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  • vor 5 Wochen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Help, I need somebody.
00:02Help, not just anybody.
00:05Help, you know I need someone.
00:07Help, help me if you can.
00:12I'm feeling down.
00:14And I do appreciate you being around.
00:20Won't you please, please help me, help me, help me?
00:30Und Alexander, heute vom Kongress?
00:36Mhm. Direkt vom Flughafen in die Klinik.
00:39Und? Freust du dich?
00:42Ja. Ich hab ihn schon ein bisschen vermisst.
00:46Du musst dir keine Gedanken machen. Es ist alles okay.
00:50Du machst dir Gedanken.
00:53Ich krieg einfach diesen bescheuerten Arm mit seinen Freunden nicht aus dem Kopf.
00:57Versuch doch einfach, den zu vergessen.
00:58Ich hätte doch auch schöne Abende, oder nicht?
01:02Schon.
01:04Siehst du?
01:06Dann baut ihr jetzt einfach darauf auf.
01:08Und über den Rest stehst du drüber.
01:09Ja.
01:28Emily, guten Morgen.
01:32Na, hast du gut geschlafen?
01:33Guten Morgen.
01:35Ich hoffe, du hast Hunger.
01:37Ich hab nämlich ein Deluxe-Frühstück gemacht.
01:39Setz dich doch.
01:41Setz dich.
01:43Es gibt nämlich unter anderem Pancakes mit Ahornsirup.
01:48Du kannst natürlich auch andere Sachen draufmachen, wie zum Beispiel diese Beeren oder Bacon.
01:52Ich weiß, es ist jetzt nicht das gesündeste Frühstück, aber hey, das muss ja wohl nicht immer gesund sein.
01:57Hier.
01:57Außerdem machen wir am Ende noch Beere oben drauf.
02:00Und schon stimmt das wieder mit der Vitamin-Balanz.
02:02Du wirst es lieben.
02:03Also, ich lieb's jedenfalls.
02:08Entschuldige, du magst bestimmt Kaffee.
02:13Stimmt was nicht.
02:22Emily?
02:23Morgen.
02:30Morgen.
02:31Morgen, Herr Schwester Hanna.
02:32Ich warte immer noch auf die Liste der abgelaufenen Medikamente.
02:35Ja, ist so gut wie fertig.
02:38Hab ich gesehen.
02:41Morgen.
02:42Morgen.
02:43Frau Peters, was machen Sie denn hier?
02:45Ist schon wieder was kaputt?
02:46Ich wollte nur schnell meine Rechnung abgeben.
02:48Ach so, ja, dann kommen Sie am besten gleich mit in mein Büro.
02:50Dann machen wir eine Barauszahlung draus.
02:51Ihr könnt sich gleich mal meinen Schreibtisch anschauen.
02:53Das ist gleich mit einer Schublade.
02:56Ist schön, euch zusammen zu sehen.
02:58Ja, ist ein bisschen ungewohnt, aber schön.
03:01Richtig schön.
03:01Du wirst verliebt, ne?
03:06Morgen.
03:07Komm.
03:08Robert Martin ist 45, hatte einen Arbeitsunfall.
03:11Die Teilwerte sind stabil.
03:12Welche Bahn?
03:13Eins.
03:13Die Eins, gut, dann immer nicht.
03:21Habe ich, habe ich irgendwas falsch gemacht?
03:31Nee.
03:33Es ist nur, als Mama und ich das letzte Mal im Urlaub waren, dann haben wir jeden Morgen Pancakes gegessen.
03:41Oh.
03:41Und danach hat sie die immer sonntags für uns gemacht.
03:45Oh Mann.
03:46Ja, klar.
03:47Das...
03:47Es tut mir leid.
03:51Konntest du ja nicht wissen.
03:53Nee, konnte ich nicht.
03:54Aber trotzdem, also...
03:56Ab heute gibt es hier einfach keine Pancakes mehr.
04:01Ähm, ja.
04:02Ich muss dann jetzt los.
04:04Mhm.
04:06Willst du dir irgendwas zum Essen mitnehmen?
04:07Ich meine, wir haben ja noch...
04:08Nee, das ist mega peinlich.
04:11Ja, stimmt.
04:13Das ist total peinlich.
04:15Mhm.
04:20Auf der Arbeit sind Sie verunglückt.
04:22Was genau ist denn...
04:23Ah!
04:24Was passiert, Herr Markus?
04:27Ich bin von der Leiter gefallen.
04:29War Ihnen schwindelig?
04:31Nee.
04:32Ich habe aber nicht aufgepasst.
04:34Ich bin in letzter Zeit oft müde und unkonzentriert.
04:37Spüren Sie das?
04:38Ja.
04:39Tut Ihnen sonst doch irgendwas weh?
04:41Also...
04:41Haben Sie sich am Kopf verletzt?
04:43Nein.
04:44Nur der Arm.
04:45Den konnte ich direkt danach auch nicht mehr bewegen.
04:49Ja, wir rönten das einmal und dann wissen wir, was los ist.
04:52Okay.
04:53Gut, dann bringe ich Sie gleich dahin.
04:56Ja, vielen Dank.
04:57Ich werde es Ihrer Tochter ausrichten.
04:59Dankeschön.
05:00Wiederhören.
05:01Guten Morgen.
05:02Morgen.
05:05Was ist los?
05:05Ich habe gerade in Hamburg in der Klinik angerufen und Paulas Zustand ist immer noch unverändert.
05:10Sie lassen Sie weiterhin im Koma?
