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Kurzfilme
Transkript
00:00I need somebody, help, not just anybody, help, you know I need someone, help, help me if you can, I'm feeling down, and I do appreciate you being around, won't you please, please help me, help me, help me, ooh.
00:30Oh my God.
00:59Geh, Geh.
01:29Untertitelung des ZDF, 2020
01:59Untertitelung des ZDF, 2020
02:29Untertitelung des ZDF, 2020
02:59Untertitelung des ZDF, 2020
03:01Untertitelung des ZDF, 2020
03:03Untertitelung des ZDF, 2020
03:05Untertitelung des ZDF, 2020
03:07Untertitelung des ZDF, 2020
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03:29Untertitelung des ZDF, 2020
03:31Untertitelung des ZDF, 2020
03:33Untertitelung des ZDF, 2020
03:35Gut, sagt Herr Behring, ich bräuchte Sie dann gleich in der Zwei.
03:39Okay.
03:42Guten Morgen. Ich bin Dr. von Arnstedt. Was fehlt Ihnen denn?
03:46Gar nichts.
03:47Meine Güte, er ist seit Wochen total schlapp, bekommt schlecht Luft, besonders wenn er sich anstrengt.
03:54Außerdem hat er Schmerzen im Brustbereich. Will er natürlich nicht wahrhaben.
04:00Dann hatte er vor einigen Jahren auch mal einen leichten Herzinfarkt.
04:05Ja, ja, ja. Weil die mir schon damals auf den Wecker gegangen ist mit ihrer Überbezorgnis und ihrer Wetterwisserei.
04:11Haben Sie jetzt Beschwerden und wollen Sie sich untersuchen lassen oder nicht?
04:14Ja, wenn ich schon mal hier bin.
04:15Schön. Dann machen Sie doch bitte mal Ihren Oberkörper frei, ja?
04:27Ich kann auch gerne rausgehen, wenn es Ihnen lieber ist. Es gibt nichts, aber auch wirklich gar nichts, was ich nicht schon mal gesehen hätte.
04:33Ach, Sie sind gar nicht verheiratet?
04:34Ach Gott, bewahre. Da wäre ich wahrscheinlich schon seit Jahren unter der Erde. Wir arbeiten nur zusammen.
04:41Frau Engels ist meine Assistentin.
04:43Assistentin?
04:43Ein Zweig der Biologie, der sich mit der Bestimmung und Klassifizierung von Lebensformen beschäftigt.
04:59Offiziell ist Professor Pfeeling schon längst im Ruhestand.
05:04Da er sich aber als Wissenschaftler für unentbehrlich hält, forscht er auf eigene Faust weiter.
05:11Und ja, hier sehen Sie das Resultat.
05:13Ja, das ist wunderbar. Mich interessiert im Moment aber nur der Gesundheitszustand und es wäre ganz toll, wenn ich mal Zugang zu Ihrem Oberkörper und dem Herzen bekommen könnte.
05:23Oh, jetzt wird es spannend. Zugang zu Professor Felix Herzen bekommt nämlich nur seine Bakterien und seine Pilzkulturen.
05:32Sie essen.
05:40Und die Schmerzen tauchen vor allem nach dem Essen auf, sagen Sie?
05:43Mhm.
05:44Trottier mal, rauchen Sie oder trinken Sie regelmäßig Alkohol?
05:47Weder noch. Ab und zu mal ein Glas Rotwein, aber wirklich selten.
05:50Nehmen Sie häufig Schmerzmittel oder andere Medikamente?
05:53Diclofenac. Ich hatte häufiger Rückenschmerzen.
05:56Bleiben Sie unter Stress?
05:57Ja. Wenig Beziehungsstress. Ich trenne mich gerade von meinem Mann.
06:01Mhm.
06:07Hm.
06:09Ja. Sie haben erhöhten Druckschmerzen im Oberbauch.
06:12Da waren Ultraschall die Oberbauchorgane unauffällig.
06:14Wann tippe ich jetzt mal auf eine Magenschleimhautentzündung?
06:16Das würde auch zu den Schmerzmitteln passen, die Sie einnehmen und zu Ihrem privaten Stress.
06:20Hatten Sie schon mal eine Magenspiegelung?
06:22Mhm.
06:22Jetzt wäre meine Magen.
06:24Außerdem ein großes Blutbild und Hämoglobin mit Entzündungswerten.
06:27Wir sehen uns dann wieder, ja?
06:28Ja.
06:29Sie haben noch keine endgültige Entscheidung treffen können.
06:32Ich möchte von Ihnen verbindlich den Namen des Pflegers oder der Schwester aus der Aufnahmestation hören,
06:37die im Rahmen der geplanten Stellenstreichung die Klinik verlassen muss.
