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00:24I'm Thorsten Sträter and what you probably noticed is that I wasn't here for a whole year.
00:28I wasn't here.
00:29I just didn't have a couple of episodes.
00:31I was really shocked.
00:34Although it would have been better, if I had said that I had this knee injury.
00:39That's actually the best Entschuldigung for all of you.
00:42In fast every Kevin Costner film came in,
00:44the Held got almost almost the curve,
00:47um a professional career in the NBA Baseball League
00:50or Football as a linebacker or Quarter Pounder
00:52or the Tahiti Wombats.
00:54But then there was this knee injury.
00:56And that's why Kevin Costner is now a free-schaffender Heizungsentlüfter
01:00in South Dakota
01:01and tries to get back on the earth.
01:03That's dramatic stories.
01:05I met Kevin Costner in the summer.
01:07That was great.
01:09Because he's kind of a hero.
01:10I find Kevin Costner cool.
01:12That was in Berlin.
01:13And he made a promo for the from him finanzierten,
01:15geschriebenen,
01:16gespielten
01:17and from him personally
01:18täglich sprich mit Bäumen
01:19and Pferden bestückten Western Horizon.
01:22He is about three Werktage long,
01:23but still very nice.
01:25Nach all,
01:25what you hear.
01:26And Kevin Costner
01:27Hat sich mit mir unterhalten.
01:29Das ist wirklich da lange.
01:30Sehr freundlich, sehr zugewandt,
01:31Man merkte aber schon dass er sich fragte.
01:34What kind of goddamn Spagulo
01:36Bei 35 Grad Celsiusある
01:394000000000 quat Fahrenheit eine
01:41schwarze Mütze trägt, Da
01:42war geisteskrank. Kevin
01:45Costner hat sich aber nichts anmerken lassen. Und
01:47dann hatte ich noch eine Audienz beim Papst.
01:50Lachen Sie nicht, Jens beim Papst, das war es aber auch.
01:53Es gibt nicht so richtig viel zu berichten.
01:55Außer, dass ich im Vatikan statt einer Mütze einen schwarzen Hut trug,
01:59weswegen der Heilige Vater vermutlich die ganze Zeit dachte,
02:01ach guck, der Exorzist.
02:02Und ansonsten, wirklich, ich dachte, das wäre eine gute Idee.
02:06Ich hatte nur so eine Aktentasche gefehlt.
02:08Dumm.
02:08Ansonsten.
02:16Ansonsten haben wir mich ausgeruht.
02:17Also, ich habe das versucht, ich bin da nicht gut drin.
02:19Zusätzlich hatte ich natürlich mal wieder einen schweren depressiven Schub.
02:22Das hieß hier wirklich Therapie around the clock und so.
02:25Und ich bin aber jetzt einigermaßen wieder clear.
02:28Und ich bin im Europapark in Rust aufgetreten.
02:30Kennen Sie den? Sensationelles Ding.
02:33Freizeitparks sind ja im Prinzip der einzige Ort,
02:35wo man sich freut, wenn Kinder schreien.
02:36Aber...
02:39Denken Sie darüber nach?
02:41Aber ich hatte eine Garderobe, wo ich auftrete.
02:43Die Halle ist mitten in dem Park.
02:44Und dann hatte ich oben so eine sehr stille Garderobe schön dekoriert.
02:47Und direkt an meinem Garderobenfenster verlief die Strecke dieser Superachterbahn.
02:52Und deswegen ballerten genau.
02:53Ich habe es gestoppt.
02:54Alle 2,6 Minuten.
02:56So eine Fuhre kreischt.
02:57So...
02:58An meinem Fenster vorbei.
03:00Ich konnte mich null entspannen bis zum Auftritt.
03:03Das ist mir so auf den Sack gegangen, dass ich mir irgendwann die Gesichter gemerkt habe von den Leuten in
03:07der Achterbahn.
03:09Und dann bin ich denen ins T-Motel gefolgt.
03:10Habe gewartet bis morgens halb vier ist.
03:12Dann bin ich die Gänge rauf und runter gegangen.
03:14Habe sehr leid.
03:14Ui, Looping, Hamsti, Wanssti.
03:16Ui, geschrien.
03:17Und deswegen stehe ich im November in Rust wegen Hausfriedensbruch vor Gericht.
03:21Und mein Anwalt bereitet schon eine epische Entschuldigung vor.
03:26Und wenn das nichts nützt, erzähle ich eben, dass ich eigentlich gar nicht in Rust hätte sein sollen.
03:30An sich war der Plan, dass ich nach der Schule direkt das Animateur zur Luftwaffe und dann mit meinem gesparten
03:35Dick ins Frikadellen-Business richtig breit aufgestellt.
03:38Aber dann war da diese verdammte Knieverletzung und ich musste auf Komiker umsatteln und dann war ich halt doch hier.
03:44Und ich bin jetzt da.
03:45Und wer noch?
03:46Meine Gäste.
03:47Meine Gäste.
03:48Heute sind die lustigsten Zwillinge seit der Verfilmung von Shining.
03:54Ihre Show ist berühmt und fantastisch und heißt Worldwide Wohnzimmer.
03:58Und sie haben sich heute gewiss ganz doll schick gemacht.
04:00Hier sind Dennis und Benni Wolter.
04:02Ich mach mich richtig vor.
04:04Von innen und außen.
04:06Lass dich wieder reinlaufen.
04:09Bis zum Kreislauf bei mir in der Bierbadewanne.
04:13Bierbadewanne.
04:15Von innen und außen.
04:17Lass dich wieder reinlaufen.
04:19Lass dich wieder reinlaufen.
04:20Bis zum Kreislauf bei mir in der Bierbadewanne.
04:22Das ist schön.
04:26Glockt ihr euch ein Champagner rein?
04:28Auf die drei Hübschen erstmal anstoßen, oder?
04:30Die drei Hübschen, ja.
04:31Ich liebe das.
04:32Dennis.
04:32Und Benni.
04:34Dennis.
04:36Fast.
04:37Ja?
04:38Er.
04:38Benni.
04:39Ja.
04:39Das ist der einzige, womit ich ein bisschen Schwierigkeiten habe.
04:42Oh.
04:43Dann mach ich das kurz.
04:45Auf meinen Arm.
04:46So.
04:46Kannst du das festhalten?
04:48Das klebt nicht gut.
04:49Ja.
04:49Du auch.
04:50Weil da hab ich wirklich Schwierigkeiten mit.
04:51Deswegen sag ich in der Sendung immer, na ihr Jungs.
04:53Lass mich das mal abreißen lassen.
04:54Lass mich das mal ab.
04:56Das wäre doch gar nicht so schlimm, oder?
04:58Also wir nehmen es ja nicht über.
04:59Das ist ja nicht schlimm, aber das ist bei Zwilling Nummer.
05:01So habt ihr das nicht häufig?
05:02Eigentlich nicht.
05:05Wölfer hat Wohnzimmer.
05:06Ist Ihnen das allen ein Begriff.
05:07Ja.