05:12Mhm.
05:13Ich hätte einfach gerne mal eine gute Nachricht gehabt für Emily.
05:15Das verstehe ich.
05:17Wie läuft es denn so mit ihr?
05:20Naja, also ich...
05:21Ich dachte eigentlich schon, dass wir uns so langsam so ein bisschen angenähert haben,
05:27aber heute Morgen bin ich wieder voll ans Fetten im Film ein.
05:30Ja, das ist ja auch eine ziemlich schwierige Situation für euch zwei.
05:34Ja, das kann man so sagen.
05:37Also vor allen Dingen für Emily, weil die weiß ja wirklich überhaupt nicht, wie das jetzt alles für sie weitergeht.
05:42Und ich bin ihr auch nicht gerade eine große Hilfe.
05:44Ja, du musst ja auch erst mal damit tackern, dass du plötzlich eine 16-jährige Tochter hast.
05:47Also das muss sich alles erst mal einspielen.
05:49Das braucht Zeit.
05:50So, ich sage mal eben Bescheid, dass wir da sind.
06:02Okay, ich muss sowieso noch meinen Chef anrufen.
06:05Da weiß man von gar nichts.
06:06Herr Martens, Sie sind jeden Moment dran.
06:08Wollen Sie das nicht nach dem Röntgen machen?
06:10Dann wissen wir wahrscheinlich auch schon, wie es mit Ihnen weitergeht.
06:11Mir wäre schon lieber, ich könnte Ihnen gleich Bescheid geben.
06:15Ein Unfall schon in der Probezeit.
06:17Wir können das gerne für Sie übernehmen.
06:18Nee, er ist ja nicht nur mein Chef.
06:22Er ist auch mein bester Kumpel.
06:23Na gut, dann machen Sie das mal, ich sage Bescheid.
06:40Ich bringe mir eben die Akten nach oben.
06:45Ach so, nimmst du den Dienstplan für die Poolmütung?
06:47Ja, mache ich.
06:48Ach, hallo, junger Mann, ich brauche Ihre Hilfe.
06:56Was kann ich denn für Sie tun?
06:57Ja, wenn ich das wüsste, Sie sind doch der Arzt.
07:00Fast, ich bin Pfleger.
07:01Was fehlt Ihnen denn?
07:03Mir fehlt Gefühl.
07:04Im Daumen, der ist wie tot.
07:07Dr. Stern, haben Sie einen Moment?
07:08Herr Doktor.
07:10Hallo, Stern.
07:11Benzinger, Lore, die Linke kommt von Herzen.
07:14Sieh, ich bin beim Yoga, bin ich gestürzt und seitdem fühlt sich mein Daumen taub an.
07:19Gut, das schauen wir uns an.
07:21Die zwei ist frei.
07:21Oh, da tut es weh.
07:27Wie lange haben Sie die Beschwerden schon?
07:29So, kribbeln schon länger.
07:31Als wäre mein Daumen und mein Zeigefinger eingeschlafen.
07:34Aber diese Schmerzen, die habe ich erst seit ein paar Tagen.
07:36Und ziehen die auch so richtig runter in den Unterarm?
07:38Ja, genau.
07:39Und wenn ich nach was greife, dann fühlt es sich an, als bekomme ich einen Stromschlag.
07:44Und Kopfweh.
07:44Kopfweh habe ich auch.
07:46Ah.
07:47Kann ich mir mal Ihre Augen ansehen, bitte?
07:50Oh, ich blende das.
07:52Ja, ist gleich vorbei.
07:54Sie sagten, Sie wären beim Yoga gestürzt.
07:56Ja, ich war gerade mitten in der Feuerfliege.
08:00Da habe ich bloß meine Hand nicht mehr gespürt.
08:03Feuerfliege?
08:04Das ist eine Yoga-Übung.
08:06Da hast du mir auf einmal meine Hand weggeknickt und auf den Kopf bin ich auch noch geknallt.
08:10Okay.
08:10Aber ich bin nicht auf den Kopf gefallen.
08:12Ja, das kann ich mir schon vorstellen.
08:17Genau, das habe ich geschafft.
08:19So habe ich das gemacht.
08:20Wow, Respekt.
08:22Also für mich sieht das sehr nach einem Kapal-Tunnel-Syndrom aus.
08:25Ja, oh Gott, das kenne ich.
08:27Wir messen die Nervenleitgeschwindigkeit.
08:29Einmal Ultraschall und Röntgen, bitte.
08:32Ich würde Sie gerne über Nacht hier behalten.
08:34Wir müssen eine Gehirnerschütterung ausschließen.
08:36Hier behalten.
08:39Freiwillig mache ich das aber nicht.
08:42Ja?
08:44Na endlich.
08:46Ich habe dich so vermisst.
08:47Ich dich auch.
08:49Wie war dein Kongress?
08:53Langweilig.
08:54Eintönig und ermüdend.
08:55Aber auch sehr effektiv.
08:58Ich habe mir nämlich was für uns beide überlegt.
09:00Und was?
09:01Was hältst du von einer Woche Toskana?
09:04Finde ich toll.
09:05Nur wir beide.
09:06Finde ich noch viel besser.
09:09Ich muss los.
09:11Sag, in so ein richtig schickes Hotel?
09:15Überraschung.
09:16Also ja?
09:17Ja.
09:17Und welche?
09:23Sagen Sie, haben Sie Alkohol getrunken?
09:28Warum?
09:29Ich rieche so eine kleine Fahne.
