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  • il y a 2 jours
In dieser fünften Vorlesung der Reihe „Einführung in die Ethik“ beschäftigen wir uns mit einem zentralen Gedanken der Philosophie Baruch Spinozas: Denken und Ausdehnung.
Wir analysieren, wie Spinoza Geist und Körper nicht als getrennte Substanzen versteht, sondern als zwei Attribute ein und derselben Substanz.
Die Vorlesung bietet eine klare und systematische Einführung in diesen grundlegenden Aspekt der Ethik und richtet sich an Studierende, Philosophie-Interessierte und alle, die Spinozas Denken besser verstehen möchten.

Catégorie

📚
Éducation
Transcription
00:00Bonjour et bienvenue !
00:02Nous avons ici cette analyse pour nous,
00:04qui nous a envoyé une question de la question.
00:09Comment un philosophe dans le 17ème siècle,
00:13Baruch de Spinoza,
00:15sans notre instrument,
00:17une théorie des Bewusstseins,
00:19qui a semblé,
00:21comme si il y avait un livre de l'Euroscience
00:23du 21ème siècle.
00:25C'est ce qu'on voulait aujourd'hui,
00:27ce qu'on voulait aujourd'hui.
00:29Nous avons donc décidé de savoir,
00:31qu'on voulait savoir,
00:33qu'on voulait savoir,
00:35c'est ce qu'on voulait,
00:37c'est une idée de la logique,
00:39qui est donc à la logique,
00:41que la science est plus tard,
00:43que la science est plus tard,
00:45en plus, on va nous en faire.
00:47Nous allons commencer par la base,
00:49à la idée de Spinoza,
00:51c'est la idée de la vie.
00:53Il y a la toute traditionnelle
00:55de Dieu et la monde.
00:57C'est ce qu'on voulait dire,
00:59c'est ce qu'on voulait dire,
01:01c'est ce qu'on voulait dire.
01:03C'est ce qu'on voulait dire,
01:05c'est ce qu'on voulait dire.
01:07C'est ce qu'on voulait dire,
01:09C'est ce qu'on voulait dire,
01:11c'est ce qu'on voulait dire.
01:13.
01:19Et cette une substance, ce grand «Alles » a deux éléments que nous connaissons.
01:30Denken et Ausdehnung.
01:32C'est un peu abstrait.
01:35Mais comment ça veut-on?
01:37Oui, on peut essayer de l'essayer, de l'essayer.
01:40Donne-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en.
01:49Okay, die Hardware. Verstehe. Und das Denken wäre dann?
02:00Die andere Seite derselben Medaille.
02:02Es ist nicht das persönliche Denken, wie wir es kennen.
02:06Es ist die unendliche Gesamtheit aller Gesetze, aller Strukturen, der Logik, die in dieser Hardware abläuft.
02:13Die Ordnung der Natur, die Kausalität.
02:16Sagen wir, es ist die Software des Universums.
02:19Das bedeutet aber auch, und das ist ein Gedanke, der glaube ich vielen erstmal widerspricht,
02:24wir Menschen sind in diesem System nichts Besonderes. Keine Krone der Schöpfung.
02:28Überhaupt nicht. Wir sind das, was Spinoza einen Modus nennt.
02:33Also eine von unendlich vielen spezifischen Ausprägungen dieser einen Substanz.
02:37Ein Mensch ist ein Modus, genauso wie ein Baum, ein Stern, ein Regentropfen.
02:42Wir sind komplexer, ja, aber nicht prinzipiell anders oder wichtiger.
02:47Okay, und dieser Gedanke, der führt uns ja direkt zu einem der größten Rätsel der Philosophiegeschichte.
02:52Das Leib-Seele-Problem.
02:55Wie hängen unser Geist und unser Körper zusammen?
02:58Exakt. Und um zu verstehen, wie der Evolutionär Spinozas Antwort ist, müssen wir kurz auf seinen Zeitgenossen schauen.
03:04René Descartes. Dessen Idee hat unser Denken ja bis heute geprägt.
03:08Ah, Descartes. Das war der mit Ich-denke-also-bin-ich. Richtig? Der große Dualist.
03:15Genau. Für Descartes bestand die Welt aus zwei fundamental verschiedenen Substanzen.
03:20Auf der einen Seite der rein denkende, immaterielle Keist, die Res Cogitans,
03:24und auf der anderen Seite der rein materielle, ausgedehnte Körper, die Res Extensa.
03:30Also zwei komplett getrennte Welten.
03:32Aber das schafft doch ein riesiges Problem. Das ist ja auch das, was die Philosophie seit Jahrhunderten umtreibt.
03:38Wie genau soll denn ein körperloser, geisterhafter Verstand einen physischen Arm bewegen?
03:44Wie kann ein Gedanke einen Muskel zucken lassen? Das konnte ja niemand erklären.
03:49Das ist der springende Punkt. Man nennt es das Interaktionsproblem.
03:52Und Spinoza umgeht dieses Problem, indem er sagt, die Frage ist falsch gestellt.
03:59Es sind gar keine zwei verschiedenen Dinge, die irgendwie interagieren müssen.
