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00:06Musik
00:30Musik
01:10Musik
01:36Als Vorsitzender des Jagdverbandes wurde ich damit betraut, die Ballsaison zu eröffnen.
01:40Und wie in jedem Jahr, so auch diesmal mit einem Jägerball.
01:44Ich wünsche den lieben Gästen einen vergnüglichen Abend.
01:47Und allen Männern möchte ich im übertragenen Sinne ein kräftiges Weitmannsheil zurufen.
01:53Leere mein Glas auf das Gelingen dieser Jagd.
01:59Ich weiß, es ist immer schwer, den Anfang zu machen.
02:01Und darum erlauben Sie mir, diese Barriere zu überwinden.
02:04Und eine Dame um den ersten Walzer zu bitten.
02:07Eine Dame, die ich sehr schätze und verehre.
02:11Die Gattin unseres lieben Gastes, des Vorsitzenden des Kreisbüros der Kommunistischen Partei, Frau Tschischkopf.
02:18Applaus
02:28Darf ich bitten, erlauben Sie, Herr Vorsitzender, mögen die in Prag sich streiten, da geht es um hohe Politik.
02:33Aber hier bei uns, die paar Kommunisten, was soll's, die reichen kaum für eine Skatrunde.
02:37Ich bin für Vernunft und Toleranz.
02:39Musikanten, zeigt mal, was ihr könnt.
02:41Den Jagdwalzer.
02:43Musik
02:54Und jetzt, alle!
02:56Malos, alle mitbarnen!
02:59Musik
03:02Musik
03:05Und jetzt, alle mitbarnen!
03:40Das werde ich dir nie vergessen, mit so einer.
03:43Alles bloß Taktik, mein Schätzchen.
03:46Man kann Feinde am schnellsten wehrlos machen, wenn man sie einwickelt.
03:50Pardon.
03:51Meinst du?
03:54Kommen Sie bitte, Herr Stabskapitän.
03:56Musik
04:04Musik
04:08Písničku milenou, písničku zelenou,
04:16když jsem já chodíval se ctičkou lepenou,
04:24se ctičkou lepenou z barevných kamínků.
04:34Darf ich ned bitten.
04:43Bist ein feiner Vater, da lachst du.
04:45Aber Junge, ist das vielleicht ein Grund zum weinen?
04:48Da trink, spiel´s runter.
05:04Klobouček smekal sem
05:06Gieß noch mal ein, aber gern?
05:12Na?
05:17Was ist denn?
05:30Kapelle, aufhören! Aufhören!
05:35Eine Extrarunde für die Polizei!
05:40Ein Solo für dieses wunderbare Paar dort!
05:46Geht auf meine Rechnung!
05:49Tichu jsem šel z rána bílýho
05:55Myslel jsem, že vidím hajnýho
06:01Po tichu jsem došel ze zadu
06:08Abych nevyplášil návnadu
06:14Byla to jak rána palicí
06:17Když točil ke mně svojí čepici
06:25On to nebyl hajný ani post
06:29Byl to zatracený policaj
06:33Byl to nebyl hajni ani post
06:39Nein, prügelt euch nicht!
06:40Nein!
06:40Augenblick mal!
06:57Měšlí!
06:58Tisí!
06:59Měšlí!
07:01Mach doch mal Platz, Leute.
07:06Zum Teufel, ihr Zweikampfhähne.
07:08Hört drauf.
07:11Was soll denn der Quatsch?
07:15Los, komm schon.
07:16Ist doch Blödsinn, sich mit dem Genossen zu prügeln.
07:18War direkt ein Glück, dass du gerade gekommen bist.
07:20Wer hat dich geschickt?
07:21Der Neue.
07:22Was denn, ist der schon da?
07:23Ja, wie Drahti vom Abendzug mitgebracht und gleich ging es drunter und drüber.
07:25Ein scharfer, was?
07:26Er will meinen Funkerkram rausschmeißen, weil er nicht aufs Zimmer gehört.
07:28In dem Saustall wird er Ordnung schaffen, sagt er.
07:30Da werden wir noch unser blaues Wunder erleben.
07:33Aus ist es mit der Ruhe.
07:34Na ja, guck mal, wie du aussiehst.
07:40Zum Rapport, los.
07:42Na ja.
07:44Also was glauben Sie überhaupt, wo Sie sich befinden, meine Herren?
07:47Das hier ist eine Kreisdienststelle und kein Taubenschlag.
07:50Lesen Sie denn keine Zeitung?
07:52Bringen Sie sich in Ordnung, Mann.
07:55Die Republik befindet sich in einer Krise, im Innenministerium, im Ministerrat.
07:58Der Staat jagt eine Sitzung die andere und Sie faulenzen oder gehen tanzen.
08:02Hören Sie, meine Herren, mit dieser Idylle ist jetzt Schluss.
08:04Verstanden?
08:06Ich bin eigentlich seit einer Woche in Pension, Herr Oberleutnant.
08:10Ich habe nur auf Ablösung geratet.
08:12Ich wollte Ihnen auch keinen Vorwurf machen.
08:15Wer vertritt sich hier?
08:16Ja, also Stabswachtmeister Semmann.
08:19Absolut präzise und zuverlässig.
08:20Aha.
08:23Stabs-Wachtmeister Semmann.
08:25Sehr erfreut.
08:28Über Sie habe ich Außergewöhnliches gehört, Semmann.
08:32Diese Aktion mit den Rubinkreuzen, also.
08:34Das war eine sehr gute Arbeit.
08:35Bravo.
08:36Bravo.
08:38Und wo war der präzise, Herr Stabs-Wachtmeister, heute?
08:42Heute Nacht?
08:44Auf dem Ball, was?
08:46Ich habe heute dienstfrei, Herr Oberleutnant Blacher.
08:48Ein verantwortungsvoller Polizist hat nie dienstfrei.
