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00:19Ja, danke.
00:24Zurück.
00:24Danke.
00:28Guten Abend zurück, hier ist wieder Sträter, also ich.
00:31Eine neue Ausgabe steht an und mir flirren vor Freude die Damen zotten.
00:35Gleichzeitig bin ich unendlich müde.
00:37Gott sei Dank wird mir immer ziemlich gut das Gesicht geschminkt,
00:39It's important to me that I'm fresh and that it doesn't cost 130.000€ a year.
00:44Now we're almost almost there.
00:46If you really asked what a show cost, it's also worth your money.
00:52I don't know, but it's not worth it.
00:55I don't have 50 authors, I bring my clothes in silver and we're in Köln.
01:00And...
01:04And I'm going to be myself.
01:07I'm going to be myself.
01:08I'm going to be myself.
01:10I'm going to be myself.
01:11I'm going to be myself.
01:13I'm going to be myself.
01:14I'm going to buy a Flixbus on the floor.
01:16And then we'll park it to.
01:17That's a huge problem.
01:18But...
01:21For the camera...
01:26We can't be enough to do anything to do.
01:29But we're always giving the kurses 99€ to film the course for the seniors.
01:35And I must say, you're doing this great, Erich.
01:37You're doing it great.
01:38You're doing it great.
01:39You're doing it.
01:40You're a natural talent.
01:40You're doing it.
01:41The whole Scheinwerfer are not ours.
01:44They're from Leuchttmittel Lummermann from Bochum-Wattenscheid.
01:49Moment.
01:52Leuchttmittel Lummermann.
01:53Your partner for stimmungsvolles Ambiente.
01:55Von der Glühbirne bis zum LED Pinorek.
01:58Leuchttmittel Lummermann.
02:00Immer wieder erhellend.
02:12Das ist nicht die komplette Reklame.
02:17Leuchttmittel Lummermann, das Licht zu dem ich schlummern kann.
02:20Da gibt's keinen Kummermann.
02:22Auf geht's schlicht zu Lummermann.
02:28Und jetzt willkommen zurück bei Aktewix.
02:32Der Rubrik über sprachige Totalschäden, in der einem im Stirnlappen alle Airbags aufgehen.
02:37Obwohl, heute ist es keine Formulierung, die ich blöd finde.
02:40Es ist eine, die ich nicht verstehe.
02:42Und zwar dramatisch nicht.
02:46Seit Jahrzehnten.
02:48Beispiel.
02:49Dein 82-jähriger Nachbar erzählte nebenbei im Treppenhaus, er habe auf einer Butterfahrt
02:54ein Shetland-Pony gewonnen.
02:55Und das wäre letzte Woche zugestellt worden.
02:58Und jetzt steht der kniehohe Plauzengaul den ganzen Tag mit hochgezogenen Augenbrauen
03:01in Nachbars 35 Quadratmetern und will entertaint werden.
03:04Man kennt das.
03:06Sonst galoppiert er es in Ellipsen wiehernd nachts durch die Küche
03:08oder atmet ihm ins Gesicht, wenn er schläft.
03:12Da habe ich dann gesagt, hui, macht der Kollege viel Dreck.
03:16Und der Nachbar hätte alles antworten können.
03:19Ja, nein, geht.
03:20Oder ich wünsche nicht darüber zu sprechen.
03:22Aber er sagte, frag nicht nach Sonnenschein.
03:39Was ist mit Sonnenschein, sagte ich.
03:42Ich will nicht darüber reden.
03:43Ja, aber ich habe doch nicht nach Sonnenschein gefragt.
03:45Was ist mit dem Pony?
03:46Frag nicht nach Sonnenschein.
03:47Ich verstehe ja, was er meint.
03:49Das ist umgangssprachlich.
03:50Frag nicht.
03:52Aber warum?
03:52Wer hat das erfunden?
03:54Wer hat das erfunden?
03:55Es ist sehr rätselhaft.
03:56Vielleicht stammt es aus einer uralten Notiz auf der Tischplatte eines uralten Hauses mit
04:02folgendem Text.
04:04Lieber Freund, ich möchte mich noch einmal bei dir für die erquicklichen Gespräche
04:08der gestrigen Nacht bedanken.
04:11Bedauerlicherweise bin ich tagsüber geschäftlich verhindert und kann dir deswegen keine Gesellschaft
04:15leisten.
04:16Es steht dir natürlich frei, dich innerhalb der Burg umzusehen.
04:19Allerdings ist dieses Gebäude sehr alt und es gibt bedeutend mehr Gänge und Türen,
04:23als man meinen mag.
04:25Viele von ihnen sind verschlossen und das aus gutem Grund.
04:28Falls du das Bedürfnis verspürst, dich zu erfrischen, in der obersten Schublade der
04:33Anricht in deinem Schlafgemach findest du vier Duschmünzen.
04:38Teil sie dir gut ein.
04:41Ich freue mich sehr darauf, heute Nacht unsere Gespräche fortzusetzen.
04:44Du kannst, was immer auf dem Herzen hast, dann vorbringen.
04:47Aber eines bedenke, frag nicht nach Sonnenschein.
04:53Beste Grüße, Dracula.
05:07Das WLAN-Passwort ist fünf.
05:11Quatsch, ich weiß nicht woher es kommt.
05:13Vielleicht, aber auch nur vielleicht, ist der Ausbruch auch noch älter und ein Überlieferungsfehler.
05:19300 vor Christus.
05:21Griechenland.
05:22Sparta.
05:24Die Praxis von Dr. Leonidas ist schon morgens um sieben rappelvoll.
05:28Der erste Patient ist kein Unbekannter.
05:31Orestes, was führt dich zu mir?
05:33Ich bräuchte mal einen Tag Krankschreibung.
05:36Ach ja, warum dies?
05:38Ich hab ne Axt im Kopf.
05:41Ja, ist sie geliehen?
05:48Musst du die zurückgeben oder was?
05:50Nicht direkt.
05:51Ich komme, weil ich finde, dass das irgendwie weh tut und auch alles vollblutet.
05:55Wirst du jetzt empfindsam auf deine alten Tage?
05:58Ja, nee, aber ich fänds schon irgendwie angebracht bei diesem klaffenden Ding.
06:01Für einen Tag so'n gelben, also vielleicht so'n Schweig.
06:04Nur die harten Spartiaten kommen in den Garten.
06:07Hör mal, Leonidas wegen dem Frach.
06:09Nicht nach Sonnenschein.
06:12Nein, auch nicht.
06:14Wird er sein können.
06:30Nein.
06:33Ehrlich gesagt hab ich's zwischendurch gegoogelt.
06:35Es geht und es die Wahrheit auf einen alten Schlager zurück von einer Frau namens Margret Führer.
06:40Hübsch.
06:41Und dieser Schlager hieß, frag nicht nach Sonnenschein und frag nicht nach Mondenschein und kikriki.
06:48Seltsam.
06:49Seit wann gehen Texte aus Schlagern in den allgemeinen Sprachgebrauch ein?
06:52Das gab's ja wohl noch nie.
06:54Ja gut, außer jetzt bei ein bisschen Spaß muss sein.
06:56Das ist Wahnsinn.
06:57Heute hau auf die Pauke und geh doch zu Hause, du alte Scheiße.
06:59Aber sonst nicht.
07:03Meistens ist der deutsche Schlager ja eher destruktiv.
07:06Ein Bett im Kornfeld ist ja mittlerweile ordnungswidrige Sperrmüllentsorgung.
07:11Und bei es fährt ein Zug nach nirgendwo, sagt man auch nicht mehr nirgendwo, sondern Duisburg.
07:15Aber es ist trotzdem schön, der Sache einfach mal auf den Grund gegangen zu sein.
07:21Und das war nicht das einzige.
07:22Ich hab nämlich doch noch mit meinem Nachbarn reden können.
07:24Er und das Shetland Pony haben sich jetzt buchstäblich zusammengerauft.
07:29In einer Woche kommt der Gips ab.
07:30Mittlerweile hat er das Tier ins Herz geschlossen.
07:34Und zu meiner Frage damals, ja macht ordentlich Dreck das Tier.
07:38Kackt jeden Tag vier Eimer und oft am Eimer vorbei.
07:42Und jetzt...
