00:00Der Markt fĂŒr elektrische Vans bekommt gerade frischen Schwung, denn mit dem neuen Mercedes VLE und dem VW ID-Bus
00:06treffen zwei völlig unterschiedliche Interpretationen moderner Familien- und Shuttle-Fahrzeuge aufeinander.
00:13Ich bin Carsten vom Automagazin TuningBlog und schaue mir an, wie sich der brandneue VLE gegen den bereits etablierteren ID
00:21-Bus schlÀgt und wo die wichtigsten Unterschiede liegen.
00:24Der VLE markiert fĂŒr die Marke mit dem Stern einen echten Neustart im Segment der elektrischen GroĂraumfahrzeuge.
00:32WĂ€hrend frĂŒhere Modelle wie der EQV technisch noch stark auf klassischen Nutzfahrzeugplattformen basierten, wurde der VLE erstmals auf der komplett
00:41neuen WAN-EA-Architektur entwickelt.
00:43Diese Plattform ist von Beginn an ausschlieĂlich fĂŒr Elektroantriebe gedacht und soll damit viele Kompromisse vermeiden, die bisher bei Elektro
00:52-Vans ĂŒblich waren.
00:54Genau hier setzt auch der gröĂte Unterschied zum ID-Bus an, der zwar ebenfalls als Elektrofahrzeug konzipiert wurde, aber stĂ€rker
01:01auf ein Lifestyle- und Designkonzept abzielt.
01:04Beim Thema Batterie zeigt sich sofort, dass Mercedes beim VLE besonders viel Wert auf Reichweite und Ladeleistung legt.
01:11In den Varianten VLE 300 und VLE 404 Matic arbeitet eine Batterie mit 115 kWh Nettoenergie.
01:20Damit soll laut Hersteller eine Reichweite von ĂŒber 700 Kilometern nach WLTP möglich sein.
01:28ErgÀnzt wird das Angebot durch den VLE 250 mit einer kleineren Batterie von etwa 80 kWh, der vor allem preislich
01:36attraktiver sein soll.
01:38Besonders beeindruckend ist die 800 Volt Technik des VLE, die Ladeleistungen von bis zu 320 kW erlaubt.
01:46Mercedes spricht davon, in rund 15 Minuten Strom fĂŒr etwa 320 km nachladen zu können.
01:54Der ID-Bus ist technisch etwas konservativer aufgestellt.
01:58Das Modell basiert auf dem modularen Elektro-Baukasten von Volkswagen, der auch bei Fahrzeugen wie ED3 oder ED4 eingesetzt wird.
02:07In der kurzen Version stehen Batterien mit 59 oder 79 kWh zur VerfĂŒgung.
02:13Die lÀngere Variante des ID-Bus nutzt einen Akku mit 86 kWh.
02:19Je nach Motorisierung und FahrzeuglÀnge liegt die maximale Reichweite bei rund 487 km nach WLTP.
02:26Damit bleibt der Volkswagen deutlich hinter den theoretischen Reichweitenwerten des Mercedes VLE zurĂŒck,
02:33was unter anderem an der weniger effizienten Aerodynamik und dem hohen Fahrzeuggewicht liegt.
02:39Auch bei den Antrieben unterscheiden sich die beiden Vans spĂŒrbar.
02:44Der VLE 300 kommt mit Frontantrieb und einer Leistung von 200 kW auf den Markt.
02:50DarĂŒber positioniert sich der VLE 404 Matic mit Allradantrieb und 305 kW Leistung.
02:58Die stÀrkere Version beschleunigt in etwa 6,5 Sekunden von 0 auf 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180.
03:07Beim ID-Bus reicht das Leistungsspektrum von 125 kW in den Einstiegsvarianten bis zu 250 kW im sportlichen GTX-Modell
03:17mit Allradantrieb.
03:19Im Alltag zeigt sich der Bus eher komfortorientiert als sportlich, was aber durchaus zum Charakter eines Familienvans passt.
