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  • vor 19 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:03Oh, bitte, das ist ein ruhiger Dienstwerden.
00:08Ist es heute Fasching?
00:10Ha, ha, ha. War gut, Herr Rohr.
00:12Ha, ha, guten Morgen.
00:14Ich fall mit.
00:41Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:09Was?
01:11Ja, auf dem NEF.
01:13Als was?
01:14Als Fehlzüberweiser.
01:16Wie lange?
01:1624 Stunden.
01:18Ihre Liste, Herr Rohr?
01:19Der hat es ganz schön in sich gehabt, ne?
01:22Arbeitsbedingungen sind schlecht, vom Chef im Stich gelassen.
01:25Also bin ich heute einer von Ihnen.
01:26Das musste jetzt wirklich nicht sein.
01:27Doch, doch, doch. Es geht nicht um Ihre Anliegen, Herr Rohr.
01:30Ich bekomme täglich von Patienten Beschwerden rein.
01:32Was denn für Beschwerden?
01:35Respektloses Verhalten, prügelnde Feuerwehrmänner,
01:38Einsatzkette, die im Dienst zusammenbrechen,
01:40zynische Kommentare, demonstrative Unmut.
01:42Was ist ein demonstrativer Unmut?
01:43Genau sowas.
01:45Punkt 21 auf Ihrer Liste.
01:47Gesünderes Essen auf der Wache.
01:48Sehe ich direkt den ersten Widerspruch.
01:52Hören wir?
01:53Komm, Zeit läuft.
02:00Ist es ein junger, ein Mädchen, weißt du das?
02:02Keine Ahnung, ich weiß nur, dass ich schwanger bin.
02:04Wie vielte Woche ist das denn?
02:06Keine Ahnung, ein vierter Monat oder so.
02:08Oder warst du nicht beim Arzt?
02:10Nein, ich wollte es eigentlich Mama sagen und dann mit Mama hingehen,
02:13weil ich Angst habe allein.
02:16Dann muss man jetzt einen Termin machen.
02:17Was ist mit deinem Typen da?
02:19Ist er noch 20 oder wer alt ist denn?
02:21Ja, der ist so alt wie ich, aber der ist lieb
02:22und der hört mir zu, im Gegensatz zu dir.
02:44Nee, ja fahr, Mann.
02:46Du bist ja schon acht Minuten unterwegs.
02:48Ja, Speckgürtel hat ihm nicht nur Vorteile.
02:50Was?
02:50Ja, Sie sehen schon, wie weit draußen das ist hier.
02:53Ja, das spielt auch gar keine Rolle.
02:55Die Hilfsfrist in Baden-Württemberg beträgt 10 Minuten.
02:59Das heißt, wir müssen in 10 Minuten mehr Patienten sein,
03:00allerhöchstens in 15.
03:01Das sind 95 Prozent der Einsätze.
03:03Ja, was kann ich denn hier für den Verkehr?
03:05Dafür führen Sie doch ausgebildete, Herr Raue.
03:06Verstanden Sie sich?
03:07Platz, Sie haben Sondern-Wegerechte.
03:08Ja, und wer bildet unsere lieben Mitbürger darin aus,
03:10eine anständige Rettungsgasse zu bilden?
03:12Ja, ja, genau.
03:12Schulze sind aber die anderen, ne?
03:14Ich mache das selber.
03:19Achtung, Achtung, ihr sprecht der Rettungsdienst.
03:21Bitte lasst es Jungs durch.
03:22Ich habe eine dringende Dienstfahrt.
03:23Vielen, vielen Dank.
03:24Willst du auch mal was sagen?
03:29War doch gar nicht so schwer, Herr Raue, oder?
03:31Ja, ist einfach.
03:38Diese Waschmaschine, ihr ärgert mich nur noch.
03:41Tür aufgemacht und das ganze Wasser ist rausgelaufen.
03:44Ah ja, okay.
03:45Scheiße, Mama.
03:46Ja, natürlich doof.
03:49Am besten wartest du einfach, bis ich fertig bin, oder?
03:53Also du lässt alles liegen und ich komme dann einfach so schnell, wie es geht.
03:58Äh, genau.
03:59Tschüss.
04:00Tschüss.
04:11Darüber, die Anrufe aus dem Tierreich.
04:13Aber nicht hier, äh, Katze auf dem Dach oder Papagei.
04:15Nee, nee, nee, nee.
04:16Wisst ihr, was der häufigste Anruf ist?
04:18Mein Hund hat die Haschkekse gefressen, was soll ich machen?
04:21Ganz ehrlich.
04:23Und was macht man da?
04:25Du gehst zum Tierarzt.
04:27Ich?
04:27Ja.
04:28Nicht du, der Hund geht zum Tierarzt.
04:34Wieder zurück in der Wachabteilung?
04:36Ja, vorerst.
04:38Was heißt das?
04:39Den haben sie tatsächlich ins Assessment Center eingeladen, zum gehobenen Lins.
04:44Aha.
04:45Hochgeschlafen wahrscheinlich.
04:47Ich habe in der Leitstelle einfach einen Top-Job gemacht.
04:49Die sind der Meinung, ich habe Führungsqualitäten.
04:53Na, dann viel Glück.
04:55Immer noch im Kindergarten hier.
04:57Guten Morgen.
04:58Guten Morgen.
05:00Hast du deine Tauglichkeitsprüfung eigentlich bestanden?
05:03Bis heute.
05:05Ah.
05:05Ja, viel Glück.
05:25Nee, das ist gar nicht gut.
05:26Das ist gar nicht gut.
05:28Herr Koster, darf ich Sie bitten, etwas Abstand zu nehmen, um die Einsätze nicht zu stören?
05:31Danke.
05:33Bei allem nötigen Respekt.
05:34Ich habe auch die Qualifikation als Rettungssanitäter gemacht.
05:37Bei Ihrem Zivildienst von 2006?