05:08Für den Fall, das nicht für Sie da draußen, die Sie komplett in Holzmobiliar sitzen und
05:13keine Hose anhaben.
05:15Dennis und Benni sind Pioniere und Lichtgestalten des quasi digitalen Fernsehmachens.
05:21They would like to watch TV, as we would like to do it, if they would like us to do
05:26it.
05:29They have a famous show, where everyone goes to the show with absolutely hirn-for-branning
05:35and talks and baller-baller, and that makes a lot of fun.
05:39And you make that ewig, right?
05:40Yeah, we started with YouTube in 2010.
05:43How old are you now?
05:4546.
05:4646.
05:4747.
05:4848.
05:5049.
05:5229.
05:52Und das war aber immer schon euer Traum?
05:55Hier zu sitzen war schon immer mein Traum.
05:57Auch schon damals.
05:58Ja, grundsätzlich ist das Lustige daran, weil das, was wir machen, da bist du ja auch ein
06:03Teil davon, wir haben dich auch schon x-mal eingeladen, das ist das, was wir immer machen
06:06wollten.
06:06Irgendwie ist das komisch, dass wir das jetzt beruflich machen dürfen oder schon so lange.
06:10Ist irgendwie komisch.
06:11Ich habe irgendwie Schiss, dass jemand klopft und uns zum Arbeiten schickt.
06:16Aber ist es nicht im Prinzip auch Arbeit?
06:19Ja, es ist schon Arbeit, aber auch Berufung und es macht mich sehr glücklich.
06:27Das ist wunderschön.
06:38Ihr hattet 400 Gäste.
06:40Ja.
06:41Was war der geilste?
06:42Ernie und Bert, glaube ich.
06:44Ihr hattet Ernie und Bert.
06:46Das war wirklich toll.
06:49Privat.
06:49Privat Arschlöcher.
06:51Aber vor der Kamera.
06:52Gerade Bert.
06:53Starke Schwitzer.
06:54Starke Raucher auch.
06:55Aber Ernie und Bert, dann kommen dann zwei Puppenspieler und die bauen sich auf.
06:58Nein, da kommen Ernie und Bert.
07:00Wir steigen aus dem Mai-Taxi und stehen ins Studio.
07:03Benni ist der naive, der andere ist der geschäftsüchtige.
07:10Lieber Puppens, du bist der Süße und du bist der naive.
07:16Aber ihr hattet tolle Gäste, Ernie und Bert.
07:18Ja, wir hatten ganz viele.
07:20Sag mir mal einen Promi, den du gerne magst und wir sagen dir, ob der schon bei uns war.
07:24Frank Sinatra.
07:30Ich mag natürlich Felix Lobrecht sehr gerne, weiß aber auch, dass er dauernd baurig war.
07:36Der deutsche Frank Sinatra.
07:39Roland Kaiser war auch schon da bei uns.
07:40Ist Roland Kaiser ein netten? Roland Kaiser ist ein netten, oder?
07:43Der ist unfassbar nett, Roland Kaiser.
07:44Aber maßgeschneiderte Kleidung.
07:46Ja?
07:47Maßgeschneiderte Kleidung.
07:48Ich hab mal kurz mit ihm am Rande von irgendwas mit ihm darüber geredet und der kleidet sich exquisit.
07:53Man sieht es nicht und das ist das Gute daran.
07:55Der kleidet sich ganz, ganz fein.
07:56Wird er gerne hören, ja.
07:57Ihr hingegen, Klammer auf, innerhalb der Frage.
08:02Du hast mir eben verboten im Off, kann man ja sagen, wir sprechen auch bevor die Sendung losgeht,
08:06hast du mir verboten die Arme hochzunehmen.
08:08Ist das so?
08:09Weil man dann wahrscheinlich meine seitlichen Bauchmuskulatur sehen könnte.
08:12Ich glaube, um deine seitliche Bauchmuskulatur zu sehen, braucht man mehrere Skalpelle.
08:19Aber, aber das, dass man...
08:23So...
08:25Wieder eins stumm.
08:27Wieder eins stumm.
08:29Aber...
08:32Ihr seid ja, ähm, naja, Brüder natürlich.
08:36Und seid ihr diese Brüder, wie man sich das wünscht?
08:39Also habt ihr von vornherein als Kinder gesagt, wir machen mal zusammen was im Fernsehen?
08:43Das gar nicht.
08:44Diese Fernsehgeschichte oder diese Geschichte, was du veröffentlicht, das kam bei uns oder
08:47mit dir mit 18 und ich wollte damit ja gar nichts so zu tun haben.
08:50Die ersten zwei Jahre wurde ich gezwungen, das zu machen.
08:53Ist das so?
08:53Ja.
08:53Ich hatte gar keinen Bock.
08:54Ich hatte extrem schlichte Laune und ähm, das ist seit ungefähr...
08:57Ich hab damals schon den Kopf gehabt fürs Business und hab dann diese Sendung erfunden.
09:00Und seit einem halben Jahr wird's besser langsam.
09:02Den Kopf gehabt fürs Business?
09:03Ja.
09:03Damals schon den Kopf fürs Business und der andere war ein bisschen naiv.
09:06Ich glaube, ihr redet aneinander vorbei.
09:09Aber wir verbringen ja auch sechs Tage die Woche zusammen, auch privat sind wir unser
09:13bestes Jahrvoll.
09:14Ist das?
09:14Aber ihr wohnt nicht zusammen, ihr wohnt schon getrennte...
09:17Es geht nicht.
09:17Ja.
09:18Habt ihr nie überlegt zu sagen, ja, pass mal auf, ich spiel im neuen Winnetou-Film mit
09:22und du machst mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal auf?
09:26Ja.
09:26Dass ihr da irgendwie...
09:27Dass ihr euch da mal komplett absehen...
09:28Die Mail ist raus.
09:29Jeder macht was eigenes?
09:31Boah.
09:31Aktuell nicht.
09:32Aktuell nicht, nein.
09:33Ich glaube, wir würden alleine...
09:34Aktuell nicht klingt, als ob's nächste Woche eine Pressemitteilung gibt.
09:38Ich sag doch nicht aktuell nicht.
09:39Nein.
09:40Das war mit Annabella Kiesbauer ein Talk um zwei.
09:42Also ich erst mal nicht.
09:43Diese Kalenderwoche sehe ich da gar nichts.
09:45So klingt das.
09:45Wir müssen uns erst mal etablieren zusammen und dann, wenn wir dann 46 sind, kann man gucken,
09:50ob Benni dann irgendwie bei Studis Manic 2 4 mitspielt und ich dann ein Buch schreibe
09:54oder so oder was zeichne oder knete.
09:56Du kannst zeichnen.
09:57Dein Berufswunsch war Comiczeichner, ne?
09:58Haben wir mal einen Zettel und einen Schiff?
10:00Ich kann sehr gut Comiczeichnen, ja.
10:01Kannst du wirklich?
10:02Ja, wirklich.
10:04Wieso?
10:04Ich kann doch sagen, was ich kann.
