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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Help! I need somebody. Help! Not just anybody. Help! You know I need someone. Help! Help me if you can, I'm feeling down. And I do appreciate you being around. Won't you please, please help me, help me, help me?
00:30Das Herzstück der Karls Klinik ist die Aufnahmestation. Wenn Menschen in Not sind, sind wir ihre erste Anlaufstelle. Bis zu 150 Patienten werden hier behandelt. Täglich. Für unsere Ärzte und Schwestern bedeutet das, dass sie unter hohem Zeitdruck wichtige Entscheidungen treffen müssen. Manchmal sogar über Leben und Tod.
00:56Deswegen ist die Stationsleitung eine der verantwortungsvollsten Positionen, die wir haben. Aber keine Sorge. Im Fall der Fälle können sie immer auf mich zählen.
01:08Natürlich gibt es Hierarchien und unsere Ärzte sind den Schwestern gegen Überweisungsbefugt.
01:12Wenn ich eine Diät anordne, dann ist sie zu befolgen. Ist das klar? Ja, ist klar.
01:19Dennoch arbeiten alle harmonisch als Team Hand in Hand.
01:22Weißt du, Betty?
01:22Ich habe Patientin B1.
01:23Ich muss die Visite vorbereiten.
01:26Man könnte sagen, die Ärzte sind das Hirn, wir sind das Herz. Aber nicht, dass bei Ihnen jetzt der Eindruck entsteht, dass das mit der Harmonie und dem Herz zu weit gehen könnte.
01:36Mein Motto lautet, nie in Team im Team.
01:39Ich bin schwanger von dir.
01:52Ich bin nämlich der Vater.
01:53Tja, herzlichen Glückwunsch.
01:54Also es ist jetzt nicht so, dass wir zusammen sind. Also Talula und ich, wir sind eben halt kein Paar.
01:59Auf Pflegeseite hat Schwester Lissi die Aufnahmestation die letzten Monate kommissarisch geleitet, mithilfe unserer anderen Pflegekräfte.
02:06Und wenn es wirklich mal eng werden sollte, dann können wir uns immer auf unseren unersetzlichen Antillen verlassen.
02:12Oder?
02:12Seine Einsatzbereitschaft, sein Fleiß. Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig er für uns ist.
02:18Die medizinische Leitung der Station hat Dr. Bering inne. Ein hochqualifizierter Arzt, der, nun ja, eine schwere Zeit hinter sich hat, der Ärmste.
02:28Flieg nicht.
02:29Aber jetzt ist er zum Glück wieder ganz der Alte.
02:38Morgen, Dr. Bering.
02:40Guten Morgen.
02:40Seit kurzem hat unsere Klinik auch einen neuen Chefarzt, Professor Dr. Alexander von Arnstedt.
02:48Für unsere Stationsärztin Dr. Helena von Arnstedt, seine Schwester, natürlich schon eine große Überraschung.
02:53Sitzt du meinen Sessel schon mal für mich Probe?
02:57Ein exzellenter Mediziner mit hohem Renommee, ein wahrer Glücksgriff für die Karlsklinik.
03:01Ich suche nicht. Ich, ich finde.
03:03Die Sparmaßnahmen des Verwaltungsdirektors Petersen waren schon sehr einschneidend, aber seit er uns zum Glück wieder verlassen hat...
03:11Das waren jetzt ganz schön viele Namen, Frau Puhl.
03:13Ich mache mir sowieso lieber selber ein Bild.
03:14Warum gehen wir nicht einfach auf Station und ich fange an, meinen Job zu machen?
03:19Schwester Lissi, kommen Sie bitte mal. Und alle anderen bitte auch.
03:23Ich möchte Ihnen unsere neue Stationsleitung vorstellen. Das ist Frau Weiß.
03:26Frau Weiß ist gerade von Hamburg nach Aachen gezogen und wird ab sofort unser Team unterstützen.
03:31Und das sind Ihre neuen Kollegen.
03:33Hallo.
03:34Ich möchte Sie bitten, Frau Weiß, einen angenehmen Einstand zu bereiten, ja? Dankeschön.
03:40Ja, also ich bin Lissi, Lissi Riedmüller. Schön, dass Sie hier sind, Frau Weiß.
03:44Super. Ich freue mich auch. Aber sagt einfach Betty zu mir, ist einfacher.
03:52Also wenn das ein Scherz ist, dann ist das ein ziemlich schlechter.
03:59Ähm, Entschuldigung, was denn?
04:01Äh, ich habe ganz vergessen, Sie sollten vielleicht wissen, dass Ihre Vorrednerin...
04:06Ach, ich habe hier eine Patientin, Kia Winkowski, 34 Jahre alt, unerklärter Schmerz im Abdomen, niedriger Blutdruck, 100 zu 70, erhöhte Herzfrequenz.
04:16Okay. Ähm, wo genau tut es denn weh?
04:18Hier im ganzen Bauch und das zieht bis in den Rücken.
04:21Aha, stimmt das?
04:24Jetzt tun Sie doch was. Sie sehen doch, dass ich Schmerzen hat, oder?
04:26Genau, das habe ich vor. Alles gut. Ähm, dies für mich nehme ich an.
04:29Danke.
04:32Äh, der Behandlungsraum ist...
04:34Da vorne.
04:35Alles klar.
04:36Okay.
04:37Äh, Frau, Frau, Doktor von Arstedt.
04:40Äh, Schwester Betty, die neue Stationswertung.
04:41Ich habe hier ein Abdomen in B...
04:43Eins. Vielen Dank.
04:45Schwester wer?
04:47Ist das Ihr Ernst?
04:48Hm?
04:49Die ist aber ganz anders als die Alte.
04:52Und wo haben Sie genau die Schmerzen?
04:54Hier.
04:55Dann so ringsrum.
04:56Mhm.
04:5895 zu 60. So wie ein Gürtel?
05:00Mhm.
05:04Lars, du kannst ruhig einen Kaffee trinken gehen, oder sowas, hm?
05:06Ich lasse ihn nicht allein, Schatz.
05:08Dann ist das vielleicht ein Magengeschwür, oder so.
