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00:10Hello guys, Inas Nacht today with so great guests.
00:14Our favorite favorite player Lars Eidinger is in the house.
00:18And the former world-class tennis player Andrea Petkovich comes on the way and tells so exciting things.
00:25And the Canadian girls from the beaches make a party for us and the Jeremias are there and they are
00:31absolutely great.
00:33Guys, it's a nice night in Hamburg. I'm so glad to see you on my first guest today.
00:42Since I follow him and I follow him with many things he does.
00:46Everything with love, a lovey DJ, a lovey photographer, but especially a lovey player.
00:53Egal ob Bühne oder Kino, man munkelt, man munkelt.
00:58Er hätte gerade irgendwie in London mit Adam Sandler und George Clooney gedreht.
01:03What?
01:04Ich will alles wissen, begrüßt mit mir den wunderbaren Schauspieler Lars Eidinger!
01:25Lars Eidinger!
01:32Hab ich's für dich gemacht?
01:34Wusstest du, dass es mein Lied ist? Ja.
01:36Mir geht immer auf das Herz auf, tatsächlich. Also jetzt, als es lief, ich hab's ja nicht erwartet.
01:41Hast du gedacht, ich könnte schon wieder.
01:43Aber ja, ich war auch vor, glaub ich jetzt drei Jahren, das war so, in der Hochzeit von Corona, war
01:48ich tatsächlich beim Konzert.
01:49Aha. Da saß ich zu Hause und das war wohl zweimal verschoben.
01:53Stimmt, die Tourne.
01:54Ähm, genau. Und dann hab ich so im Internet geguckt und dann war so die ganze Uber Eats-Arena, heißt
02:00sie jetzt, glaub ich. Damals ist sie noch O2.
02:02Das ist die große, ne? Es gibt da so eine kleine und so eine große.
02:04Genau. Und da war so in der vierten Reihe Mitte ein gelber Punkt. Und da hab ich draufgeklickt, 200 Euro.
02:11Und dann hab ich gedacht, komm, das mach ich jetzt.
02:13Aber dann haben die gesessen, oder war das nur der Raum, in dem man sich so lange...
02:16Ja, ich war so lange nicht auf dem Konzert. Ich hab auch gesessen am Anfang und dachte, das ist ja
02:19geil.
02:20Und als sie angefangen haben zu spielen, sind alle aufgestanden.
02:22Ah, okay. Komm, wir gehen jetzt.
02:24Achso, ich merk's schon. Ich hab gar nicht reagiert.
02:26Okay, du kannst einfach an deinem...
02:28Ich hab keine Anweisung, hast du recht. Ja, gerne.
02:30Danke.
02:31Ich will auch gerne...
02:32Ah! Ah! Ah! Ah! Ah! Ah!
02:39Ich hab die Kälte so ein bisschen, aber du magst es gar nicht so.
02:41Ich muss einmal gucken...
02:42Kann ich dir das mal zumachen?
02:43Was ist das für eine Klimaanlage?
02:44Ich mach das für dich zu und dann mach's für mich auf.
02:47Ja, ich mach's eher warm.
02:47Du, das, was ich eben gesagt hab mit London...
02:50Hast du in London oder in England gedreht?
02:52Ja.
02:53In London?
02:54In London im Studio, was man ja gar nicht so weiß.
02:57Die meisten Filme, die meisten amerikanischen Filme, von denen man es jetzt gar nicht denken oder erwarten würde,
03:02wie zum Beispiel Barbie, wir hatten nahezu komplett im Studio in London gelegen.
03:06Und so hab ich auch mit George Clooney, Adam Sandler, Greta Gerwig, Laura Dern im Studio in London gelegen.
03:16Das sind ja vier riesige amerikanische Namen.
03:19Und dann kam, also mit wem hast du mit beiden, Adam Sandler und George Clooney in einem Raum
03:23und dann musstest du sowas sagen und die mussten auch was sagen.
03:26Hi, hi, vorher.
03:28Hast du mitgekriegt, ob George Clooney wirklich immer eine Espressomaschine mitbringt?
03:32Nee, aber das Lustige ist wirklich...
03:34Dann blutet dir jetzt nicht das Herz, wo du das siehst?
03:36Diese Witze, die du jetzt gerade gemacht hast, den machen die selber auch.
03:39Ah, okay.
03:39Da war ich total überrascht.
03:40Der erste Witz, den Adam Sandler gemacht hat, hat sich auf Kaffee und Espresso in Espresso bezogen.
03:45Ah, okay.
03:46Und da gab es so eine Sequenz, das spielt im Zug.
03:51Und hier steht George Clooney und da steht Adam Sandler.
03:56Und ich musste so als Gast in dem Zug, so kurz zwischen dem, ja.
04:00Und dann hat der Adam Sandler jedes Mal, wenn ich durchs Bild gegangen bin, so gemacht bei mir.
04:05So, ja, damit ich lachen musste.
04:07Aber das ist ja wahnsinnig sympathisch.
04:09Ja.
04:10Ja, und dann denkt man auch so, hätte man jetzt von einem Hollywoodstar nicht unbedingt erwartet.
04:14Aber wir sind...
04:15Und wie hast du reagiert?
04:16Sah man das in deinem Gesicht, meinst du?
04:19Ja, so.
04:21Ja, das sah man schon in meinem Gesicht, ja.
04:23Aber, privates Wort.
04:25So, hi, hi, I'm Lars from Berlin.
04:27And you?
04:28How are you so?
04:31Ist ja auch Englisch dann komplett.
04:33Ist dann Englisch so, dass man da so ein bisschen rumlabert?
04:36Ja, aber es war lustig, weil ich habe...
04:38Meine Rolle heißt German Cyclist.
04:41Und da gibt es noch jemanden, der ist der Dutch Cyclist.
04:44Und wir sind sozusagen Fahrradfahrer, die den Zug nehmen.
04:47Hattest du ein Telekom-Trikot an?
04:49Nee.
04:49Ich hatte erst ein neongelbes Trikot an.
04:53Und dann habe ich von Jan Ulrich erzählt, den kannten die gar nicht.
04:56Und dann haben wir den gegoogelt.
04:57Und dann hatte der immer so ein Trikot an mit der Deutschlandflagge drauf.
05:02Und da habe ich gedacht, ist doch lustig, der German Cyclist hat dann so die Deutschlandflagge.
05:05Das haben sie dann auch gemacht.
05:06Und der Dutch Cyclist hat dann so ein orangefarbenes Trikot getragen.
05:12Und als wir reinkamen, da gibt es dann so eine Stellprobe.
05:16Da stehen nur so Stühle und das ist wie so eine Probebühne.
05:18Und da kamen wir rein und da kamen sofort George Clooney auf den Dutch Cyclist zu.
05:24Und hat in meiner Anwesenheit, ich stand daneben und ihm gesagt, wie toll er das findet,
05:29dass wir jetzt endlich zusammen drehen.
05:31Und er hat schon gehört, ich spiele ja Hamlet in Berlin.
05:34Und da habe ich gedacht, der meint eigentlich mich.
05:37Ja, natürlich.
05:37Aber ich habe es nicht gesagt.
05:39Naja, aber warum nicht?
05:40Und der Dutch Cyclist hat dann gesagt, ich wusste gar nicht, dass George Clooney mich kennt.
05:44Also ich dachte, dass ich Hamlet spiele.
05:46Da hätte ich gesagt, nee Leute, das kann ich so nicht stehen lassen.
05:49Ich muss einmal kurz sagen, hello, I'm the Hamlet.
05:53It's me.
05:54Ja, aber das darf man nicht vergessen.
05:56Das ist dann alles sehr überwältigend.
05:59Achso, ja, okay.
05:59Überhaupt, dass da George Clooney steht.
06:02Überhaupt, dass es den gibt.
06:04Ja, ja, dass es den wirklich gibt.
06:06Ja, da kommt dann Mickey Mouse rein.
06:09Und dann denkt man, gibt es das wirklich?
06:10Ja, ja, stimmt natürlich.
06:12Aber es ist immerhin George Clooney der, den wir alle kennen.
06:15Also alle anderen Namen, da kennt man ja den.
06:17Aber George Clooney kennt ja nun wirklich alle.
06:18Der sieht so scheiße aus im Moment mit seinen dunklen Haaren.
06:21Ihr habt ja auch vor Ihrem Trailer Basketball gespielt.
06:23Mhm.
06:24Wir hatten nur einen Basketballkopf.
06:25Und dann habe ich gedacht, das ist jetzt meine Chance, mich mit dir anzufreunden.
06:30Und dann habe ich dreimal geworfen und ich habe nicht mal das Brett getroffen.
06:34Und dann habe ich gleich gemerkt, wie die Amis, die kennen da auch nichts.
06:37Und die haben dann auch gar nicht mehr abgespielt.
06:38Bis eine Null.
06:39Muss man sich eigentlich Sorgen machen, wenn der Chantikor so lange nicht gesungen hat?
