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  • vor 20 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:30Musik
01:00Ich hab's gleich. Hier drunter müsste er eigentlich sein.
01:05Der Prinz Albrecht von Preußen. Frosthart und robust.
01:09Wird immer gern genommen.
01:12Ach Quatsch, Sie waren das mit den Pastinaken.
01:14Und Sie wollten den Prinz Albrecht, oder?
01:17Ich nehm den auch.
01:19Ja.
01:21Diese Sorte ist übrigens eine Züchtung des Hofgärtenes des Prinzen.
01:24Ah.
01:25Sie ist das Ergebnis einer Kreuzung aus...
01:27Ich hol die nur für meine Freundin.
01:30Ach schon.
01:31Der Prinz steht doch immer unter den Nüssen, mein Schatz.
01:35Herr Busi lager wieder die Äpfel für Ihre Freundin.
01:38Du wolltest dich doch schonen.
01:42Camilla, hör auf!
01:50Stefan Knecht, 53 Jahre.
01:52Verdacht auf Sprunggelenksfaktor links.
01:54DMS intakt, Kreislauf stabil.
01:56Einmal in die Luft gesprungen und schon hier gelandet.
01:59Hallo, Doc.
02:00Tja, willkommen in der Sachsenklinik.
02:02Ich bin Dr. Demir.
02:04Das wird doch wohl nichts Schlimmes sein.
02:06Mein Kollege vermutet einen Bruch des Sprunggelenks.
02:09Und das bedeutet?
02:10Ja, wir röntgen das jetzt und dann schauen wir mal weiter.
02:12Na dann mal los.
02:14Sie sind ja ziemlich fröhlich.
02:15Ja.
02:16Haben Sie keine Schmerzen?
02:17Doch, aber die können mir nichts mehr anhaben.
02:20Die sieht irgendwie benutzt aus.
02:26Ist aber bio und furchtbar gesund.
02:28Die Äpfel hier sind ganz ausgezeichnet.
02:30Das ist kein Apfel.
02:32Passt die Naken.
02:33Drei davon und ein paar Morüben gibt eine gute Suppe.
02:36Was treibt Sie denn hier auf diesem Wochenmarkt?
02:37Gesunde Ernährung, neuerdings.
02:40Weniger Fleisch, mehr Gemüse.
02:42Mit Sand dran.
02:43Das ist das Schöne an einer Ehe.
02:45Man ist fast immer einer Meinung.
02:48Ja, und wir müssen jetzt.
02:50Wohin denn?
02:50Überraschung.
02:54Kamela, hör auf bitte.
02:57Ich hab dir extra gesagt, dass du dich schonen sollst.
02:59Aber du schaffst das hier nicht alleine.
03:02Du glühst.
03:04Du hast Fieber.
03:05Quatsch.
03:06Die Bestellung schreibe ich auch für nächste Woche.
03:08Kamela.
03:09Ja, ich hab vielleicht ein bisschen Temperatur.
03:12So, jetzt ist Schluss hier mit dem Unsinn.
03:13Wir schließen und fahren zu einem Arzt.
03:15Wir müssen das hier frisch verkaufen.
03:16Wir müssen gar nichts.
03:20Pass auf, wir ziehen das jetzt hier durch.
03:24Und dann gehen wir zum Arzt.
03:26Entschuldigen Sie.
03:27Geht's Ihnen nicht gut?
03:28Es ist alles in Ordnung, denke ich.
03:30Sie können mir vertrauen, ich bin Arzt.
03:33Meine Frau ist von unserem Hund gebissen worden.
03:36Aber das wurde medizinisch versorgt.
03:39Leider nein.
03:42Kann ich das mal sehen?
03:43Ja.
03:47Gut.
03:48Es geht schon wieder besser.
03:50Sie gestatten?
03:53Es muss unbedingt ein Arzt sehen.
03:55Meine Rede.
03:57Sie haben einen Puls von 120.
03:59Ich ruf sofort ein RTW.
04:00Das kommt überhaupt nicht in Frage.
04:01Keine Widerrede.
04:08Und?
04:10Na ja.
04:11Es gibt Pastinatenbrei.
04:13Sag mal, ist das wirklich ein so besonderes Ereignis?
04:19Wie bitte?
04:20Na ja, ich meine, dass ich da unbedingt dabei sein muss.
04:29Also, dein Sohn bekommt heute Abend zum ersten Mal festere Nahrung.
04:34Aber nein, natürlich musst du da nicht dabei sein.
04:37Ich finde es ja gut, wenn man nicht so unter Druck gesetzt wird.
04:42Ich komme natürlich.
04:48Schön.
04:49Dann um sieben.
04:53Ach, und für dich gibt es natürlich auch was Festes.
05:02Hoffmann?
05:03Das sieht aber böse aus.
05:09Aber das war doch nur ein kleiner Hundebiss.
05:12Ja, das war es.
05:13Aber da die Wunde zu spät versorgt wurde, hat sie sich stark entzündet.
05:17Oh, ich habe das nicht so ernst genommen.
05:19Das hätten Sie aber besser tun sollen.
05:21Aber ich...
05:22Ich weiß, ich weiß.
05:26Frau Sabu und Ihr Mann betreiben einen Biobauernhof.
05:30Und an ihrem Marktstand kaufe ich seit ein paar Wochen ein.
05:34Ja, aber den werden Sie jetzt eine Weile nicht sehen können.
05:37Wie so oft bei Hundebissen haben Sie sich leider eine Wundinfektion zugezogen.
05:41Es muss eine operative Wundrevision vorgenommen werden, sonst beherrschen wir das nicht mehr.
05:48Was bedeutet das?
05:49Um zu verhindern, dass Sie eine ausgewachsene Sepsis bekommen, müssen wir die Wunde operativ depredieren.
05:55Dabei wird abgestorbenes und infiziertes Gewebe entfernt.