05:10Weil Pia ist Management-Trainer, und er hat da ziemlich viel Stress, Anna.
05:14Ich gebe heute Abend ein Coaching. Das ist unheimlich wichtig.
05:18Haben Sie manchmal Sodbrennen? Oder müssen aufstoßen?
05:20Oder haben Sie irgendwas Ungewöhnliches gegessen?
05:22Nichts davon.
05:23Das hört sich zumindest nicht nach einer Lebensmittelvergiftung an. Das ist doch schon mal was.
05:28Mhm.
05:29Ich weiß zwar nicht, wie das war, wo Sie herkommen, aber hier stellen immer noch die Ärzte die Diagnosen.
05:33Ja, können Sie doch. Eine Lebensmittelvergiftung wird es trotzdem nicht sein.
05:36Und was ist das?
05:37Könnten Sie ein Stückchen zurückgehen?
05:38Ja, klar.
05:42Okay.
05:45Leichte Abwehrspannung und ein Gummibauch.
05:48Ein Gummibauch? Ist das was Schlimmes?
05:50Sie werden heute auf jeden Fall nicht mehr zu Ihren Managern gehen.
05:54Wir machen ein großes Blutbild, CHP und Gerinnung.
05:58Das wird dann aber jemand anders machen, weil Sie gehen sich jetzt erstmal umziehen.
06:02Hier gelten nämlich auch die allgemeinen Hygienevorschriften.
06:06Ei, ei, Captain.
06:07Frau Doktor?
06:19Ich wollte eben nicht übergriffig sein.
06:22Ich habe nur einfach die Erfahrung gemacht, dass nervöse Patienten gut darauf reagieren,
06:25wenn man ein bisschen mehr mit ihnen redet.
06:27Mhm.
06:31Ja, und Sie sind mit dem Chefarzt verwandt, habe ich gehört.
06:34Ja.
06:36Schön.
06:37Also mit der Familie zusammenzuarbeiten hat, was finde ich.
06:40Bei mir ist es auch so, dass...
06:40Das können Sie sich alle sparen.
06:43Was denn?
06:44Hm.
06:45Ich bin nicht daran interessiert, hier Ihre beste Freundin zu werden.
06:49Wie schade.
06:50Wir wären so ein schönes Paar geworden.
06:54Machen Sie einfach nur Ihren Job, dann kann ich meinen machen.
06:56Ganz einfach.
06:57Das kann noch nie sein.
07:16Du bist gut.
07:23Hallo.
07:26Hi.
07:26Hey, der unersetzliche Holger. Super.
07:30Die Patientin in B1 braucht ein großes Blut-CAP und einmal Gewinnungen.
07:33Und die Ergebnisse dann so schnell wie möglich an Dr. von Arnstedt, ja?
07:36Die Umkleide ist da, oder?
07:38Ja.
07:39Super.
07:40Boah, ist die krass.
07:46Die, sehr gut.
07:50Super organisiert hier.
07:52Der ist besetzt.
07:53Da steht mein Name dran.
07:57Der Spinn gehört ihrer Vorgängerin, Betty.
07:59Betty DeWald.
08:01Sie war hier sehr beliebt bei uns.
08:04Alles klar.
08:06Ohne Betty.
08:09Jo.
08:10Vielen Dank fürs Gespräch.
08:14Ich habe meinen eigenen Spinn dabei.
08:23Lissi, hast du gerade einen Moment?
08:31Hast du das schon mitgekriegt?
08:33Die neue heißt tatsächlich auch Betty?
08:35Ich habe gedacht, ich spinne, als ich das oben bei der Pool gehört habe.
08:39Unglaublich, ne?
08:40Aber das geht doch nicht.
08:41Wir können die doch nicht einfach Betty nennen.
08:44Na ja, auf Bernhard oder Bodo wird sie wohl kaum reagieren.
08:46Ich nenne die nicht so.
08:52Betty 2.0.
08:53So nenne ich die.
08:55Okay, Talola, du hast euch beide ja jetzt nicht aus der Verwaltung hierher geschleppt,
08:59um die neue Stationsleitung umzutaufen, also?
09:01Nein.
09:02Es zieht schon wieder so.
09:04Und wenn es diesmal doch Wehen sind?
09:05Okay, dann suchen wir dir jetzt einen Arzt, der nicht Lewandowski heißt.
09:09Und wenn es ein Fehlalarm ist?
09:11Dann gibst du mir meinen Prosecco aus.
09:13Entschuldigung.
09:14Können Sie mir kurz helfen, bitte?
09:15Geh schon.
09:18Okay.
09:24Herr Dr. Reimer und Herr Dr. Felber, bitte zur Notaufnahme.
09:33Aufnahmestation, Schwester Talola, guten Tag.
09:38Schlägerei?
09:40Nee.
09:41Wieso?
09:43Naja, solche Verletzungen sehen wir nicht zum ersten Mal.
09:45Ja, ich bin gegen eine Kühlschranktür gelaufen.
09:52Kühlschranktür?
09:53Ja.
09:54Guten Tag.
09:55Hallo.
09:58Hallo, Herr Dr. Lewandowski.
10:00Guten Tag.
10:00Was ist?
10:01Vermutlich eine Fraktur des Mittlerhandknochens.
10:03Ah.
10:04Eine Steckerei?
10:06Nee, eine Kühlschranktür.
10:08Kühlschranktür.
10:10Ich meine, das passiert natürlich häufiger bei Kollisionen mit Kühlschranktüren.
10:13Dann würde ich sagen, einmal röntgen und dann sehen wir weiter.
10:18Kühlschranktür.
10:19Okay, wenn Sie einmal kurz den Arm anheben würden.
10:24So.
10:26So, Fanny, jetzt können Sie wieder absetzen.
10:29Wir müssen da lang.
10:30Tschüss, schnell.
10:43Entschuldigung.
10:46Oh, das sieht ja schmerzhaft aus.
10:48Schlägerei?
10:49Nee, ich bin bloß, bin bloß ausgerutscht und gegen eine Kühlschranktür gelaufen.
10:58So, so.
10:59Ähm, Holger, ist die Eins frei?
11:01Nein.
11:04Komm.