03:28GröĂenmĂ€Ăig liegen beide Fahrzeuge ebenfalls in unterschiedlichen Klassen.
03:32Der Mercedes VLE misst rund 5,3 Meter in der LĂ€nge und bietet damit deutlich mehr Platz als der ID
03:39-Bus mit etwa 4,7 Metern in der Standardversion oder rund 5 Metern in der Langversion.
03:44Das spĂŒrt man vor allem im Innenraum, denn Mercedes setzt stark auf maximale VariabilitĂ€t.
03:51Der VLE kann mit 6, 7 oder 8 Sitzen konfiguriert werden, wobei sich viele Sitze einzeln verschieben oder sogar komplett
03:59herausnehmen lassen.
04:01Optional gibt es luxuriöse Einzelsitze mit Massagefunktion, Badenauflage und umfangreichen Verstellmöglichkeiten.
04:07Sogar ein groĂer 8K-Bildschirm im Fond ist möglich, wodurch der Van fast zur rollenden Lounge wird.
04:14Der ID-Bus verfolgt hingegen einen etwas anderen Ansatz.
04:18Sein Innenraum wirkt moderner und verspielter mit vielen kleinen Designideen und einer deutlich retro-inspirierten AtmosphÀre.
04:26Das Cockpit Àhnelt den anderen ID-Modellen von Volkswagen mit einem kompakten Fahrerdisplay und einem zentralen Infotainment-Bildschirm mit 12
04:35,9 Zoll.
04:36Die zweite Sitzreihe lÀsst sich verschieben, wÀhrend die dritte Reihe bei Bedarf ausgebaut werden kann.
04:43Allerdings sind die Sitze insgesamt weniger flexibel als im Mercedes.
04:48Beim Ladevolumen zeigt sich der praktische Charakter beider Fahrzeuge.
04:52Im VLE stehen selbst mit drei Sitzreihen noch rund 795 Liter Stauraum zur VerfĂŒgung.
04:59Werden die Sitze entfernt, wĂ€chst das maximale Ladevolumen auf ĂŒber 4000 Liter.
05:05Der ID-Bus bietet je nach Konfiguration bis zu etwa 2460 Liter Stauraum,
05:11was fĂŒr einen Familienvan zwar ordentlich ist, aber nicht ganz an das Niveau des gröĂeren Mercedes heranreicht.
05:17Auch beim Design verfolgen beide Hersteller unterschiedliche Philosophien.
05:22Der VW ID-Bus lebt stark von seinem Retro-Look, der an den klassischen VW Bulli erinnert.
05:28Zweifarbige Lackierungen, ein groĂes Markenlogo an der Front und die fast quadratische Karosserie sorgen fĂŒr einen hohen Wiedererkennungswert.
05:36Der Mercedes VLE wirkt dagegen deutlich moderner und eleganter.
05:41Ein besonders niedriger Luftwiderstandsbeiwert von etwa 0,25 zeigt, wie stark hier auf Effizienz geachtet wurde.
05:49Preislich bewegen sich beide Fahrzeuge ebenfalls auf unterschiedlichem Niveau.
05:54Der Mercedes VLE startet voraussichtlich bei rund 79.000 Euro und kann je nach Ausstattung deutlich ĂŒber 100.000 Euro
06:02kosten.
06:03Der VW ID-Bus beginnt je nach Variante bei etwa 50.000 Euro und bleibt damit spĂŒrbar gĂŒnstiger.
06:11Unterm Strich richtet sich der ID-Bus stÀrker an KÀufer, die ein stylisches Elektrofahrzeug mit viel Charakter suchen,
06:18wÀhrend der VLE eher als luxuriöser und technologisch besonders fortschrittlicher Reisevan positioniert ist.
06:25Beide Modelle zeigen jedoch deutlich, dass elektrische Vans inzwischen weit mehr sein können als nur praktische Transportmittel.
06:33Wer das alles noch einmal in Ruhe nachlesen möchte, der findet den Link in der Videobeschreibung.
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