10:05Unsympathisch.
10:06Eine Sache kann ich, das kann ich.
10:07Da ist eine Pappe gekommen.
10:08Was soll ich denn zeichnen?
10:09Batman.
10:11Ne, keinen, den es schon gibt.
10:11Ich bin ja so ein Künstler.
10:12Ach.
10:13Was soll ich denn zeichnen?
10:14Ne, keinen, den es schon gibt.
10:15Bobby Börek, der tanzende Porree.
10:17Was weiß ich?
10:33Ist das Zeichnen etwas, wo du deinen Bruder instinktiv schon immer unterstützt hast?
10:38Ja, Bendy kann auch gut zeichnen.
10:40Bist du Bauchredner?
10:41Weil du hast gar nicht den Mundgericht.
10:44Wir haben einen Deal.
10:45Wenn Dennis zeichnet, dann muss ich ruhig sein.
10:47Okay, verstehe.
10:48Um nicht von der Kunst abzulenken.
10:49Ja.
10:50Das ist toll.
10:51Uh, das ist aber...
10:52Ja, da sieht man schon wieder, das war ein eklatanter Fehler, ihm den Stift zu geben.
10:57Das ist aber, andererseits ist es auch ganz schön.
11:00Das ist Horstel Streeter, wie er lustig aussieht.
11:02Ah.
11:07Jo.
11:09Toll.
11:16Bleib.
11:17Wie.
11:18Du.
11:19Bist.
11:20Mein.
11:21Freund.
11:24Bleib.
11:24Wie.
11:24Du bist.
11:25Das ist schön, ne?
11:34Mein Therapeut sagt genau das Gegenteil.
11:37Aber trotzdem freue ich mich, freue mich.
11:39Das ist wunderschön.
11:40Bleib, wie du bist.
11:41Ist das schön?
11:42Ohhhh.
11:44Mensch.
11:45Was?
11:47Und du?
11:49Was, was, Benni, wolltest du eigentlich werden?
11:51Was war dein Wunsch?
11:51Ich wollte früher ein deutscher Nationaltorhüter werden.
11:54Haben wir mal einen Ball?
11:57Ich kann mich ja nicht strecken, sonst bin ich ja bauchfrei.
11:59Benni hat in einem einzigen Spiel als Torwart 33 Gegentore bekommen.
12:08Du warst in der Verteidigung.
12:09Ja, aber du warst trotzdem 33 Gegentore.
12:13Ja, aber man muss ja sagen, dafür habe ich ja 100 gehalten.
12:15Das ist eine ganz gute Quote eigentlich.
12:17Und ich habe bis ich zwölf.
12:18Gegen wen habt ihr gespielt?
12:19Eine Scoot-Rakete?
12:20Wer hat denn da auf euch geschossen?
12:22Die Väter, die normalerweise am anderen Seitenrand stehen, haben wir drauf gebolzt.
12:25Ne, gegen eine Mannschaft, die war schon stark, aber 33 hätte nicht sein müssen.
12:31Finde ich, das kann man so sagen.
12:33Also bei aller Selbstkritik kann man sagen.
12:42Aber ich kann extrem gut Dieter Bohlen nachmachen.
12:44Och man, das mag ich gar nicht, wenn du mich hier so...
12:47Ich finde doch ganz gut.
12:47Auf diesen Mikros hörst du mich doch echter an.
12:49Benni kann Dieter Bohlen redend und am Klavier singen.
12:52Das finde ich mittlerweile sogar noch besser.
12:54Ehrlich?
12:54Ja, der kann ihn singen.
12:55Möchtest du mit singend anfangen?
12:57Nein, ich muss mich erstmal eingerufen.
12:59Dann setzen wir nochmal hin mit dem Brustkorb.
13:01Danke, Manager.
13:04Ja, total geil, Jörg.
13:13Mach ich fertig, Dieter.
13:15Das ist wirklich toll.
13:17Das ist das erste Mal, dass ich sehe, dass es auch funktioniert.
13:19Respekt dafür.
13:20Ja, danke, Thorsten.
13:21Du bist Kompliment, du.
13:23Hammermäßig.
13:23Und deine Songs, die du raussuchst, sind scheiße.
13:25Du hast keinen Grund.
13:26Du bist besser geworden, ne?
13:27Ich bin total geil.
13:28Ich bin ja okay.
13:29Jetzt mach ihn singen.
13:29We have a dream.
13:33We have a dream.
13:34Lady in the family.
13:35Thank you very much.
13:47I've found that.
13:49I've got a plan with Bonnie Tyler.
13:51Mark McLotkin.
13:52That's a problem.
13:53I've got a plan with Bonnie Tyler.
13:53I'm on the floor.
13:54I'm on the floor.
13:56Billy.
13:57Billy.
13:58Can I ask?
13:59Can I ask another question?
14:00Can I ask another question?
14:02Yeah, sure.
14:03Stichwort menschliche Eitelkeit.
14:05Ich bin komplett auf eurer Seite.
14:06Wir haben darüber gesprochen.
14:07Ihr habt euch Haare implantieren lassen.
14:11Hat das weh?
14:13Wir haben ein paar Betäubungsspritzen bekommen.
14:16Tun die wenigstens weh?
14:18Nein, das geht.
14:21Man kriegt doch Spritzen in die Kopfhaut.
14:23Aber die ballern doch.
14:24Hm.
14:26Hm.
14:27Nein.
14:31Das ist eine bezahlte Partnerschaft.
14:32Mit dem schönen, das ist die roten Nähe.
14:35Besten Spritzen, die ich hier gekriegt habe.
14:36Direkt auf dem Knochen.
14:37Es waren neun.
14:40Aber wir feststellen,
14:41sind die technisch doch so weit,
14:42dass das toll aussieht.
14:43Ich hatte immer darüber nachgedacht.
14:46Punkt.
14:47Verstehst du?
14:49Das muss auch niemand machen.
14:51Ich habe mich auch ohne so viele Haare gut gefühlt.
14:55Und es ist ja nicht so, dass umso mehr Haare man hat,
14:56umso attraktiver ist.
14:57Man ist ja gar nicht so.
14:58Sondern ich glaube, es geht auch, wie fühlt man sich selbst.
15:00Und ich fühle mich jetzt einfach wohler.
15:02Aber hätte ich das nicht vergünstigt bekommen,
15:04hätte ich es auch nicht gemacht.
15:14Das ist doch geil.
15:15Das heißt, wenn irgendein Arzt,
15:18irgendein Arzt da draußen,
15:19dem Benni etwas vergünstigt anbieten möchte.
15:22Er macht das, solange es vergünstigt ist.
15:24Was möchtest du noch haben?
15:25Neue Kniescheiben?
15:27Ich hätte gerne ein Sixpack.
15:29Ja, es geht alles.
15:31Dann würdest du wirklich gerne,
15:33so viel trainieren und dich selbst optimieren,
15:35dass du richtig durchtrainiert bist?
15:36Würde ich nicht schaffen.