11:07Wir finden schon was.
11:13Na, eine harte Nacht gehabt?
11:15Oh, in letzter Zeit dauernd Doppelschichten, gerade der Termin mit dem Pharmavertreter.
11:19Und dann, bla, bla, bla.
11:21Wenn ich mal einen ärztlichen Rat geben darf.
11:23Mhm.
11:24Extrem arbeiten und extrem feiern, ist auf Dauer nicht so gesund.
11:28Ja, tschuldigung.
11:32Ja, guten Morgen.
11:34Auch schon wach, ja?
11:36Nee, du musst nicht auf mich warten.
11:38Gut, genau.
11:39Du ziehst einfach die Tür hinter dir zu, Sandra.
11:41Saskia, sag ich, sag ich doch.
11:44Ja, ich dich auch.
11:45Jo.
11:46Jo.
11:46Okay.
11:49Nicht fragen.
11:51Tue ich doch nie.
11:54Das heißt, Sie waren heute noch gar nicht auf Ihrer Station?
11:56Ja.
11:57Warum?
11:58Ach, da ist heute richtig was los.
12:01Na, Sie wissen schon.
12:04Na, wegen Betty.
12:06Betty?
12:07Ja.
12:08Betty ist wieder da.
12:09Ihre Liebhase- und Amylase-Werte sind deutlich erhöht.
12:20Also, ich vermute bei Ihnen eine...
12:21Lass, kannst du mir vielleicht ein Glas Wasser holen?
12:23Ich hab wirklich Durst.
12:25Ja, natürlich.
12:25Sofort, Schatz.
12:26Ich mach das gleich.
12:27Kein Ding.
12:28Okay, super.
12:28Danke.
12:31Also, ich vermute bei Ihnen eine Pankreatitis.
12:33Eine Pankreatitis?
12:34Eine Bauchspeicheldrüse nennst du noch.
12:37Wie kann sie dann sowas bekommen?
12:39Ist das vielleicht der Stress?
12:40Ich mein, wir leben eigentlich ziemlich gesund, wissen Sie?
12:43Ja, ich hab dir das gesagt.
12:44Der Stress ist nicht gut.
12:44Lars, ich weiß, du meinst es gut, aber ich bin nicht Martina.
12:50Also, das ist meine...
12:51meine verstorbene Frau.
12:52Sie ist...
12:53ähm...
12:53Ja, sie war lang krank, Krebs.
12:56Das tut mir leid.
12:58Wenn es nach ihm ginge,
12:59wird er mich nicht mal allein auf die Straße lassen,
13:01aus Angst, dass mir auch was passiert.
13:03Ach komm, das stimmt doch gar nicht.
13:05Er hat mich gleich beim zweiten Date...
13:07Er hat mich gleich beim zweiten Date gefragt,
13:10ob ich rauche oder ob ich trinke.
13:12Oder ob es ihm in der Familie Krebs gegeben hat.
13:13Du hast auf einmal verboten, Angst zu haben,
13:14dass der Partner sterben kann.
13:16So.
13:17Also, hier wird erstmal niemand sterben,
13:19jedenfalls nicht eine Pankreatitis und den Gallenstein,
13:21die ich bei Ihnen vermute.
13:23Lissi!
13:29So eine Nacht ab und zu mal schlafen,
13:31ist vielleicht eine ganz gute Idee.
13:32Hä? Das ist fabelhaft.
13:33Außerdem bist du selber jede Nacht auf der Piste.
13:35Bei mir ist es auch was anderes.
13:36Ich habe einen Plan.
13:36Ich such den Mann fürs Leben.
13:37Ja, ich nicht.
13:38Nee, dafür lebst du in so einer bescheuerten Midlife-Crisis.
13:40Ich habe gehört, Betty ist da.
13:42Ui.
13:43Oh!
13:43Hey!
13:44Verpiss dich!
13:46Was ist denn das?
13:47Zellkühlschranktieren.
13:52Was willst du denn hier?
13:54Das fragst du mich, du miese Ratte?
13:57Gallensteine sind die häufigste Ursache für eine Pankreatitis.
14:01Ja, das werden wir jetzt gleich am Ultraschall sehen.
14:05Wie wär's? Können Sie vielleicht mal schauen, was da draußen los ist? Danke.
14:07Komm wieder.
14:08Komm wieder.
14:10Los geht's.
14:12Oh, der Halt.
14:16Da haben wir sie doch alle.
14:18Hey, verdammt.
14:23Los, reiß jetzt.
14:25Habt ihr mich verstanden?
14:29Okay, ist gut.
14:30Ist gut.
14:31Alles okay?
14:32Hey, Marco.
14:35Ist gut?
14:36Ich glaube schon.
14:38Darf ich vorstellen?
14:40Dr. Bering?
14:42Unsere neue Betty.
14:46Hi.
14:51Oh, Mann, ey.
14:52Sie können sich ruhig schon mal hinlegen und den Bauch freimachen.
14:57Pierre?
15:01Gehen Sie zur Seite.
15:02Zur Seite!
15:05Ich brauche Hilfe.
15:06Sofort.
15:07Hier.
15:09Gehen Sie zur Seite.
15:10Schock.
15:11Hier.
15:11Sie treten im Tarikat.
15:12Sie muss sofort an die Überwachung.
15:14Okay.
15:14Nur sag doch was.
15:15Herr Thun, weg.
15:15Herr Thun, zwei, drei, vier stirbt.
15:19Niemand kann sich die Ärzte ihrer Arbeit machen lassen.
15:21Ja?
15:21Drei.
15:27Ja, Geilensteine.
15:29Das wäre eine Möglichkeit.
15:31Also, eine typische Geilenstein-Patientin ist das aber nicht.
15:33Die Fünferregel passt überhaupt nicht.
15:35Also, ich meine, die Patientin ist weiblich und blond und vermutlich auch fruchtbar.
15:38Danke.
15:38Die Regel ist uns bekannt.
15:40Aber sie ist noch keine 40 und auch nicht übergewichtig.
15:42Die Regel tritt sich auch nicht auf alle Geilenstein-Patienten zu.
15:44Na ja, trotzdem gibt es da statistische Wahrscheinlichkeiten, oder?