08:51Nicht bei mir.
08:52Es war keine Alarmbereitschaft, Herr Oberleutnant.
08:54Bisher war es vollkommen ruhig.
08:56Aha.
09:00Und was glauben Sie, ist das hier?
09:01Ich, äh, Verzeihung, Herr Oberleutnant.
09:03Ja, ja, schon gut, bemühen Sie sich nicht, der Mann.
09:06Was lag auf Ihrem Schreibtisch?
09:08Aber Sie waren in der Zwischenzeit auf einem Ball.
09:11Dann werde ich Ihnen mal sagen, was das ist.
09:14Eine Großfahndung nach einem gefährlichen Kriegsverbrecher,
09:17der gestern aus dem Gefängnis geflohen ist.
09:19Ich habe mir selbstverständlich seine Beschreibung durchgelesen,
09:22Seymann, verstehen Sie?
09:23Und dabei fiel mir ein, dass so ein verdächtiges Element
09:27mit mir aus dem Zug gestiegen ist.
09:30Nehmen Sie auf.
09:32Und wie erklären Sie sich, dass Sie davon nichts wissen?
09:35So etwas darf überhaupt nicht passieren.
09:37Ich höre.
09:38Eine Fahndung von so eminenter Wichtigkeit.
09:41Und wohin, glauben Sie, wird sich dieser Flüchtling wohl wenden?
09:44Zur Grenze.
09:46Und wo sind wir?
09:48An der Grenze.
09:50Jawohl. Ende.
09:53Melde, Herr Oberleutnant.
09:54Die Patrouille hat eine verdächtige Person
09:56auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes entdeckt.
09:58Bei Anruf fluh der Unbekannt in Richtung Wald.
10:01Also bitte.
10:02Da haben wir es ja.
10:04Alarm!
10:17Jämmerliche Pfuscherei.
10:19So etwas macht kein Profi.
10:21Eher ein Saboteur.
10:24Was ist das eigentlich für ein Schuppen?
10:25Hier war früher der Segelfliegerclub.
10:27Eine Kommission hat den Flugplatz gesperrt.
10:30Angeblich gibt es hier gefährliche Aufwände.
10:35Eine Motormaschine könnte aber hier landen.
10:38Ohne weiteres.
10:39Nach dem Krieg ist hier sogar eine Dakota gelandet.
10:44Na bitte.
10:47Und was haben Sie veranlasst,
10:48dass so etwas nicht nochmal passiert?
10:51Ich kann mich nur über Sie wundern.
10:54Herr Gott, Vidra, begreifen Sie doch die Situation.
10:57Da ist Wachsamkeit erstes Gebot.
10:59Mir nach in den Wald!
11:03Was stehen Sie hier noch rum zum Teufel?
11:05Sie werden sich zu verantworten haben.
11:07Ich...
11:28Wir müssen ihn lebend bekommen!
11:37Na bitte, Seman!
11:45Seman!
11:56Seman!
12:03Das ist dann nicht verflucht nochmal.
12:06Der aus dem Zug hat eine andere Visage.
12:11Nehmen Sie ihn in die Mangel.
12:12Sie haben ihn gefasst.
12:14Na geh schon.
12:15Und nimm die Hände hoch.
12:16Na wird's bald.
12:19Na endlich kommen Sie auch angetrottet.
12:22Übernehmen Sie das Kommando wieder.
12:24Das wird höchste Eisenbahn.
12:26Dass ich mich dem Vorsitzenden des Nationalausschusses vorstelle.
12:31Darf ich mich Ihnen vorstellen?
12:32Auf Befehl des Innenministeriums bin ich in Ihre Gemeinde beordert worden
12:35und habe das hiesige Polizeirevier übernommen.
12:38Oberleutnant Pavel Blach.
12:39Wunderbar, wunderbar.
12:40Dann heiße ich Sie bei uns herzlich willkommen, Oberleutnant.
12:43Bei uns wird es Ihnen gefallen.
12:44Eine schöne Gegend.
12:45Berge, Seen, Helder.
12:48Na manchmal ein bisschen unruhig.
12:49Sie wissen ja die Grenze.
12:52Was ist denn das vorhin für eine Schießerei gewesen?
12:54Auch nichts.
12:56Das war nur sowas wie eine Fuchsjagd.
13:00Sie lieben die Jagd?
13:01Oh ja, sehr.
13:03Darf ich Sie bekannt machen?
13:04Das ist meine Frau.
13:05Sehr erfreut.
13:05Blaha.
13:07Ingenieur Schadek, Eigentümer der hiesigen Waffenfabrik.
13:12Und seine Liebenswürdige Gattin.
13:16Darf ich einen unbescheidenen Wunsch äußern?
13:19Bitte.
13:20Schenken Sie mir einen Tanz sozusagen als Begrüßung in diesem Ort.
13:23Es wäre ein schöner Anfang.
13:25Herr Ingenieur, gestatten Sie?
13:27Selbstverständlich. Warum soll ich dagegen sein?
13:29Meine Herren, das spricht für sich.
13:31Wir müssen uns schämen.
13:32Solche Verdienste hat kein einziger aus unserer Mitte aufzuweisen.
13:36Würden Sie an unserem Tisch platzen, Herr Oberleutnant?
13:39Sehr gern.
13:42Stabskapitän Krischdeck.
13:48Erzählen Sie uns doch etwas von sich, Herr Oberleutnant.
13:51Ich fürchte, Sie werden enttäuscht sein, jährige Frau.
13:53Ich bin nur ein ganz einfacher Soldat.
13:55Warum sind Sie geflohen?
13:59Wer sind Sie?
14:11Warum haben Sie geschossen?
14:16Himmeltoner Wetter, so reden Sie doch endlich!
14:19Der K psychische Preziehung von Stabung.
14:26Ich bin jetzt über die divorce.