06:44Wir haben doch noch nicht Prost gesagt.
06:46Ach so, ja, das haben wir auch noch nicht.
06:48Prost.
06:48Ja, Prost.
06:48Zum Wohl.
07:02Prost, ja.
07:03Darf ich mit dem mal sprechen über ein Thema, was ich sehr lustig und auch sehr schön und sehr spannend
07:07finde.
07:07Also wenn du den Hamlet oder wenn du Richard III. spielst, macht er manchmal Tourneen ins
07:14Ausland.
07:15Ja.
07:15Unter anderem nach China.
07:17Wie sieht sowas denn eigentlich aus?
07:20Das ist dann aber die deutsche Version, die er an der Schaubühne spielt und oben läuft
07:25eine chinesische Übersetzung oder ist da jemand und sagt, hey, brau, nein oder irgendwas, nein,
07:31sondern man hört euch, kann aber lesen.
07:33Ja, genau so.
07:35Aber macht das Spaß?
07:37Wen interessiert denn das?
07:38Ja, das ist ein total deutsches Phänomen.
07:41Also, weil die anderen Nationen, die sind gar nicht mit diesen Synchronfassungen groß geworden.
07:47Die sind es gewöhnt, dass wenn sie was schauen, was nicht ihre Sprache ist, dass sie lesen.
07:51In der Oper, aber auch in Filmen.
07:52Die Deutschen, die sprechen ja auch so schlecht andere Sprachen, weil sie immer alles synchronisiert
07:58bekommen.
07:59Das heißt, die Chinesen, Chinesinnen, die reagieren sogar mehr als die Deutschen, wenn die da drin
08:06sitzen.
08:06Also, die sind total schnell in der Auffassungsgabe und das funktioniert.
08:11Wir haben zum Beispiel mal in einer Stadt gespielt, die hieß Harbin.
08:16Das kennt man jetzt so gar nicht.
08:18Das ist dann so, die sammeln dann die Menschen ein und bringen die da hin, damit die sich Kultur
08:23anschauen.
08:23Die wissen dann aber gar nicht so richtig, zu was sie gebeten sind.
08:26Und in Harbin war das so, dass nicht einer oder zwei, sondern alle ihr Telefon.
08:32Oh, das ist ja was für Lars Eidinger, wenn alle ihr Telefon rausholen.
08:37Irgendwann bin ich durchs Publikum gelaufen und habe gesehen, dass die alle Spiele spielen.
08:43Nee.
08:44Und dann habe ich so angefangen, die Telefone einzusammeln.
08:46Das ist so lustig.
08:47Und dann hatte ich auf der Hinterbühne so einen Stapel Telefone.
08:50Wirklich?
08:50Und dann kam eine chinesische Mitarbeiterin und hat gesagt, ich soll jetzt die Telefone
08:55zurückgeben.
08:56Und dann habe ich gesagt, ja, die kriegen sie natürlich zurück, aber erst wenn die Vorstellung
09:00vorbei ist.
09:01Und dann haben die gesagt, ja, aber die wollen jetzt gehen.
09:06Und in Shanghai, als wir vor einem halben Jahr nochmal da gespielt haben, hatten die dann,
09:10hatten die dann wirklich so kleine Säckchen geschneidert, wo Hamlet drauf stand und so.
09:16Und da sollten die Zuschauer, Zuschauer ihre Telefone reintun, damit der Hamlet-Darsteller
09:21nicht auf die Idee kommt, die einzusammeln.
09:22Das ist so lustig.
09:29Ich finde das wirklich so lustig.
09:31Ich würde mit dir trotzdem noch kurz sprechen.
09:33Du bist unterwegs, du hast Häuser, da spielst du ein Brecht-Programm.
09:37Und die Hauspostille heißt dieses Programm?
09:39Genau.
09:40Die Hauspostille ist eine Sammlung von Gedichten und Texten von Bertolt Brecht, die er im Laufe
09:48seines Lebens immer wieder erweitert hat.
09:50Aber du siehst quasi die Gedichte, die sind vertont, ein Teil ist schon vertont, ein Teil
09:55hast du selber mit deinem Pianisten vertont.
09:57Ja.
09:58Okay.
09:59Und heute?
10:05Hör mal.
10:07Hör mal.
10:11Als im dunklen Erdenschose aufwuchsbar, war der Himmel noch so groß,
10:27und still und fahl, jung und nackt und ungeheuer wunderbar, wie ihn Baal dann liebte, als Baal war.
10:55Und der Himmel blieb in Lust und Kummer da, auch wenn Baal schlief, selig war und ihn nicht sah.
11:15Nachts er violett und trunken bar, Baal frühfromm er, Aprikosen fahl.
11:36Und durch Schnaps, Boutique, Domspital, trottet Baal mit Gleichmut und gewöhnt sich's ab.
11:54Mag Baal müht sein Kinder, nie singt Baal, Baal nimmt seinen Himmel mit hinab.
12:16Ob es Gott gibt oder keinen Gott, kann, solange es Baal gibt, Baal gleich sein.
12:26Aber das ist Baal zu ernst zum Spott, ob es Wein gibt oder keinen Wein.
12:39Man muss stark sein, denn Genuss macht schwach.
12:44Geht es schief, sich freuen noch am Krach.
12:48Der bleibt ewig jung, wie er es auch treibt, der sich jeden Abend selbst entleibt.
13:00Und wer schmutz dran, er gehört nun mal.
13:09Ganz und gar mit allem drauf dem Baal.
13:16Ja, sein Stern gefällt ihm, Baal ist drein verliebt.
13:28Schon weil es nen anderen Stern nicht gibt.
13:40Als im dunklen Erdenschose faulde Baal war der Himmel noch so groß und still und fahr.
14:04Jung und nackt und ungeheuer, wunderbar.
14:20Wen Baal einst liebte, als Baal war.
14:35Lass einst liebte, als Sängerin weiß es ja besser als ich.
15:01Ich bin da so aufgeregt davor, dass ich fühle mich da so ausgeliefert.
15:05Wie toll du das gemacht hast. Wir hatten sowas noch nie und ich finde, das ist etwas wahnsinnig besonderes.
15:12Und ganz, guck mal, Schentyschnullis.
15:17Das könnte ich sogar nicht glauben.
15:19Das Ding ist, man denkt ja immer, die Schentys sind so ein Maschinenschlösser, die früher auf dem U-Boot oder
15:30irgendwo auf dem Schiff waren.
15:31Die so immer schon Schentys waren, die meisten sind aber studierte Lehrer.
15:36Ex-Knackis.
15:44Also super. Sag mal, ich würde gerne so gerne von denen noch wissen, du hättest ja eigentlich zur Bundeswehr müssen.
15:52Ja.
15:53Aber du bist doch so jung.
15:54Ja, aber ich war noch die Zeit…
15:56War da nicht schon Zivildienst automatisch?
15:58Früher war das ja so, in Berlin musste man gar nicht zur Bundeswehr, denn meine Cousins sind noch aus Leverkusen
16:02nach Berlin gekommen.
16:03Danke, damit sie nicht zur Bundeswehr müssen.
16:06Und bei mir war es so, ich dachte, ich kriege das irgendwie hin, zur Musterung zu gehen und ausgemustert zu
16:11werden.
16:11Und habe deswegen nicht den Antrag auf Zivildienst gestellt.
16:17Und dann hatte ich auch schon das Ticket zu Hause mit meinem Kasernenplatz in Bad Sege.
16:24Horrorberg.
16:25Horror.
16:25Als Panzergrenadier.
16:27Ja, aber Lars Eidinger als Panzergrenadier, sorry.
16:30Also wirklich.
16:30Ja, und ich bin dann zur Musterung gegangen.
16:32Ich habe noch zu Hause gewohnt und ich hatte eine starke Katzenallergie.
16:37Trotzdem hatten wir eine Katze.
16:39Und dann habe ich einfach die Haare von der Katze genommen und habe mir die in die Augen gerieben.
16:43Und bin da hingegangen und habe gesagt, ich habe Heuschnupp.
16:46Und dachte, dann kann ich aber...
16:49Dann bin ich dann ausgemustert quasi, ja.
16:51Hatte ich gehofft.
16:52Und dann haben sie gesagt, ja, es tut uns furchtbar leid, aber...
16:55Reicht nicht.
16:56Nee.
16:57Ach.
16:58Genau, und dann habe ich noch verschiedene andere.
17:00Hatte ich Atteste wegen aggressiven Ausbrüchen und so.
17:07Hat auch nicht geholfen wahrscheinlich.
17:09Wer hat dir die denn ausgestellt?
17:10Deine Eltern?
17:11Ja, der muss unbedingt kommen.
17:13So was brauchen wir auf dem Panzer.
17:15Ja, genau.
17:17Und dann war es tatsächlich so, ich habe ja schon studiert, dann bin ich zu dem Direktor,
17:20damals Klaus Völker gegangen.
17:23Genau.