15:48Sonst hätte man die Regel ja nicht aufgestellt.
15:49Ja, das stimmt.
15:50Trotzdem.
15:50Außerdem kollabieren Geilenstein-Patienten normalerweise nicht einfach und werden schockig.
15:53Wenn sie zum Beispiel stark dehydriert sind, schon.
15:58Ich habe gerade ein Déjà-vu.
16:01Möchtest du den Fall übernehmen?
16:02Nee.
16:03Vielen Dank.
16:04Wollen wir umziehen?
16:05Viel Spaß.
16:07Bitte.
16:09So.
16:12Herr Köttner?
16:12Ja?
16:13Einer von den beiden Schläger, einer, zwei.
16:14In der zwei, genau.
16:15Sehr gut.
16:16Den knöpfe ich mir jetzt vor.
16:17Es ist mir völlig egal, wenn ihr euch außerhalb der Klinik gegenseitig umbringt.
16:21Aber wenn sie hier drin Personal und Patienten in Gefahr bringen, dann ist der Spaß vorbei.
16:24Ist das klar?
16:26Okay.
16:27Au!
16:29Gratuliere.
16:29Jetzt muss die andere Hand auch noch eingegipst werden.
16:32Worum ging es denn überhaupt?
16:34Er hat sich an meine Freundin rangemacht.
16:35Oh, wie originell.
16:36Um eine Frau.
16:37Du willst noch einmal?
16:37Ja.
16:40Okay.
16:43Er hat behauptet, sie sei mit ihm zusammen.
16:46Aber das stimmt nicht, denn ich bin mit ihr zusammen.
16:49Und das mussten Sie beide dann auf eine Andertaler A erklären, ja?
16:53Typisch, Mann.
16:54Und miteinander reden wäre keine Option gewesen, ja?
16:56Ich habe mit ihm geredet.
16:59Ich habe ihm gesagt, er soll seine Finger von ihr lassen.
17:00Und dann habe ich ihm einen reingehauen.
17:03Er ist...
17:03Er ist dann vollkommen durchgetreten und hat angefangen, auf mich einzuschlagen.
17:09Sie sind also völlig unschuldig und bloß das Opfer, ja?
17:12Ganz genau.
17:14Er hat damit angefangen.
17:16Er hat was genommen, was mir gehört, also bin ich das Opfer.
17:19Ja, dann kann das Opfer mal froh sein, dass der andere es nicht anzeigt.
17:21Dass da draußen mal eine astreine Körperverletzung.
17:23Und?
17:24Werden Sie Anzeige wegen Körperverletzung erstatten?
17:26Er wird mich nicht anzeigen.
17:28Anzeige.
17:29Nee, kein Fall.
17:31Und wieso nicht?
17:32Sandra ist mein bester Freund.
17:35Juri ist mein bester Freund.
17:43Hey.
17:44Hey.
17:45Und?
17:46Hast du die zweite Kühlschranktour verarztet?
17:48Wir müssen ihn wohl hier behalten.
17:49Wir haben das vermutet eine Gehirnerschütterung.
17:51Ich erstaunlich, dass es da überhaupt was zu erschüttern gibt.
17:53Es ging wohl um meine Frau.
17:54Ja, dann hat er mir auch erzählt.
17:56Was für Schwachköpfe.
17:57Ach komm, als wolltest du noch nie eine Nebenbule an die Gurgel.
17:59Hä?
18:00Natürlich nicht.
18:01Also ich meine, nicht so.
18:03Sie haben wohl vorsinnfluglich.
18:05Du hast ja zwei Zimmer, die möglichst weit auseinander liegen.
18:07Nee.
18:08Ich würde die zwei gerade zusammen ins Zimmer packen.
18:10Da können sie ihr Problem in Ruhe ausdiskutieren.
18:12Was die beiden unterdiskutieren, verstehen, haben wir ja gesehen.
18:14Ich weiß ja nicht, ob sie falsch informiert wurden.
18:16Aber wir leiden hier nicht unter zu wenig Arbeit, ne?
18:18Die zwei hätten die Gelegenheit, die Sache zu klären.
18:21Oder sie bringen sich gegenseitig um.
18:22So oder so ist das Problem gelöst, ne?
18:28Die ist ja vielleicht drauf, ey.
18:30Ja.
18:32Und?
18:33Was machen wir jetzt?
18:34Wir legen die zwei zusammen.
18:36Okay.
18:37Okay.
18:37Ihre Freundin ist jetzt stabil.
18:59Kein Grund zur Sorge.
19:00Was kann das nur sein?
19:03Was ist denn plötzlich?
19:04Das werden die Ärzte sich herausfinden.
19:07So hast du es noch nie vorgekommen?
19:09Mhm.
19:10Also nicht, dass ich wüsste.
19:12Mhm.
19:14Also, wir kennen uns jetzt auch noch nicht so lange.
19:18Sie ist die erste Frau nach Martinas Tod.
19:20Okay.
19:22Das war Liebe auf den ersten Blick.
19:26So richtig vom Blitz getroffen, ja?
19:28Mhm.
19:29Schön.
19:30Ja, die Zell im Krankenhaus ist.
19:34Das hat mich fertig gemacht.
19:38Wie, er versteht das nicht.
19:40Ich glaube, er geht in meine Vorsicht mit mir ganz schön auf die Nerven.
19:45Wissen Sie vielleicht, wer Ihr Hausarzt ist?
19:47Dann könnten wir da mal nachfragen.
19:50Keine Ahnung.
19:52Darf ich da mal reingucken?
19:54Vielleicht finde ich ja die Adressen.
19:55Ja.
19:56Klar.
19:57Klar, natürlich.
19:58Ähm, die gebe ich Ihnen mal, ja.
20:07Sie kaputt geht.
20:13Ihre Freundin nennt Beta-Blocker?
20:14Äh, ja, äh, das ist gegen das Lampenfieber.
20:21Also, Pierre macht den Trainer-Jobs, äh, zwar schon seit ein paar Jahren, aber sie sieht, dass man ja was für ein Schulmädchen.
20:28Mhm.
20:29Ähm, die nehm ich mal mit, ja?