14:27Ich bin nur noch Einstieg, so reden Sie.
14:34Ich muss über den Ausgaben sein, so reden Sie.
14:42Ich bin nicht in diesem Schämen, so reden Sie.
14:56Und drei, vier, eins!
15:12Mein Herr, ich kann Ihnen sagen, dieser Ball ist der schönste Ball in meinem Leben und vielleicht mein letzter, möglicherweise.
15:20Und darum wollen wir diese Nacht Spaß haben und durchmachen, solange bis es heller Tag ist.
15:27Mein lieber Freund, wer das nicht versteht und hier nicht mithält, der ist was?
15:34Puh, ein Scheißkerl!
16:00Erlauben Sie, Herr Stabskapitän, ich habe irgendwie den Eindruck, Sie sind total außer Form.
16:05Darf ich bitten?
16:28Erlauben Sie, Herr Stabskapitän, ich habe irgendwie den Eindruck, Sie sind total außerordentlich.
16:35Die Roten in Prag, weißt du, haben sieben von unseren Leuten entlassen. Und warum?
16:41Sie passen Ihnen einfach nicht in Ihren Grab. Vielleicht ist da einer von Ihnen.
16:45Ja, das ist ein Weiberheld, nichts weiter.
16:53Wissen Sie, wie mir zumut ist?
16:55Genau wie mir. Herrlich.
16:59Nein. Ich bin traurig.
17:02Warum? Fühlen Sie sich bei mir nicht wohl?
17:05Im Gegenteil.
17:07Erinnerung.
17:10An jemanden?
17:14Eher an etwas.
17:17Das verstehe ich nicht.
17:21In Schottland haben wir uns auch mit einem Walzer verabschiedet, bevor wir zum Einsatz gestartet sind.
17:27Manche in den Tod für Europa.
17:30Sie waren während des Krieges in England?
17:36Als Instrukteur für Kommandoeinsätze.
17:42Warum machen Sie jetzt das da?
17:45Weil dieser Krieg für mich irgendwie noch nicht beendet ist. Ich kann nicht aufhören.
17:49Ich habe mich zu sehr daran gewöhnt.
17:52Ich brauche Gefahr, Spannung, die großen Gefühle.
17:55Was ist für viele wie eine Droge?
17:58Sonst geht man kaputt.
18:01Einige von uns sind deswegen in die Fremdenlegion gegangen.
18:05Und manche, die saufen.
18:09Und ich, ich mache eben das hier.
18:14Sie sind wirklich merkwürdig.
18:21Zehen Sie mal raus.
18:23Es dämmert.
18:40Also noch einmal.
18:42Und zum letzten Mal.
18:44Wer sind Sie?
18:49Warum haben Sie geschossen?
18:50Wer gab Ihnen die Waffe?
18:54Kruzifix, Herrgott!
18:56Ich bitte dich, Leusa, übernimm ihn.
18:57Mach du weiter.
18:58Ich halte es nicht mal aus.
18:59Augenblick, Sehmann.
19:04Kruzifix, Kruzifix, Kruzifix, Kruzifix, Kruzifix, Kruzifix, Kruzifix, Kruzifix.
19:20Was passiert da drin?
19:23Nichts.
19:24Nichts, was dich interessieren könnte.
19:26Nichts von Bedeutung.
19:28Ach, wen wolltest du eigentlich sprechen?
19:30Etwas Sehmann?
19:31Wieso Sehmann?
19:32Na ja, ich meinte nur so.
19:33Ich will zu Leusa Bartik.
19:35Kruzifix will eine Beratung der Kreisleitung abhalten.
19:37Heute noch.
19:39Tut mir leid.
19:41Aber im Moment kann ich da nicht stören.
19:45Sie packen schon?
19:47Hm.
19:52Ja, und jetzt auf einmal fällt es mir schwer.
19:55Warum?
19:56Sie haben sich doch so gefreut, dass Sie endlich mal genug Zeit für Ihre Kaninchen haben werden.
20:00Hm.
20:02Ja, bloß jetzt.
20:08Guck mal, Mädchen.
20:10So habe ich mal ausgesehen, als ich 30 war.
20:13Damals waren wir noch Gendarmerie.
20:15Strammer Bursche.
20:16Ja, ja.
20:23Himmels Willen.
20:24Wird da einer geschlagen?
20:27Wir haben vorhin im Wald einen gestellt, der über die Grenze wollte.
20:29Er ist drin.
20:32Der Neue verhört ihn gerade.
20:37Ich werde ihn mal lieber doch rausholen.
20:59Wer hat dich versteckt?
21:02Na los, spuck es schon aus.
21:07Er hat dir den Weg zur Grenze gezeigt.
21:13Los!
21:15Rede!
21:17Mit dieser Kanone schieße ich dir Ohren, Nase und ein Stück von deinem blöden Gesicht weg, wenn du nicht das
21:23Maul aufmachst.
21:25Ich zähle jetzt bis drei.
21:27Also sprich.
21:40Eins.
21:47Zwei.
21:50Zwei.
22:09Du bist doch nicht am Ende stumm.
22:15Na.
22:26Sie haben sprache Nerven, Seemann.
22:29Wenn Sie das nicht aushalten, müssen Sie rausgehen.
22:32Nein.
22:34Ich habe etwas gegen diese Methoden.
22:36Und warum?
22:37Weil ich das schon einmal erlebt habe.
22:40Im Konzentrationslager.
22:48Mir scheint, dass wir über unsere persönlichen Erlebnisse zu wenig wissen.
22:55Entschuldigen Sie.
22:56Du Stornschweine!
22:58Ihr Saukereine!
23:19Blöd, Mann.
23:21Mein Name ist Hans Jäger.
23:28Ich war Block, Blockaufseher in Theresienstadt, Mitglied der SS.
23:42Ich, ich will sprechen, sprechen, Herr Kommissar.
