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  • vor 2 Tagen

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Transkript
00:00Schreiben verbindet. Und genau das zeigt der Literatur-Contest der Häuser zum Leben jedes Jahr aufs Neue.
00:07Hier, wo Menschen ihren Alltag, ihre Erinnerungen und ihre Fantasie zu Papier bringen, entstehen Texte voller Humor, Gefühl und Lebensweisheit.
00:16Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser zum Leben sowie Mitglieder der Pensionistinnenclubs reichen ihre Geschichten,
00:22Gedichte und Gedanken ein, oft zum ersten Mal, manchmal nach vielen Jahren des Schreibens.
00:27Jede Einreichung ist ein persönliches Stück Leben.
00:30Eine Jury aus Literatur und Kultur wählt die berührendsten, mutigsten und kreativsten Beiträge aus.
00:36Doch eigentlich sind alle Gewinner, denn jeder Text erzählt von einem Menschen, der etwas zu sagen hat.
00:42Der Literatur-Contest zeigt, Kreativität kennt kein Alter.
00:47Und Worte können Brücken bauen zwischen Generationen, zwischen Lebenswelten, zwischen Menschen.
00:52Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und danken ihnen für ihre Geschichten.
00:57Sie machen die Häuser zum Leben zu Orten voller Kultur, Gemeinschaft und Inspiration.
01:02Heute findet die Preisverleihung statt vom Literatur-Contest der Häuser zum Leben für Wiener Seniorinnen in unserem Haus Wiedenstadt,
01:12dort wo diese Initiative auch geboren wurde.
01:15Wir hatten zwei sehr engagierte Bewohnerinnen im Haus, die die anderen MitbewohnerInnen ermutigt haben, ihre Geschichten niederzuschreiben.
01:24Und da wurde leicht für uns ersichtlich, wie viel literarischen Talent und was für ein Erfahrungsschatz unsere Senioren sind.
01:33Also dachten wir uns, wenn das im kleinen Rahmen so gut funktioniert hat auf Hausebene,
01:38dass es auch in der Stadt womöglich auch so sein könnte.
01:40Und siehe da, wir dürften offensichtlich einen Nerv getroffen haben, ein Angebot geschaffen haben,
01:47das Wiener SeniorInnen gerne annehmen.
01:51Ich glaube, das ist eine wichtige Sache, dass man in solchen Häusern auch Angebote schafft, damit einfach diese Aktivität bleibt.
01:57Ja, auf jeden Fall.
01:58Und wir freuen uns umso mehr, wenn die Angebote, die wir auch...
02:02Wir haben auch verschiedene Aktivitäten, Musikveranstaltungen, Gedächtnisübungen, Fingergymnastik.
02:08Also wir bieten ein breites Spektrum. Literatur ist schon was Besonderes.
02:14Eine wunderbare Sache. Man sieht, und der Zulauf ist gewaltig.
02:18Ja, der Zulauf ist... Mit dem sind wir sehr zufrieden.
02:21Heuer wurden circa 80 Geschichten eingereicht.
02:25Auch wenn wir die Kriterien verschärft haben, letztes Jahr waren es über 100.
02:30Aber da durfte man mehrere Geschichten einreichen.
02:32Eine Person konnte mehrere Geschichten einreichen.
02:34Und heuer war es eine Geschichte pro Person und wir haben circa 80 Geschichten und Gedichte und Prosas, die angemeldet
02:42wurden.
02:43Wir freuen uns auf die Preisverleihung.
02:44Ja, wir auch. Vielen Dank, dass Sie auch da sind, dass Sie auch über solche positive Geschichten aus den Pensionistenwohnhäusern
02:51berichten.
03:02Wir sind in einem wunderbaren Pensionistenheim.
03:05Sagt man auch Pensionistenheim?
03:06Ja, Pensionistenwohnhaus.
03:08Wohnhaus.
03:08Wichtiger Unterschied.
03:09Absolut.
03:12Es ist aber etwas Besonderes, wenn wir gesehen haben, da wird etwas geboten, ein Literaturwettbewerb.
03:17Und wir haben gehört, 80 Leute haben sich dann oder 80 Einreichungen gab es.
03:20Das ist schon eine Erfolgsgeschichte.
03:23Absolut. Und es zeigt eines ganz besonders, und das ist auch der Grund, warum wir das tun, dass quasi Versorgung,
03:28Betreuung und Pflege von Seniorinnen und Senioren nicht nur bedeutet, warm, satt, sauber,
03:33sondern dass es darum geht, die Menschen sozusagen zu fördern und zu fordern und wie viel Ideen reicht und wie
03:38viel Kreativität und wie viel Engagement auch bei unseren Kundinnen und Kunden auch drinnen ist.