04:02Sondern?
04:03Sie sind ein und dasselbe.
04:05Geist und Körper sind für Spinoza nur zwei verschiedene Perspektiven auf die exakt selbe Sache.
04:11Der Geist ist die Idee des Körpers.
04:13Der Körper ist die materielle Manifestation des Geistes.
04:16Da gibt es keine Kausalität. Sie passieren absolut gleichzeitig, weil sie identisch sind.
04:22In Ihrer Analyse war ja diese Analogie mit dem Kreis. Die fand ich super, um das zu verstehen.
04:27Ja, die ist perfekt.
04:29Die abstrakte mathematische Definition eines Kreises, also die Formel, und ein physisch gezeichneter Kreis sind untrennbar.
04:38Das eine ist die gedachte Seite, das andere die ausgedehnte materielle Seite.
04:43Aber beides ist einfach nur Kreis.
04:46Man kann nicht fragen, ob die Formel den gezeichneten Kreis verursacht.
04:50Sie sind zwei Aspekte derselben Realität.
04:53Übertragen auf uns heißt das also, mein Gefühl von Hunger ist nicht etwas, das mein Körper dazu bringt, nach Essen zu suchen.
05:00Sondern der physiologische Zustand meines Körpers, also niedriger Blutzucker und so weiter, ist das Gefühl von Hunger, nur eben von innen betrachtet.
05:08Genau das ist es. Und das gilt für alles.
05:11Eine Emotion wie Freude ist für ihn nicht nur ein vages Gefühl.
05:16Es ist der geistige Ausdruck einer ganz konkreten, messbaren körperlichen Veränderung.
05:22Nämlich der Übergang des Körpers in einen Zustand größerer Leistungsfähigkeit.
05:27Jedes Gefühl ist untrennbar Biologie.
05:30Moment, da muss ich einhaken. Das ist eine wirklich radikale Idee.
05:36Wenn alles aus derselben Substanz besteht, die immer Denken und Ausdehnung hat, warum denkt ein Stein dann nicht?
05:44Oder tut er es doch und wir merken es nur nicht?
05:47Eine absolut berechtige Frage. Und Spinozas Antwort darauf ist der Punkt, an dem er der modernen Wissenschaft so unheimlich nahe kommt.
05:56Er sagt nicht, dass ein Stein denkt wie ein Mensch. Er sagt, die Komplexität des Denkens eines Dings ist exakt proportional zur Komplexität seiner physischen Ausdehnung.
06:04Das heißt, eine einfache physische Struktur hat auch nur eine ganz einfache geistige Seite.
06:11Und eine hochkomplexe Struktur wie unser Gehirn hat eben eine entsprechend komplexe geistige Seite, die wir dann Bewusstsein nennen.
06:18Exakt. Im IWA-Quelle wird diese Hierarchie ja schön dargestellt.
06:22Ein Stein hat eine extrem simple materielle Organisation. Seine Idee ist daher auch extrem simpel.
06:29Eine Pflanze ist materiell schon weitaus komplexer. Ihr Geist ist es dementsprechend auch.
06:34Ein Tier mit einem Nervensystem steht noch eine Stufe höher.
06:38Und der Mensch ist dann einfach die vorläufige Spitze dieser Entwicklung, weil unser Körper und vor allem unser Gehirn eine unfassbare physische Komplexität aufweisen.
06:47Genau. Unsere Intelligenz ist für Spinoza also keine mysteriöse Seele oder ein göttlicher Funke.
06:53Sie ist die logische und natürliche Konsequenz unserer biologischen Komplexität.
06:58Es ist eine Fähigkeit, die aus unserer materiellen Verfasstheit erwächst, so wie das Fliegen aus der materiellen Verfasstheit eines Vogels erwächst.
07:06Okay, das ist Spinozas Theorie. Alles eine Frage der körperlichen Komplexität.
07:11Das klingt in sich logisch, aber die entscheidende Frage ist doch, ist das nur eine brillante, philosophische Spinnerei?
07:19Oder hält diese über 300 Jahre alte Idee einem modernen, wissenschaftlichen Faktenstand?
07:25Und genau hier wird es spektakulär. Die Analyse, die Sie uns geschickt haben, stellt ja genau diesen Vergleich an.
07:31Die moderne Hirnforschung versucht ja, genau diese Frage zu beantworten. Was ist die materielle Grundlage für Intelligenz?
07:38Und sie kommt im Grunde auf zwei Schlüsselfaktoren.
07:40Der erste, so steht es hier, ist das Verhältnis von Gehirngröße zu Körpermasse.
07:45Richtig. Es ist nicht die absolute Größe. Wäre das so, wäre ein Elefant, dessen Gehirn um die 10 Kilo wiegt, viel klüger als wir.
07:54Entscheidend ist die Proportion. Der Mensch hat eines der größten Gehirne im Verhältnis zum Körpergewicht.
08:00Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
08:01Denn der zweite Faktor ist noch wichtiger und der passt wie die Faust aufs Auge zu Spinosas Idee.