23:53Führen Sie ihn ab, Seemann.
23:55Aber er will aussagen, Herr Oberleutnant.
23:57Er ist jetzt weich geworden.
23:59Er wird singen, wann wir wollen.
24:01Ich habe jetzt keine Lust mehr.
24:04Die gegenwärtige ernste Lage macht es nötig,
24:07sämtliche werktätigen Arbeiter und Intelligenz,
24:10sämtliche Tschechen und Slowaken,
24:11mit allen Kräften darauf vorzubereiten,
24:13die umsturzlerischen Machenschaften der Reaktion im Keim zu ersticken.
24:17Dies erfordern die Interessen des Fortschritts.
24:19Jetzt werden die in Prag schön schwitzen.
24:20Das gilt nicht nur für Prag, Josef, auch für uns.
24:24Das geht jeden an.
24:25Hier werden wir damit fertig beruscht.
24:26Das ist eine rote Gegend.
24:27Aber auf den Vorsitzenden des Nationalausschusses,
24:30Vajek Brunzlik, können wir uns nicht verlassen.
24:31Es war ein Fehler genossen, ausgerechnet diese Funktionen einem Sozialdemokraten zu geben.
24:34Ich spreche mit seiner Baustelle, die arbeitet neben meiner Maschine.
24:36Einverstanden.
24:38Und dann haben wir noch den Herrn Stabskapitän Krischteck mit seinem Verteidigungsverein.
24:43Und außerdem den Ingenieur Schadek.
24:45Seine Fabrik für Jagdwaffen ist für alle äußerst interessant.
24:47Schon richtig, aber an dieser Fabrik arbeiten wir.
24:50Und Schadek wird es sich nicht ein, sondern zehnmal überlegen,
24:52bevor er sich mit uns anlegt.
24:54Du hast doch gesehen, sogar auf dem Ball ist er zu Kreuze gekrochen.
24:57Du weißt wohl eher zu Krischteck.
24:59Ach, also was soll denn das?
25:00Ich habe schon darauf gewartet, dass du auch ein Wort sagst.
25:04Am Schluss der Versammlung behandeln wir das parteischädigende Verhalten des Genossen Muthel,
25:09dessen Rüpelhaftigkeit auf dem Ball uns sehr geschadet hat.
25:12Wieso? Darf man nicht mal mehr einen Kerl, der einem die Pippi abspenzig machen will, eine knallen?
25:16Wie war das eben?
25:18Ich meine das Mädchen.
25:19Darf man nicht.
25:21Besonders nicht, wenn man Mitglied der Kreisleitung ist und der Kerl ein Kommunist.
25:25Und Semmann ist Kommunist.
25:27Wenn ich du wäre, würde ich mich nicht so aufspielen.
25:30Da kommt ja noch allerhand auf mich zu.
25:32Weil dieser Quatsch, den du in der Öffentlichkeit begangen hast, gerade jetzt, speziell in dieser Situation, doppelt schwer wiegt.
25:38Da hast du's.
25:39Wir müssen erreichen, dass die zuverlässigen Polizisten alle auf unserer Seite stehen.
25:43Wie kannst du überhaupt daran zweifeln, Genosse Tschis?
25:46Haben wir euch jemals im Stich gelassen?
25:47Na, na, Moment, natürlich nicht.
25:49Ich weiß ja, dass du auf dich verlassest.
25:51Und auf Semmann genauso.
25:53Aber ihr habt doch seit heute einen neuen Vorgesetzten.
25:56Wie ist er eigentlich?
25:58Ziemlich hart.
26:00Und was weiter?
26:02Wie soll man's sagen?
26:05Er ist brutal, ein eiskalter Typ.
26:07Und er ist schlau.
26:09Er kommt direkt aus Prag.
26:11Wir fragen uns, warum sie ihn ausgerechnet zu uns geschickt haben.
26:15Ja, und dann?
26:17Karel Mutl.
26:19Dem haben sie wegen der Schlägerei mit dir ein Ding verpasst.
26:21Eine Rüge.
26:24Tatsache?
26:25Du verflixt, das tut mir leid.
26:31Der kann vom Glück sagen, dass du dazwischen kamst.
26:33Sonst hätte ich ihm noch den Hintern versohlt.
26:36Verdient hat er es, weiß Gott.
26:39Für den ist Blanca viel zu schade.
26:41Naja.
26:45Wir haben uns übrigens in der Sitzung auch über Blau unterhalten.
26:50Hat man dich darum hinzitiert?
26:51Arivo, da ging's um was viel Ernsteres.
26:54Du liest doch die Zeitung, ne?
26:55Aber ja, ich weiß.
26:57Die Minister der Rechten wollen zurücktreten.
27:00Sie drohen mit Demissionen.
27:03Weißt du, wenn mein Vater noch lebte, der würde sagen,
27:05keine bange, junge Gottwald macht das schon.
27:08Ja.
27:09Sie wollten unseren Eindruck wissen.
27:11Über Blau.
27:14Und, was hast du ihnen gesagt?
27:16Na ja, dass du so ein...
27:20Nicht?
27:21Ich kann mir nicht helfen, Läuser.
27:24Ich werd mit ihm nicht warm.
27:28Ehrlich gesagt, mir ist er irgendwie unheimlich.
27:32Seine Methoden sind einfach nicht unsere.
27:34Wer weiß, warum er hier ist.
27:40Dass du immer mit dem Kram herumfummeln musst,
27:42leg dich lieber hin und ruh dich aus.
27:44Wir haben Bereitschaft.
27:45Wenn wirklich was sein sollte,
27:46kriegst du einen aufs Dach.
27:47Bleib ruhig, Junge.
27:49Du hast ja überhaupt keine Ahnung,
27:51wie schön spannend das ist.