20:31Okay, ja.
20:33Danke.
20:34Gerne.
20:37Dr. von Arnstedt?
20:39Hm.
20:39Die habe ich bei Frau Binkowski gefunden.
20:41Ein Gippich, nimmst du die gegen Lampenfieber?
20:44Ja, ist ein bisschen wie mit Kanonen auf Spatzenschießen, aber durchaus möglich.
20:48Also, ich habe schon viele Fälle von Pankreatitis gesehen.
20:50Der Bütung war nur bei den wirklich schweren so niedrig.
20:52Die Beschwerden der Patientin können durch eine ganze Reihe von Krankheiten verursacht werden.
20:57Die schließen wir eine nach der anderen aus.
21:00In welcher Reihenfolge ich das tue, ist allein meine Entscheidung, die ich aufgrund meiner medizinischen Erfahrung treffe.
21:05Ganz einfach.
21:06Ja, vielleicht sollten Sie die Reihenfolge überdenken.
21:08Was ist, wenn es eine illere Bütung ist?
21:09Wenn es aussieht wie eine Ente, schnattert wie eine Ente und schwimmt wie eine Ente, ist es mit Sicherheit kein Schwan.
21:15Von Geflügel habe ich leider keine Ahnung, von Patienten hingegen schon.
21:19Hören Sie, wenn Sie dieses Spielchen mit Dr. Bering spielen wollen, bitte.
21:22Nicht mit mir.
21:23Sie werden jetzt den Ultraschall vorbereiten, damit wir die Geilensteine bestätigen können, ja?
21:28Danke.
21:34Überraschung.
21:35Muss das sein? Sie können den Typen noch nicht hier aufs Zimmer legen.
21:38Machen wir aber gerade.
21:39Kannst du aus dem Fenster springen, wenn es dir nicht passt?
21:41Würde mir ein bisschen Arbeit ersparen.
21:43Also für einen Typen, der sich nicht mal alleine den Arsch abwischen kann, bist du ganz schön frech.
21:46Was hast du denn vor? Willst du mich mit einem...
21:47Schluss jetzt, ja?
21:49Schluss, hat die junge, hübsche Lady gesagt.
21:52Okay, ihr zwei. Wenn ich noch einen Mucks von euch beiden höre, dann landet ihr in der nächsten Polizeistation und könnt euch in der Sammelzelle von einem Tierarzt zusammenflingen lassen. Ist das klar?
22:02Ob das klar ist, habe ich gefragt.
22:04Ja.
22:04Ich habe ja früher als Türsteher gearbeitet, da habe ich jeden Abend so Typen wie euch an die frische Luft gesetzt. Also, keine fiese Matenten.
22:15An eurer Stelle würde ich die Zeit nutzen und das Problem ausdiskutieren.
22:20Klar?
22:22Wie, echt du? Türsteher?
22:24Mhm.
22:24Kloptero.
22:25Und Kloptero?
22:26Oh, jetzt schon Feierabend? Sie haben vielleicht ein Leben.
22:37Wieso das denn? Ich hätte eigentlich schon vor vier Stunden Feierabend gehabt, aber ich werde dann für überall gebraucht. Ich weiß ja auch nicht warum.
22:44Hey.
22:49Hey.
22:50Was machst du denn hier?
22:52Warst du heute auf der Station?
22:54Alles in Ordnung? Hast du Schmerzen?
22:55Ist alles gut. Mach dir keine Sorgen.
22:58Ich sage ja nur mal, kann die vorsichtig genug sein?
23:00Jedes Team kann ja auch ein Anzeichen für eine ernste Komplikation sein.
23:03Heute Morgen habe ich einen Artikel über Tachikardine in der Schwangerschaft gelesen.
23:06Also, ja, vielleicht sollten wir doch ein EKG machen.
23:09Sollten wir nicht.
23:09So, und hier noch, und das war's.
23:14Okay, ist das alles?
23:15Mhm.
23:16Danke.
23:17Gerne.
23:19Und, ähm, das ist also die sagenumwobene Betty Deewald, ja?
23:25Sieht nett aus.
23:26Wir hatten auch eine tolle Zeit. Und wie gesagt, im Krankenhaus war sie sehr beliebt.
23:30Ja. Ich habe jetzt verstanden, dass sie toll war.
23:33Aber, weißt du, wenn ihr ständig ihr Heiligenbild vor mir hochhaltet, ja, dann...
23:37Mann, ey, macht's mir echt schwer.
23:38Ja. Wir müssen uns halt erst an sie gewöhnen.
23:41Du, du kannst mich gerne duzen.
23:45Bis morgen.
23:52Ey.
23:57Und da sind sie auch schon.
23:59Viele kleine Gallensteine.
24:01So wie ich es von Anfang an vermutet hatte.
24:03Sehen Sie?
24:04Ja.
24:04Und weil sie so klein sind, versuchen wir es zunächst mit einer medikamentösen Therapie.
24:09Das sollte reichen.
24:10Und was, wenn's nicht reicht?
24:11Ja.
24:12Dann, ähm, müssen wir operieren.
24:15Reiner Routine-Eingriff. Kein erhöhtes Risiko.
24:20Etwa ein Drittel aller Frauen über 30 hat stille Steine.
24:23250 Milligramm Urso-D-Soxycholsäure morgens und abends.
24:28Und was ist, wenn es doch eine innere Blutung ist?
24:30Was denn für eine innere Blutung?
24:32Ja, das frage ich mich auch gerade.
24:33Was gut sagt.
24:35Ihre Partnerin hat vermutlich zu wenig getrunken, das hat die Symptome verschlimmert.
24:39Sie bekommt jetzt eine Infusion, die das Problem bald beheben wird.
24:42Und wenn man dort ganz genau hinsehen würde, dann sieht man, dass sich der Blutdruck bereits zu stabilisieren beginnt.
24:47Ja, Sie holen sich jetzt aus, wir sehen uns morgen zum CT, dann werden wir die Pankreatitis bestätigen.
24:55Wenn Sie nicht sofort damit aufhören, die Patienten zu verunsichern, dann war Ihr erster Tag hier auch Ihr letzter.