05:59Eine richtige Operation?
06:00Ja, ja.
06:02Und dann?
06:03Absolute Schonung und Ruhe.
06:05Aber...
06:07Sie wollen doch Ihr Bein verlieren, oder?
06:09Dr. Hoffmann hat recht.
06:11Die Gefahr besteht.
06:12Aber wir werden alles tun, um das zu verhindern.
06:18Das werden wir.
06:22Na, ist doch alles halb so wild.
06:23Ich stabilisiere das Ganze mit einer Platte und wahrscheinlich fünf Schrauben.
06:29Und dann können wir die Operation angehen.
06:31Prima.
06:31Auf geht's.
06:32Ja.
06:33Also, wenn Sie sonst keine weiteren Fragen haben, dann überlasse ich den Rest meiner Kollegin Miriam.
06:37Also, ich hätte da schon noch eine Frage.
06:44Welche Farbe ich bevorzuge?
06:46Die sehen alle gleich aus.
06:47Aber warum haben Sie so unglaublich gute Laune?
06:49Damit kommen wir zu meinen Problemen.
06:53Das wäre...
06:54Dieses Hemd hat keine Taschen.
06:57Richtig.
06:57Und ich bekomme eine Vollnarkose.
06:59Wieder richtig.
07:00Dann müssen Sie bitte etwas für mich aufbewahren.
07:06Ein Lottoschein?
07:09Dieser Lottoschein ist ein Vermögen wert.
07:13Naja, das sagen die in der Werbung eigentlich immer.
07:15Aber in diesem Fall stimmt es.
07:16Ich habe gewonnen.
07:17Und zwar richtig.
07:19Und den Knöchel habe ich mir bei einem kleinen Freudensprung gebrochen, als ich im Handy die Quote gelesen habe.
07:24Und ich soll jetzt auf Ihren Schein aufpassen.
07:27Ich bitte Sie sehr darum, Marion.
07:28Miriam.
07:30Miriam.
07:33Wir dürfen keine privaten Sachen von Patienten aufbewahren wegen der Haftung.
07:38Eine strenge Vorschrift?
07:41Ja.
07:42Ach, die meisten Vorschriften sind völliger Umfug.
07:45Und es ist ja auch nur für kurz, wenn ich den Doktor richtig verstanden habe.
07:49Wie viel ist der Schein denn wert?
07:53504.324 Euro und 63 Cent.
08:00Oh.
08:02Das ist eine Menge.
08:04Genau.
08:05Ich spiele seit Jahren immer dieselben Zahlen und immer fortlaufend für weitere vier Wochen.
08:09Und dieses Mal...
08:10Bitte.
08:12Ihnen vertraue ich.
08:14Sonst niemanden.
08:18Na gut.
08:18Ja, Sie haben recht.
08:22Wir hätten früher kommen müssen.
08:23Aber?
08:24Aber es ist alles sehr kompliziert.
08:27Meine Frau kennt nur noch unseren Hof.
08:29Die Arbeit, der Wochenmarkt.
08:32Da wollte sie einfach nicht auf mich hören und zum Arzt gehen.
08:34Ja, aber jetzt hat das leider schlimme Folgen.
08:37Sie muss operiert werden?
08:38Ja, und zwar gleich.
08:40Damit die Sepsis nicht weiter voranschreitet.
08:42Verstehe.
08:43Kann ich noch zu ihr?
08:44Nein, das geht leider nicht mehr.
08:46Sie wird gerade vorbereitet und ich muss auch gleich rein.
08:48Gut.
08:49Grüßen Sie Camilla bitte von mir.
08:51Ja, das mache ich.
08:56Das ist ja echte Präzisionsarbeit.
08:59Kennen Sie sich daraus?
09:01Ich bin Schlosser.
09:03Bei mir ist aber alles ein bisschen größer.
09:06Aber das Prinzip ist das gleiche.
09:08Bleiben die drin?
09:09Das entscheiden wir, wenn alles wieder funktioniert.
09:12Und jetzt denken Sie an etwas Schönes,
09:13denn meine Kollegin möchte gerne die Narkose anleiten.
09:16Dann denke ich doch einfach mal an meine alte MZES 250 Doppelport.
09:20An was?
09:22Das tollste Motorrad, das ich jemals hatte.
09:25Baujahr 1956.
09:26So eine besorge ich mir wieder.
09:29Gut, dann denken Sie jetzt genau daran.
09:36Ja, da bräuchten wir dann 300 Stück auf der Station.
09:39Nee, mit 100 kommen wir nicht aus.
09:42Äh, ja, Moment, ich kann mal nachschauen.
09:47Mann, du kannst doch nicht einfach deinen Kaffee da drauf machen.
09:53Sag mal, iss was.
09:56Meine Nerven.
09:57Was?
09:59Lotto spielen?
10:00Bleib ganz ruhig.
10:01Die Chance zu gewinnen liegt bei 1 zu irgendwas mit mehreren Millionen.
10:04504.324 Euro und 63 Cent.
10:08Hast du gewonnen?
10:09Ich hab das nicht gewonnen.
10:11Sondern?
10:12Ein Patient, der wird gerade operiert und ich soll auf den Schein aufpassen.
10:15Bist du verrückt geworden?
10:16Das frage ich mich doch auch gerade.
10:17Da muss ich tiefer gehen.
10:33Herr Kollege, ich hab die Laborwerte von Frau Sabo bekommen.
10:38Und?
10:39Tja, das Krea liegt bei 789.
10:42Harnstoff bei 31 und die GFR bei 11.
10:46Und die Leukos?
10:4730.000, Lactat 6.
10:51Ein septisches Nierenversagen?
10:53Ich denke, ja.
10:55Deshalb würde ich lieber gleich ein Blasenkatheter für die Stundenurinmessung legen,
10:58damit wir dann fossiert Infusion geben können.