27:53Jetzt, mitten in der Nacht, kann ich hören,
27:55welche Schiffe gerade im Pazifik kreuzen
27:57und die Funksignale von Flugzeugen.
28:02Man hört die ganze Welt.
28:09Hansa, Hansa, komm mal her.
28:11Na, komm schon.
28:13Was ist denn?
28:14Hier, nimm mal.
28:18Hörst du es?
28:19Mhm.
28:19Der war gestern noch nicht da.
28:21Das muss ein neuer Sender sein.
28:24Ganz nah.
28:25Verflixt, das ist ein Schwarzsender.
28:57Das ist also mein Königreich,
28:59Herr Oberleutnant.
29:01Sozusagen ein Fuchsbau.
29:03Und wissen Sie,
29:04wem noch bis vor drei Jahren
29:05dieses kleine Schmuckstück gehört hat?
29:08Hermann Göring.
29:09Er kam hier immer zur Fuchsjagd.
29:10Was redest du denn für Unsinn?
29:12Oberleutnant Blaha ist kein Likörvertreter,
29:14dem du mit solcher Aufschneiderer imponieren kannst.
29:16Der Fuchsbau ist der Besitz
29:18des damaligen Gauleiters gewesen.
29:20Trotzdem, drinnen ist es sehr gemütlich.
29:23Gehen wir hinein?
29:24Mir ist kalt.
29:43Kommen Sie weiter, Herr Oberleutnant.
29:45Liegen Sie hier, bitte hier.
29:46Keine Wange, Sie geben sich wie zu Hause.
29:48Das will ich hoffen.
29:49Danke, Herr Junior.
29:50Vielen Dank für die Form.
29:54Ah, Entschuldigung.
29:56Hier ist es noch kalt.
29:57Wir mussten lüften.
29:58Der Kamin qualmt beim Anheizen immer etwas.
30:00Aber es wird gleich warm werden.
30:03Gefällt es Ihnen bei uns?
30:07Risha, hol noch ein Verscheite,
30:08damit wir ein richtig schönes Feuer bekommen.
30:11Ja, ja, so kann man das Leben aushalten.
30:17Marke sauer, wenn ich mich nicht irre.
30:19Zweimal Schrot, einmal Kugellauf.
30:23Mit Zielfernrohr.
30:24Eine hervorragende Waffe.
30:26Also jetzt haben Sie mir imponiert.
30:28Fast jeder Besucher greift nämlich zuerst
30:30nach dieser mit Gold ausgelegten Lancaster.
30:32Bild schön, aber nur was fürs Auge.
30:37Wenn ich in den Wald gehen würde,
30:39dann nur mit dieser Mauser.
30:48Streut Sie auch nicht?
31:11Fabelhaft.
31:12Sie haben nicht nur ein gutes Gewehr,
31:14sondern Sie treffen auch.
31:16Würden Sie sich das auch zutrauen,
31:18Oberleutnant Blahr?
31:21Ja.
31:47Bravo, mein Kompliment, Oberleutnant.
31:49Von Ihnen möchte ich nicht aufs Korn genommen werden.
31:54Grubesartig.
31:55Ich gratuliere.
31:56Auf Sie schießen?
31:59Wie können Sie so etwas nur sagen, Frau Inka?
32:02Meinen Sie wirklich?
32:04Und was wäre, wenn Sie den Befehl dazu erhalten?
32:07Uns wird man ohnehin bald enteignen.
32:09Dieser Fuchsbau hier.
32:11Die Villa, die Villa, die Fabrik.
32:15Das wird alles nicht mehr lange dauern.
32:17Lass das doch bitte.
32:19Der Herr Oberleutnant hat jetzt andere Sachen im Kopf als solche Dinge.
32:23Ach, sagen Sie, was geht da überhaupt jetzt in Prag vor?
32:26Wie glauben Sie, wird sich die Lage entwickeln?
32:29Und dieser Zwischenfall vor ein paar Tagen im Innenministerium, was ist daran wahr?
32:34Wissen Sie, Herr Tschaddeck, die Polizei hat ausschließlich die Aufgabe, die Gesetze zu schützen.
32:41Ob nun Gottwald die Macht hat oder wer immer.
32:44Und wie überall wird auch das Brot, das wir hier essen, zwei Kanten haben.
32:49Was soll's?
32:54Fuchsbau nennen Sie das Haus.
32:57Gibt es denn hier in der Gegend eigentlich noch Füchse?
33:02Kommen Sie doch mit zur Jagd, dann sehen Sie selbst.
33:05Da wäre nur noch eine Kleinigkeit.
33:07Die Zukunft dieses Staates.
33:09Damit steht und fällt unser Beider-Existenz.
33:12Darüber müssen Sie sich klar sein.
33:14Ich weiß, was mich erwartet.
33:17Und Sie?
33:20Was darf ich Ihnen anbieten?
33:25Kognak, Gin, Whisky, Wodka?
33:28Borowitschka. Einen ganz gewöhnlichen tschechischen Borowitschka.
33:31Für mich auch.
33:32Na, nö.
33:33Das ist das passende Getränk, wenn erst das Volk regiert.
33:37Entschuldigen Sie mich einen Moment. Ich hole ein paar Scheiterholz.
33:43Wissen Sie, was mich an Ihnen fasziniert?
33:46Wie kann ich das wissen?
33:47Fraulichkeit, Zärtlichkeit, Charme?
34:02Nein.
34:05Die Sachlichkeit.
34:08Die zielbewusste, berechnende, kaltblütige Sachlichkeit, mit der Sie mich zu provozieren versuchen.
34:14Erfolglos, wie es aussieht.
34:15Je nachdem, worauf Sie hinaus wollen.
34:18Wenn es Ihnen um Politik geht,
34:22dann wäre es tatsächlich
34:24erfolglos.
34:26Ich habe meine Ansichten und Prinzipien,
34:28aber über die
34:30werden wir doch nicht reden.