17:24Und der hat mir dann den Geniebrief ausgestellt.
17:30War das eine Bezeichnung?
17:31Das ist ein Genieparagraf.
17:33Also ein Genie muss nicht zur Armee.
17:36Und schon gar nicht zur Panzer.
17:36Und dann hat er mir schriftlich gegeben, dass ich ein Genie bin.
17:39Und deswegen...
17:40Aber das ist...
17:41Aber das ist diese Bezeichnung.
17:43Aber den Brief habe ich noch zu Hause.
17:43Also ein Geniebrief gibt es.
17:44Und wie hat es dann noch funktioniert denn zum Anwalt, oder?
17:46Ja, das war...
17:48Ne, ja, genau.
17:48Es gab einen Anwalt, der war in Berlin, auch in Kreuzberg.
17:52Der war so ein bisschen wie dieser Mr. Wolf in Pulp Fiction.
17:55Ja.
17:56Da fahren sie doch mit dem blutigen Auto zu Mr. Wolf und sagen, was sollen wir machen?
18:01Und dann sagt er so, ja, wisst ihr was, ihr macht jetzt mal das Auto sauber.
18:04Und die so, ja klar, wir machen das Auto sauber.
18:06Und so war das bei dem auch.
18:08Und dann hat er gesagt, wissen Sie was, Herr Eidinger, da machen wir jetzt erstmal gar nichts.
18:12Und das hat er dann fünf Jahre durchgezogen.
18:14Ach.
18:14Indem er immer, wenn ich zur...
18:16Also der hat dann kurz bevor ich hin musste eine Nachmusterung beantragt.
18:20Und dann bin ich da nicht hingegangen und dann hatte ich einen Attest.
18:22Und das merken sie dann aber erst ein halbes Jahr später, dass ich gar nicht da war.
18:26Und dann laden sie mich nochmal ein.
18:27Und dann sagst du, inzwischen hast du aber Rückenbeschwerden.
18:30Und dann hat er immer die Fristen.
18:32Das hat damals 2000 DM gekostet.
18:35Aber eigentlich habe ich mich damit gedrückt.
18:36Hättest du den fahren müssen, den Panzer, als Panzergrenadier?
18:39Muss man da Panzer fahren oder nur?
18:40Ich glaube, Panzergrenadier sind die, also so ein Kanonenfutter, die laufen vorne, die laufen
18:45vorne her, ne?
18:46Und sind die ersten...
18:47Genau, die Panzer laufen hier her.
18:48Ja, genau.
18:49Als Futter, als Kanonenfutter für den Feind.
18:52Das ist ja auch schön.
18:53Aber die konnten ja den Brief nicht schreiben.
18:54Bitte kommen Sie als Kanonenfutter.
19:03Und wir sind ja im Januar 50.
19:07Ja.
19:07Ist das scheiße?
19:09Oder...
19:10Hannelore Els hat mal gesagt, wenn ich alt werden will, muss ich einfach früher sterben.
19:14Ja, ein bisschen ist das so.
19:16Ja, und 50 ist dann anders und 60 ist nochmal anders.
19:19Und ich schätze mal, diesen Entwicklungen nach zu urteilen wird 70 nochmal anders.
19:24Und auf einmal bin ich manchmal so oma-haft und mache so Mittagsschlaf.
19:28Das habe ich wirklich nie in meinem Leben gemacht.
19:32Mittagsschlaf.
19:32Machst du sowas?
19:33Ja.
19:34Immer schon?
19:35Oder auch so ein bisschen...
19:36Ich liebe Mittagsschlaf.
19:38Aber warum?
19:38Es gibt zum Beispiel ein indigenes Volk, das setzt die Priorität auf den Traum.
19:43Ja.
19:43Sie sagen, der Alltag dient nur, den Traum anzureichern mit Inhalten.
19:47Die drehen es um.
19:49Für die hat das...
19:50Für den Schlafgut.
19:51Ja.
19:52Das finde ich eigentlich eine interessante Herangehensweise.
19:54Wie gehst du denn mit Träumen um, wenn du so einen Albträumer hast und so ein Jungen bist?
19:58Ich habe zum Beispiel eine Phase gehabt, als ich diesen Film, den habe ich auch, den White Noise, den habe
20:02ich in Cleveland gedreht.
20:03Und da war ich sehr viel alleine.
20:06Und dann habe ich angefangen, weil ich es interessant fand, obwohl ich jetzt schon 49 bin, ist es immer noch
20:11so, ich lege mich ins Bett, schlaf ein und dann überrascht mich immer der Traum.
20:14Ich denke so, oh jetzt träume ich.
20:18Dabei müsste ich ihn ja eigentlich erwarten.
20:19Und dann habe ich mir angewöhnt, weil ich alleine war, mich ins Bett zu legen.
20:22Man schläft doch mal, erwartet doch nichts.
20:23Ja, habe ich aber dann gemacht. Ich habe mich hingelegt, ins Bett, bin eingeschlafen und dann ging es wie so
20:28eine Theater- oder Kinovorstellung.
20:30Ging der Vorhang auf und dann fing der Traum an.
20:33Hörst du Podcast eigentlich zum Einschlafen?
20:35Nee.
20:36Hast du irgendwas?
20:37Ich kann mich wirklich hinlegen und einschlafen. Ich könnte jetzt hier einschlafen.
20:40Wirklich? Das beleidigt. Ich würde mich warnen.
20:43Nee.
20:49Aber am Anfang, als ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich ihr das erzählt.
20:52Da hat sie gesagt, mach mal und da hat sie mich geweckt.
20:55Okay.
20:56Würdest du mit deinem Recht mit der Hauspostille zum Beispiel auch mal aufs Kreuzfahrtschiff gehen und da spielen?
21:01Ja, ich habe schon mal auf dem Kreuzfahrtschiff aufgelegt.
21:05Ach echt?
21:05Auf der Öffnung von der, die fährt hier auch mal vorbei, wie heißt die?
21:10Mein Schiff?
21:11Ja, die kenne ich immer nicht so.
21:13Wie heißt sie?
21:13MST.
21:15Genau.
21:15Auf der habe ich mal aufgelegt.
21:18Als DJ.
21:18War gut?
21:19Nee.
21:21Nee, da hat auch noch jemand anders gespielt und zwar Moose Tea.
21:26Ja.
21:27Irgendwie waren alle bei Moose Tea.
21:29Das ist so gemein.
21:31Hast du mal so ein Schiff mitgekriegt, wenn richtig Seegang ist und Kreuzwellen kommen, die von vorne und von der
21:35Seite kommen und du dir den Papierkorb ins Bett ziehst und schon mal betest?
21:40Nee.
21:40Hast du sowas schon mitgekriegt?
21:41Nee, aber ich glaube, ich bin auch so ein Kandidat für Seekrankheit.
21:44Ja, wenn es richtig losgeht.
21:46Und wir setzen uns jetzt hier oben auf.
21:47Okay.
21:48Und wir würden Bierdeckelchen einsammeln.
21:50Sag mal, meinst du Lars, ich kann meine Seite, das ist wie im Ehebett.
21:53Also man hat ja im Ehebett so eine Seite, ne?
21:55Als hätte ich jemals in einem Ehebett gelegen, auf einer Seite.
22:04Also so, ich würde jetzt gerne hier sitzen, aber ich kann euch gar nicht sagen warum.
22:07Ich glaube, weil ich den Wegkontakt zu meinen Jugendzimmer brauche.
22:13Lars, darf ich mit Jogginghose ins Theater gehen?
22:16Ja.
22:17Wie motivierst du dich, wenn du mal null Bock auf den Richard hast?
22:22Nee, ich spiele wirklich schon sehr gerne und ich spiele auch sehr gerne mit meinen Kollegen und Kolleginnen.
22:27Und da ist zum Beispiel einer, wenn ich dann in die Garderobe komme und sage, ich habe heute keine Lust,
22:32dann sagt er immer sofort so, was, hä, wirklich?
22:35Sagt du das laut?
22:37Ja, sagt man schon manchmal.
22:38Nee, das würde ich nicht sagen, oder?
22:40Du würde ich das nicht sagen.
22:41Ja, ich finde es dann irgendwie schön, weil dann merke ich nämlich, wie viel Spaß es auch den anderen macht
22:45und so.
22:46Und spätestens, wenn es dann losgeht, macht es mir dann auch Spaß.
22:49Manchmal ist es einfach so diese Überwindung, dass man dann weiß, so ein Abend geht drei Stunden und dann muss
22:53man sich wieder so verausgaben.
22:54Man braucht viel Energie und wenn man die nicht so hat, ist es schwieriger, aber ...
22:58Das sind ja auch Tragödie, man muss ja immer wieder in diesen Schmerz und in die Trauer und das ist
23:02immer existenziell.
23:03Alle Figuren, die ich im Moment im Theater spiele, sterben am Ende des Stücks.
23:07Oh Mann!