07:45Und weil die Nachbarn sich wegen des Lärms beschweren, bekommt es auch Rufe aus Frottee.
07:49So, weißt du?
07:50Aber jedenfalls wissen wir jetzt, woher Frag nicht nach Sonnenschein kommt.
07:53Und zusätzlich noch, wieso man Sachen sagt wie einen vom Pferd erzählen.
07:56Vielen Dank.
07:58So, weiter.
08:04Los geht's.
08:05Und geschmeidig gleite ich jetzt hier mit in eine offizielle Anmoderation für meinen Gast heute.
08:09Eine Dame, die alles kann und auch alles macht.
08:12Sie moderiert zum Beispiel Grill den Henssler, Ninja Warrior Germany, DSDS und die Bundesliga auf DAZN.
08:18Als nächstes wahrscheinlich noch die Tagesthemen, Calimero mit Sombrero und die päpstliche Osterandacht.
08:23Hier ist Laura von Torra.
08:24Bitteschön.
08:40Wer sang das nochmal?
08:42Das war Vicky Leandros, ich liebe das Leben.
08:44Wird übrigens auch nach großen St. Pauli-Spielen am Hamburger Millern-Tor gespielt.
08:49Welchen Sportart?
08:50Ja, ein Fußballstadion in Hamburg bei einem sehr schönen Fußballverein der zweiten Fußball-Bundesliga.
08:56Ich hab ja gar keine Ahnung von Fußball, mir vermittelt sich das so schwer.
09:00Warum?
09:00Weil ich früher als Kind...
09:02Elf auf der einen Seite, elf auf der anderen Seite.
09:0590 Minuten, wer die meisten Tore schießt, gewinnt.
09:08Bei keinem Toren oder Gleichstand an Toren ist unentschieden.
09:11Siehst du, wie gescheuert das Konzept ist?
09:13Ja.
09:16Wieso elf?
09:20Du machst ja aber auch Sport, ne?
09:22Wann denn noch?
09:24Sport?
09:24Ja.
09:26Äh...
09:30Ich überlege grad, ob ich die Fernsehantwort sage oder die richtige, ehrliche Antwort.
09:34Ach, die richtige.
09:35Also, Sport.
09:36Was ich wirklich viel und gerne mache, ist Golf spielen gehen.
09:39Weil da lege ich mal vier Stunden das Handy weg...
09:41Golf spielen gehen?
09:42Ja.
09:43Okay.
09:44Da legst du mal das Handy weg für.
09:45Das ist gut.
09:45Ja, vier Stunden.
09:47Ich muss aber auch sagen...
09:48Ich weiß, ich hab mal einen Einspieler gedreht bei 35 Grad im Juli.
09:53Juli.
09:54Juli.
09:54Und das war richtig anstrengend.
09:57Erstmal triffst du den Ball gar nicht.
09:58Ja, das...
09:59Bis das einer vermittelt hat, foulte er der Arm ab.
10:02Das ist ja immer dieser Schlag, der dir bis ins Gesicht geht.
10:04Und dann musst du über diesen Platz latschen.
10:07Da sind ja auch Löcher versteckt.
10:09Ja.
10:09Und das gehst wirklich jetzt.
10:10Und da gehst du endlich.
10:13Wie oft machst du das?
10:14Also, im Winter natürlich viel weniger.
10:16Aber im Sommer versuch ich schon einmal die Woche zu gehen oder so.
10:19Das mach ich schon.
10:20Und ansonsten Sport...
10:22Ja, bin ich ehrlich.
10:23Hab ich mal bessere Wochen und mal schlechtere Wochen.
10:26Also, ich glaub mir geht's da...
10:27Ich auch.
10:28Ich hatte 98 so eine Woche.
10:30Da war...
10:32Da hab ich geliefert.
10:34Lieber Herr.
10:39Nein, aber wenn dann immer so viele junge Mädels in meinem Alter im Fernsehen erzählen,
10:43wie oft sie im Gym sind und was für geile Proteinshakes sie essen und trinken und keine Ahnung was.
10:49Da bin ich mehr Team Otto Normalverbraucher.
10:52Mal geh ich.
10:53Es tut weh.
10:54Ich film's kacke und anstrengend und scheiße.
10:56Aber es ist trotzdem gut, oder?
10:57Man sollte es machen.
10:58Und es ist gut für die Gesundheit und die Muskulatur etc. pp.
11:03Und mal hab ich Wochen.
11:04Da bin ich einfach faul und möchte eine Tüte Haribos essen und bin glücklich.
11:08Genau.
11:08Es gibt natürlich noch andere Weingummihersteller.
11:13Mir fällt nur kein einziger ein.
11:16Schade.
11:17Kann man nix machen.
11:18Katjes.
11:20Katjes?
11:20Katjes würde ich sagen, das ist Weingummihersteller.
11:22Ein Schnulli.
11:23Aber das glaube ich aus dem...
11:24Trolli.
11:25Trolli.
11:26Trolli.
11:31Trolli.
11:32Das Stadion von der Spielvereinigung Greuther Fürth fürth bei Nürnberg hieß mal Trolli-Arena.
11:40Weil die von Trolli-Gesponsert wurden.
11:42Das ist ein süßer Name, oder?
11:44Ja.
11:44Hieß aber auch immer Playmobil-Stadion.
11:46Das finde ich auch sehr süß.
11:47Das ist bestimmt ganz waff, wenn das so riesig ist, wenn man da hinkommt.
11:50Das finde ich wirklich cool.
11:51Playmobil-Stadion wird stark.
11:53Ja, Playmobil-Stadion.
11:54Das ist ja Original-Große.
11:55Ja.
11:55So.
11:56So.
11:57So.
11:59I fly very much on the Sechellen, but I have to be afraid to be able to get rid of
12:06this
12:06I'm a lot of proud of this word.
12:08What is with you?
12:11I have to be honest, I have to be afraid of flying.
12:14I have to be afraid of flying.
12:15I have to be afraid of flying.
12:16I have to be afraid of flying.
12:18I have to be afraid of flying.
12:19Now I was in a professional flight simulator.
12:22That's in Essen.
12:23And that's how I feel.
12:25I'm going to show you the film.
12:31So.
12:35Ah, Uwe.
12:37So.
12:38So, go.
12:39Die klassische, die klassische Begrüßung unter Pilotnissen.
12:45So, was habe ich mit dem Puls?
12:47100.
12:48So, ich bin nicht nervös.
12:50Fangen wir vorne an.
12:52Was ist das hier?
12:54Okay, wir haben Flugzeug und Airbus 220.
12:57Mhm.
12:57Du hast ja deine beiden Bildschirme.
12:59Da links ist der künstliche Horizont.
13:02Wenn du mal in deinem Joystick ziehst.
13:04Der künstliche Horizont.
13:05Ja, genau.
13:05Guck mal, da siehst du.
13:06Zieh mal.
13:07Ja.
13:07Da siehst du das Kreuz.
13:08Das ist da, wo du mit dem Joystick hingehst.
13:10Ansonsten braun ist Erde, blau ist Himmel.
13:12Kann man sie merken, ne?
13:14Ja, braun ist nicht nur Erde, aber kann ich mir merken.
13:16Ja, gut.
13:17Links ist deine Geschwindigkeit, das ist das wichtigste.
13:19Links ist die Geschwindigkeit?
13:21Ja.
13:21In Knoten.
13:22Wie rechnet man das nochmal?
13:231,872.
13:25Das mache ich dann im Kopf?
13:26Ja.
13:27Dann hast du Stundenkilometer.
13:29Also kann man knapp verdoppeln.
13:31Ja.
13:32Und ziehst du 20% ab dann.
13:34Genau.
13:35Mal 4 und dann weißt du genau, wie schnell du bist.
13:38Genau.
13:38Was ist das?
13:39Das ist der sogenannte Autopilot.
13:41Das ist der Autopilot?
13:42Ja, dann guck mal, da steht SPD für Speed.
13:45Klar.
13:45Kannst du die Geschwindigkeit einstellen.
13:47Seit wann steht denn SPD für Speed?
13:50Ja.
13:52Komm, wir fliegen.
13:53Brauch ich Kopfhörer?