05:38Na endlich, hat ja ewig gedauert.
05:40Ihre Kollegen sind da hinten.
05:41Tag auch.
05:46Hi.
05:46Schön, dass ihr da seid.
05:48Ich finde die P-Wellen irgendwie ein bisschen eigenwillig.
05:51Welche P-Wellen?
05:52Genau die.
05:53Sieh, Sieh, mir geht das schon viel besser.
05:55Ich habe es nur zufällig gesehen.
05:56Steht da und fällt plötzlich um.
05:58Sie haben sehr gut reagiert.
05:59Seine Frau wäre ja nicht da gewesen.
06:00Das Auto steht ja nicht vor der Tür.
06:02Herr Seifert, ich würde Sie gerne mit ins Krankenhaus nehmen für weitere Untersuchungen.
06:05Das ist überhaupt nicht notwendig.
06:06Mir geht es schon viel besser.
06:07Mir ist ein bisschen schwindelig gewesen.
06:08Das ist alles wirklich.
06:09Die EKG sagt aber was anderes.
06:12Hatten Sie schon mal Probleme am Herzen?
06:14Nein, noch nie.
06:16Jetzt macht das aber Probleme.
06:18Das muss untersucht und behandelt werden und das geht nur im Krankenhaus.
06:22Dann, ich mache mir einfach einen Termin morgen früh beim Kardiologen.
06:25Nee, das müssen Sie direkt abklären lassen.
06:27Das wäre wirklich gut.
06:28Die Kollegen fahren Sie auch.
06:29Das ist wirklich nicht nötig.
06:30Wenn Sie Angst vor der Untersuchung haben, können wir Ihnen auch etwas zu beruhigen nehmen.
06:33Nein, nein, nein.
06:33Lass uns mal gut sein.
06:34Herr Seifert.
06:35Nein.
06:36Ich muss Sie mit Nachdruck bitten.
06:37Es ist akut.
06:37Nein.
06:38Wir müssen es direkt abklären lassen.
06:40Frau Haddad.
06:41Auf ein Wort, bitte.
06:43Entschuldigung.
06:47Also.
06:47Oh, Moment bitte.
06:49Der Patient muss erst mal gar nichts.
06:51Es ist ein Recht, den Transport zu verweigern.
06:53Ja, es ist aber meine Pflicht, ihn darauf hinzuweisen.
06:54Ist er zurechnungsfähig?
06:55Ja, natürlich bin ich zurechnungsfähig.
06:57Gut.
06:59Und Sie haben diese Entscheidung zu respektieren.
07:00Ja.
07:00Danke.
07:12Vielen, vielen Dank.
07:14Ja, gerne.
07:15Nächstes Mal nicht so hoch.
07:16Okay.
07:18Tschüss.
07:19Wieder mal ein Leben gerettet.
07:21Ach.
07:22Retten, löschen, bergen, schützen.
07:28Haben Sie das gelesen?
07:30Können folgende Risiken nicht ausgeschlossen werden?
07:33Eintritt des Todes.
07:34Ja.
07:35Ja?
07:36Und Sie gehen morgen direkt zum Kardiologen.
07:40Herr Seifert?
07:41Mach ich.
07:42Versprochen?
07:42Versprochen.
07:46Alles Gute.
07:47Alles Gute.
07:52Na, bitteschön.
07:54Dankeschön.
07:56Für was denn?
07:57Punkt 14 auf Ihrer Liste.
07:59Keine Unterstützung der Wachleitung bei Bagatell-Einsätzen.
08:02Entweder wollen Sie mehr Arbeit oder weniger.
08:03Müssen Sie sich entscheiden, Herr Rao.
08:04Verstehe ich jetzt nicht.
08:05Sorgt nicht einschlafen.
08:06Wir gehen zurück in Status 1.
08:08Einsteigen bitte.
08:30Wir gehen zurück.
08:38Der Mann gehört direkt ins Herz-Katheter-Labor.
08:41Ach, Quatsch. Das war ein junger Mann.
08:44Der findet einen Notfall, der legt schon allein ins Krankenhaus.
08:45Hauptsache, er hat die Transportverweigerung unterschrieben.
08:48Dann bleiben Sie wenigstens nicht auf den Kosten sitzen.
08:49Ja, genau. Das war seine Entscheidung.
09:15Nein, nein, nein. Privathandys bitte aus im Dienst, ja?
09:19Bratat.
09:22Das wird man ja sehr gerne machen, aber dann müssten Sie endlich mal für neue Navis sorgen.
09:26Weil mit dem alten Ding kommen wir nie auf schnellstem Wege zum Einsatzort.
09:29Das machen alle Fahrer mit ihren Privathandys.
09:31Das wissen Sie auch, das stand auch auf meiner Liste.
09:34Willst du alles, alles, Herr Rauer?
09:36Ja, aber... Genau.
09:41Unfassbar.
09:50Also ich glaube nicht, dass Kösse den nochmal zurück auf die Straße lässt.
09:56Heißt, die Stelle bleibt frei?
10:00Die Stelle ist besetzt.
10:02Idiot.
10:03Auf Probe.
10:11Es ist jetzt 11.30 Uhr und bisher hatten wir nur einen Einsatz.
10:14Also von Ihrer sogenannten Dauerbelastung habe ich jetzt nicht so viel gemerkt.
10:18Heute ist ein außergewöhnlich ruhiger Tag. Das ist sonst nicht so.
10:21Ja, natürlich, genau. Und das ist auch nicht die Regel, nehme ich an, ne?
10:28Das ist ein Powernip.
10:30Ich schicke Ihnen später sehr gerne den Link zu der Studie mit den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit.
10:35Ja, ja, ganz genau. Also ich finde, solche kurzen Pausen kann man auch produktiv nutzen.
10:39Man könnte sich die neuen Leitlinien nochmal angucken, zum Beispiel...
