00:00Bonjour et bienvenue !
00:02Nous avons ici cette analyse pour nous,
00:04qui nous a envoyé une question de la question.
00:09Comment un philosophe dans le 17ème siècle,
00:13Baruch de Spinoza,
00:15sans notre instrument,
00:17une théorie des Bewusstseins,
00:19qui a semblé,
00:21comme si il y avait un livre de l'Euroscience
00:23du 21ème siècle.
00:25C'est ce qu'on voulait aujourd'hui,
00:27ce qu'on voulait aujourd'hui.
00:29Nous avons donc décidé de savoir,
00:31qu'on voulait savoir,
00:33qu'on voulait savoir,
00:35c'est ce qu'on voulait,
00:37c'est une idée de la logique,
00:39qui est donc à la logique,
00:41que la science est plus tard,
00:43que la science est plus tard,
00:45en plus, on va nous en faire.
00:47Nous allons commencer par la base,
00:49à la idée de Spinoza,
00:51c'est la idée de la vie.
00:53Il y a la toute traditionnelle
00:55de Dieu et la monde.
00:57C'est ce qu'on voulait dire,
00:59c'est ce qu'on voulait dire,
01:01c'est ce qu'on voulait dire.
01:03C'est ce qu'on voulait dire,
01:05c'est ce qu'on voulait dire.
01:07C'est ce qu'on voulait dire,
01:09C'est ce qu'on voulait dire,
01:11c'est ce qu'on voulait dire.
01:13.
01:19Et cette une substance, ce grand «Alles » a deux éléments que nous connaissons.
01:30Denken et Ausdehnung.
01:32C'est un peu abstrait.
01:35Mais comment ça veut-on?
01:37Oui, on peut essayer de l'essayer, de l'essayer.
01:40Donne-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en-en.
01:49Okay, die Hardware. Verstehe. Und das Denken wäre dann?
02:00Die andere Seite derselben Medaille.
02:02Es ist nicht das persönliche Denken, wie wir es kennen.
02:06Es ist die unendliche Gesamtheit aller Gesetze, aller Strukturen, der Logik, die in dieser Hardware abläuft.
02:13Die Ordnung der Natur, die Kausalität.
02:16Sagen wir, es ist die Software des Universums.
02:19Das bedeutet aber auch, und das ist ein Gedanke, der glaube ich vielen erstmal widerspricht,
02:24wir Menschen sind in diesem System nichts Besonderes. Keine Krone der Schöpfung.
02:28Überhaupt nicht. Wir sind das, was Spinoza einen Modus nennt.
02:33Also eine von unendlich vielen spezifischen Ausprägungen dieser einen Substanz.
02:37Ein Mensch ist ein Modus, genauso wie ein Baum, ein Stern, ein Regentropfen.
02:42Wir sind komplexer, ja, aber nicht prinzipiell anders oder wichtiger.
02:47Okay, und dieser Gedanke, der führt uns ja direkt zu einem der größten Rätsel der Philosophiegeschichte.
02:52Das Leib-Seele-Problem.
02:55Wie hängen unser Geist und unser Körper zusammen?
02:58Exakt. Und um zu verstehen, wie der Evolutionär Spinozas Antwort ist, müssen wir kurz auf seinen Zeitgenossen schauen.
03:04René Descartes. Dessen Idee hat unser Denken ja bis heute geprägt.
03:08Ah, Descartes. Das war der mit Ich-denke-also-bin-ich. Richtig? Der große Dualist.
03:15Genau. Für Descartes bestand die Welt aus zwei fundamental verschiedenen Substanzen.
03:20Auf der einen Seite der rein denkende, immaterielle Keist, die Res Cogitans,
03:24und auf der anderen Seite der rein materielle, ausgedehnte Körper, die Res Extensa.
03:30Also zwei komplett getrennte Welten.
03:32Aber das schafft doch ein riesiges Problem. Das ist ja auch das, was die Philosophie seit Jahrhunderten umtreibt.
03:38Wie genau soll denn ein körperloser, geisterhafter Verstand einen physischen Arm bewegen?
03:44Wie kann ein Gedanke einen Muskel zucken lassen? Das konnte ja niemand erklären.
03:49Das ist der springende Punkt. Man nennt es das Interaktionsproblem.
03:52Und Spinoza umgeht dieses Problem, indem er sagt, die Frage ist falsch gestellt.
03:59Es sind gar keine zwei verschiedenen Dinge, die irgendwie interagieren müssen.
04:02Sondern?
04:03Sie sind ein und dasselbe.
04:05Geist und Körper sind für Spinoza nur zwei verschiedene Perspektiven auf die exakt selbe Sache.
04:11Der Geist ist die Idee des Körpers.
04:13Der Körper ist die materielle Manifestation des Geistes.
04:16Da gibt es keine Kausalität. Sie passieren absolut gleichzeitig, weil sie identisch sind.