25:13Und?
25:14Erzähl mal, was ist diese Betty 2.0 für ein Typ?
25:19Und spektakulär.
25:22Wusste ich es doch.
25:24Unsere Betty kann sowieso niemand ersetzen.
25:28Und, wie geht es unserem Nachwuchs?
25:30Uns geht es prima.
25:31Ist die schon mit der Arnstädt zusammengerasselt?
25:34Mensch, jetzt erzähl doch mal.
25:35Keine Ahnung, die soll in der Tat machen und gut essen.
25:38Oh Gott, oh Gott, ich wusste nicht, dass ihr schon nach Hause kommt.
25:41Lewandowski, Sie wohnen jetzt in einer Frauen-WG.
25:44Ja, ja, ich weiß.
25:45Und, und, und, und du, Schwester, äh, Lissi, Lissi, du.
25:48Ja, dann zieh du dir gefälligst beim nächsten Mal etwas an, ja?
25:51Okay.
25:52Okay.
25:54Okay.
25:57Was, habe ich mich jemals daran gewöhnt?
25:58Frag mich mal.
25:59Ja, bis heute Abend.
26:14Sandra.
26:15Irgendwann wirst du noch mal was durcheinander bringen.
26:19Keine Sorge, ich habe alles im Griff.
26:21Hm, dass du dich mit Arbeit betäubst und von Bett zu Bett springst, zeigst, dass du überhaupt nichts im Griff hast.
26:25Am allerwenigsten die, hm, Betty ist viel mehr wegkriege.
26:27Lissi, die Diagnosen überlässt du lieber mir, okay?
26:30Wer hat sie denn das Händchen gehalten, als Bett die West war?
26:32Also, sag mir nicht, dass ich falsch liege.
26:34Dafür bin ich dir auch ewig dankbar, okay?
26:36Aber es ist alles Schnee von gestern.
26:37Es geht mir jetzt blendend.
26:38Gut, wenn du dir das weiterhin einreden willst, bitte.
26:41Ey, du bist ja fast so kompliziert.
26:42So, wenn die beiden Jungs sich heute Nacht nicht umgebracht haben, entlassen wir sie heute.
26:47Alles klar?
26:48Alles klar.
26:49Guten Morgen, Frau Weiß.
26:51Morgen.
26:53Und, haben Sie Ihren ersten Tag gestern gut überstanden?
26:56Ja, ich habe es überlebt.
26:57Es hat also keine Probleme gegeben?
26:59Nö, alles gut.
27:01Und mit den Ärzten kommen Sie klar?
27:03Ja, Frau Pül, was wollen Sie wirklich von mir?
27:06Äh, um den Schichtplan brauchen Sie sich nicht zu kümmern.
27:08Das habe ich in der Vergangenheit auch selbst gemacht.
27:10Meine Station, mein Schichtplan.
27:13Am Anfang ist das sehr kompliziert.
27:14Also, ich mache das wirklich gern.
27:16Frau Pül, ich habe Ihnen noch schon gesagt, ich mache mir gerne selber ein Bett.
27:18Auch vom Schichtplan.
27:20Aber, wenn Sie unbedingt helfen wollen, Sie können gerne ein Bett ins Lager schieben oder sowas.
27:24Frau Weiß, darüber reden wir noch.
27:29Morgen.
27:29Morgen.
27:31Morgen.
27:31Morgen, sag mal.
27:32Entschuldigung.
27:33Wissen Sie, warum die Pül so scharf darauf ist, den Schichtplan selber zu machen?
27:36Es geht bestimmt um Holger, der kriegt immer eine Extrawurst.
27:38Oh, die Pül und Holger.
27:40Nee, nicht so.
27:42Aber die beiden haben hundertprozentig eine Leiche im Keller.
27:47Wow.
27:51Holger, dreimal Nachtschicht.
27:54Und?
27:55Nach Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Liebekeit?
27:58Mir geht's prächtig.
27:59Prima.
27:59Ihrem Nachbarn da drüben ja auch.
28:00Und dass Sie sich heute Nacht nicht gegenseitig umgebracht haben, werte ich mal als deutlichen Fortschritt.
28:08Er hat noch irgendwas im Kopf.
28:10Hat man denn gefressen, ja?
28:11Wenn ich meinen Bericht geschrieben habe, können Sie gehen.
28:13Und wenn Sie sich da massakrieren wollen, tun Sie mir einen Gefallen und machen das im Einzugsgebiet einer anderen Klinik.
28:17Ich brauche hier nämlich die Betten.
28:18Sie haben doch gesagt, Sie sind beste Freunde.
28:23Gewesen.
28:24Das glaube ich eben nicht.
28:27Ich glaube, dass ihr beide so aggressiv seid, hat nur oberflächlich was mit der Frau zu tun.
28:31Eigentlich seid ihr sauer, dass gerade deswegen eure Freundschaft zerbricht.
28:35Nee, das ist Blödsinn.
28:36Nee, das ist kein Blödsinn.
28:38Wegen einer Frau.
28:39Ihr seid beste Freunde.
28:41Das ist Blödsinn.
28:42Meine Frau, die bricht dir einfach das Herz, dann lässt sie dich im Regen stehen und haut ab nach Buenos Aires oder sonst wo.
28:49Denk mal drüber nach.
28:54Gut geht's ihm nicht.
28:59Ich schon wieder.
29:04Ich weiß, Sie sind nicht meine beste Freundin, aber mir ist da trotzdem noch was zu Ihrer Patientin eingefallen, Pia Binkowski.
29:11Mhm.
29:12Und?
29:13Wir hatten da mal einen Fall.
29:14Ähm, Bindegewebsschwäche, starke Kurzsichtigkeit, feinglidriger Körperbau, Skoliose der Wirbelsäule.
29:20Alle Symptome vom Marfan-Syndrom.
29:21Mhm.
29:22Ja.
29:23Und wenn Sie noch weiter in medizinischen Enzyklopädien blittern, dann finden Sie bestimmt noch weitere exotische Krankheiten.
29:28Beim...
29:29Beim Marfan-Syndrom kann es zu Komplikationen kommen, die eine innere Blutung hervorrufen.
