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00:00:20I don't know
00:01:01Hey, what's your name?
00:01:03Mine, I don't know.
00:01:19Im Namen aller Teilnehmer gebe ich mein Ehrenwort, dass wir diesen Wettbewerb fair bestreiten und die Ehre unserer Mannschaften wahren
00:01:27werden.
00:01:37Erinnerungen sind so abstrakt, dass ich nicht genau sagen kann, woran ich mich als allererstes erinnere.
00:01:42Aber als ich auf dem Schoß meiner Mutter saß und das mongolische Alphabet lernte und hörte, wie sie versuchte, die
00:01:49Buchstaben in Bilder zu verwandeln,
00:01:50da dachte ich, Buchstaben haben etwas Magisches. Und meine Mutter hatte auch etwas Magisches.
00:01:57Das ist einer der ersten Gedanken, an die ich mich erinnern kann.
00:02:12Ich glaube, die meisten Leute kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sie träge werden, weil es so viele Informationen
00:02:18gibt.
00:02:19Wenn man von Informationen überflutet wird, entscheidet sich das Gehirn, sich gar nichts Neues mehr zu merken, weil es sowieso
00:02:25im Internet steht.
00:02:26Oder weil man sich an die tolle Reise gar nicht mehr erinnern muss, schließlich gibt es jede Menge Fotos davon.
00:02:32Du solltest deinen Pass lieber wegstecken.
00:02:35Gedächtnistechniken habe ich im ersten Semester meines Wirtschaftsstudiums kennengelernt.
00:02:39Ich wollte die Regelstudienzeit von vier Jahren nach Möglichkeit in anderthalb oder zwei Jahren schaffen.
00:02:48Ich fange mal hier an. Kyle Brian Johnson 763 5288481.
00:02:54Das geht's doch gar nicht.
00:02:56Und die letzten Stellen sind 183806.
00:03:00Stimmt.
00:03:01Und deine sind 49663 9500.
00:03:10Wahnsinn.
00:03:11Das habe ich ja noch nie erlebt.
00:03:13Echt beeindruckend.
00:03:31Sie haben den schwedischen Gedächtnissportverband kontaktiert und gefragt, haben sie Mitglieder, die noch nicht an Schwedens Supertalent teilgenommen haben.
00:03:38Und dann kam das Vorsprechen. 20 Kinder aus dem Publikum kamen auf die Bühne und ich musste mir in 90
00:03:44Sekunden ihren Namen merken.
00:03:54Das lief ziemlich gut.
00:03:56Die schwedische Version von Dieter Bohlen hat gesagt, du bist wirklich unglaublich und hat den goldenen Buzzer gedrückt und überall
00:04:01war Konfetti.
00:04:03Sie sagten, du hast es ins Halbfinale geschafft.
00:04:15Wenn man sich Namen und Gesichter merken kann, ist das Praktische im Berufsleben.
00:04:19Man gibt zu vielen Leuten die Hand und Menschen können sich gut an Menschen erinnern, die sich an sie erinnern.
00:04:32Ich glaube, jeder wäre gerne schlauer.
00:04:36Im Grunde möchte jeder ein besseres Gedächtnis haben.
00:04:39Allein schon wegen der ganzen Passwörter, die man sich heutzutage merken muss.
00:04:53Also las ich Bücher und versuchte, effizienter zu werden.
00:04:56Durch Zufall kam ich auf das Buch Moonwalk mit Einstein.
00:05:08Weil ich so ungeduldig bin, lese ich immer das letzte Kapitel zuerst.
00:05:12Dort verrät er, dass er gewonnen hat.
00:05:14Da dachte ich, das ist ja auch nur irgendein amerikanischer Typ. Das kann ich auch.
00:05:28Solange man nicht weiß, wie es geht, sieht alles gleich aus.
00:05:31Die Zahlen sehen aus wie eine Mauer aus lauter Ziffern, wenn man nichts über Gedächtnistechniken weiß.
00:05:351, 7, 3, 9, 7, 4, 2, 2, 3, 1, 7, 8, 7, 1, 3, 5, 7, 5, 6, 9.
00:05:558, 6, 4, 6, 5, 9, 3, 4, 5, 1.
00:06:19Tell me where you're going
00:06:50Ich bin in der Mongolei geboren.
00:06:52In der Hauptstadt Ulaanbaatar.
00:06:55Dort bin ich aufgewachsen, bis ich 4 oder 5 war.
00:06:58Dann zogen wir nach Schweden.
00:07:01Meine Mutter und mein Vater sind beide sehr emotional und haben ein gutes Gedächtnis.
00:07:05Das ist gut, wenn man Sprachen lernen will.
00:07:08Weniger gut, wenn man Beziehungen aufrechterhalten möchte.
00:07:28Alle Informationen, die es auf der Welt gibt, halten wir heute buchstäblich in den Händen.
00:07:33Deshalb sehen die Menschen keinen Grund mehr, sich etwas einzuprägen.
00:07:36Die Leute lernen immer weniger Dinge auswendig.
00:07:40Wie kriegt man das hin?
00:07:43Es gibt Seiten wie MemoCamp und Memory League im Internet.
00:07:47Über die bereite ich mich vor.
00:07:51Muss man sich alles merken?
00:07:54Ja, merkt ihr etwas.
00:07:55Die Konkurrenz schläft nicht.
00:07:58Zahlen in 30 Minuten, jetzt.
00:08:011000 Zahlen reichen schon.
00:08:02Am Anfang kommt es einem schwierig vor.
00:08:04Aber wenn man es erstmal kann, wird es ganz normal.
00:08:13Ein Gedächtnispalast funktioniert so, dass man abstrakte Ideen mit konkreten Orten verbindet.
00:08:18Orte, die man schon kennt.
00:08:55Aber was genau ist ein Gedächtnispalast?
00:08:59Und wie setzt man ihn so ein, dass sogar Sherlock Angst bekommt?
00:09:07Also, in der einfachsten Form geht es darum, Namen, Zahlen oder Informationen, an die man sich erinnern möchte, mit Bildern
00:09:13zu verknüpfen, die man sich merken kann.
00:09:15Diese Bilder bewahrt man an einem bestimmten Ort auf, in einem beliebigen Gebäude, durch das man in Gedanken spazieren kann,
00:09:21sobald man die Informationen abrufen will.
00:09:24Sagen wir mal, Sie fahren nach London.
00:09:26Und Sie müssen sich die ersten drei Stationen der U-Bahn-Linie Victoria merken.
00:09:30Fügen Sie einfach zu jeder Station ein Bild hinzu.
00:09:34Brixton?
00:09:35Einen Haufen Ziegelsteine.
00:09:36A ton of bricks.
00:09:37Stockwell?
00:09:38Ladenregale voll mit Produkten.
00:09:40Stocked well.
00:09:41Und Vauxhall wird zum lateinischen Vox, die Stimme.
00:09:44Eine Opernsängerin in einer Konzerthalle.
00:09:51Wenn Sie für eine Prüfung lernen oder an einem Gedächtniswettbewerb teilnehmen möchten, denken Sie sich an komplexeres System aus, in
00:09:58dem Sie zum Beispiel jede Nummer mit einem Buchstaben verknüpfen.
00:10:01Die Buchstaben setzen sich dann zu Wörtern zusammen.
00:10:04Sie können Wörter aus zwei, drei, sogar vier Buchstaben bilden.
00:10:08Nehmen wir mal an, Sie möchten sich die Jahreszahl 1240 merken.
00:10:12Die 1 ist ein T, die 2 ein N, die 4 ein R und die 0 ein X.
00:10:18T, N, R, X.
00:10:20Ten Racks.
00:10:22Das Jahr 1240 wird dann plötzlich zu einem Tyrannosaurus Rex.
00:10:34Oder, wenn Sie Charles Augustus Magnuson sind, dann enthält Ihr komplexes Erinnerungssystem tausende von Details aus dem Leben bestimmter Personen.
00:10:46Die Sie damit erpressen können.
00:10:52Ist sie?
00:10:57Wenn man die Methode erklärt, klingt sie erstmal ganz schön kompliziert, aber sie anzuwenden ist viel einfacher.
00:11:03Wenn du jede Kombination aus drei Ziffern mit einem starken Gefühl oder einem einprägsamen Bild verknüpfst, wird alles lebendig.
00:11:12Die 1 ist ein T, kann aber auch ein I sein.
00:11:15Und die 2 ist ein N, das heißt 112 wird zu Tin.
00:11:18Das kann zum Beispiel der Tin Man, der Blechmann aus der Zauberer von Oz sein.
00:11:22Eine auffällige Figur ist viel leichter zu merken als eine Zahlenkombination.