10:45Das würde ich sehr gerne machen, aber Sie haben es ja selber gehört.
10:51Das würde ich sehr gerne machen, aber Sie haben es ja selber gehört.
11:11Wir können jetzt einfach wegfahren.
11:21Abfahrt ohne Bezahlung bei Einsatz.
11:25Nina, du kannst ja nicht einfach so wegpennen, weißt du, wie das aussieht.
11:28Das ist eine totale Ausnahme.
11:30Ja, aber fürköster nicht.
11:33Bei dir bin ich mir ehrlich gesagt auch nicht mehr so sicher.
11:35Hä? Was soll das denn heißen?
11:37Erst fährst du nur noch zwölf Stunden Dienstleid und dann kommst du völlig zerschossen und zu spät zum Dienst.
11:42Was kommt denn als nächstes? Die Kündigung?
11:44Du übertreibst gerade den Rest.
11:46Ich treibe nicht.
11:47Weißt du, außerdem, ich habe mich dieser Scheißliste wirklich weit aus dem Fenster gelehnt.
11:50Es wäre schön, wenn du mich da mal ein bisschen unterstützen könntest.
11:52Hier, ich habe es. Ich habe es.
11:53Hier, äh, die Rettung von Menschenleben hat Vorrang vor finanziellen Verpflichtungen.
11:57Ja.
11:58Oh, Mensch.
11:59In der Regel haben Tankstellenbetreiber Verständnis für solche Situationen.
12:02Ist ja auch klar, ist ja ein Notfallinsatz, ne?
12:04Und sind auf nachtägliche Abrechnung mit Rettungsdiensten vorbereitet.
12:08Oh Gott.
12:09So, geben Sie Gas, Herr Rauer. Ja?
12:10Zehn Minuten, dann gehen wir nicht drüber.
12:11Nicht heute. Heute wird nicht gestorben.
12:15Gott, steh mir mal.
12:26Tag.
12:28Wir hatten ja schon öfters das Vergnügen.
12:30Wie ist Ihr Name nochmal?
12:33Ich will immer noch Marcel Albrecht.
12:35Ich muss sofort ins Krankenhaus.
12:37Schön durch den Mund atmen.
12:38Ich nehme jetzt erstmal Ihre Werte, Herr Albrecht, ja?
12:41Ich muss jetzt ins Krankenhaus.
12:42Was hat er denn?
12:43So einiges.
12:46Na ja, Flüssigkeit im Bauchraum, infolge chronischer Lebererkrankung.
12:50Waren Sie nicht schon letzte Woche im Krankenhaus, Herr Albrecht?
12:53Mir ist gar nicht gut.
12:55Das ist ein Brief vom Arzt da.
13:02Da steht nichts Neues, Herr Albrecht.
13:04Lohre kaputt, Leber kaputt, Herz kaputt.
13:06Mir geht es immer gar nicht gut.
13:07Ich muss ins Krankenhaus.
13:09Ja, das glaube ich Ihnen, dass es Ihnen nicht gut geht.
13:10Aber die Kollegen im Krankenhaus haben gesagt, dass Sie Ihnen nicht helfen können, wenn
13:14Sie nach jeder Entgiftung wieder von vorne anfangen, Herr Albrecht.
13:18Ich habe drei Wochen gar nicht gesoffen.
13:20Gar nichts.
13:21Ich bin nöchtern.
13:22Ich bin nöchtern, wirklich.
13:25Im Krankenhaus werde ich gewaschen.
13:28Ich muss was essen.
13:29Es ist aber nichts fürs Krankenhaus, sondern für den Pflegedienst.
13:33Na, tut mir leid.
13:34Ich kann Sie nicht mitnehmen.
13:38Okay, wir nehmen mit.
13:40Herr Albrecht, können Sie aufstehen?
13:44Wir kriegen ihn zu zweit nicht runter.
13:46Okay, soll ich den Krokettenkreuz an?
13:48Wir können Sie ganz über Essen nachdenken, Mensch.
13:49Nee, Tragenhilfe reicht.
13:51Ja, dann ist ja gut, dass Herr Köstet die Qualifikation, dass Rettungssanitäter hat.
13:54Ja.
13:54Was?
13:56Geht los.
13:58Kratzen.
14:01Kratzen.
14:03Kratzen.
14:13Ja, es ist mir jetzt ein bisschen unangenehm.
14:14Also zwei Männer, also Frauen, als Einsatzkräfte hätten ja auch gereicht.
14:18Na ja, sind eben immer sechs auf einem Fahrzeug, ne?
14:20Ja.
14:21Was haben wir denn?
14:23150 Kilo.
14:25Kriegen wir haben einen Job für mich und die Jungs.
14:27Machen wir so.
14:28Und Nasenklammern nicht vergessen.
14:29Oh.
14:45Geil.
14:47Ab dann?
14:48Ja.
14:48Gut.
14:56Wir müssen aufpassen.
14:57Wir haben Hördans.
14:58Ja, keine Angst, wenn du fällst, fällst du weich.
15:00Der Kollege Ingo fängt dich dann auf.
15:02Na, doch, bloß auf.
15:04Sollen wir einmal durchatmen?
15:05Oh, nee, bitte nicht.
15:06Boah, der Geruch kippt mich.
15:07Ich übergebe mich gleich.
15:08Was ist eigentlich mit deiner Arbeitsleitung passiert, Frau Doktor?
15:10Du war gestern ein bisschen zu lange unterwegs.
15:12Hallo.
15:14Willst du mir sagen, dass er einen neuen schlechten Einfluss hat?
15:17Ich sag immer, maßvoll genießen.
15:19Ja, ja, ja.
15:19Sonst müssen wir dich auch irgendwann aus dem Wohnheim abholen.
15:21Oh, gleich geschafft.
15:23Er bricht.
15:23Oh, Böder.
15:24Oh, Morgi.
15:26Oh, Morgi.