15:37Dafür liebe ich diese Sünden dieser Welt.
15:41Welche Sünden?
15:42Die Sünden dieser Welt.
15:43Die Sünden dieser Welt.
15:45Wie Umweltverschmutzung.
15:46Nein, aber was für...
15:47Edle Tropfen mit Birne-Helene-Füllung.
15:52Edle Tropfen in Nuss.
15:53Die größte Werbelüge, die ich je gehört habe.
15:57Das ist die allergrößte.
15:59Wo die selbst für diesen Tankstellen-Schnapp sagt.
16:01Das können wir nicht machen.
16:03Lass uns niemand so eine Praline reinpumpen.
16:05Die Leute spüren ja nichts mehr.
16:07Das kriegt Oma Frieda zum 90.
16:09Schönen Nachmittag noch.
16:11Als wenn ich Rührei mache.
16:13Ich schlag dir in der Seite auf.
16:17Dieses Gespräch hat keine Struktur.
16:22Wir müssen kurz innehalten.
16:24Es ist an der Zeit für mich, meine kleine Mats aus den 70er Jahren zu präsentieren.
16:29Aus den Archiven des WDR.
16:31Und ich habe diesen Film heute Morgen um 10.30 Uhr nachvertont.
16:34Ich hatte nicht viel Zeit.
16:36Dafür ist es auch gar nicht so gut geworden.
16:38Und bitte!
16:40Vielleicht zeigen Sie uns mal, wie man eine solche Dürtelschnalle...
16:44Was hat sie gekostet?
16:451,90.
16:461,90.
16:46Etwas schöner machen kann und zwar indem man sie verkupfert.
16:49Sehr gerne.
16:50Hier haben wir das schon mal hier etwas abgespült.
16:53Ja.
16:54Zunächst aber löse ich 200 Gramm Kupfersulfat in ca. 800 Kubikzentimeter Wasser.
17:01Normales Leitungswasser.
17:02Normales Leitungswasser.
17:03200 Gramm, das ist etwa die Hälfte?
17:04Etwas weniger als die Hälfte, möchte ich sagen.
17:07Dann 100 Kubikzentimeter von diesem Tafel Essig.
17:10Das wäre etwa so viel, ne?
17:11Etwa so viel.
17:12Einfach hinein.
17:13Einfach hineingeben.
17:14Ja.
17:14So lange Rühren, bis eine klare Lösung entstanden ist.
17:17Ja.
17:17Ja.
17:18Dann reinige ich diese Schnalle mit einem Scheuermittel.
17:22Ja.
17:23Sie ist schon gereinigt.
17:24Reibe so lange, bis man meint, sie ist sauber.
17:26Ja.
17:26Das ist also um das Ganze zu entfetten.
17:28Ja.
17:28Dann nehme ich dieses Kupferdraht.
17:31Bitte sehr.
17:31Hänge den in diese Lösung rein und verbinde ihn mit dem Pluspol, das heißt mit der kurzen
17:38Lasche.
17:39Mit der kurzen Lasche.
17:40Ja, ja.
17:40Das ist ja alles irgendwie unglaublich charmant, aber irgendwie, finde ich, trifft es den Kern
17:45der Sache nicht.
17:46Nochmal.
17:49Morgen Herbert.
17:50Na schau mal, ich stecke in der Klemme.
17:52Ich habe hier den Schließmuskel von C3PO und ich habe mir gedacht, da dein Kopf aussieht
17:57wie Chewbaccas Knie, kannst du mir da vielleicht ein bisschen Bling Bling drauf machen, sonst
18:01passt das nicht.
18:03Schön, dass du fragst, Susi.
18:05Ja, das kann man einfach selbst mit Sachen aus dem Supermarkt machen.
18:07Du brauchst nur 70 Tränen von der Hogwarts-Eule, die stehen im Pennymarkt neben dem Paniermehl.
18:12Dann zwei beherzte Hiebe kochendes Palmin.
18:16Das habe ich hier in der Quetschi-Quetschi-Flasche.
18:18Und das manschen wir alles zusammen.
18:20Das muss ja nicht schmecken, das muss wirken tun.
18:22Auch sprachlich.
18:24So.
18:24Jetzt kommt ein bisschen Salz und Pfeffer an die Androiden-Pupe.
18:28Das macht das Ganze würzig.
18:29Und wer diesen Schritt überspringt, soll in der Hölle schmoren.
18:32Und jetzt ist ein bisschen Zeit, also kloppe ich meine Zahnspange in Blausäure.
18:36Spaß muss sein.
18:37So.
18:39Weiter.
18:40Jetzt habe ich mal hier meine privaten Brustwarzen-Klemmen auf einem Blech gelötet.
18:45Und unten ist eine Uhr, damit man nicht bummelt und weiß, ah, schon eins.
18:50Nun der wichtigste Schritt.
18:52Jetzt kommt das Roboter-Pohloch zur Zahnspange.
18:55Das riecht dann besser.
18:56So.
18:57Und hier siehst du schon wieder zwei Stunden rum.
19:01Ja, das ist übrigens ein schönes Hemd, Herbert.
19:04Gibt's in der Matrix ein Taco?
19:05Na, du bist ja süß.
19:09Rüri, Rüri, Rüri.
19:11Siehste.
19:12Und schon passt es hintenrum zum Rest.
19:14Jetzt kann C3-Po sich gleich nach vorn bücken, vier Gewinde schrauben.
19:18Fertig ist die Laube.
19:20Ja, das ist alles, was windet sich da vorhin.
19:27Eine Frage noch.
19:28Ganz kurz zwischendurch.
19:29Beide keinen Führerschein?
19:31Nein.
19:32Weil?
19:33Hat sich nicht ergeben.
19:36Aber Haare implantieren.
19:38Sind euch Haare wichtig als Mobilität?
19:40Oder was ist das Problem?
19:40Also wir haben ja auch versucht ihn zu machen.
19:43Klaas, Häuferunlauf, hat versucht uns den auch beizubringen.
19:45Also wie man Auto fährt.
19:46Es hat nicht funktioniert.
19:47Ich fühle mich am Steuer, wie manche Leute sich fühlen, wenn die ins All fliegen.
19:50Also ich kann mir nicht vorstellen, dass ich irgendwann auf der Autobahn fahre.
19:53Ich habe es versucht.
19:53Ich habe panische Angst.
19:54Ich kann es nicht mehr.
19:55Und ich kann es kraftemäßig und finanziell auch nicht.
19:57Gerade aktuell nicht.
19:59Deswegen bin ich hier.
20:00Ja.
20:02Und du?
20:03Ich kann mich dem nur anschließen.
20:07Eine letzte Frage.
20:08Was wollt ihr überhaupt noch erreichen?
20:11Und was ist eure finale Botschaft an die Menschen da draußen?
20:18Warte noch ein bisschen höher.
20:20Was wollt ihr überhaupt noch erreichen?
20:22Was ist eure Lebensphilosophie?
20:24Was hat euch geprägt?