00:11:39Ich habe die ersten 200 Seiten dieses Wörterbuchs auswendig gelernt.
00:11:43Sagen Sie mir eine Zahl zwischen 1 und 200.
00:11:4867, 67, jetzt eine Zahl zwischen 1 und 11.
00:11:539.
00:11:549, ich glaube es ist Box.
00:11:56Schauen wir mal nach auf Seite 67.
00:12:0168, 67, das neunte Wort ist Box.
00:12:05Ja, Box.
00:12:14Die Reaktion von meiner Familie und meinem eigenen Umfeld war eigentlich sehr positiv.
00:12:20Ich habe da eigentlich nie das Gefühl vermittelt bekommen, dass das irgendwie abwegig ist oder seltsam.
00:12:26Dass ich zu so vielen Gedächtnissportturnieren fahre oder mich überhaupt mit dem Gedächtnissport so intensiv beschäftige.
00:12:33Ich bin im Jahr 2005 das erste Mal mit dem Sport in Kontakt gekommen.
00:12:38Es gab eine Übungssoftware.
00:12:39Level 1, merkt ihr, 5 Wörter.
00:12:42Da ich schon als Kind mit Videospielen aufgewachsen bin und einem so dieses Levelsystem irgendwie auch sehr vertraut war, fand
00:12:48ich es faszinierend.
00:12:48Alle Teilnehmer, nehmen bitte ihre Plätze ein.
00:12:52Alle Teilnehmer, nehmen bitte ihre Plätze ein.
00:13:187, 8, 6, 0, 9, 8, 4, 7, 9, 3, 8, 7, 0, 9, 3, 1, 5, 0, 5, 2,
00:13:374, 8, 3, 0, 4, 0, 0, 0, 0, 0, 0.
00:13:45I'm not a fan of, that I take all of the highlights.
00:13:49It's actually something that feels good and harmonious, and that's what I like.
00:13:53In 1986, I was just saying that word weapon.
00:13:576, 8, 4, 7, 4, 1, 0, 7, 3, 4, 7, 6, 7, 9, 3, 0, 1, 5.
00:14:14Diese Orte funktionieren für mich wie eine kleine Stage, wie so eine kleine Bühne,
00:14:18wo sich drauf eine kleine Geschichte abspielt.
00:14:336, 6, 9, 5, 6, 3, 5, 4,
00:14:50Und wenn ich mich wieder erinnern will an das Ganze, dann fällt einem auf eine fast magische Weise auch das
00:14:56Bild wieder ein.
00:15:12Hier sind alle Ergebnisse.
00:15:15Die Zahlen, die wir erfasst haben, zeigen uns, dass die Kapazität des menschlichen Gehirns wesentlich größer ist,
00:15:22als es die Gedächtnispsychologen noch vor 15 Jahren vermutet haben.
00:15:25Und die Gedächtnisweltmeisterschaft zeigt das menschliche Potenzial.
00:15:31Das ist fantastisch, einfach überwältigend.
00:15:33Das ist fantastisch.
00:15:39Guten Tag, meine Damen und Herren.
00:15:41Auf der Silberposition liegt Simon Reinhardt.
00:15:47Und auf der Goldposition, bevor wir zum Kartensprint kommen, Johannes Mallow.
00:16:03Simon ist sehr gut im Kartensprint.
00:16:05Stimmt.
00:16:06Warten wir es ab. Ich kann doch nicht sagen, wie es ausgeht.
00:16:3610 Sekunden.
00:16:43Ihr seid bereit.
00:16:45Go!
00:17:02Es ist ziemlich faszinierend, sich den Wettkampf zwischen den beiden Höchstplatzierten anzuschauen.
00:17:07Ihre Spielstrategien.
00:17:08Der eine versucht, möglichst schnell fertig zu werden.
00:17:11Der andere geht auf Nummer sicher, um zu gewinnen.
00:17:13Das gleicht sich aus. Sie liegen sehr eng beieinander.
00:17:34Johannes hat es geschafft. Unser neuer Weltmeister.
00:17:4313 Jahre alt.
00:17:4713 Jahre alt.
00:17:48kreises und sagst. –
00:17:48Dankeschön. –
00:17:49Vielen Dank. –
00:17:55From the United Kingdom. –
00:18:04Danke, wir haben unsere Kinder, die wir unterstützen. –
00:18:07Meine erste Erinnerung geht glaube ich zurück, als ich ins Krankenhaus musste.
00:18:12and they were taken away from the Mandeln.
00:18:15I don't know exactly how I came to the hospital
00:18:17and how I lay there
00:18:20and see someone lying to me
00:18:23and then the lights out.
00:18:27So, I click the whole presentation
00:18:29through the whole presentation
00:18:31and see if everything is there.
00:18:33Also the model of the three memories
00:18:34is the Kurzzeit-Gedächtnis,
00:18:36the Arbeits-Gedächtnis
00:18:38and the Lang-Zeit-Gedächtnis.
00:18:39I found out when I saw a TV show.
00:18:45A Gedächtnis-Trainer had Verona Feldbusch
00:18:47brought up,
00:18:48how she sees a 20-step number.
00:18:50Then I thought,
00:18:51if I can see 20 numbers,
00:18:53I can see that too.
00:18:54I was just in the third semester,
00:18:56I studied in Magdeburg
00:18:57Informations-Technology.
00:18:59I thought,
00:19:00what I can do as a student.
00:19:02So I looked at what I can do with the Gedächtnis-Sport.
00:19:05Schauen Sie sich die Bilder ganz entspannt an,
00:19:07lehnen Sie sich zurück
00:19:08und genießen Sie ein bisschen die Dia-Show.
00:19:11Das ist so die Vorbereitung,
00:19:12die ich dann meistens mache.
00:19:14Also rede quasi mit der Wand
00:19:16und ja, das funktioniert ganz gut.
00:19:26Wie ist diese Technik der Gedächtnis-Palast überhaupt entstanden?
00:19:30Die Legende besagt,
00:19:31dass der griechische Dichter Simonides
00:19:33zu einem großen Festmahl in einem Tempel eingeladen war.
00:19:36Nachdem er dort vorgetragen hatte,
00:19:38ging er nach draußen,
00:19:39um eine Botschaft zu empfangen.
00:19:41Plötzlich stürzte der Tempel ein
00:19:45und begrub alle Anwesenden unter den Trümmern.
00:19:49Simonides sollte helfen,
00:19:50die Leichen zu identifizieren.
00:19:51Also ging er in Gedanken noch einmal durch den Tempel,
00:19:54um sich zu erinnern,
00:19:55an welchem Platz der Festtafel
00:19:56die Teilnehmer jeweils gesessen hatten.
00:19:58Die Gedächtnis-Palast-Methode war geboren.
00:20:02Schon bald setzten griechische und römische Autoren
00:20:04wie Aristoteles und Cicero sie ein,
00:20:06um sich Vortragsreden, Gedichte
00:20:07und philosophische Ausführungen zu merken.
00:20:28Und ja, dann machen wir heute den Splickzettel im Kopf.
00:20:31Und bevor wir damit richtig anfangen,
00:20:33möchte ich euch bitten,
00:20:34nehmt mal alle eure rechte Faust so nach oben.
00:20:37Eure rechte Faust, genau.
00:20:38Jetzt nimmt hier die linke Faust noch so,
00:20:40und jetzt bringt ihr beide Fäuste mal so vor euch zusammen.
00:20:43Und schaut mal von oben drauf.
00:20:45Das ist ungefähr die Größe eures Gehirns.
00:20:47Und die alten Griechen, das hatte ich ja erzählt,
00:20:50die haben sich ihre ganzen Vorträge,
00:20:52die konnten zwei Stunden lang frei reden.
00:20:54Die hatten natürlich auch keinen Zettel und einen Stift,
00:20:56die wollten ihre Steintafeln da nicht mitschleppen.
00:20:58Ja, früher war es halt schon so,
00:20:59dass man sich, wenn man sich an etwas erinnern wollte,
00:21:01dass ich selber irgendwie merken musste sozusagen.
00:21:04Heutzutage ist es ja nun überhaupt nicht mehr so.
00:21:06Wenn man eine Information braucht,
00:21:07dann nimmt man sein Pocket-Brain, sein Handy raus.
00:21:11Wir machen mal eine kleine Geschichte
00:21:13zwischen dieser Couch und der Axt.
00:21:16Meine Geschichte mal so als Beispiel wäre,
00:21:18ich wäre ganz wütend auf meine Couch,
00:21:20vielleicht ist da ein Fleck drauf oder so.
00:21:22Deswegen nehme ich die Axt und zerhakele diese Couch.
00:21:25Ja, ich mache die richtig schön klein.
00:21:27Das kann man sich merken.