13:55Willst du nicht erstmal unsere Gäste begrüßen, damit wir das richtig authentisch
13:58machen?
13:59Hallo hier.
13:59Ich bin hier Käpt'n.
14:00Mein Name ist Thorsten Sträter.
14:01Ich bin hier in Essen-Salzburg.
14:04Wir fliegen heute von Salzburg nach New York in 45 Minuten, weil wir zwischendurch eine
14:08neue CD reinlegen.
14:09Ich freue mich sehr, dass Sie da sind.
14:11Zwischendurch gibt's Gehacktes.
14:13So, hab ich.
14:14Jetzt können wir eigentlich starten, wenn du willst.
14:16Ja, was soll ich dafür machen?
14:17In hier?
14:18Ja, du schiebst die Gase ganz weit nach vorne.
14:20Versuchst mit dem Ruder den Flieger...
14:24Mittig über die Linie zu fahren.
14:26Ja, genau.
14:28Okay.
14:30Ganz, ne?
14:31Und jetzt kannst du die Bremse loslassen.
14:35Und jetzt musst du versuchen, auf der Mittellinie zu bleiben.
14:40Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
14:44Wo ist sie genau?
14:45Ah.
14:47Und jetzt ziehen.
14:50Genau.
14:51Jetzt zählst du an.
14:52Das siehst du in deiner Vertikalgeschwindigkeit.
14:55Wie wiege ich?
14:56Ja.
14:56Okay.
14:57Und jetzt machen wir mal das Fahrwerk hoch.
14:59Und jetzt versuchen wir, dieses Kreuz zu halten, dass es ein Kreuz ist.
15:04Also jetzt ist der Strich links, dann fliegst du nach links.
15:07Nach links?
15:08Ja, ach so.
15:08Links.
15:09Wo ist bei dir links?
15:10Das andere links.
15:10Da ist links.
15:11Und...
15:13Jetzt musst du einfach mal ein Stückchen weiter runternehmen, die Nerven.
15:17Gut.
15:17Oh Gott.
15:18Guck mal, jetzt fliegst du perfekt.
15:20Ja.
15:21Ein Stückchen weiter.
15:22Und wenn der zu anstrengend wird...
15:23Ne, mir ist das nicht zu anstrengend.
15:25Ich will mir nur den Sitz ein bisschen hochstellen.
15:27Oh fuck, ich sehe was.
15:28Ich stelle den Sitz wieder runter.
15:30Jetzt fliege ich mal wieder ein Stückchen rechts.
15:35Gott.
15:38Na, jetzt ist es stabil.
15:42Ja?
15:43Ja.
15:44So.
15:46Was ist das?
15:48Das, keine Ahnung, das Essen ist fertig.
15:50Guck mal, dann kugst du einfach da drauf und dann kannst du alles lesen.
15:53Engine 2 Fire.
15:55Heißt?
15:56Das zweite Triebwerk brennt.
15:58Ja, das ist übrigens 1, 2.
15:59Also es brennt auf deiner Seite.
16:00Es brennt auf meiner Seite.
16:01Gott sei Dank, genau.
16:01Ich habe nichts mehr zu tun.
16:03Ne.
16:04Das ist gut.
16:04Also das Triebwerk brennt.
16:06Gut, was?
16:06Der sagt dir ja das, was du machen musst.
16:09Okay.
16:10Trust Level heißen die Dinger hier.
16:12Ja.
16:13Merkst du?
16:131 und 2.
16:142.
16:15Das heißt, ich drücke den...
16:16Auf Teil.
16:17Genau.
16:17Engine Master 2.
16:19Das ist der Engine Master 2.
16:20Dann machst du den auf.
16:21Aus.
16:22Engine 2 Shutdown.
16:24Okay.
16:25Ah.
16:26Das ist die Feuerlöschbottel.
16:27Der hier.
16:30Okay.
16:31Das Rote ist weg.
16:33Ja.
16:33Das heißt, das Feuer ist aus.
16:35Das ist toll.
16:36Aber wir fliegen...
16:37Und jetzt haben wir nur noch ein Triebwerk.
16:39Hallo, hallo.
16:40Hier spricht nochmal Herr Käpt'n.
16:40Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie.
16:44Die schlechte ist, wir landen in München, wo die Mieten völlig unerschwierlich sind.
16:48Die gute ist, Sie werden das hier überleben.
16:50Dankeschön.
16:51Wir landen jetzt mit einem Triebwerk in München.
16:53Ja.
16:54Von Hand.
16:55Ja.
16:56Du landest von Hand.
16:57Geradeaus?
16:58Sie ist im Flughafen.
16:59Ja.
17:00Ich sehe es.
17:00Da ist eine Landebahn.
17:01Da ist vorne so ein Blinker.
17:03Genau.
17:03Und da willst du hin.
17:04So, und jetzt wieder hochziehen.
17:06Hoch, hoch, hoch, hoch, hoch.
17:07Schneller hoch.
17:08Schneller hochziehen.
17:09Schneller, schneller, schneller, schneller.
17:11Und nach links.
17:12Mir wird kurz übel in dem Heimer hier.
17:141000.
17:15Okay.
17:16Komm, wir fahren mal Fahrwerk raus.
17:18Ja, fahr mal raus.
17:19Und jetzt wieder rechts, rechts.
17:22Rechts.
17:23Ui, ui, ui.
17:24Ah, warte.
17:25Ja, ich korrigiere das noch.
17:28Ja, ich denke...
17:30Ja, ein Chill dein Leben.
17:33Das ist, weil du...
17:34Das erste, was ich gelernt habe.
17:36So, wo ist die Landebahn?
17:37Da, rechts.
17:38Ach, da.
17:38Ach, das bin ich ja falsch.
17:41Okay.
17:42Nase runter.
17:43Beifankel.
17:44Nee, Nase eher ein bisschen hoch.
17:46Ja, ein bisschen hoch.
17:47Okay.
17:47Oh Gott, oh Gott.
17:49Ein bisschen runter die Nase wieder.
17:51Ja, ein bisschen runter.
17:52Weiter runter.
17:54Weiter runter.
17:56Ja, links jetzt.
17:56Längen.
17:57Längen.
17:58Längen.
17:59Längen.
17:59Ja, ich pull noch.
18:00Alter.
18:01Was ist das für ein aggressiver Unterton?
18:03Ja, ich glaube das schafft sie.
18:04Nein.
18:05Ich schafft das schon.
18:06Ein Stückchen hoch weiter.
18:07Ja.
18:08Pull up.
18:08Sink right.
18:09Sink right.
18:10Sind wir ein bisschen zu schnell?
18:11Nein, das ist gut.
18:12Wir sind ein bisschen schnell, aber jetzt nach links wieder drehen.
18:15Jetzt musst du mal raus gucken, dann siehst du die Bahn.
18:17Ja, ich sehe sie.
18:18Guck mal.
18:19Und jetzt drehst du ein kleines Stück mehr.
18:21Gut.
18:22Wunderbar, nein.
18:23Ziehst du die Nase ein Stück hoch.
18:25Hochziehen.
18:27Oh.
18:28Warte, halten.
18:29So, und jetzt mit dem Pedal musst du den Flieger in der Mitte halten.
18:34Ja, ich merke es.
18:35Und oben drückst du jetzt drauf und bremst.
18:40Und aber auch in der Mitte halten den Flieger damit.
18:42Na ja, okay.
18:43Du musst beides.
18:44Warte, nein, ich will falsch fahren.
18:46Ja, ich merke es gerade.
18:49Gut.
18:50Und jetzt bremst du.
18:51Guck mal.
18:52Boah.
18:53Boah.
18:54Hast du doch perfekt gemacht.
18:58Boah.
18:59So, wir hätten überlebt.
19:02Falsch.
19:03Ja, München.
19:05Dankeschön.
19:05Ab jetzt nur noch mit dem Zug.
19:08So, ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich mit einem Triebwerk in München gelandet
19:12bin.
19:13Und was soll ich sagen?
19:15Ähm, im Vorfeld habe ich nichts verstanden, aber während des Fluges ging es dann.
19:21Äh, trotzdem glaube ich, das Fliegen ist im Prinzip, wenn man es macht, so leicht, dass
19:26es jeder könnte, wenn es nicht so unglaublich schwierig wäre.