09:31Ach, Lukas.
09:32Ein Gläschen Champagner habe ich getrunken.
09:35Stunden her.
09:35Vor oder nach dem Yoga?
09:36Vor.
09:38Frau Benzinger.
09:39Alkohol vor dem Sport ist keine gute Idee.
09:41Das habe ich auch gemerkt.
09:43Dabei sagt man doch immer, dass man beim Sport viel trinken soll.
09:45Ja, ja.
09:46Man redet aber vom Wasser.
09:49So, Frau Benzinger.
09:52Das war die gute Nachricht.
09:53Sie haben keine Gehirnerschütterung.
09:54Und die schlechte?
09:55Ihre Schmerzen kommen tatsächlich vom Karpatt-Tunnel-Syndrom.
09:58Habe ich doch gewusst.
09:59Ja, das bedeutet, wir müssen operieren und das am besten schon morgen.
10:02Könnte man das nicht ein bisschen verschieben?
10:04Nein.
10:05Ist aber auch halb so schlimm, das ist nur ein kleiner Eingriff.
10:07Und Sie werden sehen, in ein paar Wochen können Sie Ihre Handschuhe wieder schmerzfrei bewegen.
10:11Wenn Sie das sagen.
10:13Also, bis später, Frau Benzinger.
10:16Halten Sie die Ohren steif.
10:25Ah, Sie haben Besuch.
10:30Ja, das ist Arkins Eiler, mein Chef.
10:32Und Kumpel.
10:34Ich habe Ihre Röntgenbilder.
10:36Wenn Sie vielleicht einmal kurz draußen warten würden?
10:37Nee, er kann ruhig hierbleiben.
10:41Gut, ich habe leider keine so guten Nachrichten für Sie.
10:45Sie haben sich durch den Sturz eine Schultergelenkfraktur zugezogen.
10:47Das müssen wir operieren.
10:50Super.
10:53Ja, wann kann ich denn da wieder arbeiten?
10:55Nach der OP müssen Sie den Arm erst mal ruhig halten und dann geht es in die Reha.
10:58Also, mit sechs Wochen müssen Sie schon rechnen.
11:00Was? Sechs Wochen?
11:02Das darf doch nicht wahr sein.
11:03Wir kümmern uns um einen schnellen OP-Termin.
11:06Gut, also dann.
11:12Scheiße.
11:15Das tut mir total leid, Akin.
11:18Ja.
11:20Ich hole mir ein paar Sachen vor uns zu Hause, okay?
11:23Das wäre echt nett.
11:25Schlüssel.
11:26In der Weste.
11:27Unten rechts.
11:33Bis später.
11:35Danke, Akin.
11:35Emily, hast du schon wieder einen Schlüssel vergessen?
11:47Ich dachte, du hast vielleicht Zeit für einen Kaffee oder so.
12:01Wenn wir schon nicht joggen waren.
12:03Das ist eine super Idee.
12:05Ich habe eh gleich Pause.
12:06Ich muss noch schnell noch das Essen zu Ende verteilen.
12:08Gehst du schon mal ins Schwesternzimmer?
12:09Okay.
12:10Ach so, und wenn da kein Kaffee mehr ist, dann mach ruhig welchen.
12:12Mach ich.
12:13Okay.
12:16Du oder ich?
12:18Du.
12:19So, einmal die Empfehlung des Tages.
12:23Unser exquisites Hühnchen mit Erbsen und Möhren und Brokkoli und Blumenkohl und Kartoffelpüree.
12:30Danke.
12:32Aber ich habe keinen Hunger.
12:33Sie machen sich Sorgen wegen der OP?
12:35Nee, nee.
12:36Wegen meinem Job.
12:38Wieso?
12:38Was ist damit?
12:39Wenn ich den jetzt verliere, dann weiß ich echt nicht mehr weiter.
12:45Hat der Chef denn was gesagt?
12:49Ich war trotzdem Panik.
12:52Ich war monatelang arbeitslos.
12:54Vorher war ich Handelsvertreter.
12:56Und dann hat die Firma, für die ich gearbeitet habe, komplett auf Onlinehandel umgestellt.
13:00Und ich saß auf der Straße.
13:04Okay, aber jetzt arbeiten Sie ja bei Ihrem Kumpel.
13:06Ich hatte die Chance auf eine neue Arbeit schon fast aufgegeben.
13:12Dann hat Aki mir eine Stelle in seiner Spedition angeboten.
13:16Ganz kleiner Laden.
13:18Ich arbeite da im Lager.
13:20Wie lange sind Sie beide schon befreundet?
13:23Fast 30 Jahre.
13:25Deswegen wollte ich den Job ja auch besonders gut machen.
13:31Dann bin ich so dämlich im Fall von der Leiter.
13:33Ich bin so ein Vollidiot.
13:36Sind Sie absichtlich von der Leiter gefallen?
13:40Nein.
13:41Natürlich nicht.
13:42Dann sind Sie auch kein Vollidiot.
13:46Hoffentlich sieht Aki Ihnen das genauso.
13:48Ja, Martens, das war ein Unfall.
13:51Das kann jedem passieren.
13:54So, guten Appetit.
13:56Alles gut.
13:57Ja, bitte.
14:08Oh, hallo, Lukas.
14:09Hallo.
14:10So.
14:12Et voilà.
14:14Ach, das kann ich nicht essen.
14:17Sind Sie Vegetarierin?
14:18Ja, also nicht jeden Tag.
14:20Aber ich halte Diät.