00:21:28Ich denke mal, das habt ihr nachher alle im Kopf.
00:21:30Und bei dem Zahlen-Form-System geht es darum,
00:21:32dass man sich für jede Zahl von 0 bis 9
00:21:35ein Bild überlegt,
00:21:37was so ein bisschen ähnlich aussieht wie die Zahl.
00:21:40Ja, das könnt ihr hier gut sehen.
00:21:42Also die 0, jo, die sieht so ein bisschen aus wie ein Ei.
00:21:46Die 0 ist ein Ei.
00:21:48Dann die 1 könnte eine Kerze sein.
00:21:50Die 2, das sieht man hier so mit dem Hals.
00:21:52Das ist der Schwan.
00:21:54Dann die 3 ist der Dreizack.
00:21:55Hier oben sind so drei Zacken drin.
00:21:57Drei Zack.
00:22:02Tschüss.
00:22:03Ich fühle mich gut.
00:22:04Es fühlt sich gerade so an,
00:22:05ja, ich habe denen wieder irgendwas mitgegeben.
00:22:06Das war richtig cool.
00:22:08Und ja, da wird sicherlich der ein oder andere was davon mitnehmen.
00:22:12Ja, fühlt sich gut an.
00:22:29Meine früheste Erinnerung?
00:22:30Ich war drei Jahre alt und sah, wie die älteren Kinder lesen lernten.
00:22:34In meiner Kindergartengruppe hatten wir noch nicht angefangen zu lesen.
00:22:37An diesem Tag ging ich nach Hause und sagte zu meiner Mutter, ich möchte lesen lernen.
00:22:42Sie hat dann mit dem Erzieher gesprochen.
00:22:43Am Ende dieses Jahres, ich war immer noch drei Jahre alt, lernte ich lesen.
00:22:47Es gab ein Schulbuch, das hieß Das Dorf mit den drei Ecken.
00:22:58Als ich älter wurde, spielte ich viel Basketball.
00:23:00Wegen meiner Körpergröße wurde mir das nahegelegt.
00:23:03Aber ich war nicht besonders gut.
00:23:05Ich war ein dünner, schlachsiger Typ, wurde immer hin und her gestoßen.
00:23:08Mein Trainer brüllte mich immer an, weil ich zwar ein großer Kerl war, aber nicht wie einer spielte.
00:23:13Irgendwann habe ich dann das Crossfit entdeckt.
00:23:15Da herrscht ein großer Wettkampf.
00:23:16Man wird herausgefordert.
00:23:18Und ich wurde so stark, wie ich noch nie gewesen war.
00:23:21Ich trainiere jetzt praktisch jeden Tag.
00:23:31Alles, was mit dem Gedächtnis zu tun hat, hat mich schon immer interessiert.
00:23:34Dinge, die über das hinausgehen, wozu das Gehirn angeblich fähig sei.
00:23:37Das hat mich ständig beschäftigt.
00:23:39Als ich Mathematik und Physik studierte, in diesen Fächern habe ich meinen Abschluss gemacht,
00:23:43gab es immer wieder Lehrer und Professoren, die auf ziemlich eindrucksvolle Weise im Kopf komplizierteste Berechnungen machten.
00:23:49Das habe ich bewundert.
00:23:51Ich fand es cool, diese Fähigkeiten zu besitzen.
00:23:54Aber die Gedächtnisfunktionen begannen mich erst so richtig zu interessieren, als meine Großmutter immer stärker von Alzheimer betroffen war.
00:24:04Sie lebte in Frankreich, also sahen wir sie nur im Abstand von einem halben oder einem Jahr.
00:24:09Gegen Ende ihres Lebens hatte sie sich in diesen Zeiträumen immer stärker verändert.
00:24:13Das hat mich damals wirklich schockiert.
00:24:29Als sie schließlich starb, konnte ich kaum glauben, dass eine Krankheit, die das Gedächtnis beeinträchtigt, sie am Ende das Leben
00:24:38gekostet hatte.
00:24:39Ihr Körper hatte vergessen, wie er zu funktionieren hatte.
00:24:42Da dachte ich, okay, jetzt will ich herausfinden, was es mit dem Gedächtnis auf sich hat und fing an, es
00:24:47richtig zu benutzen, zu trainieren, um nicht so enden zu müssen wie sie.
00:24:51Ich machte mich kundig und bald stieß ich auf die US-Gedächtnismeisterschaften.
00:24:54Das schien mir ein perfektes Ziel zu sein.
00:24:57Es gab unterschiedliche Disziplinen, die Ergebnisse wurden schriftlich festgehalten.
00:25:01Das Ziel war messbar.
00:25:02Ich dachte, ich werde mein Gedächtnis verbessern und diese Meisterschaft gewinnen.
00:25:06Ich will Rekorde brechen.
00:25:07Es wäre cool, wenn mir das gelingt.
00:25:17Was ich euch allen gerne immer wieder sage, wenn wir hier morgens anfangen, wir tun etwas ganz Besonderes.
00:25:24Etwas, das in unserer heutigen Welt immer wichtiger wird.
00:25:26Die geistige Gesundheit.
00:25:28Dreiheit dafür gibt es noch nie.
00:25:30Ich wünsche dir keinen Geistige Geistig.
00:25:31Ich wünsche mir das!
00:25:52Das ist einige Gedanken.
00:26:02What's important to you is to tell the images that you know, that you know something that you know, that
00:26:06you know something that you know, something that emotions are in.
00:26:08It's like you have different feelings to try to jump together.
00:26:12It's like a funny stuff, funny stuff, funny stuff.
00:26:29You have 10 minutes of time, the numbers on you.
00:26:32You can now start.
00:26:51With 125 points for Alex Mallen,
00:26:54gleich hier vorne in der ersten Reihe.
00:26:56Und mit neuer persönlicher Bestleistung Nelson Dallas mit 201.
00:27:10Glückwunsch an alle acht Finalisten der diesjährigen Gedächtnismeisterschaft.
00:27:21Wir rufen jetzt sechs Leute auf die Bühne, die sich den Gedächtnissportlern vorstellen.
00:27:25Der Wettbewerb heißt Drei Fehler und du bist raus.
00:27:28Nach dem, was wir heute Morgen gesehen haben, wird das bestimmt ein sehr interessantes Event.
00:27:33Hallo, mein Name ist Heather M. Purcell.
00:27:37Mein Geburtstag ist der 2. Mai 1987.
00:27:40Ich wohne in Brooklyn, New York, 1-1-2-1-1.
00:27:44Und ich habe eine tolle Katze mit dem Namen Bina.
00:27:48Meine Telefonnummer?
00:27:504-5-0-3-5-8-9.
00:27:54Mein Lieblingsauto ist ein 95er Toyota Supra Turbo in hellrot.
00:27:58Meine drei Lieblingsgerichte sind Lammkeule, Käse-Macaroni und Schoko-Croissants.
00:28:05Die Gedächtnissportler können sich jetzt kurz in ihren Aufenthaltsraum zurückziehen.
00:28:27Nerzen, wie lautet seine Telefonnummer?
00:28:328807917.
00:28:33Ausgezeichnet. Und sein Haustier?
00:28:35Ein Hund. Ein Dobermann. Schwarz und Braun. Er heißt Killer.
00:28:40Nerzen, wo wohnt sie?
00:28:43New York, New York, 1-0-0-2-4.
00:28:47Und ihre Telefonnummer?
00:28:53596-3509.
00:28:54Lieblingsauto?
00:28:57Ein 1995er Toyota Supra Twin Turbo in hellrot.
00:29:02Korrekt. Ihr Lieblingsessen?
00:29:06Lachs Sushi.
00:29:11Trader Joe's Mini Peanut Butter Cups.
00:29:15Reese's Peanut Butter Cups.
00:29:16Gut.
00:29:19Und...
00:29:32Time's up.
00:29:34Unser Titelverteidiger heißt Nelson Dallas.
00:29:40Damit ist Nelson der zweite Teilnehmer, der viermal US-Gedächtnismeister geworden ist.
00:29:46Herzlichen Glückwunsch!
00:29:59Können wir ein Foto zusammen machen?
00:30:01Na klar.
00:30:06Sich erinnern zu können, das macht den Menschen aus, glaube ich.
00:30:10Und auf der persönlichen Ebene sorgt es auch dafür, dass wir Beziehungen zueinander aufbauen.
00:30:14Es gibt dem Leben eine Bedeutung.
00:30:21Deshalb macht es mich auch so traurig, dass meine Großmutter ihr Gedächtnis verloren hat.
00:30:25Denn dadurch hat sie ihr Wesen verloren.
00:30:27Das, was sie ausgemacht hat.
00:30:29Was macht sie, wer sie war.
