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00:00:11We are back again!
00:00:12Today comes our former Prime Minister and Kanzler, Peer Steinbrück.
00:00:17That's great!
00:00:19And the king of the very big, but also very good Romane is in the house.
00:00:23Frank Schätzing comes, juhu!
00:00:24Und tolle Musik kommt auch von Mark da aus Österreich und von Mark Boussard.
00:00:29Directly from Louisiana USA or Y.
00:00:33Leute, es ist wirklich Sommer in Hamburg.
00:00:36Alter Schwede!
00:00:37Ich freue mich so sehr auf unseren ersten Gast, der heute kommt.
00:00:41Er ist ein echter, fast echter Hamburger Junge, in Hamburg geboren.
00:00:44Hamburg Uhlenhorst.
00:00:46Er sagt Bambeck, das finden wir raus heute Abend.
00:00:48Er ist direkt von Hamburg, hat er rüber gemacht nach Nordrhein-Westfalen
00:00:52und war da tätig als Ministerpräsident.
00:00:54Und als ob das nicht schon genug wäre,
00:00:56ist er dann direkt ins Bundeskabinett als Finanzminister.
00:01:01Ich freue mich so.
00:01:02Er hätte dann ganz gerne noch den Bundeskanzler gehabt,
00:01:05aber hätte, hätte, Fahrradkette.
00:01:07Begrüßt mit mir den großartigen Peer Steinbrück!
00:01:23Hallo!
00:01:24Hallo!
00:01:25Hallo!
00:01:25Hallo!
00:01:26Hallo!
00:01:27Hallo!
00:01:28Hallo!
00:01:28Hallo!
00:01:29Hallo!
00:01:29Ich hab mich doch im Schrein direkt verschluckt!
00:01:32Woran?
00:01:33Oh!
00:01:33Weiß ich jetzt gar nicht.
00:01:34An meiner eigenen Aufregung, glaube ich.
00:01:37Wieso das?
00:01:37Weil ich bei mir selber so aufgeregt waren kann.
00:01:40Wegen mir doch nicht.
00:01:41Na, ein bisschen vielleicht.
00:01:42Das find ich sehr charmant.
00:01:44Sag mal, ich weiß nicht genau Peer.
00:01:46Ich sag wahrscheinlich Peer.
00:01:47Du bist ein Sozi, ne?
00:01:48Wir machen das wie in Hamburg mit Vornamen und Sie.
00:01:50Wollen wir das machen, Peer, Sie?
00:01:52Aber das gefällt mir.
00:01:53Ja, das hat den enormen Vorteil, dass Sie sagen, Peer, Sie sind ein Vollpfosten.
00:01:57Ja.
00:01:58Und ich bin nicht beleidigt.
00:01:59Und wenn ich sage, Ina, Sie sind eine bezaubernde Frau, dann ist es keine Anbaggerei.
00:02:03Oh, Coral.
00:02:04Sehr schlau.
00:02:05Peer, würden Sie einmal diesen Weg gehen hinter die Bank?
00:02:08Und zwar schnell, weil da ist die Klimaanlage.
00:02:12Sonst wird gleich schon wieder gepudert.
00:02:14Du musst einmal genau an diesen Ding und dann so rüber.
00:02:16Hier steht WC für Offiziere.
00:02:18Ja.
00:02:19Es gilt aber ja nicht für dich.
00:02:20Ist da ein hochfloriger Teppich drunter, oder?
00:02:23Nee.
00:02:23Das haben die, glaub ich.
00:02:25Ihr wisst, wovon ich rede.
00:02:27Oder es wird euer Abend.
00:02:27Ihr wisst, wovon ich rede.
00:02:29Jetzt schon ein gutes Gefühl.
00:02:30Auf den langen Fahrten auf Wache, ne?
00:02:32Ist da ein hochfloriger Teppich.
00:02:33Genau, genau, genau.
00:02:35Wart ihr auch alle beim Bund?
00:02:37Ja, klar.
00:02:38Ja, ne?
00:02:38Damals musste man doch, als ihr mal jung war.
00:02:40Du warst bei der Marine.
00:02:41Ja.
00:02:42Ja gut, ich war bei den Panzern.
00:02:44Ah ja.
00:02:45Ja, komisch.
00:02:45Hätte ich jetzt auch getippt.
00:02:46Ja, da war auch keine Toilette an Bord.
00:02:49Aber du hast...
00:02:51Aber du hast...
00:03:04Das war lange her, vor über 60 Jahren war ich tatsächlich bei der Bundeswehr.
00:03:08Und dann habe ich zwei Jahre gemacht.
00:03:10Weil das viel besser war, als nur 90 Euro zu kriegen.
00:03:13Und dann ging man noch ab als Leutnant der Reserve und kriegte dann auch noch eine Abfindung.
00:03:17Und das war viel günstiger, ein halbes Jahr mehr zu machen.
00:03:19Ah, okay.
00:03:20Es ging bei Ihnen sehr viel um Geld.
00:03:23Fällt mir auf.
00:03:24Ich habe ja alles gelesen.
00:03:25Und ich dachte immer, mein Gott, der ist ja schon mit zehn raus zum Kohlemachen.
00:03:30Nee, ich bin mit 14 hier rausgegangen.
00:03:32Und zwar hier in der Nähe.
00:03:33Ja.
00:03:34In dem ich Parkwächter auf dem Fischmarkt war.
00:03:37Ah, darüber reden wir gleich.
00:03:38Was müssen Sie trinken?
00:03:40Wollen wir uns mal einigen jetzt.
00:03:41Herr Peer.
00:03:42Ehe du eben nicht mehr weiter verhaspelst hier.
00:03:46Nee, aber die Frage ist, ich darf ja nicht sagen, bist du, dann hast du dann.
00:03:49Ich muss ja dann sagen, sie, sie, sie, sie, Peer.
00:03:51Nein, nein, Ina, wir machen das jetzt mal klar.
00:03:53Komm, wenn du zum Beispiel.
00:03:54Und danach machen wir wieder sie.
00:03:55Das geht total nach hinten.
00:03:56Ich hätte gerne einen trockenen Weißwein außer Chardonnay.
00:04:01Und über fünf Euro ist, glaube ich, auch wichtig.
00:04:03Ja, die deutschen Winzer waren mir dankbar dafür, ne?
00:04:06Ja, wirklich?
00:04:07Ja, endlich mal einer, der sagt, dessen guter Wein Geld kostet.
00:04:10Aber ich muss auch sagen, fünf Euro für eine Flasche Weißwein ist auch zu wenig.
00:04:15Naja, alles andere Spiritus.
00:04:17Ja, oder?
00:04:17Wer soll sich da hinstellen und die Trauben ertreten?
00:04:20Ja.
00:04:20Ja, ich nehme wieder das übliche Getränk.
00:04:23Und dann würde ich sagen, einmal Prost.
00:04:24Okay, vertragen wir uns wieder.
00:04:25Ich freue mich, dass du da bist.
00:04:27Prost, Prost, Prost, Prost, Prost.
00:04:44So, was ich ganz witzig finde, ich habe ein bisschen Angst, ehrlich gesagt, vor deinem sogenannten Haifischlachen.
00:04:49Weil ich habe gelesen, ja, das.
00:04:52Genau das.
00:04:53Ja, aber das ist ja harmlos im Vergleich zu Helmut Schmidt.
00:04:55Wie war das bei Helmut Schmidt?
00:04:58Das war, das war noch viel gefährlicher.
00:05:00Aber dieses Haifischlachen, wenn du das hast, ist ja immer so ein bisschen, die ist mir ein
00:05:05bisschen zu, ach, zu...
00:05:07Naja, erstens ist es doch ganz toll, weil die meisten sagen, so ein Hamburger geht sowieso
00:05:11zum Lachen nur im Keller bei Licht aus.
00:05:13Und wenn es dann so ein Lachen gibt, dann finden sie es ungewöhnlich.
00:05:18Sag mal, jetzt müssen wir wirklich mal ein bisschen anfangen chronologisch.
00:05:22Bei dir lohnt es sich wirklich chronologisch zu arbeiten.
00:05:24Hamburg geboren, ist es jetzt Uhlenhaus oder Barmbeck?
00:05:27An der Grenze.
00:05:28Wir finden, das sind Riesenunterschied eigentlich.
00:05:31Ja, also es ist so Averhoffstraße, Winterhuderweg, ziemlich zerbombt während des Krieges.
00:05:38Das war dieser fürchterliche Gomorra-Angriff Ende Juli, Anfang August 1943.
00:05:43Meine Eltern wollten gerade heiraten.
00:05:45Anschließend war das Lokal, in dem sie heiraten wollten, weg.
00:05:49Und dann dauert es noch vier Jahre und dann bin ich tatsächlich in Wellingsbüttel geboren.
00:05:54Ah, okay.
00:05:55Da geboren und dann aber aufgewachsen noch?
00:05:57Weil da die Geburtshelferin war.
00:06:00Okay.
00:06:01Und Barmbeck war dann irgendwie Schule oder so?
00:06:03Ja, da gab es ein Gymnasium Uhlenhaus-Barmbeck.
00:06:06Darüber rede ich ungern, weil ich da sitzen geblieben bin.
00:06:08Ja, ja.
00:06:09Dazu kommen wir noch.
00:06:15Um ganz ehrlich zu sein, ich glaube zweimal sitzen geblieben.
00:06:18Ja, darüber wollen wir jetzt nicht reden.
00:06:19Nein, jetzt auch nicht.
00:06:20Wir wollen da drüber reden, aber vielleicht...
00:06:22Nein, Moment, ich habe jetzt einen anderen Termin.
00:06:23Nein, noch nicht.
00:06:25Nein, noch nicht.
00:06:25Man kann sich das ja, Per, ganz ehrlich, man kann sich das ja immer gar nicht vorstellen.
00:06:28Du bist ja 47 geboren, also zwei Jahre nach Kriegsende.
00:06:33Das heißt, du hast ja wirklich als Kind in den Hamburgstrümmern gespielt.
00:06:38Das stimmt.
00:06:38Und es war sehr aufregend.