19:30Ja, ist egal.
19:30Ich gehe jetzt in die Innenstadt von München und hole mir eine Currywurst.
19:33Danke.
19:34Danke, Uwe.
19:35Gerne.
19:37Ach Gott.
19:41Wie geht's Ihnen da draußen?
19:43Es ist Abend, Sie sitzen auf Ihrem Sofa und nehmen vielleicht eine kleine Mahlzeit zu
19:46sich.
19:47So stelle ich mir das immer vor.
19:49Sie hocken da, futtern was und hören mir zu.
19:52Ich liebe diesen Gedanken.
19:53Guten Appetit.
19:55Ansonsten, komischer Sommer, oder?
19:57Das Klima.
19:58Sehen Sie sich das Wetter des abgelaufenen Sommers mal an.
20:01Entweder gab es die Stürme aus der Zauberer von Oss, Regen, alles fliegt rum, rote Lackschuhe,
20:05Gießkannenmann oder 35 Grad Todesstrahlen vom Planeten Klopotnek, nassgeschwitzte Kimme,
20:11verdorrte Felder, teilrasierte Dobermänner, Gisela trägt Bauch frei.
20:14Ein Wahnsinn.
20:15Das Klima geht steil.
20:18Apropos, haben Sie diese epische Angelegenheit mitgekriegt?
20:22Das ist für mich die Geschichte des Sommers.
20:25Hier sag schnell, von dem Vorfall in dieser Linienmaschine auf dem Weg von Atlanta nach
20:30Barcelona, die es zu 100% war, können Sie überprüfen, die ganze Geschichte stimmt,
20:35ich schwöre es.
20:36Hier die Kurzfassung.
20:38Auf dem Flug klagt ein Passagier über Durchfall.
20:41Schlimm.
20:43Deswegen hier die Langfassung.
20:50Dieser Passagier, nennen wir ihn Steve, war noch beim Check-In frisch wie der Morgentau,
20:56ein reiselustiges, elastisches Männchen, das sich flott dem vollbesetzten Flieger ans Fenster
21:02setzte.
21:02Dann hob der stählerner Donnervogel ab und schraubte sich in den Himmel.
21:06Die Millionenstadt Atlanta, 1847 gegründet und im Bundesstaat Georgia beheimatet, wurde
21:12zu einer Miniatüre.
21:13Und als das Flugzeug seine Reisehöhe erreicht hatte, sich ausrichtete und das Klapptischchen
21:18Konzert rei auf, rei ab anschwoll.
21:21Da verspürte Steve ein dezentes Rumpeln in der Warenausgabe.
21:27Steve runzelte die Stirn.
21:29Na nun, muss er gedacht haben, der Stuhlgang, so viel sei festgehalten, kann in den meisten
21:35Fällen als schierer Akt des Willens begriffen werden.
21:38Das ist wohl Konsens.
21:39Und als Steve in elf Kilometern Höhe spürte, wie eine tiefbraune Faust von innen in seine
21:45Därme klopfte, erhob er sich, lächelte und suchte den Waschraum auf.
21:51Dort stellte er zu seiner grenzenlosen Verblüffung fest, dass er zum einen mit einer alarmierenden
21:58Verflüssigung seiner verdauten Mahlzeiten konfrontiert wurde und zudem, dass er es hier
22:03nicht mit für Einzelpersonen abgabeüblichen Mengen zu tun hatte.
22:09In Klaftern stürzten ihm die Massen aus der untersten Schublade.
22:14Nicht unerheblicher Schub entwickelte sich und machte Steve gegen seinen Willen zu einer
22:20Art Bio-Raketenmann.
22:24Infolge der nicht enden wollenden, turbinenhaften, rektalen Verwirbelungen wurde in der Toilette
22:31rechtzügig, der Platz knapp.
22:34Steve rauschte, vermutlich von einem Kotstrahl befeuert, einige Zentimeter über dem Teppich
22:39schwebend, hilfesuchend in den Gang.
22:44Frage an Sie zu Hause, essen Sie noch?
22:59Jedenfalls stand Steve, Arme rudernd da, die Sauerstoffmasken fielen von den Decken.
23:05Menschen kreischten und als allen klar wurde, dass es am Sitz kein Knöpfchen gibt, das man
23:09drücken kann, um zu rufen, nächstes muss ich raus, Herr Busfahrer, Sir.
23:13Und als der Gestank vieläugiger Dämonen und versunkenen Zivilisationen durch den Flieger
23:18waberte, begannen die Flugbegleiterin wie Van Helsing Fläschchen zu zücken.
23:24Darin Desinfektion mit Vanilleduft, wirklich, Desinfektion mit Vanilleduft.
23:29Aber entweder stimmte das Mischverhältnis von AA und Vanille nicht, man weiß es nicht,
23:37oder es passt generell nicht so prima zusammen.
23:39Jedenfalls wussten viele Fluggäste nicht, ob sie jetzt brechen sollen oder in der Weihnachtsbäckerei
23:43singen, aber dafür wurde ihm schlagartig eines klar.
23:58Weder Sie noch Steve konnten der Apokalypse Einhalt gebieten, das war der große Räumungsverkauf,
24:05alles musste raus und so nahmen alle teil an einem völlig neuen Kapitel in der modernen Luftfahrt.
24:13Denn Steve kackte das Flugzeug, dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst so elementar, so grundlegend
24:20und nach allen Regeln einer vergessenen Kunst voll, so selbstvergessen, infernalisch und ohne jedes
24:26Augenmaß, das die Maschine nach zwei Stunden wendete und wieder in Atlanta landete.
24:33Denn allen an Bord war klar, dass zwar die Bürger von Barcelona recht lässige People sind,
24:39es aber doch ein Riss im Gefüge der Völkerverständigung verursacht hätte, wenn die Räder dieses gottlos
24:45und bündig vollgeschissenen Eimers spanischen Boden berührt hätten.
24:49Und so fiel zumindest dieser zehnstündige Flug über den großen Teich aus.
24:54Und das ist natürlich gut fürs Klima. Also zumindest außerhalb des Flugzeugs.
25:00Viel CO2 wurde eingespart. Juchu!
25:05Was will uns diese Geschichte sagen? Nun, es gibt sie noch, die stillen Helden.
25:10Die versuchen etwas zu verändern mit Mitteln und Ideen, die man nicht sofort auf dem Zettel
25:15hat, die um die Ecke denken. Du kannst etwas bewegen und die Welt verändern.
25:20So wie Steve, der uns gezeigt hat, es ist alles in dir drin. Für mich die Geschichte des Sommers.
25:37Pass auf. Du kennst, das sind meine. Jungen sind deine. Große Schrift.
25:46Bitte? Große Schrift kannst du erst. Komm mal hier. Und wir lesen Lokalnachrichten mit dem gebotenen Ernst.
25:54Wirklich jetzt. Jeder immer abwechselnd. Nein, jetzt komm. So, warte. Radiosendung. Jingle.
26:29Das ist super klingelnd. Pass auf. Berlin. Olaf Scholz.
26:36Sagt eine Regierungserklärung, dass er nichts mehr verabscheue, als Menschen, die Redewendungen
26:41falsch verwenden. Mit solchen Menschen, so Scholz, käme er auf keinen grünen Nenner.
26:46Gut. Der Eintritt der Duisburger Messe Epoxidkleber 23 ist nur für Besucher über 18 zugelassen.
26:57Eltern haften an ihren Kindern. Gut. Sehr schön. Ich.
27:15Texas. Elon Musks unbemannte Privatrakete. Starship ist nach vier Minuten explodiert.
27:23Musk feierte, er freut diesen aufregenden Start in den viralen Medien. Das ist zwar genauso,
27:28als wenn man mit dem Fahrrad auf die Fresse fällt und sagt, ach guck, ich bin schon da.
27:32Trotzdem, wir gönnen dem verschmitzten Milliardär seinen Spaß.
27:38Wuppertal. Die Volkshochschule vermeldet, der pränatale Metallarbeiten-Kurs
27:45löten für Fötten fällt aus. Die anderen Kurse bleiben bestehen. Dienstags live schleifen
27:59begreifen, mittwochs außer Fräsen nichts gewesen und jeden zweiten Freitag schweißt die
28:07Wand an.