06:41Und zwar bis Schichtende.
06:46Tablula.
06:48Wo willst du hin?
06:48Jetzt aber nicht auf die Aufnahmestation.
06:51Du weißt ganz genau, dass du in deinem Zustand da nichts verloren hast.
06:53Überwachst du mich jetzt schon, wenn du frei hast, oder was?
06:55Das ist ja schlimmer als bei der NSA.
06:56Ich will, dass du meinen Vater anrufst.
07:00Was?
07:00Wieso das denn?
07:01Um ihm zu...
07:02Um ihm zu sagen, dass du sein Angebot gegen eine entsprechende Geldzahlung aus meinem Leben zu verschwinden,
07:10jetzt doch annimmst.
07:10Linksherzinsuffizienz.
07:24Ihre linke Herzkammer hat nicht genügend Kraft, das Blut durch den Körper zu pumpen.
07:27Ich finde, es war eine sehr, wie soll ich sagen, vernünftige Entscheidung, dass Sie heute hierher gekommen sind und sich untersuchen lassen.
07:38Ich kann noch nicht sagen, wie ich weiter therapiere, dazu sind weitere Untersuchungen nötig, ja?
07:42Ich brauche ein großes Blutbild plus Herzenzyme, Blutdruck und Belastungs-EKG.
07:52Ach ja, und selbstverständlich bleiben Sie für die nächsten 24 Stunden hier, zur Beobachtung.
07:57Ah ja.
08:02Entschuldigung, aber ich brauche ein paar von den gelben Röhrchen.
08:04Guten Tag.
08:05Guten Tag.
08:0724 Stunden Ruhe, herrlich.
08:10Niemand, der dazwischen redet, immer alles besser.
08:12Und immer das letzte Wort haben muss.
08:16Herrlich.
08:17Da, das hätte ich auch sehr gerne.
08:20Da Herr Freeling weder Freunde noch Verwandte hat, die sich um ihn kümmern können oder wollen,
08:26bleibt mir aber nichts anderes übrig, als hier zu bleiben und die Untersuchungen abzuwarten.
08:33Gut.
08:34Dann würde ich sagen, nehme ich Ihnen erst mal Blut ab, ja?
08:40An wen erinnern mich die beiden, Graus?
08:42Wahrscheinlich sind Behring und ich mit 70 immer noch auf demselben Niro.
08:45Nein.
08:46Dann seid die beiden längst verheiratet.
08:54Oh mir, es tut mir leid, ich habe dich überhaupt nicht gesehen.
08:56Äh, nichts passiert.
08:57Warte, ich helfe.
08:59Ist es dir gut?
09:02Was machen Sie denn da?
09:05Wonach sieht es denn aus?
09:06Wieso holen Sie die überhaupt aus dem Behandlungszimmer, nicht aus dem Materialraum?
09:09Irgendjemand vergessen hat, die aufzufüllen und deshalb keine mehr da waren.
09:12Vergessen aufzufüllen?
09:13So etwas darf überhaupt nicht passieren.
09:15Frau Puhl, ich würde mich an dieser Stelle jetzt sehr gerne verabschieden, denn ich habe noch zu tun.
09:19Nimm sie es nicht persönlich.
09:25Mit uns Ärzten spricht sie genauso.
09:33Ah, da bist du.
09:35Ja.
09:39Anna, hast du kurz Zeit?
09:41Ja.
09:42Gut, ähm, ich will gern was mit dir besprechen.
09:47Okay.
09:50Guten Morgen.
09:53Ich hoffe, ich habe nichts unterbrochen.
09:54Ähm, für Dinge, bei denen wir nicht unterbrochen werden wollen, nutzen Dr. Behring und nicht für gewöhnlich unsere Privatwohnung.
10:01Schön bin ich ja beruhigt.
10:02Ich wollte kurz mit dir über dieses MRT sprechen.
10:05Du, äh, meins hat auch noch bis später Zeit.
10:08Das ist kein Problem, ich lasse euch allein, kein Problem.
10:12Das nächste Mal, wenn du mich sprechen willst, dann fragst du bitte auch mich, ob ich Zeit habe.
10:21Okay?
10:21Okay.
10:23Dann werde ich das nächste Mal vielleicht doch lieber meine Sekretärin anrufen lassen.
10:26Was brauchst du?
10:28Hier, ich bin mir nicht sicher, was diese Einfärbung zu bedeuten hat.
10:33Das ist untypisch.
10:35Das könnten schwarze Löcher sein.
10:36Ich würde eine Lumbarpunktion machen.
10:38Prima.
10:39Dann mach das doch, bitte.
10:40Ich hab gleich noch ein Gespräch mit dem Pharma-Referenten.
