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03:22Ist jemand hier drin?
03:33Aufmachen. Ja, bitte machen Sie auf.
03:38Na, nun komm mal raus, Freunde.
03:40Was spielt sich hier an?
03:41Moment. Wenn Sie sich einen Augenblick gedulden würden, Sie werden sofort verstecken.
03:46Ach du je.
03:49Fräulein Camilla, schönen guten Tag.
03:51Und auf Wiedersehen.
03:54Sie denken wohl, keine Angst, ich bin nicht im Dienst hier.
03:59Ich bin ganz zufällig hier, weil ja...
04:02Das hat mir noch gefehlt.
04:04Musste das unbedingt sein?
04:05Was musste sein?
04:06Da fragt er auch noch.
04:08Da stellt man sich doch unbekannt.
04:09Und Sie reden Sie mit Namen lang.
04:11Dann sag ihr, dass ich Sie für jemand anders gehalten habe.
04:13Nein, machen Sie weiter Sport.
04:14Das ist mir lieber, als wenn Sie dienstlich werden.
04:16Kennen Sie mich denn?
04:17Na, aber feste.
04:19Na, während des Trainings sind wir nicht eisig.
04:22Vielen Dank.
04:23Ganz schönes Pech für einen Kraftfahrer, auf diese Weise mit der Polizei bekannt zu werden.
04:26Besser hier, als nach einem Unfall auf der Landstraße.
04:30Franta Radetz.
04:33Seemann.
04:34Übrigens kenne ich Sie auch.
04:35Wer?
04:35Will ich Ihnen sagen.
04:36Mit Ihrem Schlitten fahren Sie doch wie ein ausgebuffter Rennfahrer.
04:39Ich wollte Sie neulich schon stoppen.
04:39Es gibt eben Fälle, da muss man einen Zahn zulegen.
04:41Ja, weiß ich ja.
04:42Dafür habt Ihr ja die Lampe.
04:44Aber heute kommt was zusammen.
04:46Der Wagen nicht abgeschlossen.
04:47Die Papiere liegen rum.
04:49Aufforderung nicht befolgt.
04:50Und Fräulein Camilla.
04:53Der Zahn wollte sagen, die Dame, aber davon abgesehen, es reicht.
04:58Nun sind Sie sprachlos, hm?
05:00Keine Sorge, Herr Inspektor.
05:02Ich verliere ganz selten die Übersicht über den Wagen.
05:04Man guckt doch in Rückspiegel, selbst dann noch.
05:06Ich hab Sie doch antraben sehen.
05:08Jedem anderen hätte ich einen von Zahn gegeben, wenn er mir so auf die Pelle gerückt wäre.
05:12Aber bei Ihnen...
05:19Ich muss rein.
05:20Halt zum Beinbruch.
05:26Ahoi.
05:31Warte doch.
05:32Was willst du denn?
05:33Nach Hause will ich.
05:34Jetzt noch nicht.
05:35Die Luft ist rein, aber bei dem ist man nie sicher.
05:37Der trainiert hier in der Gegend.
05:38Der hat Augen wie ein Luchs.
05:40Krieg doch wieder rein, Camilla.
05:41Nein, Papa.
05:41Ich fahr dich da nach Hause.
05:42Ist doch schade um die Zeit.
05:44Sei doch vernünftig, ja?
05:45Der wird schon nichts erzählen.
05:46Komm, lass uns hierbleiben.
06:06Halt mal an.
06:09Hör doch.
06:11Bitte anhalten.
06:12Anhalten.
06:14Durchhalten, Dolpho.
06:16Nur ein kleines Stück noch.
06:18Dann bist du doch bei Muttern zu Hause.
06:21Anhalten.
06:21Mir ist so übel.
06:22Es geht schon.
06:23Ich kann mich nicht mehr länger halten.
06:25Du musst.
06:25Schlaub mir doch.
06:26Ich kann mich wirklich nicht mehr.
06:28Bitte halt an.
06:30Dolpho, was machst du denn?
06:36Dolpho.
06:40Verdammter Mist aber auch.
06:43Ausgerechnet heute.
06:44Dolpho.
06:45Was ist mit dir?
06:46Hast du dir was getan?
06:48Herrgott noch mal.
06:49Antworte doch.
06:51Spiel nicht verrückt.
06:52Ich kann dir nicht helfen.
06:53Ich hab nichts bei mir.
06:53Nun komm endlich zu dir.
06:56Herrgott.
06:59Warum hast du mir Hotel nichts gesagt?
07:00Da hätte ich was besorgen können.
07:01Dolpho.
07:05Scheiße.
07:07Mit dir hat man aber auch nur Ärger.
07:10Himmel.
07:10Herrgott.
07:14Hula war Kamela unverheiratet.
07:17Na ja, dann.
07:50Ich komme.
07:53Ich bin ja schon da.
07:58Ich muss einen Unfall melden.
08:00Rufen Sie sofort den Arzt an.
08:01Der gibt keinen Ton mehr von sich.
08:02Ich hab den Eindruck, mit dem geht's zu Ende.
08:04Bleiben Sie mal ruhig.
08:05Wo ist es denn?
08:06Hinter der Kurve.
08:07An der Brücke dort.
08:07Da ist eine Böschung.
08:08Da ist er runtergestürzt.
08:09Wer ist es denn?
08:10Kennen Sie ihn?
08:10Wie man sich so vom Sehen kennt.
08:11Er wohnt im Villenviertel.
08:13Ich hab ihn mal mitgenommen auf dem Sozius.
08:16Ich arbeite in der Rezeption.
08:17Im Hotel zur Goldenen Krone.
08:21Entschuldigen Sie.
08:22Josef Hain.
08:23Mein Name.
08:24Ist er verletzt?
08:25Ich weiß es nicht.
08:26Ich glaube, er war bewusstlos.
08:27Ich musste ihn lieben lassen.
08:28Ich bin mit der Maschine hierher.
08:30Sie sehen ja, wie ich aussehe.