28:19Endlich offiziell. Kurz nachdem Freibeuter Long John Silver und sein langjähriger Partner
28:26Salazar, der Entmenschte, geheiratet haben, haben sie in Gelsenkirchen Buhe ihr Liebesnest bezogen.
28:32Damit ist die Petzalozzi-Straße 6 offiziell Piratgelände.
28:39Dortmund. Westfalenhalle 1?
28:44Ja.
28:47Demotivationstrainer Roderich Schulz kommt in die Westfalenhalle.
28:52Nach seinem Erfolgsprogramm mit dem Titel Bring doch eh nix, wird er am Dienstag mit seiner
28:59neuen Show namens Lass Stecken vor Ort sein. Es gibt noch Restkarten. Laut Roderich Schulz
29:06lohnt das aber nicht.
29:21Gelsenkirchen. Der Gelsenkirchener Kfz-Hersteller Wumbold Exquisit bringt sein erstes Hybridauto
29:27auf den Markt. Sobald der Wagen leer ist, springt der Wagen auf Elektro um die Tankanzeige mit
29:32Licht zu versorgen. Der ist vielleicht zu verkopft, aber komm egal.
29:38Deutschland. Preisanstieg. Aufgrund der immens gestiegenen Inflationsrate kostet Asschlecken
29:45rasieren jetzt 4,20 Euro.
29:58London. Heute ist der Prozess gegen die vier Bochumer gestartet, die auf einer Sotheby's-Versteigerung
30:04für sakrale Wertgegenstände versucht hatten, nicht nur gefälschten Altarschmuck, sondern
30:10auch das Kamener Kreuz zu verkaufen. Es fiel auf, als ein chinesischer Geschäftsmann den
30:16Zuschlag erhielt bei neun Euro. Dortmund. Eine Studie hat ergeben, dass hochintelligente Menschen
30:27häufiger zum Fluchen neigen. Vermutlich stimmt die Kaka sogar. Berlin. Olaf Scholz schließt
30:38die Verhandlungen mit Russland aus. Das, so Scholz, hieße Eulen vor die Säue werfen.
30:45Dankeschön. Vielen Dank.
30:46Das war ganz schön.
30:53Hallo. Hi.
31:01Ich hab mich mit Gegenteilen beschäftigt.
31:06Das Interessante bei Gegenteilen ist, dass die Hälfte von den Gegenteilen, die kennen
31:10alle. Alle Menschen kennen die. Sofort, außer Pistole. Andere Hälfte kennt keiner.
31:16Also das Gegenteil, find ich ein bisschen ironisch. Können wir auch kurz testen. Ich sag ein Wort,
31:20ihr sagt das Gegenteil.
31:21Drinnen.
31:23Außen.
31:24Hell.
31:25Dumpen.
31:26Schwanger.
31:29Weiß keiner, ne? Schwanger. Sollen wir mal drüber nachdenken. Also das Gegenteil von
31:34schwanger ist ein toter Opa im Rucksack.
31:54Das stimmt einfach.
31:55Wenn man genau drüber nachdenkt, ist das absolut schrecklich. Ja.
32:02Das Gegenteil von Schwein ist eigentlich ganz einfach. Das ist Wurst. Weil bei einem Schwein
32:19ist das Schwein außerhalb vom Darm. Steht der? Dann, Gegenteil von Rauchmelder ist der
32:33Rauchverheimlicher. Das ist. Das sieht man, oder?
32:50Ja. Lieblingsthema Kaffee ist natürlich die Dildo-Gussform.
33:02Muss ich erklären? Okay.
33:03Ja.
33:05Also beim Kaffee kippt man sich was Flüssiges oben rein.
33:14Und die Dildo-Gussform ist das Negativ von was Hartem.
33:18Okay, ja, gecheckt. Dankeschön.
33:26Das Gegenteil von eine Präsentation halten ist, wenn man so ein Flipchart hat. Warte, ich muss kurz. Du bist ja
33:39auch noch so. Ja.
33:42Das muss ich auch noch aufklappen.
33:50So, und dann hat man was auf Flipchart gemacht. Aber der Hauptteil des Publikums sitzt hinterm Flipchart und kann quasi
34:02gar nicht sehen, was hier drauf ist. Also ihr sitzt hier. Seht ihr das? Ihr sitzt hier.
34:08Und hier ist das Flipchart. Das könnt ihr auch nicht sehen. Und das ist eigentlich Quatsch, ne? Hinter euch ist
34:16übrigens ein Monitor. Hinter euch.
34:19Deswegen habe ich euch mal ein Handout mitgebracht. Da habe ich euch jeweils die Rückseite von den Bildern kopiert.
34:39Das könnt ihr einfach mal durchbeten.
34:50Tino Bommelino.
34:57Du hattest ja auch so viele Superstars in deinen Sendungen.
35:02Ne, ne, ne, ne. Gut, das waren bei mir Hauptteil. Gut, das waren auch Schauspieler.
35:06Depardieu und John Malkovich und Katrin Deneuve und so. Aber die absoluten Megastars, das war schon dann Musik.
35:15Prince, Bowie. Wie war Prince?
35:17Iggy Pop.
35:18Prince war fantastisch. Es hieß, er möchte nicht angesprochen werden.
35:24Was ich... Ich war erleichtert.
35:26Was soll ich sagen? Mr. Prince, is your new CD already on the market?
35:32Oder so, ja? Ja.
35:34Und er kam mittags zur Probe, um sich das technisch einmal anzugucken.
35:40Und dann sprach er so leise zu seinem Manager und dann sagte er, er macht zwei Songs.
35:47Ja.
35:48Und das war natürlich dann schon, habe ich schon als Kompliment empfunden.
35:50Und dann musste ich natürlich den Lokalredakteur mäßigen, weil der sagt, das können wir nicht machen,
35:56wir müssen auch den Werbeswort für das Mötergenesungswerk zeigen.
36:00Und er sagt, du, Prince, zwei Songs, das ist nicht so oft.
36:03Und das war dann schon interessant zu sehen. Unfassbare Band.
36:07Und da geht es natürlich auch nicht.
36:08One, two, one, two, three, four.
36:11Er kommt raus, kriegt auf dem Weg die Gitarre gereicht und durch ein Einatmen oder so.
36:16Und dann ist alles zehn Zentimeter über dem Boden.
36:19Also das war, hat es auch für nachfolgende deutsche Gruppen ein bisschen schwer gemacht,
36:23muss ich fairerweise sagen.
36:24Die dann so mittags um 15 Uhr so, ich höre mich nicht.
36:28Hier der Bass, das könnte man lauter machen.
36:31Hier höre ich nicht.
36:33Da hieß es dann beim Süddeutschen Rundfunk früher.
36:35Du kannst froh sein, wenn man drei Playback richtig rum einlegt.
36:40Aber die haben live gespielt, ne? Die haben live gespielt.
36:49Hobby-Tek.
36:50Wir können aber auch unsere Platten zu Hause mit dem gleichen Erfolg von Hand waschen.
36:56Ja, und dazu nimmt man eine Plastikschüssel, die natürlich groß genug sein muss,
37:00damit die Platte nachher Platz darin findet.
37:02Mhm.
37:02Und kocht sich etwas Wasser ab, lässt es etwa zehn Minuten kochen und lässt es kalt werden
37:08und schöpft dann von oben ganz vorsichtig mit einer Kelle das Wasser aus dem Topf.
37:13Ja.
37:14Und zwar hat das den Sinn, weil die mineralischen Stoffe beim Kochen ausgeflockt werden
37:18und die setzen sich am Boden ab und ich darf jetzt mit der Kelle natürlich nicht so tief in den
37:22Boden reingehen.
37:23Ja, klar.
37:24Dann nehme ich einen Schwamm oder ein Schwammtuch, nehme die Platte und gebe jetzt noch einen kleinen Tropfen,
37:31aber wirklich nur einen Tropfen klares Spülmittel hinzu.
37:34Das ist ja alles irgendwie unglaublich charmant, aber irgendwie, finde ich, trifft es den Kern der Sache nicht.
37:40Noch mal.
37:42Ich bin Eckbert Wumbold vom Technischen Institut für Praktische Theorien Bad Glaubt-Segeberg.