10:48Sie haben keine Magenschleimhautentzündung, Frau Thiemeyer.
10:50Sie haben ein Magengeschwür.
10:54Ist das gefährlich?
10:55Na, die Ulzeration sitzt so tief, dass die Gefahr eines Magendurchbruchs besteht.
10:59Das heißt, wir müssen auf jeden Fall operieren.
11:01Operieren?
11:04Wann?
11:04Na, ich muss noch mal Rücksprache mit den Kollegen halten, aber am liebsten wäre mir natürlich heute noch.
11:08Heute?
11:09Nee, nee, das geht auf keinen Fall.
11:12Ja, ich hab morgen meinen Scheidungstermin, da hab ich über ein Jahr lang drauf gewartet.
11:15Also, über meine Leiche verschiebe ich den.
11:17Ja, Entschuldigung, dass ich das so sag, aber wenn Sie das Krankenhaus heute noch mal verlassen
11:21und sich auch noch mit einem Scheidungstermin belasten,
11:23dann ist die Gefahr, dass Sie das über Ihre Leiche tun, tatsächlich relativ hoch.
11:28Eine offene Perforation des Magens ist lebensgefährlich, Frau Thiemeyer.
11:35Ich weiß nicht, ich würde Ihnen jetzt ein Zimmer geben
11:36und ich rufe in der Chirurgie an, okay?
11:40Okay.
11:48So eine Scheidung kann einem ganz schön auf den Magen schlagen, ne?
11:50War es im Sinne des Wortes?
11:54Nicht so sehr, wie sie mein Mann auf den Magen schlagen wird, wenn ich mit ihm fertig bin.
12:01Herr Fehling, ich hab doch gesagt, ich hol den Rollstuhl.
12:03Ich kann alleine laufen.
12:05Wo ist mein Zinn?
12:06Tür.
12:07Fehling?
12:09Mein Gott, Tristan!
12:11Tristan!
12:12Was hat er denn, du Schwester Betty?
12:14Herr Fehling?
12:17Betty?
12:18Ja?
12:18Ich brauche eine Liege, zwei Leute, die mir helfen, ihn hochzuheben und Dr. von Arnstedt.
12:22Ja?
12:22Nicht ansprechbare Patienten mit bekannter Herzinsuffizienz.
12:25Okay, ich gebe es ein.
12:25Okay.
12:26Okay.
12:26Tja, so sieht man sich wieder.
12:44So schnell kann es gehen.
12:47Professor Lewandowski?
12:48Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn Sie sich mein Angebot nicht doch nochmal überlegt hätten.
12:53Also, 50.000 Euro dafür, dass Sie sich und dieses Kind von meinem Sohn fernhalten und keine irgendwie gearteten Forderungen an ihn stellen.
13:05Bitte schön.
13:14Ich habe jetzt gerade gehofft, dass das alles nicht wahr ist, aber da habe ich mich wohl getäuscht.
13:20Oh, mein Sohn.
13:21Mein Gott.
13:28Hatte er einen Herzinfarkt?
13:30Nein.
13:31Er hat ein Lungenödem, das durch eine dekompensierte Mitralklappeninsuffizienz ausgelöst wurde.
13:37Bei jedem Herzschlag wird Blut in die Lunge gepumpt, bis sie regelrecht überschwemmt.
13:41Was kann man denn da machen?
13:43Sie können doch sicherlich etwas tun, oder?
13:45Ja, wir haben ihn stabilisiert und mit Sicherheit braucht er eine neue Mitralklappe.
13:48Ja, eine neue Klappe. Woher bekommt er die denn?
13:51Ich meine, vielleicht kann ich sie ihm spenden, oder?
13:56Mitralklappen werden nicht gespendet, die sind künstlich oder vom Schwein.
13:59Was denn in der Regel auch nicht mehr lebt.
14:01Was zum Vorteil hat, dass sie uneingeschränkt zur Verfügung stehen und wir mit dem Eingriff beginnen können, sobald es ihm wieder besser geht.
14:12Das fühlte noch, dass wir irgendein Körperteil spenden und wir lassen ein Leben lang vorhalten.
14:18Ich habe dabei nur an dich gedacht.
14:27Aber das übersteigt wahrscheinlich dein Vorstellungsvermögen.
14:30Ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt ist ein Klotz am Bein,
14:32der deine sowieso schon schleppend vorankommende Karriere noch mehr bremsen wird.
14:37Außerdem willst du mir doch nicht erzählen, dass diese Schwesternschülerin, die ja ganz offensichtlich ihre große Chance gewittert hat,
14:41die Frau ist, mit der du eine Familie gründen willst.
14:44Sag mal, bist du baller, baller?