11:01Gut, ich bin ja gleich fertig.
11:04Schön.
11:04Ich geh mich schon mal einwaschen.
11:12Also nochmal zum Mitschreiben.
11:13Sie haben seit einem Jahr diffuse Gelenkschmerzen und Fieber.
11:16Hätte ich doch bloß nichts gesagt.
11:19Bitte erzählen Sie mir mal von allen Symptomen, die Ihnen noch einfallen.
11:23Wo bleibt eigentlich diese Schwester Miriam?
11:25Die wird schon kommen.
11:26Ich hab ihr Bescheid geben lassen.
11:31Wir müssen mal über unsere Wohnsituation sprechen.
11:43Ich glaube nicht, dass dieses bei dir auf der Couch schlafen so eine gute Idee ist.
11:47Das kann doch nicht wahr sein.
11:49Doch.
11:51Also, es ist super nett, dass du mich bei euch aufgenommen hast.
11:55Aber ich merke ja, dass ich eine große Belastung bin.
11:57Und deswegen...
11:58Der Schein ist vorigen Samstag abgelaufen.
12:01Wie?
12:03Der ist letzten Samstag abgelaufen und seine Zahlen wurden gestern, also Mittwoch gezogen.
12:07Guck hier, Laufzeit des Spiels.
12:10Herr Knecht hat immer für einen Monat gespielt und dann erneut verlängert?
12:15Und gestern war er...
12:16Er war ja nicht mal im Spiel.
12:18Und das bedeutet...
12:19...dass er nicht gewonnen hat.
12:20In Ordnung.
12:26Ich lasse dennoch vorsichtshalber ein kleines Blutbild, CRP und Harnsäure nachbestimmen.
12:31Warum?
12:33Die OP ist doch gut verlaufen.
12:35Ja, das stimmt aber.
12:36Es ist meine Pflicht, hier besonders gründlich zu arbeiten.
12:38Vor allem, wenn der Verdacht besteht, dass es hier relevante Nebenerkrankungen geben könnte.
12:42Ich meine, Sie arbeiten ja sicherlich genauso, oder?
12:43Doch, schon.
12:46Aber damit höre ich auf.
12:48Warum?
12:51Kein Bock mehr.
12:53Okay, das ist Ihre Entscheidung, aber das Medizinische überlassen Sie mir.
12:57Also...
12:58Wie heißt diese Schwester Miriam eigentlich richtig?
13:00Also mit vollem Namen?
13:03Wie bitte?
13:03Na, die arbeitet aber schon hier, oder?
13:07Ja, die arbeitet hier.
13:10Dann werden Sie doch Ihren Nachnamen kennen.
13:12Ja, sie heißt Miriam Freifrau von Sanderstedt-Hohenberg.
13:15Aber das klingt ja zu gewaltig.
13:20Ha, okay, der war gut, der war gut, ja.
13:24Und Sie werden jetzt einen Patient, der auf mich hört?
13:27Ja.
13:29Gut.
13:30Dann schaue ich mal, wo Frau Schneider bleibt.
13:33Frau Schneider.
13:40So geht's nicht weiter.
13:41Jetzt bleib ganz ruhig.
13:43Ich kurier das hier schnell aus und dann geht das ganz normal weiter.
13:47Geht es nicht.
13:47Die haben dir den Katheter doch nicht aus Spaß gelegt.
13:49Ach, die wollen nur irgendwelche Werte messen.
13:52Camilla, wir überfordern uns beide.
13:55Wenn du eine Auszeit brauchst...
13:57Es geht hier nicht um mich.
14:00Es geht um dich.
14:01Begreifst du das nicht endlich?
14:02Wir fragen jetzt bitte nicht wieder von vorne damit an.
14:05Das höre ich jetzt seit einem halben Jahr.
14:07Ja, und zwar genau seit deinem Schwächeanfall.
14:09Mir war da nur kurz schwindlig.
14:11Ich komme schon klar.
14:13Nein, kommst du nicht.
14:15Der Hof ist ein Traum, aber es funktioniert einfach nicht.
14:18Wir schaffen das nicht zu zweit.
14:20Das ist zu viel.
14:20Du machst dich kaputt.
14:21Und mich mit.
14:26Und deshalb glaube ich...
14:28Du hast recht.
14:28Wir müssen das irgendwie anders organisieren.
14:32Und wie?
14:33Du träumst schon wieder.
14:35Wir können niemanden anstellen.
14:37Das Geld reicht doch nicht mal für uns beide.
14:40Ich gebe sicher nicht auf, nur weil mich ein Hund gebissen hat.
14:43Du wirst dich entscheiden müssen.
14:48Der Hof oder ich.
14:49Da die Patientin weiterhin über unspezifische Schmerzen im Unterbauch klagt, wollte ich
14:59dich fragen, ob du dir das mal ansiehst.
15:01Klar, mache ich.
15:02Danke.
15:03Ach, und zieh dir heute Abend lieber einen alten Kittel an.
15:07Bitte?
15:07Du weißt schon, der erste Brei wird meistens wieder fröhlich rausgeprustet.
15:13Aha, ist das jetzt schon ein Klinikthema oder was?
15:16Nein, ich habe es nur zufällig von Maria gehört.
15:19Danke für den Tipp.
15:22Also ich fand die Immobilienmaklerin sehr nett.
15:25Die will ja auch ordentlich Geld mit uns verdienen.
15:28Eine Dachterrasse mit Blick über Leipzig, das wäre doch toll.
15:31Wann wollen wir uns das ansehen?
15:32Morgen Abend.
15:34Morgen schon.
15:35Kann es sein, dass du solche Überraschungen hast?
15:37Ja, aber ich bin eben auch offen für was Neues.
15:40Aha.
15:42Ich kann das nicht.
15:44Das musst du aber.
15:46Ich kann Herrn Knecht nicht sagen, dass er nicht gewonnen hat.