23:07Da ist jetzt auch nicht so der Moment, dass man sagt so, oh da freue ich mich jetzt drauf.
23:17Wann bringst du endlich Eidinger Weißbier auf den Markt?
23:21Das ist immer schön.
23:22Ja.
23:23Trink mal du mal nach.
23:25Welche Art von Luxus magst du?
23:27Hast du so Trekkinguhren und so Sachen, weißt du so?
23:30Also der größte Luxus ist das ... Ich kann mich noch erinnern, wenn ich mit meinen Eltern früher im Urlaub
23:36war, dann saßen immer die Schweizer so neben uns in Italien am anderen Tisch und die hatten immer Cola und
23:42Fanta auf dem Tisch und wir hatten Wasser.
23:45Und inzwischen ist der größte Luxus für mich, dass ich ins Restaurant gehe und nicht auf die Karte gucken muss,
23:52was es kostet.
23:53Ah, okay.
23:54Finde ich total schön.
23:55Ja, finde ich auch.
23:56Ja.
23:57Deswegen verstehe ich immer nicht ...
23:58Ich meine, es kommt ein bisschen drauf an, in welches Restaurant man geht.
24:01Wer ist der schlechteste Schauspieler in Hollywood?
24:07Robert Pattinson.
24:10Lange nicht gesehen.
24:11Den haben wir ja auch lange nicht gesehen, oder?
24:14Hat der nicht ... Der war doch der Vampir, Robert.
24:18Das ist jetzt auch gemein, dass ich das gesagt habe.
24:21Weil ich finde Schauspieler toll, für mich ist der größte Schauspieler, der größte lebende Schauspieler Leonardo DiCaprio.
24:28Weil der sozusagen ... Erstmal hat er was, was ich nicht verstehe, was ich erstmal interessant finde.
24:34Also ich weiß nicht, wie er es macht.
24:36Und er hat diese wahnsinnige Spiellust.
24:40Und jemand, der jetzt ... Also dieses Method-Acting ... Die Idee von Method-Acting finde ich so schwachsinnig, ehrlich
24:45gesagt.
24:46Von jemandem, der auch dann in den Pausen immer beim Rollennamen genannt werden will.
24:51Und so.
24:53Ne, wirklich.
24:54Also ich finde, man kann hier einfach sitzen und wenn man die Frage bekommt,
24:58wen hältst du für den schlechtesten Schauspieler Hollywoods?
25:01Weil man sagt, ich finde, der und der spielt nicht gut.
25:03Das darf man doch sagen.
25:05Ja?
25:05Findest du nicht?
25:06Weil du direkt, wenn du mal kritisch bist, immer direkt ein schlechtes Gewissen ist, dass du das sagst.
25:09Ja, aber ich stelle mir jetzt vor, ich gucke Fernsehen und Robert Pattinson ist in der Talkshow.
25:12Und du sagst, wer ist der schlechteste Schauspieler in Deutschland?
25:15Oder der sagt Lars Eidinger?
25:16Ja, muss man.
25:16Ja, sorry.
25:17Wie war das noch mit, wenn man seinen Arsch aus dem Fenster hält, muss man dann mal reinhören oder so?
25:21Was passiert irgendwie?
25:22Wer soll dich spielen, wenn dein Leben verfilmt wird?
25:26Robert Pattinson.
25:34Ich habe eine letzte Frage, bevor wir jetzt ganz, ganz tolle Musik hören, auf die ich mich sehr freue.
25:39Wie riecht George Clooney?
25:52Ich habe einen tollen Song gehört und dachte, wow, wenn das nicht der Girl-Song des Jahrhunderts ist.
26:00Sie kommen aus Kanada und ich dachte, die kriegen wir ja nie hier rüber.
26:04Nun waren sie aber gerade in Europa und deswegen sind sie heute da.
26:06Ich freue mich so.
26:07Begrüßt mit mir The Beecher!
26:19Acht!
26:22Sieben!
26:24Sechs!
26:28Fünf!
26:31Vier!
26:32I love it!
26:34Drei!
26:36Zwei!
26:41Drei!
26:43Drei!
26:51Drei!
27:04Drei!
27:06Drei!
27:10Drei!
27:18Drei!
27:20Drei!
27:26Drei!
27:37Drei!
27:43Drei!
27:48Drei!
28:00Drei!
28:02Drei!
28:14Drei!
28:18Drei!
28:20Drei!
28:35Drei!
28:35Drei!
29:06Drei!
29:09Drei!
29:21Drei!
29:25Drei!
29:29Drei!
29:31Drei!
29:33Drei!
29:33Drei!
29:34Drei!
29:34Drei!
29:34Drei!
29:35Drei!
29:35Drei!
29:36Drei!
29:37Drei!
29:38What a nice idea!
29:41I've done this show since 16 years.
29:44I think nobody did that before.
29:47That's really a great, great idea.
29:50A lot of fun, really.
29:55Okay, thank you so much.
29:56So it was a little abenteuer we had now, over three minutes.
30:01It was great!
30:02Thank you so much!
30:16Oh yeah!
30:19I really liked it.
30:21We've never had a tennis player,
30:24or a former tennis player,
30:27or a former tennis player here at us.
30:29Also, a premiere.
30:32The tennis player,
30:33or the...
30:34Yeah, but the tennis player,
30:35who comes to us,
30:35said this wonderful statement,
30:38when you're hungry,
30:40and you're too often drinking.
30:42I think I'm very nice,
30:44and I've taken it in my life.
30:45I'm, I believe,
30:47also a sport.
30:4916 years old,
30:51she was one of the best tennis players in the world.
30:54Now she went to tennis rente.
30:56And how often she's still drinking,
30:57and how often she's still hungry.
30:58She'll tell us now.
31:00We'll greet you with me
31:01the wonderful Andrea Petkovic!
31:13Andrea Petkovic!
31:14Wuhu!
31:22Andrea Petkovic!
31:23Ich freue mich so!
31:24Gerne.
31:25So, jetzt kann ich euch mal sagen,
31:26wie viele Jahre fragen wir dich jetzt schon,
31:28Ja, es ist schon sehr, sehr, sehr...
31:30Wir sind irgendwann bei irgendeinem Preis,
31:32Can't you remember?
31:33Yeah, yeah.
31:33Before 15 years, you were still in the game.
31:37And you had to play with each other.
31:40And we found us good, I think, on the day.
31:42I found you very good.
31:43I found you better.
31:46And I thought, you must come in the show.
31:47But it was difficult, because you were still active playing.
31:52Now I'm still there.
31:54Now I'm in rent.
31:54Now I have time.
31:56And now I'm there.
31:57Have you seen Lars?
31:59I've seen him before.
32:00I've seen him before.
32:01I've seen him before.
32:01Kennst du ihn denn von seinem Werk?
32:03Ich kenne ihn, ja.
32:05Ihr habt ja ein paar Mal über White Noise gesprochen.
32:07Den habe ich sehr gerne geguckt.
32:09Noah Baumbach ist einer meiner Lieblingsregisseure.
32:12Und so.
32:12Ich habe dich auch in Sales Maria geguckt.
32:14Oh, oder?
32:17Man hat als Sportlerin auch sehr viel Zeit.
32:20Deswegen guckt man sehr viele Filme.
32:22Es ist doch so, dass du im Moment zum Teil in New York und zum Teil in...
32:26Darmstadt.
32:27So.
32:28Die Kombination des Korns sag ich.
32:30Also es ist doch wirklich die Kombination des Korns.
32:33Andrea, würdest du hier rein?
32:34Ich komme zu dir.
32:35Ich blöcke hier vor dem Sitzen.
32:36Nein, komm wieder zu uns.
32:39Es freut mich so, dich zu sehen.
32:40Mich freut das, weil ich dachte immer...
32:41Du bist einfach so schön.
32:43Ich dachte immer, du willst es machen.
32:45Nein, nein, nein.
32:46Das muss man dir auch mal sagen.
32:47Was trinkst du denn eigentlich?
32:48Ich bin sehr empfänglich für Gruppenzwang, deswegen trinke ich das Gleiche wie du.
32:53Aber du darfst ja jetzt auch.
32:55Ich meine, du durftest ja so viele Jahre nicht essen, was du wolltest, nicht trinken, nicht machen, was du wolltest.
33:00Und jetzt kannst du jeden Morgen aufstehen und sagen, mir doch egal, ich nehme Maria Krohn.
33:07Du kannst ja anfangen, womit du möchtest einfach.
33:10Das stimmt, ja.
33:10Das Problem nach 16 Jahren Alkoholabstinenz, mehr oder weniger, verträgt man auch gar nichts.
33:16Das heißt, dieses eine Glas werde ich wahrscheinlich schon hier nackig um die Hütte tanzen.
33:22Also es ist sehr gut.
33:23Wie würde das reichen für den Abendhund?
33:26Es ist auf jeden Fall immer sehr billig, mit mir auszugehen.
33:30Wirklich?
33:31Ja, leider.