14:44Tobias, ich gehe. Das muss ich mir echt nicht anhören.
14:46Hey, hey, du bleibst hier.
14:48Komm her, bleib hier.
14:54Hast du dir eigentlich mal selbst zugehört, Papa?
14:56Du redest hier von meinem zukünftigen Kind, deinem Enkel.
14:59Und das Einzige, was dir dazu einfällt, ist, mit Geld in dich zu schmeißen, um uns so schnell wie möglich wieder loszuwerden?
15:04Warum?
15:06Was soll das werden?
15:06Und was diese Schwesternschülerin betrifft, ich kann mir keine bessere Mutter für meine Kinder vorstellen als Tallulah
15:11und keine Frau, mit der ich lieber eine Familie gründen würde.
15:15Deswegen werden wir im Übrigen auch demnächst heiraten werden.
15:20Bitte was?
15:21Ja.
15:22Falls du mir jetzt sagen willst, dass du das nicht möchtest.
15:25Ich hatte sowieso nicht vor, dich zur Hochzeit einzuladen.
15:27Ebenso wenig, wie du dein Enkel je zu Gesicht bekommen wirst.
15:31Und was dein Geld angeht, das kannst du dir da hinschieben, wo die Sonne nicht scheint.
15:36In dein Herz zum Beispiel.
15:54Hilfe! Hilfe!
15:57Ich bin der noch Ehemann von dieser...
16:06Könnten Sie bitte sagen, dass er gehen soll, bevor er mir wieder wehtut?
16:11Wie kannst du's wagen?
16:14Ich hab dich nie auch nur angefasst!
16:15Ich bitte Sie sofort, dieses Zimmer zu verlassen.
16:17Ansonsten sehe ich mich gezwungen, den Sicherheitsdienst zu rufen.
16:19Du miese Hinterhältige...
16:21Raus, hab ich gesagt!
16:23Damit wirst du nicht durchkommen.
16:25Verstehst du?
16:26Ich werde mir Läumungszeugen besorgen und dann...
16:28Einmal! Raus, oder?
16:37Danke.
16:38Er hatte wirklich Angst.
16:41Wenn sie nicht gewesen wären, keine Ahnung, was er gemacht hätte.
16:45Rolf ist zu allem fähig.
16:53Er schläft.
16:56Das ist die Erschöpfung.
16:58Aber Schlaf ist jetzt die beste Medizin.
16:59Er bedeutet Ihnen viel, oder?
17:05Was?
17:07Wie kommen Sie denn darauf?
17:09Das ist nicht zu übersehen.
17:11Genauso wenig wie zu übersehen ist, dass Sie ihm viel bedeuten.
17:14Glauben Sie?
17:16Immerhin arbeiten wir schon seit fast 50 Jahren zusammen.
17:21Da kommt man sich ja wohl oder übel näher.
17:25Ist klar, Sie sind nur Kollegen, ne?
17:28Ach, was soll's.
17:30Ja, tatsächlich, es gab Momente in unserem Leben, da waren wir uns sehr nahe.
17:35Warum hat's denn nicht geklappt?
17:40Das ist, wie man es heute so schön sagt.
17:42Wir hatten kein gutes Timing.
17:44Immer, wenn es so aussah, als würde etwas aus uns werden, kam irgendetwas dazwischen.
17:50Ein Missverständnis, eine berufliche Auseinandersetzung.
17:54Ein anderer Mann, auch eine andere Frau.
17:58Und irgendwann war der Zeitpunkt dann überschritten.
18:01Manchmal frage ich mich, wenn es wirklich hätte sein sollen,
18:07dann hätte uns doch niemand aufhalten können, oder?
18:09Für's, Herr Betty?
18:12Für's, Herr Betty.
18:17Ich glaube, du kannst mich jetzt loslassen.
18:20Er kann uns nicht mehr sehen.
18:24Tja, jetzt hast du es ihm aber richtig gegeben.
18:26Wobei, das mit der Hochzeit war vielleicht ein bisschen dicker aufgetragen.
18:30Tadula?
18:31Ich hab das nicht nur gesagt, um meinem Vater einen reinzudrücken.
18:36Das, äh, das hab ich ernst gemeint.
18:40Tobias, was du da gerade gegenüber deinem Vater gesagt hast,
18:45das fand ich wirklich total berührend.
18:48Aber das ändert doch nichts an unserer Beziehung.
18:51Wieso sollten wir heiraten?
18:53Ich möchte, dass unser Kind in einem intakten Elternhaus groß wird,
18:56mit einem Vater, der es genauso sieht wie deine Mutter.
18:58Hey, aber das wird es.