08:31Das hat man davon, wenn man fremde Leute mitnehmen.
08:33Aber das soll mir eine Lehre sein.
08:34Für mich das letzte Mal.
08:35Bitte, ach, Sie telefonieren schon.
08:36Sie müssen sich beruhigen.
08:38Wollen hoffen, dass er zu Hause ist.
08:39Es ist ein Wunder, dass mir nichts passiert ist.
08:42Ich möchte Herrn Dr. Knapp sprechen.
08:44Meine Maschine steht hier unten.
08:45Wenn Sie wollen, fahre ich Sie hin.
08:47Das geht doch viel schneller.
08:47Nein, nein, nein.
08:49Sie werden nicht fahren.
08:52Sie glauben mir nicht?
08:54Warum soll ich Ihnen denn nicht glauben?
08:56Bis jetzt habe ich keinen Grund dafür.
08:58Aber wir haben unsere Vorschriften.
08:59Wir fahren mit unserem Wagen.
09:01Wie Sie meinen.
09:03Was ist?
09:04Hier ist das Polizeirevier Wachtmeister Selman.
09:06Guten Abend, Herr Doktor.
09:08Bitte verzeihen Sie, dass wir Ihre Nachtruhe stören.
09:10Aber es wurde ein Unfall gemeldet.
09:12Machen Sie nicht so viele Umstände.
09:13Wo ist der Unfall?
09:23Warten Sie, ich fasse mit an.
09:28Jetzt anheben.
09:30Vorsichtig, das ist kein Sack Kartoffeln.
09:33Auf dem Waldboden liegt er noch gut.
09:36Wie weit wollt ihr noch spazieren tragen?
09:38Ja, mit dem Kopf nach oben, so ist gut.
09:51Heiliger Stoßack.
09:53Es ist ja Barvier.
09:56Es ist ja Barvier.
10:01Ich habe ihn auch sofort erkannt, Herr Doktor.
10:03Wird ein Anfall sein.
10:05Was für ein Anfall?
10:06Koma.
10:08Verlust des Bewusstseins durch Diabetes.
10:10Barvier ist zuckerkrank.
10:11Er ist bei mir in ständiger Behandlung.
10:13Ja, ja, zu viel Aceton.
10:15Bringen Sie mir Insulin in einer Ampulle.
10:17Sie haben ja was im Wagen, schnell.
10:21Aber ich habe nichts im Wagen.
10:25Nicht einen Tropfen Insulin.
10:26Was redest du da für ein Quatsch?
10:28Du hast mindestens 20 Ampullen.
10:30Ich selbst habe sie dir zugeteilt.
10:31Wo sind sie?
10:33Ich weiß nicht, neulich waren sie noch da.
10:35Neulich waren sie noch da.
10:36Sind sie vielleicht weggeflogen?
10:38Oder wo hast du sie gelassen?
10:41Wo hast du über den ganzen Tag?
10:43In der Stadt.
10:46Bei Küsslingen war ich in der Werkstatt.
10:50Ein Vorderreifen blockiert dauernd.
10:53Haben Sie kein Insulin auf der Station?
10:56Eine kleine Reserve ist noch da.
10:58Insulin ist halt mehr wert als Gold.
11:00Hier, in daser Schreibtisch, linkes Fach.
11:03Diesmal hol aus dem Kasten raus, was er hergibt.
11:05Sonst bleibt er mir weg.
11:06Warten Sie, ich werde sie lieber fahren.
11:07Sicher ist sicher.
11:09Herzlichen Dank, dass Sie Camilla verschont haben.
11:11Das ist jetzt nicht die Hauptsache, aber ich komme drauf zurück.
11:13Wenn ihr die Ampullen zerdrückt habt, gnade euch Gott.
11:16Los jetzt.
11:18Was hat Camilla mit dem Insulin zu tun?
11:20Und sie hat auch nichts zerdrückt.
11:21Nein?
11:22Dann muss es jemand gestohlen haben.
11:34Auf der Erde ist es kalt.
11:36Holen Sie mir lieber die Trage.
11:38Ja, sofort.
11:39Ja, sofort.
11:40Ja, sofort.
12:07Ja, sofort.
12:10Na, wird's bald?
12:12Komme schon.
12:22Sehen Sie mal, was ich bei ihm gefunden habe.
12:27Glück im Unglück.
12:30Sehr sonderbar, dass er nicht selbst gespritzt hat, wenn er doch was bei sich hatte.
12:33Ja, ja.
12:35Ach, starren Sie mich nicht so an.
12:37Helfen Sie mir lieber.
12:37Ja.
12:44Sie fühlen sich wohl sehr sicher, Hein.
12:46Glauben Sie, dass der Miliz so was auf die Dauer verborgen bleibt?
12:52Ich weiß nicht, was Sie damit meinen, Herr Doktor.
12:54Hören Sie doch auf.
12:55Ihr macht mit Insulingeschäfte.
12:56Ich weiß doch genau, was vorgeht in der goldenen Krone.
12:58Die Zuckerkranken wissen es.
12:59Ich weiß es, aber ich muss das Maul halten.
13:01Da ich nur halb so viel Kriege, wie ich brauche, muss ich noch dankbar dafür sein,
13:04dass der Rest der Patienten sich das auf dem Schwarzmarkt beschaffen kann.
13:09Für mich sind Sie ein Scheißkerl, Hein.
13:12Deswegen interessiert mich besonders, was hier mit Barwirr vorgefallen ist.
13:18Das ist nämlich komisch.
13:21Die Schachtel, die er bei sich hat, gehörte zur Ausrüstung des Sunny-Wagens.
13:26Zufällig kann ich mich an die Nummern der Serie erinnern.
13:32Und Sie wissen nicht, wie gerade diese Schachtel in Barwiers Tasche kommt?
13:57Nichts.
13:59Das ist mir ein Rätsel.
14:00Wer hat sonst noch Zugang zu diesem Raum?