33:31Für die teuren Weine, ein Glas, bist du durch?
33:33Da bin ich schon durch, ja.
33:34Du bist ja so lustig.
33:35Das wird reichen.
33:37Ich bin gespannt, wie es zwischen euch läuft.
33:39Ich habe schon mal ein ganz gutes Gefühl, denn du hast White Noise gesehen und ich glaube,
33:43das ist schon mal was, wo Lasse, da kann ich schon mal mit arbeiten, kleines Häkchen schon
33:46mal gemacht für gut finden.
33:47Jetzt höre ich aber auf.
33:48Und ich bin auch total Tennisbegeistert.
33:51Ich habe eben gehört, dass du, ich wusste, dass du Tennis spielst, aber ich wusste nicht,
33:55dass du richtig ambitioniert gespielt hast.
33:57Ja, doch.
33:58Mit Trainingslager in Amerika.
34:00Ja, ich habe mal gegen die Nummer 100 der Weltrangliste der Frauen gewonnen.
34:02Oh.
34:04Wer war das?
34:05In Florida.
34:06Das weiß ich nicht mehr.
34:06Okay.
34:07Wir haben ein Trainingscamp gemacht in Florida.
34:09Okay.
34:10Und dann haben alle gesagt, heute fahren wir nach Miami und ich habe mich total gefreut.
34:14Außer Lars, der spielt gegen die Nummer 100 der Frauenweltrangliste.
34:17Ah, und du bist nicht mitgefallen.
34:18Genau.
34:19Aber dafür gewonnen.
34:20Und was war deine Art zu spielen?
34:22Das ist immer ganz wichtig, damit kann man viel vom Charakter ablesen.
34:25Du meinst Vorhand und Rückhand und so oder wie?
34:27Ja, eher aggressiv, eher defensiv.
34:30Counterpuncher gibt es ja auch, Kontraspiele.
34:32Defensiv.
34:32Counterpuncher habe ich nie gehört.
34:33Toll.
34:34Ich bin eher der, der alles kriegt und keine Fehler macht.
34:37Zurückspielt und durchhält.
34:38Ja.
34:39Okay.
34:39Wollen wir uns so ein bisschen, würde ich gerne machen, an deine Geschichte heranarbeiten.
34:44Okay.
34:45Hamburg ist ja schon für dich ein besonderer Ort, weil ich glaube so eines der ersten großen
34:51Turniere hier am Roter Baum.
34:53Papa war dabei, Papa war dein Trainer und dein Vater hat dein erstes Turnier gar nicht richtig
34:57mitgekriegt, weil was passiert ist.
34:59Das ist eine gute, wurde das ausgefragt.
35:01Ja, sehr alte Geschichte.
35:03Aber sie ist da.
35:04Alles gut.
35:04Das war mein erstes professionelles Spiel und damals war ich sehr jung.
35:09Heute bin ich für den Sport sehr alt.
35:10Wie alt warst du?
35:10Meinst du das noch?
35:1116, 18?
35:1215.
35:12Das ist aber ja wirklich jung.
35:14Es war sehr jung.
35:14Alter Schwede.
35:15Ja.
35:15Und ich habe in der ersten Runde gespielt und nicht auf dem großen Platz, sondern auf
35:19dem kleinen.
35:20Und man sieht dann von der Tribüne, es gibt nur eine Tribüne auf der einen Seite, man
35:25sieht so auf dem Platz hinauf und ich hatte mich gerade eingespielt und stand dann zum
35:29ersten Aufschlag und mein Vater sieht, wie so ein Auto abgeschleppt wird.
35:33Und denkt so, wie lustig, da wird einer abgeschleppt, der hat das gleiche Auto wie ich.
35:38Und dann gängelt der in der Abschleppwagen, hat sich dann so gedreht und er so, ach der
35:42auch aus Darmstadt, auch der ja.
35:44Und hat ja meine Aufkleber drauf, woher hat der meine Aufkleber.
35:48Und es war dann das Auto meines Vaters und er hat dann mein erstes professionelles Spiel
35:52auf der großen Tour gar nicht gesehen, weil er sich mit…
35:55Er saß drin.
35:56Er saß drin.
35:57Er saß drin.
35:59Er saß drin.
36:12Er saß drin.
36:16Er saß drin.
36:27Ich hatte ein sehr schlechtes Timing.
36:30Ich habe nämlich am gleichen Tag aufgehört wie Serena Williams, die größte Tennis-Spielerin
36:34aller Zeiten.
36:35Und es gab so einen Moment, sie hat das…
36:38Ich hatte es noch nicht in der öffentlichen…
36:40Bei meinen 100 Followern hatte ich es noch nicht gesagt, aber sie hatte es in einem Vogue-Artikel
36:46schon so.
36:47Das ist mein letztes Turnier bei den US Open.
36:48Ich war in New York.
36:50Ich bin auf die Straße gegangen und es fuhr ein Bus an mir vorbei mit Serenas Konterfeil
36:54drauf.
36:55Und da stand unten drunter so ganz amerikanisch, thank you for everything, Queen Serena.
37:01Danke für alles, Königin Serena.
37:03Es war dein Tag, an dem du announced hast quasi, ich höre auf.
37:07Es gab eine Pressekonferenz.
37:08Nee, nee.
37:09Ich hatte das noch nicht announced, aber ich wusste schon, dass das auch mein letztes Turnier
37:13wird.
37:14Und ich stand da mit meiner Tennis-Tasche und dachte, hm, ob in Darmstadt ein Bus?
37:26Das ist wieder das Auto deines Vaters, oder?
37:29Ja, genau.
37:30Es war schon ganz wichtig, ich habe es mir bei YouTube angeguckt, die Pressekonferenz,
37:34die du dann gegeben hast, die war in New York, ne?
37:36Ja, in New York.
37:37Genau, und du hast so nett zu den Journalisten damals gesagt, du hast wirklich geweint die
37:42ganze Zeit auch, ich darf gar nicht drüber sprechen, aber das war schon wirklich ergreifend.
37:45Und du hast gesagt, es ist so nett heute hier mit euch, also zu den amerikanischen Journalisten,
37:51weil es ist so, wenn ich hier in Amerika, wenn man erzählt, man hört auf und die Karriere
37:56ist heute vorbei, dass alle gesagt haben Congratulations, es haben alle gratuliert.
38:00Ist diese deutsche Mentalität nicht auch, was Sportler und so, ein bisschen eklig manchmal?
38:07Ich glaube, es gibt viele gute Sachen im Deutschen, was auch immer das bedeutet.
38:12Aber eine Sache ist nicht förderlich und das ist, dass sie sich oft verbieten, groß zu denken.
38:17Und im Sport musst du groß denken.
38:19Du musst denken, wenn du 14 bist, dass du die Nummer eins der Welt wirst, dass du Grand Slams gewinnst.
38:24Ob das am Ende passiert, steht auf einem ganz anderen Blatt geschrieben.
38:28Hast du nicht gemacht wahrscheinlich, oder? Hast du nicht gemacht?
38:29Ja, aber ich muss gerade dann denken, weil ich eine Zeit lang immer gesagt habe,
38:32ich bin der beste Schauspieler der Welt.
38:34Das hat mir in Deutschland total übel genommen.
38:37Ja, und in Amerika würden sie sagen, yeah, you go boy.
38:42You go for it, you go get it.
38:44Ich wollte ehrgeizig alle, weil ich recht hatte.
38:48Ich möchte kurz eine Sache, was mich mal interessieren würde, als jemand, der selber gespielt hat und überhaupt sportlich sehr
38:58ehrgeizig ist.
38:59Gibt es so Bälle, richtig gehen Bälle, einzelne Bälle, an die du heute noch denkst, wo du noch weißt, wie
39:07ein Matchball oder so, den du nicht verwandelt hast?
39:10Ich hatte zum Glück sehr wenig Matches, in denen ich geführt habe und dann noch verloren habe.
39:16Aber es gab eins und ich habe danach fünf Tage nicht geschlafen.
39:20Ich wusste nicht, dass das geht und dass ein Mensch überleben kann, aber es geht, weil mir immer diese drei
39:25Bälle,
39:26also ich bin wahrscheinlich dann immer so eingeschlafen und dann wieder wach geworden.
39:29So ähnlich, wie du das erzählt hast mit dem Träumen, weil mir dann diese drei Bälle immer wieder zurückgekommen sind.
39:34Und ich war 19, 18 oder 19 und habe gegen die Titelverteidigerin bei dem French Open gespielt.
39:40Ich hatte die erste Runde gewonnen, was für mich schon eine riesen Sensation war.
39:44Und in der zweiten Runde hatte ich 6, 4, 5, 4, 40, 0 beim eigenen Aufschlag.
39:49Also drei Matchbälle hintereinander mit meinem eigenen Aufschlag und ich habe es geschafft, es zu verkacken.
39:55Sind das dann die Nerven?
39:56Und in dem Moment war es ich komplett.