03:42Das zeigt eine Veranstaltung mit dieser sehr groß. Und die Veranstaltung ist so beliebt und wird jedes Jahr wiederholt, weil
03:49sie einfach auch für die nachfolgenden Generationen ein großer Gewinn ist,
03:52weil ja ganz viel dieser Geschichten, die eingereicht werden, tatsächlich auch Geschichten sind aus einer Zeit in den 50er, 60er,
04:0070er Jahren.
04:01Und das ist einfach wichtig, auch diese Geschichten zu behalten.
04:04Absolut. Und ich glaube, das zeichnet ja auch die Häuser zum Leben aus, dass immer wieder ein Angebot geschaffen wird.
04:09Genau. Also wir schauen danach, dass wir sozusagen ein individuelles Angebot immer knüpfen.
04:15Wir führen ja neben den 30 Häusern zum Leben auch 135 Pensionistinnenclubs in Wien.
04:20Und da verändert sich natürlich laufend, wo das Interesse unserer Kundinnen und Kunden liegt.
04:25Wir haben die Vienna Fashion Week eröffnet. Wir brauen Bier in einem unserer Häuser gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.
04:32Wir machen Speed-Dating und Nordic-Walking-Veranstaltungen. Und das zeigt, glaube ich, recht gut die Breite an Interesse,
04:39die es in unserer Gesellschaft gibt, die es bei unseren Senioren gibt. Und das fördern wir sehr gern.
04:44Wunderbare Sache, wunderbare Einrichtung. Und wir freuen uns auf die Pressverteilung.
04:48Danke fürs Kommen und ich wünsche uns auch eine spannende Veranstaltung.
04:50Auf was für Ideen du noch kommst, das fällt ja nicht einmal einem kranken Ross ein.
04:55Meine ältere Schwester sah mich nur herablassend an und meinte maliziös,
05:00na, die Schuhe hätte es sicher länger gehabt als diesen Wicht.
05:04Sie sollte recht behalten.
05:06In den Schulpausen sahen Alex und ich uns nach wie vor, alles war eigentlich wie immer.
05:10Am letzten Schultag zeigte keiner von uns Interesse weiter, als bis zum Schultag mit den anderen zu gehen.
05:18Wenn du achtsam dein Lebensumfeld wahrnimmst, dann wirst du viele Situationen und Wunder der Liebe begegnen.
05:30Du wirst es zweifelsfrei erkennen und spüren.
05:35Diese Liebe ist in dir und du sollst sie liebevoll empfangen, aber auch liebevoll weitergeben.
05:47Denn die Liebe ist eine Magie für sich.
06:01Schön langsam fühle ich aber, dass du von mir Abschied nehmen willst.
06:05Was habe ich denn getan?
06:08Liebst du mich plötzlich nicht mehr?
06:09Ich habe dir doch mein ganzes Wunderherz geschenkt und nun fühle ich, dass es nun zerbrochen wird.
06:16Eines aber weiß ich und das sagt mir mein winzig kleiner Verstand.
06:19Du meinst es gut mit mir und ich verzeih dir alles, was immer du auch tust,
06:24denn ich liebe dich mit all meinem kleinen Wunderherzen.
06:28Ich bin so müde, der hat mich schon wieder gestochen, dieser Mann im weißen Mantel.
06:33Und ich gleite weich in deine Arme, alles wird so leicht und still.
06:37Ich sinke in einen tiefen Schlaf, aber eines lasse ich noch gewiss.
06:42Wo immer ich auch aufwachen werde, ich warte auf dich.
06:56Alle und alles mit ein Mensch und Tier, allein oder gemeinsam, arm oder reich,
07:02egal welche Hautfarbe, Liebe ist für alle gleich.
07:06Doch die Liebe ist etwas, das man lernen muss.
07:09Nicht das Gefühl, das kommt meist von selbst, ob man will oder nicht, wo die Liebe hinfällt.
07:14Dafür muss man tief in sein eigenes Ich eintauchen, um zu fühlen, dass man selbst ein Mensch mit Gefühlen ist.
07:22Man muss sich selbst akzeptieren, wie man ist und sich selbst lieben.
07:26Nur diese Offenheit macht es möglich, die Liebe weiterzugeben.
07:30Und das Beste daran wieder ist, dass sich die Liebe in kurzer Zeit vervielfacht,
07:34wenn sie sich in die Herzen spielt.
07:49Bei Tag und bei Nacht, beschwingt und in Lasten.
07:55Und nun ist die Ernte eingefahren.
08:01Nur noch beieinander sitzen, einander zulächeln, einander zuhören, um sich gedulden.
08:30Ein Ehepaar, das als einziges in der Stadt zwei verkleideten Göttern Nachtquartier gegeben hat.
08:40Und zum Dank dafür haben die Götter gesagt, sie dürfen sich etwas wünschen.
08:47Und dieses Ehepaar war arm, aber sehr glücklich verheiratet.