15:33Alter, Schwede.
15:34Ja, wir brauchen auch noch was von.
15:35Ja, bevor wir das nächste Mal kommen, bitte ein bisschen abspecken.
15:38Echt, ey, wie kann man sich so gehen lassen?
15:40Das ist ein tragischer Fall.
15:42Ein eiserner Wille zur Selbstzerstörung.
15:44Ja, wäre schön, wenn er da mal ein bisschen konsequenter wäre, anstatt noch jahrelang
15:47die Allgemeinheit zu belasten.
15:49Entschuldigung?
15:50Sie kennen den Mann doch überhaupt nicht, seine Geschichte.
15:53Ich erwarte, dass wir hier jeden Patienten mit dem gleichen Respekt behandeln, Herr Raue.
15:56Moment, das sag ich eigentlich.
15:57Das gilt vor allen Dingen auch für Sie, Frau Dr. Haddad.
15:59Was?
15:59Wir helfen, aber urteilen nicht.
16:01Ja, mit Sicherheitsabstand könnte ich auch große Reden schwingen.
16:03Aber ich bin derjenige, der sämtliche Körperflüssigkeiten auf der Hose hat.
16:06Das ist jetzt auch nicht so, dass permanent jemand zu mir kommt, mir auf die Schulter
16:09klopft und sagt, das ist aber schön, Herr Raue, dass Sie das alles leisten.
16:11Vielen Dank.
16:12Ja, am Ende des Tages gehe ich nämlich alleine nach Hause.
16:14Entschuldigung?
16:14Und es interessiert...
16:15Ja.
16:16Sie sind doch vom Rettungsdienst.
16:18Ja, keine Sorge, wir fahren die Autos gleich weg.
16:20Nein, nein, nein, das ist es gar nicht.
16:22Wir vom Wohnheim, wir sind ganz oft überlastet.
16:25Und es ist wirklich so rührend zu sehen, wie selbstverständlich Sie mit den Patienten sind.
16:30Das ist großartig, danke.
16:32Meine Mutter wird es ja wohl schaffen, einmal den Wischer durch die Fütze zu schieben.
16:36Willi, die wirkte total panisch, weil du nicht erreichbar bist.
16:39Keine Ahnung, die langweilt sich halt.
16:41Seitdem die gekündigt hat, sitzt sie den ganzen Tag zu Hause.
16:44Nee, Willi, die erzählt von irgendwelchen Leuten, für die sie kochen muss.
16:49Ja, das sind die Nachbarn.
16:50Die haben von der Frührente was mitbekommen und stehen halt ständig auf der Matte.
16:53Du, ich weiß nicht.
16:55Stefan, Abwart.
16:56Du, Stefan, ich muss los.
16:58Okay, tschüss.
17:00Tschüss.
17:08Ich finde mal, wenn man sowas hört, da weiß man, warum er das macht.
17:12Das erwärmt einem richtig das Herz.
17:15Achso, was ich vorhin noch fragen wollte.
17:18Gehen Sie eigentlich so manchmal nach dem Dienst noch gemeinsam was trinken?
17:24Stoßen auf die geretteten Leben an?
17:26Oder werten die Einsätze aus?
17:28Nö.
17:28Nö.
17:30Darf ich dir?
17:33Ja, wahrscheinlich hat man sich nach so einem 24-Stunden-Tag irgendwann auch alles gesagt, ne?
17:40Man lernt sich besser kennen als ein Liebes.
17:44Na, so klasse leise.
17:48Na, sie wissen gar nicht, wie gut sie es haben.
17:52So gemeinsam auf Einsätze, danach gemütlich im Aufenthaltsraum sitzen, ein bisschen zocken.
17:58Oder ne Pizza bestellen, so verrückt.
18:00Hey, ich hätt gern ne Fungi, ich nehm ne Tonne.
18:03Uff, das ist toll.
18:05Das ist so, ja.
18:15Ich hab ne Idee!
18:18So, letzten beiden, na?
18:20Finger weg, Finger weg, Finger weg.
18:21Finger, Finger weg, Finger weg jetzt.
18:24Ganz kurz, bitte.
18:26Also, auf Ihrer Liste stand ja gesündere Ernährung, richtig?
18:30Da hab ich gedacht, ich, äh, ausnahmsweise bestelle ich was vom Asiaten, weil da ist immer schön Gemüse mit drin.
18:41Ja, ist okay.
18:46Jeder ein Stählchen, jeder zwei Stäbchen.
18:49Und du vögelst jetzt wieder mit der Polizista, ne?
18:54Hier, da ist kein Gemüse drin, versprochen.
18:57Heike!
18:59Ja?
18:59Echt?
19:00Und?
19:01Hat im Bau nichts gelernt.
19:03Wie heißt der noch mal?
19:05Film, ne?
19:06Wie viele Kinder hat der?
19:08Es geht dichter schon.
19:10Dann machst du jetzt die Supermutti, oder was?
19:14Dankeschön, Herr Köster, es ist total lecker.
19:15Ja, vielen Dank, sehr lecker.
19:17Ja, super geil.
19:19Ich muss mich bei Ihnen bedanken.
19:21Also, wirklich noch mal, danke, dass Sie so tolle Arbeit machen.
19:23Also, ernsthaft, ich krieg das ja heute noch mal alles live und in Farbe mit, was Sie da so alles
19:28leisten.
19:29Hut ab, noch mal.
19:32Machen Sie das jetzt jeden Mittwoch?
19:33Was genau?
19:34Essen bestellen oder auf den Wagen mitfahren?
19:38Das ist eigentlich eine gute Idee, ja.
19:39Ich meine, deswegen bin ich ja Feuerwehrmann geworden.
19:42Also, ja, Menschenleben retten, klar, auch, ja.
19:45Aber so das hier, diese Kameradschaft, dieses Füreinander-Dasein, das ist...
19:49Einer für alle, alle für einen, ne?