19:03So wie du dich jetzt schon für sie oder ihn einsetzt und dich kümmerst
19:07und mir mit deiner Überbesorgnis auf den Keks gehst,
19:12wird unser Kind auf jeden Fall in einer glücklichen Familie aufwachsen.
19:15Mit zwei Elternteilen, von denen immer einer da sein wird.
19:18Aber dafür müssen wir doch nicht verheiratet sein.
19:23Das können wir auch als Freunde.
19:25Vielleicht sogar besser, hm?
19:30Freunde?
19:36Freunde, ja.
19:37Entschuldigen Sie, Schwester.
19:49Herr Thieber, ja.
19:51Ich wollte die Kirsten nichts tun.
19:53Ich hab ihr noch nie was getan.
19:55Deswegen bin ich doch hier,
19:57weil sie die ganzen falschen Anschuldigungen gegen mich vorbringt.
19:59Ich dachte eigentlich, ich hätte mich klar genug ausgedrückt.
20:01Ihre Anwesenheit ist hier nicht erwünscht.
20:03Nicht auf dieser Station und nicht in dieser ganzen Klinik.
20:05Ja, natürlich.
20:09Dass bald eine Frau sagt, der Mann schlägt sie
20:11und sie dazu ein bisschen weint und ängstlich guckt,
20:15da hat man als Mann schon verloren, oder?
20:17Ich habe Kirsten in den acht Jahren unserer Ehe
20:19nie auch nur ein Haar gekrümmt.
20:22Ganz im Gegenteil.
20:23Und warum sollte sie das dann behaupten, hm?
20:25Weil ich sie verlassen hab.
20:27Weil unsere Ehe eine Hölle war.
20:29Für sie und für mich.
20:31Aber anstatt im Frieden auseinander zu gehen,
20:33hat sie sich dazu entschieden, mein Leben nach unserer Beziehung
20:36auch noch zur Hölle zu machen.
20:38Ich habe ihr jedes Zugeständnis gemacht.
20:40Alles, was sie wollte.
20:42Sie bekommt mein Elternhaus,
20:44unseren Hund,
20:45das Auto.
20:47Aber das reicht ihr anscheinend alles immer noch nicht.
20:51Da hat sie sich mal schnell überlegt,
20:52mich vor Gericht als gewissenloser Frauenschläger darzustellen,
20:56der sie krankenhausreif geprügelt hat.
20:57Ich bin Lehrer.
21:01Können Sie sich mal bitte vorstellen,
21:02was das für mich bedeutet?
21:04Ja?
21:05Mein Ruf ist ruiniert.
21:07Ruiniert.
21:08Das bleibt für immer in den Köpfen haften.
21:10Immer.
21:11Schmester Betty.
21:30Ich habe sie jetzt gerade wahnsinnig eilig.
21:34Hast du zufällig Helena gesehen?
21:37Nee, habe ich nicht.
21:38Du bist ja später noch hier, ne?
21:43Ja, solange mein Schichter wird, ja.
21:54Ja, was hat er jetzt davon,
21:56dass er mich für diese Schlampe verlässt?
21:58Das hätte er sich vorher überlegen müssen,
21:59dann bräuchte er jetzt nicht so rumzurollen.
22:02Ja, was denkst du denn?
22:03Den mache ich fertig,
22:04auch wenn es das Letzte ist, was ich tue.
22:05Ja, ich muss Schluss machen.
22:09Ich rufe dich später wieder an.
22:11Mhm.
22:12Tschüss.
22:15Ist das schon für die OP?
22:16Ihnen ist schon klar,
22:17dass ich das gerade mitbekommen habe, oder?
22:20Ich weiß gar nicht, wovon Sie sprechen.
22:22Ich spreche davon,
22:23dass Sie behaupten,
22:23Ihren Mann habe sie geschlagen,
22:24obwohl das überhaupt nicht stimmt.
22:25Und alles nur,
22:25weil Sie sich an ihm rächen wollen.
22:27Ja, selbst wenn.
22:28Es geht sich ja gar nichts an.
22:29Und was wird das, wenn es fertig ist?
22:34Ich werde nicht hierbleiben.
22:36Die OP hat auch bis nach der Scheidung Zeit.
22:39Das kommt überhaupt nicht in Frage.
22:41Sie haben Dr. Bering schon verstanden, oder?
22:43Ja, aber jetzt gehen Sie mal aus dem Weg,
22:44ist ja nicht Ihre Entscheidung.
22:45Ja, aber jetzt gehen Sie mal aus dem Weg.
23:15Stark entzündetes Ulcus ventriculi.
23:24Ursache ist wahrscheinlich eine offene Perforation.
23:26Der Bericht ist in der Akte.
23:27Ach so, Kreuzkuhl ist auch abgenommen.
23:29Frau Thiemeyer, alles Gute, ja?
