im Halbfinale. Unfassbar!
20:42Ich glaube, mit der ganzen Dramatik war das schon das größte Spiel in meiner Karriere.
20:47Das war alles wirklich Schlag auf Schlag, Highlights ohne Ende.
20:51Was natürlich auch, egal ob es positiv oder negativ ist, extrem viel Kraft geraubt hat.
21:00Die Aufmerksamkeit um seine Person steigt sprunghaft.
21:03Für den jungen, eher introvertierten Renas aus dem ruhigen Lettland zu schnell, zu viel.
21:10Anfangs war es natürlich schon cool, dass man klar so eine Bilderbuchgeschichte schreiben konnte, das ist keine Frage.
21:19Die Aufmerksamkeit war ja dann einfach was Neues, die man bekommen hat, auch was Spannendes einfach.
21:25Aber je öfter man das erzählt hat, umso müder wurde man davon einfach.
21:29Da ist das Coole einfach ganz schnell vorbeigegangen, weil das gibt mir nix tatsächlich, das gibt mir gar nix.
21:42In der heutigen Zeit von Instagram und TikTok und dem ganzen, ich sag mal Mist, denken Leute, dass sie was
21:49Besseres sind, weil sie vielleicht mehr Klicks haben, mehr Tore werfen.
21:53Und das kotzt mich schon extrem an, wenn ich so Leute sehe.
21:58Und weil ich vielleicht selber den Weg gegangen bin, dass ich sage, ich muss mir Dinge extrem erarbeiten.
22:02Ich möchte auf dem Boden bleiben, ich möchte zeigen, dass ich mehr kann als Handball spielen.
22:09Plötzlich bist du der Hoffnungsträger der ganzen Nation.
22:12Das ist eine ganz andere Rolle, die Renas auf einmal einnehmen musste.
22:15Dass das körperlich eben Tribut kostet, weil es eben auch mental so zehrend ist.
22:19Vor allem, der hatte keine Zeit, Abschluss zu halten, deswegen haben wir uns schon sehr viele Sorgen gemacht.
22:25Und irgendwann war der so leer, fand ich, dass er, der hat um einige Tage frei gebeten.
22:33Dann habe ich auch Sorgen gemacht, dass das für ihn zu viel vielleicht wird.
22:38Und auch physisch und psychisch und alles.
22:45Renas ist angeschlagen, verletzt, braucht eine Auszeit, flieht nach Lettland zu seiner Oma.
22:53Wenn wir hier sind, dann will ich den Rasen, wenn er dann im Sommer ein bisschen gewachsen ist, dass es
22:58auch gut aussieht wieder.
23:00Und dann helfen wir mit dem Holz, das aus der Scheune ins Haus zu bringen, damit sie dann an kalten
23:05Tagen auch das Haus erwärmen kann.
23:16Das ist auch wichtig, gerade auch mittlerweile in unserer Gesellschaft, wo alles so schnelllebig ist und wo Druck ohne Ende
23:23ist.
23:24Und wo der Mensch nicht so viel eine Rolle spielt, sondern die Leistung, die er bringt, ist es schön, dann
23:30hier zurückzukommen.
23:31Hier geht es dann wirklich um Mensch sein.
23:35Man will funktionieren, man muss funktionieren.
23:38Der Kopf im Profisport, das macht mehr als 80 Prozent gefühlt unserer Leistung aus.
23:43Und wenn der nicht funktioniert, dann wird man auch die Leistung nicht bringen.
23:47Und hier ist wirklich super, auch beispielhaft ein sehr schöner Ort, um Kopf und Körper mal zur Ruhe zu bringen.
24:06David Spieth ist nach seinem Kreuzbandriss froh, überhaupt wieder spielen zu können.
24:11Bei den Rhein-Neckar-Löwen muss er sich für jede Einsatzminute extrem strecken.
24:17Das war eine sehr, sehr schwierige Situation für mich. Ich komme aus der Verletzung zurück.
24:21Eigentlich gut, aber da musst du dich erst mal beweisen.
24:24Und ich weiß, noch vor dem Pokal habe ich wirklich vier, fünf Spiele keine Minute gespielt.