34:34Na gut, reden wir über das andere.
34:39Haben wir denn dafür ein wenig Zeit?
34:43Viel kaum.
34:45Er kann hier in einem Blick zurückkommen.
34:49Warum, glauben Sie, habe ich ihn hinausgeschickt?
34:53Können Sie sich das nicht denken?
34:55Nein.
34:57Nein.
35:00Nein.
35:01Nein.
35:17Das war's.
35:32Morgen um zehn.
35:34Der muss morgen früh nach Pilsen, kommt er spät in der Nacht zurück.
35:38Warte hier auf mich.
35:41Du verstehst also, was ich wollte.
35:45Die Zeit.
35:47Ich freue mich auf die Zeit, die wir vor uns haben.
35:57So, das wird vorläufig reichen, denke ich.
36:00Nebenan ist auch noch Vorrat für zwei Tage.
36:02Ach, das ist aber wenig.
36:04Wenig?
36:05Na, du wirst dich noch gern hier verkriechen.
36:07Man weiß nie, was kommt.
36:09Habe ich nicht recht, Herr Oberleutnant?
36:15Herr Oberleutnant, zwei Mitglieder des Reviers in Bereitschaft.
36:17Stabswachtmeister Seemann und Polizei an der Bartek.
36:19Gut, schön, gut, schön, gut. Lassen Sie das Seemann rühren.
36:22Aus Prag ist nichts gekommen? Keine Instruktion?
36:24Bisher nicht.
36:26Also gut, fangen wir wieder mit dem Quatsch an.
36:29Führen Sie den festgenommenen SS-Mann vor, Seemann.
36:37Stehen Sie bequem, Bartek.
36:39Und machen Sie weiter.
36:44Glauben Sie immer noch an diesen Blödsinn, dass da irgendwo ein Schwarzsender ist?
36:48Das ist kein Blödsinn, Herr Oberleutnant.
36:50Ich habe ihn wirklich gehört.
36:52Er sind unter einer Schifre.
36:53Dann nützt das uns sowieso an den Schmarrn.
36:56Ja, aber...
36:57Na ja, schon gut.
36:58Wenn Sie wollen, dann nehmen Sie es auf.
37:00Ich sehe es mir dann später an.
37:03Um Himmels Willen, Herr Oberleutnant.
37:05Was gibt's denn?
37:05Der Gefangene, er hat sich aufgehängt.
37:07Aufgehängt?
37:08Womit denn, Mann?
37:09Mit einem Handtuch.
37:11Gott, noch mal.
37:13Konntet ihr Zweite nicht aufpassen?
37:22Schöne Bescherung.
37:25Eine Mahlzeit.
37:27Das wird ein Fest.
37:29Wieso?
37:30Was können wir denn dafür?
37:32Das Handtuch hat er ihm doch selber gegeben.
37:39Ich dachte, ich kann ihn noch retten.
37:43Aber es war schon zu spät.
37:48Rufen Sie den Arzt und machen Sie ein Protokoll.
37:52Sauerei, dieser Mist auch noch.
37:54Was gibt einen Anschiss von oben?
37:57Und Sie versuchen sich inzwischen als Meisterfunker hier, ja?
38:00Aber Ihren Dienst versehen Sie so, dass ich Sie dafür einsperren sollte.
38:04Den einen wie den anderen.
38:30Sie sind schon wieder aus Pilsen zurück.
38:32Ich dachte, Sie kämen erst heute Nacht.
38:34Was ist los?
38:35Wo ist Ihre Frau?
38:36Ich hab jetzt andere Sorgen.
38:38Wissen Sie nicht, dass in Prag der Teufel los ist?
38:40Na, gucken Sie nicht so blöd.
38:41Kommen Sie schon mit ins Haus.
38:42Brunstlich war da drin.
38:43Er hat mich aus Pilsen zurückgerufen.
38:44Was?
38:48Das ist entsetzlich, meine Herren.
38:51Wie schön haben wir hier gelebt.
38:53So ruhig und zufrieden.
38:54Wie eine Familie.
38:54Und jetzt?
38:56Zentrale hier, Czarek.
38:57Fräulein, bin ich aus Prag verlangt worden.
38:58Was ist?
38:59Ich war nämlich nicht zu Hause.
39:01Ja, danke.
39:01Das wäre Quatsch, Herr Gottwald.
39:02Kann Sie sich nicht halten?
39:03Und jetzt?
39:04Was soll jetzt werden?
39:05Was?
39:05Das wollen wir gleich sehen.
39:06Wie?
39:07Die bekommen ein paar aufs Maul,
39:08als sie sich zusammenrotten und sich organisieren.
39:11Wollen Sie einen Bürgerkrieg heraufbeschwören?
39:13Ist das nicht schrecklich,
39:14wenn aus politischen Motiven Blut fließt, Herr Stabskapitän?
39:17Jedenfalls besser als die Roten.
39:19Jeder wird sich entscheiden müssen, auf welcher Seite er schießen will.
39:23Schießen?
39:24Na, selbstverständlich.
39:26Ich werde, ich muss zum Nationalausschuss.
39:29Na, begreifen Sie doch.
39:31In so einer schwerwiegenden Situation.
39:33Wer weiß, was da vorgeht.
39:34Fragt sich, ob Sie da noch reinkommen.
39:36Wissen Sie, was sich Gottwald ausgedacht hat?
39:38Aktionsausschütze, meine Herren.
39:39Wie viele komplette Gewehre haben Sie auf Lager?
39:42400 exportfertig, mit Munition.
39:44Was wollen Sie tun?
39:45Ich mobilisiere den Verteidigungsverein,
39:47die Reserveoffiziere und rufe den Sokol zusammen.
39:50400 Gewehre für den Kreis.
39:52Das müsste für den Anfang reichen,
39:54denn da drüben an der Grenze
39:55stehen zwei amerikanische Divisionen.