23:32Schon erschreckend,
23:33wie sich bei manchen Frauen
23:34lieber in Hass umwandeln kann,
23:35wenn der Mann sie verlässt, oder?
23:40Wobei das schon eher die Ausnahme ist
23:41und nicht die Regel.
23:42Also ich persönlich kenne keine Frau,
23:43die sich so verhalten würde.
23:44Erst recht, keine,
23:45die emotional schon eher unterkühlt ist.
23:48Schwester Lissi,
23:49ich müsste mal dringend sprechen,
23:51am besten in meinem Büro.
23:52Okay.
23:52Wenn ich nicht willst,
24:04dass Sie ein Krankenhaus ist,
24:05könnte man meines werden.
24:06Lauf.
24:07Professor,
24:08Entschuldigung,
24:09haben Sie zufällig Frau Rutter von Arnsteck gesehen?
24:10Zu mir leid, nein.
24:11Meine Schwester ist in der Cafeteria.
24:12Ach, ich wollte sie begleiten,
24:14aber irgendwie hat sie keinen großen Wert
24:15darauf gelegt.
24:16Vermutlich ist das bei Ihnen anders.
24:17Danke.
24:24Nehmen Sie doch Platz.
24:33Gut, Frau Puh,
24:33jetzt sind wir in Ihrem Büro,
24:35wo Sie mir eigentlich was sagen wollten.
24:36Ja, ich wollte Ihnen sagen,
24:38ich muss Ihnen leider mitteilen,
24:44dass im Rahmen der von der Verwaltung
24:45angestrebten Stellenkürzungen
24:47Sie zum Monatsende
24:48Ihre Kündigung erhalten werden.
24:51Das ist ein Scherz, oder?
24:52Nein,
24:53das ist mein voller Ernst.
24:56Aber warum?
24:57Und warum ich?
25:00Nun,
25:01das ist nicht der einzige Grund.
25:03Tatsächlich hat es in letzter Zeit
25:04mehr als eine Beschwerde
25:05von Seiten der Ärzteschaft
25:06über sie gegeben.
25:07Beschwerde von den Ärzten?
25:12Darf ich fragen,
25:12von wem?
25:14Von der Arnstedt?
25:18Sagst du,
25:18wann darf es gehen?
25:21Bering?
25:27Helena,
25:31darf ich?
25:33Ja.
25:43Ich muss dir was sagen.
25:46Das...
25:47Das fällt mir sehr schwer.
25:52Es gibt da einfach keine Möglichkeit,
25:53das irgendwie schon zu sagen.
25:57Ich muss unsere Beziehung beenden.
26:00Mhm, okay.
26:06Ja.
26:09Puh.
26:11Ich mag dich
26:12und ich schätze dich total, ja.
26:13Aber es ist einfach so,
26:15dass das...
26:15Du musst jetzt gar nichts sagen.
26:16Ich will es gar nicht hören.
26:19Was für eine Erkenntnis, oder?
26:21Wow.
26:23Hat das mit der Tatsache zu tun,
26:24dass du gestern Nacht
26:25nicht zu erreichen warst?
26:27Keine Angst,
26:28ich werde dich nicht fragen,
26:28wo du warst.
26:29Ist ja jetzt auch nicht
26:30allzu schwer zu erraten.
26:33Nicht?
26:33Dr. Bering.
26:35Helena, ich weiß,
26:36ich hätte...
26:36Ist gut.
26:38Du, wenn du meinst.
26:39Alles okay.
26:43Ja.
26:50Okay.
26:51Okay.
26:57Was war das jetzt?
27:06Abschiedskuss muss sein,
27:07Dr. Bering.
27:08Es war wirklich sehr,
27:10sehr interessant mit dir.
27:13Alles Gute.
27:13Du hast mich bei der Pool
27:31schlecht gemacht,
27:32obwohl du von der
27:32Stellenstrichung wusstest?
27:34Nein.
27:35Ich habe es gemacht,
27:36weil ich es wusste.
27:37Marmira, warum?
27:41Wir kennen uns seit 14 Jahren
27:42und ich dachte,
27:43wir wären Freundinnen.
27:45Freundschaft rächt mir aber nicht.
27:46Frau Engels,
28:02Sabine,
28:06also,
28:07nachdem, was heute
28:08geschehen ist,
28:10ist es vielleicht
28:12an der Zeit,
28:12mal etwas auszusprechen,
28:17was ich Ihnen eigentlich
28:18schon so lange
28:20sagen wollte.
28:22Und zwar,
28:23ich finde,
28:30nach all den Jahren,
28:31die wir zusammenarbeiten,
28:33es eigentlich
28:35an der Zeit ist,
28:37dass wir das See
28:38mal hinter uns lassen
28:39und auf das Du
28:41überzugehen.