14:21Kein Fleisch, viel Fisch und viel Gemüse.
14:23Ich kann sonst auch noch mal schauen, ob ich irgendwo was Vegetarisches finde.
14:26Nee, nee, nee.
14:27Lassen Sie mal.
14:28Wissen Sie, von diesem Krankenhausgeruch, da wird mir immer ein bisschen übel.
14:32Lukas, ist nicht böse gemeint.
14:34Aber ich hasse Krankenhäuser.
14:37Wissen Sie, mein Mann ist in einem gestorben.
14:39Das tut mir leid.
14:41Aber vom Sterben ist bei Ihnen ja keine Rede.
14:43Aber es ist trotzdem eine Operation.
14:45Die Sie locker wegstecken werden.
14:46Oh, gut.
14:49Gibt es hier eine Cafeteria?
14:51Ja.
14:53Das sieht aber alles lecker aus.
14:55Besonders die Frikadellen.
14:57Bei uns heißen die Köfte.
14:58Möchten Sie probieren?
15:00Nein, danke.
15:01Ich esse kein Fleisch.
15:02Verstehe.
15:03Vegetarierin?
15:03Oh, so gut wie ihr.
15:06Aber nur gezwungenermaßen.
15:08Wissen Sie, mein Mann, der hat Fleisch geliebt.
15:10Und jetzt ist er tot.
15:12Oh.
15:13Das tut mir leid zu hören.
15:14Das ist bestimmt nicht einfach.
15:15Mein Beileid.
15:16Ja.
15:17Erst vor drei Jahren ist er gestorben.
15:19Ich habe ihn gepflegt bis zum letzten Tag.
15:21Er wurde nur 68.
15:24Und ich bin jetzt auch 68.
15:26Und ich möchte noch lange leben.
15:28Ich hätte Sie viel jünger geschätzt.
15:30Echt?
15:31Danke.
15:32Dann nehme ich zwei Äpfel.
15:34Gerne.
15:36Das macht.
15:372,60.
15:38Dann.
15:38Könnten Sie da mir etwas helfen?
15:40Wissen Sie, der Daumen da ist?
15:41Ja.
15:42Was sagen Sie?
15:44Champagner haben Sie nicht zufällig?
15:46Natürlich haben wir Champagner.
15:47Hier gibt es ja immer wieder was zu feiern.
15:49Wir haben aber auch Sekt und Prusen.
15:50Nein, nein, nein.
15:51Es muss Champagner sein.
15:52Und ich hätte gern ein Fläschchen.
15:54Kommt so froh.
15:55Danke schön.
15:57So.
15:58Entschuldigung.
16:00Darf ich fragen, was Sie zu feiern haben?
16:02Was denn?
16:03Das Leben.
16:04Das Leben.
16:05Guter Grund.
16:05Das war echt blöd von mir.
16:13Der macht sich solche Mühe mit dem Frühstück und ich fange an zu heulen wie ein Baby.
16:18Na, das ist ja auch gerade alles ganz schön viel für dich.
16:20Er ist zwar mein Vater, aber ich kenne ihn ja gar nicht.
16:28Was wird sich noch ändern?
16:31Habt ihr eigentlich nie nach ihm gesucht?
16:34Doch.
16:36Als ich zwölf war, glaube ich.
16:39Vor vier Jahren.
16:39Ja, da muss Frank gerade in Guatemala gewesen sein.
16:44Da hat er ehrenamtlich als Arzt gearbeitet.
16:46Echt?
16:47Guatemala?
16:48Mhm.
16:51Deshalb haben wir ihn nicht gefunden.
16:53Ja.
16:55Ja, und dann ist er zurück nach Aachen zu seiner Oma.
16:59Und als sie krank wurde, hat er sich bis zu ihrem Tod um sie gekümmert.
17:04Die beiden haben sich sehr geliebt.
17:05Ich vermisse meine Mama.
17:27Ja.
17:28Ja.
17:35Ja?
17:46Hey.
17:47Hey.
17:49Danke, dass du meine Sachen geholt hast.
17:52Wollte eh noch mit dir sprechen.
18:03Robert.
18:05Mir ist klar, dass es ein beschissener Zeitpunkt ist.
18:14Aber Ende der Woche läuft deine Probezeit aus.
18:17Und es ist einfach zu viel vorgefallen.
18:22Du hast deine Kollegen gefährdet.
18:24Und ich bin ständig unkonzentriert.
18:26Und fahrig.
18:27Und du bist es übermündet.
18:31Ich kann das nicht länger verantworten.
18:33Ich muss dich leidern lassen.
18:40Tut mir leid.
18:42Möchte ich, wenn ich was für dich tun kann.
18:46Gute Besserung.
18:47Herr Seiler, ich weiß, das geht mir nichts an, aber Sie können ihn doch nicht einfach entlassen.
19:03Sie haben recht, es geht Sie nichts an.
19:05Wissen Sie, dass er wahnsinnige Schuldgefühle hat, weil er hier liegt und nicht arbeiten kann?
19:08Das ist ein Arschlo-Funscher, muss ihn doch noch feuern.
19:11Dieser Job ist ihm so wichtig.
19:13Nee, ist er nicht.
19:15Er hat nur Scheiße gebaut, hat ständig falsche Ware rausgegeben, hat Bestellungen verschlampt.
19:19Bei der Inventur ist er eingeschlafen, hat die Kollegen schuften lassen.
19:21Er ist Ihr Freund.
19:22Mein Freund.