29:33Wir machen jetzt bei Frau, ähm, na, Binkowski, ja, bei der machen wir jetzt das CT, um die Pankreatitis zu bestätigen.
29:42Sind Sie dazu in der Lage?
29:44Ich werde mein Bestes geben, Frau Doktor von Arnstedt.
29:46Mhm.
29:56Das gibt es gleich.
30:03Wie viel Beruhigungsmittel hat euch Dr. Bering gegeben?
30:11Der Doc hatte recht. Es ist vollkommener Quatsch, sich wegen einer Frau zu schlagen.
30:14Besonders wegen der hier.
30:17Ein medizinisches Wunder.
30:18Euch ist wie bei Nacht ein Hirn gewachsen.
30:20Wir haben die Nachrichten verglichen und sie hat uns beide verarscht.
30:23Dienstags und Donnerstags hat sie mit mir rumgemacht und mittwochs und freitags mit ihm.
30:26Vielleicht hättet ihr die SMS einfach mal vorher vergleichen sollen.
30:30Oder einfach mal miteinander reden sollen.
30:33Okay, mach.
30:38Okay, da ihr euch offensichtlich nicht mehr gegenseitig umbringen wollt, hier sind eure Entlassungsscheine.
30:43Wie kann gehen?
30:44Schwester Lizzie, kann ich Ihre Handy nur mal haben?
30:46Ich habe zuerst gefragt.
30:47Ich habe zuerst gefragt, außerdem hat sie mich gerade angerechnet.
30:49Okay, Junge, stopp.
30:51Wir machen es so.
30:52Du rufst mich dienstags und donnerstags an und du mittwochs und freitags.
30:56Aber bitte nicht am Wochenende, da habe ich schon was vor, ja?
31:05Ah, Schwester Lizzie.
31:07Frau Puhl.
31:08Sagen Sie mal, wie ist denn Ihr Eindruck von den Neuen?
31:10Meinen Sie, sie kommt hier klar?
31:11Warum nicht?
31:13Naja, unsere alte Schwester Betty war ja manchmal ein wenig, ich nenne es mal unkonventionell.
31:16Also ich will auf gar keinen Fall, dass hier wieder so ein Unruheherd auf der Station entsteht.
31:21Bleiben Sie cool, Frau Puhl, die Neuheit ganz und gar nichts von der Alten.
31:25Naja.
31:33Hier geht es wieder schlechter.
31:36Frau Binkowski?
31:46Scheiße.
31:50Die Herztöne sind extrem leise.
31:52Bringen Sie zurück?
31:53Nein, äh, du.
31:55Die Patientin muss sofort in den OP, Verdacht auf Herzbeuteltamponat,
31:58durch erordnende Sektion, Anordnung von Dr. von Arnstedt.
32:00Na los.
32:01Ja, los.
32:01Die Arnstedt, die absegen.
32:03Das ist mir jetzt egal.
32:04Los.
32:04Und ja, deswegen war das aus meiner Sicht in dem Moment die einzig richtige Entscheidung.
32:21Nicht ganz den Vorschriften entsprechend.
32:22Was ist denn wichtiger, die Vorschriften oder das Leben eines Patienten?
32:29Das erzählen Sie bei meiner Schwester.
32:32Was Sie gemacht haben, war riskant.
32:36Aber richtig.
32:38Sie sollten es sich aber bitte nicht zur Gewohnheit werden lassen,
32:41Selbstdiagnosen zu stellen.
32:43Kann ich nicht versprechen.
32:44Was?
32:46Dass Sie gegen ärztliche Anweisungen handeln?
32:48Nein.
32:49Frau Arnstedt.
32:52Ja, gut.
32:53Danke.
32:56Dr. Behring hat Ihnen etwas mitzuteilen.
33:00Sie sollten schnellstens zu ihm gehen.
33:03Den fälligen Anschluss abholen, schon klar.
33:06Ja, das werden Sie schon verstehen, da bin ich mir sicher.
33:11Ach, Schwester Betty.
33:14Ja?
33:15Herzlich willkommen an der Karlsklinik.
33:19Danke.
33:21Sie wollten mich sprechen, Ufa.
33:23Nee, passt prima.
33:25Kommen Sie doch rein.
33:27Ich berichte Herrn Thum gerade, dass bei Frau Binkowski ein gerissenes Gefäß
33:30in der Nähe ihres Herzens erfolgreich operiert wurde.
33:34Es geht ihr gut, ja?
33:36Okay.
33:37Und das verdanken wir vor allem dem schnellen Handeln von Schwester Betty.
33:42Ja, vielen Dank.
33:44Wirklich, vielen Dank.
33:46Aber, äh, am Herzen, also ich dachte, es stimmt was an der Bauchspecheldrüse nicht, oder?
33:51Ja.
33:52Diese Pankreatitis ist auch immer noch akut und muss behandelt werden.
33:54Das gerissene Gefäß, das ist ein Risikofaktor des Marfan-Syndroms.
33:58Marfan?
33:58Ja.
33:59Eine genetisch bedingte Bindegewebserkrankung, an der Frau Binkowski leidet.
34:02Ja, aber sowas hat Pia nicht.
34:03Doch.
34:04Nee, leider ja.
34:05Nee, hat sie nicht.
34:06Wir haben gerade die Unterlagen ihres Hausarztes bekommen.
34:08Sie wird seit ihrem zwölften Lebensjahr dagegen behandelt.
34:12Unter anderem auch mit Beta-Blockern.
34:13Aber...
34:14Aber warum hat die mir das nicht gesagt?
34:18Na ja, vielleicht, weil sie sie mit ihrer Panikmacher völlig verrückt gemacht haben.
34:31Weil sie Angst hatte, dass sie ihr die Luft zum Atmen nehmen.
34:35Ich?
34:36Aber ich...
34:37Das würde ich doch nie...
34:38Also ich...
34:45Also ich bin schuld dran, dass Pia jetzt...
34:46Herr Thum, schuld hat hier niemand.
34:49Aber na ja, äh...
34:50Auch Fürsorge kann mal zu viel werden.
34:59Sie können jetzt zu ihr gehen, ja?