08:52Und hat sich gewünscht, wenn einmal die Zeit gekommen ist, sie wollen miteinander sterben.
08:59Und wie die Zeit gekommen war, nach vielen Jahren, haben die Götter die beiden in zwei Bäume verwandelt.
09:11Philemon in eine Eiche und Bautes in eine Linde.
09:16Und die haben ihre Zweige einander zu geneigt.
09:22Er zeigt, so hübsche Leute, so eine schöne Vergangenheit, ich liebe solche Vergangenheiten.
09:28Und so eine süße Tochter.
09:30Er befummelt ein Bild, auf dem ich acht bin.
09:33Zahnlücken.
09:34Raus hier, schreie ich.
09:36Aber er bleibt stehen, als ich drohend näher komme und klinzt mich einfach an.
09:40Er hat türkisblaue Augen und dunkle Bartstoppen am Kinn.
09:43Ich fühle ein leichtes Flattern im Süden meines Körpers und denke unpassenderweise an das Bett, das er ohnehin schon zerbüht
09:51hat.
09:52Er tänzt vor mir durchs Zimmer und das Gefühl verlischt.
09:56Während er Gegenstände aus den Regalen nimmt, ruft er,
09:59Deine Eltern waren oft in den Bergen und ich sehe einige Gipf-Fotos.
10:03Oder hier, dieses tolle Souvenir aus Spanien und aus Paris.
10:07Oh la la.
10:18Ja, ich habe eine der Gewinnerinnen, es ist immer sehr schwer, wenn es lauter tolle Sachen sind, stellvertretend für die
10:25anderen.
10:26Was ist so das Besondere am Schreiben? Was kommt da so heraus?
10:32Eigentlich schreibe ich am liebsten mit anderen Leuten gemeinsam und wir tauschen Texte aus.
10:37Texte von anderen zu hören, Feedback zu geben und meine Texte vorzulesen und dafür Feedback zu bekommen, ist das Schönste
10:43am Schreiben eigentlich.
10:45Und schön ist auch auftreten und meine Texte anderen vorlesen.
10:49Jetzt zum Siegertext zu sagen, was war so der Auslöser dazu?
10:54Naja, meine Eltern starben 2016 und 2025 und ich musste die Wohnung ausräumen.
11:02Und das war furchtbar traurig und ich habe mir irgendwie jemanden gewünscht, der mir sagt, die Eltern haben gut gelebt.
11:08Und dann habe ich mir einen Gespenst vorgestellt, das mir das sagt.
11:11Und das war die Idee zum Text.
11:13Wunderbare Sache. So kann man es verarbeiten.
11:15Ja.
11:15Das war ein Gedicht oder eine Sage und aus der Sage ein Gedicht gemacht. Hab ich das richtig verstanden?
11:20Ja. Genau so war es. Ich habe mich da ein paar Mal versprochen und habe Gedicht statt Sage gesagt. Aber
11:28die Sage habe ich kennengelernt als 15-Jährige oder so im Lateinunterricht. Und habe sie nie wieder vergessen.
11:39Jetzt, es ist ja wunderbar, auch wie es ausgeht. Es ist etwas, was sich jeder nur wünschen würde.
11:44Ja, aber das Wünschen ist auch etwas Schönes im Leben.
11:51Haben Sie immer schon geschrieben oder hat sich das erst ergeben?
11:55Ja, ich schreibe jetzt seit 81 Jahren. Ich betreue eine Literaturvitrine hier und wir wechseln wöchentlich das Thema.
12:06Ja. Und vor kurzem war das Thema Liebe. Und zu diesem Anlass habe ich das Gedicht geschrieben aus meiner Lieblingssage
12:17und habe das auch schön verziert mit einem Bild dazu.
12:22Und das ist dann in diesem Schaufenster ausgestellt gewesen.
12:27Und wie ich gehört habe, dass das Thema vom Contest Liebe ist, habe ich gedacht, das passt da genau.
12:34Kann ich nur zustimmen, viel schöner kann man Liebe schon bald nicht mehr ausdrücken.
12:38Ja, ich habe Liebe schon sehr oft ausgedrückt. Schön, weniger schön. Ein ganzes Buch gemacht über die Natterliebe.
12:49Das ist ja ein Teil des Lebens.
12:51Ja. Und wenn man es 92 wird, da hat man eine Menge zu erinnern.
12:57Absolut.
12:58Ja, also ich kann nur vielen Menschen wünschen, dass sie so einander zugeneigt alt werden.
13:07Ich habe übrigens in einem anderen der Häuser zum Leben ein Ehepaar gekannt, das genau so gelebt hat und innerhalb
13:19von zwei Tagen dann weit über 90 gestorben ist.
13:23Ja.
13:26Ja.
13:28Ja.
13:28Ja.
13:29Ja.
13:30Ja.
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