24:29War natürlich sehr frustriert, weil, wie gesagt, ich bin sehr ehrgeizig.
24:34Aber ja, bin eigentlich mit gar keiner Erwartung zum DHB-Pokalfinale gefahren.
24:40Spieth ist unglaublich. Dieser Junge ist unfassbar. David Spieth. Spieth, Spieth, Spieth.
24:49Es ist Wahnsinn. Es ist unglaublich, was dieser junge Mann hier und heute hält.
24:55Hochachtung vor der Leistung. Und er ist einer der Held.
24:59Ich glaube, das war der Startschuss vielleicht für alles, was jetzt danach kam.
25:04Und das ist mein Traum. Und jetzt lebe ich diesen Traum. Es ist alles so gekommen, wie ich es mir
25:09schon wirklich immer erhofft und erträumt habe.
25:11Und das ist für mich ein Riesenprivileg. Ich bin wirklich jeden Tag dankbar dafür.
25:17Seine Emotionen lebt er intensiv aus.
25:20Nicht nur beim Jubel nach dem Gewinn der U21-Weltmeisterschaft, auch während der Spiele.
25:26Da wird er zum Vulkan, zündet nach seinen Paraden die ganze Halle an.
25:32Ich glaube, das kam halt einfach in der Jugend, weil der Leistungsdruck natürlich relativ schnell kam.
25:38Und ich so einen Weg für mich gefunden habe, mit den Emotionen klar zu kommen.
25:42Ich weiß, manche mögen es nicht, manche finden es aufgesetzt. Aber so bin ich. Ich spiele nichts.
25:48Und damit spielt er so gut, dass ihn sogar Deutschlands erfahrene Nummer 1 adelt.
25:54Also ich möchte keinen Druck auf ihn machen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass David irgendwann der beste Torte
25:58der Welt sein wird zu einem Zeitpunkt.
26:00Da gehe ich fest davon aus, weil er, man muss sich das vor Augen führen, immer noch unfassbar jung ist.
26:06Und unfassbar ehrgeizig. Späts Nachbereitung geht bis tief in die Nacht.
26:13Wenn man innerlich reingucken könnte, zerfrisst es mich schon sehr. Also das wird schon lange andauern. Heute Nacht wird noch
26:19ein bisschen geguckt.
26:21Wovon ihn auch seine Freundin Katja, selbst Handballerin, nicht abhalten kann.
26:28Gestern war es dann leider schon so gegen vier. Daran muss ich auch noch arbeiten, dass ich da schneller zur
26:34Ruhe komme.
26:37Wenn ich selbst nicht vor Ort sein kann, verfolge ich natürlich den Live-Ticker.
26:40Dann sehe ich schon immer, in welche Richtung das Spiel gelaufen ist, wie David, mit welcher Stimmung er vielleicht auch
26:44nach Hause kommt.
26:45Und dann probiere ich aber schon teilweise ein Stück Druck von ihm wegzunehmen.
26:48Also wir unterhalten uns immer lang. Ich meine, mit dem Hund gehen wir auch immer mal spazieren.
26:52Das heißt, es ist auch ein super Ausgleich für uns beide, da einfach den Kopf freizukriegen.
26:58Auf andere Gedanken kommen, mental gesund bleiben.
27:02Auch Rinas Ustschins hat seinen Weg gefunden.
27:07Man beschäftigt sich ja eigentlich jeden Tag mit Sport, weil es ja sein Beruf und wenn man halt ein schlechtes
27:12Spiel gemacht hat, dann hat man auch schlechtere Nächte.
27:14Das ist ja klar. Da muss man in der Schnelllebigkeit des Sports natürlich immer wissen, wie kommt man für sich
27:20selber da raus, damit man, wenn das nächste Spiel in drei Tagen ansteht, damit man an das Letzte nicht mehr
27:24denkt.
27:24Er studiert BWL, versucht dabei, Theorie und Praxis zu verbinden.
27:30Finde ich ganz cool, wenn man sich auch mit anderen Dingen beschäftigt, was dann vielleicht auch im wahren Leben dann
27:35später auf einen zukommt.