00:30:51Ich denke, dass das Erinnern an sich einem die Basis dafür gibt, überhaupt einen Weg in die Zukunft zu haben.
00:31:06Ich denke mir, dass es eine sehr enge Verbindung gibt zwischen Erinnern und Gedächtnis und Identität auf der anderen Seite.
00:31:17So ist die Identität einer Person auch sehr eng damit verbunden, welche Erfahrungen sie selbst geformt haben in ihrem Leben.
00:31:31So wie die Kultur letztlich auch die Summe aller wertvollen und guten Erinnerungen einer Gesellschaft ist über die Jahrtausende.
00:31:44Kultur ist letztlich im Kern Erinnerung.
00:32:07Es gibt so etwas wie ein kollektives Gedächtnis.
00:32:09Es besteht aus Dingen, die wir uns gegenseitig erzählen und die beeinflussen, wie du dich selbst siehst und wie andere
00:32:14dich sehen.
00:32:15Es kann sein, dass du dich super attraktiv fühlst, wenn du neben jemandem sitzt, der dich als sehr attraktiv in
00:32:19Erinnerung hat.
00:32:20Und dann redest du mit jemandem, der dich als Streber kannte.
00:32:22Wirklich.
00:32:34Wirklich.
00:32:36Wirklich.
00:32:44Wirklich.
00:32:45Wirklich.
00:32:51Wirklich.
00:32:53Wirklich.
00:33:01Wirklich.
00:33:05Wirklich.
00:33:07Wirklich.
00:33:19Wirklich.
00:33:20Ja, das ist eine kleine Fledermaus.
00:33:21Die Ola ruft.
00:33:23Und dann ruft sie noch Orr.
00:33:28Oh toll!
00:33:30Eine süße kleine Fledermaus.
00:33:31Bat..!
00:33:32Und ein kleiner Kackhaufen unten in der Ecke.
00:33:34Die Hauptstadt der Mongolei heißt?
00:33:42Sich erinnern bedeutet fokussieren und es bedeutet, Punkte miteinander zu verknüpfen.
00:33:48Das ist doch keine Fledermaus, das ist ein Wurm, der gefressen wird von einer.
00:33:53Ein Gedächtnispalast ist eine erweiterte Erinnerung, ein Bild auch.
00:33:57Wenn du ein Foto siehst, stürzen Erinnerungen auf dich ein.
00:34:00Eine Flut von Erinnerungen kommt plötzlich zurück.
00:34:03Ach ja, da waren wir doch in Griechenland und da hast du dir den Zeh gestoßen und warst so sauer,
00:34:07weil du das Foto gar nicht machen wolltest.
00:34:28Die Gedächtnispalastmethode hat die antike Geschichte überdauert.
00:34:30Die frühen christlichen Mönche übernahmen sie, um damit religiöse Texte auswendig zu lernen und sie zur Meditation zu nutzen.
00:34:38Im Mittelalter wurde die Technik in allen großen Mönchsorden gelehrt.
00:34:43Die Dominikaner entwickelten komplexe Erinnerungssysteme, die biblische und mystische Symbole enthielten und die Sternzeichen.
00:34:56Manchmal kombiniere ich einen realen Weg mit einem Fantasieweg und dann endet der reale Weg zum Beispiel im Garten von
00:35:03dem Haus von meiner Mutter.
00:35:04Und da schließt sich dann eine kleine Fantasiegeschichte an, der als Weg funktioniert.
00:35:08Da kommt so ein UFO angeflogen und dieses UFO ist ein Wegpunkt.
00:35:13Also der Weg ist mein Werkzeug und jetzt kommen Informationen, die ich mir merken soll.
00:35:17Zum Beispiel das Pik Ass, ein bisschen aussieht wie eine Tanne.
00:35:20Und der Pik König, der König in der Natur ist vielleicht der Löwe.
00:35:27Am Anfang habe ich nur erotische Bilder benutzt, aber das waren dann zu viele wiederkehrende Motive.
00:35:33Also habe ich nur noch Bilder von Dingen verwendet, die man essen kann.
00:35:36Dann dachte ich, warum mache ich das eigentlich?
00:35:38Ich kann doch alles Mögliche nehmen, also Sex und Essen und Umarmungen.
00:35:41Nur keine Gewaltbilder, die funktionieren bei mir nicht so gut.
00:35:46Cartoons, Mickey Mouse, ein paar Pornostars sind dabei, Basketballspieler, Hockeyspieler.
00:35:56So viele Pornostars sind es gerne.
00:35:59Ich glaube immer noch, das Wichtigste ist, man arbeitet so viel mit inneren Bildern, die Spaß machen,
00:36:04statt mit Erinnerungen an Dinge, die einem einfach so passiert sind.
00:36:07Und dadurch bekommt man mit der Zeit ein seltsames Gefühl von Stärke, von Unabhängigkeit.
00:36:35Ich war schon immer neugierig, wie sich Emotionen, positive und negative und auch Stress, auf die Gedächtnisleistung auswirken.
00:36:45Im Allgemeinen werden Erinnerungen im gesamten Gehirn gespeichert.
00:36:49Aber es gibt einige Bereiche, die für das Gedächtnis eine Schlüsselrolle spielen.
00:36:56Wenn etwas starke Gefühle hervorruft, wenn man unter Stress steht oder in Gefahr ist, dann ist das, als ob die
00:37:03Natur ein Zeichen setzt.
00:37:04Das könnte eine wichtige Erinnerung sein, die auch später noch verfügbar sein muss.
00:37:08Bei einer Meisterschaft heißt das zum Beispiel, alles, was mit vielen Gefühlen verknüpft ist, bleibt besser haften.
00:37:15In der Situation, in der Sie die Information abrufen müssen, ist es unter Stress schwieriger, sich zu erinnern.
00:37:20Aber beim Auswendiglernen, wenn Sie die Information kodieren, sorgen Stress und negative Emotionen in der Regel dafür, dass die Informationen
00:37:28besser behalten werden.
00:37:33Können Sie sich bitte hier hinsetzen?
00:37:35Ein Hinweis noch, es wird sehr laut, deshalb müssen Sie diese Ohrenschützer tragen.
00:37:42Ja, das sieht gut aus. Den Kopf legen Sie bitte hier hin.
00:37:46Die Gedächtnispalastmethode funktioniert deshalb so gut, weil sie die optimale Arbeitsweise des Gehirns nutzt.
00:37:51Das Gehirn hat sich zu dem Zweck entwickelt, visuelle und räumliche Informationen zu speichern.
00:37:57Der Computer wird mit dem Aufzeichnungsgerät synchronisiert, das sich im Scanner befindet.
00:38:02Wir geben Simon eine Aufgabe. Er soll sich diese Wörter merken.
00:38:06Während er das macht, verändert sich natürlich seine Gehirnaktivität.
00:38:10Wir können nun messen, an welchen Stellen seines Gehirns sich mit Sauerstoff angereichertes Blut sammelt.
00:38:16Daraus können wir ableiten, wo sich jeweils Gehirnaktivitäten abspielen.
00:38:20Die Gedächtnissportler erfüllen diese Aufgabe fast perfekt.
00:38:23Wer sein Gehirn nur sechs Wochen lang trainiert, kann sich bereits etwa 60 von 72 Wörtern merken.
00:38:28Ohne Training kommt man eher auf einen Wert um die 20.
00:38:37Was wir hier sehen, ist das Gehirn eines Gedächtnissportlers.
00:38:41Und dieser kleine Bereich hier auf der rechten Seite des Gehirns, des Hippocampus, ist bei Gedächtnissportlern größer als bei Menschen
00:38:48aus der Kontrollgruppe.
00:38:50Dieser Bereich hier ist beteiligt, wenn man nach einem Reiz-Reaktionsschema gelernt hat.
00:38:55Wenn Sie also auf Ihrem Weg von einem Punkt zum nächsten gehen und dort bestimmte Szenen oder Orte sehen, dann
00:39:01fällt Ihnen die Information an, die Sie dort gespeichert haben.
00:39:04Eine wichtige Interaktion hiermit und mit dem Hippocampus.
00:39:07Aus bisherigen Studien wissen wir, dass dieser Bereich, der für die Orientierung wichtig ist, durch Training größer werden kann.
00:39:13Zum Beispiel bei Taxifahrern, die über viele Jahre immer mehr über Navigation lernen.
00:39:18Bei ihnen wird dieser Teil des Hippocampus allmählich immer größer.
00:39:26Bei Untersuchungen von Gedächtnissportlern haben wir herausgefunden, dass ihr Gehirn strukturell nicht anders arbeitet als das anderer Menschen.
00:39:32Was sich bei ihnen viel mehr verändert hat, sind die Verbindungsmuster im Gehirn.