15:48Aber er wartet auf dich.
15:51Ilai, du bist doch eigentlich dran gewöhnt, schlechte Nachrichten zu überbringen.
15:54Vielleicht kannst du...
15:54Offiziell weiß ich von gar nichts.
15:56Ich bin ja auch nur für das Medizinische zuständig.
15:59Jasmin, würdest du vielleicht...
16:01Auf gar keinen Fall.
16:03Wie kommt das denn rüber?
16:04Da kommt eine wildfremde Frau in sein Zimmer und sagt ihm, dass sein Traum zerplatzt ist.
16:08Ja, aber ich bin im Grunde ja auch...
16:09Miri, er hat dir den Schein anvertraut, also wird das auch am ehesten verkraften, wenn du es ihm sagst.
16:15Da hat Frau Hartem allerdings recht.
16:18Und wenn Herr Knecht einen Schock erleidet, dann bin ich für ihn da.
16:21Die Frau will absolut selbstständig sein.
16:27Das imponiert mir.
16:29Ja, aber sie scheint sich zu verausgaben.
16:34So dramatisch sehe ich das nicht.
16:36Wieso? Kennen Sie Frau Sabo?
16:38Kennen wäre zu viel gesagt.
16:40Zweimal die Woche bin ich an ihrem Marktstand Kunde.
16:43Und da macht sie immer einen sehr glücklichen Eindruck.
16:45Ja, wie auch immer, aber wir müssen Frau Sabo klar machen, dass sie sie schonen muss.
16:53Das müssen wir unbedingt, denn eine ihrer Nieren springt nicht an.
16:57Ja, und wie wollen Sie da weiter vorgehen?
17:00Ich versuch's erstmal mit mehr Infusionen.
17:02Ziel ist eine Plusbilanz von vier Litern bis morgen.
17:05Und was den Hundebiss und seine Folgen angeht, ich denke, da wird es keine weiteren Komplikationen geben.
17:11Eine Baustelle reicht ja auch.
17:13Ja.
17:16Wie wär's mit einem Prinz Albrecht von Preußen?
17:20Wie bitte?
17:21Eine uralte Apfelsaute.
17:24Die es ohne solche Idealisten wie Frau Sabo längst nicht mehr geben würde.
17:31Genuss seit 1865.
17:36Hallo Frau Niggemeier, Stefan Knecht hier.
17:39Stellen Sie mich doch mal bitte zum Chef durch.
17:41Ja, guten Tag, Herr Salzmann.
17:42Ich wollte nur kurz sagen, ich kündige.
17:45Herr Knecht?
17:46Und Chef, ich sag Ihnen jetzt auch mal warum.
17:49Weil ich nämlich finde, dass Sie ein...
17:51Herr Knecht, Sie müssen jetzt sofort das Telefonat beenden.
17:53Sie haben einen Untersuchungstermin.
17:55Äh, äh, das sag ich Ihnen später.
17:58Ich hab hier grad zu tun.
17:59Tschüss.
18:01Was denn für eine Untersuchung?
18:03Sie haben gekündigt?
18:04Aber sowas von endlich.
18:07Ha, ich bin so froh.
18:10Ich hatte das schon so lange vor.
18:12Aber ich war immer zu feige.
18:16Und da ist ja auch schon mein Schein.
18:20Ich heiße zwar Knecht, aber ich bin keiner mehr.
18:25Und Sie lad ich mal so richtig schick zum Essen ein, wenn ich hier raus bin.
18:30Natürlich nur, wenn Sie wollen.
18:33Haben Sie wegen mir Ärger?
18:35Weil Sie auf den Schein aufgepasst haben?
18:42Und?
18:42Wie lief's mit Herrn Knecht?
18:43Gut.
18:45Gut.
18:45Gut.
18:57Gut.
18:58Gut.
19:00Sehr gut.
19:01Gut.
19:02Gut.
19:03Gut.
19:13Gut.
19:13Herr Sago, gut, dass ich Sie hier treffe.
19:31Ist alles in Ordnung?
19:33Ja, alles gut.
19:37Entschuldigen Sie, ich...
19:40Was gibt's denn?
19:41Ich finde das gut, dass Sie Ihren Traum leben.
19:49Dafür zahle ich gerade aber einen hohen Preis.
19:54Das kriegen wir schon wieder hin.
19:57Den linken Arm bitte mal hinter den Kopf.
20:02Aber wenn Sie wieder mal einen Hund beißt, dann bitte gleich zum Arzt gehen.
20:07Jetzt mal kurz tiefer einatmen.
20:08Ja, und weiter atmen.
20:12Das meine ich nicht.
20:14Sondern?
20:16Ich verliere meinen Mann.
20:18Der hat es klar gesagt.
20:20Er oder der Hof.
20:22Tja, wissen Sie, es gibt eine Fürsorge, die in Zorn umschlagen kann.
20:28Und dann sagt man manchmal entsetzlich dumme Dinge.
20:31Es gibt aber auch gemeinsame Träume, die irgendwann keine gemeinsamen Träume mehr sind.
20:46Dann steht man wirklich vor einer schweren Entscheidung.
20:49Seit zwei Jahren arbeiten wir quasi ohne Pause.
20:54Egal ob Sommer oder Winter.
20:55Sonntag oder Montag.
20:57Immer nur der Hof, der Hof, der Hof.
21:00Und Camilla geht kaputt dabei.
21:02Und Sie?
21:03Ich auch.
21:06Ich will, dass wir beide damit aufhören.
21:08Aber Ihre Frau will es nicht.
21:10Ach, die darf ich gar nicht drauf ansprechen.
21:12Der Hof ist Ihr Traum.
21:13Aber Ihre nicht mehr.
21:18Ja.
21:20Leider ist das so.
21:23Entschuldigen Sie, ich...