39:58Also, was ist?
40:00Geben Sie mir Ihre Gewehre, Schadek.
40:09Jawohl.
40:11Rufen Sie Ihre Leute zusammen,
40:12besorgen Sie den Lastwagen.
40:13Ich öffne das Lager.
40:15Ich habe nichts gehört, meine Herren.
40:17Bitte.
40:18Ich habe nichts gehört.
40:19Äh, warte, um, Verzeihung.
40:21Als Vorsitzender des örtlichen Nationalausschusses
40:23habe ich hier nichts verloren.
40:26Na, bloß gut, dass er weg ist.
40:28Der Kerl stinkt ja förmlich vor Angst.
40:30Ah.
40:36Ja, Schadek?
40:37Ja, danke.
40:38Ein Anruf aus Prag, Ministerium für Justiz.
40:41Haben Sie doch jemanden.
40:42Habe ich.
40:44Dirtina.
40:47Das ist eine entscheidende Begegnung, Stabskapitän.
40:49Die Würfel sind gefallen.
40:51Wir müssen einen Beschluss fassen und irgendwas unternehmen.
40:54Wir schlagen es gleich.
40:56So kommen wir nicht zu einem.
40:57Was ist das deutsche Kommunist?
40:59Wir haben 35 Parteilos.
41:01Also, wir sind alles zusammen auf den Sympathisanten aus der Fabrik
41:04und gebt mir dann die Summe.
41:05Ich habe es ja gewusst.
41:06Und jetzt bitte ich um Ruhe, Genossen.
41:07Ohne Disziplin kommen wir keinen Schritt weiter.
41:09Also, äh.
41:11Also, das wäre geklärt.
41:13Ich schlage vor, wir bilden Ordnungsgruppen.
41:15Immer zwei Mann, die zusammen auf Patrouille gehen.
41:18Und zwar bei Tag und bei Nacht.
41:19Es gehen immer ein Angehöriger der Polizei
41:21und ein Genosse unserer Parteiorganisation.
41:24Wir besetzen alle Betriebe und Fabriken, die wichtig sind.
41:27Und dort stellen wir dann Gruppen der Volksmiliz auf.
41:30Und wer gibt uns Waffen, Boris?
41:32Waffen?
41:33Natürlich die Partei, wenn es sein muss.
41:36Naja, dann wirst du uns als Kreissecretär auch sagen können, woher?
41:39Du fragst wirklich wie ein Kind, Karel.
41:41Woher sollen wir sie bekommen?
41:43Selbstverständlich von uns?
41:43Aus Schadecks Fabrik?
41:45Das schaffen wir.
41:45Aber wer stellt sie denn her?
41:46Mir.
41:47Das ist die Idee.
41:48Willst du mit mir zusammen auf Patrouille gehen, Blanka?
41:51Sei nicht böse, Hansa.
41:52Ich gehe mit Karel.
41:54Wir haben uns nämlich...
41:57schon lange, weißt du?
41:58Mhm.
42:29Was wollt ihr?
42:32Warum ist denn hier zu?
42:34Mach das Tor auf.
42:35Wir müssen rein.
42:37Wir haben keine Zeit.
42:38Nein, Herr Ingenieur.
42:40Haben Sie den Verstand verloren, Mensch?
42:42Die Fabrik gehört mir, das dürfte...
42:43Es war ihre, bis gestern.
42:45Wieso war?
42:45Wem gehört sie jetzt?
42:46Uns, den Arbeitern.
42:47Was reden Sie überhaupt so lange mit ihm, Herr Ingenieur?
42:50Wir machen selber das Tor auf.
42:53Los, runter!
42:57Vorwärts, vorwärts!
43:00Einen Moment warten Sie, Herr Stabskapitän.
43:02Nur keine Gewalt, das regeln wir offiziell.
43:04Ich hole den Vorsitzenden des Nationalausschusses
43:06und ich werde mich an den Herrn Oberland an Blaha wenden.
43:08Das ist Wildkür.
43:10Das wird Ihnen auch leid tun.
43:12Nur keine Aufregung.
43:13Das wird Sie teuer zu stehen kommen.
43:15Und die Kumpels aus dem Werkhallen, sag Ihnen, es wird schlimm.
43:17Beeil dich.
43:38Das wird Ihnen auch leid tun.
44:08Leute, was macht ihr hier bloß für ein Aufruhr?
44:10Diese Waffenfabrik ist viel zu klein.
44:12Die wird nicht nationalisiert.
44:14Glaubt mir, der Ingenieur ist im Recht.
44:16Ihr müsst ihn reinlassen.
44:17Was will er da drin?
44:18Wir wollen die 400 fertigen Gewehre verladen.
44:21Für den Export.
44:23Die ist er hier?
44:24Jetzt zieh doch die Waffe weg, diesen Scheißkerl.
44:26Ich muss Sie bitten, einzugreifen.
44:29Das ist unerhört.
44:36Herr Stabswachtmeister, ich fordere Sie auf, Ihre Pflicht zu tun.
44:39Entwaffnen Sie diesen Mann.
45:06Geben Sie die Waffe her.
45:10Herr Stabswachtmeister, ich dachte, der gehört zu uns.
45:13Das kann doch nicht sein.
45:32Sie ist geladen.
45:36Ich empfehle Ihnen, in Ruhe auseinander zu gehen, meine Herren.
45:42Saukerl.
45:44Dreckiger Verräter.
45:45Das wird dir das Genick brechen.
45:46Ich werde dir noch beibringen, was es heißt.
45:48Einen...
45:53Sind Sie wahnsinnig geworden, Seymann?
45:57Der Vorsitzende des Nationalausschusses hätte sofort veranlassen können, dass Sie die
46:00Uniform ausziehen.
46:03Bilden Sie sich etwa ein, Sie würden der Republik damit einen Dienst erweisen?