39:59Also die andere, sie war sehr erfahren, Svetlana war sehr erfahren und sie hat gemerkt, ich werde nervös und hat
40:04dann den Ball nur noch ins Feld gespielt.
40:05Das war auch eine Leistung von ihr.
40:07Aber in dem Moment habe ich wirklich zu früh schon an den Triumph gedacht.
40:12Ich hatte noch gar nicht aufgeschlagen und ich hatte schon gesehen, aber was wird mein Papa sagen und meine Mama
40:16und was schreibt die Zeitung?
40:17Am heitanischen Film, The Beers, wo natürlich klar ist, man denkt, man gewinnt und wenn man gewinnt, dann eben doch
40:23nicht.
40:24Aber ihr macht ja dieses Spielchen auf dem Platz auch viel, dieses Verletzspielen, rumrollen, I need a break, humpeln, weggehen,
40:34ohne wirklich humpeln zu müssen und so weiter.
40:36Warst du darin wirklich gut, dieses Vorspielen von, ist es nur Verunsicherung für den Gegner, für die Gegnerin oder ist
40:44es auch einfach mal eine Pause haben wollen?
40:46Also ich war, das ist sehr alte Schule, Angie Kerber, die drei Grand Sems gewonnen, Nummer eins, eine gute Freundin
40:53von mir.
40:53Genau, Angie Kerber, wir sind so alte Schule, das heißt, rausgehen, in die Umkleide sich umziehen, auf Toilette gehen, Verletzungen
41:00vortäuschen, absolutes No-Go.
41:02Verlierst du den kompletten Respekt in der Umkleide, wenn du das machst.
41:06Ja, aber einmal hatte ich, apropos Method Acting, meinen Method Acting Moment, ich habe in Moskau gespielt und es war,
41:14ich musste dieses eine Match noch gewinnen, um mich für die, wir haben immer am Jahresende die Weltmeisterschaft, wo sich
41:20die acht besten Spielerinnen des Jahres qualifizieren und ich musste dieses eine Match gewinnen, um mich dafür zu qualifizieren.
41:25Und ich habe so schlecht gespielt, lag 0,6, 0,2 hinten und habe dann vorgetäuscht, dass ich verletzt sei,
41:31habe den Arzt und die Physiotherapeutin auf den Platz rufen lassen.
41:34Alles auf den Platz, ja?
41:36Auf den Platz, die kamen, so Andrea, was ist los? Und ich hatte aber vergessen, mir eine Verletzung auszunehmen.
41:50Ich habe dann auch wirklich Tränen gefunden irgendwo und ich dachte, Berliner Ensemble, man nimmt hier nicht auf, aber es
41:59war nur dieser eine Moment.
42:00Aber das macht doch schon was mit der Gegnerin dann auch.
42:03Hast du noch gewonnen?
42:03Ja, ich habe das Match noch gewonnen.
42:06Ist das fair?
42:07Natürlich nicht.
42:07Ist nicht so cool?
42:08Nee, ist null cool.
42:09Kennt ihr die Geschichte aus Andrew Agassys Biografie, wie er immer gegen Boris Becker gewonnen hat?
42:14Ja, erzähl.
42:17Er hatte ja so einen wahnsinnig guten Aufschlag, Boris Becker, und Andrew Agassys hat irgendwann rausgefunden, dass er sagt, Boris
42:23Becker steht immer so da am Anfang und dann macht er immer so.
42:27Und er hat dann irgendwann gemerkt, dass er immer dahin serviert, also wenn man dahin aufschlägt, wo er die Zunge
42:31hat.
42:32Und dann wusste er immer, wohin schon.
42:35War das denn wirklich so, dass er die Zunge immer sagt, du machst doch einen Podcast mit Boris?
42:39Genau, ich habe ihn letztens gefragt, er sagt, er glaubt nicht, dass er das über den Platz hinweg sehen sollte.
42:44Das hat er natürlich unbewusst gemacht.
42:46Du machst einen Podcast mit Boris Becker?
42:48Also für mich echt der absolut größte.
42:50Ich war so ein Fan.
42:50Nee, aber dann hast du doch diesen neuen Podcast zum Einschlafen.
42:52Dann hör doch mal was zum Einschlafen.
42:53Dann hast du nicht mehr so schlimme Träume, dass der Poren zugeht.
42:56Dann träumst du nur von Boris und mir.
42:59Das ist ja so viel besser.
43:00Also nur mal ganz kurz für diese Tennis-Themen.
43:02Du hast ja schon in den Kolumnen zum Beispiel, was ich sehr amüsant fand, dass wenn du
43:07als Tennisspielerin, die irgendwo auftritt, egal wo, irgendwo ist, von Männern, also macho-mäßig,
43:14sagen wir es wie es ist, wirklich immer, ich spiele auch Tennis, also immer irgendwas mit.
43:19So wie ich jetzt.
43:21Kann ich dich mal rausfondern?
43:22Nee, nee, nee.
43:22Aber anders.
43:23Sondern kann ich dich mal rausfondern?
43:25Wollen wir mal Arm drücken?
43:27Erklär mal bitte.
43:28Also bitte, jeder Mann, der mich in der Öffentlichkeit erkennt und anspricht, jetzt nicht mehr seit ich
43:34aufgehört habe, aber als ich noch gespielt habe, viel weniger, muss mir immer seine gesamte
43:40Sportgeschichte erzählen und dann auch mit den Gewichten, die er im Kraftraum jemals gestemmt hat.
43:47Ja.
43:48Scheiße, ich fühle mich trotzdem gerade ein bisschen am Mikael.
43:50Nee, nee, nee, nee.
43:52Es ist ganz anders.
43:52Gegen die 100 der Weltkrieg bist du da vorne.
43:54Naja, ich sag nichts, aber ich musste ein bisschen lachen, als du es gesagt hast.
43:58Aber es ist wirklich jedes Mal so.
44:01Ja, und wenn ihr dann so im Kraftraum seid, wie so Kniebeugen, wie viel machst du dann?
44:05Und dann sagst du, keine Ahnung, 140 Kilo.
44:07Also letzte Woche habe ich 160 gemacht.
44:10Aber jetzt, wenn ich darauf zurückgucke, ist es ja auch irgendwie süß, weil die wollen
44:14sagen so, hey, wir haben eine Connection.
44:17Du machst Sport und ich mache Sport.
44:19Ich mache ein bisschen geiler Sport als du, aber wir machen am Ende doch beide Sport.
44:25Und das ist ja auch okay, weil ich finde, das ist das Schöne, was man aus dem Sport mitnimmt.
44:30Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn Menschen ehrgeizig und kompetitiv sind.
44:34Ich finde das schön.
44:35Ich finde, wenn man es in gewissen Formen und Gesetzen auslebt, wie zum Beispiel auf einem
44:39Tennisplatz, wie auf einer Bühne, wie irgendwo, was ein sicherer Platz ist, in dem man kompetitiv
44:45und ehrgeizig sein kann.
44:47Wem schadet das?
44:49Und das ist wirklich das Einzige, was ich vermisse am Tennis spielen, ist, wenn du in
44:53diesen Situationen bei fünf beide im dritten bist, gegen deine Gegnerin.
44:57Sie will es genauso sehr wie du.
44:58Das ist fast eine intime Erfahrung.
45:01Du bist wie telepathisch miteinander verbunden und du weißt genau, was in der anderen vorgeht.
45:06Und wenn du nur ein bisschen Schwäche zeigst, ist das nicht schlecht.
45:08Ich habe natürlich verschiedene Turniere dann auch so geguckt und ein bisschen, ach,
45:12guck mal hier, ach, guck mal da.
45:14Und dann kam ich auf dieses Gestöhne beim Tennisspielen.
45:18Und es ist so, dass die zum Teil über 100 Dezibel laut diesen Äh machen.
45:27Und das ist, Boris Becker fand ich ganz süß, irgendwann sogar mal, ich möchte es gerne vorlesen.
45:32Ja.
45:32Boris Becker forderte 2008 eine Regeländerung in Bezug auf das Stöhnen, das er als zu sexuell
45:39empfand und für ungesund hielt.
45:43Wie siehst du das, dieses Stöhnen?
45:45Also das Erste, was ich immer sage, wenn Männer mir sagen, so stöhnen die alle so,
45:50das ist ja wie beim Sex, sage ich immer, ich glaube, du machst Sex falsch.
45:53Ja.
45:54Weil wenn jemand in der höchsten Anstrengung auf den Wald drauf haut.
45:59Warum ich nicht in die Muckibude mit Männern gehen kann, weil die immer dieses Äh.
46:03Ja.
46:04Das kann ich nicht ertragen.
46:05Genau, das stimmt.
46:05Es geht mehr in die Richtung, also rein technisch gesehen, bringt man Spielern und Spielerinnen
46:11bei, dass sie beim Zuschlagen ausatmen müssen.
46:14Okay.