00:39:36Einige Gehirnregionen sind stärker miteinander verbunden, andere schwächer.
00:39:40Und was faszinierend ist, wenn man absoluten Anfängern die Gedächtnispalasttechnik beibringt, erzielen sie nicht nur bei Gedächtnistests bessere Ergebnisse.
00:39:47Sie verändern auch die Verbindungsmuster in ihrem Gehirn.
00:39:50Und zwar auf dieselbe Weise, wie wir es bei Gedächtnissportlern beobachten.
00:40:11Bergsteigen
00:40:12Bergsteigen mache ich seit 2008.
00:40:14Ich habe immer schon gerne in den Bergen Urlaub gemacht und eines Tages habe ich mir gesagt, ich belege jetzt
00:40:19einen Kurs und lerne Bergsteigen.
00:40:21Seitdem will ich immer höher und höher klettern und ich suche mir immer gefährlichere Gipfel aus.
00:40:35Ich war auf dem Kilimanjaro, dem Mont Blanc, dem Denali, auch auf ein paar Gipfeln in Peru und in Ecuador.
00:40:45Wir sind hier in einem kleinen gemütlichen Zelt. Das ist mein großartiger Sherpa Tenzing.
00:40:51Ein Freund von mir wollte mich dabei filmen, wie ich mir die Karten in einer bestimmten Reihenfolge merke.
00:40:55Das habe ich gemacht und ich habe dem Sherpa erklärt, wie ich mir die Karten gemerkt habe, welche Bilder ich
00:41:00auf meiner Reise durch den Gedächtnispalast benutzt habe.
00:41:04Okay.
00:41:05Jede Karte bekommt von mir ein Bild.
00:41:08Stell dir vor, der Herzkönig bist du.
00:41:12Also, wann immer du den Herzkönig siehst, das ist Tenzing.
00:41:15Du stellst dir vor, Tenzing klettert einen Berg rauf.
00:41:18Die Herzdame, das ist deine Mutter. Das Herz, die Königin.
00:41:22Wenn du sie siehst, denkst du an deine Mutter.
00:41:24Vielleicht kocht sie ein besonders gutes Talbad.
00:41:28Daraus mache ich eine Geschichte.
00:41:30Das hier ist Tenzing.
00:41:32Vielleicht beim Abendessen mit seiner Mutter.
00:41:35Dann kommt Tati vorbei, platzt mitten rein und auf seinem Rücken sitzt Nerzen.
00:41:42Die Sherpas spielen Karten um Geld.
00:41:44Das wollte ich nutzen, damit er etwas davon hat, wenn er wieder am Tal ankommt.
00:41:49Ich übe jeden Tag. Zuerst habe ich 30 Minuten gebraucht, dann wurde ich schneller und jetzt schaffe ich es in
00:41:54etwa einer Minute.
00:42:13Eine Forschungsgruppe der Washington University hat mir einige Aufgaben mitgegeben, mit denen sich die Gehirnleistung testen lässt.
00:42:18Zum Beispiel den Stroop-Test, bei dem man die Farbe der Buchstaben angeben muss, die ein Wort bilden, gelb oder
00:42:23grün, nicht das Wort selber, das auch eine Farbe ausdrückt.
00:42:26Dann noch Tests zur Problemlösungsfähigkeit, zu der man auch das Gedächtnis braucht.
00:42:29Diese Aufgaben habe ich jeweils auf den unterschiedlichen Höhen gemacht.
00:42:39Vorher hatte ich mindestens 40 Sekunden gebraucht, um mir eine Kartenreihenfolge richtig zu merken.
00:42:43Aber bei diesem Aufstieg bin ich zum ersten Mal unter 30 Sekunden gekommen. Ich wurde tatsächlich schneller, je höher ich
00:42:48kam.
00:42:49Es klingt erstmal widersprüchlich. Man würde denken, weniger Sauerstoff, also weniger Hirnaktivität.
00:42:54Aber aus irgendeinem Grund sind diese Techniken bärenstark.
00:42:57Die Erinnerungen halten einfach bombenfest.
00:43:09Ich glaube, wir müssen lernen, das Gedächtnis besser zu verstehen.
00:43:13Nicht nur wissenschaftlich, sondern auch in der alltäglichen Anwendung.
00:43:20Das ist ein Teil der Botschaft, die ich verbreiten möchte, seitdem meine Großmutter gestorben ist.
00:43:26Jetzt gehe ich bergsteigen für die Alzheimer-Forschung.
00:43:53Das ist eine Muskeldystrophie, die eben die körpernahe Muskulatur,
00:43:58was Skelettmuskulatur betrifft.
00:44:00Und das heißt, dass die Muskeln immer schwächer werden und abbauen,
00:44:05einfach umgewandelt werden in Bündegewebe und irgendwann nicht mehr zu gebrauchen sind.
00:44:11Der erste Schritt hin zur Diagnose war ungefähr mit 14 im Sportunterricht.
00:44:15Als wir dann nach dem Winter wieder rausgingen, um da eine Runde auf den Platz zu laufen,
00:44:21dass ich so angefangen habe, beim Rennen, beim Schnellrennen wegzusacken mit einem Bein.
00:44:29Ich glaube, siebenmal war ich im Krankenhaus über einen Zeitraum von zwei Jahren.
00:44:34So, Schulterbleib.
00:44:36Jawohl, Hälftebleib.
00:44:37Und dann nach einer Weile kam dann irgendwann der Befund aus dem DNA, aus dem Genlabor.
00:44:45Und dann war ich irgendwie so alleine gelassen mit der Krankheit.
00:44:51Bei A kann man ganz gut mit leben.
00:44:54Die Lebenserwartung ist eigentlich nicht eingeschränkt,
00:44:57weil die inneren Organe nicht betroffen sind.
00:45:00Danke, ciao.
00:45:05Im Laufe des Studiums wurde das Laufen halt wirklich immer schlechter.
00:45:09Treppensteigen wurde schlechter.
00:45:11Die Stürzer haben zugenommen.
00:45:13Da war ja auch wirklich die Hölle los.
00:45:15Ja gut, das war halt einfach so, ja gut, dann bleibst du halt jetzt zu Hause
00:45:18und machst halt gar nichts mehr.
00:45:23Okay, passt.
00:45:24Ja, oder du nimmst dir halt einen Rollstuhl.
00:45:27Sehr schön.
00:45:28Und die Leute gucken dich jetzt anders an,
00:45:30aber die gucken auch nicht mehr,
00:45:31ey, der läuft ja komisch.
00:45:34Sondern es ist halt ein Rollstuhlfahrer.
00:45:37Ja.
00:45:42Ich kann mich auf jeden Fall erinnern, wie es war zu laufen,
00:45:45weil so lange ist es eben einfach auch noch nicht her.
00:45:51Ich habe mich einfach immer gerne gemessen,
00:45:53zum Beispiel beim Zwischstandsspielen,
00:45:55ob da Turniere mitgespielt und so weiter.
00:45:57Und ich wollte einfach immer gewinnen.
00:46:03Der Gedächtnissport war cool,
00:46:04weil ich da gemerkt habe,
00:46:06ich kann wieder einen Wettkampf mitmachen.
00:46:09Ich fahre da hin, kann da mithalten,
00:46:11mit jedem anderen auch.
00:46:16Jemand, der nicht mit den besten Voraussetzungen gesegnet ist.
00:46:20Davor ziehe ich meinen Hut.
00:46:22Ich finde es einfach toll,
00:46:23dass er alles selber machen möchte.
00:46:39Ich mache diese Rundgänge durch den Gedächtnispalast richtig gerne.
00:46:43Es fühlt sich an wie ein Erlebnis, das ich wiederholen kann.
00:46:46Es ist fast wie eine kleine Blase virtueller Realität.
00:46:50Ich kann einfach reinspringen
00:46:51und bin wieder in dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin.
00:46:54Mit dem Bergsteigen ist es genauso.
00:46:56Auf manchen Bergen bin ich schon einige Male gewesen
00:46:58und wenn man zu einem Berg zurückkehrt,
00:46:59hat man die Hoffnung, wieder das Gleiche zu erleben.
00:47:02Aber man hat nie genau das gleiche Erlebnis.
00:47:04Die Gedächtnispaläste kann ich mir bewahren,
00:47:06wie sie sind, während ich hindurch spaziere.
00:47:08Das macht es für mich so wertvoll.
00:47:11Seit vier, fünf Jahren bringe ich Menschen Erinnerungstechniken bei.
00:47:15Ich arbeite für große Unternehmen und als persönlicher Trainer.
00:47:19Nennen Sie mir eine Fähigkeit, für die Sie Ihr Gedächtnis nicht brauchen.