28:50Jetzt brauche ich
28:51ein Kognak.
28:57Ach, du mein.
28:59Ich spritze Ihnen jetzt
29:08Ihr Medikament, ja?
29:10Ja.
29:16Ist es denn wirklich
29:17so schwer?
29:18Was meinen Sie denn?
29:19Ihr zu sagen,
29:20dass Sie sie lieben.
29:24Ich habe es...
29:25Ich habe schon
29:27so lange gewartet
29:27und das weiß ich einfach
29:29nicht, wie ich es
29:30anstellen soll.
29:34Wovor haben Sie denn Angst?
29:36Dass Sie sie abweist?
29:39Sie haben schon
29:39so viel Zeit verloren.
29:41Wenn Sie es ihr
29:42jetzt nicht sagen,
29:42ist es irgendwann zu spät.
29:46Ja.
29:48Ja, Sie haben recht.
29:50Immer es ist,
29:50es muss warten.
29:51Es geht leider nicht,
29:52weil ich spätestens
29:53in 20 Minuten
29:54am Bahnhof sein muss,
29:55wenn ich meinen Zug
29:56nach Paris nicht verpassen will.
29:57Was willst du denn in Paris?
29:58Wir studieren.
29:59Nachdem du mir gesagt hast,
30:01dass du Göttingen
30:01für eine Schwachsinnsidee hältst,
30:03habe ich nochmal nachgedacht
30:04und tatsächlich gestern
30:05eine Zusage
30:06für ein schnuckliges
30:0720-Quadratmeter-Zimmer
30:08in einer WG gekriegt,
30:09in Montmartre,
30:10mit drei knackigen
30:11Sportstudenten.
30:12Du, ich meinte nicht Göttingen,
30:13ich meinte die Idee
30:14zu studieren.
30:15Ich weiß.
30:16Oh, Göttingen
30:17ist immer so schrecklich spießig.
30:20Du hast nie
30:21vor irgendwas Angst, oder?
30:23Was soll denn schon passieren?
30:25Wenn es nicht klappt,
30:25dann komme ich einfach zurück
30:26und versuche was Neues.
30:28Das Glück kommt nicht,
30:29indem man Pläne schmiedet
30:30und wartet.
30:31Man muss es sich holen,
30:33sonst ist das Leben
30:33irgendwann vorbei
30:34und man hat das Beste verpasst.
30:37Hey,
30:40ich hab dich lieb.
30:41Bitte, ich auch.
30:51So.
30:52Jetzt muss ich aber los,
30:53sonst verpasse ich den Möbelwagen
30:55und vor allen Dingen
30:56die schwitzenden Jungs,
30:58wie sie meine Sachen
30:59nach oben tragen.
31:00Au revoir!
31:09Soll ich ihn rausschmeißen?
31:10Du musst es nur sagen.
31:12Wozu bin ich denn ihr Chef,
31:13wenn ich nicht mal
31:14die treulosen Ex-Freunde
31:16meiner kleinen Nana
31:16rausschmeißen kann?
31:18Kannst du auch mal
31:19was ernst nehmen?
31:20Nicht, wenn ich es vermeiden kann.
31:22Was nicht bedeutet,
31:23dass es mir egal ist,
31:24wenn es dir schlecht geht.
31:28Manchmal wünsche ich mir
31:28echt, ich wäre du.
31:31Warum fährt dir eigentlich
31:31immer alles in den Schoß?
31:33Das war schon immer so.
31:35Zu Hause,
31:36in der Schule,
31:36bei den Frauen.
31:39Und jetzt?
31:40hast du sogar den Job,
31:42den ich mir so sehr
31:43gewünscht habe.
31:50Aber wenn du ich wärst,
31:53hättest du ja nicht mich
31:54als deinen fantastischen
31:56großen Bruder.
31:57?
32:27Herr Petersen hat mir keine Wahl gelassen. Ich musste mich für eine Stelle entscheiden.
32:40Und dann entscheiden Sie sich unter allen, die in Frage kommen, ausgerechnet für die kompetenteste, fleißigste und zuverlässigste Schwester, die diese Station je gesehen hat?
32:47Genau deswegen habe ich mich doch für Sie entschieden, weil jemand wie Schwester Lissi überall sofort eine neue Stelle bekommt.
32:52Entschuldigung, aber das ist ja wohl das Allerletzte. Bei aller Kollegialität.
32:56Aber wenn es jemand treffen muss, dann hätte es Holger treffen müssen. Das wissen Sie genauso gut wie ich.
33:01Aber den haben Sie ja von Anfang an protegiert. Obwohl ich immer noch nicht weiß, warum eigentlich.