04:22In Ihrer Analyse war ja diese Analogie mit dem Kreis. Die fand ich super, um das zu verstehen.
04:27Ja, die ist perfekt.
04:29Die abstrakte mathematische Definition eines Kreises, also die Formel, und ein physisch gezeichneter Kreis sind untrennbar.
04:38Das eine ist die gedachte Seite, das andere die ausgedehnte materielle Seite.
04:43Aber beides ist einfach nur Kreis.
04:46Man kann nicht fragen, ob die Formel den gezeichneten Kreis verursacht.
04:50Sie sind zwei Aspekte derselben Realität.
04:53Übertragen auf uns heißt das also, mein Gefühl von Hunger ist nicht etwas, das mein Körper dazu bringt, nach Essen zu suchen.
05:00Sondern der physiologische Zustand meines Körpers, also niedriger Blutzucker und so weiter, ist das Gefühl von Hunger, nur eben von innen betrachtet.
05:08Genau das ist es. Und das gilt für alles.
05:11Eine Emotion wie Freude ist für ihn nicht nur ein vages Gefühl.
05:16Es ist der geistige Ausdruck einer ganz konkreten, messbaren körperlichen Veränderung.
05:22Nämlich der Übergang des Körpers in einen Zustand größerer Leistungsfähigkeit.
05:27Jedes Gefühl ist untrennbar Biologie.
05:30Moment, da muss ich einhaken. Das ist eine wirklich radikale Idee.
05:36Wenn alles aus derselben Substanz besteht, die immer Denken und Ausdehnung hat, warum denkt ein Stein dann nicht?
05:44Oder tut er es doch und wir merken es nur nicht?
05:47Eine absolut berechtige Frage. Und Spinozas Antwort darauf ist der Punkt, an dem er der modernen Wissenschaft so unheimlich nahe kommt.
05:56Er sagt nicht, dass ein Stein denkt wie ein Mensch. Er sagt, die Komplexität des Denkens eines Dings ist exakt proportional zur Komplexität seiner physischen Ausdehnung.
06:04Das heißt, eine einfache physische Struktur hat auch nur eine ganz einfache geistige Seite.
06:11Und eine hochkomplexe Struktur wie unser Gehirn hat eben eine entsprechend komplexe geistige Seite, die wir dann Bewusstsein nennen.
06:18Exakt. Im IWA-Quelle wird diese Hierarchie ja schön dargestellt.
06:22Ein Stein hat eine extrem simple materielle Organisation. Seine Idee ist daher auch extrem simpel.
06:29Eine Pflanze ist materiell schon weitaus komplexer. Ihr Geist ist es dementsprechend auch.
06:34Ein Tier mit einem Nervensystem steht noch eine Stufe höher.
06:38Und der Mensch ist dann einfach die vorläufige Spitze dieser Entwicklung, weil unser Körper und vor allem unser Gehirn eine unfassbare physische Komplexität aufweisen.
06:47Genau. Unsere Intelligenz ist für Spinoza also keine mysteriöse Seele oder ein göttlicher Funke.
06:53Sie ist die logische und natürliche Konsequenz unserer biologischen Komplexität.
06:58Es ist eine Fähigkeit, die aus unserer materiellen Verfasstheit erwächst, so wie das Fliegen aus der materiellen Verfasstheit eines Vogels erwächst.
07:06Okay, das ist Spinozas Theorie. Alles eine Frage der körperlichen Komplexität.
07:11Das klingt in sich logisch, aber die entscheidende Frage ist doch, ist das nur eine brillante, philosophische Spinnerei?
07:19Oder hält diese über 300 Jahre alte Idee einem modernen, wissenschaftlichen Faktenstand?
07:25Und genau hier wird es spektakulär. Die Analyse, die Sie uns geschickt haben, stellt ja genau diesen Vergleich an.
07:31Die moderne Hirnforschung versucht ja, genau diese Frage zu beantworten. Was ist die materielle Grundlage für Intelligenz?
07:38Und sie kommt im Grunde auf zwei Schlüsselfaktoren.
07:40Der erste, so steht es hier, ist das Verhältnis von Gehirngröße zu Körpermasse.
07:45Richtig. Es ist nicht die absolute Größe. Wäre das so, wäre ein Elefant, dessen Gehirn um die 10 Kilo wiegt, viel klüger als wir.
07:54Entscheidend ist die Proportion. Der Mensch hat eines der größten Gehirne im Verhältnis zum Körpergewicht.
08:00Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
08:01Denn der zweite Faktor ist noch wichtiger und der passt wie die Faust aufs Auge zu Spinosas Idee.
08:08Es ist die interne Struktur. Die innere Verschaltung des Gehirns.
08:13Das ist der entscheidende Punkt. Die eigentliche geistige Leistungsfähigkeit hängt von der Ansage der neuronalen Verbindungen ab, der Synapsen.