14:03Dr. Knapp und Schwester Dascher.
14:06Dascher Krummer war.
14:07Sie müssten Sie doch kennen.
14:08Wo ist sie?
14:09Weiß nicht.
14:10Schläft wahrscheinlich.
14:11Wohnt sie da?
14:12Nein, sie hat ihr Zimmer unterm Dach.
14:14Kommen Sie, wir müssen Sie wecken.
14:15Dazu haben wir keine Zeit.
14:17Da oben bewahrt sie kein Insulin auf.
14:19Sie haben doch gehört, was der Doktor gesagt hat.
14:21Bringen Sie mich zurück.
14:22Barwirr muss sofort ins Krankenhaus.
14:24Einverstanden.
14:25Trotzdem...
14:28Darf ich vielleicht fragen, was Sie hier so machen?
14:31Sie scheinen was zu suchen.
14:32Ja.
14:35Und zwar Insulin.
14:39Wo ist es?
14:40Hm.
14:47Das ist ja eigenartig.
14:49Es ist kein Ziel.
14:53Ich bitte Sie.
14:55Barwirr liegt im Koma.
14:57Ja, eben.
14:58Darüber werden wir uns morgen ausführlich unterhalten.
15:02Sie haben es doch so eilig, hm?
15:13Na also.
15:14Doktor, muss ich unbedingt in Krankenhaus?
15:15Sie müssen unbedingt.
15:16Aber ich halte Sie da nicht aus.
15:17Ich muss Sie röntgen und gründlich untersuchen.
15:20Sie können ja innere Verletzungen haben durch den Sturz.
15:22Es war sein Glück, dass er das Insulin bei sich hatte.
15:24Es war höchste Zeit.
15:25Wo haben Sie es aufgetrieben?
15:27Von mir haben Sie das letzte vor einem Monat gekriegt.
15:37Wo wartest du?
15:38Fahren wir.
15:47Protokoll schreiben wir morgen.
15:48Sie kommen zu mir aufs Revier.
15:50Ja.
15:50Herr Doktor, wie konnte Ihrer Meinung nach das Insulin verschwinden?
15:56Eine Gegenfrage.
15:58Wieso mischte ich die Miliz und Angelegenheiten des Ministeriums für Gesundheitswesen ein?
16:02Bis jetzt kenne ich keine derartige Anweisung.
16:04Sollte ich eine halten, werde ich Ihnen herzlich gerne Rede und Antwort stehen.
16:07Aber bis dahin behalte ich die Verantwortung.
16:11Selber.
16:11Fahren wir.
16:23Na endlich, wo bleibst du denn?
16:24Ach, ich habe schlechte Laune.
16:25Lass das.
16:26Ein Fiasko nach dem anderen.
16:27Wo ist das Insulin aus dem Behandlungszimmer?
16:29Na da, wo es immer ist.
16:31Ich habe dir diese Schiebereien verboten, das weißt du.
16:34Du bist hier nicht in einer Privatpraxis.
16:35Begreif das endlich.
16:36Schrei mich nicht so an.
16:38Wenn ich der Herr Nova ihre 20 nicht gebe, hört sie auf mit Saubermachen.
16:44Ein paar für Sie, ein paar für die Bekannten.
16:46Was soll ich da machen?
16:48Nicht jeder kommt mit reinem Alkohol zurecht.
16:51Wart's ab.
16:53Du kämst doch auch nicht dran, wenn du nicht Arzt wärst.
16:55Ihr Lebenswasser ist eben teurer.
16:58Weißt du eigentlich, was Diabetiker heute auf dem schwarzen Markt für eine Ampulle bezahlen?
17:02500 Kronen.
17:04Das ist eine einzige Schweinerei.
17:06Zwei Jahre nach dem Krieg und wir stecken tiefer drin, denn die...
17:10Wohin sind wir geraten?
17:11Da reden sie wie vom Fortschritt.
17:14Und im Mittelpunkt steht der Mensch, aber wenn der Mensch Zucker hat, haben sie kein Insulin.
17:18Ja.
17:19Und die paar, denen es wirklich um die Menschen geht, kriegen Fußtritt.
17:23Die lassen sie fallen, je tiefer umso besser.
17:25Und wehe, wer sich muckst.
17:27Also wenn du dich meinst, dann muckst du dich für deine Verhältnisse noch viel zu oft.
17:32Du solltest täglich zum lieben Herrgott beten, dass sie dich nicht in ein schlimmeres Nest stecken als Katharinska Horror.
17:37Und außerdem zu meinem Bekannten im Ministerium für Gesundheitswesen.
17:40Die mischen da nämlich auch ein bisschen mit.
17:45Die müssen wir morgen früh unbedingt anrufen.
17:48Er muss versuchen, 1000 Ampullen Insulin für uns aufzutreiben.
17:52Abholen kann sie ja, Radek.
17:53Du meinst 1000?
17:56Wollen wir nicht gleich 2000 bestellen?
17:59Bist du des Teufels?
18:01Wenn wir 1000 kriegen, dann haben wir Glück gehabt.
18:02Ich meine nur, wenn man schon mal so wertvolle Beziehungen hat.
18:06Ich will sagen, eine Ampulle kostet 500, dann bringen uns 1000 die stattliche Summe von einer runden halben Million.
18:19Das wäre erledigt.
18:21Den Unfall haben sie beschrieben.
18:23Da sie den Mitfahrer nicht kannten, hatten sie von seiner Krankheit keine Ahnung.
18:27Da kann er ja von Glück sagen, dass das gerade in der Kurve passierte.
18:29Ich hoffe nur, dass der Sturz für Herrn Bavir keine unangenehmen Folgen hat.
18:33Ich wollte ihm schließlich einen Gefallen tun.
18:35Wo arbeitet er?
18:36Oh, ich bin nicht ganz sicher. Wo war denn das noch?
18:39Es war irgendetwas mit Autos.
18:41Ja, in der Autowergstatt bei Küssling.