19:50Genau, Herr Probst, ganz richtig.
19:51Was ist denn eigentlich mit meinem Dienstleistungsbericht?
19:54Dann müssen Sie Frau Johannes fragen, Herr Pufs, wissen Sie das nicht?
19:59So, hab ich ganz vergessen.
20:00Oh, Entschuldigung.
20:01Natürlich gibt es auch noch was zu feiern.
20:04Herr Rogoser darf ab sofort wieder mit auf Einsätze fahren, als Atemschutzgeräteträger.
20:13Herr Fraudat?
20:15Hm?
20:15Ich dachte, wir tauschen uns nochmal aus über die Einsätze heute.
20:18Äh, ich muss noch Einsatzberichte schreiben.
20:20Ja, vorbildlich, klar.
20:21Ja, das nenne ich Arbeitsmoral.
20:27Guten Appetit, schmeckt's?
20:29Ja, ist super.
20:30Bio.
20:31Bio.
20:33Bio.
20:33Bio-Nudeln.
20:49Komm, schau, schau, schau.
20:56Noch dicht.
20:58Hier, halten.
21:11Boah.
21:13Was ist denn das für ein Guter Matfraß?
21:16Schmeckt aber auch ein bisschen geil gerade.
21:18Mhm.
21:20Ich bin so froh, wenn dieser Tag vorbei ist.
21:23Ja, Halleluja.
21:27Und, ähm, kommst du dann auch direkt zu mir?
21:30Auf jeden Fall.
21:32Und dann morgen bitte ausschlafen.
21:35Mhm.
21:36Nicht bei mir.
21:37Mhm.
21:37Ich hab' ne superknappe Deadline.
21:39Ich, ja.
21:41Mhm.
21:42Oh nein.
21:43Und dann nächste Woche ausschlafen?
21:45Ähm, nächste Woche hab' ich die Kinder.
21:51Was?
21:53Wir müssen zusammen in Urlaub.
21:56Nur du und dich.
21:58Äh, ja.
22:00Ja?
22:00Ja.
22:02Ja.
22:02Ja.
22:02Ja.
22:02Ja.
22:02Und, äh, wo wollen wir hin?
22:05Ähm, Corsica.
22:07Find ich super.
22:07Ja?
22:08Mhm.
22:08Gut.
22:09Mhm.
22:14Was ist denn das?
22:15Ist das das Essen?
22:18Energydrink.
22:18Oh.
22:21Lecker.
22:27Also stehst du jetzt auf die Notärztin oder auf Heike?
22:29Du bist immer noch meine Nummer eins.
22:32Oh.
22:33Hab ich was verpasst, Herr Probst?
22:35Na ja, Herr Probst, der arbeitet jetzt an der guten Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr.
22:40Wow, Ingo.
22:42Das ist so Kindergarten, ehrlich.
22:43Ja, stimmt aber schon, ne?
22:45Herr Probst ist unser wachen Playboy.
22:46Wuuu.
22:47Ja, nee, nee, nee.
22:48Das sind alles Gerüchte.
22:49Das sind Gerüchte, ne?
22:50Das sind Gerüchte, ganz ehrlich.
22:50Aber Sie, Sie sind doch der Experte für die Langzeitbeziehungen, oder?
22:55Fürs Stabile.
22:56So richtig beziehungsmäßig, so schwarzer Gürtel.
22:59Na ja, wie lange sind Sie jetzt verheiratet?
23:0215 Jahre.
23:04Mann, ey, 15 Jahre.
23:06Das ist doch krass.
23:07Und wie viele Kinder, zwei oder drei?
23:08Äh, zwei.
23:09Einen Tochter und einen Sohn.
23:10Ja.
23:11Das ist es nämlich.
23:12Da können wir uns nochmal eine Scheibe abschneiden.
23:14Ach, das schafft der Kollege auch noch.
23:15Oder ist unten auch schon mal das Warmgekocht von vielen Sitzen auf der letzten Stelle.
23:18Mach doch mal die Backen, Ingo.
23:19Deine Mutter hält meine Backen.
23:25Mama, das ist doch alles kein Problem.
23:26Du kriegst das hin.
23:28Ja, du hast gut reden.
23:29Hier ist totales Chaos.
23:30Dann machst du jetzt eins nach dem anderen, okay?
23:35Hast du denn wenigstens schon mal das Wasser aufgewischt?
23:37Ja, welches Wasser?
23:42Das von der Waschmaschine.
23:44Ach so.
23:45Ja, aber klar.
23:47Vielleicht kann mir dein Vater später helfen.
24:00Was hast du gesagt?
24:02Ich weiß gar nicht, wann der endlich nach Hause kommt.
24:26Mama, Papa ist seit 20 Jahren tot.
24:31Was erwartest du denn jetzt von mir?
24:33Ja, soll ich mich jetzt, nein, soll ich mich jetzt wirklich freuen oder was?
24:38Nein, wie stellst du das, wie stellst du das jetzt vor?
24:41Nein, wer sagt das denn jetzt den Kindern?
24:47Die haben das schon kennengelernt?
24:49Ey, sag mal, geht's doch?
24:52Das haben wir so nicht besprochen, das weißt du ganz genau.
24:55Nein, haben, nein, haben wir nicht zu, nein.
24:59Nein, es wäre einfach schön gewesen, wenn wir das, wenn wir das zusammen hätten,
25:02entscheiden können, mal zur Abwechslung vielleicht.
25:05Ja, nee, offensichtlich ist meine Meinung für niemanden irgendwie wichtig.
25:12Ich rufe dich später nochmal an.
25:16Und?
25:17Enttäuscht?
25:20Quatsch.
25:21Ich freue mich, dass du wiederkommst.
25:24Ehrlich gesagt ist mir das alles...
25:25Ich komm nicht wieder.
25:31Hallo, ne, schwanger.
25:32Braucht mich.
25:35Okay.