35:03Okay.
35:05Ja, dann danke.
35:06Also...
35:08Mit beiden, ne?
35:17So, Schwester Betty.
35:20Ähm...
35:20Ja, eigentlich, äh...
35:22Können Sie sich den Vortrag sparen, weil ich würde es jederzeit wieder so machen.
35:26Ja.
35:30Das hätte ich befürchtet.
35:32Aber eine Schwester, die eigenmächtig OPs anordnet,
35:35ist ja wohl absolut inakzeptabel.
35:37Nana, sie hat der Patientin das Leben gerettet.
35:39Sie hat deinen oder meinen Namen verwendet.
35:40Das ist Urkundenfeld schon.
35:42Aber sie hat doch gar nichts unterschrieben.
35:44Außerdem lag sie mit ihrer Diagnose vollkommen richtig.
35:46Ach so.
35:47Ja, was machst du denn, wenn sie demnächst falsch liegt mit einer ihrer Diagnosen?
35:50Nimmst du es dann auch auf deine Kappe?
35:51Es ist doch alles gut gegangen.
35:54Entspann dich.
35:54Ja.
35:56Ich kann das vor den Disziplinarausschuss bringen, das weißt du.
35:58Ja, das kannst du machen.
36:00Und wahrscheinlich würde er dir recht geben.
36:03Und gleich danach würde ich fragen, warum du nicht selbst auf das Marfan-Syndrom gekommen bist.
36:07Jeder hätte die Pankreatitis als erstes in Erwägung gezogen.
36:09Aber der Blutdruck war auffällig.
36:11Du hättest das CT früher ansetzen müssen.
36:13Der Blutdruck hatte sich aber stabilisiert.
36:15Oh, die kleine Nana.
36:16Konnte es noch nie ab, wenn sie einen Fehler gemacht hat und nicht Klassenbeste war.
36:19Dafür liebe ich dich so, meine kleine Schwester.
36:21Was ist das?
36:21Also, sei froh, dass die Patientin über den Berg ist.
36:32Vergiss das Ganze und ab an die Arbeit.
36:42Ich wollte dich nicht.
36:46Wegen Martina.
36:51Ich weiß doch, wie sehr dich das mitgenommen hat.
36:55Dann komme ich und alles geht von vorne los.
37:00Wäre ich wirklich so schlimm?
37:06Frau Wilkowski.
37:08Ich glaube, die Komplikationen haben wir in den Griff bekommen.
37:10Jetzt können wir uns ihren eigentlichen Problemen widmen.
37:12Ich habe Angst, dich zu verlieren und dadurch verliehe ich dich beinahe wirklich.
37:14Das ist doch total bescheuert, oder?
37:16Wenn bescheuert eine exakte medizinische Diagnose wäre er tun,
37:20würde ich die wahnsinnig oft stellen.
37:21Später.
37:29Also, wenn wir das hier überstanden haben, ja,
37:32dann meine ich mir nie wieder Sorgen und nicht, ja.
37:36Also, ich meine, nie mehr so übertrieben, ja.
37:39Ach komm, du weißt schon, was ich mache, oder?
37:44Was ich da jetzt schon überrascht?
37:46Warte.
37:48Ist alles gut.
37:48Und, wie findest du deine neue Chefin?
37:56Nichts Besonderes, ne?
37:58Und du?
37:59Ich weiß nicht.
38:01Ich finde irgendwie die...
38:03Entschuldige.
38:03Bering.
38:08Sandra.
38:09Ich wollte dich heute abholen.
38:10Ja.
38:11Ich will noch verabreden.
38:12Ja, natürlich.
38:13Ja, ich habe gedacht, du kannst dich abholen.
38:14Ja.
38:15Ich hole dich ab.
38:15Ja, ich warte.
38:16Ja, wo bist du jetzt?
38:17Ich bin schon auf dem Parkplatz.
38:18Auf dem Weg vom Parkplatz?
38:19Ja, ich war mit dem Parkplatz.
38:21Ich dachte, du kommst früher vorbei und hol dich ab.
38:23Ja, ich bin...
38:24Das kannst du, oder?
38:24Oh, äh, warte mal ganz kurz, bitte.
38:26Sekunde.
38:28Bering.
38:29Hallo, hey.
38:30Das ist ja.
38:31Ja, da war uns das Kilo heute Abend.
38:33Ich habe mir das nicht überrascht, dass ich bei der Arbeit...
38:35Das war heute?
38:36Ja.
38:36Ja, wirklich.
38:37Aber das ist ja auch so.
38:39Nein.
38:40Natürlich habe ich das nicht vergessen.
38:41Ich habe so die Kopfhörer.
38:42Und du bist...
38:43Ich bin jetzt gleich verstanden.
38:44Wo bist du?
38:45Auf dem Weg zum Krankenhaus.
38:46Auf dem Weg zum Krankenhaus.
38:48Oben auf der...
38:49Ja, oben, am Krankenhaus.
38:50Okay, ähm, bleibst du mal ganz kurz dran?
38:52Ja.
38:53Okay.
38:53Sandra, Sekunde noch, ja?
38:56Ja.
38:58Jessica, ich, ähm, ich kann heute doch nicht.
39:03Weil ich hab...
39:04Ich...
39:06Eine Nachtschicht?
39:07Genau.
39:08Tja, du, was willst du machen, ne?
39:10Tut mir wahnsinnig leid.
39:12Okay.
39:12Jo, bis dann.
39:15Sandra, hör zu.
39:16Ich kann heute doch nicht.
39:17Ja.
39:17Ich habe eine Nachtschicht.
39:19Ich weiß, es ist saufglücklich.
39:20Ich habe es total vergessen.
39:22Ich weiß.
39:23Es tut mir leid, okay?
39:25Es tut mir voll rein.
39:26Es tut mir leid.
39:26Es tut mir leid.
39:26Es tut mir leid.
39:27Tja, tschau.
39:34Terminschwierigkeiten?
39:35Und wie.
39:37Schönen Abend.
39:38Genau.
39:38Mal.
39:54Hallo.
39:55Hallo.
39:56How come are they?
39:56...
40:13Untertitelung des ZDF, 2020
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