46:14Und manche Spieler, viele Spieler, viele Spielerinnen halten die Luft an, wenn sie nervös sind,
46:20wenn sie zuschlagen, weil sie nervös sind, ist auch wie beim Schauspieler.
46:22Man vergisst manchmal zu atmen.
46:23Manchmal denkt man ja dann an zu pressen mit der Stimme.
46:26Und um eine Hilfestelle zu leisten, sagt man dann dem Spielern, ausatmen und laut ausatmen,
46:32dass du hörst, du atmest aus.
46:33Weil vor allem in den ersten paar Spielen halten viele Spiele.
46:36Das war bei mir auch.
46:37Nicht so nachgedacht, aber spannend.
46:38Das stimmt natürlich total.
46:39Wenn man mein Match guckt, hört man mich am Anfang oft gar nicht und dann irgendwann
46:42im Laufe des Matches hört man mich ausatmen.
46:44Ich habe jetzt nicht geschickt, aber ich habe oft so Hu gemacht oder so.
46:48Ich weiß es gar nicht mehr.
46:49Ich müsste mal wieder Tennis spielen.
46:51Und das ist, glaube ich, die Hilfestellung.
46:54Und manche machen daraus dann Ritual.
46:55Aber ich habe ein paar Aufnahmen.
46:56Gibt es nicht auch so Spieler oder Spielerinnen, die dann deutlich zu spät stöhnen?
47:01Das ist das Problem, es gibt eben.
47:04Die machen dann, das ist für mich das größere Problem, ist die Länge.
47:07Wenn es dann in deinen Start fast reingeht, dann kommst du nicht.
47:10Wollen wir da mal reinhören?
47:11Ich habe mich jetzt fünf Stöhner mal vorbereitet.
47:13Die musst du an Stöhner kennen, oder was?
47:15Naja, ich würde jetzt nicht sagen, wer es ist.
47:17Wir haben jetzt mal Stöhner Nummer eins.
47:19Ich hoffe, Lautstärke und alles stimmt.
47:21Wir hören einen Moment zu, okay?
47:23Fabian?
47:25Maria Sharapova.
47:30Ich hätte gesagt, Tina Wild.
47:38Die Assoziation ist natürlich schon da, aber du hast natürlich recht.
47:42Maria Sharapova.
47:43Ich würde mal Stöhner nochmal zweimal gucken, ob du es erkennst.
47:54Das ist eher meine Generation.
47:57Das ist Monika Selig?
47:58Ja.
47:59Das habe ich ja stundenlang gehört und dachte, ich bringe sie oben.
48:02Aber sie ist ja nicht so laut wie Sharapova.
48:04Nee, hätte ich jetzt auch gedacht.
48:04Und damals war sie ja die Skandalstöhnerin.
48:07Stimmt, sie ist nicht so laut, oder?
48:08Jetzt im Nachhinein, 30 Jahre später.
48:10War Ani Selig noch okay?
48:11Ja, hat sie ein bisschen geatmet.
48:12Kann man so sagen.
48:13Wir hören mal die nächste Mal gucken, ob du dir kennst.
48:17Drei.
48:19Drei.
48:20Drei.
48:21Drei.
48:22Drei.
48:22Drei.
48:23Drei.
48:23Drei.
48:23Kenn ich auch.
48:24Du kennst sie.
48:25Angie Kerber.
48:26Ja.
48:27Sehr gut.
48:28Drei.
48:29Das wäre ein Beste.
48:30Das ist schon spannend.
48:32Ja.
48:33Können wir den nächsten nochmal hören?
48:40Oh mein Gott.
48:50Das ist so absurd.
48:53Dass ihr das gefunden habt.
48:54Das ist absurd.
48:55Ich kann das so haben.
48:56Das ist absurd.
49:02Das ist wirklich die absolute.
49:07Das ist die 0,0001 Prozent auf der Tour.
49:11Ja Wahnsinn.
49:12Ja.
49:13Ja.
49:13Ich hatte dich ja von wegen.
49:15Ah.
49:16Ob du singen möchtest.
49:18Und du hast gesagt.
49:18Nein, ich möchte gerne nichts singen.
49:20Ja.
49:20Ich hab gedacht.
49:20Ach komm, laden wir eine Band ein.
49:22Und sie sind ganz, ganz toll.
49:23Es wird laut.
49:25Aber sehr schön.
49:26Und ich freu mich, dass sie nochmal wieder da sind.
49:28Jeremia.
49:29Jeremia.
49:30Jeremia.
49:31Jeremia.
49:32Jeremia.
49:40Jeremia.
50:01I say everything I have to say now, before it's too late and before you forget me
50:08Wenn ich um mich schaue, hab ich glaub ich's unterschätzt
50:11Wie sehr wird man geliebt und wie sehr wird man verletzt
50:14Ich steck alle meine Karten auf, dann hast du sie gesehen
50:18Ich weiß, es bleibt für immer und ich werde später gehen
50:21Ich dachte ein ganzes Leben lang, die Welt will nicht stabil
50:25Doch das, was uns erhellt, ist nicht viel
50:27Und du bist unterwegs und ich schauf, du kommst an
50:31Und ich komme nach, weiß nur noch nicht wann
50:34Und vielleicht tut es dann ein bisschen weniger weh
50:38Ein Mensch kommt und ein anderer geht
50:41Und du bist unterwegs und ich schauf, du kommst an
50:44Und ich komme nach, weiß nur noch nicht wann
50:48Und vielleicht tut es dann ein bisschen weniger weh
50:52Ein Mensch kommt und ein anderer geht
50:55Ich hab dich überall gesucht, doch ich glaube, du bist weg
50:59Ein Teil von mir ist traurig und ein Teil hat mich gecheckt
51:03Keine Ahnung, wo das ist, ich hoffe nur, du bist okay
51:06Ich zähle jeden Tag, bis wir uns sehen
51:09Und du bist unterwegs und ich schauf, du kommst an
51:12Und ich komme nach, weiß nur noch nicht wann
51:16Und vielleicht tut es dann ein bisschen weniger weh
51:20Ein Mensch kommt und ein anderer geht
51:23Und du bist unterwegs und ich schauf, du kommst an
51:26Und ich komme nach, weiß nur noch nicht wann
51:30Und vielleicht tut es dann ein bisschen weniger weh
51:34Und vielleicht tut es dann ein bisschen weniger weh
51:48Ein Mensch kommt und ein anderer geht
51:51Und du bist unterwegs und ich schauf, du kommst an
52:00Und ich schauf, du kommst an
52:30Wer würdest du gerne sein?
52:31Würdest du gerne Schlagzeug?
52:32Sänger, Bass, Gitarre?
52:35Ich kann ein bisschen Gitarre und ich kann ein bisschen Schlagzeug
52:37Aber warum wolltest du heute?
52:39Wolltest du aber gar nicht
52:40Ich kann gar nicht
52:40Wirklich, das ist so peinlich
52:42Aber ich weiß, wie man eine Gitarre hält
52:44Aber dein Mann ist doch Musiker
52:46Ja, aber der ist Geiger
52:47Ja, aber ich habe ihn gesehen
52:48Ich habe ihn gesehen
52:50Und ich habe gedacht, er ist aber auch ein Teufelsgeiger
52:54Er macht so...
52:55Ja, jetzt stellen wir sein Licht hier nicht unter den Scheffel
52:58Weil das würde ich mal sagen
52:59Der spielt schon wahnsinnig virtuos, cooles Zeugs an der Geige
53:03Nicht so wie wir uns so...
53:06Das macht er ja gar nicht
53:08Sondern man denkt, what?
53:09Ja, man kann das nur leider nicht über Osmose eingreifen
53:13Das kann man nicht
53:13Da muss man halt üben, wie beim Ten
53:15Genau, genau, genau
53:16Deswegen hat das gar nichts mit mir zu tun
53:18Aber er kann es ja gut
53:19Und ich würde jetzt gerne die Bierdeckelchen einsammeln
53:21Okay
53:22Und dann darf das Publikum Fragen stellen
53:24Und danach stellt Lars noch alle Fragen
53:26Ja?
53:26Ja, natürlich
53:27Ich habe hier ein paar Bierdeckel geschrieben
53:29So, pam, pam, pam, pam, pam
53:31Okay
53:31Sind da deine Fragen drauf?
53:33Dann lass den, glaube ich, die Wollte Lars
53:35Eventuell mit ihm, glaube ich, macht er aber nicht
53:37Komm, wir machen hier einen kleinen Move
53:38Aber das ist voll gut
53:39Wir setzen uns hier so rauf
53:40Jetzt zeigen wir mal hier unsere Bauchmuskeln
53:43Und wir kriegen einen Trommelwirbel
53:44Und auf drei Beine landen gerade über unsere Köpfe
53:48Und auf drei alle rüber
53:49Eins, zwei, drei
53:52Uhhhh
53:54Uhhhh
53:54Uhhhh
53:56Uhhhh
54:00Uhhh
54:00Ja
54:04Andrea, guck mal
54:05Okay
54:05Würdest du gerne mal die Katy Perry ins All fliegen?