21:27Dr. Kaminski, was kann ich für Sie tun?
21:31Ja?
21:33Ja, gut, danke.
21:38Ärger?
21:39Nein, nein.
21:41Der Urologe hat gerade ihre Frau untersucht und festgestellt, dass beide Nieren aufgestaut sind.
21:47Oh.
21:48Und was bedeutet?
21:49Wir machen jetzt ein CT und dann sehen wir weiter.
21:57Du hast es ihm nicht gesagt.
22:00Und Herr Knecht hat gekündigt.
22:01Mhm.
22:03Ist ja schrecklich für ihn.
22:05Ja.
22:06Und warum hast du es ihm nicht gesagt?
22:07Oh, du hättest ihn mal sehen sollen.
22:09Er war so überglücklich.
22:11Ich heiße zwar Knecht, aber ich bin jetzt keiner mehr.
22:13Da hebt jemand völlig ab.
22:15Das konnte ich ihm doch nicht einfach so kaputt machen.
22:17Ja, das verstehe ich natürlich.
22:19Aber das macht es nur noch schlimmer.
22:20Ich habe euch von Anfang an gesagt, dass ich das nicht kann.
22:23Gut.
22:24Dann gehe ich jetzt zu Herrn Knecht und kläre das.
22:26Nein, warte.
22:28Ich mache das.
22:30Jetzt?
22:31Morgen.
22:32Wenn Eli dabei ist.
22:34Falls Herr Knecht kollabiert.
22:36Ganz genau.
22:37Gut.
22:38Das ist ein Argument.
22:40Eine halbe Million nicht gewonnen wegen eigener Dummheit.
22:43Da würde ich auch durchdrehen.
22:45Ich wollte dir sagen, du müsstest doch ohne mich klarkommen.
23:12Ja.
23:16Es tut mir wirklich leid, aber...
23:19Nein, ich...
23:21Ich muss nur in den OP und...
23:25Ja.
23:26Ja, grüß E-Mail von mir, bitte.
23:30Ja.
23:33Du musst nur in den OP?
23:35Sag mal, belauscht du mich jetzt?
23:37Ach komm, ich frage mich nur, warum du so viel Angst vor ein bisschen Babybrei hast.
23:42Ich habe einfach keine Lust.
23:47Du liebst sie immer noch.
23:49Ach, Blödsinn.
23:50Deshalb hast du auch Angst, Zeit mit ihr alleine zu verbringen.
23:53Ina, bitte.
23:55Kai, ich verstehe dich, aber...
23:57Ihr habt nun mal ein Kind zusammen.
23:58Und wenn du nicht willst, dass E-Mail darunter leide, dann musst du irgendeinen Weg finden, damit klarzukommen.
24:0339,4.
24:21Was wollten Sie mit den Wichtiges sagen?
24:23Nicht jetzt, das klären wir später.
24:26Temperatur bei 39,4.
24:28Guten Morgen.
24:29Wie fühlen Sie sich?
24:30Eigentlich gut.
24:31Hat Frau Schneider schon mit Ihnen...
24:33Nein, hat sie nicht.
24:36Seit wann haben Sie so hohes Fieber?
24:39Weiß ich nicht, ich habe ja gut geschlafen.
24:41Ja, und so ein bisschen Fieber ist ja jetzt auch kein Grund zur Unruhe.
24:44Herr Knecht, Sie haben nicht nur ein bisschen Fieber, Sie haben sehr hohes Fieber.
24:47Fieber habe ich doch, wie gesagt, öfter mal.
24:49Das ist aber immer wieder schnell weg.
24:51Hohes Fieber ist ein sehr ernstzunehmendes Symptom.
24:53Ja, das ist doch immer so.
24:54Erst hat man Glück, dann kommt das Pech dazu.
24:57Die beiden sind Zwillinge.
24:58Aber hey, zu meiner großen Reise muss ich wieder schnell fit werden.
25:02Einmal Nordkapp und zurück.
25:04Auf meiner Lieblings-MZ.
25:05Herr Knecht, das gibt doch noch ein Problem.
25:07Was meine Kollegin sagen möchte, ist, dass Fieber ein sehr unspezifisches Symptom ist.
25:12Das müssen wir gründlich untersuchen.
25:14Ich befürchte, Ihre Reise wird ein bisschen auf sich warten lassen müssen.
25:17Guten Morgen, Kai.
25:23Guten Morgen, Maria.
25:25Wie ist es denn gestern mit dem Babybrall gelaufen?
25:27Eher suboptimal.
25:29Ich muss heute die Sorte wechseln.
25:31Bist du diesmal dabei?
25:32Ach, mal sehen, was der Tag so bringt.
25:35Ich fürchte, Emil ist ähnlich enthusiastisch.
25:38Ich gebe dir da noch Bescheid.
25:40Ich entschuldige.
25:40Was hat denn das CT ergeben?
25:56Die werten das noch aus.
26:02Camilla, vergiss mal bitte, was ich da gestern gesagt habe.
26:05Das war dumm von mir.
26:06Nein, war es nicht.
26:09Es war einfach ehrlich.
26:11Aber man stellt kein Ultimatum.
26:13Das gehört sich nicht.
26:15Ich habe doch längst gemerkt, dass du nicht mehr kannst.
26:18Und auch nicht mehr willst.
26:20Jetzt haben wir es wenigstens mal ausgesprochen.
26:24Und du?
26:27Willst du so weitermachen?
26:29Ja.
26:32Ich kann mir ein anderes Leben nicht mehr vorstellen.
26:36Schlechte Nachrichten.
26:44Ja, leider.
26:46Das CT zeigt eine ausgediente Verhärtung des Gewebes im hinteren Bauchraum.
26:52Diese Erkrankung nennt man Morbus Ormund.
26:55Ähm, was heißt das?
26:57Morbus Ormund ist eine entzündliche Erkrankung.