00:06:40Ja.
00:06:41Nur aufregend oder auch ein bisschen blöd?
00:06:42Nee, es war auch gefährlich.
00:06:45Hast du gesehen?
00:06:45Galt das mir?
00:06:46Moment mal.
00:06:47Das war eine Motte.
00:06:47Achso.
00:06:48Gut.
00:06:48Die Fliegen...
00:06:49Nein, es war sehr aufregend, aber es war auch gefährlich.
00:06:52Wir haben sogar noch in alten Bunkern gespielt.
00:06:54Ja.
00:06:55Und haben auch alte Munition gefunden.
00:06:57Und ich hatte auch einen Spielkameraden, der sich darüber zwei Finger weggerissen hat.
00:07:00Oh mein Gott.
00:07:02Stimmt es, dass du früher als Kind auch schon in der Badewanne dir kleine Schiffe gebaut
00:07:06hast und kleine Böller da reingelegt hast und die hast in der Badewanne explodieren lassen?
00:07:10Sag mal, Ina, wer hat dir das denn jetzt?
00:07:12Oder erzählst du sowas einfach nur, wenn dir langweilig ist?
00:07:14Nein, nein.
00:07:15Ich war sehr interessiert immer an Schiffsmodellen.
00:07:18Ja.
00:07:18Und es gab, und der Chantikur weiß das, es gab eine Wilhelmshavener Modellbaubögen.
00:07:23Kennt ihr?
00:07:24Genau.
00:07:24Und die baute ich.
00:07:26Und ich baute am liebsten die Lütze und die Scharnhorst.
00:07:29Tom, Anton, Bertha, Charlie, Dora.
00:07:32Und dann gab es zu Silvester Piepmanschee.
00:07:34Kennt ihr die auch?
00:07:35Ja, kennen sie.
00:07:36Die packte ich alle in die Türme, Anton, Bertha, Dora.
00:07:39Dann nahm ich eine Streichholzschachtel und dann gingen die alle hoch.
00:07:46Das hat mir gefallen.
00:07:47Ja.
00:07:47Ich dachte, okay.
00:07:48Wollt ihr doch wissen, wie die Badewanne hinterher aussah?
00:07:52Bisschen, bisschen, heut haben wir gelangt, denn wir sind bei Inaßbach.
00:07:57Hey!
00:07:59Ich frag mich auch zweimal hängen geblieben, warum Finanzminister, Verteidigungsminister
00:08:03wäre doch gut gewesen für dich damals.
00:08:04Nee, ich konnte nachher anigermaßen zählen.
00:08:08Ja, irgendwann, ne?
00:08:09Ja.
00:08:09In der Schule nicht.
00:08:10Da war ja Mathe 5.
00:08:11Ja, aber das Thema wollten wir ja rauskommen.
00:08:12Doch, Mathe 5.
00:08:13Nein, nein, nein.
00:08:14Bist du der einzige Finanzminister, den wir je hatten, der eine 5 in Mathe hatte vorher?
00:08:20Nee, wahrscheinlich nicht.
00:08:21Deshalb waren ja auch alle nicht so gut dann.
00:08:24Ich verstehe.
00:08:25Deine Oma kam aus Dänemark.
00:08:28Ja.
00:08:28Mehr von der Familie oder nur Oma?
00:08:31Hatte das was zu tun mit Altona, war Dänisch?
00:08:33Ja, also mein Großvater war dann so halbdänisch und meine Großmutter war ganz dänisch.
00:08:40Der spielte schon eine große Rolle, ja.
00:08:41Also Hamburg und Dänemark quasi, das dann eine Verbindung war.
00:08:44Ja, er war aber Hamburger Kaufmann hier im Export von Tabak.
00:08:48Ah, okay.
00:08:49Und deine Oma war aber streng aber auch, du fandst sie auch ein bisschen toll, ne?
00:08:52Die hat dir Schachspielen beigebracht?
00:08:54Das war die größte Spitzenoma, die man sich vorstellen kann.
00:08:56Wirklich?
00:08:57Ja.
00:08:57Weil sie wirkte so streng.
00:08:58Nein, war die nie.
00:08:59Sie hat dir Schach beigebracht?
00:09:01Ja.
00:09:01Sie hat mich nie gewinnen lassen.
00:09:03Sie hat mir mit 6 oder 7 Jahren Schach beigebracht und hat immer gesagt, du gewinnst, wenn
00:09:07du richtig, reell gewinnst.
00:09:09Und ich habe 7 oder 8 Jahre gebraucht, bis ich das erste Mal gegen sie gewonnen habe.
00:09:13Und dann habe ich gewonnen.
00:09:13Sie hat dich nicht gewinnen lassen?
00:09:15Nein, nie.
00:09:15Wie man Kinder mal gewinnen lässt?
00:09:17Nein, aber sie hat mit meinem Bruder und mir auch Skat gespielt und hatte hinterher 30.000 plus.
00:09:24Sag mal, du konntest dann ein bisschen Schach spielen und hast dann später ja mit deinem alten Kumpel,
00:09:29Helmut Schmidt, auch Schach gespielt.
00:09:32Der war aber ja echt eine Ecke, der war ja 30 Jahre älter als du, oder?
00:09:35Ja und?
00:09:36Aber wer war denn besser?
00:09:37Ja, darüber haben wir nie geredet und reden noch nicht drüber.
00:09:40Aber du musst einen Eindruck gehabt haben.
00:09:42Er spielte unkonventionell.
00:09:44So wie ich.
00:09:46Naja, ich finde Schach spielen halt so schwer, man muss ja vorausdenken oder so tun, als würde
00:09:51man vorausdenken und wüsste, was man tut und zieht dann den Bauern und den Läufer.
00:09:55Und ich habe immer gedacht, mach ich mal, ach ich mach ja weiß ich jetzt auch nicht, mach
00:09:59mal, aber du kannst ja mit dem Pferd da hin und springen.
00:10:01Nein, das kam für ihn gar nicht in Frage.
00:10:04Dazu war viel zu überlegt.
00:10:06Es hat uns viel Spaß gemacht, es wurde viel geraucht.
00:10:08Er rauchte Reno.
00:10:09Hast du auch geraucht?
00:10:10Ja, ich rauchte Zigarillos, habe ich aufgegeben.
00:10:12Er rauchte ungefähr am Tag 60 bis 70 von diesen Reno-Zigaretten und dachte, die seien
00:10:16gesund, weil die...
00:10:17Den Ton waren.
00:10:19Ich habe einmal den irrsinnigen Fehler gemacht, nach seinem Tod zu sagen, wir hätten noch
00:10:22200 Stangen Reno gefunden in seinem Keller.
00:10:26Daraufhin war mein E-Mail-Account voll, ob ich nicht eine Packung mal rüberschicken
00:10:29könnte.
00:10:30Nein, er war ein erstaunlich guter Verlierer.
00:10:33Okay.
00:10:34Und was kaum jemand weiß, er spielte sehr viel mit seiner Frau Luki und mein Eindruck
00:10:39war, dass Luki besser spielte als er.
00:10:41Ja.
00:10:42Aber die spielten als Ehepaar sehr viel Schach miteinander.
00:10:45Ja, ich hatte auch den Eindruck, dass sie schon so ein bisschen die Cleverere waren.
00:10:51Ja, also...
00:10:54Nein, die hatte ihr eigenes Leben und da verstand sie auch viel von.
00:10:59Ich glaube, sie wusste, dass es gut war, ihn gewinnen zu lassen.
00:11:01Einfach so.
00:11:03Wenn man das erkennt als Frau, ist man schon mal eine Ecke schlauer.
00:11:05Eine gute Beziehung lebt davon, dass sie ein bisschen blind ist und er ein bisschen taub.
00:11:10Ja, genau.
00:11:13Hat Helmut dich damals eigentlich dazu gebracht, Helmut Schmidt zu sagen, ich denke irgendwie,
00:11:18ich finde es gut in der Politik?
00:11:19Oder warst du da auch schon, als er gespielt hat bei der SPD?
00:11:22Nein.
00:11:23Die Entwicklung war, dass er mich noch gar nicht kannte, als ich bei ihm im Kanzleramt
00:11:27war.
00:11:27Aufeinander gestoßen.
00:11:28Direkt sind wir erst sehr viel später.
00:11:30Ich hätte gedacht, er hätte so wahrgenommen, dass du auch so ein Hamburger bist und so.
00:11:33Das hat er mich mal gefragt, weil er meinen schwäbischen Akzent richtig einordnen konnte.
00:11:40Und dann auch gefragt hat, wo ich herkomme und auf welchen Schulen ich war.
00:11:43Und dann hätte ich ihm antworten müssen, dazu brauche ich 20 Minuten, um Ihnen zu erklären,
00:11:48auf welchen Schulen ich in Hamburg war.
00:11:49Okay, lass uns mal über Schule noch mal kurz sprechen.
00:11:51Also schlechter Schüler, muss man sagen.
00:11:54Ja.
00:11:54Einmal eine Fünf in Mathe und in sehr vielen anderen Fächern auch.
00:11:56Das war ja nicht nur eine Fünf in Mathe.
00:11:59Ne, das waren noch mehrere Fünf.
00:12:00Ich wollte dir das jetzt ersparen, wenn ich ganz ehrlich bin.
00:12:03Also meine Eltern hatten die aberwitzige Vorstellung, ich müsste auf das altsprachliche
00:12:07Gymnasium Johanneum gehen.
00:12:08Das war mit Latein und so.
00:12:10Noch viel schlimmer mit Altgriechisch in der achten Klasse.
00:12:13Können Sie sich vorstellen, dass ich mit 13 Altgriechisch lernen will?
00:12:15Nein.
00:12:16Nein, niemals.
00:12:17Also ne.
00:12:18Es ist ja einfach nur reines Auswendiglernen.
00:12:20Wer gut auswendig lernen kann, der ist dann ein Vorteil.
00:12:22Manchmal gehe ich mal was trinken, zum Beispiel mit einem Arzt.
00:12:26Ja.
00:12:26Und dann denke ich immer, wie kann man so ununterhaltsam sein?