37:47Ich übergebe an Hifi Schrödinger, dem Erfinder des flüssigen Grammophons.
37:51Das ist korrekt. Heute brennen wir uns eine Schallplatte.
37:54Dafür brauchen wir nur den Resonanzbottik aus Hornhaut und eine verschmockte leere Platte
37:58und 800 Milliliter Fixierungsflüssigkeit, bestehend aus Lebertran, Aceton und 4711.
38:06Ich nehme mal drei Kellen. Das entspricht etwa drei Kellen.
38:12Oh, schön langsam, sonst explodiert alles.
38:14So.
38:15Nun nehme ich hier ein Stück Orangenhaut und lege die Platte in die Fixierung ein.
38:20Fein, fein.
38:22In dieser blauen Flasche ist das Lied.
38:24Ein Tropfen.
38:27So. Übertragen.
38:29Dumm, di dumm, di dumm.
38:30Und nun können Sie auch schon abspielen.
38:43So, zurück an Herrn Wumbold.
38:46Jetzt müssen wir die frisch gebrannte Platte schön trocken reiben.
38:49Und zwar vor allem, weil ich nassen Lappen brauche.
38:52Sicher ist sicher.
38:53Denn wegen meiner Krawatte werde ich heute bestimmt noch angezündet.
38:56Guten Abend.
39:01Wir machen jetzt eine Aktion.
39:03Es ist schwer, diese Aktion zu erklären, aber eigentlich ist es ganz leicht.
39:07Ich habe...
39:09Wir machen jetzt ein Spiel und das geht so.
39:11Ich habe mir Begriffe ausgedacht, das sind mal Redewendungen, mal ist das ein Lied,
39:17mal ist das so ein Satzkulturerbe, so ähnlich wie das.
39:20Kann man schlecht beschreiben.
39:22Und du zeichnest die, du versuchst das wirklich kompakt zu zeichnen und dann raten wir zusammen.
39:26Das wird ein riesen Spaß.
39:27Ein Beispiel mal, damit Sie wissen, auf welchem mentalen Level wir arbeiten.
39:32Was Sie erraten müssten, wäre jetzt Vorsicht an der Varan-Ausgabe.
39:40Das ist nicht besonders komplex, oder?
39:47Betrachten Sie das Bild und machen Sie sich Ihre Gedanken und fragen sich, was könnte es sein.
39:51Pass auf.
39:52Das ist das eine...
39:53Du musst gucken da, weil...
39:56Ja, ja, das kann...
39:57Okay.
39:59Tipp für Sie.
40:00Es ist eine populäre Fernsehserie aus den 80ern.
40:04Ich kann anfangen.
40:04Ja, bitte.
40:05Es ist der ASMR-Zeit.
40:07Es ist angelehnt an eine populäre Fernsehserie aus den 80er Jahren.
40:11Superspannend für das Publikum, mir dabei zuzuhören, wie mein Stift quietscht.
40:14Es ist schon schön.
40:16Ja, ich kann übrigens dazu sagen, dass viele Leute denken, ja, auch wenn ich bei so...
40:20nach der Show oder bei Signierstunden zeichne, das würde zu Hause tatsächlich so entstehen.
40:25Nein.
40:26Also das ist dann doch irgendwie deutlich aufwendiger mit Vorzeichnen und sowas, weil es uns auch einfach krampig aussieht.
40:30Und hier würde ich jetzt mal behaupten, ist das ja Teil des Charmes, dass es eben nicht perfekt ist.
40:37So, ich werde fertig, Thorsten.
40:38Bitte was?
40:38Du bist jetzt schon fertig?
40:41Bravo.
40:41Wir haben noch keine Zeit.
40:42Also, Sie wissen, es ist sensationell.
40:44Achtung.
40:49Angelehnt, also auf eine populäre Fernsehserie aus den 80er Jahren.
40:52Ja.
40:54Guck mal.
40:55Was fliegt denn dort?
40:57Dackeln im Sturm.
41:00Es sind Dackeln im Sturm.
41:02Bravo.
41:03Bravo.
41:04Stark.
41:06Pass.
41:09Ein schnelles Publikum.
41:11Ich liebe das Spiel schon jetzt.
41:13Ja, großartig.
41:14Das ist leicht und werden Sie mögen.
41:18Ja, ich kann es dir auch nicht sagen.
41:22Kann ich um die Ecke lesen.
41:23Es ist ein Beruf.
41:26Kein besonders aktueller.
41:27Nicht besonders aktuell, aber doch.
41:35Ja.
41:38Es wird Zeit für so eine...
41:39Schön geworden.
41:42Was zahlst du hier kalt?
41:43So, da hätte ich jetzt so, weißt du?
41:45Nee.
41:47Es ist schön.
41:48Luftig halt, ne?
41:49So ein bisschen wie so ein Loft.
41:55Ich bin jetzt auch fertig.
41:56Wir haben die peinliche Stille überbrückt.
41:59Es ist keine peinliche Stille.
42:00Es sind unsere Freunde hier.
42:01Das sind Menschen, die einfach kommen und sich hier hinsetzen und das mittragen.
42:06So.
42:07Was?
42:09Nee, Leute.
42:10So, Scharprichter.
42:11Ich hab gesagt, es ist leicht.
42:13Scharprichter.
42:14Ja, es ist Scharprichter.
42:17So.
42:18Wollte doch...
42:19Darf ich nochmal?
42:19Fantastisch.
42:21Na, Scharprichter.
42:23So.
42:24Besser werden wir nicht.
42:26So.
42:27So.
42:30Es handelt sich hierbei um einen Song.
42:33Okay?
42:37Gott.
42:38Das geht.
42:39Das geht.
42:40Theoretisch.
42:44Wir haben das alles selber verputzt.
42:46Wir haben gedacht, bevor wir...
42:49Bevor wir jemanden holen...
42:52Aber ich sag, also da kommen die Leute drauf.
42:54Hundertprozentig.
42:55Meinst du?
42:56Ja.
42:56Okay.
42:57Ich sage unter 5 Sekunden.
43:00Ich bin überaus gespannt, wie du es umsetzt, wenn ich ehrlich bin.
43:03Es gibt ja nur einen Weg.
43:05Ja, das stimmt.
43:06Weil ich möchte ja schon, dass die Leute auch eine Chance haben.
43:08Und deswegen muss ich bestimmte Elemente so darstellen, dass man sie auch erkennt.
43:12Und damit ist schon eine Sache gespoilert.
43:15Ja, stimmt, stimmt, stimmt.
43:17Du hast recht.
43:17Ja, ja, ja, ja, ja.
43:19Das ist wohl wahr.
43:21Ja.
43:22Ja, ich höre.
43:23Es ist Rama-Lama-Ding-Dong.
43:26Ganz genau.
43:27Und das ist wirklich hervorragend.
43:31Hervorragend.
43:40Werer, also halte ich für...
43:42Tipp ist...
43:45Ach, Sie kommen drauf.
43:48Jetzt gehe ich ein bisschen anders vor.
43:49But you all know that, I think we are going to be in Auftragsarbeit,
43:53when a company wants to wish a firm mask.
43:57That's always the same.
43:59I make a firm mask.
44:05And that's wonderful.
44:08That's like a little pill, man.
44:11The Stimmung gives.
44:19Leuchtmittel-Lummer-Mann.
44:22Ganz toll.
44:26Das ist...
44:33Einen kleinen Moment.
44:36Leuchtmittel-Lummer-Mann.
44:39Das Licht, zu dem ich schlummern kann.
44:41Da gibt's keinen Kummer-Mann.
44:43Für Licht geht's Licht zu Lummer-Mann.
44:45Vielen Dank, Ralf Gute.
44:47Ralf Gute, danke, dass du da warst.
44:49Ralf Gute.
44:50Du warst deine Leistung.
44:54So.
44:57Danke.
45:09Liebe Mitbürger sämtlicher geschlechtlicher Ausrichtungen, stellen wir uns heute die große
45:14Frage und auch der großen Frage, finden Sie Erwachsensein auch so anstrengend?
45:20Ich meine jetzt mal ehrlich, was ist das für ein Blödsinn?
45:22Dieser ganze Trott mit morgens Hose anziehen und freundlich sein und Finanzamt.