18:43Bei Küssling?
18:44Ja, er ist wohl Buchhalter, wenn ich nicht irre.
18:47Sie wissen noch nicht, wie es ihm geht?
18:49Er ist im Krankenhaus.
18:52Mehr weiß ich auch nicht.
18:54Aha.
18:55Ich darf mich wohl empfehlen, auf Wiedersehen.
18:57Und wenn Sie mal bei der Krone vorbeikommen, schauen Sie doch mal rein bei uns.
19:01Ich würde mich sehr freuen.
19:03Sie wissen ja, die Rezeption hat ihre Beziehung zur Küche.
19:06Und wer kommt schon aus mit seinen Magen?
19:08Ähm, sagten Sie Rezeption?
19:10Ich dachte immer, Sie sind Nachbautier in der goldenen Krone, Herr Hain.
19:15Tags oder Nachts? Wo ist da der Unterschied, Herr Leutnant?
19:18Es ist im Grunde genommen nur eine Geschmacksfrage.
19:21Meine Herren, nichts für ungut, Sie verstehen mich.
19:23Man verkauft sich so gut man kann.
19:25Es klingt einfach schöner, nichts weiter.
19:27Ich empfehle mich, meine Herren.
19:31Dem fehlen nur noch Flügel und einen Heiligenschein.
19:33So ein Engel ist das.
19:34Kennen Sie ihn?
19:34Oh, ihn nicht, aber sein Strafregister.
19:37Er war früher mal Fleischer in Klatovi.
19:39Er hat ein Jahr gesessen wegen Fleischdiebstahl.
19:40Das Jahr war für das, was man ihm nachweisen konnte.
19:44Ist nicht der einzige Schieber im Grenzgebiet.
19:46Hier ist das richtige Pflaster für die.
19:48Tja, die glauben, hier können sie den großen Schnitt machen.
19:50Aber auch hier leben die meisten von ehrlicher Arbeit.
19:54Manche bestellen eben die Felder.
19:56Andere hauen sich die Taschen voll.
19:59Und Herr Dr. Knapp, der scheint uns auch nicht zu lieben.
20:04Jedenfalls hatte ich heute den Eindruck.
20:05Bestimmt nicht, da hast du schon recht.
20:07Er hat Unglück gehabt, fing an zu saufen.
20:09Natürlich für einen Arzt unmöglich.
20:11Hatte Auswirkungen.
20:11Nicht nur auf die Patienten, sondern auch aufs Personal.
20:15Da ist was nicht geheuer.
20:16Ihm ist Insulin verschwunden.
20:18Wundert dich das, so was Wertvolles?
20:20Traurig, Junge, aber es ist so.
20:22Er schiebt damit, das wissen wir schon lange.
20:24Aber fang den Wind mit dem Netz.
20:26Auf was willst du denn los?
20:29Na, aufs Insulin.
21:13Ach, Sie.
21:16Habe ich schon wieder was verbockt, ja?
21:18Sie pellen mich doch wieder an.
21:20Ist Ihnen wohl unangenehm.
21:22Sieht ja fast aus, als ob Sie was auf dem Gewissen hätten.
21:25Meine Weste ist aber sauber.
21:27Wirklich?
21:27Weiß wie Schnee.
21:29Und wenn Sie was von Camilla wollen, da sind Sie auf dem Holzweg.
21:32Sie haben Sie genug blamiert, das reicht.
21:34Ich habe Ihnen schon mal gesagt, mit dem Insulin hat die nichts zu tun.
21:37Es geht hier nicht um Camilla.
21:40So?
21:41Um wen geht es dann?
21:44Um Bawir geht's.
21:50Ist Ihnen etwa was passiert?
21:51Der ist doch im Krankenhaus.
21:53Nein, nicht, dass ich wüsste.
21:56Ist Ihnen bekannt, dass er in der Autowerkstatt arbeitet, bei Kießling?
21:59Ja.
22:00Und was soll das?
22:02Sie waren doch gestern Nachmittag mit dem Wagen dort, nicht?
22:05Ja.
22:08Und Bawir hatte Insulin bei sich, bei dem Unfall.
22:11Und Insulin ist knapp.
22:13Sonderbarer Zufall.
22:15Oder haben Sie eine Erklärung dafür?
22:17Woher soll ich das wissen?
22:18Ich fahre mit meinem Rettungswagen dahin, wo man mich hinschickt.
22:20Sicher, sicher.
22:21Aber Ihnen ist aus dem Rettungswagen Insulin verschwunden.
22:23Ja.
22:24Und der Doktor hat sich sehr gewundert, als er es bei Bawir gefunden hat.
22:29Und jetzt mal raus mit der Sprache.
22:31Was denn?
22:34Was geht das mich an?
22:35Weiß ich, wo er es her hat.
22:37Was hat er Ihnen dafür bezahlt?
22:38Das ist eine ausgemachte Schweinerei.
22:40Verstehen Sie?
22:44Also, ich werde Ihnen die Wahrheit sagen.
22:46Auch wenn ich weiß, dass Sie...
22:49Ich habe es Bawir nicht verkauft.
22:50Es war so.
22:51Er hat es mir gestohlen.
22:53Ich habe ihn dabei gesehen.
22:54Durch das Fenster der Werkstatt, als ich im Büro bei Kisling war.
22:57Der Rettungswagen stand dort.
22:59Ich sah genau, wie er hineinkroch.
23:01Er wird eine ganze Weile drin.
23:03Seelenruhig.
23:04Und als er wieder auftauchte, hatte er die Schachtel unter seinem Kittel.
23:08Aber er hatte so etwas Glückliches an sich.
23:11Er war glücklich.
23:16Sie können mir jetzt glauben oder es auch bleiben lassen.
23:20Wahrscheinlich werden Sie mir nicht glauben.
23:22Aber so war es.
23:24Und warum haben Sie es nicht gemeldet?
23:30Weil ich oft zusehen musste, die Menschen gestorben sind.