20:25Und was ist eine wirklich tiefgreifende, lebensverändernde Botschaft für die Menschen da draußen?
20:32Jetzt fragst du mich, der seine Cognac-Bohnen so aufschlägt und dann trinkt?
20:36Ja.
20:36Das frage ich euch beide.
20:38Denn ich weiß, dass in euch schlummert ein Philosoph.
20:41Da schlummert Hilfe fürs Leben.
20:42Ihr habt so viel erreicht in so jungen Jahren.
20:46Sagt es den Menschen.
20:47Also ich glaube, es ist erstmal wichtig, dass man das tut, was man liebt.
20:50Ich glaube, dann kann man schon mal so gar nicht so viel falsch machen.
20:52Also das machen wir ja auch schon, seit wir jetzt berufstätig sind.
20:55Machen wir das, was wir lieben.
20:57Also das ist ein großer Tipp.
20:58Also sich auch jetzt nicht, auch wenn man jetzt zum Beispiel in einem Job arbeitet,
21:01es macht einem irgendwie gerade keinen Spaß, sich einfach trauen.
21:03Auch wenn das natürlich ein Risiko ist, ein finanzielles Risiko.
21:05Also was ich noch erreichen will, ich möchte einen Fernsehpreis gewinnen.
21:07Ja.
21:08Mehrere.
21:09Und ich möchte an der Stelle, was wir so weitergeben können.
21:12Rosenstolz zitieren.
21:14Liebe ist alles.
21:14Alles, was wir brauchen, lass es Liebe sein.
21:17Das ist es.
21:41Ein Gespräch, dessen Handlungen ich nicht zwingend nacherzählen kann, aber es war wunderschön.
21:45Nun, nun aber kommen wir wieder zu einer weiteren Top-Rubrik.
21:51Die Rubrik über seltsame Sprache.
21:53Wobei das an sich ja jede in meiner Rubriken ist.
21:55Aber diese spezielle Rubrik könnte durchaus und gut und gerne Kladderhade-Dudder heißen.
22:01Heißt aber Aktewix.
22:03Los geht's.
22:05Applaus
22:14Es gibt echt Formulierungen, die mich maximal auf die Palme bringen.
22:18Und ich glaube, wir sind jetzt fast am Siedepunkt angekommen.
22:23Jüngst bedürfte ich einer Fuhre Trost.
22:25Ich war nämlich beim Ernährungs-Coach.
22:28Das sagt man so, Coach.
22:29Für einen Berater war er zu durchtrainiert.
22:31Und er schrieb mir direkt mal auf, ich solle morgens ein halbes Pfund Haferflocken mit
22:36Heißwasser übergießen und dann essen.
22:39Ich habe ihm dann gesagt, das würde ich mir erstmal aufsparen, bis ich mal in Haft bin.
22:43Aber er hat darauf bestanden.
22:45Er hat gesagt, das wäre gesund und ich müsste das machen.
22:48Und das war richtig schlimm.
22:49Schlimm indes war nicht nur, dass damit Croissants gestrichen waren.
22:52Also jenes Franzosengebäck, das beim Reinbeißen ansatzlos explodiert
22:56und ein bisschen die Besenkammer-Blättertreichfragmente blästert.
23:00Mein Coach sagte außerdem, und das ganz offensichtlich, um mich zu trösten.
23:07Junge, davon geht die Welt nicht unter.
23:10Und da dachte ich, stimmt.
23:13Es muss aber auch nicht von allem, was scheiße schmeckt, der Planet vor die Hunde gehen.
23:18Und wo kommt das eigentlich her?
23:21Er geht vor die Hunde.
23:22Wir müssen was tun.
23:23Steve geht vor die Hunde.
23:25Und jetzt?
23:27Nix.
23:28Der ist halt vor die Hunde gegangen.
23:30Die haben überwiegend süß geguckt.
23:32Und dann ist er wieder rein.
23:35Generell Hunde-Redensarten check ich nicht.
23:38Schlafende Hunde soll man nicht wecken.
23:41Zwei Fragen.
23:42Eins.
23:42Warum?
23:43Frage zwei.
23:44Warum schlafende Hunde?
23:45Sollte es nicht heißen, Hunde soll man nicht wecken?
23:47Jetzt mal ehrlich, oder?
23:49Ich meine, gerade bei bereits wachen Hunden macht man sich ja durch unnötige Weck-Aktionen
23:53ein bisschen sehr zum Kasper.
23:56So war ich.
23:57Davon geht die Welt nicht unter.
23:59Und was, wenn doch?
24:01Was, wenn mich morgendliches Getreidepampe fressen so aggressiv und Ballaballa macht, dass
24:07ich mich wie ein Huhn verkleide, so kostümiert in ein Atomkraftwerk eindringe und so lange
24:13gegen die Brennstäbe picke, bis alles in die Luft fliegt.
24:16Den überlebenden Technikern wird das natürlich nicht geglaubt, dass da der unheimliche Hühnermann
24:20die Kernschmelze durchgeführt hat.
24:22Dann verdächtigt jeder jeden über Kreuz und dann gibt's Krieg.
24:25Das Huhn wird zum Symbol für Widerstand gegen das herrschende System.
24:30Ganze Armeen stürmen mit lautem Kickeriki aufeinander zu.
24:34Die Führer der großen Nationen drücken auf den Knopf, bumm, die Welt geht unter.
24:37Nein, geht's dir nicht.
24:39Blöde Reden zur Art.
24:40Aber Spaß beiseite.
24:41Was man generell mal sagen muss.
24:43Wir können es an der Stelle mal so sagen, wie es letztlich ist.
24:46In dieser Rubrik hier, Akte Wix, gehe ich eigentlich immer so vor, dass ich die entsprechende
24:51Redewendung bewusst falsch verstehe, beziehungsweise absolut wörtlich nehme.
24:55Und das ist ab und zu mal lustig und ab und zu nicht.
24:58Und das bringt uns jetzt echt mal zu einem Fall, der mich wirklich ärgert und das schon
25:02lange.
25:03Die sogenannte Augenhöhe.
25:06Sie kennen das vielleicht.
25:07Leute erzählen Ihnen, sie könnten oder würden oder müssten anderen Menschen durchaus
25:11auch mal auf Augenhöhe begegnen.
25:13Kennen Sie das?
25:14Nee, Brigitte, wenn ich mit dem Martin rede, dann nur auf Augenhöhe.
25:18Oder dieses Gespräch mit dem Ryanair-CEO über den Zersetzungsprozess von Klopapierlinienmaschinen
25:24mit Destination Malewuckeninseln war so gar nicht auf Augenhöhe.
25:28Der Herr hat doch seinen Lebtag nicht in so einer eigenen Kotzentrifugen gemulcht.
25:32Der erleichtert sich doch in seinem Domizil in der Londoner Bond Street in eine Schüssel
25:36aus Hutschenreuter Porzellan.
25:37Und dann kommt der Butler, brüllt Gott mit ihm, drückt die Spülung und salutiert.
25:41Ein völlig unnötiges Satzungetüm, ehrlich gesagt.