54:08Nein, auf gar keinen Fall.
54:10Hast du mal ein Match vergeigt, weil du verknallt warst?
54:16Aber ist man eigentlich eher noch besser, um denjenigen, in dem man verknallt, zu zeigen,
54:21guck mal, wie geil ich bin?
54:22Ja, das schon.
54:23Das Problem ist, man ist ja immer unterwegs als Tennisspielerin und dann will man ja auch
54:27manchmal nach Hause gehen.
54:29Weißt du, wie ich meine?
54:30Dann ist man in so einem Zwiespalt.
54:31Man spielt besonders gut, aber dann gewinnt man, dann bleibt man länger am Turnier und
54:36man will ja nach Hause.
54:39Oder dahin, wo derjenige, in dem man verknallt ist.
54:41Es ist ja auch so, als du jung warst, 15, 16, 17, waren ja auch keine Handys, kein Internet.
54:46Das gab gar nichts.
54:47Also du warst dann alleine unterwegs, Papa war nicht mehr da und wenn man sich verknallt
54:53hatte, wo soll das auch stattfinden?
54:54Er hatte ja Damen-Tennis, da waren vielleicht noch ein paar Trainer.
54:57Das war auch wirklich das krasseste Erlebnis für mich, als ich das erste Mal in Indian Wells
55:01war, das war das erste große Turnier, das ein Combined Event, das heißt also ein kombiniertes
55:06Event, Männer und Frauen da.
55:08Und ich ging in die Lobby, wir sind dann immer alle im gleichen Hotel, ich ging in die Lobby
55:12und unten saßen 30 der wunderschönsten Frauen der Welt und haben so auf die Herren gewartet
55:18und haben nur darauf gewartet, dass die Tennis, gab es bei uns nicht.
55:23Bei uns waren keine Schönleiter in der Lobby, haben auf uns gewartet.
55:25Weißt du, man menstruiert und keiner da.
55:28Also das ist unmöglich.
55:29Es war einfach keiner da.
55:30Also es gab keine Groupies in dem Sinne, oder?
55:33Null, null.
55:34Aber waren denn Tennis-Spielerinnen, ich meine, du bist ja millionenschwer.
55:37Ja, schön, ja.
55:39Aber du hast neun Millionen Preisgeld doch gekriegt.
55:42Ich zieh mal die Hälfte ab.
55:44Für die Unkosten quasi, ne?
55:45Das ist ja wie mit der Tour, wo wir vorhin drüber sprachen.
55:48Ja.
55:48Also man zieht die Hälfte ab.
55:49Trainer, Physio, dann wenn du alt bist, brauchst du alles.
55:53Arzt, Physio.
55:54Neue Gelenke.
55:55Apothekerin.
55:56Neue Gelenke.
55:57Neue Gelenke.
55:57Neue Gelenke.
55:57Scheiß.
55:59Naja.
55:59Naja, also es war ein Zwiespalt, weil du wolltest natürlich gut spielen, aber gleichzeitig
56:03auch manchmal nach Hause.
56:03Aber das wundert mich.
56:04Das stimmt, es gab keine männlichen.
56:06Du wärst ein Groupie gewesen, glaube ich.
56:07Du hättest weibliche Tennisspielerin, hättest du doch Schuhe gefunden, oder nicht?
56:12Also wäre doch...
56:15Lars, was ist los?
56:16Es ist auch jetzt schwierig für ihn mit den ganzen Frauen-Tänen.
56:18Hast du Bock, mal Ina und Lars als Doppel vorm Platz zu finden?
56:22Ja.
56:22Ich habe noch nie in meinem Leben einen Tennisspieler in der Hand gehabt.
56:25Also ich glaube, ich wäre eine sehr gute, sehr kraftvolle, kleine, so eine kleine, dicke,
56:30so ein Terrier wäre ich gewesen, glaube ich.
56:32Das glaube ich.
56:33Mein Schreiber, also so hoch hätte ich gar nicht schreien können.
56:38Ich glaube, du wärst eine richtig gute Konterspielerin gewesen, so würde ich dich einschätzen.
56:42So ein bisschen Angie Kerber-mäß.
56:43Ich glaube, ihr wäre ein gutes Doppel gewesen.
56:47Ich hätte ja mal gesagt, nimm du ihn, ich habe ihn.
56:57Hast du mal im Turnier einen Tennisball volle Kanne ins Gesicht bekommen?
57:02Ja, habe ich.
57:03So richtig?
57:04Das muss doch mit Absicht.
57:06So halb mit Absicht.
57:08Ich war auch ungeschickt.
57:10Ich wusste, dass sie nur noch auf mich gehen kann.
57:12Ich stand sehr nah am Netz.
57:13Sie stand sehr nah am Netz.
57:15Einmal habe ich ihn auf die Lippe bekommen, da hatte ich so einen schönen Lip-Filler,
57:18aber leider nur auf einer Seite.
57:20Das bleibt dann auch ein bisschen dämlich.
57:21Das war nicht so gut.
57:22Das war dann wie so ein schiefgelaufener Lip-Filler.
57:24Einmal habe ich ihn richtig auf dem Schädel bekommen.
57:27Aber man muss dann auch tough sein.
57:29Du kannst ja dann nicht so hoch.
57:30Aber warum bekommt man das nicht öfter, frage ich mich fast.
57:34Im Doppel passiert das oft, im Einzel passiert das selten.
57:37Das selten, dass du im Einzel-Beidam-Netz bist.
57:39Vor allem, wenn du einmal so einen Ball abbekommst, bist du dann nicht schon die ganze Zeit auch ein bisschen...
57:43Das ist wie beim Pferd, vom Pferd fallen.
57:44Du musst sofort wieder hin.
57:45Ja, aber die ersten drei Meile ist man noch...
57:48Ja, aber ich habe dann direkt, als ich den Ball ins Gesicht bekommen habe, habe ich mich mit meinem Trainer
57:52auf den Platz gestellt und der hat auf mich drauf geschossen, um mich wieder abzuhärten.
57:55Ja, ja.
57:56Harter Sport auf jeden Fall.
57:58Du gegen Steffi Graf heute, wer gewinnt?
58:00Oh, ich würde 2-2 verlieren.
58:026-2, 6-2 verlieren.
58:03Machst du wirklich, weil sie noch spielt, meinst du, mit ihrem Mann noch so ein bisschen...
58:06Ich war also, okay, heute wäre es, aber sie würde...
58:10Ich habe mit ihr trainiert in Las Vegas eine Zeit lang, als ich schon längst aufgehört hatte und sie ist
58:16noch unglaublich fit, spielt noch unglaublich gut.
58:20Das ist keine Chance.
58:21Ich habe eine Frage und da bin ich mir sicher, die kommt mal wieder von allen von den Shantys.
58:26Hast du schon Angebote vom Playboy bekommen?
58:29Habe ich.
58:30Und?
58:31Und das Beste daran ist, du weißt genau, wie gut du gerade bist, weil anhand der Playboy-Angebote, die sind
58:39mal höher dotiert, mal niedriger dotiert.
58:41Und je besser ich war, desto höher dotiert waren sie, je schlechter ich war, desto niedriger dotiert.
58:45Aber jetzt lange nicht mehr.
58:46Aber ich sag dir was.
58:46Heißt, ich mache irgendwas falsch anscheinend.
58:48Ich gebe dir jetzt einen Tipp, warte ein paar Jahre.
58:50Je älter du wirst, umso höher dotiert wird diese Anfrage wieder.
58:54Also zieh es durch.
58:55Aber ist es nur Neugier?
58:56Ja, das ist, glaube ich, alles.
58:58Aber ich glaube, du kannst es dir ja auch erlauben.
59:00Kinders, das war's.
59:01In Hamburg sagt man Tschüss.
59:03Wir gehen nicht mehr.
59:05Also hey, in Hamburg sagt man Tschüss.
59:09Ich bedanke mich bei Lars Eidinger.
59:11Es war so toll mit dir, Lars.
59:13Komm bitte ein drittes Mal.
59:14Ich bedanke mich von Herzen.
59:15Wenn du mir am Bettkommisch kommst, komm bitte noch mal vorbei.
59:18Ich hab mir so viele Fragen an beide von euch.
59:20Bei meinen Shantyschnulis, bei meinem Publikum.
59:23Natürlich bei unseren Bands, die heute da waren.
59:25The Beaches von Jeremias.
59:27Und natürlich bei Olaf.
59:28Und wir haben noch mehr.
59:30Komm, komm, komm, komm.
59:31Dankeschön.
59:31Bei meinem Publikum, bei allen, bei meinen Leuten, die hier natürlich immer für mich am Start sind.
59:36Und wir machen alles schenken.
59:37Ja.
59:38Und wir machen alles schenken.
59:40Wer kann das gut verstehen.
59:43Ja.
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