00:47:21Ich garantiere Ihnen, das geht nicht.
00:47:23Sie kommen nicht dran vorbei.
00:47:25Jeden Tag bekomme ich E-Mails,
00:47:26in denen es um die unterschiedlichsten Dinge geht.
00:47:28Ein Postmitarbeiter möchte sich Postleitzahlen besser merken können
00:47:31oder ein Verkäufer ist darauf angewiesen,
00:47:33sich Fakten und Tabellen einzuprägen.
00:47:34Wer glaubt, dass Gedächtnistraining sein Leben nicht verbessert,
00:47:37macht sich etwas vor.
00:47:38What's up everyone, my name is Nelson Delos
00:47:41and in today's episode I'm going to teach you
00:47:43how to memorize language vocabulary, names and faces.
00:47:48Alright, so one of the things I wanted to ask you was
00:47:50for the everyday person for practical application,
00:47:53what have you found for you has been the most useful
00:47:56in terms of memory techniques or tips?
00:47:58Am häufigsten werde ich gefragt,
00:48:01wie kann man Erinnerungstechniken für die Schule oder Uni nutzen?
00:48:04Ich zähle mal die wichtigsten Dinge auf, die mir da in den Kopf kommen.
00:48:07Erstens, wenn du Schwierigkeiten hast, dir etwas zu merken,
00:48:10mach ein Bild daraus.
00:48:11Das kann man ganz gut mit Namen von Personen üben.
00:48:14Karen wird zu einer Karotte.
00:48:16Tom zu einem Tommy-Maschinengewehr.
00:48:18Solche Sachen halt.
00:48:19Oder Tom wird wie ein Tommy-Gun.
00:48:21Oder einfach so etwas.
00:48:23Subscribe, like, share.
00:48:24All the things.
00:48:25I'll see you very shortly.
00:48:27Thanks, guys.
00:48:27Peace.
00:48:30Es ist falsch, zum Beispiel jetzt sein natürliches Gedächtnis
00:48:35irgendwie in die Tonne treten zu wollen
00:48:38und sich jetzt alle Sachen, die man am Tag wissen will,
00:48:40nur noch auf Orte abzulegen.
00:48:41Das wäre ja Irrsinn.
00:48:42Was man einfach tun muss, ist,
00:48:44dass man selber genau seine eigenen Stärken und Schwächen kennt.
00:48:49Vorträge, Meetings, Punkte, die ich jetzt ansprechen will,
00:48:52ohne immer meinen Zettel festzukleben.
00:48:54Die Schule könnte einfacher sein, das Leben, Zwischenmenschliches.
00:48:58So vieles kann einfacher sein, wenn wir das Gedächtnis zu Hilfe nehmen.
00:49:02Und ganz ehrlich, ich mag Wettkämpfe,
00:49:03weil ich mich gerne mit anderen messe.
00:49:05Ich finde es toll, ein gutes Ergebnis abzuliefern
00:49:08oder meinen eigenen Bestwert zu knacken.
00:49:18Ich denke, ich bin definitiv eine competitive Person.
00:49:21Ich denke, im Deutschen, wenn man da so etwas sagt wie Ehrgeiz,
00:49:24klingt das immer schwer, weil es klingt dann so wie verbissen.
00:49:27Ich bin aber eigentlich gar nicht so verbissen in der Hinsicht,
00:49:29sondern ich mache den Wettkampf einfach wahnsinnig viel Spaß.
00:49:40Ich hasse es zu verlieren.
00:49:41Ich hasse es, wenn andere besser sind als ich.
00:49:43Ich freue mich auch für die anderen.
00:49:44Es ist toll, wenn jemand gewinnt.
00:49:46Aber es ärgert mich, wenn sie etwas schaffen und ich nicht.
00:49:52In jeder Meisterschaft geht es um Rekorde und Titel.
00:49:54Und man will irgendwie zusehen, dass man einfach in dem Augenblick gewinnt
00:49:57und mehr hat als der andere, weil man einfach der Beste sein will.
00:50:00Ja, das war der größte Scheck, den ich gewinnen konnte bei so einer Meisterschaft.
00:50:04Normalerweise gibt es, also oft gibt es einfach auch gar nichts.
00:50:072012 bei der WM, da gab es nichts.
00:50:11Wenn ich eine Weile nicht bei Wettkämpfen war, versuche ich, in irgendwelchen komischen Sachen die Beste zu sein.
00:50:16Wer hat am meisten gespült, die meiste Wäsche eingesammelt?
00:50:20Wenn dir klar wird, du hast etwas vergessen, auch wenn du sicher warst, du hättest es behalten,
00:50:25das ist wie ein Schlag in den Magen.
00:50:27Das schlimmste Gefühl, das man haben kann.
00:50:33Nervosität, Stress und so weiter, das führt dazu, dass ich dann Sachen auch vergesse.
00:50:43Mir ist es egal, ob ich hübsch oder klug oder nett bin, ich will einfach nur gewinnen.
00:50:53Die erste Gedächtnis-Weltmeisterschaft, das ist das reinste Sinnbild dafür, wie es in der Welt läuft.
00:51:00Die erste Gedächtnis-Weltmeisterschaft bestand aus sieben Typen, die sich in London zum Tee getroffen haben.
00:51:06Sie hatten Langeweile und sagten sich, ach, machen wir doch mal einen Gedächtnis-Wettbewerb.
00:51:10Dann stellten sie die Regeln auf, einer dieser Typen hat gewonnen und den haben sie dann zum Gedächtnis-Weltmeister erklärt.
00:51:18Warum ist der Gedächtnis-Sport immer noch so eine männliche Disziplin?
00:51:23Interessante Frage.
00:51:24In der Welt sind Männer und Frauen ungefähr 50-50 aufgeteilt.
00:51:28Und bei diesen Wettbewerben ist es alles andere als 50-50.
00:51:35Ja, nein, ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.
00:51:38Jedes Mal, wenn ich über den Frauenanteil spreche, gerate ich in so einen schwedisch-feministischen Modus.
00:51:43Und das ist dann für keinen Beteiligten besonders toll, auch für mich nicht.
00:51:47Einmal war ein Mädchen dabei, das fing an zu weinen, weil einige der Teilnehmer eine Miss Memory küren wollten.
00:51:53Also einen Gedächtnis-Wettbewerb, aber daneben noch einen Wettbewerb, wer am besten aussieht, aber nur von den Frauen.
00:52:00Sie weinte und sagte, ich schaffe es niemals in die Top Ten.
00:52:03Ich sagte, das ist doch egal, hier geht es um Gedächtnis-Sport, nicht um Schönheit.
00:52:08Das ist mal etwas, wo es nur darauf ankommt, ob wir gut sind, nicht darauf, ob wir hübsch sind.
00:52:14Es ist für mich natürlich schwer, jetzt für die weiblichen Teilnehmer da zu sprechen, aber ich kann halt nur sagen,
00:52:22dass ich denke, dass der Gedächtnis-Sport an sich doch eine sehr kollegiale Atmosphäre hat insgesamt.
00:52:29Es ist frustrierend, dass ständig irgendwelche blöden Vorstellungen davon aufkommen, wozu Männer oder Frauen überhaupt in der Lage sind.
00:52:36Aber wenn mehr Frauen teilnehmen, ist es das wert.
00:52:39Und einige Frauen strengen sich dann auch stärker an, als es die Gesellschaft von ihnen erwartet.
00:53:13Ich habe gehört, es gibt noch andere Talente in deiner Familie. Dein Großvater soll auch schon ein gutes Gedächtnis gehabt
00:53:19haben. Meinst du, das ist erblich?
00:53:22Vielleicht. Ich glaube, es hat mehr mit der mongolischen Tradition des mündlichen Übermittelns zu tun.
00:53:27So wurden Neuigkeiten über weite Entfernungen getragen.
00:53:47Diese Zeichnungen sind Kalligrafien. Sie haben erst das Wort hingemalt und dann ein Bild herausgemacht.
00:53:57Zum Beispiel sind da oben ein Hund und ein Hahn. Und noch ein Hahn.
00:54:04In der alten mongolischen Schrift steht dort Hahn. Und dann hat der Künstler ein ganzes Bild daraus gemacht.
00:54:11Das Altmongolische hatte viel stärker mit Bildern zu tun, aber seit der Zeit des sowjetischen Einflusses steht heute der Wortlaut,
00:54:18der Klang in Verbindung mit dem kyrillischen Alphabet im Vordergrund.
00:54:25Das Altmongolische ist natürlich schwieriger. Aber ich glaube, es lohnt sich, Traditionen zu erhalten.