19:23Ich weiß überhaupt nicht mehr, wer dieser Typ ist.
19:26Ich gebe ihm einen Job, helfe ihm aus der Scheiße und er was macht er, macht sich einen Lenz auf meine Kosten.
19:30Ich bin fast mein ganzes Leben mit Robert befreundet, aber das.
19:40Ich habe keine andere Wahl, so dass es mir auch tut.
19:53Guten Morgen, Helena.
19:57Hallo, meine Liebe.
19:58Schön, dass du wieder da bist, ich freue mich.
20:01Wie war der Kongress?
20:02Ach du, war langweilig, hast nichts verpasst.
20:04Sag mal, hast du noch den Schlüssel vom Haus in Italien?
20:07Mhm.
20:08Luizien?
20:09Ja, ist doch gerade niemand da, oder?
20:12Nee, nicht, dass ich wüsste.
20:13Dann bringen wir doch bitte den Schlüssel mit.
20:15Mhm.
20:16Nur wenn du nicht mit deiner Krankenschwester hinfährst.
20:18Oh doch.
20:20Ich fahre mit Hannah in die Toskana.
20:24Da werden sich unsere Eltern aber freuen.
20:26Helena, bitte.
20:27Du weißt, was sie von ihr halten.
20:28Leg mal den Schlüssel einfach auf meinen Schreibtisch.
20:31Ja.
20:31Ja.
20:32Ja.
20:32Ja.
20:33Ja.
20:33Ja.
20:34Ja.
20:34Ja.
20:35Ja.
20:35Ja.
20:35Ja.
20:35Ja.
20:35Ja.
20:42Danke.
20:46Es tut mir wirklich leid.
20:50Der schmeißt mich echt raus.
20:53Ja.
20:54Scheiße.
20:55Aber ich verstehe ihn ja.
20:57So bescheuert, wie ich mich die ganze Zeit angestellt habe.
20:59Dann war das vielleicht wirklich nicht der richtige Job für Sie.
21:04Doch.
21:05Doch.
21:07Hat mir sogar richtig Spaß gemacht.
21:10Ich hab's verbockt.
21:11Weil ich zu unkonzentriert bin.
21:15Keine Ahnung, was mit mir los ist, aber manchmal stehe ich irgendwie komplett neben mir.
21:20Na, jetzt werden Sie erst mal wieder richtig gesund.
21:27Und der Rest, der wird sich finden irgendwann.
21:30Ganz sicher.
21:30Anstrengender Patientenbesuch?
21:52Ein Freund von mir liegt hier.
21:53Dem hab ich noch ein paar Sachen von zu Hause geholt.
21:56Schön, wenn man solche Freunde hat.
21:59Für Robert bestimmt anders.
22:00Wieso?
22:02Haben Sie ihm die falschen Klamotten vorbeigebracht?
22:18Und?
22:19Sind Sie schon lange befreundet?
22:2130 Jahre.
22:23Bin ich.
22:24Ich hab auch so einen Freund, Mustafa.
22:26Mit dem bin ich hier in Aachen aufgewachsen.
22:28Das haben wir früher nicht alles angestellt.
22:32Aber jetzt lebt er in der Türkei.
22:34Leider.
22:35Haben Sie noch Kontakt?
22:37Natürlich.
22:38Den kann ich nachts anrufen und am nächsten Tag sitzt er im Flieger.
22:42Naja, theoretisch auf jeden Fall.
22:44Meistens hat er die Probleme und ich sitz im Flieger.
22:48Und dafür fühlen Sie sich nicht ausgenutzt?
22:50Nein, Mustafa ist mein Freund.
22:53Wenn es ihm nicht gut geht, bin ich für ihn da und genauso umgekehrt.
22:57Der hat Sie noch nie enttäuscht.
22:59Doch, hat er.
23:00Und ich ihn.
23:02Aber wir reden darüber ganz offen.
23:05Und sagen dem anderen, was für ein Vollidiot der ist.
23:07Und schaffen die Sache aus der Welt.
23:10Das Wichtige bei einer Freundschaft ist so, dass man sich zusammenrauft und befreundet bleibt.
23:15Sind schon da?
23:21Cha-cha-cha und eins, zwei und cha-cha-cha und eins.
23:25Und cha-cha-cha und eins.
23:28Cha-cha-cha und eins, zwei und cha-cha-cha und eins.
23:31Ach, ich übe nur eine Schrittfolge für meinen Tanzkurs.
23:35Lass mich diese nicht vergessen.
23:36Cha-cha-cha und...
23:38Ach, Sie können das auch?
23:38Ja, klar.
23:39Und rück und vor und...
23:42Cha-cha-cha und vor und rück und...
23:45Cha-cha-cha und rück und vor und cha-cha-cha und vor und rück und cha-cha-champagne.
23:52Rück und vor, cha-cha-cha, rück und vor.
23:58Sagen Sie, wären Sie so lieb und machen Sie mal das Fenster ein bisschen auf Kipp.
24:01Bisschen dick hier mit dem ganzen Cha-cha-cha und so.
24:04Frau Benzinger, wir haben doch gesagt, Sport und Alkohol ist keine gute Kombination.
24:08Und vor allem nicht vor einer Operation.
24:10Cha-cha-cha und rück und vor und...
24:11Frau Benzinger!
24:12Ach, das war doch nur ein bisschen Champagner, also entschuldigen Sie mal.
24:16Auch ein bisschen Champagner ist zu viel Champagner, überhaupt kein Alkohol vor einer Operation.