45:27Es gehört wohl dazu.
45:29Ich war ziemlich gerne Kind, wenn ich ehrlich bin.
45:31Und das Gott sei Dank in Dortmund und nicht in Bangladesch.
45:34So konnte ich mir meinen Einstieg in die Textilverarbeitung besser einteilen.
45:38Trotzdem, die Menschen hassten von A nach B Konflikte, wohin das Auge blickt.
45:46Man hat nur Randale als Erwachsener, oder?
45:48Dafür war immerhin zu allem eine Meinung.
45:50Deswegen möchte ich einmal hier klar sagen, meine Urteile und Einschätzungen und sowas geben lediglich meine Meinung wieder hier in
45:58meiner Sendung.
45:59Und meine Meinung ist, und darauf lege ich Wert, vollkommen unerheblich.
46:04Da ich das weiß, werden Sie mich eher selten in politischen Talkshows antreffen.
46:08Ich weiß auch nicht, was ich da erzählen soll.
46:10Was soll ich da sagen?
46:11Louis Klamroth?
46:13Herr Sträter, Stichwort Klimakrise.
46:15Halten Sie eine Umkehr noch für möglich?
46:17Ich?
46:18Keine Ahnung, aber ich war noch nicht in John Wick 4.
46:20Weißt du, das ist meine Privatmeinung, die jetzt in diesem Moment streng genommen nicht mehr privat ist.
46:26Und die lautet, das Klima wird schlimm.
46:29Kippen?
46:30Was tun?
46:31Ich bin 56.
46:33Ich breche mir schon einen damit ab, den Müll zu trennen.
46:35Der Klimawandel ist für mich Roland Emmerich Material.
46:38Wenn der so richtig kommt, der Klimawandel, dann bin ich tot.
46:43Und ich will mir wie die meisten von Ihnen noch gar nicht vorstellen, was das wird.
46:45Ich bin ja Deutscher.
46:47Die maximale Zeitspanne, die ich mir überhaupt vorstellen kann, ist die Frühbucher Rabattdimension.
46:52Also so acht Monate, darüber geht gar nichts.
46:54Aber wenn ich der Wissenschaft glauben kann, was ich tue, wird es in 50 Jahren überaus unkomfortabel in Bottrop und
47:00Umland.
47:01Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll.
47:03Aber ich will genau wie Sie, dass die anderen das dann auch machen müssen.
47:06Am besten zuerst.
47:08Und wenn das zu wenig ist, kann ich ja sagen, mache ich nicht, bringt eh nichts.
47:11Und ehrlich gesagt weiß ich von der Dramatik der Lage nur deswegen, weil sich Leute auf der Straße festkleben.
47:19Und darüber kann man sich tierisch aufregen.
47:21Das verstehe ich alles.
47:22Aber was sollen die sonst machen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen?
47:25Mit Wachsmalstiften, Bildmalen oder was?
47:27Dann kommt doch keiner.
47:28Da berichtet doch kein Mensch drüber dann.
47:30Über Blockaden schon.
47:31Was wollte ich eigentlich sagen?
47:33Genau.
47:34Erwachsensein ist anstrengend.
47:35Und ich denke wirklich, uns allen sind zu früh unsere Stofftiere weggenommen worden.
47:41Wir könnten einfach bessere Menschen sein, wenn wir unsere Schmusis noch hätten.
47:46Schmusis, nicht Smoothies.
47:49Das ist Obst und Gemüse, das gekaut 80 Cent kostet, geschreddert aber 3,90 Euro.
47:54Schmusis.
47:56Schmusis.
47:58Plüschtiere.
47:59Wir hätten alle behalten sollen, oder?
48:01Ich könnte Olaf Scholz auch viel besser aushalten, wenn er ein zerfranztes Stoff Zebra unter
48:06dem Arm hätte.
48:08Wir würden alle, denken Sie darüber nach, wir würden alle so im Zug sitzen, IC nach Berlin,
48:13mit unseren Stofftieren.
48:14Dann sitzt du da, dann kommt ein Mann und sagt, Verzeihung, Sie sitzen auf meinem Platz.
48:1913a, Wagen 26.
48:21Mein Name ist Kotlewski und das hier ist Euli.
48:26Und Sie sagen, oh das tut mir leid, dann habe ich mir hier im Wagen vertan.
48:28Dann geben Sie mir drei Minuten einen Plauzzi Wauzi, schläft grad.
48:31Das würde viel Schärfe rausnehmen.
48:34Glauben Sie mir.
48:42Beim Grimme-Preis gäbe es nur eine Sitzreihe für zerfledderte Eichhörnchen, Kirmestiere
48:47und Schweinchen aus Samt.
48:48Und wenn man jemandem gut zureden will, sagt man nicht mehr, halt die Ohren steif, sondern
48:52halt die Steifohren.
48:53Die Menschen, die Menschen würden mit ihren Plüschfreunden reden, ihnen im Flugzeug zumurmeln,
49:01sie müssten keine Angst haben, sie wären ja schon ein großer Otter, alles halb so wild.
49:05Und Amtsrichter würden sagen, die Beweislage ist klar, ich erkenne auf Steuerhinterziehungen,
49:11bevor sie fragen, Ferdinand Ficky der Fasan geht da komplett d'accord.
49:14Es wäre eine bessere Welt, meine Meinung, aber das weiß ich schon.
49:21Was hat das Leben mich gelehrt, so im Rahmen meiner Möglichkeit Dinge überhaupt zu begreifen?
49:25Immerhin ein paar Sachen, vieles nicht.
49:28Aber zum Beispiel, falls du dich hässlich fühlst, das geht ja vielen so, es ist bedeutungslos,
49:34wie alt du aussiehst oder wie du überhaupt aussiehst.
49:37Deine Optik überlagert weder deine Talente noch deinen Charakter, wirklich.
49:41Und falls du dich fragst, was andere über dich denken, vermutlich nix.
49:46Jeder ist am allermeisten mit sich selbst beschäftigt, auch die anderen.
49:50Und ja, Karl Lagerfeld hat mal gesagt, wenn er eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
49:55Und ich habe gelernt, brauche ich keine Jogginghose für.
49:58Der Mensch ist nun mal fehlbar, ich kenne das.
50:03Wissen Sie, ich habe so viel Stumpfsinn gemacht.
50:06Beispiel, falls Sie mal in eine gemischte Sauna gehen, können Sie so einiges für einen Aufguss nehmen.
50:13Aber keine Fanta.
50:16Sie können sich das kaum vorstellen, es ist wie Nebel aus Prittstiften.
50:20Ich will Ihnen, weißt du, und lassen Sie los.
50:24Wenn es irgendwas gibt, lassen Sie los.
50:26Außer Sie hängen an der Dachrinne, dann halten Sie sich fest, um Gottes Willen.
50:30Irgendwann erkennen Sie, wann es Zeit ist, loszulassen und wann sich festzuhalten, wenn es geht aneinander.
50:37Ja.
50:38Haben Sie den besten Sommer Ihres Lebens.
50:40Kussi.
50:41Danke.
50:47Und wieder neigt sich ein entspannter Abend dem Ende zu und nimmt uns mit ins Land der Träume.
50:52Also dem Ort, wo auch die Krimskramskommode unserer Vergangenheit steht.
50:56Und das bringt uns direkt zu Spiels noch einmal, Sam.
50:59Der Rubrik mit Spielzeug.
51:00Von früher.
51:02Ich will jetzt nicht schon wieder damit anfangen, dass ich damals ein Kind war und außerdem war Heiligabend.
51:06Aber so war das halt.
51:07Die großen Sachen gab es eben bei Sträters nur an Weihnachten.
51:11Und Bescherung bei Sträters war sowieso immer komplett gleich.
51:14Immer die gleichen Koordinaten.
51:15Personal gleich, Essen, Rituale, das gottlose Gehupe auf der Holzflöte,
51:20Gotthilf Fisch aus der Phonotruhe, das komplette Panoptikum.
51:24Stundenlang blockierte ich die Milchglas-Scheibe zum Bescherungszimmer
51:27und starrte durch die Trübe der Tür einen rechten Winkel in die Pupillen,
51:31konnte aber meistens trotzdem nichts erkennen.