00:12:29Der ist doch Arzt.
00:12:30Ne, witzig sind nur Zahnärzte, weil man nicht antworten kann.
00:12:33Ja, ja.
00:12:40Man denkt immer, die müssen irgendwie spritzig und unterhaltsam sein und entertainig, weil
00:12:46das sind doch Gebildete.
00:12:47Ja.
00:12:48Aber das denkst du von Politikern ja auch.
00:12:50Ja, hab ich auch immer gedacht, hab ich aber auch festgestellt, ist nicht so.
00:12:52Aber ein paar gibt's dir schon gut so.
00:12:54Ja, ja.
00:12:54Einige wenige, ja.
00:12:55Dein alter Kumpel Kubicki war schon hier.
00:12:57Mit dem hab ich mal studiert.
00:12:59Ja.
00:13:00Ja.
00:13:00Kubicki kenn ich seit jetzt...
00:13:03Wie alt ist der eigentlich?
00:13:04Weißt du das?
00:13:04Mit dem hab ich studiert 1972, 73.
00:13:07Ich kann das gar nicht rekonstruieren.
00:13:08Okay.
00:13:08Da war der schon...
00:13:09Der ist heute so wie damals.
00:13:11Ah, ja.
00:13:11Ja, das glaube ich.
00:13:12Und ich finde den ja wahnsinnig unterhaltsam.
00:13:14Ich würde politisch nicht in allem mitgehen.
00:13:16Er ist sehr unterhaltsam, aber sonst auch durchgeknallt, ne?
00:13:19Ja, oder?
00:13:22Ja.
00:13:22Aber unterhaltsam ist er.
00:13:23Aber unterhaltsam ist er.
00:13:24Ja, ich finde, davon haben wir relativ wenige, die das noch sind.
00:13:27Ja.
00:13:27Dann hat aber deine Oma Gerda, hat damals, als du schlecht warst in der Schule, immer schon
00:13:32gesagt, du musst dir irgendwas suchen.
00:13:34Und deine Mama hat's auch gesagt.
00:13:35Du musst dir was suchen, wo du sabbeln kannst.
00:13:38Ja, meine Mutter hat irgendwann, nachdem ich das zweite Mal sitzen geblieben war, gesagt,
00:13:41du musst irgendwas mit Quatschen machen.
00:13:43So, Quatschen?
00:13:43Ja.
00:13:44Und da habe ich mir das überlegt und habe gesagt, da beschloss ich Politiker zu werden.
00:13:48Aber das ist ja gut ausgewählt.
00:13:49Das ist ja gut ausgewählt, finde ich.
00:13:50Naja, das Sitzenbleiben bedeutet ja, dass für alle Eltern und Großeltern, die hier
00:13:53sitzen und zuhören, wissen, dass im Zweifelsfall aus ihren Kindern noch Politiker werden
00:13:58können.
00:14:00Du heißt damit, also auch, liebe Eltern, wenn euer Kind erst mit 21 Abi macht, es steht
00:14:05immer noch alles offen.
00:14:06War das nicht mit 20?
00:14:06Ne, 21 warst du.
00:14:08Woher weißt du das eigentlich?
00:14:08Einmal nicht, das war ich.
00:14:10Ich habe mich lange mit dir beschäftigt.
00:14:11Das ist ja peinlich, Mensch.
00:14:14Du hast aber dann als Kind sehr viele Jobs gehabt.
00:14:18Ein paar, die ein bisschen spannender waren, ein paar nicht so spannend.
00:14:21Aber ich fand Parkplatz Wächter auf der Reeperbahn.
00:14:25Ne, hier auf dem Fischmarkt.
00:14:26Fischmarkt auch?
00:14:27Ne, nur Fischmarkt und Volksparkstadion.
00:14:29Okay.
00:14:30Und Volkspark hieß ja Parkplatz HSV.
00:14:33Ja.
00:14:34Das war seit Beginn der Bundesliga 63, war ich Parkplatz Wächter im alten Volksparkstadion.
00:14:40Ja.
00:14:41Und das war die größte Karriere, die ich je gemacht habe.
00:14:46Alles andere hinterher war Pille Palle.
00:14:49Weil das einfach lief oder weil du so viel verdient hast.
00:14:51Nein.
00:14:51Weil ich innerhalb eines Jahres von den Fahrrädern zu den Motorrädern zu den Autos aufgestiegen
00:14:56bin.
00:15:03Bundeswehr, du bist dann fertig gewesen, Schule raus.
00:15:06Moment, wir müssen auf den Fischmarkt zu sprechen kommen.
00:15:08Ja, dann mach mal.
00:15:09Ja, da war ich nämlich am anderen Morgen.
00:15:11Ja.
00:15:12Um 5 Uhr.
00:15:13Ja.
00:15:14Um dort Parkwächter zu sein.
00:15:16Ach so.
00:15:17Nach dem Spiel schnell geschlafen und dann zum Fischmarkt.
00:15:20Ja.
00:15:20Fischmarkt ist um 10 Uhr zu Ende, ne?
00:15:21Ja.
00:15:22Um ungefähr 9.45 Uhr kamen die Damen.
00:15:26Von der Reeperbahn?
00:15:27Ja, nicht von der Reeperbahn, Mensch.
00:15:29Also, in der anderen Straße dort.
00:15:32Ja, 5 Uhr.
00:15:33Herbert.
00:15:34Ja, oder Herbert.
00:15:36Mein Gott, die stehen doch auf der Reeperbahn.
00:15:37Und die sahen mich da klappern als 15-, 16-Jährige.
00:15:40Und von denen kriegte ich einen Heiermann.
00:15:42Oh, guck mal.
00:15:43Das können die wenigstens verstehen.
00:15:44Heiermann waren 5-Mark-Stück.
00:15:46Und haben sie auch noch dein kaltes Gesicht in den großen Busen gedrückt?
00:15:49Ja, die waren jedenfalls sehr solidarisch mit so einem klappernden kleinen Kerl,
00:15:54der da auf dem Parkplatz stand.
00:15:56Ah ja, okay, verstehe.
00:15:58Ja.
00:15:58Aber da hast du die ja schon mal gesehen und kennengelernt.
00:16:00Ja, ja, ja.
00:16:01Ich bin ja auch vor 18 schon durch die Herbert-Scheißenbahn.
00:16:05Und hast gewusst, wie der Hammer hängt.
00:16:07Ja, ich wollte wissen, was da los ist.
00:16:08Ja, und wie fandst du es?
00:16:11Irgendwie spannend und befremdlich.
00:16:13Alles, ne?
00:16:14Ja.
00:16:14Beides.
00:16:14Man war ja noch so unschuldig aufgewachsen.
00:16:16Ja, genau.
00:16:18Warst du mal als Kunde da?
00:16:20Nee.
00:16:28Schade, dann hätt' mir die Schlagzeile für heute gehabt.
00:16:30Ja, genau.
00:16:31Ich weiß.
00:16:32Aber ähnliche Antwort ist nein.
00:16:35Ja, ja.
00:16:35Hätte ich mir auch gelangt.
00:16:36Also, ich hab' dich gefragt, Pierre, was du denn singen möchtest.
00:16:40Und da hast du gesagt, nix.
00:16:43Wenn ich singe, gehen diese Lichter alle, brennen alle durch.
00:16:47Bist du so ein schlechter Sänger.
00:16:49Wenn ich zu Weihnachten mit meinen Kindern in der Kirche bin, lachen die sich halb krank,
00:16:52weil ich der einzige Mensch bin, der Weihnachtslieder in einer Tonlage singen kann.
00:16:58Man hört dich.
00:17:00Man hört mich, aber falsch.
00:17:02Ja, ja.
00:17:03So?
00:17:03Wirklich?
00:17:04Nein, ich kann nicht singen.
00:17:05Bis dann habe ich mich gefreut, weil ich dachte, lieber habe ich jemanden, der es wirklich kann und
00:17:10der wirklich singen kann.
00:17:11Nein.
00:17:11Und dann habe ich gedacht, dann singst du halt nicht.
00:17:14Oh, jetzt kommt Regen, kann das sein?
00:17:16Und wieder an.
00:17:18Es ist eigentlich ganz schön, Jungs, wieder so ein bisschen Feuchtigkeit zu spüren.
00:17:22Ja.
00:17:23Dann ist doch gut.
00:17:24Komm, wir machen wir es jetzt.
00:17:25Ich freue mich so, dass sie da ist.
00:17:27Es ist ganz toll.
00:17:27Ich habe zuerst ihren Song gehört und dann gelesen, ach guck mal, eigentlich Schauspielerin,
00:17:32aber macht jetzt auch Musik, kommt aus Österreich und hat einen wunderschönen Song.
00:17:36Begrüßt mit mir Magda.
00:17:38Und jetzt ist alles gut.
00:17:57Ganz schön.
00:18:12I'm big, when only one believes to me
00:18:17Big, when a dream gives me the sleep
00:18:23stark bin ich weil ich mühle werden darf stark bin ich weil ich einmal mehr versag
00:18:37sag's mir einmal sag's mir zweimal morgen ja morgen bin ich wieder ganz
00:18:49sag's mir einmal sag's mir zweimal übermorgen steh ich auf den tisch und tanz klug bin ich wenn mich
00:19:06niemand grad versteht klug bin ich wenn sich meine welt umdreht schön bin ich weil
00:19:18ich heulend vor euch steh schön bin ich weil ich kleine dinge seh brech ich einmal brech ich zweimal
00:19:34morgen ja morgen bin ich wieder ganz brüch mich einmal brüch mich zweimal
00:19:47übermorgen steh ich auf den tisch und tanz ja du kannst mir nichts antun kannst mir nicht wehtun
00:19:58ich lach in dein gesicht
00:20:02ich lach in dein gesicht
00:20:13du kannst mir nichts antun kannst mir nicht wehtun ich lach in dein gesicht
00:20:23du kannst mir nichts antun kannst mir nicht wehtun ich lach in dein gesicht
00:20:34hahahahahahahaha
00:20:36Juhu!
00:20:40Juhu!