25:39Warum hast du dir dann die Tauglichkeitsprüfung angetan?
25:45Wolltest du es dir und der Mannschaft nochmal beweisen, oder?
25:47Du machst dich gut als Wachabteilungsleiter.
25:51Wachabteilungsleitender natürlich.
25:53Pio.
25:58Du schaffst das schon.
26:12Ja, ja, ja, tschüss.
26:14Ich komm, ich guck mal.
26:17Ich will es dir.
26:26Musik
26:59Musik
27:24Herr Rau, wir müssen die Kanülen auffrischen, ne?
27:27Da fehlen eine ganz Menge.
27:29Haben Sie es nicht gemerkt?
27:31Ich habe es, merken wir das, ja.
27:32Weil das ist, das wird nicht ausrechnen.
27:34Ah, da seid ihr ja.
27:37Hallo.
27:38Hallo.
27:39Herr Rau und ich machen Fahrzeugcheck.
27:40Schön.
27:42Kann ich mir Ihre Berichte sehen?
27:43Äh, ja, äh, wieso?
27:46Wertschätzung, Frau Kollegin.
27:47Wir wirken vorhin so, so engagiert.
27:51Ja, äh.
27:52Jetzt lassen Sie uns ja erst mal den Fahrzeugcheck in Ruhe zu Ende machen, Herr Köster.
27:55Es kann ja sein, dass die jederzeit der Melder geht, ne?
27:58Ja, wenn Sie Ihre Einsatzberichte mal direkt im PC eintippen würden,
28:01dann hätten Sie auch mehr Zeit hier.
28:06Können Sie mal bitte den Medikamentenkühlschrank aufmachen, Herr Rau?
28:08Können Sie bitte den Medikamentenkühlschrank aufmachen, Herr Rau?
28:10Jetzt.
28:27Das ist auch nicht von Ihnen, nehm ich an, oder?
28:30Hm?
28:31Ja, Sie beschweren können alle, aber einen Arbeitsplatz sauber halten,
28:33das muss gelernt sein.
28:35Ah.
28:36Einsteigen jetzt.
28:50Also, ich will Ihnen ja jetzt nicht Ihre romantische Sicht vom Dienst auf der Straße nehmen,
28:54aber drei Monate Schichtdienst und der Biorhythmus ist im Arsch.
28:57Trinken Sie das Zeug doch wenigstens heimlich.
28:59Heimlich?
29:00Ja, natürlich.
29:01Also, es geht ja auch ein bisschen um die Außenwirkung des Rettungsdienstes.
29:04Und da sind Sie beide, der tägliche Botschafter.
29:07Wenn eine Notärztin mit einem Energydrink, wie sieht das denn aus?
29:12Meiner Erfahrung nach sind die Konsumenten von solchen Getränken eher zweifelhafte Charaktere.
29:16Was ist zweifelhaft?
29:17Überzeugen Sie mich vom Gegenteil, Herr Rau?
29:18Herr Köster?
29:19Ja?
29:20Ich hätte gern demnächst zwei Wochen Urlaub.
29:22Was?
29:29Sehr schön.
29:30Das ist ein Herzschlag dann?
29:32Ein kleines, starkes Herz.
29:34Sehr gut.
29:35Gibt's denn mal?
29:36Dankeschön.
29:39So.
29:40Na, Ihrem Kind geht es gut.
29:44Warum haben Sie uns angerufen?
29:46Ich hab Ihnen das doch gesagt.
29:47Ich hab das auch Ihren Kollegen am Telefon schon gesagt.
29:49Mein Kind war bewusstlos.
29:51Ich wollte Sie wecken, Sie ist ganz schwer wach geworden.
29:53Sie hat geschlafen.
29:55Sie hat keinen Infekt und keine Anzeichen einer Erkrankung.
29:59Ich hab ein ungutes Gefühl.
30:01Für ein ungutes Gefühl ist aber der Kinderarzt die richtige Adresse, nicht die 112.
30:05Wir sind für lebensbedrohliche Notfälle zuständig.
30:11Frau Bärchen, verstehen Sie das jetzt nicht falsch, aber haben Sie vielleicht schon mal an eine Mutter-Kind-Kur gedacht?
30:19Entschuldigung, sind Sie Notärztin oder sind Sie die Seelsorge?
30:22Ich brauche keine psychologische Beratung.
30:27Schwierig, ja.
30:34Oder?
30:36Kommt man mir gestern vor, dass meine Tochter so klein war?
30:38Was ist denn?
30:57So, wieder die Pizza!
31:02Pepin, hörst du mich?
31:05Hallo! Aufwachen!
31:08Ja, geht doch.
31:11Kevin, über die Kombo Pennen und Ofen haben wir doch gesprochen, oder?
31:15Außerdem bin ich ein bisschen enttäuscht.
31:16Wir waren uns doch einig, dass du was mit der Pizza Hawaii sein lässt.
31:19Okay.
31:22Hat sich die Beatrice jetzt gemeldet?
31:23Nein, ne?
31:25Was hast du denn geschrieben?
31:26Ja, WM.
31:27Was ist das?
31:28Was machst du?
31:29Echt jetzt?
31:30Kevin.
31:32Wo haben denn ihr der Rogosa gelassen?
31:34Wie bitte?
31:35Der Rogosa.
31:36Pio hat doch mal für Mannheim gespielt, das ist sein größter Fan.
31:39Der hofft jedes Mal, dass er dabei ist.
31:42Ah, haben Sie absichtlich die Pizza anbringen lassen, um Pio zu sehen?
31:47Sag mal, können Sie...
31:50Ich warte unten.
31:53Verloren haben wir auch.
32:03Kartell-Einsätze hatte ich auch in meiner Liste.
32:08NEF 3-1 von Leitstelle kommt.
32:11Und weiter geht's.
32:16NEF 3-1 hört kommen.
32:23Geht das vielleicht ein bisschen schneller?