23:35Ich habe Sie gefahren und keiner konnte Ihnen helfen.
23:41Sie jammerten vor Schmerz, weil keine Medizin für Sie da war.
23:45Sie stönten.
23:52Sie haben ja selbst gesehen, wie diese Schachtel Barbie das Leben gerettet hat.
24:00Verstehen.
24:02Wo bist du, Franta?
24:03Wo treibst du dich rum?
24:05Kannst du dich nicht mal melden?
24:07Mach dich fertig.
24:08Du fährst nach Prag.
24:08Sie haben oben angerufen.
24:09Wir kriegen tausend Ampullen Insulin.
24:11Was glotzt du?
24:12Dascher macht die Übernahmepapiere fertig.
24:14Clou, da gibt es dir raus, wie immer.
24:16Erwartet im Ministerium.
24:18Glauben Sie mir, kann ich fahren?
24:26Na ja.
24:29Recht vielen Dank.
24:31Es scheint Ihnen ja sehr bei uns zu gefallen, dass Sie uns schon wieder die Ehre erweisen.
24:36Na ja.
24:36Im Gegenteil.
24:37Mich interessiert das Insulin.
24:42Na und?
24:44Haben Sie schon was gefunden?
24:47Wie geht es bei mir?
24:48Ist er vernehmungsfähig?
24:50Das ja.
24:51Aber Sie haben Pech.
24:52Er hat sie aus dem Staub gemacht.
24:54Er ist nicht mehr hier.
24:56Seit wann?
24:57Seit heute früh.
24:58Vielleicht eine Folge der Gehirnerschütterung.
25:00Nur gut, dass ich ihn eingewiesen habe.
25:02Das hätte ich jetzt die Verantwortung.
25:06Ich gebe Ihnen einen guten Rat.
25:08Anstatt hier rumzuschnüffeln, suchen Sie ihn lieber, damit er nichts anstellt.
25:13Meinen Sie?
25:15Aber nicht ohne Auftrag.
25:17Guten Morgen, Herr Doktor.
25:21Ja.
25:212000 abholen?
25:24Der Alte hat doch gesagt, ich soll 1000 abholen.
25:26Die anderen 1000 sind fürs Kreiskrankenhaus.
25:29Die kannst du doch gleich mitbringen, wenn du schon mal unterwegs bist.
25:32Ich habe es so mit dem Chefarzt vereinbart.
25:34Wann kannst du wieder zurück sein mit dem Wagen?
25:36Wenn sie mich in Prag nicht aufhalten.
25:37So gegen 21 Uhr.
25:39Ich rufe Kluder dann inzwischen an.
25:41Die sollen alles einpacken.
25:42Und dann kommst du sofort zurück.
25:44Ja.
25:45Ja.
25:46Ja.
25:47Ja.
25:48Ja.
25:50Ja.
25:53Was macht denn Sämann hier?
25:54Wollte er was von dir?
25:56Ach, nichts.
25:59Du kennst die doch.
26:00Irgendwo haben die immer was rumzustochern.
26:02Na ja, der taucht hier auf und meckert, weil man vor Dreck mein Nummernschild nicht mehr
26:06lesen kann.
26:06Als ob ich an dem Sauwetter schuld bin.
26:09Und, und ehe ich mich anlege, waschen wollte ich ihn sowieso.
26:14Und wem soll ich das Insulin übergeben?
26:16Ich meine, im Kreiskrankenhaus?
26:17Da muss ich selbst drüber kommen.
26:18Ich bock mir vom Alten das Auto.
26:20Ich warte auf dich vom Krankenhaus, so zwischen 20 und 21 Uhr.
26:24Einverstanden?
26:24Mhm.
26:38Arzt-Zimmer Dr. Knapp, bitte geben Sie mir ein Ferngespräch.
26:45Hotel zur Goldenen Krone.
26:48Ein Moment.
26:50Pepper.
26:53Pepper.
26:54Ist Hain in der Küche?
26:55Ja.
26:56Wird am Telefon verlangt.
26:58Herr Hain.
26:59Ja, was ist?
27:00Telefon.
27:02Kommt gleich.
27:03Mhm.
27:06Auf Wiedersehen.
27:07Auf Wiedersehen.
27:09Kleinen Moment noch, Fräulein.
27:11Ist ein ferngespräch.
27:13Nur immer langsam mit den jungen Pferden.
27:15Anruf aus Katharinska Horror.
27:18Hain.
27:22In Ordnung.
27:23Zwischen 20 und 21.
27:25Danke.
27:27Wie viele Gäste haben wir?
27:29Nur acht.
27:31Das passt ja prima.
27:33Da kannst du früher gehen.
27:34Ich komme heute zeitig.
27:35Um sieben.
27:36Es kommen ein paar Damen zum Übernachten.
27:40Kann mir nur recht sein.
27:41Viel Spaß.
27:42Ja, danke.
27:59Mann, wach auf.
28:00Was pennst du hier bloß zusammen?
28:02Du kannst doch nicht ewig hier bleiben.
28:03Lass.
28:04Lass mich bloß hier.
28:05Ich bitte dich.
28:06Ich will nicht ins Krankenhaus.
28:07Nicht wieder zu denen.
28:08Lass mich bloß hier.
28:09Die geben mir nichts.
28:10Die haben kein Insulin für mich.
28:12Das brauche ich aber.
28:13Das brauche ich.
28:15Besorg mir Insulin.
28:16Dann wird's besser.
28:17Glaub mir.
28:18Du wirst es sehen.
28:19Im Moment habe ich keins.
28:22Aber am Abend wird es da sein.
28:24Wirklich?
28:26Und wann?
28:27Jedenfalls wird es da sein.
28:30Na ja, nur.
28:34Woher nimmst du das Geld?
28:36Ich muss es schließlich auch bezahlen.
28:38Das weißt du doch, nicht?
28:41Außer wenn du...
28:47Außer wenn du mir bei etwas hilfst.
28:50Ich helfe dir.