46:06Mit Chaos, Anarchie und Aufruhr.
46:09Sie vertreten die Staatsmacht, Menschenskind.
46:11Sie müssen die Gesetze schützen.
46:13Wenn ein entsprechendes Gesetz verabschiedet wird, bitte, dann werden wir eben enteignen.
46:16Aber vorher nicht, vorher nicht, Seymann.
46:19Vorher ist es Willkür.
46:20Verstehen Sie, ein Verbrechen.
46:23Kann sein, ich bin ein schlechter Polizist, Herr Oberleutnant.
46:30Vielleicht wäre es besser, wenn ich um meine Entlassung ins Zivilleben bitte.
46:35Verstehen Sie mich, aber ich...
46:37Ich kann die Sache mit meinem Vater nicht vergessen.
46:42Nein.
46:43Und der, verzeihen Sie bitte...
46:47Der wäre bestimmt mit mir einverstanden.
46:50Ganz bestimmt.
46:52Schaltet das Radio ein, schnell!
46:56Gottwald spricht gerade auf dem Benzesplatz.
46:59Benesch hat unterzeichnet.
47:00Wir haben gewonnen, Genossen.
47:05Gewonnen.
47:18So, Liebling, wir sind da.
47:19Kein Aufenthalt, die Koffer nehme ich.
47:21Ja, ja.
47:22Na, beruhige dich schon.
47:24Hoffentlich geht alles gut.
47:25Wenn wir zwingen Bescheid nicht.
47:26Ach, wenn wir es bloß jetzt hinter uns hätten.
47:27Das wünsche ich auch.
47:30Robby!
47:31Robby, ein Glück, dass du gekommen bist.
47:32Du weißt ja nicht, was mit uns los ist.
47:34Ach was, das geht jetzt jedem von uns so.
47:35Das ist mein Freund Max.
47:36Ach, guten Tag.
47:37Der Schuppen ist verschlossen.
47:38Irgendwas ist hier vau.
47:39Los, keine Sache.
47:40Das schon.
47:41Alles ist...
47:41Nehmen Sie das hier noch mit.
47:42Benesch ist umgefallen und der Tena kam nicht mehr aus dem Ministerium.
47:45Statt seiner bin ich hier.
47:46Im letzten Moment bin ich entwischt.
47:50Ich hoffe, du bist über diesen Tausch nicht böse.
47:52Wissen Sie, wie ich so eine Maschine kasse?
47:52Na ja, mit dir war das Schicksal gnädig.
47:53Was weiß ich, ich bin kein Ziel.
47:55Das ist nur ein bestimmtes Gewicht zugehalten.
47:56Ich wollte dir die Tasche doch noch mitnehmen.
47:57Weißt du, der ist auch drin, Max?
47:58Stimmt.
47:58Der ist zuverlässig und präzise, wie eine Maschine.
48:15Was hat das zu bedeuten?
48:17Nichts, nur keine überflüssigen Fragen.
48:18Der Oberleutnant leitet die Aktion.
48:20Wer mit will, muss bedingungslos gehorchen.
48:22Also, Herrschaften, die Autos in den Wald und Sie hier rein.
48:30Das Funkgerät ist im Schuppen.
48:32Ich habe Verbindung.
48:33Wird die Landung bestätigt?
49:02Nein, der geht in Deutschland.
49:04Schnell.
49:16Ergebt euch!
49:18Kommt raus, aber ein bisschen schnell.
49:21Endlich, ich warte schon auf euch, Genossen.
49:23Hände hoch.
49:24Und Waffe weg.
49:25Seid ihr verrückt?
49:26Ich bin Leutnant Schittany, Innenministerium, Sektion 2.
49:28Meinen Ausweis habe ich in der linken Brusttasche.
49:30Na bitte, überzeugt euch.
49:31Das kann jeder sagen.
49:32Läuser, nehm ihn fest.
49:40Bringt mich zu Boris Lavtschich.
49:42Ich bin mit ihm in Verbindung, er kennt mich genau.
49:44Ach was, wirklich?
49:46Und was machen Sie dann hier?
49:48Ich habe einen dienstlichen Auftrag.
49:49Und was macht ihr beide hier?
49:52Wegen des Schwarzenlers.
49:54Er muss hier irgendwo sein, Läuser hat ihn heute wieder gehört.
49:57Selbstverständlich.
49:57Und ihr werdet euch wundern, wer gesammelt hat.
49:58Da haben Sie denn, wir sprechen später darüber.
50:00Jetzt zur Kreisleitung.
50:01Die Arbeiter-Miliz mobilisieren und den Flugplatz besetzen.
50:03Sie erwarten eine Maschine.
50:09Verschwindet!
50:09Los, rein.
50:10Ich rufe euch schon, wenn es so weit ist.
50:11Ich habe gesagt, gehorchen.
50:19Eine Sportmaschine.
50:20Nur für zwei, mehr nicht?
50:22Macht nichts.
50:23Von diesem Verein haben nur zwei einen Wert für die Zukunft.
50:26Ich und du.
50:30Das Flugzeug ist nur für uns beide.
50:34Ich wollte dich mal aufmachen.
50:36Ich mach doch mal auf.
50:56Ich mach doch mal auf.
51:06Umstehen!
51:25Hansa?
51:26Ja?
51:28Weißt du, was dich erwartet?
51:29Was?
51:30Wirst du wohl Haltung annehmen?
51:32Beförderung.
51:33Wir brauchen einen neuen Leiter fürs Polizeirevier.
51:36Da musst du schon ran.
51:36Ach was, rede nicht.
51:43Und mein Haar hätten wir ihn erwischt.
51:45Der entkommt uns nicht.
51:48Wir kriegen ihn.
51:50Keine Bange.
51:57Keine Bange.
52:28Untertitelung. BR 2018
52:32Untertitelung. BR 2018
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