27:37Nicht nur im Sportleben, was dann eigentlich eine Blase für sich selber ist.
27:42In Dessau hat Rinas ein Café eröffnet.
27:47Das 1023, seine Rückennummern in Hannover und der Nationalmannschaft.
27:52Den Rücken freihalten soll ihm seine Mutter.
27:55Sie erfüllt sich mit dem Café einen Lebenstraum.
27:58Und er verbindet Geschäft mit Genuss.
28:02Ja, dann bin ich irgendwann nach Dessau gekommen, hab meine Eltern eine Woche besucht.
28:06Und dann hab ich gemerkt, naja, hier gibt's ja irgendwie nicht so richtig guten Kaffee, den ich trinken kann.
28:10Und dann hat er mir gefehlt.
28:12Und meine Mama hatte immer die Vision, mal so was Selbstständiges zu machen.
28:15Und dann haben wir gesagt, na gut, dann packen wir mal alle an hier, bringen was zum Laufen.
28:20Genau, den Kuchen gibt's mit.
28:24Ja, 1023, das sind dann die Glückszahlen von Rinas.
28:28Und wir hoffen auch, das hilft uns auch dann hier.
28:33Das Café, für Rinas eine positive Ablenkung vom Sport und eine echte Herzensangelegenheit.
28:4010.
28:45Geduld haben, das zahlt sich für Marco Grigic bei seinem Wechsel nach Flensburg aus.
28:51Einen Teil der Ablösesumme an Eisenach zahlt er sogar selbst.
28:55Der Klub gibt mir Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln.
28:58Wir haben hier viele Weltstars, viele Spieler, die schon alles gewonnen haben oder alles gesehen haben.
29:02Und es ist normal, dass man erstmal nicht der Go-To-Guy ist oder der, um den das Spiel abgeschnitten
29:08ist.
29:09Vater Daniel kann sich als Co-Trainer des TVB Stuttgart gleich in Markus' Erstem Heimspiel von seiner neuen Rolle in
29:17Flensburg überzeugen.
29:19Na, Kleiner.
29:22Groß werden im Storensemble an der Förde.
29:26Auch mal den Platz auf der Bank akzeptieren, um dann zu zeigen, was er drauf hat.
29:3311 Tore gegen das Team des Vaters.
29:36Aber in den letzten Sekunden das entscheidende Stürmerfoul zum Punktverlust.
29:42Direkt nach Abpfiff geht er am Vater einfach vorbei.
29:46Und mit sich selbst hart ins Gericht.
29:50Es tut Hammer weh.
29:51Wenn man auf internationalem Niveau spielen möchte oder eine gewisse Rolle im Welthandball spielen möchte,
29:57dann darf einem solche Fehler nicht passieren.
29:59Er ist Gewinner-Typ. Er möchte gewinnen.
30:01Er möchte gewinnen gegen Mama, Papa, Bruder, keine Ahnung, gegen jeden.
30:05Und natürlich ist er sauer.
30:08Glückwunsch!
30:08Ich liebe ihn auch immer noch so wie vorher.
30:1120 Minuten später unterhält man sich wieder noch ein.
30:17Gedanklich umschalten.
30:18Das fällt ihm trotzdem deutlich leichter als anderen.
30:22Auch dank Freundin Bia.
30:25Also ich bin eigentlich immer der, der gerne sofort nach Hause fährt.
30:28Sobald man die Haustür geschlossen hat, ist es eigentlich abgehakt.
30:31Tatsächlich haben wir da selten irgendwie Abende, wo wir noch viel diskutieren oder drüber reden.
30:37Ist auch nicht der Typ für Sport machen sehr viel, Tennis spielen, Minigolf.
30:43Kannst ja mal sagen, wer gestern gewonnen hat.
30:50Ich bin Sieger der Herzen geworden.
30:52Das bist du sowieso.
30:56Mia hat selbst in der Handball-Bundesliga gespielt, weiß in welcher Welt sich Marco bewegt,
31:02auf welch ehrgeizigen Typen sie auch bei den privaten Sportduellen trifft.