26:59Das Bindegewebe wuchert übermäßig und führt dazu, dass ihre beiden Harnleiter quasi ummauert sind.
27:07Es hat die Nieren nicht mehr ableiten können.
27:10Wir müssen sie operieren.
27:12Medikamentös ist da nichts mehr zu machen.
27:14Und was wird da operiert?
27:16Wir beheben das Problem erst mal, indem wir beidseitig eine Ureterschiene legen.
27:21Also ein dünner Katheter wird in den Harnleiter eingebracht, damit alles wieder abfließen kann.
27:28Und wann, wann soll ich operiert werden?
27:30Wir haben wirklich keine Zeit zu verlieren.
27:32Es ist alles vorbereitet.
27:36Gut.
27:39Ähm, ähm, äh, pass auf.
27:43Es gibt noch Bestellungen, die, die müssen heute...
27:47Ich mach das schon.
27:49Ich mach das.
27:52Danke.
27:57Die Schrauben sitzen gut.
28:00Klinisch ist die Wunde reizlos.
28:01Ja.
28:03Ich schließe aus, dass das Fieber eine Folge von der OP von Herrn Knecht ist.
28:07Aber er hat öfter grippeähmliche Symptome?
28:09Nein, er hat nur ab und dann Fieber, was dann nach eigener Aussage schnell wieder vergeht.
28:14Und die Blutwerte?
28:16Unauffällig.
28:17Gut, die Leukozyten sind ein bisschen niedrig, aber das ist ja nichts Außergewöhnliches.
28:23Der Mann ist eigentlich gesund, aber...
28:26Ja?
28:27Er macht gerade eine emotionale Belastung durch.
28:31Liebeskummer?
28:32Nein, Lotto.
28:34Ach, hat er gewonnen?
28:36Das denkt er.
28:37Wie, jetzt hat er gewonnen, oder nicht?
28:39Nein, noch ist er am Glück.
28:42Aber macht das hohes Fieber?
28:44Nicht, dass ich wüsste.
28:46Was macht er beruflich?
28:48Schlosser.
28:51Ja, ich...
28:53muss da nochmal nachschlagen.
28:57Wenn mir was einfällt, dann...
28:58gebe ich dir Bescheid, ja?
29:00Ja.
29:01Und wenn du das Rätsel löst, dann lade ich dich zum Cocktail ein.
29:04Das ist keine gute Idee.
29:08Ich bin deine Chefin.
29:11Ja, und?
29:11Ich werde mich ja wohl bei meiner Kollegin noch bedanken dürfen.
29:14Dafür reicht mir ein schlichtes Danke.
29:17Das kriegst du jetzt schon mal.
29:19Danke.
29:20Und wenn du dir das mit dem Cocktail nochmal überlegst, immer gern.
29:24Aber keine Sorge, ich nehme Absagen, mich persönlich.
29:26Wie außerordentlich großzügig.
29:33An dieser Stelle spüre ich einen deutlichen Widerstand im Kontrastmittel.
29:38Der Harnleiter, der wirkt, ist vollständig verlegt.
29:47Und das kann bei Morbus Ormund vorkommen.
29:51Dann ist der Ureta so ummantelt, dass er nicht mehr durchlässig ist.
29:55Wahrscheinlich hat Frau Sabo nicht nur die Folgen des Hundebisses verschleppt,
29:59sondern auch ihre Nierenprobleme hartnäckig ignoriert.
30:03Ja, so wird es wohl sein.
30:05So komme ich nicht weiter.
30:08Ich versuche es mit einem dünneren WJ.
30:11Geben Sie mir ein Sechs-Scheier.
30:14Wie sind die Werte?
30:15Alles im grünen Bereich.
30:17Wir müssten dem Hund eigentlich dankbar sein, dass er Frau Sabo gebissen hat.
30:22Ja, sonst wäre sie wahrscheinlich nicht hier.
30:24Sondern bei ihren Pastinacken und somit in Lebensgefahr.
30:29Also sagen wir ihm das jetzt oder nicht?
30:32Herr Krecht ist gerade in keiner guten Verfassung.
30:35Also erstmal nicht.
30:36Wobei, andererseits hätten wir ihn hier unter besserer medizinischer Kontrolle, wenn er es erfährt.
30:41Das stimmt.
30:42Ich meine, so viel Geld nicht zu gewinnen, ist auch ein Schock.
30:45Und sollte er deswegen kollabieren, dann können wir das hier auch abfangen.
30:48Genau.
30:49Alles okay?
30:50Wir machen das jetzt.
30:55Wir?
30:56Ja, wir.
30:57Der zweite Doppel-J-Katheter, der liegt auch gut.
31:04Der Kreislauf hat sich wieder stabilisiert.
31:06Wir haben die Sepsis offensichtlich noch abwenden können.
31:09Jetzt muss nur die Niere wieder anspringen.
31:12Wir kommen zum Ende.
31:13Und ich verordne Frau Sabo ab jetzt acht Wochen absolute Ruhe.
31:19Das wird ein Schock für Sie sein.
31:21Als Selbstständige findet man immer eine Lösung.
31:24Außerdem hat sie ihren Mann und der kennt sich mit dem Hof und allem bestens aus.
31:27Ja, aber die beiden sind wohl gerade etwas uneins, was ihre gemeinsame Zukunft und den Hof angeht.
31:35In einer Notlage muss man seine Gefühle hinten anstellen.
31:40Daran arbeite ich seit Jahren jeden Tag.
31:43Tatsächlich?
31:44Das merkt man Ihnen gar nicht an.
31:46Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ja dabei auch erfolglos.
31:50Jetzt haben Sie es mir aber gegeben.
31:57Herr Knecht?
31:59Ich bin hier.
32:00Herr Knecht?
32:01Herr Knecht, was ist passiert?
32:02Ich wollte den hier im Klo runterspülen, aber nicht mal das kriege ich hin.