00:54:36Ich glaube, diese grundlegenden Momente, das mongolische Alphabet zu lernen oder Englisch in der Mongolei zu lernen, mit unterbewussten Erinnerungstechniken
00:54:45sozusagen, das hat mir geholfen.
00:55:13Das Altmongolische Alphabet
00:55:37Das Geld ist die Grundlage für alles. Jedes Mal, wenn wir Erinnerungen schaffen, entwickelt sich unser Denken parallel sehr schnell.
00:55:44Unser kreatives Denken wird entwickelt. Man betrachtet die Dinge aus vielen Perspektiven.
00:55:52Die Hälfte von ihnen sind Anfänger. Sie nehmen zum ersten Mal an der asiatischen Gedächtnismeisterschaft teil.
00:55:58Es ist ihr erster internationaler Wettbewerb. Sie stammen aus ganz verschiedenen Provinzen der Mongolei.
00:56:03Jetzt sind sie das mongolische Gedächtnissportteam.
00:56:24Das mongolische Gedächtnissportteam hat einen starken Gemeinschaftssinn.
00:56:28Sie nehmen alle gemeinsam teil, sie trainieren gemeinsam, sie sind eng befreundet.
00:56:33Und der Mann, der den mongolischen Gedächtnissportverband leitet, gehört dort zur Prominenz.
00:56:38Er ist mittlerweile Gouverneur einer Provinz, glaube ich.
00:56:42Er verdient jede Menge Geld, das er in sein Team steckt.
00:56:45Die Leute sind dann in den Nachrichten zu sehen, sprechen darüber, wie gut ihr Gedächtnis ist.
00:56:49Das hilft seiner Akademie, die Leute melden sich dort an und dann treten die Besten der Besten gegeneinander an.
00:56:58Herzlichen Glückwunsch.
00:57:01Viel Glück.
00:57:03Eine Runde Applaus.
00:57:07Ich habe zuerst aus der Presse von Jenja erfahren, während der Gedächtnisweltmeisterschaft 2014.
00:57:14Jenja trat im schwedischen Team gegen die Mongolen an.
00:57:18Unser mongolisches Team hat den zweiten Platz unter 26 Ländern erreicht.
00:57:22Schweden belegte den ersten Platz.
00:57:24Wir lagen nur 100 oder 200 Punkte hinter dem schwedischen Team zurück.
00:57:28Und das lag zum großen Teil auch an Jenja.
00:57:31Wir haben zwar verloren, aber wir waren sehr stolz auf sie.
00:57:56Eine Weltbürgerin zu sein, das sieht in Film und Fernsehen immer ziemlich glamourös aus.
00:58:00Aber wenn du tatsächlich eine bist, siehst du die Unterschiede, wie die Leute so leben.
00:58:04Das kann gut oder schlecht sein, je nachdem, wie du dazu stehst.
00:58:09Komm, lass uns zusammen durchbrennen.
00:58:14Die Mongolei ist wahrscheinlich der schönste Ort auf der Erde.
00:58:17Und dort leben die wunderbarsten Menschen.
00:58:19Ich fühle mich sehr geborgen, wenn ich dort bin.
00:58:23Ich habe das Gefühl, dass ich verstanden werde, auch wenn die Leute mich als jemanden sehen, der eher westliche Eigenheiten
00:58:29hat.
00:58:30Ich habe eine ziemlich westliche Perspektive auf die Welt.
00:58:33Und meine Witze sind ganz schön amerikanisch.
00:58:43Schweden ist wahrscheinlich das beste Land der Welt.
00:58:46Medizinische Versorgung ist umsonst.
00:58:48Die Schule auch.
00:58:50Man bekommt sogar Geld, wenn man zur Schule geht und vieles mehr.
00:58:53Du kannst dich mit jemandem unterhalten, ohne Angst zu haben, dass er dich gleich anmacht.
00:58:59Und die USA?
00:59:01Ich liebe Amazon Prime. Das ist das Beste überhaupt.
00:59:06Ich sehe ein Buch, ich will es haben und ich bekomme es nach zwei Tagen.
00:59:10Wahrscheinlich würde ich in Schweden bleiben, wenn es dort Amazon Prime gäbe.
00:59:27Bei den Gedächtnisweltmeisterschaften gibt es zehn Disziplinen.
00:59:32Mal sehen, ob ich sie alle zusammenkriege.
00:59:34Zahlensprint, Kartensprint, Zahlenmarathon,
00:59:41Kartenmarathon,
00:59:44Namen und Gesichter
00:59:49Wörter
00:59:54Binärzahlen
00:59:58Abstrakte Bilder, das haben wir vor kurzem geändert.
01:00:00Jetzt sind es einfach Bilder.
01:00:05Historische Daten, das vergesse ich immer.
01:00:07Eine fehlt mir jetzt noch.
01:00:09Gesprochene Zahlen?
01:00:10Ah ja, gesprochene Zahlen.
01:00:12Ich versuche halt jeden Marathon noch mindestens zweimal irgendwie zu machen, also die langen Disziplinen.
01:00:17Mich gerade auch auf die gesprochenen Zahlen zu konzentrieren, weil die sind halt auch vorletzte Disziplinen.
01:00:23Und wenn man da was Gutes hat, dann hat man immer noch die Chance, egal von wo man kommt, noch
01:00:27was einzuholen.
01:00:28Und da geht es ja immer darum, alles richtig zu haben.
01:00:30Man darf ja keinen einzigen Fehler haben.
01:00:47Es ist echt toll geworden.
01:00:49So etwas Schönes habe ich noch nie besessen.
01:00:51Ich habe schon vieles getragen, aber es ist viel schöner als ein Deal.
01:00:56Klar, ich mache mir große Hoffnung, aber es wird halt so, wie es wird.
01:00:59Ich habe schon vieles getragen, aber es wird halt so, wie es wird.
01:01:29Ich wurde manipuliert dazu etwas tie-Laughs so, wie es wird.
01:02:28Welcome to the
01:02:35My Ziel, ich will in die Top Ten kommen.
01:02:37Unter den Teilnehmern sind, glaube ich, acht der zehn zur Zeit besten Athleten der Welt.
01:02:41Wenn ich mich da noch reinquetschen kann, würde mich das sehr freuen.
01:03:21Die Wiedergabezeit ist vorbei. Schiedsrichter, sammeln Sie bitte die Bögen ein.
01:03:25Hattest du besonders einprägsame Bilder bei dieser Disziplin?
01:03:29Oh ja, ich hatte Obi-Wan Kenobi, wie er mit seinen Eiern Bass spielt. Der war gut.
01:03:51Der Weltrekord für Gesichtserkennung lag bei 200. Und du hast 212.
01:03:57Also habe ich den Rekord gebrochen.
01:03:59Genau, Glückwunsch.
01:04:01Darf ich dich umarmen?
01:04:04Du hast Katie geschlagen, zwölf Punkte mehr. Super.
01:04:08Es ist verrückt. Manchmal geht man völlig in der Sache auf, manchmal nicht. Dieses Mal ist es mir gelungen. Fühlt
01:04:15sich gut an.
01:04:17In der Gesamtauswertung nach dem ersten Tag sind die ersten drei Engschuhe aus der Mongolei auf dem dritten Platz mit
01:04:232577, dann Munchschuhe mit 2622 und Alex Mullen mit 2674.
01:04:32Das war okay. Hätte schlechter ausfallen können. Ich hoffe, ich kann mich noch steigern.
01:04:45Auf dem vierten Platz haben wir Yenja mit 2217. Simon und Johannes auf Platz 7 und 8. Aber ich glaube,
01:04:54bei Simon ist noch was drin. Er hat ziemlich gute Ergebnisse im Zahlensprint.
01:05:00Und Johannes ist wirklich gut bei den historischen Daten.
01:05:04Ja, ich denke so ein bisschen, vielleicht ein bisschen weniger, als ich erhofft hatte sozusagen. Aber insgesamt bin ich, glaube
01:05:10ich, ganz gut dabei. Also ich bin ganz zufrieden.
01:05:14Nelson, mal sehen. Er ist im Moment auf Rang 19 mit 1208 Punkten.
01:05:52So many people turn me one way. So many people turn me to stay.
01:05:58Never time to, my mind me up. Caught in motion and I don't want to stop.
01:06:05So many people turn me one way. So many people turn me to stay.
01:06:11Never time to, my mind me up. Caught in motion and I don't want to stop.
01:06:31Was machst du morgen?
01:06:34Ein paar Weihnachtseinkäufe.
01:06:36Okay.
01:06:38Ich muss mich jetzt fertig machen. Wir fangen bald an.
01:06:42In Ordnung. Viel Glück.
01:06:44Danke.
01:06:44Ich liebe dich.