31:07Okay, Schnee-Klack-Schnuck, wer zuerst?
31:11Okay.
31:12Ja, Herausforderung.
31:14Herausforderung angenommen.
31:18Das ist nicht dein Erster.
31:20Oh, oh, oh.
31:22Oh, das war ja nichts, ne?
31:25Ja, langsam rantasten, nennt sich das.
31:28Ja, die war besser, ne?
31:30Ja, ja.
31:31Und jetzt reicht die erste Kugel.
31:37Die war ja noch schlechter.
31:37Es fängt so wieder an, euch auszulachen.
31:39Ja, ja, ja.
31:40Gar nicht.
31:43Also mein Dritter ist besser als deine ersten beiden.
31:48Just saying.
31:49Die wird's jetzt.
31:52Oh Gott.
31:53Ich glaube, also, wie du weißt.
31:55Ich kann nicht gegen dich verlieren.
31:57Also, er kann auf jeden Fall schlechter verlieren, ganz klar.
32:00Ich verliere schon ungerne, muss ich sagen.
32:02Also, natürlich gewinne man am liebsten, aber wenn ich verliere, dann darf ich es auf jeden Fall nicht gegen Mia
32:08machen.
32:08Ansonsten ist unser internes Duell richtig am Aufheizen.
32:15Ich lebe immer noch meinen Traum.
32:17Also, es ist nicht so, dass ich den schon abgeschlossen habe.
32:20Ich habe ihn erreicht, aber ich möchte gerne so lange wie möglich drin leben.
32:24Und, ja, es ist einfach fantastisch und fühlt sich richtig gut an.
32:29Der besondere Weg, die steile Karriere des jungen Marco Grigocz, hat schon etwas Märchenhaftes.
32:36Als No-Name vom Bundesliga-Aufsteiger Eisenach die erste Einladung zur Arna-Zona-Mannschaft.
32:43Nie ein Jugend-Länderspiel gemacht, aber nach nur einem A-Länderspiel gleich zur Olympia.
32:49Innerhalb von zwei Jahren, von der dritten Liga zur Silbermedaille in Paris.
32:54Das war auf jeden Fall, glaube ich, eines der schönsten Erlebnisse, die ich bislang in meinem Leben hatte.
33:01Er ist erst 22, der Jüngste im Team, übernimmt aber schon Verantwortung.
33:07Ich bin schon ein Selbstbewusst, aber es ist ein anderes Gefühl hier bei der Nationalmannschaft, muss ich sagen,
33:13weil ich halt so in mir drin das Gefühl habe, noch nicht so richtig der zu sein, der ich sein
33:18kann.
33:18Aber sonst bin ich eigentlich nie der, der sich vor irgendwas scheut oder sich irgendwas nicht zutraut.
33:25Die Europameisterschaft. Für alle drei die nächste große Herausforderung mit der Nationalmannschaft.
33:37Es braucht einen guten Plan, um gemeinsam zum Ziel zu kommen.
33:42Das gilt fürs Teambuilding der Nationalmannschaft im Escape Room genauso wie für die EM.
33:49Also du brauchst sieben Schätze und die versteckt dich hier in eurer Schatzkiste.
33:56Alter, ich sehe gar nichts.
33:58Unter Zeitdruck Lösungen finden. Nur so kann es klappen, mit dem Pokal.
34:04Okay, Schatz Nummer eins, oder?
34:07Was rausholen bitte?
34:08Einmal hier.
34:09Oh, ohne.
34:10Wow.
34:12King of Paris 2024.
34:16Der Handballkönig von Paris sticht nicht nur bei der Siegerehrung heraus.
34:23Die große Frage aber, kann er bei dieser EM wieder so stark sein?
34:29Eine Verletzung der Wurfhand, zugezogen im September im Spiel gegen den THB Kiel, bedeutet das längere Aus.
34:41Sechs Wochen raus. Reha statt Wettkampf.
34:46Das hammerharte Handballprogramm mit bis zu 60 Spielen pro Jahr zeigt schmerzhafte Wirkung.