00:20:41Juhu!
00:20:44Juhu!
00:20:45Juhu!
00:20:47Juhu!
00:20:49I'm gonna love!
00:20:54Maska,
00:20:55I think we're going to put the career in the show.
00:20:58Great, great, great.
00:21:00And that's a great song.
00:21:01That's a great song.
00:21:04That's great!
00:21:07Magda!
00:21:08Juhu!
00:21:16Juhu!
00:21:18Juhu!
00:21:21Juhu!
00:21:25Juhu!
00:21:26Juhu!
00:21:27Juhu!
00:21:28Juhu!
00:21:29Juhu!
00:21:30You are Man curricula to Thailand
00:21:30Nochmal aufgestellt zur Kanzlerkandidatur
00:21:32für die SPD?
00:21:34Ärger, dich das?
00:21:35Wollen wir darüber
00:21:59Juhu!
00:22:00What is it now?
00:22:0068?
00:22:01The März is at the end of 1969.
00:22:03Do you think sometimes, when you see him now, you think, that's what I think.
00:22:09No.
00:22:10No.
00:22:10No.
00:22:11No.
00:22:11No.
00:22:12Are you sure?
00:22:12It was a mistake.
00:22:13Okay, I have no idea.
00:22:16My woman was bored since the first time she introduced me over...
00:22:19But that's also eine Un surgeon.
00:22:21What?
00:22:22Also the woman nicht, not up on the table sitting and saying, свобод you say, finish your question,
00:22:28you're going to ask me anything?
00:22:29...deHAATE voud like you stand?
00:22:30Nein, that's a lie between the despour, which was then explained for the strategy.
00:22:36explained by the former president of Sigmar Gabriel. He was suddenly nervous about a certain
00:22:53development, which I don't know, and said, you have to go on. And that was a year before the
00:22:58Bundestagswahl. And that's why I took 12 months to go along with all the mistakes I made in my life.
00:23:05And the biggest mistake is that I didn't hold my finger at a certain point in a certain
00:23:10concentration. I understand. Is that always the biggest mistake, that it's the thing with saying
00:23:16that you didn't... Yeah, because this stinking finger, the fanden all under 18, the fanden
00:23:20they good. But they were not wahlberechtigt. I found them bomb.
00:23:30I think, there was your zuständiger Pressemensch said,
00:23:34Per, why don't we take that out with the finger? It was the Süddeutsche, not all said,
00:23:39but they said nothing. And there are always 12 photos, I believe I, where you have to
00:23:43certain questions... Körperly answer to the question.
00:23:46Körperly answer to the question. And it was the question, what do you say to the journalists?
00:23:50To the journalists. Yeah. And I had a Rochrus, of course, of what they told you about. And
00:23:54daraufhin I had, moment, this stinking finger out gezeigt. Yeah, the echten, yeah. And
00:24:01daraufhin hat er mir gesagt, lass das sein. Und ich habe gesagt aus einer gewissen, wie
00:24:06soll ich sagen, obscenaten Haltung rauskommen, lass es laufen. Ja, aber war gut. Ich fand
00:24:11es gut. Ich glaube, das darf man jetzt nicht schuld sein lassen daran, dass Sie die nicht
00:24:14gefehlt haben. Nein, es war falsch. Der ist für den war nicht angesagt. Nein, es war absolut
00:24:17falsch, weil der überwiegende Teil zu dem Ergebnis kam, der Steinbrück ist nicht richtig kalkulierbar.
00:24:22Der ist unzuverlässig, der hat sich selber nicht im Zaum. Und in Motsituationen könnte
00:24:27der, was man jetzt über März sagt, eine zu kurze Zündschnur. Ja, genau. So was, das war
00:24:32die Angst. Und dann war das Kanzler-Duell mit Frau Merkel, das ich angeblich nach den
00:24:37Umfragen gewonnen hatte, aber sie machte einen kongenialen Abbinder. Und der lautete, Sie
00:24:43kennen mich ja, gute Nacht. Hm, wäre ich jetzt nicht drauf gekommen. Ja, und damit war völlig
00:24:50klar. Den Steinbrück kennen Sie nicht so genau. Der ist vielleicht ein bisschen unterhaltsamer,
00:24:55aber der ist unkalkulierbar. Dem gehen die Nerven vielleicht durch. Also dann war dieser
00:25:00schreckliche Tag, aber dann war es doch auch so, dass Gertrug, deine Frau, hat ja von der
00:25:05Kandidatur, dass du aufgestellt wurdest, im Unterricht, die stand im Unterricht, die ist
00:25:09ja Lehrerin, stand im Unterricht und irgendjemand gab mir so einen kleinen Zettel, wo drauf stand,
00:25:14Pär ist Kanzlerkandidat. Nee, sie soll mal telefonieren. Ach so, sie soll dich anrufen. Ja.
00:25:19Ja, sie war ziemlich stinkesau. Ja, natürlich. Meine Frau sagt bis heute, Gott sei Dank hast
00:25:25du verloren. Ja. Ja. Aber kann man verstehen. Ja, kann man völlig verstehen. Die sagt,
00:25:29wunderbar, das hat dir eine Lebenserwartung gegeben von fünf Jahren plus. Okay. Deine Frau
00:25:35sagt ja auch, wenn man sie fragt, ob du im Haushalt mithilfst und wie du so bist, guck mal, wie
00:25:40du
00:25:40guckst, jetzt hast du richtig Angst. Ja. Sag sie immer, sagen wir es mal so, er stört
00:25:45nicht.
00:25:46Ha, ha, ha, ha.
00:25:53Hey. Kann man, kannst du unterschreiben, kannst du so unterschreiben, oder? Ja. Ich
00:25:58denke, du hast so ein Arbeitszimmer, da stehen so ein paar halbfertig gebaute Modellschiffe.
00:26:02Stimmt übrigens. Du bist ja Modellschiffbauer, ne? Oh, da steht ein Modell der Victory und da
00:26:08There is a model of a German Schlaggeschick from the Tannes in 2014, 2016, from the Tannes.
00:26:16That means that I had for Miniaturization always a huge fan of it.
00:26:20And that was always on the ship.
00:26:22And your wife said, hey Pea, put this in the room.
00:26:25No, she said, Hauptsache the guy is busy.
00:26:33You were then in your work, and you were doing it?
00:26:38Yeah, sometimes.
00:26:39And sometimes you said, Pea is ready.
00:26:41Can't you go?
00:26:42No, not at all.
00:26:44No, I can only do two things.
00:26:46Spaghetti and Toast Hawaii.
00:26:48Me neither.
00:26:49That can I also.
00:26:51But the point is that they had my children with the Salates and then said,
00:26:55Opa, that's so sad, that's so weird.
00:26:58And then I had forgotten, out of the Salates in the sand to go out.
00:27:04And then I said, that's just like Zucker.
00:27:08I'm sick, I'm sick, I'm sick.
00:27:09Today we're going to get lost.
00:27:10We're going to get lost.
00:27:12Ha, ha, ha, ha.
00:27:13Hey!
00:27:13Du, es gibt Bierdeckel.
00:27:16Ja, los.
00:27:17Die schreibt das Publikum, meine Schentis, die Leute vor mir.
00:27:19Ich muss jetzt gehen, tut mir leid.
00:27:21Nee, nee, nee, nee.
00:27:22Aber wenn du was nicht beantworten willst.
00:27:24Aber ich glaube, das ist genau dein Ding.
00:27:25Du bist sehr schlagfähig.
00:27:26Ich soll anfangen, ne?
00:27:27Okay, du stimmt's.
00:27:27Ist ja gut.
00:27:28Hast du mal heimlich nicht die SPD gewählt?
00:27:33Ja.
00:27:34Wirklich?
00:27:35Ja.
00:27:37In welchem Jahrzehnt so ungefähr?
00:27:39Ich habe bei einer Kommunalwahl Volt gewählt.
00:27:42Wirklich?
00:27:43Ja.
00:27:44Okay, willst du da noch rein?
00:27:45Ist das bei dir kommunal, bei dir zu Hause?
00:27:48Mein Gott, ich bin seit 1969 in der SPD, man tritt nicht mehr aus.
00:27:52Ja, hast ja recht.
00:27:53Weiter.
00:27:56Hat Angela Merkel mal bei dir über Friedrich Merz abgelästert?
00:28:01Nein, nie.
00:28:03Das wäre gar nicht ihr Stil, dass sie über einen Abwesenden irgendwas sagt.
00:28:08Mit welchem Politiker bist du am liebsten mal eintrinken gegangen?
00:28:14Herr Lammert und Herrn de Maizière.
00:28:16Oh, wirklich?
00:28:17Ja.
00:28:19Herr Lammert ist ganz witzig, ne?
00:28:21Nein, der ist nicht nur witzig, der ist sehr klug.
00:28:23Ja, aber man will ja trinken gehen mit Jungs, die ein bisschen...
00:28:27Nein, der hat auch Humor, der kann über sich selber lachen, was für mich ein sehr großes Kriterium
00:28:32ist.
00:28:34Dann ist der de Maizière, mit dem ich gerade zusammenarbeite in dieser Initiative für
00:28:39einen handlungsfähigen Staat.
00:28:40Und wen ich inhaltlich zum Entsetzen meiner Frau sehr schätze, ist Roland Koch von der
00:28:47CDU in Hessen.
00:28:48Mhm.
00:28:49Naja, zum Entsetzen deiner Frau.
00:28:51Das wundert dich.
00:28:52Mehrerer Frauen, würde ich sagen.
00:28:53Ja.
00:28:53Hast du deinen Kindern von der Politik abgeraten?
00:28:57Ja.
00:28:58Sind die in der Politik einer irgendwie?
00:29:00Die älteste Tochter ist eingetreten in die SPD und nach der ersten Ortsvereinssitzung
00:29:06schreiend ausgelaufen.
00:29:08Wirklich?
00:29:08Bringst du zu Hause den Müll raus?
00:29:10Ja.
00:29:13Warte!
00:29:14Nein!
00:29:14Binocchio, haben wir nicht gesagt, dass du nicht gemeint bei Binocchio?