32:08Ich wollte das Ding zerreißen, anstattdessen knall ich hier voll hin.
32:12Kommen Sie, ich helfe Ihnen mal beim Aufstehen.
32:16Da spiele ich 20 Jahre lang Lotto.
32:18Und als endlich meine Zahlen kommen, habe ich Vollidiot vergessen, den Schein zu verlängern.
32:22So blöd muss man erst mal sein.
32:24Wir brauchen eine Trage.
32:25Das kommt überhaupt nicht in Frage.
32:36Ihre gesundheitlichen Probleme hätten auch ganz böse enden können.
32:39Wollen Sie mir Angst machen?
32:41Ja.
32:43Weil Sie sich vernachlässigen, ist aus einem Hundebiss eine Sepsis geworden.
32:48Und an sowas kann man auch heute noch sterben.
32:50Sie haben wirklich Glück gehabt.
32:53Was heißt das jetzt konkret?
32:55Wie ich schon sagte, acht Wochen absolute Ruhe.
32:59Aber das geht nicht.
33:01Das geht.
33:02Und in dieser Frage lasse ich auch nicht mit mir diskutieren.
33:05Aber dann, dann gehen wir pleite.
33:06Frau Sabo, auch wenn eine Sache gut ist, lohnt es sich nicht, sich für Sie kaputt zu machen.
33:14Aber ohne mich funktioniert das alles nicht.
33:17Diesen Irrtum erliege ich auch ab und an.
33:22Und nach der Nachtwoche?
33:25Was ist dann?
33:27Nobos Ohrmund ist eine chronische Erkrankung.
33:31Sie werden also langfristig in engmaschiger Überwachung bleiben müssen.
33:37Können aber mit einer Immunsuppression gut behandelt werden.
33:43Ich brauche also Hilfe auf dem Hof.
33:45Ja.
33:51So, da bin ich.
33:52Super pünktlich.
33:54Schön.
33:55Wir können los.
33:56Wohin?
33:58Wir wollen uns doch jetzt die Dachgeschosswohnung mit der tollen Terrasse ansehen.
34:02Ach so.
34:03Das habe ich abgesagt.
34:05Was?
34:05Warum?
34:06Ist alles vielleicht doch ein bisschen übereilt.
34:10Kathrin, ich will mit dir zusammenziehen.
34:17Keine Sorge.
34:18Die Immobilienmaklerin hat abgesagt.
34:21Ach so.
34:22Was machen wir jetzt?
34:24Vielleicht gehen wir shoppen?
34:26Können wir könnte es mal eine neue Jacke gebrauchen.
34:29Wieso?
34:29Die ist noch gut.
34:31Hm.
34:33Heimann?
34:34Nein, ich bin noch da.
34:36Was?
34:37Jetzt?
34:38Also eigentlich?
34:41Geh schon.
34:43Ich komme.
34:46Ich habe auch noch eine Menge Abrechnungen in der Schmerzklinik.
35:00Ach, Herr Sabo.
35:02Wenn Sie zu Ihrer Frau wollen, die ist noch auf die ITS.
35:05Ich weiß gar nicht, ob ich das wirklich will.
35:08Was ist denn los?
35:11Manchmal sagt man Sachen, vor denen man selber erschrickt.
35:16Ja, aber manchmal sorgen diese Momente auch für eine gewisse Klarheit.
35:19Jetzt, wo meine Frau richtig krank ist, ist alles noch auswegloser geworden.
35:30Sie muss sich aber wirklich noch eine Weile schonen.
35:34Ob Camilla das schafft?
35:36Dann gehen Sie zu ihr und fragen Sie sie das.
35:40Reden hilft nicht immer, aber manchmal schon.
35:44Sie haben das alles schon gestern gewusst?
36:07Ja, ich wollte Ihnen das auch sagen, aber Sie waren so euphorisch.
36:11Ich heiße zwar Knecht, aber ich bin jetzt keiner mehr.
36:15Erst Lottobewinner, dann nicht.
36:18Taffin gebrochenes Sprunggelenk links und gebrochenes Schlüsselbein rechts.
36:22Das ist doch alles völlig absurd.
36:26Das stimmt.
36:27Aber ich habe noch mal darüber nachgedacht.
36:30Und ich glaube, man kann das auch aus einer anderen Perspektive sehen.
36:34Naja, vielleicht ist das trotzdem gut für Sie.
36:36Das ist ja mal eine steile Theorie.
36:38Ich meine das ernst.
36:39Dann legen Sie mal los.
36:40Ich laufe nicht weg.
36:41Okay, also.
36:42Sie dachten, Sie wären plötzlich reich.
36:44Und haben deswegen Ihren Job gekündigt.
36:47Ja.
36:48Was Sie bestimmt schon länger vorhatten, aber Sie haben sich einfach nicht getraut.
36:52Und jetzt haben Sie das gemacht.
36:55Stimmt.
36:56Weil Sie endlich den Mut dazu gefunden haben.
36:58Das ist doch gut.
37:00Na, so gesehen.
37:01Und Sie haben sich an Ihren alten Traum erinnert, diese MZ.
37:05MZ, ja.
37:06MZ.
37:07Das ist ein Neustart.
37:08Also auch gut.
37:09Na, Ihr Humor gefällt mir.
37:10Warum habe ich gerade das Gefühl, dass es jetzt leider doch wieder neue Schwierigkeiten gibt?
37:16Die gibt es nicht.
37:17Aber es gibt eine schlüssige Theorie für Ihr immer wiederkehrendes, kurzzeitig auftretendes Fieber.
37:22Noch eine Theorie.
37:24Also.
37:25Ich nehme mal stark an, dass Sie beim Schweißen nicht immer eine Atemschutzmaske tragen, richtig?
37:30Ja, stimmt.
37:30Das Ding nervt nur.
37:31Ja.