08:21Und hier werden die Zahlen, wie ihre Quelle eindrücklich beschreibt, absolut astronomisch.
08:26Das menschliche Gehirn hat um die 100 Milliarden Nervenzellen.
08:28Und jede dieser Zellen kann mit tausenden anderen verbunden sein.
08:32Die Analyse erwähnt zum Vergleich ein Wahlgehirn. Das ist physisch viel größer, hat sogar mehr Neuronen, etwa 200 Milliarden.
08:41Aber trotzdem scheint unsere Intelligenz komplexer zu sein.
08:45Genau, weil es auf die Dichte und die Komplexität der Verschaltungen ankommt.
08:49Und da ist die Architektur des menschlichen Gehirns außergewöhnlich.
08:52Und dann kommt dieses fantastische Bild aus ihrer Quelle.
08:55Ja, das hat mich umgehauen. Da steht, wenn man all diese neuronalen Verbindungen, diese Synapsen, in einem einzigen menschlichen Gehirn aneinanderreihen würde.
09:04Ergebe das einen Faden, der zwölfmal zum Mond und wieder zurückreichen würde.
09:09Wahnsinn. Zwölfmal zum Mond und zurück. Das ist ja völlig so real.
09:14Ich versuche mir das gerade bildlich vorzustellen und scheitere kläglich.
09:18Allein dieser Gedanke verändert doch, wie man über das eigene Gehirn nachdenkt.
09:23Das ist ein ganzes Universum im Kopf.
09:26Und genau das ist Spinozas Punkt. 300 Jahre bevor irgendjemand eine Synapse unter dem Mikroskop sehen konnte.
09:32Er hat philosophisch postuliert, was die Wissenschaft heute empirisch belegt.
09:36Eine unfassbar hochentwickelte, komplex verschaltete materielle Struktur ist die notwendige Grundlage für das, was wir komplexes Denken nennen.
09:44Er hat quasi die Hardware-Anforderungen für die Software des Geistes formuliert.
09:49Was bedeutet das also alles?
09:50Wenn wir das für Sie zusammenfassen, was ist die große Erkenntnis aus diesem Vergleich?
09:55Es bedeutet, dass Spinoza eine radikal einheitliche, man würde sagen monistische Weltsicht entworfen hat.
10:02Es gibt nur eine Substanz. Alles ist Natur.
10:05Und diese Natur zeigt sich uns in zwei Aspekten.
10:09Als Materie, also Ausdehnung, und als Geist, also Denken.
10:12Das steht im fundamentalen Gegensatz zu den dualistischen Vorstellungen, sei es bei Descartes oder in vielen Religionen,
10:20die ja von einer unsterblichen Seele getrennt vom Körper ausgehen.
10:23Diese Trennung hat unser westliches Denken ja tausende von Jahren dominiert.
10:27Die Idee, der Körper sei irgendwie minderwertig, ein Gefängnis für die Seele.
10:32Spinoza sagt...
10:33Das ist Unsinn.
10:34Der entscheidende Punkt, den Sie aus Ihrer Analyse mitnehmen können, ist wirklich radikal.
10:38Spinoza sagt, Sie sind Ihr Körper. Sie haben keinen Körper. Sie sind einer.
10:45Jede einzelne Ihrer Ideen, jedes Gefühl ist nichts anderes als die Innenseite Ihrer Biologie.
10:52Das war im 17. Jahrhundert eine unvorstellbar ketzerische Idee.
10:56Und heute ist es die Arbeitsgrundlage der modernen Hirnforschung.
11:00Sie sind kein Geist, der in einem Körper wohnt. Sie sind ein denkender Körper.
11:04Und das hinterlässt uns mit einem provokanten Gedanken für Sie, der direkt aus dieser ganzen Analyse erwächst.
11:10Spinoza sah Intelligenz als eine natürliche Eigenschaft, die aus materieller Komplexität entsteht.
11:16Wenn wir diesen Gedanken jetzt konsequent weiterdenken und auf die heutige Entwicklung der künstlichen Intelligenz blicken...
11:22Und dann stellt sich eine unausweichliche Frage.
11:26Was passiert, wenn wir eine Maschine bauen, deren materielle Komplexität, also die Anzahl und die Dichte der Verschaltungen, die des menschlichen Gehirns erreicht?
11:35Oder sogar übersteigt?
11:38Erschaffen wir dann, nach Spinozas eiskalter Logik, zwangsläufig auch ein Bewusstsein, das unserer ebenbürtig ist?
11:46Oder es sogar übertrifft?
11:48Ist Bewusstsein am Ende nur eine Frage der richtigen Verschaltung?
11:51Ein Gedanke, der faszinierend und beängstigend zugleich ist.
11:55Vielen Dank, dass Sie sich mit uns auf diese gedankliche Reise begeben haben.
11:59Bis zum nächsten Mal.
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