00:29:17Es stimmt so.
00:29:18Wirklich?
00:29:18Ja, ich hab keinen roten Punkt hier.
00:29:20Ist dann leer, aber so ein...
00:29:20Ja, nein, nein, nein, natürlich.
00:29:22Sag mal, haltet ihr mich da für so ein Macho oder der, der den...
00:29:26Nein!
00:29:26Zieh die Schuhe aus, bring den Müll raus.
00:29:29Und zwar getrennte Müllsortierungen.
00:29:32Papier, Müll, Grün und Plastik.
00:29:35Ja, genau.
00:29:37Ähm, wer ist fieser?
00:29:40Die Opposition oder die eigenen Genossen?
00:29:43Als ich mal in die SPD eintrat, dachte ich, dass die Verteilung der Idioten und der Schlaumeier
00:29:49ziemlich einseitig ist.
00:29:52Gegen Ende meiner Karriere hab ich gedacht, dass die Verteilung der Idioten und damit der
00:29:58Vollpfosten und der Schlaumeier der Normalverteilung der Bevölkerung folgt.
00:30:03Stimmt.
00:30:04Stimmt.
00:30:07Könntest du dir Ina in der Politik vorstellen?
00:30:10Mit mir zusammen, ja.
00:30:12Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:30:17ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
00:30:34Ganz gut.
00:30:34Ja.
00:30:36Danke dir.
00:30:37Das war der richtige Hinweis.
00:30:38Nee, aber man sagt ja immer, wenn du tanzen kannst, kann auch, weißt du, so.
00:30:43Aber Ina, mein Gott, letzte Bemerkung hat mich gerettet.
00:30:48Okay, eine letzte Frage.
00:30:50Wieder Steinbrück.
00:30:51Bei dir steht einfach nur Steinbrück.
00:30:53Ja, okay.
00:30:54Steinbrück, heutzutage kommen Sie viel netter rüber.
00:30:58Mögen Sie sich heute auch lieber und finden Sie sich besser als früher?
00:31:04Ich mag mich immer gerne.
00:31:06Du mochtest dich immer sehr gerne, weil du halt noch so ein typischer Junge bist,
00:31:10dem die Eltern immer gesagt haben, du bist ganz, ganz toll.
00:31:13Nein, ich bin immer verkannt worden.
00:31:15Ach so.
00:31:16Also, apropos verkannt.
00:31:18Singen wolltest du nicht.
00:31:19Wir haben Musik da.
00:31:20Ich freue mich sehr.
00:31:21Wir hören einen ganz, ganz tollen Song.
00:31:23Carry My Name heißt der Song.
00:31:24Und es ist Marc Broussard!
00:31:41Ich möchte sie jetzt überlegen.
00:31:44Ich freue mich zu sein.
00:31:48Ich freue mich, was ich zuerst.
00:31:55Oh, and I, I can never pay you back
00:32:02All that I can do is remember what you said
00:32:08When I'm gone, boy, you're gonna carry my name
00:32:15So be strong, don't ever let them hold you back
00:32:21When I'm gone, boy, you're gonna carry my name
00:32:28So walk tall, baby, don't ever let them knock you down
00:32:48Moving on, it's so much harder than it seems
00:32:54Well, you pushed me on way beyond what I could see
00:33:01Oh, and I, I can never pay you back
00:33:07All that I can do is remember what you said
00:33:13When I'm gone, boy, you're gonna carry my name
00:33:20So be strong, don't ever let them hold you back
00:33:27When I'm gone, boy, you're gonna carry my name
00:33:33So walk tall, baby, don't ever let them knock you down
00:34:07Oh, and I
00:34:19When I'm gone, boy, you're gonna carry my name
00:34:26So be strong, don't ever let them hold you back
00:34:33When I'm gone, when I'm gone
00:34:37When I'm gone, boy, you're gonna carry my name
00:34:39So walk tall, don't ever let them knock you down
00:34:45No
00:34:48When I'm gone, when I'm gone
00:34:54When I'm gone, when I'm gone
00:35:00When I'm gone, when I'm gone
00:35:02It's gonna be a while
00:35:03Until they knock us down
00:35:24I love it, oh I love it, great guitar solo, we lost it a little bit in the last years
00:35:33but now it's back again, thank you so much, thank you so much, it was really great, thank you
00:35:47Du hast aber doch in deiner Zeit in Kiel damals doch bestimmt Musik gehört, so Lou Reed
00:35:52und was habt ihr gehört, ihr Ende, ihr Boomer?
00:35:55Lou Reed fand ich sehr gut, Dire Strakes fand ich noch besser
00:35:59Sowas hast du doch gehört, ich würde sagen, wir holen jetzt endlich unseren nächsten Gast rein
00:36:04Oh Gott
00:36:12Herr, du liebst ja Bücher, ne?
00:36:15Ja
00:36:16Und du liebst Krimis
00:36:17Ja
00:36:17Und du liebst schlaue Leute
00:36:19Ja
00:36:21Da hab ich was für dich, er hat also wirklich schon Weltbestseller geschrieben, er weiß
00:36:26wirklich egal worum es geht, er weiß einfach über alles Bescheid, man kann ihn immer alles
00:36:30fragen und er weiß es, im Moment hat er sich oder als letztes hat er sich mit dem Mittelalter
00:36:35beschäftigt und da hätte ich jetzt mal ein paar Fragen, ich freue mich so, dass er endlich
00:36:38mal wieder da ist, begrüßt mir mit den großartigen Frank Schätzing
00:36:55Frank Schätzing
00:36:57Es ist wieder spät geworden
00:36:59Ich mag sehr dein Jackett
00:37:01Schön, ne?
00:37:02Sag mal Jackett, Jackett würde ich jetzt sagen, ich hab das Wort lange nicht gesagt
00:37:05Jackett
00:37:06Jackett
00:37:07Jackett
00:37:07Jackett
00:37:07Jackett
00:37:08Jackett
00:37:08Jackett
00:37:08Obwohl ich sagen muss, dein Corn Jackett gefällt mir auch sehr gut, meine Schwester hat
00:37:12so ein Sofa
00:37:17Das ging auf deine Korn, ich mein das positiv
00:37:23Vielen Dank, dann ist es besser
00:37:25Wir können hier gleich tauschen
00:37:26Na, was ich mag ist, dass ihr so Lieblingsteile habt, ich seh das
00:37:31Und dass ihr dann gesagt habt, vor einer Woche, das zieh ich an, wenn ich zu Ina gehe
00:37:35Ja
00:37:35Oder?
00:37:36Sehr, sehr gut
00:37:38Guck mal, da sind kleine Anker drauf
00:37:39Ich würde euch, wenn ihr sehen könntet und nicht so schlecht da oben hättet, dann könntet
00:37:43ihr das sehen
00:37:43Kleine Windhosen sind drauf
00:37:45Ne, wirklich süß
00:37:46Komm, wir rücken hier rein
00:37:48Ja
00:37:48So, deine Deckel sind alle sehr zu meiner Zufriedenheit, beantwortet ihr
00:37:53So, sehr schön
00:37:55Was trinkst du denn eigentlich, Frank?
00:37:57Ich trinke das, was du trinkst, weil das ist dir augenscheinlich seit Jahren schon gut bekommen
00:38:02Das bekommt ihr sehr gut
00:38:05Was ich süß fand, weil ich euch beide da habe, ihr habt Gemeinsamkeiten
00:38:10Das eine ist, ihr wart beide relativ schlecht in der Schule
00:38:16Schon wieder die Schule
00:38:17Schätze, wie oft bist du hängen geblieben eigentlich?
00:38:20Ich bin einmal richtig kleben geblieben, wegen Latein und Mathe
00:38:23Guck mal, ist immer Latein und Griechisch oder so?
00:38:25Es ist immer Latein und Mathe
00:38:26Das ist schon ganz wichtig
00:38:26Ich konnte keinen Sinn daran entdecken, eine tote Sprache zu lernen, um dann andere Sprachen besser sprechen zu können
00:38:32Aber ich liebe dich
00:38:32Ich habe gesagt, dann lass es doch gleich die anderen Sprachen sprechen
00:38:37Endlich noch eine
00:38:39Frank, du warst jetzt schon ein paar Mal da, ne?
00:38:42Wir haben schon drüber gesprochen, was ist beim Schwarm unten in der See los?
00:38:48Wir haben beim letzten Mal über Sex im All gesprochen
00:38:50Was?
00:38:51Ja, da war ich nicht dabei
00:38:52Da warst du nicht dabei
00:38:54Und du hast jetzt Helden geschrieben
00:38:56Ja
00:38:56Und du bist ja geschichtlich sehr interessiert
00:38:58Und Helden hat ja sehr viel über Geschichte
00:39:00Können wir nochmal einmal jetzt über das Mittelalter, was man nicht mehr sagt
00:39:03Sagen wir mal über das 13. Jahrhundert sprechen
00:39:05Warum war das 13. Jahrhundert eigentlich so wahnsinnig spannender als zum Beispiel das 12. davor oder dann das 14.
00:39:13Es ist sehr viel passiert
00:39:14Der Kapitalismus ist entstanden
00:39:16Ja
00:39:16Kann man so sagen
00:39:17Kann man so sagen
00:39:18Der Kapitalismus
00:39:19Die Weltwirtschaft ist entstanden
00:39:21Und das formt sich alles innerhalb weniger Jahrzehnte
00:39:25Ja
00:39:25Und der Grund war tatsächlich folgender
00:39:27Wir haben zu dieser Zeit sehr viel Handel getrieben mit Outremer
00:39:31Outremer war so ein Sammelbegriff für alles, was jenseits des Meeres lag
00:39:34Also Nordafrika, Orient
00:39:36Und es entstand ein Luxusmarkt in Europa
00:39:39Man wollte alles haben, was die hatten
00:39:41Autos
00:39:42Die hatten alle möglichen Autos, Neerjets, ganz genau
00:39:46Nein, die hatten vor allem natürlich Gewürze, jede Menge Spitzereien, die hatten Geschmeide, die hatten fantastische Stoffe
00:39:53Spitzereien?