24:19Prost!
24:41Prost!
24:42Prost!
24:52Ah!
24:53Zündwollte ich.
24:54Was gibt's denn?
24:55Das habe ich gerade der Frau Benzinger abgenommen.
24:58Was ist das?
24:59Sekt?
25:00Champagner.
25:02Mir ist jetzt schon zum zweiten Mal aufgefallen, dass sie Alkohol getrunken hat.
25:05Oh!
25:06Und im Zusammenhang mit Operation und der Narkose habe ich gedacht, dass Sie das vielleicht wissen sollten.
25:10Ja, ja, ja. Wir machen auf jeden Fall morgen vor der OP noch eine Blutuntersuchung.
25:15Vielen Dank für die Information.
25:23Hey!
25:24Hey!
25:28Ach, Liga.
25:35Entschuldigung.
25:44Dr. Lewandowski und die Schreinerin.
25:58Ich will nicht in das Haus deiner Eltern fahren, wenn ich genau weiß, dass ich da nicht willkommen bin.
26:02Das fühlt sich scheiße an.
26:03Es ist nicht nur das Haus meiner Eltern.
26:07Aber gut, dann fahren wir eben woanders hin.
26:12Nein!
26:13Oh Mann, darum geht es doch gar nicht!
26:14Ja, worum geht es denn dann?
26:19Um alles!
26:21Um alles?
26:23Ja, und was bedeutet das?
26:26Was bedeutet das?
26:30Weiß ich nicht.
26:33Dann muss ich drüber nachdenken.
26:50Hallo?
26:52Kann ich Ihnen helfen?
26:52Herr Martens?
26:58Können Sie mich hören?
27:03Herr Martens?
27:06Komm Sie mit.
27:08Endler.
27:10Hier, Endler.
27:11Was ist denn los?
27:22Herr Martens, ganz ruhig, ganz ruhig.
27:24Alles ist gut.
27:25Ich bin Dr. Stern.
27:27Ich habe Sie gerade draußen auf dem Flur gefunden.
27:29Sie waren nicht ansprechbar.
27:32Im Flur?
27:32Sie hatten eine Absence, das geht mit einem Bewusstseinsverlust einher.
27:39Was?
27:41Sie sind geschlafwandelt.
27:43Allerdings hat Ihr linker Arm gezuckt.
27:46Ja.
27:47Deshalb machen wir jetzt ein EEG, um Ihre Hirnströme zu messen.
27:50Damit können wir feststellen, ob es sich bei Ihnen tatsächlich nur um Schlafwandel
27:53oder um einen komplexen motorischen Anfall handelt.
27:55Kein Schlafwandel.
27:56Moment.
27:59Habe ich was Schlimmes?
28:00Das kann ich Ihnen jetzt noch nicht sagen.
28:04Allerdings sollten Sie jetzt einfach mal versuchen zu schlafen.
28:07Das wird das Beste sein.
28:09Morgen wissen wir mehr.
28:13Ach, Dr. Lewandowski, ich freue mich wirklich sehr.
28:16Ja, Frau Pohl, das ist doch schön.
28:18Ja, richtig schön sogar.
28:20Aber keine Sorge, von mir erfährt keiner was.
28:23Passt super.
28:24And I feel happy.
28:34Jetzt halten Sie sich fest.
28:37Dr. Lewandowski und die Schreinerin.
28:40Frau Peters.
28:40Ja, genau, Sanne Peters.
28:42Was ist mit Ernt Levi?
28:46Also von mir haben Sie es nicht, aber da bahnt sich was an.
28:48Ach, hören Sie auf.
28:50Ist nicht Ihr Ernst.
28:51Wenn ich es Ihnen doch sage, ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie Sie sich nähergekommen sind.
28:58Sie wussten schon.
29:00Wieso erfahre ich solche Dinge eigentlich immer als Letzte?
29:04Jedenfalls bin ich froh, dass Dr. Lewandowski endlich wieder glücklich ist und seine Trauer überwunden hat.
29:08Ja, da haben Sie recht.
29:09Das ist wirklich schön und wir freuen uns alle mit ihm.
29:13Ja, ist doch schön.
29:14Die Auswertung des EEGs zeigt eine fokale Läsion im Schläfenlappen.
29:30Ach so.
29:31Dann hat Herr Martens also einen epileptischen Anfall.
29:34Ja, mit komplexmotorischer Anfallsevolution.
29:37Soll ich Ihnen mehr Hilfe anlassen?
29:40Das habe ich schon.
29:41Kennt ihr seine Diagnose?
29:42Das noch nicht.
29:44Boah, das wird Ihnen hart treffen.
29:46Oh, Kecher.
29:47Hier, das ist wieder deiner.
29:50Frau Benzinger?
29:52Hallo, Lukas.
29:55Gesellige Hülsenfrüchte mit 13 Buchstaben.
29:58Der erste Buchstabe ist ein K.
29:59Haben Sie schon wieder was getrunken, Frau Benzinger?
30:01Bitte?
30:01Geht's noch?
30:04Ich mache hier Gehirnjogging.
30:06Dabei muss man manchmal ein bisschen um die Ecke denken.
30:08Verstehen Sie?
30:10Das muss mal kurz pausieren.
30:14Ich muss Ihnen nämlich Blut abnehmen.
30:16Schon wieder?
30:17Das haben Sie doch erst gestern gemacht.
30:19Hallo, Herr Doktor.
30:23Hallo, Frau Benzinger.