34:54Über drei, vier, fünf Jahre lang wirklich diese Sommerpause, ein oder zwei Wochen.
34:59Das schaffe ich nicht so bis 35.
35:01Gerade in der Bundesliga, gepaart mit der Europasaison, das ist schon extrem schwer.
35:07Gerade für die Nationalspieler, wo dann noch eine EM, WM ansteht.
35:11Das ist nicht schön, da ist der Körper vielleicht mit 35 noch zehn Jahre älter.
35:18Renas Ustschins ist zurück.
35:21Seine Spielsteuerung, Ideen, Tore, extrem wichtig fürs deutsche Team.
35:26So wie bei Olympia, will er es bei dieser EM wieder machen.
35:31Da können wir zeigen, wie weit wir dann wirklich sind.
35:34Sind wir bereit, die großen Konstan zu schlagen.
35:37Da ist vielleicht meine Rolle, als vielleicht der Erfahren von den jüngeren Spielern,
35:42da vielleicht die Jüngeren einfach mitzunehmen, abzuholen, Sicherheit zu geben.
35:49Er ist erst 23, aber schon überall bereit, Verantwortung zu übernehmen.
35:56Seine Generation soll der Schlüsselfaktor für den ersten Nationalmannschaftstitel seit der EM 2016 sein.
36:05Aber auch persönlich will jeder Einzelne kräftig durchlaufen.
36:10Ich möchte zu einem der besten Spieler der Welt gehören.
36:13Das ist halt mein Ziel, das ist mein Ansporn, wo ich jeden Tag aufstehe und alles gebe.
36:19Mein Ziel ist es natürlich auch, der weltbeste Handballer zu werden.
36:22Ich weiß, was ich kann und was ich noch können muss dafür und was ich dafür tun muss.
36:27Von daher ist es aber ein richtig, richtig harter Weg.
36:33Ich hasse das tatsächlich zu sagen, ich will der Beste der Welt sein, weil das gibt es nicht, das gibt
36:39es einfach nicht.
36:41Du kannst vielleicht individuell der Beste werden, aber was bringt es dir, wenn du dann neben dem Treppchen stehst?
36:50Deutschlands Generation für Gold. Drei unterschiedliche Typen.
36:56Marco Grigic, der selbstbewusste Freigeist.
37:01David Späth, der emotionale, ehrgeizige, positiv, verrückte Riese.
37:09Und Renas Ustschins, der stets überlegte Denker und Lenker.
37:14Drei unterschiedliche Stärken für ein gemeinsames EM-Ziel.
37:19Wir gehen da nicht hin, um einfach nur mitzumachen.
37:21Wir wollen das erfolgreich gestalten, wir wollen soweit es geht kommen und am besten natürlich den Titel gewinnen.
37:25Das sind natürlich ambitionierte Ziele, aber wir sind alles ehrgeizige Jungs.
37:31Das Puzzle zum Erfolg.
37:34Noch hat keiner der drei Youngster mit der A-Nationalmannschaft einen Titel gewonnen.
37:40Beim Turnier im Januar müssen alle Teile passen, um am Ende das Erhoffte in den Händen zu halten.
37:49Ich glaube, auf dem Handballfeld ist der Weg zur Krone ein bisschen schwieriger.
37:53Da müssen nicht nur drei Leute in 60 Minuten funktionieren, sondern 16 Leute über acht, neun Spiele.
37:59Sauerstoffgehalt sinkt.
38:00Genau, dann...
38:02Dann singt auch mit jedem Spiel der Sauerstoffgehalt, der Spieler.
38:07Für den Traum von Gold wollen sie wieder ihre persönliche Note einbringen.
38:12Renas Ustschins, der Entscheider, der beweisen will, dass Olympia kein Zufall war.
38:18Marco Grigic, der Youngster, der seinen steilen Aufstieg selbstbewusst fortsetzen will.
38:26Und David Späth, der emotionale Torwart-Riese, der sich und sein Team wieder top motivieren, anzünden will.
38:40Damit bei dieser EM am Ende nicht nur die junge Generation Gold wert ist.
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