01:06:45Für mich war das nicht die beste Meisterschaft. Aber das kommt auch nicht unbedingt überraschend.
01:06:54Ich habe mich nicht so gut vorbereitet, wie ich es hätte machen sollen. So gesehen läuft es gar nicht so
01:06:59schlecht.
01:07:00Ich habe immer Erwartungen. Manchmal erfülle ich sie, manchmal übertreffe ich mich, aber irgendwie bin ich hinterher immer ein bisschen
01:07:07enttäuscht von mir.
01:07:08Bei den Weltmeisterschaften meine ich.
01:07:14Diesmal trifft es mich noch heftiger, weil ich weiß, ich hätte besser trainieren können und ich hätte viel besser abschneiden
01:07:19können.
01:07:20Ich will unbedingt besser werden.
01:07:22Aber ich habe immer damit zu kämpfen, dass ich denke, was ist es mir wert? Berufsleben und Alltag gibt es
01:07:28ja auch noch.
01:07:30Als ich anfing, war es reine Leidenschaft. Ich habe es geliebt und praktisch nichts anderes mehr gemacht.
01:07:34Ich bin zu einer Meisterschaft gefahren, habe gewonnen und das war toll.
01:07:39Aber jetzt? Ich werde älter und ich habe alles aufgegeben für eine Vollzeitkarriere im Gedächtnistraining.
01:07:48Vierfacher Meisterin, egal was, heißt ja wohl, dass man es drauf hat.
01:07:51Ich war mir sicher, dass mir das hilft, dass ich sagen kann, hey, wollt ihr mich engagieren, damit ich eure
01:07:56Mitarbeiter trainiere?
01:07:57Ich bin vierfacher US-Meister im Gedächtnissport.
01:08:02Die Weltmeisterschaft zu gewinnen, würde nicht zwingend mein Geschäft verbessern.
01:08:04Deshalb ist es schwer zu entscheiden, arbeite ich aktiv an meinem Business oder trainiere ich härter.
01:08:10Was mir natürlich Spaß macht, aber es bringt nicht unbedingt viel Gewinn ein.
01:08:20Aber den letzten Tag, den mag ich. Der ist etwas lockerer, mit mehr von den Disziplinen, die mir gut gefallen.
01:08:24Wundervolven.
01:08:25Und so, ich werde das Recovery.
01:08:28Jag oder Standort zum Beispiel gehen,
01:08:29ich habe eine W рай, bin falsch.
01:08:37Was mir nur ein Fahrzeug gefahren wird,
01:08:39bin ich jedes Malar.
01:08:53Dass die Ver muchísimo genethoden kann.
01:08:53Und das+, tollande,
01:09:54Wenn wir bei den letzten drei Sekunden sind, da gibt es kein Achtung, fertig, los, nein.
01:10:02Ihr hört nur A, B, C. Und dann kommen schon die Zahlen, die ihr euch einprägen müsst, okay?
01:10:12A, B, C, 6, 6, 0, 2, 4, 5, 8, 0, 1, 9, 0, 4, 4, 1, 6, 2, 0,
01:10:339, 3, 9, 9, 2.
01:10:424, 1, 3, 3, 5, 8, 0, 9, 5, 0, 9, 8, 3, 8.
01:11:19Okay, hier haben wir die Top 10.
01:11:21Alex Mall mit 8.851 Punkten.
01:11:27Dann Mung Schur mit 7.970 Punkten.
01:11:31A, Mung Schur Nummer 3, 7.310 Punkte.
01:11:35Gefolgt von Nienja, 7.276 Punkte.
01:11:39Gefolgt von Johannes Malo, 6.830 Punkte.
01:11:42Simon Reinhardt, 6.605 Punkte.
01:12:00Eine Minute mentale Vorbereitungszeit, ab jetzt.
01:12:28Fertig, los.
01:12:36Gefolgt von Nienja, 7.450 Punkte.engthen
01:12:38uns 2015. Bierg
01:12:43Ohr, 25.975 Punkte. Ein Teil
01:12:50am an which I have. Bei dien
01:13:01.九ori machte
01:13:03in kriege. schnell Wandersct
01:13:06You have now 5 minutes to bring the 2nd Kartendec in the previous Reihenfolge.
01:13:38Schiedsrichter, bitte vergleichen Sie die Reihenfolge der Karten im 2. Deck mit denen im ursprünglichen Deck.
01:14:01Hier, das ist meine Punktzahl.
01:14:02Null.
01:14:20Neuer Kartensprint-Weltrekord von Alex Mullen.
01:14:32Hätte man mich vor 2 Jahren gefragt, wo meine Grenze liegt, hätte ich gesagt, irgendein Wert, der nicht weit weg
01:14:36ist von dem damaligen.
01:14:37Und jetzt bin ich fast zweimal so schnell. Die Grenze verschiebt sich immer weiter über das hinaus, was du damals
01:14:43für möglich gehalten hast.
01:14:44Ich setze mir keine bestimmten Limits mehr. Ich versuche einfach nur, mich zu verbessern.
01:14:58Ich versuche immer zu verbessern.
01:15:06Der zweite Platz geht an Mungshu Namandak aus der Mongolei.
01:15:12Und der Gewinner der Gedächtnisweltmeisterschaft heißt Alex Mullen aus den USA.
01:15:37Das Ding hier ist bloß aus Glas. Ich glaube, ich brühre ein Loch hinein und benutze es als Flasche. Aber
01:15:44ich bin mir nicht sicher.
01:15:46Ich meine, das hat sich ja für uns gar nicht abgezeichnet. Also, sie hat es natürlich selber schon gewusst, weil
01:15:50sie selber ja übt.
01:15:51Das war absolut überraschend. Hätte ich nie mit gerechnet. Kann man nur gratulieren. Tolle Leistung.
01:15:55Und vielleicht ist es für uns auch eine Motivation, dass man sich halt schnell noch verbessern kann, wenn man was
01:16:00tut.
01:16:03Ich weiß nicht, wie es mir jetzt geht, wo ich besser bin als die Deutschen und Nelson. Es ist einfach
01:16:08cool.
01:16:08Ich muss aber auch sagen, ich bin sehr glücklich, dass sie mich jetzt auch als Konkurrentin respektieren und nicht nur
01:16:13als Mensch.
01:16:16Das bedeutet mir schon was.
01:16:28Ich muss zum Flughafen. Ach, du verlässt uns schon.
01:16:34Ich möchte, dass die Menschen unter Gesundheit etwas verstehen, das beides umfasst. Den Körper und den Geist.
01:16:40Ich glaube, das machen sich die meisten zurzeit nicht klar. Das möchte ich ändern.
01:16:46Wenn wir körperlich und geistig aktiv bleiben, können wir unser Gehirn und unser Gedächtnis erhalten.
01:17:03Für den Gesunden ist es so, Rollstuhl bedeutet totale Einschränkung. Für mich war sehr angedreht der Fall.
01:17:11Ich bin im Grunde jetzt heutzutage ziemlich dankbar für das, was ich habe. Und auch die Krankheit, die gehört irgendwie
01:17:16dazu.
01:17:21Es ist eigentlich wahnsinnig faszinierend, wie das Gehirn an sich schafft, unsere Eindrücke und unser Leben und die Bilder und
01:17:29die Gefühle, die wir haben, umgesetzt in elektrische Stöße oder Reize nicht nur festzuhalten, sondern uns auch wiedergeben zu können.
01:17:42Das ist für mich eins der großen Wunder der Welt eigentlich.
01:18:05Okay, aus neurowissenschaftlicher Perspektive sind es wahrscheinlich nur Bilder, die du im Kopf hast, in bestimmten Gehirnregionen.
01:18:11Aber philosophisch betrachtet machen Erinnerungen uns aus. Ich meine, das ist doch alles, was wir haben, oder?
01:18:18Oder?
01:18:20Wie läuft es eigentlich noch alles.
01:18:54My best memory is that we were at a dinner table at a restaurant with 10 friends and we were
01:18:59celebrating a birthday.
01:19:00As the Rechnung came, said one of my friends to the waiter,
01:19:04this guy here can see the numbers of credit cards. If he does, he goes to the house, okay?
01:19:094, 7, 8, 0, 1, 1.
01:19:15Da musste ich also ran. Das waren 10, jeweils 16-stellige Nummern, also 160 Ziffern.
01:19:20Und der Kellner gab mir 5 Minuten Zeit. Ein Witz. Natürlich habe ich das locker geschafft.
01:19:28Er hat uns nicht die ganze Rechnung erlassen, aber es gab immerhin ein Essen umsonst.
01:19:34Aber das gleiche haben wir dann noch in einigen anderen Restaurants gemacht. Einen ganzen Sommer lang.
01:19:55Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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