25:44Trotzdem.
25:46Was ist diese Augenhöhe?
25:47Jetzt mal ohne Scheiß.
25:48Auf Augenhöhe.
25:50Warum reden wir so?
25:51Und seit wann?
25:53Wir alle werden doch mit exakt der gleichen Augenhöhe geboren.
25:57So simpel, so unumstößlich war.
25:59Und viel wichtiger, wir verbleiben ja bis zum Ende unseres Lebens.
26:03Exakt auf dieser unserer Augenhöhe.
26:05Natürlich neigt der Mensch dazu, auf andere herabzuschauen.
26:08Wenn es einem anderen schlechter geht, er weniger hat oder irgendwie weniger weiß,
26:13werden wir beim Kontakt mit diesem Menschen subtil in unserem Wert erhöht.
26:16Glauben wir.
26:17Ist natürlich Quatsch.
26:19Die, die weniger haben, wissen oft mehr.
26:21Und die Alten sind nicht zwingend schlauer als die Jungen.
26:23Oder nehmen wir ein Beispiel.
26:25Da ist zum einen der vierjährige Finn und auf der anderen Seite Olaf Scholz.
26:33Finn trägt gerne Schuhe, die bei jedem Schritt blinken.
26:36Und isst gerne Quetschis, also Zucker, der mühsam mit Obstsoße gestreckt wurde.
26:42Olaf Scholz trägt gern zu enge Anzüge und hat ne alte Aktentasche, die er auf TikTok vorzeigt.
26:48Sind die beiden auf Augenhöhe?
26:51Streng genommen nein.
26:53Denn wenn Finn noch vorm Mittagessen 184 Kekse gegessen hat und danach gefragt wird, sagt er, ja Mutti.
26:59Denn er weiß auch mit vier.
27:01Die Kekse sind weg und der Wellensittich war es nicht.
27:05Wenn Olaf Scholz nach Wirecard gefragt wird, grinst er, als wäre er mental nicht ganz auf dem Posten.
27:11Und man nickt Gott ergeben, na klar, das hat er vergessen.
27:14Er kennt ja auch seine Konfektionsgröße nicht.
27:17Das macht Finn mit vier Jahren zum besseren Staatsmann.
27:21Der will aber eigentlich nur Paw Patrol gucken.
27:24Olaf Scholz hingegen möchte dieses Land regieren und irgendwann wird er es bestimmt versuchen.
27:28Wir haben alle die gleiche Augenhöhe, wir sehen nur unterschiedlich auf Dinge.
27:34Anderes Beispiel, ja kann ich geradeaus, Kameramann.
27:37Ist länger hier als ich, besser ausgebildet, völlig unentbehrlich, steht dabei absolut nicht im Mittelpunkt.
27:43Denn unsichtbar als hinter der Kamera geht ja schon mal gar nicht.
27:45Und ich habe auch noch nie erlebt, dass sich die Kameraleute verzetteln, wie Autoscooter gegeneinander bämsen und sich wütend gegenseitig
27:51filmen.
27:52Machen die gar nicht.
27:54Wäre geil, machen sie aber nicht.
27:55Stell dir das mal vor.
27:57Manfred, ich filme das jetzt, das machen die nicht.
28:00Die haben das gelernt.
28:01Fazit, können mehr als ich, sind unfassbar wichtig.
28:04Ohne die geht gar nichts.
28:05Und wir sind trotzdem übereingekommen, völlig normal miteinander umzugehen.
28:08Also, lassen sie sich nicht erzählen, sie müssten irgendeine Augenhöhe erlangen, um mitreden zu dürfen oder sich vollwertig zu fühlen.
28:16Sie haben das alles bereits.
28:18Kann natürlich sein, und das ist der Punkt, das fällt mir gerade ein, dass mit auf Augenhöhe echt die Augenhöhe
28:26gemeint ist.
28:27Also, auf welcher Position ihnen die Klüsen am Kopf stehen.
28:30Das ist ja auch möglich.
28:32Und wenn die jetzt natürlich sehr tief sind, also so, dass ihre Wimpern bei geschlossenen Augen neben den Nasenflügeln aufliegen,
28:38dann müssen sie halt wieder tricksen.
28:41Dann müssen sie sich unbedingt die Augenbrauen höher ansetzen mit so einem Malstift, sonst sieht das nicht aus.
28:45Und meiden sie Kleidung aus Plüsch mit Querstreifen, sonst sehen sie aus wie einer von den Muppets.
28:50Und das ist, wenn ich das immer wörtlich nehme, das ist schlecht.
28:54Ich danke Ihnen.
28:55So, ich wollte es nur gesagt haben.
28:58Augenhöhe.
29:02Das ist, ich kann mich da reinsteigern.
29:08Aber ich brauche jetzt einen Moment der Andacht und Pause, was uns eine weiteren kleinen Rubrik nennt.
29:16Ich nenne sie immer Rubriken, wo ich einen weiteren Gast habe, nämlich Tino Bommelino.
29:20Ein Ausnahmekünstler, der in seiner Rubrik Tino Bommelino Material präsentiert, das ich ums Verrecken nicht kenne.
29:27Ich weiß nicht, worum es geht.
29:27Ich habe es nicht gesehen.
29:29Wie Sie sehe ich das, was jetzt kommt, zum allerersten Mal.
29:32Begrüßen Sie Tino Bommelino mit seiner Rubrik Tino Bommelino und folgendem Jingle.
29:55Ich bin ja immer unter Druck, ein neues Thema zu finden.
29:59Und dann saß ich so zu Hause und habe überlegt.
30:01Und dann habe ich aber gemerkt, dass das Thema die ganze Zeit vor meiner Nase war.
30:05Ich habe auch einen Einspieler dabei, genau aus dem Moment, wo mir die Idee kam für das Thema.
30:28Und zwar habe ich erfahren, dass Fische mit Pupsen kommunizieren im Dunkeln.
30:36Also, dass es wirklich war.
30:37Und das finde ich so einen schönen Fakt, das wollte ich euch einfach nur erzählen.
30:41Und ich frage mich auch, was die dann so sagen.
30:43Also, ich glaube hauptsächlich sagen die so, Marianne, wo bist du?
30:49Wer hat hier gepupst?
30:51So was sagen sie.
30:53Aber ich finde es schön, das erklärt mir endlich den Kugelfisch.
30:59Oder?
31:00Gut.
31:01Naja, ich sehe doch, dass du mir was zu sagen hast.
31:05Raus damit!
31:17Das bedeutet aber auch, dass wenn man ein Aquarium hat, dass man da nicht in der Nähe pupsen sollte,
31:21weil vielleicht beleidigt man die aus Versehen.
31:25Irgendwie da steht, Mama, der hat das F-Wort gesagt.
31:41Und dann habe ich mir die Frage gestellt, warum ist ein Pups lustig?
31:47Warum ist das lustig?
31:48Und dann hatte ich eine Erkenntnis.
31:52Der Pups ist ein ästhetisches Erlebnis.