32:25Herr Köster?
32:26Sie wissen, dass wir nicht rennen dürfen, oder?
32:29Aus Sicherheitsgründen.
32:30Ja, aber dieses Steckentempo, das hält doch kein Mensch aus.
32:33Ein Langstreckenläufer, kein Sprinter.
32:36Gut, dann machen wir einen Kompromiss.
32:38Eilend, aber nicht rennend.
32:40Flott, aber immer unter Wahrung des Eigenschutzes, ja?
32:42Weil es geht ja auch ein bisschen darum, sich dynamisch zu präsentieren.
32:44Hier ist der Rucksack.
32:46Machen Sie es selber.
32:47Bin ich gespannt auf Ihre dynamische Präsentation.
32:50Saukindlisch, Herr Rauer, wirklich.
32:56Wird aber auch Zeit.
32:57Wo ist Ihre Frau?
32:58Warten wir uns.
33:00Ja, dann nimmst du gleich nach vorne nochmal die Schüpfchen zum Vollgewässer.
33:04Da.
33:06Sie haben der Leitstelle gesagt, Ihre schwangere Frau wäre nicht ansprechbar.
33:10Ja, die ist nicht ansprechbar, egal was ich sag.
33:13Wann gibt's Essen, die jammert nur rum.
33:14Wollen Sie uns jetzt verarschen, oder was?
33:16Was haben Sie denn?
33:18Kopfschmerzen.
33:19Ich hab Kopfschmerzen seit vier Monaten.
33:20Warum sind Sie denn nicht zum Arzt gegangen, wenn Sie seit vier Monaten Kopfschmerzen?
33:23Wie soll das denn gehen?
33:25Wenn die geht, schreien die Kinder nur rum.
33:27Ja, dann müssen Sie sich mal alleine drum kümmern.
33:29Wäre doch wichtig, dass Ihre Frau zum Arzt gehen könnte, oder nicht?
33:31Ja, das stellen Sie sich so einfach vor.
33:33Das ist aber nicht unser Problem.
33:35Wenn Sie Ihren Alltag nicht Bewältigung gönnen, dann müssen Sie sich Hilfe holen.
33:38Ja, haben Sie mal was vom Jugendamt gehört?
33:40Jugendamt?
33:40Ja, da kommt immer so eine Tante vorbei, die macht mit uns Papierkram und sowas,
33:44aber die erzählt auch immer nur das Gleiche.
33:46Meine Fresse, Sie sind doch jetzt schon hier.
33:48Jetzt helfen Sie doch einfach.
33:49Ich bin schwanger und hab Kopfschmerzen.
33:51Was steht das?
33:52Hören Sie das?
33:53Hören Sie das nur gejammern?
33:55Was geht denn, wenn man so rum?
33:57Aber Schluss jetzt hier!
34:00Merkt ihr, 112 ist die Notrufnummer?
34:03Wir können uns alle darauf einigen, dass das hier kein Notfall ist.
34:06Mit Kopfschmerzen geht es zum Hausarzt und außerhalb der Sprechzeiten rufen Sie 116, 117 an.
34:11Und mit Verlaub, wenn wir mit sechs kleinen Kindern in einer Minivohnung wohnen,
34:15wo unten einem die Probleme über den Kopf wachsen,
34:16soll man vielleicht keine Kinder mehr kriegen!
34:18Psst!
34:18Das Baby schläft!
34:48Das Baby schläft!
34:49Das Baby schläft!
34:49Das Baby schläft!
34:49Und das Baby schläft!
34:51Das Baby schläft!
34:52Das war nicht professionell von mir, das weiß ich.
35:05Ist vielleicht irgendwas anderes passiert?
35:09NIF 3, Heinz von Leitstelle, komm.
35:12Das war jetzt mal gut für heute.
35:15Komm mal.
35:21NIF 3, Heinz hört, kommen.
35:40Na, Hilfe!
35:45Ihr stellt euch mal hier eine Reihe auf fürs Drücken.
35:47Da kommen Sie schnell.
35:48Ja, wir sind da.
35:53Machen Sie doch was, bitte schnell.
35:55Das ist Herr Seifert.
35:57Das ist mein Mann.
35:58Mann, was ist denn mit ihm?
36:00Bitte.
36:01Kommen Sie bitte, lassen Sie die Kunde.
36:02Was ist denn mit ihm?
36:03Das wird gut.
36:04Danke.
36:08Er ist einfach umgekippt.
36:09Einfach.
36:10Drücken.
36:10Ja.
36:12Gucken Sie mich an.
36:13Gucken Sie mich an.
36:14Gucken Sie mich an.
36:14Gucken Sie mich an.
36:16Ein Abend, sehr gut, sehr gut.
36:17Außer.
36:17Sehr gut, sehr gut.
36:19Ja.
36:20Woher kennen Sie denn Christian?
36:21Wann heute Morgen bei Ihnen zu Hause?
36:23Was?
36:24Das hab ich dir gar nicht erzählt.
36:2827, 28, 29, 30.
36:3827, 28, 29, 30.
36:41Wir hatten nur noch Stress in letzter Zeit.
36:42Das war alles nicht so leicht mit den Kindern.
36:44Was ist das denn?
36:45Was ist das denn?
36:46Zwei.
36:47Zwei.
36:47Wie alt sind diese Kinder?
36:48Fast zwei.
36:49Schrecklich, schrecklich.
36:50Furchtbar.
36:50Wunderbar süß und furchtbar schrecklich.
36:51Ansteck.
36:52Okay.
36:54Alles gut.
36:55Okay.
36:56Wie heißen Ihre Kinder?
36:57Mir und Joschi.
36:59Gibt's den gut?
36:59Ist die Oma da?
37:00Wir haben mein Dad gehabt und es war echt richtig schön.
37:03Das ist doch schön.
37:04Ja, ja.
37:1127, 28, 29, 30.