08:08Es ist die interne Struktur. Die innere Verschaltung des Gehirns.
08:13Das ist der entscheidende Punkt. Die eigentliche geistige Leistungsfähigkeit hängt von der Ansage der neuronalen Verbindungen ab, der Synapsen.
08:21Und hier werden die Zahlen, wie ihre Quelle eindrücklich beschreibt, absolut astronomisch.
08:26Das menschliche Gehirn hat um die 100 Milliarden Nervenzellen.
08:28Und jede dieser Zellen kann mit tausenden anderen verbunden sein.
08:32Die Analyse erwähnt zum Vergleich ein Wahlgehirn. Das ist physisch viel größer, hat sogar mehr Neuronen, etwa 200 Milliarden.
08:41Aber trotzdem scheint unsere Intelligenz komplexer zu sein.
08:45Genau, weil es auf die Dichte und die Komplexität der Verschaltungen ankommt.
08:49Und da ist die Architektur des menschlichen Gehirns außergewöhnlich.
08:52Und dann kommt dieses fantastische Bild aus ihrer Quelle.
08:55Ja, das hat mich umgehauen. Da steht, wenn man all diese neuronalen Verbindungen, diese Synapsen, in einem einzigen menschlichen Gehirn aneinanderreihen würde.
09:04Ergebe das einen Faden, der zwölfmal zum Mond und wieder zurückreichen würde.
09:09Wahnsinn. Zwölfmal zum Mond und zurück. Das ist ja völlig so real.
09:14Ich versuche mir das gerade bildlich vorzustellen und scheitere kläglich.
09:18Allein dieser Gedanke verändert doch, wie man über das eigene Gehirn nachdenkt.
09:23Das ist ein ganzes Universum im Kopf.
09:26Und genau das ist Spinozas Punkt. 300 Jahre bevor irgendjemand eine Synapse unter dem Mikroskop sehen konnte.
09:32Er hat philosophisch postuliert, was die Wissenschaft heute empirisch belegt.
09:36Eine unfassbar hochentwickelte, komplex verschaltete materielle Struktur ist die notwendige Grundlage für das, was wir komplexes Denken nennen.
09:44Er hat quasi die Hardware-Anforderungen für die Software des Geistes formuliert.
09:49Was bedeutet das also alles?
09:50Wenn wir das für Sie zusammenfassen, was ist die große Erkenntnis aus diesem Vergleich?
09:55Es bedeutet, dass Spinoza eine radikal einheitliche, man würde sagen monistische Weltsicht entworfen hat.
10:02Es gibt nur eine Substanz. Alles ist Natur.
10:05Und diese Natur zeigt sich uns in zwei Aspekten.
10:09Als Materie, also Ausdehnung, und als Geist, also Denken.
10:12Das steht im fundamentalen Gegensatz zu den dualistischen Vorstellungen, sei es bei Descartes oder in vielen Religionen,
10:20die ja von einer unsterblichen Seele getrennt vom Körper ausgehen.
10:23Diese Trennung hat unser westliches Denken ja tausende von Jahren dominiert.
10:27Die Idee, der Körper sei irgendwie minderwertig, ein Gefängnis für die Seele.
10:32Spinoza sagt...
10:33Das ist Unsinn.
10:34Der entscheidende Punkt, den Sie aus Ihrer Analyse mitnehmen können, ist wirklich radikal.
10:38Spinoza sagt, Sie sind Ihr Körper. Sie haben keinen Körper. Sie sind einer.
10:45Jede einzelne Ihrer Ideen, jedes Gefühl ist nichts anderes als die Innenseite Ihrer Biologie.
10:52Das war im 17. Jahrhundert eine unvorstellbar ketzerische Idee.
10:56Und heute ist es die Arbeitsgrundlage der modernen Hirnforschung.
11:00Sie sind kein Geist, der in einem Körper wohnt. Sie sind ein denkender Körper.
11:04Und das hinterlässt uns mit einem provokanten Gedanken für Sie, der direkt aus dieser ganzen Analyse erwächst.
11:10Spinoza sah Intelligenz als eine natürliche Eigenschaft, die aus materieller Komplexität entsteht.
11:16Wenn wir diesen Gedanken jetzt konsequent weiterdenken und auf die heutige Entwicklung der künstlichen Intelligenz blicken...
11:22Und dann stellt sich eine unausweichliche Frage.
11:26Was passiert, wenn wir eine Maschine bauen, deren materielle Komplexität, also die Anzahl und die Dichte der Verschaltungen, die des menschlichen Gehirns erreicht?
11:35Oder sogar übersteigt?
11:38Erschaffen wir dann, nach Spinozas eiskalter Logik, zwangsläufig auch ein Bewusstsein, das unserer ebenbürtig ist?
11:46Oder es sogar übertrifft?
11:48Ist Bewusstsein am Ende nur eine Frage der richtigen Verschaltung?
11:51Ein Gedanke, der faszinierend und beängstigend zugleich ist.
11:55Vielen Dank, dass Sie sich mit uns auf diese gedankliche Reise begeben haben.
11:59Bis zum nächsten Mal.
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