00:39:54Lecker, Lecker, Lecker
00:39:55Achso, Leckereien
00:39:58Die hatten alle möglichen Waren, die wir wollten, wir hatten aber praktisch nichts, was die wollten
00:40:03Und die Frage war jetzt, was können wir denen dafür geben?
00:40:07Und dann ist man auf die Idee gekommen und hat gesagt, dann lass uns doch Silber zu Münzen prägen
00:40:12Es ist jetzt, Geld ist ein ganz altes Zahlungsmittel
00:40:15War aber immer nur in sehr begrenztem Umfang, in höheren Kreisen
00:40:18Aber als Massenzahlungsmittel kam jetzt erstmals jede Menge Geld in die Welt
00:40:23Damit man im großen Stil Geschäfte abschließen konnte
00:40:26Und wenn derjenige deine Ware nicht wollte, hat es ihm dafür geprägtes Silber gegeben
00:40:29Und auf diese Weise ist der Kapitalismus entstanden
00:40:32Daraus hat sich eine moderne Weltwirtschaft entwickelt
00:40:35Und das Interessante dabei ist, daraus haben sich auch die Herrscherstädte entwickelt
00:40:40Denn früher musst du dir vorstellen, der Kaiser, der Kaiser ging nur nur zelten
00:40:44Der Kaiser hatte keine Herrscherresidenz
00:40:47Einfach deswegen, weil der kleine Graf, der saß auf seiner Burg und lebte von den Schweinen und von dem Korn
00:40:53Sein er bauen konnte also nicht weg
00:40:55Also musste der größere Graf zu ihm hinfahren und musste seine ganzen Grafen abklappern
00:40:59Da wurde er da runtergebracht, war der wandernes Volk
00:41:03Der Kaiser wiederum musste seine höheren Fürsten abklappern
00:41:06Und alle waren an die Scholle gebunden
00:41:08Jetzt plötzlich, wo Geld da war, haben die alle gesagt
00:41:11Weißt du, du warst Bauer, du verkaufst das Zeug jetzt auf dem freien Markt
00:41:14Dann gibst du mir Geld und mit dem Geld baue ich mir eine Residenz in der Stadt
00:41:17Und so sind zu der Zeit diese riesen Herrscherstädte entstanden
00:41:21Und dadurch sind Luxusmarkten entstanden
00:41:23Welche Vorstellungen, die wir so haben über das Mittelalter, über das 13. Jahrhundert, ist wirklich Quatsch?
00:41:29Ja, also grundsätzlich ist das Problem, dass wir immer über diese Zeit fangen an und reden über das, was sie
00:41:34nicht hatten
00:41:35Aber jetzt sage ich dir mal vier Dinge und du sagst mir, ob du der Meinung bist, dass es das
00:41:38zu der Zeit schon gab
00:41:39Okay
00:41:40Also Augen-OP
00:41:42Ja
00:41:43Ich hätte jetzt gesagt auf gar keinen Fall, aber so wie ich jetzt Pär hier schon auspassen würde
00:41:48Aus der, aus der
00:41:49Impfung, ich erkläre nicht so viel, du verdirbst in meiner Dramaturgie
00:41:54Impfung?
00:41:55Ja
00:41:55Also ich darf nicht nachfragen, was das
00:41:57Also Impfung, Impfung würde ich sagen, nein
00:41:59Okay
00:42:00Also wirklich nicht
00:42:01Penicillin?
00:42:02Na ja
00:42:03Nein
00:42:04Doch
00:42:04Gab es nicht
00:42:05Nein
00:42:05Doch, es gab diesen Pilz
00:42:07Das war irgendeinen Pilz, den hatten die sehr früh, das habe ich mal gelernt
00:42:10Nein
00:42:10Also Antibiotika gab es, aber die wussten nicht, dass das Antibiotika sind
00:42:15Die wussten ja auch nicht, was Bakterien sind
00:42:17Was sie aber gemacht haben, sie haben auf unglaublich ausgefuchste Weise mit Kräutern und Natursubstanzen experimentiert
00:42:24Um zu sehen, ob es funktioniert
00:42:26Und die konnten wirklich Krankheiten heilen
00:42:28Also du hast zum Beispiel, je nachdem was du hattest
00:42:30Okay, aber es sind ja einige über den Deister gegangen, bevor sie festgestellt haben
00:42:34Ja, aber sie hatten viel, viel mehr als du glaubst
00:42:35Ja, okay
00:42:36Und das ist schon wirklich spannend
00:42:37Okay, Medizin
00:42:39Ernährung
00:42:39Ähm, schauen wir mal
00:42:41Ernährung
00:42:41Was hat es gegeben?
00:42:42Also, Reibbuche mit Apfelmus, würdest du sagen
00:42:46Gab es?
00:42:4613. Jahrhundert?
00:42:47Ja klar, geriebene Kartoffeln
00:42:49So einfach, ne?
00:42:50Genau, ne?
00:42:51Ähm, indisches Safranhühnchen
00:42:53Ja, weil natürlich die Konquerer, die damals immer den Rhein hochgefahren sind, den Safran bei euch geliefert haben
00:42:59Aber war Safran damals nicht so wertvoll wie Gold?
00:43:01Äh, Safran war unfassbar wertvoll
00:43:04Ja
00:43:04Noch mehr als Pfeffer
00:43:05Und Pfeffer galt schon als wahnsinnig wertvoll
00:43:08Es gab ein Kompliment, was man einer Frau machte
00:43:10Sie ist ein bisschen mehr lieb wie Pfeffer
00:43:12Achso, ich dachte, Safran
00:43:13Nein, nein, nein, nein, nein
00:43:15Ja, das kommt auf die Frau an
00:43:17Genau
00:43:18Aber, äh, ja, du bist mir lieb wie Pfeffer
00:43:21So, das ist das
00:43:22Also dann Porridge
00:43:23Gab es Porridge?
00:43:24Ja, aber Porridge wirkt ja wahnsinnig unattraktiv heute
00:43:27Jetzt wurde der modern, weil man es morgens essen soll, damit man nicht den ganzen Tag Hunger hat
00:43:30Aber eigentlich ist das doch Schleimbrei
00:43:32Also Brei
00:43:33Das ist das, ganz genau
00:43:33Haferbrei
00:43:34Ja
00:43:34Und letztes Gericht Katzen
00:43:37Was heißt der, der hat man Katze gegessen?
00:43:41So, da fällt jetzt Per ein bisschen vom Glauben ab, sehe ich
00:43:44Haben die wirklich Katzen gegessen?
00:43:46Also man hat in Köln, es hatte ja nicht jeder einen Abfalleimer oder so eine Grube, ne?
00:43:49Sondern die gab es dann zum Teil für so einen Straßenzug, die nannte man Goldgruben und die, die leer machten,
00:43:54waren die Goldgräber
00:43:55Und in diesen Gruben, wenn du da Querschnitte machst, dann kannst du sehen, was die zu welcher Zeit da reingeworfen
00:44:00haben
00:44:00Und du siehst, dass es in vielen Zeiten in Köln gibt es Schichten, in denen immens viele Katzenknochen liegen
00:44:07Da Katzen nicht dazu neigen, sich in Kollektiven in Gruben zu stürzen, suizidale Absicht
00:44:13Kannst du davon ausgehen, dass sie die gefressen haben
00:44:15Und tatsächlich gibt es jede Menge Rezepte für Katzen aus dem Mittelalter
00:44:18Hä?
00:44:18Es war wie ein Kaninchen, hat nur Miau gesagt
00:44:21Safran-Hühnchen gab es natürlich, weil du richtig gesagt hast
00:44:24Safran wurde geliefert
00:44:26Ich verstehe
00:44:27Porridge, arme Leute haben Brei gegessen
00:44:29Und Riefkuchen gab es deswegen nicht Reibekuchen, weil die Kartoffel man hier entdeckt hat
00:44:33Ach stimmt, es gab die Kartoffeln
00:44:34Ja, es gab keine Kartoffeln
00:44:35Die kam erst später, ne?
00:44:37Ach stimmt
00:44:38Und dann sind wir ja wirklich das Volk der Katzenfresser
00:44:41Wie Alf
00:44:42Wir sind ja alle Alf
00:44:44Wir sind ja alle Alf
00:44:45Alle Alf, die aus dem Weltall
00:44:46Das ist so, ganz genau
00:44:48Ein bisschen ist das so
00:44:48Sag mal, warum sagst du London ist quasi umgeben von einem Gürtel aus Scheiße, war das dann?
00:44:56Weil das so war
00:44:57Das war aber jede große mittelörtliche Stadt
00:45:00Auch Hamburg?
00:45:01Hamburg aber nee
00:45:02Nee, Hamburg war nur der Gürtel
00:45:04Das war für das frische Meerwasser
00:45:07Ja, mit Mäuschen in der Mitte
00:45:08So
00:45:09Genau
00:45:09Ja, nee, nee
00:45:10Also jede größere Stadt war von einem sogenannten Shitbrook umgeben
00:45:15Verstädte waren einfach das ja
00:45:16Alles, alles, was scheiße war im weitesten Sinne
00:45:19Abfall hat man rausgeschmissen
00:45:20Vor die Tore
00:45:21Und dann gab es so einen riesengroßen Grab
00:45:23Und dann hat man einfach alles reingeschmissen
00:45:24Das kompostierte dann
00:45:25Aber wenn du dich der Stadt genähert hast
00:45:28Musstest du erst mal durch einen Wall aus Gestank
00:45:30Nee, aber diese Vorstellung
00:45:31Wie roch denn so eine Stadt damals?
00:45:33Du, je nach Viertel roch die verführerisch
00:45:35Oder eben nach, ja
00:45:36Und wann roch sie verführerisch?
00:45:38Wenn nicht gekackt wurde, oder was?