28:51Ich helfe dir.
28:53Fein.
28:56Ich gebe dir jetzt meine allerletzten Ampullen.
29:00Du spritzt dich.
29:02Dann geht es dir besser.
29:04Und dann erkläre ich dir alles.
29:07Gib sie mir.
29:07Gib her.
29:08Ich bin dir so dankbar.
29:17Aber das ist noch längst nicht das Ende der Geschichte.
29:19Daraufhin antwortet er, mein Fräulein.
29:20Ich glaube es liegt an Irrtum vor.
29:22Sie erwarten ein Wunder von mir.
29:23Ich verlasse mich auf Sie.
29:25Mann, wo fährst du hin?
29:26Das ist eine Einbahnstraße.
29:27Du warst so lange nicht in Prag.
29:28Nein, drei Monate nicht.
29:29Aber den Weg zum Lager weißt du noch.
29:30Aber immer.
29:31Ihr.
29:32Manchesterfield?
29:32Das halte ich nicht aus.
29:34Wo gibt's denn sowas, hm?
29:36Das ist wie beim Kreuzworträtsel.
29:37Ganz einfach.
29:39Senkrecht, waagerecht.
29:40Es muss immer ein Kreuzer geben.
29:42Muss natürlich funktionieren.
29:43Alle haben was zu vergeben.
29:45Agrarpartei, Rotes Kreuz, Gesundheitsministerium, amerikanische Lieferung.
29:48Das alles reimt sich auf.
29:50Chesterfield, Konserven, ab und zu Klamotten und so weiter und so weiter.
29:54Je nachdem, wie die Nachfrage ist.
29:55Eine Hand wächst die andere.
29:57Wie kommt man heutzutage zu 2000 Ampullen Insulin?
29:59Wie stellst du dir das vor?
30:01Und was ist mit dir?
30:03Wieso?
30:03Zu wem hältst du?
30:05Kommunisten?
30:06Liberale?
30:08Sozialdemokraten?
30:09Oder bist du bei uns?
30:11Ich weiß nicht.
30:13Mir ist das scheißegal.
30:15Politik kann mir gestohlen bleiben.
30:17Du bist verrückt.
30:17Nicht den Anschluss verpassen.
30:18Wenn du jetzt nicht aufspringst, ist der Zug durch.
30:20In der Republik tut sich was.
30:22Und du sagst, Politik ist mir piepegal.
30:24Du spinnst doch.
30:26Wenn du willst, gebe ich dir eine Beitrittserklärung für unsere Partei.
30:29Hm.
30:30Sorg lieber dafür, dass das Insulin anständig verpackt wird.
30:33Die Schäse ist klapprig und die Straßen sind nass.
30:35Alles andere ist Theorie.
30:36Geschenkt.
30:39Wie fährst denn du?
30:40Ist doch klar.
30:41Ab Filsen immer die Grenze entlang bis Rabbethof.
30:44Und dann biege ich ab nach Katarinska Hora.
30:46So fahre ich auch immer, wenn ich zu Dascher fahre.
30:50Na?
30:51Was ist mit deiner Beitrittserklärung?
30:53Haha.
30:54Nichts.
30:55Pass auf.
30:56Das wirst du noch bereuen.
30:58Das ist meine Hochzeit.
31:00Unsere Verpackung ist großartig.
31:02Unfallsicher.
31:03Kommt ja auch von Übersee.
31:04Du kannst den Wagen in Klump fahren.
31:05Dem Insulin passiert nichts.
31:07Absolut nichts.
31:07Größter Sicherheit.
31:08Dann kann ich ja an den Baum fahren.
31:09Der Alte würde mich erschlagen.
31:10Du kennst ihn ja.
31:40Gehst du schon?
31:41Wann bist du wieder da?
31:43Sobald ich das mit dem Chefarzt erledigt habe.
31:45Ja.
31:46Soll ich das glauben?
31:49Ich kenne deinen Sinn für Realitäten.
31:51Ich beneide dich fast darum.
31:53Du hast vergessen zu sagen, um deinen seltenen Sinn für Realitäten.
31:57Ja.
31:58Den hast du.
31:59Kann man sagen.
32:03Ich glaube, ich glaube, ich weiß, was du mir verheimlichst, wo du hingehst.
32:07Aber ich würde dich ungern verlieren.
32:09Aber...
32:10Nein.
32:10Hör auf.
32:11Du musst mir jetzt darauf nicht antworten.
32:12Das war sowas wie ein Selbstgespräch.
32:16Ich...
32:16Ich...
32:16Ich...
32:17Ich habe so ziemlich den Mut verloren.
32:19Kann nicht allein sein.
32:21Hab nicht mal die Kraft, dir vorzuwerfen, was du für ein Miststück bist.
32:24Und ich lebe so dahin.
32:26Unfähig, mich aus meiner Lethargie rauszureisen.
32:29Vollkommen erledigt.
32:30Am Ende.
32:33Ich tue ja letzten Endes doch, was du willst.
32:38Also dann...
32:41Auf die bittere Notwendigkeit deiner Existenz.
32:45Heute Abend hast du Gelegenheit, mich loszuwerden.
32:49Wirst dich schon zu trösten, wissen, wie es aussieht.
32:53Wenn du willst, warte.
32:54Ich komme schon zurück.
32:55Ich habe ja einen seltenen Sinn für Realitäten.
32:57Gib mir den Schlüssel.
33:05Ist was im Tank?
33:06Es wird reichen.
33:09Ich warte.
33:33Sie sind ein šifel.
33:34Ich warte.
33:35Ich warte.
33:39Ich warte.
33:42Ich warte.
33:44Ich warte.
34:14Untertitelung des ZDF, 2020
34:42ZDF, 2020
35:14ZDF, 2020
35:28ZDF, 2020
36:13ZDF, 2020
36:23ZDF, 2020
36:24ZDF, 2020
36:25ZDF, 2020
36:25ZDF, 2020
36:44ZDF, 2020
36:55Musik
37:26Musik
38:07Franta!