37:21Supra.
37:22Supra.
37:29Was sagt der Defi?
37:30Ist ja drei Schocks, aber kein Rosk.
37:35Es gab ja keine Ersthelfer.
37:37Keine Ahnung, wie lang die Noflo-Zeit war, aber definitiv zu lang.
37:45Er will nicht mehr.
37:48Es ist ja einfach nur Kreislauf und hat der Apfel zu Kreislauf-Probleme, Ihre Meinung?
37:52Nein, er ist topfit eigentlich.
37:54Jetzt haben Sie gegessen vielleicht, weil er ist falsches dabei oder so.
37:57Passt da.
38:00Gut, so versuchen Sie ruhig zu atmen.
38:01Schöner Abend.
38:02Frau Seifert.
38:03Frau Seifert.
38:04Ja?
38:05Ihr Mann atmet seit über 40 Minuten nicht mehr.
38:08Sein Herz schlägt nicht mehr.
38:09Wir haben alles versucht.
38:11Wir werden die Reanimation jetzt beenden.
38:13Nein, das machen Sie auf gar keinen Fall.
38:15Ich regle es.
38:15Ich regle das Frau Seifert aus.
38:16Auf gar keinen Fall.
38:17Sie gehen in der Herzzeit und gehen den noch mehr zu brauchen.
38:19Wir haben über 40 Minuten Reha gemacht.
38:20Ich werde das jetzt abbrechen.
38:21Das werden Sie nicht.
38:22Nein, nein, nein.
38:23Der Mann ist noch nicht tot.
38:24Wir können ihn noch retten.
38:25Heute wird nicht gestorben sein.
38:26Bitte helfen Sie.
38:26Jeden Tag wird gestorben und heute sind wir leider dabei.
38:29Ist das ernst?
38:30Sie wollen doch immer alle leben.
38:31Herr Seifert.
38:31Er ist tot.
38:32Ich kann nichts mehr für ihn tun.
38:36Bitte...
38:39Oh Gott!
38:41Oh Gott!
38:43Bitte!
38:43Toll Sie!
38:56Oh, Gott.
39:37Ist alles in Ordnung?
39:471986.
39:49Was?
39:51Der ist so alt wie ich.
39:53Der war so alt wie ich.
39:55Zwei kleine Kinder.
39:58Sie wollten sich versöhnen, das hat sie mir gerade gesagt.
40:02Und mit seiner Familie zurück.
40:05Das war auch der Grund, warum er gestern Morgen nicht mit uns mitgefahren ist.
40:19Willkommen im Club?
40:22Tja, ja.
40:25Jeder hier von uns hat einen Einsatz, der ihn nicht mehr loslässt.
40:36Sasuke?
40:37Das nimmt ihn gerade ziemlich mit.
40:40Das ist so ungerecht, ja?
40:44Man, die wollten das noch mal probieren.
40:46Ähm, beide.
40:46Und jetzt, jetzt ist...
40:50Der wird seine Kinder nie mehr wiedersehen.
40:54Das ist doch nicht fair.
40:58Ja.
40:59Entschuldigung.
41:00Tut mir leid.
41:01Ja.
41:03Mann.
41:04Ähm.
41:05Meine Frau und ich, wir haben uns getrennt und ich schlafe schon seit Wochen im Büro.
41:08Und...
41:09... wollte hier alles eine schöne Abwechslung werden.
41:12Na.
41:14Entschuldigung.
41:16Das wird wieder, Herr Köster.
41:18Ja.
41:20Patrick.
41:25Ja, ist gut.
41:27Ach, jetzt hört doch auf.
41:28Jetzt ist doch...
41:29Quatsch.
41:30Quatsch.
41:35Jetzt, gut.
41:36Ich glaube, ich war heute ganz schön nervig.
41:40Tut mir leid.
41:41Aber ich, ähm...
41:45Ich bin froh, dass ich euch hab.
41:49So, die nächsten Milchschnitten gehen auf mich.
41:51So, und jetzt aber an die Arbeit, ne?
41:54So.
41:55Muss ja nicht ewig hier stehen.
41:59So.
42:10Nach vorne gucken.
42:12Also...
42:13Das ist das Beste.
42:14Wenn man einfach...
42:16Also, man kann sich das jetzt vielleicht noch nicht vorstellen, aber...
42:19Das wird alles wieder werden.
42:24Ja.
42:25Also, ich bin ja jetzt auch schon ein paar Jahre getrennt und, ähm...
42:28Wenn, du, wenn sie mal jemanden brauchen, oder...
42:31Also, bei Gelegenheit kann man sich ja vielleicht auch mal...
42:35...neue alles tauschen, oder so.
42:38Das wär ganz schön, ja.
42:48Ich hab mal hier geschlafen, weil sie eine Frau nicht verlassen hat.
42:51Na ja.
42:52Du, sorry, äh, wenn das jetzt grad wieder nicht passt, aber ich bräuchte langsam mal diesen Dienstleistungsbericht.
42:56Ja, dann schreib doch auf, was du brauchst, oder schreib dir was dann.
43:01Okay.
43:01Okay.
43:02Gut.
43:07Herr Köster!
43:09Du traust dich hierher.
43:11Hä?
43:12Wer so kurz vor Dienstschluss hier auftaucht, der muss sich mit mir anlegen.
43:16Was?
43:21Ist schon 90, ne?
43:22Ja, ja.
43:23Ist die letzte Chance.
43:24Nee, nee, nee, nee.
43:26Wie machen sie das denn immer?
43:27Wir müssen doch hier mit dem Ding...
43:28Nein!
43:29Herr Raul!
43:29Jetzt nicht!
43:29Ich...
43:30Mann!
43:31Natürlich weiß ich, dass Hartmut tot ist.
43:33Ich bin doch nicht blöd.
43:34Nachdenkende mir geht es...
43:34We Melissa?
43:34Herr Raul!��
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