51:33Schon mit fünf glaubte ich nicht mehr an den Weihnachtsmann.
51:37Grund war folgendes behutsames Gespräch mit meinem Opa.
51:41Ich?
51:41Kommt heute der Weihnachtsmann, Opa?
51:44Opa?
51:45Hast du den Schuss nicht gehört?
51:46Das ist alles von uns.
51:48Ich?
51:49Aha.
51:50Jedenfalls stand ich immer vor der Tür, um nichts zu verpassen.
51:54Keiner kam mehr rein, keiner raus.
51:57Meine Oma sagte jedes Jahr, ich wäre ein Mensch gewordener Raumteiler.
52:01Deswegen führten wir immer das, was sich später als der George-Lucas-Dialog etablierte.
52:07Ich klopfte irgendwann gegen das Milchglas und rief, Omi, wann?
52:20Oma, ruhig, junger Paravon.
52:23Jetzt.
52:23Egal.
52:24Egal.
52:37Um sieben war Bescherung, das hieß früher noch 19 Uhr.
52:40Tür auf, Kerzenstille Nacht, Baum.
52:43Ein paar kleine Pakete und ich packte aus und war glücklich und zufrieden.
52:46Als meine Oma mit einem milden Lächeln sagte, Thorsten, ich glaube da ist noch was für dich.
52:51Meine Oma war nämlich auch die Königin der One-More-Thing-Überraschungen.
52:56Quasi mein ganz persönlicher Steve Jobs.
52:58Also wies sie auf ein gigantisches Paket und ein Schauer überlief mich.
53:02Der Form nach konnte ich nicht einschätzen, was drin ist.
53:17Das war mein erstes und einziges Kettgar.
53:25Ein Triumph der Technik, ein Cabrio mit Schalensitz und Pedalen.
53:29Ein super Gerät, wenn man davon abseht, dass der Schalensitz sich anfühlt, als würde man an einer Busseitestelle hocken.
53:34Und das Ding so aerodynamisch war wie ein Amboss.
53:37Aber man war schnell.
53:38Auf glattem Boden.
53:39Auf abschüssigem, glatten, eingefetteten Boden.
53:44Wenn einer schob.
53:46Oder besser drei.
53:49Auf Schotter hingegen wurde es schnell ein bisschen mühsam.
53:51Und auf Sand kam man schneller voran, wenn man das Kettgar warf.
53:54Aber immerhin hat es eine prima greifende seitliche Handbremse, falls man Lust auf spontane seitliche Überschläge hatte.
54:03Will sagen, es war wie die meisten Fahrzeuge seiner Zeit ein bisschen riskant.
54:08Aber man war der Chef vom Hof, wenn man langsam an den Gummi-Twist spielenden Mädels vorbei cruiselt.
54:15Wobei man lässig die Titelmusik der gnadenlos unterschätzten Hundekampfsportserie Hongkong Pfui pfiff.
54:22Und dann drehte man da ein, zwei Runden.
54:25Zwinky, zwunky.
54:26Die Mädchen flüsterten.
54:27Und dann zog man lässig und ruckartig die Handbremse.
54:30Und wenn man wieder wach wurde, waren die Mädchen weggezogen, verheiratet und hatten einen Job im Blumenladen.
54:35Aber es war trotzdem super.
54:38Aber nicht so super wie folgendes Fortbewegungsmittel.
54:44Ein Tisch.
54:46Rollschuhe.
54:48Die passten unter jeden Fuß.
54:51Wurden einfach so auf billig unten festgezurrt.
54:53Alles komplett selbsterklärend.
54:54Was soll ich sagen?
54:55Lebensgefahr für die ganze Familie.
54:57Wirklich.
54:58Von 4 km zu Fuß auf 30 km bergab.
55:01Juchu, gebremst wurde mit dem Gesicht.
55:04Rückwärts-Saltos bekam man sofort, ohne Proben, zu ungefähr mindestens 50% hin.
55:09Man bewegte sich damit wie eine Mischung aus Robocop und Bürostuhl.
55:13Ständig lockerten sich die Dinger.
55:15Aber immerhin, man rollte.
55:18Und dann kamen die Disco-Roller.
55:20Die waren so ähnlich wie das hier.
55:22Nur hatte diesmal irgendein pfiffiger Geist den Rollstuhl direkt unter eine Stiefelette geschraubt.
55:26Und vorne hatten die lingerste Stopper aus Hartgummi.
55:29Endlich konnte man damit sehr abhubt bremsen.
55:31Und man konnte in Dortmund in die Rollerdisco.
55:35Juchu.
55:36Das ist wie beim Kochduell echt.
55:38In die Rollerdisco.
55:40Mhhh, Rollerdisco.
55:43Ja, mich weht das auch so massiv an.
55:47Das kennen viele nicht.
55:48Rollerdisco war so ein bisschen nach dem Prinzip der Eislaufhalle.
55:50Weißt du?
55:51Nur, dass man jetzt halt nicht froh.
55:53Der Rest blieb absolut gleich.
55:54Ist das gleiche Konzept.
55:56Hochdemokratisch.
55:56Man fuhr zu lauter Baller-Baller-Musik.
55:59Immer stumpf im Kreis.
56:0033% lebensmüde Anfänger.
56:0333% Leute sich dachten, ja, fahr ich mal im Kreis.
56:06Und 33% maximal übertreibende Ausdruckspanzer.
56:12Die alle gefährdeten.
56:14Sich versonnen.
56:15Die Arschbacken reibend rückwärts fuhren.
56:18Natürlich mit geschlossenen Augen.
56:21Und die man betrachtet und dachte, toll.
56:23Mach das draußen.
56:24In 5 Sekunden wirst du vom Linienbus aufgegessen.
56:28Aber hier geht das.
56:30So ein Blindflug mit Ficky-Ficky-Bewegung.
56:33Denn wenn du irgendwas nicht kennst an Newtons erstes Gesetz.
56:35Weil man das von Olivia Newton-John, du Penner.
56:38Ich mochte Rollschuhfahren trotzdem wahnsinnig gerne.
56:41Und zwar genau bis 1985, ne 86 ist es.
56:45Als ich mit Rollschuhen in Glasscherben fiel und mir die halbe Hand abtrennte.
56:51Was natürlich wieder typisch dreht, damit es nicht übertrieben klingt.
56:53Aber ich trennte mir die halbe Hand ab.
56:55Komplett.
56:55Ich verlor literweise Blut.
56:57Deswegen wusste ich den Hubschrauberflug auch nicht so richtig zu schätzen.
57:01Und es war eine knappe Sache.
57:03Seitdem meide ich Rollschuhe und Hubschrauber.
57:07Das ist die einzige Sache in meinem Leben, von der ich immer noch schwer traumatisiert bin.
57:11Wirklich, tatsächlich.
57:12Und das ist so ein Kackschluss für diese Rubrik.
57:17Deswegen jetzt ein Trailer für die nächste.
57:19Das nächste Mal bei Spiels noch einmal, Sam.
57:22Der Verzehrer der Welten.
57:24Der Grund für alles Elend in der Welt.
57:26Der Voldemort in Rund.
57:28Tonnen schwer, außen wie der Hodensack vom Zyklopen.
57:31Innen gefüllt mit Kindertränen, Blei und radioaktiven Meerschweinchen.
57:35Der Medizinball.
57:37Bleiben Sie dran.
57:38Gute Nacht.
57:42Meine Agentin macht solch eine Bewegung.
57:44Was bedeutet das?
57:45Mehr Sport.
57:46Ich mein Mund.
57:47Ist die Nutella.
57:48Was soll ich?
57:50Wir sollen weiter auseinander gehen.
57:52Jetzt habe ich es gecheckt.
57:53Ich geh doch schon auseinander.
57:54Pass auf.
57:55Folgendes.
57:56Es war trotzdem super.
57:59Aber nicht so super, wie folgendes Fortbewegungsmittel.
58:06Magie.
58:08Immer eine gute Suppe.
58:10Nochmal.
58:12Ich bin komplett fertig.
58:14Nun.
58:15Nämlich wird das ganze Gesumse abgebaut.
58:17Also hier.
58:19Ja.
58:22Im Hintergrund die Vorhaut von Schreck.
58:25Wir werden jetzt alles rausräumen.
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