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  • vor 5 Wochen
Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter haben sich in der dritten Runde überraschend schnell auf einen neuen Handels-Kollektivvertrag geeinigt. Die Angestellten-Mindestgehälter steigen mit 1. Jänner 2026 um 2,55 Prozent. Der Kollektivvertrag gilt für rund 430.000 Handelsangestellte und 20.000 Lehrlinge.

Credits: APA/kha; Thumbnail: APA/Helmut Fohringer

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Transkript
00:00Bei der dritten Verhandlungsrunde für die 430.000 Angestellten und 20.000 Lehrlinge im Handel
00:06konnten sich die Sozialpartner am Montag nach acht Verhandlungsstunden auf einen Abschluss einigen.
00:12Die Mindestgehälter in der Branche steigen mit 1. Jänner 2026 um 2,55 Prozent.
00:19Wir haben wirklich versucht, ein Gesamtpaket zu schnüren, das Wünsche auf beiden Seiten abbildet,
00:26das in einer wirtschaftlichen Situation auch die Zahlen abbildet,
00:31aber doch auch Möglichkeiten zur Flexibilisierung bietet.
00:35Und auf Basis dieses Gesamtpaketes und nicht nur der einzelnen Zahlen möchte ich bitte auch versuchen,
00:41diesen Abschluss zu beurteilen.
00:43Wir haben eine Erhöhung der KV-Gehälte und der Lehrlingseinkommen um 2,55 Prozent,
00:50wobei diese Werte auf den nächsten vollen Euro gerundet werden,
00:53die Aufrechterhaltung der Überzahlungen.
00:57Wir haben in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation, glaube ich, einen Kompromiss,
01:02einen sozialpartnerschaftlichen Kompromiss geschlossen.
01:05Wir haben ein Gesamtpaket erarbeitet, verhandelt und auch heute zu einem Abschluss gebracht.
01:11Und man muss schon dazu sagen, natürlich als Gewerkschaften haben wir uns mehr gewünscht,
01:18das ist immer so, aber am Ende des Tages geht es darum, was kann man verhandeln,
01:24was kann man zum Abschluss bringen.
01:26Und da haben wir eindeutig für eine nachhaltige Gehaltserhöhung gesorgt.
01:30Das war uns sehr, sehr wichtig, nicht mit Einmalzahlungen etc. zu hantieren,
01:34sondern eine tatsächliche nachhaltige Gehaltserhöhung für unsere Kolleginnen und Kollegen.
01:38Und zusätzlich, das muss man speziell betonen, haben wir im Rahmenrecht wesentliche Punkte weitergebracht
01:45und auch rein verhandelt und zu einem Abschluss gebracht.
01:48Zum einen die Möglichkeit der Aufstockung bei regelmäßiger Mehrarbeit,
01:53Stundenaufstockung bei regelmäßiger Mehrarbeit.
01:56Und wir haben eindeutig auch eine gemeinsame Empfehlung als Sozialpartner
02:00zu einer echten Fünf-Tage-Woche im Handel verhandelt,
02:03wo wir auch noch zusätzlich die Möglichkeit einer Betriebsvereinbarung in Betrieben mit Betriebsrat
02:09im Kollektivvertrag vorsehen werden.
02:12Es zeigt von der Qualität unserer Gespräche der letzten Wochen,
02:17da muss man sagen, nicht nur heute, sondern auch der letzten Wochen,
02:20dass wir jetzt hier stehen und wie man an der gesamten Truppe sieht,
02:23auf beiden Seiten mit einem Ergebnis, mit einem Abschluss
02:27und damit auch mit einem starken Signal, glaube ich, der Sozialpartnerschaft
02:31in diesen schwierigen Zeiten, in einem herausfordernden Umfeld,
02:36dass wir im Handel, im größten KV, der jetzt gerade verhandelt wird
02:41und einer der größten Gesamt-KVs hier ein Ergebnis haben.
02:45Die Einigung in der dritten Runde ist dann doch überraschend schnell erfolgt.
02:49Verhandlungen sind immer intensiv, aber die Frage ist, ob man den Zug zum Tor findet.
02:54Und ich glaube, das haben wir geschafft.
02:55Wir haben konstruktiv, aber auch intensiv in der Debatte, in der Sache miteinander verhandelt.
03:00Und jetzt geht es nicht immer darum, dass man Stunden braucht für Dinge.
03:07Uns geht es um die Qualität und ich glaube, ich kann sich sehen lassen
03:10und nicht immer um die Quantität.
03:12Und deswegen glaube ich, dass dieser Abschluss jetzt auch in dieser Zeit
03:15das ist, was wir gut verhandelt haben und auch ausreichend diskutiert haben.
03:20Ich glaube, das ist ganz wichtig.
03:22Ich meine, Sie, die an dem Prozess auch beteiligt sind, wissen, es ist sehr intensiv.
03:29Es ist über Wochen gelaufen, die Gespräche.
03:35Da jetzt eine abendliche Showrunde draus zu machen, hilft niemandem.
03:39Das wird das Ergebnis nicht besser, nicht schlechter.
03:41Wichtig ist, dass man sehr intensiv, sehr konstruktiv, und das war etwas, was die gesamten Runden extrem
03:49ausgezeichnet hat, die konstruktive Art, der inhaltliche Diskurs.
03:54Ja, und wenn man dann mit den Formulierungen schneller dort ist, weil man einen gemeinsamen Konsens hat,
03:59warum soll man die halbe Republik warten lassen, nur damit wir irgendwann eine Nachtsendung haben.
04:04Ich glaube, das macht keinen Sinn.
04:06Daher, wenn wir fertig sind, wie wir gesagt haben, wir reden über ein Gesamtpaket.
04:10Wenn wir das haben, dann können wir es veröffentlichen.
04:13Und das ist es.
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