38:20Franta!
38:27Franta!
38:29Er war nicht da.
38:29Wollen Sie sich nicht setzen?
38:30Ich habe ihn nicht gefunden.
38:31Ja, ja.
38:31Fahren Sie hin, er liegt nicht weit von der Landstraße.
38:33Versuchen Sie sich zu beruhigen und dann erzählen Sie alles dabei.
38:36Ich habe auf ihn gewartet unter der Brücke.
38:39Aber Franta kam nicht.
38:43Versuchen Sie sich zu fassen.
38:45Wir brauchen die Fakten.
38:46Trinken Sie einen Schluck, das würde Ihnen gut tun.
38:48Na los, Mädchen, trinken Sie einen Schluck.
38:55Ich habe also da gestanden.
38:57Wir waren verabredet.
38:59Er wollte aus Bra kommen.
39:01Ab 8 soll ich warten, hat er gesagt.
39:03Schäm dich nicht.
39:05Erzähl, wie es war.
39:06Es war schon fast 11, aber er kam nicht.
39:08Da habe ich es nicht mehr ausgehalten und bin ihm entgegengegangen.
39:13Und ein anderes Auto ist nicht vorbeigefahren.
39:16Also war es kein Zusammenstoß.
39:18Ich weiß nicht.
39:19Das Einzige, was ich gesehen habe.
39:21Kurz nach 8 kam mein Auto vorbei.
39:23Das war ja Bachwirr.
39:25Sieh mal an.
39:26Bachwirr ist auch mit im Spiel.
39:29Woher hat er das Auto?
39:30Das übernehme ich.
39:31Kümmere du dich um Radek.
39:33Doktor Knapp, bitte.
39:34Zum Unfallort nehmen Sie lieber nicht mit.
39:37Er weiß, wie er aussieht.
39:39Doktor Knapp am Apparat.
39:40Hm.
39:41Hier wacht Meister Seemann.
39:42Was wollen Sie denn schon wieder?
39:44Ich muss Sie sofort um Ihre Hilfe bitten.
39:45Ein Unfall.
39:46Und zwar mit Ihrem Wagen.
39:47Was?
39:53Konnten Sie erkennen, wie das Auto aussah, mit dem Bar wir fuhr?
39:57Hallo, warum antworten Sie nicht?
39:58Haben Sie gesagt, ein Unfall mit meinem Wagen?
40:02Der Sani-Wagen, nicht der PKW.
40:04Der mit dem Radek in Prag war.
40:06Ich hole Sie gleich ab, Herr Doktor.
40:22Jetzt machen Sie die Augen auf und fahren Sie ein bisschen langsamer,
40:24womöglich, dass Radek hier irgendwo liegt.
40:26Hier?
40:27Ausgeschlossen.
40:28Viel zu weit vom Unfallort entfernt.
40:30Hören Sie auf mich, Himmelsacker.
40:32Ich habe da so meine Erfahrungen.
40:36Man findet den Verunglückten häufig weit entfernt vom Unfallort.
40:40Irgendeine Reaktion des Selbsterhaltungstriebes, oder was es auch ist,
40:44gibt Ihnen die Kraft, sich möglichst weit vom Unfallort zu entfernen.
40:49Vorausgesetzt, was am Leben blieb.
40:52Sind Sie mal auf dem Rettungswagen gefahren, dass Sie so genau Bescheid wissen?
40:54Chef hat es knapp auf dem Rettungswagen. Sie machen wohl Witze.
40:57Ich habe Kongresse besucht in Wien, in London, in Budapest.
41:04Und was hat Sie hierher verschlagen? Nach Katarinska Horror?
41:09Was soll das? Ein Verhör?
41:13Nein. Sie haben davon angefangen.
41:15Ach, fordern Sie doch die Personalakte gleich im Krankenhaus an,
41:19falls Sie das nicht schon längst getan haben.
41:21Da werden Sie alles erfahren.
41:24Verletzung des hypokratischen Eides nennt man das in der Medizin,
41:28wenn ein Arzt fahrlässig handelt.
41:31Genauer, wenn der Chirurg betrunken im OP erscheint.
41:35Einer, von dem man sagt, dass er goldene Hände besitzt, die nie zitterten.
41:40Selbst dann nicht, wenn er die kompliziertesten Operationen zu machen hatte.
41:45Die in Fachkreisen aufsehen erregten.
41:54Erinnern Sie sich noch an den 14. Februar 1945?
41:58Natürlich erinnere ich mich.
42:02Angriff auf Prag.
42:04Vormittags.
42:07Gegen 11 Uhr.
42:10Da waren meine Frau und die Kinder zusammen in der Wohnung.
42:17Sie sind alle umgekommen.
42:19Der Junge war elf und das Mädchen 18.
42:22Sie.
42:35Also,
42:38wenn Sie immer noch wissen wollen, mein Verehrter,
42:40wie ich nach Katharinska Hora kam,
42:44mache ich Sie darauf aufmerksam,
42:47dass nicht ein einziger Mensch einen Chirurgen, der säuft, nach dem Datum fragt, wann er damit angefangen hat.
42:53Er säuft eben Ende der Karriere.
42:58Eine ausrangierte Kapazität.
43:01Man kann nicht mal mehr ein Huhn operieren.
43:08Die Hände zittern.
43:11Ich fange ein Verhältnis mit der Schwester an.
43:14Obwohl ich weiß, dass sie kein Pfifferling wird ist und einen Geliebten hat, mit dem sie abhauen will.
43:19Und jetzt trammeln Sie mir auch noch auf meine Nerven herum.
43:22Mit Ihrem Sinn für Ordnung.
43:25Und für Disziplin.
43:26Und irgendeine Weltgerechtigkeit.
43:29Und darum bin ich sehr allergisch gegen Sie.
43:34Ich hoffe, ich habe Sie nicht gelangweilt.