00:45:41Nein
00:45:41Ja, es konnte dir schon passieren
00:45:43Dass du durch so eine kleine schmale Gasse gehst
00:45:45Jeder entleert ja seinen Nachttopf aus dem Fenster
00:45:46Ja, die schmissen doch immer alles wahllos da in die Gasse
00:45:49Aber es gab ein Viertel in London
00:45:51Das hieß Vintree
00:45:52Und da saßen die ganzen Wein-Importeure und Exporteure
00:45:55Und das war auch lecker nach Wein
00:45:58Und anderswo aus nach lecker gebratenem
00:46:01Gebackenem Brot
00:46:02Gebackenem Brot und Straßenpasteten
00:46:05Also du konntest an jeder größeren Stadt
00:46:07Gab es fahrende Pastetenhändler
00:46:09Und du konntest eine frisch gebackene, duftende Pastete essen
00:46:12Die waren wirklich lecker
00:46:13Und wie war das damals denn?
00:46:15Ich habe gelesen in deinem Buch, dass du sagst
00:46:17Liebe gab es eigentlich in dem Sinne
00:46:20Sich verlieben und verliebt sein
00:46:22Die Liebe an sich gab es gar nicht im 13. Jahrhundert so
00:46:25Nicht als Konzept
00:46:26Ja, was heißt das?
00:46:27Natürlich hat das stattgefunden
00:46:29Aber im Prinzip
00:46:29Man konnte sich schon verlieben
00:46:31Ja, klar konntest du dich verlieben
00:46:32Aber eine Partnerschaft war eine Zweckgemeinschaft
00:46:35Was man allerdings komplett unterschätzt ist
00:46:38Man hat immer gesagt
00:46:38Alle Frauen wurden die Männer zugeteilt
00:46:40Das ist Quatsch
00:46:41Im 13. Jahrhundert findest du jede Menge junge Frauen
00:46:44Die selbstständig ein Geschäft aufmachen
00:46:45Also beispielsweise eine Gerberei
00:46:48Oder einen Gewürzladen
00:46:50Oder eine Talkshow machen
00:46:51Oder irgendwas
00:46:52Talkshow, glaub ich
00:46:52Ja, meinst du das?
00:46:54Ja, ich glaub es gab auch schon
00:46:55Ja, ich glaub es gab auch schon
00:46:56So eine Marktquatsche
00:46:56So eine Kette Klönschnack auf dem Markt
00:46:58Genau, sowas wär das
00:46:59Heute war was los in Hamburg
00:47:00So kommen alle hier ran
00:47:02Heute
00:47:03Neuigkeiten
00:47:04Neuigkeiten
00:47:05Was ist passiert?
00:47:06Was ist passiert?
00:47:07Greta Hansen hat geheiratet?
00:47:09Genau
00:47:09Herzlichen Glückwunsch
00:47:10Jo, ja, nicht in Köln
00:47:12Aber
00:47:13Prinzip schon
00:47:14Ja, ne?
00:47:15So, und die haben
00:47:16Vielfach ein eigenes Geschäft gehabt
00:47:18Die haben Angestellte gehabt
00:47:19Und die haben sich ihren Männer auch gesucht
00:47:21Aber warum haben sie die gesucht?
00:47:23Weil du hattest
00:47:24Keine Sparguthaben
00:47:25Du hast dir jemanden gesucht
00:47:26Von dem du dir eine wirtschaftlich
00:47:28Prosperierende Partnerschaft versprochen
00:47:29Und Sicherheit versprochen hast
00:47:31Ja, das finde ich schon
00:47:32Ein Ding eigentlich
00:47:33Die Liebe, wie wir sie verehren
00:47:35Ist ein Konzept der Romantik
00:47:36Vorher gab es das nicht
00:47:37Wie war es denn damals mit Sex?
00:47:39Um jetzt auf das wirklich wichtige Thema zu kommen
00:47:41Haben die damals schon so gebummst
00:47:43Wie wir heute bummsten
00:47:44Oder gab es da einen Unterschied?
00:47:45Genau so
00:47:48Ja, es war also vorgeschrieben
00:47:50Die Mönchsposition
00:47:52Das waren die schlimmsten
00:47:53Das waren, ja, das war
00:47:55Der Mann ist oben
00:47:56Ja
00:47:56Und man schaut sich ins Gesicht
00:47:58Verpönt war die Hühnchenstellung
00:48:00Und der Damenberitt war verpönt
00:48:02Was?
00:48:02Oh, wie war der denn?
00:48:03Der Damenberitt?
00:48:04Naja, der Mann hat unten gelegen
00:48:05Und die Dame hat oben gesessen
00:48:06Okay
00:48:07Und hat das Tempo vorgegeben
00:48:08Oh, ja, okay
00:48:09Und das war verpönt
00:48:10Aber es gibt zu der Zeit
00:48:12Aber eine Lockerung
00:48:12Es gibt die Badstuben
00:48:13Die Badstuben
00:48:14Die Badstuben
00:48:15Wie Bäder
00:48:16Wie Bäder
00:48:18Badewanne, ja
00:48:19Mischung aus öffentlichem Freibad und Bordel
00:48:21Ah, okay
00:48:21Und da lief alles
00:48:23Was wir da vor
00:48:24Aber wirklich alles
00:48:25Sodom und Gomorra
00:48:27Mindestens
00:48:27Sodom und Gomorra und Hamburg
00:48:30Und Köln
00:48:30Alles lief
00:48:31Aber haben die sich nicht wahnsinnig angesteckt
00:48:33Dann immer schon
00:48:34Weil gab es ja null Hygiene
00:48:35Ich dachte doch null Hygiene
00:48:36Nicht so sehr
00:48:37Wie man heute glaubt
00:48:39Das sind diese
00:48:39Das war ja auch vor der Pest
00:48:41Und deswegen war das auch gestattet
00:48:43Man hat das gelockert
00:48:44Und französische
00:48:46Geistliche
00:48:47Haben Romane geschrieben
00:48:48Zu der Zeit
00:48:49Und da steht
00:48:50Im Rosenroman
00:48:51Von
00:48:52Von Chaudemian
00:48:53It says, follow fleißig the Ruf of nature.
00:48:58It says, follow the work of nature, so often you can.
00:49:02It says, and you are flinching as the Eichhörnchen.
00:49:05That's right.
00:49:06We are now talking about that.
00:49:09One thing would be interested in.
00:49:11If you had lived in the 13th century,
00:49:14what would have you most liked?
00:49:17It was a wonderful, beautiful time.
00:49:19It was a beautiful time.
00:49:22But nothing would have been able to do with Sabina.
00:49:25Oh, I understand.
00:49:27It's not for you, Sabina.
00:49:29But it was very interesting.
00:49:32We sing now.
00:49:34Why do we sing?
00:49:35Because you are the world's greatest Bowie-Fan.
00:49:40Why was Bowie for you so important, so exciting and so interesting?
00:49:45He was my savior.
00:49:46Okay.
00:49:48Over the whole Teenager-Jahre.
00:49:50Over the whole Teenager-Jahre.
00:49:52I didn't have to do that.
00:49:53I didn't have to do that.
00:49:55I didn't have to do that.
00:49:58I didn't have to do that.
00:49:58I didn't have to do that.
00:50:00That's not David Bowie.
00:50:02That's Frank Schatzing.
00:50:03Right, so is this guy.
00:50:05... as he played in a band.
00:50:07And I thought, I didn't have to do anything,
00:50:09but I just want David Bowie to be.
00:50:11Yeah, what happened was like.
00:50:13I was 16.
00:50:14I was 16, was a completely distressed, very unsicher.
00:50:18and I had this band and our first Auftritt stood on by an Abifete and there was a whole garage
00:50:25full of 200 or 300 students and that's the first time we were on and I didn't trust it, I
00:50:31was so
00:50:31scared and then I looked at this cover of Aladdin Sane, where he had this blitz and I thought,
00:50:38you know what, I'm going to do it. And then I was just before I was going to do it
00:50:42and I had
00:50:43the first time in my life the feeling that I'm in the right body. Let's sing. Okay.
00:50:49You go there, I'll get my microphone here. Do you want to drink anything?
00:50:54Später. Have you heard Bowie?
00:50:56Dire Straits were for me better.
00:50:58Oh, you would have to hit the button.
00:51:01So, that's right.
00:51:02So, you would know why Dive Straits is not so good as Bowie.
00:51:07Doch, Dire Straits war viel besser.
00:51:10Ah, viel besser. Okay, komm, los geht das.
00:51:16重Player
00:51:17Wa-wa-wai-oo
00:51:20Wa-wa-wai-oo
00:51:24Wa-wa-wai-oo
00:51:28Wa-wa-wai-oo
00:51:32We have nothing much to offer
00:51:41There's nothing much to take
00:51:49I absolutely love you
00:51:57But we're absolute beginners
00:52:06With eyes completely open
00:52:14But no one's all the same
00:52:18If our love song
00:52:23Fly over mountains
00:52:27With love in the ocean
00:52:31Just like the film
00:52:34There's no reason
00:52:38To feel all the hard times
00:52:43To lay on the hotlines
00:52:48It's absolutely true
00:53:05Nothing much could happen
00:53:13Nothing we can't shake
00:53:21We're absolute beginners
00:53:30With nothing much at stake
00:53:32If our love song
00:53:37Could fly over mountains
00:53:41Could laugh at the ocean
00:53:45Just like the films
00:53:50Just like the films
00:53:50There's no reason
00:53:54To feel all the hard times
00:53:59To feel all the hard times
00:54:00To draw all the hard lines
00:54:03It's absolutely true
00:54:21To feel all the hard times
00:54:35To feel all the hard times
00:54:35To feel all the hard times
00:54:36To feel all the hard times
00:54:42perfect but when you then listen to the music and play that is so
00:54:46an ohrwurm i have now as we said we wanted to make a song today more
00:54:51once heard and thought wow what an ohrwurm and in your first lesion the
00:54:55you made was one of them was one of them that was more interesting I had with
00:55:02them I had I believe I had several lesions there were more than 100 150 80 and then
00:55:12I came to Köln-Longerich I believe and then I sat there and before me
00:55:19there was a man of 30 rhizopal stürm das eintönige and all the other was
00:55:24there and one sat freundlich to me and looked at me so and I looked at him so
00:55:30I looked at him and said to the owner maybe we'll wait for sure there will come
00:55:35some people and then we waited for 10 minutes and then I said well then I said well then
00:55:39I said well then I said well then I said well then I read something and then he
00:55:43laughed always so freundlich I have to go back and then I said you know what we
00:55:47are going to drink and then we are going to drink so I was going to drink so I had
00:55:53to
00:55:53be with you middle-alteredstom märkte oh that's schlimm finde ich ganz
00:55:58finde ich ganz entsetzlich ist der Gipfel des kitsches außerdem meet die wollen
00:56:05alle versuchen alle meet zu versuchen was ist eigentlich nicht matches
00:56:08die gleichsethe haben wir imischen aus vergorenem bier und kräutern mit
00:56:11schlechtem wahl und bisschen esels pisse und so ungefähr schmeckt das ganze
00:56:15Did you get drunk?