30:24Wir müssen vor der Operation abklären,
30:26wie es sich mit Ihrem Alkoholkonsum verhält.
30:29Bitte?
30:30Ja, wenn Ihr Pegel in den letzten Wochen überdurchschnittlich hoch war,
30:34dann müssen wir die Narkose darauf abstimmen.
30:37Sie glauben, ich bin Alkoholikerin.
30:38Wie kommen Sie denn um Himmels Willen auf sowas?
30:41Sie wurden ja gestern hier auf Ihrem Zimmer mit Alkohol erwischt
30:43und bei Ihrer Einlieferung roch Ihr Atem ebenfalls Alkohol.
30:46Ach so, das war wegen...
30:48Das war doch nur wegen dem Champagner.
30:50Den trinke ich aus gesundheitlichen Gründen.
30:52Wissen Sie, im Champagner befinden sich Phenole.
30:55Die beugen Alzheimer und Demenz vor.
30:57Aber das muss ich Ihnen als Arzt ja nicht erklären, oder?
31:00Doch, doch.
31:01Also in dem Fall wüsste ich gerne, wer Ihnen das erzählt hat.
31:04Das habe ich vor ein paar Wochen in einer ganz seriösen Zeitung gelesen.
31:09Herr Doktor, mein Mann, der hatte Alzheimer.
31:12Ich habe jahrelang jeden Tag miterlebt,
31:14wie er langsam den Verstand verloren hat.
31:16Am Schluss hat er mich nicht einmal mehr erkannt.
31:18Ich will nicht auch diese Krankheit bekommen.
31:22Deshalb tue ich alles, um Sie zu verhindern.
31:24Sport, gesundes Essen und eben dieser Champagner.
31:29Fertig.
31:30Was hat denn aber Schlafwandel mit Epilepsie zu tun?
31:45Schlafwandel kann ein Symptom der Epilepsie sein.
31:48Und das ist bei Ihnen der Fall.
31:49Sind Sie schon häufiger geschlafwandelt?
31:51Nein.
31:51Also, ich weiß es nicht.
31:55Ich wohne allein.
31:56Ihre Müdigkeit und Konzentrationsschwächen,
31:59von der Sie gestern geredet haben,
32:00das könnten da kommen.
32:03Das heißt also,
32:04ich habe vielleicht schon länger Epilepsie
32:06und das noch gar nicht gemerkt.
32:07Ja.
32:11Und jetzt?
32:12Und jetzt.
32:13Wir werden eine geeignete Therapiemöglichkeit für Sie finden.
32:15zunächst behandeln, wie Sie medikamentös.
32:19Haben Sie sonst noch irgendwelche Fragen?
32:22Nein.
32:23Im Moment nicht.
32:25Ja, lassen Sie das erst mal sacken.
32:27Wir sehen uns später.
32:29Ja, warte dann.
32:37Brrm?
32:38Nee.
32:40Ja?
32:41Oh, hallo Doktor.
32:44Frau Benzinger.
32:46Und?
32:48Was sagt meine Blutprobe, Doktore?
32:51Also, ein Alkoholproblem haben Sie jedenfalls nicht.
32:55Aber deswegen bin ich auch nicht hier.
32:57Gibt es sonst ein Problem?
32:59Nein, bis auf Ihre Demenzvorsorge.
33:02Sie meinen den Champagner?
33:04Ja.
33:05Ich kann ja sehr gut verstehen,
33:06dass Sie große Angst vor einer Demenzerkrankung haben.
33:08Aber diese Art der Prophylaxe ist wirklich nicht die richtige.
33:12Und welches ist die richtige?
33:14Das ist schwer zu sagen.
33:16Die Ursachen einer Demenzerkrankung können sehr vielfältig sein.
33:20Und selbst wenn Sie die Veranlagung dazu hätten,
33:22es ist noch lange nicht gesagt,
33:22dass Sie auch je daran erkranken werden.
33:25Tja, dann kann man gar nicht vorbeugen.
33:27Geistige Fitness, gesundes Essen, tanzen.
33:30Ist nie falsch.
33:31Sie müssen genau so weitermachen.
33:33Ach, dann wäre es gar nicht schlimm,
33:34wenn ich ab und zu mal ein Stückchen Fleisch esse.
33:36Frau Benzinger, lassen Sie sich nicht von einer Krankheit,
33:38die Sie vielleicht niemals bekommen werden,
33:39Ihr Leben diktieren.
33:40Gut.
33:42Dann hat es sich hiermit ausgejogert.
33:45Die Übungen waren eh viel zu anstrengend.
33:48Und das mit dem Champagner lasse ich auch.
33:49Hat mir sowieso nicht geschmeckt.
33:51Und Sodbrennen bekommt man auch noch davon.
33:53Aber mit dem Tanzen mache ich weiter.
33:57Und hiermit.
34:02Wie geht's Ihnen?
34:04Ich kann das noch gar nicht fassen.
34:07Epilepsie.
34:09Ja.
34:11Das ist doch relativ viel,
34:12was Sie da gerade wegstecken müssen.
34:14Ich fühle mich wie ein Invalide.
34:15Ach, Quatsch.
34:17Immerhin wissen wir jetzt, was Sie haben
34:18und können Sie richtig behandeln.
34:19Ja, aber das wird doch mein Leben total verändern.
34:23Vielleicht kann ich nie wieder Auto fahren.
34:25Dann könnte ich meinen alten Job zum Beispiel
34:27gar nicht mehr ausüben.
34:29Den neuen auch nicht.