43:39Sie können diese Geschichte ruhig auf Ihrer Stube zum Besten geben, wenn man sie avancieren lässt.
43:44Und Sie einmal Leiter eines größeren Reviers werden sollten,
43:48als Sie in diesem verdammten Nest.
43:49Nein. Ich werde Sie nicht zum Besten geben.
43:56Weil ich Sie verstehe, Herr Doktor.
44:00Ich bedanke mich.
44:02Für das Vertrauen.
44:08Sie wollten es ja wissen.
44:26Doktor.
44:28Hier lang.
44:36Er hat ziemlich viel Blut verloren.
44:40Die Spur geht dahin.
44:42Mhm.
44:43Er muss hier in der Nähe sein.
44:56Wie viel Insulin war es denn?
44:59Tausende Ampullen.
45:00Eine große Kiste.
45:05Ist keine Kiste da.
45:29Ist keine Kiste da.
45:35Sie sehen Sie was, habe ich gesagt.
45:36Hier ist er.
45:37Kommen Sie schnell.
45:59Er lebt.
46:01Ich muss versuchen, ihn zum Bewusstsein zu bringen.
46:03Geben Sie mir die Tasche rüber.
46:19Geben Sie mir die Tasche rüber.
46:50Geben Sie mir die Tasche rüber.
47:32Geben Sie mir die Tasche rüber.
47:38Ein Diabetiker hat Interesse an so einer Kiste.
47:41War wir, war es nicht.
47:44Ich habe ihn gekannt.
47:46Er war ein hilfloser Mensch.
47:51Wirklich?
47:56Doktor, helfen Sie ihm, damit er redet.
47:58Es ist wichtig.
48:01Das können Sie auch von mir erfahren.
48:04Ich bin tief gesunken.
48:06Aber so runtergekommen bin ich nicht, dass ich nicht die Wahrheit sage.
48:14Und ich sage Ihnen gleich, wo Sie die ganze Sippschaft finden können.
48:24Ich komme.
48:27Herrgott, wer hat es denn da so eilig?
48:30Aufhören!
48:33Was ist denn los zum Sonderwetter?
48:34Was ist denn?
48:36Wo ist Kluder?
48:37Was für ein Kluder?
48:38Ich kenne keinen Kluder.
48:39Reden Sie nicht draußen, steht sein Wagen mit der Prager Nummer.
48:42Kommen wir nach oben.
48:43Halten Sie keine Lange reden.
48:44Das ist ein bisschen teurer als beim Schlachthof.
48:46Herr Leutnant, da ist keiner.
48:47Los, kommen Sie hier, öffnen Sie die Kammer.
48:49Öffnen Sie wirklich gerne, das ist doch sinnlos.
48:51Sie können mir bitte glauben.
48:55Aufmachen!
48:56Aufmachen!
48:57Geben Sie den Schlüssel her.
48:58Den Schlüssel?
48:59Ich habe keinen.
49:00Ich habe keinen Schlüssel.
49:04Sofort öffnen!
49:05Machen Sie sofort die Tür auf.
49:14Im Namen des Gesetzes, Sie sind verhaftet.
49:17Warum?
49:18Verstehe nicht, was das soll.
49:19Das werden Sie noch verstehen.
49:23Das Insulin ist hiermit beschlagnahmt.
49:26Moment, Herr Heim!
49:27Wo wollen Sie hin?
49:28Wir haben noch ein Hühnchen miteinander zu rupfen.
49:30Ich wüsste nicht, wieso.
49:32Zum Beispiel, wer die Geschichte so organisiert hat,
49:34dass es aussehen musste, als sei es Barrier gewesen.
49:37Und wer ihn dazu gebracht hat, diese Welt zu verlassen.
49:43Das war ich nicht.
49:46Das waren die.
49:47Der Plan war von Ihnen.
49:51Wer Radek weggedrängt hat, das war Clou da.
49:55Ich habe nur...
49:56Jetzt halt endlich dein dreckiges Maul,
49:58so ein stoffiges Bier, du verdammtes Feind.
49:59Der Schwer, hier ist nicht da, Herr Tüfer, verehrte Dame.
50:02Es ist aber Schluss.
50:03Tragen Sie Ihre Zwistigkeiten woanders aus.
50:05Abfahrt.
50:22Mal langsam, wo soll's denn hingehen?
50:25Zu einem Patienten.
50:27Können Sie nicht lesen, wann bei uns Besuchszeit ist?
50:31Verhör.
50:33Vom Chefarzt genehmigt.
50:36Verhör.
50:40Vater Meister.
50:47Passt hier an.
51:14Sie können rauskommen, die Luft ist rein.
51:20Sie waren prima. Das hätte ich mir nie zugetraut und mein Haar hätte er mich rausgeholt, ihr Alter.
51:24Ach wo, ganz ausgeschlossen. Wenn einer die Ordnung so gepachtet hat wie der, da breche ich noch alle Tage ein.
51:30Die Oberschwester ist informiert. Die wartet auf Sie oben in ihrem Zimmer.
51:37Die zeigt Ihnen, wo Franta liegt.
51:41Oh, aber eine Kleinigkeit kostet das Kamel.
51:45Sagen Sie Franta, dass ich ihn besuchen will.
51:48Er soll bei uns Fahrer werden. Sein Krankenwagen ist sowieso nur noch ein Schrotthaufen.
51:53Dr. Knapp wird ihn wahrscheinlich ausrangieren. Sind Sie dafür? Abgemacht.
52:00Also, Vorsicht.
52:05Achtung.
52:14Achtung.
52:21Achtung.
52:24Achtung.
52:29Achtung.
52:37Achtung.
52:39Achtung.
52:43Achtung.
52:54Achtung.
52:59Achtung.
53:00Achtung.
53:02Achtung.
53:02Achtung.
53:04Achtung.
53:12Achtung.
53:15Achtung.
53:18Achtung.
53:19Achtung.
53:19Achtung.
53:20Achtung.
53:20Achtung.
53:20Achtung.
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