31:56Geruch und Geräusch umarmen einander.
31:59Klingen und riechen in perfekter Harmonie durch den Raum.
32:03Um diesen ganz und gar für sich einzunehmen.
32:06Der Mensch neigt dazu, seine animalische Herkunft zu leugnen.
32:10Er transformiert die Welt in ordentliche Schachteln.
32:15Aber der Pups bleibt dann keiner Schachtel.
32:18Immer wenn er aus der Hose lugt, ist es wie ein Kuckuck unserer ursprünglichen Natur.
32:23Wir lachen also nicht über den Pups.
32:25Wir lachen über die kognitive Dissonanz, die dadurch entsteht,
32:28dass unser Alltag sich ganz kurz als weltweites Theaterstück entpuppt.
32:33Er zerschmettert wie ein stinkendes Nebelhorn den Schleier der Künstlichkeit
32:38und trötet uns für eine Sekunde wieder zu Verstand.
32:43Und er lässt uns die Wahrheit erkennen.
32:46Wir sind Höhlenmenschen, die bis Freitag Excel-Tabellen ausfüllen müssen.
32:50Wir sind verkleidete Tiere, die bis zum Lebensende sich selbst und ihre Wurzeln verleugnen.
32:57Und wenn sein Lied unser Trommelfeld schmeichelt, wird uns bewusst,
33:01Hey, der Pups war schon vorher im Raum.
33:04Sein Potenzial war nur verborgen und wurde herumgetragen wie ein kleines stinkige Geheimnis.
33:12Der Pups durchdringt uns alle.
33:15Während die Last von uns abfällt, ständig einen Erwachsenen vorgaukeln zu müssen,
33:19sehen wir unser wahres Wesen.
33:21Wir sind ein Bewusstsein in einem Organismus, das mit allen anderen gemeinsam durch die Zeit reist.
33:42Und er erinnert uns, dass auch du und du, dass wir alle gerade ein bisschen Pups in uns tragen.
33:50Er verbindet uns mit der Quelle und zerstört das Ego.
33:53Ich bin du, dein Pups ist auch mein Pups.
33:56Und so schließt sich der Kreis, durch den er in unsere Welt kam, um diese in Scherben zu schlagen.
34:02Und nach dem Lachen ziehen wir wieder unsere Verkleidung an.
34:07Kehren zurück in den verlogenen Normalzustand mit dem Wissen,
34:12dass wir bald wieder an diesen wundervollen Ort zurückkommen dürfen.
34:21Tino Bommelino, die beste Nummer aller Zeiten.
34:30Wir sind fast am Ende.
34:36Es ist Bettzeit, nah zu hören wird die Daunen raunen.
34:41Vorher aber noch, als kleines Betthupferl, oink oink, meine Lieblingsrubrik über Spielzeug mit dem Titel Spielts noch einmal Sam.
34:49Das Spiel, um das es heute geht, hat tausend Namen.
34:55Jingeln, Gallern, Ballern, Schallern, ich weiß nicht, wie Sie es nannten.
34:58Es ist so ein Münz, wie soll ich Ihnen das erklären?
35:01Das Spiel hat so viele Namen wie Schlangen am Medusenschädel, aber die Regeln sind stets gleich geblieben.
35:06Man nahm eine Münze, Schulhof, man nahm eine Münze und zwar 10 Pfennig.
35:13Das sind die.
35:13Das kam mir größer vor.
35:1510 Pfennig, auch Groschen genannt.
35:17Und 10 Pfennig waren ja damals viel Geld.
35:19Aber damals war alles viel Geld, vor allem natürlich viel Geld.
35:2210 Pfennig aber auch.
35:2310 Pfennig ermöglichten es dir, 10 Salzbrezeln zu kaufen, also nicht so große, sondern so kleine.
35:29Wo vorgegeben wurde, das wäre Lakritz und das Salz war Zucker.
35:32Aber die kosteten 1 Pfennig das Stück.
35:3620 Pfennig waren schon unglaublicher Batzen.
35:39Damit kommt man das kleinste Eis am Stiel kaufen.
35:41Irgendwas mit Milk.
35:424 Gramm schwer und kaum zu erkennen, aber Eis.
35:45Und mit 50 Pfennig, ich bin noch nicht fertig, leistete man eine Anzahlung für eine Schrebergartenparzelle.
35:52Das ist wahr.
35:56Das stimmt.
36:00Das konnte man machen.
36:02Dann hat man es endlich geschafft.
36:03Dann besaß man Land.
36:04Und die Nachbarn von nebenan klebten einem jetzt auch am Wochenende am Arsch.
36:08Das Grundstück war ja nur so groß wie so eine Badezimmermatte.
36:11Und die Idioten von nebenan waren ja auf dem selben Gelände im Schrebergarten.
36:13Aber so läuft das nun mal.
36:14Hauptsache schon mal angezahlt.
36:17Und mit einer Mark warst du der verdammte König Midas.
36:22Du konntest in flirrenden Gewändern durch Bottrop laufen.
36:25Und die Leute kamen in Trauben zusammen und weinten vor Ergriffenheit.
36:28Dass es wenigstens einer von ganz unten geschafft hatte.
36:31Goldene Schnabelschuhe hin oder her.
36:34Ernsthaft jetzt.
36:34Für 70 Pfennig, das war so mein Maß.
36:37Für 70 Pfennig gab es bei uns auf dem Schulhof einen,
36:40und das muss ich jetzt mal ein bisschen umständlich erklären,
36:42weil es Begriffe gibt, die man mit Recht auch irgendwie nicht mehr benutzt.
36:46Brötchen, das jemand, die Kaltmarmsell vielleicht, aufschnitt,
36:51um dann mit Augenmaß ein Schaumerzeugnis mit braunem Bezug und Waffelfundament
37:00hineinzulegen und final zu zermalmen.
37:03Und das wird immer das beste Essen der Welt sein.
37:07Schaumküsse waren ein Wunderwerk der Fluffigkeit.
37:11Ummantelt von etwas, das gar nicht einen Anspruch erhob,
37:13auch nur um entferntes mit Schokolade zu tun zu haben.
37:16Das hieß einfach Fettglasur.
37:18Das hat keiner hinterfragt.
37:20Und ab und zu erwischte ein unglücklicher Junge auf meiner Schule
37:23einen dieser Schaumküsse, der seine beste Zeit lange hinter sich hatte.
37:27Kennen Sie die auch noch?
37:28Die zu essen war so als Versuchung mit Gewalt,
37:30die Silikon aus den Fugen zu lutschen.
37:32Aber das war einer 70 Pfennig, das hast du trotzdem gegessen.
37:35Und ich bin ein bisschen vom Thema weg.
37:36Was ich sagen wollte, war 10 Pfennig.
37:40Das war alles damals wahnsinnig viel Geld.
37:42Und man bekam noch was für seine Kohle.
37:44Und trotzdem waren wir im Alter von 10 Jahren
37:47alle dem Glücksspiel anheimgefallen.