33:05Holger hat meine Mutter gepflegt, bis sie gestorben ist. Er hat ihretwegen auf eine Stelle verzichtet, die ihm angeboten wurde.
33:10Und jetzt hat er Schwierigkeiten, eine neue Stelle zu bekommen.
33:12In dem Fall möchte ich hiermit meine Kündigung aussprechen. Dann haben Sie Ihre Stellenstreichung und Lissi kann bleiben.
33:31Also wenn das jetzt ein Erpressungsversuch sein soll.
33:35Nein, soll es nicht. Ich hätte die Entscheidung sowieso getroffen. Wenn nicht heute, dann ein paar Wochen.
33:41Ja, aber Sie können doch jetzt nicht einfach... Was haben Sie denn jetzt vor?
33:49Wir haben ein Glück suchen, Frau Pohl.
33:50Du hast was?
34:01Aber warum?
34:03Weil das, von dem ich immer geglaubt habe, dass ich es brauche, um glücklich zu sein, hat nicht funktioniert.
34:08Angefangen bei Tamasch, über Bering, Petersen, wieder Bering.
34:14Der übrigens keineswegs vorhat, sich von der Anstelle zu treffen.
34:16Vielleicht ist es ja mal an der Zeit, in die Welt hinauszugehen und zu gucken, was das Leben sonst noch zu bieten hat.
34:24Dass es vielleicht besser funktioniert.
34:28Was hast du denn jetzt vor?
34:31Ich habe hier die Blutwerte von Herrn Fehling.
34:33Er bekommt zusätzlich ein Diuretikum, zweimal zehn Milligramm und im Verlauf eine Blutgasanalyse, ja?
34:38Ja.
34:46Du hast gekündigt.
35:01Das ist das Letzte, was ich mit meinem Sanierungsplan erreichen wollte.
35:06Leider taugen doch eigentlich sowieso nur dazu, umgeworfen zu werden, oder?
35:09Ja.
35:09Mach's gut.
35:22Betty.
35:25Du hast nichts falsch gemacht.
35:28Du bist noch nicht der Richtige für mich.
35:29Du bist noch nicht der Richtige für mich.
35:39Was passiert?
35:41Sie hatten einen Magendurchbruch, aber sie haben Glück gehabt.
35:43Die Ärzte konnten sofort apparieren, die Blutung stoppen und Schlimmeres verhindern.
35:47Das ist ja alles nur ihre Schuld.
35:49Und Rolf, ich muss sofort meinen Anwalt anrufen.
35:53Sie können wirklich leiten.
36:05Ich werde nicht gekündigt.
36:07Nur, dass du das weißt.
36:09Und das, was du da gemacht hast, das werde ich dir nicht verzeihen.
36:13Ich hätte alles dafür getan, dass wir weiterhin befreundet sind.
36:15Aber ich kann auch anders.
36:18Und wenn du so etwas nochmal machst, dann werde ich Mittel und Wege finden, mich zu wehren.
36:23Ich hoffe, du hast mich verstanden.
36:37Also, passt auf euch auf, ja?
36:38Passt du auf dich auf.
36:39Wir fliegen nicht ins Keine Ahnung Land.
36:41Man merkt sich, wenn du da bist, wo auch immer das dann sein wird, ja?
36:44Mach ich.
36:45Grüßt Savi nochmal, ja?
36:49Hallo?
36:50Was steht ihr denn hier so rum?
36:51Talula, du glaubst ja nicht, was mein Vater mir gerade geschnippt hat.
37:00Guck mal.
37:02Was haben Sie denn vor?
37:03Kleine Weltreise?
37:04Ja, oder große.
37:05Mal gucken.
37:07Die 50.000?
37:0850.000 für unser Kind.
37:10Okay.
37:10Meine letzte Umarmung.
37:12Sie, das brauche ich nicht mehr.
37:29Wie?
37:35Wie ist das jetzt ernst gemeint mit der Weltreise?
37:39Dann ist ja ab jetzt bei euch ein Zimmer frei, oder?
37:42Nee, das kann doch nicht so sein.
37:46Hä?
37:48Ja, Riedmüller nochmal.
37:49Ich bräuchte bitte noch ein Taxi.
37:51Genau, in die Oppenhof Alli 14.
37:52Es ist dringend.
37:53Es ist sehr, sehr dringend.
37:54Es ist sehr, sehr, sehr dringend.
38:07Musik
38:37Reddy!
38:58Flieg nicht, flieg nicht.
39:07Wir haben einfach kein gutes Timing, oder?
39:17Noch nie gehabt.
39:21Musik
39:31Musik
39:35Musik
39:39Musik
39:43Musik
39:59Musik
40:01Musik
40:03Musik
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