37:32Dann haben Sie wohl das sogenannte Metalldampffieber.
37:35Was für ein Zeug?
37:36Ein Fieber, das entstehen kann bei der Inhalation von metalloxidhaltiger Aerosole.
37:42Ja, aber das geht doch wieder weg.
37:44Das Metalldampffieber ist gut halber, wenn man erneute Inhalation vermeidet.
37:49Na, dann danke, dass Sie es rausgekriegt haben.
37:53Ja, der Dank gebührt nicht mir.
37:55Den Tipp habe ich von unserer Chefin, Professor Weber.
37:57Na also, es ist gut, dass Sie schon gekündigt haben.
38:01Stimmt.
38:01Hey, du bist ja noch hier.
38:07Mhm.
38:08Dann können wir eigentlich gleich zusammen nach Hause fahren, oder?
38:12Na, hast du mir gestern eigentlich zugehört?
38:15Was meinst du?
38:18Ich will euch nicht zur Last fallen.
38:20Das machst du doch gar nicht.
38:22Du kannst so lange bleiben, wie du willst.
38:24Das ist super nett, aber ich merke ja, dass ihr beide noch einiges zu besprechen habt.
38:29Und das störe ich nur.
38:30Und wo genau willst du da hin?
38:34Ich habe eine WG gefunden.
38:37Das wäre ein guter Neustart.
38:40Wann soll es denn losgehen mit deinem Neustart?
38:44Ich kann heute schon mal in der WG schlafen, und dann würde ich morgen meine Sachen holen.
38:50Das kommt ganz schön plötzlich.
38:52Mir fällt es doch auch nicht leicht.
38:56Bitte sei nicht traurig, Miri.
38:59Schon gut.
38:59Ich bleibe auf jeden Fall auf dem Hof.
39:10Ich will nicht, dass du dich für meinen Traum aufopferst.
39:13Ich will mich auch nicht aufopfern.
39:16Ich will, dass wir das irgendwie anders schaffen.
39:19Und wie?
39:21Gute Frage.
39:22Nächste Frage.
39:23Ich soll mich schonen.
39:28Das wird spannend.
39:29Du und Ruhe?
39:31Wahrscheinlich wirst du unausstehlich werden.
39:34War ich das oft in letzter Zeit?
39:36Da du kaum Zeit für mich hattest, kann ich das gar nicht so genau sagen.
39:44Komm mal her.
39:45Auch wenn eine Sache gut ist, bringt es nichts, sich für sie kaputt zu machen.
39:56Ist das von einem Abreißkalender?
39:59Von unserem treuen Kunden, Doktor Kominsky.
40:03Der kriegt seinen Prinz Albrecht von Preußen in Zukunft umsonst.
40:06Aber nur die.
40:07Na klar, nur die.
40:18Ja, bitte?
40:23Was wird das jetzt?
40:24Ja, also, was ich dir quasi durch die Blume sagen wollte, ein großes Dankeschön von Herrn Knecht und mir.
40:33Wofür?
40:33Ja, ich sag nur Metalldampffieber.
40:38Und Herr Knecht weiß auch von diesen Blumen?
40:42Ja, also, eigentlich, eigentlich nicht.
40:46Eli.
40:47Ja, ich weiß.
40:48Du bist meine Chefin, aber...
40:49Richtig.
40:51Dafür können die Blumen nichts.
40:52Und der Dank kommt von Herzen.
40:56Von alleine wäre ich da nicht drauf gekommen.
41:02Na gut.
41:04Das ist wirklich ein sehr schöner Strauß.
41:08Störe ich?
41:10Nein.
41:12Kollege Demir war so freundlich, mir ein paar Blumen zu besorgen.
41:16Ja, ich bin auch mal weg.
41:19Ach so, und wegen dem Geld für die Blumen, das klären wir dann morgen.
41:22Ja.
41:25Ach, ich wollte nur sagen, dass ich zum Brei-Füttern gerne mitkommen würde.
41:29Ah, prima.
41:30Ja.
41:31Sieh mal, hier.
41:33Alles am Mann.
41:34Na dann.
41:36Auf in die Schlacht.
41:39Gut.
41:39Ich finde es trotzdem schade, dass es mit der Besichtigung nicht geklappt hat.
41:47Ich dauer auch.
41:49Vielleicht brauchen wir gar keine neue Wohnung.
41:51Wir sind eh kaum zu Hause.
41:53Dann könnten wir gleich hier einziehen.
41:56Hm.
41:57Schöne Aussicht.
41:58Ich kann Besichtigung sowieso nicht leiden.
42:00Und du musstest heute auch keine neue Jacke kaufen.
42:02Das ist ja richtig dein Glückstag.
42:06Mir ist kalt.
42:07Gut, bin da.
42:09Zu mir oder zu dir?
42:10Das ist eine gute Frage.
42:11Und immer wieder spannend.
42:13Aber bald Geschichte.
42:13Wir ziehen zusammen.
42:14Punkt.
42:16Aus.
42:17Was?
42:19Du hast aus vergessen.
42:21Das heißt Punkt.
42:22Aus.
42:23Aus.
42:24Du hast aus.
42:25Du hast aus.
42:26Du hast aus.
42:26Du hast aus.
42:26Du hast aus.
42:27Du hast aus.
42:27Du hast aus.
42:28Du hast aus.
42:28Du hast aus.
42:29Du hast aus.
42:29Du hast aus.
42:30Du hast aus.
42:30Du hast aus.
42:31Du hast aus.
42:32Du hast aus.
42:33Du hast aus.
42:34Du hast aus.
42:35Du hast aus.
42:36Du hast aus.
42:37Du hast aus.
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42:39Du hast aus.
42:40Du hast aus.
42:41Du hast aus.
42:42Du hast aus.
42:43Du hast aus.
42:44Du hast aus.
42:45Du hast aus.
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