37:49Das Spiel hieß meiner Ansicht nach Jingeln.
37:51An meiner Schule hieß das Jingeln.
37:54Und also keine Ahnung.
37:55Der Titel schwimmt so.
37:56Ich bin gespannt, ob Sie es kennen.
37:57Denn die Regeln waren klar.
37:59Du warst in der Schule, hattest 10 Pfennig.
38:01Und dann konntest du jetzt spielen.
38:03Drei, vier, fünf Leute kamen zusammen.
38:05So eine kleine Gang.
38:06Und dann suchte man sich eine Mauer,
38:07hier im Maßstab 1 zu 2 dargestellt.
38:09Und dann schmiss jeder sein 10 Pfennig Stück.
38:13Und welches am nächsten an der Mauer zu liegen kam, gewann.
38:17Und man konnte die Münzen der anderen einsammeln.
38:19Ziemlich schlicht.
38:20Das hieß aber, man erschien morgens als der abgebrannte kleine Penner im Grobi-Shirt.
38:24Und ging vielleicht wieder kleine Muck mit Taschen voller Klimpergeld wieder nach Hause.
38:28Wenn's gut lief.
38:30Waltrop.
38:309.30 Uhr.
38:32Und der Schulhof wurde zum Casino.
38:34Ich war gut in dem Game damals.
38:36Der Champion der Schule.
38:38Denn mein Schwung kam aus der Hüfte.
38:39Und mein Blick war kalt wie Eis.
38:42Man nannte mich Left Hand Butarski.
38:46Keine Ahnung, warum.
38:48Ich warf ja mit rechts.
38:50Nur absolute Neulinge ließen sich überhaupt noch von mir herausfordern.
38:53Alle anderen behielten lieber gleich ihr Geld und holten sich in der Pause das Lebenselixier
38:57Nummer 1 davon.
38:59Kalten Kakao.
39:00Das half immer.
39:01Stress mit der porösen Rallye-Lehrerin.
39:03Anspitzer vergessen.
39:05Die Unterhose der Schwester an, weil dunkel im Zimmer.
39:07Kakao regelt.
39:09Wo war ich?
39:10Ich hatte in dieser abgelaufenen Saison einen Lauf gehabt beim Jingeln.
39:14Und nur gewonnen.
39:15Und deswegen hatte ich 6,80 Mark in einem perlenbesticken Portemonnaie mit Uhu drauf.
39:20Das hieß, demnächst war Kirmes.
39:23Und ich würd's richtig krachen lassen.
39:25Aber dann betrat ein neuer Schüler das Parkett.
39:28Er war grad erst auf die Schule gekommen.
39:30Und auch wie ich in der 5. Klasse.
39:32Das wohl aber schon 4 Jahre länger als ich.
39:35Er war hager und trug am ganzen Körper Wrangler.
39:39Da hat einer Asche, erkannte ich.
39:41Er war dreimal so groß wie ich, roch durchdringend nach Pommes und hat eine aggressive Aura.
39:46Sieh dich vor, Butarski, sagte ich mir.
39:49Denn ich hatte die Schwielen an der Wurfhand des Typen gesehen.
39:53Das ist einer, der ist faustig hinter den Ohren, hat ein Spitzbube sondergleichen.
39:57Und er sprach mich auch direkt an.
39:59Du spielst gut, sagte er.
40:01Nicht schlecht für einen Anfänger.
40:03Wen nennst du hier Anfänger, du dover Lulatsch, fragte ich.
40:07Dich, sagte er.
40:09Ich nehme das als Beleidigung, erwiderte ich, und fordere Satisfaktion.
40:13Doppelt oder nichts.
40:14Jingle.
40:1440 Pfennig Einsatz.
40:16Ein Rauen ging durch die Gruppe der anderen Schüler.
40:1840 Pfennig war eine unfassbare Summe.
40:21Für 40 Pfennig hatte Tim Thaler sein Lachen verkauft.
40:23Das ist überhaupt nicht stimmt.
40:29Völlig haltlos.
40:31Gebunkt, sagte der fahle Hansel.
40:33Und ich nahm Aufstellung.
40:35Vier.
40:3740 Pfennig.
40:392,30 Meter Distanz zur Mauer, das war die übliche Wettbewerbsregel.
40:42Fast kein Wind, ballistisch unbedenklich.
40:46Ich legte vier Groschen übereinander.
40:48Wog sie.
40:49Roch an ihnen.
40:51Hm.
40:51Mein Puls verlangsamte sich.
40:53Ich fixierte die Mauer.
40:55Lockerte den Griff.
40:57Nahm Energie aus der Hüfte.
40:59Lupfte den Arm.
41:00Vier Groschen.
41:01Bam.
41:02Zwei.
41:03Sehr nah an der Mauer.
41:04Die Zuschauer jubelten, aber ich nickte nur knapp.
41:07Ich bin Butarski und das ist Verpflichtung.
41:10Der hagere Junge nahm Aufstellung, fasste in seine Tasche, rief ha ha und pfefferte mindestens
41:1630 Münzen an die Mauer.
41:18Gewonnen, schrie er.
41:20Was sag ich?
41:21Na meine sind näher dran.
41:22Was bist du denn für ne dumme Sau, sagte ich.
41:25Er lachte nur und sammelte alle Münzen ein.
41:27Eine Schlägerei lag in der Luft.
41:29Mir juckte es in der Hand, aber dann gongte es.
41:32Die Pause war vorüber.
41:34Wir gingen in die Klasse und setzten uns.
41:36Der Blödmann grinste noch immer, ich hatte Sonnenhals.
41:39Was für eine Arschgeige, da waren wir uns alle einig.
41:42Unsere Klassenlehrerin kam rein und legte ihre Tasche ab und sagte, habt ihr ne schöne
41:46Pause gehabt?
41:48Geht so, sagte ich.
41:49Wir haben einen neuen Schüler in der Klasse.
41:51Er ist bei uns, weil er auf der anderen Schule ein klein bisschen Ärger hatte.
41:55Ich denke, es ist das Beste, ihn so zu akzeptieren, wie er ist.
41:58Kommst du bitte nach vorne und schreibst deinen Namen an die Tafel?
42:01Der dürre Typ erhob sich.
42:02Ich hörte die Münzen in seiner Jeans klimpern.
42:05Er ging zur Tafel, nahm die Kreide und schrieb.
42:08Friedrich Merz.
42:29Ich hab dann mit dem Glücksspiel aufgehört.
42:32Mit dieser Sendung fällt es sich genauso.
42:34Es ist vorbei.
42:35Sie waren toll.
42:36Und hier sind nochmal meine Gäste.
42:37Dennis und Benni Wolter und Tino Bommelino.
42:39Danke sehr.
42:40Danke sehr.
42:41Danke sehr.
42:44Benni Wolter, ich danke euch.
42:46Es ist warm geworden.
42:47Dennis, Benni, Benni, Dennis, Tino Bommelino.
42:49Danke.
42:50Vielen Dank.
42:51Dankeschön.
42:54Danke.
42:56Danke.
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