00:56:16No, I didn't drink it.
00:56:18It's a sweet thing.
00:56:20But...
00:56:21No, no, no, no.
00:56:22Not me.
00:56:25Frank, what have you given to your
00:56:29Tantiem?
00:56:30I'm going to go to work.
00:56:33Would it be enough to write a Bestseller today?
00:56:36Klar.
00:56:40I'm going to answer the question.
00:56:45Bist du Prepper?
00:56:46Wie kommt man da drauf, wie ein Mittelalter?
00:56:49Prepper sind die, die sich zu Hause
00:56:51schon mal mit allem Nudeln,
00:56:55Tomatensoßen,
00:56:55Wasser, zwei Kisten Wasser
00:56:57und so weiter, falls der atomare Krieg
00:56:59oder irgendwas kommen könnte und du noch
00:57:01zwei Wochen länger als alle anderen lebst.
00:57:03Nein, ich bin für alles offen und wenn der Weltuntergang kommt,
00:57:05will ich sie sehen. Weißt du, was besonders toll wäre,
00:57:07wenn die sagen, es schlägt ein Meteorit ein.
00:57:10Und so ein Großer, der sieht ja prachtvoll aus.
00:57:11Weiß ich nicht. Tun sie das?
00:57:12Ja, die Großen sehen toll aus, wenn die dann
00:57:14so irgendwie so aus dem Himmel fallen und durch die Atmosphäre ziehen.
00:57:17Okay.
00:57:18Und das würde ich mir noch nicht entgehen lassen, wenn ich sowieso weiß,
00:57:20dass wir...
00:57:21Dann lieber noch mal gucken, oder?
00:57:22Dann gucken wir noch.
00:57:23Dann gehen wir noch ein bisschen höher und dann schauen wir.
00:57:24Ja.
00:57:25Wer braucht länger im Bad? Du oder deine Frau?
00:57:28Im Wald?
00:57:30Im Bad.
00:57:32Ich wollte dich vorhin noch loben für dein super Gehör.
00:57:36Wenn ich in deinem Alter noch so hören kann, ne? Mit 78.
00:57:40Ja, schlecht nach.
00:57:40Aber ne, aber ist schon Bombe.
00:57:42Also wer braucht länger im Bad?
00:57:45Ich.
00:57:45Wer braucht länger im Bad?
00:57:46Ich? Brauchst du lange im Bad?
00:57:47Ja.
00:57:48Ich.
00:57:48Ich brauche länger im Bad.
00:57:49Ich auch.
00:57:52Ähm, gab's gute Kneipen um das 13. Jahrhundert?
00:57:57Jede Menge.
00:57:57Und was war das Top-Getränk?
00:58:00Das Top-Getränk tatsächlich war ein wirklich gutes Kölner Bier.
00:58:05Also in Köln, ne?
00:58:05Bei euch in Hamburg, ihr wusstet ja noch nicht, was das macht.
00:58:08Was? Also...
00:58:10Du bist hier geboren.
00:58:12Ja.
00:58:12Sei ein bisschen solidarisch.
00:58:13Nein, der hat ja recht.
00:58:15Ja.
00:58:16Es ist so...
00:58:17Der gibt mir recht.
00:58:17Ja, ich mach mich nochmal schlau.
00:58:18Nee, aber es gab gute Nacht.
00:58:20Vor allen Dingen, es gab wirklich fantastische Nacht.
00:58:22Aber was ich ja nicht verstehe ist, wenn die Kölner so gut dabei waren, warum haben
00:58:26sie es bis heute nicht geschaffen, ein ordentliches Bibel zu entwerfen?
00:58:30Weil wir einen Niedergang erlebt haben in der Stadt.
00:58:32Wir haben ja unseren Herrscher, unseren Erzbischof ausgeschmissen.
00:58:34Deswegen sind wir keine Herrscherstadt und darum ist alles den Bach runtergegangen.
00:58:38Und dann ging's bei uns ja hier richtig los, oder?
00:58:39Bei euch ging's richtig ab, ja.
00:58:40So, das finde ich ja...
00:58:41Deswegen, ich rede ja, wenn ich despektivisch über Hamburg rede, über das Hamburg des 13.
00:58:44Jahrhunderts, das heutige Hamburg kann ich ja gar nicht laut genug preisen.
00:58:48Na, siehst du?
00:58:48So.
00:58:49Finde ich auch.
00:58:49Schätzing!
00:58:50So, bravo!
00:58:55Würden Sie mit Ihrer Flugangst in den Space Shuttle steigen?
00:59:01Ja, das würde ich machen.
00:59:02Wirklich?
00:59:03Ja, doch, weil das wieder diese Bigger-than-Life-Sache ist, weißt du?
00:59:06Also, du kannst ja vor allem Angst haben, aber wenn du die Möglichkeit hättest, in den
00:59:09Weltraum zu fliegen...
00:59:10Und wie fandst du das, was jetzt gerade unters Meer gegangen ist und dann leider implodiert
00:59:14ist?
00:59:14Ja, genau so.
00:59:16Also...
00:59:17Nicht so schön!
00:59:19Natürlich nicht, ne?
00:59:20Aber der Tod ging schnell, oder?
00:59:22Ja, ne, leider glaube ich nicht.
00:59:23Also, man hat da neue...
00:59:25Nein, ich glaube, die haben sich sehr erdrückt gefühlt.
00:59:29Wärst du in so einen Space Shuttle eingestiegen?
00:59:31Nee, niemals.
00:59:32Jetzt auch nicht?
00:59:33Mit 78 hast du auch nichts mehr zu verlieren?
00:59:35Nein, da lag ich schon gegen das.
00:59:37Ja, aber mit 78 würden wir das doch machen.
00:59:39Guck mal, mein Vater ist 94 und er kann doch was vorsichern.
00:59:41Ja, meine Mama ist auch über 90 und die hätte wahrscheinlich keinen Bock drauf.
00:59:45Es gibt diesen Wahnsinnsmoment, den alle Astronauten beschreiben, die die Erde das
00:59:48erste Mal komplett gesehen haben.
00:59:50Ja.
00:59:50Und die gesagt haben, alles bei ihnen verändert.
00:59:52Du siehst keine Grenzen, du siehst keine Landesgrenzen, du siehst keine Religionen.
00:59:55Du siehst einfach nur einen kleinen zerbrechlichen blauen Planeten mit einer hauchtenden Atmosphäre.
01:00:01Ich finde gerade eine große...
01:00:02Der Maurer war ja hier.
01:00:03Ja, der hat das auch erzählt.
01:00:04Der hat das auch erzählt.
01:00:05Was macht für Sie in Zeiten von ChatGPT Autorinschaft aus?
01:00:12Originalität und Emotion und Wille.
01:00:15Also, ich bin ein großer Fan von künstlicher Intelligenz und polemisiere da auch nicht gegen.
01:00:19Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen Kreativität und künstlicher Intelligenz und
01:00:24menschlicher.
01:00:25Die KI will nichts.
01:00:26Und ich habe immer das Gefühl, die besten Sachen machen wir dann, wenn wir wirklich
01:00:30was wollen oder wenn wir scheiße drauf sind.
01:00:33Also, es gibt ja auch so Trennungsalben zum Beispiel.
01:00:35Das sind einige der besten.
01:00:36Ein Herzschmerz da war.
01:00:38Na ja, glücklich sein Alben sind immer meistens nicht so.
01:00:40Die sind ein bisschen langweilig.
01:00:42Wenn ich mich an einer neuen Praffner gefunden habe oder sowas, dann ist das...
01:00:44Ich bin so glücklich.
01:00:45Ihr auch Fragezeichen.
01:00:46Ich finde Trennungsalben klasse.
01:00:48Ja.
01:00:48Ich hoffe, dass sich noch viele große Künstler trennen werden.
01:00:51Ich glaube, das ist einfach kulturell.
01:00:52Wir werden sie irgendwie nicht.
01:00:54Wir werden zum Mittfeilrat.
01:00:54So, Killas, das war's.
01:00:55Wir werden zum Mittfeilrat.
01:00:56Inas Nacht heute in Hamburg sagt man Tschüss.
01:00:59Ich bedanke mich so dermaßen bei Peer Steinbrück.
01:01:03Ein Traum ist in Erfüllung gegangen.
01:01:05Seit Jahren Bagger hingekommen, dass du Annie hier vorbeikommst.
01:01:08Und du bist so toll, wie ich dachte.
01:01:10Und von Schätsing immer wieder gern gesehener Gast.
01:01:12Und auch heute wieder ganz toll.
01:01:14Und nächstes und übernächstes Jahr komm schon.
01:01:16Auf Wieder.
01:01:17Dankeschön.
01:01:17Ich bedanke mich bei Markta für Ihren tollen Song.
01:01:19Natürlich bei Markta muss da auch für seinen tollen Song.
01:01:22Bei meiner Ola.
01:01:23Bei meiner Brüder.
01:01:24Bei meinen Schädigern.
01:01:26Bei meinen Schädigern.
01:01:27Bei meinen Publikon.
01:01:27Und bei meiner Welt.
01:01:29Und bei Halli.
01:01:30Wer kann das gut verstehen.
01:01:33Und wer einmal in Hamburg war.
01:01:37Wer kann das gut verstehen.
01:01:40Ahoi.
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