34:32Gut, aber den habe ich ja sowieso nicht mehr.
34:34Vielleicht sprechen Sie ja noch mal mit Ihrem Freund.
34:37Ich glaube, da ist alles gesagt.
34:38Aber er hat Sie doch nur deshalb entlassen,
34:40weil Sie immer so müde und unkonzentriert waren.
34:42Ja.
34:45Aber das war nur deshalb.
34:49Wegen der Epilepsie.
34:50Und ich komme dann gleich noch mal wieder
35:02und bereite Sie für die Schulter-OP vor.
35:04Ich wollte mit dir reden.
35:23Ja, ich auch mit dir.
35:28Vielleicht besser in meinem Büro.
35:29Danke, dass du gekommen bist.
35:54Klar.
35:55Wie geht's?
35:56Ja, du, alles gut gelaufen.
35:58Die OP und Narkose sitzt noch ein bisschen drin.
36:01Ich habe nicht ganz viel Zeit.
36:02Was gibt's?
36:04Pass auf.
36:05Ich weiß jetzt, warum ich die ganze Zeit
36:07so müde verpeilt gewesen bin.
36:09Dass ich nichts mehr auf die Reihe gekriegt habe und so.
36:12Ich habe Epilepsie.
36:13Was?
36:14Ja.
36:14Ich wollte nur, dass du das weißt.
36:19Damit du nicht denkst,
36:20dein bester Kumpel ist ein fauler Sack geworden,
36:21seitdem er bei dir arbeitet.
36:24Ja, gearbeitet hat.
36:26Was heißt das jetzt?
36:26Was bedeutet das?
36:27Was machen die?
36:30Ja, das heißt, ich kriege jetzt Medikamente.
36:33Wenn die anschlagen,
36:34dann kann ich wahrscheinlich ein ganz normales Leben führen.
36:36Und wenn nicht,
36:37dann gäbe es noch die Möglichkeit einer OP.
36:39Ich habe die letzten Wochen gedacht,
36:44du bist so einen kompletten Vollidioten mutiert.
36:46Du bist kopflos, träge, langsam.
36:50Vom ersten Tag an war das so.
36:52Ich habe dich überhaupt nicht mehr wiedererkannt.
36:53Und warum hast du nie was gesagt?
36:56Wenn ich feige bin.
36:57Du bist nicht feige.
36:59Ach, keine Ahnung.
36:59Du kennst mich doch.
37:00Ich kenne sowas nicht so gut.
37:05Robert.
37:09Wenn du wieder fit bist,
37:12ich könnte Unterstützung im Büro gebrauchen.
37:15Hast du Lust?
37:16Echt im Büro?
37:17Ja, echt.
37:20Da kannst du auch nichts kaputt machen.
37:22Solange du keine Leiter rumstehen lässt.
37:25Keine Leiter, okay.
37:29Sag.
37:30Sag.
37:36Sag.
37:37Sag.
37:39Hey.
37:44Durch?
37:45Nein, überhaupt nicht.
37:46Komm rein.
37:48Schön, dass du so spontan vorbeikommst.
37:51Willst du mich zum Mittagessen haben?
37:53Nee, danke.
37:55Ich bin schon mit Betty zum Essen verabredet.
37:57Ach so.
37:58Ich wollte nur mal kurz Hallo sagen.
38:02Hallo.
38:02Hallo.
38:05Ich mag, also,
38:06ich mag, dass du dich so gut mit Betty verstehst.
38:08Ja, aber Betty ist echt cool.
38:10Mhm.
38:11Super lustig.
38:12Und man kann richtig gut mit ihr reden.
38:14Ja, das stimmt.
38:23Manchmal erinnert sie mich so immer ein bisschen an Mama.
38:27Mal zu.
38:27Ich weiß, wie sehr du deine Mutter vermisst.
38:38Und auch wenn es natürlich nicht dasselbe ist und dich
38:40absolut nichts ersetzen kann.
38:47Ich bin immer für dich da, Willi.
38:48Ich will, dass sie wieder aufwacht.
39:09Ich will, dass sie wieder aufwacht.
39:09Wir sind einfach zu unterschiedlich.
39:31Ja.
39:32Und, äh,
39:33und ist es dir heute klar geworden?
39:35Nee, natürlich nicht.
39:38Das spüre ich schon die ganze Zeit.
39:40Aber ich wollte es halt nicht wahrhaben.
39:43Schon die ganze Zeit?
39:47Toll, dass ich das jetzt auch mal erfahre.
39:49Boah, Mann, jetzt tu doch nicht so.
39:52Das spürst du doch auch.
39:55Lass uns daran arbeiten, Hanna.
39:57Und wie soll das gehen?
40:00Deine Eltern, deine Freunde, Helena,
40:02die alle, die werden mich nie akzeptieren.
40:05Natürlich, das,
40:06das wird funktionieren.
40:11Ja.
40:12Ich werde jetzt mal eben Neurologin.
40:14Oder sitze zu Hause und hüte deine Kinder.
40:17Als Chefarztgattin.
40:18Ich will das mit uns hinkriegen.
40:19Wir kriegen es aber nicht hin.
40:22Weil es nicht passt.
40:25Und ich wollte, dass es passt.
40:27Und ich wollte, dass es passt.
40:32Ich werde jetzt nicht mehr alleine machen.
40:36Ich werde jetzt nicht mehr wenn先 vor� Mary.
40:52Ich habe immer noch eine schöne Mole zurück.
40:55Untertitelung des ZDF, 2020
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